Archiv der Kategorie: Gedächtnis verbessern

Alles über das semantische Gedächtnis: “Es liegt mir auf der Zunge”

“Es liegt mir auf der Zunge”. Das semantische Gedächtnis speichert unsere Kenntnisse über die Welt und Sprache. Wenn wir uns an Dinge erinnern wollen, die wir einmal erlernt haben, wie zum Beispiel: “Was ist die Hauptstadt von Frankreich?” oder “Wie heißt der aktuelle Präsident der USA?” machen wir effizienten Gebrauch von unserem semantischen Gedächtnis. Dank ihm können wir die Antworten in wenigen Sekunden abrufen. Entdecke in diesem Artikel was das semantische Gedächtnis ist und wozu es dient. Außerdem erfährst du welche Übungen du machen kannst, um die Leistungsfähigkeit des semantischen Gedächtnisses zu bewerten und zu verbessern. 

Was ist das semantische Gedächtnis? Tachina Lee. Unsplash.com

Was ist das semantische Gedächtnis?

Was ist das semantische Gedächtnis?  Tulving war der erste, der den Begriff des semantischen Gedächtnisses definierte. Das semantische Gedächtnis kann als eine Art Gedächtnis für allgemeine Bedeutungen und Kenntnisse bezeichnet werden. Dort werden konkrete Erfahrungen sowie Erinnerungen einzelner Ereignisse nicht miteinbezogen.

Zum Beispiel ist für die Antwort auf die Frage “Wie viele Stunden hat ein Tag?” kein Erinnern an einen konkreten Moment unseres Lebens notwendig, zu welchem wir diese Kenntnis erlangt haben. Das semantische Gedächtnis ermöglicht es uns “automatisch” zu erinnern, dass ein Tag 24 Stunden hat, ohne konkrete Ereignisse abzurufen, die uns an diese Kenntnis erinnern.

Das semantische Gedächtnis ist notwendig, um uns an die Konzepte zu erinnern, die wir über die Welt haben, und ist auch für einen angemessenen Sprachgebrauch unverzichtbar. Außerdem ist es Teil des Langzeitgedächtnisses, weswegen eine einmal erworbene Kenntnis sogar ein ganzes Leben lang beibehalten werden kann.

Das semantische Gedächtnis ist so umfassend wie die Kenntnisse, die wir erwerben können. Wenn wir beispielsweise erinnern wollen, dass der Löwe ein Säugetier ist und 4 Beine hat, müssen wir dies nicht an ein besonderes Ereignis knüpfen – unser Gehirn arbeitet sehr viel schneller.

  • Das semantische Gedächtnis ist ein Teil des Langzeitgedächtnis: Es ermöglicht uns, Erinnerungen für Tage, Jahre oder Jahrzehnte abzuspeichern. Es kennt keine Grenzen hinsichtlich seiner Kapazität oder Dauer.
  • Das semantische Gedächtnis ist deklarativDas bedeutet, dass wir die enthaltenen Informationen mit Worten beschreiben können.
  • Unterschied zwischen dem periodischen und dem semantischen Gedächtnis: Das episodische Gedächtnis ist dafür zuständig, autobiographische Erinnerungen zu speichern und abzurufen, wie zum Beispiel: “Was habe ich heute gegessen?” oder “Was habe ich am Wochenende gemacht?”. Der große Unterschied zwischen beiden Erinnerungstypen ist, dass das semantische Gedächtnis wie ein Wörterbuch ist, das Weltwissen und Fakten enthält, ohne diese mit persönlichen Erfahrungen zu verknüpfen. Das episodische Gedächtnis im Gegensatz dazu enthält persönliches Wissen und ist wie ein Tagebuch aus persönlichen Erinnerungen aufgebaut.

Wo befinden sich die Wörter in unserem Gehirn? Ein wissenschaftliches Team hat eine interaktive Karte erstellt, die zeigt, welche Hirnzonen beim Hören verschiedener Wörter aktiviert werden. Diese semantische Gehirnkarte deckt auf, wie die Sprache sich über den Kortex und die beiden Gehirnhälften verteilt, indem die Wörter nach Bedeutungen gruppiert werden und so ein riesiges Gehirnwörterbuch konstruiert wird.

Wozu dient das semantische Gedächtnis?

Das semantische Gedächtnis dient uns als mentales Wörterbuch, um die Wörter, Konzepte und Symbolen, die wir gespeichert haben, zu organisieren, und ihnen eine Bedeutung zu geben. Es ermöglicht uns, kognitive Ressourcen zu sparen und die Welt, in der wir leben, mit wenigen Worten und innerhalb kurzer Zeit zu interpretieren.

Für unseren Alltag ist das semantische Gedächtnis grundlegend. Zum Beispiel ermöglicht das semantische Gedächtnis uns “automatisch” zu wissen, dass der Löwe ein Säugetier ist. Hierfür müssen wir nicht im Geiste alle Löwen durchgehen, die wir in unserem Leben gesehen haben, oder müssen an die Arten von Löwen denken, die existieren.

Unser Gedächtnis ermöglicht es uns, dem Wort “Löwe” eine allgemeine Bedeutung zuzuschreiben: Säugetier mit 4 Beinen, groß, mit einer großen Mähne, etc.

Wenn wir an alle auf der Welt existierenden Löwen denken müssten, um uns an sie zu erinnern und sie zu beschreiben, wäre das unmöglich. Deswegen fasst das semantische Gedächtnis viele konkrete Konzepte (Tiere, Personen, Gegenstände) in einem alleinigen allgemeinen Konzept zusammen. Diese Konzepte werden in einer Unendlichkeit an Kategorien organisiert (Tiere, Gegenstände, Lebewesen, Nicht-Lebewesen, Säugetiere, Reptile, etc.)

Beeinträchtigungen des semantischen Gedächtnisses: Störungen beim Zugriff und der semantischen Speicherung

  • Menschen mit semantischer Demenz: Sie haben Probleme, sich an die Bedeutung von Konzepten zu erinnern. Es gibt große Symptomunterschiede zwischen den Patienten. Es gibt Patienten bei denen sich die semantische Demenz dadurch auszeichnet, dass sie Schwierigkeiten haben, auf die Bedeutungen der Konzepte zuzugreifen. Sie haben aber nicht unbedingt Probleme dabei Schemata anzuwenden (zum Beispiel ihre Sachen zu bügeln).
  • Menschen mit Verletzungen im Präfrontalen Kortex: Es gibt Befunde dazu, dass Patienten mit einer Verletzung des Präfrontalen Kortex Schwierigkeiten haben können, Schemata zu entwickeln. Im Gegensatz zum vorherigen Beispiel haben sie aber keine Probleme, auf die Bedeutungen von Wörtern zuzugreifen. Diese Personen sind somit nicht in der Lage, einem Schema zu folgen, wie zum Beispiel zum Zahnarzt zu gehen, wenn sie ein Problem mit den Zähnen haben. Andererseits können sie aber auf die Konzepte der Wörter zugreifen.
  • Ein typisches Merkmal bei der Alzheimer-Krankheit ist eine Störung im episodischen Gedächtnis (also der autobiografischen Erinnerungen). Zweifellos wird auch das semantische Gedächtnis beeinträchtigt, da diese Patienten dazu neigen, Störungen in der Sprache und bei der Verwendung von Schemata zu entwickeln.

Übungen zur Verbesserung des semantischen Gedächtnissen

1- CogniFit, führende Plattform zur kognitiven Bewertung und Stimulation

Der schnelle und flüssige Zugriff auf Wörter und Schemata ist eine unserer wichtigsten kognitiven Fähigkeiten. Jeder hatte schon mal das Gefühl, dass einem etwas “auf der Zunge liegt”, wir aber nicht auf das Wort kommen. Ab und zu kommt es vor, dass der schnelle Abruf gestört ist und Schwierigkeiten auftreten.

CogniFit ist ein professionelles Werkzeug, dass es ermöglicht, den Zugriff auf den Wortschatz zu bewerten und zu verbessern. Studien zur Gehirnplastizität, auch neuronale Plastizität genannt zeigen, dass eine Neuroneverbindung stärker wird, je öfter man sie benutzt. Dies lässt sich auf die Neuronalen Netze übertragen, die für die Erinnerungsfähigkeit verantwortlich sind: Zugriff auf den Wortschatz, Arbeitsgedächtnis, Kurzzeitgedächtnis, visuelles Gedächtnis, auditives Kurzzeitgedächtnis, kontextabhängiges Gedächtnis

Die Fähigkeit, das passende Wort im in einem bestimmten Moment zu finden, kann durch richtiges Training verbessert werden. Die verschiedenen klinischen Übungen von CogniFit ermöglichen es, den Zugriff auf den Wortschatz und andere kognitive Fähigkeiten, die mit der Erinnerung zu tun haben, zu bewerten und zu trainieren.

Wie funktioniert CogniFit? Das Programm bewertet zunächst auf präzise Art und Weise die Fähigkeit auf den Wortschatz zuzugreifen (die Fähigkeit des Individuums, Namen und Gegenstände wiederzugeben) und andere kognitive Fähigkeiten. Basierend auf den Ergebnissen der Übung bietet CogniFit automatisch einen kompletten, personalisierten kognitiven Trainingsplan.

Die verschiedenen interaktiven Übungen sind als unterhaltsame Denkspiele gestaltet, die am Computer gespielt werden können. Nach jeder Sitzung präsentiert CogniFit eine detaillierte Graphik mit der Entwicklung des kognitiven Zustandes. Du musst dich nur registrieren!

2- Sich Dinge über die Welt, die uns umgibt, zu merken.

Es ist gut, sich an die Tatsachen über die Welt, die uns umgibt, zu erinnern: Wenn eine Person ihr semantisches Gedächtnis trainieren und stärken möchte, sind die effektivsten Übungen, sich eine Reihe von Wörtern zu merken und Schritt für Schritt die Menge und Schwierigkeit zu erhöhen. Zum Beispiel, die Bundesländer Deutschlands zu lernen, dann die Hauptstädte Europas und weiter bis man alle Hauptstädte der Welt kennt. Hier kannst du andere sehr nützliche Übungen zur Gehirngymnastik finden.

3- Neue Sprachen lernen und reisen

Das Erlernen einer neuen Sprache zwingt uns dazu, neue Vokabeln zu lernen und neue Regeln der Sprache zu merken. Das semantische Gedächtnis ist bei dem Erlernen von Sprachen unerlässlich. Entdecke die Vorteile von Zweisprachigkeit.

Reisen kann ebenfalls dabei helfen, neue Schemata und und neue Richtlinien zu lernen, da Bräuche und die Kultur jedes Landes anders sind. Das Kennenlernen neuer Schemata und Richtlinien hilft, uns an neue Situationen anzupassen und flexibel zu bleiben.

4- Bedeutungen festlegen, indem wir verstehen, was wir lernen

Wie lernt das Gehirn? Alle Untersuchungen weisen darauf hin, dass man besser und schneller lernt, wenn man den Konzepten eine Bedeutung zuschreibt. Beim Lernen erinnern wir uns zum Beispiel viel besser an etwas, dem wir dem eine Bedeutung gegeben haben, als wenn wir es wir durch bloße Wiederholung der Wörter gelernt haben. Entdecke diese Lerntechniken.

5- Übungen für Patienten mit Störungen des semantischen Gedächtnisses

Für Patienten mit Beeinträchtigungen des semantischen Gedächtnisses gibt es eine Reihe von Fragen, welche die Patienten beantworten sollen und wenn sie falsch liegen, werde sie direkt berichtigt. Zum Beispiel, Fragen wie: “Was sind die vier Jahreszeiten?”, “Was sind die Monate?”, “Wie sind die Zahlen von 1 bis 15?”

Bei Menschen mit Störungen des semantischen Gedächtnisses ist es auch sehr effizient, unvollständige Sätze zu beginnen, damit sie diese fortsetzen und sie bei Fehlern zu korrigieren: “Zitronen haben die Farbe …”, “Die Hauptstadt von Spanien ist …”, etc.

Das semantische Gedächtnis ist so wichtig in unserem Leben, dass es unmöglich ist zu zählen wie oft wir es am Tag eigentlich benutzen. Es hilft uns zu sprechen, zu kommunizieren, zu lernen, Konzepte in der Welt zu verstehen und ihnen Bedeutungen zuzuschreiben. Deswegen scheint es wie ein Wunder, dass wir ein so umfangreiches und gut organisiertes Wörterbuch besitzen, wenn wir überlegen wie viele Reize uns umgeben. Wenn wir jeden Tag die Bedeutungen der Dinge die uns umgeben neu lernen müssten, wäre das nicht machbar. Das semantische Gedächtnis ermöglicht uns die größte kognitive Ersparnis. Dank ihm können wir die Welt, so wie wir sie wahrnehmen, abspeichern.

Dadurch wissen wir, welchen Schemata wir folgen müssen, wenn wir uns beispiel die Zähne putzen wollen (erst die Zahnpasta auf die Zahnbürste, dann in den Mund und später den Mund am Waschbecken ausspülen…). Ebenfalls wissen wir in welcher Reihenfolge bestimmte Dinge ablaufen. Wir können diese -auch bei hoher Ähnlichkeit- von einander unterscheiden (im Italiener um die Ecke bestellt man, isst und anschließend wird gezahlt. Im Fastfood Restaurant hingegen bestellt man, zahlt und dann wird gegessen). Zusätzlich laufen diese Handlungsschritte so gut wie automatisiert ab und wir müssen nicht lange überlegen.

Quelle: Eva Rodríguez Weisz, Psychologin bei CogniFit.

Schneller auswendig lernen: 6 unfehlbare Strategien

Auswendig lernen. Die Fähigkeit, uns etwas merken zu können, ist sehr wichtig für uns: Wir benutzen unser Gedächtnis, um unser Studium erfolgreich abzuschließen, besser in unserer Arbeit zu werden und fast bei jeder Aktivität unseres täglichen Lebens. Es gibt einige Glückspilze, die mit der Fähigkeit, sich an alles zu erinnern, geboren werden, jedoch gilt für den Rest der Sterblichen: Die Erinnerung ist eine Fähigkeit, die man verbessern kann, wenn man sie richtig trainiert.

Durch Gehirntraining und die Verwendung von Erinnerungstechniken machst du aus deinem Gehirn deinen besten Alliierten. In diesem Artikel lädt dich Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda dazu ein, die neuesten Untersuchungen zur Erinnerungsfähigkeit zu entdecken und zeigt dir einige intelligente Strategien, um dafür zu sorgen, dass du schneller auswendig lernen kannst. Bist du bereit? Los geht’s!

Wie man schneller auswendig lernt

Als Allererstes musst du beachten, dass das Gedächtnis kein Element an sich ist, sondern ein sehr komplexes Konstrukt ist, das einen Teil unserer kognitiven Fähigkeitn bildet. So kann man den Begriff Gedächtnis nicht ohne eine Reihe von Fähigkeiten, aus denen es besteht, verstehen. Das Gedächtnis setzt sich aus einer Reihe von Hirnfunktionen zusammen, die sich gegenseitig ergänzen und sich untereinander verbinden, um für den Erinnerungsprozess zu sorgen.

Elemente wie das Sprachgedächtnis, die Benennungsfähigkeit, das visuelle Gedächtnis, das auditive Gedächtnis, das Arbeitsgedächtnis, das Kontextgedächtnis, die geteilte, selektive, gehaltene und freiwillige Aufmerksamkeit, die Fokussierung und die Planung sind fundamental für die richtige Funktionsweise unseres Gedächtnisses im Allgemeinen und eines guten Erinnerungsprozesses im Speziellen.

Jeder Mensch ist einzigartig und somit ist es auch unser Erinnerungsprozess. Es gibt Menschen, die eine Information behalten können, wenn sie sie nur im Radio hören. Andere, im Gegensatz dazu, bevorzugen es, die Information aufzuschreiben, die sie speichern wollen, oder sie laut zu wiederholen. Einige andere wählen Schemata und Farben, um in ihrem Gedächtnis wichtige Informationen zu speichern.

Der erste Schritt, den du machen solltest, wenn du lernen möchtest, schneller auswendig zu lernen, ist deinen Erinnerungsstil zu finden und zu definieren. Das heisst, du musst lernen zu erkennen, was deine Stärke beim Auswendiglernen ist, mit dem Ziel, die Techniken zu lernen, die an deinen Erinnerungsstil angepasst sind. Schreibst du eher aus oder läufst durch das Wohnzimmer und wiederholst laut, was du auswendig lernen möchtest?

“Das Gedächtnis ist der Wächter des Gehirns. William Shakespeare”

Es gibt so viele Erinnerungsstile wie Menschen. Ich erinnere mich an eine Kommilitonin aus der Universität, die die Themen von ihr gelesen auf einem Aufnahmegerät aufnahm und sie immer im Haus anmachte, während sie die Hausarbeiten erledigte. Sie versicherte, dass das super für sie funktionierte.

Vielleicht entdeckte sie, dass ihr Gedächtnis besser funktionierte und effizienter und müheloser die Informationen behielt, indem sie sie durch den auditiven Kanal leitete, das heisst, indem sie zuhörte und ihre Aufmerksamkeit auf das Gehörte richtete.

Wie man schneller auswendig lernt: Die besten Strategien

Deshalb gibt es keine universellen Tricks, um schneller auswendig zu lernen, da das Gedächtnis jeder Person ein einzigartiger und persönlicher Vorgang ist. Aber es gibt eine Reihe von wissenschaftlich abgesicherten Methoden, damit du deine Erinnerungsfähigkeit steigern kannst und demzufolge weisst, wie man schneller auswendig lernt.

Die Konzentration ist auch ein wichtiges Element beim schneller Auswendiglernen. Wenn du deine Konzentration verbessern willst, lade ich dich dazu ein, meinen Artikel zu lesen: Denkspiele: 10 unabdingbare Übungen für deinen Alltag.

Schneller auswendig lernen: 6 intelligente Strategien

Strategie 1: Die außerirdische Puppe, eine Spitzenuntersuchung, um alles Mögliche schneller auswendig zu lernen

Vor knapp zwei Monaten wurde eine Studie in der Zeitschrift Psychological Science veröffentlicht, in der zwei Forscher anscheinend die effizienteste Methode zur Steigerung deiner Erinnerungsfähigkeit entdeckt haben und sie setzen auf die ausserirdische Puppe.

Diese Forscher führten eine Feldstudie in einem Café in de Vereinigten Staaten durch, bei dem sie der Hälfte der Kunden einen Rabatt auf ihre nächste Bestellung in den folgenden Tagen gaben. Der Hälfte von diesen sagte man, dass an den Bezahlkassen eine Puppe des Films Toy Story ausgestellt sein würde, das außerirdische Plüschtier, den anderen gab man einfach das Rabatt-Ticket, ohne etwas zu sagen.

Überraschenderweise forderten von den Kunden, denen man von dem außerirdischen Plüschtier erzählt hatte, weitaus mehr den Rabatt ein als von denen, denen man einfach nur das Ticket gegeben hatte.

Die Schlussfolgerung dieses Experiments ist, dass die beste Art, deine Erinnerung zu steigern in der Verwendung von Erinnerungsassoziationen liegt.

Wie können wir diese Daten anwenden und in unserem Alltag schneller auswendig lernen?

Die Versuchsleiter ermutigen dich dazu, mit jedem Reiz zu spielen, der relevant für dich ist: ein Geruch, ein Bild, ein Geräusch … (Denk an deine Stärken), um eine Assoziation zu dem, an was wir uns erinnern wollen, zu schaffen, wenn dieser Reiz auftritt. Je ungewöhnlicher er ist, desto besser.

So kannst du alle alten Gewohnheiten loswerden, wie dir Dinge auf die Hand zu schreiben, Handywecker oder die Tausenden von Post-Its, die deinen Schreibtisch überfluten.

Traust du dich, das auszuprobieren?

Strategie 2: Schneller auswendig lernen mit der Technik des Chunking

Die Technik des Chunking besteht darin, komplexe Informationen in kleine Gruppen oder Einheiten aufzuteilen und auswendig zu lernen. Sie ist besonders nützlich beim Merken von Zahlen, und eher nicht so sehr bei komplexen Konzepten oder Texten.

Das visuelle Gruppieren von Zahlen macht ihr Behalten und das spätere Abrufen einfacher.

Beispiel: Die Nummer des Weißen Hauses ist für das Auswendiglernen in Gruppen optimiert; das Chunking ist 202, 456 und 1111, statt einer einzelnen, weitaus komplizierteren Zahl: 2, 024, 561, 111

Strategie 3: Schneller auswendig lernen mit der Kettentechnik

Wenn du eine Reihe von Konzepten auswendig lernen musst, die nichts miteinander zu tun haben, ist diese Technik ideal.

Sie besteht in der Gruppierung aus sehr unterschiedlichen Konzepten mithilfe der Formulierung eines Satzen, damit du mit dem Auswendiglernen dieses Satzes jedes dieser Konzepte behalten kannst, ohne auch nur ein einziges zu vergessen.

Das Lustige ist, dass, je merkwürdiger der Satz ist, den du dir ausdenkst, desto höher die Wahrscheinlichkeit ist, dass du ihn dir merkst.

Strategie 4: Schneller auswendig lernen mit der mnemotechnischen Techniken

Eine mnemotechnische Regel besteht darin, ein Wort mit den Initialen oder ersten Silben des auswendig zu lernenden Materials zu bilden. Es ist die perfekte Technik, um Listen von Wörtern auswendig zu lernen.

Beispiel: Wenn du die Einkaufsliste auswendig lernen musst, und du Suppe, Parfüm, Erdnüsse, Marmelade, Rosinen, Klopapier und Tee kaufen musst, ist es so einfach wie das Wort SU-P-ER-MA-R-K-T zu bilden.

Das wird dir die Erinnerung erleichtern, wenn du im Supermarkt herumläufst. Versuche es doch mal!

Strategie 5: Wiederholungstechnik, um schneller auswendig zu lernen

Wiederhole, was du auswendig lernen musst. Bis du die Nase voll hast.

Besonders nützlich, wenn du Probleme mit den Namen der Menschen hast, die dir gerade vorgestellt wurden.

Zum Beispiel, wenn du Schwierigkeiten auf einer Party hast, bei der dir gerade 7 Personen in 10 Minuten vorgestellt wurden, ist der Schlüssel, den Namen der Person zu wiederholen, wenn sie dir vorgestellt wurde, während du ihr fest ins Gesicht schaust. “Schön, dich kennenzulernen, Maria” “Und du, Maria, was machst du so?” “Wie findest du die Party, Maria?”

Zusätzlich zur Erleichterung deiner Erinnerung, kann das beim-Namen-nennen dieser Person deine gerade geknüpfte Beziehung zu dieser Person verbessern, da die Person sich bewusst ist, dass sie deine Aufmerksamkeit erregt hat.

Eine weitere kuriose Technik zum Merken eines kurzen Namen oder eines Wortes ist, das Wort dreimal zu wiederholen und deinen Kopf zu bewegen: nachdem du das Wort gesagt hast, den Kopf nach links drehen. Dreimal. (Wenn dir das auf einer Party passiert, mach es irgendwo, wo du nicht gesehen wirst …)

Strategie 6: Trainiere dein Gedächtnis mit CogniFit, um schneller auswendig zu lernen

Es gibt einen bedeutenden Unterschied zwischen den kostenlosen Denkspielen, die das aktive Gedächtnis weder auswerten noch trainieren und den Gehirnspielen online, die wissenschaftlich erstellt wurden und wirklich effizient sind.

Es ist auch wichtig, ein Programm zu verwenden, das verschiedene Gedächtnistypen trainieren kann und nicht nur einen.

CogniFit ist das führende Programm zur kognitiven Bewertung und Gehirnstimulation. Es ist durch die wissenschaftliche Gemeinde validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt verwendet. CogniFit ermöglicht es, professionell und vertrauenswürdig die Konzentrationsfähigkeit, das Aufmerksamkeitsniveau und viele andere fundamentale kognitive Bereiche des Merkprozesses zu messen und trainieren.

Die Gedächtnisübungen CogniFit stehen online zur Verfügung, damit du sofort dein aktuelles Gedächtnisniveau entdecken kannst und ein besseres Verständnis deines aktuellen kognitiven Niveaus erhalten kannst.

Nach dem Spielen der Gedächtnisspiele zeigt dir CogniFit eine Graphik mit deinen Ergebnissen und deiner Entwicklung. Du kannst nicht nur dein Gedächtnis trainieren und verbessern, sondern auch viele andere kognitive Fähigkeiten.

Wenn du lernen möchtest, schneller auswendig zu lernen, trainiere dein Gedächtnis mit CogniFit

Trau dich und akzeptiere die Herausforderung CogniFit!

Wenn du zudem noch mehr über das Thema herausfinden möchtest, verpass meinen Artikel nicht: Wie man intelligenter wird: 10 Strategien, die du noch nicht kennst.

 

“Lebe deine Erinnerung und staune. Jack Kerouac”

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Alkohol und Gehirn – Welche Konsequenzen hat der übermäßige Alkoholgenuss im Nervensystem?

Alkohol und Gehirn: Wozu übermäßiger Alkoholgenuss führt. Diverse Studien bestätigen die Existenz eines Zusammenhangs zwischen Alkoholmissbrauch und kognitivem Verschleiß. Ein Übermaß an alkoholischen Getränken kann schwere Folgen für unser Gedächtnis und unsere Kognition haben.

Vielleicht weißt du nicht, dass übermäßiger Alkoholgenuss auch das Gehirn von Jugendlichen und jungen Menschen beeinträchtigen können. Die „Besäufnisse“ am Wochenende, das „Binge drinking“ kann unser Gehirn auf lange Sicht schädigen. Ein Bier am Tag muss noch keinen Schaden anrichten. Allerdings können Exzesse und häufiges Betrinken sehr negative Auswirkungen im Gehirn haben. In diesem Artikel erklären wir dir, welchen Einfluss Alkohol auf dein Gehirn hat und geben dir einige Tipps.

Folgen des Alkohols im Gehirn

Ab und zu einen Drink zu trinken wird dir keine Probleme im Nervensystem verursachen. Es wird riskant, wenn der Konsum exzessiv, schnell und wiederholt stattfindet, auch wenn es nur am Wochenende ist.

Eine wissenschaftliche Studie, die in der Zeitschrift Neuropsychologie, Neuropsychiatrie und Neurowissenschaften veröffentlicht wurde, besagt, dass der erhöhte Alkoholkonsum am Wochenende neurokognitive Defizite bei beiden Geschlechtern hervorruft, diese bei Frauen allerdings ausgeprägter sind.

Außerdem kann der Wochenendkonsum in hohem Masse zur Alkoholabhängigkeit im Erwachsenenalter führen.

Welchen Einfluss hat Alkohol auf dein Gehirn? Folgen

1. Alkohol und Gehirn: Der übermäßige Alkoholgenuss beeinträchtigt den Hippocampus

An strukturellen Veränderungen kann man ein geringeres Volumen des Hippocampus bemerken, eine Struktur, die fundamental für das richtige Funktionieren von Fähigkeiten wie das Gedächtnis oder die Lernfähigkeit ist.

Außerdem beobachtet man Veränderungen im vorderen Stirnlappen, der für das Regulieren der Selbstkontrolle unseres Verhaltens ist.

Der Alkohol verändert die funktionelle Entwicklung des Kleinhirn, der Hirnrinde und des Nukleus accumbens. Zudem verhindert er die Bildung von neuen Synapsen, es kann sogar zum Zelltod kommen.

2. Alkohol und Gehirn: Am Wochenende zu trinken schädigt das Gedächtnis

Eine Studie, die an der Universidad de Compostela von dem Professor für Psychobiologie Dr. Cadaveira durchgeführt wurde, zeigt, dass junge Menschen, die intensiv Alkohol konsumieren, ein schlechteres Gedächtnis als die haben, die nicht trinken.

Außerdem haben sie größere Schwierigkeiten beim Erkennen von Gesichtern, eine fundamentale Funktion unserer Erinnerungsfähigkeit.

Der Arbeitsspeicher ist dafür zuständig, dass wir wichtige Daten für die Beendigung und Planung einer Aufgabe im Kopf behalten. Diese Studie hat Belege dafür gefunden, dass der Arbeitsspeicher auch Störungen erleidet.

3. Alkohol und Gehirn: Warum habe ich Gedächtnislücken nach einer Party-Nacht?

Nach einer langen Nacht, in der es an Gin Tonics nicht fehlte, wachst du mit einem legendären Kater, Kopfschmerzen und dem beunruhigenden Gefühl auf, nicht zu wissen, was letzte Nacht passiert ist.

Dies nennt man alkoholische Amnesie oder Blackouts/Filmrisse und sie entsteht, wenn es eine Unterbrechung in den Funktionen des Hippocampus gibt, einer fundamentalen Struktur des Gedächtnisses.

Wenn wir sehr schnell und im Überfluss trinken, erschweren oder verhindern wir die Arbeit der Rezeptoren des Hippocampus, die Glutamat weiterleiten, was wichtig für die Produktion von Synapsen zwischen Neuronen ist.

Wahrscheinlich bist du, wenn du in diesem Zustand von „Gehirnausfall“ bist, dazu fähig, ganz routinemäßigen Abläufen nachzugehen, wie dich auszuziehen und ins Bett zu gehen, eine Nachricht bei Whatsapp zu senden, aber dein Gehirn ist für eine Weile außerstande, neue Erinnerungen zu schaffen.

Diese Filmrisse sind gefährlich. Erstens können sie dich in verwundbare und risikoreiche Situationen bringen. Zweitens bist du, wenn du eine Frau bist, anfälliger dafür solche alkoholischen Amnesien zu erleiden. Studien besagen, dass wir eine geringere Menge an gastrischer Dehydrase besitzen, ein Enzym, das dafür verantwortlich ist, den Alkohol in unserem Körper zu verdünnen und aufzulösen.

Obwohl es keinen Zusammenhang zwischen sozialen Trinkern und Alkoholikern bei der Präsenz und Häufigkeit der Filmrisse gibt, ist es empfehlenswert, dass du, wenn es dir einmal passiert ist, deinen Alkoholkonsum zumindest für eine Zeit lang drastisch reduzierst.

4. Alkohol und Gehirn: Erscheinung von emotionalen Störungen

Der Alkoholmissbrauch, auch wenn er unterbrochen stattfindet, korreliert mit Krankheiten und Störungen wie der Depression, Angststörungen, Aggressivität und Stress. Wenn du eins dieser Symptome bemerkst, denk mal über die Menge Alkohol nach, die du zu dir nimmst.

5. Alkohol und Gehirn: Hat einen noch größeren Einfluss im Gehirn von Erwachsenen

In Deutschland beginnen die Jugendlichen mit durchschnittlich 14,9 Jahren Alkohol zu konsumieren. Wenn dieser Fakt schon alarmierend ist, dann sind es die Folgen noch mehr. Die Jugendlichen trinken für gewöhnlich nicht täglich, aber am Wochenende machen sie das sogenannte Binge drinking, oder intensiven Alkoholkonsum.

Dieses Übermaß an Alkohol bei den Jüngsten schädigt Funktionen wie die Lernfähigkeit und das Gedächtnis, da sich ihr Gedächtnis noch formt, und steigert impulsive und depressive Verhaltensweisen.

Effekte des Alkohols im Gehirn

Tipps, um dein Gehirn nicht so sehr zu misshandeln

1. Alkohol und Gehirn: Trinke in Maßen

Wenn du wirklich aufhören möchtest, dein Gehirn zu bestrafen und dir mögliche zukünftige Gedächtnisprobleme sparen möchtest, ist die einfachste Lösung, mit dem Trinken aufzuhören.

Wenn diese radikale Option nicht zu deinen Plänen passt, lies bei Tipp 2 weiter.

2. Alkohol und Gehirn: Mach eine Pause und trink Wasser

Wenn du trinkst, mach es in Maßen. Es ist nicht nötig, 4 Gin Tonics zu trinken, einer ist mehr als genug. Außerdem, denk daran, zwischen Drink und Drink ein Glas Wasser zu trinken. Das Wasser wird die Lösung des Alkohols erleichtern und die Erhöhung des Alkoholspiegels in deinem Blut wird nicht so drastisch sein, was dir dabei helfen kann, die störenden Filmrisse zu vermeiden.

3. Alkohol und Gehirn: Trink nie mit leerem Magen

Es gibt nichts Schlimmeres, als auf leeren Magen zu trinken. Wenn du Nahrung in deinem Magen hast, wird der Anstieg des Alkoholpegels in deinem Blut nicht so ausgeprägt sein. Außerdem gibt die Nahrung deinem Gehirn Mittel, um gegen die Alkoholvergiftung, die du verursachst, zu kämpfen.

4. Alkohol und Gehirn: Wenn du glaubst, dass du ein Problem hast, bitte um Hilfe

Wenn du glaubst, dass dir der Alkoholkonsum aus den Händen gleitet, du immer mehr trinkst und der gleiche Effekt eintritt, du permanent Filmrisse hast, dann ist der Moment gekommen, um Hilfe zu bitten. Das Problem mit dem Alkohol ist, dass es eine Droge ist, die sozial gut angesehen ist, weswegen es vielleicht schwierig ist zu bemerken, dass du ein Problem mit übermäßigem Alkoholgenuss hast. Zögere nicht, um Hilfe zu bitten und mit einem Fachmann/einer Fachfrau zu sprechen, um zu vermeiden, dass dieses Problem zu etwas viel Gefährlicherem wie Alkoholismus wird.

5. Alkohol und Gehirn: Trainiere dein Gehirn täglich

Die beste Allianz, um zukünftigen Gedächtnisproblemen vorzubeugen, ist das Gehirntraining. CogniFit ist das führende Programm für kognitive Auswertung und Gehirnstimulation. Es ist durch die wissenschaftliche Gemeinde validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt verwendet.

Du kannst online auf das Programm zugreifen. Es ist sehr einfach zu benutzen,du musst dich nur registrieren! Die verschiedenen interaktiven Übungen basieren auf klinischen Studien und professionellen Batterien zur Stimulation und neuropsychologischen Rehabilitation. Es sind unterhaltsame Denkspiele, die du am Computer spielen kannst. Nach jeder Sitzung präsentiert dir CogniFit eine detaillierte Graphik mit der Entwicklung deines Standes.

CogniFit fokussiert sich auf die Neuroplastizität des Gehirns, das ist die Fähigkeit, neue Synapsen und Neuronenkreisläufe zu bilden, die dazu fähig sind, die Funktionen der am meisten beschädigsten kognitiven Bereiche zu reorganisieren und wiederherzustellen, unter ihnen das Gedächtnis.

Um etwas mehr darüber zu lernen, wie du dein Gehirn trainieren kannst, verpass nicht den nächsten Artikel: Gehirngymnastik: 17 Aktivitäten, die dir helfen werden, länger ein gesundes Gehirn zu behalten.

Danke fürs Lesen. Zögere nicht, uns deine Kommentare und Fragen zu hinterlassen! 🙂

10 Strategien, um alles schneller zu lernen – So funktioniert dein Gehirn!

Schneller lernen – Meine Absicht ist, dass du dein Gehirn ein bisschen besser kennenlernst, weißt was es kann und wie es funktioniert, damit es einfacher wird, die Dinge schneller und mit weniger Anstrengung zu lernen. Schöpfe dein gesamtes Potenzial in Lernsituationen aus!

Alles schneller lernen

1. Schneller lernen: Mach einen guten Plan

Viele Menschen unterschätzen die Bedeutung der Planung, manchmal aus Zeitgründen oder weil die Aufgabe nicht sehr komplex ist. Die wichtigste Strategie, um die Dinge schneller und effizienter zu lernen, ist diese Anfangsphase: Die Planung. Wenn du deine Arbeit gut organisieren kannst, dir Prioritäten setzt und den Aufwand, den du für jede Aufgabe brauchst, gut einschätzt, wirst du eine höhere Leistung erbringen und Probleme besser lösen. Es ist normal, dass es dir am Anfang etwas schwerer fällt, angemessen zu planen, aber verzweifle nicht, diese kognitive Fähigkeit verbessert sich durch die Übung.

Wie kann ich schneller lernen?
1.- Sammle alle notwendigen Daten, untersuche und bereite alle Materialien vor, von denen du denkst, dass du sie brauchen wirst. Es ist wichtig, dass du diese Aufgabe erledigst, bevor du zur Tat schreitest. Es wird dir helfen mit Kriterien zu planen, wenn du die gesamte Information zusammenstellst.
2.- Eine schriftliche Prüfung ist nicht dasselbe wie ein Test: Wähle deine Ziele aus.
3.- Brainstorming. Suche unterschiedliche Wege, die dich zu deinem Ziel führen können.
4.- Berücksichtige die Stundenanzahl, die du zur Verfügung hast, die Fristen, mögliche Zwischenfälle, die Art Material … und erarbeite einen Studienplan.
5.- Setze dir Zwischenschritte und Tagesziele, um “Phasen zu verbrennen”.

2. Schneller lernen: Benutze eine Lernmethode, um schneller zu lernen

Es ist empfehlenswert, einem Schema oder Plan zu folgen, es gibt verschiedene Techniken zum Studieren und Auswendiglernen. Eine der Methoden, mit denen die besten Ergebnisse erzielt werden, ist der Klassiker PQRST (Initialen aus dem Englischen, die voraussehen, sich fragen, lesen, zusammenfassen und überprüfen bedeuten). Diese Strategie liefert gute Ergebnisse, sowohl bei normalen Lernern als auch bei Personen mit Lernschwierigkeiten wie Betroffene der Legasthenie, ADHS etc. ergeben.

Welche Methode kann mir dabei helfen, schneller zu lernen?
Die klassische PQRST-Methode besteht aus 5 Schritten:
1.- Suche die Grundidee des zu lernenden Textes oder Themas, zum Beispiel anhand einer Zusammenfassung oder einer Einleitung zum Thema, lies Informationen über den Autoren …
2.- Generiere Fragen darüber, was du von der Lektüre erwartest, bevor du beginnst.
3.- Lies den Text einmal, schau dir Tutorials an, etc. und versuch auf die Zielfragen zu antworten.
4.- Schreib eine Zusammenfassung mit den Hauptideen.
5.- Geh das gelernte Material noch einmal durch, um deine Erinnerung abzusichern.

3. Schneller lernen: Die Neugierde aktiviert dein Gehirn

Warum können wir uns ohne Mühe an eine ganze Menge Daten erinnern, wenn uns eine Geschichte erzählt wird, wir einen Film sehen oder einen interessanten Roman lesen? Die Antwort ist ganz einfach: Die Neugierde, die gemeinsam mit der Emotion der Schlüssel zum Lernen ist.

Dieser in Neuron veröffentlichte Artikel sagt aus, dass die Erwartung, die ein Thema in uns hervorruft, unser Gehirn so aktiviert, dass wir jede Art von Information lernen und behalten können. Neugierig auf etwas zu sein aktiviert das Belohnungssystem unseres Gehirns, indem Dopamin freigesetzt wird, eine Substanz, die mit den Vergnügungssystemen zusammenhängt.

Ohne Zweifel sind unsere “Kleinsten” die wissbegierigsten und neugierigsten Wesen, die wir kennen.

Wie schneller lernen? 

Stell dir vor, du bist ein kleines Kind voller Neugierde darauf, alles zu lernen und aufzusaugen. Frag dich leidenschaftlich darüber aus, was du lernen wirst. Was ist das? Was weißt du vom Thema? Was glaubst du, wirst du lernen? Wie kannst du das im wirklichen Leben anwenden? Wie schwierig wird es sein? Wem kannst du es erzählen? Wie hängt es mit anderen Dingen zusammen, die du lernst? …

4. Schneller Lernen: Achtsamkeit, Aufmerksamkeit

Die Achtsamkeitsübung oder volles Bewusstsein steigert die Funktion der höheren kognitiven Prozesse. Diese Technik beinhaltet zahlreiche Übungen wie die Körperreise, im gegenwärtigen Moment leben, die Nervosität zu kontrollieren und die Emotionen zu regulieren, oder die Konzentration auf die Atmung.

Wie integriert man die Achtsamkeitsübung in den Lernprozess?

 

Zum Beispiel kannst du versuchen die Atmung (Einatmung-Ausatmung) mit der Augenbewegung (Sakkaden, Sprünge) während des Lesens zu synchronisieren, um während der Aufgabe präsent zu bleiben.

5. Schneller Lernen: Besser mehrere Strategien anwenden als nur eine

Die Strategien sind Aktivitäten, die dazu dienen, die Leistung zu verbessern und Kontrolle über die Aufgabe verleihen. Die Verwendung von Lernstrategien ist ein Faktor, der direkt auf die Entwicklung des Gedächtnisses Einfluss nimmt.

Welche Arten von Strategien kann ich anwenden, um schneller zu lernen?
1. Die assoziativen Strategien sind die einfachsten. Ihr Ziel ist das Überholen des Materials mithilfe von Wiederholung: noch einmal durchgehen, unterstreichen, laut wiederholen, etc.
2. Die organisatorischen Strategien ermöglichen es, das zu studierende Material nach seiner Bedeutung zu gruppieren (“chunks” von Information). Die wichtigsten sind die Kategorien und Konzeptkarten.
3. Die Ausarbeitungsstrategien benötigen ein höheres Textverständnis deinerseits: Schemata, Zusammenfassungen, Verwendung von Schlüsselwörtern …
4. Die meta-kognitiven Strategien Planung, Monitorisierung, Bewertung und Überprüfung dienen dazu, Kontrolle und Bewusstsein über den Lernprozess zu bekommen.

6. Schneller Lernen: Verteiltes Lernen besser als durchgehendes

Egal, ob du zwei, vier oder acht Stunden am Tag lernst, die Zeiteinteilung und das Lernmaterial sind ein Schlüsselfaktor.

Wie kann ich schneller und effizienter lernen?
Zum Beispiel, das intensive Lernen desselben Themas für 5 Stunden ist schlechter als die die Wiederholung mit Zeitabständen für eine Stunde am Tag an 5 Tagen.

7. Schneller Lernen: Pausen sind heilig

Die Untersuchungen zur Aufmerksamkeit in der Psychologie zeigen, dass die Fähigkeit, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren, nach 20/25 Minuten abnimmt. Trink Wasser in deinen Pausen, ein hydratisiertes Gehirn ist unabdingbar, um konzentriert und aufmerksam zu bleiben.

Wie kann ich schneller lernen?
Diese Lernmethode, die auf der Pause basiert, wurde vom Neuropsychologen Frencesco Cirillo erschaffen. Cirillo benutzte eine Küchenuhr (mit Tomatenform), um Studienzeiten von 20 Minuten, gefolgt von einer kurzen Pause, abzumessen. In jeder Pause macht der Student etwas Stärkendes, wie sprechen, essen, E-Mails abrufen … und kehrt dann wieder zum Studieren zurück.

8. Schneller Lernen: Positive Emotion, positive Erfahrung

Die Emotionen sind der Schlüssel beim Lernen. Ein positiver emotionaler Zustand verbessert die Leistung des Gedächtnisses und erleichtert das Lernen.

Wie kann ich schneller durch positive Emotionen lernen?
Versuche, eine negative Haltung zur Lernmaterie zu vermeiden, auch wenn sie sehr umfangreich oder schwierig ist. Fühl dich gut mit dir selbst und mit dem, was du tust. Du wirst sehen, wie eine positive emotionale Aktivierung, gemäßigt, dem Lernen zugute kommt.

9. Schneller Lernen: Benutze jedes Mal Selbstbelohnungen, wenn du ein Ziel erreichst

Belohnungen sorgen dafür, dass wir die ausgeführte Tätigkeit als angenehmer empfinden.

Wie kann ich eine Selbstbelohnung anwenden, um schneller zu lernen? 

Sie werden direkt im Anschluss an die Aufgabe angewendet. Die Belohnung kann verbal oder körperlich sein: Von ein paar Worten der Beglückwünschung zur erfüllten Aufgabe bis zu einer Belohnung wie ein Eis, oder eine Kleinigkeit zu essen (es ist empfehlenswert, Nahrungsmittel zu wählen, die dir helfen, dein Gehirn zu schonen), oder einen Freund/eine Freundin anzurufen …

10. Schneller Lernen: Hab Vertrauen darin, was du tust – Du wirst es schaffen!

Du musst aufhören, negativ zu denken. Stell dir dein Ziel vor, wenn du eine schwierige Aufgabe bearbeitest, dir selbst zu vertrauen ist wichtig, um das zu erreichen, was du dir vornimmst.

Wie kann dir das Selbstvertrauen dabei helfen, schneller zu lernen?
In meiner Etappe als Student habe ich ein Jahr über ein Mantra wiederholt, um mich zu ermutigen und zu konzentrieren: “Vertrau dir, sei glücklich”. Ich habe das in alles Formen und Sinnen wiederholt, gesprochen oder gesungen: “Vertrau”, “Vertrau dir”, “Dir, vertrau”, “sei glücklich”, “dir, dir, dir, vertrau” … Du siehst in etwa, wie das funktioniert, oder?

Die kognitiven Prozesse können durch Training beschleunigt oder verbessert werden. Heutzutage existieren verschiedene neurowissenschaftliche Werkzeuge, die dir dabei helfen können, deine kognitiven Funktionen auf präzise Weise zu messen und verbessern. Wenn du dieses Feld genauer ergründen möchtest und deine kognitiven Prozesse auf professionelle Art trainieren möchtest, kannst du dich bei CogniFit, dem führenden Programm für kognitive Bewertung und Stimulierung, informieren. Dies ist nicht irgendein Gehirntraining, es ist ein Instrument, dass durch die wissenschaftliche Gemeinde, Schulen, Universitäten und diversen Bevölkerkungsgruppen weltweit validiert und verwendet wird. CogniFit passt sich an deine individuellen Lernbedürfnisse an.

Viel Glück beim Lernen!

 

Deutsche Übersetzung des spanischen Originalartikels.

Quelle: Pablo García Bartolomé, Psychologe bei CogniFit.

 

18 effiziente Lerntechniken, um deine Prüfungen zu bestehen

Es nähern sich die Prüfungen und die Nervosität beginnt. Was sind die besten Lerntechniken und Techniken zum Auswendiglernen? Oft häufen sich die Prüfungen und wir denken, dass ein Lern-Marathon und einige Thermoskannen voll Kaffee genug sein werden, um uns sämtliche Themenbereiche auswendig zu lernen, zur Prüfung zu gehen und unsere gesamten Kenntnisse auf Papier zu speien, damit wir wieder zu unserem Leben frei von Beschäftigungen zurückkehren können. Diese “Strategie”, wenn man sie so nennen kann, ist in Wirklichkeit ziemlich kontraproduktiv, da wir uns darauf beschränken, Konzepte auf Druck in unser Gehirn zu pressen, die nicht gut verarbeitet worden sind und somit kaum erinnert werden.

Wenn die Prüfungsphase näher rückt, empfehlen wir dir verschiedene Lerntechniken und Techniken zum Auswendiglernen zu probieren, die dir dieses Prozess sehr viel erträglicher machen werden. Wir erzählen dir, worin diese bestehen.

Lerntechniken und Auswendiglerntechniken Prüfungen

María Luisa Delgado Losada, Doktorin der Psychologie und Dozentin in der Psychologie-Abteilung der Universidad Complutense Madrid erklärt uns:

Die Erinnerungsfähigkeit gilt als eine der Hauptvoraussetzungen für einen guten Studenten, aber Information auf Druck hineinzupressen, aber und abermals, ist nicht nützlich und kann oft die Ursache für wichtige Lernschwierigkeiten sein.

Das richtige Funktionieren der Erinnerung beinhaltet die Ausführung von drei Vorgängen oder Prozessen: Aufnahme, Speicherung und Abgabe von Informationen”.

Diese Prozesse können von der Benutzung von Lerntechniken, die ihre Funktionsweise begünstigen und verbessern, angetrieben werden. Diese Techniken vereinfachen die Verarbeitung der Information, indem sie die die Kodifizierung, Speicherung und Abgabe der Information anregen.

Aus all diesen Gründen ist es sehr empfehlenswert, dass wir Techniken anwenden, wenn wir für eine Prüfung lernen. Wenn du dich auf eine wichtige Prüfung vorbereitest, ist es sehr empfehlenswert, einige Methoden oder Tricks zu lernen, die deine Lernfähigkeit verbessern können. Möchtest du wissen, wie man eine Prüfung besteht? Diese Tipps werden dir helfen, das Beste aus dir herauszuholen.

Lerntechniken für Prüfungen

18 Lerntechniken

1. Fokussiere deine Aufmerksamkeit auf das, was du machst:

Damit die verarbeitete Information vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis fließen kann, ist es notwendig, sich auf diese Information zu konzentrieren. Die Aufmerksamkeit ist eine der wichtigsten Bestandteile des Gedächtnisses und deshalb ist es unerlässlich, dass wir uns beim Lernen an einem Ort befinden, an dem es keine Ablenkungen gibt, die unsere Aufmerksamkeit zerstreuen.

Lerntechniken: Finde einen ruhigen Ort, an dem du dich konzentrieren kannst, das kann die Bibliothek sein, dein Zimmer … Bring Dinge, die dich ablenken können, wie zum Beispiel elektronische Geräte, außer Reichweite und schalte sie stumm. Vermeide Geräusche. Du kannst Ohrstöpsel benutzen, wenn Lärm unvermeidbar ist.

2. Teile deine Studienzeit in regelmäßige Sitzungen ein:

Es ist erwiesen, dass Menschen, die regelmäßig lernen, viel besser behalten als diejenigen, die ein paar Tage vor der Prüfung Lernmarathons gemacht haben. Wenn du alles bis zum letzten Moment aufschiebst, überlädst du deinen Verstand und erschwerst ihm die Verarbeitung der Information. Kurze, aber regelmäßige Lerneinheiten ermöglichen es dem Gehirn, die Information zu verfestigen und sie langfristig zu behalten.

Lerntechniken: Lerne jeden Tag ein bisschen und wiederhole am Tag vor der Prüfung nur das Gelernte. Schaffe eine Lernroutine, damit es einfacher ist. Du kannst Erinnerungen benutzen, um dich daran zu erinnern, wann du lernen musst. Dies kann entweder ein Wecker sein oder Erinnerungen, die wie Spuren wirken, das heißt, wenn du jeden Tag nach dem Mittagessen lernst, ist das Essen die Spur, die dich zum Lernen führt. Wenn du im Gegensatz dazu sagst “Ich lerne am Nachmittag eine Weile”, hast du keine Spur, die dich zum Lernen führt und es ist wahrscheinlicher, dass du es vergisst.

3. Organisiere und strukturiere deine Aufzeichnungen:

Wissenschaftler haben bewiesen, dass das Organisieren der Information in Gruppen, die miteinander verbunden sind, uns beim Lernen hilft.

Lerntechniken: Verfasse deine Aufzeichnungen auf strukturierte Art und Weise. Gruppiere die Konzepte, die sich ähneln. So wird es deinem Verstand einfacher erscheinen, die Informationen zu assoziieren, die zusammenhängen.

4. Verbinde die neue Information mit der, die du schon kennst:

Die Informationen miteinander zu verbinden hilft uns, sie zu verarbeiten und zu integrieren und erleichtert so ihr Erlernen.

Lerntechniken: Wenn du dich mit neuem und unbekannten Lernmaterial auseinandersetzt, denke zuerst daran, wie du es mit dem, was du schon kennst, in Verbindung setzen kannst. Durch das Erstellen von Beziehungen zwischen den neuen Ideen und den schon vorher existenten Erinnerungen wirst du es schaffen, dich viel besser an die neue Information zu erinnern. Auch Mind Maps können dir helfen, Beziehungen zwischen Konzepten zu erstellen.

5. Stell dir die Konzepte vor:

Die Visualisierung ist eine sehr wirkungsvolle Technik zum Auswendiglernen von Konzepten.

Lerntechniken: Um diese Technik zum Auswendiglernen durchzuführen, ist es wichtig, dass deine Mitschriften mit visueller Information wie Fotos, Schemen und Grafiken ergänzt sind oder in verschiedenen Farben unterstrichen sind. Jede visuelle Hilfe, die eine Erinnerung in uns hervorruft, ist gültig.

6. Mit einer anderen Person noch einmal laut durchgehen:

Das laute Lesen der Information verbessert den Erinnerungsprozess. Viele Erzieher versichern, dass die Studenten, die die Mitschriften untereinander noch einmal laut durchgehen, weniger Zeit brauchen, um neue Konzepte zu verstehen und sich an sie zu erinnern.

Lerntechniken: Du kannst diese Technik zum Auswendiglernen nutzen, indem du dich mit einem Kommilitonen triffst oder indem du jemanden aus deiner Familie um Hilfe bittest. Falls du niemanden findest, der dir helfen kann, die Mitschriften noch einmal durchzugehen, kannst du den Themenbereich dir noch einmal selbst laut vorlesen oder sogar deine Kuscheltiere als Publikum benutzen. Am Anfang ist dir das vielleicht etwas peinlich, aber vielen Menschen hilft das.

7. Arbeite die Information aus

Ein Konzept zunehmen auszuarbeiten und zu vertiefen ist eine sehr wirkungsvolle Art, die Information zu verarbeiten und sie im Langzeitgedächtnis zu kodifizieren.

Lerntechniken: Du kannst damit anfangen, die Definition des Konzeptes zu lesen, um dich mit ihr vertraut zu machen und dann vertiefen, indem du weitere Information über den Begriff suchst. Ebenso kann es dir helfen mehr Information zum Thema zu suchen. Zum Beispiel kannst du erklärende Videos, Vorträge und Dokumentarfilme suchen, die es auf andere Art und Weise erklären und dir lustige Fakten und Anekdoten liefern.

 8. Ändere deine Lernroutine ab und zu:

Mit der Monotonie zu brechen und aus der Lernroutine auszubrechen kann die Effizienz deiner Erinnerung vergrößern un dir helfen, schneller Langzeitinformationen auszugeben.

Lerntechniken: Du kannst versuchen, den Ort zu wechseln, an dem du lernst, oder deine Wiederholungszeiten zu ändern. Es ist nicht notwendig, dass du eine radikale Veränderung in deinen Lerngewohnheiten vornimmst, es ist genug, ab und zu etwas Neues zu probieren, um deinen Verstand zu entspannen und deine Lust zu arbeiten zu erhöhen.

9. Finde heraus, welcher Typ von Student du bist:

Es gibt verschiedene Typen von Studenten mit verschiedenen Eigenheiten, einige Menschen haben morgens eine bessere Aufmerksamkeitsfähigkeit und andere haben nachts einen aktiveren Verstand.

Lerntechniken: Du musst dich gut kennen und wissen, in welchen Momenten du am meisten vom Studium profitierst, um einen Wiederholungszeitplan zu erstellen. Wenn es dir schwer fällt, morgens aufzustehen und du dazu neigst, spät schlafen zu gehen, bist du wahrscheinlich eher eine Abendperson und fühlst dich nachmittags oder abends besser. Wenn du ohne Probleme aufstehst und nachts sofort müde wirst, bist du eher eine Morgenperson und konzentrierst dich wahrscheinlich besser vormittags und frühnachmittags.

10. Schreib die Konzepte mit der Hand:

Normalerweise schreiben wir unsere Zusammenfassungen mit dem Computer, aber es ist erwiesen, dass es das Schreiben mit der Hand hilft, uns auf die Daten zu fokussieren, die am relevantesten sind und die Information zu synthetisieren, während wir uns beim Schreiben auf dem Computer nicht so sehr darauf konzentrieren, was wir schreiben, weil dieser Prozess eher automatisch stattfindet.

Lerntechniken: Schreibe die Konzepte, die du behalten willst, mehrmals auf. Du kannst dir helfen, indem du Zusammenfassungen erschaffst, verschiedene Typen von Schemata … mit der Hand mitzuschreiben kann dir auch dabei helfen, Information zu interpretieren und weiterzuverarbeiten, so lernst du sie einfacher.

11. Hör keine Musik

Musik zu hören aktiviert unser Gehirn, aber das ist nicht immer von Vorteil. Nach einer Untersuchung lenkt uns jede Art von Musik ab und erschwert das Auswendiglernen.

Lerntechniken: Du kannst versuchen, eine Weile, bevor du mit dem Lernen beginnst, ein bisschen Musik zu hören, um dein Gehirn zu aktivieren. Aber wenn du beginnst zu wiederholen, mach die Musik aus. Wenn die Stille unangenehm für dich ist, kannst du Umweltgeräusche probieren, wie Vogelgesang oder Geräusche in der Cafeteria.

12. Benutze die Kettenlerntechnik:

Diese Technik zum Auswendiglernen ist sehr nützlich und besteht darin, die Wörter einer Zusammenfassung miteinander in Verbindung zu bringen und einen einfachen Satz aus ihnen zu bilden.

Lerntechniken: Zum Beispiel, wenn du dich an die Elemente Lithium, Beryllium, Bor, Kohlenstoff, Sauerstoff, Fluor und Neon erinnern möchtest, kannst du den Satz “Liebestolle Bären brüllen kaum, sondern flirten nur” bilden. Du kannst diese Methode auch nutzen, um erfundene Worte zu bilden, die uns das Auswendiglernen von Inhalten erleichtern. Zum Beispiel, wenn du dich an den Verlauf des Flusses Tajo erinnern möchtest (Aranjuez, Toledo, Talavera de la Reina, Puente del Arzobispo, Alcántara), kannst du die Worte Aratota Puental erfinden.

13. Mach regelmäßige Pausen

Pausen sind grundlegend, um die Information zu festigen und damit sich unsere Aufmerksamkeit erholt. Es kann sein, dass du denkst, du hast keine Zeit, dich auszuruhen, aber eine Pause ist in Wirklichkeit die beste Investition, die du machen kannst.

Lerntechniken: Die Planung der Pausen hängt ein bisschen davon ab, wie viel Zeit am Stück du deine Aufmerksamkeit halten kannst. Es gibt Menschen, die nach 20 Minuten beginnen, sich abzulenken und andere, die eine ganze Stunde konzentriert sein können. Die Dauer der Pause sollte proportional zur Zeit sein, die du gelernt hast. Wenn du eine Stunde am Stück lernst, solltest du 10 oder 15 Minuten entspannen. Bei einer halben Stunde, sind 5-7 Minuten Erholung genug.

Sollte es dir schwer fallen, Pausen zu machen, kannst du versuchen, eine Flasche Wasser bei dir zu haben und regelmäßig zu trinken. So musst du öfter auf die Toilette gehen und zwingst dich, eine Pause zu machen. Du kannst den Moment nutzen, um eine Runde zu gehen oder deinen Rücken zu dehnen.

Du kannst dir auch Wecker stellen oder bestimmte Apps nutzen, die dich daran erinnern, dass du anhalten und eine Pause machen musst.

14. Schlafe gut

Genug Stunden zu schlafen ist essentiell zur Instandhaltung unserer Aufmerksamkeit und Erinnerung. Der Schlaf verfestigt das Gelernte. Es kann sein, dass du glaubst, dass du die Zeit nutzt, wenn du weniger schläfst, um zu lernen. Jedoch wird dein Verstand schlechter funktionieren.

Lerntechniken: Schlafe genug und mache sogar einen Mittagsschlaf. Es gibt viele Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass ein kurzer Mittagsschlaf das Lernen und das Gedächtnis verbessert. Aber 15 oder 20 Minuten sind genug. Wenn dein Mittagsschlaf länger ist, kann es sein, dass die Schläfrigkeit deine nachfolgende Lernsitzung beeinträchtigt.

15. Wende die Leitner-Methode an

Die Leitner-Methode ist eine sehr effiziente und interaktive Art, die zu lernende Information vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis zu transportieren. Außerdem bringt sie uns dazu, uns besonders auf die Information zu konzentrieren, bei der es uns am schwersten fällt, sie zu lernen.

Lerntechniken: Schreibe das Lernmaterial nach Themen oder Konzepten aufgeteilt oder so strukturiert, wie du möchtest, auf Karteikarten oder Blätter. Wenn du alle Karteikarten beschrieben hast, ordnest du sie in Fach 1 ein.

Die Methode besteht darin, die Karteikarten nach und nach aus dem Fach 1 zu nehmen und die Information hervorzuholen. Wir sagen uns den Inhalt der Karteikarte selbst auf. Wenn wir ihn können, legen wir die Karte in Fach 2. Wenn nicht, bleibt sie in Fach 1. Das Ziel ist, am ersten Tag alle Karteikarten in Fach 2 zu legen.

Nach und nach legen wir alle Themen von einem Fach ins andere, bis wir zu Fach 5 kommen, wenn wir alles perfekt können. Wir müssen uns einen Kalender machen, um zu wissen, wie oft wir jedes Fach noch einmal durchgehen müssen. Zum Beispiel:

  • Fach 1: Heute durchgehen.
  • Fach 2: In einem Tag.
  • Fach 3: In zwei Tagen.
  • Fach 4: In einer Woche.
  • Fach 5: In einem Monat.

Dieser Plan muss so ausgeglichen sein, dass wir das Fach 5 Tage vor der Prüfung wiederholen. Wenn wir eine Karteikarte nicht richtig erinnern, legen wir diese zurück ins erste Fach, unabhängig davon, wo sie sich befand.

16. Mach Prüfungen um zu üben

Prüfungen oder Prüfungssimulationen zu machen hilft uns dabei, unsere Kenntnisse zu prüfen und sie zu festigen. Außerdem hilft es uns, zu wissen, wie gut wir die Lektion kennen.

Lerntechniken: Wenn es möglich ist, bitte deinen Professor um Prüfungsmodelle oder Fragen in dem Stil, wie sie in der Prüfung drankommen werden. Versuche auch die Übungen zu machen, die dir das Textbuch vorschlägt.

17. Meditiere, um dich besser zu konzentrieren

Die Meditation verbessert unsere Aufmerksamkeit, dient aber außerdem dazu, unser Stresslevel zu senken.

Lerntechniken: Zwischen 10 und 15 Minuten am Tag zu meditieren ist genug, um die Konzentration zu verbessern. Du kannst deine Lernpausen nutzen, um einige Minuten zu meditieren. Entdecke mehr zur Achtsamkeitsmeditation und wie man sie ausführt.

18. Probiere die Methode vom Gedächtnispalast

Eine der meist verwendeten Mittel zum Auswendiglernen ist der sogenannte Gedächtnispalast. Diese Lerntechnik kann die helfen, große Mengen an Information strukturiert zu speichern, indem du fiktive Orte in deinem Gehirn erschaffst. Mit Übung kann jeder lernen, sie zu verwenden. In diesem Video wird detailliert erklärt, wie du diese Lernmethode umsetzen kannst.

Denk daran, dass dir manchmal, auch wenn du viel lernen hast, die Nervosität die einen bösen Streich im Moment der Prüfung spielen kann. Wirf nicht deine ganze Mühe zu Boden, sondern geh noch einmal durch, wie du eine Prüfung richtig machst.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Schwierige Entscheidungen treffen: 7 Schritte, um deine Ziele zu erreichen

 Schwierige Entscheidungen treffen: Wie lernt man das? Intelligente Entscheidungen in schwierigen Momenten zu treffen ist für gewöhnlich eine ziemliche Herausforderung. Bist du schon einmal wie gelähmt gewesen ohne zu wissen, wie du reagieren sollst? Oder hast du eine Entscheidung getroffen, die dich dem Ziel, das du erreichen willst, nicht näherbringt?

Die Entscheidungsfähigkeit ist eine kognitive Fähigkeit, die man trainieren kann: In diesem Artikel wirst du die Werkzeuge, Strategien und Mittel kennenlernen, die dir helfen, in schwierigen Momenten schneller, intelligenter und effizienter zu reagieren. Das zu bekommen, was du willst, ist einfacher, wenn du die richtigen Entscheidungen zu treffen weißt!

Es gibt viele Arten von Entscheidungen. Uns Erwachsenen begegnen von morgens bis abends Tausende von alltäglichen Entscheidungen. Lerne zu erkennen, welche Entscheidungen grössere Auswirkungen haben und daraufhin zu handeln.

Das Problemlösetraining, das wir sehen werden, wird es dir ermöglichen, deine Entscheidungsfähigkeiten zu verbessern und besser mit den anstrengenden Situationen deines Alltags umzugehen. Jede Entscheidung, die du triffst, ist mit neuen Ereignissen verknüpft. Lerne, bessere Entscheidungen zu treffen!

Wie man lernt, bessere Entscheidungen in schwierigen Momenten zu treffen

Die Entscheidungsfindung ist eine Konstante in unseren Leben. Eine Entscheidung führt uns zur nächsten, und bei vielen Gelegenheiten sind es Anekdoten unseres Alltags: Wann stehen wir am Sonntag auf, nehmen wir einen Regenschirm, wenn wir Wolken am Himmel sehen, nehmen wir die Treppen oder den Aufzug … A priori handelt es sich nicht um Entscheidungen, die wir als schwierig betrachten können. Aber, ohne die kleinen Alltagsentscheidungen zu unterschätzen, gibt es eine ausgewählte Gruppe an Entscheidungen, die mittel- und langfristig eine große Bedeutung in unseren Leben haben werden. Deswegen erfordert das Lernen zu entscheiden, was in diesen schwierigeren Situationen gut für uns ist, den Gebrauch des rationalen und logischen Denkens.

Zum Beispiel, sich für das Fitnessstudio anmelden, sich für die Universität einzuschreiben, eine Arbeit in einer anderen Stadt Hunderte von Kilometern von der Heimat anzunehmen und den Namen eines Sohns oder einer Tochter zu entscheiden sind die Art Entscheidungen, die eine grössere Anstrengung und Zeit zum Nachdenken von uns fordern.

In der Psychologie wird der Entscheidungsfindungprozess als ein übergeordneter kognitiver Prozess bezeichnet, das heißt, er stützt sich auf andere psychologische Prozesse wie die Aufmerksamkeit, das Arbeitsgedächtnis, die Verarbeitungsfähigkeit und -geschwindigkeit, die Sprache, das deduktive Denken, die Planung, die Überwachung, die Kreativität … Wie du siehst, ist es etwas Komplexes für unser Gehirn, eine intelligente und rationale Entscheidung zu treffen. Aber dank der Gehirnplastizität und unserer Lernfähigkeit können wir die Gehirnfunktionen und kognitiven Prozesse verbessern und neue Strategien für das Gehirn erlernen, die uns helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, seine kognitiven Fähigkeiten zu trainieren und zu verbessern, um den Alltagsproblemen und -entscheidungen möglichst adaptiv entgegenzutreten. Lerne die Strategien zur Problemlösung kennen!

Das Problemlösetraining lehrt uns aus einer kognitiven Verhaltenperspektive, unseren Alltagskonflikten die Stirn zu bieten. Die Person greift aktiv in den Prozess ein, der lange vorher von ihrer Motivation aus beginnt, um verschiedenen Situationen (Neuheit, Risiko, Ungewissheit) entgegenzutreten.

Wie man bessere Entscheidungen trifft

Schwierige Entscheidungen treffen: 7 einfache Schritte, um es zu lernen


1. Die zu treffende Entscheidung identifizieren. 2. Ein Ziel festlegen. 3. Positive Orientierung zum Problem. 4. Relevante Information zusammenstellen. 5. Alternativen generieren. 6. Auswertung der Alternativen. 7. Entscheidung treffen.

Diese Strategie, hier zusammengefallst in 7 einfachen Schritten, wird dir dabei helfen, den Weg des rationalen Denkens zu aktivieren. Das rationale Denken wird es dir ermöglichen, effektiver wichtige Entscheidungen zu treffen.

Jeder Mensch ist anders. Der Gedanke des Problemlösetrainings ist, dass du deine eigene Strategie personalisierst. Du kannst diesen Prozess mit mehr oder weniger Schritten erledigen, bis du ihn von selbst benutzt, wenn du ihn brauchst. Beachte, dass die Umgebung und die Situationen, in denen du dich mit der Entscheidungsfindung auseinandersetzen musst, komplex und wechselhaft sein werden. Deswegen ist dies keine unfehlbare Formel, die dir die Antwort auf dein Problem gibt. Es ist ein Aktions-Schema.

1. Schwierige Entscheidungen treffen: Was ist die Entscheidung, der du gegenüberstehst?

Das Problem definieren. Dieser erste Schritt kommt dir vielleicht offensichtlich vor, man sollte denken, dass wir schon vor dem Problem stehen und wissen, worum es sich handelt. Jedoch hat das Bewusstwerden des Problems zwei Vorteile: Einerseits ermöglicht es dir, dich der konkreten Situation zu nähern und dich in den gegenwärtigen Moment zu platzieren, und andererseits wird es dir die Türen für den Beginn des Entscheidungsfindungsprozesses öffnen, das heißt, es wird als “Auslöser” für die restlichen Schritte in einer Abfolge miteinander verknüpfter Handlungen dienen. 

2. Schwierige Entscheidungen treffen: Bei dieser Entscheidung, was wird dein Ziel sein?

Denk an deine kurz-, mittel- und langfristigen Interessen. Beispielsweise bei einer kleinen Beschwerde in einem Zahn. Welche Elemente könnte es auf kurze Sicht haben nicht zum Zahnarzt zu gehen? Besorgnis, Verfrühung des Schmerzes, Angst, Nachlässigkeit, Vermeidung, Sparen … Wenn wir die Situation auf lange Sicht hin beurteilen, sehen wir, dass eine Verschiebung des Zahnarztbesuches grössere Komplikationen in der Zukunft bedeuten kann: Eine Vergrösserung der Beschwerden, längere Dauer und höhere Intensität der ärztlichen Behandlung und höhere Kosten. Wir sehen, dass es manchmal keiner tiefen und gründlichen Analyse oder einer hohen intellektuellen Fähigkeit bedarf, es handelt sich einfach darum, die Perspektiven zu erweitern.

3. Schwierige Entscheidungen treffen: Hast du eine positive Sicht auf die Entscheidung, die du fällen musst?

Tatsächlich ist es sehr wichtig, eine positive Haltung zu haben. Aber das bedeutet nicht, dass man alles durch die rosa Brille sehen muss. Die Menschen mit einer positiven Einstellung zur Entscheidungsfindung glauben an ihre Fähigkeiten und finden in jeder Lebenssituation eine neue Gelegenheit zu lernen.

4. Schwierige Entscheidungen treffen: Hast du wichtige Information zur Lösung des Problems gesucht?

Um sich zu versichern, dass die Information, die du beurteilst, wirklich relevant ist, ist es empfehlenswert:

  • Sich auf die objektiven Tatsachen zu konzentrieren und nur auf die Tatsachen.
  • Zu vermeiden Interpretationen subjektiver Art und Urteile mit starker emotionaler Ladung miteinzubeziehen.
  • Mögliche kognitive Filterungen zu vermeiden.

Der “Bestätigungsfilter” ist die Tendenz, nur Personen um Rat zu fragen, die uns nahestehen und unsere Meinungen teilen und unterstützen. Stell dir vor, du suchst neue Sichtweisen, um zu entscheiden, ob du in deiner Partnerschaft einen Schritt weitergehst und fragst eine Freundin, mit der du sehr ähnliche Lebensansichten teilst. Glaubst du, du wirst eine erweiterte Sicht auf das, was gerade geschieht, bekommen?

Ein anderer kognitiver Filter ist “resistente Überzeugungen” beizubehalten, das sind Meinungen, die auf vorherigen Erfahrungen basieren, ohne die aktuelle Situation zu berücksichtigen. Zum Beispiel habe ich eine erwachsene Person kennengelernt, die gefragt wurde: Was macht dein Vater? Und sie sagte: Mein Vater ist Bankkaufmann. Die Wahrheit war, dass ihr Vater, nachdem er 30 Jahre in einer Bank gearbeitet hatte, nun seit zwei Jahren in Rente war und schon in einer anderen Lebensphase war.

5. Schwierige Entscheidungen treffen: Wärst du dazu fähig, an mehrere mögliche Ausgänge zu denken, um dieselbe Situation zu lösen?

  • Steigere die Kreativität. Es geht darum, Optionen oder Alternativen zur gegenwärtigen Situation zu schaffen, so vielfältige wie möglich. Am Anfang ist es egal, ob sie gelten, verrückt oder perfekt sind. Hast du es mal mit Brainstorming versucht?
  • Noch ist nicht der Moment gekommen, dass rationale oder deduktive Denken zu benutzen, also keine Idee verurteilen oder ausschliessen, so unsinnig oder absurd sie dir auch erscheint. Es ist mögliche, dass einige Elemente der Idee nützlich für das spätere Finden Lösung sind.
  • Unterschiedliche Sichtpunkte annehmen. Dazu kannst du auf das laterale oder divergente Denken zurückgreifen.

6. Schwierige Entscheidungen treffen: Wie die beste Option wählen?

Jeder Mensch ist unterschiedlich, aber das weisst du ja schon! In der Auswahl einer der möglichen Optionen fliessen persönliche und sozio-kulturelle Faktoren ein. Allgemein gesagt, enthält die Beurteilung jeder Alternative:

  • Die Wahrscheinlichkeit, dass das Charakteristikum, die wir überdenken, letztendlich erfüllt wird. Ich zeige dir ein Beispiel. Stell dir vor, dass du entscheidest, einen neuen Job anzunehmen, weil die persönlichen Wachstumsmöglichkeiten, die dir die neue Firma bietet, grösser sind, als die aktuellen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich in einigen Jahren dein berufliches Profil verbessert hat und sich deine Erwartungen erfüllt haben?
  • Die Folgen nach globalen Kosten-Nutzen-Faktoren auswerten. Es handelt sich um einen sehr gründlichen Prozess, der auf der Maximisierung basiert, das heisst, die Option zu wählen, die die höchste Punktzahl in allen vergleichbaren Charakteristika hat. Jedoch ist es für eine Person unwahrscheinlich, dies zu tun. Im wirklichen Leben benutzen wir in grösserem Ausmass ein Zufriedenheitskriterium und schliessen in den Bewertungsprozess nur eine Charakteristika ein, zum Beispiel die, die und erwünschter oder zugänglicher erscheinen.

Andere Kriterien, die wir nutzen, sind die Befriedigung, das Risiko und der Zweck.

Hier ein kurzes Video von etwa 15 Minuten, wo uns die Philosophin Ruth Chang auf eine ganz einfache Weise eine scharfsinnige Weise zeigt, mit unseren Entscheidungen im Leben umzugehen. Im Grunde genommen: “Du bist, was du entscheidest”.

7. Schwierige Entscheidungen treffen: Hast du schon eine Entscheidung getroffen?

Okay! Einmal an diesem Punkt angekommen, musst du dich entscheiden. Entscheide dich für die Option, die du für die Sinnvollste hältst. Denk daran, was wir vorher erwähnt haben: Entscheidungen hängen von der Person und dem Moment, in dem sie getroffen werden, ab. Es ist möglich, dass du in einigen Jahren die Dinge mit anderen Augen betrachtest, von einem anderen Zeitpunkt und einer anderen Perspektive aus. Aber quäl dich nicht deswegen. Fall nicht in eine Blockade oder ins Vermeiden.

Bevor du “zur Tat schreitest”, führe einen Monitorisierungs- oder Prüfungsprozess der gewählten Option mithilfe von Fragen durch, in folgendem Stil: Ist die Option eine Antwort auf meine Bedürfnisse? Ist sie an meine Interessen oder Ziele angepasst? Stehen mir die nötigen Mittel zur Verfügung? 

Es ist an der Zeit, zur Tat zu schreiten: Wie führe ich die Entscheidung aus, die ich getroffen habe?

Erstelle einen guten Plan mit den Schritten und Zeiten, die dazu nötig sind, die getroffene Entscheidung auszuführen. Es gibt keine Regel dafür. Der Plan sollte persönlich und an die Situation angepasst sein.

Als letztes empfehle ich dir einige Monitorisierungstechniken. Es ist sinnvoll, sensibel für den Prozess in allen Phasen, speziell in der Durchführung, zu sein:

  • Beobachte dein eigenes Verhalten. Überwache, was du machst und wie du es machst. Es ist wichtig, die Konzentration beizubehalten.
  • Plane Selbstbeurteilungen. Vergleiche in jeder Phase, ob die Ergebnisse mit dem übereinstimmen, was du vorhergesehen hast. Sollte das nicht so sein, überarbeite den Plan noch einmal.
  • Liebe dich ein bisschen. Gib dir Belohnungen, wenn die Ergebnisse die erwarteten sind. Manchmal ist eine direkte verbale Belohnung genug. Sehr gut gemacht! Dies kann auch als eine Vorwegnahme einer späteren Belohnung angewendet werden, sehr gut gemacht, du verdienst dir ein kaltes Bier! Oder sonst, wie könnte man eine Entscheidung besser feiern … mit der nächsten Entscheidung!

Lernen, schwierige Entscheidungen zu treffen: Selbstbelohnungen

Dies wäre eine grobe Annäherung an die Entscheidungsfindung von einer kognitiven Verhaltenssichtweise her. Zu lernen, Entscheidungen zu treffen, gute Entscheidungen in schwierigen Momenten, ist möglich. Was? Das hat kaum Ähnlichkeit damit, wie du Entscheidungen triffst? Mach dir keine Sorgen. Sicherlich machst du es sehr ähnlich, obwohl du es nicht merkst, oder vielleicht folgst du auch nicht so einem mechanischen Prozess. Das Ziel des Problemlösetrainings ist genau, dass der/die Betroffene den Prozess automatisiert und Entscheidungen offenbar spontan trifft.

Wenn wir ehrlich sind, haben wir Menschen nicht immer Zeit und Lust, uns so rational und programmiert zu verhalten. Also benutzen wir gelegentlich etwas, was sich Heuristiken nennt. Eine Art “Abkürzung” oder “Intuition”, mit der wir geistige Energie sparen. Uns außerdem ist das Logischste nicht immer das Passendste in diesem Moment oder das, wofür wir uns letztendlich entscheiden. Warum verhalten wir uns so? Um mehr darüber herauszufinden, wie wir Entscheidungen treffen und wie wir uns verhalten, werden wir über die Rolle der Emotionen in der Entscheidungsfindung in einem folgenden Post sprechen …

Referenzeb: González Labra (2012). Psicología del Pensamiento. Ruiz, Díaz, y Villalobos (2012). Manual de Técnicas de Intervención Cognitivo Conductuales.

Quelle: Pablo García Bartolomé, Psychologe bei CogniFit.

Das eidetische Gedächtnis? Hast du ein fotografisches Gedächtnis? Finde es heraus!

Das eidetische Gedächtnis, im Volksmund “fotografisches Gedächtnis” genannt, lässt sich als die Fähigkeit beschreiben, sich an Bilder, Geräusche oder Gegenstände sehr detailliert zu erinnern. Vielleicht kennst du den Fall von einer Person, die nach einmaligem Lesen eines Textes dessen Inhalt noch nach einiger Zeit mit erstaunlicher Genauigkeit wiedergeben kann. Jedoch findet sich dieses Phänomen und großes Mysterium des menschlichen Gehirns nur in einer reduzierten Gruppe von Kindern und man trifft es äußerst selten bei Erwachsenen an. Im Folgenden wird erklärt, worin dieses Gedächtnisphänomen besteht. Am Ende des Artikels findest du einen kleinen Test, um herauszufinden, ob du ein fotografisches Gedächtnis hast!

Menschen mit eidetischem Gedächtnis erinnern sich an absolut alles

Was ist das eidetische Gedächtnis/ fotografische Gedächtnis? Etwas Theorie

Die Menschen, die ein eidetisches Gedächtnis besitzen, erinnern sich äußerst detailliert an Dinge. Beispielsweise, wo eine Person saß oder welche Worte sie gesagt hat. Sie können sich fast mühelos an jedes Wort aus Büchern von bis zu 500 Seiten erinnern, oder an die Geschehnisse eines bestimmten Tages vor Monaten oder sogar Jahren.

Wenn eine Person ein eidetisches Gedächtnis (oder fotografisches Gedächtnis) besitzt, zeigst du ihr ein Bild, das sie vorher noch nie gesehen hat und sie ist dazu fähig, dieses Bild im Geiste zu “sehen” und sich an alles zu erinnern, wie die Zahl der Fenster eines Gebäudes, wie viele Personen dort waren …

Außerdem ist für Personen mit einem eidetischen Gedächtnis charakteristisch, dass sich ihre Augen bewegen, als ob sie das Bild oder Buch, dass sie sehen oder hören, scannen würden.

Es hat Fälle gegeben, in denen sich diese Art von Gedächtnis spontan gezeigt hat, und die Person sich besonders detailliert an ein bestimmtes Thema erinnert, aber unfähig dazu ist, die Information eines anderen Themas zu behalten.

Zurzeit gibt es keine wissenschaftliche Erklärung zu diesem Phänomen, es existiert sogar eine große Debatte darüber, ob das eidetische Gedächtnis wirklich existiert.

Die aktuellste Studie, die es über das eidetische Gedächtnis gibt, wurde von Forschern der Universität von Malaga durchgeführt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das fotografische oder eidetische Gedächtnis einer Erhöhung der Produktion eines Proteins namens “RGS-14” zuzuschreiben ist. Dieses Protein nimmt Einfluss auf einen Bereich im Gehirn, der für die visuelle Informationsverarbeitung zuständig ist, indem es das Fassungsvermögen des Langzeitgedächtnisses erweitert.

Das Gedächtnis besitzt die kognitive Fähigkeit, die für das Speichern, Behalten und Erinnern der Information sorgt. Es gibt verschiedene Arten von Erinnerungen. Das eidetische Gedächtnis entsteht aus außergewöhnlichen Fähigkeiten sowohl im Kurzzeitgedächtnis als auch im Langzeitgedächtnis.

Kinder und Menschen mit Asperger-Syndrom haben häufiger ein fotografisches Gedächtnis als der Rest der Bevölkerung

Eidetisches Gedächtnis: Kinder, Menschen mit Autismus und Asperger-Syndrom

Man hat beobachtet, dass das eidetische Gedächtnis oder fotografische Gedächtnis bei Kindern mehr ausgeprägt ist als bei Erwachsenen. Anscheinend können Kinder Bilder mit größerer Präzision auf eidetische Art abspeichern und haben somit höhere Speicherkapazitäten als Erwachsene.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass sich die Verbindungen zwischen der rechten Gehirnhälfte (intuitives Denken) und der linken (rationales Denken) bei Kindern mit etwa 4 Jahren verändern.

Das Gehirn eines Kindes ist anders vernetzt als das Gehirn eines Erwachsenen, und es scheint, dass die Fertigkeit des eidetischen Gedächtnis gemeinsam mit der Fähigkeit des intuitiven Denkens mit etwa 4 Jahren verschwinden. Nur etwa 2 bis 10% der Kindern erleben in frühen Jahren diese Art von Gedächtnis.

Aus diesen Befunden lassen sich folgende Schlussfolgerung ziehen: Man nimmt an, dass Kinder mit dem Alter neue Methoden zur Informationsverarbeitung und Weiterentwicklung ihres Gedächtnisses erlernen. Dies scheint der Grund, weswegen das Phänomen des eidetischen Gedächtnisses so selten bei Erwachsenen vorkommt.

Die meisten Untersuchungen zeigen, dass Erwachsene nicht die Fähigkeit haben, eidetische Bilder zu erschaffen. Anscheinend liegt das daran, dass wir dazu neigen, das Beobachtete visuell und verbal zu verschlüsseln. Wir weisen den Dingen eine Bedeutung zu, um sie leichter abspeichern und später besser an sie erinnern zu können. Diese Verschlüsselung erschwert jedoch das Schaffen eines eidetischen Bildes.

Das eidetische Gedächtnis scheint häufiger bei Kindern und Jugendlichen vorzukommen. Mit dem Alter verringert sich die Fähigkeit, sich an Details erinnern zu können. Eine andere hervorzuhebende Tatsache ist, dass viele der Personen mit fotografischem Gedächtnis unter dem Asperger-Syndrom und Autismus leiden.

Autisten mit eidetischem Gedächtnis

Der Film Rain Man mit Dustin Hoffman und Tom Cruise in den Hauptrollen, zeigt das Phänomen des eidetischen Gedächtnisses auf beeindruckende Art und Weise.

Die von Dustin Hoffman gespielte Figur wurde von Kim Peek inspiriert. Kim Peek war ein damals 53-jähriger Mann, der mit einer Störung im autistischen Spektrum diagnostiziert wurde. Kim Peek konnte jede Seite der 9.000 Bücher, die er gelesen hat, auswendig.

Peek sagte, dass er zwischen 9 und 12 Sekunden brauchte, um eine Seite zu lesen und, dass jedes seiner Augen eine Seite unabhängig las.

Seine erstaunliche Gedächtnisleistung ist drauf zurückzuführen, dass bei Peek beide Gehirnhälften kaum miteinander verbunden waren. Dies hatte als Konsequenz, dass Informationen ungebremst ins Bewusstsein dringen konnten, da die rechte und linke Gehirnhemisphäre nicht miteinander intervenierten.

Ein anderer erstaunlicher Fall ist der von Stephen Wiltshire. Dieser kann in nur 10 Minuten alle Details seiner Umgebung aufnehmen und diese anschließen äußerst detailreich zeichnen. Dies kann er sogar an Orten mit vielen visuellen Reizen wie dem Piccadilly Circus in London, indem er sich nur auf sein Gedächtnis verlässt.

Stephen wurde mit 3 Jahren mit Autismus diagnostiziert und seitdem hat er ein natürliches Talent für das Zeichnen bewiesen. Zu Beginn begeisterte er sich für Tier- und Busbilder, aber später konzentrierte sich sein Interesse auf Gebäude und viel komplexere Themen. Auf seiner Webseite sind Bilder zu sehen, die er gezeichnet hat.

Test zum fotografischen Gedächtnis oder eidetischen Gedächtnis

Zum Abschluss ein kurzer Test. Wenn du wissen möchtest, ob du ein gutes eidetisches Gedächtnis besitzt, dann konzentriere dich 30 Sekunden auf das folgende Bild:

Test zum eidetischen oder fotografischen Gedächtnis – Quelle: psicotecnicostest

Beantworte jetzt, ohne zu mogeln (schau das Bild nicht an), diese Fragen:
1. Wie viele Reifen waren auf dem Foto?
2. Welche Farbe hat der Anhänger des Traktors?
3. Wie viele Personen siehst du auf dem Bild?
4. Wie viele Linien sieht man auf dem Acker?
5. Wie viele Tiere gibt es auf dem Bild?
Überprüfe deine Antworten. Hast du alle richtig geraten?

Eidetisches Gedächtnis trainieren

Eine weitere Frage die sich dir stellen könnte ist, ob sich das fotografische Gedächtnis trainieren lässt. Wie eingangs erwähnt, verliert sich die Fähigkeit des eidetischen Gedächtnisses im Laufe der Kindheit bei den meisten Menschen, die diese Fähigkeit besaßen. Trotzdem lässt sich die visuelle Gedächtnisleistung trainieren und somit verbessern. Um uns in unserem Alltag gut zurecht zu finden, müssen wir keine detaillierte Skizze des Piccadilly Circus in London zeichnen können. Es reicht in der Regel, wenn wir es schaffen uns beim Einkaufen auf einem großen Parkplatz zu merken, wo wir unser Auto geparkt haben. Unsere Fähigkeit, uns visuelle Informationen einzuprägen lässt sich trainieren.
Quelle: Noemí Vega Ruíz, Psychologin bei CogniFit.

Gehirngymnastik: 17 Aktivitäten, die dir helfen, dein Gehirn länger gesund zu halten

Gehirngymnastik für ein gesundes Gehirn. Seit einigen Jahren beginnen wir uns darüber bewusst zu werden, wie wichtig es ist, unseren Körper zu bewegen. Heute wissen wir, dass wir, um ein erfülltes Leben geniessen zu können, auch in guter geistiger Form sein müssen. Entdecke in diesem Artikel 16 Gehirnübungen, die dir helfen werden, deine Gehirngesundheit zu verbessern.

Die Lebenserwartung ist gestiegen und, je älter wir werden, desto mehr baut das menschliche Gehirn ab. Einige gute Angewohnheiten können den Prozess der kognitiven Alterung verlangsamen und dabei helfen, unser Gehirn in Form zuhalten. In diesem Artikel schlagen wir dir verschiedene Strategien der Gehirngymnastik vor, die es dir ermöglichen, neue neuronale Verbindungen zu entwickeln und deine kognitiven Reserven zu stärken. Unsere Handlungen und unser Lebensstil spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie unser Hirn sich körperlich verändert. Mach bei der Gehirngymnastik mit!

Ist es wirklich möglich, eine konkrete Fähigkeit zu verbessern, indem wir unser Gehirn mit einem Gehirngymnastik-Programm trainieren? Manchmal fragen wir uns, ob wir dazu fähig sein könnten, unser Gedächtnis, unsere Planungsfähigkeit, unsere räumliche Orientierung, Verarbeitungsgeschwindigkeit, unsere Urteilsfähigkeit oder unsere Kreativität zu verbssern, indem wir unser Gehirn trainieren und einige Gehirngymnastik-Routinen durchführen … Obwohl es kein Zauberrezept gibt, um den kognitiven Verschleiss anzuhalten, kannst du schon mit verschiedenen Übungen zur Aktivierung deiner Gehirnplastizität beginnen und deine kognitive Reserve verbessern. Verschiedene Studien haben bewiesen, dass der kognitive Verschleiss, der sich von Natur aus mit dem Alter ergibt, ausgeglichen werden kann, wenn wir unser Gehirn im Laufe unseres Lebens in Form halten (dies ist als funktionell ausgleichende Plastizität bekannt).

Nimm dein Gehirn erst und mach die Gehirgymnastikübungen, die wir dir weiter unten vorschlagen. Du wirst sehen, was passiert!

Gehirngymnastik, um deine Gehirnplastizität zu aktivieren. Das Gehirn hat eine grosse Anpassungsfähigkeit, es kann sich von unseren Erfahrungen abhängig verändern. Es kann sich anpassen und verbessern, wenn wir es richtig anregen, die Gehirnplastizität ist die Fähigkeit unseres Gehirns, seine Funktionsweise und Struktur zu verändern und sich so an die Umgebung und Umstände anzupassen.

Die Gehirngymnastik trägt dazu bei, dass das Gehirn sich anpasst. Die Änderung der Gewohnheiten und die Ausübung von geistig herausfordernden Tätigkeiten helfen, das Gehirn aktiv zu halten, indem sie die Schaffung von neuen Neuronen und Verbindungen zwischen ihnen erleichtern. Entdecke diese Vorschläge für Gehirngymnastik und setze sie um.

Gehirngymnastik: 10 Arten, dein Gehirn gesund zu halten

Wenn du wirkungsvolle Fähigkeiten trainierst, erschaffst du neue Neuronenverbindungen. Die Gehirngymnastik kann den kognitiven Verschleiss verlangsamen und sogar umkehren. Die Auswirkungen von neurodegenerativen Krankeiten zu verzögern ist dank der Schaffung einer grösseren kognitiven Reserve möglich.

1. Reise

Was könnte bessere Gymnastik für dein Gehirn sein als Reisen! Reisen regt unseren Geist an, bringt uns in Kontakt mit neuen Kulturen, neuen Orten und fremden Sprachen. Laut einer Studie gibt uns der Kontakt zu anderen Kulturen die Gelegenheit, neue kluturelle Kenntnisse zu erlangen, was unsere Kreativität fördert und uns kognitive Vorteile erbringt.

Gehirngymnastik: Wenn du über geügend Mittel verfügst, um zu reisen, zögere nicht, dies auch zu tun. Besuche unbekannte Orte, tauch in die Kultur ein und Lerne von den Einwohnern. Wenn du nicht reisen kannst, umgib dich mit verschiedenen Kulturen, lerne Leute aus anderen Ländern kennen oder besuche neue Orte in deiner eigenen Stadt.

2. Höre Musik

Musik zu hören ist eine ausgezeichnete Gehirngymnastikübung. Musik ist ein starker Reiz für das Gehirn. Einige Studien beweisen, dass sich beim Musikhören die Informationsübertragung durch die Neuronen, die Lernfähigkeit und die Erinnerungsfähigkeit aktiviert. Musik zu hören kann dabei helfen, den neurodegenerativen Prozess zu verlangsamen (dieser Effekt trat nur bei Leuten auf, die die Musik kannten).

Ausserdem hat das Hören von Musik eine positive Auswirkung auf unsere Stimmung und aktiviert beinahe unser komplettes Gehirn. Deshalb ist sie ein grossartiger Hirnstimulant. Musikhören kann auch bei Schlaflosigkeit helfen.

Gehirngymnastik: Hör nicht auf, Musik zu hören, wenn du zuhause kochst oder liest, im Auto, bei der Arbeit, wenn du Sport machst, etc. …Es ist nie zu spät, zu lernen, wie man singt oder ein Instrument spielt! Es gibt Hunderte von Video-Tutorials auf YouTube, die dir dabei helfen können.

3. Trete in Kontakt mit der Natur

Das beste Fitnessstudio für das Gehirn ist der Kontakt mit der Natur. Sie hilft uns, von unseres täglichen Verpflichtungen Abstand zu nehmen, verringert unseren Stress und unsere Sorgen. Laut dieser Studie hilft uns der Kontakt mit der Natur dabei, unsere Aufmerksamserschöpfung zu verringern, sei es in einem Park oder wenn wir nur eine Grünzone von unserem Fenster aus sehen. In Gegenden mit Grünzonen zu leben verbessert unsere Aufmerksamkeit und unsere Fähigkeit, länger auf eine Belohnung zu warten und hemmt unsere Impulse. Ausserdem bewegt uns der Kontakt mit der Natur dazu, körperlicher aktiv zu werden, mit anderen in Kontakt zu treten und vergnüglichen Aktivitäten nachzugehen.

Gehirngymnastik: Der Kontakt mit der Natur bringt uns Wohlbefinden und Gesundheit. Es ist nicht nötig, dass du aufs Land ziehst. Auch das Spazierengehen durch naheliegende Parks und sogar das Umgeben mit Naturbildern erbringt uns schon gewisse Vorteile. Versuche, am Wochenende zu entkommen und wandern zu gehen oder etwas anderes in der Natur zu machen.

4. Schreib mit der Hand

Mit der Hand statt mit dem Laptop Notizen zu machen ist eine gute Gehirnübung, weil es deinem Gehirn nützt. Es erhöht die Erinnerungsfähigkeit und fördert das Lernen laut dieser Studie. Mit der Hand zu schreiben hilft uns dabei, die Information besser zu ver- und bearbeiten.

Gehirngymnastik: Lass den Laptop zuhause und nimm ein Notizbuch mit. Du kannst dich auch der modernen Technik bedienen und die neuen Tablets nutzen, die es dir ermöglichen, mit der Hand zu schreiben, damit du den Text später digitalisieren und bearbeiten kannst.

5. Benutz CogniFit: Das führende Programm in kognitiver Bewertung und Gehirngymnastik

Dieses klinische Gehirntrainingsprogramm wurde durch die wissenschaftliche Gemeinschaft genormt und validiert. Es handelt sich um ein professionelles Werkzeug für die Gehirngymnastik, das die kognitiven Stärken und Schwächen der Person auswertet und automatisch ein personalisiertes Training vorschlägt, das auf die Bedürfnisse jedes Individuums abgestimmt ist.

Die Technologie von CogniFit basiert auf der Neuroplastizität. Diese Fähigkeit unseres Gehirns ermöglicht es uns, einem zukünftigen kognitiven Verschleiss vorzubeugen und verschafft uns die Grundlage zur Lösung von vorhandenen Problemen.

Gehirngymnastik: CogniFit ist sehr einfach zu nutzen, du musst dich nur registrieren! Alle Spiele basieren auf klinischen Studien und professionellen Stimulations- und neuropsychologischen Rehabilitationsbatterien. Sie wurden von Experten kreiert,um die dabei zu helfen, deine gesitigen Fähigkeiten auf die Probe zu stellen und dein Gehirn herauszufordern. Beginne gleich heute!

6. Betätige dich körperlich

Nach vielen Studien, wie dieser, fördert körperliche Betätigung und der Genuss derselbigen die Bildung von neuen Neuronen und verbessert ausserdem die Lernfähigkeit und die kognitive Leistung und verstärkt die Gehirnplastizität.

Sport mobilisiert den Ausdruck der Gene, die die Gehirnplastizitätsprozesse begünstigen.

Gehirngymnastik: Laut einigen Studien sind aerobe Übungen von grösserem Vorteil. Also, fass den Mut zu laufen, tanzen, schwimmen oder auch nur zu gehen. Entdecke hier, wie man beginnt Sport zu machen.

Betätige dich körperlich, so hältst du dein Gehirn gesund

7. Halt deinen Arbeitsplatz sauber und ordentlich

Eine aktuelle Studie zeigt, dass nicht nur das Arbeiten in wenig geistig herausfordernden Tätigkeiten, sondern auch die Arbeit an einem schmutzigen Ort, auf lange Sicht die Gehirngesundheit schädigt, indem es den kognitiven Verschleiss fördert.

Gehirngymnastik: Eine saubere und ordentliche Umgebung vermittelt und Klarheit und unser Geist kann besser arbeiten. Wirf Dokumente und Dinge weg, die du nicht brauchst. Säubere die Umgebung und mach die Oberflächen frei.

8. Lerne Sprachen

Laut einer Studie schützt das Sprechen von zwei oder mehr Sprachen das Gehirn vor kognitivem Verschleiss. Man fand heraus, dass zweisprachige Menschen eine höhere Bewertung auf der Intelligenzskala erhielten. Ausserdem erhielten sie bessere Bewertungen bei kognitiven Tests als für ihr Alter zu erwarten war. Dies geschieht sogar, wenn die Sprache im Erwachsenenalter erlernt wurde.

Gehirngymnastik: Schreib dich für Englisch-, Französisch- oder einen anderen Sprachunterricht ein, egal was. Versuche, Filme in Originalversion zu sehen (es ist egal, wenn du die Untertitel einstellen musst), dein Gehör wird sich daran gewöhnen und die zusätzliche Anstrengung zum Verstehen wird eine gute Stimulation für deinen Geist sein.

9. Schlaf so viel du benötigst

Laut einer Studie hängt zu viel oder zu wenig Schlaf mit der kognitiven Alterung zusammen. Im reiferen Alter war sowohl weniger als 6 als mehr als 8 Stunden zu schlafen mit schlechteren Bewertungen bei kognitiven Tests verbunden, als Folge der fühzeitigen Alterung des Gehirns.

Eine angemessene Schlafqualität ist grundlegend für die richtige Funktionsweise des Organismus und unseres Wohlbefindens. Sowohl das Fehlen von Schlaf als auch exzessive Somnolenz haben ungünstige Auswirkungen auf die Leistung, Reaktionszeiten, das Begehen von Fehlern und die Aufmerksamkeit.

Gehirngymnastik: Um eine angemessene Schlafhygiene beizubehalten, ist eine gewisse Routine am besten. Versuche, immer um die gleiche Uhrzeit aufzustehen und schlafen zu gehen. Wenn du dazu neigst, wenig zu schlafen, geh nach und nach ein bisschen früher schlafen. Vergiss die Technik vor dem Schlafen, denn die Helligkeit des Bildschirms kann deinen Schlaf beeinträchtigen. Eine angenehme Temperatur, das Senken von Geräuschen (Ohrstöpsel können eine gute Strategie sein, wenn wir den Umgebungslärm nicht ausschalten können) und eine abgedunkelte Umgebung helfen uns dabei, besser zu schlafen.

10. Lies

Menschen, die wenig lesen, weisen eine allgemein geringere kognitive Leistung auf, laut einer Studie. Sie erhalten schlechtere Bewertungen in Verarbeitungsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeit, Sprache und abstraktem Denken als jene mit einem hohe Leseniveau.

Laut diesen Wissenschaftlern hat diese schlechtere Leistung bei Personen, die wenig lesen, einen direkten Einfluss auf die Fähigkeit des Gehirns, sich an den Gehirnschaden anzupassen. Menschen mit höherem Bildungsniveau nutzen Mittel des Gehirns, um den kognitiven Verschleiss, der vom Alter herrührt, auszugleichen, das heisst, sie weisen eine grössere ausgleichende funktionelle Plastizität auf, wie wir zuvor erwähnt haben. Dies lässt sich auf dieselbe Art auf Personen anwenden, die gewohnheitsmässig lesen.

Gehirngymnastik: Wenn du gerne liest, ist das einfach für dich. Wenn du keine Literatur magst, kein Problem. Es gibt eine Menge an Genres, die du ausprobieren kannst. Du kannst Theater lesen, sehr viel einfacher und unterhaltsamer zu lesen. Du kannst die Presse lesen, Zeitschriften mit den Themen, die dir am besten gefallen. Du wirst denselben Nutzen vom Lesen erhalten, wenn du Die Säulen der Erde liest, als wenn du die Zeitschrift National Geographic liest. Der Punkt ist, den Geist aktiv zu halten.

Geistige Übungen für ein gesundes Gehirn: Lies

11. Mach Yoga und Meditation

Die Ausübung von Meditation verursacht auf lange Sicht Veränderungen im Gehirn, laut dieser Studie. Menschen, die seit Jahren meditieren, weisen eine höhere Menge an Gyri im Gehirn auf (Falten in der Gehirnmaterie, die an einer schnelleren Informationsverarbeitung beteiligt sind). Dies ist ein weiterer Beweis der Gehirsplastizität, wie unser Gehirn sich anpasst und verändert, je nach unserer Erfahrung.

Nach einer anderen Studie verbessern 20 Minuten Yoga die Geschwindigkeit und Genauigkeit bei Tests zum Arbeitsspeicher und zur Impulskontrolle (die Fähigkeit, ein Verhalten zu unterdrücken, sollte es notwendig sein). Diese Massnahmen des Gehirn werden mit der Fähigkeit, die Aufmerksamkeit zu halten, sich zurückzuhalten und neue Informationen zu benutzen.

Die Yogapraxis und die Meditation helfen uns bei einer wirkungsvolleren Nutzung unserer geistigen Ressourcen. Ausserdem reduzieren sie Stress und Sorgen und verbessern so unsere Leistung.

Gehirngymnastik: Heutzutage sind Yoga und Meditation im Trend. Es wird nicht schwierig sein, Kurse zu finden, um zu lernen. Wenn du das nicht möchtest, kannst du Kurse bei YouTube machen, dort gibt es viele Yoga- und Meditationslehrer, die es dir zeigen können, ohne dass du dich von zuhause wegbewegen musst.

12. Ernähre dich gut und vermeide Drogen

Iss gesund

Was du isst, hat Auswirkungen auf dein Gehirn. Sich gesund zu ernähren hilft uns dabei, das Gehirn jung zu halten und beugt dem kognitiven Verschleiss vor. Man weiss, dass gewisse Arten von Ernährungen oder “Superfood” auf isolierte Art keine Extravorteile für unsere körperliche oder geistige Gesundheit bringen. Aber es ist erwiesen, dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten und einem niedrigen Grad an verarbeiteten Nahrungsmitteln zu unserer Gesundheit beiträgt. Diese Lebensmittel beugen nicht nur einer grossen Zahl von Krankeiten vor, sondern verzögern auch die körperliche und kognitive Alterung.

Alkohol, Tabak und Drogen im Allgemeinen tragen nicht nur zur Erhöhung des Risikos aller Arten von Krankheiten, sondern auch zur vorzeitigen Alterung des Gehirns bei.

Gehirngymnastik: Wenn du lernen möchtest, wie man sich gesund ernährt, wendest du dich am besten an die Gesundheitsexperten, die sich diesem Bereich widmen: die Ernährungsspezialisten oder Ernährungswissenschaftler. Vertraue keinen Wundertipps oder -diäten. Wähle Obst, Gemüse und Vollkorngetreide, immer wenn du kannst. Achte auf die Aufnahme von Zucker und Fetten. Je weniger Alkohol du zu dir nimmst, desto besser, und bitte um Hilfe, um mit dem Rauchen aufzuhören.

13. Schone deine geistige Gesundheit – Kontrolliere dein Stresslevel!

Unter psychischen Störungen und negativen Denkmustern zu leiden beeinflusst unser Wohlbefinden negativ. Man entdeckte in einer Studie, dass dies auch auf den Zustand unseres Gehirns auf lange Sicht beeinträchtigt. Depressionen, Angsstörungen oder andere Pathologien erlitten zu haben, erhöht das Risiko, an Demenz zu erkranken.

Gehirngymnastik: Kontrollier dein Stress- und Nervositätslevel mit Entspannungstechniken. Ausserdem können Yoga, Achtsamkeitsmeditation und Musikhören auch dazu beitragen, die Besorgtheit zu reduzieren. Pflege dein Selbstwertgefühl, hör auf, negativ zu denken und schreib deine Gefühle auf (das wird dir helfen, sie neu zu bewerten und ihre Intensität zu verringern). Wenn du ein psychisches Problem hast, zögere nicht, dich an einen Experten für psychische Gesundheit zu wenden.

14. Mach neue Aktivitäten

Neue Studien zeigen, dass das Eintauchen in Freizeitaktivitäten, die eine Anstrengung bedeuten und herausfordernd für den Geist sind, die kognitiven Funktionen begünstigen und dem kognitiven Verschleiss vorbeugen können.

Ausserdem fördert das Lernen die psychische Gesundheit, nach dieser Studie. Den Geist aktiv zu halten und neue Dinge im Laufe des Lebens zu lernen, hält das Gehirn gesund. Das Gehirn ist wie ein Muskel, wenn du es nicht benutzt, verkümmert es.

Gehirngymnastik: Lerne, neue Dinge zu machen, egal ob du gut in ihnen ist, das Wichtige ist, dass du Spass hast. Lerne Schach zu spielen, zu weben, lerne Heimwerken, zeichne, schreibe, erlerne ein Musikinstrument …

15. Geh mit deinen Freunden und geliebten Menschen aus

Die sozialen Beziehungen stimulieren unser Gehirn, helfen ihm, aktiv und länger jung zu bleiben. Ausserdem verringert es den Stress, mit Menschen zusammen zu sein, es verbessert unsere Stimmung und trägt so zur psychischen Gesundheit bei.

Gehirngymnastik: Verbringe mehr Zeit mit geliebten Menschen (vor allem, wenn es Menschen sind, die dir Positives vermitteln), lerne neue Leute kennen, werde ein Teil von sozialen Gruppen …

 16. Benutz dein Gehirn immer wenn du kannst

Dein Gehirn zu benutzen ist die beste Art, es nicht zu verlieren. Die neuen Technologien sind super, weil sie unser Leben einfacher gemacht haben, aber sie haben unser Gehirn auch fauler gemacht. Früher mussten wir uns anstrengen, um zu lernen und zu erinnern. Jetzt finden viele Aufgaben automatisiert statt. Versuch deinem Gehirn eine Chance zu geben, bevor du Taschenrechner, Navigationssystem oder Google heranziehst.

Gehirngymnastik: Versuche, mathematische Gleichungen ohne Taschenrechner zu lösen, verringer den Gebrauch des Navigationssystems und versuche, Daten selbst zu erinnern. Rechnen ist in den meisten Alltagsaktivitäten enthalten: wenn wir einkaufen und bezahlen müssen und das Wechselgeld überprüfen, um zu wissen, ob eine Menge viel oder wenig ist. Lerne eine Liste mit Wörtern auswendig, zum Beispiel die Einkaufsliste, und miss die Zeit, die du fürs Auswendiglernen gebraucht hast.

17. Gib deinem Gehirn einen Moment Stille

Laut einer Studie, fördern zwei Stunden Stille am Tag die Neurogenese, die Geburt von neuen Neuronen in der Zone des Hippocampus (die für das Gedächtnis, die Lernfähigkeit und die Emotionen zuständig ist). Ausserdem hat man herausgefunden, dass konstantem Lärm ausgesetzt zu sein den kognitiven Funktionen schädigen kann.

Gehirngymnastik: Versuche, alle unnötigen Lärmquellen auszuschalten. Soweit möglich, nutze leise Haushaltsgeräte, lass den Fernseher nicht als Nebengeräusch laufen … Widme 2 Stunden pro Tag, oder die Zeit, die du brauchst, der kompletten Stille (Ohrstöpsel können eine gute Hilfe sein). Hör Musik, aber ruh dich auch von ihr aus. Es wurde beobachtet, dass Pausen von zwei Minuten zwischen (langsamen und ruhigen) Liedern deren entspannende Wirkung fördern.

Entdecke mit dem folgenden Video, was du noch tun kannst, um deinem Gehirn zu helfen, korrekt zu funktionieren und sich jung zu halten. Wir können unserem Gehirn wirklich helfen, neue Neuronen zu erschaffen, auch wenn wir erwachsen sind. Sandrine Thuret erklärt uns, was wir machen können, um die Geburt von neuen Neuronen zu fördern.

Danke fürs Lesen! Kennst du noch mehr Gehirngymnastikübungen? Zögere nicht, uns deine Kommentare zu hinterlassen und Fragen zu stellen.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Geistige Konzentrationsspiele: 10 unerlässliche Übungen für deinen Alltag

Hast du Probleme, bei der Arbeit oder im Studium konzentriert zu bleiben? Kannst du deine Konzentration nicht über lange Zeit halten und denkst, dass du dich leicht ablenken lässt? Entdecke diese 10 Konzentrationsspiele für Erwachsene und Kinder. Verstärke deine kognitive Aktivität! Die Konzentration ist ein notwendiges Element für das Setzen von Zielen, deren Planung und letztendliche Erfüllung.

Geistige Konzentrationsspiele

Ohne Konzentrationsfähigkeit bist du wie ein abdriftendes Boot ohne Ruder. In diesem Artikel schlägt dir die Neurospychologin Cristina Martínez de Toda einige sehr effektive und einfach auszuführende Übungen vor. Du wirst ein paar interessante Spiele und Techniken zur Verbesserung deiner Konzentration entdecken, das heisst, du hast jetzt keine Entschuldigung mehr, dein Gehirn nicht zu trainieren.

“Die Konzentration ist die Wurzel aller menschlichen Fähigkeiten. Bruce Lee.”

Wie wird man intelligenter? Die Konzentrationsfähigkeit ist der Schlüssel für das menschliche Wesen. Diese Fähigkeit kann man als den psychischen Prozess bezeichnen, der uns ermöglicht, die Ressourcen unsere Geistes auf ein einziges Ziel oder eine Aufgabe, die in einem bestimmten Moment durchgeführt wird, zu konzentrieren. 

Die Konzentration erlaubt uns, unsere Gedanken auf eine einzige Tätigkeit zu fokussieren, und die Ablenkungen beseite zu lassen, die unsere Aufmerksamkeit stören bei der Verfolgung einer Aufgabe oder eines Ziels stören könnten.

Heutzutage fordert man von uns, dass wir eine grössere Menge an Information schneller verarbeiten. Um diesen Strudel an Information zu überleben, ist es vital, dass wir die kognitive Fähigkeit haben, das Relevante auszuwählen und von dem zu unterscheiden, das nicht wichtig ist und uns nur auf den gewählten Reiz zu konzentrieren und fokussiere.

Die geistige Konzentration ist eine kognitive Fähigkeit, die das Überlegen und die Aufmerksamkeit benötigt, um sich zu entwickeln und all unsere Ressourcen auf das Ziel oder die Aktivität, die wir durchführen, zu lenken.

“Nichts stört meine Konzentration. Du könntest eine Orgie in meinem Büro veranstalten und ich würde nicht hinschauen. Na ja, vielleicht einmal kurz.” Isaac Asimov

Wenn du Schwierigkeiten dabei hast, dich auf deine Arbeit oder dein Studium zu konzentrieren, habe ich eine gute Nachricht für dich. Die geistige Konzentrationsfähigkeit kann verbessert werden. Mit dem richtigen Training, dank der Gehirnplastizität, kann du deine geistige Konzentrationsfähigkeit auf beachtliche und dauerhafte Weise verbessern, dank der unterhaltsamen Spiele, die ich dir in diesem Artikel näherbringen möchte. Zögere nicht, trau dich an die Konzentrationsspiele, die ich dir weiter unten vorschlage und du wirst sehen, wie sich deine geistige Konzentrationsfähigkeit steigert!

  • Den ersten Vorteil, den du bemerken wirst, wenn du diese Konzentrationsspiele durchführst, wird die Effizienz sein. Du wirst deine Aufgaben auf viel effizientere Weise erledigen können, Zeit sparen und keine unnötigen kognitiven Ressourcen verschwenden.
  • Ein anderer bedeutender Vorteil dieser Spiele zur geistigen Konzentrationssteigerung ist, dass sie dir ermöglichen, deine mentale Erschöpfung zu reduzieren. Obwohl es paradox erscheint, wenn du eine Aufgabe durchführst, die geistige Konzentration erfordert, wirst du sie auf gesunde Art und Weise machen, ohne dich zu erschöpfen, indem du auf andere Forderungen oder Situationen in der Umgebung (multitasking) achtest, die bei dir vorher zum Konzentrationsverlust geführt haben.
  • Ausserdem wird dir eine gute geistige Konzentration dabei helfen, die Gegenwart auf eine viel bereichernde Art und Weise zu erleben. Du wirst dir des Hier und Jetzt bewusst sein, weil du lernen wirst, die volle Aufmerksamkeit auf den konkreten Moment zu richten, den du gerade erlebst.
Vorteile einer guten geistigen Konzentration: Das Hier und Jetzt

10 geistige Konzentrationsspiele

1. Geistiges Konzentrationsspiel: Das Wasserglas

Nimm ein durchsichtiges Glas und fülle es bis zur Hälfte mit Wasser. Nimm es dann mit der Hand, die du bevorzugst und hebe deinen langgestreckten Arm bis auf die Höhe deiner Augen. Das Ziel ist es, den Inhalt des Glases für mindestens 3 Minuten fest und unbewegt zu halten.

2.Geistiges Konzentrationsspiel: Die weisse Wand

Stell dir im Geiste eine Wand vor und mal sie weiss an, wie du es am liebsten möchtest, mit einem Malerpinsel, einem anderen Pinsel, einem Spray … Wenn sie komplett weiss gefärbt ist, zeichne mitten auf sie eine grosse Nummer 100. Lösche sie, wie du es möchtest und wechsle zur 99 … und so in absteigender Reihenfolge. Am Anfang wirst du wenige Zahlen schaffen, ohne dich abzulenken, aber nach und nach und bei täglicher Übung, wirst du bist es bis zur 0 schaffen. Ich empfehle dir, diese Übung zu machen, wenn du schlafen gehst. Wenn du viele Gedanken im Kopf hast, ist dies das ideale Spiel, um dich einzig und allein auf deine weisse Wand zu konzentrieren.

3. Geistiges Konzentrationsspiel: Der Aromen-Spaziergang

Wähle einen Park oder einen Weg, der dir besonders gefällt und mach einen Spaziergang. Während du läufst, richte deine Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Gerüche und Aromen, die dich umgeben. Konzentrier dich auf einen Konkreten, der dir gefällt und finde Vergnügen an ihm. Du wirst sehen, wie er intensiver wird, je mehr du dich auf den Geruch konzentrierst.

4. Geistiges Konzentrationsspiel: Die Kerze

Setz dich auf den Boden, wenn möglich mit den überkreuzten Beinen und dem Rücken so gerade wie möglich. Wenn dir diese Position zu ungemütlich ist, wähle eine andere, aber du solltest auf dem Boden sitzen und den Rücken aufrecht halten. Anschliessend entzünde eine Kerze vor dir. Das Ziel des Spiels ist es, so ruhig wie möglich zu bleiben. Konzentriere dich auf die Bewegung der Kerze und harre so lange wie möglich in deiner Position aus, ohne dass die Kerze ausgeht. Das ist nicht so einfach, wie es scheint. Am Anfang wirst du nicht lange aushalten, aber mit ein wenig Praxis wirst du es schaffen, für mindestens 10 Minuten in totaler Ruhe zu verharren.

5. Geistiges Konzentrationsspiel: Die Technik der zwei Minuten

Du wirst eine Uhr mit Sekundenzeiger brauchen. Das Spiel besteht darin, dass du deine Aufmerksamkeit einzig und allein auf die Nadel des Sekundenzeiger konzentrierst und mit dem Blick seine Strecke um das Zifferblatt verfolgst. Anfangs wirst du dich dabei überraschen, dass du an andere Dinge denkst. Wenn das passiert, beginne von Neuem und versuche, nur an den Uhrzeiger zu denken und dich voll auf ihn zu konzentrieren. Du solltest zwei Umrundungen machen, das heisst, zwei Minuten.

6. Geistiges Konzentrationsspiel: Das Spiel mit dem Karton und der Zitrone

Diese Übung nutzt man für gewöhnlich, um Sportler vor ihrem Wettkampf vorzubereiten und zu konzentrieren, aber du kannst auch davon profitieren. Das Spiel besteht darin, sich einen Karton vorzustellen, einfach und leer, oben offen. Im Anschluss musst du dir eine Zitrone vorstellen. Konzentrier dich auf ihre Grösse, ihr Aroma, die Textur ihrer Schale, Symmetrie …

Mental und ohne deine Hände oder irgendeinen Gegenstand in deiner Vorstellung zu nutzen, transportiere die Zitrone ins Innere des Kartons. Das scheint sehr einfach zu sein, aber um es mit voller Aufmerksamkeit durchzuführen, sind sehr komplexe Konzentrationsfähigkeiten erforderlich. Dies ist eine hervorragende Übung, um an deiner geistigen Konzentrationsfähigkeit zu arbeiten.

7. Geistiges Konzentrationsspiel: Male Mandalas aus

Mandalas sind Darstellungen des Makrokosmos. Ihre Herkunft ist indisch und der Name bedeutet “Rad” oder “Kreis”. Die buddhistische Tradition nutzt sie zur Meditation. Mach dir keine Sorgen, wenn du nicht sehr gut beim Erstellen von Mandalas bist, es gibt eine Vielzahl an Heften oder Büchern, und du kannst dir wunderschöne Designs herunterladen, die kostenlos bereit zum Ausmalen auf Webseiten verfügbar sind.

Das Wichtigste beim Zeichnen oder Ausmalen von Mandalas ist, dass du dich nur darauf konzentrierst. Wähle die Farben sorgfältig, höre deinem Körper zu, was er machen möchte und lass dich treiben. Nimm dir 10 Minuten am Tag, um mit deinem Mandala weiterzumachen.

Dies entspannt dich nicht nur und verbessert deine Konzentration, es ist auch eine hervorragende Nahrung für dein Gehirn und deine Kreativität.

Male Mandalas aus

8. Geistiges Konzentrationsspiel: Die geometrische Figur

Such dir einen entspannten Moment und denk an eine geometrische Figur. Sei es ein Kreis, ein Quadrat, ein Dreieck. Denke und konzentrier dich nur auf die Darstellung. Wenn du dieses Bild in deinem Bewusstsein gefestigt hast, beginne, etwas hinzuzufügen, zum Beispiel eine Farbe. Fülle es mental aus, und wenn es komplett ist, füge weitere Charakeristika hinzu: Du kannst mit der Grösse, dem Volumen, der Dichte (es kann treiben oder auch sehr schwer sein) spielen.

Dieses Spiel steigert nicht nur deine Konzentration, es ist auch ein perfekter Verbündeter, um deine Vorstellungskraft zu entwickeln. Spiele und erschaffe mit deinem Geist, was du möchtest.

9. Geistiges Konzentrationsspiel: Mach Sudokus

Kopfrechnen ist eine der kognitiven Aktivitäten, die unsere Konzentration am meisten fördern. Dennoch haben wir heutzutage alle einen Taschenrechner zur Hand, der die mathematischen Gleichungen für uns löst. Die Technik zu benutzen erleichtert uns die Arbeit, macht uns aber auch fauler und abgelenkter. Es ist wichtig zu versuchen, im Geiste mit Zahlen umzugehen. Und die Sudokus können uns helfen. Wenn dir dieses japanische Spiel nicht bekannt ist, beginne mit der Anfängerstufe. Das Ziel ist nicht, dass du die Kompliziertesten machst, sondern, dass du die passende Stufe wählst, die eine geistige Herausforderung für dich ist und nach und nach die Komplexität erhöhst. Du kannst sie in allen Stufen auf vielen Internetseiten gratis herunterladen.

10. Geistige Konzentrationsspiele für Kinder und Erwachsene: Trainiere dein Gehirn mit CogniFit

CogniFit ist das führende Programm in kognitiver Bewertung und Gehirnstimulation. Es wurde durch die wissenschaftliche Gemeinschaft validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt genutzt. CogniFit ermöglicht es, die Konzentrationsfähigkeit, das Aufmerksamkeitslevel und viele andere grundlegende kognitive Bereiche auf professionelle und vertrauenswürdige Art zu messen und zu trainieren.

Die klinischen Spiele zur Messung und Verbesserung der geistigen Konzentration wurden von einem Team von kognitiven Neurologen und Psychologen entworfen, die die Kognition und die Prozesse der Gehirnplastizität studieren. Einige der kognitiven Funktionen, die mit der Konzentration zusammenhängen, sind die Inhibitionsfähigkeit, die Fokussierung, die Planungsfähigkeit, die geteilte Aufmerksamkeit, die Aktualisierung, etc …

Mit verschiedenen Denkspielen bewertet CogniFit die kognitiven Schwächen und Stärken der Person und schägt automatisch ein personalisiertes Trainingssystem vor, dass sich daran richtet, die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern und an andere kognitive Bedürfnisse des Kindes oder Erwachsenen.

Du musst dich nur registrieren! Alle Konzentrationsspiele basieren auf klinischen Studien und professionellen Stimulations- und neuropsychologischen Rehabilitationsbatterien.

Nachdem du die Konzentrationsspiele gemacht hast, zeigt dir CogniFit eine Graphik mit deinen Ergebnissen und deiner Entwicklung. Du kannst nicht nur deine geistige Konzentration trainieren, sondern auch viele andere kognitive Fähigkeiten im Bereich der Erinnerung, Wahrnehmung, Koordination, Argumentation, etc …

Trau dich und nimm die Herausforderung CogniFit an!

Man sagt, dass an einem Tag rund 30.000 Gedanken deinen Kopf überfluten, und jeder dieser Gedanken erzeugt eine Energie … Stell dir mal vor, die Energie all dieser Gedanken auf nur einen Gedanken zu konzentrieren!

 Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Gedächtnis verbessern: 10 nützliche Tipps für deinen Alltag

Wie können wir unser Gedächtnis verbessern? Es denken viele von uns, dass unser Erinnerungsvermögen angeboren ist und wir tun nichts, um es zu verbessern. Wir schätzen seine Wichtigkeit nicht, bis es beginnt uns zu versagen. Es ist jedoch wichtig, dass wir uns der fundamentalen Rolle bewusst sind, die die Erinnerung in unserem Alltag spielt. Unser Gedächtnis legt fest, wer wir sind: Unsere Gefühle, Erlebnisse und Erinnerungen. Ohne Gedächtnis hätten wir keine Möglichkeit, uns an Namen, Orte, Personen und Ereignisse zu erinnern, die wir erlebt haben …

Ein intellektuell aktives Leben zu führen hilft dabei zu vermeiden, dass unser Gehirn vorzeitig verschleißt. Es ist sehr wichtig, für den Verstand zu sorgen, bevor sich die ersten Symptome von kognitiver Abnutzung zeigen. Auf Details achten, sich konzentrieren, Dinge erinnern … all dies bezieht viele zerebrale Prozesse ein, die sich mit der Praxis und Übung verschärfen können.

Vielleicht denkst du, dass du zu alt bist, um dein Gedächtnis zu verbessern, aber in Wirklichkeit verfügt unser Gehirn über große Plastizität. Die Gehirnplastizität besteht darin, dass das Gehirn durch eine korrekte Stimulation neue Wege und Nervenverbindungen schaffen, die bestehenden Verbindungen verändern und sich auf neue Art und Weise anpassen und reagieren kann. Hier erklären wir dir einige Aktivitäten zur Verbesserung des Gedächtnisses.

Das Gedächtnis verbessern: 10 Aktivitäten

Das Gedächtnis hilft und nicht nur dabei, intelligenter und geistreicher zu sein, es ist auch nützlich für deine Arbeitsleistung und deine sozialen Beziehungen. Es wird normalerweise davon ausgegangen, dass diese Fähigkeit vorhanden ist und viele Menschen machen sich nicht die Mühe, sie zu trainieren. Mach diesen Fehler nicht auch und führe die folgenden Aktivitäten durch, um dein Erinnerungsvermögen zu verbessern.

1. Verbessere deine Aufmerksamkeit

Das Erinnerungsvermögen steht in engem Zusammenhang mit der Aufmerksamkeit. Wir können uns nicht an etwas erinnern, auf das wir keine Aufmerksamkeit gerichtet haben. Somit vebessern wir unser Gedächtnis, indem wir unsere Aufmerksamkeitsfähigkeit erhöhen.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Konzentriere dich auf alles, was du machst. Wenn du mit einem Freund sprichst, gib ihm deine komplette Aufmerksamkeit. Paraphrasiere sogar manchmal, was er sagt. So wirst du dich besser daran erinnern, wovon ihr sprecht und außerdem zeigst du Verständnis. Es ist auch erwiesen, dass Achtsamkeitsmeditation unsere Aufmerksamkeit verbessert. 10 Minuten Meditation am Tag können zu einer Modifikation deiner Nervenverbindungen führen und erreichen, dass dein Verstand sich sich besser auf die Dinge, die dich umgeben, konzentriert und fixiert. Somit verbessert sich dein Gedächtnis, deine Aufmerksamkeitsfähigkeit, deine Fokussierung und die Entscheidungsfähigkeit.

2. Benutze Erinnerungstechniken oder Mnemotechnik

Verschiedene Studien behaupten, dass die “Auto-Imagination” sehr nützlich für die Förderung von Lernen und Gedächtnis ist.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Wiederhole die Information, bilde Gruppen, bringe sie in Verbindung mit Dingen, die du kennst und benutze Eselsbrücken. Verwende Rhythmen oder Lieder, um die Information aufzunehmen (wie die der Tabellen zum Multiplizieren), benutze Akronyme oder Akrosticha. Im folgenden Video siehst du Mnemotechnik detaillierter erklärt.

3. Mach Gehirnjoggingpiele um dein Gedächtnis zu verbessern 

Zahlreiche veröffentlichte Untersuchungen beweisen die Vorteile davon, das Gehirn 15 Minuten (2-3 mal pro Woche) mit CogniFit zu trainieren. Die verschiedenen Gruppen von Menschen, die ihr Gehirn mit diesem Programm zur Gehirstimulierung trainierten, verbesserten ihre Leistung in Aufgaben zu Erinnerung und 20 weiteren kognitiven Fähigkeiten. Dieses Programm für Gehirnjogging-Spiele ermöglicht es uns, die Hirnfunktionen zu stärken, unsere geistige Vitalität zu erhöhen und die Regeneration und Wiederverbindung von Neuronen anzuregen.

4. Versuche, dich aktiv an Dinge zu erinnern

Das Gedächtnis wird verstärkt, wenn man sich an Fakten, Ereignisse, Erlebnisse erinnert … wenn du dich an Alltagsdinge erinnerst, wie daran, was du gegessen hast, an Namen von Figuren in Büchern, die du gelesen hast … trainierst du vier Teile deines Gehirns: Das Erinnerungsvermögen, den Arbeitsspeicher, die Überlegung und die Analyse.

Über viele Dinge nachzudenken hilft dir auch dabei, mehr Kenntnisse aus den vergangenen Erfahrungen zu ziehen und eine reifere und rationalere Sichtweise auf die Vergangenheit zu erlangen. Diese Fähigkeiten kann man auch auf die Vorbeugung anwenden, um wachsam zu sein und mit höherer Aufmerksamkeit zu beobachten, was um dich herum passiert.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Erinnere dich jeden Tag daran, was du a vorherigen Tag gemacht hast und versuche dir ins Gedächtnis zurückzurufen, wohin du gegangen bist und was du in den letzten Ferien gemacht hast.

Du kannst auch versuchen, täglich die folgende kleine Übung zu machen. Nimm einen Bleistift und ein Blatt Papier und verlasse das Zimmer, in dem du dich befindest. Wenn du draußen bist, notiere alle Gegenstände, an die du dich aus dem Zimmer erinnerst, du wirst sehen, dass das nicht so einfach ist, wie du dachtest. Mogel nicht und vermeide es, das Zimmer anzuschauen, während du die Gegenstände notierst. Nachdem du alles aufgeschrieben hast, an das du dich erinnerst, kehre ins Zimmer zurück und schau dir die Dinge an, die du vergessen hast. Wenn du diese Übung täglich machst, wirst du merken, wie du dich verbesserst. Du kannst dasselbe mit der Kleidung, die die Leute getragen haben, die du am Tag gesehen hast, mit den Gesichtszügen dieser Leute etc. machen.

5. Gut zu schlafen verbessert das Gedächtnis

Im Schlaf verfestigen wir das Gelernte. Eine angemessene Schlafhygiene ermöglicht es uns, das Gedächtnis in optimalem Zustand zu halten. Nach einer Studie hat Schlafmangel negative Auswirkungen auf unser Gedächtnis.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Versuche, gute Schlafgewohnheiten beizubehalten. Zwischen 7 und 8 Stunden Schlaf pro Tag sind optimal für eine optimale Leistung. Schlaf an einem dunklen Ort ohne Geräusche (du kannst Ohrstöpsel verwenden, wenn du den Lärm nicht vermeiden kannst). Schalte alle elektrischen Geräte aus und vermeide es, sie kurz vor dem Schlafen zu benutzen (das Licht ihrer Bildschirme kann unseren Schlaf beeinträchtigen). Trink abends keinen Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke. Versuch den letzten Kaffee nach dem Mittagessen zu trinken, denn sonst könntest du Probleme beim Einschlafen bekommen. Eine Routine ist wichtig, versuch dich jeden Tag zur gleichen Zeit schlafen zu legen und aufzustehen.

 6. Mach Sport, um dein Gedächtnis zu verbessern

Sport wird immer mehr Nutzen für das Gehirn zugeschrieben. Laut Kirk I. Ericson von der Universität von Pittsburgh in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Wissenschaftlern an verschiedenen nordamerikanischen Universitäten, vergrößert aerobe körperliche Aktivität den vorderen Hippocampus und dies führt zu Verbesserungen im räumlichen Gedächtnis. Er schließt, dass es eine gute Möglichkeit ist, um den durch das Alter bedingten Volumenverlust in dieser Hirnstruktur, die grundlegend für das Gedächtnis ist, umzukehren.

Die körperliche Aktivität versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und reduziert das Risiko von Krankheiten wie Diabetes und Herzgefäßkrankheiten, die zu Gedächtnisverlust führen. Außerdem vermindert sie die Stresshormone. Sport spielt auch eine wichtige Rolle bei der Neuronenplastizität, indem er die Erschaffung von neuen neuronalen Verbindungen anreizt.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Jede Form von aeroben Übungen, die dir gefällt, wird dir helfen, dein Gedächtnis zu verbessern. Das Wichtige ist, dass du sie genießt, um die Gewohnheit beizubehalten.

7. Iss gesund

Eine gesunde Ernährung ist grundlegend, um unseren Organismus in perfektem Zustand zu halten. Damit unser Gehirn korrekt funktioniert, ist es wichtig, keinen Nährstoffmangel zu haben. Denn was wir essen, beeinflusst unser Gehirn.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Basiere deine Ernährung auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten. Getreide, Brot und Nudeln sollten Vollkornprodukte sein. Grenze den Konsum von stark verarbeiteten Lebensmittteln, Zucker und Salz ein. Schokolade wird mit einer Verbesserung des Gedächtnisses assoziiert. Denk daran, dass du sie so pur wie möglich zu dir nehmen sollten (85 % Kakao).

8. Halte deinen Verstand aktiv

Das Gedächtnis ist wie ein Muskel, wenn du ihn trainierst, wird er stärker, wenn nicht, verkümmert er. Mit der Zeit, wenn wir einmal unsere akademische Ausbildung abgeschlossen haben, werden wir bequem. Wir wissen ja schon, wie wir die meisten Probleme mit relativ wenig Aufwand lösen können. Und jedes Mal benutzen wir unseren Verstand weniger und stimulieren ihn weniger, als er verdient.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Jede Aktivität, die eine Herausforderung bedeutet, ist effektiv für den Erhalt unseres aktiven Gedächtnisses. Fliehe vor Aktivitäten, in denen du schon gut bist. Lerne und entwickle neue Fähigkeiten. Lerne, ein Instrument zu spielen, oder ein schwieriges Lied zu spielen. Denk an irgendetwas, was du schon immer lernen wolltest, eine Sprache sprechen, Schach spielen …

9. Geh aus dem Haus und triff dich mit deinen Freunden

Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass mit Freunden in Kontakt zu sein und ein reichhaltiges Sozialleben zu haben, mit einem besseren Gedächtnis in Zusammenhang steht.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Widme deinen Liebsten Zeit. Genieße die Freizeit mit den Freunden. Erhalte dir ein gutes Unterstützungsnetz und halte dich von toxischen Menschen fern, die dir schlechte Gefühle bereiten. Integriere dich mehr, werde Freiwillige/r und meld dich bei Gruppen an.

10. Löse dich vom Stress

Der Stress ist einer der grössten Feinde des Gehirns. Mit der Zeit zerstört chronischer Stress Neuronen und schädigt die Hirnzentren des Gedächtnisses.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Mache Entspannungtechniken und Meditation. Diese Aktivitäten haben sich als sehr wirkungsvoll bei der Stress- und Nervositätsverringerung erwiesen. Stelle realistische Erwartungen (und lerne, Nein zu sagen). Mach Pausen während des Tags, drück deine Gefühle aus, statt sie zu verstecken oder zu unterdrücken. Finde ein Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Freizeit. Konzentriere dich auf eine einzige Aufgabe zur Zeit, denn das Multitasking kann unseren Stress erhöhen.

Jetzt kennst du schon zahlreiche Tricks und Strategien, um dein Gedächtnis und deine Beobachtungsfähigkeit zu verbessern, nun ist es deine Aufgabe, sie in die Praxis umzusetzen. Dein Gehirn jung und fit zu halten liegt in deiner Hand!

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Musik und Gehirn: Entdecke die Macht der Musik

Musik und Gehirn: Musik umgibt uns. Wir sind musikalische Wesen, Musik gibt uns Sicherheit, bewegt uns und rührt uns zu Tränen. Es gibt immer einen Moment, um Musik zu hören. Manche machen aus der Musik ihre Art zu leben und ihren Beruf. Wir treffen selten jemanden, der überhaupt keine Musik mag. Aber was hat die Musik an sich, dass sie so wichtig für uns macht? Was ist die Macht der Musik für das Gehirn?

Musik für das Gehirn

Musik ist in allen Kulturen gegenwärtig. Sie ist essenziell für das menschliche Wesen. Sie besteht aus emotionalen, spirituellen und sozialen Faktoren. In der Werbung wird unsere Wahrnehmung von manchen Produkten nur durch Musik manipuliert, im Kino wird mit unserem Gefühlszustand mit der Musik gespielt. Und die Musik verändert unseren Gefühlszustand wirklich, aber es steckt viel mehr dahinter.

Es gibt Menschen, die Farben, Geschmäcke oder Gerüche mit Musik assoziieren und dann tatsächlich sehen, ein Phänomen namens Synästhesie. Und manchmal können wir ein Lied nicht aus dem Kopf bekommen. Was hat die Musik an sich, das uns so gefällt? Wie beeinflusst sie uns? Hier decken wir es für dich auf.

Musik und Gehirn: Was ist Gehirnmusik?

Das Direktorium für Wissenschaft und Technik der nationalen Sicherheitsabteilung der USA hat eine Studie namens Gehirnmusik (Brain Music) durchgeführt.

Das Ziel der Studie war, Menschen zu helfen, die Arbeiten im Bereich von Hilfs- und Notfallsituationen verrichten. Die Forschung strebt an ihr Stresslevel über die Musik zu senken und ihnen dabei zu helfen, die Ausführung ihrer Arbeit zu optimieren.

Das Konzept der Gehirnmusik besteht aus dem Gebrauch von Frequenz, Amplitude und Dauer von musikalischen Klängen, um das Gehirn von einem unruhigen Zustand in einen entspannten Zustand zu bringen. Diese Musik wird von unseren eigenen Gehirnwellen an erschaffen und kann uns dabei helfen, durch Stress entstandene Probleme wie Schlaflosigkeit, Erschöpfung und Kopfschmerzen zu behandeln.

Die Wissenschaftler wandelten die aufgezeichneten Gehirnwellen der Teilnehmer der Musikstudie um und bewiesen, dass die Kompositionen die Teilnehmer wirksam entspannten oder auch ihre Aufmerksamkeit weckten. Die entspannenden Musikstücke klangen ähnlich wie Chopin, und jene, die die Aufmerksamkeit weckten, ähnelten Mozart.

Musik für das Gehirn

Auswirkungen der Musik auf das Gehirn

1. Musik und Gehirn:  Die Musik aktiviert die Belohnungskreisläufe des Gehirns

Entspannende und angenehme Musik zu hören aktiviert die Belohnungskreisläufe, genau wie bestimmte Reize, die biologisch relevant sind, wie diese Studie beweist.

Der Belohnungskreislauf besteht aus verschiedenen Gehirnzonen (Area tegmentalis ventralis und Nucleus accumbens), die zum limbischen System gehören, welches für die Verarbeitung der Gefühle zuständig ist. In diesen Zonen geschehen eine Reihe von chemischen Prozessen, in der das Dopamin wirkt und die mit Lust- und Vergnügensgefühlen verbunden sind.

Diese Belohnungssysteme werden auf natürliche Art und Weise durch Lebensmittel (mit viel Zucker und Fetten), Sex und Zuneigung aktiviert. So stellt die Natur sicher, dass wir aktiv die Befriedigung dieser Grundbedürfnisse suchen, die so grundlegend für unser Überleben sind. Nichtsdestotrotz gibt es andere Reize wie Drogen und Glücksspiel, die diese Systeme ebenfalls aktivieren. Diese Reize sind anfällig dafür, Süchte hervorzurufen, da sie eine grosse Menge an Vergnügen liefern.

Was ist der Belohnungskreislauf und wir kann er aktiviert werden? Entdecke es im nächsten Video.

2. Musik und Gehirn: Die Musik hilft uns aufmerksam zu sein

Laut einer Studie der Universität Standford hilft uns die Musik dabei, Ereignisse vorauszusehen und bei den Aufmerksamkeitsprozessen. Aber wir können nicht alle Arten von Musik in einen Topf werfen. Welche Musik ist nützlich für das Gehirn? Im Konkreten hat man in dieser Studie die Musik des Kompositors William Boyce im Barrockstil verwendet.

3. Musik und Gehirn: Musik reduziert Stress

In vielen Studien hat sich gezeigt, dass Musik eine beruhigende Wirkung hat; mit einem langsamen Tempo, leisen Tönen und ohne Text senkt sie die Stresslevel und Nervosität. Welche Musik ist konkret von Vorteil für das Gehirn? Es wurde beobachtet, dass meditative Musikstücke die Kortisollevel (Hormon, dass in Stresssituationen freigesetzt wird) im Blut deutlich senken. Ausserdem kann die Musik dabei helfen, Schlaflosigkeit zu bekämpfen.

Darüber hinaus ist zu beobachten, dass Musik eine schmerzstillende und beruhigende Wirkung auf Patienten hat, die sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen werden. Dies kann an der Fähigkeit der Musik, den Gemütszustand zu verändern oder uns abzulenken liegen.

4. Musik und Gehirn: Musik beeinflusst unseren Gemütszustand und unsere Gefühle

Nach einer Studie verringert das Hören von klassischer Musik und New-Age-Musik die Erschöpfung, Traurigkeit und Anspannung.

Darüber hinaus wurde herausgefunden, dass Musik, die uns gefällt, unabhängig vom Musikstil, einen positiven Gefühlszustand fördert, allerdings ohne Einbezug von Grunge-Musik. Dieser Musikstil löste einen Anstieg der Feindlichkeits- und Anspannungslevel aus und führte gleichzeitig zu einer Absenkung der Entspannungs-, Motivations- und geistigen Klarheitslevels.

Der Musikstil mit den zuträglichsten Auswirkungen war die “Designermusik”. Diese Art von Musik für das Gehirn bezieht sich auf eine spezifisch zur Erzeugung eines gewissen Effekts im Hörer entworfene Musik. In der Studie wurde Speed of Balance mit der Absicht “ein mentales und emotionales Gleichgewicht herzustellen, damit die Personen klarere und positivere Gefühle erleben können” verwendet. Es zeigte sich, dass bei allen Teilnehmern die Entspannungs-, Motivations- und geistigen Klarheitslevels anstiegen … und die Feindseligkeit, Anspannung, Erschöpfung und Traurigkeit sank.

Nach dieser Studie wird die mit Konflikt- und emotionalem Schmerzempfinden verbundene Gehirnzone aktiviert, wenn man unangenehme Musik hört.

Entdecke mehr über die Auswirkungen von Musik auf unser Gehirn und unsere Emotionen im folgenden Dokumenatfilm vom Fernsehsender Arte.

5. Musik und Gehirn: Musik verändert unsere visuelle Wahrnehmung

Laut einer Studie der Universität Groningen verändert die Musik unsere Art, die Welt zu sehen. Wie beeinflusst Musik unser Gehirn? Wenn ein Mensch traurige Musik hört, ist es wahrscheinlicher, dass er die Gesichtsausdrücke der anderen als traurig interpretiert. Im Gegensatz dazu sieht er die anderen mit fröhlichen Gesichtsausdrücken, wenn er fröhliche Musik hört.

So beeinflusst die Musik nicht nur unseren Gemütszustand, sondern wirkt sich auch auf unsere Art, die Welt wahrzunehmen, aus.

6. Musik und Gehirn: Musik verbessert die kognitiven Funktionen

Nach dieser Studie steigert das Hören von Der Frühling der 4 Jahreszeiten von Vivaldi das geistige Aufmerksamkeitslevel und zerebrale Messungen von Aufmerksamkeit und Erinnerungsvermögen. Im Gegensatz dazu verschlechtert das Konzert Der Herbst die Punktzahlen in den kognitiven Tests.

Man konnte auch beobachten, dass Der Frühling in übertriebener Weise die Gehirnzonen aktiviert, die für die Verarbeitung der Gefühle zuständig sind. Dies kann teilweise daran liegen, dass es ein bekanntes Stück ist, was oft in der Werbung benutzt wird. Dies erleichtert die Elizitation von Gefühlen.

Musik verbessert die kognitiven Funktionen

7. Musik und Gehirn: Unsere Musikgeschmäcker sagen etwas über unsere Persönlichkeit aus

Laut dieser Studie hängen unsere musikalischen Vorlieben von unserer Persönlichkeit ab. Die Untersuchung wurde mit Jugendlichen durchgeführt und ergibt gleichwohl interessante als auch kontroverse Daten. Die Personen, die laute Musik (Heavy Metal, Rock …) bevorzugen, sind eher unabhängig oder individualistisch, was ein geringes Selbstwertgefühl und Selbstzweifel bedeuten kann. Diese Menschen sind oft schwierig und ihnen fehlt die Verbindung zu anderen. Diejenigen, die leichte Musik vorziehen, versuchen das Richtige zu machen und halten ihre Gefühle im Zaum. Sie haben Schwierigkeiten ein Gleichgewicht zwischen ihrer Unabhängigkeit und der Abhängigkeit von Gleichaltrigen zu finden. Die Jugendlichen mit gemischten oder unterschiedlichen Geschmäckern sind diejenigen, die am wenigsten Probleme in ihrer Jugend haben, sie haben keine relevanten Konflikte.

Musik steht im Zusammenhang mit der Persönlichkeit

In dieser anderen Untersuchung wird eine Beziehung zwischen Musik und den Big 5 (Persönlichkeitsmerkmalen) hergestellt. Sie zeigt auf, dass Personen, die Rock bevorzugen, oft niedrige Werte in Gewissenhaftigkeit und hohe Werte in Offenheit aufweisen. Diejenigen, die Pop-, Dancemusik oder Urban Music bevorzugen, haben höhere Werte in Extraversion und Verträglichkeit.

Laut dieser Studie kann der Zusammenhang mit der Persönlichkeit auf die Befriedigung von gewissen Bedürfnissen durch die Musik zurückzuführen sein. Zum Beispiel befriedigen Dance- und Popmusik bei Extrovertierten ihr Bedürfnis sich mit ihren Freunden zu treffen und Spaß zu haben. Im Gegensatz dazu suchen Personen mit hohen Offenheitswerten in der nicht kommerziellen Rockmusik und anderen Musikstilen intellektuelle und unkonventionelle Anregung. Die aufgeschlossensten und am meisten an neuen Erfahrungen interessierten Menschen suchen weiter von der Volkskultur entfernte Musik.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit