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Schneller auswendig lernen: 6 unfehlbare Strategien

Auswendig lernen. Die Fähigkeit, uns etwas merken zu können, ist sehr wichtig für uns: Wir benutzen unser Gedächtnis, um unser Studium erfolgreich abzuschließen, besser in unserer Arbeit zu werden und fast bei jeder Aktivität unseres täglichen Lebens. Es gibt einige Glückspilze, die mit der Fähigkeit, sich an alles zu erinnern, geboren werden, jedoch gilt für den Rest der Sterblichen: Die Erinnerung ist eine Fähigkeit, die man verbessern kann, wenn man sie richtig trainiert.

Durch Gehirntraining und die Verwendung von Erinnerungstechniken machst du aus deinem Gehirn deinen besten Alliierten. In diesem Artikel lädt dich Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda dazu ein, die neuesten Untersuchungen zur Erinnerungsfähigkeit zu entdecken und zeigt dir einige intelligente Strategien, um dafür zu sorgen, dass du schneller auswendig lernen kannst. Bist du bereit? Los geht’s!

Wie man schneller auswendig lernt

Als Allererstes musst du beachten, dass das Gedächtnis kein Element an sich ist, sondern ein sehr komplexes Konstrukt ist, das einen Teil unserer kognitiven Fähigkeitn bildet. So kann man den Begriff Gedächtnis nicht ohne eine Reihe von Fähigkeiten, aus denen es besteht, verstehen. Das Gedächtnis setzt sich aus einer Reihe von Hirnfunktionen zusammen, die sich gegenseitig ergänzen und sich untereinander verbinden, um für den Erinnerungsprozess zu sorgen.

Elemente wie das Sprachgedächtnis, die Benennungsfähigkeit, das visuelle Gedächtnis, das auditive Gedächtnis, das Arbeitsgedächtnis, das Kontextgedächtnis, die geteilte, selektive, gehaltene und freiwillige Aufmerksamkeit, die Fokussierung und die Planung sind fundamental für die richtige Funktionsweise unseres Gedächtnisses im Allgemeinen und eines guten Erinnerungsprozesses im Speziellen.

Jeder Mensch ist einzigartig und somit ist es auch unser Erinnerungsprozess. Es gibt Menschen, die eine Information behalten können, wenn sie sie nur im Radio hören. Andere, im Gegensatz dazu, bevorzugen es, die Information aufzuschreiben, die sie speichern wollen, oder sie laut zu wiederholen. Einige andere wählen Schemata und Farben, um in ihrem Gedächtnis wichtige Informationen zu speichern.

Der erste Schritt, den du machen solltest, wenn du lernen möchtest, schneller auswendig zu lernen, ist deinen Erinnerungsstil zu finden und zu definieren. Das heisst, du musst lernen zu erkennen, was deine Stärke beim Auswendiglernen ist, mit dem Ziel, die Techniken zu lernen, die an deinen Erinnerungsstil angepasst sind. Schreibst du eher aus oder läufst durch das Wohnzimmer und wiederholst laut, was du auswendig lernen möchtest?

“Das Gedächtnis ist der Wächter des Gehirns. William Shakespeare”

Es gibt so viele Erinnerungsstile wie Menschen. Ich erinnere mich an eine Kommilitonin aus der Universität, die die Themen von ihr gelesen auf einem Aufnahmegerät aufnahm und sie immer im Haus anmachte, während sie die Hausarbeiten erledigte. Sie versicherte, dass das super für sie funktionierte.

Vielleicht entdeckte sie, dass ihr Gedächtnis besser funktionierte und effizienter und müheloser die Informationen behielt, indem sie sie durch den auditiven Kanal leitete, das heisst, indem sie zuhörte und ihre Aufmerksamkeit auf das Gehörte richtete.

Wie man schneller auswendig lernt: Die besten Strategien

Deshalb gibt es keine universellen Tricks, um schneller auswendig zu lernen, da das Gedächtnis jeder Person ein einzigartiger und persönlicher Vorgang ist. Aber es gibt eine Reihe von wissenschaftlich abgesicherten Methoden, damit du deine Erinnerungsfähigkeit steigern kannst und demzufolge weisst, wie man schneller auswendig lernt.

Die Konzentration ist auch ein wichtiges Element beim schneller Auswendiglernen. Wenn du deine Konzentration verbessern willst, lade ich dich dazu ein, meinen Artikel zu lesen: Denkspiele: 10 unabdingbare Übungen für deinen Alltag.

Schneller auswendig lernen: 6 intelligente Strategien

Strategie 1: Die außerirdische Puppe, eine Spitzenuntersuchung, um alles Mögliche schneller auswendig zu lernen

Vor knapp zwei Monaten wurde eine Studie in der Zeitschrift Psychological Science veröffentlicht, in der zwei Forscher anscheinend die effizienteste Methode zur Steigerung deiner Erinnerungsfähigkeit entdeckt haben und sie setzen auf die ausserirdische Puppe.

Diese Forscher führten eine Feldstudie in einem Café in de Vereinigten Staaten durch, bei dem sie der Hälfte der Kunden einen Rabatt auf ihre nächste Bestellung in den folgenden Tagen gaben. Der Hälfte von diesen sagte man, dass an den Bezahlkassen eine Puppe des Films Toy Story ausgestellt sein würde, das außerirdische Plüschtier, den anderen gab man einfach das Rabatt-Ticket, ohne etwas zu sagen.

Überraschenderweise forderten von den Kunden, denen man von dem außerirdischen Plüschtier erzählt hatte, weitaus mehr den Rabatt ein als von denen, denen man einfach nur das Ticket gegeben hatte.

Die Schlussfolgerung dieses Experiments ist, dass die beste Art, deine Erinnerung zu steigern in der Verwendung von Erinnerungsassoziationen liegt.

Wie können wir diese Daten anwenden und in unserem Alltag schneller auswendig lernen?

Die Versuchsleiter ermutigen dich dazu, mit jedem Reiz zu spielen, der relevant für dich ist: ein Geruch, ein Bild, ein Geräusch … (Denk an deine Stärken), um eine Assoziation zu dem, an was wir uns erinnern wollen, zu schaffen, wenn dieser Reiz auftritt. Je ungewöhnlicher er ist, desto besser.

So kannst du alle alten Gewohnheiten loswerden, wie dir Dinge auf die Hand zu schreiben, Handywecker oder die Tausenden von Post-Its, die deinen Schreibtisch überfluten.

Traust du dich, das auszuprobieren?

Strategie 2: Schneller auswendig lernen mit der Technik des Chunking

Die Technik des Chunking besteht darin, komplexe Informationen in kleine Gruppen oder Einheiten aufzuteilen und auswendig zu lernen. Sie ist besonders nützlich beim Merken von Zahlen, und eher nicht so sehr bei komplexen Konzepten oder Texten.

Das visuelle Gruppieren von Zahlen macht ihr Behalten und das spätere Abrufen einfacher.

Beispiel: Die Nummer des Weißen Hauses ist für das Auswendiglernen in Gruppen optimiert; das Chunking ist 202, 456 und 1111, statt einer einzelnen, weitaus komplizierteren Zahl: 2, 024, 561, 111

Strategie 3: Schneller auswendig lernen mit der Kettentechnik

Wenn du eine Reihe von Konzepten auswendig lernen musst, die nichts miteinander zu tun haben, ist diese Technik ideal.

Sie besteht in der Gruppierung aus sehr unterschiedlichen Konzepten mithilfe der Formulierung eines Satzen, damit du mit dem Auswendiglernen dieses Satzes jedes dieser Konzepte behalten kannst, ohne auch nur ein einziges zu vergessen.

Das Lustige ist, dass, je merkwürdiger der Satz ist, den du dir ausdenkst, desto höher die Wahrscheinlichkeit ist, dass du ihn dir merkst.

Strategie 4: Schneller auswendig lernen mit der mnemotechnischen Techniken

Eine mnemotechnische Regel besteht darin, ein Wort mit den Initialen oder ersten Silben des auswendig zu lernenden Materials zu bilden. Es ist die perfekte Technik, um Listen von Wörtern auswendig zu lernen.

Beispiel: Wenn du die Einkaufsliste auswendig lernen musst, und du Suppe, Parfüm, Erdnüsse, Marmelade, Rosinen, Klopapier und Tee kaufen musst, ist es so einfach wie das Wort SU-P-ER-MA-R-K-T zu bilden.

Das wird dir die Erinnerung erleichtern, wenn du im Supermarkt herumläufst. Versuche es doch mal!

Strategie 5: Wiederholungstechnik, um schneller auswendig zu lernen

Wiederhole, was du auswendig lernen musst. Bis du die Nase voll hast.

Besonders nützlich, wenn du Probleme mit den Namen der Menschen hast, die dir gerade vorgestellt wurden.

Zum Beispiel, wenn du Schwierigkeiten auf einer Party hast, bei der dir gerade 7 Personen in 10 Minuten vorgestellt wurden, ist der Schlüssel, den Namen der Person zu wiederholen, wenn sie dir vorgestellt wurde, während du ihr fest ins Gesicht schaust. “Schön, dich kennenzulernen, Maria” “Und du, Maria, was machst du so?” “Wie findest du die Party, Maria?”

Zusätzlich zur Erleichterung deiner Erinnerung, kann das beim-Namen-nennen dieser Person deine gerade geknüpfte Beziehung zu dieser Person verbessern, da die Person sich bewusst ist, dass sie deine Aufmerksamkeit erregt hat.

Eine weitere kuriose Technik zum Merken eines kurzen Namen oder eines Wortes ist, das Wort dreimal zu wiederholen und deinen Kopf zu bewegen: nachdem du das Wort gesagt hast, den Kopf nach links drehen. Dreimal. (Wenn dir das auf einer Party passiert, mach es irgendwo, wo du nicht gesehen wirst …)

Strategie 6: Trainiere dein Gedächtnis mit CogniFit, um schneller auswendig zu lernen

Es gibt einen bedeutenden Unterschied zwischen den kostenlosen Denkspielen, die das aktive Gedächtnis weder auswerten noch trainieren und den Gehirnspielen online, die wissenschaftlich erstellt wurden und wirklich effizient sind.

Es ist auch wichtig, ein Programm zu verwenden, das verschiedene Gedächtnistypen trainieren kann und nicht nur einen.

CogniFit ist das führende Programm zur kognitiven Bewertung und Gehirnstimulation. Es ist durch die wissenschaftliche Gemeinde validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt verwendet. CogniFit ermöglicht es, professionell und vertrauenswürdig die Konzentrationsfähigkeit, das Aufmerksamkeitsniveau und viele andere fundamentale kognitive Bereiche des Merkprozesses zu messen und trainieren.

Die Gedächtnisübungen CogniFit stehen online zur Verfügung, damit du sofort dein aktuelles Gedächtnisniveau entdecken kannst und ein besseres Verständnis deines aktuellen kognitiven Niveaus erhalten kannst.

Nach dem Spielen der Gedächtnisspiele zeigt dir CogniFit eine Graphik mit deinen Ergebnissen und deiner Entwicklung. Du kannst nicht nur dein Gedächtnis trainieren und verbessern, sondern auch viele andere kognitive Fähigkeiten.

Wenn du lernen möchtest, schneller auswendig zu lernen, trainiere dein Gedächtnis mit CogniFit

Trau dich und akzeptiere die Herausforderung CogniFit!

Wenn du zudem noch mehr über das Thema herausfinden möchtest, verpass meinen Artikel nicht: Wie man intelligenter wird: 10 Strategien, die du noch nicht kennst.

 

“Lebe deine Erinnerung und staune. Jack Kerouac”

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Alkohol und Gehirn – Welche Konsequenzen hat der übermäßige Alkoholgenuss im Nervensystem?

Alkohol und Gehirn: Wozu übermäßiger Alkoholgenuss führt. Diverse Studien bestätigen die Existenz eines Zusammenhangs zwischen Alkoholmissbrauch und kognitivem Verschleiß. Ein Übermaß an alkoholischen Getränken kann schwere Folgen für unser Gedächtnis und unsere Kognition haben.

Vielleicht weißt du nicht, dass übermäßiger Alkoholgenuss auch das Gehirn von Jugendlichen und jungen Menschen beeinträchtigen können. Die „Besäufnisse“ am Wochenende, das „Binge drinking“ kann unser Gehirn auf lange Sicht schädigen. Ein Bier am Tag muss noch keinen Schaden anrichten. Allerdings können Exzesse und häufiges Betrinken sehr negative Auswirkungen im Gehirn haben. In diesem Artikel erklären wir dir, welchen Einfluss Alkohol auf dein Gehirn hat und geben dir einige Tipps.

Folgen des Alkohols im Gehirn

Ab und zu einen Drink zu trinken wird dir keine Probleme im Nervensystem verursachen. Es wird riskant, wenn der Konsum exzessiv, schnell und wiederholt stattfindet, auch wenn es nur am Wochenende ist.

Eine wissenschaftliche Studie, die in der Zeitschrift Neuropsychologie, Neuropsychiatrie und Neurowissenschaften veröffentlicht wurde, besagt, dass der erhöhte Alkoholkonsum am Wochenende neurokognitive Defizite bei beiden Geschlechtern hervorruft, diese bei Frauen allerdings ausgeprägter sind.

Außerdem kann der Wochenendkonsum in hohem Masse zur Alkoholabhängigkeit im Erwachsenenalter führen.

Welchen Einfluss hat Alkohol auf dein Gehirn? Folgen

1. Alkohol und Gehirn: Der übermäßige Alkoholgenuss beeinträchtigt den Hippocampus

An strukturellen Veränderungen kann man ein geringeres Volumen des Hippocampus bemerken, eine Struktur, die fundamental für das richtige Funktionieren von Fähigkeiten wie das Gedächtnis oder die Lernfähigkeit ist.

Außerdem beobachtet man Veränderungen im vorderen Stirnlappen, der für das Regulieren der Selbstkontrolle unseres Verhaltens ist.

Der Alkohol verändert die funktionelle Entwicklung des Kleinhirn, der Hirnrinde und des Nukleus accumbens. Zudem verhindert er die Bildung von neuen Synapsen, es kann sogar zum Zelltod kommen.

2. Alkohol und Gehirn: Am Wochenende zu trinken schädigt das Gedächtnis

Eine Studie, die an der Universidad de Compostela von dem Professor für Psychobiologie Dr. Cadaveira durchgeführt wurde, zeigt, dass junge Menschen, die intensiv Alkohol konsumieren, ein schlechteres Gedächtnis als die haben, die nicht trinken.

Außerdem haben sie größere Schwierigkeiten beim Erkennen von Gesichtern, eine fundamentale Funktion unserer Erinnerungsfähigkeit.

Der Arbeitsspeicher ist dafür zuständig, dass wir wichtige Daten für die Beendigung und Planung einer Aufgabe im Kopf behalten. Diese Studie hat Belege dafür gefunden, dass der Arbeitsspeicher auch Störungen erleidet.

3. Alkohol und Gehirn: Warum habe ich Gedächtnislücken nach einer Party-Nacht?

Nach einer langen Nacht, in der es an Gin Tonics nicht fehlte, wachst du mit einem legendären Kater, Kopfschmerzen und dem beunruhigenden Gefühl auf, nicht zu wissen, was letzte Nacht passiert ist.

Dies nennt man alkoholische Amnesie oder Blackouts/Filmrisse und sie entsteht, wenn es eine Unterbrechung in den Funktionen des Hippocampus gibt, einer fundamentalen Struktur des Gedächtnisses.

Wenn wir sehr schnell und im Überfluss trinken, erschweren oder verhindern wir die Arbeit der Rezeptoren des Hippocampus, die Glutamat weiterleiten, was wichtig für die Produktion von Synapsen zwischen Neuronen ist.

Wahrscheinlich bist du, wenn du in diesem Zustand von „Gehirnausfall“ bist, dazu fähig, ganz routinemäßigen Abläufen nachzugehen, wie dich auszuziehen und ins Bett zu gehen, eine Nachricht bei Whatsapp zu senden, aber dein Gehirn ist für eine Weile außerstande, neue Erinnerungen zu schaffen.

Diese Filmrisse sind gefährlich. Erstens können sie dich in verwundbare und risikoreiche Situationen bringen. Zweitens bist du, wenn du eine Frau bist, anfälliger dafür solche alkoholischen Amnesien zu erleiden. Studien besagen, dass wir eine geringere Menge an gastrischer Dehydrase besitzen, ein Enzym, das dafür verantwortlich ist, den Alkohol in unserem Körper zu verdünnen und aufzulösen.

Obwohl es keinen Zusammenhang zwischen sozialen Trinkern und Alkoholikern bei der Präsenz und Häufigkeit der Filmrisse gibt, ist es empfehlenswert, dass du, wenn es dir einmal passiert ist, deinen Alkoholkonsum zumindest für eine Zeit lang drastisch reduzierst.

4. Alkohol und Gehirn: Erscheinung von emotionalen Störungen

Der Alkoholmissbrauch, auch wenn er unterbrochen stattfindet, korreliert mit Krankheiten und Störungen wie der Depression, Angststörungen, Aggressivität und Stress. Wenn du eins dieser Symptome bemerkst, denk mal über die Menge Alkohol nach, die du zu dir nimmst.

5. Alkohol und Gehirn: Hat einen noch größeren Einfluss im Gehirn von Erwachsenen

In Deutschland beginnen die Jugendlichen mit durchschnittlich 14,9 Jahren Alkohol zu konsumieren. Wenn dieser Fakt schon alarmierend ist, dann sind es die Folgen noch mehr. Die Jugendlichen trinken für gewöhnlich nicht täglich, aber am Wochenende machen sie das sogenannte Binge drinking, oder intensiven Alkoholkonsum.

Dieses Übermaß an Alkohol bei den Jüngsten schädigt Funktionen wie die Lernfähigkeit und das Gedächtnis, da sich ihr Gedächtnis noch formt, und steigert impulsive und depressive Verhaltensweisen.

Effekte des Alkohols im Gehirn

Tipps, um dein Gehirn nicht so sehr zu misshandeln

1. Alkohol und Gehirn: Trinke in Maßen

Wenn du wirklich aufhören möchtest, dein Gehirn zu bestrafen und dir mögliche zukünftige Gedächtnisprobleme sparen möchtest, ist die einfachste Lösung, mit dem Trinken aufzuhören.

Wenn diese radikale Option nicht zu deinen Plänen passt, lies bei Tipp 2 weiter.

2. Alkohol und Gehirn: Mach eine Pause und trink Wasser

Wenn du trinkst, mach es in Maßen. Es ist nicht nötig, 4 Gin Tonics zu trinken, einer ist mehr als genug. Außerdem, denk daran, zwischen Drink und Drink ein Glas Wasser zu trinken. Das Wasser wird die Lösung des Alkohols erleichtern und die Erhöhung des Alkoholspiegels in deinem Blut wird nicht so drastisch sein, was dir dabei helfen kann, die störenden Filmrisse zu vermeiden.

3. Alkohol und Gehirn: Trink nie mit leerem Magen

Es gibt nichts Schlimmeres, als auf leeren Magen zu trinken. Wenn du Nahrung in deinem Magen hast, wird der Anstieg des Alkoholpegels in deinem Blut nicht so ausgeprägt sein. Außerdem gibt die Nahrung deinem Gehirn Mittel, um gegen die Alkoholvergiftung, die du verursachst, zu kämpfen.

4. Alkohol und Gehirn: Wenn du glaubst, dass du ein Problem hast, bitte um Hilfe

Wenn du glaubst, dass dir der Alkoholkonsum aus den Händen gleitet, du immer mehr trinkst und der gleiche Effekt eintritt, du permanent Filmrisse hast, dann ist der Moment gekommen, um Hilfe zu bitten. Das Problem mit dem Alkohol ist, dass es eine Droge ist, die sozial gut angesehen ist, weswegen es vielleicht schwierig ist zu bemerken, dass du ein Problem mit übermäßigem Alkoholgenuss hast. Zögere nicht, um Hilfe zu bitten und mit einem Fachmann/einer Fachfrau zu sprechen, um zu vermeiden, dass dieses Problem zu etwas viel Gefährlicherem wie Alkoholismus wird.

5. Alkohol und Gehirn: Trainiere dein Gehirn täglich

Die beste Allianz, um zukünftigen Gedächtnisproblemen vorzubeugen, ist das Gehirntraining. CogniFit ist das führende Programm für kognitive Auswertung und Gehirnstimulation. Es ist durch die wissenschaftliche Gemeinde validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt verwendet.

Du kannst online auf das Programm zugreifen. Es ist sehr einfach zu benutzen,du musst dich nur registrieren! Die verschiedenen interaktiven Übungen basieren auf klinischen Studien und professionellen Batterien zur Stimulation und neuropsychologischen Rehabilitation. Es sind unterhaltsame Denkspiele, die du am Computer spielen kannst. Nach jeder Sitzung präsentiert dir CogniFit eine detaillierte Graphik mit der Entwicklung deines Standes.

CogniFit fokussiert sich auf die Neuroplastizität des Gehirns, das ist die Fähigkeit, neue Synapsen und Neuronenkreisläufe zu bilden, die dazu fähig sind, die Funktionen der am meisten beschädigsten kognitiven Bereiche zu reorganisieren und wiederherzustellen, unter ihnen das Gedächtnis.

Um etwas mehr darüber zu lernen, wie du dein Gehirn trainieren kannst, verpass nicht den nächsten Artikel: Gehirngymnastik: 17 Aktivitäten, die dir helfen werden, länger ein gesundes Gehirn zu behalten.

Danke fürs Lesen. Zögere nicht, uns deine Kommentare und Fragen zu hinterlassen! 🙂

Motivation: Was ist das, wie beeinflusst sie das Lernen und 10 Tipps, um sie zu fördern

Die Wichtigkeit der Motivation: Sie ist der Motor, der unsere Welt antreibt. Oft sprechen wir von unseren Kindern und Schülern, die im Unterricht unmotiviert sind. Es fällt ihnen schwer, sich zum Lernen zu bewegen, man muss sie antreiben, damit sie ihre Aufgaben machen, wir kämpfen täglich, damit sie die Lektion lernen … Dennoch lernen sie wie durch ein Wunder die Namen von 300 unterschiedlichen Pokemons. In diesem Artikel erklären wir dir, was die Motivation ist, ihre Bedeutung beim Lernen und in der Erziehung und 10 Tipps, die es ermöglichen, die Motivation im Unterricht zu vergrößern und zu fördern.

Die Wichtigkeit der Motivation

Was ist die Motivation?

Sie ist ein interner Impuls, der der Handlung einem Zweck zuweist. Sie unterliegt einer Handlung und leitet diese Handlung. Ohne Motivation ensteht keine Handlung.

Die Motivation ist sehr wichtig, weil sie uns dazu führt, aktiv Mittel zu suchen, um unsere Existenz zu sichern. Wir sind dazu motiviert, Nahrung zu suchen und zu essen und einen Sexualpartner zu suchen. Dies sind die grundlegenden Motive, die angeboren sind und sich unabhängig von der Kultur zeigen.

Aber wir können auch motiviert sein, unseren Neigungen und Lieblingsaktivitäten nachzugehen und zu lernen. Dies sind die sekundären Motive, die von der Kultur abhängen.

Wir sind nicht dazu motiviert, alles zu lernen. Es kann sein, dass uns die Themen der Schule/Universität nicht motivieren, aber selbstverständlich gibt es Dinge, die unser Lernen motivieren, sei es das Leben der Delfine, ein neues Kochrezept oder einen Autoreifen zu wechseln.

Vielleicht kommt die Motivation von unserem eigenen Interesse am Thema oder weil wir das Wissen für etwas brauchen (für unsere Arbeit oder für das eigene Überleben, wie man einen Autoreifen wechselt).

In diesem Sinne können wir zwei Arten von Motivation unterscheiden: die intrinsische und die extrinsische. Diese Motivationsarten sind mehr als zwei Gegensätze auf einem Kontinuum und treten selten “pur intrinsisch” oder “pur extrinsisch” auf.

  • Intrinsische Motivation: ergibt sich, wenn die Menschen intrinsisch dazu motiviert sind, etwas zu machen, weil wir denken, dass es wichtig ist oder es uns Vergnügen bereitet. Die Schüler auf diese Art motiviert sind, sind gespannt darauf, ihre Aufgaben zu erledigen, weil sie die Herausforderung genießen, die ihnen ihre Erledigung bringt, mehr als jeder Reiz oder jede Belohnung. Die intrinsische Motivation lässt oft nach, je höher die Jahrgangsstufe des Schülers ist. Um diese zu vergrößern, kann man das abstrakte Material konkreter gestalten und es in einem Kontext verwenden.
  • Extrinsische Motivation: Erscheint, wenn ein Schüler eine Aufgabe aus externen Gründen erledigen möchte, wie Belohnungen oder Bestrafung. Jedoch hat man herausgefunden, dass Strafen mehr Schaden als Vorteile verursachen und Belohnungen ein Abhängigkeitspotenzial haben. Deswegen ist es besser, die Belohnungen nach und nach zu verringern und sie zu einer intrinsischeren Motivation überzuleiten.

Die Wichtigkeit der Motivation in der Erziehung

Sie ist der Impuls, der uns dazu bringt, zu handeln und zu schaffen, was wir uns vornehmen.

Die Motivation spielt eine wichtige Rolle beim Lernen. Laut einer Studie beeinflusst sie unsere Leistungen in Mathematik mehr als unser Intelligenzquotient.

Konkret fanden die Forscher heraus, dass die Intelligenz stark mit den Leistungen der Schüler in Mathematik zusammenhing, aber nur bei der anfänglichen Entwicklung der Kompetenz in der Materie. Die Wichtigkeit der Motivation und die Lernfähigkeiten waren die bedeutendsten Faktoren bei der Entwicklung der nachfolgenden Kompetenzen in Mathematik. Die Schüler, die sich kompetent fühlten, waren intrinsisch motiviert, nutzten Fähigkeiten wie Erklären, Zusammenfassen, Verbindungen zu anderen Materialen schaffen, vermieden das Lernen durch Auswendiglernen und wiesen eine größere Entwicklung in Mathematik auf als diejenigen, die sich nicht motiviert fühlten. Im Gegensatz dazu hing die Intelligenz der Schüler nicht mit der Entwicklung in Mathematik zusammen.

Warum ist es wichtig, dass die Kinder motiviert bleiben zu lernen?

Die Motivation:

  • erhöht ihr Anstrengung und Ausdauer bei der Aufgabe
  • erhöht ihre Initiative
  • verbessert ihre kognitiven Verarbeitungsfähigkeiten
  • verbessert ihre allgemeine Leistung

Wie können wir erkennen, ob unsere Kinder oder Schüler motiviert sind?

Laut Rodríguez Moneo  kann das Verhalten der Menschen als eine Anzeige zur Messung der Motivation dienen. Es ist eine ziemlich vertrauenswürdige Anzeige, die die Lehrer nutzen können, um die Motivation der Schüler einzuschätzen und danach zu handeln.

  • Die Präferenz oder Wahl einer Aktivität gegenüber einer anderen. Wenn ich es wähle, fernzusehen statt meine Hausaufgabe zu machen, spiegelt meine Wahl meine Motivation wider.
  • Die Latenz, das heißt, die Zeit, die ich benötige, um eine Reaktion zu zeigen, von dem Zeitpunkt an, an dem der Reiz erscheint. Je länger wir dazu brauchen, die Arbeit zu erledigen, die uns aufgetragen wurde, desto weniger Motivation für die Aufgabe haben wir.
  • Die Mühe, je größer die physischen und kognitiven Mittel sind, die bei der Entwicklung einer Aufgabe eingesetzt werden, desto mehr Motivation gibt es.
  • Die Ausdauer bei der Aufgabe. Es gibt mehr Motivation, je größer die Zeitspanne zwischen dem Beginn und der Beendigung einer Aufgabe ist. Je früher wir bei der Aufgabe aufgeben, desto weniger motiviert sind wir.
  • Die Anzeigen der Emotionsausdrücke. Die Handlungen, die wir durchführen, werden für gewöhnlich von emotionalen Ausdrücken begleitet, die das Vergnügen oder das Missfallen anzeigen, das die Aktivität in uns hervorruft. Wenn wir auf die Ausdrücke unserer Schüler achten, erhalten wir viel Information über deren Motivation.

Wir können wir erkennen, ob unsere Kinder motiviert sind?

Wie können wir die Motivation im Unterricht fördern?

1. Die Einstellung beeinflusst die Motivation

Die Forschung hat gezeigt, dass die Interaktion zwischen Lehrer und Schüler wichtiger für den Lernprozess als strukturelle Faktoren, wie erzieherische Mittel und die Klassengröße, ist. Diese Beziehung zwischen Lehrer und Schüler ist nicht nur in den ersten Schuljahren wichtig, sondern auch später, wenn die Herausforderungen größer werden.

Nach einer Studie der Universität von Ostfinnland erhöht eine vom Lehrer geschaffene positive und warme Atmosphäre die Motivation des Kindes zu lernen.

Eine empathische Einstellung auf Seiten des Lehrers schützt nicht nur das Bild, das die Kinder von sich selbst als Schüler haben, sondern hilft auch gegen die soziale Ausgrenzung seitens ihrer Mitschüler.

Wie können wir die Motivation fördern? Zeige eine positive Einstellung und Stimmung. Schaffe eine Bindung zu den Schülern. Zeige ihnen, dass du dich persönlich um sie und um ihren Lernprozess sorgst. Mach dich nie lustig, wenn sie etwas nicht wissen oder verstehen. Zeig dich empathisch und verständnisvoll ihnen gegenüber. Benutze Humor und lockere, entspannte Aktivitäten.

2. Schätze die Anstrengung

Es ist viel wichtiger, die Anstrengung zu schätzen als das Endprodukt. Wenn man das Ergebnis viel mehr schätzt, werden sie sich darauf konzentrieren und vergessen, dass man für ein gutes Produkt Mühe braucht. Außerdem hängt das Ergebnis oft von anderen Faktoren, wie dem Glück ab.

Wie kann man die Motivation fördern?: Konzentriere dich auf den Lernprozess der Kinder, ermutige sie, sich Mühe zu geben und belohne die, die sich sehr anstrengen: “Du bist sehr konzentriert, man merkt, dass du es genießt” oder “Du gibst dir Mühe, du wirst einen Haufen lernen”.

3. Beziehe die Kinder mit ein

Wenn die Kinder sich nützlich fühlen und Verantwortung übernehmen, werden sie sehr viel motivierter sein.

Wie kann man die Motivation fördern?: Gib den Schülern Verantwortung, mach die Teilnahme am Unterricht zu etwas Lustigem. Schreibe jedem eine Aufgabe zu, wie beispielsweise das Klassenzimmer ordentlich zu halten, die Tafel wischen, Material verteilen … wenn sie in Gruppen arbeiten, muss jeder eine Sache übernehmen.

4. Verwende Anreize

Auch wenn es wichtiger ist, die Anstrengung zu fördern und zu belohnen, brauchen Kinder gewisse greifbare Belohnungen für ein gutes Ergebnis. Kinder können die langfristigen Vorteile davon, gute Noten zu bekommen und zu lernen, nicht sehen, sie brauchen sofortigere Belohnungen. Die Anreize motivieren sie dazu, zu arbeiten und sich zu bemühen, indem sie ein Ziel vor Augen haben.

Wie kann man die Motivation fördern?: Denke dir kleine Belohnungen, je nach Erfolgen der Kinder aus, dies können spezielle Privilegien oder kleine Dinge, die Kinder lieben (wie Sticker) sein. Aber es ist nicht nötig, sie mit Belohnungen zu sättigen, da sie so ihren Wert verlieren. Ideal ist es, eine gewisse Zeit zwischen einer Belohnung und der nächsten vergehen zu lassen. Je älter die Kinder sind, desto leichter wird es ihnen fallen, sich ein Ziel auf lange Sicht vorzustellen. Wenn es Kinder in der ersten Klasse sind, ist eine Belohnung pro Klasse pro Tag angemessen. Für ältere Kinder ist eine Belohnung pro Woche gut. Optimal wäre es, diese Art von Belohnungen nach und nach zu reduzieren und sie durch soziale Ermunterungen wie Lob, Lächeln, ermutigende Worte zu ersetzen, da, wie gesagt, die Kinder sonst von ihnen abhängig werden.

 

 

5. In der Abwechslung liegt der Spaß

Kinder langweilen sich schnell, wenn es keine angemessene Stimulation im Klassenraum gibt. Und umso mehr in dieser technischen Welt, in der sie an eine massive Stimulation von Tablets und Smartphones gewohnt sind. Sogar viele Eltern nutzen die Technik, um die Kinder zu beruhigen. Deswegen muss man im Klassenzimmer vermeiden, in Routine zu verfallen.

Wie fördert man die Motivation?: Sei kreativ. Nutze unterschiedliche Strukturen im Unterricht. Unterrichte mit Spielen und Diskussionen, damit der Unterricht dynamisch wird und die Kinder miteinbezogen werden. Das passive Lernen, bei der die Kinder nur Informationen erhalten und sie nicht weiterentwickeln, ist nicht nur ineffektiver, sondern zerstört auch die Motivation. Man kann auch unterschiedliche Materialien verwenden, wie Wandbilder, Fotografien, Videos oder Filme …

6. Erkläre “Was soll ich damit?”

Oft verlieren wir die Motivation, wenn wir den Zweck in der “realen” Welt von dem, was wir gerade lernen, nicht verstehen. Deshalb ist es wichtig, das zu betonen.

Wie kann man die Motivation fördern?: Du kannst einen Abschnitt zu Beginn jedes Themas schaffen, in dem der Sinn des Lernens ebendieses Themas erklärt wird. Mach ihn so praktisch wie möglich. Wenn du Algebra erklärst, widme der Untersuchung, wofür man diese Kenntnisse braucht, zum Beispiel im Ingenieurswesen, etwas Zeit. Zu wissen, dass diese Kenntnisse jetzt gerade wirkliche Menschen bei ihrer Arbeit nutzen, erhöht die bewusste Bedeutung dieser Materie und motiviert sie zu lernen.

7. Geringschätze sie nicht

Die Kinder gering zu schätzen und ihnen Etiketten wie “langsam”, “faul”, “dumm” zu geben, zerstört ihre Motivation nur. Es lässt sie sich fühlen, als ob sie nichts können und es keine Heilung für sie gibt.

Wie fördert man die Motivation?: Vermeide Disqualifizierungen und negative Etiketten. Stattdessen hebe ihre Stärken, Fähigkeiten und positiven Eigenschaften hervor. Erhöhe ihre Mentalität des Wachstums, lass sie wissen, dass sie, obwohl sie etwas nicht so gut können, alles mit der Übung schaffen werden. Steigere ihr Selbstvertrauen. Lerne hier, wie du Kinder lobst, um ihr Selbstwertgefühl zu steigern.

8. Benutze CogniFit, das führende Programm in Neurodidaktik

Die Neurodidaktik basiert auf einer neuen Perspektive der Erziehung, die die Kenntnisse über das Gehirn nutzt, um die Lernprozesse bei Schülern zu analysieren und zu verbessern. CogniFit ist die führende Plattform für Neurodidaktik. Dieses Programm ist ein professionelles Instrument, das von Spezialisten für kindliche Neuropsychologie geschaffen wurde.

Die Technologie von CogniFit basiert auf der Neuroplastizität. Dieses Programm ist sehr einfach zu verwenden. Es besteht aus verschiedenen klinischen Spielen, die vom Computer aus gespielt werden können, und ermöglicht es, Lehrern, die nicht auf Psychopädagogik spezialisiert sind, die Lernprozesse zu analysieren und das Potenzial jeden Schülers zu entwickeln.

Wie fördert man die Motivation?: CogniFit identifiziert mit wissenschaftlicher Objektivität die kognitiven Schwächen und Stärken der Schüler und erstellt einen Zusammenhang ihrer schulischen Leistung, Verhalten und Motivation und ermöglicht es, personalisierte Lehrstrategien einzuleiten.

9. Hilf ihnen, ihre Angst zu regulieren

Vielen Kindern fällt es schwer, motiviert zu bleiben, weil sie viel Angst haben, sich vor dem Scheitern und dem Nicht-Erreichen der gewünschten Ergebnisse fürchten.

Wie fördert man die Motivation?: Vermittle ihnen Ruhe und lass sie wissen, dass das Scheitern nichts Negativen ist. Sich zu irren hilft uns dabei, mehr und besser zu lernen und zu wissen, was wir nicht machen sollten. Wenn die Angst sehr groß ist, kann man im Unterricht Entspannungsübungen ausprobieren.

10. Bring ihnen bei, sich selbst zu motivieren

Es ist sehr gut, die Kinder zu motivieren, aber sie müssen auch lernen, ihre eigene Motivation zu finden und sie selbst regulieren können.

Wie fördert man die Motivation?: Hilf ihnen, Gründe zu überlegen, wofür ihnen das, was sie lernen, dienen könnte. Wird es ihnen helfen, ihre Umgebung besser zu verstehen? Dient es ihnen, wenn sie zur Universität gehen? Hilft es ihnen in ihrem Alltag?

Wichtigkeit der Motivation bei der Erziehung: Schätze sie nicht gering

 

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

 

12 Angstsymptome: Furcht schärft die Sinne, Angst lähmt sie

Angstsymptome. “Ich mache mir den ganzen Tag Sorgen über alles, was passiert”, “Ich fühle mich unruhig und nervös und habe nachts große Probleme einzuschlafen”, “manchmal verspüre ich einen starken Druck auf der Brust und es ist, als ob mir die Luft zum Atmen abgeschnürt wird”, … dies sind einige der häufigsten Beschwerden oder Symptome, die die Menschen angeben, die Tag für Tag unter Ängsten leiden.

12 Angstsymptome

Wenn man Angst in Maßen empfindet, ist das nützlich, da es dabei hilft in verschiedenen Situationen aufmerksam zu sein. Es beginnt, ein Problem zu werden, wenn die Symptome uns behindern und auf irgendeine Art und Weise Kontrolle über unsere Leben übernehmen. Denkst du, dass du unter Ängsten leidest? Kannst du die Symptome identifizieren? Lies weiter! Mairena Vázquez, Psychologin, informiert dich über die Symptome, unter denen Menschen leiden, die Ängste haben, damit du sie in Schranken halten kannst.

“Die Furcht schärft die Sinne, die Angst lähmt sie” (Kurt Goldstein)

Wenn wir von Angst sprechen, können wir uns auf einen evolutiven Verteidigungsmechanismus, einen physiologischen Aktivierungsprozess oder eine normalerweise unangenehme Emotion beziehen, die in Erscheinung tritt, wenn wir eine Situation als mögliche Bedrohung identifizieren. Diese Reaktion kennt man als “Kampf-oder-Flucht-Reaktion”. 

Wie jede Emotion ist auch diese in unserem Alltag von Nutzen, vorausgesetzt sie ist nicht zu intensiv, denn sie lässt und Vorsicht bei gefährlichen Situationen bewahren, erhöht unsere Konzentration und hilft uns dabei, uns Herausforderungen besser zu stellen.

Das Problem beginnt, wenn wir die Reaktion auf die Angst falsch interpretieren, das heißt, wenn wir, statt die Angst zu kontrollieren, zulassen, dass sie uns kontrolliert und sich so in eine mächtige Leidensquelle verwandelt. Wenn sie sehr intensiv auftritt und lange anhält, lähmt sie uns und gibt uns ein Gefühl der Hilflosigkeit, ab diesem Moment können wir von einer Störung sprechen. Sie tritt häufiger bei Frauen auf und hängt mit dem Stress im Alltag zusammen.

Wir können Ängste bei Problemen auf der Arbeit, Veränderungen unserer Alltagsroutine, neuen Situationen, Situationen, in denen wir uns bedroht fühlen oder in denen uns jemand bewertet, phobischen Situationen, Situationen, in denen wir großen Stress haben, etc. empfinden. Abhängig davon, was für diese Ängste sorgt, sind die Namen unterschiedlich (soziale Angststörung – Angst vor einem Publikum aufzutreten), Zwangsstörung – wiederkehrende Vorstellungen und Zwänge, Panikstörung mit Agoraphobie, Nyktophobie – Angst in der Nacht, und so weiter und so fort.

“Die Angst ist der Verstand, der schneller läuft als das Leben” (Claudio María Domínguez)”

Angstsymptome: Die Angst ist der Verstand, der schneller läuft als das Leben

12 Angstsymptome

Nach Daten der Sociedad Española de Psiquiatría, erleidet rund eine von 10 Personen eine Angstepisode im Laufe ihres Lebens.

Die Symptome, die die von Ängsten Betroffenen aufweisen, können von einer zur anderen Person unterschiedlich sein, das heißt, es gibt so viele Symptome, dass sie unter den Betroffenen stark variieren können. Es gibt viele Angstsymptome und die Tatsache, nur unter einem einzigen Symptom zu leiden, kann schon viel Unwohlgefühl für die Person bedeuten.

Die Angstsymptome variieren in Intensität und Häufigkeit. Je häufiger die Symptome auftauchen, desto mehr Verwirrung und Angst empfindet die betroffene Person und desto höher ist somit der Angstspiegel. Es ist wichtig, dass die Person, die unter den Angstsymptomen leidet, sich nicht auf sie konzentriert, da sie sonst denken kann, dass sie eine schwere Krankheit hat und so kann sich der Angstzustand verschlimmern.

Es gibt unterschiedliche Arten von Angstsymptomen:

  • Körperliche Angstsymptome: Veränderungen, die in unserem Körper auf physiologischem Niveau entstehen (Herzrasen, Schwitzen, Übelkeit, …)
  • Psychische Angstsymptome: Veränderungen, die in unserem Kopf entstehen (Überlastung, Unsicherheit, Angst vor Kontrollverlust, …)
  • Angstsymptome im Verhalten: Veränderungen in unseren Handlungen, das heißt, Änderungen unseres Verhaltens, das andere bemerken (Blockaden, Impulsivität, Veränderungen bei der Körpersprache,…)
  • Kognitive Angstsymptome: Veränderungen in der Art und Weise, auf die wir nachdenken (Konzentrationsverlust, Grübeln, Empfindsamkeit,…)
  • Soziale Angstsymptome: Veränderungen, die die Art, mit anderen zu kommunizieren oder zu handeln, beeinflussen (Reizbarkeit, Schwierigkeiten, unsere Meinungen auszudrücken, Nachdenklichkeit,…).

Wie bei fast allem ist es unmöglich, über jedes einzelne Angstsymptom zu sprechen, im Folgenden werden wir über die Symptome sprechen, die am häufigsten auftreten.

1. Anhaltende Beunruhigung und innere Unruhe

Die Person mit Ängsten befindet sich für gewöhnlich in einem nervösen Zustand, ohne dass sich ein konkreter Umstand ergibt. Das Gefühl des Unbehagens und der innerlichen Unruhe ist eins der Angstsymptome, die sich bei Personen mit Ängsten am meisten zeigen.

2. Herzklopfen, Herzrasen und Brustschmerzen

Ein weiteres Angstsymptom ist das Herzrasen, wir spüren, das unser Herz schneller schlägt, ohne dass es einen augenscheinlichen Grund dafür gibt. Es handelt sich um ein sehr unangenehmes Symptom, da dieses Symptom die Betroffenen häufig verwirrt, denn in einem nervösen Zustand kann man das Herzrasen mit einem Herzinfarkt verbinden. Wenn wir außerdem leichte Brustschmerzen verspüren, können wir uns vorstellen, dass wir einen Herzinfarkt haben oder sogar, dass wir in diesem Moment sterben werden, was uns in einen größeren Angst- und Nervositätszustand versetzt.

Man kann all dies erklären, der Schmerz in der Brust entsteht dadurch, dass wir den Luftgehalt in unseren Lungenflügeln erhöhen, diese sich erweitern und die Rippen berühren, was dafür sorgt, dass wir einen leichten Druck und eine Muskelspannung empfinden. Wenn dieser Druck anhält, ermüden die Muskeln und sorgen für Stiche oder Schmerzen in der Brust. In dieser Situation empfehlen sich Rücken-, Schulter- und Brustmassagen, um die Muskeln zu entspannen.

3. Schwierigkeiten zu atmen und Erstickungsgefühl

Hast du schon einmal das Gefühl gehabt, keine Luft zu bekommen oder hast du dich sogar so gefühlt, als ob du nicht atmen kannst? Kannst du dir vorstellen, wie unangenehm es sein muss, wenn dir jemand ein Kissen auf das Gesicht drückt, um dich am Atmen zu hindern? Dieses Angstsymptom ist ein sehr unangenehmes und beängstigendes Gefühl, aber zur gleichen Zeit gibt es auch eine Erklärung dafür.

Der Körper reguliert die Menge an Luft, die wir eintreten und austreten lassen. Wenn wir nervös sind, nehmen wir eine Menge an Sauerstoff auf, die Organismus nicht absorbiert, da sie zu hoch ist. In diesem Moment müssen wir aufhören, die Luft anzusammeln, damit der Sauerstoffspiegel ausgeglichen wird. Wie macht unser Körper das? Er unterbricht die Kontrolle über die Atmung für kurze Zeit, das heißt, wir hören auf zu atmen oder atmen sehr langsam.

Zusätzlich können wir das Gefühl haben, einen “Kloss im Hals” zu haben und uns fühlen, als ob wir nicht schlucken könnten oder einen trockenen Mund haben. Obwohl dies sehr unangenehm ist, ist es besser, nicht daran zu denken und ihm kaum Glaubwürdigkeit zu schenken.

4. Übelkeit und Blässe

Dieses Angstsymptom kann sich in Schwindelgefühlen oder Gleichgewichtsstörungen ausdrücken, was zu Angst vor Ohnmacht führt. Die Schwindelgefühle sind das Ergebnis der Hyperventilation und der Verengung der Kehle als Reaktion auf die erlebte Situation.

Für all jene Menschen, die fürchterliche Angst davor haben, in den Situationen in Ohnmacht zu fallen, in denen sie Angst verspüren – sie sollten wissen, dass es praktisch unmöglich ist, dass die eintritt. Und du fragst dich, was der Grund dafür ist, richtig? Du fällst in Ohnmacht, wenn eine Senkung des Blutdrucks stattfindet. Aber in Angstsituationen steigt der Blutdruck für gewöhnlich. Deshalb ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir in Ohnmacht fallen, wenn wir Angst haben.

Ein anderes Angstsymptom, das auftauchen kann, ist die Blässe der Haut, da in Angstmomenten das Blut der Blutgefäße in die Muskeln geleitet wird. Vor allem ist es wichtig, dies nicht zu wichtig zu nehmen und natürlich zu handeln und die Situation zu normalisieren.

5. Bedenken

Dieses Angstsymptom bezieht sich auf eine unkontrollierte, häufige und exzessive Besorgnis im Bezug auf zukünftiges Unheil, das geschehen könnte.

Durch das konstante Nachdenken über die schlechten Dinge, die passieren könnten, kann sich die Person “am Limit” ihrer Stärke fühlen, was ihre Beziehungen und die Art, mit täglichen Erlebnissen umzugehen, beeinträchtigt.

6. Niedriges Selbstwertgefühl und Depression

Bei Menschen, die unter Ängsten leiden, ist es normal, häufig Symptome der konstanten Besorgnis, Erschöpfung, Reizbarkeit etc. anzutreffen. Das niedrige Selbstwertgefühl, unter dem sie leiden, führt sie zur Depression, deswegen sind Depressionen und Angststörungen eng miteinander verbunden.

Was die Angstprobleme verschlimmert ist, dass durch die Depression und die Probleme mit dem Selbstwertgefühl manchmal das suizide Verhalten und die suizide Ideation steigt (obwohl dies nur bei einer geringen Zahl von Menschen geschieht).

Niedriges Selbstwertgefühl und Depression sind Angstsymptome

7. Schlafprobleme

Eins der Symptome, die bei Menschen mit Angstzuständen in größerem Maße auftauchen, sind Schlafprobleme wie Schlaflosigkeit und Albträume.

Wenn uns etwas Sorgen macht oder Druck in uns erzeugt, neigen wir zum “Grübeln”, das heißt, wir denken so oft darüber nach, dass es uns buchstäblich den Schlaf raubt. Es ist wichtig, nicht zu frustrieren, da das kontraproduktiv ist und je mehr du darüber nachdenkst, das du nicht schlafen kannst, desto weniger wirst du es schaffen.

Außerdem ist es sehr üblich, Albträume davon zu haben, was uns so sehr besorgt, weil die Albträume für gewöhnlich imitieren, was in unserem Alltag passiert. Es ist klar, dass Albträume sehr unangenehm sind, aber denke vor allem daran, sie sind harmlos.

8. Schwitzen und Zittern.

Wenn wir Angst haben oder in sonstigen Momenten, bereitet unser Körper sich auf eine Handlung vor, sei es fliehen oder kämpfen. Unsere Körpertemperatur steigt, deswegen sondern wir Schweiß durch die Schweißdrüsen ab, um der Hitze entgegenzuwirken, mit dem Ziel, die Temperatur zu verringern und den Körper abzukühlen.
Je mehr die Angst nachlässt, desto mehr kehrt das Schweißlevel in den Normalzustand zurück.

Genau wie das Schwitzen ist auch das Zittern eine normale Reaktion unseres Körpers, wenn wir nervös werden, wenn uns etwas Angst macht, wenn unsere Körpertemperatur sinkt und uns kalt ist … deswegen ist es normal, dass wir in Angstmomenten Zittern in unserem Körper verspüren, das wahrscheinlich zurückgeht, wenn die Angstsymptome verschwinden.

9. Körperstarre und Anspannung

Wenn der Körper den ganzen Tag leidet und angespannt ist, kommt ein Punkt, indem er nachgibt und es können verschiedene Dinge auftreten: Kopfschmerzen, Unfähigkeit zu entspannen, Rückenschmerzen, Unruhe, …

Häufig treten Symptome wie Schulter- und Nackenschmerzen oder sogar Betäubung des Kopfs oder des Gesichts auf. Warum in diesen Bereichen? In Stress- und Angstmomenten zeigt sich meistens zuerst in diesen Bereichen die Anspannung. Es kann uns sehr besorgen, wenn wir Betäubung oder Starre im Gesicht spüren, aber im Allgemeinen ist es nicht notwendig, sich wegen dieses Symptoms Sorgen zu machen, da es das Ergebnis der angesammelten Anspannung ist und nicht mehr spürbar sein wird, wenn die Situation sich normalisiert.

Ein anderes Angstsymptom ist ein gewisses Kribbeln in Händen und/oder Füssen zu spüren, da sich das Kohlendioxid des Blutes für gewöhnlich in den Extremitäten sammelt. Es ist wichtig, dass man aus diesen Symptomen nicht herausliest, dass es sich um einen Schlaganfall oder eine andere Art von neurologischer Betroffenheit handelt, damit keine Panik ausbricht. Diese Symptome sind überhaupt nicht schädlich und, wie alle anderen auch, gehen sie zurück, wenn der Sturm vorbei ist.

10.  Epigastrische Beschwerden, Hautausschlag und hormonelle Probleme

Wenn wir unter Ängsten leiden, haben wir für gewöhnlich Beschwerden im Verdauungstrakt wie Durchfall, Verdauungsschwierigkeiten, Verstopfung, Übelkeit oder Sodbrennen.

Wie gesagt, wenn wir Angst verspüren, verteilt der Körper das Blut in die Muskeln, um ihnen mehr Sauerstoff zuzuführen und so zu helfen, bei bedrohlichen Situationen zu fliehen oder anzugreifen.

Da sich das Blut in den Muskeln befindet, mangelt es in diesem Fall dem Verdauungstrakt an der Menge an Blut, die er benötigt, um die Nähstoffe der Lebensmittel aufzunehmen und deshalt entstehen gewisse epigastrische Beschwerden.

Zusätzlich können Angst und Stress Veränderungen in unserem Körper hervorrufen, wie verschiedene Hautausschläge (Trockenheit, Ekzeme auf der Stirn, Wange oder Nase), die verschwinden, wenn die Angst und/oder der Stress zurückgeht.

Was die hormonellen Probleme angeht, beeinträchtigt die Angst auch das endokrine System. Da sich das zerebrale Nervensystem um die Sekretion der chemischen Substanzen und den Hormonspiegel kümmert und in Unordnung ist, können Störungen im Menstruationszyklus der Frauen und Störungen beim Testosteronspiegel der Männer auftreten.

11. Zwanghafte Gedanken und ein Gefühl der Bedrohung.

Die Menschen, die unter Ängsten leiden, haben oft wiederkehrende negative Gedanken, fühlen sich, als ob sie die Kontrolle über ihre Umwelt verlieren und die sorgt dafür, dass ihre Wahrnehmung derselbigen verändert wird. Wenn man unter Ängsten leidet, neigt man dazu, die Welt als einen schrecklichen Ort anzusehen und als gefährlicher, als sie wirklich ist.

Manchmal können sie sich sogar so fühlen, als ob es sich bei dem Leben, das sie in der Realität leben, um einen Traum handelt. Die Menschen, die das empfinden, verlieren das Konzept der “Realität” vollkommen. Dies sorgt dafür, dass sich das Gefühl, verrückt zu werden, erhöht, was dazu führt, das die Symptome sich verstärken.

12. “Ich werde verrückt …”

Nach einer gewissen Zeit mit Angst und unabhängig von den Symptomen, die du hast, wird ein Moment kommen, in dem dein Gehirn erschöpft und müde ist. Das wird dazu führen, dass du denkst, du wirst verrückt und kommst nicht mehr mit der Situation klar, die du erlebst. Aber ganz ruhig, natürlich wirst du nicht verrückt, deine Gedanken werden nur durch deine Stimmung beeinträchtigt und du denkst, dass du die Kontrolle über die Situation verlierst.

Dies führt dazu, dass du dich reizbarer fühlst, vielleicht sogar das Bedürfnis hast, die Situationen zu vermeiden, von denen du glaubst, dass sie die Ängste erzeugen, dich verwirrt fühlst und manchmal hyperaktiv handelst und Dinge tust, die du zu anderen Gelegenheiten nicht getan hättest, …

In den extremsten Fällen kann es zur “Derealisierung” oder “Depersonalisierung” kommen, das heißt, zum Gefühl, das alles, was dich umgibt, nicht real ist.

“Auch wenn die Angst ein Teil deines Lebens ist, lass nie zu, dass sie deine Bewegungen kontrolliert”

(Paulo Coelho in “Die Schriften von Accra”)

Ich hoffe, dir geholfen zu haben. Wenn du möchtest, kannst du einen Kommentar hinterlassen und deine Angstsymptome erklären, gleich hier unten. 😉

Quelle: Mairena Vázquez, Psychologin bei CogniFit.

Was ist Alzheimer und wie beeinflusst er das Gehirn: Alles über diese Krankheit

 Was ist Alzheimer? Diese Krankheit betrifft eine von zehn Personen, die älter als 65 sind. Das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, steigt, je älter wir werden. Die Krankheit beginnt langsam. Zunächst betrifft sie die Gehirnzonen, die unser Gedächtnis, unsere Gedanken und unsere Sprache kontrollieren. Die Menschen, die an Alzheimer leiden, können Schwierigkeiten haben, sich an Ereignisse zu erinnern, die vor kurzem geschehen sind, an die Namen der Menschen, die sie kennen, sie können Dinge verlegen und sich an bekannten Orten verirren. Alzheimer ist keine normale Phase des Alterns. Diese Krankheit beeinträchtigt auf lange Sicht die Fähigkeit eines Menschens, seine Alltagstätigkeiten auszuführen. In diesem Artikel beantworten wir all deine Fragen, entdecken, was die Alzheimer-Krankheit ist, wie sie das Gehirn beeinflusst, Risikofaktoren und Evolution.

Was ist Alzheimer? Photo by Clément Falize, Unsplash.com

Was ist Alzheimer?

Die Alzheimer-Krankheit ist eine Gehirnerkrankung in der Gruppe der Demenzen, die Probleme im Gedächtnis, in den Gedanken und im Verhalten der betroffenen Person hervorrruft.

Wie beeinflusst Alzheimer das Gehirn

Die ersten Symptome beginnen im Gehirn auf mikroskopischem Niveau und spiegeln sich in Gedächtnislücken wieder. Das Gehirn besteht aus Millionen von Neuronen, in denen jede Zelle mit anderen kommuniziert, um Netzwerke zu bilden. Es gibt Zellengruppen, die darauf spezialisiert sind, andere Zellen zu unterstützen und sie zu erhalten. Andere arbeiten am Gedächtnis, am Lernen, etc. Die Gehirnzone, die vorrangig für das Gedächtnis zuständig ist, nennt sich Hippocampus.

Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Alzheimerkrankheit eine Schädigung an Teilen dieser Zellen verursacht. Obwohl man sich noch nicht sicher ist, wo genau die Probleme beginnen, ist gewiss, dass wenn einige Zellen nicht richtig funktionieren, dies andere Zonen beeinträchtigt, da so viele Nervenverbindungen in unserem Gehirn existieren. Je mehr die Alzheimer-Krankheit fortschreitet, desto mehr Schaden nehmen die Zellen, diese hören auf zu arbeiten und sterben für gewöhnlich, außerdem verliert das Gehirn an Gewebe. Mit der Zeit “schrumpft” das Gehirn und dies beeinträchtigt beinahe all seine Funktionen.

Was ist Alzheimer: Beziehung zwischen Alzheimer und Demenz

Der Alzheimer ist die am häufigsten auftretende Form der Demenz, denn er repräsentiert 60-80% der Demenz-Fälle. Demenz ist ein allgemeiner Begriff, den wir benutzen, um den Verlust des Gedächtnisses und kognitiver Geschicklichkeit zu beschreiben.

Was ist eine Demez? Ehemals wurde der Begriff Demenz verwendet, um “Fehler oder Pathologie in der Intelligenz einer Person” zu beschreiben. Dieser Begriff war für Menschen, die an Demenz leiden, für viele Jahre mit einem großen Stigma belastet. Wegen des Fortschrittes der Untersuchungen bedeutet Demenz heutzutage Verlust oder Schädigung der kognitiven Fähigkeit (die Fähigkeit zu erinnern, lernen, denken …). Deshalb sind bei einem Menschen mit Demenz viele Fähigkeiten beeinträchtigt, die er vor der Erkrankung perfekt ausführen konnte. Diese Schädigung oder Verlust einiger Fähigkeiten kann vermutlich sogar die Persönlichkeit der an Alzheimer erkrankten Person verändern.

Was ist Alzheimer: Ist das Altern das Gleiche wie Alzheimer?

Es gibt eine Beziehung zwischen dem Alter und Alzheimer, aber das bedeutet nicht, dass das Alter der einzige Einflussfaktor für das Ausbrechen dieser Krankheit ist. Laut der WHO (World Health Organization) betrifft Demenz (allgemein Demenz, nicht nur Alzheimer) 10% der Bevölkerung, die älter als 65 ist, eine sehr hohe Zahl in der älteren Bevölkerung, wie wir später sehen werden. Bei diesen 10% ist die häufigste Demenz Alzheimer.

Obwohl die Alzheimer-Krankheit sehr eng mit dem Alter zusammenhängt, ist dies nur ein Risikofaktor. Ab 65 Jahren steigt das Alzheimer-Vorkommen stark und je höher das Alter, desto mehr Fälle kommen vor.

Dessen ungeachtet, ein normales Altern zeigt keine Alzheimer-Symptome, die Alzheimer-Krankheit ist eine Pathologie, egal in welchem Alter sie auftaucht.

Was ist Alzheimer: Ist Demenz das Gleiche wie Altern?

Nein, es ist nicht das Gleiche. Es ist wahr, dass es viele begriffliche Schwierigkeiten bei der Unterscheidung des normales Alterns vom pathologischen Altern gibt, aber der Schlüsselpunkt liegt darin, dass die Demenz den Alltag der betroffenen Person beeinträchtigt, sodass man sagen kann, dass es bei den Demenzen, und so auch beim Alzheimer, eine kognitive Beeinträchtigung mit sozialer Desadaptation gibt, dass mit den Jahren die Person so beeinträchtigt, dass sie am Ende unfähig ist, den Verstand zu benutzen, um alleine zurechtzukommen. Beim normalen Altern muss dies nicht so geschehen, da laut Untersuchungen 80% der Menschen, die in ein hohes Alter gelangen, weder einen besonderen Gedächtnisverlust erleiden (zum Beispiel, ein alter Mann ohne pathologisches Altern vergisst nicht, wie er nachhause kommt oder wer seine Frau ist), noch unter anderen Demenzsymptomen leiden.

Beim normalen Altern ist die physiologische Beeinträchtigung minimal, bei Personen bei voller Gesundheit, vor allem vor dem 70. Lebensjahr. Es ist möglich, dass beim normalen Altern “Altersbeschwerden” vorkommen, kleine Lücken im Kurzzeitgedächtnis, oder weniger Geschwindigkeit beim Durchführen einer Aufgabe; aber das ist normal und die Symptome können subjektiver sein, als es scheint, für die Person, die sie hat. Bei Personen mit Demenz bemerken das die Menschen um sie herum, und oft merkt es auch der/die Betroffene, da es seine/ihre persönliche, soziale und professionelle Anpassungsfähigkeit und somit praktisch sein/ihr ganzes Leben negativ beeinflusst.

Was ist Alzheimer: Kann Alzheimer bei jungen Menschen vorkommen?

Die Alzheimer-Krankheit mit frühem Beginn existiert, obwohl sie nur bei 5% der Menschen vorkommt, die diese Krankheit haben. Erste Symptome können sich mit etwa 40 Jahren einstellen, aber für gewöhnlich tritt Alzheimer mit frühem Beginn bei 50-60-jährigen Menschen auf.

Der Arzt kann etwas länger für die Frühdiagnose brauchen, denn, obwohl die Symptome ähnlich oder dieselben wie beim Alzheimer mit spätem Beginn sein können, ist es für einen 30-40-jährigen Menschen weniger wahrscheinlich, an dieser Krankheit zu leiden, deshalb wird sie mit grösserer Wahrscheinlichkeit nicht von Anfang an diagnostiziert. Beim Alzheimer mit frühem Beginn kann die Person sich sogar noch beeinträchtigter fühlen, da sie vielleicht sehr kleine Kinder hat, komplett in der Arbeitswelt eingebunden ist, etc. Studien decken auf, dass Menschen mit Alzheimer mit frühem Beginn verwirrter sein können und Gemütssymptome mit höherer Intensität ausdrücken können.

Was ist Alzheimer und wie beeinflusst er die Menschen?

Was ist Alzheimer und wie beeinflusst er das Leben der Betroffenen?

Die Alzheimer-Krankheit, sei es mit frühem oder spätem Beginn, ist die am häufigsten vorkommende Demenz, im Allgemeinen hat sie eine Diagnose von 7 bis 10 Jahren. Obwohl dies eine statistische Annäherung ist, kann der Alzheimer schnell fortschreiten (von 2 bis 4 Jahren) oder eher langsam (ungefähr 15 Jahre).

Seine Entwicklung bei den Betroffenen

Zu Beginn der Alzheimer-Krankheit können die Betroffenen Gedächtnisverlust der neuen Dinge, die sie vor Kurzem gelernt haben, erleiden, also zunächst wird das Lernen beeinträchtigt. Je weiter die Krankheit fortschreitet, desto schwerere Symptome treten im Verhalten der Betroffenen auf, sowie in ihren Gemütszuständen. Die frequente Evolution beinhaltet, dass sie sehr verwirrt im Bezug auf die Festlegung von Ereignissen sind und nicht wissen, wo und wann gewisse Dinge stattgefunden haben, auch wenn sie vor Kurzem geschehen sind.

Letzten Endes, vor allem bei Personen, die Alzheimer für mindestens 10 Jahre gehabt haben, werden selbst so grundlegende Dinge wie schlucken, gehen, kohärentes Denken oder sich selbst zu versorgen beeinträchtigt. Es wird ihnen schwer fallen, bekannte Gegenstände zu benennen, sich an Personen zu erinnern oder das richtige Wort zu finden, das sie ausdrücken möchten. Menschen mit Alzheimer können Schwierigkeiten haben zu erkennen, dass sie ein Problem haben, wodurch meistens Familie oder Freunde diese Krankheit erkennen.

Was ist Alzheimer? Entwicklungsverlauf und verschiedene Stadien

Obwohl Alzheimer die Demenz ist, die das Denken, das Verhalten und das Gedächtnis beeinträchtigt, muss man diese Krankheit dennoch in Entwicklungs-Phasen einteilen. Um zu verstehen, was Alzheimer ist, muss man wissen, dass es verschiedene Stadien gibt, wonach diese Demenz einem Entwicklungsverlauf folgt:

1. Erstes Stadium (Frühstadium):  

Die Dauer des Frühstadiums schwankt zwischen 2 und 4 Jahren und weist als Hauptmerkmal Lücken im Kurzzeitgedächtnis auf. Außerdem beginnen sich Persönlichkeitsveränderungen zu zeigen: Familienmitglieder berichten, wie die an Alzheimer Erkrankten zu apathischen, unfreundlichen Personen werden und manchmal geschmacklose Dinge tun oder unflexibel sind. Außerdem können die Erkrankten sich in dieser Phase noch bewusst über die Krankheit sein, die sie haben, weswegen sie die Verschlechterung einiger ihrer Fähigkeiten bemerken. Dies erhöht die Möglichkeit für Affektstörungen, im Allgemeinen Depression und feindliche Gedanken. In dieser Phase können Strategien zur kognitiven Stimulation für Alzheimer durchgeführt werden.

2. Zweites Stadium (Mittleres Stadium):  

Es ist normal, dass es 3 bis 5 Jahre dauert, bis die Krankheit voranschreitet. Hier entsteht eine Verschlechterung sowohl in der retrograden als auch in der anterograden Erinnerung. Die Urteilsfähigkeit und das abstrakte Denken werden geschädigt. Die Betroffenen können sowohl unlogische als auch sehr stereotypische Antworten geben, wenn man sie etwas fragt, dennoch können sie noch gut oder nur leicht beeinträchtigt vorlesen. In diesem Stadium verstärken sich die Persönlichkeitssymptome, da zu der Möglichkeit der Depression noch psychotische Symptome wie Halluzinationen, Delirien etc. hinzukommen können. Wenn man in dieser Phase eine verwirrte Hyperaktivität und visuelle Halluzinationen feststellt, ist es wichtig, eine ausführliche Bewertung vorzunehmen, da die Person möglicherweise zusätzlich zur Demenz noch ein Deliriumsbild aufweist. Die Desorientierung in Zeit und Raum ist sehr ausgeprägt.

3. Drittes Stadium (Spätstadium):

Die Dauer ist unterschiedlich und hängt von einigen Variablen ab: Der Schnelligkeit, mit der die Behandlung der Problemgruppen durchgeführt wurde, der Intensität der Krankheit und der Pflege. In dieser Phase können die Betroffenen sogar unfähig dazu sein, sich selbst im Spiegel zu erkennen, sie erkennen sich selbst und einige Nahestehenden nicht mehr. Fälle und Brüche sind sehr häufig. Abschließend kann das dritte Stadium so enden, dass die Person im Bett liegt und Unterstützung für alle möglichen grundlegenden Dinge braucht. Oft ist die Unterstützung der Familie nicht genug und man braucht die Assistenz eines spezialisierten Zentrums.

Was ist Alzheimer: Einige Risikofaktoren im Zusammenhang mit Alzheimer

Auch wenn man noch nicht mit Sicherheit die Gründe kennt, aus denen eine Person an Alzheimer erkrankt und andere nicht, hat die Forschung zur Verbesserung des Wissens über die Faktoren, die es gibt, beigetragen. Nach der Vereinigung für Alzheimer von Spanien (alz.org) sind dies einige Risikofaktoren:

  • Alter: Das Alter ist der grösste Risikofaktor für Menschen mit Alzheimer. Die meisten Betroffenen sind über 65-jährige Personen, und je höher das Alter, desto häufiger kommt die Krankheit vor. Es gibt Fälle in jüngerem Alter, der Alzheimer mit frühem Beginn kann bei Personen, die jünger als 65 sind, auftreten.
  • Angehörige mit Alzheimer: Auch wenn bisher noch nicht herausgefunden wurde, wieso Alzheimer in derselben Familie auftaucht, ist sicher, dass es mehr Alzheimer-Fälle gibt, wenn es direkte Verwandte ersten Grades gibt, die an dieser Krankheit leiden (Eltern oder Geschwister).
  • Genetik: Das Gen APOE-e4 ist das häufigste Risikogen bei der Alzheimer-Krankheit, die Wissenschaftler rechnen damit, das dieses Gen zu 1/4 zum Risiko für Alzheimer beiträgt.
  • Herzgefässkrankheiten: Diabetes, Fettleibigkeit, hoher Cholesterinspiegel in mittlerem Alter sowie hoher Blutdruck sind einige Faktoren, die laut Untersuchungen einen Zusammenhang mit Alzheimer aufweisen.

Ausserdem wurden andere mit Alzheimer zusammenhängende Faktoren untersucht, wie der Einfluss der Umgebung, die Bildung und in einiges Fällen Menschen die wiederholte Gehirnverletzungen erlitten haben (Athleten, Menschen im Kampf etc.), diese haben ein höheres Risiko für Demenz oder eine andere schwere kognitive Beeinträchtigung.

Was ist Alzheimer: Welche Prävalenz hat Alzheimer in der Bevölkerung?

Wie zuvor erwähnt, liegt Alzheimer auf dem ersten Platz bei der Anzahl der Demenzkranken. Die Alzheimer-Krankheit betrifft mehr als 6 Millionen in Nordamerika, 5 Millionen in Europa, mehr als 8 Millionen in Asien und 1,5 Millionen in Südamerika. Nach einem Bericht von 2007 ist die Prävalenz in Spanien 5,5% und liegt auf dem dritten Platz der Krankheiten mit den meisten sozialen und wirtschaftlichen Kosten in den entwickelten Ländern. Ausserdem liegt sie auf Platz 3 der Todesursachen, nur übertroffen vom Krebs und Herzgefässkrankheiten. Die Berichte der WHO halten fest, dass diese Zahlen schon 2015 höher waren und weiter steigen, weswegen kontinuierlich Untersuchungen, Bewusstmachung und alle Art von nötigen Hilfen für die Betroffenen und ihre Familienmitglieder gefordert werden.

Auch wenn es noch keine Behandlung gibt, die Alzheimer bekämpft oder seine Erscheinung verzögert, existieren mehrere Medikamente, die dabei helfen können, die Symptome der Demenz, die mit Alzheimer erscheinen, zu lindern und so die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Dies hat so einen Einfluss in der Gesellschaft, dass sowohl Ärzte, Psychologen und notwendigerweise viele Pflegekräfte und spezialisierte Zentren gefragt sind, um die Lebensqualität dieser Patienten zu verbessern. Wir hoffen, dass es in der Zukunft mehr notwendige Hilfen geben wird, dass die Untersuchungen fortschreiten, um sich zu verbessern oder eine mögliche Heilung und Vorbeugung dieser schweren Krankheit zu finden.

Quelle: Eva Rodríguez Weisz, Psychologin bei CogniFit.

Kreatives Denken: Was das ist, Beispiele, Merkmale und 10 Übungen

 Kreatives Denken ist die Fähigkeit, auf neuartige und originelle Art zu denken. Es beinhaltet ein Heraustreten aus dem festgelegten, um zu echten alternativen Lösungen zu gelangen. Wir zeigen dir wissenschaftliche Befunde zum kreativen Denken, die aufdecken, wie wir es schaffen, neue Ideen zu finden. Was das kreative Denken ist, Merkmale, Beispiele und 10 Übungen, die dir dabei helfen, dein kreatives Denken zu fördern.

Kreatives Denken

Folgende Anekdote hat vielleicht jemand schon mal gehört: In einer Physikprüfung will ein Lehrer seinen Schüler durchfallen lassen, weil dieser die Prüfungsfrage per se nicht falsch, aber nicht nach den Vorstellungen des Lehrers beantwortet hat. Die Prüfungsfrage lautete: “Zeigen Sie, wie es möglich ist, die Höhe eines Gebäudes mithilfe eines Fortin-Barometers zu bestimmen.”

Der Schüler hatte geantwortet: Man steigt mit einem langen Seil auf die Dachterrasse, bindet das Barometer an ein Ende und lässt es bis zum Sockel des Gebäudes herunterhängen. Man markiert das Seil und misst anschließend dessen Länge. Die Länge des Seils wird gleich der Höhe des Gebäudes sein.

Der Schüler hatte ein Dilemma mit dieser Lösung der Aufgabe ausgelöst, eigentlich war seine Antwort korrekt. Dennoch hatte er weder seine Kenntnisse des Faches bewiesen noch in irgendeinem Moment die gefragte Physik angewendet, um das Problem zu lösen.

Man gab dem Schüler eine zweite Möglichkeit, das Problem zu lösen und warnte ihn, dass er dieses Mal seine Physik-Kenntnisse dafür nutzen sollte. Ein paar Minuten vergingen und der Schüler hatte nichts geschrieben. Also fragte ihn der Lehrer, ob er die Antwort nicht kannte. Der Schüler anwortete, dass er ganz viele Antworten auf das Problem hatte und Schwierigkeiten hatte, die beste von allen auszuwählen.

Letztendlich schrieb der Schüler in seiner Prüfung: Man steige auf die Dachterrasse des Gebäudes und werfe das Barometer auf den Boden. Man berechne die Dauer des Falls und wende die Formel an, die die Dauer des Falls mit der Gravitationsbeschleunigung verbindet. Und so erhalte man die Höhe des Gebäudes.

Der Lehrer fragte den Schüler nach dem Lesen der Antwort neugierig, welche die anderen Antworten waren, die er in Betracht gezogen hatte. Der Schüler beantwortete seine Frage mit vielen anderen kreativen Arten, an das Problem heranzugehen. Jedoch hatte er in keiner seiner Antworten das Barometer auf konventionelle Art und Weise verwendet. Der Lehrer fragte, ob er nicht wisse, wie man ein Barometer benutze. “Natürlich weiß ich, wie man ein Barometer benutzt” – anwortete der Schüler, aber in all diesen Jahren haben mir die Lehrer versucht zu zeigen, wie man kreativ denkt.

Dies ist ein gutes Beispiel für kreatives Denken. Es wird behauptet, dass es sich bei dem Schüler um Niels Bohr hielt, ein dänischer Physiker, der letztendlich den Nobelpreis für Physik erhielt.

Was ist kreatives Denken?

Wir sind alle potentiell kreativ. Manchmal lesen wir, dass kreatives Denken gleichbedeutend zur Kreativität ist. Wenn wir jedoch vom kreativen Denken sprechen, geht es um etwas mehr als Kreativität. Kreatives Denken kann als die Fähigkeit bezeichnet werden, auf kognitivem Niveau alternative Wege zu gehen. Kreatives Denken zu benutzen beinhaltet, etwas zu fördern, was die Experten laterales oder divergentes Denken nennen (das berühmte “think outside the box“), das heißt, vorgefasste Ideen aufgeben. Das kreative Denken hebt sich durch seinen neuartigen und originellen Charakter ab. Diese Facette ermöglicht es uns innovativ zu sein, der Logik zu entfliehen, um Herausforderungen auf einer anderen Art zu begegnen und von der Routine abzuweichen.

In den 70ern und 80ern schlugen einige Verwaltungsberater ihren Kunden vor, das Neun-Punkte-Spiel zu lösen. Das Ziel des Spiels ist es, 9 Punkte mit 4 oder weniger Linien zu verbinden, ohne den Stift vom Papier zu heben und ohne dieselbe Linie mehr als einmal zu zeichnen. Um die Neun-Punkte-Aufgabe zu vervollständigen, ist es notwendig, über die Grenzen, die durch die Punkte gegeben sind, hinaus zu denken, wie man auf dem Bild sieht.

Im Allgemeinen assoziieren wir Kreativität mit Kunst und Freizeit. Kreatives Denken kann jedoch bei allen Aufgaben vorkommen, die wir durchführen. Das kreative Denken ist sehr nützlich und vorteilhaft in allen möglichen Situationen und bei alles möglichen Aufgaben – von den Wichtigsten bis zu den Banalsten. Das laterale Denken kann dir bei der Arbeit helfen, aber auch zuhause oder im Supermarkt. Du wirst merken, dass es dir leichter fallen wird, einen Bericht für deinen Chef zu verfassen, wenn du einmal begonnen hast, dein kreatives Denken zu fördern, du das Kochen mehr genießt oder du neue Strategien für deine Kindererziehung entwickelst.

Neurophysiologie und Merkmale des kreativen Denkens

Die Wissenschaftler John Kounios (Universität von Drexel) und Mark Beeman (Universität von Northwestern) haben mithilfe von fMRI (funktionelle Magnetresonanztomographie) verschiedene Befunde im Zusammenhang mit dem kreativen Denken entdeckt.

  • Die Hirnaktivität, die mit der visuellen Verarbeitung verbunden ist, schaltet sich 300 Milisekunden vor dem Auftauchen des kreativen Denkens ab. Dieses Phänomen ist ähnlich, wenn jemand die Augen schließt oder ins Leere blickt, um Reize zu unterdrücken. Dieser Fund deutet darauf hin, dass eine tiefe Introspektion notwendig ist, um das kreative Denken hervorzurufen.
  • Wenn das kreative Denken auftaucht, kommt es zu einer plötzlichen sehr hohen Aktivität im rechten Temporallappen (genau über dem Gehör). Der rechte Temporallappen ist der Bereich der Assoziation von Elementen, die in Zeit und Raum voneinander entfernt liegen. Bei dieser Verbindung von Erinnerungen aus der Vergangenheit enstehen Assoziationen mit Reizen aus der Gegenwart, die die Erscheinung von neuen Ideen begünstigen.
  • Es lassen sich auch Alfa-Wellen beobachten, die in der rechten Gehirnhälfte entstehen und sich über die graue Substanz ausbreiten und dabei (wieder) Assoziationen ermöglichen. Die Alfa-Wellen treten in Erscheinung, wenn wir entspannt sind oder die Augen schließen. Das Auftauchen der Alfa-Wellen ist fundamental bei der Erscheinung des kreativen Denkens. Laut Martínes Otero “kommt es dann zu Momenten der Erleuchtung, wenn es zu Veränderung in der Alfa-Aktivität kommt und die Konzentration diffus ist.”

Wenn wir den Gedanken freien Lauf lassen, fördern wir das kreative Denken. Die Momente, in denen das kreative Denken auftaucht, sind normalerweise solche, in denen wir abgelenkt sind. Das Gehirn hierarchisiert, indem es eine hohe Anzahl der Ressourcen an komplexe Aufgaben sendet und die einfachsten im Stand der Automatisierung lässt. Deswegen ist es wichtig, Momente zu finden, um unsere bewusste Aktivität zu verringern und unserem kreativen Denken freien Lauf zu lassen.

Kreatives Denken fördern

10 Übungen zur Steigerung des kreativen Denkens

Auch wenn wir alle potentiell kreativ sind, scheint die kreative Fähigkeit förmlich zu explodieren, sobald man einen Intelligenzquotienten von über 120 hat. Trotz der unbeeinflussbaren Komponente der Intelligenz lässt sich das kreative Denken trainieren. Im Folgenden führen wir 10 Punkte auf, mit denen du dein kreatives Denken steigern kannst und deine Gedanken und Ideen vor sich hin fließen lassen kannst.

1. Beim kreativen Denken ist alles möglich

Menschen mit ausgebildetem kreativem Denken urteilen nicht, ob die Ideen gut oder schlecht sind, sie erstellen nur neue Alternativen. Dies nennt man kognitive Enthemmung. Sie haben keine inneren Richter, sie lassen einfach ihrer Vorstellungskraft freien Lauf. Dafür muss man die Filter für absurd wirkende Ideen lockern; das zeigen auch die Untersuchungen von Shelley Carson, Spezialistin für Kreativität an der Harvard-Universität.

Brainstorming, bei dem eine Menge an neuen Ideen produziert werden, ohne deren Qualität zu beurteilen, kann bei dieser Aufgabe helfen. Forscher von der Universität von California haben beobachtet, dass bei dieser Übung die Alternativen blockiert werden, die in der Vergangenheit nicht funktioniert haben. So zeigen sie, dass das Blockieren von nicht produktiven Erkenntnissen im direkten Zusammenhang mit der Steigerung des kreativen Denkens steht. Kennst du die Gehirngymnastik? Es gibt viele Übungen, die dir dabei helfen können, dein Gehirn in Form zu bringen.

2. Entspann dich

Kreatives Denken funktioniert besser, wenn wir ruhig oder entspannt sind. Die Alfa-Wellen, die im Entspannungszustand vorkommen, sind die Grundlage des kreativen Denkens. Mach Dinge, die deinem Verstand ermöglichen, sich auf nichts Konkretes zu konzentrieren.Ein Bad du nehmen ist beispielsweise eine Aufgabe, die dein kreatives Denken stimulieren wird. Die Psychologin Paulette Kouffman bestätigt, dass Therapien wie das Floating, bei dem dein Körper in einem Bad mit Epsonsalzen treibt, dazu beitragen, das kreative Denken bei Studenten zu steigern. Das ist eine gute Art, nachzudenken und sich zu entspannen, Zustände, in denen die kreative Inspiration mit größerer Wahrscheinlichkeit auftaucht.

Langweilige Aufgaben für 15 Minuten auszuführen, wie Telefonnummern abzuschreiben, erhöht das kreative Denken nach einigen Forschern der University of Central Lancashire.

3. Zerstreu dich

Das kreative Denken funktioniert besser, wenn wir nicht zu aufmerksam sind. Es kann von Vorteil für viele Aufgaben sein, sich zu konzentrieren, aber Reize zu vermeiden bekommt dem kreativsten Teil unseres Gehirns nicht gut. Joseph Kasof, Psychologe an der Universität von California in Irvine, versichert, dass die breite Aufmerksamkeit bzw. sich nicht besonders auf etwas zu konzentrieren, mit dem kreativen Denken verbunden ist.

Die Zerstreuung kann ertragreich sein. Im Gegensatz zu dem, was wir erwarten könnten, fördert es die Kreativität, sich vielen sensorischen Reizen auszusetzen. Zum Beispiel kann es das Erscheinen des kreativen Denkens fördern, in einer lauten Umgebung zu arbeiten. In einer Studie von der Universität von British Columbia wurde diese These auf die Probe gestellt, indem drei verschiedene Situationen simuliert wurden. Das Ziel war es, ein Brainstorming bei verschiedenen Geräuschpegeln (niedrig, mittel und laut) durchzuführen. Überraschenderweise fand man heraus, dass in Situationen mit mittlerem Geräuschpegel (70 Dezibel) die Kreativität gesteigert wurde. Das liegt daran, dass eine mittellaute Umgebung die Menschen dazu zwingt, kreativer zu denken. Ein sehr lautes Umfeld macht das Halten der Aufmerksamkeit jedoch unmöglich. Isolier dich nicht in deinem Zimmer und versuch, an einem mittellauten Ort wie einem Café zu arbeiten.

4. Werde wieder zum Kind

Wie der Schauspieler, Schriftsteller und Humorist John Cleese sagte: “Wenn du kreativ Arbeiter möchtest, gib ihnen genug Zeit zum Spielen”

Beim kreativen Denken ist Innovation eine Pflicht. In der Kindheit sind wir herausragend kreativ, verlieren diese Fähigkeit aber, je näher wir dem Erwachsenenalter kommen und lernen, uns nach Glaubenssystemen und Verhaltensmustern zu richten. Wenn man Situationen begegnet, die alternative Sichtweisen erfordern, ist es sehr praktisch zu denken, was ein Kind tun würde. Die Experten Patrick Bateson und Paul Martin von der Cambridge-Universität vertreten die Idee, dass man dafür die Entlohnung vergessen und das Vernügen am Spiel des Spieles willens wiederentdecken muss.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Erwachsenen “spielen” können, angenehme Tätigkeiten in die Arbeit einzubauen ist eine gute Art. Google ist das Beispiel schlechthin für diese Art von Unternehmenspolitik. Die Mitarbeiter von Google haben Rutschen, Kicker, Schwimmbäder und sogar Kletterwände, um in den Arbeitspausen Spaß zu haben.

5. Mach eine Collage

Versuch, deine Ideen wie mit Ausschnitten aus Zeitschriften und Fotos zu mischen, um eine neue und echte Collage zu erstellen. Wenn es nötig ist, mach Notizen und probiere verschiedene Zusammenstellungen, so wird dein bewusstes Urteil keinen Einfluss haben.

Wie der Neurowissenschaftler Vilayanur S. Ramachandran sagt, liegt die Grundlage der Kreativität darin, jede Konzepte oder Gedanken zu verbinden, die augenscheinlich keine Beziehung zueinander haben.

Damit die Strategie den bestmöglichsten Effekt hat, ist es wichtig, verschiedenen Quellen einzubeziehen. Deshalb hilft es verschiedene Kenntnisbereiche oder verschiedene Aspekte deines Lebens gleichzeitig auszuführen. Deinen Tag zu bereichern besteht darin, an verschiedenen Aktivitäten wie Kursen, Zeitschriften, Konzerten, Vorträgen, Reisen, etc. teilzunehmen. Für Professor Epstein der Universität von San Diego ist die Beziehung zwischen verschiedenen Lebensformen und Kenntnissen die Grundlage des kreativen Denkens.

6. Hab viele gute Beziehungen und umgib dich mit guten Menschen

Damit das kreative Denken wächst, braucht es viele Sichtweisen. Sich mit vielen Menschen zu umgeben ist nützlich, um verschiedene Erlebnisse zu teilen. Es ist auch bereichernd, da die Menge der “mentalen Schubladen” erhöht wird, aus denen wir neue Ideen holen können. Abseits der Menge spielt auch die Qualität eine Rolle, wenn du dich mit vielen Leuten umgibst, versuch begrenzende Urteile zu vermeiden. Dich mit Leuten zu umgeben oder im Team zu arbeiten ist sehr positiv, wenn das Ergebnis konstruktiv ist.

Professor Epstein empfiehlt, nicht nur mit neuen Leuten zu verkehren, sondern auch neue Orte zu besuchen oder außergewöhnliche Objekte zu besichtigen, da dies zur Entwicklung origineller Ideen führen kann. Durch Multikulturalität kann man neuen Arten kennenlernen die Realität wahrzunehmen und auf sie einzuwirken, was unseren persönlichen Horizont erweitern kann (Dokumentarfilme, Reisen, über andere Zivilisationen lesen …).

7. Hab keine Angst vorm Scheitern

Das kreative Denken entsteht oft aus der Frustration, keine Lösung finden zu können und endet im Eureka! oder Aha-Moment. Deswegen solltest du keine Angst davor haben, die Antworten, die du suchst, auf den ersten Blick nicht zu finden. Das kreative Denken braucht viel Training und wenn du beginnst, ist es das Beste, sich nicht zu deprimieren oder zu viel von sich zu erwarten.

Es ist möglich, dass das, was uns heute als eine gute Idee erscheint, uns morgen schon gar nicht mehr so gut gefällt. In diesen Fällen darfst du nicht zulassen, dass diese Situation dich entmutigt. Lernen ist ausprobieren, bis du die Lösung findest.

Wir sollten uns auch nicht zwingen zu kreieren, dies könnte kontraproduktiv sein und unser kreatives Denken blockieren. Wenn wir nicht finden, was wir in unseren mentalen Schubladen suchen, ist es das Beste, uns abzulenken und so begünstigen wir die Erscheinung von neuen Dingen.

8. Schlaf gut

Es ist wichtig, dem Gehirn keinen Schlaf zu rauben, damit das kreative Denken in perfekter Form ist. Laut Ullrich Wagner, Forscher an der Universität von Lübeck in Deutschland ist es nicht empfehlenswert, weniger als 6 Stunden am Tag zu schlafen, ideal sind etwa 8 Stunden Schlaf am Tag.

Die Psychologin Deidre Barrett von der Harvard Medical School fand heraus, dass die Schüler, die in einer Studienpause schliefen, bessere Studienergebnisse hatten. Außerdem zeigte sich, dass jene Menschen, die über ein konkretes Problem vor dem Schlafengehen nachdachten, am nächsten Tag beim Aufstehen leichter eine Lösung fanden.

Schlafen ermöglicht es uns, scharfsinniger zu sein, da es die mentale Umstrukturierung begünstigt. Die angemessene Entspannung führt dazu, Situationen anders angehen zu können, originelle und effizientere Lösungen vorzuschlagen. Das zeigt förderlich für kreatives Denken.

9. Sei glücklich

Das Glück begünstigt das Erscheinen des kreativen Denkens sehr viel mehr als die Traurigkeit. Man neigt dazu zu denken, dass Künstler besser in melancholischen Situationen komponieren, schreiben und kreieren, aber dem ist nicht so.

Der Psychologe Mihály Csíkszentmihályi der Universität von Claremont (California) fand heraus, dass sich das Glück und die Kreativität gegenseitig begünstigen.

Karen Gasper, Psychologin an der Penn State University, erachtet, dass uns, wenn wir froh sind, Assoziationen zu Wörtern, Diagnosen oder Antworten auf Dilemma einfallen. Anscheinend ist die Ideensschaffung gehemmt, wenn wir traurig sind, außerdem begehen wir auch mehr Fehler.

Dieser Fund macht viel Sinn, wenn wir beachten, dass deprimierte Menschen einen sehr engen Aufmerksamkeitsfokus haben und exzessiv auf ihr Problem oder ihre Gedanken konzentriert sind. Deswegen ist es ideal, sich in einer fröhlichen Stimmung zu befinden, die das kreative Denken stimuliert.

10. Gehe spazieren, um kreatives Denken zu aktivieren

Sport scheint das kreative Denken im Allgemeinen zu stimulieren, aber besonders Spazieren gehen hat einen sehr positiven Effekt.

An der Universität von Stanford wurde eine Studie durchgeführt, um die möglichen positiven Effekte des Spazierengehens auf das kreative Denken aufzuzeigen. Dafür wurden vier Experimentssituationen geschaffen: auf einem Laufband gehen, sich zu setzen und auf eine weiße Wand zu schauen, an der frischen Luft spazieren gehen und sich an die frische Luft zu setzen. Die Forscher erfassten das laterale Denken der Teilnehmer bzw. deren Fähigkeit, neue Ideen zu schaffen. Diejenigen, die für das Szenario “gehen” ausgewählt worden waren, hatten höhere Kreativitätslevel als diejenigen, die dem Szenario “sitzen” zugeschrieben wurden; ob die Aktivität drinnen oder draussen stattfand, war irrelevant.

Marily Opezzo, Co-Autorin der beschriebenen Studie, hält fest: “Gehen wird dich nicht zu Michelangelo machen, aber es kann dir in den ersten Phasen des kreativen Prozesses helfen”.

Danke fürs Lesen! Hinterlasse uns deine Kommentare! 🙂

Quelle: Irene García Calvo, Psychologin bei CogniFit.

Dysthymia: Persistierende Depressive Störung. Wie identifiziert man sie & 9 Tipps

Wir haben alle mal eine schlechte Phase, in der wir uns trauriger als gewöhnlich fühlen, keine Lust auf gar nichts haben und konstant apathisch sind. In den meisten Fällen löst sich dies und wir kehren nach und nach in die Normalität zurück. Aber was ist, wenn wir nicht in die Normalität zurückkehren? Was ist, wenn die Traurigkeit und Unlust nicht verschwindet? Wenn dieser Zustand nicht mit der Zeit zurückgeht, kann es sein, dass wir einen Fall von Dysthymia vor uns haben. Entdecke in diesem Artikel, was Dysthymia ist, wie man sie identifiziert, ihre Ursachen und Tipps zur Überwindung der Dysthymie.

Dysthymia

Was ist Dysthymia? Die Dysthymia, Persistierende Depressive Störung genannt, ist eine leichte Form der Depression. Sie wird normalerweise in die Gruppe der chronischen Störungen eingeordnet, aber es ist sehr wichtig zu betonen, dass in der Psychologie, im Unterschied zur Medizin, “chronisch” auf eine lang anhaltende Störung hinweist, nicht darauf, dass sie “unheilbar” oder “unbehandelbar” ist.

Symptome von Dysthymia – Wie identifizieren wir sie?

Von Dysthymia Betroffene beschreiben sich häufig als “traurig” oder “schlecht gelaunt”. Die Dysthymia bei Erwachsenen wird mit folgenden Symptomen in Zusammenhang gebracht:

  • Wenig Appetit oder übermässiger Appetit
  • Schlaflosigkeit oder übermässige Schläfrigkeit
  • Niedrige Energie
  • Niedriges Selbstwertgefühl
  • Konzentrationsprobleme und Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung
  • Gefühle der Verzweiflung
  • Schuldgefühle
  • Vermeidung von sozialen Beziehungen

Um Dysthymia diagnostizieren zu können, müssen die Symptome mindestens 2 Jahre anhalten. Auch wenn sie sich zwischendurch für einige Monate zurückziehen können.

Bei Kindern sind die Hauptsymptome für Dysthymia:

  • Reizbarkeit
  • Schwache Schulleistungen
  • Fehlen von Sozialkompetenz
  • Pessimismus

Bei Kindern müssen die Symptome für Dysthymia ein Jahr lang bestehen, um diagnostiziert zu werden.

Es ist wichtig, Dysthymia früh zu diagnostizieren, da sie, wenn sie nicht angemessen behandelt wird, zur Depression führen kann.

Man darf allerdings ein normales Traurigkeitsgefühl nicht mit Dysthymia verwechseln. Es ist normal, sich ab und zu traurig, verärgert, oder unglücklich in einigen Momenten des Lebens zu fühlen. Dies beginnt, pathologisch zu werden, wenn das Unglück und die Traurigkeit in der Zeit anhalten und nicht verschwinden, auch wenn alles gut laufe zu scheint, und die Alltagstätigkeiten beeinflusst.

Ursachen für Dysthymia

Für psychologische Störungen gibt nie nur eine einzige Ursache. Dennoch scheint die Dysthymia mit dem Serotonin zusammenzuhängen, einem Neurotransmissoren, der für die emotionale Regulierung und Werturteile veranwortlich ist. Wie bei allen Störungen, beeinflussen auch bei der Dysthymia stressige Lebenssituationen die Lernprozesse und die Persönlichkeitsmerkmale.

Die Dysthymia tritt für gewöhnlich häufiger bei Frauen, bei Menschen mit einem von Dysthymia oder Depressionen betroffenen Familienmitglied und Menschen, die ein traumatisches Ereignis erlebt haben, auf.

 

Die Ursachen für Dysthymia sind nicht sehr bekannt

Tipps zur Vorbeugung und Linderung der Dysthymia-Symptome

Wie überwindet man Dysthymia? Die Persistierende Depressive Störung sollte immer von einem Experten behandelt werden. Diese Menschen können eine neuropsychologische Bewertung vornehmen. Die Untersuchung der kognitiven Funktionsweise erfüllt eine vorbeugende Funktion und hat bei der frühzeitigen Entdeckung von Dysthymia und anderen psychischen Störungen Priorität. Finde hier heraus, zu welchem Experten wir gehen sollten: Psychiater oder Psychologe.

Trotzem können Menschen mit Dysthymia einige Dinge unternehmen, um sich ein bisschen besser zu fühlen, bis sie den passenden Fachmann gefunden haben:

 

1. Sport hilft dabei, unsere Laune zu verbessern

Bewegung verbessert nicht nur unsere physische Gesundheit, sondern kann auch dazu beitragen, unsere Laune zu verbessern. Es ist nicht notwendig, intensives Training zu betreiben. Jede körperliche Tätigkeit kann uns viele Vorteile bringen, von Spazierengehen bis Tanzen, Inlineskaten, Fahrrad fahren … Ausserdem steigt ihr Nutzen, wenn wir die körperlichen Tätigkeiten an der frischen Luft ausführen.

Du weisst nicht, wie du anfangen sollst, Sport zu machen? Entdecke unsere Tipps.

2. Drogen und Alkohol verschlimmern die dysthymischen Sympytome

Obwohl es so scheinen kann, als ob Drogen und Alkohol die depressiven Symptome lindern, verschlimmern sie sie auf lange Sicht, nicht zu sprechen von den negativen Auswirkungen, die diese Substanzen auf unseren Organismus haben.

3. Achte auf deine sozialen Bindungen

Eine der wichtigsten Erholungsprädiktoren ist bei diversen Formen von psychischen Problemen das soziale Netzwerk und die Unterstützung, die die/der Betroffene bekommt. Deshalb ist es sehr wichtig, sich mit Personen zu umgeben, die uns lieben und wertschätzen, uns unterstützen und positiv sind. Halte dich von Leuten fern, die dir ein schlechtes Gefühl bereiten, dich geringschätzen und beschuldigen.

Die Sozialisierung ist auch sehr wichtig, um uns besser zu fühlen. Soziale Beziehungen erhöhen unser Selbstwertgefühl und verbessern unsere Laune.

4. Guter Schlaf ist die Basis für eine Verbesserung er Dysthymia

Die Schlafqualität beeinflusst unseren Zustand und die Verfassung unseres Gehirns ungemein. Es ist wichtig, eine Schlafroutine beizubehalten, sich immer zur selben Zeit schlafen zu legen und zur selben Zeit aufzustehen. Um unsere Schlaflosigkeit zu bekämpfen, können wir auch alle Reizquellen entfernen, die unseren Schlaf beeinträchtigen könnten (Licht, Geräusche, elektronische Geräte …). Wir können auch versuchen, uns zu entspannen, bevor wir schlafen gehen. Wir können Achtsamkeitsmeditation machen, die Schlaflosigkeit mit Musikhören bekämpfen, uns ein entspannendes Bad gönnen …

5. Ernähre dich gesund

Wir haben fast alle eine Ahnung von den Folgen, die eine ungesunde Ernährung in unserem Körper hat, aber wir dürfen nicht vergessen, wie die Ernährung unser Gehirn beeinflusst. Sie hat nämlich einen grossen Einfluss. Eine gesunde Ernährung hilft uns, uns besser zu sehen und zu fühlen.

6. Kultiviere dein Selbstwertgefühl

Ein geringes Selbstwertgefühl ist ein gemeinsamer Faktor von vielen psychischen Problemen, deshalb ist es wichtig, es auf einem optimalen Level zu halten. Schreib auf einem Blatt Papier deine Erfolge auf (oder bitte jemanden, es für dich zu tun) und stelle dich den Situationen, vor denen du dich fürchtest, das kann dabei helfen, dein Selbstwertgefühl zu steigern.

7. Den Stress im Zaum zu halten lindert die Dythymia-Symptome

Stress kann die Dysthymia-Symptome verschärfen. Deshalb ist es sehr wichtig zu lernen, mit Stresssituationen besser umzugehen. Lerne, dich zu entspannen, wenn du gestresst bist. Es gibt eine Menge an Entspannungstechniken, die du verwenden kannst. Yoga und Meditation zu machen kann dir auch helfen.

8. Widme dir selbst Zeit

Es ist wichtig, dass du nicht aufhörst, Dinge zu tun, die dir gefallen. Und wenn du damit begonnen hast, deine Hobbys beiseite zu legen, versuch sie wieder aufzunhemen, nach und nach. Das Schlimmste, was du tun kannst, ist mit etwas aufzuhören, was dir Vergnügen bereitet. Widme dir Zeit. Wenn du gerne liest, kochst, nähst, Sport machst, ins Kino gehst … mache es weiterhin. Lass deine Hobbys nicht im Stich.

Es ist auch eine gute Idee, dir ab und zu etwas zu gönnen. Gönn dir ein entspannendes Bad, lies deinen Lieblingsroman, was auch immer. Das Wichtigste ist, dass du ein paar Stunden für dich reservierst, mindestens einmal pro Woche.

9. Benutze CogniFit, das führende Stimulationsprogramm, um bei der Behandlung von Dysthymia zu helfen

CogniFit verfügt über ein führendes Programm zur kognitiven Bewertung und Behandlung für Dysthymia und Depression. Diese nicht pharmakologische Behandlung kann dabei helfen, Dysthimiasymptome zu verringern, indem es kognitive Verbesserungen schafft.

Der niedergeschlagene Gemütszustand der Menschen mit Depressionen oder Dysthymia kann Mängel im kognitiven Bereich zufolge haben. Die hauptsächlich beeinflussten kognitiven Fähigkeiten bei Menschen mit Depressionen sind das Arbeitsgedächtnis, die Inhibition, die geteilte Aufmerksamkeit und generell die exekutiven Funktionen.

Eine der aktuellen Untersuchungen bewies die Effizienz des kognitiven Rehabilitationsprogramms von CogniFit bei der Verringerung der depressiven Symptome. Immer mehr Experten empfehlen diese Behandlung als ergänzende Hilfe bei Dysthymia-Symptomen.

 

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Schlaganfall Ursachen : 16 Risikofaktoren, die einen Schlaganfall verursachen können

Schlaganfall Ursachen: Kann man einem Schlaganfall vorbeugen? Einige Risikofaktoren kann man nicht verändern, aber viele andere Ursachen für einen Schlaganfall kann man korrigieren: Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Cholesterin, Tabak, Stress, etc. … Entdecke in diesem Post die 16 Hauptursachen für einen Schlaganfall und handle!

Schlaganfall Ursachen: Risikofaktoren, die einen Iktus verursachen können

Schlaganfall Ursachen und Risikofaktoren

1. Das Alter, ein Risikofaktor  

Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, wächst ab einem Alter von 60 Jahren beachtlich. Deswegen sollten wir während des ganzen Lebens auf uns achten, damit wir das Alter erreichen. Und das nicht nur mit kognitiver Stimulation, sondern auch körperlich. Es ist äußerst wichtig, dass wir, wenn wir ein gewisses Alter erreichen, nicht in sesshafte Lebensstile verfallen. Sport ist einer der wichtigsten Schutzfaktoren, um Ikten zu vermeiden.

2. Das Geschlecht: Männer haben ein höheres Risiko

Der Schlaganfall scheint im Allgemeinen häufiger bei Männern als bei Frauen aufzutreten.

3. Deine Vorgeschichte und Familiengeschichte

Wir sind anfälliger dafür einen Schlaganfall zu erleiden, wenn wir selbst oder ein Familienmitglied schon einen Schlaganfall gehabt haben.

4. Bluthochdruck als Risikofaktor

Das Risiko für einen Iktus erhöht sich gleichwohl, wenn der systolische Blutdruck (maximaler Druck) erhöht ist als auch, wenn der diastolische Blutdruck erhöht ist (minimaler Druck). Es ist wichtig, dass sich Personen über 55 regelmäßig den Blutdruck messen.

5. Herzkrankheiten

Krankheiten wie Vorhofflimmern, Kardiomyopathie etc. erhöhen das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.

6. Der Tabak, ein wichtiger Risikofaktor, der einen Iktus verursachen kann

Tabakkonsum legt den Schlaganfall auf 45 Jahre vor. Wenn wir ihn dazurechnen, ist das Risiko höher, eine Herzkrankheit zu erleiden.

7. Salz- und fettreiche Ernährung

Hohe Cholesterin- und Triglyzeridwerte sowie ein erhöhter Salzkonsum erhöhen die Wahrscheinlichkeit, einen Iktus zu erleiden. Erfahre hier, welche Nahrung gut für das Gehirn ist.

8. Diabetes erhöht das Risiko für einen Schlaganfall

Diabetes erhöht das Risiko für viele andere Krankheiten und auch für den Iktus, da sich die Blutgefässe verstopfen. Bis zu 20% aller Menschen, die einen Iktus erlitten haben, sind Diabetiker. Aber wenn sie die vom Arzt verschriebene Behandlung durchführen, haben die Diabetiker eine weniger grosse Wahrscheinlichkeit, einen Iktus zu erleiden, als diejenigen, die diese nicht befolgen.

9. Fettleibigkeit als Risikofaktor

Wie vorhin erwähnt wurde, verursacht ein hohes Fettlevel eine Verstopfung der Wege des Blutflusses. Es ist wichtig, auf unsere Ernährung zu achten, nicht nur, weil sie zu den Schlaganfall Ursachen zählt, sonder auch, weil sie mit anderen Faktoren wie der Diabetes zusammenhängt. Mehr als einmal haben wir von den Ärzten gehört, wie wichtig es ist, und von klein auf gesunde Lebensgewohnheiten im Bezug auf unsere Ernährung beizubringen. (Erfahren hier welche Ernährung gut für das Gehirn ist.)

10. Alkohol als Risikofaktor

Exzessiver Alkoholkonsum ist einer der Risikofaktoren, der für einen Iktus sorgen kann.

11. Orale Empfängnisverhütungsmittel

Heutzutage enthalten sie keine hohen Östrogenspiegel, aber es gibt Hinweise, dass sich das Risiko erhöht, wenn dieser und andere Risikofaktoren zusammenkommen, zum Beispiel Rauchen oder eine Herzkrankheit.

12. Das sesshafte Leben

Der größte Feind, den wir haben können, ist, keinen Sport zu machen. Jetzt einmal genug der Ausreden. Denk daran, dass wenn du nur 30 Minuten deines Lebens am Tag widmest, um einen Spaziergang zu machen, verringerst du schon das Risiko, einen Iktus zu erleiden. Das ist ein guter Grund, um aus dem Haus zu gehen, denkst du nicht? Erfahre hier, wie man die Motivation für Sport steigern kann.

13. Chronischer Stress als Risikofaktor

Eine von spanischen Neurologen durchgeführte Studie versichert, dass kontinuierlicher Stress das Risiko steigert, einen Iktus zu erleiden.

14. Schlafstörungen: Das Schlafapnoe-Syndrom

Die Schlafapnoe ist eine häufig vorkommende Störung, die sich durch Pausen bei der Atmung oder das oberflächliche Atmen im Schlaf auszeichnet. Wenn man an diesem Syndrom leidet, hat man eine verstärkte Möglichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden.

15. Drogenkonsum

Der Konsum von Drogen wie Kokain und Amphetamine erhöht das Risiko.

16. Migräne als vaskulärer Risikofaktor

In den letzten Jahren hat der Faktor Migräne als Hirngefäss-Risikofaktor an Relevanz gewonnen.

Quelle: Noemi Vega Ruíz, Psychologin bei CogniFit.

Angstzustände? Finde die passende Entspannungstechnik hier, sie funktioniert!

Wie kann ich mich entspannen, wenn ich Angstzustände habe? “Ich glaub, mich trifft der Schlag”, “mein Herz springt mir raus” oder “ich bin so angespannt” sind einige Ausdrücke, die uns in Phasen von hohem Stress und Angstzuständen begleiten. Manchmal bekämpfen wir sie mit Medikamenten oder wiederholten Arztgängen, damit dieser unser Unwohlsein mit irgendeiner Wunderspritze beruhigt. Aber gut, hier wollen wir euch ein paar Richtlinien zeigen, damit du dir diese Wohlfühlspritze selbst geben kannst, ohne dass es nötig wäre, Tabletten zu nehmen oder zum Arzt zu gehen. Lerne, dich zu entspannen, wenn du Angstzustände und Stress hast! Entdecke die Progressive Muskelentspannung von Jacobson.

Wie kann ich mich entspannen, wenn ich Angstzustände habe. Progressive Muskelentspannung von Jacobson.

Die Angstzustände verstehen, um uns ihr entgegenstellen zu können

Als Erstes sollten wir ein bisschen wissen, was Angstzustände sind, damit wir verstehen können, warum die Verabreichung von Medikamenten nicht notwendig ist, um sie zu reduzieren. Wenn wir uns unruhig fühlen, haben wir Angstgefühle und es kann sogar dazu kommen, dass wir denken, dass wir an einer Angstattacke sterben können: nichts liegt ferner. Die Angst ist eine emotionale Reaktion auf eine unmittelbar bevorstehende Drohung, sei sie real oder eingebildet, während der Angstzustand eine vorgezogene Reaktion auf eine zukünftige Drohung ist (die sich ergeben kann oder auch nicht). Beide Dinge sind produktiv (in richtigem Masse), denn sie warnen uns, dass es eine Gefahr gibt und das beduetet, dass wir aufmerksam bleiben können. Das Problem kommt, wenn wir zu lange und intensiv in diesem “Alarmzustand” verharren: dann tritt die bekannte “Angstattacke” mit all den Symptomen, die uns Unwohlsein bereiten, auf und die Antwort darauf ist die Flucht zum Arzt. Dennoch sollte uns klar sein, dass Angstzustände nicht Weiteres als das sind: Symptome. Es gibt keine Krankheit, es gibt nicht mehr.

Um uns das besser vorzustellen, es ist, als ob wir in Höchstgeschwindigkeit vor einem Löwen weglaufen, der uns verfolgt, aber es in Wirklichkeir gar keinen Löwen gibt! Der “Löwe” existiert nur in unserem Kopf.

Das heisst, der Grund für die Entfesselung dieses symptomatischen Unwohlseins war eine Idee, die nicht wirklich existiert (zum Beispiel: die Angst vor dem Gedanken an den Tod, die Angst, das uns etwas passiert, wenn wir aus dem Haus gehen, oder vor einer Herzattacke).

Im Fall des Löwen sehen wir, dass die Lösung ganz klar “aufhören, zu rennen” heissen muss, denn der Löwe existiert nicht und es besteht keine Gefahr. Dies wäre die einzige Möglichkeit, unseren Alarmzustand zu verringern, das “Schwitzen” und die “Beschleunigung des Herzschlags” zu reduzieren, welche genau die Symptome sind, die die Angst- oder Panikattacke auslösen.

Einen Spaziergang machen, Achtsamkeitsmeditation praktizierenirgendeiner Tätigkeit nachgehen, etc… Alles, was die Gedanken beschäftigt hält und uns von der Idee von Gefahr (oder welcher Auslöser-Idee auch immer) fernhält, könnte eine gute Strategie zur Verringerung der Angst-Symptome sein.

Im Folgenden möchte ich euch über eine sehr effektive Technik zur Entspannung bei Angstzuständen berichten: Die progressive Muskelentspannung von Jacobson.

Wie kann ich mich entspannen, wenn ich Angstsymptome habe – Progressive Muskelentspannung von Jacobson

Wie kann ich mich entspannen, wenn ich Angstzustände habe? Progressive Muskelentspannung von Jacobson

Was ist die progressive Muskelentspannung (von Jacobson)?

  • Es ist eine Methode physiologischer Art, die sich auf die Erholung ausrichtet.
  • Sie erleichtert eine tiefe Entspannung auf fast mühelose Art und Weise, indem sie es ermöglicht, eine freiwillige Kontrolle über die Muskelspannung zu übernehmen.
  • Sie ermöglicht es, die intime Verbindung zwischen Körperspannung und einem angespannten Geisteszustand zu erkennen und zeigt klar auf, wie die Befreiung eines der beiden Elemente auch das andere befreit.
  • Allmählich werden Zustände der Kontrolle und Entspannung erreicht, auch wenn der Fortschritt langsam ist, wird er immer intensiver und effizienter. 
  • Dies ist keine kurzweilige Methode, ihre Effekte sind es aber auch nicht.
  • Sie zeigt uns, wie man die Muskulatur absichtlich entspannt, um einen Zustand von tiefer innerer Ruhe zu erreichen, der entsteht, wenn uns die unnötige Spannung verlässt.
  • Die Bereiche, in denen wir die Spannung anhäufen sind vielfältig und manchmal “auf den ersten Blick” unsichtbar, deswegen ist es gut, wenn wir lernen, jede Muskelgruppe unseres Körpers zu entspannen.

Was erreicht man mit der progressiven Muskelentspannung von Jacobson?

Man erreicht eine allgemeine Verringerung der Angstzustände, eine Entspannung der Muskelspannung, ein einfacheres Einschlafen, sowie erhöhte Selbstkontrolle und Entspannungslevel. Die progressive Muskelentspannung von Jacobson besteht aus drei Hauptphasen:

1- Spannung – Entspannung

Es handelt sich darum, verschiedene Muskelgruppen im ganzen Körper zunächst anzuspannen und dann zu entspannen, mit dem Ziel, den Unterschied zwischen einem angespannten Muskelzustand und einem entspannten Muskelzustand kennenzulernen. Dies ermöglicht einen Zustand von Muskelentspannung zu erlangen, der allmählich auf den ganzen Körper übergeht. Man sollte einige Sekunden anspannen (etwa 7-8) für 5 bis 10 Minuten und langsam entspannen.

2. Überprüfen

Geistige Überprüfung der Muskelgruppen, sie sollten sich so stark wie möglich entspannt haben.

3. Geistige Entspannung

In dieser Phase sollte man an eine angenehme und positive Szene denken oder (wenn man das kann) an nichts denken, es geht darum, den Geist zurselben Zeit wie den Körper zu entspannen.

Diese drei Phasen sollten zwischen 10 und 15 Minuten dauern. Man sollte sich nicht beeilen. Diese Technik kann man mehrere Male am Tag wiederholen.

 

Die Übung Schritt für Schritt: Angstzustände mit der progressiven Muskelentspannung von Jacobson verringern 

Ausgangshaltung: Schliesse die Augen, setz dich auf einen Sessel oder leg dich so gemütlich wie möglich ins Bett, um deinem Körper dabei zu helfen, sich so sehr wie möglich entspannen zu können.

1. PHASE: Spannung – Entspannung.

Entspannung von Gesicht, Hals und Schultern

In folgender Reihenfolge (jede Übung dreimal wiederholen, mit Pausenintervallen von etwa 5-7 Sekunden):
Stirn: Runzle die Stirn für 5-7 Sekunden und entspanne sie langsam.
Augen: Weit öffnen und langsam schliessen.
Nase: Rümpfe dich Nase für 5-7 Sekunden und entspanne sie langsam.
Mund: Breit grinsen und langsam entspannen.
Zunge: Die Zunge gegen den Gaumen drücken und langsam entspannen.
Kiefer: Die Zähne zusammenpressen und dabei die Spannung in den seitlichen Gesichtsmuskeln und in den Schläfen spüren und dann langsam entspannen.
Lippen: Für einige Sekunden so spitzen, als wenn du einen Kuss geben wolltest und langsam entspannen.
Hals und Nacken: Beuge ihn nach hinten, kehre zur Anfangshaltung zurück. Beuge ihn nach vorne, kehre langsam zur Anfangsposition zurück.
Schultern und Hals: Die Schultern heben und dabei gegen den Hals drücken, dann langsam zur Anfangshaltung zurückkehren.

Entspannung von Armen und Händen:

Zunächst einen, dann den anderen Arm, ohne sich zu bewegen, mit einer Faust anspannen, dabei die Spannung in Oberarmen, Unterarmen und Händen spüren. Langsam entspannen.

Entspannung der Beine:

Zunächst eins und dann das andere Bein strecken, indem du den Fuss nach oben streckst und die Spannung in den Beinen spürst: Hintern, Oberschenkel, Knie, Wade und Fuss. Entspanne langsam.

Entspannung von Brustkorb, Bauch und Lendengegend

(diese Übungen kann man besser auf einem Stuhl sitzend durchführen)
Rücken: Versuchen, dass sich die Schulterblätter berühren, aber ohne dass sie sich wirklich berühren. Für 5-7 Sekunden halten und entspannen.
Brustkorb: Einatmen und die Luft für einige Sekunden in den Lungen halten. Die Spannung in der Brust beobachten. Langsam ausatmen.
Taille: Das Gesäss und die Oberschenkel für 5-7 Sekunden anspannen. Der Hintern erhebt sich vom Stuhl. Entspannen.

2. PHASE: Wiederholung

Gehe mental noch einmal jede der Muskelgruppen durch, die wir angespannt und entspannt haben, um zu prüfen, dass jeder Teil noch entspannt ist und entspanne jeden einzelnen noch ein bisschen mehr.

3. PHASE: Geistige Entspannung

Als Letztes, denk an etwas Angenehmes, etwas, was dir gefällt, was entspannend ist, ein Lied, eine Landschaft, etc., oder denk an nichts.

In ersten Sitzung, in der du die progressive Muskelentspannung von Jacobson durchführst, wird es dir vielleicht etwas schwerfallen, einen optimalen Entspannungszustand zu erreichen, allerdings wirst du in dem Moment, in dem du beginnt, dich auf die Übung einzulassen, merken, wie sich die Angstzustände verringern! Und, wie ein chinesisches Sprichwort sagt: “Reichlich Vorteile warten auf die, die das Geheimnis entdecken, Chancen in der Krise zu finden”.

 

Ich überlasse euch dieses Video, ich hoffe, es hilft euch!

 

Quelle: Alba Camacho, Psychologin bei CogniFit.

Emotionale Intelligenz Test: 24 Fragen zum Messen des emotionalen Intelligenzquotienten

Der Intelligenzquotient spiegelt nur 20% des Arbeitserfolgs der Menschen wieder, die emotionale Intelligenz tut dies jedoch zu 80%“. Dieser Emotionale Intelligenz Test erlaubt dir mithilfe von 24 einfachen Fragen, deine emotionalen Fähigkeiten zu entdecken.

Daniel Goleman, einer der Fachmänner für Emotionen, veröffentlichte 1995 seinen Bestseller namens “Emotionale Intelligenz”. Warum wurde dieses Buch ein Bestseller? Weil es die Faktoren aufdeckte, die bestimmten, dass der Erfolg einer Person nicht so sehr von ihrem Intelligenzquotienten sondern mehr von ihren emotionalen Fähigkeiten abhängt.

Diese Information sorgte für Bewunderung und Aufruhr bei vielen und zog die gegenwärtigen Grundlagen des Bildungssystems in Zweifel, ein System, dass auf dem Intelligenzquotienten basiert, der die emotionale Intelligenz nicht berücksichtigt. Würdest du gerne deine emotionale Intelligenz messen? Dieser Emotionale Intelligenz Test kann dir dabei helfen, deinen Erfolg bei der Arbeit vorauszusagen 😉

Emotionale Intelligenz Test. Fragen zum Messen deines emotionalen Intelligenzquotienten.

Emotionale Intelligenz Test

Im Folgenden zeige ich euch einen Test, damit ihr eure emotionale Intelligenz kennenlernt und, wenn ihr wollt, könnt ihr ihn auch dazu nutzen, um mehr über die emotionale Intelligenz eurer Familienmitglieder und Freunde herauszufinden.

Der emotionale Intelligenz Test misst drei Schlüssel-Dimensionen:

  1. Aufmerksamkeit: Ich kann meine Gefühle wahrnehmen und angemessen ausdrücken
  2. Klarheit: Ich verstehe meine Zustände gut
  3. Ausgleich: Ich kann meine emotionalen Zustände gut regulieren

Emotionale Intelligenz Test: 24 Fragen zur Auswertung deiner emotionalen Intelligenz

Zunächst solltet ihr die folgenden Aussagen über eure Emotionen und Gefühle lesen und den Grad der Zustimmung oder Ablehnung im Bezug auf dieselbigen angeben.

1

2 3 4 5
Gar nicht einverstanden Etwas einverstanden Ziemlich einverstanden Sehr einverstanden

Komplett einverstanden

Vergesst nicht, dass es keine richtigen oder falschen Antworten gibt, markiert die, die sich euren Vorlieben am besten anpasst und verbringt nicht zu viel Zeit mit jeder einzelnen!

1. Ich richte viel Aufmerksamkeit auf meine Gefühle. 1 2 3 4 5
2. Ich kümmere mich normalerweise darum, was ich fühle. 1 2 3 4 5
3. Normalerweise widme ich den Gedanken an meine Emotionen Zeit. 1 2 3 4 5
4. Ich denke, es lohnt sich, auf meine Emotionen zu achten. 1 2 3 4 5
5. Ich lasse meine Gefühle meine Gedanken beeinflussen. 1 2 3 4 5
6. Ich denke ständig an meinen Gefühlszustand. 1 2 3 4 5
7. Ich denke oft an meine Gefühle. 1 2 3 4 5
8. Ich achte sehr darauf, wie ich mich fühle. 1 2 3 4 5
9. Meine Gefühle sind mir klar. 1 2 3 4 5
10. Ich kann meine Gefühle häufig definieren. 1 2 3 4 5
11. Ich weiss fast immer, wie ich mich fühle. 1 2 3 4 5
12. Normalerweise kenne ich meine Gefühle gegenüber Personen. 1 2 3 4 5
13. Oft bemerke ich meine Gefühle in unterschiedlichen Situationen. 1 2 3 4 5
14. Ich kann immer sagen, wie ich mich fühle. 1 2 3 4 5
15. Manchmal kann ich sagen, was meine Emotionen sind. 1 2 3 4 5
16. Ich erreiche es manchmal, meine Gefühle zu verstehen. 1 2 3 4 5
17. Obwohl ich mich manchmal traurig fühle, habe ich normalerweise eine positive Sichtweise. 1 2 3 4 5
18. Obwohl ich mich schlecht fühle, versuche ich an schöne Dinge zu denken. 1 2 3 4 5
19. Wenn ich traurig bin, denke ich an alle Vergügen im Leben. 1 2 3 4 5
20. Ich versuche positiv zu denken, obwohl ich mich schlecht fühle. 1 2 3 4 5
21. Wenn ich zu sehr über Dinge nachdenke und sie verkompliziere, versuche ich mich zu beruhigen. 1 2 3 4 5
22. Ich mache mir Sorgen darüber, guter Stimmung zu bleiben. 1 2 3 4 5
23. Ich habe viel Energie, wenn ich mich glücklich fühle. 1 2 3 4 5
24. Wenn ich verärgert bin, versuche ich, meine Stimmung zu ändern. 1 2 3 4 5

Sobald ihr den Fragebogen ausgefüllt habt, kommt der Moment, indem ihr ihn auswerten müsst, um eure Punktzahl im Test zur emotionalen Intelligenz herauszufinden.

Bereiten wir uns auf die Auswertung des Emotionalen Intelligenz Tests vor!

Um auszuwerten und eine Punktzahl in den drei Faktoren der emotionales Intelligenz zu erlangen, müsst ihr die Punkte 1 bis 8 addieren, um die Punktzahl vom Faktor emotionale Aufmerksamkeit zu erlangen, die Punkte von 9 bis 16 für den Faktor emotionale Klarheit und die Punkte von 17 bis 24 für den Faktor Ausgleich der Emotionen.

Danach solltet ihr eure Punktzahl in den Tabellen, die ich euch zeige, nachschauen und dabei beachten, dass ihr auf die Punktzahlen auf der linken Seite schaut, wenn ihr männlich seid und auf die auf der rechten Seite, wenn ihr weiblich seid.

Aufmerksamkeit
Punktzahlen Männer Punktzahlen Frauen
Sollte seine Aufmerksamkeit verbessern: Ist zu wenig aufmerksam < 21 Sollte ihre Aufmerksamkeit verbessern: Ist zu wenig aufmerksam < 24
Angemessene Aufmerksamkeit 22 bis 32 Angemessene Aufmerksamkeit 25 bis 35
Sollte seine Aufmerksamkeit verbessern: Ist zu aufmerksam > 33 Sollte ihre Aufmerksamkeit verbessern: Ist zu aufmerksam > 36
Klarheit
Punktzahlen Männer Punktzahlen Frauen
Sollte seine Klarheit verbessern < 25 Sollte ihre Klarheit verbessern < 23
Angemessene Klarheit 26 bis 35 Angemessene Klarheit 24 bis 34
Exzellente Klarheit > 36 Exzellente Klarheit > 35
Ausgleich
Punktzahlen Männer Punktzahlen Frauen
Sollte seinen Ausgleich verbessern < 23 Sollte ihren Ausgleich verbessern < 23
Angemessener Ausgleich 24 a 35 Angemessener Ausgleich 24 a 34
Exzellenter Ausgleich > 36 Exzellenter Ausgleich > 35

Kann man emotionale Intelligenz entwickeln?

Unabhängig von der erhaltenen Punktzahl ist die gute Nachricht, dass sich die emotionale Intelligenz entwickeln lässt und wir im Laufe unseres Lebens an ihr arbeiten können.

Vorteile der emotionalen Intelligenz

Durch zahlreiche Studien hat man herausgefunden, dass die Vorteile der emotionalen Intelligenz sich nicht nur auf den Arbeitsbereich beschränken, sondern sich auf eine Menge an Bereiche verteilen.

Die Forscher haben herausgefunden, dass Personen mit hohen Punktzahlen bei der emotionalen Intelligenz folgende Merkmale aufweisen:

 

  1. Höhere akademische Leistungen
  2. Bessere Familien- und Liebesbeziehungen
  3. Bessere soziale Beziehungen
  4. Niedrigere Nervositäts- und Stresslevel
  5. Niedrigere Depressionslevel
  6. Eine geringere Wahrscheinlichkeit für Drogenkonsum
  7. Eine geringere Wahrscheinlichkeit für zwischenmenschliche Konflikte

 

Einige Referenzen zur Benutzung der Skala: Carranque, G.A., Fernández-Berrocal, P., Baena, E., Bazán, R., Cárdenas, B., Herraiz, R., y Velasco, B. (2004). Extremera, N. y Fernández-Berrocal, P. (2002). Relation of perceived emotional intelligence and healthrelated quality of life in middle-aged women. Psychological Reports, 91, 47-59. Extremera, N., Fernández-Berrocal, P., y Durán, A. (2003). Extremera, N., y Fernández-Berrocal, P. (2003). La inteligencia emocional en el contexto educativo: hallazgos científicos de sus efectos en el aula. Revista de Educación, 332, 97-116. Inteligencia emocional y depresión. Encuentros en Psicología Social, 1, 251-254. Fernández-Berrocal, P., Extremera, N. y Ramos, N. (2004). Validity and reliability of the Spanish modified version of the Trait Meta-Mood Scale. Psychological Reports, 94, 751-755. 

 

Quelle: Beatriz Marques, Psychologin bei CogniFit.

Was sind Wolfskinder oder wilde Kinder? Fälle von Kindern, die von Tieren aufgezogen wurden

Was sind Wolfskinder oder wilde Kinder? … Kannst du dir vorstellen, wie es wäre, von Wölfen, Affen, Hunden oder andere Tieren aufgezogen worden zu sein? Wie es wäre, mit ihnen aufzuwachsen? Wenn dir jetzt irgendein Disney-Film in den Kopf kommt, liegst du ganz schön falsch. Die wahren Geschichten von Wolfskindern oder wilden Kindern haben nichts mit den Zeichentrickfilmen zu tun. Finde in diesem Artikel heraus, wie sich Kinder entwickeln, die von Tieren aufgezogen wurden und lerne mehr über einige Geschichten und echte Fälle.

Was sind Wolfskinder oder wilde Kinder?

Was sind Wolfskinder oder wilde Kinder?

Die “Wolfskinder” sind jene Kinder, die ohne jeglichen menschlichen Kontakt aufgewachsen sind, auch wenn sie vielleicht mit anderen Tieren zusammengelebt haben (Affen, Wölfe, …). Die “wilden Kinder” sind jene Kinder, die ebenso wie die “Wolfskinder” keinen Kontakt zu Menschen hatten, aber auch nicht von Tieren aufgezogen worden sind, sondern in Einsamkeit und Isolation gelebt haben.

Man kennt sie unter dem Begriff “wild”, denn wenn man sie findet und nachdem sie so lange fern von jeglichen sozialen Kontakten gelebt haben, wirken sie nicht mehr wie Menschen, sondern wie Raubtiere.

Einige Merkmale der Wolfskinder. Entwicklungsprobleme

Fehlen von der dem menschlichen Wesen eigenen Sozialkompetenz.

Da sie ohne menschlichen Kontakt aufgewachsen sind, hatten sie keine soziale Stimulierung und beweisen deshalb ein Verhalten, das typisch für Tiere ist.

Fehlen der Sprache.

Wie wir alle wissen, ist die Sprache die Grundlage der Integration und Kommunikation. Eins der größten Hindernisse für die Anpassung der Wolfskinder ist ihre Unfähigkeit sich auszudrücken.

Warum? Ohne den sozialen Faktor ist es unmöglich, das Sprechen zu erlernen, und wenn man nicht frühzeitig sprechen lernt (mit 0-3 Jahren), ist es schwierig, dass sich dies noch ergibt.

Hochentwickelte Sinne.

Gehör, Nachtsicht und Geruchssinn sind hoch entwickelt, sie riechen an allem, was sie auf ihrem Weg finden. Was den Geschmackssinn angeht, passen sie sich der Ernährung der Tiere an, mit denen sie zusammenleben (zum Beispiel rohes Fleisch). Bezüglich des Tastsinns haben sie kein Gespür für Kälte, Regen oder Hitze.

Fähigkeit, das Verhalten der Tiere, mit denen sie zusammengelebt haben, zu wiederholen und zu imitieren.

Zum Beispiel neigen die Kinder, die mit Wölfen zusammengelebt haben, dazu zu heulen, rohes Fleisch zu essen … Deswegen sind sie auch nicht dazu fähig, aufrecht zu gehen. Sie gehen für gewöhnlich wie Tiere und besitzen eine unglaubliche Fähigkeit dazu, sehr schnell zu rennen.

Warum geschieht das mit den “Wolfskindern” oder “wilden Kindern”?

Diese Phänomene spielen sich in der Kindesentwicklung ab und fallen mit den sogenannten “kritischen Phasen” zusammen.

Die kritischen Phasen sind Momente, in denen das Nervensystem sensibler für das Lernen ist. Diese treten ab 2 Jahren bis zur Pubertät auf. Wenn in diesem Moment keine angemessene Stimulierung über die Umwelt stattfindet, ist ein späteres Erlernen dieses Verhaltens kompliziert. Die intellektuellen Funktionen, das Sozialverhalten und die Persönlichkeit werden am meisten durch die Umweltdeprivation geschädigt.

Kritische Phasen bei Wolfskindern oder wilden Kindern

Laut Itard: “Unsere Spezies ist besonders, weil sich ihre Mitglieder untereinander brauchen”. Wenn das Kind isoliert oder ohne Stimulierung aufwächst, schwächen sich seine Hirn- und Entwicklungsfunktionen und Folgendes kann geschehen:

  1. Das Gehirn wächst nicht und so verkümmert der Körper. Es entsteht ein Fehlen an Materie im Gehirn.
  2. Dies beeinflusst die Art, in der sie die Information verarbeiten, wie zum Beispiel, wenn sie Leute sprechen hören oder Dinge sehen, die sich bewegen.
  3. Sie sind nicht dazu fähig, zu handeln wie sie nach den Anforderungen ihrer Umgebung sollten.
  4. Wenn sie sich bewusst werden, dass sie nicht so reagieren, wie sie sollen, können sie aggressiv werden oder im Gegensatz dazu, verstummen.
  5. All diese Umstände lösen negative Gefühle und sowohl emotionale Probleme als auch Verhaltensprobleme in ihnen aus.

Echte Fälle von Wolfskindern und wilden Kindern

Im Laufe der Geschichte sind viele Fälle von Wolfskindern beschrieben worden, darunter befinden sich sowohl reale als auch erfundene.

Ja, ich weiss, dass all dies unglaublich erscheint, deshalb werde ich euch stark zusammengefasst einige Fälle zeigen, die wirklich passiert sind, so unglaubwürdig sie auch erscheinen.

Die Geschichte von Viktor von Aveyron, dem kleinen Wilden

Französischer wilder Jugendlicher, der in der Nähe der Pyrenäen von drei Jägern entdeckt wurde. Der Doktor Itard übernahm das Studium seiner Entwicklung und seines Verhaltens. Obwohl er intensiv mit ihm arbeitete, gelangen ihm keine großen Fortschritte und man schaffte es nicht, ihm ein mehr oder weniger zivilisiertes Verhalten beizubringen. Er starb mit etwa 40 Jahren.

Die Geschichte von Kamala und Amala, den “Wolfsmädchen”

Man kennt sie als zwei Mädchen (keine Schwestern, da man sagt, dass sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommen wurden), die um 1920 von einem Wolfsrudel in Indien aufgezogen wurden. Als man sie entdeckte, war ihr Verhalten dem der Wölfe ähnlich, sie heulten, hatten hochentwickelte Sinne und Schwierigkeiten, aufrecht zu gehen und waren außerdem nicht fähig zu sprechen. Man beobachtete, dass sie sich sogar die Kleidung mithilfe ihrer Münder auszogen.

Die Geschichte, von Genie, dem wilden Mädchen

Im Fall von Genie handelt es sich um ein “wildes Mädchen“, das nicht von Tieren aufgezogen wurde, sondern seine Kindheit in Isolation unter schrecklichen Bedingungen und vom Vater misshandelt verbrachte. Als man sie fand, entdeckte man, dass sie nur unter großen Schwierigkeiten gehen konnte, einen Wortschatz von etwa 20 Wörtern hatte und sich wie ein Tier verhielt (sie spuckte, kratzte, etc …).

Ist die Rehabilitation von Wolfskindern oder wilden Kindern möglich?

Die Herausforderungen für die Rehabilitation der Wolfskinder oder wilden Kinder sind sehr groß. Man versucht sie, wieder in die Gesellschaft einzugliedern, aber es ist kompliziert, ihnen das Sprechen und das “zivilisierte” Zusammenleben beizubringen.

Aus all dem kann man schliessen, dass wir sind, was wir erleben, und von den Situationen, die Teil unseres Lebens sind, geformt werden.

Beziehungen zu anderen Menschen in den ersten Lebensjahren sind unerlässlich, um alle Fähigkeiten zu erlernen, die unsere Umwelt von uns für unser Überleben fordert.

Daher rührt die Wichtigkeit des Lebens in Gemeinschaft und der Kultur, um uns als Personen zu bilden. “Wir sind Menschen, weil wir in Gesellschaft leben”.

Oder mit Aristoteles Worten: “Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen und der Asoziale von Natur aus und nicht aus Zufall ist entweder ein schlechter Mensch oder mehr als menschlich … Die Gesellschaft ist natürlich und geht dem Individuum voraus … derjenige, der nicht in Gesellschaft leben kann oder nichts zu seiner eigenen Hinlänglichkeit braucht, ist kein Mitglied der Gesellschaft, sondern eine Bestie oder ein Gott”.

Wenn euch das interessant erscheint, liste ich hier einige Filme auf, damit ihr eure eigenen Schlüsse ziehen könnt:

  • Tarzan
  • Das Dschungelbuch
  • Wolfsbrüder (2010)
  • Der Wolfsjunge
  • Mama (2013)

Quelle: Mairena Vázquez, Psychologin bei CogniFit.

Psychiater vs. Psychologe – Was ist der Unterschied? Zu wem soll ich gehen?

Psychiater vs. Psychologe? Wenn wir ein psychisches Problem haben, wissen wir oft nicht, wer der geeignetste Experte ist, der es besser lösen kann. Was ist der Unterschied zwischen einem Psychologen und einem Psychiater? Ist ein Coach das Gleiche wie ein Psychotherapeut?
Zu wem gehen wir? Dies ist eine häufig vorkommende Frage, auf die wir mit diesem Artikel eine Antwort geben wollen

Psychiater vs. Psychologe – Zu wem gehen wir?

Die Psychiatrie ist eine ärztliche Fachrichtung, die im 19. Jahrhundert zuerst in Erscheinung tritt. Sie wurde mit dem Ziel, psychische Erkrankungen zu behandeln, gegründet, und man nahm an, dass diese dieselben Charakteristika wie die physischen Krankheiten hatten.

Die Psychologie ihrerseits war immer mit der Philosophie vereint und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert hat sie begonnen, die Behandlungsfunktion von geistigen Störungen und Problemen zu ergreifen.

Erst mit Sigmund Freud zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann man von der Medizin aus mit einer therapeutischeren Herangehensweise, dem ähnlicher, was wir heute als Psychotherapie kennen. In jener Epoche widmeten sich die Psychologie-Studenten der Untersuchung, sie behandelten die Menschen mit psychischen Problemen nicht direkt. Deswegen fand das erste Annähern an die geistigen Störungen und Probleme von der Psychiatrie aus statt.

Im gegenwärtigen Überblick gibt es viel Rivalität zwischen Psychiatern und Psychologen. Ein möglicher Grund ist, dass bis vor Kurzem die Psychologie kein geregelter gesundheitlicher Beruf war. Und es gibt immer noch viele Gesetzeslücken. Beide sind sehr ähnliche Disziplinen und ihre Kompetenzen überschneiden sich oft, was ihre Unterscheidung sehr schwierig macht.

Psychiater vs. Psychologe – Zu wem gehen wir?

Psychiater vs. Psychologe

Psychiater:

Der Psychiater ist ein Arzt, der Medizin studiert hat und danach als Spezialgebiet Psychiatrie. Nur Psychiater können Medikamente verschreiben und haben tiefgehendes Wissen über die biologische Struktur des Gehirns und seine Funktion.

Die Intervention der Psychiater zentriert sich auf die Physiologie und die Gehirnchemie. Das heißt, sie kümmern sich darum, Personen mit emotionalen Störungen oder psychischen Erkrankungen durch Medikation oder Verschreibung von medizinischen Rezepten zu behandeln.

Psychiater haben per se nicht die nötige Ausbildung, um Psychotherapie anzuwenden. Das heißt, die Behandlung, die sie bieten, kann nicht dazu bestimmt sein, den Patienten Strategien und Techniken zu zeigen, die ihnen bei der Lösung ihrer emotionalen Probleme und Verhaltensprobleme helfen.

Manche Psychiater machen eine zusätzliche Ausbildung in einer Art von Therapie, um auch in diesem Sinne Hilfe anbieten zu können.

Psychologe:

Die Psychologen sind Experten mit einer Ausbildung im Bereich der Psychologie. Sie sind auf die Behandlung von emotionalen Problemen und Verhaltensproblemen durch die Lehre von bestimmten Strategien und Techniken spezialisiert. Die Psychologen können keine Medikamente verschreiben.

Unterschiede zwischen Psychologe und Psychiater

So ist der Psychiater dafür zuständig, Medikamente zu verschreiben, führt aber keine Therapie durch und der Psychologe verschreibt keine Medikamente, kann aber, durch Therapie, dem Patienten Strategien und Techniken zeigen, damit dieser seine emotionalen Probleme und Verhaltensprobleme lösen kann.

Die Handlung des Psychiaters und des Psychologen findet oft gemeinschaftlich statt, denn die Behandlung von bestimmten Störungen kann nur so wirksam sein, aber es ist nicht immer notwendig.

Therapeut vs. Coach

Therapeut:

Ein Begriff, der oft für Verwirrung sorgt, ist der des Therapeuten. Ein Therapeut oder Psychotherapeut ist ein Mensch, der eine Art von Therapie durchführt (klar, oder?), egal welche, und egal mit welcher Gültigkeit und Effizienz. Deswegen muss man sehr vorsichtig sein, in wessen Hände man sich begibt und gut untersuchen, welche Art von Psychotherapeuten am effizientesten und vertrauenswürdigsten sind. Eine Person, die für sich nur als Psychotherapeut wirbt, hat mit größter Wahrscheinlichkeit weder eine Ausbildung noch die notwendigen Kenntnisse, um die psychischen Probleme der Menschen zu behandeln.

Coach:

Coach übersetzt man auf Deutsch wie Trainer. Das ist eine Person, deren Aufgabe es ist, uns dabei zu helfen, die Ziele zu erreichen, die wir uns vornehmen. Sie führt keine psychische Behandlung durch. Deshalb sollten die Menschen, die zu diesen Fachkräften gehen, keine Störungen oder psychischen Probleme haben. Ein kurioser Fakt ist, dass der Psychologe schon die Kompetenzen hat, um als Coach zu arbeiten, aber umgekehrt ist dies nicht der Fall. Dies weist darauf hin, dass die Kenntnisse des Coaches eventuell eingeschränkter sind.

 

Psychiater vs. Psychologe – Zu wem gehen wir?

Zu wem gehen wir: Psychiater, Psychologe, Therapeut oder Coach?

Die Entscheidung, zu einem Fachmann oder einer Fachfrau zu gehen, ist sehr persönlich. Jedoch werden wir nicht die Ergebnisse bekommen, die wir wollen, wenn wir nicht genug informiert sind. Daher meine Motivation für das Verfassen dieses Artikels.

Meine Empfehlung ist es, dass wir, wenn wir uns psychisch unwohl fühlen, ein bisschen über die effizientesten Therapien, die es gibt, recherchieren und an erster Stelle zu einem klinischen Psychologen gehen. Dieser kann uns, je nach Charakteristika des Problems, raten, zusätzlich zu unserer psychologischen Behandlung zu einem Psychiater zu gehen.

Wenn wir uns psychisch nicht unwohl fühlen und nur in irgendeiner Hinsicht besser werden wollen oder etwas schaffen wollen, können wir zu einem Coach oder einem Psychologen (klinisch oder nicht) gehen, denn beide haben die notwendige Ausbildung für diese Arbeit.

 

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

10 Strategien, um alles schneller zu lernen – So funktioniert dein Gehirn!

Schneller lernen – Meine Absicht ist, dass du dein Gehirn ein bisschen besser kennenlernst, weißt was es kann und wie es funktioniert, damit es einfacher wird, die Dinge schneller und mit weniger Anstrengung zu lernen. Schöpfe dein gesamtes Potenzial in Lernsituationen aus!

Alles schneller lernen

1. Schneller lernen: Mach einen guten Plan

Viele Menschen unterschätzen die Bedeutung der Planung, manchmal aus Zeitgründen oder weil die Aufgabe nicht sehr komplex ist. Die wichtigste Strategie, um die Dinge schneller und effizienter zu lernen, ist diese Anfangsphase: Die Planung. Wenn du deine Arbeit gut organisieren kannst, dir Prioritäten setzt und den Aufwand, den du für jede Aufgabe brauchst, gut einschätzt, wirst du eine höhere Leistung erbringen und Probleme besser lösen. Es ist normal, dass es dir am Anfang etwas schwerer fällt, angemessen zu planen, aber verzweifle nicht, diese kognitive Fähigkeit verbessert sich durch die Übung.

Wie kann ich schneller lernen?
1.- Sammle alle notwendigen Daten, untersuche und bereite alle Materialien vor, von denen du denkst, dass du sie brauchen wirst. Es ist wichtig, dass du diese Aufgabe erledigst, bevor du zur Tat schreitest. Es wird dir helfen mit Kriterien zu planen, wenn du die gesamte Information zusammenstellst.
2.- Eine schriftliche Prüfung ist nicht dasselbe wie ein Test: Wähle deine Ziele aus.
3.- Brainstorming. Suche unterschiedliche Wege, die dich zu deinem Ziel führen können.
4.- Berücksichtige die Stundenanzahl, die du zur Verfügung hast, die Fristen, mögliche Zwischenfälle, die Art Material … und erarbeite einen Studienplan.
5.- Setze dir Zwischenschritte und Tagesziele, um “Phasen zu verbrennen”.

2. Schneller lernen: Benutze eine Lernmethode, um schneller zu lernen

Es ist empfehlenswert, einem Schema oder Plan zu folgen, es gibt verschiedene Techniken zum Studieren und Auswendiglernen. Eine der Methoden, mit denen die besten Ergebnisse erzielt werden, ist der Klassiker PQRST (Initialen aus dem Englischen, die voraussehen, sich fragen, lesen, zusammenfassen und überprüfen bedeuten). Diese Strategie liefert gute Ergebnisse, sowohl bei normalen Lernern als auch bei Personen mit Lernschwierigkeiten wie Betroffene der Legasthenie, ADHS etc. ergeben.

Welche Methode kann mir dabei helfen, schneller zu lernen?
Die klassische PQRST-Methode besteht aus 5 Schritten:
1.- Suche die Grundidee des zu lernenden Textes oder Themas, zum Beispiel anhand einer Zusammenfassung oder einer Einleitung zum Thema, lies Informationen über den Autoren …
2.- Generiere Fragen darüber, was du von der Lektüre erwartest, bevor du beginnst.
3.- Lies den Text einmal, schau dir Tutorials an, etc. und versuch auf die Zielfragen zu antworten.
4.- Schreib eine Zusammenfassung mit den Hauptideen.
5.- Geh das gelernte Material noch einmal durch, um deine Erinnerung abzusichern.

3. Schneller lernen: Die Neugierde aktiviert dein Gehirn

Warum können wir uns ohne Mühe an eine ganze Menge Daten erinnern, wenn uns eine Geschichte erzählt wird, wir einen Film sehen oder einen interessanten Roman lesen? Die Antwort ist ganz einfach: Die Neugierde, die gemeinsam mit der Emotion der Schlüssel zum Lernen ist.

Dieser in Neuron veröffentlichte Artikel sagt aus, dass die Erwartung, die ein Thema in uns hervorruft, unser Gehirn so aktiviert, dass wir jede Art von Information lernen und behalten können. Neugierig auf etwas zu sein aktiviert das Belohnungssystem unseres Gehirns, indem Dopamin freigesetzt wird, eine Substanz, die mit den Vergnügungssystemen zusammenhängt.

Ohne Zweifel sind unsere “Kleinsten” die wissbegierigsten und neugierigsten Wesen, die wir kennen.

Wie schneller lernen? 

Stell dir vor, du bist ein kleines Kind voller Neugierde darauf, alles zu lernen und aufzusaugen. Frag dich leidenschaftlich darüber aus, was du lernen wirst. Was ist das? Was weißt du vom Thema? Was glaubst du, wirst du lernen? Wie kannst du das im wirklichen Leben anwenden? Wie schwierig wird es sein? Wem kannst du es erzählen? Wie hängt es mit anderen Dingen zusammen, die du lernst? …

4. Schneller Lernen: Achtsamkeit, Aufmerksamkeit

Die Achtsamkeitsübung oder volles Bewusstsein steigert die Funktion der höheren kognitiven Prozesse. Diese Technik beinhaltet zahlreiche Übungen wie die Körperreise, im gegenwärtigen Moment leben, die Nervosität zu kontrollieren und die Emotionen zu regulieren, oder die Konzentration auf die Atmung.

Wie integriert man die Achtsamkeitsübung in den Lernprozess?

 

Zum Beispiel kannst du versuchen die Atmung (Einatmung-Ausatmung) mit der Augenbewegung (Sakkaden, Sprünge) während des Lesens zu synchronisieren, um während der Aufgabe präsent zu bleiben.

5. Schneller Lernen: Besser mehrere Strategien anwenden als nur eine

Die Strategien sind Aktivitäten, die dazu dienen, die Leistung zu verbessern und Kontrolle über die Aufgabe verleihen. Die Verwendung von Lernstrategien ist ein Faktor, der direkt auf die Entwicklung des Gedächtnisses Einfluss nimmt.

Welche Arten von Strategien kann ich anwenden, um schneller zu lernen?
1. Die assoziativen Strategien sind die einfachsten. Ihr Ziel ist das Überholen des Materials mithilfe von Wiederholung: noch einmal durchgehen, unterstreichen, laut wiederholen, etc.
2. Die organisatorischen Strategien ermöglichen es, das zu studierende Material nach seiner Bedeutung zu gruppieren (“chunks” von Information). Die wichtigsten sind die Kategorien und Konzeptkarten.
3. Die Ausarbeitungsstrategien benötigen ein höheres Textverständnis deinerseits: Schemata, Zusammenfassungen, Verwendung von Schlüsselwörtern …
4. Die meta-kognitiven Strategien Planung, Monitorisierung, Bewertung und Überprüfung dienen dazu, Kontrolle und Bewusstsein über den Lernprozess zu bekommen.

6. Schneller Lernen: Verteiltes Lernen besser als durchgehendes

Egal, ob du zwei, vier oder acht Stunden am Tag lernst, die Zeiteinteilung und das Lernmaterial sind ein Schlüsselfaktor.

Wie kann ich schneller und effizienter lernen?
Zum Beispiel, das intensive Lernen desselben Themas für 5 Stunden ist schlechter als die die Wiederholung mit Zeitabständen für eine Stunde am Tag an 5 Tagen.

7. Schneller Lernen: Pausen sind heilig

Die Untersuchungen zur Aufmerksamkeit in der Psychologie zeigen, dass die Fähigkeit, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren, nach 20/25 Minuten abnimmt. Trink Wasser in deinen Pausen, ein hydratisiertes Gehirn ist unabdingbar, um konzentriert und aufmerksam zu bleiben.

Wie kann ich schneller lernen?
Diese Lernmethode, die auf der Pause basiert, wurde vom Neuropsychologen Frencesco Cirillo erschaffen. Cirillo benutzte eine Küchenuhr (mit Tomatenform), um Studienzeiten von 20 Minuten, gefolgt von einer kurzen Pause, abzumessen. In jeder Pause macht der Student etwas Stärkendes, wie sprechen, essen, E-Mails abrufen … und kehrt dann wieder zum Studieren zurück.

8. Schneller Lernen: Positive Emotion, positive Erfahrung

Die Emotionen sind der Schlüssel beim Lernen. Ein positiver emotionaler Zustand verbessert die Leistung des Gedächtnisses und erleichtert das Lernen.

Wie kann ich schneller durch positive Emotionen lernen?
Versuche, eine negative Haltung zur Lernmaterie zu vermeiden, auch wenn sie sehr umfangreich oder schwierig ist. Fühl dich gut mit dir selbst und mit dem, was du tust. Du wirst sehen, wie eine positive emotionale Aktivierung, gemäßigt, dem Lernen zugute kommt.

9. Schneller Lernen: Benutze jedes Mal Selbstbelohnungen, wenn du ein Ziel erreichst

Belohnungen sorgen dafür, dass wir die ausgeführte Tätigkeit als angenehmer empfinden.

Wie kann ich eine Selbstbelohnung anwenden, um schneller zu lernen? 

Sie werden direkt im Anschluss an die Aufgabe angewendet. Die Belohnung kann verbal oder körperlich sein: Von ein paar Worten der Beglückwünschung zur erfüllten Aufgabe bis zu einer Belohnung wie ein Eis, oder eine Kleinigkeit zu essen (es ist empfehlenswert, Nahrungsmittel zu wählen, die dir helfen, dein Gehirn zu schonen), oder einen Freund/eine Freundin anzurufen …

10. Schneller Lernen: Hab Vertrauen darin, was du tust – Du wirst es schaffen!

Du musst aufhören, negativ zu denken. Stell dir dein Ziel vor, wenn du eine schwierige Aufgabe bearbeitest, dir selbst zu vertrauen ist wichtig, um das zu erreichen, was du dir vornimmst.

Wie kann dir das Selbstvertrauen dabei helfen, schneller zu lernen?
In meiner Etappe als Student habe ich ein Jahr über ein Mantra wiederholt, um mich zu ermutigen und zu konzentrieren: “Vertrau dir, sei glücklich”. Ich habe das in alles Formen und Sinnen wiederholt, gesprochen oder gesungen: “Vertrau”, “Vertrau dir”, “Dir, vertrau”, “sei glücklich”, “dir, dir, dir, vertrau” … Du siehst in etwa, wie das funktioniert, oder?

Die kognitiven Prozesse können durch Training beschleunigt oder verbessert werden. Heutzutage existieren verschiedene neurowissenschaftliche Werkzeuge, die dir dabei helfen können, deine kognitiven Funktionen auf präzise Weise zu messen und verbessern. Wenn du dieses Feld genauer ergründen möchtest und deine kognitiven Prozesse auf professionelle Art trainieren möchtest, kannst du dich bei CogniFit, dem führenden Programm für kognitive Bewertung und Stimulierung, informieren. Dies ist nicht irgendein Gehirntraining, es ist ein Instrument, dass durch die wissenschaftliche Gemeinde, Schulen, Universitäten und diversen Bevölkerkungsgruppen weltweit validiert und verwendet wird. CogniFit passt sich an deine individuellen Lernbedürfnisse an.

Viel Glück beim Lernen!

 

Deutsche Übersetzung des spanischen Originalartikels.

Quelle: Pablo García Bartolomé, Psychologe bei CogniFit.

 

Selbstwertgefühl bei Kindern: 6 Arten zu loben, die die Entwicklung deiner Kinder fördern

 Richtig verwendetes Lob kann eine mächtige Waffe zur Förderung des Selbstwertgefühls unserer Kleinsten darstellen. Ein Kind, das auf richtige Art und Weise gelobt wird, wird sich wertgeschätzt fühlen und lernen, das zu schaffen, was es sich vornimmt. Im Gegensatz dazu kann ständiges Überbehüten und Loben genau den gegenteiligen Effekt für unsere Kinder haben. Wie sollten wir die Erfolge unserer Kinder loben, um ihr Selbstwertgefühl und ihre Selbstsicherheit zu fördern? 10 Arten, das Selbstwertgefühl bei Kindern zu stärken:

Selbstwertgefühl bei Kindern: Wie man es durch Lob fördern kann

Wie können wir unserem Kind gegenüber deutlich machen, wie stolz wir auf es sind? Wenn das Kind eine Heldentat vollbringt, neigen wir dazu, seinen Erfolg sofort zu loben. Bravo! Du bist mutig, wie klug, intelligent, der Schönste, etc … Diese Anerkennung kommt einfach von Natur aus aus uns heraus, ohne Nachdenken. Jedoch kann diese Art von Lob oft negative Auswirkungen auf die Kinder haben.

Selbstwertgefühl bei Kinder:

Selbstwertgefühl bei Kindern – Was ist das? Das Selbstwertgefühl ist die Art, auf die wir uns selbst schätzen und achten und definiert, ob wir uns dazu fähig fühlen, Problemen zu begegnen, oder nicht. Die ersten Äusserungen von Selbstwertgefühl lassen sich schon von früh auf wahrnehmen. Ein gesundes Selbstwertgefühl kann einer Vielzahl von psychischen Problemen im zukünftigen Leben des Kindes vorbeugen. Deshalb ist es vital, es von den ersten Lebensjahren unserer Kinder an zu pflegen.

Wir Menschen können zwei Arten von Mentalitäten entwickeln: Feste Mentalität oder Entwicklungsmentalität. Ob wir zur einen oder zur anderen tendieren, hängt zum grossen Teil davon ab, welche Art von Lob wir in unserer Kindheit empfangen haben:

  • Feste Mentalität: besteht aus dem Gedanken, dass unsere Eigenschaften und Fähigkeiten angeboren sind (dass wir mit ihnen geboren werden und sie sich nicht ändern lassen). Die feste Mentalität bringt uns dazu, zu glauben, dass wir, wenn wir nicht gut in etwas sind, keine Möglichkeit haben, dies zu ändern. Personen, die diese Art von Mentalität entwickeln, sehen ihre Fehler als Versagen an.
  • Die Entwicklungsmentalitätbesteht aus dem Gedanken, dass sich unsere Eigenschaften und Fähigkeiten durch die Erfahrung formen (wir entwickeln sie). Die Entwicklungsmentalität bringt uns dazu zu glauben, dass etwas mit der Übung verbessert werden kann, wenn wir es nicht beherrschen. Fehler sind Chancen, etwas dazuzulernen.

Laut einer Studie verursacht das Gefühl von Unruhe und Nervosität bei Eltern vor den Fehlern ihrer Kinder (wie eine schlechte Note in der Schule) und das negative Bewerten dieser Fehler dazu, dass die Kinder eine Tendenz zur festen Mentalität entwickeln.

Auf der anderen Seite helfen die Eltern, die sich darauf konzentrieren, aus diesen Ergebnissen zu lernen, ihren Kindern beim Aufbau einer Entwicklungsmentalität. Die Intelligenz dieser Kinder baut sich auf Anstrengung und Lernen auf.

Arten zu loben, um das Selbstwertgefühl bei Kindern zu fördern:

1. Fördere ihre Unabhängigkeit

Als allererstes müssen wir zulassen, dass sie unabhängig sind, Risiken eingehen, Dinge für sich selbst tun, das beenden, was sie anfangen, Entscheidungen treffen und lernen, dass ihre Handlungen Folgen haben und die Verantwortung dafür übernehmen, um sie loben zu können. Manchmal ist es einfacher, dies alles selbst zu tun, denn wir machen es schneller und besser, besonders, wenn wir keine Zeit haben.

Selbstwertgefühl bei Kindern fördern: Erlaube ihm, die Dinge selbst zu tun, wenn seine motorischen Fähigkeiten es ihm erlauben. Lass es allein essen, wenn es seinen Löffel gut halten kann, lass es seine Schuhe selbst zubinden, es kann helfen, den Tisch zu decken … Lass es dir egal sein, wie lange es dazu braucht, ihr könnt morgens etwas früher aufstehen und so kommt ihr nicht zu spät zur Schule.

Fördere seine Unabhängigkeit

2. Lobe den Prozess und die Anstrengung, nicht das Ergebnis

Es ist wichtig, sich nicht auf das Ergebnis zu konzentrieren, dass es erzielt hat, sondern auf den Prozess, den es bis dahin gebracht hat. So fördern wir die Anstrengung und die Arbeit, nicht das Ergebnis, da dieses manchmal ausserhalb unserer Kontrolle liegt. Zum Beispiel kann es sein, dass wir in einer Prüfung durcheinanderkommen, dass die Lehrerin sich irrt, dass die Prüfung zu schwierig ist … das Wichtige ist, dass wir uns angestrengt haben und es so gut gemacht haben, wie wir konnten.

Das Selbstwertgefühl bei Kindern fördern: Sag nicht: “Was für eine gute Note!”, sondern “Ich weiss, dass du dir in dieser Prüfung sehr viel Mühe gegeben hast”. Sag ihm nicht “Was für ein schönes Bild, du bist ja ein richtiger Künstler”, sag ihm “Dein Bild gefällt mit sehr, vor allem die Menge an Details, die du benutzt hast”.

3. Lobe konkrete Dinge

Wenn dein Lob allgemein wie “Gut gemacht” ist, weiss das Kind nicht, worauf du dich beziehst, was von allem ist gut gemacht? Dieser Satz enthält keine Information und wird dem Kind nicht helfen, sich zu verbessern.

Das Selbstwertgefühl bei Kindern fördern: Wenn das Kind von sich aus einem anderen Kind geholfen hat, sag ihm anstelle von “Wie lieb du bist”, “Du hast gesehen, dass er/sie Hilfe brauchte und hast ihm geholfen, das ist eine sehr nette Geste von dir”.

4. Lob es nicht exzessiv

Ständiges Lob kann das Selbstwertgefühl der Kinder schädigen. Wenn sie sich daran gewöhnen, für alles gelobt zu werden, werden sie davon abhängig. Sie werden alles tun, um das Lob der anderen zu bekommen und sich sehr schlecht fühlen, wenn sie es nicht bekommen.

Ausserdem kann ein Übermass an Lob dazu führen, dass sie denken, dass sie entweder perfekt sind oder die ganze Zeit perfekt sein müssen. Keins dieser beiden Dinge ist erwünscht.

De Kind zu sagen, dass es das Schlauste oder das Schönste ist oder das Beste ist, fördert ein egozentrisches Gefühl, aber früher oder später wird es merken, dass die nicht wahr ist, was wiederum negative Auswirkungen auf sein Selbstwertgefühl hat.

Das Selbstwertgefühl bei Kindern fördern: Sei immer ehrlich. Kinder merken, wenn ein Lob nicht echt ist und das wird sie negativ beeinflussen. Lob es nur, wenn es sich wirklich Mühe bei etwas gegeben hat. Wenn es das nicht getan hat, kannst du sagen: “Das ist ein guter Anfang” oder “Ich finde es super, dass du zeichnest. Wie, denkst du, könntest du das noch verbessern?”. Damit es nicht vom Lob abhängig wird, mach daraus etwas Zufälliges und nicht Voraussehbares.

5. Beobachte mehr und lobe weniger

Kinder gewöhnen sich an Lob und erwarten es, sie brauchen immer höhere Dosen und handeln danach.

Das Selbstwertgefühl bei Kindern fördern: Statt zu loben, weise auf die Tatsachen hin. Beurteile nicht, was es gemacht hat. Sag: “Du bist mit den Hausaufgaben fertig!” oder “Wie viele Farben du in diesem Bild benutzt hast!” So motivierst du es und lässt sie sich stolz auf ihre Erfolge fühlen.

6. Der Ton sollte das Lob begleiten

Wenn unser Ton nicht damit übereinstimmt, was wir sagen, achten wir mehr auf den Ton als auf die Worte. Wenn ein Kind keine Übereinstimmung zwischen diesen beiden Elementen findet, wird es wissen, dass du nicht ehrlich bist, was es als Lüge empfinden wird. Dies schädigt sein Selbstwertgefühl sehr, deshalb muss man sehr vorsichtig sein, nicht nur damit, was wir sagen, sondern auch, wie wir es sagen. Lerne Piagets Theorie und die verschiedenen Entwicklungsstufen der Kinder kennen.

Das Selbstwertgefühl bei Kindern fördern: Wenn du deinem Kind sagst, wie sehr es sich angestrengt hat, sag es ihm in einem positiven und fröhlichen Ton. So wird es merken, dass wir zufrieden damit sind, was es getan hat. Denn wenn wir es in einem schroffen und niedergeschlagenen Tonfall sagen, wird es denken, dass es das, was es getan hat, nicht gut gemacht hat.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

18 effiziente Lerntechniken, um deine Prüfungen zu bestehen

Es nähern sich die Prüfungen und die Nervosität beginnt. Was sind die besten Lerntechniken und Techniken zum Auswendiglernen? Oft häufen sich die Prüfungen und wir denken, dass ein Lern-Marathon und einige Thermoskannen voll Kaffee genug sein werden, um uns sämtliche Themenbereiche auswendig zu lernen, zur Prüfung zu gehen und unsere gesamten Kenntnisse auf Papier zu speien, damit wir wieder zu unserem Leben frei von Beschäftigungen zurückkehren können. Diese “Strategie”, wenn man sie so nennen kann, ist in Wirklichkeit ziemlich kontraproduktiv, da wir uns darauf beschränken, Konzepte auf Druck in unser Gehirn zu pressen, die nicht gut verarbeitet worden sind und somit kaum erinnert werden.

Wenn die Prüfungsphase näher rückt, empfehlen wir dir verschiedene Lerntechniken und Techniken zum Auswendiglernen zu probieren, die dir dieses Prozess sehr viel erträglicher machen werden. Wir erzählen dir, worin diese bestehen.

Lerntechniken und Auswendiglerntechniken Prüfungen

María Luisa Delgado Losada, Doktorin der Psychologie und Dozentin in der Psychologie-Abteilung der Universidad Complutense Madrid erklärt uns:

Die Erinnerungsfähigkeit gilt als eine der Hauptvoraussetzungen für einen guten Studenten, aber Information auf Druck hineinzupressen, aber und abermals, ist nicht nützlich und kann oft die Ursache für wichtige Lernschwierigkeiten sein.

Das richtige Funktionieren der Erinnerung beinhaltet die Ausführung von drei Vorgängen oder Prozessen: Aufnahme, Speicherung und Abgabe von Informationen”.

Diese Prozesse können von der Benutzung von Lerntechniken, die ihre Funktionsweise begünstigen und verbessern, angetrieben werden. Diese Techniken vereinfachen die Verarbeitung der Information, indem sie die die Kodifizierung, Speicherung und Abgabe der Information anregen.

Aus all diesen Gründen ist es sehr empfehlenswert, dass wir Techniken anwenden, wenn wir für eine Prüfung lernen. Wenn du dich auf eine wichtige Prüfung vorbereitest, ist es sehr empfehlenswert, einige Methoden oder Tricks zu lernen, die deine Lernfähigkeit verbessern können. Möchtest du wissen, wie man eine Prüfung besteht? Diese Tipps werden dir helfen, das Beste aus dir herauszuholen.

Lerntechniken für Prüfungen

18 Lerntechniken

1. Fokussiere deine Aufmerksamkeit auf das, was du machst:

Damit die verarbeitete Information vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis fließen kann, ist es notwendig, sich auf diese Information zu konzentrieren. Die Aufmerksamkeit ist eine der wichtigsten Bestandteile des Gedächtnisses und deshalb ist es unerlässlich, dass wir uns beim Lernen an einem Ort befinden, an dem es keine Ablenkungen gibt, die unsere Aufmerksamkeit zerstreuen.

Lerntechniken: Finde einen ruhigen Ort, an dem du dich konzentrieren kannst, das kann die Bibliothek sein, dein Zimmer … Bring Dinge, die dich ablenken können, wie zum Beispiel elektronische Geräte, außer Reichweite und schalte sie stumm. Vermeide Geräusche. Du kannst Ohrstöpsel benutzen, wenn Lärm unvermeidbar ist.

2. Teile deine Studienzeit in regelmäßige Sitzungen ein:

Es ist erwiesen, dass Menschen, die regelmäßig lernen, viel besser behalten als diejenigen, die ein paar Tage vor der Prüfung Lernmarathons gemacht haben. Wenn du alles bis zum letzten Moment aufschiebst, überlädst du deinen Verstand und erschwerst ihm die Verarbeitung der Information. Kurze, aber regelmäßige Lerneinheiten ermöglichen es dem Gehirn, die Information zu verfestigen und sie langfristig zu behalten.

Lerntechniken: Lerne jeden Tag ein bisschen und wiederhole am Tag vor der Prüfung nur das Gelernte. Schaffe eine Lernroutine, damit es einfacher ist. Du kannst Erinnerungen benutzen, um dich daran zu erinnern, wann du lernen musst. Dies kann entweder ein Wecker sein oder Erinnerungen, die wie Spuren wirken, das heißt, wenn du jeden Tag nach dem Mittagessen lernst, ist das Essen die Spur, die dich zum Lernen führt. Wenn du im Gegensatz dazu sagst “Ich lerne am Nachmittag eine Weile”, hast du keine Spur, die dich zum Lernen führt und es ist wahrscheinlicher, dass du es vergisst.

3. Organisiere und strukturiere deine Aufzeichnungen:

Wissenschaftler haben bewiesen, dass das Organisieren der Information in Gruppen, die miteinander verbunden sind, uns beim Lernen hilft.

Lerntechniken: Verfasse deine Aufzeichnungen auf strukturierte Art und Weise. Gruppiere die Konzepte, die sich ähneln. So wird es deinem Verstand einfacher erscheinen, die Informationen zu assoziieren, die zusammenhängen.

4. Verbinde die neue Information mit der, die du schon kennst:

Die Informationen miteinander zu verbinden hilft uns, sie zu verarbeiten und zu integrieren und erleichtert so ihr Erlernen.

Lerntechniken: Wenn du dich mit neuem und unbekannten Lernmaterial auseinandersetzt, denke zuerst daran, wie du es mit dem, was du schon kennst, in Verbindung setzen kannst. Durch das Erstellen von Beziehungen zwischen den neuen Ideen und den schon vorher existenten Erinnerungen wirst du es schaffen, dich viel besser an die neue Information zu erinnern. Auch Mind Maps können dir helfen, Beziehungen zwischen Konzepten zu erstellen.

5. Stell dir die Konzepte vor:

Die Visualisierung ist eine sehr wirkungsvolle Technik zum Auswendiglernen von Konzepten.

Lerntechniken: Um diese Technik zum Auswendiglernen durchzuführen, ist es wichtig, dass deine Mitschriften mit visueller Information wie Fotos, Schemen und Grafiken ergänzt sind oder in verschiedenen Farben unterstrichen sind. Jede visuelle Hilfe, die eine Erinnerung in uns hervorruft, ist gültig.

6. Mit einer anderen Person noch einmal laut durchgehen:

Das laute Lesen der Information verbessert den Erinnerungsprozess. Viele Erzieher versichern, dass die Studenten, die die Mitschriften untereinander noch einmal laut durchgehen, weniger Zeit brauchen, um neue Konzepte zu verstehen und sich an sie zu erinnern.

Lerntechniken: Du kannst diese Technik zum Auswendiglernen nutzen, indem du dich mit einem Kommilitonen triffst oder indem du jemanden aus deiner Familie um Hilfe bittest. Falls du niemanden findest, der dir helfen kann, die Mitschriften noch einmal durchzugehen, kannst du den Themenbereich dir noch einmal selbst laut vorlesen oder sogar deine Kuscheltiere als Publikum benutzen. Am Anfang ist dir das vielleicht etwas peinlich, aber vielen Menschen hilft das.

7. Arbeite die Information aus

Ein Konzept zunehmen auszuarbeiten und zu vertiefen ist eine sehr wirkungsvolle Art, die Information zu verarbeiten und sie im Langzeitgedächtnis zu kodifizieren.

Lerntechniken: Du kannst damit anfangen, die Definition des Konzeptes zu lesen, um dich mit ihr vertraut zu machen und dann vertiefen, indem du weitere Information über den Begriff suchst. Ebenso kann es dir helfen mehr Information zum Thema zu suchen. Zum Beispiel kannst du erklärende Videos, Vorträge und Dokumentarfilme suchen, die es auf andere Art und Weise erklären und dir lustige Fakten und Anekdoten liefern.

 8. Ändere deine Lernroutine ab und zu:

Mit der Monotonie zu brechen und aus der Lernroutine auszubrechen kann die Effizienz deiner Erinnerung vergrößern un dir helfen, schneller Langzeitinformationen auszugeben.

Lerntechniken: Du kannst versuchen, den Ort zu wechseln, an dem du lernst, oder deine Wiederholungszeiten zu ändern. Es ist nicht notwendig, dass du eine radikale Veränderung in deinen Lerngewohnheiten vornimmst, es ist genug, ab und zu etwas Neues zu probieren, um deinen Verstand zu entspannen und deine Lust zu arbeiten zu erhöhen.

9. Finde heraus, welcher Typ von Student du bist:

Es gibt verschiedene Typen von Studenten mit verschiedenen Eigenheiten, einige Menschen haben morgens eine bessere Aufmerksamkeitsfähigkeit und andere haben nachts einen aktiveren Verstand.

Lerntechniken: Du musst dich gut kennen und wissen, in welchen Momenten du am meisten vom Studium profitierst, um einen Wiederholungszeitplan zu erstellen. Wenn es dir schwer fällt, morgens aufzustehen und du dazu neigst, spät schlafen zu gehen, bist du wahrscheinlich eher eine Abendperson und fühlst dich nachmittags oder abends besser. Wenn du ohne Probleme aufstehst und nachts sofort müde wirst, bist du eher eine Morgenperson und konzentrierst dich wahrscheinlich besser vormittags und frühnachmittags.

10. Schreib die Konzepte mit der Hand:

Normalerweise schreiben wir unsere Zusammenfassungen mit dem Computer, aber es ist erwiesen, dass es das Schreiben mit der Hand hilft, uns auf die Daten zu fokussieren, die am relevantesten sind und die Information zu synthetisieren, während wir uns beim Schreiben auf dem Computer nicht so sehr darauf konzentrieren, was wir schreiben, weil dieser Prozess eher automatisch stattfindet.

Lerntechniken: Schreibe die Konzepte, die du behalten willst, mehrmals auf. Du kannst dir helfen, indem du Zusammenfassungen erschaffst, verschiedene Typen von Schemata … mit der Hand mitzuschreiben kann dir auch dabei helfen, Information zu interpretieren und weiterzuverarbeiten, so lernst du sie einfacher.

11. Hör keine Musik

Musik zu hören aktiviert unser Gehirn, aber das ist nicht immer von Vorteil. Nach einer Untersuchung lenkt uns jede Art von Musik ab und erschwert das Auswendiglernen.

Lerntechniken: Du kannst versuchen, eine Weile, bevor du mit dem Lernen beginnst, ein bisschen Musik zu hören, um dein Gehirn zu aktivieren. Aber wenn du beginnst zu wiederholen, mach die Musik aus. Wenn die Stille unangenehm für dich ist, kannst du Umweltgeräusche probieren, wie Vogelgesang oder Geräusche in der Cafeteria.

12. Benutze die Kettenlerntechnik:

Diese Technik zum Auswendiglernen ist sehr nützlich und besteht darin, die Wörter einer Zusammenfassung miteinander in Verbindung zu bringen und einen einfachen Satz aus ihnen zu bilden.

Lerntechniken: Zum Beispiel, wenn du dich an die Elemente Lithium, Beryllium, Bor, Kohlenstoff, Sauerstoff, Fluor und Neon erinnern möchtest, kannst du den Satz “Liebestolle Bären brüllen kaum, sondern flirten nur” bilden. Du kannst diese Methode auch nutzen, um erfundene Worte zu bilden, die uns das Auswendiglernen von Inhalten erleichtern. Zum Beispiel, wenn du dich an den Verlauf des Flusses Tajo erinnern möchtest (Aranjuez, Toledo, Talavera de la Reina, Puente del Arzobispo, Alcántara), kannst du die Worte Aratota Puental erfinden.

13. Mach regelmäßige Pausen

Pausen sind grundlegend, um die Information zu festigen und damit sich unsere Aufmerksamkeit erholt. Es kann sein, dass du denkst, du hast keine Zeit, dich auszuruhen, aber eine Pause ist in Wirklichkeit die beste Investition, die du machen kannst.

Lerntechniken: Die Planung der Pausen hängt ein bisschen davon ab, wie viel Zeit am Stück du deine Aufmerksamkeit halten kannst. Es gibt Menschen, die nach 20 Minuten beginnen, sich abzulenken und andere, die eine ganze Stunde konzentriert sein können. Die Dauer der Pause sollte proportional zur Zeit sein, die du gelernt hast. Wenn du eine Stunde am Stück lernst, solltest du 10 oder 15 Minuten entspannen. Bei einer halben Stunde, sind 5-7 Minuten Erholung genug.

Sollte es dir schwer fallen, Pausen zu machen, kannst du versuchen, eine Flasche Wasser bei dir zu haben und regelmäßig zu trinken. So musst du öfter auf die Toilette gehen und zwingst dich, eine Pause zu machen. Du kannst den Moment nutzen, um eine Runde zu gehen oder deinen Rücken zu dehnen.

Du kannst dir auch Wecker stellen oder bestimmte Apps nutzen, die dich daran erinnern, dass du anhalten und eine Pause machen musst.

14. Schlafe gut

Genug Stunden zu schlafen ist essentiell zur Instandhaltung unserer Aufmerksamkeit und Erinnerung. Der Schlaf verfestigt das Gelernte. Es kann sein, dass du glaubst, dass du die Zeit nutzt, wenn du weniger schläfst, um zu lernen. Jedoch wird dein Verstand schlechter funktionieren.

Lerntechniken: Schlafe genug und mache sogar einen Mittagsschlaf. Es gibt viele Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass ein kurzer Mittagsschlaf das Lernen und das Gedächtnis verbessert. Aber 15 oder 20 Minuten sind genug. Wenn dein Mittagsschlaf länger ist, kann es sein, dass die Schläfrigkeit deine nachfolgende Lernsitzung beeinträchtigt.

15. Wende die Leitner-Methode an

Die Leitner-Methode ist eine sehr effiziente und interaktive Art, die zu lernende Information vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis zu transportieren. Außerdem bringt sie uns dazu, uns besonders auf die Information zu konzentrieren, bei der es uns am schwersten fällt, sie zu lernen.

Lerntechniken: Schreibe das Lernmaterial nach Themen oder Konzepten aufgeteilt oder so strukturiert, wie du möchtest, auf Karteikarten oder Blätter. Wenn du alle Karteikarten beschrieben hast, ordnest du sie in Fach 1 ein.

Die Methode besteht darin, die Karteikarten nach und nach aus dem Fach 1 zu nehmen und die Information hervorzuholen. Wir sagen uns den Inhalt der Karteikarte selbst auf. Wenn wir ihn können, legen wir die Karte in Fach 2. Wenn nicht, bleibt sie in Fach 1. Das Ziel ist, am ersten Tag alle Karteikarten in Fach 2 zu legen.

Nach und nach legen wir alle Themen von einem Fach ins andere, bis wir zu Fach 5 kommen, wenn wir alles perfekt können. Wir müssen uns einen Kalender machen, um zu wissen, wie oft wir jedes Fach noch einmal durchgehen müssen. Zum Beispiel:

  • Fach 1: Heute durchgehen.
  • Fach 2: In einem Tag.
  • Fach 3: In zwei Tagen.
  • Fach 4: In einer Woche.
  • Fach 5: In einem Monat.

Dieser Plan muss so ausgeglichen sein, dass wir das Fach 5 Tage vor der Prüfung wiederholen. Wenn wir eine Karteikarte nicht richtig erinnern, legen wir diese zurück ins erste Fach, unabhängig davon, wo sie sich befand.

16. Mach Prüfungen um zu üben

Prüfungen oder Prüfungssimulationen zu machen hilft uns dabei, unsere Kenntnisse zu prüfen und sie zu festigen. Außerdem hilft es uns, zu wissen, wie gut wir die Lektion kennen.

Lerntechniken: Wenn es möglich ist, bitte deinen Professor um Prüfungsmodelle oder Fragen in dem Stil, wie sie in der Prüfung drankommen werden. Versuche auch die Übungen zu machen, die dir das Textbuch vorschlägt.

17. Meditiere, um dich besser zu konzentrieren

Die Meditation verbessert unsere Aufmerksamkeit, dient aber außerdem dazu, unser Stresslevel zu senken.

Lerntechniken: Zwischen 10 und 15 Minuten am Tag zu meditieren ist genug, um die Konzentration zu verbessern. Du kannst deine Lernpausen nutzen, um einige Minuten zu meditieren. Entdecke mehr zur Achtsamkeitsmeditation und wie man sie ausführt.

18. Probiere die Methode vom Gedächtnispalast

Eine der meist verwendeten Mittel zum Auswendiglernen ist der sogenannte Gedächtnispalast. Diese Lerntechnik kann die helfen, große Mengen an Information strukturiert zu speichern, indem du fiktive Orte in deinem Gehirn erschaffst. Mit Übung kann jeder lernen, sie zu verwenden. In diesem Video wird detailliert erklärt, wie du diese Lernmethode umsetzen kannst.

Denk daran, dass dir manchmal, auch wenn du viel lernen hast, die Nervosität die einen bösen Streich im Moment der Prüfung spielen kann. Wirf nicht deine ganze Mühe zu Boden, sondern geh noch einmal durch, wie du eine Prüfung richtig machst.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Schwierige Entscheidungen treffen: 7 Schritte, um deine Ziele zu erreichen

 Schwierige Entscheidungen treffen: Wie lernt man das? Intelligente Entscheidungen in schwierigen Momenten zu treffen ist für gewöhnlich eine ziemliche Herausforderung. Bist du schon einmal wie gelähmt gewesen ohne zu wissen, wie du reagieren sollst? Oder hast du eine Entscheidung getroffen, die dich dem Ziel, das du erreichen willst, nicht näherbringt?

Die Entscheidungsfähigkeit ist eine kognitive Fähigkeit, die man trainieren kann: In diesem Artikel wirst du die Werkzeuge, Strategien und Mittel kennenlernen, die dir helfen, in schwierigen Momenten schneller, intelligenter und effizienter zu reagieren. Das zu bekommen, was du willst, ist einfacher, wenn du die richtigen Entscheidungen zu treffen weißt!

Es gibt viele Arten von Entscheidungen. Uns Erwachsenen begegnen von morgens bis abends Tausende von alltäglichen Entscheidungen. Lerne zu erkennen, welche Entscheidungen grössere Auswirkungen haben und daraufhin zu handeln.

Das Problemlösetraining, das wir sehen werden, wird es dir ermöglichen, deine Entscheidungsfähigkeiten zu verbessern und besser mit den anstrengenden Situationen deines Alltags umzugehen. Jede Entscheidung, die du triffst, ist mit neuen Ereignissen verknüpft. Lerne, bessere Entscheidungen zu treffen!

Wie man lernt, bessere Entscheidungen in schwierigen Momenten zu treffen

Die Entscheidungsfindung ist eine Konstante in unseren Leben. Eine Entscheidung führt uns zur nächsten, und bei vielen Gelegenheiten sind es Anekdoten unseres Alltags: Wann stehen wir am Sonntag auf, nehmen wir einen Regenschirm, wenn wir Wolken am Himmel sehen, nehmen wir die Treppen oder den Aufzug … A priori handelt es sich nicht um Entscheidungen, die wir als schwierig betrachten können. Aber, ohne die kleinen Alltagsentscheidungen zu unterschätzen, gibt es eine ausgewählte Gruppe an Entscheidungen, die mittel- und langfristig eine große Bedeutung in unseren Leben haben werden. Deswegen erfordert das Lernen zu entscheiden, was in diesen schwierigeren Situationen gut für uns ist, den Gebrauch des rationalen und logischen Denkens.

Zum Beispiel, sich für das Fitnessstudio anmelden, sich für die Universität einzuschreiben, eine Arbeit in einer anderen Stadt Hunderte von Kilometern von der Heimat anzunehmen und den Namen eines Sohns oder einer Tochter zu entscheiden sind die Art Entscheidungen, die eine grössere Anstrengung und Zeit zum Nachdenken von uns fordern.

In der Psychologie wird der Entscheidungsfindungprozess als ein übergeordneter kognitiver Prozess bezeichnet, das heißt, er stützt sich auf andere psychologische Prozesse wie die Aufmerksamkeit, das Arbeitsgedächtnis, die Verarbeitungsfähigkeit und -geschwindigkeit, die Sprache, das deduktive Denken, die Planung, die Überwachung, die Kreativität … Wie du siehst, ist es etwas Komplexes für unser Gehirn, eine intelligente und rationale Entscheidung zu treffen. Aber dank der Gehirnplastizität und unserer Lernfähigkeit können wir die Gehirnfunktionen und kognitiven Prozesse verbessern und neue Strategien für das Gehirn erlernen, die uns helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, seine kognitiven Fähigkeiten zu trainieren und zu verbessern, um den Alltagsproblemen und -entscheidungen möglichst adaptiv entgegenzutreten. Lerne die Strategien zur Problemlösung kennen!

Das Problemlösetraining lehrt uns aus einer kognitiven Verhaltenperspektive, unseren Alltagskonflikten die Stirn zu bieten. Die Person greift aktiv in den Prozess ein, der lange vorher von ihrer Motivation aus beginnt, um verschiedenen Situationen (Neuheit, Risiko, Ungewissheit) entgegenzutreten.

Wie man bessere Entscheidungen trifft

Schwierige Entscheidungen treffen: 7 einfache Schritte, um es zu lernen


1. Die zu treffende Entscheidung identifizieren. 2. Ein Ziel festlegen. 3. Positive Orientierung zum Problem. 4. Relevante Information zusammenstellen. 5. Alternativen generieren. 6. Auswertung der Alternativen. 7. Entscheidung treffen.

Diese Strategie, hier zusammengefallst in 7 einfachen Schritten, wird dir dabei helfen, den Weg des rationalen Denkens zu aktivieren. Das rationale Denken wird es dir ermöglichen, effektiver wichtige Entscheidungen zu treffen.

Jeder Mensch ist anders. Der Gedanke des Problemlösetrainings ist, dass du deine eigene Strategie personalisierst. Du kannst diesen Prozess mit mehr oder weniger Schritten erledigen, bis du ihn von selbst benutzt, wenn du ihn brauchst. Beachte, dass die Umgebung und die Situationen, in denen du dich mit der Entscheidungsfindung auseinandersetzen musst, komplex und wechselhaft sein werden. Deswegen ist dies keine unfehlbare Formel, die dir die Antwort auf dein Problem gibt. Es ist ein Aktions-Schema.

1. Schwierige Entscheidungen treffen: Was ist die Entscheidung, der du gegenüberstehst?

Das Problem definieren. Dieser erste Schritt kommt dir vielleicht offensichtlich vor, man sollte denken, dass wir schon vor dem Problem stehen und wissen, worum es sich handelt. Jedoch hat das Bewusstwerden des Problems zwei Vorteile: Einerseits ermöglicht es dir, dich der konkreten Situation zu nähern und dich in den gegenwärtigen Moment zu platzieren, und andererseits wird es dir die Türen für den Beginn des Entscheidungsfindungsprozesses öffnen, das heißt, es wird als “Auslöser” für die restlichen Schritte in einer Abfolge miteinander verknüpfter Handlungen dienen. 

2. Schwierige Entscheidungen treffen: Bei dieser Entscheidung, was wird dein Ziel sein?

Denk an deine kurz-, mittel- und langfristigen Interessen. Beispielsweise bei einer kleinen Beschwerde in einem Zahn. Welche Elemente könnte es auf kurze Sicht haben nicht zum Zahnarzt zu gehen? Besorgnis, Verfrühung des Schmerzes, Angst, Nachlässigkeit, Vermeidung, Sparen … Wenn wir die Situation auf lange Sicht hin beurteilen, sehen wir, dass eine Verschiebung des Zahnarztbesuches grössere Komplikationen in der Zukunft bedeuten kann: Eine Vergrösserung der Beschwerden, längere Dauer und höhere Intensität der ärztlichen Behandlung und höhere Kosten. Wir sehen, dass es manchmal keiner tiefen und gründlichen Analyse oder einer hohen intellektuellen Fähigkeit bedarf, es handelt sich einfach darum, die Perspektiven zu erweitern.

3. Schwierige Entscheidungen treffen: Hast du eine positive Sicht auf die Entscheidung, die du fällen musst?

Tatsächlich ist es sehr wichtig, eine positive Haltung zu haben. Aber das bedeutet nicht, dass man alles durch die rosa Brille sehen muss. Die Menschen mit einer positiven Einstellung zur Entscheidungsfindung glauben an ihre Fähigkeiten und finden in jeder Lebenssituation eine neue Gelegenheit zu lernen.

4. Schwierige Entscheidungen treffen: Hast du wichtige Information zur Lösung des Problems gesucht?

Um sich zu versichern, dass die Information, die du beurteilst, wirklich relevant ist, ist es empfehlenswert:

  • Sich auf die objektiven Tatsachen zu konzentrieren und nur auf die Tatsachen.
  • Zu vermeiden Interpretationen subjektiver Art und Urteile mit starker emotionaler Ladung miteinzubeziehen.
  • Mögliche kognitive Filterungen zu vermeiden.

Der “Bestätigungsfilter” ist die Tendenz, nur Personen um Rat zu fragen, die uns nahestehen und unsere Meinungen teilen und unterstützen. Stell dir vor, du suchst neue Sichtweisen, um zu entscheiden, ob du in deiner Partnerschaft einen Schritt weitergehst und fragst eine Freundin, mit der du sehr ähnliche Lebensansichten teilst. Glaubst du, du wirst eine erweiterte Sicht auf das, was gerade geschieht, bekommen?

Ein anderer kognitiver Filter ist “resistente Überzeugungen” beizubehalten, das sind Meinungen, die auf vorherigen Erfahrungen basieren, ohne die aktuelle Situation zu berücksichtigen. Zum Beispiel habe ich eine erwachsene Person kennengelernt, die gefragt wurde: Was macht dein Vater? Und sie sagte: Mein Vater ist Bankkaufmann. Die Wahrheit war, dass ihr Vater, nachdem er 30 Jahre in einer Bank gearbeitet hatte, nun seit zwei Jahren in Rente war und schon in einer anderen Lebensphase war.

5. Schwierige Entscheidungen treffen: Wärst du dazu fähig, an mehrere mögliche Ausgänge zu denken, um dieselbe Situation zu lösen?

  • Steigere die Kreativität. Es geht darum, Optionen oder Alternativen zur gegenwärtigen Situation zu schaffen, so vielfältige wie möglich. Am Anfang ist es egal, ob sie gelten, verrückt oder perfekt sind. Hast du es mal mit Brainstorming versucht?
  • Noch ist nicht der Moment gekommen, dass rationale oder deduktive Denken zu benutzen, also keine Idee verurteilen oder ausschliessen, so unsinnig oder absurd sie dir auch erscheint. Es ist mögliche, dass einige Elemente der Idee nützlich für das spätere Finden Lösung sind.
  • Unterschiedliche Sichtpunkte annehmen. Dazu kannst du auf das laterale oder divergente Denken zurückgreifen.

6. Schwierige Entscheidungen treffen: Wie die beste Option wählen?

Jeder Mensch ist unterschiedlich, aber das weisst du ja schon! In der Auswahl einer der möglichen Optionen fliessen persönliche und sozio-kulturelle Faktoren ein. Allgemein gesagt, enthält die Beurteilung jeder Alternative:

  • Die Wahrscheinlichkeit, dass das Charakteristikum, die wir überdenken, letztendlich erfüllt wird. Ich zeige dir ein Beispiel. Stell dir vor, dass du entscheidest, einen neuen Job anzunehmen, weil die persönlichen Wachstumsmöglichkeiten, die dir die neue Firma bietet, grösser sind, als die aktuellen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich in einigen Jahren dein berufliches Profil verbessert hat und sich deine Erwartungen erfüllt haben?
  • Die Folgen nach globalen Kosten-Nutzen-Faktoren auswerten. Es handelt sich um einen sehr gründlichen Prozess, der auf der Maximisierung basiert, das heisst, die Option zu wählen, die die höchste Punktzahl in allen vergleichbaren Charakteristika hat. Jedoch ist es für eine Person unwahrscheinlich, dies zu tun. Im wirklichen Leben benutzen wir in grösserem Ausmass ein Zufriedenheitskriterium und schliessen in den Bewertungsprozess nur eine Charakteristika ein, zum Beispiel die, die und erwünschter oder zugänglicher erscheinen.

Andere Kriterien, die wir nutzen, sind die Befriedigung, das Risiko und der Zweck.

Hier ein kurzes Video von etwa 15 Minuten, wo uns die Philosophin Ruth Chang auf eine ganz einfache Weise eine scharfsinnige Weise zeigt, mit unseren Entscheidungen im Leben umzugehen. Im Grunde genommen: “Du bist, was du entscheidest”.

7. Schwierige Entscheidungen treffen: Hast du schon eine Entscheidung getroffen?

Okay! Einmal an diesem Punkt angekommen, musst du dich entscheiden. Entscheide dich für die Option, die du für die Sinnvollste hältst. Denk daran, was wir vorher erwähnt haben: Entscheidungen hängen von der Person und dem Moment, in dem sie getroffen werden, ab. Es ist möglich, dass du in einigen Jahren die Dinge mit anderen Augen betrachtest, von einem anderen Zeitpunkt und einer anderen Perspektive aus. Aber quäl dich nicht deswegen. Fall nicht in eine Blockade oder ins Vermeiden.

Bevor du “zur Tat schreitest”, führe einen Monitorisierungs- oder Prüfungsprozess der gewählten Option mithilfe von Fragen durch, in folgendem Stil: Ist die Option eine Antwort auf meine Bedürfnisse? Ist sie an meine Interessen oder Ziele angepasst? Stehen mir die nötigen Mittel zur Verfügung? 

Es ist an der Zeit, zur Tat zu schreiten: Wie führe ich die Entscheidung aus, die ich getroffen habe?

Erstelle einen guten Plan mit den Schritten und Zeiten, die dazu nötig sind, die getroffene Entscheidung auszuführen. Es gibt keine Regel dafür. Der Plan sollte persönlich und an die Situation angepasst sein.

Als letztes empfehle ich dir einige Monitorisierungstechniken. Es ist sinnvoll, sensibel für den Prozess in allen Phasen, speziell in der Durchführung, zu sein:

  • Beobachte dein eigenes Verhalten. Überwache, was du machst und wie du es machst. Es ist wichtig, die Konzentration beizubehalten.
  • Plane Selbstbeurteilungen. Vergleiche in jeder Phase, ob die Ergebnisse mit dem übereinstimmen, was du vorhergesehen hast. Sollte das nicht so sein, überarbeite den Plan noch einmal.
  • Liebe dich ein bisschen. Gib dir Belohnungen, wenn die Ergebnisse die erwarteten sind. Manchmal ist eine direkte verbale Belohnung genug. Sehr gut gemacht! Dies kann auch als eine Vorwegnahme einer späteren Belohnung angewendet werden, sehr gut gemacht, du verdienst dir ein kaltes Bier! Oder sonst, wie könnte man eine Entscheidung besser feiern … mit der nächsten Entscheidung!

Lernen, schwierige Entscheidungen zu treffen: Selbstbelohnungen

Dies wäre eine grobe Annäherung an die Entscheidungsfindung von einer kognitiven Verhaltenssichtweise her. Zu lernen, Entscheidungen zu treffen, gute Entscheidungen in schwierigen Momenten, ist möglich. Was? Das hat kaum Ähnlichkeit damit, wie du Entscheidungen triffst? Mach dir keine Sorgen. Sicherlich machst du es sehr ähnlich, obwohl du es nicht merkst, oder vielleicht folgst du auch nicht so einem mechanischen Prozess. Das Ziel des Problemlösetrainings ist genau, dass der/die Betroffene den Prozess automatisiert und Entscheidungen offenbar spontan trifft.

Wenn wir ehrlich sind, haben wir Menschen nicht immer Zeit und Lust, uns so rational und programmiert zu verhalten. Also benutzen wir gelegentlich etwas, was sich Heuristiken nennt. Eine Art “Abkürzung” oder “Intuition”, mit der wir geistige Energie sparen. Uns außerdem ist das Logischste nicht immer das Passendste in diesem Moment oder das, wofür wir uns letztendlich entscheiden. Warum verhalten wir uns so? Um mehr darüber herauszufinden, wie wir Entscheidungen treffen und wie wir uns verhalten, werden wir über die Rolle der Emotionen in der Entscheidungsfindung in einem folgenden Post sprechen …

Referenzeb: González Labra (2012). Psicología del Pensamiento. Ruiz, Díaz, y Villalobos (2012). Manual de Técnicas de Intervención Cognitivo Conductuales.

Quelle: Pablo García Bartolomé, Psychologe bei CogniFit.

Das eidetische Gedächtnis? Hast du ein fotografisches Gedächtnis? Finde es heraus!

Das eidetische Gedächtnis, im Volksmund “fotografisches Gedächtnis” genannt, lässt sich als die Fähigkeit beschreiben, sich an Bilder, Geräusche oder Gegenstände sehr detailliert zu erinnern. Vielleicht kennst du den Fall von einer Person, die nach einmaligem Lesen eines Textes dessen Inhalt noch nach einiger Zeit mit erstaunlicher Genauigkeit wiedergeben kann. Jedoch findet sich dieses Phänomen und großes Mysterium des menschlichen Gehirns nur in einer reduzierten Gruppe von Kindern und man trifft es äußerst selten bei Erwachsenen an. Im Folgenden wird erklärt, worin dieses Gedächtnisphänomen besteht. Am Ende des Artikels findest du einen kleinen Test, um herauszufinden, ob du ein fotografisches Gedächtnis hast!

Menschen mit eidetischem Gedächtnis erinnern sich an absolut alles

Was ist das eidetische Gedächtnis/ fotografische Gedächtnis? Etwas Theorie

Die Menschen, die ein eidetisches Gedächtnis besitzen, erinnern sich äußerst detailliert an Dinge. Beispielsweise, wo eine Person saß oder welche Worte sie gesagt hat. Sie können sich fast mühelos an jedes Wort aus Büchern von bis zu 500 Seiten erinnern, oder an die Geschehnisse eines bestimmten Tages vor Monaten oder sogar Jahren.

Wenn eine Person ein eidetisches Gedächtnis (oder fotografisches Gedächtnis) besitzt, zeigst du ihr ein Bild, das sie vorher noch nie gesehen hat und sie ist dazu fähig, dieses Bild im Geiste zu “sehen” und sich an alles zu erinnern, wie die Zahl der Fenster eines Gebäudes, wie viele Personen dort waren …

Außerdem ist für Personen mit einem eidetischen Gedächtnis charakteristisch, dass sich ihre Augen bewegen, als ob sie das Bild oder Buch, dass sie sehen oder hören, scannen würden.

Es hat Fälle gegeben, in denen sich diese Art von Gedächtnis spontan gezeigt hat, und die Person sich besonders detailliert an ein bestimmtes Thema erinnert, aber unfähig dazu ist, die Information eines anderen Themas zu behalten.

Zurzeit gibt es keine wissenschaftliche Erklärung zu diesem Phänomen, es existiert sogar eine große Debatte darüber, ob das eidetische Gedächtnis wirklich existiert.

Die aktuellste Studie, die es über das eidetische Gedächtnis gibt, wurde von Forschern der Universität von Malaga durchgeführt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das fotografische oder eidetische Gedächtnis einer Erhöhung der Produktion eines Proteins namens “RGS-14” zuzuschreiben ist. Dieses Protein nimmt Einfluss auf einen Bereich im Gehirn, der für die visuelle Informationsverarbeitung zuständig ist, indem es das Fassungsvermögen des Langzeitgedächtnisses erweitert.

Das Gedächtnis besitzt die kognitive Fähigkeit, die für das Speichern, Behalten und Erinnern der Information sorgt. Es gibt verschiedene Arten von Erinnerungen. Das eidetische Gedächtnis entsteht aus außergewöhnlichen Fähigkeiten sowohl im Kurzzeitgedächtnis als auch im Langzeitgedächtnis.

Kinder und Menschen mit Asperger-Syndrom haben häufiger ein fotografisches Gedächtnis als der Rest der Bevölkerung

Eidetisches Gedächtnis: Kinder, Menschen mit Autismus und Asperger-Syndrom

Man hat beobachtet, dass das eidetische Gedächtnis oder fotografische Gedächtnis bei Kindern mehr ausgeprägt ist als bei Erwachsenen. Anscheinend können Kinder Bilder mit größerer Präzision auf eidetische Art abspeichern und haben somit höhere Speicherkapazitäten als Erwachsene.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass sich die Verbindungen zwischen der rechten Gehirnhälfte (intuitives Denken) und der linken (rationales Denken) bei Kindern mit etwa 4 Jahren verändern.

Das Gehirn eines Kindes ist anders vernetzt als das Gehirn eines Erwachsenen, und es scheint, dass die Fertigkeit des eidetischen Gedächtnis gemeinsam mit der Fähigkeit des intuitiven Denkens mit etwa 4 Jahren verschwinden. Nur etwa 2 bis 10% der Kindern erleben in frühen Jahren diese Art von Gedächtnis.

Aus diesen Befunden lassen sich folgende Schlussfolgerung ziehen: Man nimmt an, dass Kinder mit dem Alter neue Methoden zur Informationsverarbeitung und Weiterentwicklung ihres Gedächtnisses erlernen. Dies scheint der Grund, weswegen das Phänomen des eidetischen Gedächtnisses so selten bei Erwachsenen vorkommt.

Die meisten Untersuchungen zeigen, dass Erwachsene nicht die Fähigkeit haben, eidetische Bilder zu erschaffen. Anscheinend liegt das daran, dass wir dazu neigen, das Beobachtete visuell und verbal zu verschlüsseln. Wir weisen den Dingen eine Bedeutung zu, um sie leichter abspeichern und später besser an sie erinnern zu können. Diese Verschlüsselung erschwert jedoch das Schaffen eines eidetischen Bildes.

Das eidetische Gedächtnis scheint häufiger bei Kindern und Jugendlichen vorzukommen. Mit dem Alter verringert sich die Fähigkeit, sich an Details erinnern zu können. Eine andere hervorzuhebende Tatsache ist, dass viele der Personen mit fotografischem Gedächtnis unter dem Asperger-Syndrom und Autismus leiden.

Autisten mit eidetischem Gedächtnis

Der Film Rain Man mit Dustin Hoffman und Tom Cruise in den Hauptrollen, zeigt das Phänomen des eidetischen Gedächtnisses auf beeindruckende Art und Weise.

Die von Dustin Hoffman gespielte Figur wurde von Kim Peek inspiriert. Kim Peek war ein damals 53-jähriger Mann, der mit einer Störung im autistischen Spektrum diagnostiziert wurde. Kim Peek konnte jede Seite der 9.000 Bücher, die er gelesen hat, auswendig.

Peek sagte, dass er zwischen 9 und 12 Sekunden brauchte, um eine Seite zu lesen und, dass jedes seiner Augen eine Seite unabhängig las.

Seine erstaunliche Gedächtnisleistung ist drauf zurückzuführen, dass bei Peek beide Gehirnhälften kaum miteinander verbunden waren. Dies hatte als Konsequenz, dass Informationen ungebremst ins Bewusstsein dringen konnten, da die rechte und linke Gehirnhemisphäre nicht miteinander intervenierten.

Ein anderer erstaunlicher Fall ist der von Stephen Wiltshire. Dieser kann in nur 10 Minuten alle Details seiner Umgebung aufnehmen und diese anschließen äußerst detailreich zeichnen. Dies kann er sogar an Orten mit vielen visuellen Reizen wie dem Piccadilly Circus in London, indem er sich nur auf sein Gedächtnis verlässt.

Stephen wurde mit 3 Jahren mit Autismus diagnostiziert und seitdem hat er ein natürliches Talent für das Zeichnen bewiesen. Zu Beginn begeisterte er sich für Tier- und Busbilder, aber später konzentrierte sich sein Interesse auf Gebäude und viel komplexere Themen. Auf seiner Webseite sind Bilder zu sehen, die er gezeichnet hat.

Test zum fotografischen Gedächtnis oder eidetischen Gedächtnis

Zum Abschluss ein kurzer Test. Wenn du wissen möchtest, ob du ein gutes eidetisches Gedächtnis besitzt, dann konzentriere dich 30 Sekunden auf das folgende Bild:

Test zum eidetischen oder fotografischen Gedächtnis – Quelle: psicotecnicostest

Beantworte jetzt, ohne zu mogeln (schau das Bild nicht an), diese Fragen:
1. Wie viele Reifen waren auf dem Foto?
2. Welche Farbe hat der Anhänger des Traktors?
3. Wie viele Personen siehst du auf dem Bild?
4. Wie viele Linien sieht man auf dem Acker?
5. Wie viele Tiere gibt es auf dem Bild?
Überprüfe deine Antworten. Hast du alle richtig geraten?

Eidetisches Gedächtnis trainieren

Eine weitere Frage die sich dir stellen könnte ist, ob sich das fotografische Gedächtnis trainieren lässt. Wie eingangs erwähnt, verliert sich die Fähigkeit des eidetischen Gedächtnisses im Laufe der Kindheit bei den meisten Menschen, die diese Fähigkeit besaßen. Trotzdem lässt sich die visuelle Gedächtnisleistung trainieren und somit verbessern. Um uns in unserem Alltag gut zurecht zu finden, müssen wir keine detaillierte Skizze des Piccadilly Circus in London zeichnen können. Es reicht in der Regel, wenn wir es schaffen uns beim Einkaufen auf einem großen Parkplatz zu merken, wo wir unser Auto geparkt haben. Unsere Fähigkeit, uns visuelle Informationen einzuprägen lässt sich trainieren.
Quelle: Noemí Vega Ruíz, Psychologin bei CogniFit.

Gehirngymnastik: 17 Aktivitäten, die dir helfen, dein Gehirn länger gesund zu halten

Gehirngymnastik für ein gesundes Gehirn. Seit einigen Jahren beginnen wir uns darüber bewusst zu werden, wie wichtig es ist, unseren Körper zu bewegen. Heute wissen wir, dass wir, um ein erfülltes Leben geniessen zu können, auch in guter geistiger Form sein müssen. Entdecke in diesem Artikel 16 Gehirnübungen, die dir helfen werden, deine Gehirngesundheit zu verbessern.

Die Lebenserwartung ist gestiegen und, je älter wir werden, desto mehr baut das menschliche Gehirn ab. Einige gute Angewohnheiten können den Prozess der kognitiven Alterung verlangsamen und dabei helfen, unser Gehirn in Form zuhalten. In diesem Artikel schlagen wir dir verschiedene Strategien der Gehirngymnastik vor, die es dir ermöglichen, neue neuronale Verbindungen zu entwickeln und deine kognitiven Reserven zu stärken. Unsere Handlungen und unser Lebensstil spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie unser Hirn sich körperlich verändert. Mach bei der Gehirngymnastik mit!

Ist es wirklich möglich, eine konkrete Fähigkeit zu verbessern, indem wir unser Gehirn mit einem Gehirngymnastik-Programm trainieren? Manchmal fragen wir uns, ob wir dazu fähig sein könnten, unser Gedächtnis, unsere Planungsfähigkeit, unsere räumliche Orientierung, Verarbeitungsgeschwindigkeit, unsere Urteilsfähigkeit oder unsere Kreativität zu verbssern, indem wir unser Gehirn trainieren und einige Gehirngymnastik-Routinen durchführen … Obwohl es kein Zauberrezept gibt, um den kognitiven Verschleiss anzuhalten, kannst du schon mit verschiedenen Übungen zur Aktivierung deiner Gehirnplastizität beginnen und deine kognitive Reserve verbessern. Verschiedene Studien haben bewiesen, dass der kognitive Verschleiss, der sich von Natur aus mit dem Alter ergibt, ausgeglichen werden kann, wenn wir unser Gehirn im Laufe unseres Lebens in Form halten (dies ist als funktionell ausgleichende Plastizität bekannt).

Nimm dein Gehirn erst und mach die Gehirgymnastikübungen, die wir dir weiter unten vorschlagen. Du wirst sehen, was passiert!

Gehirngymnastik, um deine Gehirnplastizität zu aktivieren. Das Gehirn hat eine grosse Anpassungsfähigkeit, es kann sich von unseren Erfahrungen abhängig verändern. Es kann sich anpassen und verbessern, wenn wir es richtig anregen, die Gehirnplastizität ist die Fähigkeit unseres Gehirns, seine Funktionsweise und Struktur zu verändern und sich so an die Umgebung und Umstände anzupassen.

Die Gehirngymnastik trägt dazu bei, dass das Gehirn sich anpasst. Die Änderung der Gewohnheiten und die Ausübung von geistig herausfordernden Tätigkeiten helfen, das Gehirn aktiv zu halten, indem sie die Schaffung von neuen Neuronen und Verbindungen zwischen ihnen erleichtern. Entdecke diese Vorschläge für Gehirngymnastik und setze sie um.

Gehirngymnastik: 10 Arten, dein Gehirn gesund zu halten

Wenn du wirkungsvolle Fähigkeiten trainierst, erschaffst du neue Neuronenverbindungen. Die Gehirngymnastik kann den kognitiven Verschleiss verlangsamen und sogar umkehren. Die Auswirkungen von neurodegenerativen Krankeiten zu verzögern ist dank der Schaffung einer grösseren kognitiven Reserve möglich.

1. Reise

Was könnte bessere Gymnastik für dein Gehirn sein als Reisen! Reisen regt unseren Geist an, bringt uns in Kontakt mit neuen Kulturen, neuen Orten und fremden Sprachen. Laut einer Studie gibt uns der Kontakt zu anderen Kulturen die Gelegenheit, neue kluturelle Kenntnisse zu erlangen, was unsere Kreativität fördert und uns kognitive Vorteile erbringt.

Gehirngymnastik: Wenn du über geügend Mittel verfügst, um zu reisen, zögere nicht, dies auch zu tun. Besuche unbekannte Orte, tauch in die Kultur ein und Lerne von den Einwohnern. Wenn du nicht reisen kannst, umgib dich mit verschiedenen Kulturen, lerne Leute aus anderen Ländern kennen oder besuche neue Orte in deiner eigenen Stadt.

2. Höre Musik

Musik zu hören ist eine ausgezeichnete Gehirngymnastikübung. Musik ist ein starker Reiz für das Gehirn. Einige Studien beweisen, dass sich beim Musikhören die Informationsübertragung durch die Neuronen, die Lernfähigkeit und die Erinnerungsfähigkeit aktiviert. Musik zu hören kann dabei helfen, den neurodegenerativen Prozess zu verlangsamen (dieser Effekt trat nur bei Leuten auf, die die Musik kannten).

Ausserdem hat das Hören von Musik eine positive Auswirkung auf unsere Stimmung und aktiviert beinahe unser komplettes Gehirn. Deshalb ist sie ein grossartiger Hirnstimulant. Musikhören kann auch bei Schlaflosigkeit helfen.

Gehirngymnastik: Hör nicht auf, Musik zu hören, wenn du zuhause kochst oder liest, im Auto, bei der Arbeit, wenn du Sport machst, etc. …Es ist nie zu spät, zu lernen, wie man singt oder ein Instrument spielt! Es gibt Hunderte von Video-Tutorials auf YouTube, die dir dabei helfen können.

3. Trete in Kontakt mit der Natur

Das beste Fitnessstudio für das Gehirn ist der Kontakt mit der Natur. Sie hilft uns, von unseres täglichen Verpflichtungen Abstand zu nehmen, verringert unseren Stress und unsere Sorgen. Laut dieser Studie hilft uns der Kontakt mit der Natur dabei, unsere Aufmerksamserschöpfung zu verringern, sei es in einem Park oder wenn wir nur eine Grünzone von unserem Fenster aus sehen. In Gegenden mit Grünzonen zu leben verbessert unsere Aufmerksamkeit und unsere Fähigkeit, länger auf eine Belohnung zu warten und hemmt unsere Impulse. Ausserdem bewegt uns der Kontakt mit der Natur dazu, körperlicher aktiv zu werden, mit anderen in Kontakt zu treten und vergnüglichen Aktivitäten nachzugehen.

Gehirngymnastik: Der Kontakt mit der Natur bringt uns Wohlbefinden und Gesundheit. Es ist nicht nötig, dass du aufs Land ziehst. Auch das Spazierengehen durch naheliegende Parks und sogar das Umgeben mit Naturbildern erbringt uns schon gewisse Vorteile. Versuche, am Wochenende zu entkommen und wandern zu gehen oder etwas anderes in der Natur zu machen.

4. Schreib mit der Hand

Mit der Hand statt mit dem Laptop Notizen zu machen ist eine gute Gehirnübung, weil es deinem Gehirn nützt. Es erhöht die Erinnerungsfähigkeit und fördert das Lernen laut dieser Studie. Mit der Hand zu schreiben hilft uns dabei, die Information besser zu ver- und bearbeiten.

Gehirngymnastik: Lass den Laptop zuhause und nimm ein Notizbuch mit. Du kannst dich auch der modernen Technik bedienen und die neuen Tablets nutzen, die es dir ermöglichen, mit der Hand zu schreiben, damit du den Text später digitalisieren und bearbeiten kannst.

5. Benutz CogniFit: Das führende Programm in kognitiver Bewertung und Gehirngymnastik

Dieses klinische Gehirntrainingsprogramm wurde durch die wissenschaftliche Gemeinschaft genormt und validiert. Es handelt sich um ein professionelles Werkzeug für die Gehirngymnastik, das die kognitiven Stärken und Schwächen der Person auswertet und automatisch ein personalisiertes Training vorschlägt, das auf die Bedürfnisse jedes Individuums abgestimmt ist.

Die Technologie von CogniFit basiert auf der Neuroplastizität. Diese Fähigkeit unseres Gehirns ermöglicht es uns, einem zukünftigen kognitiven Verschleiss vorzubeugen und verschafft uns die Grundlage zur Lösung von vorhandenen Problemen.

Gehirngymnastik: CogniFit ist sehr einfach zu nutzen, du musst dich nur registrieren! Alle Spiele basieren auf klinischen Studien und professionellen Stimulations- und neuropsychologischen Rehabilitationsbatterien. Sie wurden von Experten kreiert,um die dabei zu helfen, deine gesitigen Fähigkeiten auf die Probe zu stellen und dein Gehirn herauszufordern. Beginne gleich heute!

6. Betätige dich körperlich

Nach vielen Studien, wie dieser, fördert körperliche Betätigung und der Genuss derselbigen die Bildung von neuen Neuronen und verbessert ausserdem die Lernfähigkeit und die kognitive Leistung und verstärkt die Gehirnplastizität.

Sport mobilisiert den Ausdruck der Gene, die die Gehirnplastizitätsprozesse begünstigen.

Gehirngymnastik: Laut einigen Studien sind aerobe Übungen von grösserem Vorteil. Also, fass den Mut zu laufen, tanzen, schwimmen oder auch nur zu gehen. Entdecke hier, wie man beginnt Sport zu machen.

Betätige dich körperlich, so hältst du dein Gehirn gesund

7. Halt deinen Arbeitsplatz sauber und ordentlich

Eine aktuelle Studie zeigt, dass nicht nur das Arbeiten in wenig geistig herausfordernden Tätigkeiten, sondern auch die Arbeit an einem schmutzigen Ort, auf lange Sicht die Gehirngesundheit schädigt, indem es den kognitiven Verschleiss fördert.

Gehirngymnastik: Eine saubere und ordentliche Umgebung vermittelt und Klarheit und unser Geist kann besser arbeiten. Wirf Dokumente und Dinge weg, die du nicht brauchst. Säubere die Umgebung und mach die Oberflächen frei.

8. Lerne Sprachen

Laut einer Studie schützt das Sprechen von zwei oder mehr Sprachen das Gehirn vor kognitivem Verschleiss. Man fand heraus, dass zweisprachige Menschen eine höhere Bewertung auf der Intelligenzskala erhielten. Ausserdem erhielten sie bessere Bewertungen bei kognitiven Tests als für ihr Alter zu erwarten war. Dies geschieht sogar, wenn die Sprache im Erwachsenenalter erlernt wurde.

Gehirngymnastik: Schreib dich für Englisch-, Französisch- oder einen anderen Sprachunterricht ein, egal was. Versuche, Filme in Originalversion zu sehen (es ist egal, wenn du die Untertitel einstellen musst), dein Gehör wird sich daran gewöhnen und die zusätzliche Anstrengung zum Verstehen wird eine gute Stimulation für deinen Geist sein.

9. Schlaf so viel du benötigst

Laut einer Studie hängt zu viel oder zu wenig Schlaf mit der kognitiven Alterung zusammen. Im reiferen Alter war sowohl weniger als 6 als mehr als 8 Stunden zu schlafen mit schlechteren Bewertungen bei kognitiven Tests verbunden, als Folge der fühzeitigen Alterung des Gehirns.

Eine angemessene Schlafqualität ist grundlegend für die richtige Funktionsweise des Organismus und unseres Wohlbefindens. Sowohl das Fehlen von Schlaf als auch exzessive Somnolenz haben ungünstige Auswirkungen auf die Leistung, Reaktionszeiten, das Begehen von Fehlern und die Aufmerksamkeit.

Gehirngymnastik: Um eine angemessene Schlafhygiene beizubehalten, ist eine gewisse Routine am besten. Versuche, immer um die gleiche Uhrzeit aufzustehen und schlafen zu gehen. Wenn du dazu neigst, wenig zu schlafen, geh nach und nach ein bisschen früher schlafen. Vergiss die Technik vor dem Schlafen, denn die Helligkeit des Bildschirms kann deinen Schlaf beeinträchtigen. Eine angenehme Temperatur, das Senken von Geräuschen (Ohrstöpsel können eine gute Strategie sein, wenn wir den Umgebungslärm nicht ausschalten können) und eine abgedunkelte Umgebung helfen uns dabei, besser zu schlafen.

10. Lies

Menschen, die wenig lesen, weisen eine allgemein geringere kognitive Leistung auf, laut einer Studie. Sie erhalten schlechtere Bewertungen in Verarbeitungsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeit, Sprache und abstraktem Denken als jene mit einem hohe Leseniveau.

Laut diesen Wissenschaftlern hat diese schlechtere Leistung bei Personen, die wenig lesen, einen direkten Einfluss auf die Fähigkeit des Gehirns, sich an den Gehirnschaden anzupassen. Menschen mit höherem Bildungsniveau nutzen Mittel des Gehirns, um den kognitiven Verschleiss, der vom Alter herrührt, auszugleichen, das heisst, sie weisen eine grössere ausgleichende funktionelle Plastizität auf, wie wir zuvor erwähnt haben. Dies lässt sich auf dieselbe Art auf Personen anwenden, die gewohnheitsmässig lesen.

Gehirngymnastik: Wenn du gerne liest, ist das einfach für dich. Wenn du keine Literatur magst, kein Problem. Es gibt eine Menge an Genres, die du ausprobieren kannst. Du kannst Theater lesen, sehr viel einfacher und unterhaltsamer zu lesen. Du kannst die Presse lesen, Zeitschriften mit den Themen, die dir am besten gefallen. Du wirst denselben Nutzen vom Lesen erhalten, wenn du Die Säulen der Erde liest, als wenn du die Zeitschrift National Geographic liest. Der Punkt ist, den Geist aktiv zu halten.

Geistige Übungen für ein gesundes Gehirn: Lies

11. Mach Yoga und Meditation

Die Ausübung von Meditation verursacht auf lange Sicht Veränderungen im Gehirn, laut dieser Studie. Menschen, die seit Jahren meditieren, weisen eine höhere Menge an Gyri im Gehirn auf (Falten in der Gehirnmaterie, die an einer schnelleren Informationsverarbeitung beteiligt sind). Dies ist ein weiterer Beweis der Gehirsplastizität, wie unser Gehirn sich anpasst und verändert, je nach unserer Erfahrung.

Nach einer anderen Studie verbessern 20 Minuten Yoga die Geschwindigkeit und Genauigkeit bei Tests zum Arbeitsspeicher und zur Impulskontrolle (die Fähigkeit, ein Verhalten zu unterdrücken, sollte es notwendig sein). Diese Massnahmen des Gehirn werden mit der Fähigkeit, die Aufmerksamkeit zu halten, sich zurückzuhalten und neue Informationen zu benutzen.

Die Yogapraxis und die Meditation helfen uns bei einer wirkungsvolleren Nutzung unserer geistigen Ressourcen. Ausserdem reduzieren sie Stress und Sorgen und verbessern so unsere Leistung.

Gehirngymnastik: Heutzutage sind Yoga und Meditation im Trend. Es wird nicht schwierig sein, Kurse zu finden, um zu lernen. Wenn du das nicht möchtest, kannst du Kurse bei YouTube machen, dort gibt es viele Yoga- und Meditationslehrer, die es dir zeigen können, ohne dass du dich von zuhause wegbewegen musst.

12. Ernähre dich gut und vermeide Drogen

Iss gesund

Was du isst, hat Auswirkungen auf dein Gehirn. Sich gesund zu ernähren hilft uns dabei, das Gehirn jung zu halten und beugt dem kognitiven Verschleiss vor. Man weiss, dass gewisse Arten von Ernährungen oder “Superfood” auf isolierte Art keine Extravorteile für unsere körperliche oder geistige Gesundheit bringen. Aber es ist erwiesen, dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten und einem niedrigen Grad an verarbeiteten Nahrungsmitteln zu unserer Gesundheit beiträgt. Diese Lebensmittel beugen nicht nur einer grossen Zahl von Krankeiten vor, sondern verzögern auch die körperliche und kognitive Alterung.

Alkohol, Tabak und Drogen im Allgemeinen tragen nicht nur zur Erhöhung des Risikos aller Arten von Krankheiten, sondern auch zur vorzeitigen Alterung des Gehirns bei.

Gehirngymnastik: Wenn du lernen möchtest, wie man sich gesund ernährt, wendest du dich am besten an die Gesundheitsexperten, die sich diesem Bereich widmen: die Ernährungsspezialisten oder Ernährungswissenschaftler. Vertraue keinen Wundertipps oder -diäten. Wähle Obst, Gemüse und Vollkorngetreide, immer wenn du kannst. Achte auf die Aufnahme von Zucker und Fetten. Je weniger Alkohol du zu dir nimmst, desto besser, und bitte um Hilfe, um mit dem Rauchen aufzuhören.

13. Schone deine geistige Gesundheit – Kontrolliere dein Stresslevel!

Unter psychischen Störungen und negativen Denkmustern zu leiden beeinflusst unser Wohlbefinden negativ. Man entdeckte in einer Studie, dass dies auch auf den Zustand unseres Gehirns auf lange Sicht beeinträchtigt. Depressionen, Angsstörungen oder andere Pathologien erlitten zu haben, erhöht das Risiko, an Demenz zu erkranken.

Gehirngymnastik: Kontrollier dein Stress- und Nervositätslevel mit Entspannungstechniken. Ausserdem können Yoga, Achtsamkeitsmeditation und Musikhören auch dazu beitragen, die Besorgtheit zu reduzieren. Pflege dein Selbstwertgefühl, hör auf, negativ zu denken und schreib deine Gefühle auf (das wird dir helfen, sie neu zu bewerten und ihre Intensität zu verringern). Wenn du ein psychisches Problem hast, zögere nicht, dich an einen Experten für psychische Gesundheit zu wenden.

14. Mach neue Aktivitäten

Neue Studien zeigen, dass das Eintauchen in Freizeitaktivitäten, die eine Anstrengung bedeuten und herausfordernd für den Geist sind, die kognitiven Funktionen begünstigen und dem kognitiven Verschleiss vorbeugen können.

Ausserdem fördert das Lernen die psychische Gesundheit, nach dieser Studie. Den Geist aktiv zu halten und neue Dinge im Laufe des Lebens zu lernen, hält das Gehirn gesund. Das Gehirn ist wie ein Muskel, wenn du es nicht benutzt, verkümmert es.

Gehirngymnastik: Lerne, neue Dinge zu machen, egal ob du gut in ihnen ist, das Wichtige ist, dass du Spass hast. Lerne Schach zu spielen, zu weben, lerne Heimwerken, zeichne, schreibe, erlerne ein Musikinstrument …

15. Geh mit deinen Freunden und geliebten Menschen aus

Die sozialen Beziehungen stimulieren unser Gehirn, helfen ihm, aktiv und länger jung zu bleiben. Ausserdem verringert es den Stress, mit Menschen zusammen zu sein, es verbessert unsere Stimmung und trägt so zur psychischen Gesundheit bei.

Gehirngymnastik: Verbringe mehr Zeit mit geliebten Menschen (vor allem, wenn es Menschen sind, die dir Positives vermitteln), lerne neue Leute kennen, werde ein Teil von sozialen Gruppen …

 16. Benutz dein Gehirn immer wenn du kannst

Dein Gehirn zu benutzen ist die beste Art, es nicht zu verlieren. Die neuen Technologien sind super, weil sie unser Leben einfacher gemacht haben, aber sie haben unser Gehirn auch fauler gemacht. Früher mussten wir uns anstrengen, um zu lernen und zu erinnern. Jetzt finden viele Aufgaben automatisiert statt. Versuch deinem Gehirn eine Chance zu geben, bevor du Taschenrechner, Navigationssystem oder Google heranziehst.

Gehirngymnastik: Versuche, mathematische Gleichungen ohne Taschenrechner zu lösen, verringer den Gebrauch des Navigationssystems und versuche, Daten selbst zu erinnern. Rechnen ist in den meisten Alltagsaktivitäten enthalten: wenn wir einkaufen und bezahlen müssen und das Wechselgeld überprüfen, um zu wissen, ob eine Menge viel oder wenig ist. Lerne eine Liste mit Wörtern auswendig, zum Beispiel die Einkaufsliste, und miss die Zeit, die du fürs Auswendiglernen gebraucht hast.

17. Gib deinem Gehirn einen Moment Stille

Laut einer Studie, fördern zwei Stunden Stille am Tag die Neurogenese, die Geburt von neuen Neuronen in der Zone des Hippocampus (die für das Gedächtnis, die Lernfähigkeit und die Emotionen zuständig ist). Ausserdem hat man herausgefunden, dass konstantem Lärm ausgesetzt zu sein den kognitiven Funktionen schädigen kann.

Gehirngymnastik: Versuche, alle unnötigen Lärmquellen auszuschalten. Soweit möglich, nutze leise Haushaltsgeräte, lass den Fernseher nicht als Nebengeräusch laufen … Widme 2 Stunden pro Tag, oder die Zeit, die du brauchst, der kompletten Stille (Ohrstöpsel können eine gute Hilfe sein). Hör Musik, aber ruh dich auch von ihr aus. Es wurde beobachtet, dass Pausen von zwei Minuten zwischen (langsamen und ruhigen) Liedern deren entspannende Wirkung fördern.

Entdecke mit dem folgenden Video, was du noch tun kannst, um deinem Gehirn zu helfen, korrekt zu funktionieren und sich jung zu halten. Wir können unserem Gehirn wirklich helfen, neue Neuronen zu erschaffen, auch wenn wir erwachsen sind. Sandrine Thuret erklärt uns, was wir machen können, um die Geburt von neuen Neuronen zu fördern.

Danke fürs Lesen! Kennst du noch mehr Gehirngymnastikübungen? Zögere nicht, uns deine Kommentare zu hinterlassen und Fragen zu stellen.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Geistige Konzentrationsspiele: 10 unerlässliche Übungen für deinen Alltag

Hast du Probleme, bei der Arbeit oder im Studium konzentriert zu bleiben? Kannst du deine Konzentration nicht über lange Zeit halten und denkst, dass du dich leicht ablenken lässt? Entdecke diese 10 Konzentrationsspiele für Erwachsene und Kinder. Verstärke deine kognitive Aktivität! Die Konzentration ist ein notwendiges Element für das Setzen von Zielen, deren Planung und letztendliche Erfüllung.

Geistige Konzentrationsspiele

Ohne Konzentrationsfähigkeit bist du wie ein abdriftendes Boot ohne Ruder. In diesem Artikel schlägt dir die Neurospychologin Cristina Martínez de Toda einige sehr effektive und einfach auszuführende Übungen vor. Du wirst ein paar interessante Spiele und Techniken zur Verbesserung deiner Konzentration entdecken, das heisst, du hast jetzt keine Entschuldigung mehr, dein Gehirn nicht zu trainieren.

“Die Konzentration ist die Wurzel aller menschlichen Fähigkeiten. Bruce Lee.”

Wie wird man intelligenter? Die Konzentrationsfähigkeit ist der Schlüssel für das menschliche Wesen. Diese Fähigkeit kann man als den psychischen Prozess bezeichnen, der uns ermöglicht, die Ressourcen unsere Geistes auf ein einziges Ziel oder eine Aufgabe, die in einem bestimmten Moment durchgeführt wird, zu konzentrieren. 

Die Konzentration erlaubt uns, unsere Gedanken auf eine einzige Tätigkeit zu fokussieren, und die Ablenkungen beseite zu lassen, die unsere Aufmerksamkeit stören bei der Verfolgung einer Aufgabe oder eines Ziels stören könnten.

Heutzutage fordert man von uns, dass wir eine grössere Menge an Information schneller verarbeiten. Um diesen Strudel an Information zu überleben, ist es vital, dass wir die kognitive Fähigkeit haben, das Relevante auszuwählen und von dem zu unterscheiden, das nicht wichtig ist und uns nur auf den gewählten Reiz zu konzentrieren und fokussiere.

Die geistige Konzentration ist eine kognitive Fähigkeit, die das Überlegen und die Aufmerksamkeit benötigt, um sich zu entwickeln und all unsere Ressourcen auf das Ziel oder die Aktivität, die wir durchführen, zu lenken.

“Nichts stört meine Konzentration. Du könntest eine Orgie in meinem Büro veranstalten und ich würde nicht hinschauen. Na ja, vielleicht einmal kurz.” Isaac Asimov

Wenn du Schwierigkeiten dabei hast, dich auf deine Arbeit oder dein Studium zu konzentrieren, habe ich eine gute Nachricht für dich. Die geistige Konzentrationsfähigkeit kann verbessert werden. Mit dem richtigen Training, dank der Gehirnplastizität, kann du deine geistige Konzentrationsfähigkeit auf beachtliche und dauerhafte Weise verbessern, dank der unterhaltsamen Spiele, die ich dir in diesem Artikel näherbringen möchte. Zögere nicht, trau dich an die Konzentrationsspiele, die ich dir weiter unten vorschlage und du wirst sehen, wie sich deine geistige Konzentrationsfähigkeit steigert!

  • Den ersten Vorteil, den du bemerken wirst, wenn du diese Konzentrationsspiele durchführst, wird die Effizienz sein. Du wirst deine Aufgaben auf viel effizientere Weise erledigen können, Zeit sparen und keine unnötigen kognitiven Ressourcen verschwenden.
  • Ein anderer bedeutender Vorteil dieser Spiele zur geistigen Konzentrationssteigerung ist, dass sie dir ermöglichen, deine mentale Erschöpfung zu reduzieren. Obwohl es paradox erscheint, wenn du eine Aufgabe durchführst, die geistige Konzentration erfordert, wirst du sie auf gesunde Art und Weise machen, ohne dich zu erschöpfen, indem du auf andere Forderungen oder Situationen in der Umgebung (multitasking) achtest, die bei dir vorher zum Konzentrationsverlust geführt haben.
  • Ausserdem wird dir eine gute geistige Konzentration dabei helfen, die Gegenwart auf eine viel bereichernde Art und Weise zu erleben. Du wirst dir des Hier und Jetzt bewusst sein, weil du lernen wirst, die volle Aufmerksamkeit auf den konkreten Moment zu richten, den du gerade erlebst.
Vorteile einer guten geistigen Konzentration: Das Hier und Jetzt

10 geistige Konzentrationsspiele

1. Geistiges Konzentrationsspiel: Das Wasserglas

Nimm ein durchsichtiges Glas und fülle es bis zur Hälfte mit Wasser. Nimm es dann mit der Hand, die du bevorzugst und hebe deinen langgestreckten Arm bis auf die Höhe deiner Augen. Das Ziel ist es, den Inhalt des Glases für mindestens 3 Minuten fest und unbewegt zu halten.

2.Geistiges Konzentrationsspiel: Die weisse Wand

Stell dir im Geiste eine Wand vor und mal sie weiss an, wie du es am liebsten möchtest, mit einem Malerpinsel, einem anderen Pinsel, einem Spray … Wenn sie komplett weiss gefärbt ist, zeichne mitten auf sie eine grosse Nummer 100. Lösche sie, wie du es möchtest und wechsle zur 99 … und so in absteigender Reihenfolge. Am Anfang wirst du wenige Zahlen schaffen, ohne dich abzulenken, aber nach und nach und bei täglicher Übung, wirst du bist es bis zur 0 schaffen. Ich empfehle dir, diese Übung zu machen, wenn du schlafen gehst. Wenn du viele Gedanken im Kopf hast, ist dies das ideale Spiel, um dich einzig und allein auf deine weisse Wand zu konzentrieren.

3. Geistiges Konzentrationsspiel: Der Aromen-Spaziergang

Wähle einen Park oder einen Weg, der dir besonders gefällt und mach einen Spaziergang. Während du läufst, richte deine Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Gerüche und Aromen, die dich umgeben. Konzentrier dich auf einen Konkreten, der dir gefällt und finde Vergnügen an ihm. Du wirst sehen, wie er intensiver wird, je mehr du dich auf den Geruch konzentrierst.

4. Geistiges Konzentrationsspiel: Die Kerze

Setz dich auf den Boden, wenn möglich mit den überkreuzten Beinen und dem Rücken so gerade wie möglich. Wenn dir diese Position zu ungemütlich ist, wähle eine andere, aber du solltest auf dem Boden sitzen und den Rücken aufrecht halten. Anschliessend entzünde eine Kerze vor dir. Das Ziel des Spiels ist es, so ruhig wie möglich zu bleiben. Konzentriere dich auf die Bewegung der Kerze und harre so lange wie möglich in deiner Position aus, ohne dass die Kerze ausgeht. Das ist nicht so einfach, wie es scheint. Am Anfang wirst du nicht lange aushalten, aber mit ein wenig Praxis wirst du es schaffen, für mindestens 10 Minuten in totaler Ruhe zu verharren.

5. Geistiges Konzentrationsspiel: Die Technik der zwei Minuten

Du wirst eine Uhr mit Sekundenzeiger brauchen. Das Spiel besteht darin, dass du deine Aufmerksamkeit einzig und allein auf die Nadel des Sekundenzeiger konzentrierst und mit dem Blick seine Strecke um das Zifferblatt verfolgst. Anfangs wirst du dich dabei überraschen, dass du an andere Dinge denkst. Wenn das passiert, beginne von Neuem und versuche, nur an den Uhrzeiger zu denken und dich voll auf ihn zu konzentrieren. Du solltest zwei Umrundungen machen, das heisst, zwei Minuten.

6. Geistiges Konzentrationsspiel: Das Spiel mit dem Karton und der Zitrone

Diese Übung nutzt man für gewöhnlich, um Sportler vor ihrem Wettkampf vorzubereiten und zu konzentrieren, aber du kannst auch davon profitieren. Das Spiel besteht darin, sich einen Karton vorzustellen, einfach und leer, oben offen. Im Anschluss musst du dir eine Zitrone vorstellen. Konzentrier dich auf ihre Grösse, ihr Aroma, die Textur ihrer Schale, Symmetrie …

Mental und ohne deine Hände oder irgendeinen Gegenstand in deiner Vorstellung zu nutzen, transportiere die Zitrone ins Innere des Kartons. Das scheint sehr einfach zu sein, aber um es mit voller Aufmerksamkeit durchzuführen, sind sehr komplexe Konzentrationsfähigkeiten erforderlich. Dies ist eine hervorragende Übung, um an deiner geistigen Konzentrationsfähigkeit zu arbeiten.

7. Geistiges Konzentrationsspiel: Male Mandalas aus

Mandalas sind Darstellungen des Makrokosmos. Ihre Herkunft ist indisch und der Name bedeutet “Rad” oder “Kreis”. Die buddhistische Tradition nutzt sie zur Meditation. Mach dir keine Sorgen, wenn du nicht sehr gut beim Erstellen von Mandalas bist, es gibt eine Vielzahl an Heften oder Büchern, und du kannst dir wunderschöne Designs herunterladen, die kostenlos bereit zum Ausmalen auf Webseiten verfügbar sind.

Das Wichtigste beim Zeichnen oder Ausmalen von Mandalas ist, dass du dich nur darauf konzentrierst. Wähle die Farben sorgfältig, höre deinem Körper zu, was er machen möchte und lass dich treiben. Nimm dir 10 Minuten am Tag, um mit deinem Mandala weiterzumachen.

Dies entspannt dich nicht nur und verbessert deine Konzentration, es ist auch eine hervorragende Nahrung für dein Gehirn und deine Kreativität.

Male Mandalas aus

8. Geistiges Konzentrationsspiel: Die geometrische Figur

Such dir einen entspannten Moment und denk an eine geometrische Figur. Sei es ein Kreis, ein Quadrat, ein Dreieck. Denke und konzentrier dich nur auf die Darstellung. Wenn du dieses Bild in deinem Bewusstsein gefestigt hast, beginne, etwas hinzuzufügen, zum Beispiel eine Farbe. Fülle es mental aus, und wenn es komplett ist, füge weitere Charakeristika hinzu: Du kannst mit der Grösse, dem Volumen, der Dichte (es kann treiben oder auch sehr schwer sein) spielen.

Dieses Spiel steigert nicht nur deine Konzentration, es ist auch ein perfekter Verbündeter, um deine Vorstellungskraft zu entwickeln. Spiele und erschaffe mit deinem Geist, was du möchtest.

9. Geistiges Konzentrationsspiel: Mach Sudokus

Kopfrechnen ist eine der kognitiven Aktivitäten, die unsere Konzentration am meisten fördern. Dennoch haben wir heutzutage alle einen Taschenrechner zur Hand, der die mathematischen Gleichungen für uns löst. Die Technik zu benutzen erleichtert uns die Arbeit, macht uns aber auch fauler und abgelenkter. Es ist wichtig zu versuchen, im Geiste mit Zahlen umzugehen. Und die Sudokus können uns helfen. Wenn dir dieses japanische Spiel nicht bekannt ist, beginne mit der Anfängerstufe. Das Ziel ist nicht, dass du die Kompliziertesten machst, sondern, dass du die passende Stufe wählst, die eine geistige Herausforderung für dich ist und nach und nach die Komplexität erhöhst. Du kannst sie in allen Stufen auf vielen Internetseiten gratis herunterladen.

10. Geistige Konzentrationsspiele für Kinder und Erwachsene: Trainiere dein Gehirn mit CogniFit

CogniFit ist das führende Programm in kognitiver Bewertung und Gehirnstimulation. Es wurde durch die wissenschaftliche Gemeinschaft validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt genutzt. CogniFit ermöglicht es, die Konzentrationsfähigkeit, das Aufmerksamkeitslevel und viele andere grundlegende kognitive Bereiche auf professionelle und vertrauenswürdige Art zu messen und zu trainieren.

Die klinischen Spiele zur Messung und Verbesserung der geistigen Konzentration wurden von einem Team von kognitiven Neurologen und Psychologen entworfen, die die Kognition und die Prozesse der Gehirnplastizität studieren. Einige der kognitiven Funktionen, die mit der Konzentration zusammenhängen, sind die Inhibitionsfähigkeit, die Fokussierung, die Planungsfähigkeit, die geteilte Aufmerksamkeit, die Aktualisierung, etc …

Mit verschiedenen Denkspielen bewertet CogniFit die kognitiven Schwächen und Stärken der Person und schägt automatisch ein personalisiertes Trainingssystem vor, dass sich daran richtet, die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern und an andere kognitive Bedürfnisse des Kindes oder Erwachsenen.

Du musst dich nur registrieren! Alle Konzentrationsspiele basieren auf klinischen Studien und professionellen Stimulations- und neuropsychologischen Rehabilitationsbatterien.

Nachdem du die Konzentrationsspiele gemacht hast, zeigt dir CogniFit eine Graphik mit deinen Ergebnissen und deiner Entwicklung. Du kannst nicht nur deine geistige Konzentration trainieren, sondern auch viele andere kognitive Fähigkeiten im Bereich der Erinnerung, Wahrnehmung, Koordination, Argumentation, etc …

Trau dich und nimm die Herausforderung CogniFit an!

Man sagt, dass an einem Tag rund 30.000 Gedanken deinen Kopf überfluten, und jeder dieser Gedanken erzeugt eine Energie … Stell dir mal vor, die Energie all dieser Gedanken auf nur einen Gedanken zu konzentrieren!

 Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Besessen von der Suche nach dem perfekten Partner? Was ist das Märchenprinz-Syndrom?

Heute werden wir dir erklären, was das Märchenprinz-Syndrom ist. Es ist eine Variation des Aschenputtel-Syndroms, das uns idealisierte und wenig realistische Vorstellungen von einem Partner haben lässt.

Es entspricht einer gesunden Haltung, danach zu streben, eine Person zu finden, die man liebt und von der man auch zurück geliebt wird, aber wie in vielen anderen Aspekten des Lebens kann sich dies gegen uns wenden und unsere psychische Gesundheit beeinträchtigen, wenn es sich in etwas Obsessives verwandelt. Wenn du dieses Ziel aus der Sicht eines Erwachsenen anstrebst, als eine Person, die sich selbst schätzt, die Freundschaften und Interessen hat, die ihr Leben erfüllen, solltest du keine Komplikationen erleben. Im Gegenteil, wenn du danach strebst, die Liebe als eine unsichere, mit sich selbst und ihrem Leben unzufriedene Person mit einer kindlichen Einstellung zu finden, ist es wahrscheinlich, dass du all deine Lebens- und Liebesmängel darauf projizierst, jemanden zu finden und dass die Suche nach Liebe sich in etwas Toxisches verwandelt, dies passiert den Menschen mit dem Märchenprinz-Syndrom.

Was ist das Märchenprinz-Syndrom

Im Gegensatz zum Aschenputtel-Syndrom, das nur bei Frauen auftritt, findet man dieses Syndrom bei beiden Geschlechtern. Diejenigen, die unter dem Märchenprinz-Syndrom leiden, stellen sich ihren idealen Partner wie eine perfekten Menschen vor, praktisch ohne Defekte und mit einem Charakter oder einer Persönlichkeit, die ohne Probleme mit der ihrigen zusammenpasst. Außerdem, weil sie so wenig verlangen, glauben sie, dass diese Person überdurchschnittlich schön und unglaublich intelligent ist und sich in einer guten sozialen und finanziellen Lage befindet.

Die vom Märchenprinz-Syndrom Betroffenen suchen unbewusst nach jemandem wie ihrem Vater (wenn es Frauen sind) oder wie ihrer Mutter (wenn es Männer sind), denn in ihnen sehen sie die perfekte Person: die Väter sind lieb und behandeln ihre Töchter wie Prinzessinnen, während die Mütter ihre Söhne pflegen und beschützen.

Wegen dieser Suche nach Perfektion empfinden die Betroffenen vom Märchenprinz-Syndrom etwas Groll gegen die Personen mit dem gegenteiligen Geschlecht, da sie nie ihre Erwartungen erfüllen und sie misshandeln sie oft oder werfen ihnen ihre Schwächen ständig vor. Die Menschen, von denen sie sich angezogen fühlen, sind für gewöhnlich verlobt oder verheiratet und die von der Störung Betroffenen enden oft in der Rolle des Liebhabers oder der Liebhaberin.

Bewusst oder unbewusst misshandeln sie ihre Partner oder lassen sie wissen, dass sie nicht gut genug sind. Diese Misshandlung kann in Streitigkeiten bestehen, die aus lächerlichen Gründen verursacht werden, darin, andere Personen vor ihrem Partner zu loben, um ihn herabzuwürdigen, oder auch darin, mit anderen Menschen zu flirten, die ihrem Ideal näherkommen. Sie suchen weiter nach dem perfekten Partner außerhalb ihrer Beziehung oder versuchen, die Person, mit der sie zusammen sind, zu verändern, sie gehen soweit, sie zu bitten, dass sie ihre Persönlichkeit ändern, sich nach ihren Geschmäckern anziehen oder zurechtmachen, und sogar, dass sie sich operieren und ihren Körper umgestalten. Sie zerstören ihren Partner letztlich, indem sie ihn dazu bringen, sich von seinem Wesen loszusagen und sich in etwas zu verwandeln, was er/sie nicht ist.

Nachdem all dies durchlaufen wurde, ist es logisch, dass die Betroffenen vom Märchenprinz-Syndrom schließlich von ihren Partnern verlassen werden oder ihre Beziehungen selbst beenden, weil sie weiter nach jemand Besserem suchen wollen. Sie können nur ein normales und gesundes Leben führen, wenn sie es schaffen, diese Besessenheit von der Perfektion zu überwinden und akzeptieren, dass Menschen gute und schlechte Eigenschaften haben. Um dies zu schaffen, ist es notwendig, dass die Betroffenen die Hilfe eines Experten suchen und hart daran arbeiten, ihre Unsicherheiten, Ängste und Komplexe zu überwinden, und so können sie leben, ohne jemanden zu suchen, der ihre emotionale Leere füllt, denn wenn du die anderen akzeptieren möchtest, musst du zunächst einmal dich selbst akzeptieren.

Quelle: Borja Echeverría, Psychologe bei CogniFit.

Gedächtnislücken – nicht alles, was wir erinnern, ist wahr

Unsere Erinnerung bildet die Wirklichkeit nicht getreu ab, es gibt Gedächtnislücken, die dazu führen, dass wir unsere Erinnerungen umgestalten. Nicht alles, was wir erinnern, ist wahr. Eine Erinnerung wird nie das perfekte Abbild einer Erfahrung sein, etwas wird immer anders sein, dank dem Aufbau unseres Gedächtnisses. Die falschen Erinnerungen und Gedächtnislücken sind gewöhnlicher als wir denken. Finde in diesem Artikel heraus, wie uns unsere Erinnerung betrügt.

Wir erinnern uns an manchen Dinge, die nicht wahr sind

Eine große Mehrheit der Menschen denkt, dass unsere Erinnerung einer Videokamera ähnelt, die unsere Erfahrungen aufzeichnet. Nichts liegt ferner. Unser Gedächtnis arbeitet mit den Hauptideen des Wahrgenommenen, das, was es als wichtig ansieht, es zeichnet die Realität nicht so ab, wie sie ist.

 “Mehr als einem Aufnahmegerät ähnelt das Gedächtnis der Wikipedia-Seite, wo du die vorhandene Information verändern kannst. Und nicht nur du, auch die anderen können sie verändern.” Elizabeth Loftus

 

 

Unser Hirn arbeitet mit Hauptideen. Die Information, die als vital und wichtig erachtet wird, wird in unserem Gehirn gespeichert, aber die Details werden gelöscht und so hinterbleibt eine unvollständige Erinnerung der Erfahrung. Unsere Erinnerung repräsentiert keine objektive und glaubwürdige Realität, sondern eher eine wahrgenommene Realität, voll von “Lücken”.

Unser Gedächtnis ist konstruktiv. Wir speichern Erinnerungen mit Schlüsselideen, Konzepten der Erfahrung, ab. Aber wenn wir uns wieder an sie erinnern, versucht unser Gehirn, eine Kohärenz in der Geschichte zu finden. Dafür füllt es die Lücken, die es zwischen diesen Schlüsselideen gibt, mit Ableitungen und Schlussfolgerungen von unseren vorherigen Kenntnissen. Wir erinnern uns nicht, wir bauen Erinnerungen auf, immer wieder. Deswegen hat unsere Erinnerung Lücken.

Gedächtnislücken und falsche Erinnerungen – wie entstehen sie?

Es hat Vor- und Nachteile, dass unsere Erinnerung konstruktiv ist. Einerseits werden so Überbelastungen verhindert, aber andererseits werden unsere Erinnerungen manipulierbar. Nicht alles, was wir erinnern, ist wahr. In geringerem oder größerem Ausmaß haben unsere Erinnerungen etwas Erfundenes. Wenn wir die Information aus den Lücken zwischen den Grundideen einer Erinnerung wiederherstellen, kann sich neue Information “hineinschmuggeln”, die unsere Erinnerung verfälscht. In diesem Moment wird eine falsche Erinnerung geschaffen, eine Verfälschung der wirklichen Erinnerung oder direkt die Erschaffung einer Erinnerung von einer nicht wirklich erlebten Erfahrung aus.

Unsere Erinnerung funktioniert mit Hauptideen

Wie weiß man, ob eine Erinnerung falsch ist?

Das können wir nicht, wenn unser Gehirn einmal eine neue Information annimmt, löst es sie nicht so leicht wieder. Das sorgt dafür, dass uns die falschen Erinnerungen so real erscheinen. Wenn sie einmal akzeptiert wurden, verfälschen sie die wahre Erinnerung und diese verschwindet. Die neue Geschichte verwandelt sich in Wirklichkeit und wird genau so erinnert. Dies sind nicht wahrnehmbare Gedächtnislücken.

Betrügen uns unsere Erinnerungen?

Im Allgemeinen spiegelt unsere Erinnerung die Realität gut wieder, nichtsdestotrotz existieren Gedächtnislücken, wie wir gesehen haben. Im Allgemeinen betrachten wir unser Gedächtnis als einen treuen Zeugen der Realität, aber das ist nicht immer so. Beim Arbeiten mit dem Hauptideen, lässt unser Gedächtnis alles aus, was nicht wichtig ist, alle Details. Wenn wir uns daran erinnern, auf eine Party gegangen zu sein, erinnern wir uns an einige Dinge, wie wer uns eingeladen hat oder welche Freunde auch dort waren. Aber wir lassen beim Versuch sich daran zu erinnern, welche Musik lief, ob es kalt oder warm war, mit wie vielen Personen wir gesprochen haben etc., nach. Um einen Zusammenhang in der Geschichte zu finden, suchen wir Schlussfolgerungen über diese Schwachpunkte der Erinnerung und so beginnt sie sich zu verfälschen.

Wie sehr können wir auf unsere Erinnerung vertrauen?

Wir haben gesagt, dass unsere Erinnerung ein guter Spiegel der Realität ist, aber sie ist nicht perfekt. Nicht genug, um ihr die Autorität zu geben, die man ihr gibt.

Ein Fall, in dem das Gedächtnis einen unangemessenen Platz einnimmt, ist bei Gerichtsverfahren. Man gibt den Zeugen einer Straftat eine enorme Wichtigkeit bei der Entscheidung des Falls, jedoch gibt es mehrere Faktoren die Richtigkeit dieser Art von Zeugenaussagen in Verruf bringen: die Zeit, die nachfolgenden Erfahrungen, die Fragen, die über das Ereignis gestellt werden, etc. All dies kann eine Erinnerung verzerren und das Bild einer Person in ein ganz anderes umwandeln.

Es gibt viele Fälle von Verurteilungen für nicht begangene Straftaten aufgrund von falschen Erinnerungen. Die Erinnerung ist angreifbar und diese Schwäche sollte man berücksichtigen.

Wie können wir eine Erinnerung manipulieren?

Wenn man nur ein paar bestimmte Elemente in einer Geschichte verändert, kann man sehr unterschiedliche Versionen erhalten. Durch Alternativversionen oder die Veränderung von gewissen Details beginnt unser Gehirn, die echte Information mit der Alternative zu mischen. Dies führt dazu, dass wir uns an eine andere Geschichte erinnern werden.

Wie wir zuvor erwähnt haben muss man beachten, dass wir jedes Mal, wenn wir Informationen aus einer Erinnerung, aus einer erlebten Erfahrung, abrufen, die Geschichte mit den Elementen konstruieren, die wir haben, und die Lücken ohne Information mit Schlussfolgerungen füllen.

Diese Lücken füllt man mit eigenem Wissen, aber auch mit externem. Zur Veränderung unserer Erinnerung reicht, dass ein Freund seine Version der Geschichte erzählt. Es ist sehr schwierig, eine Erinnerung intakt zu halten.

Das Gedächtnis und die Ethik bei falschen Erinnerungen

Es ist erwiesen, dass sich eine falsche Erinnerung einsetzen lässt, das dauerhafte Auswirkungen auf das Individuum hat. Man hat mit beachtlichem Erfolg geschafft, falsche Erinnerungen über ein Ertrinken in der Kindheit oder einem Angriff von einem wilden Tier etc. einzusetzen. Und diese falschen Erinnerungen hatten reale Auswirkungen. Dennoch, eine falsche Erinnerung kann auch zu “guten” Zwecken genutzt werden, genau wie man ein unangenehmes Erlebnis, beispielsweise mit einem Tier, schaffen kann, kann man auch ein angenehmes Erlebnis, beispielsweise mit gesundem Essen, schaffen.

Ist dieser Zweck Rechtfertigung genug, um die Freiheit zu haben, die eigenen Erinnerungen zu manipulieren?

 

Vortrag TED Elizabeth Loftus: The fiction of memory.

Quelle: Mario de Vicente, Psychologe bei CogniFit.

Selbstbehauptungstechniken zur Verbesserung deiner Sozialkompetenz

In diesem Post wirst du lernen, zu identifizieren, welches dein Verhaltensmuster ist. Was ist, wenn du entdeckst, dass dieser nicht der Geeignetste ist? Hier stellen wir dir auch eine Reihe von Selbstbehauptungstechniken vor, die dir ermöglichen, deine Sozialkompetenz zu verbessern. Übernimm die Kontrolle und erreiche, dass deine sozialen Beziehungen erfüllter und gesünder werden!

Selbstbehauptungstechniken zur Verbesserung deiner Sozialkompetenz

Bestimmt hast du schon mindestens einmal erlebt, dass du die Kontrolle über ein Gespräch verloren hast und auf einmal in eine Situation geraten bist, die dir gar nicht gefällt. Mehr noch, du weißt noch nicht einmal, wie du da hineingeraten bist … Du hast sicher auch schon mal gefühlt, dass du rechtzeitig hättest Nein sagen sollen … dass du eigentlich gar nicht weißt, warum du dich mit dieser Person immer noch triffst … Auf der Arbeit hast du vielleicht Schuld oder Verantwortung auf dich genommen, für etwas, das gar nicht dein Problem war. Kommen dir diese Situationen etwas zu bekannt vor? Kannst du dich mit einer oder mehreren identifizieren? Dann ist vielleicht der Moment gekommen, dass du einige Techniken lernst, die dir ermöglichen, deine Selbstbehauptung zu entwickeln, um deine Sozialkompetenz zu verbessern.

Was ist Selbstbehauptung und wie benutzt man sie, um die Sozialkompetenz zu erhöhen?

Was ist Selbstbehauptung? Die Selbstbehauptung besteht aus der Fähigkeit, unsere Rechte und Bedürfnisse auf eine effektive Art auszudrücken, ohne uns auf die Füsse treten zu lassen oder aggressiv zu sein. Es handelt sich um ein soziales Verhalten, dass uns ermöglicht, unsere sozialen Beziehungen positiver zu machen. Was geschieht, wenn wir nicht dazu fähig sind, unsere Bedürfnisse auf selbstbewusste Art zu vermitteln? Dann verfallen wir in falsche Konfrontationsstile, wie den passiven oder den aggressiven Stil.

Wenn wir nicht durchsetzungsfähig handeln, können zwei ineffiziente Verhaltensweisen vorkommen:

  • Auf eine passive Art auf die Umgebung reagieren
  • Oder auf eine aggressive Art reagieren.

Beides sind ineffiziente Werkzeuge, die auf lange Sich mehr Probleme in deinen sozialen Beziehungen hervorrufen. Den Stil zu ändern ist keine einfache Aufgabe, aber es wird sich lohnen.

Selbstbehauptungstechniken zur Verbesserung deiner Sozialkompetenz

Was ist der passive Verhaltensstil?

Der passive Verhaltensstil kommt vor, wenn die Person unfähig dazu ist, offen über ihre Gefühle, Wünsche, Meinungen und Bedürfnisse zu sprechen. Wenn sie darüber spricht, verwickeln sie sich in Rechtfertigungen und Entschuldigungen. Die Panik vor dem Konflikt ist die Grundlage dieser Verhaltensweise, die sich außerdem durch ein niedriges Selbstwertgefühl und einem hohen Frustrationsgrad durch die Nichtrespektierung der eigenen Rechte ausweist. Diese Personen sind sich dem Grad der Verletzlichkeit, den sie erreichen, nicht bewusst.

Was ist der aggressive Verhaltensstil?

Der aggressive Verhaltensstil kommt vor, wenn die Person zwar ihre Bedürfnisse ausdrücken kann, aber dies auf eine unangemessene oder sehr bestimmte Art und Weise tun, sodass die Personen, die mit ihnen interagieren, sich mit Füssen getreten oder nicht respektiert in ihren Grundrechten fühlen können. Sie können auf verbale Gewalt und Drohungen zurückgreifen, obwohl sie oft sehr viel subtiler handeln, mittels Erniedrigung oder progressiver Demütigung.

Der passive Verhaltensstil charakterisiert sich durch ein Verletzung der eigenen Rechte, der aggressive Verhaltensstil durch eine Verteidigung dieser, der selbstbewusste Stil besteht aus der direkten Beschreibung dieser eigenen Rechte, ohne die anderen rücksichtslos zu behandeln und ohne Scham zu schaffen oder zu empfinden.

Die zwischenmenschliche Kommunikation kann manchmal eine Stressquelle sein, wenn man nicht weiß, wie man seine Rechte ausdrückt und verteidigt, ohne in die vorher beschriebenen Verhaltensstile zu verfallen. Selbstbehauptung zu erlernen wird eine Entspannung vor sozialen Situationen für dich bedeuten. Selbstbewusst zu sein ist eine Lebensphilosophie, in der der Respekt vor den anderen und fundamental vor dir selbst, vorherrscht.

Wie verbessere ich meine Sozialkompetenz? Selbstbehauptungstechniken

Das Problem tritt in Erscheinung, wenn wir in einen Konflikt zwischen dem, was wir machen wollen und dem, was wir glauben tun zu “sollen” geraten.

Zum Beispiel: Hast du manchmal gar keine Lust, zu einem Abendessen zu gehen und fühlst dich egoistisch und furchtbar, weil du denkst, dass du keine Rücksicht auf die andere Person nimmst, weil du deine Bedürfnisse den ihrigen vorziehst?

Diese Art von Dilemmas kann manchmal Angst oder Schuldgefühle hervorrufen, was dich höchst verletzlich gegenüber allen Arten emotionaler Manipulationen macht. Wenn du den folgenden Dekalog verinnerlichst, wirst du bereiter dazu sein, Nein zu sagen ohne dich schuldig zu fühlen. Diese Selbstbehauptungstechniken zu kennen wird dir helfen, deine Identität zu behalten, ein positives Selbstwertgefühl zu haben und dazu fähig zu sein, selbstbewusst auf Interessenkonflikte zu reagieren.

Um selbstbewusst zu sein ist es fundamental, dass du deine Rechte kennst. Viele Autoren haben mehr oder weniger komplexe Listen über diese Rechte verfasst. Ich möchte, dass du die vom Psychologen Manuel J. Smith kennst, die er zum ersten Mal in seinem Buch “Wenn ich Nein sage, fühle ich mich schuldig” veröffentlicht hat.

Smith schlägt auf einfache und direkte Art einen Dekalog vor, der dir als Leitfaden dienen kann, auf dem du dein selbstbewusst Verhalten basieren kannst.

Dekalog der selbstbewussten Rechte Manuel J.Smith

  1. Wir haben das Recht, unser eigenen Verhalten, unsere Gedanken und Gefühle zu beurteilen und die Verantwortung für ihren Beginn und ihre Folgen zu übernehmen.

  2. Wir haben das Recht, keine Gründe oder Ausreden für unser Verhalten anzugeben.

  3. Wir haben das Recht zu urteilen, wenn wir die Verantwortung für das Finden von Lösungen für andere Personen haben.

  4. Wir haben das Recht, unsere Meinung zu ändern.

  5. Wir haben das Recht, Fehler zu machen und für sie verantwortlich zu sein.

  6. Wir haben das Recht “Ich weiß nicht” zu sagen.

  7. Wir haben das Recht, unabhängig vom guten Willen der anderen zu sein, bevor wir uns mit ihnen konfrontieren. (Wir haben das Recht, unabhängig von der Zuneigung der anderen zu sein, um mit ihnen in Kontakt zu treten.)

  8. Wir haben das Recht, unlogische Entscheidungen zu treffen.

  9. Wir haben das Recht “Ich verstehe das nicht” zu sagen.

  10. Wir haben das Recht “Es interessiert mich nicht” zu sagen.

Jetzt, da wir die möglichen Verhaltensstile und den Dekalog der universellen selbstbewussten Rechte kennen, liegt es in unserer Hand, wir wir uns an die Welt wenden wollen. Wenn es deine Wahl ist, einen selbstbewussten Verhaltensstil zu entwickeln, wird das nicht immer einfach sein, aber ich versichere dir, dass dies der zufriedenstellendste von allen ist. Weil aller Angang schwer ist, werde ich dir im Folgenden eine Reihe von Selbstbehauptungstechniken erklären, die dir helfen werden, diese in die Praxis umzusetzen, damit es nach und nach immer natürlicher für dich wird. Sie werden dir höchst wirkungsvoll in Situationen, in denen jemand versucht, dir seine Ansichten aufzudrängen, sein und sind eine lebenswichtige Verteidigung gegen die Manipulation.

Selbstbehauptungstechniken bei Konfrontationen oder Manipulationen

1. Technik vom Sprung in der Platte zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Behalte deinen Standpunkt unerbittlich bei, egal wie sehr dein Gesprächspartner versucht, dich auf sein Terrain zu bringen. Es ist grundlegend, dass du ruhig bleibst, ohne Veränderungen in deiner Stimme oder dem, was du sagst. Um das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken, kannst du Füllwörter wie “Ja, aber …”, “Ich bin einverstanden, aber …”, “Ja, aber ich meinte …” benutzen. Vermeide verbale Fallen und du wirst dein Ziel erreichen.

2. Technik vom machbaren Kompromiss zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Wenn es einen Zusammenstoß der Haltungen gibt und “Verlieren” nicht ratsam ist. So gibst du deinem Gesprächspartner vor dem Verlieren Handlungsspielraum, sodass er sich der Verluste, die die Diskussion mit sich bringen kann, bewusst wird und ihr euch einigt, indem beide ein bisschen nachgeben.

3. Technik vom Fogging oder “Nebelbank” zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Sie besteht daraus, scheinbar Terrain freizugeben, aber ohne es wirklich zu tun. Versuche nicht abzustreiten, was der Gesprächspartner sagt, aber greif ihn auch nicht an. Du kannst teilweise mit ihm einverstanden sein, was dir erlaubt, Meinungen von anderen zu akzeptieren ohne sie selbst zu teilen. Dies ist sehr effizient bei Fällen von offener Manipulation, aber du solltest nicht zu oft darauf zurückgreifen, weil die Technik sonst an Wirksamkeit verliert.

4. Technik der selbstbewussten Frage zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Wenn du vom Gesprächspartner kritisiert wirst, wird dir diese Technik einen Vorsprung verschaffen. Du musst ihn im Grunde dazu auffordern, dich zu kritisieren, um mehr Information darüber zu bekommen, ob die Kritik konstruktiv, oder im Gegensatz dazu, manipulativ ist. So schaffst du es, ihn zu “entwaffnen”, indem du weißt, ob die Person einen persönlichen Angriff im Sinn hat, und außerdem bringst du ihn dazu nachzudenken, ob seine Kritik objektiv ist.

5. Technik vom Auseinandernehmen des Prozesses zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Wenn das Gespräch auf Wege gerät, die zur Aggressivität oder Disqualifizierung führen können, ist der Moment für diese Technik gekommen. Das Ziel besteht darin, die Aggressivitätsspirale zu unterbrechen, die der Gesprächspartner erzeugt. Antworte auf die Provokation einsilbig: “Ja …”, “Vielleicht …”, “Nein …”

6. Technik von der Verarbeitung der Veränderung zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Sie besteht darin, den Fokus der Aufmerksamkeit zu verschieben. Verändere das Thema, um zu sehen, was wirklich zwischen dir und deinem Gesprächspartner passiert.

7. Technik vom selbstbewussten Verschieben zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Benutze sie, wenn du siehst, dass du beinahe die Kontrolle über die Situation verlierst. Wenn du keinen gemäßigten Ton beibehalten kannst oder denkst, dass du die andere Person beleidigen wirst, ist das selbstbewusste Verschieben die beste Option. Gewinne Zeit, um auf eine intelligente und kompetente Weise zu antworten.

8. Technik vom “XYZ + R” zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Diese von den Psychologinnen Bach und Forés entwickelte Technik synthetisiert die Essenz des selbstbewussten Verhaltens in einer Formel.

Oft besteht die beste Technik darin, auf eine selbstbewusste Art und Weise auszudrücken, was wir bei der Handlung des Anderen fühlen, aber uns dabei nicht nur auf eine destruktive Kritik zu beschränken. Um sie in konstruktive Kritik umzuwandeln, erklären wir, wie uns sein Verhalten fühlen lässt und verpflichten uns außerdem dazu, unser eigenes zu verbessern, damit diese Situation in der Zukunft nicht mehr vorkommt.

“Wenn du X machst oder sagst, fühle ich mich Y und mir hätte gefallen, wenn du Z gemacht hättest. Außerdem können wir zur Gleichung R hinzufügen, ich für meinen Teil verpflichte mich zu …”

X “Wenn du … machst oder sagst” Versuche beim Ausdruck dessen, was dich gestört oder verletzt hat, vom Verhalten zu sprechen und nicht von der Person. Versuche keine Wörter wie “nie” oder “immer” zu benutzen und das Verhalten auf objektive Art zu beurteilen.

Y “Ich fühle mich …” Es ist wichtig, dies ohne Dramatisierung auszudrücken und auch zuzulassen, dass die andere Person dir erklärt, wie sie sich bei eben diesem Verhalten gefühlt hat. Vermeide Werturteile und konzentriere dich auf das Gefühl, das in dir entstanden ist.

Z “Mir hätte gefallen, dass …” Es fällt uns schon schwerer, zu diesem Schritt zu kommen. Wir konzentrieren uns gewöhnlich auf das X und das Y und geben dem Gesprächspartner nicht die Möglichkeit zu wissen, was uns gefallen hätte. Wir konzentrieren uns auf die Kritik und schauen nicht weiter, womit wir dafür sorgen, dass sich die gleiche Situation in der Zukunft wiederholt. Wenn wir eine Alternative zur Veränderung vorschlagen, kommen wir der Lösung des Problems näher.

R “Ich meinerseits verpflichte mich dazu …” Das, was bei Konfrontationen immer wieder vergessen wird. Es kann scheinen, als ob wir Terrain aufgeben, indem wir uns zu R verpflichten, doch wir merken nicht, dass wir selbst die ersten Begünstigten sind. Es ist eine Übung zur Selbstkritik und oft fällt es uns schwer, dies zu tun. Wenn wir es schaffen, übernehmen wir Verantwortung für die Situation und lernen unsererseits ein bisschen mehr.

Setzen wir es in die Praxis um?

Denk dran, dass die Anderen uns behandeln, wie wir ihnen beibringen und zu behandeln …

Die emotionale Intelligenz verbessern. Ein unerlässlicher Leitfaden.

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Gedächtnis verbessern: 10 nützliche Tipps für deinen Alltag

Wie können wir unser Gedächtnis verbessern? Es denken viele von uns, dass unser Erinnerungsvermögen angeboren ist und wir tun nichts, um es zu verbessern. Wir schätzen seine Wichtigkeit nicht, bis es beginnt uns zu versagen. Es ist jedoch wichtig, dass wir uns der fundamentalen Rolle bewusst sind, die die Erinnerung in unserem Alltag spielt. Unser Gedächtnis legt fest, wer wir sind: Unsere Gefühle, Erlebnisse und Erinnerungen. Ohne Gedächtnis hätten wir keine Möglichkeit, uns an Namen, Orte, Personen und Ereignisse zu erinnern, die wir erlebt haben …

Ein intellektuell aktives Leben zu führen hilft dabei zu vermeiden, dass unser Gehirn vorzeitig verschleißt. Es ist sehr wichtig, für den Verstand zu sorgen, bevor sich die ersten Symptome von kognitiver Abnutzung zeigen. Auf Details achten, sich konzentrieren, Dinge erinnern … all dies bezieht viele zerebrale Prozesse ein, die sich mit der Praxis und Übung verschärfen können.

Vielleicht denkst du, dass du zu alt bist, um dein Gedächtnis zu verbessern, aber in Wirklichkeit verfügt unser Gehirn über große Plastizität. Die Gehirnplastizität besteht darin, dass das Gehirn durch eine korrekte Stimulation neue Wege und Nervenverbindungen schaffen, die bestehenden Verbindungen verändern und sich auf neue Art und Weise anpassen und reagieren kann. Hier erklären wir dir einige Aktivitäten zur Verbesserung des Gedächtnisses.

Das Gedächtnis verbessern: 10 Aktivitäten

Das Gedächtnis hilft und nicht nur dabei, intelligenter und geistreicher zu sein, es ist auch nützlich für deine Arbeitsleistung und deine sozialen Beziehungen. Es wird normalerweise davon ausgegangen, dass diese Fähigkeit vorhanden ist und viele Menschen machen sich nicht die Mühe, sie zu trainieren. Mach diesen Fehler nicht auch und führe die folgenden Aktivitäten durch, um dein Erinnerungsvermögen zu verbessern.

1. Verbessere deine Aufmerksamkeit

Das Erinnerungsvermögen steht in engem Zusammenhang mit der Aufmerksamkeit. Wir können uns nicht an etwas erinnern, auf das wir keine Aufmerksamkeit gerichtet haben. Somit vebessern wir unser Gedächtnis, indem wir unsere Aufmerksamkeitsfähigkeit erhöhen.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Konzentriere dich auf alles, was du machst. Wenn du mit einem Freund sprichst, gib ihm deine komplette Aufmerksamkeit. Paraphrasiere sogar manchmal, was er sagt. So wirst du dich besser daran erinnern, wovon ihr sprecht und außerdem zeigst du Verständnis. Es ist auch erwiesen, dass Achtsamkeitsmeditation unsere Aufmerksamkeit verbessert. 10 Minuten Meditation am Tag können zu einer Modifikation deiner Nervenverbindungen führen und erreichen, dass dein Verstand sich sich besser auf die Dinge, die dich umgeben, konzentriert und fixiert. Somit verbessert sich dein Gedächtnis, deine Aufmerksamkeitsfähigkeit, deine Fokussierung und die Entscheidungsfähigkeit.

2. Benutze Erinnerungstechniken oder Mnemotechnik

Verschiedene Studien behaupten, dass die “Auto-Imagination” sehr nützlich für die Förderung von Lernen und Gedächtnis ist.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Wiederhole die Information, bilde Gruppen, bringe sie in Verbindung mit Dingen, die du kennst und benutze Eselsbrücken. Verwende Rhythmen oder Lieder, um die Information aufzunehmen (wie die der Tabellen zum Multiplizieren), benutze Akronyme oder Akrosticha. Im folgenden Video siehst du Mnemotechnik detaillierter erklärt.

3. Mach Gehirnjoggingpiele um dein Gedächtnis zu verbessern 

Zahlreiche veröffentlichte Untersuchungen beweisen die Vorteile davon, das Gehirn 15 Minuten (2-3 mal pro Woche) mit CogniFit zu trainieren. Die verschiedenen Gruppen von Menschen, die ihr Gehirn mit diesem Programm zur Gehirstimulierung trainierten, verbesserten ihre Leistung in Aufgaben zu Erinnerung und 20 weiteren kognitiven Fähigkeiten. Dieses Programm für Gehirnjogging-Spiele ermöglicht es uns, die Hirnfunktionen zu stärken, unsere geistige Vitalität zu erhöhen und die Regeneration und Wiederverbindung von Neuronen anzuregen.

4. Versuche, dich aktiv an Dinge zu erinnern

Das Gedächtnis wird verstärkt, wenn man sich an Fakten, Ereignisse, Erlebnisse erinnert … wenn du dich an Alltagsdinge erinnerst, wie daran, was du gegessen hast, an Namen von Figuren in Büchern, die du gelesen hast … trainierst du vier Teile deines Gehirns: Das Erinnerungsvermögen, den Arbeitsspeicher, die Überlegung und die Analyse.

Über viele Dinge nachzudenken hilft dir auch dabei, mehr Kenntnisse aus den vergangenen Erfahrungen zu ziehen und eine reifere und rationalere Sichtweise auf die Vergangenheit zu erlangen. Diese Fähigkeiten kann man auch auf die Vorbeugung anwenden, um wachsam zu sein und mit höherer Aufmerksamkeit zu beobachten, was um dich herum passiert.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Erinnere dich jeden Tag daran, was du a vorherigen Tag gemacht hast und versuche dir ins Gedächtnis zurückzurufen, wohin du gegangen bist und was du in den letzten Ferien gemacht hast.

Du kannst auch versuchen, täglich die folgende kleine Übung zu machen. Nimm einen Bleistift und ein Blatt Papier und verlasse das Zimmer, in dem du dich befindest. Wenn du draußen bist, notiere alle Gegenstände, an die du dich aus dem Zimmer erinnerst, du wirst sehen, dass das nicht so einfach ist, wie du dachtest. Mogel nicht und vermeide es, das Zimmer anzuschauen, während du die Gegenstände notierst. Nachdem du alles aufgeschrieben hast, an das du dich erinnerst, kehre ins Zimmer zurück und schau dir die Dinge an, die du vergessen hast. Wenn du diese Übung täglich machst, wirst du merken, wie du dich verbesserst. Du kannst dasselbe mit der Kleidung, die die Leute getragen haben, die du am Tag gesehen hast, mit den Gesichtszügen dieser Leute etc. machen.

5. Gut zu schlafen verbessert das Gedächtnis

Im Schlaf verfestigen wir das Gelernte. Eine angemessene Schlafhygiene ermöglicht es uns, das Gedächtnis in optimalem Zustand zu halten. Nach einer Studie hat Schlafmangel negative Auswirkungen auf unser Gedächtnis.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Versuche, gute Schlafgewohnheiten beizubehalten. Zwischen 7 und 8 Stunden Schlaf pro Tag sind optimal für eine optimale Leistung. Schlaf an einem dunklen Ort ohne Geräusche (du kannst Ohrstöpsel verwenden, wenn du den Lärm nicht vermeiden kannst). Schalte alle elektrischen Geräte aus und vermeide es, sie kurz vor dem Schlafen zu benutzen (das Licht ihrer Bildschirme kann unseren Schlaf beeinträchtigen). Trink abends keinen Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke. Versuch den letzten Kaffee nach dem Mittagessen zu trinken, denn sonst könntest du Probleme beim Einschlafen bekommen. Eine Routine ist wichtig, versuch dich jeden Tag zur gleichen Zeit schlafen zu legen und aufzustehen.

 6. Mach Sport, um dein Gedächtnis zu verbessern

Sport wird immer mehr Nutzen für das Gehirn zugeschrieben. Laut Kirk I. Ericson von der Universität von Pittsburgh in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Wissenschaftlern an verschiedenen nordamerikanischen Universitäten, vergrößert aerobe körperliche Aktivität den vorderen Hippocampus und dies führt zu Verbesserungen im räumlichen Gedächtnis. Er schließt, dass es eine gute Möglichkeit ist, um den durch das Alter bedingten Volumenverlust in dieser Hirnstruktur, die grundlegend für das Gedächtnis ist, umzukehren.

Die körperliche Aktivität versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und reduziert das Risiko von Krankheiten wie Diabetes und Herzgefäßkrankheiten, die zu Gedächtnisverlust führen. Außerdem vermindert sie die Stresshormone. Sport spielt auch eine wichtige Rolle bei der Neuronenplastizität, indem er die Erschaffung von neuen neuronalen Verbindungen anreizt.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Jede Form von aeroben Übungen, die dir gefällt, wird dir helfen, dein Gedächtnis zu verbessern. Das Wichtige ist, dass du sie genießt, um die Gewohnheit beizubehalten.

7. Iss gesund

Eine gesunde Ernährung ist grundlegend, um unseren Organismus in perfektem Zustand zu halten. Damit unser Gehirn korrekt funktioniert, ist es wichtig, keinen Nährstoffmangel zu haben. Denn was wir essen, beeinflusst unser Gehirn.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Basiere deine Ernährung auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten. Getreide, Brot und Nudeln sollten Vollkornprodukte sein. Grenze den Konsum von stark verarbeiteten Lebensmittteln, Zucker und Salz ein. Schokolade wird mit einer Verbesserung des Gedächtnisses assoziiert. Denk daran, dass du sie so pur wie möglich zu dir nehmen sollten (85 % Kakao).

8. Halte deinen Verstand aktiv

Das Gedächtnis ist wie ein Muskel, wenn du ihn trainierst, wird er stärker, wenn nicht, verkümmert er. Mit der Zeit, wenn wir einmal unsere akademische Ausbildung abgeschlossen haben, werden wir bequem. Wir wissen ja schon, wie wir die meisten Probleme mit relativ wenig Aufwand lösen können. Und jedes Mal benutzen wir unseren Verstand weniger und stimulieren ihn weniger, als er verdient.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Jede Aktivität, die eine Herausforderung bedeutet, ist effektiv für den Erhalt unseres aktiven Gedächtnisses. Fliehe vor Aktivitäten, in denen du schon gut bist. Lerne und entwickle neue Fähigkeiten. Lerne, ein Instrument zu spielen, oder ein schwieriges Lied zu spielen. Denk an irgendetwas, was du schon immer lernen wolltest, eine Sprache sprechen, Schach spielen …

9. Geh aus dem Haus und triff dich mit deinen Freunden

Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass mit Freunden in Kontakt zu sein und ein reichhaltiges Sozialleben zu haben, mit einem besseren Gedächtnis in Zusammenhang steht.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Widme deinen Liebsten Zeit. Genieße die Freizeit mit den Freunden. Erhalte dir ein gutes Unterstützungsnetz und halte dich von toxischen Menschen fern, die dir schlechte Gefühle bereiten. Integriere dich mehr, werde Freiwillige/r und meld dich bei Gruppen an.

10. Löse dich vom Stress

Der Stress ist einer der grössten Feinde des Gehirns. Mit der Zeit zerstört chronischer Stress Neuronen und schädigt die Hirnzentren des Gedächtnisses.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Mache Entspannungtechniken und Meditation. Diese Aktivitäten haben sich als sehr wirkungsvoll bei der Stress- und Nervositätsverringerung erwiesen. Stelle realistische Erwartungen (und lerne, Nein zu sagen). Mach Pausen während des Tags, drück deine Gefühle aus, statt sie zu verstecken oder zu unterdrücken. Finde ein Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Freizeit. Konzentriere dich auf eine einzige Aufgabe zur Zeit, denn das Multitasking kann unseren Stress erhöhen.

Jetzt kennst du schon zahlreiche Tricks und Strategien, um dein Gedächtnis und deine Beobachtungsfähigkeit zu verbessern, nun ist es deine Aufgabe, sie in die Praxis umzusetzen. Dein Gehirn jung und fit zu halten liegt in deiner Hand!

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Intelligenter werden: 10 Strategien, die du noch nicht kennst

Intelligenter werden. Können wir unsere Intelligenz verbessern oder kommt sie schon serienmäßig konfiguriert in unserer genetischen Ausrüstung? Hast du dich schon einmal gefragt, wie du intelligenter werden könntest? Die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda schmeißt Mythen um und hilft dir neue wissenschaftliche Techniken kennenzulernen, die dein Gehirn verbessern und dir dabei helfen intelligenter zu werden.

Intelligenter werden

Was ist Intelligenz? Die Intelligenz wurde ursprünglich von einer eindimensionalen Ebene aus betrachtet, von einem rein kognitiven Sichtpunkt aus, in dem dein Intelligenzkoeffizient und somit “deine Intelligenz” eine Zahl ist, die deine Zukunft bestimmt. Der berühmte IQ war wie ein Tattoo für das ganze Leben.

Glücklicherweise können wir heutzutage dank wissenschaftlicher Untersuchungen bestätigen, dass intelligente Menschen ein Kompendium aus vielen Fähigkeiten, sowohl angeborenen als auch erlernten, besitzen. Allgemein gesagt, ohne auf verschiedene theoretische Konstrukte einzugehen, können wir die Intelligenz als Fähigkeit, die der Mensch hat, um sich an seine Umwelt anzupassen und Probleme zu lösen definieren.

Aber weit vom traditionellen Konzept der Intelligenz als ein einziger Faktor unterscheidet man aktuell bis zu acht verschiedenen Arten von Intelligenz; und dies sind eine Reihe von miteinander in Verbindung stehenden Intelligenzen nach einem Vorschlag vom Psychologen Howard Gardner. So unterscheidet Gardner: 

  • Sprachlich-linguistische Intelligenz
  • Logisch-mathematische Intelligenz
  • Bildlich-räumliche Intelligenz
  • Musikalisch-rhythmische Intelligenz
  • Körperlich-kinästhetische Intelligenz
  • Naturalistische Intelligenz
  • Intrapersonale Intelligenz
  • Interpersonelle Intelligenz

Wie wird man intelligenter? Dank dieser Unterteilung können wir endlich den Mythos begraben, dass jemand, der gut in Mathematik ist, auf jeden Fall intelligenter als die anderen ist. Und umgekehrt. Ein Mensch, der außergewöhnlich gut beim Spielen eines Instruments ist, kann Schwierigkeiten dabei haben, sich mit einem großen und abwechslungsreichen Wortschatz auszudrücken.

Wir dürfen die Emotionale Intelligenz nicht vergessen, die auch eine grundlegende Rolle bei unserer Anpassung an die Umwelt und der Problemlösung spielt.

Letztendlich ist unsere Intelligenz ein komplexes Konstrukt, das aus einer Reihe von Fähigkeiten und Begabungen besteht, die es uns erlauben uns effizient an die Umwelt anzupassen und unser Überleben garantieren.

“Wir sind alle Genies. Aber wenn du einen Fisch nach seiner Fähigkeit auf Bäume zu klettern bewertest, wird er sein ganzes Leben denken, er sei dumm.” Albert Einstein

Außerdem hebt die Forschung hervor, dass die Intelligenz kein statisches und unbewegliches Konstrukt ist, sondern variieren kann, sowohl auf gute als auch auf schlechte Art und Weise. Dank der neuronalen Plastizität kann unser Gehirn Neuronenverbindungen je nach Gebrauch verstärken oder auch unbenutzt lassen.

Dank der zerebralen Plastizität oder Neuroplastizität können wir unsere Intelligenz fördern, das Gehirn kann seine Struktur und Funktion verändern. Die zerebrale Plastizität ermöglicht es uns neue zerebrale Verbindungen zu schaffen und die Neuronenkreisläufe zu erhöhen und somit ihre Funktionalität zu verbessern.

Wenn uns die Neurowissenschaft und die Untersuchung der zerebralen Plastizität etwas gezeigt hat, ist es Folgendes: Je mehr wir einen Neuronenkreislauf nutzen, desto stärker wird er.

“Wir sind hier, um einen Bissen vom Universum zu nehmen. Wenn nicht, warum sind wir hier?” Steve Jobs.

Kommen wir jetzt zu einer Reihe von Ratschlägen zur besten Nutzung dieser zerebralen Plastizität, damit wir das maximale Potenzial aus unseren intellektuellen Fähigkeiten ziehen können!

Intelligenter werden: 10 Tipps, die du noch nicht kennst

1. Intelligenter werden: dein Gehirn muss hungrig sein

Hast du dich schon einmal gefragt, wie du intelligenter wirst? Perfekt, das ist der erste Schritt. Begehre das Wissen. Sei neugierig. Wenn du nicht weißt, wie ein Flugzeug fliegt, unterrichte dich darin. Wenn dich Zaubertricks faszinieren, versuch sie zu erlernen und den Trick zu entdecken. Verschlinge Dokumentarfilme.

Ernähre dein Gehirn mit Information und für dich interessanten Kenntnissen, nicht, um Weisheit zu erlangen, sondern aus dem einfachen Grund dich mit dir selbst wohlzufühlen.

Denk daran, dass dein Gehirn die neuronalen Verbindungen stärken und nutzen muss, um volle Leistung zu erbringen, weswegen jede neue Information zu deiner mentalen Agilität im Bezug auf Informationsspeicherung und -wiedergewinnung beiträgt.

Geh nie zu Bett ohne etwas Neues gelernt zu haben.

2. Intelligenter werden: Lies mehr, viel mehr!

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Lektüre, abgesehen davon, dass sie unseren Wortschatz bereichert und somit unsere sprachlich-linguistische Intelligenz erhöht, uns hilft, unsere Vorstellungskraft zu entwickeln und unsere Vorstellungskraft fliegt, indem sie uns in die Geschichten eintauchen lässt und wir mit den Figuren fühlen und uns in sie hineinversetzen, dies verbessert nicht nur unsere sprachlich-linguistische Intelligenz, sondern auch die intrapersonelle und emotionale Intelligenz. Wenn du intelligenter werden willst, verschlinge Bücher. Lesen ist eine der meist empfohlenen Aktivitäten der Hirngymnastik.

3. Verbessere dein Durchsetzungsvermögen und deine Intelligenz

Wie wird man intelligenter? Wie du schon weißt ist die emotionale Intelligenz mindestens ebenso wichtig wie die rationale Intelligenz. Das Arbeiten und Verbesserungen an deiner emotionalen Intelligenz werden deine intellektuellen Fähigkeiten zur Anpassung an die Umwelt deutlich verbessern und die auftauchenden Probleme effizienter lösen.

4. Um deine Intelligenz zu verbessern, mach die Dinge schwieriger

Wie wird man intelligenter? Das wird dir unsinnig erscheinen, aber sich die Zähne mit der anderen Hand zu putzen ist eine gute Art dein Gehirn zu trainieren. Wenn wir eine unserer Routineabläufe anders machen, zwingen wir unser Gehirn, neue Wege zu gehen, um zum selben Ergebnis zu kommen. So verhindern wir neuronale Einrostungen und schaffen es, neue Verbindungen zu ermöglichen und zu stärken.

5. Delegiere nicht so viel von der Intelligenz an Subunternehmer

Die an Subunternehmer vergebene Intelligenz ist jene, in der wir uns heute befinden. Mit einem einfachen Druck auf einen Knopf erhalten wir 83645776 Definitionen und Arten, die Dinge zu machen und Ergebnisse.

Wie wird man intelligenter? Du solltest vermeiden, deine gesamte intellektuelle Aktivität in die Hände von automatischen Übersetzern, Navigationssystemen, Taschenrechnern oder Suchmaschinen im Internet zu legen. Hör auf ein intellektueller Faulpelz zu sein, obwohl es dir die Gesellschaft so einfach macht.

Seit wann hast du keine mathematische Gleichung mehr gelöst, zum Beispiel den Preis des Abendessens im Kopf durch die Anzahl der Freunde geteilt?

6. Trainiere dein Gehirn mit CogniFit

Dieses Programm zur Hirnstimulierung wurde von der wissenschaftlichen Gemeinschaft validiert und wurde von einem kompletten Team von Neurologen und kognitiven Psychologen entwickelt, die die Prozesse der synaptischen Plastizität und Neurogenese untersuchen. Es sind nur 15 Minuten täglich (2-3 Tage pro Woche) nötig, um die kognitiven Fähigkeiten und Prozesse zu stimulieren.

CogniFit ist ein professionelles Werkzeug zum Hirntraining, das online nutzbar und sehr einfach zu gebrauchen ist. Durch verschiedene klinische Spiele bewertet das Tool die kognitiven Schwächen und Stärken der Person und schlägt automatisch ein kognitives Trainingsprogramm vor, das an die Bedürfnisse jedes einzelnen Individuums angepasst wird.

Du musst dich nur registrieren! Alle Spiele basieren auf klinischen Studien und professionellen psychologischen Tests zur Stimulierung und neuropsychologischen Rehabilitation. Sie wurden von Profis entwickelt, um dir zu helfen, deine mentalen Kapazitäten auf die Probe zu stellen und dein Gehirn herauszufordern. Die verschiedenen interaktiven Übungen sind als unterhaltsame Denkspiele verpackt, die du über den Computer spielen kannst. Nach jeder Sitzung zeigt die CogniFit eine detaillierte Grafik mit der Entwicklung deines Stands. Fang heute damit an!

Intelligenter werden mit CogniFit.

7. Um intelligenter zu werden, sprich mit dir selbst

Obwohl man von jeher Personen, die vor sich hin murmeln (oder brüllen) als verrückt ansieht, hat die Wissenschaft Beweise dafür gefunden, dass das Selbstgespräch sehr nützlich für deine Hirnaktivität ist. Wenn wir uns selbst Anweisungen geben, schaffen wir es die uns vorliegende Aufgabe zu vereinfachen und zusammenzufassen und so unsere Mittel und Fähigkeiten zur effizienten Lösung des Problems zu optimieren.

Wie man intelligenter wird? Zweifel nicht daran und sprich ab und zu mit dir selbst. Dein Gehirn wird es dir danken.

8. Intelligenter werden? Benutze Twitter

Du liest richtig. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass twittern unserer Synthese-Fähigkeit hilft und sie verbessert. Auf Twitter müssen wir unsere Meinung zu etwas auf präzise und zusammenhängende Art in nur 140 Buchstaben zusammenfassen und synthetisieren.

Wenn du Twitter nicht nutzen möchtest, kannst du einfach Papier und Bleistift nehmen und einen Gedanken mit dieser Platzbegrenzung überdenken. Wenn du das oft machst, wirst du dich wundern, wie du es nach und nach schaffst, in wenigen Worten zu sagen, was dir durch den Kopf geht.

9. Um intelligenter zu werden, lern eine andere Sprache

Ja, es ist ein sehr abgedroschener Ratschlag, aber ich wiederhole ihn, weil er dir wirklich helfen wird. Zweisprachig zu sein hat viele Vorteile. Ideal ist es, eine zweite Sprache als Kind zu lernen.

Wenn du eine neue Sprache lernst, erhöht sich die Dichte der grauen Materie deines Gehirns und du erledigst geistige Aufgaben besser als die Menschen, die nur eine Sprache kennen. Auf einer anderen Sprache zu denken eröffnet uns eine andere Sichtweise und somit unterschiedliche Lösungen für das gleiche Problem, denn die Sprache strukturiert unser Denken.

Auf dieselbe Art und Weise verbessert das Fernsehen und Lesen auf einer anderen Sprache die zerebrale Plastizität und hilft dir intelligenter zu werden. Wie man intelligenter wird: Warum versuchst du nicht mal, Serien und Filme in Originalversion zu sehen?

10. Wie wird man intelligenter? Umgib dich mit intelligenten Menschen

Man sagt, dass alles ansteckend ist, außer der Schönheit. Wenn du von intelligenten Menschen umgeben bist, wirst du dich selbst mehr ermutigen intelligenter zu werden: Um dem Gespräch zu folgen oder deine Meinung zum Thema zu sagen, über das ihr sprecht. Zusätzlich kannst du jeden Tag etwas Neues und Interessantes lernen, wenn du dich mit intelligenten Menschen umgibst.
Wenn ihr im Gegensatz dazu in deinem Umkreis über so bedeutende Dinge wie den aktuellen Popstar sprecht, rostet dein Gehirn wahrscheinlich ein und du wirst zu einem Zombie mehr mit gewaschenem Gehirn. Wie man intelligenter wird: Flieh vor banalen und unwichtigen Leuten, versuch weniger fernzusehen und mehr zu lesen und zu reisen. Dein Gehirn wird dir unglaublich dankbar sein.

Wie man intelligenter wird: Denk daran, dass Anstrengung und Hingabe erforderlich ist, um intelligenter zu werden. Deine kognitiven Fähigkeiten zu verbessern, um intelligenter zu werden ist keine einfache Aufgabe, aber sehr befriedigend. Motiviere dich, indem du diese Ratschläge in der Praxis umsetzt, und gib mit Köpfchen an!

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit