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Das eidetische Gedächtnis? Hast du ein fotografisches Gedächtnis? Finde es heraus!

Das eidetische Gedächtnis, im Volksmund “fotografisches Gedächtnis” genannt, lässt sich als die Fähigkeit beschreiben, sich an Bilder, Geräusche oder Gegenstände sehr detailliert zu erinnern. Vielleicht kennst du den Fall von einer Person, die nach einmaligem Lesen eines Textes dessen Inhalt noch nach einiger Zeit mit erstaunlicher Genauigkeit wiedergeben kann. Jedoch findet sich dieses Phänomen und großes Mysterium des menschlichen Gehirns nur in einer reduzierten Gruppe von Kindern und man trifft es äußerst selten bei Erwachsenen an. Im Folgenden wird erklärt, worin dieses Gedächtnisphänomen besteht. Am Ende des Artikels findest du einen kleinen Test, um herauszufinden, ob du ein fotografisches Gedächtnis hast!

Menschen mit eidetischem Gedächtnis erinnern sich an absolut alles

Was ist das eidetische Gedächtnis/ fotografische Gedächtnis? Etwas Theorie

Die Menschen, die ein eidetisches Gedächtnis besitzen, erinnern sich äußerst detailliert an Dinge. Beispielsweise, wo eine Person saß oder welche Worte sie gesagt hat. Sie können sich fast mühelos an jedes Wort aus Büchern von bis zu 500 Seiten erinnern, oder an die Geschehnisse eines bestimmten Tages vor Monaten oder sogar Jahren.

Wenn eine Person ein eidetisches Gedächtnis (oder fotografisches Gedächtnis) besitzt, zeigst du ihr ein Bild, das sie vorher noch nie gesehen hat und sie ist dazu fähig, dieses Bild im Geiste zu “sehen” und sich an alles zu erinnern, wie die Zahl der Fenster eines Gebäudes, wie viele Personen dort waren …

Außerdem ist für Personen mit einem eidetischen Gedächtnis charakteristisch, dass sich ihre Augen bewegen, als ob sie das Bild oder Buch, dass sie sehen oder hören, scannen würden.

Es hat Fälle gegeben, in denen sich diese Art von Gedächtnis spontan gezeigt hat, und die Person sich besonders detailliert an ein bestimmtes Thema erinnert, aber unfähig dazu ist, die Information eines anderen Themas zu behalten.

Zurzeit gibt es keine wissenschaftliche Erklärung zu diesem Phänomen, es existiert sogar eine große Debatte darüber, ob das eidetische Gedächtnis wirklich existiert.

Die aktuellste Studie, die es über das eidetische Gedächtnis gibt, wurde von Forschern der Universität von Malaga durchgeführt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das fotografische oder eidetische Gedächtnis einer Erhöhung der Produktion eines Proteins namens “RGS-14” zuzuschreiben ist. Dieses Protein nimmt Einfluss auf einen Bereich im Gehirn, der für die visuelle Informationsverarbeitung zuständig ist, indem es das Fassungsvermögen des Langzeitgedächtnisses erweitert.

Das Gedächtnis besitzt die kognitive Fähigkeit, die für das Speichern, Behalten und Erinnern der Information sorgt. Es gibt verschiedene Arten von Erinnerungen. Das eidetische Gedächtnis entsteht aus außergewöhnlichen Fähigkeiten sowohl im Kurzzeitgedächtnis als auch im Langzeitgedächtnis.

Kinder und Menschen mit Asperger-Syndrom haben häufiger ein fotografisches Gedächtnis als der Rest der Bevölkerung

Eidetisches Gedächtnis: Kinder, Menschen mit Autismus und Asperger-Syndrom

Man hat beobachtet, dass das eidetische Gedächtnis oder fotografische Gedächtnis bei Kindern mehr ausgeprägt ist als bei Erwachsenen. Anscheinend können Kinder Bilder mit größerer Präzision auf eidetische Art abspeichern und haben somit höhere Speicherkapazitäten als Erwachsene.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass sich die Verbindungen zwischen der rechten Gehirnhälfte (intuitives Denken) und der linken (rationales Denken) bei Kindern mit etwa 4 Jahren verändern.

Das Gehirn eines Kindes ist anders vernetzt als das Gehirn eines Erwachsenen, und es scheint, dass die Fertigkeit des eidetischen Gedächtnis gemeinsam mit der Fähigkeit des intuitiven Denkens mit etwa 4 Jahren verschwinden. Nur etwa 2 bis 10% der Kindern erleben in frühen Jahren diese Art von Gedächtnis.

Aus diesen Befunden lassen sich folgende Schlussfolgerung ziehen: Man nimmt an, dass Kinder mit dem Alter neue Methoden zur Informationsverarbeitung und Weiterentwicklung ihres Gedächtnisses erlernen. Dies scheint der Grund, weswegen das Phänomen des eidetischen Gedächtnisses so selten bei Erwachsenen vorkommt.

Die meisten Untersuchungen zeigen, dass Erwachsene nicht die Fähigkeit haben, eidetische Bilder zu erschaffen. Anscheinend liegt das daran, dass wir dazu neigen, das Beobachtete visuell und verbal zu verschlüsseln. Wir weisen den Dingen eine Bedeutung zu, um sie leichter abspeichern und später besser an sie erinnern zu können. Diese Verschlüsselung erschwert jedoch das Schaffen eines eidetischen Bildes.

Das eidetische Gedächtnis scheint häufiger bei Kindern und Jugendlichen vorzukommen. Mit dem Alter verringert sich die Fähigkeit, sich an Details erinnern zu können. Eine andere hervorzuhebende Tatsache ist, dass viele der Personen mit fotografischem Gedächtnis unter dem Asperger-Syndrom und Autismus leiden.

Autisten mit eidetischem Gedächtnis

Der Film Rain Man mit Dustin Hoffman und Tom Cruise in den Hauptrollen, zeigt das Phänomen des eidetischen Gedächtnisses auf beeindruckende Art und Weise.

Die von Dustin Hoffman gespielte Figur wurde von Kim Peek inspiriert. Kim Peek war ein damals 53-jähriger Mann, der mit einer Störung im autistischen Spektrum diagnostiziert wurde. Kim Peek konnte jede Seite der 9.000 Bücher, die er gelesen hat, auswendig.

Peek sagte, dass er zwischen 9 und 12 Sekunden brauchte, um eine Seite zu lesen und, dass jedes seiner Augen eine Seite unabhängig las.

Seine erstaunliche Gedächtnisleistung ist drauf zurückzuführen, dass bei Peek beide Gehirnhälften kaum miteinander verbunden waren. Dies hatte als Konsequenz, dass Informationen ungebremst ins Bewusstsein dringen konnten, da die rechte und linke Gehirnhemisphäre nicht miteinander intervenierten.

Ein anderer erstaunlicher Fall ist der von Stephen Wiltshire. Dieser kann in nur 10 Minuten alle Details seiner Umgebung aufnehmen und diese anschließen äußerst detailreich zeichnen. Dies kann er sogar an Orten mit vielen visuellen Reizen wie dem Piccadilly Circus in London, indem er sich nur auf sein Gedächtnis verlässt.

Stephen wurde mit 3 Jahren mit Autismus diagnostiziert und seitdem hat er ein natürliches Talent für das Zeichnen bewiesen. Zu Beginn begeisterte er sich für Tier- und Busbilder, aber später konzentrierte sich sein Interesse auf Gebäude und viel komplexere Themen. Auf seiner Webseite sind Bilder zu sehen, die er gezeichnet hat.

Test zum fotografischen Gedächtnis oder eidetischen Gedächtnis

Zum Abschluss ein kurzer Test. Wenn du wissen möchtest, ob du ein gutes eidetisches Gedächtnis besitzt, dann konzentriere dich 30 Sekunden auf das folgende Bild:
Test zum eidetischen oder fotografischen Gedächtnis – Quelle: psicotecnicostest
Beantworte jetzt, ohne zu mogeln (schau das Bild nicht an), diese Fragen:
1. Wie viele Reifen waren auf dem Foto?
2. Welche Farbe hat der Anhänger des Traktors?
3. Wie viele Personen siehst du auf dem Bild?
4. Wie viele Linien sieht man auf dem Acker?
5. Wie viele Tiere gibt es auf dem Bild?
Überprüfe deine Antworten. Hast du alle richtig geraten?

Eidetisches Gedächtnis trainieren

Eine weitere Frage die sich dir stellen könnte ist, ob sich das fotografische Gedächtnis trainieren lässt. Wie eingangs erwähnt, verliert sich die Fähigkeit des eidetischen Gedächtnisses im Laufe der Kindheit bei den meisten Menschen, die diese Fähigkeit besaßen. Trotzdem lässt sich die visuelle Gedächtnisleistung trainieren und somit verbessern. Um uns in unserem Alltag gut zurecht zu finden, müssen wir keine detaillierte Skizze des Piccadilly Circus in London zeichnen können. Es reicht in der Regel, wenn wir es schaffen uns beim Einkaufen auf einem großen Parkplatz zu merken, wo wir unser Auto geparkt haben. Unsere Fähigkeit, uns visuelle Informationen einzuprägen lässt sich trainieren.
Quelle: Noemí Vega Ruíz, Psychologin bei CogniFit.

Gehirngymnastik: 17 Aktivitäten, die dir helfen, dein Gehirn länger gesund zu halten

Gehirngymnastik für ein gesundes Gehirn. Seit einigen Jahren beginnen wir uns darüber bewusst zu werden, wie wichtig es ist, unseren Körper zu bewegen. Heute wissen wir, dass wir, um ein erfülltes Leben geniessen zu können, auch in guter geistiger Form sein müssen. Entdecke in diesem Artikel 16 Gehirnübungen, die dir helfen werden, deine Gehirngesundheit zu verbessern.

Die Lebenserwartung ist gestiegen und, je älter wir werden, desto mehr baut das menschliche Gehirn ab. Einige gute Angewohnheiten können den Prozess der kognitiven Alterung verlangsamen und dabei helfen, unser Gehirn in Form zuhalten. In diesem Artikel schlagen wir dir verschiedene Strategien der Gehirngymnastik vor, die es dir ermöglichen, neue neuronale Verbindungen zu entwickeln und deine kognitiven Reserven zu stärken. Unsere Handlungen und unser Lebensstil spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie unser Hirn sich körperlich verändert. Mach bei der Gehirngymnastik mit!

Ist es wirklich möglich, eine konkrete Fähigkeit zu verbessern, indem wir unser Gehirn mit einem Gehirngymnastik-Programm trainieren? Manchmal fragen wir uns, ob wir dazu fähig sein könnten, unser Gedächtnis, unsere Planungsfähigkeit, unsere räumliche Orientierung, Verarbeitungsgeschwindigkeit, unsere Urteilsfähigkeit oder unsere Kreativität zu verbssern, indem wir unser Gehirn trainieren und einige Gehirngymnastik-Routinen durchführen … Obwohl es kein Zauberrezept gibt, um den kognitiven Verschleiss anzuhalten, kannst du schon mit verschiedenen Übungen zur Aktivierung deiner Gehirnplastizität beginnen und deine kognitive Reserve verbessern. Verschiedene Studien haben bewiesen, dass der kognitive Verschleiss, der sich von Natur aus mit dem Alter ergibt, ausgeglichen werden kann, wenn wir unser Gehirn im Laufe unseres Lebens in Form halten (dies ist als funktionell ausgleichende Plastizität bekannt).

Nimm dein Gehirn erst und mach die Gehirgymnastikübungen, die wir dir weiter unten vorschlagen. Du wirst sehen, was passiert!

Gehirngymnastik, um deine Gehirnplastizität zu aktivieren. Das Gehirn hat eine grosse Anpassungsfähigkeit, es kann sich von unseren Erfahrungen abhängig verändern. Es kann sich anpassen und verbessern, wenn wir es richtig anregen, die Gehirnplastizität ist die Fähigkeit unseres Gehirns, seine Funktionsweise und Struktur zu verändern und sich so an die Umgebung und Umstände anzupassen.

Die Gehirngymnastik trägt dazu bei, dass das Gehirn sich anpasst. Die Änderung der Gewohnheiten und die Ausübung von geistig herausfordernden Tätigkeiten helfen, das Gehirn aktiv zu halten, indem sie die Schaffung von neuen Neuronen und Verbindungen zwischen ihnen erleichtern. Entdecke diese Vorschläge für Gehirngymnastik und setze sie um.

Gehirngymnastik: 10 Arten, dein Gehirn gesund zu halten

Wenn du wirkungsvolle Fähigkeiten trainierst, erschaffst du neue Neuronenverbindungen. Die Gehirngymnastik kann den kognitiven Verschleiss verlangsamen und sogar umkehren. Die Auswirkungen von neurodegenerativen Krankeiten zu verzögern ist dank der Schaffung einer grösseren kognitiven Reserve möglich.

1. Reise

Was könnte bessere Gymnastik für dein Gehirn sein als Reisen! Reisen regt unseren Geist an, bringt uns in Kontakt mit neuen Kulturen, neuen Orten und fremden Sprachen. Laut einer Studie gibt uns der Kontakt zu anderen Kulturen die Gelegenheit, neue kluturelle Kenntnisse zu erlangen, was unsere Kreativität fördert und uns kognitive Vorteile erbringt.

Gehirngymnastik: Wenn du über geügend Mittel verfügst, um zu reisen, zögere nicht, dies auch zu tun. Besuche unbekannte Orte, tauch in die Kultur ein und Lerne von den Einwohnern. Wenn du nicht reisen kannst, umgib dich mit verschiedenen Kulturen, lerne Leute aus anderen Ländern kennen oder besuche neue Orte in deiner eigenen Stadt.

2. Höre Musik

Musik zu hören ist eine ausgezeichnete Gehirngymnastikübung. Musik ist ein starker Reiz für das Gehirn. Einige Studien beweisen, dass sich beim Musikhören die Informationsübertragung durch die Neuronen, die Lernfähigkeit und die Erinnerungsfähigkeit aktiviert. Musik zu hören kann dabei helfen, den neurodegenerativen Prozess zu verlangsamen (dieser Effekt trat nur bei Leuten auf, die die Musik kannten).

Ausserdem hat das Hören von Musik eine positive Auswirkung auf unsere Stimmung und aktiviert beinahe unser komplettes Gehirn. Deshalb ist sie ein grossartiger Hirnstimulant. Musikhören kann auch bei Schlaflosigkeit helfen.

Gehirngymnastik: Hör nicht auf, Musik zu hören, wenn du zuhause kochst oder liest, im Auto, bei der Arbeit, wenn du Sport machst, etc. …Es ist nie zu spät, zu lernen, wie man singt oder ein Instrument spielt! Es gibt Hunderte von Video-Tutorials auf YouTube, die dir dabei helfen können.

3. Trete in Kontakt mit der Natur

Das beste Fitnessstudio für das Gehirn ist der Kontakt mit der Natur. Sie hilft uns, von unseres täglichen Verpflichtungen Abstand zu nehmen, verringert unseren Stress und unsere Sorgen. Laut dieser Studie hilft uns der Kontakt mit der Natur dabei, unsere Aufmerksamserschöpfung zu verringern, sei es in einem Park oder wenn wir nur eine Grünzone von unserem Fenster aus sehen. In Gegenden mit Grünzonen zu leben verbessert unsere Aufmerksamkeit und unsere Fähigkeit, länger auf eine Belohnung zu warten und hemmt unsere Impulse. Ausserdem bewegt uns der Kontakt mit der Natur dazu, körperlicher aktiv zu werden, mit anderen in Kontakt zu treten und vergnüglichen Aktivitäten nachzugehen.

Gehirngymnastik: Der Kontakt mit der Natur bringt uns Wohlbefinden und Gesundheit. Es ist nicht nötig, dass du aufs Land ziehst. Auch das Spazierengehen durch naheliegende Parks und sogar das Umgeben mit Naturbildern erbringt uns schon gewisse Vorteile. Versuche, am Wochenende zu entkommen und wandern zu gehen oder etwas anderes in der Natur zu machen.

4. Schreib mit der Hand

Mit der Hand statt mit dem Laptop Notizen zu machen ist eine gute Gehirnübung, weil es deinem Gehirn nützt. Es erhöht die Erinnerungsfähigkeit und fördert das Lernen laut dieser Studie. Mit der Hand zu schreiben hilft uns dabei, die Information besser zu ver- und bearbeiten.

Gehirngymnastik: Lass den Laptop zuhause und nimm ein Notizbuch mit. Du kannst dich auch der modernen Technik bedienen und die neuen Tablets nutzen, die es dir ermöglichen, mit der Hand zu schreiben, damit du den Text später digitalisieren und bearbeiten kannst.

5. Benutz CogniFit: Das führende Programm in kognitiver Bewertung und Gehirngymnastik

Dieses klinische Gehirntrainingsprogramm wurde durch die wissenschaftliche Gemeinschaft genormt und validiert. Es handelt sich um ein professionelles Werkzeug für die Gehirngymnastik, das die kognitiven Stärken und Schwächen der Person auswertet und automatisch ein personalisiertes Training vorschlägt, das auf die Bedürfnisse jedes Individuums abgestimmt ist.

Die Technologie von CogniFit basiert auf der Neuroplastizität. Diese Fähigkeit unseres Gehirns ermöglicht es uns, einem zukünftigen kognitiven Verschleiss vorzubeugen und verschafft uns die Grundlage zur Lösung von vorhandenen Problemen.

Gehirngymnastik: CogniFit ist sehr einfach zu nutzen, du musst dich nur registrieren! Alle Spiele basieren auf klinischen Studien und professionellen Stimulations- und neuropsychologischen Rehabilitationsbatterien. Sie wurden von Experten kreiert,um die dabei zu helfen, deine gesitigen Fähigkeiten auf die Probe zu stellen und dein Gehirn herauszufordern. Beginne gleich heute!

6. Betätige dich körperlich

Nach vielen Studien, wie dieser, fördert körperliche Betätigung und der Genuss derselbigen die Bildung von neuen Neuronen und verbessert ausserdem die Lernfähigkeit und die kognitive Leistung und verstärkt die Gehirnplastizität.

Sport mobilisiert den Ausdruck der Gene, die die Gehirnplastizitätsprozesse begünstigen.

Gehirngymnastik: Laut einigen Studien sind aerobe Übungen von grösserem Vorteil. Also, fass den Mut zu laufen, tanzen, schwimmen oder auch nur zu gehen. Entdecke hier, wie man beginnt Sport zu machen.

Betätige dich körperlich, so hältst du dein Gehirn gesund

7. Halt deinen Arbeitsplatz sauber und ordentlich

Eine aktuelle Studie zeigt, dass nicht nur das Arbeiten in wenig geistig herausfordernden Tätigkeiten, sondern auch die Arbeit an einem schmutzigen Ort, auf lange Sicht die Gehirngesundheit schädigt, indem es den kognitiven Verschleiss fördert.

Gehirngymnastik: Eine saubere und ordentliche Umgebung vermittelt und Klarheit und unser Geist kann besser arbeiten. Wirf Dokumente und Dinge weg, die du nicht brauchst. Säubere die Umgebung und mach die Oberflächen frei.

8. Lerne Sprachen

Laut einer Studie schützt das Sprechen von zwei oder mehr Sprachen das Gehirn vor kognitivem Verschleiss. Man fand heraus, dass zweisprachige Menschen eine höhere Bewertung auf der Intelligenzskala erhielten. Ausserdem erhielten sie bessere Bewertungen bei kognitiven Tests als für ihr Alter zu erwarten war. Dies geschieht sogar, wenn die Sprache im Erwachsenenalter erlernt wurde.

Gehirngymnastik: Schreib dich für Englisch-, Französisch- oder einen anderen Sprachunterricht ein, egal was. Versuche, Filme in Originalversion zu sehen (es ist egal, wenn du die Untertitel einstellen musst), dein Gehör wird sich daran gewöhnen und die zusätzliche Anstrengung zum Verstehen wird eine gute Stimulation für deinen Geist sein.

9. Schlaf so viel du benötigst

Laut einer Studie hängt zu viel oder zu wenig Schlaf mit der kognitiven Alterung zusammen. Im reiferen Alter war sowohl weniger als 6 als mehr als 8 Stunden zu schlafen mit schlechteren Bewertungen bei kognitiven Tests verbunden, als Folge der fühzeitigen Alterung des Gehirns.

Eine angemessene Schlafqualität ist grundlegend für die richtige Funktionsweise des Organismus und unseres Wohlbefindens. Sowohl das Fehlen von Schlaf als auch exzessive Somnolenz haben ungünstige Auswirkungen auf die Leistung, Reaktionszeiten, das Begehen von Fehlern und die Aufmerksamkeit.

Gehirngymnastik: Um eine angemessene Schlafhygiene beizubehalten, ist eine gewisse Routine am besten. Versuche, immer um die gleiche Uhrzeit aufzustehen und schlafen zu gehen. Wenn du dazu neigst, wenig zu schlafen, geh nach und nach ein bisschen früher schlafen. Vergiss die Technik vor dem Schlafen, denn die Helligkeit des Bildschirms kann deinen Schlaf beeinträchtigen. Eine angenehme Temperatur, das Senken von Geräuschen (Ohrstöpsel können eine gute Strategie sein, wenn wir den Umgebungslärm nicht ausschalten können) und eine abgedunkelte Umgebung helfen uns dabei, besser zu schlafen.

10. Lies

Menschen, die wenig lesen, weisen eine allgemein geringere kognitive Leistung auf, laut einer Studie. Sie erhalten schlechtere Bewertungen in Verarbeitungsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeit, Sprache und abstraktem Denken als jene mit einem hohe Leseniveau.

Laut diesen Wissenschaftlern hat diese schlechtere Leistung bei Personen, die wenig lesen, einen direkten Einfluss auf die Fähigkeit des Gehirns, sich an den Gehirnschaden anzupassen. Menschen mit höherem Bildungsniveau nutzen Mittel des Gehirns, um den kognitiven Verschleiss, der vom Alter herrührt, auszugleichen, das heisst, sie weisen eine grössere ausgleichende funktionelle Plastizität auf, wie wir zuvor erwähnt haben. Dies lässt sich auf dieselbe Art auf Personen anwenden, die gewohnheitsmässig lesen.

Gehirngymnastik: Wenn du gerne liest, ist das einfach für dich. Wenn du keine Literatur magst, kein Problem. Es gibt eine Menge an Genres, die du ausprobieren kannst. Du kannst Theater lesen, sehr viel einfacher und unterhaltsamer zu lesen. Du kannst die Presse lesen, Zeitschriften mit den Themen, die dir am besten gefallen. Du wirst denselben Nutzen vom Lesen erhalten, wenn du Die Säulen der Erde liest, als wenn du die Zeitschrift National Geographic liest. Der Punkt ist, den Geist aktiv zu halten.

Geistige Übungen für ein gesundes Gehirn: Lies

11. Mach Yoga und Meditation

Die Ausübung von Meditation verursacht auf lange Sicht Veränderungen im Gehirn, laut dieser Studie. Menschen, die seit Jahren meditieren, weisen eine höhere Menge an Gyri im Gehirn auf (Falten in der Gehirnmaterie, die an einer schnelleren Informationsverarbeitung beteiligt sind). Dies ist ein weiterer Beweis der Gehirsplastizität, wie unser Gehirn sich anpasst und verändert, je nach unserer Erfahrung.

Nach einer anderen Studie verbessern 20 Minuten Yoga die Geschwindigkeit und Genauigkeit bei Tests zum Arbeitsspeicher und zur Impulskontrolle (die Fähigkeit, ein Verhalten zu unterdrücken, sollte es notwendig sein). Diese Massnahmen des Gehirn werden mit der Fähigkeit, die Aufmerksamkeit zu halten, sich zurückzuhalten und neue Informationen zu benutzen.

Die Yogapraxis und die Meditation helfen uns bei einer wirkungsvolleren Nutzung unserer geistigen Ressourcen. Ausserdem reduzieren sie Stress und Sorgen und verbessern so unsere Leistung.

Gehirngymnastik: Heutzutage sind Yoga und Meditation im Trend. Es wird nicht schwierig sein, Kurse zu finden, um zu lernen. Wenn du das nicht möchtest, kannst du Kurse bei YouTube machen, dort gibt es viele Yoga- und Meditationslehrer, die es dir zeigen können, ohne dass du dich von zuhause wegbewegen musst.

12. Ernähre dich gut und vermeide Drogen

Iss gesund

Was du isst, hat Auswirkungen auf dein Gehirn. Sich gesund zu ernähren hilft uns dabei, das Gehirn jung zu halten und beugt dem kognitiven Verschleiss vor. Man weiss, dass gewisse Arten von Ernährungen oder “Superfood” auf isolierte Art keine Extravorteile für unsere körperliche oder geistige Gesundheit bringen. Aber es ist erwiesen, dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten und einem niedrigen Grad an verarbeiteten Nahrungsmitteln zu unserer Gesundheit beiträgt. Diese Lebensmittel beugen nicht nur einer grossen Zahl von Krankeiten vor, sondern verzögern auch die körperliche und kognitive Alterung.

Alkohol, Tabak und Drogen im Allgemeinen tragen nicht nur zur Erhöhung des Risikos aller Arten von Krankheiten, sondern auch zur vorzeitigen Alterung des Gehirns bei.

Gehirngymnastik: Wenn du lernen möchtest, wie man sich gesund ernährt, wendest du dich am besten an die Gesundheitsexperten, die sich diesem Bereich widmen: die Ernährungsspezialisten oder Ernährungswissenschaftler. Vertraue keinen Wundertipps oder -diäten. Wähle Obst, Gemüse und Vollkorngetreide, immer wenn du kannst. Achte auf die Aufnahme von Zucker und Fetten. Je weniger Alkohol du zu dir nimmst, desto besser, und bitte um Hilfe, um mit dem Rauchen aufzuhören.

13. Schone deine geistige Gesundheit – Kontrolliere dein Stresslevel!

Unter psychischen Störungen und negativen Denkmustern zu leiden beeinflusst unser Wohlbefinden negativ. Man entdeckte in einer Studie, dass dies auch auf den Zustand unseres Gehirns auf lange Sicht beeinträchtigt. Depressionen, Angsstörungen oder andere Pathologien erlitten zu haben, erhöht das Risiko, an Demenz zu erkranken.

Gehirngymnastik: Kontrollier dein Stress- und Nervositätslevel mit Entspannungstechniken. Ausserdem können Yoga, Achtsamkeitsmeditation und Musikhören auch dazu beitragen, die Besorgtheit zu reduzieren. Pflege dein Selbstwertgefühl, hör auf, negativ zu denken und schreib deine Gefühle auf (das wird dir helfen, sie neu zu bewerten und ihre Intensität zu verringern). Wenn du ein psychisches Problem hast, zögere nicht, dich an einen Experten für psychische Gesundheit zu wenden.

14. Mach neue Aktivitäten

Neue Studien zeigen, dass das Eintauchen in Freizeitaktivitäten, die eine Anstrengung bedeuten und herausfordernd für den Geist sind, die kognitiven Funktionen begünstigen und dem kognitiven Verschleiss vorbeugen können.

Ausserdem fördert das Lernen die psychische Gesundheit, nach dieser Studie. Den Geist aktiv zu halten und neue Dinge im Laufe des Lebens zu lernen, hält das Gehirn gesund. Das Gehirn ist wie ein Muskel, wenn du es nicht benutzt, verkümmert es.

Gehirngymnastik: Lerne, neue Dinge zu machen, egal ob du gut in ihnen ist, das Wichtige ist, dass du Spass hast. Lerne Schach zu spielen, zu weben, lerne Heimwerken, zeichne, schreibe, erlerne ein Musikinstrument …

15. Geh mit deinen Freunden und geliebten Menschen aus

Die sozialen Beziehungen stimulieren unser Gehirn, helfen ihm, aktiv und länger jung zu bleiben. Ausserdem verringert es den Stress, mit Menschen zusammen zu sein, es verbessert unsere Stimmung und trägt so zur psychischen Gesundheit bei.

Gehirngymnastik: Verbringe mehr Zeit mit geliebten Menschen (vor allem, wenn es Menschen sind, die dir Positives vermitteln), lerne neue Leute kennen, werde ein Teil von sozialen Gruppen …

 16. Benutz dein Gehirn immer wenn du kannst

Dein Gehirn zu benutzen ist die beste Art, es nicht zu verlieren. Die neuen Technologien sind super, weil sie unser Leben einfacher gemacht haben, aber sie haben unser Gehirn auch fauler gemacht. Früher mussten wir uns anstrengen, um zu lernen und zu erinnern. Jetzt finden viele Aufgaben automatisiert statt. Versuch deinem Gehirn eine Chance zu geben, bevor du Taschenrechner, Navigationssystem oder Google heranziehst.

Gehirngymnastik: Versuche, mathematische Gleichungen ohne Taschenrechner zu lösen, verringer den Gebrauch des Navigationssystems und versuche, Daten selbst zu erinnern. Rechnen ist in den meisten Alltagsaktivitäten enthalten: wenn wir einkaufen und bezahlen müssen und das Wechselgeld überprüfen, um zu wissen, ob eine Menge viel oder wenig ist. Lerne eine Liste mit Wörtern auswendig, zum Beispiel die Einkaufsliste, und miss die Zeit, die du fürs Auswendiglernen gebraucht hast.

17. Gib deinem Gehirn einen Moment Stille

Laut einer Studie, fördern zwei Stunden Stille am Tag die Neurogenese, die Geburt von neuen Neuronen in der Zone des Hippocampus (die für das Gedächtnis, die Lernfähigkeit und die Emotionen zuständig ist). Ausserdem hat man herausgefunden, dass konstantem Lärm ausgesetzt zu sein den kognitiven Funktionen schädigen kann.

Gehirngymnastik: Versuche, alle unnötigen Lärmquellen auszuschalten. Soweit möglich, nutze leise Haushaltsgeräte, lass den Fernseher nicht als Nebengeräusch laufen … Widme 2 Stunden pro Tag, oder die Zeit, die du brauchst, der kompletten Stille (Ohrstöpsel können eine gute Hilfe sein). Hör Musik, aber ruh dich auch von ihr aus. Es wurde beobachtet, dass Pausen von zwei Minuten zwischen (langsamen und ruhigen) Liedern deren entspannende Wirkung fördern.

Entdecke mit dem folgenden Video, was du noch tun kannst, um deinem Gehirn zu helfen, korrekt zu funktionieren und sich jung zu halten. Wir können unserem Gehirn wirklich helfen, neue Neuronen zu erschaffen, auch wenn wir erwachsen sind. Sandrine Thuret erklärt uns, was wir machen können, um die Geburt von neuen Neuronen zu fördern.

Danke fürs Lesen! Kennst du noch mehr Gehirngymnastikübungen? Zögere nicht, uns deine Kommentare zu hinterlassen und Fragen zu stellen.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Geistige Konzentrationsspiele: 10 unerlässliche Übungen für deinen Alltag

Hast du Probleme, bei der Arbeit oder im Studium konzentriert zu bleiben? Kannst du deine Konzentration nicht über lange Zeit halten und denkst, dass du dich leicht ablenken lässt? Entdecke diese 10 Konzentrationsspiele für Erwachsene und Kinder. Verstärke deine kognitive Aktivität! Die Konzentration ist ein notwendiges Element für das Setzen von Zielen, deren Planung und letztendliche Erfüllung.

Geistige Konzentrationsspiele

Ohne Konzentrationsfähigkeit bist du wie ein abdriftendes Boot ohne Ruder. In diesem Artikel schlägt dir die Neurospychologin Cristina Martínez de Toda einige sehr effektive und einfach auszuführende Übungen vor. Du wirst ein paar interessante Spiele und Techniken zur Verbesserung deiner Konzentration entdecken, das heisst, du hast jetzt keine Entschuldigung mehr, dein Gehirn nicht zu trainieren.

“Die Konzentration ist die Wurzel aller menschlichen Fähigkeiten. Bruce Lee.”

Wie wird man intelligenter? Die Konzentrationsfähigkeit ist der Schlüssel für das menschliche Wesen. Diese Fähigkeit kann man als den psychischen Prozess bezeichnen, der uns ermöglicht, die Ressourcen unsere Geistes auf ein einziges Ziel oder eine Aufgabe, die in einem bestimmten Moment durchgeführt wird, zu konzentrieren. 

Die Konzentration erlaubt uns, unsere Gedanken auf eine einzige Tätigkeit zu fokussieren, und die Ablenkungen beseite zu lassen, die unsere Aufmerksamkeit stören bei der Verfolgung einer Aufgabe oder eines Ziels stören könnten.

Heutzutage fordert man von uns, dass wir eine grössere Menge an Information schneller verarbeiten. Um diesen Strudel an Information zu überleben, ist es vital, dass wir die kognitive Fähigkeit haben, das Relevante auszuwählen und von dem zu unterscheiden, das nicht wichtig ist und uns nur auf den gewählten Reiz zu konzentrieren und fokussiere.

Die geistige Konzentration ist eine kognitive Fähigkeit, die das Überlegen und die Aufmerksamkeit benötigt, um sich zu entwickeln und all unsere Ressourcen auf das Ziel oder die Aktivität, die wir durchführen, zu lenken.

“Nichts stört meine Konzentration. Du könntest eine Orgie in meinem Büro veranstalten und ich würde nicht hinschauen. Na ja, vielleicht einmal kurz.” Isaac Asimov

Wenn du Schwierigkeiten dabei hast, dich auf deine Arbeit oder dein Studium zu konzentrieren, habe ich eine gute Nachricht für dich. Die geistige Konzentrationsfähigkeit kann verbessert werden. Mit dem richtigen Training, dank der Gehirnplastizität, kann du deine geistige Konzentrationsfähigkeit auf beachtliche und dauerhafte Weise verbessern, dank der unterhaltsamen Spiele, die ich dir in diesem Artikel näherbringen möchte. Zögere nicht, trau dich an die Konzentrationsspiele, die ich dir weiter unten vorschlage und du wirst sehen, wie sich deine geistige Konzentrationsfähigkeit steigert!

  • Den ersten Vorteil, den du bemerken wirst, wenn du diese Konzentrationsspiele durchführst, wird die Effizienz sein. Du wirst deine Aufgaben auf viel effizientere Weise erledigen können, Zeit sparen und keine unnötigen kognitiven Ressourcen verschwenden.
  • Ein anderer bedeutender Vorteil dieser Spiele zur geistigen Konzentrationssteigerung ist, dass sie dir ermöglichen, deine mentale Erschöpfung zu reduzieren. Obwohl es paradox erscheint, wenn du eine Aufgabe durchführst, die geistige Konzentration erfordert, wirst du sie auf gesunde Art und Weise machen, ohne dich zu erschöpfen, indem du auf andere Forderungen oder Situationen in der Umgebung (multitasking) achtest, die bei dir vorher zum Konzentrationsverlust geführt haben.
  • Ausserdem wird dir eine gute geistige Konzentration dabei helfen, die Gegenwart auf eine viel bereichernde Art und Weise zu erleben. Du wirst dir des Hier und Jetzt bewusst sein, weil du lernen wirst, die volle Aufmerksamkeit auf den konkreten Moment zu richten, den du gerade erlebst.
Vorteile einer guten geistigen Konzentration: Das Hier und Jetzt

10 geistige Konzentrationsspiele

1. Geistiges Konzentrationsspiel: Das Wasserglas

Nimm ein durchsichtiges Glas und fülle es bis zur Hälfte mit Wasser. Nimm es dann mit der Hand, die du bevorzugst und hebe deinen langgestreckten Arm bis auf die Höhe deiner Augen. Das Ziel ist es, den Inhalt des Glases für mindestens 3 Minuten fest und unbewegt zu halten.

2.Geistiges Konzentrationsspiel: Die weisse Wand

Stell dir im Geiste eine Wand vor und mal sie weiss an, wie du es am liebsten möchtest, mit einem Malerpinsel, einem anderen Pinsel, einem Spray … Wenn sie komplett weiss gefärbt ist, zeichne mitten auf sie eine grosse Nummer 100. Lösche sie, wie du es möchtest und wechsle zur 99 … und so in absteigender Reihenfolge. Am Anfang wirst du wenige Zahlen schaffen, ohne dich abzulenken, aber nach und nach und bei täglicher Übung, wirst du bist es bis zur 0 schaffen. Ich empfehle dir, diese Übung zu machen, wenn du schlafen gehst. Wenn du viele Gedanken im Kopf hast, ist dies das ideale Spiel, um dich einzig und allein auf deine weisse Wand zu konzentrieren.

3. Geistiges Konzentrationsspiel: Der Aromen-Spaziergang

Wähle einen Park oder einen Weg, der dir besonders gefällt und mach einen Spaziergang. Während du läufst, richte deine Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Gerüche und Aromen, die dich umgeben. Konzentrier dich auf einen Konkreten, der dir gefällt und finde Vergnügen an ihm. Du wirst sehen, wie er intensiver wird, je mehr du dich auf den Geruch konzentrierst.

4. Geistiges Konzentrationsspiel: Die Kerze

Setz dich auf den Boden, wenn möglich mit den überkreuzten Beinen und dem Rücken so gerade wie möglich. Wenn dir diese Position zu ungemütlich ist, wähle eine andere, aber du solltest auf dem Boden sitzen und den Rücken aufrecht halten. Anschliessend entzünde eine Kerze vor dir. Das Ziel des Spiels ist es, so ruhig wie möglich zu bleiben. Konzentriere dich auf die Bewegung der Kerze und harre so lange wie möglich in deiner Position aus, ohne dass die Kerze ausgeht. Das ist nicht so einfach, wie es scheint. Am Anfang wirst du nicht lange aushalten, aber mit ein wenig Praxis wirst du es schaffen, für mindestens 10 Minuten in totaler Ruhe zu verharren.

5. Geistiges Konzentrationsspiel: Die Technik der zwei Minuten

Du wirst eine Uhr mit Sekundenzeiger brauchen. Das Spiel besteht darin, dass du deine Aufmerksamkeit einzig und allein auf die Nadel des Sekundenzeiger konzentrierst und mit dem Blick seine Strecke um das Zifferblatt verfolgst. Anfangs wirst du dich dabei überraschen, dass du an andere Dinge denkst. Wenn das passiert, beginne von Neuem und versuche, nur an den Uhrzeiger zu denken und dich voll auf ihn zu konzentrieren. Du solltest zwei Umrundungen machen, das heisst, zwei Minuten.

6. Geistiges Konzentrationsspiel: Das Spiel mit dem Karton und der Zitrone

Diese Übung nutzt man für gewöhnlich, um Sportler vor ihrem Wettkampf vorzubereiten und zu konzentrieren, aber du kannst auch davon profitieren. Das Spiel besteht darin, sich einen Karton vorzustellen, einfach und leer, oben offen. Im Anschluss musst du dir eine Zitrone vorstellen. Konzentrier dich auf ihre Grösse, ihr Aroma, die Textur ihrer Schale, Symmetrie …

Mental und ohne deine Hände oder irgendeinen Gegenstand in deiner Vorstellung zu nutzen, transportiere die Zitrone ins Innere des Kartons. Das scheint sehr einfach zu sein, aber um es mit voller Aufmerksamkeit durchzuführen, sind sehr komplexe Konzentrationsfähigkeiten erforderlich. Dies ist eine hervorragende Übung, um an deiner geistigen Konzentrationsfähigkeit zu arbeiten.

7. Geistiges Konzentrationsspiel: Male Mandalas aus

Mandalas sind Darstellungen des Makrokosmos. Ihre Herkunft ist indisch und der Name bedeutet “Rad” oder “Kreis”. Die buddhistische Tradition nutzt sie zur Meditation. Mach dir keine Sorgen, wenn du nicht sehr gut beim Erstellen von Mandalas bist, es gibt eine Vielzahl an Heften oder Büchern, und du kannst dir wunderschöne Designs herunterladen, die kostenlos bereit zum Ausmalen auf Webseiten verfügbar sind.

Das Wichtigste beim Zeichnen oder Ausmalen von Mandalas ist, dass du dich nur darauf konzentrierst. Wähle die Farben sorgfältig, höre deinem Körper zu, was er machen möchte und lass dich treiben. Nimm dir 10 Minuten am Tag, um mit deinem Mandala weiterzumachen.

Dies entspannt dich nicht nur und verbessert deine Konzentration, es ist auch eine hervorragende Nahrung für dein Gehirn und deine Kreativität.

Male Mandalas aus

8. Geistiges Konzentrationsspiel: Die geometrische Figur

Such dir einen entspannten Moment und denk an eine geometrische Figur. Sei es ein Kreis, ein Quadrat, ein Dreieck. Denke und konzentrier dich nur auf die Darstellung. Wenn du dieses Bild in deinem Bewusstsein gefestigt hast, beginne, etwas hinzuzufügen, zum Beispiel eine Farbe. Fülle es mental aus, und wenn es komplett ist, füge weitere Charakeristika hinzu: Du kannst mit der Grösse, dem Volumen, der Dichte (es kann treiben oder auch sehr schwer sein) spielen.

Dieses Spiel steigert nicht nur deine Konzentration, es ist auch ein perfekter Verbündeter, um deine Vorstellungskraft zu entwickeln. Spiele und erschaffe mit deinem Geist, was du möchtest.

9. Geistiges Konzentrationsspiel: Mach Sudokus

Kopfrechnen ist eine der kognitiven Aktivitäten, die unsere Konzentration am meisten fördern. Dennoch haben wir heutzutage alle einen Taschenrechner zur Hand, der die mathematischen Gleichungen für uns löst. Die Technik zu benutzen erleichtert uns die Arbeit, macht uns aber auch fauler und abgelenkter. Es ist wichtig zu versuchen, im Geiste mit Zahlen umzugehen. Und die Sudokus können uns helfen. Wenn dir dieses japanische Spiel nicht bekannt ist, beginne mit der Anfängerstufe. Das Ziel ist nicht, dass du die Kompliziertesten machst, sondern, dass du die passende Stufe wählst, die eine geistige Herausforderung für dich ist und nach und nach die Komplexität erhöhst. Du kannst sie in allen Stufen auf vielen Internetseiten gratis herunterladen.

10. Geistige Konzentrationsspiele für Kinder und Erwachsene: Trainiere dein Gehirn mit CogniFit

CogniFit ist das führende Programm in kognitiver Bewertung und Gehirnstimulation. Es wurde durch die wissenschaftliche Gemeinschaft validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt genutzt. CogniFit ermöglicht es, die Konzentrationsfähigkeit, das Aufmerksamkeitslevel und viele andere grundlegende kognitive Bereiche auf professionelle und vertrauenswürdige Art zu messen und zu trainieren.

Die klinischen Spiele zur Messung und Verbesserung der geistigen Konzentration wurden von einem Team von kognitiven Neurologen und Psychologen entworfen, die die Kognition und die Prozesse der Gehirnplastizität studieren. Einige der kognitiven Funktionen, die mit der Konzentration zusammenhängen, sind die Inhibitionsfähigkeit, die Fokussierung, die Planungsfähigkeit, die geteilte Aufmerksamkeit, die Aktualisierung, etc …

Mit verschiedenen Denkspielen bewertet CogniFit die kognitiven Schwächen und Stärken der Person und schägt automatisch ein personalisiertes Trainingssystem vor, dass sich daran richtet, die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern und an andere kognitive Bedürfnisse des Kindes oder Erwachsenen.

Du musst dich nur registrieren! Alle Konzentrationsspiele basieren auf klinischen Studien und professionellen Stimulations- und neuropsychologischen Rehabilitationsbatterien.

Nachdem du die Konzentrationsspiele gemacht hast, zeigt dir CogniFit eine Graphik mit deinen Ergebnissen und deiner Entwicklung. Du kannst nicht nur deine geistige Konzentration trainieren, sondern auch viele andere kognitive Fähigkeiten im Bereich der Erinnerung, Wahrnehmung, Koordination, Argumentation, etc …

Trau dich und nimm die Herausforderung CogniFit an!

Man sagt, dass an einem Tag rund 30.000 Gedanken deinen Kopf überfluten, und jeder dieser Gedanken erzeugt eine Energie … Stell dir mal vor, die Energie all dieser Gedanken auf nur einen Gedanken zu konzentrieren!

 Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Gedächtnislücken – nicht alles, was wir erinnern, ist wahr

Unsere Erinnerung bildet die Wirklichkeit nicht getreu ab, es gibt Gedächtnislücken, die dazu führen, dass wir unsere Erinnerungen umgestalten. Nicht alles, was wir erinnern, ist wahr. Eine Erinnerung wird nie das perfekte Abbild einer Erfahrung sein, etwas wird immer anders sein, dank dem Aufbau unseres Gedächtnisses. Die falschen Erinnerungen und Gedächtnislücken sind gewöhnlicher als wir denken. Finde in diesem Artikel heraus, wie uns unsere Erinnerung betrügt.

Wir erinnern uns an manchen Dinge, die nicht wahr sind

Eine große Mehrheit der Menschen denkt, dass unsere Erinnerung einer Videokamera ähnelt, die unsere Erfahrungen aufzeichnet. Nichts liegt ferner. Unser Gedächtnis arbeitet mit den Hauptideen des Wahrgenommenen, das, was es als wichtig ansieht, es zeichnet die Realität nicht so ab, wie sie ist.

 “Mehr als einem Aufnahmegerät ähnelt das Gedächtnis der Wikipedia-Seite, wo du die vorhandene Information verändern kannst. Und nicht nur du, auch die anderen können sie verändern.” Elizabeth Loftus

 

 

Unser Hirn arbeitet mit Hauptideen. Die Information, die als vital und wichtig erachtet wird, wird in unserem Gehirn gespeichert, aber die Details werden gelöscht und so hinterbleibt eine unvollständige Erinnerung der Erfahrung. Unsere Erinnerung repräsentiert keine objektive und glaubwürdige Realität, sondern eher eine wahrgenommene Realität, voll von “Lücken”.

Unser Gedächtnis ist konstruktiv. Wir speichern Erinnerungen mit Schlüsselideen, Konzepten der Erfahrung, ab. Aber wenn wir uns wieder an sie erinnern, versucht unser Gehirn, eine Kohärenz in der Geschichte zu finden. Dafür füllt es die Lücken, die es zwischen diesen Schlüsselideen gibt, mit Ableitungen und Schlussfolgerungen von unseren vorherigen Kenntnissen. Wir erinnern uns nicht, wir bauen Erinnerungen auf, immer wieder. Deswegen hat unsere Erinnerung Lücken.

Gedächtnislücken und falsche Erinnerungen – wie entstehen sie?

Es hat Vor- und Nachteile, dass unsere Erinnerung konstruktiv ist. Einerseits werden so Überbelastungen verhindert, aber andererseits werden unsere Erinnerungen manipulierbar. Nicht alles, was wir erinnern, ist wahr. In geringerem oder größerem Ausmaß haben unsere Erinnerungen etwas Erfundenes. Wenn wir die Information aus den Lücken zwischen den Grundideen einer Erinnerung wiederherstellen, kann sich neue Information “hineinschmuggeln”, die unsere Erinnerung verfälscht. In diesem Moment wird eine falsche Erinnerung geschaffen, eine Verfälschung der wirklichen Erinnerung oder direkt die Erschaffung einer Erinnerung von einer nicht wirklich erlebten Erfahrung aus.

Unsere Erinnerung funktioniert mit Hauptideen

Wie weiß man, ob eine Erinnerung falsch ist?

Das können wir nicht, wenn unser Gehirn einmal eine neue Information annimmt, löst es sie nicht so leicht wieder. Das sorgt dafür, dass uns die falschen Erinnerungen so real erscheinen. Wenn sie einmal akzeptiert wurden, verfälschen sie die wahre Erinnerung und diese verschwindet. Die neue Geschichte verwandelt sich in Wirklichkeit und wird genau so erinnert. Dies sind nicht wahrnehmbare Gedächtnislücken.

Betrügen uns unsere Erinnerungen?

Im Allgemeinen spiegelt unsere Erinnerung die Realität gut wieder, nichtsdestotrotz existieren Gedächtnislücken, wie wir gesehen haben. Im Allgemeinen betrachten wir unser Gedächtnis als einen treuen Zeugen der Realität, aber das ist nicht immer so. Beim Arbeiten mit dem Hauptideen, lässt unser Gedächtnis alles aus, was nicht wichtig ist, alle Details. Wenn wir uns daran erinnern, auf eine Party gegangen zu sein, erinnern wir uns an einige Dinge, wie wer uns eingeladen hat oder welche Freunde auch dort waren. Aber wir lassen beim Versuch sich daran zu erinnern, welche Musik lief, ob es kalt oder warm war, mit wie vielen Personen wir gesprochen haben etc., nach. Um einen Zusammenhang in der Geschichte zu finden, suchen wir Schlussfolgerungen über diese Schwachpunkte der Erinnerung und so beginnt sie sich zu verfälschen.

Wie sehr können wir auf unsere Erinnerung vertrauen?

Wir haben gesagt, dass unsere Erinnerung ein guter Spiegel der Realität ist, aber sie ist nicht perfekt. Nicht genug, um ihr die Autorität zu geben, die man ihr gibt.

Ein Fall, in dem das Gedächtnis einen unangemessenen Platz einnimmt, ist bei Gerichtsverfahren. Man gibt den Zeugen einer Straftat eine enorme Wichtigkeit bei der Entscheidung des Falls, jedoch gibt es mehrere Faktoren die Richtigkeit dieser Art von Zeugenaussagen in Verruf bringen: die Zeit, die nachfolgenden Erfahrungen, die Fragen, die über das Ereignis gestellt werden, etc. All dies kann eine Erinnerung verzerren und das Bild einer Person in ein ganz anderes umwandeln.

Es gibt viele Fälle von Verurteilungen für nicht begangene Straftaten aufgrund von falschen Erinnerungen. Die Erinnerung ist angreifbar und diese Schwäche sollte man berücksichtigen.

Wie können wir eine Erinnerung manipulieren?

Wenn man nur ein paar bestimmte Elemente in einer Geschichte verändert, kann man sehr unterschiedliche Versionen erhalten. Durch Alternativversionen oder die Veränderung von gewissen Details beginnt unser Gehirn, die echte Information mit der Alternative zu mischen. Dies führt dazu, dass wir uns an eine andere Geschichte erinnern werden.

Wie wir zuvor erwähnt haben muss man beachten, dass wir jedes Mal, wenn wir Informationen aus einer Erinnerung, aus einer erlebten Erfahrung, abrufen, die Geschichte mit den Elementen konstruieren, die wir haben, und die Lücken ohne Information mit Schlussfolgerungen füllen.

Diese Lücken füllt man mit eigenem Wissen, aber auch mit externem. Zur Veränderung unserer Erinnerung reicht, dass ein Freund seine Version der Geschichte erzählt. Es ist sehr schwierig, eine Erinnerung intakt zu halten.

Das Gedächtnis und die Ethik bei falschen Erinnerungen

Es ist erwiesen, dass sich eine falsche Erinnerung einsetzen lässt, das dauerhafte Auswirkungen auf das Individuum hat. Man hat mit beachtlichem Erfolg geschafft, falsche Erinnerungen über ein Ertrinken in der Kindheit oder einem Angriff von einem wilden Tier etc. einzusetzen. Und diese falschen Erinnerungen hatten reale Auswirkungen. Dennoch, eine falsche Erinnerung kann auch zu “guten” Zwecken genutzt werden, genau wie man ein unangenehmes Erlebnis, beispielsweise mit einem Tier, schaffen kann, kann man auch ein angenehmes Erlebnis, beispielsweise mit gesundem Essen, schaffen.

Ist dieser Zweck Rechtfertigung genug, um die Freiheit zu haben, die eigenen Erinnerungen zu manipulieren?

 

Vortrag TED Elizabeth Loftus: The fiction of memory.

Quelle: Mario de Vicente, Psychologe bei CogniFit.

Selbstbehauptungstechniken zur Verbesserung deiner Sozialkompetenz

In diesem Post wirst du lernen, zu identifizieren, welches dein Verhaltensmuster ist. Was ist, wenn du entdeckst, dass dieser nicht der Geeignetste ist? Hier stellen wir dir auch eine Reihe von Selbstbehauptungstechniken vor, die dir ermöglichen, deine Sozialkompetenz zu verbessern. Übernimm die Kontrolle und erreiche, dass deine sozialen Beziehungen erfüllter und gesünder werden!

Selbstbehauptungstechniken zur Verbesserung deiner Sozialkompetenz

Bestimmt hast du schon mindestens einmal erlebt, dass du die Kontrolle über ein Gespräch verloren hast und auf einmal in eine Situation geraten bist, die dir gar nicht gefällt. Mehr noch, du weißt noch nicht einmal, wie du da hineingeraten bist … Du hast sicher auch schon mal gefühlt, dass du rechtzeitig hättest Nein sagen sollen … dass du eigentlich gar nicht weißt, warum du dich mit dieser Person immer noch triffst … Auf der Arbeit hast du vielleicht Schuld oder Verantwortung auf dich genommen, für etwas, das gar nicht dein Problem war. Kommen dir diese Situationen etwas zu bekannt vor? Kannst du dich mit einer oder mehreren identifizieren? Dann ist vielleicht der Moment gekommen, dass du einige Techniken lernst, die dir ermöglichen, deine Selbstbehauptung zu entwickeln, um deine Sozialkompetenz zu verbessern.

Was ist Selbstbehauptung und wie benutzt man sie, um die Sozialkompetenz zu erhöhen?

Was ist Selbstbehauptung? Die Selbstbehauptung besteht aus der Fähigkeit, unsere Rechte und Bedürfnisse auf eine effektive Art auszudrücken, ohne uns auf die Füsse treten zu lassen oder aggressiv zu sein. Es handelt sich um ein soziales Verhalten, dass uns ermöglicht, unsere sozialen Beziehungen positiver zu machen. Was geschieht, wenn wir nicht dazu fähig sind, unsere Bedürfnisse auf selbstbewusste Art zu vermitteln? Dann verfallen wir in falsche Konfrontationsstile, wie den passiven oder den aggressiven Stil.

Wenn wir nicht durchsetzungsfähig handeln, können zwei ineffiziente Verhaltensweisen vorkommen:

  • Auf eine passive Art auf die Umgebung reagieren
  • Oder auf eine aggressive Art reagieren.

Beides sind ineffiziente Werkzeuge, die auf lange Sich mehr Probleme in deinen sozialen Beziehungen hervorrufen. Den Stil zu ändern ist keine einfache Aufgabe, aber es wird sich lohnen.

Selbstbehauptungstechniken zur Verbesserung deiner Sozialkompetenz

Was ist der passive Verhaltensstil?

Der passive Verhaltensstil kommt vor, wenn die Person unfähig dazu ist, offen über ihre Gefühle, Wünsche, Meinungen und Bedürfnisse zu sprechen. Wenn sie darüber spricht, verwickeln sie sich in Rechtfertigungen und Entschuldigungen. Die Panik vor dem Konflikt ist die Grundlage dieser Verhaltensweise, die sich außerdem durch ein niedriges Selbstwertgefühl und einem hohen Frustrationsgrad durch die Nichtrespektierung der eigenen Rechte ausweist. Diese Personen sind sich dem Grad der Verletzlichkeit, den sie erreichen, nicht bewusst.

Was ist der aggressive Verhaltensstil?

Der aggressive Verhaltensstil kommt vor, wenn die Person zwar ihre Bedürfnisse ausdrücken kann, aber dies auf eine unangemessene oder sehr bestimmte Art und Weise tun, sodass die Personen, die mit ihnen interagieren, sich mit Füssen getreten oder nicht respektiert in ihren Grundrechten fühlen können. Sie können auf verbale Gewalt und Drohungen zurückgreifen, obwohl sie oft sehr viel subtiler handeln, mittels Erniedrigung oder progressiver Demütigung.

Der passive Verhaltensstil charakterisiert sich durch ein Verletzung der eigenen Rechte, der aggressive Verhaltensstil durch eine Verteidigung dieser, der selbstbewusste Stil besteht aus der direkten Beschreibung dieser eigenen Rechte, ohne die anderen rücksichtslos zu behandeln und ohne Scham zu schaffen oder zu empfinden.

Die zwischenmenschliche Kommunikation kann manchmal eine Stressquelle sein, wenn man nicht weiß, wie man seine Rechte ausdrückt und verteidigt, ohne in die vorher beschriebenen Verhaltensstile zu verfallen. Selbstbehauptung zu erlernen wird eine Entspannung vor sozialen Situationen für dich bedeuten. Selbstbewusst zu sein ist eine Lebensphilosophie, in der der Respekt vor den anderen und fundamental vor dir selbst, vorherrscht.

Wie verbessere ich meine Sozialkompetenz? Selbstbehauptungstechniken

Das Problem tritt in Erscheinung, wenn wir in einen Konflikt zwischen dem, was wir machen wollen und dem, was wir glauben tun zu “sollen” geraten.

Zum Beispiel: Hast du manchmal gar keine Lust, zu einem Abendessen zu gehen und fühlst dich egoistisch und furchtbar, weil du denkst, dass du keine Rücksicht auf die andere Person nimmst, weil du deine Bedürfnisse den ihrigen vorziehst?

Diese Art von Dilemmas kann manchmal Angst oder Schuldgefühle hervorrufen, was dich höchst verletzlich gegenüber allen Arten emotionaler Manipulationen macht. Wenn du den folgenden Dekalog verinnerlichst, wirst du bereiter dazu sein, Nein zu sagen ohne dich schuldig zu fühlen. Diese Selbstbehauptungstechniken zu kennen wird dir helfen, deine Identität zu behalten, ein positives Selbstwertgefühl zu haben und dazu fähig zu sein, selbstbewusst auf Interessenkonflikte zu reagieren.

Um selbstbewusst zu sein ist es fundamental, dass du deine Rechte kennst. Viele Autoren haben mehr oder weniger komplexe Listen über diese Rechte verfasst. Ich möchte, dass du die vom Psychologen Manuel J. Smith kennst, die er zum ersten Mal in seinem Buch “Wenn ich Nein sage, fühle ich mich schuldig” veröffentlicht hat.

Smith schlägt auf einfache und direkte Art einen Dekalog vor, der dir als Leitfaden dienen kann, auf dem du dein selbstbewusst Verhalten basieren kannst.

Dekalog der selbstbewussten Rechte Manuel J.Smith

  1. Wir haben das Recht, unser eigenen Verhalten, unsere Gedanken und Gefühle zu beurteilen und die Verantwortung für ihren Beginn und ihre Folgen zu übernehmen.

  2. Wir haben das Recht, keine Gründe oder Ausreden für unser Verhalten anzugeben.

  3. Wir haben das Recht zu urteilen, wenn wir die Verantwortung für das Finden von Lösungen für andere Personen haben.

  4. Wir haben das Recht, unsere Meinung zu ändern.

  5. Wir haben das Recht, Fehler zu machen und für sie verantwortlich zu sein.

  6. Wir haben das Recht “Ich weiß nicht” zu sagen.

  7. Wir haben das Recht, unabhängig vom guten Willen der anderen zu sein, bevor wir uns mit ihnen konfrontieren. (Wir haben das Recht, unabhängig von der Zuneigung der anderen zu sein, um mit ihnen in Kontakt zu treten.)

  8. Wir haben das Recht, unlogische Entscheidungen zu treffen.

  9. Wir haben das Recht “Ich verstehe das nicht” zu sagen.

  10. Wir haben das Recht “Es interessiert mich nicht” zu sagen.

Jetzt, da wir die möglichen Verhaltensstile und den Dekalog der universellen selbstbewussten Rechte kennen, liegt es in unserer Hand, wir wir uns an die Welt wenden wollen. Wenn es deine Wahl ist, einen selbstbewussten Verhaltensstil zu entwickeln, wird das nicht immer einfach sein, aber ich versichere dir, dass dies der zufriedenstellendste von allen ist. Weil aller Angang schwer ist, werde ich dir im Folgenden eine Reihe von Selbstbehauptungstechniken erklären, die dir helfen werden, diese in die Praxis umzusetzen, damit es nach und nach immer natürlicher für dich wird. Sie werden dir höchst wirkungsvoll in Situationen, in denen jemand versucht, dir seine Ansichten aufzudrängen, sein und sind eine lebenswichtige Verteidigung gegen die Manipulation.

Selbstbehauptungstechniken bei Konfrontationen oder Manipulationen

1. Technik vom Sprung in der Platte zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Behalte deinen Standpunkt unerbittlich bei, egal wie sehr dein Gesprächspartner versucht, dich auf sein Terrain zu bringen. Es ist grundlegend, dass du ruhig bleibst, ohne Veränderungen in deiner Stimme oder dem, was du sagst. Um das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken, kannst du Füllwörter wie “Ja, aber …”, “Ich bin einverstanden, aber …”, “Ja, aber ich meinte …” benutzen. Vermeide verbale Fallen und du wirst dein Ziel erreichen.

2. Technik vom machbaren Kompromiss zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Wenn es einen Zusammenstoß der Haltungen gibt und “Verlieren” nicht ratsam ist. So gibst du deinem Gesprächspartner vor dem Verlieren Handlungsspielraum, sodass er sich der Verluste, die die Diskussion mit sich bringen kann, bewusst wird und ihr euch einigt, indem beide ein bisschen nachgeben.

3. Technik vom Fogging oder “Nebelbank” zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Sie besteht daraus, scheinbar Terrain freizugeben, aber ohne es wirklich zu tun. Versuche nicht abzustreiten, was der Gesprächspartner sagt, aber greif ihn auch nicht an. Du kannst teilweise mit ihm einverstanden sein, was dir erlaubt, Meinungen von anderen zu akzeptieren ohne sie selbst zu teilen. Dies ist sehr effizient bei Fällen von offener Manipulation, aber du solltest nicht zu oft darauf zurückgreifen, weil die Technik sonst an Wirksamkeit verliert.

4. Technik der selbstbewussten Frage zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Wenn du vom Gesprächspartner kritisiert wirst, wird dir diese Technik einen Vorsprung verschaffen. Du musst ihn im Grunde dazu auffordern, dich zu kritisieren, um mehr Information darüber zu bekommen, ob die Kritik konstruktiv, oder im Gegensatz dazu, manipulativ ist. So schaffst du es, ihn zu “entwaffnen”, indem du weißt, ob die Person einen persönlichen Angriff im Sinn hat, und außerdem bringst du ihn dazu nachzudenken, ob seine Kritik objektiv ist.

5. Technik vom Auseinandernehmen des Prozesses zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Wenn das Gespräch auf Wege gerät, die zur Aggressivität oder Disqualifizierung führen können, ist der Moment für diese Technik gekommen. Das Ziel besteht darin, die Aggressivitätsspirale zu unterbrechen, die der Gesprächspartner erzeugt. Antworte auf die Provokation einsilbig: “Ja …”, “Vielleicht …”, “Nein …”

6. Technik von der Verarbeitung der Veränderung zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Sie besteht darin, den Fokus der Aufmerksamkeit zu verschieben. Verändere das Thema, um zu sehen, was wirklich zwischen dir und deinem Gesprächspartner passiert.

7. Technik vom selbstbewussten Verschieben zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Benutze sie, wenn du siehst, dass du beinahe die Kontrolle über die Situation verlierst. Wenn du keinen gemäßigten Ton beibehalten kannst oder denkst, dass du die andere Person beleidigen wirst, ist das selbstbewusste Verschieben die beste Option. Gewinne Zeit, um auf eine intelligente und kompetente Weise zu antworten.

8. Technik vom “XYZ + R” zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Diese von den Psychologinnen Bach und Forés entwickelte Technik synthetisiert die Essenz des selbstbewussten Verhaltens in einer Formel.

Oft besteht die beste Technik darin, auf eine selbstbewusste Art und Weise auszudrücken, was wir bei der Handlung des Anderen fühlen, aber uns dabei nicht nur auf eine destruktive Kritik zu beschränken. Um sie in konstruktive Kritik umzuwandeln, erklären wir, wie uns sein Verhalten fühlen lässt und verpflichten uns außerdem dazu, unser eigenes zu verbessern, damit diese Situation in der Zukunft nicht mehr vorkommt.

“Wenn du X machst oder sagst, fühle ich mich Y und mir hätte gefallen, wenn du Z gemacht hättest. Außerdem können wir zur Gleichung R hinzufügen, ich für meinen Teil verpflichte mich zu …”

X “Wenn du … machst oder sagst” Versuche beim Ausdruck dessen, was dich gestört oder verletzt hat, vom Verhalten zu sprechen und nicht von der Person. Versuche keine Wörter wie “nie” oder “immer” zu benutzen und das Verhalten auf objektive Art zu beurteilen.

Y “Ich fühle mich …” Es ist wichtig, dies ohne Dramatisierung auszudrücken und auch zuzulassen, dass die andere Person dir erklärt, wie sie sich bei eben diesem Verhalten gefühlt hat. Vermeide Werturteile und konzentriere dich auf das Gefühl, das in dir entstanden ist.

Z “Mir hätte gefallen, dass …” Es fällt uns schon schwerer, zu diesem Schritt zu kommen. Wir konzentrieren uns gewöhnlich auf das X und das Y und geben dem Gesprächspartner nicht die Möglichkeit zu wissen, was uns gefallen hätte. Wir konzentrieren uns auf die Kritik und schauen nicht weiter, womit wir dafür sorgen, dass sich die gleiche Situation in der Zukunft wiederholt. Wenn wir eine Alternative zur Veränderung vorschlagen, kommen wir der Lösung des Problems näher.

R “Ich meinerseits verpflichte mich dazu …” Das, was bei Konfrontationen immer wieder vergessen wird. Es kann scheinen, als ob wir Terrain aufgeben, indem wir uns zu R verpflichten, doch wir merken nicht, dass wir selbst die ersten Begünstigten sind. Es ist eine Übung zur Selbstkritik und oft fällt es uns schwer, dies zu tun. Wenn wir es schaffen, übernehmen wir Verantwortung für die Situation und lernen unsererseits ein bisschen mehr.

Setzen wir es in die Praxis um?

Denk dran, dass die Anderen uns behandeln, wie wir ihnen beibringen und zu behandeln …

Die emotionale Intelligenz verbessern. Ein unerlässlicher Leitfaden.

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Gedächtnis verbessern: 10 nützliche Tipps für deinen Alltag

Wie können wir unser Gedächtnis verbessern? Es denken viele von uns, dass unser Erinnerungsvermögen angeboren ist und wir tun nichts, um es zu verbessern. Wir schätzen seine Wichtigkeit nicht, bis es beginnt uns zu versagen. Es ist jedoch wichtig, dass wir uns der fundamentalen Rolle bewusst sind, die die Erinnerung in unserem Alltag spielt. Unser Gedächtnis legt fest, wer wir sind: Unsere Gefühle, Erlebnisse und Erinnerungen. Ohne Gedächtnis hätten wir keine Möglichkeit, uns an Namen, Orte, Personen und Ereignisse zu erinnern, die wir erlebt haben …

Ein intellektuell aktives Leben zu führen hilft dabei zu vermeiden, dass unser Gehirn vorzeitig verschleißt. Es ist sehr wichtig, für den Verstand zu sorgen, bevor sich die ersten Symptome von kognitiver Abnutzung zeigen. Auf Details achten, sich konzentrieren, Dinge erinnern … all dies bezieht viele zerebrale Prozesse ein, die sich mit der Praxis und Übung verschärfen können.

Vielleicht denkst du, dass du zu alt bist, um dein Gedächtnis zu verbessern, aber in Wirklichkeit verfügt unser Gehirn über große Plastizität. Die Gehirnplastizität besteht darin, dass das Gehirn durch eine korrekte Stimulation neue Wege und Nervenverbindungen schaffen, die bestehenden Verbindungen verändern und sich auf neue Art und Weise anpassen und reagieren kann. Hier erklären wir dir einige Aktivitäten zur Verbesserung des Gedächtnisses.

Das Gedächtnis verbessern: 10 Aktivitäten

Das Gedächtnis hilft und nicht nur dabei, intelligenter und geistreicher zu sein, es ist auch nützlich für deine Arbeitsleistung und deine sozialen Beziehungen. Es wird normalerweise davon ausgegangen, dass diese Fähigkeit vorhanden ist und viele Menschen machen sich nicht die Mühe, sie zu trainieren. Mach diesen Fehler nicht auch und führe die folgenden Aktivitäten durch, um dein Erinnerungsvermögen zu verbessern.

1. Verbessere deine Aufmerksamkeit

Das Erinnerungsvermögen steht in engem Zusammenhang mit der Aufmerksamkeit. Wir können uns nicht an etwas erinnern, auf das wir keine Aufmerksamkeit gerichtet haben. Somit vebessern wir unser Gedächtnis, indem wir unsere Aufmerksamkeitsfähigkeit erhöhen.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Konzentriere dich auf alles, was du machst. Wenn du mit einem Freund sprichst, gib ihm deine komplette Aufmerksamkeit. Paraphrasiere sogar manchmal, was er sagt. So wirst du dich besser daran erinnern, wovon ihr sprecht und außerdem zeigst du Verständnis. Es ist auch erwiesen, dass Achtsamkeitsmeditation unsere Aufmerksamkeit verbessert. 10 Minuten Meditation am Tag können zu einer Modifikation deiner Nervenverbindungen führen und erreichen, dass dein Verstand sich sich besser auf die Dinge, die dich umgeben, konzentriert und fixiert. Somit verbessert sich dein Gedächtnis, deine Aufmerksamkeitsfähigkeit, deine Fokussierung und die Entscheidungsfähigkeit.

2. Benutze Erinnerungstechniken oder Mnemotechnik

Verschiedene Studien behaupten, dass die “Auto-Imagination” sehr nützlich für die Förderung von Lernen und Gedächtnis ist.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Wiederhole die Information, bilde Gruppen, bringe sie in Verbindung mit Dingen, die du kennst und benutze Eselsbrücken. Verwende Rhythmen oder Lieder, um die Information aufzunehmen (wie die der Tabellen zum Multiplizieren), benutze Akronyme oder Akrosticha. Im folgenden Video siehst du Mnemotechnik detaillierter erklärt.

3. Mach Gehirnjoggingpiele um dein Gedächtnis zu verbessern 

Zahlreiche veröffentlichte Untersuchungen beweisen die Vorteile davon, das Gehirn 15 Minuten (2-3 mal pro Woche) mit CogniFit zu trainieren. Die verschiedenen Gruppen von Menschen, die ihr Gehirn mit diesem Programm zur Gehirstimulierung trainierten, verbesserten ihre Leistung in Aufgaben zu Erinnerung und 20 weiteren kognitiven Fähigkeiten. Dieses Programm für Gehirnjogging-Spiele ermöglicht es uns, die Hirnfunktionen zu stärken, unsere geistige Vitalität zu erhöhen und die Regeneration und Wiederverbindung von Neuronen anzuregen.

4. Versuche, dich aktiv an Dinge zu erinnern

Das Gedächtnis wird verstärkt, wenn man sich an Fakten, Ereignisse, Erlebnisse erinnert … wenn du dich an Alltagsdinge erinnerst, wie daran, was du gegessen hast, an Namen von Figuren in Büchern, die du gelesen hast … trainierst du vier Teile deines Gehirns: Das Erinnerungsvermögen, den Arbeitsspeicher, die Überlegung und die Analyse.

Über viele Dinge nachzudenken hilft dir auch dabei, mehr Kenntnisse aus den vergangenen Erfahrungen zu ziehen und eine reifere und rationalere Sichtweise auf die Vergangenheit zu erlangen. Diese Fähigkeiten kann man auch auf die Vorbeugung anwenden, um wachsam zu sein und mit höherer Aufmerksamkeit zu beobachten, was um dich herum passiert.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Erinnere dich jeden Tag daran, was du a vorherigen Tag gemacht hast und versuche dir ins Gedächtnis zurückzurufen, wohin du gegangen bist und was du in den letzten Ferien gemacht hast.

Du kannst auch versuchen, täglich die folgende kleine Übung zu machen. Nimm einen Bleistift und ein Blatt Papier und verlasse das Zimmer, in dem du dich befindest. Wenn du draußen bist, notiere alle Gegenstände, an die du dich aus dem Zimmer erinnerst, du wirst sehen, dass das nicht so einfach ist, wie du dachtest. Mogel nicht und vermeide es, das Zimmer anzuschauen, während du die Gegenstände notierst. Nachdem du alles aufgeschrieben hast, an das du dich erinnerst, kehre ins Zimmer zurück und schau dir die Dinge an, die du vergessen hast. Wenn du diese Übung täglich machst, wirst du merken, wie du dich verbesserst. Du kannst dasselbe mit der Kleidung, die die Leute getragen haben, die du am Tag gesehen hast, mit den Gesichtszügen dieser Leute etc. machen.

5. Gut zu schlafen verbessert das Gedächtnis

Im Schlaf verfestigen wir das Gelernte. Eine angemessene Schlafhygiene ermöglicht es uns, das Gedächtnis in optimalem Zustand zu halten. Nach einer Studie hat Schlafmangel negative Auswirkungen auf unser Gedächtnis.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Versuche, gute Schlafgewohnheiten beizubehalten. Zwischen 7 und 8 Stunden Schlaf pro Tag sind optimal für eine optimale Leistung. Schlaf an einem dunklen Ort ohne Geräusche (du kannst Ohrstöpsel verwenden, wenn du den Lärm nicht vermeiden kannst). Schalte alle elektrischen Geräte aus und vermeide es, sie kurz vor dem Schlafen zu benutzen (das Licht ihrer Bildschirme kann unseren Schlaf beeinträchtigen). Trink abends keinen Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke. Versuch den letzten Kaffee nach dem Mittagessen zu trinken, denn sonst könntest du Probleme beim Einschlafen bekommen. Eine Routine ist wichtig, versuch dich jeden Tag zur gleichen Zeit schlafen zu legen und aufzustehen.

 6. Mach Sport, um dein Gedächtnis zu verbessern

Sport wird immer mehr Nutzen für das Gehirn zugeschrieben. Laut Kirk I. Ericson von der Universität von Pittsburgh in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Wissenschaftlern an verschiedenen nordamerikanischen Universitäten, vergrößert aerobe körperliche Aktivität den vorderen Hippocampus und dies führt zu Verbesserungen im räumlichen Gedächtnis. Er schließt, dass es eine gute Möglichkeit ist, um den durch das Alter bedingten Volumenverlust in dieser Hirnstruktur, die grundlegend für das Gedächtnis ist, umzukehren.

Die körperliche Aktivität versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und reduziert das Risiko von Krankheiten wie Diabetes und Herzgefäßkrankheiten, die zu Gedächtnisverlust führen. Außerdem vermindert sie die Stresshormone. Sport spielt auch eine wichtige Rolle bei der Neuronenplastizität, indem er die Erschaffung von neuen neuronalen Verbindungen anreizt.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Jede Form von aeroben Übungen, die dir gefällt, wird dir helfen, dein Gedächtnis zu verbessern. Das Wichtige ist, dass du sie genießt, um die Gewohnheit beizubehalten.

7. Iss gesund

Eine gesunde Ernährung ist grundlegend, um unseren Organismus in perfektem Zustand zu halten. Damit unser Gehirn korrekt funktioniert, ist es wichtig, keinen Nährstoffmangel zu haben. Denn was wir essen, beeinflusst unser Gehirn.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Basiere deine Ernährung auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten. Getreide, Brot und Nudeln sollten Vollkornprodukte sein. Grenze den Konsum von stark verarbeiteten Lebensmittteln, Zucker und Salz ein. Schokolade wird mit einer Verbesserung des Gedächtnisses assoziiert. Denk daran, dass du sie so pur wie möglich zu dir nehmen sollten (85 % Kakao).

8. Halte deinen Verstand aktiv

Das Gedächtnis ist wie ein Muskel, wenn du ihn trainierst, wird er stärker, wenn nicht, verkümmert er. Mit der Zeit, wenn wir einmal unsere akademische Ausbildung abgeschlossen haben, werden wir bequem. Wir wissen ja schon, wie wir die meisten Probleme mit relativ wenig Aufwand lösen können. Und jedes Mal benutzen wir unseren Verstand weniger und stimulieren ihn weniger, als er verdient.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Jede Aktivität, die eine Herausforderung bedeutet, ist effektiv für den Erhalt unseres aktiven Gedächtnisses. Fliehe vor Aktivitäten, in denen du schon gut bist. Lerne und entwickle neue Fähigkeiten. Lerne, ein Instrument zu spielen, oder ein schwieriges Lied zu spielen. Denk an irgendetwas, was du schon immer lernen wolltest, eine Sprache sprechen, Schach spielen …

9. Geh aus dem Haus und triff dich mit deinen Freunden

Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass mit Freunden in Kontakt zu sein und ein reichhaltiges Sozialleben zu haben, mit einem besseren Gedächtnis in Zusammenhang steht.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Widme deinen Liebsten Zeit. Genieße die Freizeit mit den Freunden. Erhalte dir ein gutes Unterstützungsnetz und halte dich von toxischen Menschen fern, die dir schlechte Gefühle bereiten. Integriere dich mehr, werde Freiwillige/r und meld dich bei Gruppen an.

10. Löse dich vom Stress

Der Stress ist einer der grössten Feinde des Gehirns. Mit der Zeit zerstört chronischer Stress Neuronen und schädigt die Hirnzentren des Gedächtnisses.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Mache Entspannungtechniken und Meditation. Diese Aktivitäten haben sich als sehr wirkungsvoll bei der Stress- und Nervositätsverringerung erwiesen. Stelle realistische Erwartungen (und lerne, Nein zu sagen). Mach Pausen während des Tags, drück deine Gefühle aus, statt sie zu verstecken oder zu unterdrücken. Finde ein Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Freizeit. Konzentriere dich auf eine einzige Aufgabe zur Zeit, denn das Multitasking kann unseren Stress erhöhen.

Jetzt kennst du schon zahlreiche Tricks und Strategien, um dein Gedächtnis und deine Beobachtungsfähigkeit zu verbessern, nun ist es deine Aufgabe, sie in die Praxis umzusetzen. Dein Gehirn jung und fit zu halten liegt in deiner Hand!

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Intelligenter werden: 10 Strategien, die du noch nicht kennst

Intelligenter werden. Können wir unsere Intelligenz verbessern oder kommt sie schon serienmäßig konfiguriert in unserer genetischen Ausrüstung? Hast du dich schon einmal gefragt, wie du intelligenter werden könntest? Die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda schmeißt Mythen um und hilft dir neue wissenschaftliche Techniken kennenzulernen, die dein Gehirn verbessern und dir dabei helfen intelligenter zu werden.

Intelligenter werden

Was ist Intelligenz? Die Intelligenz wurde ursprünglich von einer eindimensionalen Ebene aus betrachtet, von einem rein kognitiven Sichtpunkt aus, in dem dein Intelligenzkoeffizient und somit “deine Intelligenz” eine Zahl ist, die deine Zukunft bestimmt. Der berühmte IQ war wie ein Tattoo für das ganze Leben.

Glücklicherweise können wir heutzutage dank wissenschaftlicher Untersuchungen bestätigen, dass intelligente Menschen ein Kompendium aus vielen Fähigkeiten, sowohl angeborenen als auch erlernten, besitzen. Allgemein gesagt, ohne auf verschiedene theoretische Konstrukte einzugehen, können wir die Intelligenz als Fähigkeit, die der Mensch hat, um sich an seine Umwelt anzupassen und Probleme zu lösen definieren.

Aber weit vom traditionellen Konzept der Intelligenz als ein einziger Faktor unterscheidet man aktuell bis zu acht verschiedenen Arten von Intelligenz; und dies sind eine Reihe von miteinander in Verbindung stehenden Intelligenzen nach einem Vorschlag vom Psychologen Howard Gardner. So unterscheidet Gardner: 

  • Sprachlich-linguistische Intelligenz
  • Logisch-mathematische Intelligenz
  • Bildlich-räumliche Intelligenz
  • Musikalisch-rhythmische Intelligenz
  • Körperlich-kinästhetische Intelligenz
  • Naturalistische Intelligenz
  • Intrapersonale Intelligenz
  • Interpersonelle Intelligenz

Wie wird man intelligenter? Dank dieser Unterteilung können wir endlich den Mythos begraben, dass jemand, der gut in Mathematik ist, auf jeden Fall intelligenter als die anderen ist. Und umgekehrt. Ein Mensch, der außergewöhnlich gut beim Spielen eines Instruments ist, kann Schwierigkeiten dabei haben, sich mit einem großen und abwechslungsreichen Wortschatz auszudrücken.

Wir dürfen die Emotionale Intelligenz nicht vergessen, die auch eine grundlegende Rolle bei unserer Anpassung an die Umwelt und der Problemlösung spielt.

Letztendlich ist unsere Intelligenz ein komplexes Konstrukt, das aus einer Reihe von Fähigkeiten und Begabungen besteht, die es uns erlauben uns effizient an die Umwelt anzupassen und unser Überleben garantieren.

“Wir sind alle Genies. Aber wenn du einen Fisch nach seiner Fähigkeit auf Bäume zu klettern bewertest, wird er sein ganzes Leben denken, er sei dumm.” Albert Einstein

Außerdem hebt die Forschung hervor, dass die Intelligenz kein statisches und unbewegliches Konstrukt ist, sondern variieren kann, sowohl auf gute als auch auf schlechte Art und Weise. Dank der neuronalen Plastizität kann unser Gehirn Neuronenverbindungen je nach Gebrauch verstärken oder auch unbenutzt lassen.

Dank der zerebralen Plastizität oder Neuroplastizität können wir unsere Intelligenz fördern, das Gehirn kann seine Struktur und Funktion verändern. Die zerebrale Plastizität ermöglicht es uns neue zerebrale Verbindungen zu schaffen und die Neuronenkreisläufe zu erhöhen und somit ihre Funktionalität zu verbessern.

Wenn uns die Neurowissenschaft und die Untersuchung der zerebralen Plastizität etwas gezeigt hat, ist es Folgendes: Je mehr wir einen Neuronenkreislauf nutzen, desto stärker wird er.

“Wir sind hier, um einen Bissen vom Universum zu nehmen. Wenn nicht, warum sind wir hier?” Steve Jobs.

Kommen wir jetzt zu einer Reihe von Ratschlägen zur besten Nutzung dieser zerebralen Plastizität, damit wir das maximale Potenzial aus unseren intellektuellen Fähigkeiten ziehen können!

Intelligenter werden: 10 Tipps, die du noch nicht kennst

1. Intelligenter werden: dein Gehirn muss hungrig sein

Hast du dich schon einmal gefragt, wie du intelligenter wirst? Perfekt, das ist der erste Schritt. Begehre das Wissen. Sei neugierig. Wenn du nicht weißt, wie ein Flugzeug fliegt, unterrichte dich darin. Wenn dich Zaubertricks faszinieren, versuch sie zu erlernen und den Trick zu entdecken. Verschlinge Dokumentarfilme.

Ernähre dein Gehirn mit Information und für dich interessanten Kenntnissen, nicht, um Weisheit zu erlangen, sondern aus dem einfachen Grund dich mit dir selbst wohlzufühlen.

Denk daran, dass dein Gehirn die neuronalen Verbindungen stärken und nutzen muss, um volle Leistung zu erbringen, weswegen jede neue Information zu deiner mentalen Agilität im Bezug auf Informationsspeicherung und -wiedergewinnung beiträgt.

Geh nie zu Bett ohne etwas Neues gelernt zu haben.

2. Intelligenter werden: Lies mehr, viel mehr!

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Lektüre, abgesehen davon, dass sie unseren Wortschatz bereichert und somit unsere sprachlich-linguistische Intelligenz erhöht, uns hilft, unsere Vorstellungskraft zu entwickeln und unsere Vorstellungskraft fliegt, indem sie uns in die Geschichten eintauchen lässt und wir mit den Figuren fühlen und uns in sie hineinversetzen, dies verbessert nicht nur unsere sprachlich-linguistische Intelligenz, sondern auch die intrapersonelle und emotionale Intelligenz. Wenn du intelligenter werden willst, verschlinge Bücher. Lesen ist eine der meist empfohlenen Aktivitäten der Hirngymnastik.

3. Verbessere dein Durchsetzungsvermögen und deine Intelligenz

Wie wird man intelligenter? Wie du schon weißt ist die emotionale Intelligenz mindestens ebenso wichtig wie die rationale Intelligenz. Das Arbeiten und Verbesserungen an deiner emotionalen Intelligenz werden deine intellektuellen Fähigkeiten zur Anpassung an die Umwelt deutlich verbessern und die auftauchenden Probleme effizienter lösen.

4. Um deine Intelligenz zu verbessern, mach die Dinge schwieriger

Wie wird man intelligenter? Das wird dir unsinnig erscheinen, aber sich die Zähne mit der anderen Hand zu putzen ist eine gute Art dein Gehirn zu trainieren. Wenn wir eine unserer Routineabläufe anders machen, zwingen wir unser Gehirn, neue Wege zu gehen, um zum selben Ergebnis zu kommen. So verhindern wir neuronale Einrostungen und schaffen es, neue Verbindungen zu ermöglichen und zu stärken.

5. Delegiere nicht so viel von der Intelligenz an Subunternehmer

Die an Subunternehmer vergebene Intelligenz ist jene, in der wir uns heute befinden. Mit einem einfachen Druck auf einen Knopf erhalten wir 83645776 Definitionen und Arten, die Dinge zu machen und Ergebnisse.

Wie wird man intelligenter? Du solltest vermeiden, deine gesamte intellektuelle Aktivität in die Hände von automatischen Übersetzern, Navigationssystemen, Taschenrechnern oder Suchmaschinen im Internet zu legen. Hör auf ein intellektueller Faulpelz zu sein, obwohl es dir die Gesellschaft so einfach macht.

Seit wann hast du keine mathematische Gleichung mehr gelöst, zum Beispiel den Preis des Abendessens im Kopf durch die Anzahl der Freunde geteilt?

6. Trainiere dein Gehirn mit CogniFit

Dieses Programm zur Hirnstimulierung wurde von der wissenschaftlichen Gemeinschaft validiert und wurde von einem kompletten Team von Neurologen und kognitiven Psychologen entwickelt, die die Prozesse der synaptischen Plastizität und Neurogenese untersuchen. Es sind nur 15 Minuten täglich (2-3 Tage pro Woche) nötig, um die kognitiven Fähigkeiten und Prozesse zu stimulieren.

CogniFit ist ein professionelles Werkzeug zum Hirntraining, das online nutzbar und sehr einfach zu gebrauchen ist. Durch verschiedene klinische Spiele bewertet das Tool die kognitiven Schwächen und Stärken der Person und schlägt automatisch ein kognitives Trainingsprogramm vor, das an die Bedürfnisse jedes einzelnen Individuums angepasst wird.

Du musst dich nur registrieren! Alle Spiele basieren auf klinischen Studien und professionellen psychologischen Tests zur Stimulierung und neuropsychologischen Rehabilitation. Sie wurden von Profis entwickelt, um dir zu helfen, deine mentalen Kapazitäten auf die Probe zu stellen und dein Gehirn herauszufordern. Die verschiedenen interaktiven Übungen sind als unterhaltsame Denkspiele verpackt, die du über den Computer spielen kannst. Nach jeder Sitzung zeigt die CogniFit eine detaillierte Grafik mit der Entwicklung deines Stands. Fang heute damit an!

Intelligenter werden mit CogniFit.

7. Um intelligenter zu werden, sprich mit dir selbst

Obwohl man von jeher Personen, die vor sich hin murmeln (oder brüllen) als verrückt ansieht, hat die Wissenschaft Beweise dafür gefunden, dass das Selbstgespräch sehr nützlich für deine Hirnaktivität ist. Wenn wir uns selbst Anweisungen geben, schaffen wir es die uns vorliegende Aufgabe zu vereinfachen und zusammenzufassen und so unsere Mittel und Fähigkeiten zur effizienten Lösung des Problems zu optimieren.

Wie man intelligenter wird? Zweifel nicht daran und sprich ab und zu mit dir selbst. Dein Gehirn wird es dir danken.

8. Intelligenter werden? Benutze Twitter

Du liest richtig. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass twittern unserer Synthese-Fähigkeit hilft und sie verbessert. Auf Twitter müssen wir unsere Meinung zu etwas auf präzise und zusammenhängende Art in nur 140 Buchstaben zusammenfassen und synthetisieren.

Wenn du Twitter nicht nutzen möchtest, kannst du einfach Papier und Bleistift nehmen und einen Gedanken mit dieser Platzbegrenzung überdenken. Wenn du das oft machst, wirst du dich wundern, wie du es nach und nach schaffst, in wenigen Worten zu sagen, was dir durch den Kopf geht.

9. Um intelligenter zu werden, lern eine andere Sprache

Ja, es ist ein sehr abgedroschener Ratschlag, aber ich wiederhole ihn, weil er dir wirklich helfen wird. Zweisprachig zu sein hat viele Vorteile. Ideal ist es, eine zweite Sprache als Kind zu lernen.

Wenn du eine neue Sprache lernst, erhöht sich die Dichte der grauen Materie deines Gehirns und du erledigst geistige Aufgaben besser als die Menschen, die nur eine Sprache kennen. Auf einer anderen Sprache zu denken eröffnet uns eine andere Sichtweise und somit unterschiedliche Lösungen für das gleiche Problem, denn die Sprache strukturiert unser Denken.

Auf dieselbe Art und Weise verbessert das Fernsehen und Lesen auf einer anderen Sprache die zerebrale Plastizität und hilft dir intelligenter zu werden. Wie man intelligenter wird: Warum versuchst du nicht mal, Serien und Filme in Originalversion zu sehen?

10. Wie wird man intelligenter? Umgib dich mit intelligenten Menschen

Man sagt, dass alles ansteckend ist, außer der Schönheit. Wenn du von intelligenten Menschen umgeben bist, wirst du dich selbst mehr ermutigen intelligenter zu werden: Um dem Gespräch zu folgen oder deine Meinung zum Thema zu sagen, über das ihr sprecht. Zusätzlich kannst du jeden Tag etwas Neues und Interessantes lernen, wenn du dich mit intelligenten Menschen umgibst.
Wenn ihr im Gegensatz dazu in deinem Umkreis über so bedeutende Dinge wie den aktuellen Popstar sprecht, rostet dein Gehirn wahrscheinlich ein und du wirst zu einem Zombie mehr mit gewaschenem Gehirn. Wie man intelligenter wird: Flieh vor banalen und unwichtigen Leuten, versuch weniger fernzusehen und mehr zu lesen und zu reisen. Dein Gehirn wird dir unglaublich dankbar sein.

Wie man intelligenter wird: Denk daran, dass Anstrengung und Hingabe erforderlich ist, um intelligenter zu werden. Deine kognitiven Fähigkeiten zu verbessern, um intelligenter zu werden ist keine einfache Aufgabe, aber sehr befriedigend. Motiviere dich, indem du diese Ratschläge in der Praxis umsetzt, und gib mit Köpfchen an!

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit

Multitasking – Ist es gut oder schlecht zwei Dinge gleichzeitig zu machen?

Ist Multitasking vorteilhaft oder schädlich? Wir machen alle häufig mehrere Dinge gleichzeitig, wir telefonieren über die Freisprechanlage, während wir fahren, schreiben eine Nachricht, während wir fernsehen … Es wurde behauptet, dass Multitasking schädlich ist und unser Gehirn zerstört, aber was ist da dran? Hier erklären wir dir, was Multitasking ist und welche Hirnmechanismen uns erlauben, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. In welchen Fällen ist Multitasking gut und in welchen sollten wir es vermeiden?

Multitasking

Manchmal, wenn wir mehrere Dinge gleichzeitig tun, denken wir, dass wir Zeit sparen und produktiver sind, aber was sagt die Wissenschaft dazu? In den letzten Jahren wurde viel zum Thema Multitasking geforscht und es scheint, dass viele der erhobenen Daten sich widersprechen. Hier klären wir dich auf: Ist es gut, zwei Dinge gleichzeitig zu machen oder sollten wir das vermeiden?

Was ist Multitasking? Multitasking besteht daraus, zwei Tätigkeiten gleichzeitig zu erledigen. Jedoch sind nicht alle Arten von Multitasking gleich. Es gibt viele Arten von Multitasking und jede hat ihre Vor- und Nachteile.

Welche Arten von Multitasking sind vorteilhaft und welche sollten wir vermeiden?

Wie für fast jede Frage dieser Art ist die Antwort “es kommt darauf an”. Es kommt auf die Art der Aufgaben an, die wir erledigen.

Paralleles Multitasking

Paralleles Multitasking: Steht im Zusammenhang mit der geteilten Aufmerksamkeit (die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf mehrere Reize gleichzeitig zu verteilen). Besteht daraus, zwei Tätigkeiten zur gleichen Zeit zu erledigen, wie beispielsweise unsere Handy zu nutzen, während wir einen Film sehen.

Unser Gehirn hat keinen unendlichen Arbeitsspeicher. Wir haben begrenzte Aufmerksamkeitsressourcen und sind nicht fähig, auch wenn wir es glauben, uns auf zwei wichtige Reize gleichzeitig zu konzentrieren. Das heisst, wir können nicht zwei kognitiv anspruchsvolle Aufgaben, die viele Ressourcen verbrauchen, gleichzeitig erledigen. Wenn wir beispielsweise unsere Nachrichten auf dem Handy lesen, während wir einem Freund beim Reden zuhören, wird das eine der beiden Tätigkeiten beeinträchtigen. Normalerweise hören wir auf, unserem Freund zuzuhören. Ausserdem kann das eine Verschlechterung der Beziehungen mit sich bringen, denn wie so du auch glauben magst, dass du deinem Freund und dem Handy gleichzeitig Aufmerksamkeit schenken kannst, das stimmt nicht.

Dennoch können wir wirkungsvoll zwei automatisierte Aufgaben machen, wie gehen und sprechen. Oder sogar eine automatisierte Aufgabe und eine andere schwierigere, wie fahren und Musik hören.

Unser Tipp: Wenn du mehrere Dinge erledigen musst, die du nicht automatisiert hast, ist es besser, wenn du zunächst eins und dann das andere erledigst. Wenn wir uns auf eine Aufgabe konzentrieren, erzielen wir gleichzeitig bessere Ergebnisse in jeder einzelnen, leisten mehr und brauchen weniger Zeit. Ausserdem können wir so unsere Stresslevel besser kontrollieren. Wenn es im Gegensatz dazu zwei automatisierte, einfache oder unwichtige Tätigkeiten sind, ist es kein Problem sie gleichzeitig zu machen. Wenn du mit Familie und Freunden zusammen bist, ist es besser, das Handy zur Seite zu legen und deine  volle Aufmerksamkeit auf sie zu richten.

Paralleles Multitasking

Serienmultitasking

Serienmultitasking hat mit der abwechselnden Aufmerksamkeit zu tun (den Fokus der Aufmerksamkeit zu wechseln). Es beinhaltet die Erledigung zweier Aufgaben zur gleichen Zeit, aber ein ständiger Wechsel zwischen ihnen. Zum Beispiel kann ich meine Notizen auf den Computer übertragen und wechsle dabei zwischen dem Lesen der Notizen und dem Tippen auf den Tasten hin und her.

Wenn es darum geht, zwischen mehreren Aufgaben stetig hin- und herzuwechseln, scheint es nicht ganz so einfach zu sein. Forscher von der Universität von Pennsylvania studierten die Aktivität des Frontallappens des Gehirns. Sie fanden heraus, dass die Fähigkeit einiger Personen, auf eine effektive Art zwischen zwei Aufgaben hin- und herzuwechseln, mit der kognitiven Flexibilität zu tun hat. Die kognitive Flexibilität ist die Fähigkeit, an verschiedene mögliche Lösungen für das gleiche Problem zu denken, sich an die Schwierigkeiten der Umgebung und an neue Situationen anzupassen.

In dieser Studie entdeckten sie, dass die Menschen, die besser zwischen einem Gedächtnistest und einem Kontrolltest hin- und herwechselten, höhere Werte bei der Restrukturierung von Verbindungen innerhalb des Frontallappens und mehr neue Verbindungen mit anderen Zonen des Gehirns aufwiesen.

Dennoch brauchen wir im Allgemeinen länger, wenn wir zwischen zwei Aktivitäten konstant hin- und herwechseln, als wenn wir eine und dann die andere machen. Wenn der Fokus der Aufmerksamkeit ständig wechselt, brauchen wir eine Weile, um uns wieder zu konzentrieren und das sorgt für einen Zeitaufschlag bei unseren Aufgaben.

Unser Tipp: Wenn du dazu fähig bist, effektiv zwischen zwei Aufgaben hin- und herzuwechseln und dich nicht schnell ablenken lässt, dann gibt es kein Problem, vor allem, wenn diese Aufgaben nicht so wichtig sind. Wenn die zu erledigenden Aufgaben wichtig sind oder du zu Alblenkungen neigst, ist es das Beste dich erst auf eine und dann auf die andere Aufgaben zu konzentrieren. Wir haben nicht alle die gleiche Fähigkeit, um zwischen einer Aufgaben und einer anderen hin- und herzuwechseln ohne uns ablenken zu lassen.

Digitales Multitasking

Digitales Multitasking geschieht ständig, wenn wir mehrere elektronische Geräte gleichzeitig nutzen und zwischen mehreren sozialen Netzwerken und Webressourcen hin- und herwechseln. Wir aktualisieren unseren Facebook-Status, während wir unser Lieblingsprogramm sehen, wir laden ein Foto bei Instagram hoch, während wir einen neuen Tweet schreiben oder eine E-Mail beantworten.

Digitales Multitasking kann kognitive Schwierigkeiten verursachen und unsere mentalen Funktionen schädigen. Studien behaupten, dass die Menschen, die Multitasking benutzen, verschiedene Informationsquellen in der Umgebung beachten ohne sich genug auf die wichtigste Information für die Aufgabe, die sie gerade erledige, zu fokussieren.

Nichtsdestotrotz wurde in einer Studie herausgefunden, dass digitales Multitasking ein paar Vorteile haben kann. Die Teilnehmer der Studie mussten eine visuelle Suchaufgabe erledigen, die von synchronisierten Geräuschen begleitet wurde oder nicht. Die Forscher sahen, dass Personen, die häufiger digitales Multitasking erledigten, die verschiedenen Formen der sensorischen Information besser integrieren konnten. Das heisst, sie machten die Aufgabe besser, wenn sie von Geräuschen begleitet wurde.

Laut einer anderen Studie hatten die Jugendlichen, die am meisten Zeit mit dem Wechseln zwischen verschiedenen digitalen Geräten und Aufgaben verbrachten, bessere Leistungen. Es ist möglich, dass man mit der Praxis die Kunst des Multitaskings beherrschen lernt. Die in dieser Multimedia-Welt geborenen Personen haben ihren Arbeitsspeicher entwickelt und verbessert. Sie erbringen bessere Leistungen in ablenkenden Umgebungen als wenn sie sich auf eine einzige Aufgabe ohne Ablenkungen konzentrieren müssen.

Unser Tipp: Es ist besser, digitales Multitasking nur in Momenten der Freizeit und Unterhaltung mit Technologie anzuwenden. Surf durch die verschiedenen sozialen Netzwerke, sieh fern und benutz dabei das Smartphone oder das Tablet … aber wenn es sich um wichtige Aufgaben handelt, ist es besser, sich nur auf eine einzige Sache zu konzentrieren. Wenn du schreibst, schreib, wenn du eine E-Mail schicken willst, konzentrier dich darauf. Denn wenn wir uns um mehrere Erledigungen gleichzeitig kümmern, kann uns das schnell ablenken und somit machen wir unsere Aufgabe schlechter.

Digitales Multitasking

Multitasking und Konzentrationsverlust – wie verhindern?

Manche Menschen, die ständig zwischen verschiedenen technischen Medien hin- und herwechseln können Schwierigkeiten dabei bekommen, sich nur auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Es kann sein, dass sie sich gestresst und überfordert von so vielen Reizen, um die sie sich kümmern müssen, fühlen.

Wissenschaftler der Universität von Wisconsin-Madison haben bewiesen, dass diejenigen, die intensiv Multitasking betreiben, von einer Meditationsübung profitierten, bei der sie sich an einen ruhigen Ort setzten und ihre Atemzüge zählten.

Die Achtsamkeitsmeditation hilft uns dabei, unsere Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu richten. Ihre Ausübung führt zu einer Verbesserung bei unserem Aufmerksamkeitslevel, weshalb es sinnvoll ist, dass sie die negativen Auswirkungen auf unsere Aufmerksamkeit neutralisiert, die intensives Multitasking mit sich bringt.

Die Achtsamkeit kann uns auch dabei helfen, das Multitasking zu vernachlässigen. Wenn wir uns auf eine Sache konzentrieren, kann uns das am Anfang komisch fühlen lassen, als wenn wir nicht genug machen würden. Nichtsdestotrotz wirst du die Welt mit anderen Augen seen, wenn du aus der Achtsamkeit einen Lebensstil machst und beginnst, den Dingen die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen. Du schätzt jeden Moment mehr, dein Wohlgefühl steigt, Nervosität und Stress verringern sich, deine Laune verbessert sich …

Finde hier mehr über die Achtsamkeitsmeditation und wie man sie praktiziert heraus!

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Multitasking und Achtsamkeit

Musik und Gehirn: Entdecke die Macht der Musik

Musik und Gehirn: Musik umgibt uns. Wir sind musikalische Wesen, Musik gibt uns Sicherheit, bewegt uns und rührt uns zu Tränen. Es gibt immer einen Moment, um Musik zu hören. Manche machen aus der Musik ihre Art zu leben und ihren Beruf. Wir treffen selten jemanden, der überhaupt keine Musik mag. Aber was hat die Musik an sich, dass sie so wichtig für uns macht? Was ist die Macht der Musik für das Gehirn?

Musik für das Gehirn

Musik ist in allen Kulturen gegenwärtig. Sie ist essenziell für das menschliche Wesen. Sie besteht aus emotionalen, spirituellen und sozialen Faktoren. In der Werbung wird unsere Wahrnehmung von manchen Produkten nur durch Musik manipuliert, im Kino wird mit unserem Gefühlszustand mit der Musik gespielt. Und die Musik verändert unseren Gefühlszustand wirklich, aber es steckt viel mehr dahinter.

Es gibt Menschen, die Farben, Geschmäcke oder Gerüche mit Musik assoziieren und dann tatsächlich sehen, ein Phänomen namens Synästhesie. Und manchmal können wir ein Lied nicht aus dem Kopf bekommen. Was hat die Musik an sich, das uns so gefällt? Wie beeinflusst sie uns? Hier decken wir es für dich auf.

Musik und Gehirn: Was ist Gehirnmusik?

Das Direktorium für Wissenschaft und Technik der nationalen Sicherheitsabteilung der USA hat eine Studie namens Gehirnmusik (Brain Music) durchgeführt.

Das Ziel der Studie war, Menschen zu helfen, die Arbeiten im Bereich von Hilfs- und Notfallsituationen verrichten. Die Forschung strebt an ihr Stresslevel über die Musik zu senken und ihnen dabei zu helfen, die Ausführung ihrer Arbeit zu optimieren.

Das Konzept der Gehirnmusik besteht aus dem Gebrauch von Frequenz, Amplitude und Dauer von musikalischen Klängen, um das Gehirn von einem unruhigen Zustand in einen entspannten Zustand zu bringen. Diese Musik wird von unseren eigenen Gehirnwellen an erschaffen und kann uns dabei helfen, durch Stress entstandene Probleme wie Schlaflosigkeit, Erschöpfung und Kopfschmerzen zu behandeln.

Die Wissenschaftler wandelten die aufgezeichneten Gehirnwellen der Teilnehmer der Musikstudie um und bewiesen, dass die Kompositionen die Teilnehmer wirksam entspannten oder auch ihre Aufmerksamkeit weckten. Die entspannenden Musikstücke klangen ähnlich wie Chopin, und jene, die die Aufmerksamkeit weckten, ähnelten Mozart.

Musik für das Gehirn

Auswirkungen der Musik auf das Gehirn

1. Musik und Gehirn:  Die Musik aktiviert die Belohnungskreisläufe des Gehirns

Entspannende und angenehme Musik zu hören aktiviert die Belohnungskreisläufe, genau wie bestimmte Reize, die biologisch relevant sind, wie diese Studie beweist.

Der Belohnungskreislauf besteht aus verschiedenen Gehirnzonen (Area tegmentalis ventralis und Nucleus accumbens), die zum limbischen System gehören, welches für die Verarbeitung der Gefühle zuständig ist. In diesen Zonen geschehen eine Reihe von chemischen Prozessen, in der das Dopamin wirkt und die mit Lust- und Vergnügensgefühlen verbunden sind.

Diese Belohnungssysteme werden auf natürliche Art und Weise durch Lebensmittel (mit viel Zucker und Fetten), Sex und Zuneigung aktiviert. So stellt die Natur sicher, dass wir aktiv die Befriedigung dieser Grundbedürfnisse suchen, die so grundlegend für unser Überleben sind. Nichtsdestotrotz gibt es andere Reize wie Drogen und Glücksspiel, die diese Systeme ebenfalls aktivieren. Diese Reize sind anfällig dafür, Süchte hervorzurufen, da sie eine grosse Menge an Vergnügen liefern.

Was ist der Belohnungskreislauf und wir kann er aktiviert werden? Entdecke es im nächsten Video.

2. Musik und Gehirn: Die Musik hilft uns aufmerksam zu sein

Laut einer Studie der Universität Standford hilft uns die Musik dabei, Ereignisse vorauszusehen und bei den Aufmerksamkeitsprozessen. Aber wir können nicht alle Arten von Musik in einen Topf werfen. Welche Musik ist nützlich für das Gehirn? Im Konkreten hat man in dieser Studie die Musik des Kompositors William Boyce im Barrockstil verwendet.

3. Musik und Gehirn: Musik reduziert Stress

In vielen Studien hat sich gezeigt, dass Musik eine beruhigende Wirkung hat; mit einem langsamen Tempo, leisen Tönen und ohne Text senkt sie die Stresslevel und Nervosität. Welche Musik ist konkret von Vorteil für das Gehirn? Es wurde beobachtet, dass meditative Musikstücke die Kortisollevel (Hormon, dass in Stresssituationen freigesetzt wird) im Blut deutlich senken. Ausserdem kann die Musik dabei helfen, Schlaflosigkeit zu bekämpfen.

Darüber hinaus ist zu beobachten, dass Musik eine schmerzstillende und beruhigende Wirkung auf Patienten hat, die sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen werden. Dies kann an der Fähigkeit der Musik, den Gemütszustand zu verändern oder uns abzulenken liegen.

4. Musik und Gehirn: Musik beeinflusst unseren Gemütszustand und unsere Gefühle

Nach einer Studie verringert das Hören von klassischer Musik und New-Age-Musik die Erschöpfung, Traurigkeit und Anspannung.

Darüber hinaus wurde herausgefunden, dass Musik, die uns gefällt, unabhängig vom Musikstil, einen positiven Gefühlszustand fördert, allerdings ohne Einbezug von Grunge-Musik. Dieser Musikstil löste einen Anstieg der Feindlichkeits- und Anspannungslevel aus und führte gleichzeitig zu einer Absenkung der Entspannungs-, Motivations- und geistigen Klarheitslevels.

Der Musikstil mit den zuträglichsten Auswirkungen war die “Designermusik”. Diese Art von Musik für das Gehirn bezieht sich auf eine spezifisch zur Erzeugung eines gewissen Effekts im Hörer entworfene Musik. In der Studie wurde Speed of Balance mit der Absicht “ein mentales und emotionales Gleichgewicht herzustellen, damit die Personen klarere und positivere Gefühle erleben können” verwendet. Es zeigte sich, dass bei allen Teilnehmern die Entspannungs-, Motivations- und geistigen Klarheitslevels anstiegen … und die Feindseligkeit, Anspannung, Erschöpfung und Traurigkeit sank.

Nach dieser Studie wird die mit Konflikt- und emotionalem Schmerzempfinden verbundene Gehirnzone aktiviert, wenn man unangenehme Musik hört.

Entdecke mehr über die Auswirkungen von Musik auf unser Gehirn und unsere Emotionen im folgenden Dokumenatfilm vom Fernsehsender Arte.

5. Musik und Gehirn: Musik verändert unsere visuelle Wahrnehmung

Laut einer Studie der Universität Groningen verändert die Musik unsere Art, die Welt zu sehen. Wie beeinflusst Musik unser Gehirn? Wenn ein Mensch traurige Musik hört, ist es wahrscheinlicher, dass er die Gesichtsausdrücke der anderen als traurig interpretiert. Im Gegensatz dazu sieht er die anderen mit fröhlichen Gesichtsausdrücken, wenn er fröhliche Musik hört.

So beeinflusst die Musik nicht nur unseren Gemütszustand, sondern wirkt sich auch auf unsere Art, die Welt wahrzunehmen, aus.

6. Musik und Gehirn: Musik verbessert die kognitiven Funktionen

Nach dieser Studie steigert das Hören von Der Frühling der 4 Jahreszeiten von Vivaldi das geistige Aufmerksamkeitslevel und zerebrale Messungen von Aufmerksamkeit und Erinnerungsvermögen. Im Gegensatz dazu verschlechtert das Konzert Der Herbst die Punktzahlen in den kognitiven Tests.

Man konnte auch beobachten, dass Der Frühling in übertriebener Weise die Gehirnzonen aktiviert, die für die Verarbeitung der Gefühle zuständig sind. Dies kann teilweise daran liegen, dass es ein bekanntes Stück ist, was oft in der Werbung benutzt wird. Dies erleichtert die Elizitation von Gefühlen.

Musik verbessert die kognitiven Funktionen

7. Musik und Gehirn: Unsere Musikgeschmäcker sagen etwas über unsere Persönlichkeit aus

Laut dieser Studie hängen unsere musikalischen Vorlieben von unserer Persönlichkeit ab. Die Untersuchung wurde mit Jugendlichen durchgeführt und ergibt gleichwohl interessante als auch kontroverse Daten. Die Personen, die laute Musik (Heavy Metal, Rock …) bevorzugen, sind eher unabhängig oder individualistisch, was ein geringes Selbstwertgefühl und Selbstzweifel bedeuten kann. Diese Menschen sind oft schwierig und ihnen fehlt die Verbindung zu anderen. Diejenigen, die leichte Musik vorziehen, versuchen das Richtige zu machen und halten ihre Gefühle im Zaum. Sie haben Schwierigkeiten ein Gleichgewicht zwischen ihrer Unabhängigkeit und der Abhängigkeit von Gleichaltrigen zu finden. Die Jugendlichen mit gemischten oder unterschiedlichen Geschmäckern sind diejenigen, die am wenigsten Probleme in ihrer Jugend haben, sie haben keine relevanten Konflikte.

Musik steht im Zusammenhang mit der Persönlichkeit

In dieser anderen Untersuchung wird eine Beziehung zwischen Musik und den Big 5 (Persönlichkeitsmerkmalen) hergestellt. Sie zeigt auf, dass Personen, die Rock bevorzugen, oft niedrige Werte in Gewissenhaftigkeit und hohe Werte in Offenheit aufweisen. Diejenigen, die Pop-, Dancemusik oder Urban Music bevorzugen, haben höhere Werte in Extraversion und Verträglichkeit.

Laut dieser Studie kann der Zusammenhang mit der Persönlichkeit auf die Befriedigung von gewissen Bedürfnissen durch die Musik zurückzuführen sein. Zum Beispiel befriedigen Dance- und Popmusik bei Extrovertierten ihr Bedürfnis sich mit ihren Freunden zu treffen und Spaß zu haben. Im Gegensatz dazu suchen Personen mit hohen Offenheitswerten in der nicht kommerziellen Rockmusik und anderen Musikstilen intellektuelle und unkonventionelle Anregung. Die aufgeschlossensten und am meisten an neuen Erfahrungen interessierten Menschen suchen weiter von der Volkskultur entfernte Musik.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit

Think outside the box : Über den eigenen Tellerrand schauen

Was verstehen wir darunter “über den Tellerrand zu schauen?“ Sicher kennst du den englischen Ausdruck ” Think outside the box “. Warum scheint uns das so viel Arbeit zu kosten? Um über deinen Tellerrand zu schauen, musst du mit deinen Paradigmen brechen, deine mentalen Schemata auf den Kopf stellen und überall nach neuen Ideen suchen. Über den eigenen Tellerrand zu schauen oder “to think outside the box” ist einfach, du musst es dir nur vornehmen! Für den maltesischen Psychologen Edward de Bono ist das laterale Denken eine neue Art die Welt zu betrachten und die Dinge zu machen.  Divergenz und Lateralität sind zwei Denkweisen, die dir dazu verhelfen werden, außerordentliche Dinge zu erreichen. Entdecke, worin sie bestehen.

Think outside the box

Heute Morgen ist mir in Ohrring in den Kaffee gefallen. Und obwohl die Tasse voll war, ist der Ohrring nicht nass geworden. Wie ist das möglich?

Think Outside The Box: Was ist divergentes Denken?

Nach dem amerikanischen Psychologen J.P. Guilford unterscheidet sich das divergente Denken von der Kreativität. Wir benutzen es, wenn wir mehrfache Alternativentscheidungen von einer gegebenen Information aus erzeugen (Romo, 1987). Auf eine divergente Art zu denken bedeutet neue Möglichkeiten fern von unserem normalen Denken zu entdecken. Mit Freiheit und ohne Filter!

Unser Bildungssystem begünstigt das konvergente Denken. Dies sucht eine Entscheidung zwischen verschiedenen Alternativen. Es ist reflexiv und analytisch. Das kommt dir bekannt vor, oder? Das divergente, im Gegensatz dazu, ist eine kreative und originelle Art, mehrere Antworten auf ein Rätsel oder eine Herausforderung zu finden. Beide Formen sind notwendig und ergänzen sich gegenseitig. 

Die Technik Brainstorming oder Ideensammlung ist ein bekanntes Beispiel für diese Art von Denken. Sie besteht daraus, alle möglichen Ideen frei zu erzeugen, ohne sie zu beurteilen oder abzulehnen. Wir haben diese Fähigkeit alle, aber wir verwirklichen sie nicht. Lampenfieber? Angst, dass unsere Ideen nicht gut genug sind? Du musst kein Experte sein, um divergent zu denken! Das machen wir alle!

Think Outside The Box: Wie sind die überraschend divergenten Erwachsenen?

Die “divergentesten” Erwachsenen haben oft eine hohe Leistungsfähigkeit und sind innovativ in ihren Aufgaben. Sie engagieren sich sehr in ihren Tätigkeiten und sind ziemlich unabhängig und fähig dazu, ihre eigene Arbeit zu regeln. Sie sehen die verschiedenen Seiten jeder Situation. Wenn sie es sich vornehmen, können sie große Beiträge in ihrem sozialen Umfeld leisten, denn sie besitzen ein hohes Niveau an Selbstvertrauen. Sie genießen Herausforderungen und sind fähig andere in ihre Projekte hineinzuziehen und sie davon zu begeistern. Sie dienen als Vorbilder, denn sie finden neue Wege, Probleme zu lösen.

Laut einer Studie von M.A Runco, M.D Bahleda, von der Universität von Hawaii, erlangen Einzelkinder bessere Noten in den Tests zu divergentem Denken, darauf folgen Erstgeborene, dann die Jüngsten und dann die Mittleren. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass die Vermittlung, die die Eltern einem Einzelkind zuwenden, anders ist als die, die sie den anderen geben. Diese Vermittlung scheint auf irgendeine Art das divergente Denken zu verstärken.

Think Outside The Box: Über den eigenen Tellerrand schauen ist einfach! Kinder machen das die ganze Zeit … Imitiere sie!

  • Spiele!
  • Meditiere!
  • Schreib Tagebuch!
  • Erfinde Geschichten!
  • Mal, entdeck einige der Vorteile des Malens!
  • Denk nach!
  • Entspann dich! Wie man sich bei Angstzuständen entspannt
  • Entdecke und verlass deine Komfortzone!
  • Stell universelle Wahrheiten infrage!
  • Entdecke Ideen, die dir Unwohlsein generieren!
  • Sag ja zu neuen Erfahrungen!

Think Outside The Box: Was ist das laterale Denken?

Der Psychologe und Fachmann für Kreativität Edward De Bono führte diesen Begriff ein, als er eine komplementäre Alternative zum logischen Denken suchte. Wir lernen, um die Wahrheit zu entdecken. Und … was ist die Wahrheit? Das kommt genau gesagt darauf an: ”In Europa, beeinflusst durch das griechische Denken und die jüdisch-christliche Religion, teilen wir die Wirklichkeit in Gut und Böse ein”. De Bono erweitert diese Sichtweise, um unseren mentalen Schemata Zwischenstufen hinzuzufügen. Das laterale Denken ist eine einfallsreiche Art und Weise, Probleme zu lösen. Es verurteilt und bewertet nicht. Es befreit uns vom einschränkenden Effekt antiquierter Ideen. Es ist eine andere Sichtweise auf die Konzepte, die wir bisher für unveränderlich hielten. Das heißt, das laterale Denken lehnt die verallgemeinernde Überzeugung, dass ein nützliches Modell das einzig mögliche Modell ist.

“Das laterale Denken ist eine neue Art die Welt zu betrachten und die Dinge zu tun. Es ist eine geistige Haltung.” Edward De Bono.

Normalerweise müssen wir keine neuen Ideen erschaffen und es scheint, als ob sie uns zugeflogen kommen, wie durch Zauberkunst. Aha! Manche Situationen unseres Alltagslebens erfordern eine Aktivierung unserer Neuronen um die größtmögliche Zahl an Ideen in kürzester Zeit generieren. Und was ist mit Berufen im Design, in der Werbung oder der Forschung, wo der Ideenfluss unerlässlich ist?

Think Outside The Box: Übungen zum lateralen Denken, um zu lernen über den eigenen Tellerrand zu blicken:

  1. Welche weiteren 10 Nutzbarkeiten, außer der, das er ein sehr nährreiches Lebensmittel ist, kannst du in einem Apfel erkennen?
  2. Warum sind Räder rund?
  3. Was ist das?
  4. Wie könnte man eine Milchflasche, die einen Liter fasst, nennen, wenn sie einen halben Liter Wasser enthält?
  5. Was ist der korrekte Weg?
  6. Warum kleiden sich Mädchen anders als Jungen?
  7. Fallen dir 15 Arten zu reisen ein?

Es gibt nicht nur eine Antwort. Richtig? Eine Situation kann auf viele Arten betrachtet werden. Und es ist egal, ob es scheint dass sie nicht selbstverständlich sind, denn hier verurteilt man nicht!

Das Neun-Punkte-Spiel ist das erste Ratespiel, das man mit dem Ausdruck „think outside the box“ assoziiert. Versuche, die Punkte mit nur vier Linien zu verbinden, ohne den Stift vom Papier zu heben. Schaffst du das?

Das divergente und das laterale Denken brechen mit unserer gewohnten Art zu denken. Sie zeigen uns, welche anderen Möglichkeiten es gibt, die Dinge zu machen. Also … du weißt schon!

Lass die Klischees zurück und such außerhalb der Box!  Think Outside The Box!

Quelle: Ana Guerrero Braña, Psychologin bei CogniFit

Emotionale Unsicherheit vs. emotionale Sicherheit

Emotionale Unsicherheit: Bin ich wenig selbstsicher und habe ein geringes Selbstvertrauen? Bin ich emotional unsicher? Die Eigenarten der persönlichen Unsicherheit können sich in einer Partnerschaft, bei der Arbeit und in sozialen Beziehungen zeigen. Wenn du denkst, dass du nicht so viel wert bist wie die anderen oder dich dabei überraschst, deine Liebes- oder Arbeitsbeziehungen zu boykottieren … Sei vorsichtig! Früher oder später wird dieses Handikap seinen Tribut fordern. Die persönliche Unsicherheit kann dazu führen, dass du wichtige Chancen vergibst oder es kann zu Problemen in deinen Beziehungen und Freundschaften kommen. Manchmal ist es schwierig, die Unsicherheit zu bemerken, denn sie erscheint verschleiert. Hast du das Gefühl, dass du eine unsichere Person sein könntest? Verwandle dich in eine entschlossene Person und nimm die Zügel deines Lebens in die Hand. Unser Ziel: Emotionale Sicherheit zu erlangen.

Emotionale Unsicherheit vs. emotionale Sicherheit

Eine unsichere Person ist “jemand, der die Welt wie einen tödlichen Dschungel wahrnimmt, und die Mehrheit der Menschen als gefährlich und egoistisch ansieht; er oder sie fühlt sich abgelehnt und isoliert, ist ängstlich und feindselig, im Allgemeinen pessimistisch und unglücklich; zeigt Anzeichen von Spannung und Konflikt, neigt dazu in sich gekehrt zu sein, macht sich Sorgen wegen Schuldgefühlen, tendiert zum Neurotiker und ist in der Regel egoistisch und egozentrisch“. Abraham Maslow. 1942.

Emotionale Unsicherheit?

Die emotionale Unsicherheit lässt uns an unseren eigenen Fähigkeiten zweifeln, Entscheidungen zu treffen oder neue Herausforderungen einzugehen; sie lässt uns weniger wert fühlen als die anderen und erweckt eine übermäßige Angst vor Kritik in uns. Wir geben den anderen zu viel Protagonismus in unserem Leben! Das Fehlen an Vertrauen in unsere Fähigkeiten kann verschiedene Gründe haben …

  • Wenn ich emotional unsicher bin, habe ich irreale Erwartungen an das, was passieren sollte, und somit sind diese Erwartungen unerfüllbar. Sie sind nichts mehr als Fantasien und haben nichts mit dem wirklichen Leben zu tun.
  • Wenn ich emotional unsicher bin, kann ich zu perfektionistisch sein. Vielleicht sind andere Familienmitglieder auch so und ich habe es “geerbt”. Das wird mich glauben lassen, dass, egal was ich tue, nie genug sein wird und ich es immer hätte besser machen können. Dies schafft Unzufriedenheit und Schuldgefühle, denn meistens machst du Aufgaben nicht fertig, weil du sie für unmöglich zu schaffen hältst.

Normalerweise erscheint die emotionale Unsicherheit verkleidet und lässt sich durch unverhältnismäßige Reaktionen blicken. Bin ich besitzergreifend in meinen Partnerschaften oder Freundschaften? Das könnte ein Symptom für meine versteckten Unsicherheiten sein …

Lukas denkt, dass er nicht sehr attraktiv ist und ist ständig besorgt, weil er denkt, dass seine Freundin, Elena, ihn für einen hübscheren Mann als ihn verlassen wird. Wenn er sich von ihr ignoriert fühlt, schlussfolgert er also, dass sie an einem attraktiveren Mann interessiert ist. Lukas versucht dann unbewusst, seine emotionale Unsicherheit mithilfe von manipulativem Verhalten ihr gegenüber zu kompensieren.

Maria ist mit Robert zusammen. Seit Kindheit an fühlt sich sehr wenig attraktiv. Sie denkt, dass Robert sie bald wegen einer jüngeren Frau verlassen wird. Sie tut alles, was er will und vergisst sich sogar selbst dabei. Ihre Unsicherheit nimmt zu, bis sie zu emotionaler Abhängigkeit wird und sie nicht mehr ohne Robert leben kann.

Emotionale Unsicherheit ist ein Stigma in unserer Gesellschaft. Niemand stellt sich vor, indem er sagt, dass er unsicher ist. Normalerweise versuchen wir unsere „unschönen Seiten“ zu verstecken. Wir zeigen uns vor anderen nicht gern auch nur im geringsten schwach.

Emotionale Unsicherheit Test: Bin ich emotional unsicher oder fühle ich mich selbstsicher?

1. Wenn ich meinen inneren Dialog in einem Satz zusammenfassen müsste, wäre dieser in etwa...
2. Wenn ich ein Geschenk kaufe ...
3. Der Lehrer überrascht dich mit einer mündlichen Präsentation. Was ist das Erste, was dir durch den Kopf geht?
4. Wie oft änderst du deine Meinung, wenn andere nicht mit dir einverstanden sind?

Wenn du mehr als zwei Fragen mit wahr angegeben hast, ist es möglich, dass du unsicher bist und das kann ganz schön entmündigend sein. Du vermeidest wahrscheinlich Situationen, in denen du glaubst, nicht gut dazustehen oder vielleicht vermeidest du Beziehungen, nur weil du Angst hast, dass sie etwas in dir auslösen, was du nicht kontrollieren kannst. Aber „jede Geschichte hat ein Ende“, oder? Sollte man das nicht boykottieren? Hast du aus Angst davor, was die Leute sagen, aufgehört etwas zu tun? Fühlst du dich verletzlich und siehst Probleme, wo andere keine sehen? Wir haben uns alle bei irgendeiner Gelegenheit mal unsicher gefühlt, aber wenn das so normal für dich ist, dass es dir ständig Unwohlsein bereitet … zweifle nicht … Du bist eine emotional unsichere Person und da werden wir etwas gegen tun!

Woher kommt die emotionale Unsicherheit?

  • Ein negativer innerer Dialog: “Ich kann das nicht, das ist nicht für mich, ich werde es nie schaffen, ich bin das hässliche Entlein …“
  • Zu viel Zeit mit jemand Unsicherem zu verbringen, kann deine Unsicherheit vergrößern; oft machen unsichere Personen andere unsicher
  • Ich bin emotional unsicher, wenn ich wenig Selbstvertrauen habe. Wenn wir viel Selbstvertrauen haben, erlaubt uns das, Selbstsicherheit zu entwickeln; wenn wir stattdessen wenig Selbstvertrauen haben, schätzen wir uns nicht genug wert.
  • Wenn ich merke, dass ich meine „Erfolge“ zu sehr zur Schau trage.
  • Vergangene Erfahrungen, bei denen man ignoriert, kritisiert oder lächerlich gemacht
  • Ich bin emotional unsicher, wenn ich eine Tendenz zum Perfektionismus habe. Immer wenn ich etwas in Angriff nehmen möchte, erscheint mein innerer Dialog, um mir zu sagen, dass ich nicht fähig bin, denn für Perfektionisten ist es nie genug.
  • In einer Familie mit dieser Tendenz aufzuwachsen.
  • Ein negatives Selbstbild. Das Bild ist das Bild, das du von dir selbst hast und es ist subjektiv.
  • In einer Familie mit Risikofaktor.  Zahlreiche Studien stimmen darin überein, dass ein ungesundes Umfeld die Sicherheit des Kindes beeinflusst.

Und was ist eine gesunde Familie? So eine, in der die Kinder lernen, dass sie sich auf ein sicheres Umfeld verlassen können. Sie nehmen Verhaltensweisen an, um ihre eigene körperliche und emotionale Gesundheit erhalten zu können, unabhängig von ihren Betreuern/Eltern. Eine gesunde Umgebung ist jene, in denen sich die Kleinsten sicher fühlen und sich sozial integrieren können, um effektive Selbstkontrolle zu erlernen. (Basic Behavioral Task Force of the National Advisory Mental Heath Council. 1996).

Deine Familie gibt dir Sicherheit

Wie beeinflusst die emotionale Unsicherheit mein Leben?

  • Eifersucht ist gesund und normal, aber übermäßige Eifersucht kann deine Beziehung zum Scheitern führen und der Grund dafür ist die emotionale Unsicherheit.
  • Trägst du das Etikett des Retters? „Ich trage deine Verantwortung und vergesse meine eigene, wenn ich mich selbst suche, finde ich mich nicht, weil ich so damit beschäftigt bin, das zu machen, was die anderen von mir erwarten, dass ich mich selbst vergesse“, Worte der Psychologin Isabel Ortuno in Onda Cero. Wir können nicht die ganze Welt retten! Und nicht die ganze Welt will gerettet werden!
  • Das geringe Selbstvertrauen äußert sich in Aussagen wie „ich kann nicht, das ist nicht für mich, ich bin nicht fähig dazu“ … aber auch hinter einem gehobenen Selbstvertrauen steckt Unsicherheit. Dies kann sich mittels Narzissmus oder Arroganz ausdrücken. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich hinter diesen extremen Haltungen ein krankhafter Unsicherer versteckt!

Wie höre ich auf eine unsichere Person zu sein? Was mache ich, um meine emotionale Unsicherheit zu lösen?

  1. Setze Grenzen zu anderen.
  2. Sei fähig dazu, NEIN zu sagen und sag es ohne Angst.
  3. Glaub nicht, dass du die Perfektion erreichen musst. Niemand ist perfekt.
  4. Entspann dich, genieße und sei du selbst.
  5. Betrüge dich nicht selbst und versteck deine Unsicherheiten nicht. Arbeite an ihnen!
  6. Trainier dein Selbstvertrauen. Lerne dich zu respektieren, zu akzeptieren, zu lieben …
  7. Glaub an dich.
  8. Akzeptiere konstruktive Kritik.
  9. Frag nach dem, was du nicht weißt.
  10. Meditiere
  11. Mach Dinge, die dir ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Lach über das Leben!
  12. Bitte um das, was du brauchst.
  13. Verbessere dein Können.
  14. Teile und sprich über deine Unsicherheiten.
  15. Ersetz deinen inneren negativen Dialog durch einen positiveren und optimistischeren: ändere das “ich kann das nicht, ich bin es nicht wert, ich bin nicht fähig” in “das ist kinderleicht!“
  16. Beherrscht du die assertive Kommunikation immer noch nicht? Es gibt keine bessere Methode, um deine Bedürfnisse und Meinungen auszudrücken.
  17. Kenne dich und verteidige dich mehr.
  18. Kämpf um deine Interessen, niemand wird das für dich übernehmen.
  19. Äußere dich!
  20. Vergleich dich mit niemandem. Du bist einzigartig und unwiederholbar. No te compares con nadie.
  21. Lerne aus deinen eigenen “Fehlern”.
  22. Ziel: Emotionale Sicherheit zu erlangen.

Was ist emotionale Sicherheit?

“Selbstvertrauen ist kein Gefühl der Überlegenheit sondern der Unabhängigkeit“. Lama Yeshe

Wir sind damit aufgewachsen, Sicherheit von unserer Familie zu bekommen. Deshalb versuchen wir sie im Laufe unseres ganzen Lebens wieder zu erlangen. Wenn die Bedürfnisse des Kindes erfüllt werden, ist ihm das Überleben garantiert. Kinder brauchen außer dem Bedürfnis nach Essen und Pflege, auch die Teilnahme an Aktivitäten, die sie in Kontakt mit ihrer empfindsamen und emotionalen Seite bringen, durch die Beziehungen, die sie mit den Mitgliedern ihrer Gemeinde aufbauen.

Alle positiven Dinge, die du machst, steigern dein Vertrauen. Deine Familie, das Lob, das du bekommst und deine Freunde lassen dich geliebt und geschätzt fühlen. Wenn du dazu fähig bist, deine Arbeit gut zu erledigen, das Leben aufs bestmögliche zu nutzen und dich nicht mit negativen oder toxischen Personen umgibst (!) … dann bist du auf dem richtigen Weg.

All dies wird dich Schritt für Schritt die ganze Sicherheit erlangen lassen, die du brauchst. Wenn du immer noch einen kleinen Anstoß brauchst, hör dir Dr. Ivan Joseph in diesem interessanten Vortrag über das Selbstvertrauen an.

Und vergiss nicht, die Realität auf die Art zu interpretieren, bei der DU den Nutzen hast,

Glaub an dich selbst!

Quelle: Ana Guerrero Braña, Psychologin bei CogniFit

Ruhe bewahren? 10 Strategien, um in schwierigen Momenten ruhig zu bleiben

Ruhe bewahren: Wie schafft man es unter Druck ruhig zu bleiben? Wie reagiert dein Gehirn in kritischen Momenten? Wie gehst du die Situationen an, die Stressgefühle in dir auslösen? Ein Streit mit deinem Partner, der Stau auf dem Weg zur Arbeit, die Diskussion mit deinem Chef, der Wutausbruch deines Kindes, die Geringschätzung deines Kollegen, die Schlange im Supermarkt, etc. … Manchmal finden wir uns in einer schwierigen oder konfliktiven Situation wieder, in der es sehr schwierig ist, ruhig zu bleiben. Bestimmt hast du schon mal so einen schwierigen Moment erlebt, in der du emotional überfordert bist, die Nerven verlierst und völlig unfähig dazu bist, die richtige Entscheidung zu fällen. Vielleicht explodierst du sogar, wenn dich jemand provoziert hat, und möchtest einfach nur noch schreien und deine Wut an dieser Person auslassen, die dich in Rage versetzt.

10 Strategien, um in schwierigen Momenten ruhig zu bleiben

Dieser Artikel handelt davon, wie du konfliktive Situationen angehen kannst, in denen alles schief laufen zu scheint und beschreibt, wie du in den schwierigen Momenten die Ruhe bewahrst. Mairena Vázquez, Psychologin, gibt dir 10 Ratschläge und zeigt dir Techniken, die dir dabei helfen, in jeder Situation ruhig zu bleiben

“Das Wichtige ist nicht das, was dir passiert, sondern wie du es angehst” (Joan Manuel Serrat)

Die Ruhe bewahren

Wir führen ein hektisches Leben und fast täglich sehen wir uns damit konfrontiert, tief zu atmen und bis 10 zu zählen, bevor wir etwas Unangemessenes tun. Viele Menschen leben gestresst, sei es, weil sie arbeiten, den Haushalt organisieren und sich um die Familie kümmern, genug Geld verdienen müssen, um den Monat zu überleben, familiäre Probleme haben …

Es gibt Tage, an denen alles schief zu laufen scheint, die Probleme scheinen geradezu auf uns niederzuprasseln und wir denken „Warum ich?“ Genau dann müssen wir die Ruhe bewahren. Aber … was genau meine ich damit?

Die Ruhe zu bewahren bedeutet, in jeder Situation gelassen und ruhig zu bleiben. Es bedeutet, geduldig, ruhig, klar und optimistisch zu bleiben, besonders in Situationen, in denen wir uns besonders überfordert fühlen, da es scheint, dass wir nicht dazu fähig sind, die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Die Anspannung, die Nervosität und all die negativen Folgen, die davon herrühren, nicht ruhig bleiben zu können, sammeln sich in unserem Körper und können unterschiedliche gesundheitliche Probleme hervorrufen. Der Körper spricht, wenn der Geist schweigt.

Wegen all dem ist es wichtig und gleichzeitig ratsam, die Ruhe bewahren zu können, um uns jeder Situation auf die bestmöglichste Art entgegenstellen zu können.

Warum es wichtig ist, die Nerven zu behalten. 10 Tipps, um die Ruhe zu bewahren.

10 Tipps, um die Ruhe in jeder Situation zu bewahren

Die Art und Weise, auf die wir in Situationen handeln können, die uns Stress oder Unwohlsein bereiten, ist grundlegend. Natürlich ist es nicht einfach die Ruhe zu bewahren, wenn wir nervös sind oder unter Druck stehen. Deswegen stellen wir dir 10 Möglichkeiten, um zu lernen, die Ruhe zu bewahren, zur Verfügung.

Wenn wir uns aufregen, sendet uns unser Körper Zeichen und wir merken, dass unser Puls schneller wird, die Körpertemperatur steigt, unsere Stimme lauter wird, einige Muskeln sich anspannen, … Das ist der Moment, in dem wir auf die folgenden Punkte achten sollten, um ruhig zu bleiben:

1. Ruhe bewahren: Die Alarmsignale identifizieren

Zuallererst solltest du versuchen, deine Aufmerksamkeit auf diese Signale zu richten, die der Körper in Druck- und Stresssituationen sendet. Es ist wichtig, dass du identifizieren kannst, wie dein Körper unter diesen Umständen reagiert, um zu lernen, in den darauffolgenden Momenten die Ruhe zu bewahren.

Wenn du denkst, dass du dazu fähig bist, die Situation anzuhalten, hältst du sie an und kannst so ruhig bleiben. Wenn du dazu fähig bist, deine Gedanken zu kontrollieren, hast du schon die Hälfte des Kampfes gewonnen.

Wie die Ruhe bewahren? Vertrau auf dich selbst und deine Möglichkeiten, alles zu schaffen, was du dir vornimmst. Denke „es gibt nichts Schlimmes, was 100 Jahre dauert, das hält kein Körper aus“ und „nach dem Sturm kommt immer die Ruhe“. Bleib ruhig und vor allem werde nicht panisch. Egal wie die Situation ist, die in dir Druck, Unwohlsein, Sorgen etc. hervorruft, sie wird nicht ewig dauern und du kannst sie überwinden.

Lerne aufzuhören, negativ zu denken und vergiss Gedanken der Art „es ist unmöglich, ich kann so viel Arbeit nicht schaffen“, denn das Einzige, was du mit diesen Gedanken schaffst, ist deinen Stress zu erhöhen und die Situation zu verkomplizieren. Versuche die positive Seite der Dinge zu sehen.

2. Ruhe bewahren: Atme und zähle bis 10

1-2-3-4-5….9-10.” Glaub mir, wenn ich sage, dass es besser ist, dir die Zeit zu nehmen zu zählen (egal ob bis 10 oder bis 100), bis du dich entspannst. So vermeidest du etwas zu sagen oder zu tun, das du später bereuen könntest, während du gleichzeitig das Nervensystem beruhigst.

Wie die Ruhe bewahren? Trainiere die langsame und tiefe Atmung, wenn du dich wohl und gelassen fühlst, damit du in komplizierten Situationen und wenn du nervös bist, automatisch dazu fähig bist. Atme ein, halt die Luft 5 Sekunden und atme langsam wieder aus. Beobachte, wie dein Körper aufhört, angespannt zu sein. Stell dir vor, es ist einer dieser Tage, an denen dein Chef dich wegen jeder Kleinigkeit zurechtweisen zu scheint … Zähl bis 10, atme nach und nach tief. Wenn du dich entspannt hast, wird dein Geist klar und du wirst alles von einer anderen Perspektive aus sehen können. Du wirst nicht mehr denken „Ich hasse meinen Chef aus tiefster Seele!“ sondern „Mein armer Chef, wir haben alle mal einen schlechten Tag!“

3. Ruhe bewahren: Distanziere dich einen Moment lang von der Situation

Wenn wir uns in einer Situation wiederfinden, die in uns Unwohlsein oder Nervosität hervorruft und wir ruhig bleiben müssen, ist es eine gute Idee, sich von der Situation zu entfernen und versuchen an die frische Luft zu gehen. Wenn wir außerdem ein paar Sonnenstrahlen abbekommen können, wird uns das noch mehr helfen, Klarheit zu behalten.

Eine andere Option ist dein Gesicht mit kaltem Wasser zu waschen, wenn es dir gerade möglich ist. So kann sich die Herzfrequenz verringern und dies kann dir helfen dich zu beruhigen.

Du kannst auch Gegenstände wie Anti-Stress-Bälle benutzen, um Druck abzubauen. Das sind Bälle, die in eine Hand passen und deren Hauptzweck es ist, unsere Spannungen durch Kneten zu verringern. Sie helfen uns dabei, das Adrenalin zu befreien, das sich in Spannungsmomenten ansammelt, während unsere Laune gleichzeitig besser wird.

Auch nicht zu vergessen sind die Vorteile, die Musik uns bringt,wenn wir gestresst sind. Kämpfe gegen den Stress mit Musik an.

4. Ruhe bewahren: Schalte dein Gehirn auf Pause, denke an etwas anderes

Wenn du unter Druck stehst und die Ruhe bewahren möchtest … Hast du schon mal probiert, an Bilder zu denken, die dich entspannen? Welche Landschaften wecken in dir ein Gefühl von Frieden und Ruhe? Vielleicht hilft es dir, ruhig zu bleiben, wenn du an das Meer, an den Klang der Wellen, an die Brise, die dich streift, denkst.

Versuche an Dinge zu denken, die nichts mit dem Problem zu tun haben, du hast Tausende von Möglichkeiten: Denk an deinen nächsten Urlaub, verbinde dich mit dem Internet, stell dir eine Landschaft vor, fang an dieses Buch zu lesen, das dir so gefällt, versuch dich an diese lustige Situation zu erinnern, die du vor Kurzem erlebt hast …

Jeder Mensch ist anders und deshalb entspannt nicht alle Menschen das Gleiche. Nimm dir die Zeit das herauszufinden und wenn du dir bewusst bist, was am besten für dich funktionierte, musst du es dir nur noch in deinen Stressmomenten vorstellen.

10 Tipps, um ruhig zu bleiben. Denk an Bilder, die dich entspannen.

5. Ruhe bewahren: Analysiere deine Situation auf objektive Art und Weise

Wenn du merkst, dass du die Situation nicht mehr aushalten kannst, die so viel Wut und Stress in dir erzeugt, wenn du dich fühlst, als müsstest du explodieren, wenn du mit allen Mitteln versuchst ruhig zu bleiben, es aber nicht schaffst, … sei objektiv.

Stell dir die Situation, die du erlebst, vor, als würdest nicht du in ihr stecken, sondern jemand anderes die Hauptfigur wäre. Wie würdest du es sehen? Würdest du es genauso sehen? Wenn der Hauptdarsteller dieser Geschichte dich um Rat beten würde, was würdest du ihm sagen? Wenn du die emotionale Bedeutung aus der Situation heraus nimmst, kannst du bestimmt auf eine andere und bessere Art handeln.

Du kannst diese Situation auch jemand anderem, dem du vertraust, vorstellen, damit dieser dir hilft, die Konsequenzen einer bestimmten Entscheidung zu überdenken und die bestmöglichste Entscheidung zu treffen. Eine Person, die nichts mit dem Problem zu tun hat, kann vielleicht Lösungen finden, die du selbst nicht sehen kannst.

6. Ruhe bewahren: Auf die Ernährung zu achten kann dir helfen, die Nerven zu behalten

Gesund zu essen ist wichtig für uns alle, da die Ernährung sowohl unseren Körper als auch unsere Laune beeinflusst.

Es gibt Menschen, die einen Kaffee trinken oder eine Zigarette rauchen, um ruhig zu bleiben, weil sie denken, dass sie dieses Verhalten beruhigt. Das ist immer ein Fehler.

Andere Menschen greifen auf Backwerk oder Süßigkeiten zurück, weil sie denken, dass Zucker bei dieser Gelegenheit das Richtige ist, oder sogar weil sie sich gezwungen fühlen sich mit egal welchem Essen vollstopfen, was sie gerade finden. Ein Fehler!

Nicht nur Kaffee ist in solchen Fällen nicht gut, sondern jedes Getränk, das Koffein enthält, kann und noch nervöser machen. Zuckerhaltige Produkte bewirken den gegenteiligen Effekt, den wir uns in diesem Moment wünschen, da sie uns Energie geben und wir uns somit noch aufgeregter fühlen könnten.

Wie beruhigen wir uns wieder? In solchen Fällen empfehlen Experten schwarze Schokolade und Lebensmittel reich an Vitamin C wie Erdbeeren, Orangen, … zu essen, da die Cortisol (Stresshormon) abbauen und einen Entspannungstee (zum Beispiel Baldriantee oder Lindenblütentee) zu trinken, um ruhig zu bleiben.

Für die Menschen, denen es bei Nervosität nur hilft den Kühlschrank zu überfallen, ist Kaugummikonsum zu empfehlen (zuckerfrei), der ihnen hilft, das Stress- und Nervositätslevel herunterzusetzen. Wenn du außerdem versuchst das Kaugummi langsam zu kauen und es bewusst zu genießen, wirst du deine Aufmerksamkeit auf das Kaugummi richten und dich indirekt weniger um das Problem kümmern.

Experten empfehlen dunkle Schokolade und Vitamin-C reiche Lebensmittel wie Orangen zu essen, um die Ruhe zu bewahren.

7. Ruhe bewahren: Die Natur kann deine große Verbündete sein

In gespannten und komplizierten Momenten ist es von großer Wichtigkeit, dich von der Situation, die dich aufregt, zu entfernen, um deinen Kopf freizumachen. Such dir einen ruhigen Ort, an dem du bequem sitzen kannst und konzentriere dich darauf an etwas anderes zu denken als an das, was dir Unwohlsein bereitet.

Wenn du in Stressmomenten die Möglichkeit hast, in die Natur zu gehen, sei es an den Strand, die Berge, aufs Feld … mach es! Die lebendigen Farben der Natur bewirken, dass dein Geist sich entspannt.

8. Ruhe bewahren: Die Wichtigkeit des Sports

Wie in komplizierten Situationen ruhig bleiben? Bewege dich, aktiviere deinen Körper, egal wie. Spazieren zu gehen ist sehr empfehlenswert. Einen Spaziergang zu machen oder sogar (abhängig von deiner Kondition) joggen zu gehen, ist eine gute Art, von den Problemen abzuschalten, Energie freizusetzen und den Geist klar von den Situationen, die uns Unwohlsein bereiten, zu halten.

Egal welche Art von Sport zu wählst, es ist immer besser einen kleinen Spaziergang zu machen als dich in deinem Zimmer einzuschließen, wo dir die immer gleichen intrusiven Gedanken durch den Kopf schwirren. Sport hilft dabei die Emotionen zu regulieren und dank der Freisetzung von Endorphinen fühlen wir uns glücklicher.

Wenn du zu denen gehörst, die andere Formen von Aktivitäten oder Sport als Joggen bevorzugst, kann du Alternativen wie Schwimmen, Tanz, Pilates, Yoga oder Achtsamkeitstraining suchen, denn diese helfen uns die Spannung zu verringern, die sich in uns Tag für Tag sammelt.

Sport hilft die Emotionen zu regulieren und erlaubt uns ruhig zu bleiben.

9. Ruhe bewahren: Verzeihe, vergesse und behalte deinen Sinn für Humor

Manchmal begegnen wir Situationen, in denen wir uns aus diversen Gründen bekümmert und schuldig fühlen.

Wenn wir in diesen Momenten die Ruhe bewahren wollen, ist es entscheidend, dass wir unser begangenen Fehler bewusst sind und frei dazu sind uns selbst zu verzeihen und uns somit von der Schuld befreien können. Wenn wir glauben, dass wir einen Fehler begangen haben, sollten wir es verstehen uns zu verzeihen und uns eine zweite Chance zu geben.

Es ist immer gut die positive Seite der Dinge zu sehen und alles mit Humor zu nehmen. Lach über dich selbst, über die Situation und über alles, auch wenn das manchmal kompliziert ist.

10. Ruhe bewahren: Beglückwünsche dich

Wir wissen ja bereits, dass es keine einfache Aufgabe ist, in jeder Situation die Ruhe zu bewahren. Es erfordert viel Geduld, Praxis und Motivation und Willenskraft nicht aufzugeben, wenn es scheint, dass die Situation uns aus den Händen gleitet.

Beglückwünsche dich, weil du es wolltest und es geschafft hast. Du hast Reife bewiesen und dank deiner Motivation konntest du die Ruhe behalten, indem du sowohl deine Emotionen als auch deine Taten kontrolliert hast. Fühl dich stolz auf dich selbst. Wenn du in einer Sache versagt hast, macht das nichts, bestraf dich nicht, denn beim nächsten Mal wirst du es besser machen. Außerdem helfen dir die Fehler mehr über dich zu lernen und sorgen dafür, dass du dich besser kennst, um in den nächsten Situationen nicht den gleichen Fehler zu begehen.

Und was ist deiner Meinung nach die beste Art die Ruhe zu bewahren? Was machst du in den Situtationen, in denen alles schief laufen zu scheint? Gehörst du zu denen, die tief atmen und bis 10 zählen? Weichst du deinen Problemen lieber aus, indem du Musik hörst? Oder gehst du vielleicht lieber joggen, um Energie und Spannungen abzubauen? Wenn du möchtest, kannst du unten mit uns teilen, was dein bester Tipp ist, um die Ruhe zu bewahren. 😉

Quelle: Mairena Vázquez, Psychologin bei CogniFit

Wie kann Stress in der Schwangerschaft das Baby beeinflussen?

Wie kann Stress in der Schwangerschaft das Baby beeinflussen? Vielleicht machst du während der Schwangerschaft gerade eine schwierige Zeit im Beruf oder im Arbeitsleben durch oder fühlst dich durch all die bevorstehenden Veränderungen überfordert: Dein Körper verändert sich, deine Gefühle fahren Achterbahn, dein Privat- und Familienleben ändert sich radikal … Manchmal passen wir uns gut an diese Veränderungen an und manchmal können sie zu einer Stressquelle in unserem ohnehin schon hektischen Leben werden.

Viele Studien haben die Folgen von Stress während der Schwangerschaft untersucht und warnen davor, wie schädlich er für unsere Babys sein kann. Denkst du, dass du unter Stress leiden könntest? Machst du dir Sorgen, wie dieser ganze Druck das Baby beeinflussen könnte? Beeinflusst Stress uns alle gleich? Keine Sorge, in diesem Post werden wir versuchen all diese Fragen zu beantworten.

Stress in der Schwangerschaft

Stress in der Schwangerschaft: Wie kann er das Baby beeinflussen?

Was ist Stress? Warum kann es zu Stress in der Schwangerschaft kommen?

Zunächst müssen wir verstehen, dass der Stress an sich nichts Schlechtes ist, sondern eine normale körperliche Reaktion auf Reize, die wir als bedrohlich empfinden. Ein mäßiges Stressniveau schadet uns nicht.

Angesichts einer bedrohlichen Situation beginnt unser Körper Cortisol und Adrenalin abzusondern. Das sind Stoffe, die es erlauben, unseren Muskeln Energie zukommen zu lassen. So können die Muskeln eine geeignete Antwort auf die Stresssituation geben, sei es Konfrontation oder Flucht. Wenn die Stresssituation vorüber ist, beseitigt der Körper die überschüssige Menge an Cortisol und es ist, als ob nichts passiert wäre.

Die Gefahr kommt, wenn dieser Stress über einen längeren Zeitraum oder in großer Intensität vorkommt. Dieser chronische Stress kann verschiedene Gründe haben: Wenn wir bei der Arbeit unter großem Druck stehen, in der Partnerschaft misshandelt werden oder ein naher Verwandter stirbt, wenn wir uns um eine pflegebedürftige Person kümmern müssen oder sogar, wenn wir Ablehnung oder Unsicherheit wegen einer Schwangerschaft spüren. Wenn wir über einen längeren Zeitraum unter chronischem Stress leiden, kann das negative Folgen für unser Gehirn haben, unser Organismus kann den Anteil an Cortisol (oder anderen Hormonen) im Blut nicht mehr ausgleichen und das kann Störungen im Immunsystem, im Gedächtnis, beim Blutdruck oder der Fruchtbarkeit, Knochenschwund oder Migräne hervorrufen … und so das Baby negativ beeinflussen.

Bedeutet das, dass wir uns schuldig fühlen sollten, wenn wir Stress empfinden und/oder ihn nicht kontrollieren können? Natürlich nicht. Niemand hat Schuld, wir müssen uns weder schuldig fühlen, dass ein Verwandter stirbt, noch, dass wir während der Schwangerschaft gekündigt wurden. Das ist absurd. Was wir tun können, ist uns schon vor der Schwangerschaft, etwas bewusster darüber zu werden, wie wichtig unser eigenes Wohlbefinden ist und die Verantwortung dafür zu übernehmen, damit es zu weniger oder keinem Stress in der Schwangerschaft kommt. Können wir kleine Veränderungen vornehmen, um entspannter zu leben und einige Schlüssel zum Glücklichsein kennenlernen? Zum Yoga gehen? Achtsamkeitsmeditation machen? Uns selbst ein bisschen Zeit an irgendeinem Tag der Woche widmen?

Stress in der Schwangerschaft und wie er das Baby beeinflusst

Wie beeinflusst der Stress in der Schwangerschaft das Baby?

Die meisten Untersuchungen ergeben, dass anhaltender Stress schädliche Auswirkungen auf das Baby haben kann. Trotzdem sollten wir uns nicht beunruhigen, denn die Wahrscheinlichkeit von negativen Folgen, die Stress auf unser Baby hat, ist sehr, sehr gering. Und denk daran, wenn du dir Sorgen machst, empfehlen wir dir als Erstes einen Arzt aufzusuchen. Einige Effekt, die beobachtet werden konnten, sind:

1- Obstetrische Komplikationen:

Ein häufigeres Auftreten von Frühgeburten und Untergewicht bei der Geburt sind die Folgen, die am konsistentesten dem mütterlichen Stress während der Schwangerschaft zugeschrieben wurden. Man nimmt an, dass der hohe Cortisolpegel die Blutversorgung der Plazenta reduzieren könnte und somit vorzeitige Wehen einleiten könnte.

Andere Studien haben das Arbeitspensum (mit Arbeitszeiten von mehr als 32 Wochenstunden) von Frauen im ersten Trimester der Schwangerschaft mit einem Anstieg der Häufigkeit von Geburten von untergewichtigen Babys in Verbindung gebracht. Somit könnte eine Verkürzung der Arbeitstage für Frauen sogar schon im ersten Trimester vorteilhaft sein, nicht erst im letzten. Es ist hervorzuheben, dass, obwohl einige Studien diese Verbindung finden, in den Revisionen (gleichzeitige Analyse von mehreren Studien) diese Assoziationen schwach sind und von anderen Faktoren abhängen könnten.

2- Fehlgeburt:

Einige Studien haben eine Verbindung zwischen mütterlichem Stress und dem Tod des Föten gezeigt. In einer Studie in Dänemark wurde beobachtet, dass das Risiko für eine Fehlgeburt bei Frauen, die starkem Stress ausgesetzt waren, um 80% erhöht war, verglichen mit denen, die unter moderatem Stress litten. Man muss sich jedoch nicht beunruhigen, denn die Rate für Totgeburten ist niedrig, deshalb muss man sich deswegen nicht verrückt machen.

3- Probleme in der neurologischen Entwicklung:

Während der Schwangerschaft einer hohen Stressdosis ausgesetzt zu sein, kann eine unangemessene neurologische Entwicklung hervorrufen. Stress in den ersten Schwangerschaftswochen ist mit Neuronentod, Zahnwachstumshemmung, Mängel bei der Entwicklung des Corpus callosum und des Kleinhirns in Zusammenhang gebracht worden. All dies verursacht Probleme bei der kognitiven und intellektuellen Entwicklung der Kinder, vor allem in Bezug auf die Sprachentwicklung und die Sprachkenntnisse.

4- Emotionale und Verhaltensstörungen beim Baby und Kleinkind:

Es wurden mehrere Studien veröffentlicht, in denen der mütterliche Stress mit Aufmerksamkeitsproblemen, Hyperaktivität, Nervosität und Verhaltensstörungen bei Kinder in Verbindung gebracht worden ist. Eine Studie des Imperial College of London zeigt, dass der Umfang der Auswirkungen klinisch relevant ist, da er 15 % der emotionalen und/oder Verhaltensstörungen erklärt, die man an Kindern beobachten kann.

Obwohl man glaubt, dass der Mechanismus, der diese Störungen erklärt, mit dem Cortisolpegel während der Schwangerschaft zu tun hat, ist das noch nicht sicher und die Experten glauben, dass andere Faktoren wie die Ernährung eine wichtige Rolle spielen könnten.

4- Angeborene Missbildungen: 

Für Mütter, die ein sehr belastendes Ereignis während des ersten Trimesters der Schwangerschaft erleben, steigt das Risiko verglichen mit den anderen Müttern um dass Achtfache, dass ihr Baby eine angeborene Missbildung wie die Hasenscharte oder Herzerkrankungen aufweist. Trotz des hohen Risikos ist die Gesamthäufigkeit gering (0,65% für alle Schwangerschaften und 1,18% für Schwangerschaften unter extremem Stress), deswegen sollte man sich nicht beunruhigen.

 

Quelle: Cristina Nafría, Psychologin bei CogniFit.

 

Neurotransmitter: Welche gibt es? Welche Funktionen erfüllen sie?

Sicher hast du dich schon mehr als einmal deprimiert oder kraftlos gefühlt und weißt, dass die Neurotransmitter Serotonin und Dopamin für deine Stimmung eine Rolle spielen. Doch welcher Mechanismus liegt dem zugrunde und welche Funktionen führen die Neurotransmitter in deinem Organismus genau aus? In diesem Artikel erklärt die die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda die bedeutendsten Arten von Neurotransmittern für den menschlichen Körper und ihre Verbindung mit dem Nervensystem.

Was sind Neurotransmitter? 

Teste zunächst dein Wissen

Was weißt du bereits über Neurotransmitter?

5. Für welchen Neurotransmitter gibt es im Körper 5 verschiedene Rezeptoren?
  • Dopamin hat 5 verschiedene Rezeptoren, welche die Namen D1, D2, D3, D4 und D5 tragen. Die unterschiedlichen Rezeptoren befinden sich in verschiedenen Teilen des Gehirns. Dadurch kann der Neurotransmitter auf viele verschiedene Arten genutzt werden. Wenn Dopamin beispielsweise mit dem D1-Rezeptor des limbischen Systems interagiert, hat das Auswirkungen auf der Verhaltensebene.

6. Welcher Neurotransmitter wird auch 5-Hydroxytryptamin oder 5-HT genannt?
  • Serotonin ist auch als 5-Hydroxytryptamin beziehungsweise 5-HT bekannt. Das ist der Fall, da der Neurotransmitter aus der Aminosäure Tryptophan besteht. Tryptophan findet sich in Nahrungsmitteln wie Getreide, Fleisch und Milchprodukten. Ein Mangel an Tryptohan kann dementsprechend zu einem geringeren Serotoninlevel führen.

7. Welcher der folgenden Neurotransmitter ist inhibitorisch?
  • GABA ist ein inhibitorischer Neurotransmitter, was bedeutet, dass es dem nachfolgenden Neuron mitteilt, kein Aktionspotential abzufeuern. Exzitatorische Neurotransmitter wie Adrenalin oder Noradrenalin hingegen aktivieren das Neuron, sodass Aktionspotentiale ausgelöst werden, was in der Regel dazu führt, dass noch mehr Neurotransmitter ausgeschüttet werden.

8. Der Bereich in welchen die Neurotransmitter von einer Zelle ausgeschüttet werden, um mit einer anderen Zelle zu kommunizieren, nennt sich _____
  • Die Synapse, beziehungsweise der Synaptische Spalt ist der Ort, an dem alles passiert. Die Neurotransmitter werden am synaptischen Endknöpfchen Enden der Zelle ausgeschüttet, um mit den Rezeptoren der Dendriten der nachfolgenden Zelle zu interagieren.

9. Wenn es zu einem neurochemischen Ungleichgewicht kommt, wodurch eine Krankheit oder Beschwerden entstehen, können Wissenschaftler Medikamente entwickeln, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Was muss bei der Entwicklung dieser Medikamente, welche die Chemie des Gehirns beeinflussen, unbedingt beachtet werden?
  • Während all diese Dinge wichtige Faktoren sind, ist das größte Hindernis die Blut-Hirn-Schranke, wenn es um die Entwicklung von Medikamenten geht. Die Blut-Hirn-Schranke ist eine sehr selektive Grenze, welche nur bestimmten Substanzen und Nährstoffen den Durchgang erlaubt. Dadurch wird das Gehirn vor möglichen gefährlichen Substanzen geschützt.

Was sind die Neurotransmitter?

Die Neurotransmitter wurden 1921 vom Biologen Otto Loewi entdeckt, der später den Nobelpreis für seine Arbeiten gewann. Bis dahin glaubte man, dass die interneuronale Kommunikation (zwischen Neuronen) über elektrische Kommunikationsmittel stattfindet. Loewi entdeckte, dass dieses Konzept falsch ist, indem er zeigte, dass die Neuronen untereinander durch die Freisetzung von chemischen Substanzen kommunizierten, die man Neurotransmitter nennt. Von 1921 bis heute wurden mehr als 60 verschiedene Arten von Neurotransmittern entdeckt.

Neurotransmitter sind notwendige Biomoleküle, die für den Transport der Information von einem Neuron zum anderen durch den synaptischen Vorgang zuständig sind. Sie agieren als Botenstoffe im Gehirn.

Neurotransmitter kommunizieren indem sie entweder chemisch oder elektrisch wirken. Kleine Pakete, die sogenannten Vesikel, befinden sich im Synaptischen-Endknöpfchen jedes Neurons. In diesen Vesikeln werden die Neurotransmitter gelagert, die sich öffnen und die Neurotransmitter freigeben, wenn ein elektrischer Impuls, ein Aktionspotential, die Zelle stimuliert. Sobald das Neuron das Signal erhält, wandern die Vesikel zum Zellmembran und schütten die Neurotransmitter in den synaptischen Spalt. Das ist der Bereich zwischen den Dendriten eines Neurons und der präsynaptischen Endigung eines anderen Neurons.

Neurotransmitter interagieren mit den Rezeptoren der Dendriten des nachfolgenden Neurons, nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Sie besitzen eine spezielle Oberfläche und Form, mit dem sie wie ein Schlüssel an einen bestimmten Rezeptor andocken können. Sobald der Neurotransmitter an den Rezeptor angedockt hat und mit diesem verbunden ist, wird -je nach Rezeptortyp- die nachfolgende Zelle inhibiert oder durch ein Aktionspotential erregt. Wenn das Neuron das Signal bekommt zu feuern, findet der ganze Prozess von vorne statt.

Das korrekte Funktionieren unserer Neurotransmitter sorgt für ein Gleichgewicht in allen Funktionen unseres Nervensystems. Es kann durch genetische Prädispositionen oder Einflüsse der Umwelt zu einer falschen oder mangelhaften Synthetisierung oder Produktion bestimmter Neurotransmitter kommen. Dies führt zu Unordnung und kann eine körperliche oder psychische Störung zur Folge haben.

Im Folgenden werden die Beziehung zwischen diversen Krankheiten genauer betrachtet und der enge Zusammenhang mit den unterschiedlichen Arten von Neurotransmittern beleuchtet.

Arten von Neurotransmittern und ihre Funktionen

Im Folgenden werden wir eine Übersicht von den wichtigsten Arten von Neurotransmittern und ihren Funktionen erstellen. Gruppierung von Neurotransmittern:

1- Acetylcholin (ACh)

Hauptfunktionen des Acetylcholins und Handlungsmechanismen: Unter den unterschiedlichen Arten von Neurotransmittern ist das Acetylcholin der Neurotransmitter, der unter anderem für die Muskelreize verantwortlich ist. Er kümmert sich um die Aktivierung der motorischen Neuronen und beteiligt sich an diversen Zonen des Gehirns, die für das Lernen, die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis oder die Erregung zuständig sind. Außerdem erachtet man das Acetylcholin als wichtige Substanz zur Bekämpfung des neurologischen Abbaus.

Die Hauptfunktion des Acetylcholin ist die Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten. Es ist grundlegend bei der Bildung von Erinnerungen, der Konzentrationsfähigkeit und dem logischen Denken. Zudem kümmert es sich um den Übergang vom Wachzustand zum Schlaf.

Wo befindet sich das Acetylcholin? Das Acetylcholin befindet sich in unterschiedlichen Teilen des zentralen Nervensystems (ZNS) und in den Synapsen der Drüsen und Muskeln.

Funktionsstörungen, die mit einem Defizit an Acetylcholin zusammenhängen: Die Alzheimerkrankheit und Morbus Parkinson hängen mit einem Mangel an Acetylcholin zusammen. Bei Alzheimerpatienten beobachtet man einen Verlust von bis zu 90% von Acetylcholin im Gehirn.

2- Dopamin

Hauptfunktionen des Dopamins und Handlungsmechanismen: Was ist Dopamin und welche Funktionen hat es? Das Dopamin wird als Neurotransmitter des Vergnügens erachtet, man verbindet es mit dem Vergnügen und Entspannungsgefühl.

Unter den Hauptfunktionen des Dopamins können wir die Verbindung mit der Lernfähigkeit finden, konkreter die Verbindung zu den kognitiven Prozessen, der Regulierung des Gedächtnisses. Es spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle bei der Entscheidungsfindung. Die Motivation und die Neugierde scheinen auch mit diesem Neurotransmitter in Verbindung.

Es sorgt für die Regulierung der angenehmen Emotionen. Wenn wir eine Droge gewohnheitsmäßig konsumieren, wie Nikotin oder Alkohol, steigen die Dopaminwerte in unserem Körper und es entsteht dieses angenehme und entspannte Gefühl.

Wo befindet sich das Dopamin? Dieser Neurotransmitter befindet sich im vegetativen Nervensystem (VNS)

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Defizit an Dopamin zusammenhängen: Das Dopamin steht mit der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) in Verbindung, da der Mangel an diesem Neurotransmitter Konzentrationsprobleme und – Defizite erzeugt. In Verbindung mit der bipolaren Störung wurde ein Anstieg von Dopamin in den manischen und hypomanischen Phasen nachgewiesen. Die Schizophrenie und Morbus Parkinson hängen ebenfalls mit Dopamin zusammen. Im Fall von der Schizophrenie entsteht ein Überschuss an Dopamin in den Frontallappen und im Fall von Morbus Parkinson ein Mangel an Dopamin in den motorischen Zonen, die für unkontrollierbares Zittern verantwortlich sind.

3- Noradrenalin

Hauptfunktionen des Noradrenalins und Handlungsmechanismen: Man kennt Noradrenalin auch unter dem Namen Stresshormon. Das liegt an seiner Doppelfunktion, als Hormon und als Neurotransmitter.

Noradrenalin ist eine Art von Neurotransmitter mit erregender Funktion, der für die Aktivierung des sympathischen Nervensystems sorgt.

Das Noradrenalin wird mit der Herzfrequenz assoziiert und greift in die Gehirnvorgänge der Aufmerksamkeit und Reaktionserzeugung ein. Unter seinen Hauptfunktionen sind die Regulierung des Gemütszustands und die körperliche und geistige Erregung.

Wo befindet sich das Noradrenalin? Diese Art von Neurotransmitter befindet sich hauptsächlich im zentralen Nervensystem (ZNS) und in einigen Zonen des Sympathikus des vegetativen Nervensystems (VNS).

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Mangel an Noradrenalin zusammenhängen: Ein Defizit an dieser Art von Neurotransmitter steht im Zusammenhang mit depressiven und affektiven Störungen. Stress erschöpft unsere Reserven häufig, während einige Drogen wie Amphetamine oder Speed die Noradrenalin-Werte drastisch ansteigen lässt.

Ein niedriger Noradrenalin-Wert sorgt für einen Rückgang des sexuellen Verlangens.

4- γ-Aminobuttersäure: GABA

Hauptfunktionen des Neurotransmitters GABA und Handlungsmechanismen: GABA besitzt eine hemmende Funktion im Nervensystem, er verhindert, dass wir uns übermäßig aufregen und verhindert Panik- oder Angstreaktionen. Alkohol und Drogen können die Funktion des Neurotransmitters GABA beeinflussen und ein subjektives Gefühl der Kontrolle erzeugen.

Er spielt eine wichtig Rolle bei der Kontrolle der motorischen Tätigkeiten und der Sicht, des Verhaltens, und den Stressreaktionen. Außerdem ist er ein essentieller Schutzfaktor bei der Panikkontrolle.

Wo befindet sich der Neurotransmitter GABA? Im Gehirn und der Hirnrinde

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Mangel am Neurotransmitter GABA zusammenhängen: Wenn wir geringe Werte des Neurotransmitters GABA aufweisen, können wir in unserem Körper unter Angststörungen leiden, und seine vollständige Abwesenheit korreliert mit epileptischen Phasen.

Sehr geringe GABA-Werte können zu Wahn und Panikattacken führen.

5- Serotonin

Hauptfunktionen des Serotonins und Handlungsmechanismen: Das Serotonin ist auch als Glückshormon bekannt und wird häufig mit 5-HT abgekürzt. Es erfüllt zwei Funktionen in unserem Organismus; als Hormon und als Neurotransmitter.

Es spielt eine wichtige Rolle beim Prozess der Verdauung, der Regulierung der Körpertemperatur und hat einen großen Einfluss auf das sexuelle Verlangen. Außerdem scheint es die Aggressivität bedeutend zu verringern.

Wo befindet sich das Serotonin? Diese Art von Neurotransmitter befindet sich in verschiedenen Regionen des zentralen Nervensystems.

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Mangel an Serotonin zusammenhängen: Ein Mangel an Serotonin in unserem Organismus hängt mit Krankheiten wie Depressionen, Zwangsstörungen (OCD), Aggressivität, Drogen- oder Alkoholabhängigkeit, Essstörungen und Schlaflosigkeit zusammen.

6- Glutamat

Hauptfunktionen des Glutamats und Handlungsmechanismen: Das Glutamat hängt mit dem Neurotransmitter GABA zusammen und ist das am häufigsten vorkommende im zentralen Nervensystem (ZNS). Es ist fundamental für die Prozesse der Erinnerung. Ein Überschuss an Glutamat toxische Effekte auf unseren Organismus und sorgt für Nerventod.

Diese Art von Neurotransmitter ist mit Erinnerungs- und Lernfunktionen verbunden und mit den komplexesten kognitiven Funktionen. So kann ein Ungleichgewicht des Neurotransmitters Glutamat für neurodegenerative Pathologien sorgen.

Wo befindet sich das Glutamat? In diversen Bereichen des zentralen Nervensystems

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Mangel an Glutamat zusammenhängen: Niedrige Werte an Glutamat hängen mit Krankheiten der motorischen Neuronen zusammen. Die am häufigsten assoziierte Krankheit ist die Exzitose, ein Vorgang, bei dem die Neuronen durch eine Überaktivierung stark geschädigt oder zerstört werden. Die Exzitose korreliert mit neurodegenerativen Krankheiten wie unter anderem der Huntington-Krankheit, der Alzheimer-Krankheit und Parkinson.

Hohe Glutamat-Werte in unserem Organismus korrelieren mit epileptischen Phasen.

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Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.