Konzentrationsprobleme: Definition, Symptome, Ursachen und 11 Tipps

Sicher haben wir alle schon einmal irgendwann Konzentrationsprobleme gehabt. Fehlende Konzentration betrifft sowohl Kinder als auch Erwachsene. Entdecke in diesem Artikel alles, was du über Konzentrationsprobleme wissen musst: Wie man sie identifiziert, Symptome einer geringen Konzentrationsfähigkeit, mögliche Ursachen. Sollten wir uns Sorgen machen? 11 Tipps, die uns bei der Lösung von Konzentrationsproblemen helfen können.

Konzentrationsprobleme

Konzentrationsprobleme oder Konzentrationsstörungen treten häufig auf und können sich in jedem Alter entwickeln. Bei Kindern spiegeln sich diese Probleme häufig in den Noten wider. Erwachsene bemerken es in ihrer Arbeitsleistung und ihrem Familienleben. Konzentrationsschwierigkeiten sind sehr störend und haben einen negativen Einfluss auf unseren Alltag. Sie können sogar unsere schulischen, sozialen und Arbeitsbeziehungen beeinträchtigen. Deswegen ist es notwendig, Maßnahmen zu treffen, um unsere Konzentrationswerte zu verbessern, wenn sich diese verschlechtern.

Was sind Konzentrationsprobleme?

Man kann die Konzentration als die Fähigkeit bezeichnen, unsere Aufmerksamkeit effizient auf die durchzuführende Aufgabe zu richten. Bei guter Konzentration können wir außerdem auftretende störende Elemente ausblenden, wie irrelevante Geräusche oder unsere eigenen Gedanken.

Wenn sich unsere Konzentrationswerte im Optimalzustand befinden, empfinden wir unsere Arbeit als einfacher, erinnern uns schneller, brauchen weniger Zeit und begehen weniger Fehler.

Konzentrationsprobleme und Konzentrationsstörungen beschreiben die Unfähigkeit, uns zu konzentrieren und auf den Reiz einzugehen, den wir bearbeiten sollen. Vielleicht lenkt uns der Lärm ab, das Handy, oder aber unsere Gedanken schweifen ab und wir erledigen unsere Aufgabe nicht mehr.

Die Konzentrationsfähigkeit einer Person hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Hingabe oder Bindung an die Aufgabe
  • Interesse an der Aufgabe
  • Fähigkeit zur Erledigung der Aufgabe
  • Körperlicher und emotionaler Zustand
  • Eine passende Umgebung mit wenig Störfaktoren

Wenn diese Faktoren im Gleichgewicht sind, ist es einfacher für den Verstand, die Aufmerksamkeit auf die gewählten Reize zu lenken und unerwünschte oder irrelevante Gedanken auszublenden.

Konzentrationsprobleme

Symptome einer niedrigen Konzentrationsfähigkeit

Konzentrationsprobleme bei Kindern

Kinder haben nicht dieselbe Konzentrationsfähigkeit wie Erwachsene, da ihr Gehirn noch nicht komplett entwickelt ist. Im Allgemeinen sind Kinder nicht dazu in der Lage, die Aufmerksamkeit oder Konzentration über eine Stunde hinweg in einer langweiligen Unterrichtsstunde zu halten. Und das bedeutet nicht, dass sie unter einer Störung leiden. Wir erwarten oft zu viel von unseren Kindern. Kinder müssen spielen und ausprobieren. Der Unterricht sollte dynamisch und lustig sein. So können sie die ganze Stunde lang aufpassen. Entdecke die Wichtigkeit der Motivation.

Wenn ein Kind sich im Klassenraum nicht konzentrieren kann und keine Probleme in anderen Bereichen hat, ist das Problem für gewöhnlich der Aufbau der Klasse und die Unterrichtsform des Lehrers, der sich nicht an das Alter und die Bedürfnisse der Schüler anpasst.

Ein Kind hat Konzentrationsprobleme, wenn:

  • Es ihm schwer fällt, im Unterricht aufzupassen.
  • Es sich nicht auf seine Hausaufgaben konzentrieren kann.
  • Es scheint, als ob es dir nicht zuhört, wenn du sprichst.
  • Es bei einem Film nicht aufpassen kann.
  • Es ihm schwer fällt, sich auf eine angenehme Tätigkeit zu konzentrieren.
  • Es abgelenkt ist.
  • Es unstrukturiert spielt.
  • Es scheint, als ob es im Wachzustand träumt.

Wenn all diese Symptome auftreten, haben wir einen Fall vor uns bei dem es möglich ist, dass ein Risiko für ADHS besteht.

Konzentrationsprobleme bei Erwachsenen

Ein Erwachsener hat Konzentrationsprobleme, wenn:

  • Er Dinge vergisst.
  • Er eine Aufgabe, die länger dauert, nicht durchführen kann.
  • Es ihm schwer fällt, einer Lektüre zu folgen.
  • Er das Gefühl hat, stumpfsinnig zu sein.
  • Er sich abgelenkt fühlt, wenn jemand mit ihm spricht.
  • Er durch alles Mögliche einfach abgelenkt wird.
  • Er zu lange braucht, um Aufgaben zu beenden.

Konzentrationsprobleme: Ursachen

Es ist wichtig, die Ursachen für unseren Konzentrationsmangel zu kennen, denn in einigen Fällen ist das Optimalste, zunächst den Hauptgrund zu behandeln.

  • Erschöpfung und emotionaler Stress können Konzentrationsprobleme hervorrufen.
  • Hormonale Veränderungen, zum Beispiel in den Wechseljahren oder der Schwangerschaft, können unsere kognitiven Funktionen beeinträchtigen.
  • Einige körperliche oder psychische Vorbedingungen werden mit Konzentrationsschwierigkeiten in Verbindung gebracht, wie zum Beispiel die Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom/Hyperaktivitätsstörung (ADHS).
  • Schlaf- und Ruhedefizit. Wenn wir dem Gehirn nicht die Entspannung geben, das es benötigt, sei es wegen Zeitmangel oder Stress, funktioniert es schlechter. Eins der klarsten Symptome des Schlafmangels sind Konzentrationsprobleme.
  • Hunger und eine falsche Ernährung können auch für Konzentrationsprobleme sorgen. Hunger ist ein sehr unangenehmes Gefühl, das unser Körper verwendet, um uns mitzuteilen, dass uns Nährstoffe und Energie fehlen. Dieses Gefühl wird fast alle unsere kognitiven Ressourcen beschäftigen und es uns erschweren, uns auf etwas anderes konzentrieren zu können. Das Fehlen von Nährstoffen beeinträchtigt auch das richtige Funktionieren unseres Gehirns.
  • Exzessive Sorgen. Wir erleben alle, dass es uns schwer fällt, uns auf etwas anderes zu konzentrieren, wenn wir uns Sorgen machen. Dies ist normalerweise vorübergehend. Dennoch gibt es Menschen, die ständig exzessiv verängstigt und besorgt sind, was sie daran hindert, sich auf etwas anderes konzentrieren zu können. Entdecke die Angstsymptome.
  • Körperlicher Schmerz. Unsere Konzentration kann sich verringern, wenn wir einen andauernden Schmerz erleiden, weil wir uns verletzt haben oder unter chronischem Schmerz oder Fibromyalgie leiden.
  • Medikamente und Drogen. Einige Medikamente können für Konzentrationsmangel sorgen. Drogen schädigen unseren kognitiven Funktionen und unserem Gehirn, wobei die Aufmerksamkeit die Funktion ist, die am meisten beeinträchtigt wird.
  • Die Umgebung, in der wir uns aufhalten, kann unsere Aufmerksamkeit auch beeinträchtigen. Wenn es viele störende Elemente gibt, wie Lärm, Menschen, Multimediageräte, etc., ist es wahrscheinlicher, dass wir uns ablenken und die Konzentration verlieren.
  • Unsere persönliche Konzentrationsfähigkeit. Es gibt Menschen, die sich besser konzentrieren können als andere, genau wie es Menschen gibt, die flexibler sind als andere. Das heißt nicht, dass sich dies nicht verbessern ließe. Die Konzentration ist wie ein Muskel, den man trainieren kann.

Wie kann man Konzentrationsprobleme lösen? 11 Tipps

1. Du brauchst keine Nahrungsergänzungsmittel, um deine Konzentration zu verbessern

Einige Nahrungsergänzungsmittel, die versprechen, Konzentrationsprobleme zu lösen, sind teuer und wirken nicht. Häufig enthalten sie ein Vitamin oder einen Nährstoff, den du ganz einfach in jedem anderen Nahrungsmittel, höher konzentriert und sehr viel billiger, finden kannst. Deswegen brauchst du keinen Zusatz, um deine Konzentration, Aufmerksamkeit oder Erinnerungsfähigkeit zu verbessern. Nur in dem Fall, in dem dein Arzt dir ein Medikament verschrieben hat, weil dein Fall sehr schwer ist, solltest du es auch nehmen. Entdecke die Mineralien und Vitamine, die dir dabei helfen können, dein Gehirn zu verbessern und in welchen Lebensmitteln du sie findest.

2. Verwende CogniFit, das führende Programm zur kognitiven Bewertung und Stimulierung für Kinder und Erwachsene

Die Konzentration ist ein kognitiver Vorgang, der verbessert werden kann, wenn man ihn angemessen trainiert. Die klinische Übungsbatterie von CogniFit ist ein professionelles Werkzeug für alle. CogniFit ermöglicht es, durch einfache klinische Spiele, die online gespielt werden können, die Hirnfunktionen, die mit Konzentrationsproblemen zusammenhängen, zu bewerten und zu trainieren.

Die Forschung im Gebiet der Gehirnplastizität hat uns gelehrt, dass je mehr wir einen neuronalen Kreislauf nutzen, er umso stärker wird. Und dies kann man auf die neuronalen Netzwerke anwenden, die auf die Konzentrationsfähigkeit einwirken: Die geteilte Aufmerksamkeit, die gehaltene Aufmerksamkeit, kognitive Flexibilität und Inhibition.

Das Programm zur kognitiven Stimulierung von CogniFit für Gedächtnisprobleme wurde von einem kompletten Team von Wissenschaftlern, Neurologen und kognitiven Psychologen erschaffen. Das Programm bewertet zunächst präzise die Konzentrationsprobleme und andere grundlegende kognitive Funktionen und auf der Basis der erhaltenen Resultate bietet es automatisch ein vollständiges personalisiertes kognitives Trainingsprogramm  an. Auf dieses Programm kann online zugegriffen werden.

Die verschiedenen interaktiven Übungen sind in unterhaltsame Gedächtnistrainings-Spiele verpackt, die am Computer gespielt werden können. Nach jeder Sitzung präsentiert CogniFit eine detaillierte Graphik mit der Entwicklung des kognitiven Zustands. Du musst dich nur registrieren!

3. Entspannungsprogramm zur Verringerung von Konzentrationsproblemen

Die Konzentration wird oft durch Erschöpfung und geistige Überbelastung beeinträchtigt. Beim Ausführen von Aufgaben, die einen großen mentalen Aufwand erfordern, wie lernen oder arbeiten, leidet die Konzentration, wenn man keine Pausen macht. Erholungspausen von 10 Minuten pro Stunde oder pro anderthalb Stunden zu programmieren, wird die dabei helfen, die Aufgabe mit neuen Kräften wieder aufzunehmen. Du kannst diese Minuten dazu nutzen, dich zu dehnen, einen Spaziergang zu machen, auf Toilette zu gehen, die eine Tasse Kaffee zu machen, …

4. Begib dich in die Natur

Durch Waldgebiete spazieren zu gehen, kann unsere Konzentrationswerte beträchtlich verbessern. In der Natur gibt es weniger Reizwerte und weniger Dinge, auf die man achten muss, was unserem Geist Ruhe verschafft. In Stadtgebieten passiert das Gegenteil, dort haben wir stets Leute um uns herum, den Verkehr … was uns dazu verpflichtet, ständig aufmerksam zu sein. In Kontakt mit der Natur zu treten hilft uns dabei, uns zu entspannen und abzuschalten, was unsere kognitiven Leistungen verbessert, wie diese Studie bestätigt. Deshalb solltest du versuchen, eine längere Pause in Wäldern oder Parks zu machen, wo es viel Vegetation gibt.

5. Achtsamkeit verbessert unsere Konzentration

Studien haben bewiesen, dass die Achtsamkeitsmeditation unsere Aufmerksamkeitswerte verbessert, zusätzlich zur Verringerung unserer Stress-, Angst- und Depressionswerte. Deswegen ist es die ideale Tätigkeit, wenn du deine Konzentration verbessern möchtest. Die Meditation hilft uns dabei, mit unerwünschten Gedanken fertig zu werden, indem sie uns dabei hilft, uns auf eine einzige Sache zu konzentrieren. Wenn du nur 5 bis 10 Minuten am Tag oder während der Pausen meditierst, wirst du schon eine Verbesserung wahrnehmen. Es gibt auch Achtsamkeitsprogramme für Kinder, die ihre Wirksamkeit nachgewiesen haben.

6. Beseitige die Störelemente

Wenn du zu den Menschen gehörst, die sich leicht ablenken, ist es das Beste, wenn es zur Erledigung von Aufgaben kommt, die Reize zu beseitigen oder zu minimieren, die dich ablenken können. Entferne die elektronischen Geräte, oder wenn du am Computer arbeitest, vermeide es, Seiten zu öffnen, die nichts mit der Aufgabe zu tun haben. Wenn dich Lärm ablenkt, benutze Kopfhörer oder Ohrstöpsel.

7. Priorisiere die Aufgaben

Lege dir die komplizierten Aufgaben in die Zeit, in der du frisch und entspannt bist. So kannst du sie effizienter lösen und später die Einfachen machen. Wenn du dagegen die einfachen zuerst erledigst, wirst du erschöpft sein, wenn du die komplizierteren Tätigkeiten machen möchtest. Aufgabenlisten, auf denen die Aufgaben nach Relevanz und Schwierigkeitsgrad geordnet sind, können die dabei helfen zu priorisieren.

8. Lass eine Lücke, um Nachrichten oder Anrufe zu beantworten

Wir fühlen uns oft Sklaven der E-Mails oder Anrufe. Wir haben die falsche Überzeugung, 24 Stunden am Tag verfügbar sein zu müssen. Und dies, weit entfernt davon, uns zu mehr Produktivität zu verhelfen, beeinträchtigt unsere Konzentration und verringert unsere Leistung. Deswegen ist es am besten, nur einen Moment am Tag zu reservieren, um Nachrichten und Anrufe zu beantworten.

9. Verbessere deine Konzentration, indem du auf dich achtest

Eine der besten Investitionen, die du in die Verbesserung deiner kognitiven Leistungen machen kannst, ist es, deinen Organismus in perfektem Zustand zu halten. Ernähre dich gesund und hungere nicht. Ruhe dich genug aus, zwischen 7 und 8 Stunden Schlaf sind genug. Widme der Freizeit und der Entspannung Zeit, dies wird dir helfen, deine Stresslevel zu verringern und deine Konzentration zu verbessern.

10. Mach nur eine Sache auf einmal

Das Multitasking, wenn es auch an und für sich nicht negativ ist, kann manchmal unsere Stresswerte und unsere Tendenz zur Ablenkung erhöhen. Deswegen ist es in diesen Fällen besser, nur eine Sache zur Zeit zu erledigen.

11. Spiele, um die Konzentrationsprobleme zu minimieren

Es existieren zahllose Spiele, die du in deinem Alltag spielen kannst und die dir dabei helfen können, deine Konzentrationsprobleme zu verringern. Das Wasserglasspiel, die weiße Wand, der Aromenspaziergang, die Kerze, die Zwei-Minuten-Technik, das Spiel mit der Box und der Zitrone, etc … Entdecke hier all diese Konzentrationsspiele.

Vielen Dank fürs Lesen. Zögere nicht, uns deine Kommentare und Fragen unten zu hinterlassen 🙂

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Was ist die Leichte Kognitive Beeinträchtigung (LKB)? Wie erkennt man sie?

Was ist die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB) oder leichte kognitive Störung? Die leichte kognitive Beeinträchtigung zeichnet sich durch den Verlust kognitiver Funktionen aus. Im Konkreten beobachtet man Beeinträchtigungen in den Prozessen der Aufmerksamkeit, im Gedächtnis und bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit. Trotzdem sind die Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung komplett selbstständig und können ihren Alltagsaktivitäten nachgehen. In diesem Artikel erklärt dir die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda die wichtigsten Punkte, um alles Notwendige über die leichte kognitive Beeinträchtigung zu lernen und sie von der Demenz oder Alzheimer zu unterscheiden. Außerdem wird erklärt, wie man ihr Eintreten verzögern kann und sie mit einer Reihe von täglichen Abläufen ausbremst.

Leichte kognitive Beeinträchtigung

Was ist die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB)?

Die leichte kognitive Beeinträchtigung tritt bei Personen ab einem alter von 65 Jahren auf. Mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl der Betroffenen. Sie tritt außerdem mit größerer Wahrscheinlichkeit in ländlichen Gegenden auf und es leiden gleich viele Männer und Frauen unter ihr. Zudem weisen die Menschen mit LKB eine größere kognitive Beeinträchtigung auf, als man es von ihrem Alter und Bildungsstand erwarten würde, also unterscheiden sie sich leicht durch ihre schlechteren Leistungen in den Bewertungen von ihren Altersgenossen. Die kognitive Beeinträchtigung kann, wenn auch weniger häufig, bei jungen Menschen auftreten und ensteht meistens aus anderen Gründen. Alkohol und Gehirn: Welche Folgen hat übermäßiger Alkoholgenuss im Nervensystem? Die leichte kognitive Beeinträchtigung zeichnet sich durch einen kognitive Störung aus, die für gewöhnlich das Gedächtnis miteinbezieht, aber nicht die nötige Schwere hat, um die notwendigen Kriterien für eine Demenz-Diagnose zu erfüllen (DSM-IV).

Die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB) wird als eine diagnostische Einheit gesehen und bezieht sich auf einen vorübergehenden Zustand zwischen dem normalen Alterungsprozess und dem anormalen Alterungsprozess (Demenz).

Um eine Person mit leichter kognitive Beeinträchtigung (LKB) zu diagnostizieren, sollten sich folgende diagnostische Kriterien erfüllen, nach Petersen et Al, (2009)

  1. Präsenz von Gedächtnisbeschwerden, im besten Fall durch einen Informanten verifiziert: Das Gefühl eines Gedächtnisverlustes kann subjektiv sein und eine typische Angstreaktion im Alter sein, obwohl dieser nicht wirklich existiert oder nicht Besorgnis erregend ist. Deshalb ist das erste diagnostische Kriterium, dass der Partner oder ein Familienmitglied das Vorhandensein der Beschwerden nicht nur bestätigt, sondern auch Auskunft darüber geben kann, wie zum Beispiel seit wann sie auftreten, in welcher Intensität etc.
  2. Objektive Gedächtnisstörung unter dem Altersdurchschnitt: Der zweite Schritt zur Diagnose der leichten kognitiven Beeinträchtigung ist die Bewertung der Person in vielen Bereichen, inklusive neuropsychologischen Tests, um den Grad der Beeinträchtigung genau zu messen und zu bestimmen, ob es als Diagnose klassifiziert werden kann oder nicht.
  3. Allgemein normale kognitive Funktion: Die Person ist dazu in der Lage, ihre Alltagsaufgaben wie immer und ohne Hilfe zu erledigen. Mit dem Hund spazieren gehen, sich waschen, kochen, einkaufen gehen …
  4. Einfache Aktivitäten des Alltags sind intakt, auch wenn es zu leichten Störungen bei den komplexeren Aufgaben kommen kann: Die Person kann mit der Zeit wahrnehmen, dass sie neue Informationen nicht so schnell verarbeitet wie vorher und Aufgaben, denen sie früher problemlos nachging, wie ein Buch lesen, können sie überfordern und verwirren.
  5. Abwesenheit von Demenz: Ein Schlüsselfaktor für die Diagnose der leichten kognitiven Beeinträchtigung (LKB) ist das Nichtvorhandensein von Demenzsymptomen wie Apraxien, Agnosien, Prosopagnosien, Sprach- und Bewegungsstörungen.

Arten der leichten kognitiven Störung

Zusätzlich zu den Diagnosekriterien unterscheiden die Autoren zwischen drei möglichen Arten von leichter kognitiver Beeinträchtigung (LKB), die zu unterschiedlichen möglichen Evolutionen führen. Wir können die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB) in drei Kategorien einteilen:

  • Leichte kognitive Störung amnestischer Art (LKB-a): Diese Art hat den Gedächtnisverlust als Hauptsymptom. Wenn diese Form von LKB sich weiterentwickelt, wird sie am wahrscheinlichsten zur Demenz, konkret zur Alzheimer-Krankheit. Identifikationsfaktor: Beschwerde über den Gedächtnisverlust
  • Leichte kognitive Beeinträchtigung multipler Domänen (LKB-mult): Verläuft mit verschiedenen betroffenen Bereichen, muss aber keinen Gedächtnisverlust beinhalten. Im Falle, dass diese LKB sich zu einer Demenz weiterentwickelt, kann sie dies in verschiedene Richtungen tun, inklusive der Alzheimer-Krankheit.  Identifikationsfaktor: Geringes Urteilsvermögen, Beeinträchtigung der linguistischen Funktionen, Veränderungen der Persönlichkeit und im Verhalten empobrecido.
  • Leichte kognitive Beeinträchtigung einer Domäne nicht-amnestischer Art (LKB-mnoa): Es handelt sich um die Einschränkung einer einzelnen Domäne, jedoch nicht des Gedächtnisses. Diese letztere wäre der Zustand vor einer Demenz, die nicht Alzheimer ist, wie unter anderem zum Beispiel frontotemporale Demenz, Lewy-Körper-Demenz, vaskuläre Demenz und semantische Demenz. Identifikationsfaktor: Es sind kognitive Defizite in anderen Bereichen als der Erinnerung vorhanden. Die Betroffenen können sich sozial unpassend verhalten, was bei anderen Subtypen der leichten kognitiven Einschränkung nicht der Fall ist.

Der Schlüssel zur Unterscheidung von Leichter Kognitiver Beeinträchtigung (LKB) und Demenz

Häufig entstehen Zweifel und oft assoziieren wir die leichte kognitive Beeinträchtigung mit einer Demenz oder Alzheimer, aber diese Störungen unterscheiden sich voneinander. Auch wenn die Symptome sehr ähnlich wirken können, müssen wir das Hauptmerkmal, das die beiden Störungen unterscheidet, beachten, und dieses besteht darin, dass es eine beachtliche Einschränkung der täglichen Abläufe der betroffenen Person geben muss, die es ihnen erschwert oder sie sogar daran hindert, den vorher selbstständig erledigten Alltagsaufgaben nachzugehen, damit wir von Demenz sprechen können. Dies geschieht bei der leichten kognitiven Beeinträchtigung nicht. Die/Der Betroffene beklagt im Allgemeinen Gedächtnisverlust, sich nicht an Namen von Personen erinnern zu können, “unschuldige” Gedächtnislücken wie zu vergessen, wo sie/er die Schlüssel abgelegt hat, etc. Aber er/sie kann seiner/ihrer Alltagsroutine normal und selbstständig nachgehen.

Die Essenz der leichten kognitiven Beeinträchtigung (LKB) ist eine Gedächtnisstörung, ohne dass eine Demenz vorhanden ist.

Trotz der konzeptuellen und diagnostischen Fortschritten im Bereich der Alterung von der neuropsychologischen Perspektive aus schätzt man, dass ein bedeutender Anteil der Demenzfälle nicht in den Anfangsphasen diagnostiziert wird. Wenn du das Konzept der Demenzen ein bisschen weiter vertiefen möchtest, verpass nicht den folgenden Artikel: 10 Aktivitäten zur kognitiven Stimulierung bei Demenz.

Merkmale der Menschen mit leichter kognitiven Beeinträchtigung (LKB)

Die Art von Gedächtnisverlust einer Person mit leichter kognitiver Beeinträchtigung bezieht sich auf eine spezielle Form des Gedächtnisses: das anterograde episodische Gedächtnis. Bei Schwierigkeiten mit dieser Art des Gedächtnisses bestehen Probleme, neue Erinnerungen zu formen. Die Betroffenen vergessen oder verlernen weder ihre Fähigkeiten und Kenntnisse, noch vergessen sie ihre eigene Biografie. Eine Person scheitert aber bei den folgenden Umständen:

  1. Fähigkeit, sich daran zu erinnern, was sie vor zwei oder drei Tagen gemacht haben
  2. Sich an einen Arzttermin zu erinnern oder ein Treffen mit Freunden oder der Familie
  3. Vergisst systematisch, wo sie die Dinge aufbewahrt
  4. Wiederholt vielleicht oft dieselben Fragen in einem Gespräch
  5. Vergisst vielleicht wichtige Informationen aus diesem Gespräch (die nächste Verabredung zum Essen…)
  6. Verwirrung bei der Reihenfolge vor kurzem geschehener Ereignisse oder Daten
  7. Wenn sie mit anderen Menschen in Kontakt ist, zeigt sie sich häufig weniger geduldig, gereizter, unkontrollierter und jähzorniger als vorher.

Wie man der leichten kognitiven Beeinträchtigung im Alter vorbeugt und ihr Fortschreiten verlangsamt: 10 Tipps zum Umsetzen in die Praxis

Weil es zurzeit keine Behandlung für die leichte kognitive Beeinträchtigung im Alter gibt, ist es unabdingbar, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um ihr zukünftiges Erscheinen so gut wie möglich zu bremsen. Tägliches Gehirntraining ist das beste Schutzschild gegen die leichte kognitive Beeinträchtigung.

1- Mach täglich Gehirntraining

Die Zeitschrift Nature und eine Vielzahl von Studien betonen die Wichtigkeit von Gehirntraining, um die kognitive Beeinträchtigung zu bremsen. Valencia et al. (2008) haben positive Effekte auf den Ausgleich der kognitiven Beeinträchtigung mit Gehirntrainingsprogrammen gefunden, seien diese allgemein oder konkret für Funktionen wie das Gedächtnis.

CogniFit ist das führende Programm für kognitive Bewertung und Gehirntraining. In CogniFit kann man ein spezifisch für die leichte kognitive Beeinträchtigung hergestelltes Stimulationsprogramm finden und ein weiteres Programm, das ein Gehirntraining für Personen über 55 anbietet. Die kognitive Stimulation von CogniFit ist die am meisten verwendete nicht pharmazeutische Behandlung in Fällen von leichter kognitiver Beeinträchtigung und Demenzen in der Frühphase. Sie fokussiert sich auf die Neuroplastizität. Diese Fähigkeit des Gehirns ermöglicht es, die Entwicklung der Krankheit zu verlangsamen und die kognitiven Fähigkeiten der Person länger zu erhalten, und somit ihre Lebensqualität zu verbessern. Du musst dich nur registrieren! Die Übungsbatterien von CogniFit ermöglichen es, die kognitiven Stärken und Schwächen einer jeden Person präzise zu bewerten und zu messen. CogniFit zeigt eine Grafik mit den kognitiven Ergebnissen und schlägt automatisch den personalisierten Trainingsplan vor, der sich am besten an die Bedürfnisse jedes Individuums anpasst.

2- Ernähre dich mediterran

Studien zeigen, dass ein hoher Konsum von einfach ungesättigten Fettsäuren (Olivenöl) und ein niedriger Konsum von gesättigten Fettsäuren einen Schutzeffekt gegen kognitive Verwirrung und die leichte kognitive Beeinträchtigung im Konkreten haben können. Außerdem kann laut einer Studie das einmal wöchentliche Konsumieren von Fisch und Meeresfrüchten das Erscheinen von leichter kognitiver Beeinträchtigung, laut einigen Studien verringern. Dabei zeigen sich Vorteile für Menschen die Fisch und Meeresfrüchte, die Reich an Omega3 sind, konsumieren. Außerdem zeigte die sogenannten Rotterdam Studie, dass ein leichter bis moderater Konsum von Alkohol das Demenzrisiko senken kann. Vitamine für das Gehirn.

3- Verwende Wiederholungsstrategien, mnemotechnische Regeln und Datenkategorisierungsstrategien

Diese Art von Strategien wird deiner Erinnerung dabei helfen, die aktuelle Information verlässlicher und dauerhafter zu behalten. Besonders die Datenkategorisierung hat sehr vorteilhafte Auswirkungen bei Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung. Sie besteht daraus, spezifische Anweisungen zu geben und die Information nach Themen zu wiederholen und zu erinnern. Dies ist eine sehr effiziente Hilfe, um sich Schlüsselwörter zu merken und eine bestimmte Information zu wiederholen. Beispiel: Die Person mit leichter kognitiver Beeinträchtigung wird sich leichter merken können, welche Medizin sie nehmen soll, wenn sie diese Medikamente nach Kategorien ordnet, um ihre Erinnerung zu aktivieren.

4- Benutze visuelle Hilfen

Es ist erwiesen, dass ältere Menschen sich besser an Bilder erinnern, von daher musst du versuchen, deinem Gedächtnis visuelle Inhalte zukommen zu lassen. Listen, Notizbücher, Post-Its, Kalender, Erinnerungsnotizen an häufig besuchten Orten (Kühlschrank, Fernseher, Spiegel …) werden ein nützliches Werkzeug sein, um dein visuelles Gedächtnis zu unterstützen und die Symptome der leichten kognitiven Beeinträchtigung zu verlangsamen.

5- Gehe 30 Minuten am Tag

Wenn wir uns gemäßigt körperlich bewegen, werden die Hirnzellen mit Sauerstoff versorgt, was ein sehr förderlicher Aspekt für die Verzögerung des Entstehens der leichten kognitiven Beeinträchtigung ist. Die körperliche Bewegung verbessert die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis, die Flüssigkeit der Sprache, den kognitiven globalen Zustand und die Verarbeitungsgeschwindigkeit, die Fähigkeiten, die am meisten leiden, wenn leichte kognitive Beeinträchtigung diagnostiziert wird. Außerdem hilft dem Erhalt der weißen und grauen Substanz, vor allem die des Parietallappens, einer Zone, die sehr von Alzheimer betroffen ist: der Precuneus.

6- Vermeide Müdigkeit und Erschöpfung

Es ist erwiesen, dass ältere Menschen neue Informationen langsamer verarbeiten, vor allem in Stresssituationen, in denen sie mehrere Aufgaben auf einmal erledigen müsse. R.S Wilson von der Rush University Medical Center de Chicago erklärt, dass die ständige Angst die kognitiven Funktionen stört und das Demenzrisiko erhöht. Also sollten wir uns im Bezug auf diesen Aspekt schonen. Wie sollen wir das tun? Studien mit älteren Menschen weisen bessere kognitive Funktionen bei denen auf, die bessere Fähigkeiten zur Stressregulierung haben, sowie bei denjenigen, die regelmäßig meditierten bzw. Entspannungsübungen oder Yoga machten.

7- Hör nie auf zu lesen, um der leichten kognitiven Beeinträchtigung vorzubeugen

Die Lesegewohnheit ist ein Schutzfaktor für die leichte kognitive Beeinträchtigung und dieser Schutz ist besser bei den häufigen Lesern, deren Lesegeschichte älter als 5 Jahre ist. Die Förderung des Lesens kann eine gute primäre Strategie der Vorbeugung des Bevölkerungsgebiets sein (Collado und Esteve, 2012). Lies alles, was dir in die Hände fällt, die Zeitung, eine Zeitschrift, Bücher, die du schon lange lesen wolltest … und besorge deinem Gehirn das bestmöglichste Schutzschild, um die leichte kognitive Beeinträchtigung zu bremsen.

8- Nimm deine sozialen Beziehungen ernst

Einsamkeit und Isolierung sind Faktoren, die mit einer stärkeren leichten kognitiven Beeinträchtigung zusammenhängen. Wenn die Person, die an leichter kognitiver Beeinträchtigung (LKB) leidet, beginnt sich dessen bewusst zu werden und Gedächtnisbeschwerden beklagt, ist es üblich, dass sich Betroffene versuchen sich von geliebten Mitmenschen zu entfernen, um ihnen keine Sorgen zu bereiten. Dies ist ein Fehler, der den kognitiven Funktionen ernsthaft schadet. In Wirklichkeit ist es, wenn man jetzt mehr Freizeit hat, der beste Moment, an sozialen Aktivitäten teilzunehmen (Versammlungen, soziale Einrichtungen …) oder mit einer NGO zusammenzuarbeiten oder Freiwilligenarbeit zu Leisten, in einem Bereich, der einem wichtig ist.

9- Wähle ein Hobby und setze es um

Eins der guten Dinge des Dritten Alters oder “goldenen Alters” ist die wunderbare Menge an Zeit, die die Menschen haben, wenn sie in Rente gehen. Es ist der perfekte Zeitpunkt, um etwas zu machen, was du schon immer machen wolltest, aber aus Zeitgründen nie begonnen hast. Einen Garten anlegen, Zeichenunterricht nehmen, was auch immer. Das Ausüben eines Hobbys mit Ausdauer trägt zur richtigen Leistung der kognitiven Fähigkeiten bei und ist ein exzellenter Verzögerer von kognitiven Beeinträchtigungen. Die Übung und Förderung von Hobbys kann das Erscheinen der leichten kognitiven Beeinträchtigung bei Personen über 65 verzögern.

10- Bitte um Hilfe, wenn die ersten Symptome auftreten

Wenn du glaubst, dass du unter Gedächtnisverlust mit leichter kognitiver Beeinträchtigung leiden könntest, zögere nicht, professionelle Hilfe aufzusuchen. Die frühzeitige Erkennung der leichten kognitiven Beeinträchtigung kann dabei helfen, sie zu bremsen und dein Leben ändern, inklusive Routinen und Übungen wie die in diesem Artikel vorgestellten, um deine Lebensqualität zu verbessern und das Fortschreiten der leichten kognitiven Beeinträchtigung zu bremsen. Vor allem ist wichtig, dass du dich nicht isolierst und Familienmitglieder vermeidest, die dir helfen wollen. Wenn du rechtzeitig Abhilfe schaffst, kannst du eventuell dafür sorgen, dass die leichte kognitive Beeinträchtigung nicht in andere schädlichere Demenzstadien fortschreitet.

Wie immer können die Vorbeugung und frühzeitige Erkennung der leichten kognitiven Beeinträchtigung helfen.

Danke fürs Lesen. Zögere nicht, deine Kommentare und Fragen unten zu hinterlassen 🙂

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Referenzen: 

Féart, Catherine, et al. “Adherence to a Mediterranean diet, cognitive decline, and risk of dementia.” Jama 302.6 (2009): 638-648.

Ruitenberg, Annemieke, et al. “Alcohol consumption and risk of dementia: the Rotterdam Study.” The Lancet 359.9303 (2002): 281-286.

Tangney, Christine C., et al. “Adherence to a Mediterranean-type dietary pattern and cognitive decline in a community population.” The American journal of clinical nutrition 93.3 (2011): 601-607.

Kritisches Denken: Was ist das und wie können wir es fördern und schulen?

Was ist das kritische Denken? Es ist eine Art, über die Dinge nachzudenken und sie in Frage zu stellen, die uns dabei hilft, bessere Entscheidungen zu treffen. Hier erklären wir dir, was das kritische Denken ist und wie wir es fördern können. Entdecke auch, wie wir den Kindern helfen können, ihr kritisches Denken im Bildungsumfeld zu fördern.

Kritisches Denken

Was ist das kritische Denken? Das kritische Denken kann als die Fähigkeit, klar und rational zu denken oder die logische Verbindung zwischen Ideen zu begreifen, bezeichnet werden. Es ist die Fähigkeit, unabhängig und reflexioniert nachzudenken.

Kritisches Denken erfordert den Gebrauch der Fähigkeit zu argumentieren. Es besteht aus aktivem Denken, statt nur ein passives Informationsgefäss zu sein.

Die Menschen, die das kritische Denken benutzen, stellen Ideen in Frage, statt sie so zu übernehmen, wie sie uns präsentiert werden. Sie versuchen auch festzustellen, ob ihre Ideen, Argumente und Funde für die Allgemeinheit gelten und sind dafür offen, Information zu finden, die ihnen widerspricht.

Merkmale einer Person mit kritischem Denken. Ein Mensch mit der Fähigkeit, kritisch zu denken:

  • Versteht die Zusammenhänge zwischen Ideen
  • Bestimmt die Bedeutung der Argumente und Ideen
  • Erkennt, bildet und bewertet die Argumente
  • Identifiziert Widersprüchlichkeiten und Fehler in der Argumentation
  • Geht Probleme auf konsistente und systematische Art an
  • Denkt über die Begründung ihrer eigenen Glaubenssätze, Gedanken und Werte nach

Das kritische Denken ist ein gutes Werkzeug, um bessere Entscheidungen zu treffen. Trotzdem müssen wir es nicht die ganze Zeit benutzen. Nicht alle Entscheidungen, die wir treffen, sind relevant. In diesen Fällen ist es nicht notwendig, kritisch zu sein, sondern intuitiv, so sparen wir Zeit und psychische Mittel.

Wie kann man das kritische Denken fördern?

1. Nimm die Dinge nicht einfach hin

Der erste Schritt zur Förderung unseres kritischen Denkens ist es, die Information, die wir bekommen, zu bewerten. Bevor du etwas tust, weil du es immer so gemacht hast oder akzepierst, dass es wahr ist, was dir erzählt wurde, denk nach. Denk darüber nach, was das Problem ist und welche möglichen Lösungen es gibt. Natürlich entscheidest du selbst, was du glaubst und was du tust. Aber durch das Beurteilen der Dinge wird es wahrscheinlicher, dass du bessere und überlegtere Entscheidungen triffst.

2. Definiere deine Ziele

Was möchtest du erreichen? Was ist dein Ziel? Das Ziel zu definieren, das du erreichen möchtest, ist essentiell für die Erstellung des Handlungsplans und die Schritte, die du befolgen wirst, um es zu erreichen.

3. Forsche

Wir werden kontinuierlich mit Information zugebombt, aber dies kann auch ein sehr machtvolles Werkzeug zur besseren Entscheidungsfindung sein. Wenn du ein Problem lösen musst, eine Sichtweise bewerten sollst oder eine Entscheidung treffen möchtest, such Informationen im Internet, forsche, belese dich zum Thema. Suche alle Art von Argumenten und Meinungen. Forsche, ob es widersprüchliche Information gibt. Je mehr Information du hast, desto besser bist du vorbereitet, um zu einer sinnvollen Antwort zu kommen.

4. Nimm nicht an, dass du recht hast

Es ist ein befriedigendes Gefühl, recht zu haben. Das genießen wir alle. Aber zu glauben, dass deine Argumente die einzig richtigen sind, schließt uns die Türen für die Berücksichtigung von anderen Sichtpunkten. Deine Gedanken, Überzeugungen und Argumente sind nur eine mögliche Erklärung, aber es gibt viele andere, die genau so richtig sind. Öffne dich neuen Perspektiven.

5. Das Einfachste annehmen

Es gibt eine Denkrichtung namens Ockhams Rasiermesser, die normalerweise in der wissenschaftlichen Forschung genutzt wird, um herauszufinden, welche Hypothese korrekt ist. Sie basiert auf dem Prinzip, dass wir uns immer mit der einfachstmöglichen Erklärung vorliebnehmen werden, bis sie sich als falsch erweist.

6. Teile das Problem in Stücke auf

Wenn du vor einem komplexen Problem stehst, kannst du probieren, es zu teilen. So wird es einfacher sein, jeden Teil einzeln zu bewerten und anzugehen und die Teile später zu verbinden, um zu einer Lösung zu kommen.

 

Kritisches Denken im Klassenraum entwickeln

Das spanische Bildungssystem liegt weit hinter anderen europäischen Ländern. Die Art des Unterrichts im Klassenraum basiert auf einem passiven Aufnehmen von Wissen, das den Schülern in der Zukunft eventuell dient, eventuell aber auch nicht.

Eines der wichtigsten Ziele, die in der Bildung gesetzt werden sollten, ist statt den Schülern spezifische Kenntnisse beizubringen, ihnen zu zeigen, wie man denkt, argumentiert, forscht und Informationen aus über diverse Themen sammelt. Es ist fundamental für ihr Leben als Erwachsene zu lernen, die Dinge in Frage zu stellen, nicht alles einfach zu übernehmen oder alles zu glauben, was sie lesen, sehen oder hören, von Authoritätspersonen, Kommunikationsmedien, Freunden oder Familienmitgliedern.

Also, wie können wir den Schülern beibringen, kritisch zu denken? Wie können wir das kritische Denken im Klassenraum fördern?

1. Mehr Gruppenarbeiten

Gruppen sind perfekt für die Kinder, um das Denken zu lernen. Wenn sie von Mitschülern umgeben sind und zusammenarbeiten, werden sie diversen Denkprozessen, unterschiedlichen Sichtweisen und Meinungen ausgesetzt. Sie lernen zu verstehen, wie die anderen denken und dass ihre Denkweise nicht der einzige mögliche Weg ist. Sie lernen auch, ihre eigenen Überzeugungen in Frage zu stellen und die Meinung der anderen zu respektieren.

2. Ermutige sie, kreativ zu sein

Die Kreativität ist eine sehr nützliche Fähigkeit, die uns dabei hilft, neue Handlungsweise zu finden und uns neue Arten zeigt, Probleme anzugehen. Deswegen ist ihre Förderung im Klassenraum von großer Bedeutung. Statt den Kindern die genauen Anweisungen zu geben, wie sie die Dinge tun sollen, lass sie es zuerst selbst erraten. Gib ihnen den Raum, dass jeder Einzelne auf eine andere Art die Lösung findet, ohne ein Protokoll oder einen festen Plan zu haben.

3. Hilf nicht sofort.

Kinder gewöhnen sich daran, dass wir ihnen die Dinge fertig liefern. Immer, wenn sie einer Schwierigkeit begegnen, bitten sie um Hilfe und wir lösen das Problem sofort für sie. Um das kritische Denken zu fördern, solltest du ihnen ermöglichen, das Problem selbst zu lösen. Zum Beispiel, wenn das Kind Probleme hat, die Lösung einer Matheaufgabe zu finden, stell ihm Fragen und lass es selbst zu einer Lösung kommen, statt ihm die Schritte zu erklären, denen es folgen soll.

4. Verwende das Brainstorming im Klassenraum

Das Brainstorming vor dem Beginn einer jeden Lektion stimuliert das kritische Denken. Es hilft ihnen dabei, nachzudenken und manchmal verschiedene Möglichkeiten zu sehen. Stell ihnen Fragen wie: Worum, denkt ihr, geht es in diesem Buch? Oder: Was glaubt ihr, werdet ihr in diesem Thema lernen?

5. Vergleiche und kontrastiere mit deinen Schülern

Eine gute Art, ihnen zu helfen, kritisch zu denken, ist es, ihnen zu ermöglichen Vergleiche anzustellen und die unterschiedlichen Informationen, die uns zur Verfügung stehen, zu kontrastieren. Das können wir mit jedem Thema machen. Um ihr kritisches Denken zu fördern, lass sie zwei Methoden zur Lösung desselben Themas, zwei Bücher oder Ähnliches vergleichen … Sie können auch über die Pros und Kontras eines Themas nachdenken.

6. Stell ihnen Fragen

Den Schülern Fragen zu stellen hilft ihnen oft dabei, nachzudenken, aufmerksam zu bleiben, das Gelernte anzuwendenu und es besser zu verfestigen. Frag sie: Bist du einverstanden oder nicht? Welche Möglichkeit findest du besser? Erklär mir, warum du denkst, dass dies passiert. Vermeide Fragen, die nur eine mögliche Antwort haben. Förde das Selbstwertgefühl bei Kindern.

7. Schlag Debatten und Diskussionen vor

Die Debatten sind ein sehr gutes Instrument, um sie zum Denken und Überlegen zu einem Thema anzuregen, sich Meinungen zu bilden und die Meinungen der anderen kennenzulernen und zu respektieren.

Eine effiziente Art, das kritische Denken durch Debatten zu fördern, ist den Schülern vorzuschlagen, zwei entgegengesetzte Haltungen zu verteidigen.

Entdecke im folgenden Video einige Tipps, um dein kritisches Denken zu verbessern. Aktiviere die Untertitel!

Alles über die Neurodidaktik: Was ist das, wozu dient sie und wie können wir sie zuhause und in der Schule anwenden

Was ist die Neurodidaktik und wozu dient sie? Die Neurodidaktik ist eine neue Erziehungssichtweise, die darauf basiert, erzieherische Strategien und Technologien beizusteuern, die sich auf die Funktionsweise des Gehirns konzentrieren. Diese neue erzieherische Disziplin vereint die Kenntnisse aus Neurowissenschaften, Psychologie und Erziehung mit dem Ziel, den Vorgang des Unterrichtes und des Lernens zu optimieren. Im Folgenden erklären wir alles über die Neurodidaktik: Was bedeutet dieser Begriff und wozu dient sie? Wir geben außerdem einige Tipps, die sich im Unterricht und Zuhause anwenden  lassen. Die Neurodidaktik verändert die Art und Weise, wie Kinder lernen. Nutze die Kenntnisse darüber wie unser Gehirn lernt, um eine bessere Erziehung zu gewährleisten!

Was ist die Neurodidaktik? Definition und Konzept

Man kann die Neurodidaktik als eine Brückendisziplin zwischen der Neurologie und den Erziehungswissenschaften definieren, bei der die didaktische Psychologie eine wichtige Rolle spielt.

Es handelt sich um ein wissenschaftlich entwickeltes Projekt, bei welchem die Kenntnisse, die wir über die Funktionsweise des Gehirns haben mit dem Wissen über didaktischen Prozesse verknüpft werden sollen. Dabei konzentriert sich die Neurodidaktik auf die Erziehung im schulischen und akademischen Bereich.

Die Neurodidaktik ist ein sehr aktuelles Handlungsfeld, an dem sowohl Erzieher als auch Neurowissenschaftler mitarbeiten. In diesem neuen Feld werden Fachgebiete wie die Neurowissenschaft, die Psychologie, die kognitiven Wissenschaft und die Erziehung zusammengeführt, um die Unterrichtsmethoden und schulischen Programme zu verbessern. Dies ist eine Lerndynamik, die auf Neurowissenschaften basiert und deren Ziel es ist, Kenntnisse über die Lernweise des Gehirns zu applizieren und Dinge welche die Gehirnentwicklung im Schulumfeld stimulieren zu identifizieren.

Wichtige Faktoren der Neurodidaktik

In der Neurodidaktik werden alle Kenntnisse angewendet, die in den letzten 25 Jahren in den Bereichen der kognitiven Wissenschaften und der Neurowissenschaft gesammelt wurden.

1- Die Gehirnplastizität und Neurogenese

Die Gehirnplastizität war eine der relevantesten Entdeckungen im Feld der Neurowissenschaft. Das Gehirn ist “plastisch”, das heißt, es besitzt das ganze Leben über eine grße Anpassungsfähigkeit. Außerdem ist es dazu fähig, ständig neue Neuronen und Nervenverbindungen zu schaffen, wenn man das Gehirn entsprechend stimuliert.

2- Die Spiegelneuronen

Die Spiegelneuronen sind eine Gruppe von Gehirnzellen, die sich sowohl aktivieren, wenn wir selbst eine Handlung ausführen, als auch wenn wir jemanden bei der Ausführung einer Handlung beobachten. Diese Aktivierung findet nicht nur bei dem Beobachten einer Handlung statt, sondern auch bei emotionalen Ausdrücken. Aus diesem Grund wird angenommen, dass die Spiegelneuronen die Basis für die Empathie und den Spracherwerb sind. Die Kenntnisse über Spiegelneuronen sind sehr wichtig für die Neurodidaktik.

3- Emotionen und Lernen

Die Emotionen interagieren mit den kognitiven Prozessen, deswegen besteht ein wichtiger Teil der Neurodidaktik in der Emotionsregulation, damit die Emotionen den Lernprozess nicht nur nicht stören, sondern sich positiv auf ihn auswirken. Man bewirkt damit, den Kindern beizubringen, bewusst auf ihre Gefühle zu achten und sie und ihr Verhalten zu kontrollieren. Es ist wichtig, dass sie lernen zu erkennen, wenn sie wütend oder traurig sind und diese Emotionen regulieren. Außerdem erschwert ein hohes Stressniveau das Lernen. Deshalb ist es wichtig, ein gutes Lernklima ohne Stress zu schaffen und den Kindern zu zeigen, wie man mit seinen Ängsten umgeht. Das Verwalten der negativen Emotionen hilft uns nicht nur dabei, die akademischen Leistungen zu verbessern, sondern trägt auch zur Erleichterung des Lernens bei. Man weiß, dass Material, das Emotionen hervorruft, leichter gelernt wird und sich länger im Gedächtnis hält. Dies nennt man Lernen mit Bedeutung.

4- Legasthenie und Lernstörungen

Die Fortschritte in puncto Lernstörungen ermöglichen es uns nicht nur, den betroffenen Kindern individuelle Unterstützung zu gewährleisten, sondern auch, ihnen die besten Werkzeuge an die Hand zu geben, damit sie ihre Schwierigkeiten überwinden können. Werkzeuge der Neurodidaktik, um Legasthenie im Unterricht zu behandeln.

5- Sowohl Erfahrungen als auch die Gene beeinflussen uns

Beinahe seit den Anfängen der Psychologie gab es eine heftige Debatte darüber, ob das, was wir sind, von unserer Erfahrung oder an unseren Genen bestimmt wird. Heutzutage sind sich die meisten Experten darüber einig, dass beide Aspekte fundamental für unsere Entwicklung sind. Die Genetik setzt die Grundlagen unserer Fähigkeiten und Talente, aber die Erfahrung wirkt darauf ein. Kinder können eine Reihe von mehr oder weniger festgelegten Fähigkeiten haben, etwas fällt ihnen leichter als anderes. Doch diese lassen sich stets schulen und verändern. Andere Forschungsfelder, die auf die Bildung angewendet werden, sind die Schulung der Logik, die Verbesserung des Arbeitsgedächtnisses, die Festigung der Erinnerungen, das Abrufen von Erinnerungen und die Behandlung von Lernproblemen. Im folgenden Video wird erklärt, wie die verschiedenen Kenntnisse der Psychologie und Neurowissenschaft auf das Lernen der Kinder einwirken und was die Neurodidaktik im Unterricht leisten kann.

CogniFit: Führende Bildungsplattform für Neurodidaktik im Unterricht

Die Neurowissenschaft und die Neurodidaktik spielen eine immer größere Rolle in den Schulen, die ihre Lehrprozesse optimieren möchten. Die pädagogische Technologie von CogniFit, die auf der Neurodidaktik basiert, wird in diversen Schulzentren auf der ganzen Welt eingesetzt und erbringt den Schülern effektive Resultate, vor allem denjenigen, die besondere Bedürfnisse oder Lernschwierigkeiten haben.

CogniFit Neurodidaktik im Klassenraum ist ein wissenschaftliches Werkzeug für Lehrkräfte, das geschaffen wurde, um dabei zu helfen, einige der neurologischen Ursachen, die mit dem schulischen Versagen zu tun haben, zu identifizieren und die wichtigsten kognitiven Funktionen der Kinder wiederherzustellen.

Wie funktioniert es? Zunächst müssen die Schüler die kognitive Bewertung absolvieren. Alle Denkspiele von CogniFit Neurodidaktik wurden erschaffen und klinisch validiert, um kognitive Schwächen und Stärken im Lernprozess zu erkennen: Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wahrnehmung und Logik. Auf Basis der Ergebnisse der ersten Bewertung, erstellt CogniFit ein dynamisches personalisiertes Gehirntraining, um die kognitiven Bedürfnisse eines jeden Schülers zu verbessern. Das schulische Versagen ist eine der größten Sorgen im Bildungssystem. Deswegen ist es wichtig, das Wissen über das Gehirn auf die Bildung anzuwenden und in den schulischen Zentren neurodidaktische Werkzeuge und Initiativen zur Verfügung zu haben, die es ermöglichen, Vorgänge zu integrieren, damit alle Schüler ihr Lernpotential richtig entwickeln können.

Neurodidaktik für Erzieher

Der direkteste Anwendungsbereich der Neurodidaktik liegt selbstverständlich in der Schule. Die Schule ist das Hauptumfeld, in dem die Kinder lernen. Anhand der Kenntnisse darüber wie das Gehirn ist, wie es die Information erlernt, verarbeitet, registriert, speichert und abruft, können die Erzieher ihren Unterrichtsstil mit dem Zweck, den Lernprozess zu optimieren, anpassen. Sie sollten auch verstehen, dass der Aufbau des Unterrichts, ihre Einstellungen, Worte und Emotionen einen enormen Einfluss auf die Entwicklung der Gehirne ihrer Schüler und ihre Art zu lernen, haben. Wir wissen, dass die Kenntnisse der Neurowissenschaft uns im Unterricht sehr helfen, aber wie wenden wir die Neurodidaktik im Zusammenhang mit der Bildung an? Die Grundlage ist, dass die Schüler sich nicht darauf beschränken, die Information passiv aufzunehmen, sondern dass sie diese behandeln und sie aktiv an ihrer Erarbeitung teilhaben.

1. Ein emotional positives Klima im Klassenraum schaffen

Es ist sehr wichtig, dass die Lehrkräfte und Erziehende ein positives Klima im Klassenraum fördern, indem sie sich gegenüber ihren Schülern freundlich und empathisch zeigen. Sie müssen ihren emotionalen Ausdruck kontrollieren, um Positivität auszustrahlen und so auf ihre Schüler zu übertragen. Man sollte übermäßigen Stress im Klassenraum vermeiden. Ein Minimum an Stress ist notwendig, um die Schüler motiviert und aktiv zu halten. Dennoch sind hohe Stresslevel schädlich für die Leistungen. Es kann auch viele Vorteile bringen, den Schülern zu zeigen, ihren eigenen Stress und andere negative Emotionen zu regulieren, nicht nur auf akademischem Niveau, sondern auch auf allen anderen Ebenen.

2. Verwende CogniFit Neurodidaktik im Klassenraum

Diese pädagogische Technologie wurde spezifisch für Lehrkräfte entwickelt. Sie ermöglicht es Erziehern ohne fachliche Ausbildung in Neurowissenschaft oder Psychopädagogik die Lernprozesse im schulischen Bereich zu analysieren und zu verbessern. Wobei kann CogniFit Neurodidaktik helfen?

  • Die beim Lernen und der Neuroentwicklung beteiligten Gehirnprozesse kennenzulernen und vertiefen
  • Bessere Methoden und Didaktik einzusetzen
  • Die Schüler mit wissenschaftlicher Objektivität zu bewerten, um kognitive Schwächen zu erkennen, die mit Lernschwierigkeiten zusammenhängen können und schulischem Versagen vorzubeugen
  • Bessere Methoden und Didaktik einzuführen, um den Unterricht zu optimieren und die Aktivität der Lehrkraft zu bereichern
  • Lernschwierigkeiten zu korrigieren und neu zu orientieren

3. Verstärke das emotionale Lernen

Die Emotion ist eng mit dem Gedächtnis verknüpft. Wir lernen viel besser, wenn die Information Emotionen in uns hervorruft. Deswegen ist eine gute Strategie der Neurodidaktik, emotionale Winkel im Zusammenhang mit dem zu lernenden Thema zu bilden. Diese Verbindungen können mit besonderen Aktivitäten erschaffen werden, die die Schüler emotional mit den Inhalten verbinden. Zum Beispiel können die visuellen und interpretativen Künste verknüpft werden, damit sie emotionale Reaktionen hervorrufen und so förderlich für den Lernprozess sind.

4. Mit unterschiedlichen Stilen und auf vielfältige Arten unterrichten

Wir können das Lernen eines jeden Schülers fördern, indem wir unterschiedliche Unterrichtsstile verwenden und die Aktivitäten und Materialien variieren. Nicht alle Schüler lernen gut auf die gleiche Art. Einige sind visueller, andere körperlicher, etc. Wenn wir Bilder, Videos, experimentelle, interaktive Aktivitäten, Musik etc. verwenden, benutzen wir die Neurodidaktik, um alle Sinne anzusprechen. So werden die Kinder vollständiger lernen und diese Art von Unterricht nützt allen Schülern.

5. Eine optimale Umgebung schaffen

Wie kann man Strategien der Neurodidaktik im Klassenraum einsetzen? Die Schüler lernen besser in bestimmten Umgebungen. Wir haben großartige visuelle Fähigkeiten und achten mehr auf neuartige Reize als auf andere. Deswegen wird eine Dynamik der Veränderung den Schülern helfen, besser aufzupassen. Gleichzeitig wird Ordnung und Schönheit, in jeder Lerneinheit integriert, den Lernprozess begünstigen. Eine ruhige Hintergrundmusik kann den Schülern auch dabei helfen, sich zu konzentrieren, zu entspannen und wohlzufühlen. Eine möglichst natürliche Beleuchtung trägt auch zu einem optimalen Ort für das Lernen bei. Dunkelheit im Klassenraum und Neonleuchten, die für eine künstliche Beleuchtung sorgen, sind nicht besonders passend.

6. Führe Wiederholungen auf unterschiedliche Arten durch

Eine der besten Arten, Informationen aufzunehmen und im Langzeitgedächtnis zu speichern ist die Wiederholung dieser Information. Wenn das Lernmaterial jedoch immer wieder auf die gleiche Art wiederholt wird, kann das für die Schüler extrem langweilig sein. Deshalb ist es eine gute Strategie der Neudidaktik, die Wiederholung des Materials auf unterschiedliche Arten zu gestalten, mit einer Vielzahl an Aktivitäten und Erfahrungen. So können sie die Information auf verschiedene Weisen bearbeiten.

Wiederholung auf unterschiedliche Arten

7. Fördere das Lernen mit Bedeutung

Für das Lernen auf lange Sicht und das Beibehalten der Motivation in der Schule ist es fundamental, dass die Kinder den Sinn dessen begreifen, was sie gerade lernen. Es handelt sich darum, die Kenntnisse auf die reale Welt anzuwenden, das „Wozu brauche ich das?“. Eine gute Strategie der Neurodidaktik im Unterricht ist die Verwendung von Aktivitäten in der realen Welt, wie forschen, Experimente erstellen, Metaphern und Analogien schaffen, Ursache-Folge-Muster untersuchen, die Sichtweise zu analysieren und künstlerische Aktivitäten durchzuführen, die das kreative Denken stimulieren.

8. Gib Feedback

Das Feedback oder die Rückmeldung ist essentiell für die Neurodidaktik und den Lernprozess. Ein Feedback zu geben, zu sagen was gut gemacht wurde und was sich verbessern lässt, ist grundlegend für die Orientierung des Lernens. Es ist nicht genug, eine Note in Ziffernform unter die Tests zu setzen, sondern man sollte auch darauf hinweisen, was gut gemacht wurde. So motivieren wir die Schüler und geben ihnen konkrete Richtlinien, damit sie besser werden.

Neurodidaktik für Eltern

Die Eltern sind die andere Säule der Erziehung der Kinder. Deshalb wird ihnen die Kenntnis von der Funktionsweise des Gehirns dabei helfen, eine Bindung auf erzieherischem und emotionalem Niveau mit ihren Kindern herzustellen. Sie werden ihre Kinder dazu motivieren können zu lernen, ihr ganzes Potential zu entfalten und eine optimale psychische Gesundheit zu behalten. Es gibt Werkzeuge zur kognitiven Stimulation für die gesamte Familie.

1. Fördere ihren Lernprozess, indem du ihr Selbstwertgefühl steigerst

Neurodidaktik für Eltern: Ein gesundes Selbstwertgefühl ist fundamental für einen optimalen Lernprozess. Zu wissen, dass sie fähig sind, dass sie es wert sind, wird ihre Motivation zu lernen und sich anzustrengen aufrechterhalten. Es ist wichtig, sie nicht mit anderen Kindern oder Geschwistern zu vergleichen, da das ihr Selbstwertgefühl verletzt und sie sich ständig unter Druck gesetzt fühlen werden, sich so zu verhalten, wie sie eigentlich nicht sind. Motiviere und hilf ihm/ihr stattdessen, sich in bestimmten Aspekten zu verbessern. Entdecke hier Arten zu loben, die das Selbstwertgefühl bei Kindern steigern.

2. Bremse sie nicht in ihrer Kreativität

Was ist Kreativität? Wir merken es nicht, aber manchmal bremsen wir unsere Kinder in ihrer Kreativität. Unterbrich dein Kind nicht, wenn es alleine spielt oder sehr aufmerksam und motiviert bei etwas ist. Erlaube ihm, mit anderen Kindern zu spielen und lass sie Aktivitäten an der frischen Luft machen. Es ist auch nicht angemessen, sie ständig zu bewachen, denn wenn sie sich beobachtet fühlen, verschwindet der kreative Impuls und ihre Freiheit zu experimentieren, wird beschnitten. Wichtigkeit des kreativen Denkens.

3. Hilf ihnen, das Wissen in die Realität umzusetzen

Eine gute Strategie der Neurodidaktik zuhause ist folgende: Wenn du deinem Kind bei den Hausaufgaben hilfst, hilf ihm zu sehen, wie man das, was es gerade lernen, in der Realität anwenden kann. So lernen sie nicht nur besser, sondern entdecken auch den Sinn dieser Kenntnisse.

4. Versichere dich, dass sie genug schlafen, um besser zu lernen

Die Eltern sollten lernen, dass ein qualitativ hochwertiger Schlaf fundamental für optimale Leistung und optimales Lernen ist. Im Schlaf erholen wir uns und erneuern unsere Zellen, aber zusätzlich festigen wir alles Erlernte. Also ist eine gute Strategie der Neurodidaktik sich zu vergewissern, dass das Kind nicht nur genug schläft (ein Kind sollte zwischen 9 und 10 Stunden schlafen), sondern auch Schlaf von Qualität bekommt. Es kann sein, dass dein Kind viel schläft, aber sich nicht gut erholt. Achte auf Zeichen wie Apathie, Unlust, Reizbarkeit, die von ungenügendem Schlaf kommen können.

5. Ein aktiver Körper lernt besser

Körperliche Tätigkeit fördert das Lernen. Wenn dein Kind sich gern bewegt, während es lernt, lass es. Es wird ihm dabei helfen, sich zu entspannen und besser zu lernen. Körperlichen Aktivitäten nachzugehen ist eine gute Strategie der Neurodidaktik, da sie dabei hilft, besser zu lernen, weil das Gehirn aktiviert und mit Sauerstoff versorgt wird. Lass dein Kind laufen, springen oder einfach spazieren gehen, bevor oder nachdem es die Lektion gelernt hat. Sportliche außerschulische Aktivitäten können eine gute Möglichkeit sein und außerdem helfen sie ihm dabei soziale Beziehungen zu finden, Spaß zu haben, sich zu entspannen und das Risiko für kindliches Übergewicht wird verringert.

Neurodidaktik und Lernschwierigkeiten

Die Neurodidaktik kann den Schülern mit Lernschwierigkeiten helfen. Die Kenntnisse der Neurowissenschaft helfen uns nicht nur dabei zu wissen, wie das Gehirn lernt, sondern auch dabei, wie die Gehirne mit Lernschwierigkeiten funktionieren. Es gibt diverse Arten von Lernschwierigkeiten, von Legasthenie über ADHS bis zu Autismus. Über CogniFit können kognitive Bewertungen und Stimulationen durchgeführt werden, um Lernschwierigkeit zu identifizieren und eine Unterstützung zu bilden.

Mithilfe der Neurodidaktik lässt sich der Unterricht anpassen, um Lernmöglichkeiten für die Kinder zu maximieren, denen es schwer fällt optimale Leistungen in der Schule zu erreichen. Sowohl in der Schule als auch zuhause ist es für Kinder mit Lernproblemen fundamental, sich gut über den individuellen Fall zu informieren. Dadurch können die Schwierigkeiten des Kindes identifiziert werden und man weiß, wie das Gehirn lernt. Dadurch sind wir mit Werkzeugen ausgestattet, um den Unterricht anzupassen und verfügen ebenfalls über Strategien zur Förderung des Lernprozesses.

Mythen in der Neurowissenschaft

Eins der Ziele der Anwendung von neurowissenschaftlichen Kenntnissen in der Bildung ist, eine Reihe von Mythen und Überzeugungen aufzubrechen, die Lehrer und Erzieher anhand der Gehirnentwicklung von Kindern haben. Einige dieser Mythen sind folgende:

  • Es gibt kritische Phasen, in denen wir bestimmte Dinge lernen MÜSSEN.
  • Wir nutzen nur 10% unseres Gehirns. Viele Menschen denken sogar, dass wir, wenn wir 100% unseres Gehirns nutzen würden, Superkräfte hätten. Dieser so verbreitete Glaubenssatz ist total falsch. Wir nutzen unser gesamtes Gehirn.
  • Ich benutze die rechte Hirnhälfte, du die linke. Auch wenn wir zwei Gehirnhälften haben, heißt das nicht, dass wir die eine oder die andere mehr benutzen. Es ist bekannt, dass jede unterschiedliche Funktionen hat, aber wir benutzen beide Gehirnhälften gleich.
  • Mozart zu hören wird dein Kind intelligent machen. Viele Studien, wie diese, zeigen, dass das falsch ist.
  • Multitasking ist eine gute Art, die Arbeit durchzuführen. Wir wissen, dass das nicht immer so ist und sehr von der Person, ihren Fähigkeiten und ihrem Charakter abhängt.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Schneller auswendig lernen: 6 unfehlbare Strategien

Auswendig lernen. Die Fähigkeit, uns etwas merken zu können, ist sehr wichtig für uns: Wir benutzen unser Gedächtnis, um unser Studium erfolgreich abzuschließen, besser in unserer Arbeit zu werden und fast bei jeder Aktivität unseres täglichen Lebens. Es gibt einige Glückspilze, die mit der Fähigkeit, sich an alles zu erinnern, geboren werden, jedoch gilt für den Rest der Sterblichen: Die Erinnerung ist eine Fähigkeit, die man verbessern kann, wenn man sie richtig trainiert.

Durch Gehirntraining und die Verwendung von Erinnerungstechniken machst du aus deinem Gehirn deinen besten Alliierten. In diesem Artikel lädt dich Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda dazu ein, die neuesten Untersuchungen zur Erinnerungsfähigkeit zu entdecken und zeigt dir einige intelligente Strategien, um dafür zu sorgen, dass du schneller auswendig lernen kannst. Bist du bereit? Los geht’s!

Wie man schneller auswendig lernt

Als Allererstes musst du beachten, dass das Gedächtnis kein Element an sich ist, sondern ein sehr komplexes Konstrukt ist, das einen Teil unserer kognitiven Fähigkeitn bildet. So kann man den Begriff Gedächtnis nicht ohne eine Reihe von Fähigkeiten, aus denen es besteht, verstehen. Das Gedächtnis setzt sich aus einer Reihe von Hirnfunktionen zusammen, die sich gegenseitig ergänzen und sich untereinander verbinden, um für den Erinnerungsprozess zu sorgen.

Elemente wie das Sprachgedächtnis, die Benennungsfähigkeit, das visuelle Gedächtnis, das auditive Gedächtnis, das Arbeitsgedächtnis, das Kontextgedächtnis, die geteilte, selektive, gehaltene und freiwillige Aufmerksamkeit, die Fokussierung und die Planung sind fundamental für die richtige Funktionsweise unseres Gedächtnisses im Allgemeinen und eines guten Erinnerungsprozesses im Speziellen.

Jeder Mensch ist einzigartig und somit ist es auch unser Erinnerungsprozess. Es gibt Menschen, die eine Information behalten können, wenn sie sie nur im Radio hören. Andere, im Gegensatz dazu, bevorzugen es, die Information aufzuschreiben, die sie speichern wollen, oder sie laut zu wiederholen. Einige andere wählen Schemata und Farben, um in ihrem Gedächtnis wichtige Informationen zu speichern.

Der erste Schritt, den du machen solltest, wenn du lernen möchtest, schneller auswendig zu lernen, ist deinen Erinnerungsstil zu finden und zu definieren. Das heisst, du musst lernen zu erkennen, was deine Stärke beim Auswendiglernen ist, mit dem Ziel, die Techniken zu lernen, die an deinen Erinnerungsstil angepasst sind. Schreibst du eher aus oder läufst durch das Wohnzimmer und wiederholst laut, was du auswendig lernen möchtest?

“Das Gedächtnis ist der Wächter des Gehirns. William Shakespeare”

Es gibt so viele Erinnerungsstile wie Menschen. Ich erinnere mich an eine Kommilitonin aus der Universität, die die Themen von ihr gelesen auf einem Aufnahmegerät aufnahm und sie immer im Haus anmachte, während sie die Hausarbeiten erledigte. Sie versicherte, dass das super für sie funktionierte.

Vielleicht entdeckte sie, dass ihr Gedächtnis besser funktionierte und effizienter und müheloser die Informationen behielt, indem sie sie durch den auditiven Kanal leitete, das heisst, indem sie zuhörte und ihre Aufmerksamkeit auf das Gehörte richtete.

Wie man schneller auswendig lernt: Die besten Strategien

Deshalb gibt es keine universellen Tricks, um schneller auswendig zu lernen, da das Gedächtnis jeder Person ein einzigartiger und persönlicher Vorgang ist. Aber es gibt eine Reihe von wissenschaftlich abgesicherten Methoden, damit du deine Erinnerungsfähigkeit steigern kannst und demzufolge weisst, wie man schneller auswendig lernt.

Die Konzentration ist auch ein wichtiges Element beim schneller Auswendiglernen. Wenn du deine Konzentration verbessern willst, lade ich dich dazu ein, meinen Artikel zu lesen: Denkspiele: 10 unabdingbare Übungen für deinen Alltag.

Schneller auswendig lernen: 6 intelligente Strategien

Strategie 1: Die außerirdische Puppe, eine Spitzenuntersuchung, um alles Mögliche schneller auswendig zu lernen

Vor knapp zwei Monaten wurde eine Studie in der Zeitschrift Psychological Science veröffentlicht, in der zwei Forscher anscheinend die effizienteste Methode zur Steigerung deiner Erinnerungsfähigkeit entdeckt haben und sie setzen auf die ausserirdische Puppe.

Diese Forscher führten eine Feldstudie in einem Café in de Vereinigten Staaten durch, bei dem sie der Hälfte der Kunden einen Rabatt auf ihre nächste Bestellung in den folgenden Tagen gaben. Der Hälfte von diesen sagte man, dass an den Bezahlkassen eine Puppe des Films Toy Story ausgestellt sein würde, das außerirdische Plüschtier, den anderen gab man einfach das Rabatt-Ticket, ohne etwas zu sagen.

Überraschenderweise forderten von den Kunden, denen man von dem außerirdischen Plüschtier erzählt hatte, weitaus mehr den Rabatt ein als von denen, denen man einfach nur das Ticket gegeben hatte.

Die Schlussfolgerung dieses Experiments ist, dass die beste Art, deine Erinnerung zu steigern in der Verwendung von Erinnerungsassoziationen liegt.

Wie können wir diese Daten anwenden und in unserem Alltag schneller auswendig lernen?

Die Versuchsleiter ermutigen dich dazu, mit jedem Reiz zu spielen, der relevant für dich ist: ein Geruch, ein Bild, ein Geräusch … (Denk an deine Stärken), um eine Assoziation zu dem, an was wir uns erinnern wollen, zu schaffen, wenn dieser Reiz auftritt. Je ungewöhnlicher er ist, desto besser.

So kannst du alle alten Gewohnheiten loswerden, wie dir Dinge auf die Hand zu schreiben, Handywecker oder die Tausenden von Post-Its, die deinen Schreibtisch überfluten.

Traust du dich, das auszuprobieren?

Strategie 2: Schneller auswendig lernen mit der Technik des Chunking

Die Technik des Chunking besteht darin, komplexe Informationen in kleine Gruppen oder Einheiten aufzuteilen und auswendig zu lernen. Sie ist besonders nützlich beim Merken von Zahlen, und eher nicht so sehr bei komplexen Konzepten oder Texten.

Das visuelle Gruppieren von Zahlen macht ihr Behalten und das spätere Abrufen einfacher.

Beispiel: Die Nummer des Weißen Hauses ist für das Auswendiglernen in Gruppen optimiert; das Chunking ist 202, 456 und 1111, statt einer einzelnen, weitaus komplizierteren Zahl: 2, 024, 561, 111

Strategie 3: Schneller auswendig lernen mit der Kettentechnik

Wenn du eine Reihe von Konzepten auswendig lernen musst, die nichts miteinander zu tun haben, ist diese Technik ideal.

Sie besteht in der Gruppierung aus sehr unterschiedlichen Konzepten mithilfe der Formulierung eines Satzen, damit du mit dem Auswendiglernen dieses Satzes jedes dieser Konzepte behalten kannst, ohne auch nur ein einziges zu vergessen.

Das Lustige ist, dass, je merkwürdiger der Satz ist, den du dir ausdenkst, desto höher die Wahrscheinlichkeit ist, dass du ihn dir merkst.

Strategie 4: Schneller auswendig lernen mit der mnemotechnischen Techniken

Eine mnemotechnische Regel besteht darin, ein Wort mit den Initialen oder ersten Silben des auswendig zu lernenden Materials zu bilden. Es ist die perfekte Technik, um Listen von Wörtern auswendig zu lernen.

Beispiel: Wenn du die Einkaufsliste auswendig lernen musst, und du Suppe, Parfüm, Erdnüsse, Marmelade, Rosinen, Klopapier und Tee kaufen musst, ist es so einfach wie das Wort SU-P-ER-MA-R-K-T zu bilden.

Das wird dir die Erinnerung erleichtern, wenn du im Supermarkt herumläufst. Versuche es doch mal!

Strategie 5: Wiederholungstechnik, um schneller auswendig zu lernen

Wiederhole, was du auswendig lernen musst. Bis du die Nase voll hast.

Besonders nützlich, wenn du Probleme mit den Namen der Menschen hast, die dir gerade vorgestellt wurden.

Zum Beispiel, wenn du Schwierigkeiten auf einer Party hast, bei der dir gerade 7 Personen in 10 Minuten vorgestellt wurden, ist der Schlüssel, den Namen der Person zu wiederholen, wenn sie dir vorgestellt wurde, während du ihr fest ins Gesicht schaust. “Schön, dich kennenzulernen, Maria” “Und du, Maria, was machst du so?” “Wie findest du die Party, Maria?”

Zusätzlich zur Erleichterung deiner Erinnerung, kann das beim-Namen-nennen dieser Person deine gerade geknüpfte Beziehung zu dieser Person verbessern, da die Person sich bewusst ist, dass sie deine Aufmerksamkeit erregt hat.

Eine weitere kuriose Technik zum Merken eines kurzen Namen oder eines Wortes ist, das Wort dreimal zu wiederholen und deinen Kopf zu bewegen: nachdem du das Wort gesagt hast, den Kopf nach links drehen. Dreimal. (Wenn dir das auf einer Party passiert, mach es irgendwo, wo du nicht gesehen wirst …)

Strategie 6: Trainiere dein Gedächtnis mit CogniFit, um schneller auswendig zu lernen

Es gibt einen bedeutenden Unterschied zwischen den kostenlosen Denkspielen, die das aktive Gedächtnis weder auswerten noch trainieren und den Gehirnspielen online, die wissenschaftlich erstellt wurden und wirklich effizient sind.

Es ist auch wichtig, ein Programm zu verwenden, das verschiedene Gedächtnistypen trainieren kann und nicht nur einen.

CogniFit ist das führende Programm zur kognitiven Bewertung und Gehirnstimulation. Es ist durch die wissenschaftliche Gemeinde validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt verwendet. CogniFit ermöglicht es, professionell und vertrauenswürdig die Konzentrationsfähigkeit, das Aufmerksamkeitsniveau und viele andere fundamentale kognitive Bereiche des Merkprozesses zu messen und trainieren.

Die Gedächtnisübungen CogniFit stehen online zur Verfügung, damit du sofort dein aktuelles Gedächtnisniveau entdecken kannst und ein besseres Verständnis deines aktuellen kognitiven Niveaus erhalten kannst.

Nach dem Spielen der Gedächtnisspiele zeigt dir CogniFit eine Graphik mit deinen Ergebnissen und deiner Entwicklung. Du kannst nicht nur dein Gedächtnis trainieren und verbessern, sondern auch viele andere kognitive Fähigkeiten.

Wenn du lernen möchtest, schneller auswendig zu lernen, trainiere dein Gedächtnis mit CogniFit

Trau dich und akzeptiere die Herausforderung CogniFit!

Wenn du zudem noch mehr über das Thema herausfinden möchtest, verpass meinen Artikel nicht: Wie man intelligenter wird: 10 Strategien, die du noch nicht kennst.

 

“Lebe deine Erinnerung und staune. Jack Kerouac”

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

9 Vitamine fürs Gehirn – Welche Nährstoffe stärken mein Gehirn und Gedächtnis?

Vitamine fürs Gehirn. Das Gehirn ist das wichtigste Organ im Körper, da es die Hauptfunktionen des menschlichen Wesens reguliert, es ist der “Motor”, der es uns ermöglicht, unsere Ziele zu erreichen. Wenn wir nicht die Nährstoffe, Mineralien und Vitamine aufnehmen, die unser Gehirn braucht, fühlen wir uns häufig kraftlos, erschöpft, reizbar … Möchtest du wissen, welche Nährstoffe dein Gehirn braucht, um mit voller Leistung zu arbeiten? Entdecke diese 9 Vitamine fürs Gehirn, finde heraus, wie dir jedes einzelne hilft und in welchen Lebensmitteln sie zu finden sind.

Vitamine fürs Gehirn

Wissen wir, welche Vitamine wir für ein besseres Funktionieren unseres Gehirn zu uns nehmen sollten? Kennen wir die Lebensmittel, die eine hohe Menge an Vitaminen enthalten und die wir zu uns nehmen sollten, damit unser Gehirn besser funktioniert? Sind wir uns bewusst darüber, dass wir, wenn wir bestimmte Vitamine zu uns nehmen, unser Gedächtnis und unsere Konzentrationsfähigkeit verbessern können? Diverse Studien besagen, dass eine gute Ernährung unser Gehirn sogar vor neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer schützen kann.

Wenn wir nur eine paar kleine Veränderungen an unserer Ernährung vornehmen, können wir überraschende Ergebnisse erzielen. Lies weiter! Mairena Vázquez, Psychologin, informiert dich darüber, welche Vitamine wir zu uns nehmen sollten, damit unser Gehirn besser funktioniert und in welchen Lebensmitteln wir sie finden können.

Wenn die Ernährung schlecht ist, wirkt die Medizin nicht; wenn die Ernährung gut ist, ist die Medizin nicht notwendig”– Ayurvedisches Sprichwort.

Die Nahrung und die Vitamine, die wir zu uns nehmen, beeinflussen (auf gute oder schlechte Weise) unseren ganzen Körper und besonders unser Gehirn. Die Funktionen, die unser Gehirn ausführt werden durch Faktoren wie den Genen, der Ernährung und sogar unseren Alltagsgewohnheiten beeinflusst.

In unsere Ernährung Lebensmittel einzubinden, die bestimmte Vitamine und Minerale enthalten, kann uns dabei helfen, unsere kognitiven Funktionen, unser Gedächtnis und unsere Lernfähigkeit zu stärken.

Es liegt in unserer Hand, eine gesunde Ernährung mit der notwendigen Menge an Vitaminen zu führen, damit unser Gehirn so gesund wie möglich ist. Wir sollten nicht vergessen, dass “wir sind, was wir essen“. “Wenn du heute gut isst, wird es dir dein Körper morgen danken”.

9 Vitamine fürs Gehirn – In welchen Lebensmitteln sind sie zu finden?

Die Vitamine sind unentbehrliche Substanzen für den Organismus. Und wir erhalten sie durch eine abwechslungsreiche, ausgeglichene und gesunde Ernährung.

Es ist unabdingbar, sich gut zu ernähren, da der Körper Vitamine nicht selbst produzieren kann. Es gibt verschiedene Arten von Vitaminen und jedes einzelne hat eine andere Funktion. Es ist wichtig, den Vitaminkonsum zu kontrollieren, um weder an Mangel noch einen Überschuss zu leiden, denn beides kann zu gesundheitlichen Problemen führen.

Im Bezug auf das Gehirn helfen die Vitamine dabei, einige für die Gehirnfunktionen wichtigen chemischen Stoffe zu aktivieren oder zu stimulieren, den Sauerstofftransport zum Gehirn zu unterstützen, etc.

Es gibt eine Vielzahl an Vitaminen. Im Folgenden werden wir über die wichtigsten Vitamine fürs Gehirn sprechen.

1. Provitamin A oder Beta-Carotin

Dieses Vitamin für das Gehirn ist sehr nützlich für die Verbesserung des Gedächtnisses und um die Gehirnzellen auf lange Sicht zu schützen. Es ist ein Vorläufer des Vitamins A und sehr nützlich für das Gedächtnis.

Beta-Carotin ist ein rotes Pigment, das sich in Vitamin A umwandelt, wenn wir es zu uns nehmen. Unter seinen Hauptfunktionen befindet sich die Vorbeugung der kognitiven Degeneration und der Schutz des Gedächtnisses. Es wurde festgestellt, dass ein Defizit dieses Vitamins schwere gesundheitliche Schäden wie eine ständige Blindheit verursachen kann und sogar auf das Wachstum von Kindern einwirkt.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Vitamin A oder Beta-Carotin finden? Man kann es in Obst und Lebensmitteln wie Melone, Papaya, Mango, Kürbis und Mohrrüben finden.

2. Vitamin B1

Unter den wichtigsten Funktionen dieses Vitamins finden wir die Vorbeugung der Abnutzung des Gedächtnisses, eine potente Art, Depressionen zu bekämpfen und das Wohlbefinden im Allgemeinen zu verbessern und eine gute Möglichkeit, das Gehirn auf langsamere Weise altern zu lassen. Innerhalb des Vitamins B können wir verschiedene Untergruppen wie das Vitamin B6, Vitamin N9 und Vitamin B12 antreffen. Diese 3 Arten von Vitaminen haben zusätzlich gemeinsam, dass sie die Bildung von roten Blutkörperchen begünstigen, damit der Sauerstoff schneller transportiert werden kann und der Kreislauf des Blutes schneller vonstatten geht.

Vitamin B1 ist auch unter dem Namen Thiamin bekannt. Es tritt reichlich im Gehirn und im Nervengewebe auf. Unter den wichtigsten Funktionen dieses Vitamins lässt sich hervorheben, dass es die Lebensmittel in Energie umwandelt und die Energie in unserem Körper hält, mit der Gehirn- und Herzgefäßaktivität zusammenarbeitet, am Abbau von Glukose im Nervensystem teilnimmt und die Sicht und Gesundheit der Augen beeinflusst.

Nach diversen Untersuchungen kann ein Defizit an diesem Vitamin das Korsakow-Syndrom verursachen (häufiges Syndrom, vor allem bei Alkoholikern oder Menschen mit AIDS).

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Vitamin B1 finden? Wir können Vitamin B1 oder Thiamin in den meisten Fleischsorten wie Hähnchen, Rind oder Schwein, Fisch, Nüssen, Vollkornhaferflocken und auch in Obst und Gemüse finden.

Vitamine fürs Gehirn. Obst und Nüsse sind eine gute Vitaminquelle für das Gehirn.

3. Vitamin B6

Dieses Vitamin für das Gehirn begünstigt die Bildung von Dopamin, Epinephrin, Norepinephrin, GABA  und Acetylcholin (Neurotransmitter, die dafür sorgen, Signale zwischen den Neuronen zu übertragen. Dopamin hängt mit den Belohnungskreisläufen im Gehirn zusammen, Epinephrin hat unter anderem mit der Herzfrequenz zu tun. Norepinephrin versetzt das Nervensystem in einen „Alarmzustand“. GABA reduziert Stress und Angst und entspannt zusätzlich das Gehirn und hilft ihm, ruhig zu bleiben und Acetylcholin hilft bei der Verschlüsselung der Erinnerungen und sorgt dafür, dass sich die Information besser festigt). Außerdem reguliert Vitamin B6 die Homocystein-Werte (Aminosäure, dessen Erhöhung das Erscheinen von Blutgefäß-Problemen steigert), begünstigt den Abbau von Vitamin B12 und ist sehr wichtig für die kognitive Entwicklung.

Vitmin B6 hilft dabei, Tryptophan in Serotonin umzuwandeln, oder anders gesagt, es vermeidet, dass Depressionen oder Zwänge enstehen. Es ist sehr wichtig, angemessen viel Vitamin B6 zu sich zu nehmen um ein Defizit zu vermeiden, da dieses Erinnerungsverlust, Verwirrung, Erschöpfung, Depressionen, Schlafprobleme und eine höhere und schnellere Verschlechterung des Gehirns hervorrufen kann. Zusammengefasst: Vitamin B6 ist sehr wichtig dafür, dass sich das Gehirn optimal entwickelt.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Vitamin B6 finden? Es ist notwendig, täglich Vitamin B6 zu konsumieren. Es existieren viele Lebensmittel, die dieses Vitamin enthalten, wie zum Beispiel Eier, Milch und Milchprodukte, Weizenkeim, Vollkornreis, Kartoffeln, Pute, Rind, Hähnchen, Lamm, Schwein, Meeresfrüchte, Linsen, Paprika, Vollkornbrot, Erdnüsse, Haselnüsse, Walnüsse, Spinat, Mohrrüben, Brokkoli, Lachs, Forelle, Thunfisch, …

4. Vitamin B9

Dieses Vitamin für das Gehirn ist auch als Folsäure bekannt. Dieses Vitamin spielt eine grundlegende Rolle bei der Instandhaltung der Gehirnfunktionen und der Schärfe des Verstandes. Sogar vor der Geburt, da es unabdingbar für die Entwicklung des Gehirns ist und damit sich keine verfrühte Entwicklung ereignet, es trägt zur Entwicklung des Neuralrohres bei, dass zum Gehirn und Rückenmark wird. Es hilft dabei, dass die Zellen sich vervielfältigen und begünstigt die Bildung von neuem Gewebe.

Es greift in die Bildung einiger Neurotransmitter des Gehirn wie des Dopamins, Serotonins und Epinephrins (Adrenalin) ein. Es ist wichtig, normale und angemessene Vitamin-B9-Werte beizubehalten, da niedrige Vitamin-B9-Werte mit hohen Homocystein-Werten korrelieren (Aminosäure, die in einigen Fällen die Arterien schädigen und leichter Blutgerinnsel verursachen kann). Deshalb kann ein Mangel an Vitamin B9 Schlaganfälle verursachen. Ein Defizit an Vitamin B9 bei Kindern, kann zu Entwicklungsproblemen führen.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Vitamin B9 (oder Folsäure) finden? Wir können Vitamin B9 in Früchten wie Bananen, Orangen, Melonen, Avocados und anderen Nahrungsmitteln wie verschiedenen Hülsenfrüchten, Vollkornhaferflocken, Spinat und Spargel, Vollkornreis und Hafer etc. finden. Das heißt, wir können Vitamin B9 vor allem in Gemüse, Haferflocken und Erdnüssen finden.

5. Vitamin B12

Dieses Vitamin fürs Gehirn wird mit der Myelin-Bildung von einigen Neuronen (Schicht, die die Axiome einiger Neuronen umgibt und dabei hilft, die neuronalen Reize schneller zu übermitteln) und mit der Produktion von roten Blutzellen in Verbindung gebracht, die dabei helfen, den Sauerstoff unter den gesamten Körperzellen zu verteilen.

Vitamin B12 ist eins der wichtigsten Vitamine für die korrekte Funktionsweise des Gehirn, da es bei der Herstellung der Zellen und Fettsäuren mithilft und grundlegend für die Synthese der Eiweiße, der roten Blutkörperchen und Neurotransmitter ist. Es ist eng mit dem Kurzzeitgedächtnis und der Fähigkeit des Gehirns, schnell Gedanken zu produzieren, verbunden.

Wenn unsere Vitamin-B12-Werte niedriger sind als wir es brauchen, können wir unter Gedächtnisverlust und negativen Stimmungsschwankungen leiden oder uns sogar mental langsamer empfinden, es wird sogar mit einem grösseren Risiko, an Alzheimer zu erkranken, verbunden.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Vitamin B12 finden? Wir können Vitamin B12 in Lebensmitteln wie Fleisch (Hähnchen, Pute, Rind, Innereien, …), blauem Fisch (Lachs, Forelle, Venusmuscheln, …) und anderen Lebensmitteln wie Eiern, Vollkornhaferflocken, Milchprodukten wie Frischkäse, Joghurt, etc. finden.

Manche Menschen haben Schwierigkeiten, Vitamin B12 nur mit den Lebensmitteln, die sie essen, aufzunehmen. In diesem Fall empfehle ich dir, zu deinem Arzt zu gehen, um dich über die Vitamin-Komplexe zu informieren, die du nehmen kannst.

6. Vitamin C

Dieses Vitamin für das Gehirn kennt man auch unter dem Namen Ascorbinsäure. Vitamin C ist eine sehr wichtige Antioxidantien, die das Gehirn vor oxidativem Stress und der mit dem Alter zusammenhängenden Degeneration schützt. Vitamin C kombiniert mit Vitamin E beugt Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer oder anderen Demenzen vor. Außerdem beugt es dem Entstehen von Erkältungen, Herzgefässkrankheiten oder sogar Krankheiten wie Krebs vor. Verschiedene Untersuchungen haben erwiesen, dass Vitamin C das Risiko für Gehirntumore, vor allem bei Kindern, verringert.

Außerdem hilft das Vitamin C dabei, das Eisen von anderen Lebensmitteln richtig aufzunehmen, wie zum Beispiel von Hülsenfrüchten. Das Eisen seinerseits ist gut, um die kognitive Leistung, die Aufmerksamkeit und das Gedächtnis zu verbessern. Deshalb ist ein guter Trick für die bessere Assimilation von Eisen, wenn man zum Beispiel Linsen (viel Eisen) mit einem Glas Orangensaft (viel Vitamin C) begleitet.

Das Vitamin C ist wichtig für das Gehirn und manche Menschen halten es für ein “natürliches Antidepressivum“, da es die Serotonin-Werte erhöht (Neurotransmitter, der dafür sorgt, dass wir uns “gut fühlen”) oder, was dasselbe ist, unseren Gemütszustand und unsere Stimmung verbessern. Laut Jean Carper (Autorin des Buches “Dein Wundernahrung fürs Gehirn“) kann es das Gedächtnis und die kognitiven Funktionen verbessern und somit die Punktzahlen in den Intelligenztests verbessern, wenn man Vitamin C nimmt”. Es ist empfehlenswert, täglich Vitamin C zu sich zu nehmen, weil es sogar einen positiven Einfluss auf das Gedächtnis, das Lernen etc. hat.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Nahrungsmitteln können wir Vitamin C finden? Wir können Vitamin C in Zitrusfrüchten wie Orangen, Erdbeeren, Spinat, Grapefruits, Melonen, Beeren, Ananas, Tomaten, Blumenkohl, Paprika, Brokkoli etc. finden. Das heißt, dieses Vitamin findet sich vor allem in Zitrusfrüchten und grünem Gemüse.

 7. Vitamin D

Vitamin D ist ein Muss, wenn wir wollen, dass unser Gehirn normal und angemessen funktioniert. Unter den wichtigsten Funktionen von Vitamin D kann man erwähnen, dass es das Gedächtnis verbessert, die Stimmung verbessert und die Fähigkeit zur Problemlösung steigert.

In einigen Studien hat man einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und höherem Risiko für kognitiven Verschleiß gefunden. In zahlreichen Untersuchungen hat man beobachtet, dass das Vitamin D Besserung bei Krankheiten wie Multipler Sklerose (MS) bedeuten kann und Störungen wie die Winterdepression (eine spezifische Art von Depression, die mit den Jahreszeitenwechseln zu tun hat) regulieren.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmittel können wir Vitamin D finden? Vitamin D wird fast vollständig aus der Sonnenstrahlung erhalten (deshalb ist es ratsam, sich unabhängig vom Alter angemessen zu sonnen). Da es nicht ratsam ist, sich ständig der Sonne auszusetzen, können wir Vitamin D auch in Lebensmitteln finden, wie es der Fall bei einigen Fischsorten ist (Sardinen, Lachs, Thunfisch, Makrele …) und in anderen Produkten wie Champignons oder einigen Milchsorten.

8. Vitamin K

Unter den wichtigsten Vorteilen dieses Vitamins befindet sich die Steigerung der Geschwindigkeit der Gehirnfunktionen, die Verbesserung der Lernfähigkeit und des Gedächtnisses und allgemein die kognitive Fähigkeit. Menschen mit Alzheimer haben normalerweise einen Mangel an Vitamin K, deshalb kann man sagen, dass die Einnahme von Vitamin K ihnen helfen könnte. Entdecke, welche Lebensmittel der Gehirnalterung vorbeugen können.

Zusätzlich spielt Vitamin K eine wichtige Rolle beim Prozess der Blutgerinnung und der Kalziumaufnahme.

Vitamin für das Gehirn: In welchen Nahrungsmitteln können wir Vitamin K finden? Hauptsächlich können wir dieses Vitamin in Rosenkohl, Spargel, Petersilie, grünblättrigem Gemüse, Sellerie und fermentierten Lebensmitteln finden. Aber wenn es ein Lebensmittel schlechthin gibt, was durch seinen Vitamin-K-Gehalt heraussticht, ist das der Brokkoli.

9. Omega-3-Fettsäuren

Die Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die unser Körper nicht herstellen kann. Unter ihren Vorteilen sticht ihre Bedeutung für die Verbesserung unserer Hirnleistung heraus. Eine Ernährung, die reich an Omega 3 ist schützt unser Gehirn vor kognitiver Abnutzung und hilft dabei, unsere Gehirnplastizität, Konzentration und unser Gedächtnis zu verbessern.

Man bringt die Omega-3-Fettsäuren mit Gedächtnisproblemen und der Verringerung des Alzheimer-Risikos in Verbindung. Ein höherer Konsum dieser Fettsäuren beugt Krankheiten wie Alzheimer vor und begünstigt eine Verbesserung des Gedächtnisses. Sich beginnt der Satz „Iss Fisch, der ist gut für das Gehirn“, den ihr als Kinder gehört habt, jetzt mehr Sinn zu machen!

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Omega 3 finden? Wir können es vor allem in Fischsorten, wie zum Beispiel Sardinen, Anchovi, Lachs, Schwertfisch, Thunfisch etc. finden.

Leider gibt es kein Lebensmittel, das alle Vitamine enthält, die unser Gehirn braucht, von daher ist es am empfehlenswertesten, zu lernen, gesund zu essen und darauf zu achten, dass alle Vitaminlevel angemessen sind, das heißt, darauf zu achten, dass weder ein Mangel noch ein Überfluss entsteht. Und wie Fernando-Gómez-Pinilla (Neurowissenschaftler) sagt: „Es gibt viele positive Lebensmittel, aber wenn man übertreibt, werden sie zu negativen. Die beste Empfehlung ist das Gleichgewicht: Mehrere gute und sich ergänzende Produkte“.

Es wird immer empfohlen, frische Lebensmittel zu konsumieren und so natürlich wie möglich. Außerdem ist der tägliche Wasserkonsum verpflichtend. Vergessen wir nicht, dass 85% des Gewichtes unseres Gehirns aus Wasser besteht! Außerdem hält uns das Wasser wach und hat viele Vorteile, deshalb ist es fundamental, dass das Gehirn immer mit Flüssigkeit versorgt ist. Die Art der Ernährung, die wir haben, beeinflusst direkt die gute Funktionsweise unseres Gehirns. Deshalb ist die beste Empfehlung für ein gesundes Gehirn, einer ausgeglichenen Ernährung nachzugehen, Sport zu machen und den Verstand täglich zu benutzen.

Wenn du mehr über dieses Thema wissen möchtest, empfehle ich dir, einige Bücher wie „Essen für die Emotionen. Neuro-Ernährung, damit das Gehirn sich wohl fühlt“ (Sandi Krstinic), Cocina para tu mente. Una fusión de neurociencia, alimentos y recetas para proteger la salud de tu cerebro” (Perla Kaliman, Miguel Aguilar) oder “Tu cerebro milagroso” (Jean Carpenter).

 “Essen ist eine Notwendigkeit, aber intelligent zu essen ist eine Kunst” (La Rochefoucauld)

Vielen Dank fürs Lesen! Kennst du andere Vitamine fürs Gehirn? Zögere nicht, mir unten deine Kommentare und Fragen zu hinterlassen 🙂

 

Quelle: Mairena Vázquez, Psychologin bei CogniFit.

 

Alkohol und Gehirn – Welche Konsequenzen hat der übermäßige Alkoholgenuss im Nervensystem?

Alkohol und Gehirn: Wozu übermäßiger Alkoholgenuss führt. Diverse Studien bestätigen die Existenz eines Zusammenhangs zwischen Alkoholmissbrauch und kognitivem Verschleiß. Ein Übermaß an alkoholischen Getränken kann schwere Folgen für unser Gedächtnis und unsere Kognition haben.

Vielleicht weißt du nicht, dass übermäßiger Alkoholgenuss auch das Gehirn von Jugendlichen und jungen Menschen beeinträchtigen können. Die „Besäufnisse“ am Wochenende, das „Binge drinking“ kann unser Gehirn auf lange Sicht schädigen. Ein Bier am Tag muss noch keinen Schaden anrichten. Allerdings können Exzesse und häufiges Betrinken sehr negative Auswirkungen im Gehirn haben. In diesem Artikel erklären wir dir, welchen Einfluss Alkohol auf dein Gehirn hat und geben dir einige Tipps.

Folgen des Alkohols im Gehirn

Ab und zu einen Drink zu trinken wird dir keine Probleme im Nervensystem verursachen. Es wird riskant, wenn der Konsum exzessiv, schnell und wiederholt stattfindet, auch wenn es nur am Wochenende ist.

Eine wissenschaftliche Studie, die in der Zeitschrift Neuropsychologie, Neuropsychiatrie und Neurowissenschaften veröffentlicht wurde, besagt, dass der erhöhte Alkoholkonsum am Wochenende neurokognitive Defizite bei beiden Geschlechtern hervorruft, diese bei Frauen allerdings ausgeprägter sind.

Außerdem kann der Wochenendkonsum in hohem Masse zur Alkoholabhängigkeit im Erwachsenenalter führen.

Welchen Einfluss hat Alkohol auf dein Gehirn? Folgen

1. Alkohol und Gehirn: Der übermäßige Alkoholgenuss beeinträchtigt den Hippocampus

An strukturellen Veränderungen kann man ein geringeres Volumen des Hippocampus bemerken, eine Struktur, die fundamental für das richtige Funktionieren von Fähigkeiten wie das Gedächtnis oder die Lernfähigkeit ist.

Außerdem beobachtet man Veränderungen im vorderen Stirnlappen, der für das Regulieren der Selbstkontrolle unseres Verhaltens ist.

Der Alkohol verändert die funktionelle Entwicklung des Kleinhirn, der Hirnrinde und des Nukleus accumbens. Zudem verhindert er die Bildung von neuen Synapsen, es kann sogar zum Zelltod kommen.

2. Alkohol und Gehirn: Am Wochenende zu trinken schädigt das Gedächtnis

Eine Studie, die an der Universidad de Compostela von dem Professor für Psychobiologie Dr. Cadaveira durchgeführt wurde, zeigt, dass junge Menschen, die intensiv Alkohol konsumieren, ein schlechteres Gedächtnis als die haben, die nicht trinken.

Außerdem haben sie größere Schwierigkeiten beim Erkennen von Gesichtern, eine fundamentale Funktion unserer Erinnerungsfähigkeit.

Der Arbeitsspeicher ist dafür zuständig, dass wir wichtige Daten für die Beendigung und Planung einer Aufgabe im Kopf behalten. Diese Studie hat Belege dafür gefunden, dass der Arbeitsspeicher auch Störungen erleidet.

3. Alkohol und Gehirn: Warum habe ich Gedächtnislücken nach einer Party-Nacht?

Nach einer langen Nacht, in der es an Gin Tonics nicht fehlte, wachst du mit einem legendären Kater, Kopfschmerzen und dem beunruhigenden Gefühl auf, nicht zu wissen, was letzte Nacht passiert ist.

Dies nennt man alkoholische Amnesie oder Blackouts/Filmrisse und sie entsteht, wenn es eine Unterbrechung in den Funktionen des Hippocampus gibt, einer fundamentalen Struktur des Gedächtnisses.

Wenn wir sehr schnell und im Überfluss trinken, erschweren oder verhindern wir die Arbeit der Rezeptoren des Hippocampus, die Glutamat weiterleiten, was wichtig für die Produktion von Synapsen zwischen Neuronen ist.

Wahrscheinlich bist du, wenn du in diesem Zustand von „Gehirnausfall“ bist, dazu fähig, ganz routinemäßigen Abläufen nachzugehen, wie dich auszuziehen und ins Bett zu gehen, eine Nachricht bei Whatsapp zu senden, aber dein Gehirn ist für eine Weile außerstande, neue Erinnerungen zu schaffen.

Diese Filmrisse sind gefährlich. Erstens können sie dich in verwundbare und risikoreiche Situationen bringen. Zweitens bist du, wenn du eine Frau bist, anfälliger dafür solche alkoholischen Amnesien zu erleiden. Studien besagen, dass wir eine geringere Menge an gastrischer Dehydrase besitzen, ein Enzym, das dafür verantwortlich ist, den Alkohol in unserem Körper zu verdünnen und aufzulösen.

Obwohl es keinen Zusammenhang zwischen sozialen Trinkern und Alkoholikern bei der Präsenz und Häufigkeit der Filmrisse gibt, ist es empfehlenswert, dass du, wenn es dir einmal passiert ist, deinen Alkoholkonsum zumindest für eine Zeit lang drastisch reduzierst.

4. Alkohol und Gehirn: Erscheinung von emotionalen Störungen

Der Alkoholmissbrauch, auch wenn er unterbrochen stattfindet, korreliert mit Krankheiten und Störungen wie der Depression, Angststörungen, Aggressivität und Stress. Wenn du eins dieser Symptome bemerkst, denk mal über die Menge Alkohol nach, die du zu dir nimmst.

5. Alkohol und Gehirn: Hat einen noch größeren Einfluss im Gehirn von Erwachsenen

In Deutschland beginnen die Jugendlichen mit durchschnittlich 14,9 Jahren Alkohol zu konsumieren. Wenn dieser Fakt schon alarmierend ist, dann sind es die Folgen noch mehr. Die Jugendlichen trinken für gewöhnlich nicht täglich, aber am Wochenende machen sie das sogenannte Binge drinking, oder intensiven Alkoholkonsum.

Dieses Übermaß an Alkohol bei den Jüngsten schädigt Funktionen wie die Lernfähigkeit und das Gedächtnis, da sich ihr Gedächtnis noch formt, und steigert impulsive und depressive Verhaltensweisen.

Effekte des Alkohols im Gehirn

Tipps, um dein Gehirn nicht so sehr zu misshandeln

1. Alkohol und Gehirn: Trinke in Maßen

Wenn du wirklich aufhören möchtest, dein Gehirn zu bestrafen und dir mögliche zukünftige Gedächtnisprobleme sparen möchtest, ist die einfachste Lösung, mit dem Trinken aufzuhören.

Wenn diese radikale Option nicht zu deinen Plänen passt, lies bei Tipp 2 weiter.

2. Alkohol und Gehirn: Mach eine Pause und trink Wasser

Wenn du trinkst, mach es in Maßen. Es ist nicht nötig, 4 Gin Tonics zu trinken, einer ist mehr als genug. Außerdem, denk daran, zwischen Drink und Drink ein Glas Wasser zu trinken. Das Wasser wird die Lösung des Alkohols erleichtern und die Erhöhung des Alkoholspiegels in deinem Blut wird nicht so drastisch sein, was dir dabei helfen kann, die störenden Filmrisse zu vermeiden.

3. Alkohol und Gehirn: Trink nie mit leerem Magen

Es gibt nichts Schlimmeres, als auf leeren Magen zu trinken. Wenn du Nahrung in deinem Magen hast, wird der Anstieg des Alkoholpegels in deinem Blut nicht so ausgeprägt sein. Außerdem gibt die Nahrung deinem Gehirn Mittel, um gegen die Alkoholvergiftung, die du verursachst, zu kämpfen.

4. Alkohol und Gehirn: Wenn du glaubst, dass du ein Problem hast, bitte um Hilfe

Wenn du glaubst, dass dir der Alkoholkonsum aus den Händen gleitet, du immer mehr trinkst und der gleiche Effekt eintritt, du permanent Filmrisse hast, dann ist der Moment gekommen, um Hilfe zu bitten. Das Problem mit dem Alkohol ist, dass es eine Droge ist, die sozial gut angesehen ist, weswegen es vielleicht schwierig ist zu bemerken, dass du ein Problem mit übermäßigem Alkoholgenuss hast. Zögere nicht, um Hilfe zu bitten und mit einem Fachmann/einer Fachfrau zu sprechen, um zu vermeiden, dass dieses Problem zu etwas viel Gefährlicherem wie Alkoholismus wird.

5. Alkohol und Gehirn: Trainiere dein Gehirn täglich

Die beste Allianz, um zukünftigen Gedächtnisproblemen vorzubeugen, ist das Gehirntraining. CogniFit ist das führende Programm für kognitive Auswertung und Gehirnstimulation. Es ist durch die wissenschaftliche Gemeinde validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt verwendet.

Du kannst online auf das Programm zugreifen. Es ist sehr einfach zu benutzen,du musst dich nur registrieren! Die verschiedenen interaktiven Übungen basieren auf klinischen Studien und professionellen Batterien zur Stimulation und neuropsychologischen Rehabilitation. Es sind unterhaltsame Denkspiele, die du am Computer spielen kannst. Nach jeder Sitzung präsentiert dir CogniFit eine detaillierte Graphik mit der Entwicklung deines Standes.

CogniFit fokussiert sich auf die Neuroplastizität des Gehirns, das ist die Fähigkeit, neue Synapsen und Neuronenkreisläufe zu bilden, die dazu fähig sind, die Funktionen der am meisten beschädigsten kognitiven Bereiche zu reorganisieren und wiederherzustellen, unter ihnen das Gedächtnis.

Um etwas mehr darüber zu lernen, wie du dein Gehirn trainieren kannst, verpass nicht den nächsten Artikel: Gehirngymnastik: 17 Aktivitäten, die dir helfen werden, länger ein gesundes Gehirn zu behalten.

Danke fürs Lesen. Zögere nicht, uns deine Kommentare und Fragen zu hinterlassen! 🙂

Motivation: Was ist das, wie beeinflusst sie das Lernen und 10 Tipps, um sie zu fördern

Die Wichtigkeit der Motivation: Sie ist der Motor, der unsere Welt antreibt. Oft sprechen wir von unseren Kindern und Schülern, die im Unterricht unmotiviert sind. Es fällt ihnen schwer, sich zum Lernen zu bewegen, man muss sie antreiben, damit sie ihre Aufgaben machen, wir kämpfen täglich, damit sie die Lektion lernen … Dennoch lernen sie wie durch ein Wunder die Namen von 300 unterschiedlichen Pokemons. In diesem Artikel erklären wir dir, was die Motivation ist, ihre Bedeutung beim Lernen und in der Erziehung und 10 Tipps, die es ermöglichen, die Motivation im Unterricht zu vergrößern und zu fördern.

Die Wichtigkeit der Motivation

Was ist die Motivation?

Sie ist ein interner Impuls, der der Handlung einem Zweck zuweist. Sie unterliegt einer Handlung und leitet diese Handlung. Ohne Motivation ensteht keine Handlung.

Die Motivation ist sehr wichtig, weil sie uns dazu führt, aktiv Mittel zu suchen, um unsere Existenz zu sichern. Wir sind dazu motiviert, Nahrung zu suchen und zu essen und einen Sexualpartner zu suchen. Dies sind die grundlegenden Motive, die angeboren sind und sich unabhängig von der Kultur zeigen.

Aber wir können auch motiviert sein, unseren Neigungen und Lieblingsaktivitäten nachzugehen und zu lernen. Dies sind die sekundären Motive, die von der Kultur abhängen.

Wir sind nicht dazu motiviert, alles zu lernen. Es kann sein, dass uns die Themen der Schule/Universität nicht motivieren, aber selbstverständlich gibt es Dinge, die unser Lernen motivieren, sei es das Leben der Delfine, ein neues Kochrezept oder einen Autoreifen zu wechseln.

Vielleicht kommt die Motivation von unserem eigenen Interesse am Thema oder weil wir das Wissen für etwas brauchen (für unsere Arbeit oder für das eigene Überleben, wie man einen Autoreifen wechselt).

In diesem Sinne können wir zwei Arten von Motivation unterscheiden: die intrinsische und die extrinsische. Diese Motivationsarten sind mehr als zwei Gegensätze auf einem Kontinuum und treten selten “pur intrinsisch” oder “pur extrinsisch” auf.

  • Intrinsische Motivation: ergibt sich, wenn die Menschen intrinsisch dazu motiviert sind, etwas zu machen, weil wir denken, dass es wichtig ist oder es uns Vergnügen bereitet. Die Schüler auf diese Art motiviert sind, sind gespannt darauf, ihre Aufgaben zu erledigen, weil sie die Herausforderung genießen, die ihnen ihre Erledigung bringt, mehr als jeder Reiz oder jede Belohnung. Die intrinsische Motivation lässt oft nach, je höher die Jahrgangsstufe des Schülers ist. Um diese zu vergrößern, kann man das abstrakte Material konkreter gestalten und es in einem Kontext verwenden.
  • Extrinsische Motivation: Erscheint, wenn ein Schüler eine Aufgabe aus externen Gründen erledigen möchte, wie Belohnungen oder Bestrafung. Jedoch hat man herausgefunden, dass Strafen mehr Schaden als Vorteile verursachen und Belohnungen ein Abhängigkeitspotenzial haben. Deswegen ist es besser, die Belohnungen nach und nach zu verringern und sie zu einer intrinsischeren Motivation überzuleiten.

Die Wichtigkeit der Motivation in der Erziehung

Sie ist der Impuls, der uns dazu bringt, zu handeln und zu schaffen, was wir uns vornehmen.

Die Motivation spielt eine wichtige Rolle beim Lernen. Laut einer Studie beeinflusst sie unsere Leistungen in Mathematik mehr als unser Intelligenzquotient.

Konkret fanden die Forscher heraus, dass die Intelligenz stark mit den Leistungen der Schüler in Mathematik zusammenhing, aber nur bei der anfänglichen Entwicklung der Kompetenz in der Materie. Die Wichtigkeit der Motivation und die Lernfähigkeiten waren die bedeutendsten Faktoren bei der Entwicklung der nachfolgenden Kompetenzen in Mathematik. Die Schüler, die sich kompetent fühlten, waren intrinsisch motiviert, nutzten Fähigkeiten wie Erklären, Zusammenfassen, Verbindungen zu anderen Materialen schaffen, vermieden das Lernen durch Auswendiglernen und wiesen eine größere Entwicklung in Mathematik auf als diejenigen, die sich nicht motiviert fühlten. Im Gegensatz dazu hing die Intelligenz der Schüler nicht mit der Entwicklung in Mathematik zusammen.

Warum ist es wichtig, dass die Kinder motiviert bleiben zu lernen?

Die Motivation:

  • erhöht ihr Anstrengung und Ausdauer bei der Aufgabe
  • erhöht ihre Initiative
  • verbessert ihre kognitiven Verarbeitungsfähigkeiten
  • verbessert ihre allgemeine Leistung

Wie können wir erkennen, ob unsere Kinder oder Schüler motiviert sind?

Laut Rodríguez Moneo  kann das Verhalten der Menschen als eine Anzeige zur Messung der Motivation dienen. Es ist eine ziemlich vertrauenswürdige Anzeige, die die Lehrer nutzen können, um die Motivation der Schüler einzuschätzen und danach zu handeln.

  • Die Präferenz oder Wahl einer Aktivität gegenüber einer anderen. Wenn ich es wähle, fernzusehen statt meine Hausaufgabe zu machen, spiegelt meine Wahl meine Motivation wider.
  • Die Latenz, das heißt, die Zeit, die ich benötige, um eine Reaktion zu zeigen, von dem Zeitpunkt an, an dem der Reiz erscheint. Je länger wir dazu brauchen, die Arbeit zu erledigen, die uns aufgetragen wurde, desto weniger Motivation für die Aufgabe haben wir.
  • Die Mühe, je größer die physischen und kognitiven Mittel sind, die bei der Entwicklung einer Aufgabe eingesetzt werden, desto mehr Motivation gibt es.
  • Die Ausdauer bei der Aufgabe. Es gibt mehr Motivation, je größer die Zeitspanne zwischen dem Beginn und der Beendigung einer Aufgabe ist. Je früher wir bei der Aufgabe aufgeben, desto weniger motiviert sind wir.
  • Die Anzeigen der Emotionsausdrücke. Die Handlungen, die wir durchführen, werden für gewöhnlich von emotionalen Ausdrücken begleitet, die das Vergnügen oder das Missfallen anzeigen, das die Aktivität in uns hervorruft. Wenn wir auf die Ausdrücke unserer Schüler achten, erhalten wir viel Information über deren Motivation.

Wir können wir erkennen, ob unsere Kinder motiviert sind?

Wie können wir die Motivation im Unterricht fördern?

1. Die Einstellung beeinflusst die Motivation

Die Forschung hat gezeigt, dass die Interaktion zwischen Lehrer und Schüler wichtiger für den Lernprozess als strukturelle Faktoren, wie erzieherische Mittel und die Klassengröße, ist. Diese Beziehung zwischen Lehrer und Schüler ist nicht nur in den ersten Schuljahren wichtig, sondern auch später, wenn die Herausforderungen größer werden.

Nach einer Studie der Universität von Ostfinnland erhöht eine vom Lehrer geschaffene positive und warme Atmosphäre die Motivation des Kindes zu lernen.

Eine empathische Einstellung auf Seiten des Lehrers schützt nicht nur das Bild, das die Kinder von sich selbst als Schüler haben, sondern hilft auch gegen die soziale Ausgrenzung seitens ihrer Mitschüler.

Wie können wir die Motivation fördern? Zeige eine positive Einstellung und Stimmung. Schaffe eine Bindung zu den Schülern. Zeige ihnen, dass du dich persönlich um sie und um ihren Lernprozess sorgst. Mach dich nie lustig, wenn sie etwas nicht wissen oder verstehen. Zeig dich empathisch und verständnisvoll ihnen gegenüber. Benutze Humor und lockere, entspannte Aktivitäten.

2. Schätze die Anstrengung

Es ist viel wichtiger, die Anstrengung zu schätzen als das Endprodukt. Wenn man das Ergebnis viel mehr schätzt, werden sie sich darauf konzentrieren und vergessen, dass man für ein gutes Produkt Mühe braucht. Außerdem hängt das Ergebnis oft von anderen Faktoren, wie dem Glück ab.

Wie kann man die Motivation fördern?: Konzentriere dich auf den Lernprozess der Kinder, ermutige sie, sich Mühe zu geben und belohne die, die sich sehr anstrengen: “Du bist sehr konzentriert, man merkt, dass du es genießt” oder “Du gibst dir Mühe, du wirst einen Haufen lernen”.

3. Beziehe die Kinder mit ein

Wenn die Kinder sich nützlich fühlen und Verantwortung übernehmen, werden sie sehr viel motivierter sein.

Wie kann man die Motivation fördern?: Gib den Schülern Verantwortung, mach die Teilnahme am Unterricht zu etwas Lustigem. Schreibe jedem eine Aufgabe zu, wie beispielsweise das Klassenzimmer ordentlich zu halten, die Tafel wischen, Material verteilen … wenn sie in Gruppen arbeiten, muss jeder eine Sache übernehmen.

4. Verwende Anreize

Auch wenn es wichtiger ist, die Anstrengung zu fördern und zu belohnen, brauchen Kinder gewisse greifbare Belohnungen für ein gutes Ergebnis. Kinder können die langfristigen Vorteile davon, gute Noten zu bekommen und zu lernen, nicht sehen, sie brauchen sofortigere Belohnungen. Die Anreize motivieren sie dazu, zu arbeiten und sich zu bemühen, indem sie ein Ziel vor Augen haben.

Wie kann man die Motivation fördern?: Denke dir kleine Belohnungen, je nach Erfolgen der Kinder aus, dies können spezielle Privilegien oder kleine Dinge, die Kinder lieben (wie Sticker) sein. Aber es ist nicht nötig, sie mit Belohnungen zu sättigen, da sie so ihren Wert verlieren. Ideal ist es, eine gewisse Zeit zwischen einer Belohnung und der nächsten vergehen zu lassen. Je älter die Kinder sind, desto leichter wird es ihnen fallen, sich ein Ziel auf lange Sicht vorzustellen. Wenn es Kinder in der ersten Klasse sind, ist eine Belohnung pro Klasse pro Tag angemessen. Für ältere Kinder ist eine Belohnung pro Woche gut. Optimal wäre es, diese Art von Belohnungen nach und nach zu reduzieren und sie durch soziale Ermunterungen wie Lob, Lächeln, ermutigende Worte zu ersetzen, da, wie gesagt, die Kinder sonst von ihnen abhängig werden.

 

 

5. In der Abwechslung liegt der Spaß

Kinder langweilen sich schnell, wenn es keine angemessene Stimulation im Klassenraum gibt. Und umso mehr in dieser technischen Welt, in der sie an eine massive Stimulation von Tablets und Smartphones gewohnt sind. Sogar viele Eltern nutzen die Technik, um die Kinder zu beruhigen. Deswegen muss man im Klassenzimmer vermeiden, in Routine zu verfallen.

Wie fördert man die Motivation?: Sei kreativ. Nutze unterschiedliche Strukturen im Unterricht. Unterrichte mit Spielen und Diskussionen, damit der Unterricht dynamisch wird und die Kinder miteinbezogen werden. Das passive Lernen, bei der die Kinder nur Informationen erhalten und sie nicht weiterentwickeln, ist nicht nur ineffektiver, sondern zerstört auch die Motivation. Man kann auch unterschiedliche Materialien verwenden, wie Wandbilder, Fotografien, Videos oder Filme …

6. Erkläre “Was soll ich damit?”

Oft verlieren wir die Motivation, wenn wir den Zweck in der “realen” Welt von dem, was wir gerade lernen, nicht verstehen. Deshalb ist es wichtig, das zu betonen.

Wie kann man die Motivation fördern?: Du kannst einen Abschnitt zu Beginn jedes Themas schaffen, in dem der Sinn des Lernens ebendieses Themas erklärt wird. Mach ihn so praktisch wie möglich. Wenn du Algebra erklärst, widme der Untersuchung, wofür man diese Kenntnisse braucht, zum Beispiel im Ingenieurswesen, etwas Zeit. Zu wissen, dass diese Kenntnisse jetzt gerade wirkliche Menschen bei ihrer Arbeit nutzen, erhöht die bewusste Bedeutung dieser Materie und motiviert sie zu lernen.

7. Geringschätze sie nicht

Die Kinder gering zu schätzen und ihnen Etiketten wie “langsam”, “faul”, “dumm” zu geben, zerstört ihre Motivation nur. Es lässt sie sich fühlen, als ob sie nichts können und es keine Heilung für sie gibt.

Wie fördert man die Motivation?: Vermeide Disqualifizierungen und negative Etiketten. Stattdessen hebe ihre Stärken, Fähigkeiten und positiven Eigenschaften hervor. Erhöhe ihre Mentalität des Wachstums, lass sie wissen, dass sie, obwohl sie etwas nicht so gut können, alles mit der Übung schaffen werden. Steigere ihr Selbstvertrauen. Lerne hier, wie du Kinder lobst, um ihr Selbstwertgefühl zu steigern.

8. Benutze CogniFit, das führende Programm in Neurodidaktik

Die Neurodidaktik basiert auf einer neuen Perspektive der Erziehung, die die Kenntnisse über das Gehirn nutzt, um die Lernprozesse bei Schülern zu analysieren und zu verbessern. CogniFit ist die führende Plattform für Neurodidaktik. Dieses Programm ist ein professionelles Instrument, das von Spezialisten für kindliche Neuropsychologie geschaffen wurde.

Die Technologie von CogniFit basiert auf der Neuroplastizität. Dieses Programm ist sehr einfach zu verwenden. Es besteht aus verschiedenen klinischen Spielen, die vom Computer aus gespielt werden können, und ermöglicht es, Lehrern, die nicht auf Psychopädagogik spezialisiert sind, die Lernprozesse zu analysieren und das Potenzial jeden Schülers zu entwickeln.

Wie fördert man die Motivation?: CogniFit identifiziert mit wissenschaftlicher Objektivität die kognitiven Schwächen und Stärken der Schüler und erstellt einen Zusammenhang ihrer schulischen Leistung, Verhalten und Motivation und ermöglicht es, personalisierte Lehrstrategien einzuleiten.

9. Hilf ihnen, ihre Angst zu regulieren

Vielen Kindern fällt es schwer, motiviert zu bleiben, weil sie viel Angst haben, sich vor dem Scheitern und dem Nicht-Erreichen der gewünschten Ergebnisse fürchten.

Wie fördert man die Motivation?: Vermittle ihnen Ruhe und lass sie wissen, dass das Scheitern nichts Negativen ist. Sich zu irren hilft uns dabei, mehr und besser zu lernen und zu wissen, was wir nicht machen sollten. Wenn die Angst sehr groß ist, kann man im Unterricht Entspannungsübungen ausprobieren.

10. Bring ihnen bei, sich selbst zu motivieren

Es ist sehr gut, die Kinder zu motivieren, aber sie müssen auch lernen, ihre eigene Motivation zu finden und sie selbst regulieren können.

Wie fördert man die Motivation?: Hilf ihnen, Gründe zu überlegen, wofür ihnen das, was sie lernen, dienen könnte. Wird es ihnen helfen, ihre Umgebung besser zu verstehen? Dient es ihnen, wenn sie zur Universität gehen? Hilft es ihnen in ihrem Alltag?

Wichtigkeit der Motivation bei der Erziehung: Schätze sie nicht gering

 

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

 

12 Angstsymptome: Furcht schärft die Sinne, Angst lähmt sie

Angstsymptome. “Ich mache mir den ganzen Tag Sorgen über alles, was passiert”, “Ich fühle mich unruhig und nervös und habe nachts große Probleme einzuschlafen”, “manchmal verspüre ich einen starken Druck auf der Brust und es ist, als ob mir die Luft zum Atmen abgeschnürt wird”, … dies sind einige der häufigsten Beschwerden oder Symptome, die die Menschen angeben, die Tag für Tag unter Ängsten leiden.

12 Angstsymptome

Wenn man Angst in Maßen empfindet, ist das nützlich, da es dabei hilft in verschiedenen Situationen aufmerksam zu sein. Es beginnt, ein Problem zu werden, wenn die Symptome uns behindern und auf irgendeine Art und Weise Kontrolle über unsere Leben übernehmen. Denkst du, dass du unter Ängsten leidest? Kannst du die Symptome identifizieren? Lies weiter! Mairena Vázquez, Psychologin, informiert dich über die Symptome, unter denen Menschen leiden, die Ängste haben, damit du sie in Schranken halten kannst.

“Die Furcht schärft die Sinne, die Angst lähmt sie” (Kurt Goldstein)

Wenn wir von Angst sprechen, können wir uns auf einen evolutiven Verteidigungsmechanismus, einen physiologischen Aktivierungsprozess oder eine normalerweise unangenehme Emotion beziehen, die in Erscheinung tritt, wenn wir eine Situation als mögliche Bedrohung identifizieren. Diese Reaktion kennt man als “Kampf-oder-Flucht-Reaktion”. 

Wie jede Emotion ist auch diese in unserem Alltag von Nutzen, vorausgesetzt sie ist nicht zu intensiv, denn sie lässt und Vorsicht bei gefährlichen Situationen bewahren, erhöht unsere Konzentration und hilft uns dabei, uns Herausforderungen besser zu stellen.

Das Problem beginnt, wenn wir die Reaktion auf die Angst falsch interpretieren, das heißt, wenn wir, statt die Angst zu kontrollieren, zulassen, dass sie uns kontrolliert und sich so in eine mächtige Leidensquelle verwandelt. Wenn sie sehr intensiv auftritt und lange anhält, lähmt sie uns und gibt uns ein Gefühl der Hilflosigkeit, ab diesem Moment können wir von einer Störung sprechen. Sie tritt häufiger bei Frauen auf und hängt mit dem Stress im Alltag zusammen.

Wir können Ängste bei Problemen auf der Arbeit, Veränderungen unserer Alltagsroutine, neuen Situationen, Situationen, in denen wir uns bedroht fühlen oder in denen uns jemand bewertet, phobischen Situationen, Situationen, in denen wir großen Stress haben, etc. empfinden. Abhängig davon, was für diese Ängste sorgt, sind die Namen unterschiedlich (soziale Angststörung – Angst vor einem Publikum aufzutreten), Zwangsstörung – wiederkehrende Vorstellungen und Zwänge, Panikstörung mit Agoraphobie, Nyktophobie – Angst in der Nacht, und so weiter und so fort.

“Die Angst ist der Verstand, der schneller läuft als das Leben” (Claudio María Domínguez)”

Angstsymptome: Die Angst ist der Verstand, der schneller läuft als das Leben

12 Angstsymptome

Nach Daten der Sociedad Española de Psiquiatría, erleidet rund eine von 10 Personen eine Angstepisode im Laufe ihres Lebens.

Die Symptome, die die von Ängsten Betroffenen aufweisen, können von einer zur anderen Person unterschiedlich sein, das heißt, es gibt so viele Symptome, dass sie unter den Betroffenen stark variieren können. Es gibt viele Angstsymptome und die Tatsache, nur unter einem einzigen Symptom zu leiden, kann schon viel Unwohlgefühl für die Person bedeuten.

Die Angstsymptome variieren in Intensität und Häufigkeit. Je häufiger die Symptome auftauchen, desto mehr Verwirrung und Angst empfindet die betroffene Person und desto höher ist somit der Angstspiegel. Es ist wichtig, dass die Person, die unter den Angstsymptomen leidet, sich nicht auf sie konzentriert, da sie sonst denken kann, dass sie eine schwere Krankheit hat und so kann sich der Angstzustand verschlimmern.

Es gibt unterschiedliche Arten von Angstsymptomen:

  • Körperliche Angstsymptome: Veränderungen, die in unserem Körper auf physiologischem Niveau entstehen (Herzrasen, Schwitzen, Übelkeit, …)
  • Psychische Angstsymptome: Veränderungen, die in unserem Kopf entstehen (Überlastung, Unsicherheit, Angst vor Kontrollverlust, …)
  • Angstsymptome im Verhalten: Veränderungen in unseren Handlungen, das heißt, Änderungen unseres Verhaltens, das andere bemerken (Blockaden, Impulsivität, Veränderungen bei der Körpersprache,…)
  • Kognitive Angstsymptome: Veränderungen in der Art und Weise, auf die wir nachdenken (Konzentrationsverlust, Grübeln, Empfindsamkeit,…)
  • Soziale Angstsymptome: Veränderungen, die die Art, mit anderen zu kommunizieren oder zu handeln, beeinflussen (Reizbarkeit, Schwierigkeiten, unsere Meinungen auszudrücken, Nachdenklichkeit,…).

Wie bei fast allem ist es unmöglich, über jedes einzelne Angstsymptom zu sprechen, im Folgenden werden wir über die Symptome sprechen, die am häufigsten auftreten.

1. Anhaltende Beunruhigung und innere Unruhe

Die Person mit Ängsten befindet sich für gewöhnlich in einem nervösen Zustand, ohne dass sich ein konkreter Umstand ergibt. Das Gefühl des Unbehagens und der innerlichen Unruhe ist eins der Angstsymptome, die sich bei Personen mit Ängsten am meisten zeigen.

2. Herzklopfen, Herzrasen und Brustschmerzen

Ein weiteres Angstsymptom ist das Herzrasen, wir spüren, das unser Herz schneller schlägt, ohne dass es einen augenscheinlichen Grund dafür gibt. Es handelt sich um ein sehr unangenehmes Symptom, da dieses Symptom die Betroffenen häufig verwirrt, denn in einem nervösen Zustand kann man das Herzrasen mit einem Herzinfarkt verbinden. Wenn wir außerdem leichte Brustschmerzen verspüren, können wir uns vorstellen, dass wir einen Herzinfarkt haben oder sogar, dass wir in diesem Moment sterben werden, was uns in einen größeren Angst- und Nervositätszustand versetzt.

Man kann all dies erklären, der Schmerz in der Brust entsteht dadurch, dass wir den Luftgehalt in unseren Lungenflügeln erhöhen, diese sich erweitern und die Rippen berühren, was dafür sorgt, dass wir einen leichten Druck und eine Muskelspannung empfinden. Wenn dieser Druck anhält, ermüden die Muskeln und sorgen für Stiche oder Schmerzen in der Brust. In dieser Situation empfehlen sich Rücken-, Schulter- und Brustmassagen, um die Muskeln zu entspannen.

3. Schwierigkeiten zu atmen und Erstickungsgefühl

Hast du schon einmal das Gefühl gehabt, keine Luft zu bekommen oder hast du dich sogar so gefühlt, als ob du nicht atmen kannst? Kannst du dir vorstellen, wie unangenehm es sein muss, wenn dir jemand ein Kissen auf das Gesicht drückt, um dich am Atmen zu hindern? Dieses Angstsymptom ist ein sehr unangenehmes und beängstigendes Gefühl, aber zur gleichen Zeit gibt es auch eine Erklärung dafür.

Der Körper reguliert die Menge an Luft, die wir eintreten und austreten lassen. Wenn wir nervös sind, nehmen wir eine Menge an Sauerstoff auf, die Organismus nicht absorbiert, da sie zu hoch ist. In diesem Moment müssen wir aufhören, die Luft anzusammeln, damit der Sauerstoffspiegel ausgeglichen wird. Wie macht unser Körper das? Er unterbricht die Kontrolle über die Atmung für kurze Zeit, das heißt, wir hören auf zu atmen oder atmen sehr langsam.

Zusätzlich können wir das Gefühl haben, einen “Kloss im Hals” zu haben und uns fühlen, als ob wir nicht schlucken könnten oder einen trockenen Mund haben. Obwohl dies sehr unangenehm ist, ist es besser, nicht daran zu denken und ihm kaum Glaubwürdigkeit zu schenken.

4. Übelkeit und Blässe

Dieses Angstsymptom kann sich in Schwindelgefühlen oder Gleichgewichtsstörungen ausdrücken, was zu Angst vor Ohnmacht führt. Die Schwindelgefühle sind das Ergebnis der Hyperventilation und der Verengung der Kehle als Reaktion auf die erlebte Situation.

Für all jene Menschen, die fürchterliche Angst davor haben, in den Situationen in Ohnmacht zu fallen, in denen sie Angst verspüren – sie sollten wissen, dass es praktisch unmöglich ist, dass die eintritt. Und du fragst dich, was der Grund dafür ist, richtig? Du fällst in Ohnmacht, wenn eine Senkung des Blutdrucks stattfindet. Aber in Angstsituationen steigt der Blutdruck für gewöhnlich. Deshalb ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir in Ohnmacht fallen, wenn wir Angst haben.

Ein anderes Angstsymptom, das auftauchen kann, ist die Blässe der Haut, da in Angstmomenten das Blut der Blutgefäße in die Muskeln geleitet wird. Vor allem ist es wichtig, dies nicht zu wichtig zu nehmen und natürlich zu handeln und die Situation zu normalisieren.

5. Bedenken

Dieses Angstsymptom bezieht sich auf eine unkontrollierte, häufige und exzessive Besorgnis im Bezug auf zukünftiges Unheil, das geschehen könnte.

Durch das konstante Nachdenken über die schlechten Dinge, die passieren könnten, kann sich die Person “am Limit” ihrer Stärke fühlen, was ihre Beziehungen und die Art, mit täglichen Erlebnissen umzugehen, beeinträchtigt.

6. Niedriges Selbstwertgefühl und Depression

Bei Menschen, die unter Ängsten leiden, ist es normal, häufig Symptome der konstanten Besorgnis, Erschöpfung, Reizbarkeit etc. anzutreffen. Das niedrige Selbstwertgefühl, unter dem sie leiden, führt sie zur Depression, deswegen sind Depressionen und Angststörungen eng miteinander verbunden.

Was die Angstprobleme verschlimmert ist, dass durch die Depression und die Probleme mit dem Selbstwertgefühl manchmal das suizide Verhalten und die suizide Ideation steigt (obwohl dies nur bei einer geringen Zahl von Menschen geschieht).

Niedriges Selbstwertgefühl und Depression sind Angstsymptome

7. Schlafprobleme

Eins der Symptome, die bei Menschen mit Angstzuständen in größerem Maße auftauchen, sind Schlafprobleme wie Schlaflosigkeit und Albträume.

Wenn uns etwas Sorgen macht oder Druck in uns erzeugt, neigen wir zum “Grübeln”, das heißt, wir denken so oft darüber nach, dass es uns buchstäblich den Schlaf raubt. Es ist wichtig, nicht zu frustrieren, da das kontraproduktiv ist und je mehr du darüber nachdenkst, das du nicht schlafen kannst, desto weniger wirst du es schaffen.

Außerdem ist es sehr üblich, Albträume davon zu haben, was uns so sehr besorgt, weil die Albträume für gewöhnlich imitieren, was in unserem Alltag passiert. Es ist klar, dass Albträume sehr unangenehm sind, aber denke vor allem daran, sie sind harmlos.

8. Schwitzen und Zittern.

Wenn wir Angst haben oder in sonstigen Momenten, bereitet unser Körper sich auf eine Handlung vor, sei es fliehen oder kämpfen. Unsere Körpertemperatur steigt, deswegen sondern wir Schweiß durch die Schweißdrüsen ab, um der Hitze entgegenzuwirken, mit dem Ziel, die Temperatur zu verringern und den Körper abzukühlen.
Je mehr die Angst nachlässt, desto mehr kehrt das Schweißlevel in den Normalzustand zurück.

Genau wie das Schwitzen ist auch das Zittern eine normale Reaktion unseres Körpers, wenn wir nervös werden, wenn uns etwas Angst macht, wenn unsere Körpertemperatur sinkt und uns kalt ist … deswegen ist es normal, dass wir in Angstmomenten Zittern in unserem Körper verspüren, das wahrscheinlich zurückgeht, wenn die Angstsymptome verschwinden.

9. Körperstarre und Anspannung

Wenn der Körper den ganzen Tag leidet und angespannt ist, kommt ein Punkt, indem er nachgibt und es können verschiedene Dinge auftreten: Kopfschmerzen, Unfähigkeit zu entspannen, Rückenschmerzen, Unruhe, …

Häufig treten Symptome wie Schulter- und Nackenschmerzen oder sogar Betäubung des Kopfs oder des Gesichts auf. Warum in diesen Bereichen? In Stress- und Angstmomenten zeigt sich meistens zuerst in diesen Bereichen die Anspannung. Es kann uns sehr besorgen, wenn wir Betäubung oder Starre im Gesicht spüren, aber im Allgemeinen ist es nicht notwendig, sich wegen dieses Symptoms Sorgen zu machen, da es das Ergebnis der angesammelten Anspannung ist und nicht mehr spürbar sein wird, wenn die Situation sich normalisiert.

Ein anderes Angstsymptom ist ein gewisses Kribbeln in Händen und/oder Füssen zu spüren, da sich das Kohlendioxid des Blutes für gewöhnlich in den Extremitäten sammelt. Es ist wichtig, dass man aus diesen Symptomen nicht herausliest, dass es sich um einen Schlaganfall oder eine andere Art von neurologischer Betroffenheit handelt, damit keine Panik ausbricht. Diese Symptome sind überhaupt nicht schädlich und, wie alle anderen auch, gehen sie zurück, wenn der Sturm vorbei ist.

10.  Epigastrische Beschwerden, Hautausschlag und hormonelle Probleme

Wenn wir unter Ängsten leiden, haben wir für gewöhnlich Beschwerden im Verdauungstrakt wie Durchfall, Verdauungsschwierigkeiten, Verstopfung, Übelkeit oder Sodbrennen.

Wie gesagt, wenn wir Angst verspüren, verteilt der Körper das Blut in die Muskeln, um ihnen mehr Sauerstoff zuzuführen und so zu helfen, bei bedrohlichen Situationen zu fliehen oder anzugreifen.

Da sich das Blut in den Muskeln befindet, mangelt es in diesem Fall dem Verdauungstrakt an der Menge an Blut, die er benötigt, um die Nähstoffe der Lebensmittel aufzunehmen und deshalt entstehen gewisse epigastrische Beschwerden.

Zusätzlich können Angst und Stress Veränderungen in unserem Körper hervorrufen, wie verschiedene Hautausschläge (Trockenheit, Ekzeme auf der Stirn, Wange oder Nase), die verschwinden, wenn die Angst und/oder der Stress zurückgeht.

Was die hormonellen Probleme angeht, beeinträchtigt die Angst auch das endokrine System. Da sich das zerebrale Nervensystem um die Sekretion der chemischen Substanzen und den Hormonspiegel kümmert und in Unordnung ist, können Störungen im Menstruationszyklus der Frauen und Störungen beim Testosteronspiegel der Männer auftreten.

11. Zwanghafte Gedanken und ein Gefühl der Bedrohung.

Die Menschen, die unter Ängsten leiden, haben oft wiederkehrende negative Gedanken, fühlen sich, als ob sie die Kontrolle über ihre Umwelt verlieren und die sorgt dafür, dass ihre Wahrnehmung derselbigen verändert wird. Wenn man unter Ängsten leidet, neigt man dazu, die Welt als einen schrecklichen Ort anzusehen und als gefährlicher, als sie wirklich ist.

Manchmal können sie sich sogar so fühlen, als ob es sich bei dem Leben, das sie in der Realität leben, um einen Traum handelt. Die Menschen, die das empfinden, verlieren das Konzept der “Realität” vollkommen. Dies sorgt dafür, dass sich das Gefühl, verrückt zu werden, erhöht, was dazu führt, das die Symptome sich verstärken.

12. “Ich werde verrückt …”

Nach einer gewissen Zeit mit Angst und unabhängig von den Symptomen, die du hast, wird ein Moment kommen, in dem dein Gehirn erschöpft und müde ist. Das wird dazu führen, dass du denkst, du wirst verrückt und kommst nicht mehr mit der Situation klar, die du erlebst. Aber ganz ruhig, natürlich wirst du nicht verrückt, deine Gedanken werden nur durch deine Stimmung beeinträchtigt und du denkst, dass du die Kontrolle über die Situation verlierst.

Dies führt dazu, dass du dich reizbarer fühlst, vielleicht sogar das Bedürfnis hast, die Situationen zu vermeiden, von denen du glaubst, dass sie die Ängste erzeugen, dich verwirrt fühlst und manchmal hyperaktiv handelst und Dinge tust, die du zu anderen Gelegenheiten nicht getan hättest, …

In den extremsten Fällen kann es zur “Derealisierung” oder “Depersonalisierung” kommen, das heißt, zum Gefühl, das alles, was dich umgibt, nicht real ist.

“Auch wenn die Angst ein Teil deines Lebens ist, lass nie zu, dass sie deine Bewegungen kontrolliert”

(Paulo Coelho in “Die Schriften von Accra”)

Ich hoffe, dir geholfen zu haben. Wenn du möchtest, kannst du einen Kommentar hinterlassen und deine Angstsymptome erklären, gleich hier unten. 😉

Quelle: Mairena Vázquez, Psychologin bei CogniFit.

Was ist Alzheimer und wie beeinflusst er das Gehirn: Alles über diese Krankheit

 Was ist Alzheimer? Diese Krankheit betrifft eine von zehn Personen, die älter als 65 sind. Das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, steigt, je älter wir werden. Die Krankheit beginnt langsam. Zunächst betrifft sie die Gehirnzonen, die unser Gedächtnis, unsere Gedanken und unsere Sprache kontrollieren. Die Menschen, die an Alzheimer leiden, können Schwierigkeiten haben, sich an Ereignisse zu erinnern, die vor kurzem geschehen sind, an die Namen der Menschen, die sie kennen, sie können Dinge verlegen und sich an bekannten Orten verirren. Alzheimer ist keine normale Phase des Alterns. Diese Krankheit beeinträchtigt auf lange Sicht die Fähigkeit eines Menschens, seine Alltagstätigkeiten auszuführen. In diesem Artikel beantworten wir all deine Fragen, entdecken, was die Alzheimer-Krankheit ist, wie sie das Gehirn beeinflusst, Risikofaktoren und Evolution.

Was ist Alzheimer? Photo by Clément Falize, Unsplash.com

Was ist Alzheimer?

Die Alzheimer-Krankheit ist eine Gehirnerkrankung in der Gruppe der Demenzen, die Probleme im Gedächtnis, in den Gedanken und im Verhalten der betroffenen Person hervorrruft.

Wie beeinflusst Alzheimer das Gehirn

Die ersten Symptome beginnen im Gehirn auf mikroskopischem Niveau und spiegeln sich in Gedächtnislücken wieder. Das Gehirn besteht aus Millionen von Neuronen, in denen jede Zelle mit anderen kommuniziert, um Netzwerke zu bilden. Es gibt Zellengruppen, die darauf spezialisiert sind, andere Zellen zu unterstützen und sie zu erhalten. Andere arbeiten am Gedächtnis, am Lernen, etc. Die Gehirnzone, die vorrangig für das Gedächtnis zuständig ist, nennt sich Hippocampus.

Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Alzheimerkrankheit eine Schädigung an Teilen dieser Zellen verursacht. Obwohl man sich noch nicht sicher ist, wo genau die Probleme beginnen, ist gewiss, dass wenn einige Zellen nicht richtig funktionieren, dies andere Zonen beeinträchtigt, da so viele Nervenverbindungen in unserem Gehirn existieren. Je mehr die Alzheimer-Krankheit fortschreitet, desto mehr Schaden nehmen die Zellen, diese hören auf zu arbeiten und sterben für gewöhnlich, außerdem verliert das Gehirn an Gewebe. Mit der Zeit “schrumpft” das Gehirn und dies beeinträchtigt beinahe all seine Funktionen.

Was ist Alzheimer: Beziehung zwischen Alzheimer und Demenz

Der Alzheimer ist die am häufigsten auftretende Form der Demenz, denn er repräsentiert 60-80% der Demenz-Fälle. Demenz ist ein allgemeiner Begriff, den wir benutzen, um den Verlust des Gedächtnisses und kognitiver Geschicklichkeit zu beschreiben.

Was ist eine Demez? Ehemals wurde der Begriff Demenz verwendet, um “Fehler oder Pathologie in der Intelligenz einer Person” zu beschreiben. Dieser Begriff war für Menschen, die an Demenz leiden, für viele Jahre mit einem großen Stigma belastet. Wegen des Fortschrittes der Untersuchungen bedeutet Demenz heutzutage Verlust oder Schädigung der kognitiven Fähigkeit (die Fähigkeit zu erinnern, lernen, denken …). Deshalb sind bei einem Menschen mit Demenz viele Fähigkeiten beeinträchtigt, die er vor der Erkrankung perfekt ausführen konnte. Diese Schädigung oder Verlust einiger Fähigkeiten kann vermutlich sogar die Persönlichkeit der an Alzheimer erkrankten Person verändern.

Was ist Alzheimer: Ist das Altern das Gleiche wie Alzheimer?

Es gibt eine Beziehung zwischen dem Alter und Alzheimer, aber das bedeutet nicht, dass das Alter der einzige Einflussfaktor für das Ausbrechen dieser Krankheit ist. Laut der WHO (World Health Organization) betrifft Demenz (allgemein Demenz, nicht nur Alzheimer) 10% der Bevölkerung, die älter als 65 ist, eine sehr hohe Zahl in der älteren Bevölkerung, wie wir später sehen werden. Bei diesen 10% ist die häufigste Demenz Alzheimer.

Obwohl die Alzheimer-Krankheit sehr eng mit dem Alter zusammenhängt, ist dies nur ein Risikofaktor. Ab 65 Jahren steigt das Alzheimer-Vorkommen stark und je höher das Alter, desto mehr Fälle kommen vor.

Dessen ungeachtet, ein normales Altern zeigt keine Alzheimer-Symptome, die Alzheimer-Krankheit ist eine Pathologie, egal in welchem Alter sie auftaucht.

Was ist Alzheimer: Ist Demenz das Gleiche wie Altern?

Nein, es ist nicht das Gleiche. Es ist wahr, dass es viele begriffliche Schwierigkeiten bei der Unterscheidung des normales Alterns vom pathologischen Altern gibt, aber der Schlüsselpunkt liegt darin, dass die Demenz den Alltag der betroffenen Person beeinträchtigt, sodass man sagen kann, dass es bei den Demenzen, und so auch beim Alzheimer, eine kognitive Beeinträchtigung mit sozialer Desadaptation gibt, dass mit den Jahren die Person so beeinträchtigt, dass sie am Ende unfähig ist, den Verstand zu benutzen, um alleine zurechtzukommen. Beim normalen Altern muss dies nicht so geschehen, da laut Untersuchungen 80% der Menschen, die in ein hohes Alter gelangen, weder einen besonderen Gedächtnisverlust erleiden (zum Beispiel, ein alter Mann ohne pathologisches Altern vergisst nicht, wie er nachhause kommt oder wer seine Frau ist), noch unter anderen Demenzsymptomen leiden.

Beim normalen Altern ist die physiologische Beeinträchtigung minimal, bei Personen bei voller Gesundheit, vor allem vor dem 70. Lebensjahr. Es ist möglich, dass beim normalen Altern “Altersbeschwerden” vorkommen, kleine Lücken im Kurzzeitgedächtnis, oder weniger Geschwindigkeit beim Durchführen einer Aufgabe; aber das ist normal und die Symptome können subjektiver sein, als es scheint, für die Person, die sie hat. Bei Personen mit Demenz bemerken das die Menschen um sie herum, und oft merkt es auch der/die Betroffene, da es seine/ihre persönliche, soziale und professionelle Anpassungsfähigkeit und somit praktisch sein/ihr ganzes Leben negativ beeinflusst.

Was ist Alzheimer: Kann Alzheimer bei jungen Menschen vorkommen?

Die Alzheimer-Krankheit mit frühem Beginn existiert, obwohl sie nur bei 5% der Menschen vorkommt, die diese Krankheit haben. Erste Symptome können sich mit etwa 40 Jahren einstellen, aber für gewöhnlich tritt Alzheimer mit frühem Beginn bei 50-60-jährigen Menschen auf.

Der Arzt kann etwas länger für die Frühdiagnose brauchen, denn, obwohl die Symptome ähnlich oder dieselben wie beim Alzheimer mit spätem Beginn sein können, ist es für einen 30-40-jährigen Menschen weniger wahrscheinlich, an dieser Krankheit zu leiden, deshalb wird sie mit grösserer Wahrscheinlichkeit nicht von Anfang an diagnostiziert. Beim Alzheimer mit frühem Beginn kann die Person sich sogar noch beeinträchtigter fühlen, da sie vielleicht sehr kleine Kinder hat, komplett in der Arbeitswelt eingebunden ist, etc. Studien decken auf, dass Menschen mit Alzheimer mit frühem Beginn verwirrter sein können und Gemütssymptome mit höherer Intensität ausdrücken können.

Was ist Alzheimer und wie beeinflusst er die Menschen?

Was ist Alzheimer und wie beeinflusst er das Leben der Betroffenen?

Die Alzheimer-Krankheit, sei es mit frühem oder spätem Beginn, ist die am häufigsten vorkommende Demenz, im Allgemeinen hat sie eine Diagnose von 7 bis 10 Jahren. Obwohl dies eine statistische Annäherung ist, kann der Alzheimer schnell fortschreiten (von 2 bis 4 Jahren) oder eher langsam (ungefähr 15 Jahre).

Seine Entwicklung bei den Betroffenen

Zu Beginn der Alzheimer-Krankheit können die Betroffenen Gedächtnisverlust der neuen Dinge, die sie vor Kurzem gelernt haben, erleiden, also zunächst wird das Lernen beeinträchtigt. Je weiter die Krankheit fortschreitet, desto schwerere Symptome treten im Verhalten der Betroffenen auf, sowie in ihren Gemütszuständen. Die frequente Evolution beinhaltet, dass sie sehr verwirrt im Bezug auf die Festlegung von Ereignissen sind und nicht wissen, wo und wann gewisse Dinge stattgefunden haben, auch wenn sie vor Kurzem geschehen sind.

Letzten Endes, vor allem bei Personen, die Alzheimer für mindestens 10 Jahre gehabt haben, werden selbst so grundlegende Dinge wie schlucken, gehen, kohärentes Denken oder sich selbst zu versorgen beeinträchtigt. Es wird ihnen schwer fallen, bekannte Gegenstände zu benennen, sich an Personen zu erinnern oder das richtige Wort zu finden, das sie ausdrücken möchten. Menschen mit Alzheimer können Schwierigkeiten haben zu erkennen, dass sie ein Problem haben, wodurch meistens Familie oder Freunde diese Krankheit erkennen.

Was ist Alzheimer? Entwicklungsverlauf und verschiedene Stadien

Obwohl Alzheimer die Demenz ist, die das Denken, das Verhalten und das Gedächtnis beeinträchtigt, muss man diese Krankheit dennoch in Entwicklungs-Phasen einteilen. Um zu verstehen, was Alzheimer ist, muss man wissen, dass es verschiedene Stadien gibt, wonach diese Demenz einem Entwicklungsverlauf folgt:

1. Erstes Stadium (Frühstadium):  

Die Dauer des Frühstadiums schwankt zwischen 2 und 4 Jahren und weist als Hauptmerkmal Lücken im Kurzzeitgedächtnis auf. Außerdem beginnen sich Persönlichkeitsveränderungen zu zeigen: Familienmitglieder berichten, wie die an Alzheimer Erkrankten zu apathischen, unfreundlichen Personen werden und manchmal geschmacklose Dinge tun oder unflexibel sind. Außerdem können die Erkrankten sich in dieser Phase noch bewusst über die Krankheit sein, die sie haben, weswegen sie die Verschlechterung einiger ihrer Fähigkeiten bemerken. Dies erhöht die Möglichkeit für Affektstörungen, im Allgemeinen Depression und feindliche Gedanken. In dieser Phase können Strategien zur kognitiven Stimulation für Alzheimer durchgeführt werden.

2. Zweites Stadium (Mittleres Stadium):  

Es ist normal, dass es 3 bis 5 Jahre dauert, bis die Krankheit voranschreitet. Hier entsteht eine Verschlechterung sowohl in der retrograden als auch in der anterograden Erinnerung. Die Urteilsfähigkeit und das abstrakte Denken werden geschädigt. Die Betroffenen können sowohl unlogische als auch sehr stereotypische Antworten geben, wenn man sie etwas fragt, dennoch können sie noch gut oder nur leicht beeinträchtigt vorlesen. In diesem Stadium verstärken sich die Persönlichkeitssymptome, da zu der Möglichkeit der Depression noch psychotische Symptome wie Halluzinationen, Delirien etc. hinzukommen können. Wenn man in dieser Phase eine verwirrte Hyperaktivität und visuelle Halluzinationen feststellt, ist es wichtig, eine ausführliche Bewertung vorzunehmen, da die Person möglicherweise zusätzlich zur Demenz noch ein Deliriumsbild aufweist. Die Desorientierung in Zeit und Raum ist sehr ausgeprägt.

3. Drittes Stadium (Spätstadium):

Die Dauer ist unterschiedlich und hängt von einigen Variablen ab: Der Schnelligkeit, mit der die Behandlung der Problemgruppen durchgeführt wurde, der Intensität der Krankheit und der Pflege. In dieser Phase können die Betroffenen sogar unfähig dazu sein, sich selbst im Spiegel zu erkennen, sie erkennen sich selbst und einige Nahestehenden nicht mehr. Fälle und Brüche sind sehr häufig. Abschließend kann das dritte Stadium so enden, dass die Person im Bett liegt und Unterstützung für alle möglichen grundlegenden Dinge braucht. Oft ist die Unterstützung der Familie nicht genug und man braucht die Assistenz eines spezialisierten Zentrums.

Was ist Alzheimer: Einige Risikofaktoren im Zusammenhang mit Alzheimer

Auch wenn man noch nicht mit Sicherheit die Gründe kennt, aus denen eine Person an Alzheimer erkrankt und andere nicht, hat die Forschung zur Verbesserung des Wissens über die Faktoren, die es gibt, beigetragen. Nach der Vereinigung für Alzheimer von Spanien (alz.org) sind dies einige Risikofaktoren:

  • Alter: Das Alter ist der grösste Risikofaktor für Menschen mit Alzheimer. Die meisten Betroffenen sind über 65-jährige Personen, und je höher das Alter, desto häufiger kommt die Krankheit vor. Es gibt Fälle in jüngerem Alter, der Alzheimer mit frühem Beginn kann bei Personen, die jünger als 65 sind, auftreten.
  • Angehörige mit Alzheimer: Auch wenn bisher noch nicht herausgefunden wurde, wieso Alzheimer in derselben Familie auftaucht, ist sicher, dass es mehr Alzheimer-Fälle gibt, wenn es direkte Verwandte ersten Grades gibt, die an dieser Krankheit leiden (Eltern oder Geschwister).
  • Genetik: Das Gen APOE-e4 ist das häufigste Risikogen bei der Alzheimer-Krankheit, die Wissenschaftler rechnen damit, das dieses Gen zu 1/4 zum Risiko für Alzheimer beiträgt.
  • Herzgefässkrankheiten: Diabetes, Fettleibigkeit, hoher Cholesterinspiegel in mittlerem Alter sowie hoher Blutdruck sind einige Faktoren, die laut Untersuchungen einen Zusammenhang mit Alzheimer aufweisen.

Ausserdem wurden andere mit Alzheimer zusammenhängende Faktoren untersucht, wie der Einfluss der Umgebung, die Bildung und in einiges Fällen Menschen die wiederholte Gehirnverletzungen erlitten haben (Athleten, Menschen im Kampf etc.), diese haben ein höheres Risiko für Demenz oder eine andere schwere kognitive Beeinträchtigung.

Was ist Alzheimer: Welche Prävalenz hat Alzheimer in der Bevölkerung?

Wie zuvor erwähnt, liegt Alzheimer auf dem ersten Platz bei der Anzahl der Demenzkranken. Die Alzheimer-Krankheit betrifft mehr als 6 Millionen in Nordamerika, 5 Millionen in Europa, mehr als 8 Millionen in Asien und 1,5 Millionen in Südamerika. Nach einem Bericht von 2007 ist die Prävalenz in Spanien 5,5% und liegt auf dem dritten Platz der Krankheiten mit den meisten sozialen und wirtschaftlichen Kosten in den entwickelten Ländern. Ausserdem liegt sie auf Platz 3 der Todesursachen, nur übertroffen vom Krebs und Herzgefässkrankheiten. Die Berichte der WHO halten fest, dass diese Zahlen schon 2015 höher waren und weiter steigen, weswegen kontinuierlich Untersuchungen, Bewusstmachung und alle Art von nötigen Hilfen für die Betroffenen und ihre Familienmitglieder gefordert werden.

Auch wenn es noch keine Behandlung gibt, die Alzheimer bekämpft oder seine Erscheinung verzögert, existieren mehrere Medikamente, die dabei helfen können, die Symptome der Demenz, die mit Alzheimer erscheinen, zu lindern und so die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Dies hat so einen Einfluss in der Gesellschaft, dass sowohl Ärzte, Psychologen und notwendigerweise viele Pflegekräfte und spezialisierte Zentren gefragt sind, um die Lebensqualität dieser Patienten zu verbessern. Wir hoffen, dass es in der Zukunft mehr notwendige Hilfen geben wird, dass die Untersuchungen fortschreiten, um sich zu verbessern oder eine mögliche Heilung und Vorbeugung dieser schweren Krankheit zu finden.

Quelle: Eva Rodríguez Weisz, Psychologin bei CogniFit.

Kreatives Denken: Was das ist, Beispiele, Merkmale und 10 Übungen

 Kreatives Denken ist die Fähigkeit, auf neuartige und originelle Art zu denken. Es beinhaltet ein Heraustreten aus dem festgelegten, um zu echten alternativen Lösungen zu gelangen. Wir zeigen dir wissenschaftliche Befunde zum kreativen Denken, die aufdecken, wie wir es schaffen, neue Ideen zu finden. Was das kreative Denken ist, Merkmale, Beispiele und 10 Übungen, die dir dabei helfen, dein kreatives Denken zu fördern.

Kreatives Denken

Folgende Anekdote hat vielleicht jemand schon mal gehört: In einer Physikprüfung will ein Lehrer seinen Schüler durchfallen lassen, weil dieser die Prüfungsfrage per se nicht falsch, aber nicht nach den Vorstellungen des Lehrers beantwortet hat. Die Prüfungsfrage lautete: “Zeigen Sie, wie es möglich ist, die Höhe eines Gebäudes mithilfe eines Fortin-Barometers zu bestimmen.”

Der Schüler hatte geantwortet: Man steigt mit einem langen Seil auf die Dachterrasse, bindet das Barometer an ein Ende und lässt es bis zum Sockel des Gebäudes herunterhängen. Man markiert das Seil und misst anschließend dessen Länge. Die Länge des Seils wird gleich der Höhe des Gebäudes sein.

Der Schüler hatte ein Dilemma mit dieser Lösung der Aufgabe ausgelöst, eigentlich war seine Antwort korrekt. Dennoch hatte er weder seine Kenntnisse des Faches bewiesen noch in irgendeinem Moment die gefragte Physik angewendet, um das Problem zu lösen.

Man gab dem Schüler eine zweite Möglichkeit, das Problem zu lösen und warnte ihn, dass er dieses Mal seine Physik-Kenntnisse dafür nutzen sollte. Ein paar Minuten vergingen und der Schüler hatte nichts geschrieben. Also fragte ihn der Lehrer, ob er die Antwort nicht kannte. Der Schüler anwortete, dass er ganz viele Antworten auf das Problem hatte und Schwierigkeiten hatte, die beste von allen auszuwählen.

Letztendlich schrieb der Schüler in seiner Prüfung: Man steige auf die Dachterrasse des Gebäudes und werfe das Barometer auf den Boden. Man berechne die Dauer des Falls und wende die Formel an, die die Dauer des Falls mit der Gravitationsbeschleunigung verbindet. Und so erhalte man die Höhe des Gebäudes.

Der Lehrer fragte den Schüler nach dem Lesen der Antwort neugierig, welche die anderen Antworten waren, die er in Betracht gezogen hatte. Der Schüler beantwortete seine Frage mit vielen anderen kreativen Arten, an das Problem heranzugehen. Jedoch hatte er in keiner seiner Antworten das Barometer auf konventionelle Art und Weise verwendet. Der Lehrer fragte, ob er nicht wisse, wie man ein Barometer benutze. “Natürlich weiß ich, wie man ein Barometer benutzt” – anwortete der Schüler, aber in all diesen Jahren haben mir die Lehrer versucht zu zeigen, wie man kreativ denkt.

Dies ist ein gutes Beispiel für kreatives Denken. Es wird behauptet, dass es sich bei dem Schüler um Niels Bohr hielt, ein dänischer Physiker, der letztendlich den Nobelpreis für Physik erhielt.

Was ist kreatives Denken?

Wir sind alle potentiell kreativ. Manchmal lesen wir, dass kreatives Denken gleichbedeutend zur Kreativität ist. Wenn wir jedoch vom kreativen Denken sprechen, geht es um etwas mehr als Kreativität. Kreatives Denken kann als die Fähigkeit bezeichnet werden, auf kognitivem Niveau alternative Wege zu gehen. Kreatives Denken zu benutzen beinhaltet, etwas zu fördern, was die Experten laterales oder divergentes Denken nennen (das berühmte “think outside the box“), das heißt, vorgefasste Ideen aufgeben. Das kreative Denken hebt sich durch seinen neuartigen und originellen Charakter ab. Diese Facette ermöglicht es uns innovativ zu sein, der Logik zu entfliehen, um Herausforderungen auf einer anderen Art zu begegnen und von der Routine abzuweichen.

In den 70ern und 80ern schlugen einige Verwaltungsberater ihren Kunden vor, das Neun-Punkte-Spiel zu lösen. Das Ziel des Spiels ist es, 9 Punkte mit 4 oder weniger Linien zu verbinden, ohne den Stift vom Papier zu heben und ohne dieselbe Linie mehr als einmal zu zeichnen. Um die Neun-Punkte-Aufgabe zu vervollständigen, ist es notwendig, über die Grenzen, die durch die Punkte gegeben sind, hinaus zu denken, wie man auf dem Bild sieht.

Im Allgemeinen assoziieren wir Kreativität mit Kunst und Freizeit. Kreatives Denken kann jedoch bei allen Aufgaben vorkommen, die wir durchführen. Das kreative Denken ist sehr nützlich und vorteilhaft in allen möglichen Situationen und bei alles möglichen Aufgaben – von den Wichtigsten bis zu den Banalsten. Das laterale Denken kann dir bei der Arbeit helfen, aber auch zuhause oder im Supermarkt. Du wirst merken, dass es dir leichter fallen wird, einen Bericht für deinen Chef zu verfassen, wenn du einmal begonnen hast, dein kreatives Denken zu fördern, du das Kochen mehr genießt oder du neue Strategien für deine Kindererziehung entwickelst.

Neurophysiologie und Merkmale des kreativen Denkens

Die Wissenschaftler John Kounios (Universität von Drexel) und Mark Beeman (Universität von Northwestern) haben mithilfe von fMRI (funktionelle Magnetresonanztomographie) verschiedene Befunde im Zusammenhang mit dem kreativen Denken entdeckt.

  • Die Hirnaktivität, die mit der visuellen Verarbeitung verbunden ist, schaltet sich 300 Milisekunden vor dem Auftauchen des kreativen Denkens ab. Dieses Phänomen ist ähnlich, wenn jemand die Augen schließt oder ins Leere blickt, um Reize zu unterdrücken. Dieser Fund deutet darauf hin, dass eine tiefe Introspektion notwendig ist, um das kreative Denken hervorzurufen.
  • Wenn das kreative Denken auftaucht, kommt es zu einer plötzlichen sehr hohen Aktivität im rechten Temporallappen (genau über dem Gehör). Der rechte Temporallappen ist der Bereich der Assoziation von Elementen, die in Zeit und Raum voneinander entfernt liegen. Bei dieser Verbindung von Erinnerungen aus der Vergangenheit enstehen Assoziationen mit Reizen aus der Gegenwart, die die Erscheinung von neuen Ideen begünstigen.
  • Es lassen sich auch Alfa-Wellen beobachten, die in der rechten Gehirnhälfte entstehen und sich über die graue Substanz ausbreiten und dabei (wieder) Assoziationen ermöglichen. Die Alfa-Wellen treten in Erscheinung, wenn wir entspannt sind oder die Augen schließen. Das Auftauchen der Alfa-Wellen ist fundamental bei der Erscheinung des kreativen Denkens. Laut Martínes Otero “kommt es dann zu Momenten der Erleuchtung, wenn es zu Veränderung in der Alfa-Aktivität kommt und die Konzentration diffus ist.”

Wenn wir den Gedanken freien Lauf lassen, fördern wir das kreative Denken. Die Momente, in denen das kreative Denken auftaucht, sind normalerweise solche, in denen wir abgelenkt sind. Das Gehirn hierarchisiert, indem es eine hohe Anzahl der Ressourcen an komplexe Aufgaben sendet und die einfachsten im Stand der Automatisierung lässt. Deswegen ist es wichtig, Momente zu finden, um unsere bewusste Aktivität zu verringern und unserem kreativen Denken freien Lauf zu lassen.

Kreatives Denken fördern

10 Übungen zur Steigerung des kreativen Denkens

Auch wenn wir alle potentiell kreativ sind, scheint die kreative Fähigkeit förmlich zu explodieren, sobald man einen Intelligenzquotienten von über 120 hat. Trotz der unbeeinflussbaren Komponente der Intelligenz lässt sich das kreative Denken trainieren. Im Folgenden führen wir 10 Punkte auf, mit denen du dein kreatives Denken steigern kannst und deine Gedanken und Ideen vor sich hin fließen lassen kannst.

1. Beim kreativen Denken ist alles möglich

Menschen mit ausgebildetem kreativem Denken urteilen nicht, ob die Ideen gut oder schlecht sind, sie erstellen nur neue Alternativen. Dies nennt man kognitive Enthemmung. Sie haben keine inneren Richter, sie lassen einfach ihrer Vorstellungskraft freien Lauf. Dafür muss man die Filter für absurd wirkende Ideen lockern; das zeigen auch die Untersuchungen von Shelley Carson, Spezialistin für Kreativität an der Harvard-Universität.

Brainstorming, bei dem eine Menge an neuen Ideen produziert werden, ohne deren Qualität zu beurteilen, kann bei dieser Aufgabe helfen. Forscher von der Universität von California haben beobachtet, dass bei dieser Übung die Alternativen blockiert werden, die in der Vergangenheit nicht funktioniert haben. So zeigen sie, dass das Blockieren von nicht produktiven Erkenntnissen im direkten Zusammenhang mit der Steigerung des kreativen Denkens steht. Kennst du die Gehirngymnastik? Es gibt viele Übungen, die dir dabei helfen können, dein Gehirn in Form zu bringen.

2. Entspann dich

Kreatives Denken funktioniert besser, wenn wir ruhig oder entspannt sind. Die Alfa-Wellen, die im Entspannungszustand vorkommen, sind die Grundlage des kreativen Denkens. Mach Dinge, die deinem Verstand ermöglichen, sich auf nichts Konkretes zu konzentrieren.Ein Bad du nehmen ist beispielsweise eine Aufgabe, die dein kreatives Denken stimulieren wird. Die Psychologin Paulette Kouffman bestätigt, dass Therapien wie das Floating, bei dem dein Körper in einem Bad mit Epsonsalzen treibt, dazu beitragen, das kreative Denken bei Studenten zu steigern. Das ist eine gute Art, nachzudenken und sich zu entspannen, Zustände, in denen die kreative Inspiration mit größerer Wahrscheinlichkeit auftaucht.

Langweilige Aufgaben für 15 Minuten auszuführen, wie Telefonnummern abzuschreiben, erhöht das kreative Denken nach einigen Forschern der University of Central Lancashire.

3. Zerstreu dich

Das kreative Denken funktioniert besser, wenn wir nicht zu aufmerksam sind. Es kann von Vorteil für viele Aufgaben sein, sich zu konzentrieren, aber Reize zu vermeiden bekommt dem kreativsten Teil unseres Gehirns nicht gut. Joseph Kasof, Psychologe an der Universität von California in Irvine, versichert, dass die breite Aufmerksamkeit bzw. sich nicht besonders auf etwas zu konzentrieren, mit dem kreativen Denken verbunden ist.

Die Zerstreuung kann ertragreich sein. Im Gegensatz zu dem, was wir erwarten könnten, fördert es die Kreativität, sich vielen sensorischen Reizen auszusetzen. Zum Beispiel kann es das Erscheinen des kreativen Denkens fördern, in einer lauten Umgebung zu arbeiten. In einer Studie von der Universität von British Columbia wurde diese These auf die Probe gestellt, indem drei verschiedene Situationen simuliert wurden. Das Ziel war es, ein Brainstorming bei verschiedenen Geräuschpegeln (niedrig, mittel und laut) durchzuführen. Überraschenderweise fand man heraus, dass in Situationen mit mittlerem Geräuschpegel (70 Dezibel) die Kreativität gesteigert wurde. Das liegt daran, dass eine mittellaute Umgebung die Menschen dazu zwingt, kreativer zu denken. Ein sehr lautes Umfeld macht das Halten der Aufmerksamkeit jedoch unmöglich. Isolier dich nicht in deinem Zimmer und versuch, an einem mittellauten Ort wie einem Café zu arbeiten.

4. Werde wieder zum Kind

Wie der Schauspieler, Schriftsteller und Humorist John Cleese sagte: “Wenn du kreativ Arbeiter möchtest, gib ihnen genug Zeit zum Spielen”

Beim kreativen Denken ist Innovation eine Pflicht. In der Kindheit sind wir herausragend kreativ, verlieren diese Fähigkeit aber, je näher wir dem Erwachsenenalter kommen und lernen, uns nach Glaubenssystemen und Verhaltensmustern zu richten. Wenn man Situationen begegnet, die alternative Sichtweisen erfordern, ist es sehr praktisch zu denken, was ein Kind tun würde. Die Experten Patrick Bateson und Paul Martin von der Cambridge-Universität vertreten die Idee, dass man dafür die Entlohnung vergessen und das Vernügen am Spiel des Spieles willens wiederentdecken muss.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Erwachsenen “spielen” können, angenehme Tätigkeiten in die Arbeit einzubauen ist eine gute Art. Google ist das Beispiel schlechthin für diese Art von Unternehmenspolitik. Die Mitarbeiter von Google haben Rutschen, Kicker, Schwimmbäder und sogar Kletterwände, um in den Arbeitspausen Spaß zu haben.

5. Mach eine Collage

Versuch, deine Ideen wie mit Ausschnitten aus Zeitschriften und Fotos zu mischen, um eine neue und echte Collage zu erstellen. Wenn es nötig ist, mach Notizen und probiere verschiedene Zusammenstellungen, so wird dein bewusstes Urteil keinen Einfluss haben.

Wie der Neurowissenschaftler Vilayanur S. Ramachandran sagt, liegt die Grundlage der Kreativität darin, jede Konzepte oder Gedanken zu verbinden, die augenscheinlich keine Beziehung zueinander haben.

Damit die Strategie den bestmöglichsten Effekt hat, ist es wichtig, verschiedenen Quellen einzubeziehen. Deshalb hilft es verschiedene Kenntnisbereiche oder verschiedene Aspekte deines Lebens gleichzeitig auszuführen. Deinen Tag zu bereichern besteht darin, an verschiedenen Aktivitäten wie Kursen, Zeitschriften, Konzerten, Vorträgen, Reisen, etc. teilzunehmen. Für Professor Epstein der Universität von San Diego ist die Beziehung zwischen verschiedenen Lebensformen und Kenntnissen die Grundlage des kreativen Denkens.

6. Hab viele gute Beziehungen und umgib dich mit guten Menschen

Damit das kreative Denken wächst, braucht es viele Sichtweisen. Sich mit vielen Menschen zu umgeben ist nützlich, um verschiedene Erlebnisse zu teilen. Es ist auch bereichernd, da die Menge der “mentalen Schubladen” erhöht wird, aus denen wir neue Ideen holen können. Abseits der Menge spielt auch die Qualität eine Rolle, wenn du dich mit vielen Leuten umgibst, versuch begrenzende Urteile zu vermeiden. Dich mit Leuten zu umgeben oder im Team zu arbeiten ist sehr positiv, wenn das Ergebnis konstruktiv ist.

Professor Epstein empfiehlt, nicht nur mit neuen Leuten zu verkehren, sondern auch neue Orte zu besuchen oder außergewöhnliche Objekte zu besichtigen, da dies zur Entwicklung origineller Ideen führen kann. Durch Multikulturalität kann man neuen Arten kennenlernen die Realität wahrzunehmen und auf sie einzuwirken, was unseren persönlichen Horizont erweitern kann (Dokumentarfilme, Reisen, über andere Zivilisationen lesen …).

7. Hab keine Angst vorm Scheitern

Das kreative Denken entsteht oft aus der Frustration, keine Lösung finden zu können und endet im Eureka! oder Aha-Moment. Deswegen solltest du keine Angst davor haben, die Antworten, die du suchst, auf den ersten Blick nicht zu finden. Das kreative Denken braucht viel Training und wenn du beginnst, ist es das Beste, sich nicht zu deprimieren oder zu viel von sich zu erwarten.

Es ist möglich, dass das, was uns heute als eine gute Idee erscheint, uns morgen schon gar nicht mehr so gut gefällt. In diesen Fällen darfst du nicht zulassen, dass diese Situation dich entmutigt. Lernen ist ausprobieren, bis du die Lösung findest.

Wir sollten uns auch nicht zwingen zu kreieren, dies könnte kontraproduktiv sein und unser kreatives Denken blockieren. Wenn wir nicht finden, was wir in unseren mentalen Schubladen suchen, ist es das Beste, uns abzulenken und so begünstigen wir die Erscheinung von neuen Dingen.

8. Schlaf gut

Es ist wichtig, dem Gehirn keinen Schlaf zu rauben, damit das kreative Denken in perfekter Form ist. Laut Ullrich Wagner, Forscher an der Universität von Lübeck in Deutschland ist es nicht empfehlenswert, weniger als 6 Stunden am Tag zu schlafen, ideal sind etwa 8 Stunden Schlaf am Tag.

Die Psychologin Deidre Barrett von der Harvard Medical School fand heraus, dass die Schüler, die in einer Studienpause schliefen, bessere Studienergebnisse hatten. Außerdem zeigte sich, dass jene Menschen, die über ein konkretes Problem vor dem Schlafengehen nachdachten, am nächsten Tag beim Aufstehen leichter eine Lösung fanden.

Schlafen ermöglicht es uns, scharfsinniger zu sein, da es die mentale Umstrukturierung begünstigt. Die angemessene Entspannung führt dazu, Situationen anders angehen zu können, originelle und effizientere Lösungen vorzuschlagen. Das zeigt förderlich für kreatives Denken.

9. Sei glücklich

Das Glück begünstigt das Erscheinen des kreativen Denkens sehr viel mehr als die Traurigkeit. Man neigt dazu zu denken, dass Künstler besser in melancholischen Situationen komponieren, schreiben und kreieren, aber dem ist nicht so.

Der Psychologe Mihály Csíkszentmihályi der Universität von Claremont (California) fand heraus, dass sich das Glück und die Kreativität gegenseitig begünstigen.

Karen Gasper, Psychologin an der Penn State University, erachtet, dass uns, wenn wir froh sind, Assoziationen zu Wörtern, Diagnosen oder Antworten auf Dilemma einfallen. Anscheinend ist die Ideensschaffung gehemmt, wenn wir traurig sind, außerdem begehen wir auch mehr Fehler.

Dieser Fund macht viel Sinn, wenn wir beachten, dass deprimierte Menschen einen sehr engen Aufmerksamkeitsfokus haben und exzessiv auf ihr Problem oder ihre Gedanken konzentriert sind. Deswegen ist es ideal, sich in einer fröhlichen Stimmung zu befinden, die das kreative Denken stimuliert.

10. Gehe spazieren, um kreatives Denken zu aktivieren

Sport scheint das kreative Denken im Allgemeinen zu stimulieren, aber besonders Spazieren gehen hat einen sehr positiven Effekt.

An der Universität von Stanford wurde eine Studie durchgeführt, um die möglichen positiven Effekte des Spazierengehens auf das kreative Denken aufzuzeigen. Dafür wurden vier Experimentssituationen geschaffen: auf einem Laufband gehen, sich zu setzen und auf eine weiße Wand zu schauen, an der frischen Luft spazieren gehen und sich an die frische Luft zu setzen. Die Forscher erfassten das laterale Denken der Teilnehmer bzw. deren Fähigkeit, neue Ideen zu schaffen. Diejenigen, die für das Szenario “gehen” ausgewählt worden waren, hatten höhere Kreativitätslevel als diejenigen, die dem Szenario “sitzen” zugeschrieben wurden; ob die Aktivität drinnen oder draussen stattfand, war irrelevant.

Marily Opezzo, Co-Autorin der beschriebenen Studie, hält fest: “Gehen wird dich nicht zu Michelangelo machen, aber es kann dir in den ersten Phasen des kreativen Prozesses helfen”.

Danke fürs Lesen! Hinterlasse uns deine Kommentare! 🙂

Quelle: Irene García Calvo, Psychologin bei CogniFit.

Mentale Energie: 10 Tipps zur Entfesselung deiner Geisteskraft

Unser Geist ist das Zentrum unseres Lebens. Er ist der “Motor”, der es uns ermöglicht, unsere Lebensziele zu erreichen. Es ist normal, dass wir manchmal etwas weniger energiegeladen sind und bemerken, dass wir Dinge vergessen, dass uns Ausrutscher passieren, dass wir falsche Entscheidungen treffen, nicht klar denken, etc. Die mentale Erschöpfung ist normalerweise von Gefühlen der Traurigkeit, Reizbarkeit, Beklommenheit, Stress und Sorgen begleitet. Diese negativen Gefühle können unseren Alltag beeinträchtigen und für Unzufriedenheit und Unglück sorgen. In diesem Artikel berichten wir dir, wir du deine Geisteskraft fördern kannst. Entdecke diese 10 einfachen Tipps, die dir helfen, deine mentale Energie zu verbessern.

Mentale Energie: 10 Tipps, um deine Geisteskraft zu steigern

Ein hohes Niveau an mentaler Energie kann dir dabei helfen, eine entscheidungsfreudigere, kreative und geistig schnellere Person zu werden. Wenn du deine Geisteskraft steigerst, wirst du dich den verschiedenen Schwierigkeiten und Problemen des Alltags effektiver stellen können.

10 Tipps zur Steigerung deiner mentalen Energie

Wir sind lebendige Wesen. Wir erlangen und erschaffen unsere mentale Energie aus dem Wasser, der Luft, der Sonne, der Nahrung, dem Lachen; aber wir sind auch kulturelle Wesen, die sich von Büchern, sozialen Beziehungen, Reisen und Videospielen ernähren. Dieser Post gibt dir eine Tour um “die elementarsten Quellen” der mentalen Energie, mit denen du dich versorgen kannst. Entdecke 10 Tipps, die dir dabei helfen, deine Geisteskraft zu verbessern:

1. Wasser trinken ist der erste Schritt, um deine mentale Energie zu steigern

Wasser ist eine mentale Energiequelle. 2012 fand man in einer Studie mit Schülern einer Universität aus London heraus, dass die Schüler, die während einer Prüfung Wasser tranken, ihre Noten um 5% gegenüber denen, die kein Wasser tranken, erhöhten.

Wie kannst du deine Geisteskraft erhöhen?

Hab immer eine Flasche Wasser dabei, so kannst du dich einfacher hydratisieren. Wenn du ein wichtiges Meeting oder eine Prüfung hast, oder dich jedweder Situation stellen musst, die hohe mentale Energie erfordert, nimm immer eine Flasche Wasser mit.

2. Verwende deine Atmung auf bewusste Art und Weise

Wir können mithilfe unserer Atmung mentale Energie erhalten. Zum Beispiel, wenn du Angstzustände, Stress oder Beunruhigung fühlst, ist die Atmung eine Hilfe zur Selbstkontrolle, die, mit ein bisschen Übung, vermeidet, dass deine Energie in kritischen Situationen kollabiert.

Wie kannst du deine mentale Energie verbessern? Lege deine Hände mit geradem Rückenauf deinen Bauch und blase ihn mit jeder Einatmung auf. Das Ziel ist es, den Luftfluss, der sich im Brustkorb stauen kann, zum Unterbauch fliessen zu lassen. Versuche, die Dauer jeder Ein- und Ausatmung gleichmässig zu gestalten.

3. Nutze das Sonnenlicht als natürliche Energiequelle

Hast du dich schon einmal gefragt, wie dein Gehirn unter dem Einfluss des Sonnenlichts reagiert? In deinem Inneren produziert das Sonnenlicht eine Erhöhung der metabolischen Energie, es ist eine natürlich Quelle von Vitamin D (das die Geschwindigkeit der Neuronenverbindungen beeinflusst) und “schaltet” die Schlafneuronen, die für Schläfrigkeit sorgen, aus. Hast du bemerkt, wie deine mentale und körperliche Energie im Sommer steigt und zu Beginn des Herbstes sinkt? Das ist so, weil zum Beispiel das direkte und intensive Licht uns aktiver macht, uns uns mehr bewegen lässt oder uns mehr Ausdauer gibt. Und hast du bemerkt, was in einem Raum mit warmer Beleuchtung oder im Dämmerlicht passiert? In diesen Situationen entspannt sich unser Körper, wir sprechen weniger und die Gesprächslautstärke sinkt. Laut diesem Experiment der Universidad Autónoma de México stimuliert das Licht die rechte Gehirnhälfte besonders positiv: die Denkgeschwindigkeit erhöht sich, nachdenklichere und tiefgeherende Gedanken entstehen und die Kreativität wird stimuliert.

Sich zu sonnen, erhöht die Geisteskraft. Widme eine Zeit des Tages, 15 bis 20 Minuten, dem Baden im Sonnenlicht. Wenn möglich in Kontakt mit der Natur, wie in einem Park. Es wird dir auch helfen, an offenen Plätzen reich an natürlichem Licht, zu arbeiten oder zu essen. Triff geeignete Vorsichtsmassnahmen, wenn die Sonne deine Haut oder Augen schädigen könnte.

Sich zu sonnen erhöht deine Geisteskraft.

4. Erhalte mehr Energie durch deine Ernährung

Folge einer vernünftigen Ernährung mit allen notwendigen Nährstoffen. Es ist klar, dass ein großer Teil der Energie, die wir erhalten, von unserer Ernährung stammt. Es gibt einige Lebensmittel, die sehr empfehlenswert für die Pflege und Funktion unseres Gehirns ist, wie die, die reich an Omega-3-Fettsäuren, pflanzlichen Fetten, Vitamin B, besonders Folsäure, Vitamin D, Antioxidantien oder Phosphor sind. Welche Vitamine vor allem für das Gehirn wichtig sind, erfährst du hier.

Wenn du deine Geisteskraft erhöhen möchtest, finde dich nicht damit ab, nur gut zu essen: interessiere dich für die Lebensmittel, die du kaufst, ihre Bestandteile und Nährstoffe, organisiere deine wöchentliche Diät und beteilige dich an ihrer Zubereitung, indem du dich an neue Rezepte traust. Kreativ zu sein (in der Küche) ist auch eine sehr starke mentale und konstruktive Energie.

5. Lachen stimuliert deine positive mentale Energie

Man sagt oft, es gebe keine bessere Medizin als das Lachen. Dies ist eine Quelle der körperlichen Gesundheit (z.B. auf den Blutdruck), der psychischen Gesundheit (auf die Stimmung) und der sozialen Gesundheit (es verbessert die zwischenmenschlichen Beziehungen). Manche Untersuchungen zeigen, dass das Lachen geistige Prozesse fördert, die gegensätzlich zu psychischen Problemen wie Depression oder Schlaflosigkeit sind.

Fördere deine Geisteskraft und triff dich mit Freunden. Es ist verboten, über Dinge zu sprechen, die nicht lustig sind! Um das Eis zu brechen, kannst du die positiven Erlebnisse der letzten Tage/Wochen kommentieren und einige Gesichtsübungen durchführen, um die Lachmuskeln zu aktivieren; ein Lachen zu simulieren kann schliesslich ein echtes und witziges Lachen hervorrufen.

6. Bücher zu lesen hilft dir zu wachsen und hat eine heilende Wirkung

Die Lektüre, mal abgesehen vom Vergnügen, das sie verursacht, stimuliert und entwickelt unser Gehirn. Ein Buch, eine Geschichte, ein Gedicht … zu lesen, ermöglicht es uns oft, die Realität zu begreifen, uns an andere Perspektiven als die unsere anzunähern oder neue Kenntnisse zu erlangen.

Bücher zu lesen “energetisiert” deinen Geist. Greif auf Bücher zurück, um neue Erfahrungen zu bekommen und deine mentale Energie zu erneuern; aber das beschränkt sich nicht nur auf Literatur: Museen besuchen, Musik hören, Filme sehen, Tanz, Theater, Bilder, Architektur und viele andere kulturelle Artefakte sind unerschöpfliche Quellen reicher mentaler Energie für das Gehirn.

7. Persönliche Beziehungen sind eine Quelle emotionaler Energie

Die Quantität ist nicht so wichtig wie die Qualität der Beziehungen. Die Studien über Freundschaftsnetze online beweisen, dass eine grosse Anzahl von Freunden unserem Ego soziale und gruppale Vorteile bietet, wie das Gefühl der Zugehörigkeit, einer Wahrnehmung von sozialer Unterstützung und mehr Status. Aber, hast du wirklich so viele Freunde?

Wie kannst du deine mentale Energie erhöhen? Behalte dir einen Teil deiner Zeit dafür vor, mit Freunden und/oder Familie zusammen zu sein, auch wenn ihr nichts Besonderes macht. Es ist nicht einmal notwendig, Geld auszugeben oder einer Tätigkeit nachzugehen, die das Stresslevel anhebt. Zusammen zu sein und dieses Gefühl von wirklicher Unterstützung entstehen zu lassen sollte genug sein.

8. Reisen: Erfrische deinen Geist und erneuere deine mentale Energie

Andere Städte, Länder und Menschen kennenzulernen ist eine Art, über den Tellerrand hinauszuschauen und mit der Routine zu brechen. Neue Gesichter, neue Kleidung, neue Gebäude, neue Landschaften … das Gehirn ernährt sich von attraktiven Reizen und erschafft neue Neuronenverbindungen. Ausserdem stärkt Reisen deine persönliche Identität und macht dich zufriedener mit dir selbst.

Täglich spazieren zu gehen erhöht die mentale Energie und nähert dich deiner Umwelt an

9. Täglich spazieren zu gehen erhöht die mentale Energie und nähert sich deiner Umwelt an

Wenn du mehr gehst und weniger Transportmittel wie Auto oder Metro benutzt, verschaffst du dir Vorteile für deine körperliche Gesundheit (z.B. verringert sich das Risiko für Herz-Gefäss-Probleme) und du erzeugst positive mentale Energie. Wenn du zu denjenigen gehörst, die durch die Stadt laufen, wirst du tagsüber in positiverer Stimmung sein, als wenn du dich im Auto im Verkehr bewegst. Eine holländische Studie, die 2015 im Geographical Journal veröffentlicht wurde mit dem Thema, wie die Interaktionen mit der Umwelt unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit beeinflussen, gab an, dass die Menschen bei der Fortbewegung zu Fuss von einem Ort zum anderen ein höheres Empfinden der Autonomie hatten, mehr Lust darauf hatten mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und sich integrierter in ihrer Umgebung fühlten.

10. Denkspiele oder “Gehirnjogging-Spiele” werden deine geistige Kraft und Energie steigern

Heutzutage kennen wir schon die Wichtigkeit, aktiv auf unsere kognitiven Funktionen und Fähigkeiten einzuwirken. Denn man kann das Gehirn trainieren, um mehr mentale Energie zu erhalten. Von dieser Perspektive aus äussert sich das in besseren Fähigkeiten, höherer Verarbeitungsgeschwindigkeit, Plastizität, Flexibilität der Gedanken, Fähigkeit, die Information zu aktualisieren, Reaktionsgeschwindigkeit ..

Die Nutzung von Videospielen wurde lange in Erziehung und Klinik erprobt, im Bereich der kognitiven Rehabilitation. CogniFit ist das führende kognitive Trainingsprogramm auf internationalem Niveau und validiert von der wissenschaftlichen Gemeinde.

 

Quelle: Pablo García Bartolomé, Psychologe bei CogniFit.

Dysthymia: Persistierende Depressive Störung. Wie identifiziert man sie & 9 Tipps

Wir haben alle mal eine schlechte Phase, in der wir uns trauriger als gewöhnlich fühlen, keine Lust auf gar nichts haben und konstant apathisch sind. In den meisten Fällen löst sich dies und wir kehren nach und nach in die Normalität zurück. Aber was ist, wenn wir nicht in die Normalität zurückkehren? Was ist, wenn die Traurigkeit und Unlust nicht verschwindet? Wenn dieser Zustand nicht mit der Zeit zurückgeht, kann es sein, dass wir einen Fall von Dysthymia vor uns haben. Entdecke in diesem Artikel, was Dysthymia ist, wie man sie identifiziert, ihre Ursachen und Tipps zur Überwindung der Dysthymie.

Dysthymia

Was ist Dysthymia? Die Dysthymia, Persistierende Depressive Störung genannt, ist eine leichte Form der Depression. Sie wird normalerweise in die Gruppe der chronischen Störungen eingeordnet, aber es ist sehr wichtig zu betonen, dass in der Psychologie, im Unterschied zur Medizin, “chronisch” auf eine lang anhaltende Störung hinweist, nicht darauf, dass sie “unheilbar” oder “unbehandelbar” ist.

Symptome von Dysthymia – Wie identifizieren wir sie?

Von Dysthymia Betroffene beschreiben sich häufig als “traurig” oder “schlecht gelaunt”. Die Dysthymia bei Erwachsenen wird mit folgenden Symptomen in Zusammenhang gebracht:

  • Wenig Appetit oder übermässiger Appetit
  • Schlaflosigkeit oder übermässige Schläfrigkeit
  • Niedrige Energie
  • Niedriges Selbstwertgefühl
  • Konzentrationsprobleme und Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung
  • Gefühle der Verzweiflung
  • Schuldgefühle
  • Vermeidung von sozialen Beziehungen

Um Dysthymia diagnostizieren zu können, müssen die Symptome mindestens 2 Jahre anhalten. Auch wenn sie sich zwischendurch für einige Monate zurückziehen können.

Bei Kindern sind die Hauptsymptome für Dysthymia:

  • Reizbarkeit
  • Schwache Schulleistungen
  • Fehlen von Sozialkompetenz
  • Pessimismus

Bei Kindern müssen die Symptome für Dysthymia ein Jahr lang bestehen, um diagnostiziert zu werden.

Es ist wichtig, Dysthymia früh zu diagnostizieren, da sie, wenn sie nicht angemessen behandelt wird, zur Depression führen kann.

Man darf allerdings ein normales Traurigkeitsgefühl nicht mit Dysthymia verwechseln. Es ist normal, sich ab und zu traurig, verärgert, oder unglücklich in einigen Momenten des Lebens zu fühlen. Dies beginnt, pathologisch zu werden, wenn das Unglück und die Traurigkeit in der Zeit anhalten und nicht verschwinden, auch wenn alles gut laufe zu scheint, und die Alltagstätigkeiten beeinflusst.

Ursachen für Dysthymia

Für psychologische Störungen gibt nie nur eine einzige Ursache. Dennoch scheint die Dysthymia mit dem Serotonin zusammenzuhängen, einem Neurotransmissoren, der für die emotionale Regulierung und Werturteile veranwortlich ist. Wie bei allen Störungen, beeinflussen auch bei der Dysthymia stressige Lebenssituationen die Lernprozesse und die Persönlichkeitsmerkmale.

Die Dysthymia tritt für gewöhnlich häufiger bei Frauen, bei Menschen mit einem von Dysthymia oder Depressionen betroffenen Familienmitglied und Menschen, die ein traumatisches Ereignis erlebt haben, auf.

 

Die Ursachen für Dysthymia sind nicht sehr bekannt

Tipps zur Vorbeugung und Linderung der Dysthymia-Symptome

Wie überwindet man Dysthymia? Die Persistierende Depressive Störung sollte immer von einem Experten behandelt werden. Diese Menschen können eine neuropsychologische Bewertung vornehmen. Die Untersuchung der kognitiven Funktionsweise erfüllt eine vorbeugende Funktion und hat bei der frühzeitigen Entdeckung von Dysthymia und anderen psychischen Störungen Priorität. Finde hier heraus, zu welchem Experten wir gehen sollten: Psychiater oder Psychologe.

Trotzem können Menschen mit Dysthymia einige Dinge unternehmen, um sich ein bisschen besser zu fühlen, bis sie den passenden Fachmann gefunden haben:

 

1. Sport hilft dabei, unsere Laune zu verbessern

Bewegung verbessert nicht nur unsere physische Gesundheit, sondern kann auch dazu beitragen, unsere Laune zu verbessern. Es ist nicht notwendig, intensives Training zu betreiben. Jede körperliche Tätigkeit kann uns viele Vorteile bringen, von Spazierengehen bis Tanzen, Inlineskaten, Fahrrad fahren … Ausserdem steigt ihr Nutzen, wenn wir die körperlichen Tätigkeiten an der frischen Luft ausführen.

Du weisst nicht, wie du anfangen sollst, Sport zu machen? Entdecke unsere Tipps.

2. Drogen und Alkohol verschlimmern die dysthymischen Sympytome

Obwohl es so scheinen kann, als ob Drogen und Alkohol die depressiven Symptome lindern, verschlimmern sie sie auf lange Sicht, nicht zu sprechen von den negativen Auswirkungen, die diese Substanzen auf unseren Organismus haben.

3. Achte auf deine sozialen Bindungen

Eine der wichtigsten Erholungsprädiktoren ist bei diversen Formen von psychischen Problemen das soziale Netzwerk und die Unterstützung, die die/der Betroffene bekommt. Deshalb ist es sehr wichtig, sich mit Personen zu umgeben, die uns lieben und wertschätzen, uns unterstützen und positiv sind. Halte dich von Leuten fern, die dir ein schlechtes Gefühl bereiten, dich geringschätzen und beschuldigen.

Die Sozialisierung ist auch sehr wichtig, um uns besser zu fühlen. Soziale Beziehungen erhöhen unser Selbstwertgefühl und verbessern unsere Laune.

4. Guter Schlaf ist die Basis für eine Verbesserung er Dysthymia

Die Schlafqualität beeinflusst unseren Zustand und die Verfassung unseres Gehirns ungemein. Es ist wichtig, eine Schlafroutine beizubehalten, sich immer zur selben Zeit schlafen zu legen und zur selben Zeit aufzustehen. Um unsere Schlaflosigkeit zu bekämpfen, können wir auch alle Reizquellen entfernen, die unseren Schlaf beeinträchtigen könnten (Licht, Geräusche, elektronische Geräte …). Wir können auch versuchen, uns zu entspannen, bevor wir schlafen gehen. Wir können Achtsamkeitsmeditation machen, die Schlaflosigkeit mit Musikhören bekämpfen, uns ein entspannendes Bad gönnen …

5. Ernähre dich gesund

Wir haben fast alle eine Ahnung von den Folgen, die eine ungesunde Ernährung in unserem Körper hat, aber wir dürfen nicht vergessen, wie die Ernährung unser Gehirn beeinflusst. Sie hat nämlich einen grossen Einfluss. Eine gesunde Ernährung hilft uns, uns besser zu sehen und zu fühlen.

6. Kultiviere dein Selbstwertgefühl

Ein geringes Selbstwertgefühl ist ein gemeinsamer Faktor von vielen psychischen Problemen, deshalb ist es wichtig, es auf einem optimalen Level zu halten. Schreib auf einem Blatt Papier deine Erfolge auf (oder bitte jemanden, es für dich zu tun) und stelle dich den Situationen, vor denen du dich fürchtest, das kann dabei helfen, dein Selbstwertgefühl zu steigern.

7. Den Stress im Zaum zu halten lindert die Dythymia-Symptome

Stress kann die Dysthymia-Symptome verschärfen. Deshalb ist es sehr wichtig zu lernen, mit Stresssituationen besser umzugehen. Lerne, dich zu entspannen, wenn du gestresst bist. Es gibt eine Menge an Entspannungstechniken, die du verwenden kannst. Yoga und Meditation zu machen kann dir auch helfen.

8. Widme dir selbst Zeit

Es ist wichtig, dass du nicht aufhörst, Dinge zu tun, die dir gefallen. Und wenn du damit begonnen hast, deine Hobbys beiseite zu legen, versuch sie wieder aufzunhemen, nach und nach. Das Schlimmste, was du tun kannst, ist mit etwas aufzuhören, was dir Vergnügen bereitet. Widme dir Zeit. Wenn du gerne liest, kochst, nähst, Sport machst, ins Kino gehst … mache es weiterhin. Lass deine Hobbys nicht im Stich.

Es ist auch eine gute Idee, dir ab und zu etwas zu gönnen. Gönn dir ein entspannendes Bad, lies deinen Lieblingsroman, was auch immer. Das Wichtigste ist, dass du ein paar Stunden für dich reservierst, mindestens einmal pro Woche.

9. Benutze CogniFit, das führende Stimulationsprogramm, um bei der Behandlung von Dysthymia zu helfen

CogniFit verfügt über ein führendes Programm zur kognitiven Bewertung und Behandlung für Dysthymia und Depression. Diese nicht pharmakologische Behandlung kann dabei helfen, Dysthimiasymptome zu verringern, indem es kognitive Verbesserungen schafft.

Der niedergeschlagene Gemütszustand der Menschen mit Depressionen oder Dysthymia kann Mängel im kognitiven Bereich zufolge haben. Die hauptsächlich beeinflussten kognitiven Fähigkeiten bei Menschen mit Depressionen sind das Arbeitsgedächtnis, die Inhibition, die geteilte Aufmerksamkeit und generell die exekutiven Funktionen.

Eine der aktuellen Untersuchungen bewies die Effizienz des kognitiven Rehabilitationsprogramms von CogniFit bei der Verringerung der depressiven Symptome. Immer mehr Experten empfehlen diese Behandlung als ergänzende Hilfe bei Dysthymia-Symptomen.

 

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Schlaganfall Ursachen : 16 Risikofaktoren, die einen Schlaganfall verursachen können

Schlaganfall Ursachen: Kann man einem Schlaganfall vorbeugen? Einige Risikofaktoren kann man nicht verändern, aber viele andere Ursachen für einen Schlaganfall kann man korrigieren: Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Cholesterin, Tabak, Stress, etc. … Entdecke in diesem Post die 16 Hauptursachen für einen Schlaganfall und handle!

Schlaganfall Ursachen: Risikofaktoren, die einen Iktus verursachen können

Schlaganfall Ursachen und Risikofaktoren

1. Das Alter, ein Risikofaktor  

Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, wächst ab einem Alter von 60 Jahren beachtlich. Deswegen sollten wir während des ganzen Lebens auf uns achten, damit wir das Alter erreichen. Und das nicht nur mit kognitiver Stimulation, sondern auch körperlich. Es ist äußerst wichtig, dass wir, wenn wir ein gewisses Alter erreichen, nicht in sesshafte Lebensstile verfallen. Sport ist einer der wichtigsten Schutzfaktoren, um Ikten zu vermeiden.

2. Das Geschlecht: Männer haben ein höheres Risiko

Der Schlaganfall scheint im Allgemeinen häufiger bei Männern als bei Frauen aufzutreten.

3. Deine Vorgeschichte und Familiengeschichte

Wir sind anfälliger dafür einen Schlaganfall zu erleiden, wenn wir selbst oder ein Familienmitglied schon einen Schlaganfall gehabt haben.

4. Bluthochdruck als Risikofaktor

Das Risiko für einen Iktus erhöht sich gleichwohl, wenn der systolische Blutdruck (maximaler Druck) erhöht ist als auch, wenn der diastolische Blutdruck erhöht ist (minimaler Druck). Es ist wichtig, dass sich Personen über 55 regelmäßig den Blutdruck messen.

5. Herzkrankheiten

Krankheiten wie Vorhofflimmern, Kardiomyopathie etc. erhöhen das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.

6. Der Tabak, ein wichtiger Risikofaktor, der einen Iktus verursachen kann

Tabakkonsum legt den Schlaganfall auf 45 Jahre vor. Wenn wir ihn dazurechnen, ist das Risiko höher, eine Herzkrankheit zu erleiden.

7. Salz- und fettreiche Ernährung

Hohe Cholesterin- und Triglyzeridwerte sowie ein erhöhter Salzkonsum erhöhen die Wahrscheinlichkeit, einen Iktus zu erleiden. Erfahre hier, welche Nahrung gut für das Gehirn ist.

8. Diabetes erhöht das Risiko für einen Schlaganfall

Diabetes erhöht das Risiko für viele andere Krankheiten und auch für den Iktus, da sich die Blutgefässe verstopfen. Bis zu 20% aller Menschen, die einen Iktus erlitten haben, sind Diabetiker. Aber wenn sie die vom Arzt verschriebene Behandlung durchführen, haben die Diabetiker eine weniger grosse Wahrscheinlichkeit, einen Iktus zu erleiden, als diejenigen, die diese nicht befolgen.

9. Fettleibigkeit als Risikofaktor

Wie vorhin erwähnt wurde, verursacht ein hohes Fettlevel eine Verstopfung der Wege des Blutflusses. Es ist wichtig, auf unsere Ernährung zu achten, nicht nur, weil sie zu den Schlaganfall Ursachen zählt, sonder auch, weil sie mit anderen Faktoren wie der Diabetes zusammenhängt. Mehr als einmal haben wir von den Ärzten gehört, wie wichtig es ist, und von klein auf gesunde Lebensgewohnheiten im Bezug auf unsere Ernährung beizubringen. (Erfahren hier welche Ernährung gut für das Gehirn ist.)

10. Alkohol als Risikofaktor

Exzessiver Alkoholkonsum ist einer der Risikofaktoren, der für einen Iktus sorgen kann.

11. Orale Empfängnisverhütungsmittel

Heutzutage enthalten sie keine hohen Östrogenspiegel, aber es gibt Hinweise, dass sich das Risiko erhöht, wenn dieser und andere Risikofaktoren zusammenkommen, zum Beispiel Rauchen oder eine Herzkrankheit.

12. Das sesshafte Leben

Der größte Feind, den wir haben können, ist, keinen Sport zu machen. Jetzt einmal genug der Ausreden. Denk daran, dass wenn du nur 30 Minuten deines Lebens am Tag widmest, um einen Spaziergang zu machen, verringerst du schon das Risiko, einen Iktus zu erleiden. Das ist ein guter Grund, um aus dem Haus zu gehen, denkst du nicht? Erfahre hier, wie man die Motivation für Sport steigern kann.

13. Chronischer Stress als Risikofaktor

Eine von spanischen Neurologen durchgeführte Studie versichert, dass kontinuierlicher Stress das Risiko steigert, einen Iktus zu erleiden.

14. Schlafstörungen: Das Schlafapnoe-Syndrom

Die Schlafapnoe ist eine häufig vorkommende Störung, die sich durch Pausen bei der Atmung oder das oberflächliche Atmen im Schlaf auszeichnet. Wenn man an diesem Syndrom leidet, hat man eine verstärkte Möglichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden.

15. Drogenkonsum

Der Konsum von Drogen wie Kokain und Amphetamine erhöht das Risiko.

16. Migräne als vaskulärer Risikofaktor

In den letzten Jahren hat der Faktor Migräne als Hirngefäss-Risikofaktor an Relevanz gewonnen.

Quelle: Noemi Vega Ruíz, Psychologin bei CogniFit.

Angstzustände? Finde die passende Entspannungstechnik hier, sie funktioniert!

Wie kann ich mich entspannen, wenn ich Angstzustände habe? “Ich glaub, mich trifft der Schlag”, “mein Herz springt mir raus” oder “ich bin so angespannt” sind einige Ausdrücke, die uns in Phasen von hohem Stress und Angstzuständen begleiten. Manchmal bekämpfen wir sie mit Medikamenten oder wiederholten Arztgängen, damit dieser unser Unwohlsein mit irgendeiner Wunderspritze beruhigt. Aber gut, hier wollen wir euch ein paar Richtlinien zeigen, damit du dir diese Wohlfühlspritze selbst geben kannst, ohne dass es nötig wäre, Tabletten zu nehmen oder zum Arzt zu gehen. Lerne, dich zu entspannen, wenn du Angstzustände und Stress hast! Entdecke die Progressive Muskelentspannung von Jacobson.

Wie kann ich mich entspannen, wenn ich Angstzustände habe. Progressive Muskelentspannung von Jacobson.

Die Angstzustände verstehen, um uns ihr entgegenstellen zu können

Als Erstes sollten wir ein bisschen wissen, was Angstzustände sind, damit wir verstehen können, warum die Verabreichung von Medikamenten nicht notwendig ist, um sie zu reduzieren. Wenn wir uns unruhig fühlen, haben wir Angstgefühle und es kann sogar dazu kommen, dass wir denken, dass wir an einer Angstattacke sterben können: nichts liegt ferner. Die Angst ist eine emotionale Reaktion auf eine unmittelbar bevorstehende Drohung, sei sie real oder eingebildet, während der Angstzustand eine vorgezogene Reaktion auf eine zukünftige Drohung ist (die sich ergeben kann oder auch nicht). Beide Dinge sind produktiv (in richtigem Masse), denn sie warnen uns, dass es eine Gefahr gibt und das beduetet, dass wir aufmerksam bleiben können. Das Problem kommt, wenn wir zu lange und intensiv in diesem “Alarmzustand” verharren: dann tritt die bekannte “Angstattacke” mit all den Symptomen, die uns Unwohlsein bereiten, auf und die Antwort darauf ist die Flucht zum Arzt. Dennoch sollte uns klar sein, dass Angstzustände nicht Weiteres als das sind: Symptome. Es gibt keine Krankheit, es gibt nicht mehr.

Um uns das besser vorzustellen, es ist, als ob wir in Höchstgeschwindigkeit vor einem Löwen weglaufen, der uns verfolgt, aber es in Wirklichkeir gar keinen Löwen gibt! Der “Löwe” existiert nur in unserem Kopf.

Das heisst, der Grund für die Entfesselung dieses symptomatischen Unwohlseins war eine Idee, die nicht wirklich existiert (zum Beispiel: die Angst vor dem Gedanken an den Tod, die Angst, das uns etwas passiert, wenn wir aus dem Haus gehen, oder vor einer Herzattacke).

Im Fall des Löwen sehen wir, dass die Lösung ganz klar “aufhören, zu rennen” heissen muss, denn der Löwe existiert nicht und es besteht keine Gefahr. Dies wäre die einzige Möglichkeit, unseren Alarmzustand zu verringern, das “Schwitzen” und die “Beschleunigung des Herzschlags” zu reduzieren, welche genau die Symptome sind, die die Angst- oder Panikattacke auslösen.

Einen Spaziergang machen, Achtsamkeitsmeditation praktizierenirgendeiner Tätigkeit nachgehen, etc… Alles, was die Gedanken beschäftigt hält und uns von der Idee von Gefahr (oder welcher Auslöser-Idee auch immer) fernhält, könnte eine gute Strategie zur Verringerung der Angst-Symptome sein.

Im Folgenden möchte ich euch über eine sehr effektive Technik zur Entspannung bei Angstzuständen berichten: Die progressive Muskelentspannung von Jacobson.

Wie kann ich mich entspannen, wenn ich Angstsymptome habe – Progressive Muskelentspannung von Jacobson

Wie kann ich mich entspannen, wenn ich Angstzustände habe? Progressive Muskelentspannung von Jacobson

Was ist die progressive Muskelentspannung (von Jacobson)?

  • Es ist eine Methode physiologischer Art, die sich auf die Erholung ausrichtet.
  • Sie erleichtert eine tiefe Entspannung auf fast mühelose Art und Weise, indem sie es ermöglicht, eine freiwillige Kontrolle über die Muskelspannung zu übernehmen.
  • Sie ermöglicht es, die intime Verbindung zwischen Körperspannung und einem angespannten Geisteszustand zu erkennen und zeigt klar auf, wie die Befreiung eines der beiden Elemente auch das andere befreit.
  • Allmählich werden Zustände der Kontrolle und Entspannung erreicht, auch wenn der Fortschritt langsam ist, wird er immer intensiver und effizienter. 
  • Dies ist keine kurzweilige Methode, ihre Effekte sind es aber auch nicht.
  • Sie zeigt uns, wie man die Muskulatur absichtlich entspannt, um einen Zustand von tiefer innerer Ruhe zu erreichen, der entsteht, wenn uns die unnötige Spannung verlässt.
  • Die Bereiche, in denen wir die Spannung anhäufen sind vielfältig und manchmal “auf den ersten Blick” unsichtbar, deswegen ist es gut, wenn wir lernen, jede Muskelgruppe unseres Körpers zu entspannen.

Was erreicht man mit der progressiven Muskelentspannung von Jacobson?

Man erreicht eine allgemeine Verringerung der Angstzustände, eine Entspannung der Muskelspannung, ein einfacheres Einschlafen, sowie erhöhte Selbstkontrolle und Entspannungslevel. Die progressive Muskelentspannung von Jacobson besteht aus drei Hauptphasen:

1- Spannung – Entspannung

Es handelt sich darum, verschiedene Muskelgruppen im ganzen Körper zunächst anzuspannen und dann zu entspannen, mit dem Ziel, den Unterschied zwischen einem angespannten Muskelzustand und einem entspannten Muskelzustand kennenzulernen. Dies ermöglicht einen Zustand von Muskelentspannung zu erlangen, der allmählich auf den ganzen Körper übergeht. Man sollte einige Sekunden anspannen (etwa 7-8) für 5 bis 10 Minuten und langsam entspannen.

2. Überprüfen

Geistige Überprüfung der Muskelgruppen, sie sollten sich so stark wie möglich entspannt haben.

3. Geistige Entspannung

In dieser Phase sollte man an eine angenehme und positive Szene denken oder (wenn man das kann) an nichts denken, es geht darum, den Geist zurselben Zeit wie den Körper zu entspannen.

Diese drei Phasen sollten zwischen 10 und 15 Minuten dauern. Man sollte sich nicht beeilen. Diese Technik kann man mehrere Male am Tag wiederholen.

 

Die Übung Schritt für Schritt: Angstzustände mit der progressiven Muskelentspannung von Jacobson verringern 

Ausgangshaltung: Schliesse die Augen, setz dich auf einen Sessel oder leg dich so gemütlich wie möglich ins Bett, um deinem Körper dabei zu helfen, sich so sehr wie möglich entspannen zu können.

1. PHASE: Spannung – Entspannung.

Entspannung von Gesicht, Hals und Schultern

In folgender Reihenfolge (jede Übung dreimal wiederholen, mit Pausenintervallen von etwa 5-7 Sekunden):
Stirn: Runzle die Stirn für 5-7 Sekunden und entspanne sie langsam.
Augen: Weit öffnen und langsam schliessen.
Nase: Rümpfe dich Nase für 5-7 Sekunden und entspanne sie langsam.
Mund: Breit grinsen und langsam entspannen.
Zunge: Die Zunge gegen den Gaumen drücken und langsam entspannen.
Kiefer: Die Zähne zusammenpressen und dabei die Spannung in den seitlichen Gesichtsmuskeln und in den Schläfen spüren und dann langsam entspannen.
Lippen: Für einige Sekunden so spitzen, als wenn du einen Kuss geben wolltest und langsam entspannen.
Hals und Nacken: Beuge ihn nach hinten, kehre zur Anfangshaltung zurück. Beuge ihn nach vorne, kehre langsam zur Anfangsposition zurück.
Schultern und Hals: Die Schultern heben und dabei gegen den Hals drücken, dann langsam zur Anfangshaltung zurückkehren.

Entspannung von Armen und Händen:

Zunächst einen, dann den anderen Arm, ohne sich zu bewegen, mit einer Faust anspannen, dabei die Spannung in Oberarmen, Unterarmen und Händen spüren. Langsam entspannen.

Entspannung der Beine:

Zunächst eins und dann das andere Bein strecken, indem du den Fuss nach oben streckst und die Spannung in den Beinen spürst: Hintern, Oberschenkel, Knie, Wade und Fuss. Entspanne langsam.

Entspannung von Brustkorb, Bauch und Lendengegend

(diese Übungen kann man besser auf einem Stuhl sitzend durchführen)
Rücken: Versuchen, dass sich die Schulterblätter berühren, aber ohne dass sie sich wirklich berühren. Für 5-7 Sekunden halten und entspannen.
Brustkorb: Einatmen und die Luft für einige Sekunden in den Lungen halten. Die Spannung in der Brust beobachten. Langsam ausatmen.
Taille: Das Gesäss und die Oberschenkel für 5-7 Sekunden anspannen. Der Hintern erhebt sich vom Stuhl. Entspannen.

2. PHASE: Wiederholung

Gehe mental noch einmal jede der Muskelgruppen durch, die wir angespannt und entspannt haben, um zu prüfen, dass jeder Teil noch entspannt ist und entspanne jeden einzelnen noch ein bisschen mehr.

3. PHASE: Geistige Entspannung

Als Letztes, denk an etwas Angenehmes, etwas, was dir gefällt, was entspannend ist, ein Lied, eine Landschaft, etc., oder denk an nichts.

In ersten Sitzung, in der du die progressive Muskelentspannung von Jacobson durchführst, wird es dir vielleicht etwas schwerfallen, einen optimalen Entspannungszustand zu erreichen, allerdings wirst du in dem Moment, in dem du beginnt, dich auf die Übung einzulassen, merken, wie sich die Angstzustände verringern! Und, wie ein chinesisches Sprichwort sagt: “Reichlich Vorteile warten auf die, die das Geheimnis entdecken, Chancen in der Krise zu finden”.

 

Ich überlasse euch dieses Video, ich hoffe, es hilft euch!

 

Quelle: Alba Camacho, Psychologin bei CogniFit.

Emotionale Intelligenz Test: 24 Fragen zum Messen des emotionalen Intelligenzquotienten

Der Intelligenzquotient spiegelt nur 20% des Arbeitserfolgs der Menschen wieder, die emotionale Intelligenz tut dies jedoch zu 80%“. Dieser Emotionale Intelligenz Test erlaubt dir mithilfe von 24 einfachen Fragen, deine emotionalen Fähigkeiten zu entdecken.

Daniel Goleman, einer der Fachmänner für Emotionen, veröffentlichte 1995 seinen Bestseller namens “Emotionale Intelligenz”. Warum wurde dieses Buch ein Bestseller? Weil es die Faktoren aufdeckte, die bestimmten, dass der Erfolg einer Person nicht so sehr von ihrem Intelligenzquotienten sondern mehr von ihren emotionalen Fähigkeiten abhängt.

Diese Information sorgte für Bewunderung und Aufruhr bei vielen und zog die gegenwärtigen Grundlagen des Bildungssystems in Zweifel, ein System, dass auf dem Intelligenzquotienten basiert, der die emotionale Intelligenz nicht berücksichtigt. Würdest du gerne deine emotionale Intelligenz messen? Dieser Emotionale Intelligenz Test kann dir dabei helfen, deinen Erfolg bei der Arbeit vorauszusagen 😉

Emotionale Intelligenz Test. Fragen zum Messen deines emotionalen Intelligenzquotienten.

Emotionale Intelligenz Test

Im Folgenden zeige ich euch einen Test, damit ihr eure emotionale Intelligenz kennenlernt und, wenn ihr wollt, könnt ihr ihn auch dazu nutzen, um mehr über die emotionale Intelligenz eurer Familienmitglieder und Freunde herauszufinden.

Der emotionale Intelligenz Test misst drei Schlüssel-Dimensionen:

  1. Aufmerksamkeit: Ich kann meine Gefühle wahrnehmen und angemessen ausdrücken
  2. Klarheit: Ich verstehe meine Zustände gut
  3. Ausgleich: Ich kann meine emotionalen Zustände gut regulieren

Emotionale Intelligenz Test: 24 Fragen zur Auswertung deiner emotionalen Intelligenz

Zunächst solltet ihr die folgenden Aussagen über eure Emotionen und Gefühle lesen und den Grad der Zustimmung oder Ablehnung im Bezug auf dieselbigen angeben.

1

2 3 4 5
Gar nicht einverstanden Etwas einverstanden Ziemlich einverstanden Sehr einverstanden

Komplett einverstanden

Vergesst nicht, dass es keine richtigen oder falschen Antworten gibt, markiert die, die sich euren Vorlieben am besten anpasst und verbringt nicht zu viel Zeit mit jeder einzelnen!

1. Ich richte viel Aufmerksamkeit auf meine Gefühle. 1 2 3 4 5
2. Ich kümmere mich normalerweise darum, was ich fühle. 1 2 3 4 5
3. Normalerweise widme ich den Gedanken an meine Emotionen Zeit. 1 2 3 4 5
4. Ich denke, es lohnt sich, auf meine Emotionen zu achten. 1 2 3 4 5
5. Ich lasse meine Gefühle meine Gedanken beeinflussen. 1 2 3 4 5
6. Ich denke ständig an meinen Gefühlszustand. 1 2 3 4 5
7. Ich denke oft an meine Gefühle. 1 2 3 4 5
8. Ich achte sehr darauf, wie ich mich fühle. 1 2 3 4 5
9. Meine Gefühle sind mir klar. 1 2 3 4 5
10. Ich kann meine Gefühle häufig definieren. 1 2 3 4 5
11. Ich weiss fast immer, wie ich mich fühle. 1 2 3 4 5
12. Normalerweise kenne ich meine Gefühle gegenüber Personen. 1 2 3 4 5
13. Oft bemerke ich meine Gefühle in unterschiedlichen Situationen. 1 2 3 4 5
14. Ich kann immer sagen, wie ich mich fühle. 1 2 3 4 5
15. Manchmal kann ich sagen, was meine Emotionen sind. 1 2 3 4 5
16. Ich erreiche es manchmal, meine Gefühle zu verstehen. 1 2 3 4 5
17. Obwohl ich mich manchmal traurig fühle, habe ich normalerweise eine positive Sichtweise. 1 2 3 4 5
18. Obwohl ich mich schlecht fühle, versuche ich an schöne Dinge zu denken. 1 2 3 4 5
19. Wenn ich traurig bin, denke ich an alle Vergügen im Leben. 1 2 3 4 5
20. Ich versuche positiv zu denken, obwohl ich mich schlecht fühle. 1 2 3 4 5
21. Wenn ich zu sehr über Dinge nachdenke und sie verkompliziere, versuche ich mich zu beruhigen. 1 2 3 4 5
22. Ich mache mir Sorgen darüber, guter Stimmung zu bleiben. 1 2 3 4 5
23. Ich habe viel Energie, wenn ich mich glücklich fühle. 1 2 3 4 5
24. Wenn ich verärgert bin, versuche ich, meine Stimmung zu ändern. 1 2 3 4 5

Sobald ihr den Fragebogen ausgefüllt habt, kommt der Moment, indem ihr ihn auswerten müsst, um eure Punktzahl im Test zur emotionalen Intelligenz herauszufinden.

Bereiten wir uns auf die Auswertung des Emotionalen Intelligenz Tests vor!

Um auszuwerten und eine Punktzahl in den drei Faktoren der emotionales Intelligenz zu erlangen, müsst ihr die Punkte 1 bis 8 addieren, um die Punktzahl vom Faktor emotionale Aufmerksamkeit zu erlangen, die Punkte von 9 bis 16 für den Faktor emotionale Klarheit und die Punkte von 17 bis 24 für den Faktor Ausgleich der Emotionen.

Danach solltet ihr eure Punktzahl in den Tabellen, die ich euch zeige, nachschauen und dabei beachten, dass ihr auf die Punktzahlen auf der linken Seite schaut, wenn ihr männlich seid und auf die auf der rechten Seite, wenn ihr weiblich seid.

Aufmerksamkeit
Punktzahlen Männer Punktzahlen Frauen
Sollte seine Aufmerksamkeit verbessern: Ist zu wenig aufmerksam < 21 Sollte ihre Aufmerksamkeit verbessern: Ist zu wenig aufmerksam < 24
Angemessene Aufmerksamkeit 22 bis 32 Angemessene Aufmerksamkeit 25 bis 35
Sollte seine Aufmerksamkeit verbessern: Ist zu aufmerksam > 33 Sollte ihre Aufmerksamkeit verbessern: Ist zu aufmerksam > 36
Klarheit
Punktzahlen Männer Punktzahlen Frauen
Sollte seine Klarheit verbessern < 25 Sollte ihre Klarheit verbessern < 23
Angemessene Klarheit 26 bis 35 Angemessene Klarheit 24 bis 34
Exzellente Klarheit > 36 Exzellente Klarheit > 35
Ausgleich
Punktzahlen Männer Punktzahlen Frauen
Sollte seinen Ausgleich verbessern < 23 Sollte ihren Ausgleich verbessern < 23
Angemessener Ausgleich 24 a 35 Angemessener Ausgleich 24 a 34
Exzellenter Ausgleich > 36 Exzellenter Ausgleich > 35

Kann man emotionale Intelligenz entwickeln?

Unabhängig von der erhaltenen Punktzahl ist die gute Nachricht, dass sich die emotionale Intelligenz entwickeln lässt und wir im Laufe unseres Lebens an ihr arbeiten können.

Vorteile der emotionalen Intelligenz

Durch zahlreiche Studien hat man herausgefunden, dass die Vorteile der emotionalen Intelligenz sich nicht nur auf den Arbeitsbereich beschränken, sondern sich auf eine Menge an Bereiche verteilen.

Die Forscher haben herausgefunden, dass Personen mit hohen Punktzahlen bei der emotionalen Intelligenz folgende Merkmale aufweisen:

 

  1. Höhere akademische Leistungen
  2. Bessere Familien- und Liebesbeziehungen
  3. Bessere soziale Beziehungen
  4. Niedrigere Nervositäts- und Stresslevel
  5. Niedrigere Depressionslevel
  6. Eine geringere Wahrscheinlichkeit für Drogenkonsum
  7. Eine geringere Wahrscheinlichkeit für zwischenmenschliche Konflikte

 

Einige Referenzen zur Benutzung der Skala: Carranque, G.A., Fernández-Berrocal, P., Baena, E., Bazán, R., Cárdenas, B., Herraiz, R., y Velasco, B. (2004). Extremera, N. y Fernández-Berrocal, P. (2002). Relation of perceived emotional intelligence and healthrelated quality of life in middle-aged women. Psychological Reports, 91, 47-59. Extremera, N., Fernández-Berrocal, P., y Durán, A. (2003). Extremera, N., y Fernández-Berrocal, P. (2003). La inteligencia emocional en el contexto educativo: hallazgos científicos de sus efectos en el aula. Revista de Educación, 332, 97-116. Inteligencia emocional y depresión. Encuentros en Psicología Social, 1, 251-254. Fernández-Berrocal, P., Extremera, N. y Ramos, N. (2004). Validity and reliability of the Spanish modified version of the Trait Meta-Mood Scale. Psychological Reports, 94, 751-755. 

 

Quelle: Beatriz Marques, Psychologin bei CogniFit.

Wie kann man Demenz vorbeugen? 10 einfache Tipps, um deine Neuronen zu “regenerieren”

Warum sollten wir versuchen, Demenz vorzubeugen? Alzheimer ist eine der häufigsten Formen von Demenz: Jeder 10. über 65-jährige Mensch hat Alzheimer. Die Demenz zeichnet sich durch einen allmählichen und zunehmenden Gedächtnisverlust und einen Verlust des logischen Denkens und der mentalen Fähigkeiten aus. Wir leben immer länger, aber je älter wir werden, desto mehr Schaden nimmt unser Gehirn und die Wahrscheinlichkeit, eine neurodegenerative Krankheit zu bekommen, steigt. Wie kann man Demenz vorbeugen?

Wie kann man Demenz vorbeugen? Photo by  Lindy Baker, Unsplash.com

Es gibt keine bekannte Art, Demenz vorzubeugen. Dennoch existieren bestimmte Maßnahmen, die wir ergreifen können, um das Risiko zu verringern, eine Demenz zu entwickeln, unsere kognitive Abnutzung zu verlangsamen und unsere kognitiven Funktionen zu verbessern. Unsere Handlungen und unser Lebensstil spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie unser Gehirn sich physisch verändert.

Um Demenz vorzubeugen, müssen wir uns darauf konzentrieren, gegen die Risikofaktoren für Demenz anzukämpfen, und vor allem an den Gewohnheiten und am Lebensstil arbeiten, den jedes Individuum führt. Im Folgenden sind 10 Vorsichtsmaßnahmen aufgeführt, die uns dabei helfen können, die kognitive Abnutzung aufzuhalten. Unsere Gehirnfunktionen und unsere kognitive Reserve zu verbessern, kann uns dabei helfen, Demenz vorzubeugen.

Laut der Weltgesundheitsorganisation kann man Demenz folgendermaßen definieren: “Demenz ist ein Syndrom, das die Zerstörung des Gedächtnisses, des Intellekts, des Verhaltens und der Fähigkeit, alltäglichen Tätigkeiten nachzugehen, beinhaltet. Sie ist eine der Hauptursachen von Behinderung und Abhängigkeit bei älteren Menschen in der ganzen Welt. Die Demenz hat physische, psychische, finanzielle und soziale Auswirkungen.” Unter den häufigsten Formen der Demenz finden wir die Alzheimer-Krankheit, vaskuläre Demenz und Lewy-Körper-Demenz.

Kann man Demenz vorbeugen? 10 Tipps, um deine Neuronen zu regenerieren

Obwohl man nichts tun kann, um Demenz vorzubeugen, können wir verschiedene mentale Strategien in Gang setzen, die es erlauben, unsere kognitive Reserve zu verbessern und die Gehirnschädigung auszugleichen. Beachte diese 10 Tipps, die Mairena Vázquez, Psychologin vorschlägt. Ein gesundes Leben kann dir helfen, länger ein gesundes Gehirn zu behalten und für dir Vorbeugung von Demenz sorgen.

1. Achte auf deine Ernährung! Wir sind, was wir essen!

Habt ihr schon einmal den Satz “Wir sind, was wir essen” gehört? Im Fall von Demenz macht dieser Satz sogar noch mehr Sinn. Einer gesunden und ausgeglichenen Ernährungsweise zu folgen ist von großer Notwendigkeit, um das Erscheinen einer möglichen Demenz zu bremsen.

Wie kann man Demenz vorbeugen: Es ist sehr empfehlenswert, sich überwiegend von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten zu ernähren, denn man hat beobachtet, dass diese Art von Lebensmitteln Substanzen enthalten, die als “Antioxidantien” bekannt sind und die Aufgabe haben, die Neuronen zu schützen.

Wir sollten eine fettarme Ernährung mit beschränkten Mengen an Salz einhalten.

Die Omega-3-Fettsäuren haben auch eine Schutzfunktion für das Gehirn gegenüber Demenz. Wir können Omega-3-Fettsäuren in verschiedenen Fischarten finden.

Laut einer Studie in der Zeitschrift Plos One wurde beobachtet, dass das Vitamin B6 (vor allem in Leber, Hähnchen, Fisch, Milchprodukten, Kartoffeln, Obst, … vorhanden) den Fortschritt der kognitiven Abnutzung verringert. Diesem Vitamin kann man Vitamin B9 (Foliensäure) und B12 hinzufügen. Man hat einen Zusammenhang einiger Demenzen mit einem Mangel an Vitamin B6 und B12 festgestellt.

2. Versuche, dein Körpergewicht zu halten

Eine gesunde und ausgegliche Ernährung beeinflusst unser Gewicht direkt. Das heißt, wenn wir auf unsere Ernährung achten, achten wir auch auf unser Gewicht und beugen so mit Übergewicht und Adipositas, Diabetes, hoher Blutdruck, etc. in Verbindung gebrachten Krankheiten vor. 

Wenn wir unter einer dieser Krankheiten leiden, liegt eine höhere Wahrscheinlichkeit vor, dass die Durchblutung und das Herz schlechtern funktionieren, was das Entstehen von Schwierigkeiten im Gehirn zur Folge hat.

Wie kann man Demenz vorbeugen: Wenn wir unser Idealgewicht halten können (dies ist bei jeder Person anders), verringern wir das Risiko, an verschiedenen Krankheiten, darunter die Demenz, zu erkranken.

3. Beseitige die toxischen Gewohnheiten aus deinem Leben

Wir sollten uns bewusst sein, welchen Einfluss unsere (toxischen) Gewohnheiten auf unseren Blutdruck und unser Herz haben.

Was meine ich, wenn ich von “toxischen Gewohnheiten” spreche? Wir können folgende nehmen: mit dem Rauchen aufhören, den Konsum von Alkohol unterlassen oder reduzieren, Stress vermeiden oder verringern, …

Mit dem Rauchen aufzuhören ist sehr wichtig, da diese Gewohnheit dafür sorgt, dass sich die Blutgefäße verengen, was den Blutdruck erhöht, und so entsteht ein höheres Risiko dafür, vaskuläre Demenz oder andere kardiovaskuläre Krankheiten zu erleiden.

Einer der Demenztypen, dem man am meisten vorbeugt, wenn man toxische Gewohnheiten aufgibt, ist die vaskuläre Demenz. Die vaskuläre Demenz ist die zweithäufigste (nach der Alzheimer-Krankheit) und ensteht durch kleine Schlaganfälle (zum Beispiel dem Iktus)

Nach dem in der letzten Ausgabe der Archives of Internal Medicine veröffentlichten Bericht ist Bluthochdruck mit einem größeren Risiko für Demenz oder leichte kognitive Schädigung verbunden.

Wie kann man Demenz vorbeugen: Ein gesundes Leben ohne Exzesse kann dein Gehirn länger gesund halten.

4. Beweg dich! Mach Sport

Es ist nicht nötig, jeden Tag exzessiv Sport zu treiben, um einen Nutzen daraus zu ziehen.

Es gibt verschiedene Arten, Sport zu machen, von Spazierengehen bis Joggen kann jeder Mensch die Übung wählen, die am passendsten für seinen Körper ist. Bei älteren Menschen hat man beobachtet, dass schon ein einstündiger Spaziergang dafür sorgt, dass sie weniger kognitive Schäden bekommen und ihr Gehirn besser funktioniert. 

Wie kann man Demenz vorbeugen: Es ist wichtig, die physische Stimulierung des Körpers zu suchen, indem man nach un nach verschiedene Routinen annimmt. Sport hilft auch dabei, kleine Gedächtnisprobleme zu lindern, denn er versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und verjüngt die Zellen.

Demenz-Vorbeugung: Bewegung ist sehr wichtig

5. Benutze CogniFit: Das führende Programm für kognitive Bewertung und Gehirnstimulierung

Die kognitive Stimulierung von CogniFit ist die meistverwendete nicht pharmakologische Behandlung in Fällen von leichter kognitiver Beeinträchtigung und Demenz in der Frühphase. Die Technik von CogniFit ist von der wissenschaftlichen Gemeinschaft normalisiert und validiert. Ihr Fokus liegt auf der Neuroplastizität. Diese Fähigkeit des Gehirns ermöglicht es, die Entwicklung der Krankheit zu verlangsamen und für längere Zeit die kognitiven Fähigkeiten der Person zu bewahren und somit ihre Lebensqualität zu verbessern.

CogniFit ist ein klinisches Programm zum Gehirntraining, normalisiert und validiert von der wissenschaftlichen Gemeinde. Das Programm besteht aus verschiedenen wissenschaftlichen Spielen, die auf klinischen Studien basieren und online gespielt werden können. CogniFit wird eine Graphik der kognitiven Ergebnisse anzeigen und automatisch den personalisierten Trainingsplan vorschlagen, der sich am besten an die kognitiven Bedürfnisse jedes Individuums anpasst.

Du musst dich nur registrieren! Die Übungsbatterie von CogniFit ermöglicht es, die kognitiven Stärken und Schwächen einer jeden Person präzise zu messen und auszuwerten.

Wie kann man Demenz vorbeugen: Unser Gehirn ist formbar und elastisch, die Gehirngymnastik und kognitive Stimulation fördert die Gehirnplastizität und begünstigt das Entstehen von neuen Verbindungen zwischen den Neuronen.

6. Erschaffe deine eigenen Gewohnheiten und Routinen

Es ist immer gut, Gewohnheiten und Routinen zu folgen und beizubehalten. Unser Gedächtnis dankt uns dafür, dass wir einige feste Alltagsgewohnheiten haben, da wir dadurch einem festen Zeitplan folgen und gleichzeitig das Gedächtnis trainieren.

Mit einigen einfachen Routinen können wir dabei helfen, Demenz vorzubeugen.

Demenz-Vorbeugung. Einigen Gewohnheiten und Routinen folgen

7. Denk daran, zur medizinischen Vorsorge zu gehen

Kognitive Beeinträchtigung ist ein Thema, das heutzutage viel untersucht wird. Die Investigation macht fortwährend große Fortschritte bei der bestmöglichen Vorbeugung und Behandlung der kognitiven Beeinträchtigung und Demenz.

Wie kann man Demenz vorbeugen: Es ist grundlegend, dass bei bestimmten Gegebenheiten oder Symptomen Check-Ups durchgeführt werden, um für eine frühzeitige Demenz-Diagnose zu sorgen. Wie in den vorherigen Punkten erwähnt wurde, ist es sehr wichtig, häufiger den Blutdruck zu messen, um damit verbundene Probleme zu vermeiden.

8.  Mach neue Dinge

Wenn wir lernen, etwas Neues zu machen oder etwas machen, an das wir nicht allzu gewöhnt sind, stimulieren wir auf die eine oder die andere Art unser Gehirn. Bei der Gehirnstimulation verstärken sich die Neuronenverbindungen und die Neuronenanzahl kann sogar ansteigen.

In einer Studie hat man beobachtet, dass “zweisprachige Gehirne die Auswirkungen des Älterwerdens verzögern”. Zweisprachig zu sein hat viele Vorteile! Es ist allerdings nicht notwendig, zweisprachig zu sein, um die positiven Auswirkungen, eine zweite Sprache zu kennen, zu genießen.

In dieser anderen Studie stellt Thomas Back, vom Zentrum für kognitive Alterung und kognitive Epidemiologie an der Universität von Edingburgh, Folgendes fest: “Unsere Gehirn zur ständigen Aufmerksamkeit zu zwingen, was erforderlich ist, um eine Sprache von einer anderen zu unterscheiden, hat Vorteile auf lange Sicht. Personen, die zwei Sprachen oder mehr sprechen, sogar jene, die die Zweitsprache im Erwachsenenalter erlernt haben, können die dem Altern eigene kognitive Beeinträchtigung verzögern.”

Wie kann man Demenz vorbeugen: Lerne, ein Instrument zu spielen, melde dich bei diesem Tanzkurs an, den du schon immer machen wolltest, nutz die Zeit, um deine Lieblingsbücher zu lesen, höre Musik, lerne eine neue Sprache oder gewöhn dir an, Filme in der Originalversion zu sehen … es gibt Tausende von Aktivitäten und neue Dinge, die du machen kannst. Wenn du diese Tätigkeiten ausführst, wird nicht nur deine Motivation und dein Selbstwertgefühl steigen, sondern auch die kognitiven Funktionen deines Gehirns werden sich verbessern und du wirst den Schlüssel dazu haben, die kognitive Beeinträchtigung, die durch den Verlauf der Jahre verursacht wird, irgendwie anzuhalten.

9. Triff dich mit deiner Familie und deinen Freunden, lerne neue Leute kennen

Soziale Aktivitäten wie mit Freunden ausgehen, ins Kino oder ins Theater gehen, andere Leute kennenlernen, die nicht in deinem engen Freundeskreis sind, … stimulieren unser Gehirn und sorgen dafür, das sich neue Verbindungen zwischen unseren Neuronen bilden. Alles, was die Isolation bekämpft, ist gut, denn es ist nicht förderliche, wenn du dich in dich selbst zurückziehst.

Verschiedenen Studien zufolge wurde beobachtet, dass die Menschen, die mehr soziale Aktivitäten durchführen, weniger unter kognitiver Beeinträchtigung litten als die, die nicht oder weniger mit anderen in Kontakt treten.

Wie kann man Demenz vorbeugen: Dazu fordere ich dich dazu auf, dich weiterhin mit deinen Freunden und deiner Familie zu treffen, aber gleichzeitig auch versuchst, neue Leute mit dem gleichem Geschmack und den gleichen Vorlieben wie du kennenzulernen, indem du in verschiedene soziale Zentren gehst. Fass dir ein Herz und mach einen Schritt aus deiner Komfortzone hinaus.

10. Vermeide Stress und geniess die Natur

Die Natur, neue Leute kennenlernen oder sich mit Leuten umgeben, die dir helfen, … all dies hat einen Einfluss auf die Stress- und Druckvermeidung.

Die bloße Tatsache, in einer Großstadt zu leben, beeinflusst das Entstehen einer Demenz oder einer anderen neurodegenerativen Krankheit. Nicht nur wegen des Stresses, den der schwindelerregende Rhythmus der Stadt erzeugt, sondern auch, und dazu existieren Daten von der Weltgesundheitsorganisation, weil die Luftverschmutzung jedes Jahr 3,7 Millionen vorzeitige Tode verursacht. Wie die vor Kurzem veröffentlichte Untersuchung im «The Proceedings of the National Academy of Sciences» (PNAS) absichert. Diese an der Universität Lancaster durchgeführte Studie beweist, dass die Präsenz von toxischen Nanopartikeln aus der verschmutzten Luft im Gehirngewebe oxidativen Stress verursachen kann und das Risiko für neurodegenerative Krankheiten wie Demenz und Alzheimer erhöhen kann.

Wie kann man Demenz vorbeugen: Es ist sehr empfehlenswert, in die Natur und an die frische Luft zu gehen, wann immer es die Umstände erlauben, sowohl für eine bessere Lebensqualität als auch, um den Stress und die Spannung des Alltags zu beseitigen.

Quelle: Mairena Vázquez, Psychologin bei CogniFit.

Was sind Wolfskinder oder wilde Kinder? Fälle von Kindern, die von Tieren aufgezogen wurden

Was sind Wolfskinder oder wilde Kinder? … Kannst du dir vorstellen, wie es wäre, von Wölfen, Affen, Hunden oder andere Tieren aufgezogen worden zu sein? Wie es wäre, mit ihnen aufzuwachsen? Wenn dir jetzt irgendein Disney-Film in den Kopf kommt, liegst du ganz schön falsch. Die wahren Geschichten von Wolfskindern oder wilden Kindern haben nichts mit den Zeichentrickfilmen zu tun. Finde in diesem Artikel heraus, wie sich Kinder entwickeln, die von Tieren aufgezogen wurden und lerne mehr über einige Geschichten und echte Fälle.

Was sind Wolfskinder oder wilde Kinder?

Was sind Wolfskinder oder wilde Kinder?

Die “Wolfskinder” sind jene Kinder, die ohne jeglichen menschlichen Kontakt aufgewachsen sind, auch wenn sie vielleicht mit anderen Tieren zusammengelebt haben (Affen, Wölfe, …). Die “wilden Kinder” sind jene Kinder, die ebenso wie die “Wolfskinder” keinen Kontakt zu Menschen hatten, aber auch nicht von Tieren aufgezogen worden sind, sondern in Einsamkeit und Isolation gelebt haben.

Man kennt sie unter dem Begriff “wild”, denn wenn man sie findet und nachdem sie so lange fern von jeglichen sozialen Kontakten gelebt haben, wirken sie nicht mehr wie Menschen, sondern wie Raubtiere.

Einige Merkmale der Wolfskinder. Entwicklungsprobleme

Fehlen von der dem menschlichen Wesen eigenen Sozialkompetenz.

Da sie ohne menschlichen Kontakt aufgewachsen sind, hatten sie keine soziale Stimulierung und beweisen deshalb ein Verhalten, das typisch für Tiere ist.

Fehlen der Sprache.

Wie wir alle wissen, ist die Sprache die Grundlage der Integration und Kommunikation. Eins der größten Hindernisse für die Anpassung der Wolfskinder ist ihre Unfähigkeit sich auszudrücken.

Warum? Ohne den sozialen Faktor ist es unmöglich, das Sprechen zu erlernen, und wenn man nicht frühzeitig sprechen lernt (mit 0-3 Jahren), ist es schwierig, dass sich dies noch ergibt.

Hochentwickelte Sinne.

Gehör, Nachtsicht und Geruchssinn sind hoch entwickelt, sie riechen an allem, was sie auf ihrem Weg finden. Was den Geschmackssinn angeht, passen sie sich der Ernährung der Tiere an, mit denen sie zusammenleben (zum Beispiel rohes Fleisch). Bezüglich des Tastsinns haben sie kein Gespür für Kälte, Regen oder Hitze.

Fähigkeit, das Verhalten der Tiere, mit denen sie zusammengelebt haben, zu wiederholen und zu imitieren.

Zum Beispiel neigen die Kinder, die mit Wölfen zusammengelebt haben, dazu zu heulen, rohes Fleisch zu essen … Deswegen sind sie auch nicht dazu fähig, aufrecht zu gehen. Sie gehen für gewöhnlich wie Tiere und besitzen eine unglaubliche Fähigkeit dazu, sehr schnell zu rennen.

Warum geschieht das mit den “Wolfskindern” oder “wilden Kindern”?

Diese Phänomene spielen sich in der Kindesentwicklung ab und fallen mit den sogenannten “kritischen Phasen” zusammen.

Die kritischen Phasen sind Momente, in denen das Nervensystem sensibler für das Lernen ist. Diese treten ab 2 Jahren bis zur Pubertät auf. Wenn in diesem Moment keine angemessene Stimulierung über die Umwelt stattfindet, ist ein späteres Erlernen dieses Verhaltens kompliziert. Die intellektuellen Funktionen, das Sozialverhalten und die Persönlichkeit werden am meisten durch die Umweltdeprivation geschädigt.

Kritische Phasen bei Wolfskindern oder wilden Kindern

Laut Itard: “Unsere Spezies ist besonders, weil sich ihre Mitglieder untereinander brauchen”. Wenn das Kind isoliert oder ohne Stimulierung aufwächst, schwächen sich seine Hirn- und Entwicklungsfunktionen und Folgendes kann geschehen:

  1. Das Gehirn wächst nicht und so verkümmert der Körper. Es entsteht ein Fehlen an Materie im Gehirn.
  2. Dies beeinflusst die Art, in der sie die Information verarbeiten, wie zum Beispiel, wenn sie Leute sprechen hören oder Dinge sehen, die sich bewegen.
  3. Sie sind nicht dazu fähig, zu handeln wie sie nach den Anforderungen ihrer Umgebung sollten.
  4. Wenn sie sich bewusst werden, dass sie nicht so reagieren, wie sie sollen, können sie aggressiv werden oder im Gegensatz dazu, verstummen.
  5. All diese Umstände lösen negative Gefühle und sowohl emotionale Probleme als auch Verhaltensprobleme in ihnen aus.

Echte Fälle von Wolfskindern und wilden Kindern

Im Laufe der Geschichte sind viele Fälle von Wolfskindern beschrieben worden, darunter befinden sich sowohl reale als auch erfundene.

Ja, ich weiss, dass all dies unglaublich erscheint, deshalb werde ich euch stark zusammengefasst einige Fälle zeigen, die wirklich passiert sind, so unglaubwürdig sie auch erscheinen.

Die Geschichte von Viktor von Aveyron, dem kleinen Wilden

Französischer wilder Jugendlicher, der in der Nähe der Pyrenäen von drei Jägern entdeckt wurde. Der Doktor Itard übernahm das Studium seiner Entwicklung und seines Verhaltens. Obwohl er intensiv mit ihm arbeitete, gelangen ihm keine großen Fortschritte und man schaffte es nicht, ihm ein mehr oder weniger zivilisiertes Verhalten beizubringen. Er starb mit etwa 40 Jahren.

Die Geschichte von Kamala und Amala, den “Wolfsmädchen”

Man kennt sie als zwei Mädchen (keine Schwestern, da man sagt, dass sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommen wurden), die um 1920 von einem Wolfsrudel in Indien aufgezogen wurden. Als man sie entdeckte, war ihr Verhalten dem der Wölfe ähnlich, sie heulten, hatten hochentwickelte Sinne und Schwierigkeiten, aufrecht zu gehen und waren außerdem nicht fähig zu sprechen. Man beobachtete, dass sie sich sogar die Kleidung mithilfe ihrer Münder auszogen.

Die Geschichte, von Genie, dem wilden Mädchen

Im Fall von Genie handelt es sich um ein “wildes Mädchen“, das nicht von Tieren aufgezogen wurde, sondern seine Kindheit in Isolation unter schrecklichen Bedingungen und vom Vater misshandelt verbrachte. Als man sie fand, entdeckte man, dass sie nur unter großen Schwierigkeiten gehen konnte, einen Wortschatz von etwa 20 Wörtern hatte und sich wie ein Tier verhielt (sie spuckte, kratzte, etc …).

Ist die Rehabilitation von Wolfskindern oder wilden Kindern möglich?

Die Herausforderungen für die Rehabilitation der Wolfskinder oder wilden Kinder sind sehr groß. Man versucht sie, wieder in die Gesellschaft einzugliedern, aber es ist kompliziert, ihnen das Sprechen und das “zivilisierte” Zusammenleben beizubringen.

Aus all dem kann man schliessen, dass wir sind, was wir erleben, und von den Situationen, die Teil unseres Lebens sind, geformt werden.

Beziehungen zu anderen Menschen in den ersten Lebensjahren sind unerlässlich, um alle Fähigkeiten zu erlernen, die unsere Umwelt von uns für unser Überleben fordert.

Daher rührt die Wichtigkeit des Lebens in Gemeinschaft und der Kultur, um uns als Personen zu bilden. “Wir sind Menschen, weil wir in Gesellschaft leben”.

Oder mit Aristoteles Worten: “Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen und der Asoziale von Natur aus und nicht aus Zufall ist entweder ein schlechter Mensch oder mehr als menschlich … Die Gesellschaft ist natürlich und geht dem Individuum voraus … derjenige, der nicht in Gesellschaft leben kann oder nichts zu seiner eigenen Hinlänglichkeit braucht, ist kein Mitglied der Gesellschaft, sondern eine Bestie oder ein Gott”.

Wenn euch das interessant erscheint, liste ich hier einige Filme auf, damit ihr eure eigenen Schlüsse ziehen könnt:

  • Tarzan
  • Das Dschungelbuch
  • Wolfsbrüder (2010)
  • Der Wolfsjunge
  • Mama (2013)

Quelle: Mairena Vázquez, Psychologin bei CogniFit.

Psychiater vs. Psychologe – Was ist der Unterschied? Zu wem soll ich gehen?

Psychiater vs. Psychologe? Wenn wir ein psychisches Problem haben, wissen wir oft nicht, wer der geeignetste Experte ist, der es besser lösen kann. Was ist der Unterschied zwischen einem Psychologen und einem Psychiater? Ist ein Coach das Gleiche wie ein Psychotherapeut?
Zu wem gehen wir? Dies ist eine häufig vorkommende Frage, auf die wir mit diesem Artikel eine Antwort geben wollen

Psychiater vs. Psychologe – Zu wem gehen wir?

Die Psychiatrie ist eine ärztliche Fachrichtung, die im 19. Jahrhundert zuerst in Erscheinung tritt. Sie wurde mit dem Ziel, psychische Erkrankungen zu behandeln, gegründet, und man nahm an, dass diese dieselben Charakteristika wie die physischen Krankheiten hatten.

Die Psychologie ihrerseits war immer mit der Philosophie vereint und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert hat sie begonnen, die Behandlungsfunktion von geistigen Störungen und Problemen zu ergreifen.

Erst mit Sigmund Freud zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann man von der Medizin aus mit einer therapeutischeren Herangehensweise, dem ähnlicher, was wir heute als Psychotherapie kennen. In jener Epoche widmeten sich die Psychologie-Studenten der Untersuchung, sie behandelten die Menschen mit psychischen Problemen nicht direkt. Deswegen fand das erste Annähern an die geistigen Störungen und Probleme von der Psychiatrie aus statt.

Im gegenwärtigen Überblick gibt es viel Rivalität zwischen Psychiatern und Psychologen. Ein möglicher Grund ist, dass bis vor Kurzem die Psychologie kein geregelter gesundheitlicher Beruf war. Und es gibt immer noch viele Gesetzeslücken. Beide sind sehr ähnliche Disziplinen und ihre Kompetenzen überschneiden sich oft, was ihre Unterscheidung sehr schwierig macht.

Psychiater vs. Psychologe – Zu wem gehen wir?

Psychiater vs. Psychologe

Psychiater:

Der Psychiater ist ein Arzt, der Medizin studiert hat und danach als Spezialgebiet Psychiatrie. Nur Psychiater können Medikamente verschreiben und haben tiefgehendes Wissen über die biologische Struktur des Gehirns und seine Funktion.

Die Intervention der Psychiater zentriert sich auf die Physiologie und die Gehirnchemie. Das heißt, sie kümmern sich darum, Personen mit emotionalen Störungen oder psychischen Erkrankungen durch Medikation oder Verschreibung von medizinischen Rezepten zu behandeln.

Psychiater haben per se nicht die nötige Ausbildung, um Psychotherapie anzuwenden. Das heißt, die Behandlung, die sie bieten, kann nicht dazu bestimmt sein, den Patienten Strategien und Techniken zu zeigen, die ihnen bei der Lösung ihrer emotionalen Probleme und Verhaltensprobleme helfen.

Manche Psychiater machen eine zusätzliche Ausbildung in einer Art von Therapie, um auch in diesem Sinne Hilfe anbieten zu können.

Psychologe:

Die Psychologen sind Experten mit einer Ausbildung im Bereich der Psychologie. Sie sind auf die Behandlung von emotionalen Problemen und Verhaltensproblemen durch die Lehre von bestimmten Strategien und Techniken spezialisiert. Die Psychologen können keine Medikamente verschreiben.

Unterschiede zwischen Psychologe und Psychiater

So ist der Psychiater dafür zuständig, Medikamente zu verschreiben, führt aber keine Therapie durch und der Psychologe verschreibt keine Medikamente, kann aber, durch Therapie, dem Patienten Strategien und Techniken zeigen, damit dieser seine emotionalen Probleme und Verhaltensprobleme lösen kann.

Die Handlung des Psychiaters und des Psychologen findet oft gemeinschaftlich statt, denn die Behandlung von bestimmten Störungen kann nur so wirksam sein, aber es ist nicht immer notwendig.

Therapeut vs. Coach

Therapeut:

Ein Begriff, der oft für Verwirrung sorgt, ist der des Therapeuten. Ein Therapeut oder Psychotherapeut ist ein Mensch, der eine Art von Therapie durchführt (klar, oder?), egal welche, und egal mit welcher Gültigkeit und Effizienz. Deswegen muss man sehr vorsichtig sein, in wessen Hände man sich begibt und gut untersuchen, welche Art von Psychotherapeuten am effizientesten und vertrauenswürdigsten sind. Eine Person, die für sich nur als Psychotherapeut wirbt, hat mit größter Wahrscheinlichkeit weder eine Ausbildung noch die notwendigen Kenntnisse, um die psychischen Probleme der Menschen zu behandeln.

Coach:

Coach übersetzt man auf Deutsch wie Trainer. Das ist eine Person, deren Aufgabe es ist, uns dabei zu helfen, die Ziele zu erreichen, die wir uns vornehmen. Sie führt keine psychische Behandlung durch. Deshalb sollten die Menschen, die zu diesen Fachkräften gehen, keine Störungen oder psychischen Probleme haben. Ein kurioser Fakt ist, dass der Psychologe schon die Kompetenzen hat, um als Coach zu arbeiten, aber umgekehrt ist dies nicht der Fall. Dies weist darauf hin, dass die Kenntnisse des Coaches eventuell eingeschränkter sind.

 

Psychiater vs. Psychologe – Zu wem gehen wir?

Zu wem gehen wir: Psychiater, Psychologe, Therapeut oder Coach?

Die Entscheidung, zu einem Fachmann oder einer Fachfrau zu gehen, ist sehr persönlich. Jedoch werden wir nicht die Ergebnisse bekommen, die wir wollen, wenn wir nicht genug informiert sind. Daher meine Motivation für das Verfassen dieses Artikels.

Meine Empfehlung ist es, dass wir, wenn wir uns psychisch unwohl fühlen, ein bisschen über die effizientesten Therapien, die es gibt, recherchieren und an erster Stelle zu einem klinischen Psychologen gehen. Dieser kann uns, je nach Charakteristika des Problems, raten, zusätzlich zu unserer psychologischen Behandlung zu einem Psychiater zu gehen.

Wenn wir uns psychisch nicht unwohl fühlen und nur in irgendeiner Hinsicht besser werden wollen oder etwas schaffen wollen, können wir zu einem Coach oder einem Psychologen (klinisch oder nicht) gehen, denn beide haben die notwendige Ausbildung für diese Arbeit.

 

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

10 Aktivitäten zur kognitiven Stimulierung bei Demenz

Die Demenz, und die Krankheit Alzheimer als ihre bekannteste Erscheinung, sind höchst entmündigende Krankheiten, die den Verschleiss der kognitiven Fähigkeiten des/der Betroffenen mit sich bringen, sowohl bei der Erinnerungsfähigkeit als auch beim Denken oder Urteilen, bis zu dem Punkt, an dem sie die Alltagsaktivitäten des Patienten stark einschränken. Die Demenz stellt ein schweres Problem der Volksgesundheit dar, sowohl wegen ihrer hohen Erscheinungsrateals auch wegen ihrer schweren sozialen und finanziellen Folgen, die sowohl beim Patienten als auch bei dessen Familie entstehen. Die Auswirkungen auf die Familie verstärken sich durch das Fehlen von therapeutischen und finanziellen Mitteln. Es kommt häufig vor, dass sich die Pfleger “ausgebrannt” fühlen, von der Veranwortung und der Beanspruchung, die das Pflegen eines Familienmitgliedes ohne entsprechende Mittel bedeutet. Es ist wichtig, dass die von Demenz betroffene Person solange wie möglich selbstständig bleiben kann, deshalb können die Aktivitäten zur kognitiven Stimulierung eine Verschlechterung ihrer kognitiven Fähigkeiten bremsen. Obwohl die Programme zur kognitiven Stimulierung von einem Experten in Neuropsychologie nach einer ausführlichen Auswertung der kognitiven Fähigkeiten des Patienten durchgeführt werden sollten, möchten wir euch einige Mittel zur Hand geben, die euch zugute kommen können. Wir schlagen euch eine Reihe von Aktivitäten zur kognitiven Stimulierung bei Demenz vor, die ihr zuhause durchführen könnt und die nicht nur in die gesitigen Fähigkeiten von eure Familienmitgliedern intervenieren, sondern auch dazu dienen, eure sozialen und emotionalen Beziehungen zu stärken, das Selbstvertrauen und die Identität des Patienten zu vergrössern und die Selbstständigkeit zu fördern.

10 Aktivitäten zur kognitiven Stilmulierung bei Demenz

Es gibt viele Aktivitäten und Spiele, die wir unseren Familienmitgliedern mit Demenz vorschlagen können und die ihnen dabei helfen werden, ihre kognitiven Fähigkeiten (Erinnerungsvermögen, Aufmerksamkeit, Sprache, Logik, Praxien …) anzuregen, zudem werden sie einen Effekt auf ihr emotionales Wohlbefinden und ihr Selbstvertrauen haben. Eine Weile mit ihnen zu verbringen, ihnen Liebe und Verständnis zu geben und ihnen das Gefühl geben, nützlich und wichtig zu sein, ist immer noch die beste Therapie.

1. Mit Knete spielen

Gib ihm oder ihr einen Kneteball und fordere ihn dazu auf, etwas zu machen: einen Hund, einen Kuchen, eine Birne oder einen Aschenbecher. Mit Knete zu spielen ist gut, um Übungen mit der Hand zu machen und um die Praxien anzuregen. Ausserdem ist es eine sehr lustige, familiäre und generationenverbindende Tätigkeit. Nutze die Aktivität, um 3 Generationen zu verbinden und damit Enkel und Grosseltern gemeinsam eine Tätigkeit  mit dem gemeinsamen Ziel, zu kreieren, kreieren und kreieren ausführen … und dabei einen Bombenspass haben.

2. Gegenstände in Kategorien zusammenfassen

Ermuntere dein Familienmitglied, Gegenstände in Kategorien zu fassen. Zum Beispiel kannst du ihm Knöpfe geben, die er nach Farben oder Grössen sortieren soll. Ausserdem kannst du Lebensmittel benutzen, wie Hülsenfrüchte oder Obst, Bälle, Steinchen, Muscheln, oder was auch immer dir einfällt.

Diese Tätigkeiten dienen zur Anregung der exekutiven Funktionen, der Abstraktion und der Logik.

3. Mach ein Buch

Nehmt alte Zeitschriften und bitte dein Familienmitglied, dir etwas Konkretes zu suchen. Bitte es, zum Beispiel, Vögel, Babys, Tiere, Autos, berühmte Leute, Lebensmittel usw. zu suchen. Aber frag ihn oder sie nach und nach, nicht nach allem gleichzeitig! Danach bitte ihn oder sie, die Gegenstände auszuschneiden, eine Geschichte mit ihnen zu erfinden und ein so “Buch” zu erstellen. Überprüfe, ob dein Familienmitglied ausschneiden kann und benutze Scheren mit runden Kanten.

4. Autobiografisches Tagebuch

Wenn er/sie gerne schreibt, kannst du ihn/sie darum bitten, ein autobiografisches Tagebuch über sein/ihr Leben zu schreiben. Es sollte mit der Zeit beginnen, als die Person noch klein war und bis heute gehen. Geht die alten Fotografien durch und ihr könnt sie zum Tagebuch hinzufügen, um der Erzählung zu helfen und sie zu unterstützen. Bitte sie darum zu erklären, wer auf den Fotos erscheint, was sie dort gemacht haben, wie alt sie waren, etc. … Sie soll dir Anekdoten aus ihrem Leben und den Erfahrungen, an die sie sich erinnert, erzählen.

Wenn der/die Betroffene nicht gerne schreibt, könnt ihr das Gleiche mündlich machen und ein besonderes Album voller Fotografien erstellen oder sogar auf Video aufnehmen, um später sehen zu können, wie er/sie alle Geschichten erklärt.

Mit dieser Art von Aktivität stimulieren wir die Erinnerung und die Sprache.

5. Entdecke, was in der Tüte ist

Dieses Spiel ist lustiger, wenn ihr es mit mehreren Leuten spielt. Du kannst den Rest deiner Familie dazu ermutigen mitzuspielen, besonders die Kinder, die dieses Spiel sicher lieben werden. Stecke alle möglichen Dinge in eine grosse Tüte: Bälle, Zeitschriften, Obst, Socken, Fadenrollen, Lappen, Löffel … Dann bitte die Teilnehmer, ihre Hand hineinzustecken und zu sagen, welchen Gegenstand sie in die Hand genommen haben.

Diese Übung dient dazu, die taktilen Gnosien, oder die Fähigkeit, Gegenstände durch Berührungen zu erkennen, zu stimulieren.

6. Verwende CogniFit: Führendes Programm zur kognitiven Bewertung und Stimulierung bei Demenz

Die kognitive Stimulierung von CogniFit ist die meistverwendetste nicht pharmakologische Behandlung in Fällen von leichter kognitiven Beeinträchtigung und Alzheimer oder Demenz in der Frühphase. Die Technologie von CogniFit wurde von der wissenschaftlichen Gemeinschaft normalisiert und validiert. Das Programm konzentriert sich auf die Neuroplastizität, die Fähigkeit des Gehirns, neue neuronale Verbindungen zu erschaffen, sich zu erholen und neu zu strukturieren, was eine Verlangsamung der Evolution der Krankheit möglich macht und dafür sorgt, dass die Person ihre kognitiven Fähigkeiten länger bewahren kann und so eine höhere Lebensqualität hat.

CogniFit ist das führende klinische Programm für Gehirntraining. Das Programm besteht aus lustigen wissenschaftlichen Spielen, die auf klinischen Studien basieren und online gespielt werden können.

Du musst dich nur registrieren! Die Spielbatterie von CogniFit ermöglicht es, die Schwächen und Stärken einer jeden Person (ob mit oder ohne Demenz) auszuwerten und zu messen. Nach dem Ausführen der Übungen zeigt CogniFit eine Grafik mit den kognitiven Ergebnissen und stellt automatisch das personalisierte Trainingssystem dar, das sich am besten an die Bedürfnisse des Individuums anpasst.

Wie man Demenz vorbeugt: Unser Gehirn ist formbar, die kognitive Stimulierung bei Alzheimer und anderer Demenz fördert die Gehirnplastizität und begünstigt die Produktion von neuen Verbindungen zwischen den Neuronen.

7. Meisterkoch

Eine gute Strategie zur kognitiven Stimulierung bei Demenz ist, dein Familienmitglied zu bitten, dass er/sie dir in der Küche hilft. Lass die Person das Rezept kochen, aber beobachte, wie sie es macht. Bitte sie, Rezepte zu wählen, die angemessen an ihre Kompetenzen snd. Das können einfache Dinge sein, wie ein Obstsalat: Bitte sie, das Obst zu schneiden (mit Plastikmessern, zum Beispiel), Joghurt hinzuzufügen und voilà! Fertig zum Essen! Oder Rezepte, die ein bisschen ausgearbeiteter sind, wenn sie das kann, probier einfach nach und nach aus!

8. Verwöhne dein Haustier

Wenn ihr Tiere mögt oder habt, habt ihr sicher bemerkt, dass sie perfekt dazu sind, alle Arten von Krankheiten zu behandeln, unter ihnen auch die Demenz. Die Betroffenen können bei der Tierpflege mithelfen, wenn sie sie füttern oder mit ihnen spazieren gehen (Hunde), kann das therapeutische Wirkung bei vielen Krankheiten haben.

9. Musik für die kognitive Intervention

Benutze die Musik als Alliierte zur kognitiven Intervention. Mach Musik an, die dem/der betroffenen Person gefällt und die sie kennt und schau, was passiert. Vielleicht singt sie das Lied, oder beginnt zu tanzen, oder entspannt sich nur. Du kannst dir andere Aktivitäten einfallen lassen, um mit der Musik zu arbeiten, zum Beispiel könnt ihr über den Liedtext nachdenken, schauen, ob sie ihn kennt, was sie versteht, erinnert oder was die Musik heraufbeschwört …

10. Brettspiele

Brettspiel sind grossartige Alliierte, um die kognitiven Funktionen unserer Familienmitglieder zu stimulieren und ausserdem eine schöne Zeit mit der Familie zu verbringen. Pictionary, Memory oder Trivial Pursuit spielen. Aber die Fragen oder Gegenstände müssen einfach und angepasst an die Fähigkeiten unseres Familienmitglieds sein, dass heisst, er oder sie muss es spielen können, denn wir wollen keine Frustration hervorrufen. Zum Beispiel sollte man ihn/sie beim Pictionary etwas Konkretes zeichnen lassen, wie eine Birne oder einen Hund und keine sehr abstrakten Konzepte wie den “Neid” und ihm/ihr genug Zeit lassen, wenn er/sie sehr langsam zeichnet.

Quelle: Cristina Nafría, Psychologin bei CogniFit.

10 Strategien, um alles schneller zu lernen – So funktioniert dein Gehirn!

Schneller lernen – Meine Absicht ist, dass du dein Gehirn ein bisschen besser kennenlernst, weißt was es kann und wie es funktioniert, damit es einfacher wird, die Dinge schneller und mit weniger Anstrengung zu lernen. Schöpfe dein gesamtes Potenzial in Lernsituationen aus!

Alles schneller lernen

1. Schneller lernen: Mach einen guten Plan

Viele Menschen unterschätzen die Bedeutung der Planung, manchmal aus Zeitgründen oder weil die Aufgabe nicht sehr komplex ist. Die wichtigste Strategie, um die Dinge schneller und effizienter zu lernen, ist diese Anfangsphase: Die Planung. Wenn du deine Arbeit gut organisieren kannst, dir Prioritäten setzt und den Aufwand, den du für jede Aufgabe brauchst, gut einschätzt, wirst du eine höhere Leistung erbringen und Probleme besser lösen. Es ist normal, dass es dir am Anfang etwas schwerer fällt, angemessen zu planen, aber verzweifle nicht, diese kognitive Fähigkeit verbessert sich durch die Übung.

Wie kann ich schneller lernen?
1.- Sammle alle notwendigen Daten, untersuche und bereite alle Materialien vor, von denen du denkst, dass du sie brauchen wirst. Es ist wichtig, dass du diese Aufgabe erledigst, bevor du zur Tat schreitest. Es wird dir helfen mit Kriterien zu planen, wenn du die gesamte Information zusammenstellst.
2.- Eine schriftliche Prüfung ist nicht dasselbe wie ein Test: Wähle deine Ziele aus.
3.- Brainstorming. Suche unterschiedliche Wege, die dich zu deinem Ziel führen können.
4.- Berücksichtige die Stundenanzahl, die du zur Verfügung hast, die Fristen, mögliche Zwischenfälle, die Art Material … und erarbeite einen Studienplan.
5.- Setze dir Zwischenschritte und Tagesziele, um “Phasen zu verbrennen”.

2. Schneller lernen: Benutze eine Lernmethode, um schneller zu lernen

Es ist empfehlenswert, einem Schema oder Plan zu folgen, es gibt verschiedene Techniken zum Studieren und Auswendiglernen. Eine der Methoden, mit denen die besten Ergebnisse erzielt werden, ist der Klassiker PQRST (Initialen aus dem Englischen, die voraussehen, sich fragen, lesen, zusammenfassen und überprüfen bedeuten). Diese Strategie liefert gute Ergebnisse, sowohl bei normalen Lernern als auch bei Personen mit Lernschwierigkeiten wie Betroffene der Legasthenie, ADHS etc. ergeben.

Welche Methode kann mir dabei helfen, schneller zu lernen?
Die klassische PQRST-Methode besteht aus 5 Schritten:
1.- Suche die Grundidee des zu lernenden Textes oder Themas, zum Beispiel anhand einer Zusammenfassung oder einer Einleitung zum Thema, lies Informationen über den Autoren …
2.- Generiere Fragen darüber, was du von der Lektüre erwartest, bevor du beginnst.
3.- Lies den Text einmal, schau dir Tutorials an, etc. und versuch auf die Zielfragen zu antworten.
4.- Schreib eine Zusammenfassung mit den Hauptideen.
5.- Geh das gelernte Material noch einmal durch, um deine Erinnerung abzusichern.

3. Schneller lernen: Die Neugierde aktiviert dein Gehirn

Warum können wir uns ohne Mühe an eine ganze Menge Daten erinnern, wenn uns eine Geschichte erzählt wird, wir einen Film sehen oder einen interessanten Roman lesen? Die Antwort ist ganz einfach: Die Neugierde, die gemeinsam mit der Emotion der Schlüssel zum Lernen ist.

Dieser in Neuron veröffentlichte Artikel sagt aus, dass die Erwartung, die ein Thema in uns hervorruft, unser Gehirn so aktiviert, dass wir jede Art von Information lernen und behalten können. Neugierig auf etwas zu sein aktiviert das Belohnungssystem unseres Gehirns, indem Dopamin freigesetzt wird, eine Substanz, die mit den Vergnügungssystemen zusammenhängt.

Ohne Zweifel sind unsere “Kleinsten” die wissbegierigsten und neugierigsten Wesen, die wir kennen.

Wie schneller lernen? 

Stell dir vor, du bist ein kleines Kind voller Neugierde darauf, alles zu lernen und aufzusaugen. Frag dich leidenschaftlich darüber aus, was du lernen wirst. Was ist das? Was weißt du vom Thema? Was glaubst du, wirst du lernen? Wie kannst du das im wirklichen Leben anwenden? Wie schwierig wird es sein? Wem kannst du es erzählen? Wie hängt es mit anderen Dingen zusammen, die du lernst? …

4. Schneller Lernen: Achtsamkeit, Aufmerksamkeit

Die Achtsamkeitsübung oder volles Bewusstsein steigert die Funktion der höheren kognitiven Prozesse. Diese Technik beinhaltet zahlreiche Übungen wie die Körperreise, im gegenwärtigen Moment leben, die Nervosität zu kontrollieren und die Emotionen zu regulieren, oder die Konzentration auf die Atmung.

Wie integriert man die Achtsamkeitsübung in den Lernprozess?

 

Zum Beispiel kannst du versuchen die Atmung (Einatmung-Ausatmung) mit der Augenbewegung (Sakkaden, Sprünge) während des Lesens zu synchronisieren, um während der Aufgabe präsent zu bleiben.

5. Schneller Lernen: Besser mehrere Strategien anwenden als nur eine

Die Strategien sind Aktivitäten, die dazu dienen, die Leistung zu verbessern und Kontrolle über die Aufgabe verleihen. Die Verwendung von Lernstrategien ist ein Faktor, der direkt auf die Entwicklung des Gedächtnisses Einfluss nimmt.

Welche Arten von Strategien kann ich anwenden, um schneller zu lernen?
1. Die assoziativen Strategien sind die einfachsten. Ihr Ziel ist das Überholen des Materials mithilfe von Wiederholung: noch einmal durchgehen, unterstreichen, laut wiederholen, etc.
2. Die organisatorischen Strategien ermöglichen es, das zu studierende Material nach seiner Bedeutung zu gruppieren (“chunks” von Information). Die wichtigsten sind die Kategorien und Konzeptkarten.
3. Die Ausarbeitungsstrategien benötigen ein höheres Textverständnis deinerseits: Schemata, Zusammenfassungen, Verwendung von Schlüsselwörtern …
4. Die meta-kognitiven Strategien Planung, Monitorisierung, Bewertung und Überprüfung dienen dazu, Kontrolle und Bewusstsein über den Lernprozess zu bekommen.

6. Schneller Lernen: Verteiltes Lernen besser als durchgehendes

Egal, ob du zwei, vier oder acht Stunden am Tag lernst, die Zeiteinteilung und das Lernmaterial sind ein Schlüsselfaktor.

Wie kann ich schneller und effizienter lernen?
Zum Beispiel, das intensive Lernen desselben Themas für 5 Stunden ist schlechter als die die Wiederholung mit Zeitabständen für eine Stunde am Tag an 5 Tagen.

7. Schneller Lernen: Pausen sind heilig

Die Untersuchungen zur Aufmerksamkeit in der Psychologie zeigen, dass die Fähigkeit, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren, nach 20/25 Minuten abnimmt. Trink Wasser in deinen Pausen, ein hydratisiertes Gehirn ist unabdingbar, um konzentriert und aufmerksam zu bleiben.

Wie kann ich schneller lernen?
Diese Lernmethode, die auf der Pause basiert, wurde vom Neuropsychologen Frencesco Cirillo erschaffen. Cirillo benutzte eine Küchenuhr (mit Tomatenform), um Studienzeiten von 20 Minuten, gefolgt von einer kurzen Pause, abzumessen. In jeder Pause macht der Student etwas Stärkendes, wie sprechen, essen, E-Mails abrufen … und kehrt dann wieder zum Studieren zurück.

8. Schneller Lernen: Positive Emotion, positive Erfahrung

Die Emotionen sind der Schlüssel beim Lernen. Ein positiver emotionaler Zustand verbessert die Leistung des Gedächtnisses und erleichtert das Lernen.

Wie kann ich schneller durch positive Emotionen lernen?
Versuche, eine negative Haltung zur Lernmaterie zu vermeiden, auch wenn sie sehr umfangreich oder schwierig ist. Fühl dich gut mit dir selbst und mit dem, was du tust. Du wirst sehen, wie eine positive emotionale Aktivierung, gemäßigt, dem Lernen zugute kommt.

9. Schneller Lernen: Benutze jedes Mal Selbstbelohnungen, wenn du ein Ziel erreichst

Belohnungen sorgen dafür, dass wir die ausgeführte Tätigkeit als angenehmer empfinden.

Wie kann ich eine Selbstbelohnung anwenden, um schneller zu lernen? 

Sie werden direkt im Anschluss an die Aufgabe angewendet. Die Belohnung kann verbal oder körperlich sein: Von ein paar Worten der Beglückwünschung zur erfüllten Aufgabe bis zu einer Belohnung wie ein Eis, oder eine Kleinigkeit zu essen (es ist empfehlenswert, Nahrungsmittel zu wählen, die dir helfen, dein Gehirn zu schonen), oder einen Freund/eine Freundin anzurufen …

10. Schneller Lernen: Hab Vertrauen darin, was du tust – Du wirst es schaffen!

Du musst aufhören, negativ zu denken. Stell dir dein Ziel vor, wenn du eine schwierige Aufgabe bearbeitest, dir selbst zu vertrauen ist wichtig, um das zu erreichen, was du dir vornimmst.

Wie kann dir das Selbstvertrauen dabei helfen, schneller zu lernen?
In meiner Etappe als Student habe ich ein Jahr über ein Mantra wiederholt, um mich zu ermutigen und zu konzentrieren: “Vertrau dir, sei glücklich”. Ich habe das in alles Formen und Sinnen wiederholt, gesprochen oder gesungen: “Vertrau”, “Vertrau dir”, “Dir, vertrau”, “sei glücklich”, “dir, dir, dir, vertrau” … Du siehst in etwa, wie das funktioniert, oder?

Die kognitiven Prozesse können durch Training beschleunigt oder verbessert werden. Heutzutage existieren verschiedene neurowissenschaftliche Werkzeuge, die dir dabei helfen können, deine kognitiven Funktionen auf präzise Weise zu messen und verbessern. Wenn du dieses Feld genauer ergründen möchtest und deine kognitiven Prozesse auf professionelle Art trainieren möchtest, kannst du dich bei CogniFit, dem führenden Programm für kognitive Bewertung und Stimulierung, informieren. Dies ist nicht irgendein Gehirntraining, es ist ein Instrument, dass durch die wissenschaftliche Gemeinde, Schulen, Universitäten und diversen Bevölkerkungsgruppen weltweit validiert und verwendet wird. CogniFit passt sich an deine individuellen Lernbedürfnisse an.

Viel Glück beim Lernen!

 

Deutsche Übersetzung des spanischen Originalartikels.

Quelle: Pablo García Bartolomé, Psychologe bei CogniFit.

 

Angst verlassen zu werden? Ist das emotionale Abhängigkeit?

Emotionale Abhängigkeit: Stimmungsschwankungen, niedriges Selbstwertgefühl, Angst, verlassen zu werden und dass du “ganz alleine” bist, Idealisierung des Partners … dies sind einige Merkmale von emotional abhängigen Personen. 

Wenn du ihn/sie ständig anrufst, wenn ihr nicht beieinander seid, wenn du aufgehört hast, Dinge zu unternehmen, die du vor eurem Kennenlernen oft unternommen hast, wenn du wütend wirst, wenn er/sie dir nicht sofort antwortet und dich sogar “verpflichtet” dazu fühlst, seine/ihre persönlichen Gegenstände zu durchsuchen … dann kann es sein, dass du emotional abhängig bist. Wie kann man eine Beziehung, bei der eine Person emotionale Abhängigkeit zeigt, erkennen? Mal sehen!

Ich habe Angst, verlassen zu werden – was kann ich tun?

“Uns wurde glauben gemacht, dass die “Große Liebe” nur einmal kommt, für gewöhnlich vor dem 30. Lebensjahr. Uns wurde nicht erzählt, dass die Liebe nicht angetrieben wird und auch nicht in einem bestimmten Moment kommt. Menschen wachsen durch Andere. Wenn wir in guter Gesellschaft sind, ist es angenehmer.

Sie haben uns glauben gemacht, dass jede/r von uns die Hälfte einer Orange ist und dass das Leben nur Sinn macht, wenn wir die andere Hälfte finden. Uns wurde nicht erzählt, dass wir schon ganz geboren werden, dass niemand im Leben es verdient, die komplette Verantwortung, zu vervollständigen was uns fehlt, auf seinen Schultern zu tragen verdient.

Sie haben uns an eine Formel glauben lassen, die “zwei in einem” genannt wird: zwei Menschen, die gleich denken, gleich handeln, das funktionierte. Sie haben uns nicht erzählt, dass das einen Namen hat: Annullierung. Dass wir nur als Individuen mit eigener Persönlichkeit eine gesunde Beziehung führen können.” (John Lennon)

Furchtbare Angst, verlassen zu werden – Was ist emotionale Abhängigkeit?

Als allererstes, wenn wir von Partnerschaftsthemen sprechen: Was können wir unter “emotionaler Abhängigkeit” verstehen?

Was ist emotionale Abhängigkeit? Laut Castelló ist die emotionale Abhängigkeit ein “extremes Zuneigungsbedürfnis, die eine Person gegenüber seinem Partner im Verlauf seiner unterschiedlichen Beziehungen verspürt”.

Ja, ich schreibe extrem in Fettbuchstaben, denn einige Autoren haben die emotionale Abhängigkeit sogar mit Süchten verglichen. Aber warum?

Jede Sucht ist eine Abhängigkeit, die das Leben des/der Betroffenen einschränkt und in einer erstickenden Situation endet. In diesem Fall richtet sich die Such gegen den eigenen Partner. Der/Die Betroffene stellt seine Beziehung über alles, sogar über sich selbst.

Sowohl Männer als auch Frauen leiden darunter, obwohl die Männer es häufig aus Scham verstecken.

 

Angst, verlassen zu werden – Leide ich unter emotionaler Abhängigkeit? 

Angst, verlassen zu werden: Wie kann ich erkennen, ob das emotionale Abhängigkeit ist, worunter ich leide?

Emotionale Abhängigkeit: Merkmale von Menschen die emotional abhängig sind:

1. Sie stellen den Partner vor alles andere und idealisieren ihn.

Sie wollen, dass nichts und niemand sich zwischen sie stellt, inklusive Arbeit, Studium, Familie, … (Person, die täglich zum Tanzunterricht ging und nach und nach damit aufhört, um mehr Zeit mit ihrem Partner zu verbringen). Außerdem überbewerten sie ihren Partner und sind sogar dazu fähig, seine Fähigkeiten extrem zu verzerren (“er ist nicht nur hübsch, er ist der Hübscheste”).

2. Exzessives Bedürfnis nach ständigem Zusammensein mit dem Partner.

Egal, ob sie beide zuhause sind oder jeder bei seiner Arbeitsstelle. Wenn sie zuhause sind, wird die Person den ganzen Tag an ihrem Partner kleben. Und wenn sie nicht am selben Ort sind? Macht nichts, er/sie wird andauernd anrufen, SMS und WhatsApps schicken … Diese Situation verursacht letztendlich obsessive Eifersucht dem Partner gegenüber. (“Er ist vor einer Stunde von zuhause ins Fitnessstudio gegangen, ich muss wissen, wo er ist, mit wem er zusammen ist und was er macht”).

3. Ständige Angst vor einer möglichen Trennung oder Angst, verlassen zu werden.

Deswegen neigen sie zu unterwürfigen Haltungen und exzessiven Versuchen, dem Partner zu gefallen. Sie sind unfähig, eine Beziehung zu beenden, weil sie denken, dass sie es nicht aushalten könnten. (“Wenn ich daran denke, dass er oder sie mich verlässt, hat mein Leben keinen Sinn mehr”).

Angst verlassen zu werden – Was tun?

3. Schlechte Sozialkompetenz.

Sie haben sehr geringe Selbstbehauptung (sie lassen sich durch den Partner manipulieren und zeigen ihre Ansichten, Bedürfnisse oder Gefühle nicht).

4. Angst, allein zu sein und sich allein zu fühlen.

(“Ich war noch nie mehr als einen Monat Single, ich kann nicht allein sein”) Die Angst, sich allein zu fühlen und sich ein Leben nicht ohne Liebe vorstellen zu können, führt dazu, dass sie direkt nach dem Ende einer Beziehung gleich einen neuen Partner suchen. Die Idee “ohne Partner” zu sein, verursacht ihnen Panik und deshalb brauchen sie ständig eine Person an ihrer Seite, koste es, was es wolle.

5. Ex-Partner mit demselben Muster.

Worauf beziehe ich mich damit? Emotional abhängige Menschen suchen sich für gewöhnlich Partner mit einem bestimmten Profil. Die Partner von Menschen mit emotionaler Abhängigkeit haben für gewöhnlich einen starken Charakter, sind dominant, eingebildet und manchmal sogar possessiv. (Die meisten, obwohl man nicht verallgemeinern sollte).

6. Niedriges Selbstwertgefühl und negativer Gemütszustand.

Die Betroffenen kritisieren sich in ihren schlimmsten Momenten hart und denken, dass ihnen alles passiert, weil sie es verdienen. Sie schätzen ihre Erfolge nicht wert und fühlen sich unzufrieden mit sich selbst. (“Ich verstehe, dass er mit ihr durchgebrannt ist, denn ich hatte ihm einfach nichts zu bieten …”).

Denk daran, wenn dein Glück von anderen abhängt, dann ist es nicht deins.

Unsicherheit und Angst vorm Verlassenwerden

7. Unterwürfigkeit gegenüber dem Partner.

Man kann sagen, dass die Unterwürfigkeit als Folge der Idealisierung des Partners entsteht. Der/die Betroffene ist in der Lage, für etwas um Verzeihung zu bitten, was er/sie noch nicht einmal getan hat, nur damit sein/ihr Partner zufrieden ist. Außerdem sind sie in der Lage dazu, die Zuneigung ihres Partners durch Geschenke zu erkaufen. (Sie verzeihen Untreue, machen immer, was der Partner will …).

8. Exklusivität der Beziehung.

Ja, in den meisten Beziehungen wünschen wir uns keine dritte Person, mit der wir unseren Partner teilen sollen, aber in diesem Fall stört die abhängige Person absolut alles, was ihre Beziehung beeinflussen könnte, von Familienmitgliedern, Freunden, Arbeitskollegen bis sogar zu Kindern in einigen Fällen.

9. “Abstinenz-Syndrom”.

Wenn die Beziehung zu Ende geht, kann sich das “Abstinenz-Syndrom” ereignen. Es geht hierbei um eine Depression, bei der sie nicht aufhören, an Erinnerungen, Gewissensbisse, Pläne für eine mögliche Versöhnung zu denken … All dies bereitet ihnen große Traurigkeit und Sorgen.

Hier fühle ich mich verpflichtet, euch an einen Satz von der großen Marylin Monroe zu erinnern: “Manchmal vermisst du jemanden so sehr, dass du vergisst, dass es dir ohne ihn besser geht.”

All diese Merkmale von abhängigen Personen können Brüche in Beziehungen mit Familie oder Freunden verursachen, was dazu führen kann, dass sie Depressionen oder Angststörungen bekommen. Außerdem findet eine Verschlechterung in ihrem Leben auf persönlichem Niveau, aber auch im Arbeits- und Sozialleben statt.

Was wäre die beste Art in einer Beziehung mit emotionaler Abhängigkeit zu handeln?

Als Erstes sollte die abhängige Person sich bewusst sein, dass sie ein Problem hat und eine Lösung suchen, indem sie sofort zur Psychotherapie geht.

Die Familie der abhängigen Person sollte mit ihr sprechen und ihr ihre Unterstützung zusagen, damit sie sich nicht allein fühlt. Einmal in Therapie, wie der Psychologe dafür sorgen, Richtlinien zu erschaffen, damit sie wissen, wie sie in bestimmten Situationen handeln sollen.

Die emotionale Intelligenz wird als die “Fähigkeit aller menschlichen Wesen, unsere Emotionen und die der anderen wirkungsvoll zu verarbeiten und zu verstehen” bezeichnet und spielt eine wichtige Rolle beim Beginn der Behandlung von abhängigen Personen. So sehr du deinen Partner auch “liebst”, solltest du wissen, dass du selbst das Wichtigste in deinem Leben bist.

In Fällen, in denen nur manche Charakteristika erfüllt werden, sollte man versuchen, so zu handeln, dass beide Mitglieder der Partnerschaft alleine Tätigkeiten nachgehen (denkt daran, dass ihr ein Leben hattet und Sachen gemacht habt, die euch glücklich gemacht haben, bevor ihr euren Partner kanntet), damit ihr nicht 24 Stunden am Tag zusammen verbringt.

Anmerkung: Sich unabhängig zu fühlen und Selbswertgefühls-Workshops sorgen dafür, dass wir uns besser mit uns selbst fühlen.

Personen mit emotionaler Abhängigkeit sollten sich über alles lieben

Wenn du bis hierhin gekommen bist und du dich damit identifizierst, was du gelesen hast, mach dir keine Sorgen und schäme dich nicht. Du bist nicht der/die Erste und wirst auch nicht der/die Letzte mit diesem Problem sein. Es gibt eine ganze Welt zu entdecken und viele Leute, die dazu bereit sind, dir zu helfen. Such die Hilfe eines Experten, lass dich von deiner Familie und deinen Freunden lieben, aber vor allem und über allem, LIEBE DICH SELBST.

Wenn du eine Frage hast, schreib sie mir bitte unten, ich beantworte sie liebend gern! 😉

Quelle: Mairena Vázquez

Selbstwertgefühl bei Kindern: 6 Arten zu loben, die die Entwicklung deiner Kinder fördern

 Richtig verwendetes Lob kann eine mächtige Waffe zur Förderung des Selbstwertgefühls unserer Kleinsten darstellen. Ein Kind, das auf richtige Art und Weise gelobt wird, wird sich wertgeschätzt fühlen und lernen, das zu schaffen, was es sich vornimmt. Im Gegensatz dazu kann ständiges Überbehüten und Loben genau den gegenteiligen Effekt für unsere Kinder haben. Wie sollten wir die Erfolge unserer Kinder loben, um ihr Selbstwertgefühl und ihre Selbstsicherheit zu fördern? 10 Arten, das Selbstwertgefühl bei Kindern zu stärken:

Selbstwertgefühl bei Kindern: Wie man es durch Lob fördern kann

Wie können wir unserem Kind gegenüber deutlich machen, wie stolz wir auf es sind? Wenn das Kind eine Heldentat vollbringt, neigen wir dazu, seinen Erfolg sofort zu loben. Bravo! Du bist mutig, wie klug, intelligent, der Schönste, etc … Diese Anerkennung kommt einfach von Natur aus aus uns heraus, ohne Nachdenken. Jedoch kann diese Art von Lob oft negative Auswirkungen auf die Kinder haben.

Selbstwertgefühl bei Kinder:

Selbstwertgefühl bei Kindern – Was ist das? Das Selbstwertgefühl ist die Art, auf die wir uns selbst schätzen und achten und definiert, ob wir uns dazu fähig fühlen, Problemen zu begegnen, oder nicht. Die ersten Äusserungen von Selbstwertgefühl lassen sich schon von früh auf wahrnehmen. Ein gesundes Selbstwertgefühl kann einer Vielzahl von psychischen Problemen im zukünftigen Leben des Kindes vorbeugen. Deshalb ist es vital, es von den ersten Lebensjahren unserer Kinder an zu pflegen.

Wir Menschen können zwei Arten von Mentalitäten entwickeln: Feste Mentalität oder Entwicklungsmentalität. Ob wir zur einen oder zur anderen tendieren, hängt zum grossen Teil davon ab, welche Art von Lob wir in unserer Kindheit empfangen haben:

  • Feste Mentalität: besteht aus dem Gedanken, dass unsere Eigenschaften und Fähigkeiten angeboren sind (dass wir mit ihnen geboren werden und sie sich nicht ändern lassen). Die feste Mentalität bringt uns dazu, zu glauben, dass wir, wenn wir nicht gut in etwas sind, keine Möglichkeit haben, dies zu ändern. Personen, die diese Art von Mentalität entwickeln, sehen ihre Fehler als Versagen an.
  • Die Entwicklungsmentalitätbesteht aus dem Gedanken, dass sich unsere Eigenschaften und Fähigkeiten durch die Erfahrung formen (wir entwickeln sie). Die Entwicklungsmentalität bringt uns dazu zu glauben, dass etwas mit der Übung verbessert werden kann, wenn wir es nicht beherrschen. Fehler sind Chancen, etwas dazuzulernen.

Laut einer Studie verursacht das Gefühl von Unruhe und Nervosität bei Eltern vor den Fehlern ihrer Kinder (wie eine schlechte Note in der Schule) und das negative Bewerten dieser Fehler dazu, dass die Kinder eine Tendenz zur festen Mentalität entwickeln.

Auf der anderen Seite helfen die Eltern, die sich darauf konzentrieren, aus diesen Ergebnissen zu lernen, ihren Kindern beim Aufbau einer Entwicklungsmentalität. Die Intelligenz dieser Kinder baut sich auf Anstrengung und Lernen auf.

Arten zu loben, um das Selbstwertgefühl bei Kindern zu fördern:

1. Fördere ihre Unabhängigkeit

Als allererstes müssen wir zulassen, dass sie unabhängig sind, Risiken eingehen, Dinge für sich selbst tun, das beenden, was sie anfangen, Entscheidungen treffen und lernen, dass ihre Handlungen Folgen haben und die Verantwortung dafür übernehmen, um sie loben zu können. Manchmal ist es einfacher, dies alles selbst zu tun, denn wir machen es schneller und besser, besonders, wenn wir keine Zeit haben.

Selbstwertgefühl bei Kindern fördern: Erlaube ihm, die Dinge selbst zu tun, wenn seine motorischen Fähigkeiten es ihm erlauben. Lass es allein essen, wenn es seinen Löffel gut halten kann, lass es seine Schuhe selbst zubinden, es kann helfen, den Tisch zu decken … Lass es dir egal sein, wie lange es dazu braucht, ihr könnt morgens etwas früher aufstehen und so kommt ihr nicht zu spät zur Schule.

Fördere seine Unabhängigkeit

2. Lobe den Prozess und die Anstrengung, nicht das Ergebnis

Es ist wichtig, sich nicht auf das Ergebnis zu konzentrieren, dass es erzielt hat, sondern auf den Prozess, den es bis dahin gebracht hat. So fördern wir die Anstrengung und die Arbeit, nicht das Ergebnis, da dieses manchmal ausserhalb unserer Kontrolle liegt. Zum Beispiel kann es sein, dass wir in einer Prüfung durcheinanderkommen, dass die Lehrerin sich irrt, dass die Prüfung zu schwierig ist … das Wichtige ist, dass wir uns angestrengt haben und es so gut gemacht haben, wie wir konnten.

Das Selbstwertgefühl bei Kindern fördern: Sag nicht: “Was für eine gute Note!”, sondern “Ich weiss, dass du dir in dieser Prüfung sehr viel Mühe gegeben hast”. Sag ihm nicht “Was für ein schönes Bild, du bist ja ein richtiger Künstler”, sag ihm “Dein Bild gefällt mit sehr, vor allem die Menge an Details, die du benutzt hast”.

3. Lobe konkrete Dinge

Wenn dein Lob allgemein wie “Gut gemacht” ist, weiss das Kind nicht, worauf du dich beziehst, was von allem ist gut gemacht? Dieser Satz enthält keine Information und wird dem Kind nicht helfen, sich zu verbessern.

Das Selbstwertgefühl bei Kindern fördern: Wenn das Kind von sich aus einem anderen Kind geholfen hat, sag ihm anstelle von “Wie lieb du bist”, “Du hast gesehen, dass er/sie Hilfe brauchte und hast ihm geholfen, das ist eine sehr nette Geste von dir”.

4. Lob es nicht exzessiv

Ständiges Lob kann das Selbstwertgefühl der Kinder schädigen. Wenn sie sich daran gewöhnen, für alles gelobt zu werden, werden sie davon abhängig. Sie werden alles tun, um das Lob der anderen zu bekommen und sich sehr schlecht fühlen, wenn sie es nicht bekommen.

Ausserdem kann ein Übermass an Lob dazu führen, dass sie denken, dass sie entweder perfekt sind oder die ganze Zeit perfekt sein müssen. Keins dieser beiden Dinge ist erwünscht.

De Kind zu sagen, dass es das Schlauste oder das Schönste ist oder das Beste ist, fördert ein egozentrisches Gefühl, aber früher oder später wird es merken, dass die nicht wahr ist, was wiederum negative Auswirkungen auf sein Selbstwertgefühl hat.

Das Selbstwertgefühl bei Kindern fördern: Sei immer ehrlich. Kinder merken, wenn ein Lob nicht echt ist und das wird sie negativ beeinflussen. Lob es nur, wenn es sich wirklich Mühe bei etwas gegeben hat. Wenn es das nicht getan hat, kannst du sagen: “Das ist ein guter Anfang” oder “Ich finde es super, dass du zeichnest. Wie, denkst du, könntest du das noch verbessern?”. Damit es nicht vom Lob abhängig wird, mach daraus etwas Zufälliges und nicht Voraussehbares.

5. Beobachte mehr und lobe weniger

Kinder gewöhnen sich an Lob und erwarten es, sie brauchen immer höhere Dosen und handeln danach.

Das Selbstwertgefühl bei Kindern fördern: Statt zu loben, weise auf die Tatsachen hin. Beurteile nicht, was es gemacht hat. Sag: “Du bist mit den Hausaufgaben fertig!” oder “Wie viele Farben du in diesem Bild benutzt hast!” So motivierst du es und lässt sie sich stolz auf ihre Erfolge fühlen.

6. Der Ton sollte das Lob begleiten

Wenn unser Ton nicht damit übereinstimmt, was wir sagen, achten wir mehr auf den Ton als auf die Worte. Wenn ein Kind keine Übereinstimmung zwischen diesen beiden Elementen findet, wird es wissen, dass du nicht ehrlich bist, was es als Lüge empfinden wird. Dies schädigt sein Selbstwertgefühl sehr, deshalb muss man sehr vorsichtig sein, nicht nur damit, was wir sagen, sondern auch, wie wir es sagen. Lerne Piagets Theorie und die verschiedenen Entwicklungsstufen der Kinder kennen.

Das Selbstwertgefühl bei Kindern fördern: Wenn du deinem Kind sagst, wie sehr es sich angestrengt hat, sag es ihm in einem positiven und fröhlichen Ton. So wird es merken, dass wir zufrieden damit sind, was es getan hat. Denn wenn wir es in einem schroffen und niedergeschlagenen Tonfall sagen, wird es denken, dass es das, was es getan hat, nicht gut gemacht hat.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

18 effiziente Lerntechniken, um deine Prüfungen zu bestehen

Es nähern sich die Prüfungen und die Nervosität beginnt. Was sind die besten Lerntechniken und Techniken zum Auswendiglernen? Oft häufen sich die Prüfungen und wir denken, dass ein Lern-Marathon und einige Thermoskannen voll Kaffee genug sein werden, um uns sämtliche Themenbereiche auswendig zu lernen, zur Prüfung zu gehen und unsere gesamten Kenntnisse auf Papier zu speien, damit wir wieder zu unserem Leben frei von Beschäftigungen zurückkehren können. Diese “Strategie”, wenn man sie so nennen kann, ist in Wirklichkeit ziemlich kontraproduktiv, da wir uns darauf beschränken, Konzepte auf Druck in unser Gehirn zu pressen, die nicht gut verarbeitet worden sind und somit kaum erinnert werden.

Wenn die Prüfungsphase näher rückt, empfehlen wir dir verschiedene Lerntechniken und Techniken zum Auswendiglernen zu probieren, die dir dieses Prozess sehr viel erträglicher machen werden. Wir erzählen dir, worin diese bestehen.

Lerntechniken und Auswendiglerntechniken Prüfungen

María Luisa Delgado Losada, Doktorin der Psychologie und Dozentin in der Psychologie-Abteilung der Universidad Complutense Madrid erklärt uns:

Die Erinnerungsfähigkeit gilt als eine der Hauptvoraussetzungen für einen guten Studenten, aber Information auf Druck hineinzupressen, aber und abermals, ist nicht nützlich und kann oft die Ursache für wichtige Lernschwierigkeiten sein.

Das richtige Funktionieren der Erinnerung beinhaltet die Ausführung von drei Vorgängen oder Prozessen: Aufnahme, Speicherung und Abgabe von Informationen”.

Diese Prozesse können von der Benutzung von Lerntechniken, die ihre Funktionsweise begünstigen und verbessern, angetrieben werden. Diese Techniken vereinfachen die Verarbeitung der Information, indem sie die die Kodifizierung, Speicherung und Abgabe der Information anregen.

Aus all diesen Gründen ist es sehr empfehlenswert, dass wir Techniken anwenden, wenn wir für eine Prüfung lernen. Wenn du dich auf eine wichtige Prüfung vorbereitest, ist es sehr empfehlenswert, einige Methoden oder Tricks zu lernen, die deine Lernfähigkeit verbessern können. Möchtest du wissen, wie man eine Prüfung besteht? Diese Tipps werden dir helfen, das Beste aus dir herauszuholen.

Lerntechniken für Prüfungen

18 Lerntechniken

1. Fokussiere deine Aufmerksamkeit auf das, was du machst:

Damit die verarbeitete Information vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis fließen kann, ist es notwendig, sich auf diese Information zu konzentrieren. Die Aufmerksamkeit ist eine der wichtigsten Bestandteile des Gedächtnisses und deshalb ist es unerlässlich, dass wir uns beim Lernen an einem Ort befinden, an dem es keine Ablenkungen gibt, die unsere Aufmerksamkeit zerstreuen.

Lerntechniken: Finde einen ruhigen Ort, an dem du dich konzentrieren kannst, das kann die Bibliothek sein, dein Zimmer … Bring Dinge, die dich ablenken können, wie zum Beispiel elektronische Geräte, außer Reichweite und schalte sie stumm. Vermeide Geräusche. Du kannst Ohrstöpsel benutzen, wenn Lärm unvermeidbar ist.

2. Teile deine Studienzeit in regelmäßige Sitzungen ein:

Es ist erwiesen, dass Menschen, die regelmäßig lernen, viel besser behalten als diejenigen, die ein paar Tage vor der Prüfung Lernmarathons gemacht haben. Wenn du alles bis zum letzten Moment aufschiebst, überlädst du deinen Verstand und erschwerst ihm die Verarbeitung der Information. Kurze, aber regelmäßige Lerneinheiten ermöglichen es dem Gehirn, die Information zu verfestigen und sie langfristig zu behalten.

Lerntechniken: Lerne jeden Tag ein bisschen und wiederhole am Tag vor der Prüfung nur das Gelernte. Schaffe eine Lernroutine, damit es einfacher ist. Du kannst Erinnerungen benutzen, um dich daran zu erinnern, wann du lernen musst. Dies kann entweder ein Wecker sein oder Erinnerungen, die wie Spuren wirken, das heißt, wenn du jeden Tag nach dem Mittagessen lernst, ist das Essen die Spur, die dich zum Lernen führt. Wenn du im Gegensatz dazu sagst “Ich lerne am Nachmittag eine Weile”, hast du keine Spur, die dich zum Lernen führt und es ist wahrscheinlicher, dass du es vergisst.

3. Organisiere und strukturiere deine Aufzeichnungen:

Wissenschaftler haben bewiesen, dass das Organisieren der Information in Gruppen, die miteinander verbunden sind, uns beim Lernen hilft.

Lerntechniken: Verfasse deine Aufzeichnungen auf strukturierte Art und Weise. Gruppiere die Konzepte, die sich ähneln. So wird es deinem Verstand einfacher erscheinen, die Informationen zu assoziieren, die zusammenhängen.

4. Verbinde die neue Information mit der, die du schon kennst:

Die Informationen miteinander zu verbinden hilft uns, sie zu verarbeiten und zu integrieren und erleichtert so ihr Erlernen.

Lerntechniken: Wenn du dich mit neuem und unbekannten Lernmaterial auseinandersetzt, denke zuerst daran, wie du es mit dem, was du schon kennst, in Verbindung setzen kannst. Durch das Erstellen von Beziehungen zwischen den neuen Ideen und den schon vorher existenten Erinnerungen wirst du es schaffen, dich viel besser an die neue Information zu erinnern. Auch Mind Maps können dir helfen, Beziehungen zwischen Konzepten zu erstellen.

5. Stell dir die Konzepte vor:

Die Visualisierung ist eine sehr wirkungsvolle Technik zum Auswendiglernen von Konzepten.

Lerntechniken: Um diese Technik zum Auswendiglernen durchzuführen, ist es wichtig, dass deine Mitschriften mit visueller Information wie Fotos, Schemen und Grafiken ergänzt sind oder in verschiedenen Farben unterstrichen sind. Jede visuelle Hilfe, die eine Erinnerung in uns hervorruft, ist gültig.

6. Mit einer anderen Person noch einmal laut durchgehen:

Das laute Lesen der Information verbessert den Erinnerungsprozess. Viele Erzieher versichern, dass die Studenten, die die Mitschriften untereinander noch einmal laut durchgehen, weniger Zeit brauchen, um neue Konzepte zu verstehen und sich an sie zu erinnern.

Lerntechniken: Du kannst diese Technik zum Auswendiglernen nutzen, indem du dich mit einem Kommilitonen triffst oder indem du jemanden aus deiner Familie um Hilfe bittest. Falls du niemanden findest, der dir helfen kann, die Mitschriften noch einmal durchzugehen, kannst du den Themenbereich dir noch einmal selbst laut vorlesen oder sogar deine Kuscheltiere als Publikum benutzen. Am Anfang ist dir das vielleicht etwas peinlich, aber vielen Menschen hilft das.

7. Arbeite die Information aus

Ein Konzept zunehmen auszuarbeiten und zu vertiefen ist eine sehr wirkungsvolle Art, die Information zu verarbeiten und sie im Langzeitgedächtnis zu kodifizieren.

Lerntechniken: Du kannst damit anfangen, die Definition des Konzeptes zu lesen, um dich mit ihr vertraut zu machen und dann vertiefen, indem du weitere Information über den Begriff suchst. Ebenso kann es dir helfen mehr Information zum Thema zu suchen. Zum Beispiel kannst du erklärende Videos, Vorträge und Dokumentarfilme suchen, die es auf andere Art und Weise erklären und dir lustige Fakten und Anekdoten liefern.

 8. Ändere deine Lernroutine ab und zu:

Mit der Monotonie zu brechen und aus der Lernroutine auszubrechen kann die Effizienz deiner Erinnerung vergrößern un dir helfen, schneller Langzeitinformationen auszugeben.

Lerntechniken: Du kannst versuchen, den Ort zu wechseln, an dem du lernst, oder deine Wiederholungszeiten zu ändern. Es ist nicht notwendig, dass du eine radikale Veränderung in deinen Lerngewohnheiten vornimmst, es ist genug, ab und zu etwas Neues zu probieren, um deinen Verstand zu entspannen und deine Lust zu arbeiten zu erhöhen.

9. Finde heraus, welcher Typ von Student du bist:

Es gibt verschiedene Typen von Studenten mit verschiedenen Eigenheiten, einige Menschen haben morgens eine bessere Aufmerksamkeitsfähigkeit und andere haben nachts einen aktiveren Verstand.

Lerntechniken: Du musst dich gut kennen und wissen, in welchen Momenten du am meisten vom Studium profitierst, um einen Wiederholungszeitplan zu erstellen. Wenn es dir schwer fällt, morgens aufzustehen und du dazu neigst, spät schlafen zu gehen, bist du wahrscheinlich eher eine Abendperson und fühlst dich nachmittags oder abends besser. Wenn du ohne Probleme aufstehst und nachts sofort müde wirst, bist du eher eine Morgenperson und konzentrierst dich wahrscheinlich besser vormittags und frühnachmittags.

10. Schreib die Konzepte mit der Hand:

Normalerweise schreiben wir unsere Zusammenfassungen mit dem Computer, aber es ist erwiesen, dass es das Schreiben mit der Hand hilft, uns auf die Daten zu fokussieren, die am relevantesten sind und die Information zu synthetisieren, während wir uns beim Schreiben auf dem Computer nicht so sehr darauf konzentrieren, was wir schreiben, weil dieser Prozess eher automatisch stattfindet.

Lerntechniken: Schreibe die Konzepte, die du behalten willst, mehrmals auf. Du kannst dir helfen, indem du Zusammenfassungen erschaffst, verschiedene Typen von Schemata … mit der Hand mitzuschreiben kann dir auch dabei helfen, Information zu interpretieren und weiterzuverarbeiten, so lernst du sie einfacher.

11. Hör keine Musik

Musik zu hören aktiviert unser Gehirn, aber das ist nicht immer von Vorteil. Nach einer Untersuchung lenkt uns jede Art von Musik ab und erschwert das Auswendiglernen.

Lerntechniken: Du kannst versuchen, eine Weile, bevor du mit dem Lernen beginnst, ein bisschen Musik zu hören, um dein Gehirn zu aktivieren. Aber wenn du beginnst zu wiederholen, mach die Musik aus. Wenn die Stille unangenehm für dich ist, kannst du Umweltgeräusche probieren, wie Vogelgesang oder Geräusche in der Cafeteria.

12. Benutze die Kettenlerntechnik:

Diese Technik zum Auswendiglernen ist sehr nützlich und besteht darin, die Wörter einer Zusammenfassung miteinander in Verbindung zu bringen und einen einfachen Satz aus ihnen zu bilden.

Lerntechniken: Zum Beispiel, wenn du dich an die Elemente Lithium, Beryllium, Bor, Kohlenstoff, Sauerstoff, Fluor und Neon erinnern möchtest, kannst du den Satz “Liebestolle Bären brüllen kaum, sondern flirten nur” bilden. Du kannst diese Methode auch nutzen, um erfundene Worte zu bilden, die uns das Auswendiglernen von Inhalten erleichtern. Zum Beispiel, wenn du dich an den Verlauf des Flusses Tajo erinnern möchtest (Aranjuez, Toledo, Talavera de la Reina, Puente del Arzobispo, Alcántara), kannst du die Worte Aratota Puental erfinden.

13. Mach regelmäßige Pausen

Pausen sind grundlegend, um die Information zu festigen und damit sich unsere Aufmerksamkeit erholt. Es kann sein, dass du denkst, du hast keine Zeit, dich auszuruhen, aber eine Pause ist in Wirklichkeit die beste Investition, die du machen kannst.

Lerntechniken: Die Planung der Pausen hängt ein bisschen davon ab, wie viel Zeit am Stück du deine Aufmerksamkeit halten kannst. Es gibt Menschen, die nach 20 Minuten beginnen, sich abzulenken und andere, die eine ganze Stunde konzentriert sein können. Die Dauer der Pause sollte proportional zur Zeit sein, die du gelernt hast. Wenn du eine Stunde am Stück lernst, solltest du 10 oder 15 Minuten entspannen. Bei einer halben Stunde, sind 5-7 Minuten Erholung genug.

Sollte es dir schwer fallen, Pausen zu machen, kannst du versuchen, eine Flasche Wasser bei dir zu haben und regelmäßig zu trinken. So musst du öfter auf die Toilette gehen und zwingst dich, eine Pause zu machen. Du kannst den Moment nutzen, um eine Runde zu gehen oder deinen Rücken zu dehnen.

Du kannst dir auch Wecker stellen oder bestimmte Apps nutzen, die dich daran erinnern, dass du anhalten und eine Pause machen musst.

14. Schlafe gut

Genug Stunden zu schlafen ist essentiell zur Instandhaltung unserer Aufmerksamkeit und Erinnerung. Der Schlaf verfestigt das Gelernte. Es kann sein, dass du glaubst, dass du die Zeit nutzt, wenn du weniger schläfst, um zu lernen. Jedoch wird dein Verstand schlechter funktionieren.

Lerntechniken: Schlafe genug und mache sogar einen Mittagsschlaf. Es gibt viele Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass ein kurzer Mittagsschlaf das Lernen und das Gedächtnis verbessert. Aber 15 oder 20 Minuten sind genug. Wenn dein Mittagsschlaf länger ist, kann es sein, dass die Schläfrigkeit deine nachfolgende Lernsitzung beeinträchtigt.

15. Wende die Leitner-Methode an

Die Leitner-Methode ist eine sehr effiziente und interaktive Art, die zu lernende Information vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis zu transportieren. Außerdem bringt sie uns dazu, uns besonders auf die Information zu konzentrieren, bei der es uns am schwersten fällt, sie zu lernen.

Lerntechniken: Schreibe das Lernmaterial nach Themen oder Konzepten aufgeteilt oder so strukturiert, wie du möchtest, auf Karteikarten oder Blätter. Wenn du alle Karteikarten beschrieben hast, ordnest du sie in Fach 1 ein.

Die Methode besteht darin, die Karteikarten nach und nach aus dem Fach 1 zu nehmen und die Information hervorzuholen. Wir sagen uns den Inhalt der Karteikarte selbst auf. Wenn wir ihn können, legen wir die Karte in Fach 2. Wenn nicht, bleibt sie in Fach 1. Das Ziel ist, am ersten Tag alle Karteikarten in Fach 2 zu legen.

Nach und nach legen wir alle Themen von einem Fach ins andere, bis wir zu Fach 5 kommen, wenn wir alles perfekt können. Wir müssen uns einen Kalender machen, um zu wissen, wie oft wir jedes Fach noch einmal durchgehen müssen. Zum Beispiel:

  • Fach 1: Heute durchgehen.
  • Fach 2: In einem Tag.
  • Fach 3: In zwei Tagen.
  • Fach 4: In einer Woche.
  • Fach 5: In einem Monat.

Dieser Plan muss so ausgeglichen sein, dass wir das Fach 5 Tage vor der Prüfung wiederholen. Wenn wir eine Karteikarte nicht richtig erinnern, legen wir diese zurück ins erste Fach, unabhängig davon, wo sie sich befand.

16. Mach Prüfungen um zu üben

Prüfungen oder Prüfungssimulationen zu machen hilft uns dabei, unsere Kenntnisse zu prüfen und sie zu festigen. Außerdem hilft es uns, zu wissen, wie gut wir die Lektion kennen.

Lerntechniken: Wenn es möglich ist, bitte deinen Professor um Prüfungsmodelle oder Fragen in dem Stil, wie sie in der Prüfung drankommen werden. Versuche auch die Übungen zu machen, die dir das Textbuch vorschlägt.

17. Meditiere, um dich besser zu konzentrieren

Die Meditation verbessert unsere Aufmerksamkeit, dient aber außerdem dazu, unser Stresslevel zu senken.

Lerntechniken: Zwischen 10 und 15 Minuten am Tag zu meditieren ist genug, um die Konzentration zu verbessern. Du kannst deine Lernpausen nutzen, um einige Minuten zu meditieren. Entdecke mehr zur Achtsamkeitsmeditation und wie man sie ausführt.

18. Probiere die Methode vom Gedächtnispalast

Eine der meist verwendeten Mittel zum Auswendiglernen ist der sogenannte Gedächtnispalast. Diese Lerntechnik kann die helfen, große Mengen an Information strukturiert zu speichern, indem du fiktive Orte in deinem Gehirn erschaffst. Mit Übung kann jeder lernen, sie zu verwenden. In diesem Video wird detailliert erklärt, wie du diese Lernmethode umsetzen kannst.

Denk daran, dass dir manchmal, auch wenn du viel lernen hast, die Nervosität die einen bösen Streich im Moment der Prüfung spielen kann. Wirf nicht deine ganze Mühe zu Boden, sondern geh noch einmal durch, wie du eine Prüfung richtig machst.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

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