Schwierige Entscheidungen treffen: 7 Schritte, um deine Ziele zu erreichen

 Schwierige Entscheidungen treffen: Wie lernt man das? Intelligente Entscheidungen in schwierigen Momenten zu treffen ist für gewöhnlich eine ziemliche Herausforderung. Bist du schon einmal wie gelähmt gewesen ohne zu wissen, wie du reagieren sollst? Oder hast du eine Entscheidung getroffen, die dich dem Ziel, das du erreichen willst, nicht näherbringt?

Die Entscheidungsfähigkeit ist eine kognitive Fähigkeit, die man trainieren kann: In diesem Artikel wirst du die Werkzeuge, Strategien und Mittel kennenlernen, die dir helfen, in schwierigen Momenten schneller, intelligenter und effizienter zu reagieren. Das zu bekommen, was du willst, ist einfacher, wenn du die richtigen Entscheidungen zu treffen weißt!

Es gibt viele Arten von Entscheidungen. Uns Erwachsenen begegnen von morgens bis abends Tausende von alltäglichen Entscheidungen. Lerne zu erkennen, welche Entscheidungen grössere Auswirkungen haben und daraufhin zu handeln.

Das Problemlösetraining, das wir sehen werden, wird es dir ermöglichen, deine Entscheidungsfähigkeiten zu verbessern und besser mit den anstrengenden Situationen deines Alltags umzugehen. Jede Entscheidung, die du triffst, ist mit neuen Ereignissen verknüpft. Lerne, bessere Entscheidungen zu treffen!

Wie man lernt, bessere Entscheidungen in schwierigen Momenten zu treffen

Die Entscheidungsfindung ist eine Konstante in unseren Leben. Eine Entscheidung führt uns zur nächsten, und bei vielen Gelegenheiten sind es Anekdoten unseres Alltags: Wann stehen wir am Sonntag auf, nehmen wir einen Regenschirm, wenn wir Wolken am Himmel sehen, nehmen wir die Treppen oder den Aufzug … A priori handelt es sich nicht um Entscheidungen, die wir als schwierig betrachten können. Aber, ohne die kleinen Alltagsentscheidungen zu unterschätzen, gibt es eine ausgewählte Gruppe an Entscheidungen, die mittel- und langfristig eine große Bedeutung in unseren Leben haben werden. Deswegen erfordert das Lernen zu entscheiden, was in diesen schwierigeren Situationen gut für uns ist, den Gebrauch des rationalen und logischen Denkens.

Zum Beispiel, sich für das Fitnessstudio anmelden, sich für die Universität einzuschreiben, eine Arbeit in einer anderen Stadt Hunderte von Kilometern von der Heimat anzunehmen und den Namen eines Sohns oder einer Tochter zu entscheiden sind die Art Entscheidungen, die eine grössere Anstrengung und Zeit zum Nachdenken von uns fordern.

In der Psychologie wird der Entscheidungsfindungprozess als ein übergeordneter kognitiver Prozess bezeichnet, das heißt, er stützt sich auf andere psychologische Prozesse wie die Aufmerksamkeit, das Arbeitsgedächtnis, die Verarbeitungsfähigkeit und -geschwindigkeit, die Sprache, das deduktive Denken, die Planung, die Überwachung, die Kreativität … Wie du siehst, ist es etwas Komplexes für unser Gehirn, eine intelligente und rationale Entscheidung zu treffen. Aber dank der Gehirnplastizität und unserer Lernfähigkeit können wir die Gehirnfunktionen und kognitiven Prozesse verbessern und neue Strategien für das Gehirn erlernen, die uns helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, seine kognitiven Fähigkeiten zu trainieren und zu verbessern, um den Alltagsproblemen und -entscheidungen möglichst adaptiv entgegenzutreten. Lerne die Strategien zur Problemlösung kennen!

Das Problemlösetraining lehrt uns aus einer kognitiven Verhaltenperspektive, unseren Alltagskonflikten die Stirn zu bieten. Die Person greift aktiv in den Prozess ein, der lange vorher von ihrer Motivation aus beginnt, um verschiedenen Situationen (Neuheit, Risiko, Ungewissheit) entgegenzutreten.

Wie man bessere Entscheidungen trifft

Schwierige Entscheidungen treffen: 7 einfache Schritte, um es zu lernen


1. Die zu treffende Entscheidung identifizieren. 2. Ein Ziel festlegen. 3. Positive Orientierung zum Problem. 4. Relevante Information zusammenstellen. 5. Alternativen generieren. 6. Auswertung der Alternativen. 7. Entscheidung treffen.

Diese Strategie, hier zusammengefallst in 7 einfachen Schritten, wird dir dabei helfen, den Weg des rationalen Denkens zu aktivieren. Das rationale Denken wird es dir ermöglichen, effektiver wichtige Entscheidungen zu treffen.

Jeder Mensch ist anders. Der Gedanke des Problemlösetrainings ist, dass du deine eigene Strategie personalisierst. Du kannst diesen Prozess mit mehr oder weniger Schritten erledigen, bis du ihn von selbst benutzt, wenn du ihn brauchst. Beachte, dass die Umgebung und die Situationen, in denen du dich mit der Entscheidungsfindung auseinandersetzen musst, komplex und wechselhaft sein werden. Deswegen ist dies keine unfehlbare Formel, die dir die Antwort auf dein Problem gibt. Es ist ein Aktions-Schema.

1. Schwierige Entscheidungen treffen: Was ist die Entscheidung, der du gegenüberstehst?

Das Problem definieren. Dieser erste Schritt kommt dir vielleicht offensichtlich vor, man sollte denken, dass wir schon vor dem Problem stehen und wissen, worum es sich handelt. Jedoch hat das Bewusstwerden des Problems zwei Vorteile: Einerseits ermöglicht es dir, dich der konkreten Situation zu nähern und dich in den gegenwärtigen Moment zu platzieren, und andererseits wird es dir die Türen für den Beginn des Entscheidungsfindungsprozesses öffnen, das heißt, es wird als “Auslöser” für die restlichen Schritte in einer Abfolge miteinander verknüpfter Handlungen dienen. 

2. Schwierige Entscheidungen treffen: Bei dieser Entscheidung, was wird dein Ziel sein?

Denk an deine kurz-, mittel- und langfristigen Interessen. Beispielsweise bei einer kleinen Beschwerde in einem Zahn. Welche Elemente könnte es auf kurze Sicht haben nicht zum Zahnarzt zu gehen? Besorgnis, Verfrühung des Schmerzes, Angst, Nachlässigkeit, Vermeidung, Sparen … Wenn wir die Situation auf lange Sicht hin beurteilen, sehen wir, dass eine Verschiebung des Zahnarztbesuches grössere Komplikationen in der Zukunft bedeuten kann: Eine Vergrösserung der Beschwerden, längere Dauer und höhere Intensität der ärztlichen Behandlung und höhere Kosten. Wir sehen, dass es manchmal keiner tiefen und gründlichen Analyse oder einer hohen intellektuellen Fähigkeit bedarf, es handelt sich einfach darum, die Perspektiven zu erweitern.

3. Schwierige Entscheidungen treffen: Hast du eine positive Sicht auf die Entscheidung, die du fällen musst?

Tatsächlich ist es sehr wichtig, eine positive Haltung zu haben. Aber das bedeutet nicht, dass man alles durch die rosa Brille sehen muss. Die Menschen mit einer positiven Einstellung zur Entscheidungsfindung glauben an ihre Fähigkeiten und finden in jeder Lebenssituation eine neue Gelegenheit zu lernen.

4. Schwierige Entscheidungen treffen: Hast du wichtige Information zur Lösung des Problems gesucht?

Um sich zu versichern, dass die Information, die du beurteilst, wirklich relevant ist, ist es empfehlenswert:

  • Sich auf die objektiven Tatsachen zu konzentrieren und nur auf die Tatsachen.
  • Zu vermeiden Interpretationen subjektiver Art und Urteile mit starker emotionaler Ladung miteinzubeziehen.
  • Mögliche kognitive Filterungen zu vermeiden.

Der “Bestätigungsfilter” ist die Tendenz, nur Personen um Rat zu fragen, die uns nahestehen und unsere Meinungen teilen und unterstützen. Stell dir vor, du suchst neue Sichtweisen, um zu entscheiden, ob du in deiner Partnerschaft einen Schritt weitergehst und fragst eine Freundin, mit der du sehr ähnliche Lebensansichten teilst. Glaubst du, du wirst eine erweiterte Sicht auf das, was gerade geschieht, bekommen?

Ein anderer kognitiver Filter ist “resistente Überzeugungen” beizubehalten, das sind Meinungen, die auf vorherigen Erfahrungen basieren, ohne die aktuelle Situation zu berücksichtigen. Zum Beispiel habe ich eine erwachsene Person kennengelernt, die gefragt wurde: Was macht dein Vater? Und sie sagte: Mein Vater ist Bankkaufmann. Die Wahrheit war, dass ihr Vater, nachdem er 30 Jahre in einer Bank gearbeitet hatte, nun seit zwei Jahren in Rente war und schon in einer anderen Lebensphase war.

5. Schwierige Entscheidungen treffen: Wärst du dazu fähig, an mehrere mögliche Ausgänge zu denken, um dieselbe Situation zu lösen?

  • Steigere die Kreativität. Es geht darum, Optionen oder Alternativen zur gegenwärtigen Situation zu schaffen, so vielfältige wie möglich. Am Anfang ist es egal, ob sie gelten, verrückt oder perfekt sind. Hast du es mal mit Brainstorming versucht?
  • Noch ist nicht der Moment gekommen, dass rationale oder deduktive Denken zu benutzen, also keine Idee verurteilen oder ausschliessen, so unsinnig oder absurd sie dir auch erscheint. Es ist mögliche, dass einige Elemente der Idee nützlich für das spätere Finden Lösung sind.
  • Unterschiedliche Sichtpunkte annehmen. Dazu kannst du auf das laterale oder divergente Denken zurückgreifen.

6. Schwierige Entscheidungen treffen: Wie die beste Option wählen?

Jeder Mensch ist unterschiedlich, aber das weisst du ja schon! In der Auswahl einer der möglichen Optionen fliessen persönliche und sozio-kulturelle Faktoren ein. Allgemein gesagt, enthält die Beurteilung jeder Alternative:

  • Die Wahrscheinlichkeit, dass das Charakteristikum, die wir überdenken, letztendlich erfüllt wird. Ich zeige dir ein Beispiel. Stell dir vor, dass du entscheidest, einen neuen Job anzunehmen, weil die persönlichen Wachstumsmöglichkeiten, die dir die neue Firma bietet, grösser sind, als die aktuellen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich in einigen Jahren dein berufliches Profil verbessert hat und sich deine Erwartungen erfüllt haben?
  • Die Folgen nach globalen Kosten-Nutzen-Faktoren auswerten. Es handelt sich um einen sehr gründlichen Prozess, der auf der Maximisierung basiert, das heisst, die Option zu wählen, die die höchste Punktzahl in allen vergleichbaren Charakteristika hat. Jedoch ist es für eine Person unwahrscheinlich, dies zu tun. Im wirklichen Leben benutzen wir in grösserem Ausmass ein Zufriedenheitskriterium und schliessen in den Bewertungsprozess nur eine Charakteristika ein, zum Beispiel die, die und erwünschter oder zugänglicher erscheinen.

Andere Kriterien, die wir nutzen, sind die Befriedigung, das Risiko und der Zweck.

Hier ein kurzes Video von etwa 15 Minuten, wo uns die Philosophin Ruth Chang auf eine ganz einfache Weise eine scharfsinnige Weise zeigt, mit unseren Entscheidungen im Leben umzugehen. Im Grunde genommen: “Du bist, was du entscheidest”.

7. Schwierige Entscheidungen treffen: Hast du schon eine Entscheidung getroffen?

Okay! Einmal an diesem Punkt angekommen, musst du dich entscheiden. Entscheide dich für die Option, die du für die Sinnvollste hältst. Denk daran, was wir vorher erwähnt haben: Entscheidungen hängen von der Person und dem Moment, in dem sie getroffen werden, ab. Es ist möglich, dass du in einigen Jahren die Dinge mit anderen Augen betrachtest, von einem anderen Zeitpunkt und einer anderen Perspektive aus. Aber quäl dich nicht deswegen. Fall nicht in eine Blockade oder ins Vermeiden.

Bevor du “zur Tat schreitest”, führe einen Monitorisierungs- oder Prüfungsprozess der gewählten Option mithilfe von Fragen durch, in folgendem Stil: Ist die Option eine Antwort auf meine Bedürfnisse? Ist sie an meine Interessen oder Ziele angepasst? Stehen mir die nötigen Mittel zur Verfügung? 

Es ist an der Zeit, zur Tat zu schreiten: Wie führe ich die Entscheidung aus, die ich getroffen habe?

Erstelle einen guten Plan mit den Schritten und Zeiten, die dazu nötig sind, die getroffene Entscheidung auszuführen. Es gibt keine Regel dafür. Der Plan sollte persönlich und an die Situation angepasst sein.

Als letztes empfehle ich dir einige Monitorisierungstechniken. Es ist sinnvoll, sensibel für den Prozess in allen Phasen, speziell in der Durchführung, zu sein:

  • Beobachte dein eigenes Verhalten. Überwache, was du machst und wie du es machst. Es ist wichtig, die Konzentration beizubehalten.
  • Plane Selbstbeurteilungen. Vergleiche in jeder Phase, ob die Ergebnisse mit dem übereinstimmen, was du vorhergesehen hast. Sollte das nicht so sein, überarbeite den Plan noch einmal.
  • Liebe dich ein bisschen. Gib dir Belohnungen, wenn die Ergebnisse die erwarteten sind. Manchmal ist eine direkte verbale Belohnung genug. Sehr gut gemacht! Dies kann auch als eine Vorwegnahme einer späteren Belohnung angewendet werden, sehr gut gemacht, du verdienst dir ein kaltes Bier! Oder sonst, wie könnte man eine Entscheidung besser feiern … mit der nächsten Entscheidung!
Lernen, schwierige Entscheidungen zu treffen: Selbstbelohnungen

Dies wäre eine grobe Annäherung an die Entscheidungsfindung von einer kognitiven Verhaltenssichtweise her. Zu lernen, Entscheidungen zu treffen, gute Entscheidungen in schwierigen Momenten, ist möglich. Was? Das hat kaum Ähnlichkeit damit, wie du Entscheidungen triffst? Mach dir keine Sorgen. Sicherlich machst du es sehr ähnlich, obwohl du es nicht merkst, oder vielleicht folgst du auch nicht so einem mechanischen Prozess. Das Ziel des Problemlösetrainings ist genau, dass der/die Betroffene den Prozess automatisiert und Entscheidungen offenbar spontan trifft.

Wenn wir ehrlich sind, haben wir Menschen nicht immer Zeit und Lust, uns so rational und programmiert zu verhalten. Also benutzen wir gelegentlich etwas, was sich Heuristiken nennt. Eine Art “Abkürzung” oder “Intuition”, mit der wir geistige Energie sparen. Uns außerdem ist das Logischste nicht immer das Passendste in diesem Moment oder das, wofür wir uns letztendlich entscheiden. Warum verhalten wir uns so? Um mehr darüber herauszufinden, wie wir Entscheidungen treffen und wie wir uns verhalten, werden wir über die Rolle der Emotionen in der Entscheidungsfindung in einem folgenden Post sprechen …

Referenzeb: González Labra (2012). Psicología del Pensamiento. Ruiz, Díaz, y Villalobos (2012). Manual de Técnicas de Intervención Cognitivo Conductuales.

Quelle: Pablo García Bartolomé, Psychologe bei CogniFit.

Hast du nachts Angst? Entdecke, was Nyktophobie bedeutet

Was ist Nyktophobie? Angst zu empfinden ist eine natürliche Reaktion unseres Körpers auf bestimmte Situationen, wie, wenn wir uns mitten in der Nacht in kompletter Dunkelheit befinden. Wenn die Angst nur in wirklich gefährlichen Situationen ausgelöst wird, muss dies nicht negativ sein, das Problem beginnt, wenn diese Reaktion sich durch eine Gefahr in unserem Kopf ergibt und unsere täglichen Aktivitäten beeinflusst, wie wenn wir Angst vor eingebildeten Gefahren haben, die in der Dunkelheit auf uns lauern. Manchmal können diese irrationalen Ängste sogar Schlaflosigkeit auslösen. In diesem Artikel werden wir untersuchen, was Nyktophobie ist, welches ihre Hauptsymptome sind, um sie zu identifizieren und auf welche Methoden und Strategien wir zurückgreifen können, um sie zu überwinden.

Was ist Nyktophobie

Symptome der Nyktophobie

Was sind ihre Symptome? Die Nyktophobie ist eine Phobie, die sich durch eine irrationale Angst vor der Nacht oder der Dunkelheit auszeichnet. Diese übertriebene Angst wird durch eine gestörte Wahrnehmung der Realität erzeugt, denn der/die Betroffene stellt sich negative Dinge vor, die ihm/ihr in der Dunkelheit passieren könnten und spürt eine intensive Beklemmung, wenn er/sie sich dem Gefühl, allein in der Dunkelheit zu sein, stellt. Wenn diese Furcht intensiv ist, können die Betroffenen Übelkeit, extremes Schwitzen, Schaudern und Zittern, Brechreiz, Erhöhung des Herzrhythmus, Blasenentzündung und mentale Blockaden erleben.

Wie oft bei Phobien, kann es bei einem Nyktophobiker bei Angst zu Kontrollverlust über die Realität kommen, bei dem er/sie sich vor den seltsamen Figuren erschreckt, die er/sie in seinem/ihren Zimmer sieht und seine/ihre Ängst so überteibt, dass er/sie nicht mehr mit Situationen zurechtkommt, die normalerweise nicht erschrecken.

Obwohl auch Fälle von Erwachsenen mit Nyktophobie existieren, tritt die Angst vor Dunkelheit normalerweise in der Kindheit auf, denn ab 7 Jahren verschwinden diese und andere häufig auftretende Ängste in der Kindheit nach und nach, weil wir neue psychologische Werkzeuge hinzugewinnen, um uns mit unseren Ängsten auseinanderzusetzen und wir beginnen zu denken, dass die Erscheinungen und Gegenstände, die uns Angst machten, an sich nicht gefährlich sind. In diesem Video wird uns erklärt, wie wir die Ängste der Kindheit hinter uns lassen, wenn wir erwachsen werden und dass dies nicht immer von Vorteil ist, gelegentlich ist es gut für uns, auf unsere Ängste einzugehen und von ihnen zu lernen, wir müssen nur wissen, welchen Ängsten wir zuhören sollten.

Es ist einfach, die Symptome von Nyktophobie bei Erwachsenen zu erkennen, aber bei Kindern fällt es schwer zu unterscheiden, ob es sich wirklich um eine Phobie handelt oder nur um eine Art, Aufmerksamkeit zu erregen. Es kann sein, dass das Kind, anstatt Angst vor der Dunkelheit zu haben, nur Albträume hat oder vor Kurzem etwas erlebt hat, dass in ihm ein Gefühl der Unruhe erzeugt hat. Wenn Kinder eine authentische Phobie vor der Dunkelheit haben, können sie ihre Ängste einem bestimmten Gegenstand oder Geräusch zuschreiben oder sogar nicht wissen, warum sie sich so fühlen. Was den psychologischen Teil betrifft, wird das Kind eine Beschleunigung des Herzrhythmus, Schweißausbrüche und andere der beschriebenen Symptome empfinden. Wenn es sich um einen Albtraum handeln würde, wären diese Symptome nicht so ausgebildet und das Kind würde sich schnell wieder von ihnen erholen.

7 Tipps, um die Nyktophobie zu überwinden

In einem anderen Artikel erklären wir dir, wie man Kindern hilft, die Angst vor der Dunkelheit zu überwinden, deshalb konzentrieren wir uns hier auf einige Strategien für die Vermeidung von nächtlichen Ängsten bei Erwachsenen:

  1. Zunächst solltest du vermeiden, mitten am Tag einen Mittagsschlaf zu halten, wenn die Nyktophobie deine Schlafzeiten beeinträchtigt, ist es wahrscheinlich, dass du Lust verspürst, am Nachmittag zu schlafen, aber wenn du einen zu langen Mittagsschlaf hältst, wirst du grössere Schwierigkeiten haben, in der Nacht zu schlafen. Zudem wirst du weniger Zeit und Energie haben, an deine nächtlichen Ängste zu denken, wenn du erschöpft bist.
  2. Wenn du dich aufgrund deiner Nyktophobie gestresst oder nervös fühlst, kannst du versuchen, einige Atmungsübungen zu machen, um dich zu entspannen und die Angst zu reduzieren. Tief zu atmen erweitert deine Lungen und dein Abdomen, was den Sauerstoffaustausch im ganzen Körper fördert und den Blutdruck stabilisiert. Um diese Übungen zu machen, setz dich in eine bequeme Haltung und schließe die Augen, dann atme 5 Sekunden tief. Halt die Atmung noch einmal 5 Sekunden und lass dann die ganze Luft in 5 weiteren Sekunden raus. Wiederhole dies mehrmals, bist du dich weniger nervös fühlst.
  3. Ebenso wie die Atmungsübungen kann dir auch Meditation dabei helfen, dich entspannter zu fühlen und deine Ängste zu vergessen, wir empfehlen dir, eine Stunde vor dem Schlafengehen zu meditieren. Setze dich in einer bequemen Haltung und konzentriere dich auf deine Atmung. Denk an die Gegenwart und entspanne deinen Körper, während du jeden Atemzug spürst, entferne deinen Geist von allen negativen und anstrengenden Gedanken, indem du dich nur auf deine Atmung konzentrierst. Am Anfang kann es schwierig sein zu vermeiden, dass deine Gedanken sich auf deine Ängste konzentrieren, aber mit der Zeit wird es dir einfacher erscheinen, diese Gedanken zu vertreiben.
Was ist Nyktophobie

4. Falls sich deine Angst vor der Nacht darin begründet, dass du dich nicht sicher fühlst, vielleicht denkst du, dass jemand in dein Haus einbricht, ohne gesehen zu werden, versuche einen sicheren Wohnort zu schaffen, um dich zu beruhigen. Du kannst eine Alarmanlage installieren oder ein Sicherheitsschloss, Vorhänge vor den Fenstern aufhängen, um mehr Privatsphäre zu haben oder einen Gegenstand in der Nähe deines Bettes aufbewahren, um dich zu schützen.  Vermeide es, etwas in der Nähe zu haben, was dich oder andere verletzen kann, es ist genug, das Handy in der Nähe deines Nachttisches zu haben, um um Hilfe zu bitten, falls dir etwas in der Nacht passieren sollte. Aber mach die Sicherheit nicht zu Besessenheit, das wir deine Ängste nur vergrößern und dich paranoid machen.

5. Eine gesunde Dosis Ablenkung kann auch eine gute Art sein, mit deinen Ängsten umzugehen. Es muss eine Ablenkung sein, die genug ist, um deine Aufmerksamkeit und Emotionen einzufangen, aber sie sollte dich nicht in einen Zustand von Hyperaktivität oder Übererregung versetzen, denn so wirst du auch nicht schlafen können. Du kannst versuchen, ein Buch zu lesen (solange es nicht gruselig ist), um dich auf seine Geschichte zu konzentrieren und nicht an deine Ängste zu denken. Vermeide es, den Computer oder das Smartphone zu nutzen, wenn du im Bett liegst, dass dir dies technische Schlaflosigkeit bereiten kann. Dennoch kannst du dich mit diesen Geräten eine Weile vor dem Schlafengehen entspannen.

6. Denk positiv, erinnere dich an all die guten Dinge, die es in deinem Leben gibt, wie deine Familie und Freunde und weise Gedanken an negative Dinge von dir. Wenn du merkst, dass du dich von der Angst lenken lässt, kannst du versuchen, damit aufzuhören und logisch zu denken, zum Beispiel: Wenn du ein komisches Geräusch mitten in der Nacht hörst, muss das kein Dieb oder jemand, der in dein Haus eingebrochen ist, sein, das Wahrscheinlichste ist, dass das Geräusch von einer der Nachbarwohnungen kommt, dass es der Wind war oder auch, dass die Leitungen im Gebäude knarren.

7. Als letztes, vergiss nicht, um Unterstützung zu bitten, wenn du sie brauchst. Wir meinen nicht nur die Hilfe eines Experten, sondern auch die der Personen, die dir nahe stehen. Oft verstärkt das Gefühl des Alleinseins in der Nacht deine Nyktophobie, weswegen es verständlich ist, dass du ein wenig Angst hast, wenn du begonnen hast, alleine zu leben und noch nicht daran gewöhnt bist. Um diese Situationen zu vermeiden, kannst du das Handy nahe am Bett aufbewahren, wie wir schon empfohlen haben und jemanden deines Vertrauens anrufen, damit diese Person dich beruhigt. Eine andere Möglichkeit ist es, manchmal jemanden einzuladen, die Nacht in deiner Wohnung zu verbringen. Wir wissen, dass diese Lösungen ein bisschen drastisch erscheinen können und es ist wahrscheinlich, dass sie andere Menschen in eine merkwürdige Situation bringen, aber wenn du ihnen deine Situation erklärst und ihnen zeigst, dass es sich nicht um eine leichte Angst handelt, sind deine Liebsten sicher bereit dazu, dir die Hand zu reichen und dir zu helfen, deine Ängste zu überwinden.

Behandlung der Nyktophobie

Die Nyktophobie heilt sich für gewöhnlich von selbst und benötigt das Eingreifen eines Experten nicht, aber falls das Problem anhält und keine Besserung eintritt, ist es angebracht, diesen Schritt zu gehen. Die geläufigsten Behandlungsformen zur Behandlung dieser Störung sind folgende:

-Die Immersion oder implosive Therapie, die darin besteht, den Patienten einer dunklen Umgebung auszusetzen, damit dieser Entspannungs- und Kontrollübungen anwendet und so seine Ängste überwindet. Falls der Betroffene es nicht schafft, seine Phobie unter Kontrolle zu bekommen, nachdem er sich dieser Behandlung unterzogen hat, kann diese Therapie eine traumatische Wirkung haben und dafür sorgen, dass sich seine Ängste verstärken. Deswegen verwendet man diese Technik für gewöhnlich nicht, obwohl sie sich in vielen Fällen als wirksam erwiesen hat.

– Die Desensibilisierung oder desensibilisierende Verhaltenstherapie besteht darin, den Patienten einer entspannenden Umgebung auszusetzen, in der er pausiert und kontrolliert seiner Phobie ausgesetzt wird. Diese Therapie erfordert die Erschaffung einer allmählichen Reihenfolge von Situationen, die Angst im Patienten auslösen, sie können in der Vorstellung oder im wirklichen Leben stattfinden. Es ist notwendig, dass der Patient sich in jeder Situation entspannt und sie beherrscht, bevor er in die nächste Phase übergeht.

– In den schwersten Fällen können diese beiden Arten der Therapie mit einer psychotherapeutischen Behandlung und einigen Medikamenten verstärkt werden. Glücklicherweise kann die Nyktophobie in vielen Fällen ohne die Notwendigkeit, auf diese Methoden zurückzugreifen von einem selbst überwunden werden. Hier haben wir dir einige Ratschläge gegeben, um die Angst vor der Dunkelheit von zuhause aus zu bekämpfen, denk daran, wenn diese Methoden nicht funktionieren, solltest du einen Experten um Rat fragen.

Quelle: Borja Echeverría, Psychologe bei CogniFit.

Das eidetische Gedächtnis? Hast du ein fotografisches Gedächtnis? Finde es heraus!

Das eidetische Gedächtnis, im Volksmund “fotografisches Gedächtnis” genannt, lässt sich als die Fähigkeit beschreiben, sich an Bilder, Geräusche oder Gegenstände sehr detailliert zu erinnern. Vielleicht kennst du den Fall von einer Person, die nach einmaligem Lesen eines Textes dessen Inhalt noch nach einiger Zeit mit erstaunlicher Genauigkeit wiedergeben kann. Jedoch findet sich dieses Phänomen und großes Mysterium des menschlichen Gehirns nur in einer reduzierten Gruppe von Kindern und man trifft es äußerst selten bei Erwachsenen an. Im Folgenden wird erklärt, worin dieses Gedächtnisphänomen besteht. Am Ende des Artikels findest du einen kleinen Test, um herauszufinden, ob du ein fotografisches Gedächtnis hast!

Menschen mit eidetischem Gedächtnis erinnern sich an absolut alles

Was ist das eidetische Gedächtnis/ fotografische Gedächtnis? Etwas Theorie

Die Menschen, die ein eidetisches Gedächtnis besitzen, erinnern sich äußerst detailliert an Dinge. Beispielsweise, wo eine Person saß oder welche Worte sie gesagt hat. Sie können sich fast mühelos an jedes Wort aus Büchern von bis zu 500 Seiten erinnern, oder an die Geschehnisse eines bestimmten Tages vor Monaten oder sogar Jahren.

Wenn eine Person ein eidetisches Gedächtnis (oder fotografisches Gedächtnis) besitzt, zeigst du ihr ein Bild, das sie vorher noch nie gesehen hat und sie ist dazu fähig, dieses Bild im Geiste zu “sehen” und sich an alles zu erinnern, wie die Zahl der Fenster eines Gebäudes, wie viele Personen dort waren …

Außerdem ist für Personen mit einem eidetischen Gedächtnis charakteristisch, dass sich ihre Augen bewegen, als ob sie das Bild oder Buch, dass sie sehen oder hören, scannen würden.

Es hat Fälle gegeben, in denen sich diese Art von Gedächtnis spontan gezeigt hat, und die Person sich besonders detailliert an ein bestimmtes Thema erinnert, aber unfähig dazu ist, die Information eines anderen Themas zu behalten.

Zurzeit gibt es keine wissenschaftliche Erklärung zu diesem Phänomen, es existiert sogar eine große Debatte darüber, ob das eidetische Gedächtnis wirklich existiert.

Die aktuellste Studie, die es über das eidetische Gedächtnis gibt, wurde von Forschern der Universität von Malaga durchgeführt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das fotografische oder eidetische Gedächtnis einer Erhöhung der Produktion eines Proteins namens “RGS-14” zuzuschreiben ist. Dieses Protein nimmt Einfluss auf einen Bereich im Gehirn, der für die visuelle Informationsverarbeitung zuständig ist, indem es das Fassungsvermögen des Langzeitgedächtnisses erweitert.

Das Gedächtnis besitzt die kognitive Fähigkeit, die für das Speichern, Behalten und Erinnern der Information sorgt. Es gibt verschiedene Arten von Erinnerungen. Das eidetische Gedächtnis entsteht aus außergewöhnlichen Fähigkeiten sowohl im Kurzzeitgedächtnis als auch im Langzeitgedächtnis.

Kinder und Menschen mit Asperger-Syndrom haben häufiger ein fotografisches Gedächtnis als der Rest der Bevölkerung

Eidetisches Gedächtnis: Kinder, Menschen mit Autismus und Asperger-Syndrom

Man hat beobachtet, dass das eidetische Gedächtnis oder fotografische Gedächtnis bei Kindern mehr ausgeprägt ist als bei Erwachsenen. Anscheinend können Kinder Bilder mit größerer Präzision auf eidetische Art abspeichern und haben somit höhere Speicherkapazitäten als Erwachsene.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass sich die Verbindungen zwischen der rechten Gehirnhälfte (intuitives Denken) und der linken (rationales Denken) bei Kindern mit etwa 4 Jahren verändern.

Das Gehirn eines Kindes ist anders vernetzt als das Gehirn eines Erwachsenen, und es scheint, dass die Fertigkeit des eidetischen Gedächtnis gemeinsam mit der Fähigkeit des intuitiven Denkens mit etwa 4 Jahren verschwinden. Nur etwa 2 bis 10% der Kindern erleben in frühen Jahren diese Art von Gedächtnis.

Aus diesen Befunden lassen sich folgende Schlussfolgerung ziehen: Man nimmt an, dass Kinder mit dem Alter neue Methoden zur Informationsverarbeitung und Weiterentwicklung ihres Gedächtnisses erlernen. Dies scheint der Grund, weswegen das Phänomen des eidetischen Gedächtnisses so selten bei Erwachsenen vorkommt.

Die meisten Untersuchungen zeigen, dass Erwachsene nicht die Fähigkeit haben, eidetische Bilder zu erschaffen. Anscheinend liegt das daran, dass wir dazu neigen, das Beobachtete visuell und verbal zu verschlüsseln. Wir weisen den Dingen eine Bedeutung zu, um sie leichter abspeichern und später besser an sie erinnern zu können. Diese Verschlüsselung erschwert jedoch das Schaffen eines eidetischen Bildes.

Das eidetische Gedächtnis scheint häufiger bei Kindern und Jugendlichen vorzukommen. Mit dem Alter verringert sich die Fähigkeit, sich an Details erinnern zu können. Eine andere hervorzuhebende Tatsache ist, dass viele der Personen mit fotografischem Gedächtnis unter dem Asperger-Syndrom und Autismus leiden.

Autisten mit eidetischem Gedächtnis

Der Film Rain Man mit Dustin Hoffman und Tom Cruise in den Hauptrollen, zeigt das Phänomen des eidetischen Gedächtnisses auf beeindruckende Art und Weise.

Die von Dustin Hoffman gespielte Figur wurde von Kim Peek inspiriert. Kim Peek war ein damals 53-jähriger Mann, der mit einer Störung im autistischen Spektrum diagnostiziert wurde. Kim Peek konnte jede Seite der 9.000 Bücher, die er gelesen hat, auswendig.

Peek sagte, dass er zwischen 9 und 12 Sekunden brauchte, um eine Seite zu lesen und, dass jedes seiner Augen eine Seite unabhängig las.

Seine erstaunliche Gedächtnisleistung ist drauf zurückzuführen, dass bei Peek beide Gehirnhälften kaum miteinander verbunden waren. Dies hatte als Konsequenz, dass Informationen ungebremst ins Bewusstsein dringen konnten, da die rechte und linke Gehirnhemisphäre nicht miteinander intervenierten.

Ein anderer erstaunlicher Fall ist der von Stephen Wiltshire. Dieser kann in nur 10 Minuten alle Details seiner Umgebung aufnehmen und diese anschließen äußerst detailreich zeichnen. Dies kann er sogar an Orten mit vielen visuellen Reizen wie dem Piccadilly Circus in London, indem er sich nur auf sein Gedächtnis verlässt.

Stephen wurde mit 3 Jahren mit Autismus diagnostiziert und seitdem hat er ein natürliches Talent für das Zeichnen bewiesen. Zu Beginn begeisterte er sich für Tier- und Busbilder, aber später konzentrierte sich sein Interesse auf Gebäude und viel komplexere Themen. Auf seiner Webseite sind Bilder zu sehen, die er gezeichnet hat.

Test zum fotografischen Gedächtnis oder eidetischen Gedächtnis

Zum Abschluss ein kurzer Test. Wenn du wissen möchtest, ob du ein gutes eidetisches Gedächtnis besitzt, dann konzentriere dich 30 Sekunden auf das folgende Bild:
Test zum eidetischen oder fotografischen Gedächtnis – Quelle: psicotecnicostest
Beantworte jetzt, ohne zu mogeln (schau das Bild nicht an), diese Fragen:
1. Wie viele Reifen waren auf dem Foto?
2. Welche Farbe hat der Anhänger des Traktors?
3. Wie viele Personen siehst du auf dem Bild?
4. Wie viele Linien sieht man auf dem Acker?
5. Wie viele Tiere gibt es auf dem Bild?
Überprüfe deine Antworten. Hast du alle richtig geraten?

Eidetisches Gedächtnis trainieren

Eine weitere Frage die sich dir stellen könnte ist, ob sich das fotografische Gedächtnis trainieren lässt. Wie eingangs erwähnt, verliert sich die Fähigkeit des eidetischen Gedächtnisses im Laufe der Kindheit bei den meisten Menschen, die diese Fähigkeit besaßen. Trotzdem lässt sich die visuelle Gedächtnisleistung trainieren und somit verbessern. Um uns in unserem Alltag gut zurecht zu finden, müssen wir keine detaillierte Skizze des Piccadilly Circus in London zeichnen können. Es reicht in der Regel, wenn wir es schaffen uns beim Einkaufen auf einem großen Parkplatz zu merken, wo wir unser Auto geparkt haben. Unsere Fähigkeit, uns visuelle Informationen einzuprägen lässt sich trainieren.
Quelle: Noemí Vega Ruíz, Psychologin bei CogniFit.

Gehirngymnastik: 17 Aktivitäten, die dir helfen, dein Gehirn länger gesund zu halten

Gehirngymnastik für ein gesundes Gehirn. Seit einigen Jahren beginnen wir uns darüber bewusst zu werden, wie wichtig es ist, unseren Körper zu bewegen. Heute wissen wir, dass wir, um ein erfülltes Leben geniessen zu können, auch in guter geistiger Form sein müssen. Entdecke in diesem Artikel 16 Gehirnübungen, die dir helfen werden, deine Gehirngesundheit zu verbessern.

Die Lebenserwartung ist gestiegen und, je älter wir werden, desto mehr baut das menschliche Gehirn ab. Einige gute Angewohnheiten können den Prozess der kognitiven Alterung verlangsamen und dabei helfen, unser Gehirn in Form zuhalten. In diesem Artikel schlagen wir dir verschiedene Strategien der Gehirngymnastik vor, die es dir ermöglichen, neue neuronale Verbindungen zu entwickeln und deine kognitiven Reserven zu stärken. Unsere Handlungen und unser Lebensstil spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie unser Hirn sich körperlich verändert. Mach bei der Gehirngymnastik mit!

Ist es wirklich möglich, eine konkrete Fähigkeit zu verbessern, indem wir unser Gehirn mit einem Gehirngymnastik-Programm trainieren? Manchmal fragen wir uns, ob wir dazu fähig sein könnten, unser Gedächtnis, unsere Planungsfähigkeit, unsere räumliche Orientierung, Verarbeitungsgeschwindigkeit, unsere Urteilsfähigkeit oder unsere Kreativität zu verbssern, indem wir unser Gehirn trainieren und einige Gehirngymnastik-Routinen durchführen … Obwohl es kein Zauberrezept gibt, um den kognitiven Verschleiss anzuhalten, kannst du schon mit verschiedenen Übungen zur Aktivierung deiner Gehirnplastizität beginnen und deine kognitive Reserve verbessern. Verschiedene Studien haben bewiesen, dass der kognitive Verschleiss, der sich von Natur aus mit dem Alter ergibt, ausgeglichen werden kann, wenn wir unser Gehirn im Laufe unseres Lebens in Form halten (dies ist als funktionell ausgleichende Plastizität bekannt).

Nimm dein Gehirn erst und mach die Gehirgymnastikübungen, die wir dir weiter unten vorschlagen. Du wirst sehen, was passiert!

Gehirngymnastik, um deine Gehirnplastizität zu aktivieren. Das Gehirn hat eine grosse Anpassungsfähigkeit, es kann sich von unseren Erfahrungen abhängig verändern. Es kann sich anpassen und verbessern, wenn wir es richtig anregen, die Gehirnplastizität ist die Fähigkeit unseres Gehirns, seine Funktionsweise und Struktur zu verändern und sich so an die Umgebung und Umstände anzupassen.

Die Gehirngymnastik trägt dazu bei, dass das Gehirn sich anpasst. Die Änderung der Gewohnheiten und die Ausübung von geistig herausfordernden Tätigkeiten helfen, das Gehirn aktiv zu halten, indem sie die Schaffung von neuen Neuronen und Verbindungen zwischen ihnen erleichtern. Entdecke diese Vorschläge für Gehirngymnastik und setze sie um.

Gehirngymnastik: 10 Arten, dein Gehirn gesund zu halten

Wenn du wirkungsvolle Fähigkeiten trainierst, erschaffst du neue Neuronenverbindungen. Die Gehirngymnastik kann den kognitiven Verschleiss verlangsamen und sogar umkehren. Die Auswirkungen von neurodegenerativen Krankeiten zu verzögern ist dank der Schaffung einer grösseren kognitiven Reserve möglich.

1. Reise

Was könnte bessere Gymnastik für dein Gehirn sein als Reisen! Reisen regt unseren Geist an, bringt uns in Kontakt mit neuen Kulturen, neuen Orten und fremden Sprachen. Laut einer Studie gibt uns der Kontakt zu anderen Kulturen die Gelegenheit, neue kluturelle Kenntnisse zu erlangen, was unsere Kreativität fördert und uns kognitive Vorteile erbringt.

Gehirngymnastik: Wenn du über geügend Mittel verfügst, um zu reisen, zögere nicht, dies auch zu tun. Besuche unbekannte Orte, tauch in die Kultur ein und Lerne von den Einwohnern. Wenn du nicht reisen kannst, umgib dich mit verschiedenen Kulturen, lerne Leute aus anderen Ländern kennen oder besuche neue Orte in deiner eigenen Stadt.

2. Höre Musik

Musik zu hören ist eine ausgezeichnete Gehirngymnastikübung. Musik ist ein starker Reiz für das Gehirn. Einige Studien beweisen, dass sich beim Musikhören die Informationsübertragung durch die Neuronen, die Lernfähigkeit und die Erinnerungsfähigkeit aktiviert. Musik zu hören kann dabei helfen, den neurodegenerativen Prozess zu verlangsamen (dieser Effekt trat nur bei Leuten auf, die die Musik kannten).

Ausserdem hat das Hören von Musik eine positive Auswirkung auf unsere Stimmung und aktiviert beinahe unser komplettes Gehirn. Deshalb ist sie ein grossartiger Hirnstimulant. Musikhören kann auch bei Schlaflosigkeit helfen.

Gehirngymnastik: Hör nicht auf, Musik zu hören, wenn du zuhause kochst oder liest, im Auto, bei der Arbeit, wenn du Sport machst, etc. …Es ist nie zu spät, zu lernen, wie man singt oder ein Instrument spielt! Es gibt Hunderte von Video-Tutorials auf YouTube, die dir dabei helfen können.

3. Trete in Kontakt mit der Natur

Das beste Fitnessstudio für das Gehirn ist der Kontakt mit der Natur. Sie hilft uns, von unseres täglichen Verpflichtungen Abstand zu nehmen, verringert unseren Stress und unsere Sorgen. Laut dieser Studie hilft uns der Kontakt mit der Natur dabei, unsere Aufmerksamserschöpfung zu verringern, sei es in einem Park oder wenn wir nur eine Grünzone von unserem Fenster aus sehen. In Gegenden mit Grünzonen zu leben verbessert unsere Aufmerksamkeit und unsere Fähigkeit, länger auf eine Belohnung zu warten und hemmt unsere Impulse. Ausserdem bewegt uns der Kontakt mit der Natur dazu, körperlicher aktiv zu werden, mit anderen in Kontakt zu treten und vergnüglichen Aktivitäten nachzugehen.

Gehirngymnastik: Der Kontakt mit der Natur bringt uns Wohlbefinden und Gesundheit. Es ist nicht nötig, dass du aufs Land ziehst. Auch das Spazierengehen durch naheliegende Parks und sogar das Umgeben mit Naturbildern erbringt uns schon gewisse Vorteile. Versuche, am Wochenende zu entkommen und wandern zu gehen oder etwas anderes in der Natur zu machen.

4. Schreib mit der Hand

Mit der Hand statt mit dem Laptop Notizen zu machen ist eine gute Gehirnübung, weil es deinem Gehirn nützt. Es erhöht die Erinnerungsfähigkeit und fördert das Lernen laut dieser Studie. Mit der Hand zu schreiben hilft uns dabei, die Information besser zu ver- und bearbeiten.

Gehirngymnastik: Lass den Laptop zuhause und nimm ein Notizbuch mit. Du kannst dich auch der modernen Technik bedienen und die neuen Tablets nutzen, die es dir ermöglichen, mit der Hand zu schreiben, damit du den Text später digitalisieren und bearbeiten kannst.

5. Benutz CogniFit: Das führende Programm in kognitiver Bewertung und Gehirngymnastik

Dieses klinische Gehirntrainingsprogramm wurde durch die wissenschaftliche Gemeinschaft genormt und validiert. Es handelt sich um ein professionelles Werkzeug für die Gehirngymnastik, das die kognitiven Stärken und Schwächen der Person auswertet und automatisch ein personalisiertes Training vorschlägt, das auf die Bedürfnisse jedes Individuums abgestimmt ist.

Die Technologie von CogniFit basiert auf der Neuroplastizität. Diese Fähigkeit unseres Gehirns ermöglicht es uns, einem zukünftigen kognitiven Verschleiss vorzubeugen und verschafft uns die Grundlage zur Lösung von vorhandenen Problemen.

Gehirngymnastik: CogniFit ist sehr einfach zu nutzen, du musst dich nur registrieren! Alle Spiele basieren auf klinischen Studien und professionellen Stimulations- und neuropsychologischen Rehabilitationsbatterien. Sie wurden von Experten kreiert,um die dabei zu helfen, deine gesitigen Fähigkeiten auf die Probe zu stellen und dein Gehirn herauszufordern. Beginne gleich heute!

6. Betätige dich körperlich

Nach vielen Studien, wie dieser, fördert körperliche Betätigung und der Genuss derselbigen die Bildung von neuen Neuronen und verbessert ausserdem die Lernfähigkeit und die kognitive Leistung und verstärkt die Gehirnplastizität.

Sport mobilisiert den Ausdruck der Gene, die die Gehirnplastizitätsprozesse begünstigen.

Gehirngymnastik: Laut einigen Studien sind aerobe Übungen von grösserem Vorteil. Also, fass den Mut zu laufen, tanzen, schwimmen oder auch nur zu gehen. Entdecke hier, wie man beginnt Sport zu machen.

Betätige dich körperlich, so hältst du dein Gehirn gesund

7. Halt deinen Arbeitsplatz sauber und ordentlich

Eine aktuelle Studie zeigt, dass nicht nur das Arbeiten in wenig geistig herausfordernden Tätigkeiten, sondern auch die Arbeit an einem schmutzigen Ort, auf lange Sicht die Gehirngesundheit schädigt, indem es den kognitiven Verschleiss fördert.

Gehirngymnastik: Eine saubere und ordentliche Umgebung vermittelt und Klarheit und unser Geist kann besser arbeiten. Wirf Dokumente und Dinge weg, die du nicht brauchst. Säubere die Umgebung und mach die Oberflächen frei.

8. Lerne Sprachen

Laut einer Studie schützt das Sprechen von zwei oder mehr Sprachen das Gehirn vor kognitivem Verschleiss. Man fand heraus, dass zweisprachige Menschen eine höhere Bewertung auf der Intelligenzskala erhielten. Ausserdem erhielten sie bessere Bewertungen bei kognitiven Tests als für ihr Alter zu erwarten war. Dies geschieht sogar, wenn die Sprache im Erwachsenenalter erlernt wurde.

Gehirngymnastik: Schreib dich für Englisch-, Französisch- oder einen anderen Sprachunterricht ein, egal was. Versuche, Filme in Originalversion zu sehen (es ist egal, wenn du die Untertitel einstellen musst), dein Gehör wird sich daran gewöhnen und die zusätzliche Anstrengung zum Verstehen wird eine gute Stimulation für deinen Geist sein.

9. Schlaf so viel du benötigst

Laut einer Studie hängt zu viel oder zu wenig Schlaf mit der kognitiven Alterung zusammen. Im reiferen Alter war sowohl weniger als 6 als mehr als 8 Stunden zu schlafen mit schlechteren Bewertungen bei kognitiven Tests verbunden, als Folge der fühzeitigen Alterung des Gehirns.

Eine angemessene Schlafqualität ist grundlegend für die richtige Funktionsweise des Organismus und unseres Wohlbefindens. Sowohl das Fehlen von Schlaf als auch exzessive Somnolenz haben ungünstige Auswirkungen auf die Leistung, Reaktionszeiten, das Begehen von Fehlern und die Aufmerksamkeit.

Gehirngymnastik: Um eine angemessene Schlafhygiene beizubehalten, ist eine gewisse Routine am besten. Versuche, immer um die gleiche Uhrzeit aufzustehen und schlafen zu gehen. Wenn du dazu neigst, wenig zu schlafen, geh nach und nach ein bisschen früher schlafen. Vergiss die Technik vor dem Schlafen, denn die Helligkeit des Bildschirms kann deinen Schlaf beeinträchtigen. Eine angenehme Temperatur, das Senken von Geräuschen (Ohrstöpsel können eine gute Strategie sein, wenn wir den Umgebungslärm nicht ausschalten können) und eine abgedunkelte Umgebung helfen uns dabei, besser zu schlafen.

10. Lies

Menschen, die wenig lesen, weisen eine allgemein geringere kognitive Leistung auf, laut einer Studie. Sie erhalten schlechtere Bewertungen in Verarbeitungsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeit, Sprache und abstraktem Denken als jene mit einem hohe Leseniveau.

Laut diesen Wissenschaftlern hat diese schlechtere Leistung bei Personen, die wenig lesen, einen direkten Einfluss auf die Fähigkeit des Gehirns, sich an den Gehirnschaden anzupassen. Menschen mit höherem Bildungsniveau nutzen Mittel des Gehirns, um den kognitiven Verschleiss, der vom Alter herrührt, auszugleichen, das heisst, sie weisen eine grössere ausgleichende funktionelle Plastizität auf, wie wir zuvor erwähnt haben. Dies lässt sich auf dieselbe Art auf Personen anwenden, die gewohnheitsmässig lesen.

Gehirngymnastik: Wenn du gerne liest, ist das einfach für dich. Wenn du keine Literatur magst, kein Problem. Es gibt eine Menge an Genres, die du ausprobieren kannst. Du kannst Theater lesen, sehr viel einfacher und unterhaltsamer zu lesen. Du kannst die Presse lesen, Zeitschriften mit den Themen, die dir am besten gefallen. Du wirst denselben Nutzen vom Lesen erhalten, wenn du Die Säulen der Erde liest, als wenn du die Zeitschrift National Geographic liest. Der Punkt ist, den Geist aktiv zu halten.

Geistige Übungen für ein gesundes Gehirn: Lies

11. Mach Yoga und Meditation

Die Ausübung von Meditation verursacht auf lange Sicht Veränderungen im Gehirn, laut dieser Studie. Menschen, die seit Jahren meditieren, weisen eine höhere Menge an Gyri im Gehirn auf (Falten in der Gehirnmaterie, die an einer schnelleren Informationsverarbeitung beteiligt sind). Dies ist ein weiterer Beweis der Gehirsplastizität, wie unser Gehirn sich anpasst und verändert, je nach unserer Erfahrung.

Nach einer anderen Studie verbessern 20 Minuten Yoga die Geschwindigkeit und Genauigkeit bei Tests zum Arbeitsspeicher und zur Impulskontrolle (die Fähigkeit, ein Verhalten zu unterdrücken, sollte es notwendig sein). Diese Massnahmen des Gehirn werden mit der Fähigkeit, die Aufmerksamkeit zu halten, sich zurückzuhalten und neue Informationen zu benutzen.

Die Yogapraxis und die Meditation helfen uns bei einer wirkungsvolleren Nutzung unserer geistigen Ressourcen. Ausserdem reduzieren sie Stress und Sorgen und verbessern so unsere Leistung.

Gehirngymnastik: Heutzutage sind Yoga und Meditation im Trend. Es wird nicht schwierig sein, Kurse zu finden, um zu lernen. Wenn du das nicht möchtest, kannst du Kurse bei YouTube machen, dort gibt es viele Yoga- und Meditationslehrer, die es dir zeigen können, ohne dass du dich von zuhause wegbewegen musst.

12. Ernähre dich gut und vermeide Drogen

Iss gesund

Was du isst, hat Auswirkungen auf dein Gehirn. Sich gesund zu ernähren hilft uns dabei, das Gehirn jung zu halten und beugt dem kognitiven Verschleiss vor. Man weiss, dass gewisse Arten von Ernährungen oder “Superfood” auf isolierte Art keine Extravorteile für unsere körperliche oder geistige Gesundheit bringen. Aber es ist erwiesen, dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten und einem niedrigen Grad an verarbeiteten Nahrungsmitteln zu unserer Gesundheit beiträgt. Diese Lebensmittel beugen nicht nur einer grossen Zahl von Krankeiten vor, sondern verzögern auch die körperliche und kognitive Alterung.

Alkohol, Tabak und Drogen im Allgemeinen tragen nicht nur zur Erhöhung des Risikos aller Arten von Krankheiten, sondern auch zur vorzeitigen Alterung des Gehirns bei.

Gehirngymnastik: Wenn du lernen möchtest, wie man sich gesund ernährt, wendest du dich am besten an die Gesundheitsexperten, die sich diesem Bereich widmen: die Ernährungsspezialisten oder Ernährungswissenschaftler. Vertraue keinen Wundertipps oder -diäten. Wähle Obst, Gemüse und Vollkorngetreide, immer wenn du kannst. Achte auf die Aufnahme von Zucker und Fetten. Je weniger Alkohol du zu dir nimmst, desto besser, und bitte um Hilfe, um mit dem Rauchen aufzuhören.

13. Schone deine geistige Gesundheit – Kontrolliere dein Stresslevel!

Unter psychischen Störungen und negativen Denkmustern zu leiden beeinflusst unser Wohlbefinden negativ. Man entdeckte in einer Studie, dass dies auch auf den Zustand unseres Gehirns auf lange Sicht beeinträchtigt. Depressionen, Angsstörungen oder andere Pathologien erlitten zu haben, erhöht das Risiko, an Demenz zu erkranken.

Gehirngymnastik: Kontrollier dein Stress- und Nervositätslevel mit Entspannungstechniken. Ausserdem können Yoga, Achtsamkeitsmeditation und Musikhören auch dazu beitragen, die Besorgtheit zu reduzieren. Pflege dein Selbstwertgefühl, hör auf, negativ zu denken und schreib deine Gefühle auf (das wird dir helfen, sie neu zu bewerten und ihre Intensität zu verringern). Wenn du ein psychisches Problem hast, zögere nicht, dich an einen Experten für psychische Gesundheit zu wenden.

14. Mach neue Aktivitäten

Neue Studien zeigen, dass das Eintauchen in Freizeitaktivitäten, die eine Anstrengung bedeuten und herausfordernd für den Geist sind, die kognitiven Funktionen begünstigen und dem kognitiven Verschleiss vorbeugen können.

Ausserdem fördert das Lernen die psychische Gesundheit, nach dieser Studie. Den Geist aktiv zu halten und neue Dinge im Laufe des Lebens zu lernen, hält das Gehirn gesund. Das Gehirn ist wie ein Muskel, wenn du es nicht benutzt, verkümmert es.

Gehirngymnastik: Lerne, neue Dinge zu machen, egal ob du gut in ihnen ist, das Wichtige ist, dass du Spass hast. Lerne Schach zu spielen, zu weben, lerne Heimwerken, zeichne, schreibe, erlerne ein Musikinstrument …

15. Geh mit deinen Freunden und geliebten Menschen aus

Die sozialen Beziehungen stimulieren unser Gehirn, helfen ihm, aktiv und länger jung zu bleiben. Ausserdem verringert es den Stress, mit Menschen zusammen zu sein, es verbessert unsere Stimmung und trägt so zur psychischen Gesundheit bei.

Gehirngymnastik: Verbringe mehr Zeit mit geliebten Menschen (vor allem, wenn es Menschen sind, die dir Positives vermitteln), lerne neue Leute kennen, werde ein Teil von sozialen Gruppen …

 16. Benutz dein Gehirn immer wenn du kannst

Dein Gehirn zu benutzen ist die beste Art, es nicht zu verlieren. Die neuen Technologien sind super, weil sie unser Leben einfacher gemacht haben, aber sie haben unser Gehirn auch fauler gemacht. Früher mussten wir uns anstrengen, um zu lernen und zu erinnern. Jetzt finden viele Aufgaben automatisiert statt. Versuch deinem Gehirn eine Chance zu geben, bevor du Taschenrechner, Navigationssystem oder Google heranziehst.

Gehirngymnastik: Versuche, mathematische Gleichungen ohne Taschenrechner zu lösen, verringer den Gebrauch des Navigationssystems und versuche, Daten selbst zu erinnern. Rechnen ist in den meisten Alltagsaktivitäten enthalten: wenn wir einkaufen und bezahlen müssen und das Wechselgeld überprüfen, um zu wissen, ob eine Menge viel oder wenig ist. Lerne eine Liste mit Wörtern auswendig, zum Beispiel die Einkaufsliste, und miss die Zeit, die du fürs Auswendiglernen gebraucht hast.

17. Gib deinem Gehirn einen Moment Stille

Laut einer Studie, fördern zwei Stunden Stille am Tag die Neurogenese, die Geburt von neuen Neuronen in der Zone des Hippocampus (die für das Gedächtnis, die Lernfähigkeit und die Emotionen zuständig ist). Ausserdem hat man herausgefunden, dass konstantem Lärm ausgesetzt zu sein den kognitiven Funktionen schädigen kann.

Gehirngymnastik: Versuche, alle unnötigen Lärmquellen auszuschalten. Soweit möglich, nutze leise Haushaltsgeräte, lass den Fernseher nicht als Nebengeräusch laufen … Widme 2 Stunden pro Tag, oder die Zeit, die du brauchst, der kompletten Stille (Ohrstöpsel können eine gute Hilfe sein). Hör Musik, aber ruh dich auch von ihr aus. Es wurde beobachtet, dass Pausen von zwei Minuten zwischen (langsamen und ruhigen) Liedern deren entspannende Wirkung fördern.

Entdecke mit dem folgenden Video, was du noch tun kannst, um deinem Gehirn zu helfen, korrekt zu funktionieren und sich jung zu halten. Wir können unserem Gehirn wirklich helfen, neue Neuronen zu erschaffen, auch wenn wir erwachsen sind. Sandrine Thuret erklärt uns, was wir machen können, um die Geburt von neuen Neuronen zu fördern.

Danke fürs Lesen! Kennst du noch mehr Gehirngymnastikübungen? Zögere nicht, uns deine Kommentare zu hinterlassen und Fragen zu stellen.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Geistige Konzentrationsspiele: 10 unerlässliche Übungen für deinen Alltag

Hast du Probleme, bei der Arbeit oder im Studium konzentriert zu bleiben? Kannst du deine Konzentration nicht über lange Zeit halten und denkst, dass du dich leicht ablenken lässt? Entdecke diese 10 Konzentrationsspiele für Erwachsene und Kinder. Verstärke deine kognitive Aktivität! Die Konzentration ist ein notwendiges Element für das Setzen von Zielen, deren Planung und letztendliche Erfüllung.

Geistige Konzentrationsspiele

Ohne Konzentrationsfähigkeit bist du wie ein abdriftendes Boot ohne Ruder. In diesem Artikel schlägt dir die Neurospychologin Cristina Martínez de Toda einige sehr effektive und einfach auszuführende Übungen vor. Du wirst ein paar interessante Spiele und Techniken zur Verbesserung deiner Konzentration entdecken, das heisst, du hast jetzt keine Entschuldigung mehr, dein Gehirn nicht zu trainieren.

“Die Konzentration ist die Wurzel aller menschlichen Fähigkeiten. Bruce Lee.”

Wie wird man intelligenter? Die Konzentrationsfähigkeit ist der Schlüssel für das menschliche Wesen. Diese Fähigkeit kann man als den psychischen Prozess bezeichnen, der uns ermöglicht, die Ressourcen unsere Geistes auf ein einziges Ziel oder eine Aufgabe, die in einem bestimmten Moment durchgeführt wird, zu konzentrieren. 

Die Konzentration erlaubt uns, unsere Gedanken auf eine einzige Tätigkeit zu fokussieren, und die Ablenkungen beseite zu lassen, die unsere Aufmerksamkeit stören bei der Verfolgung einer Aufgabe oder eines Ziels stören könnten.

Heutzutage fordert man von uns, dass wir eine grössere Menge an Information schneller verarbeiten. Um diesen Strudel an Information zu überleben, ist es vital, dass wir die kognitive Fähigkeit haben, das Relevante auszuwählen und von dem zu unterscheiden, das nicht wichtig ist und uns nur auf den gewählten Reiz zu konzentrieren und fokussiere.

Die geistige Konzentration ist eine kognitive Fähigkeit, die das Überlegen und die Aufmerksamkeit benötigt, um sich zu entwickeln und all unsere Ressourcen auf das Ziel oder die Aktivität, die wir durchführen, zu lenken.

“Nichts stört meine Konzentration. Du könntest eine Orgie in meinem Büro veranstalten und ich würde nicht hinschauen. Na ja, vielleicht einmal kurz.” Isaac Asimov

Wenn du Schwierigkeiten dabei hast, dich auf deine Arbeit oder dein Studium zu konzentrieren, habe ich eine gute Nachricht für dich. Die geistige Konzentrationsfähigkeit kann verbessert werden. Mit dem richtigen Training, dank der Gehirnplastizität, kann du deine geistige Konzentrationsfähigkeit auf beachtliche und dauerhafte Weise verbessern, dank der unterhaltsamen Spiele, die ich dir in diesem Artikel näherbringen möchte. Zögere nicht, trau dich an die Konzentrationsspiele, die ich dir weiter unten vorschlage und du wirst sehen, wie sich deine geistige Konzentrationsfähigkeit steigert!

  • Den ersten Vorteil, den du bemerken wirst, wenn du diese Konzentrationsspiele durchführst, wird die Effizienz sein. Du wirst deine Aufgaben auf viel effizientere Weise erledigen können, Zeit sparen und keine unnötigen kognitiven Ressourcen verschwenden.
  • Ein anderer bedeutender Vorteil dieser Spiele zur geistigen Konzentrationssteigerung ist, dass sie dir ermöglichen, deine mentale Erschöpfung zu reduzieren. Obwohl es paradox erscheint, wenn du eine Aufgabe durchführst, die geistige Konzentration erfordert, wirst du sie auf gesunde Art und Weise machen, ohne dich zu erschöpfen, indem du auf andere Forderungen oder Situationen in der Umgebung (multitasking) achtest, die bei dir vorher zum Konzentrationsverlust geführt haben.
  • Ausserdem wird dir eine gute geistige Konzentration dabei helfen, die Gegenwart auf eine viel bereichernde Art und Weise zu erleben. Du wirst dir des Hier und Jetzt bewusst sein, weil du lernen wirst, die volle Aufmerksamkeit auf den konkreten Moment zu richten, den du gerade erlebst.
Vorteile einer guten geistigen Konzentration: Das Hier und Jetzt

10 geistige Konzentrationsspiele

1. Geistiges Konzentrationsspiel: Das Wasserglas

Nimm ein durchsichtiges Glas und fülle es bis zur Hälfte mit Wasser. Nimm es dann mit der Hand, die du bevorzugst und hebe deinen langgestreckten Arm bis auf die Höhe deiner Augen. Das Ziel ist es, den Inhalt des Glases für mindestens 3 Minuten fest und unbewegt zu halten.

2.Geistiges Konzentrationsspiel: Die weisse Wand

Stell dir im Geiste eine Wand vor und mal sie weiss an, wie du es am liebsten möchtest, mit einem Malerpinsel, einem anderen Pinsel, einem Spray … Wenn sie komplett weiss gefärbt ist, zeichne mitten auf sie eine grosse Nummer 100. Lösche sie, wie du es möchtest und wechsle zur 99 … und so in absteigender Reihenfolge. Am Anfang wirst du wenige Zahlen schaffen, ohne dich abzulenken, aber nach und nach und bei täglicher Übung, wirst du bist es bis zur 0 schaffen. Ich empfehle dir, diese Übung zu machen, wenn du schlafen gehst. Wenn du viele Gedanken im Kopf hast, ist dies das ideale Spiel, um dich einzig und allein auf deine weisse Wand zu konzentrieren.

3. Geistiges Konzentrationsspiel: Der Aromen-Spaziergang

Wähle einen Park oder einen Weg, der dir besonders gefällt und mach einen Spaziergang. Während du läufst, richte deine Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Gerüche und Aromen, die dich umgeben. Konzentrier dich auf einen Konkreten, der dir gefällt und finde Vergnügen an ihm. Du wirst sehen, wie er intensiver wird, je mehr du dich auf den Geruch konzentrierst.

4. Geistiges Konzentrationsspiel: Die Kerze

Setz dich auf den Boden, wenn möglich mit den überkreuzten Beinen und dem Rücken so gerade wie möglich. Wenn dir diese Position zu ungemütlich ist, wähle eine andere, aber du solltest auf dem Boden sitzen und den Rücken aufrecht halten. Anschliessend entzünde eine Kerze vor dir. Das Ziel des Spiels ist es, so ruhig wie möglich zu bleiben. Konzentriere dich auf die Bewegung der Kerze und harre so lange wie möglich in deiner Position aus, ohne dass die Kerze ausgeht. Das ist nicht so einfach, wie es scheint. Am Anfang wirst du nicht lange aushalten, aber mit ein wenig Praxis wirst du es schaffen, für mindestens 10 Minuten in totaler Ruhe zu verharren.

5. Geistiges Konzentrationsspiel: Die Technik der zwei Minuten

Du wirst eine Uhr mit Sekundenzeiger brauchen. Das Spiel besteht darin, dass du deine Aufmerksamkeit einzig und allein auf die Nadel des Sekundenzeiger konzentrierst und mit dem Blick seine Strecke um das Zifferblatt verfolgst. Anfangs wirst du dich dabei überraschen, dass du an andere Dinge denkst. Wenn das passiert, beginne von Neuem und versuche, nur an den Uhrzeiger zu denken und dich voll auf ihn zu konzentrieren. Du solltest zwei Umrundungen machen, das heisst, zwei Minuten.

6. Geistiges Konzentrationsspiel: Das Spiel mit dem Karton und der Zitrone

Diese Übung nutzt man für gewöhnlich, um Sportler vor ihrem Wettkampf vorzubereiten und zu konzentrieren, aber du kannst auch davon profitieren. Das Spiel besteht darin, sich einen Karton vorzustellen, einfach und leer, oben offen. Im Anschluss musst du dir eine Zitrone vorstellen. Konzentrier dich auf ihre Grösse, ihr Aroma, die Textur ihrer Schale, Symmetrie …

Mental und ohne deine Hände oder irgendeinen Gegenstand in deiner Vorstellung zu nutzen, transportiere die Zitrone ins Innere des Kartons. Das scheint sehr einfach zu sein, aber um es mit voller Aufmerksamkeit durchzuführen, sind sehr komplexe Konzentrationsfähigkeiten erforderlich. Dies ist eine hervorragende Übung, um an deiner geistigen Konzentrationsfähigkeit zu arbeiten.

7. Geistiges Konzentrationsspiel: Male Mandalas aus

Mandalas sind Darstellungen des Makrokosmos. Ihre Herkunft ist indisch und der Name bedeutet “Rad” oder “Kreis”. Die buddhistische Tradition nutzt sie zur Meditation. Mach dir keine Sorgen, wenn du nicht sehr gut beim Erstellen von Mandalas bist, es gibt eine Vielzahl an Heften oder Büchern, und du kannst dir wunderschöne Designs herunterladen, die kostenlos bereit zum Ausmalen auf Webseiten verfügbar sind.

Das Wichtigste beim Zeichnen oder Ausmalen von Mandalas ist, dass du dich nur darauf konzentrierst. Wähle die Farben sorgfältig, höre deinem Körper zu, was er machen möchte und lass dich treiben. Nimm dir 10 Minuten am Tag, um mit deinem Mandala weiterzumachen.

Dies entspannt dich nicht nur und verbessert deine Konzentration, es ist auch eine hervorragende Nahrung für dein Gehirn und deine Kreativität.

Male Mandalas aus

8. Geistiges Konzentrationsspiel: Die geometrische Figur

Such dir einen entspannten Moment und denk an eine geometrische Figur. Sei es ein Kreis, ein Quadrat, ein Dreieck. Denke und konzentrier dich nur auf die Darstellung. Wenn du dieses Bild in deinem Bewusstsein gefestigt hast, beginne, etwas hinzuzufügen, zum Beispiel eine Farbe. Fülle es mental aus, und wenn es komplett ist, füge weitere Charakeristika hinzu: Du kannst mit der Grösse, dem Volumen, der Dichte (es kann treiben oder auch sehr schwer sein) spielen.

Dieses Spiel steigert nicht nur deine Konzentration, es ist auch ein perfekter Verbündeter, um deine Vorstellungskraft zu entwickeln. Spiele und erschaffe mit deinem Geist, was du möchtest.

9. Geistiges Konzentrationsspiel: Mach Sudokus

Kopfrechnen ist eine der kognitiven Aktivitäten, die unsere Konzentration am meisten fördern. Dennoch haben wir heutzutage alle einen Taschenrechner zur Hand, der die mathematischen Gleichungen für uns löst. Die Technik zu benutzen erleichtert uns die Arbeit, macht uns aber auch fauler und abgelenkter. Es ist wichtig zu versuchen, im Geiste mit Zahlen umzugehen. Und die Sudokus können uns helfen. Wenn dir dieses japanische Spiel nicht bekannt ist, beginne mit der Anfängerstufe. Das Ziel ist nicht, dass du die Kompliziertesten machst, sondern, dass du die passende Stufe wählst, die eine geistige Herausforderung für dich ist und nach und nach die Komplexität erhöhst. Du kannst sie in allen Stufen auf vielen Internetseiten gratis herunterladen.

10. Geistige Konzentrationsspiele für Kinder und Erwachsene: Trainiere dein Gehirn mit CogniFit

CogniFit ist das führende Programm in kognitiver Bewertung und Gehirnstimulation. Es wurde durch die wissenschaftliche Gemeinschaft validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt genutzt. CogniFit ermöglicht es, die Konzentrationsfähigkeit, das Aufmerksamkeitslevel und viele andere grundlegende kognitive Bereiche auf professionelle und vertrauenswürdige Art zu messen und zu trainieren.

Die klinischen Spiele zur Messung und Verbesserung der geistigen Konzentration wurden von einem Team von kognitiven Neurologen und Psychologen entworfen, die die Kognition und die Prozesse der Gehirnplastizität studieren. Einige der kognitiven Funktionen, die mit der Konzentration zusammenhängen, sind die Inhibitionsfähigkeit, die Fokussierung, die Planungsfähigkeit, die geteilte Aufmerksamkeit, die Aktualisierung, etc …

Mit verschiedenen Denkspielen bewertet CogniFit die kognitiven Schwächen und Stärken der Person und schägt automatisch ein personalisiertes Trainingssystem vor, dass sich daran richtet, die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern und an andere kognitive Bedürfnisse des Kindes oder Erwachsenen.

Du musst dich nur registrieren! Alle Konzentrationsspiele basieren auf klinischen Studien und professionellen Stimulations- und neuropsychologischen Rehabilitationsbatterien.

Nachdem du die Konzentrationsspiele gemacht hast, zeigt dir CogniFit eine Graphik mit deinen Ergebnissen und deiner Entwicklung. Du kannst nicht nur deine geistige Konzentration trainieren, sondern auch viele andere kognitive Fähigkeiten im Bereich der Erinnerung, Wahrnehmung, Koordination, Argumentation, etc …

Trau dich und nimm die Herausforderung CogniFit an!

Man sagt, dass an einem Tag rund 30.000 Gedanken deinen Kopf überfluten, und jeder dieser Gedanken erzeugt eine Energie … Stell dir mal vor, die Energie all dieser Gedanken auf nur einen Gedanken zu konzentrieren!

 Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Besessen von der Suche nach dem perfekten Partner? Was ist das Märchenprinz-Syndrom?

Heute werden wir dir erklären, was das Märchenprinz-Syndrom ist. Es ist eine Variation des Aschenputtel-Syndroms, das uns idealisierte und wenig realistische Vorstellungen von einem Partner haben lässt.

Es entspricht einer gesunden Haltung, danach zu streben, eine Person zu finden, die man liebt und von der man auch zurück geliebt wird, aber wie in vielen anderen Aspekten des Lebens kann sich dies gegen uns wenden und unsere psychische Gesundheit beeinträchtigen, wenn es sich in etwas Obsessives verwandelt. Wenn du dieses Ziel aus der Sicht eines Erwachsenen anstrebst, als eine Person, die sich selbst schätzt, die Freundschaften und Interessen hat, die ihr Leben erfüllen, solltest du keine Komplikationen erleben. Im Gegenteil, wenn du danach strebst, die Liebe als eine unsichere, mit sich selbst und ihrem Leben unzufriedene Person mit einer kindlichen Einstellung zu finden, ist es wahrscheinlich, dass du all deine Lebens- und Liebesmängel darauf projizierst, jemanden zu finden und dass die Suche nach Liebe sich in etwas Toxisches verwandelt, dies passiert den Menschen mit dem Märchenprinz-Syndrom.

Was ist das Märchenprinz-Syndrom

Im Gegensatz zum Aschenputtel-Syndrom, das nur bei Frauen auftritt, findet man dieses Syndrom bei beiden Geschlechtern. Diejenigen, die unter dem Märchenprinz-Syndrom leiden, stellen sich ihren idealen Partner wie eine perfekten Menschen vor, praktisch ohne Defekte und mit einem Charakter oder einer Persönlichkeit, die ohne Probleme mit der ihrigen zusammenpasst. Außerdem, weil sie so wenig verlangen, glauben sie, dass diese Person überdurchschnittlich schön und unglaublich intelligent ist und sich in einer guten sozialen und finanziellen Lage befindet.

Die vom Märchenprinz-Syndrom Betroffenen suchen unbewusst nach jemandem wie ihrem Vater (wenn es Frauen sind) oder wie ihrer Mutter (wenn es Männer sind), denn in ihnen sehen sie die perfekte Person: die Väter sind lieb und behandeln ihre Töchter wie Prinzessinnen, während die Mütter ihre Söhne pflegen und beschützen.

Wegen dieser Suche nach Perfektion empfinden die Betroffenen vom Märchenprinz-Syndrom etwas Groll gegen die Personen mit dem gegenteiligen Geschlecht, da sie nie ihre Erwartungen erfüllen und sie misshandeln sie oft oder werfen ihnen ihre Schwächen ständig vor. Die Menschen, von denen sie sich angezogen fühlen, sind für gewöhnlich verlobt oder verheiratet und die von der Störung Betroffenen enden oft in der Rolle des Liebhabers oder der Liebhaberin.

Bewusst oder unbewusst misshandeln sie ihre Partner oder lassen sie wissen, dass sie nicht gut genug sind. Diese Misshandlung kann in Streitigkeiten bestehen, die aus lächerlichen Gründen verursacht werden, darin, andere Personen vor ihrem Partner zu loben, um ihn herabzuwürdigen, oder auch darin, mit anderen Menschen zu flirten, die ihrem Ideal näherkommen. Sie suchen weiter nach dem perfekten Partner außerhalb ihrer Beziehung oder versuchen, die Person, mit der sie zusammen sind, zu verändern, sie gehen soweit, sie zu bitten, dass sie ihre Persönlichkeit ändern, sich nach ihren Geschmäckern anziehen oder zurechtmachen, und sogar, dass sie sich operieren und ihren Körper umgestalten. Sie zerstören ihren Partner letztlich, indem sie ihn dazu bringen, sich von seinem Wesen loszusagen und sich in etwas zu verwandeln, was er/sie nicht ist.

Nachdem all dies durchlaufen wurde, ist es logisch, dass die Betroffenen vom Märchenprinz-Syndrom schließlich von ihren Partnern verlassen werden oder ihre Beziehungen selbst beenden, weil sie weiter nach jemand Besserem suchen wollen. Sie können nur ein normales und gesundes Leben führen, wenn sie es schaffen, diese Besessenheit von der Perfektion zu überwinden und akzeptieren, dass Menschen gute und schlechte Eigenschaften haben. Um dies zu schaffen, ist es notwendig, dass die Betroffenen die Hilfe eines Experten suchen und hart daran arbeiten, ihre Unsicherheiten, Ängste und Komplexe zu überwinden, und so können sie leben, ohne jemanden zu suchen, der ihre emotionale Leere füllt, denn wenn du die anderen akzeptieren möchtest, musst du zunächst einmal dich selbst akzeptieren.

Quelle: Borja Echeverría, Psychologe bei CogniFit.

Niedriges Selbstwertgefühl: Gründe, Folgen und Test – Was kann ich tun?

Niedriges Selbstwertgefühl? Es ist viel schwieriger als es aussieht zu lernen “Ich liebe mich” anstelle von “Ich liebe dich” zu sagen. Stell dich auf die Probe. In diesem Artikel zeigt dir die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda die Schlüssel zur Entwicklung eines ausgeglichenen und gesunden Selbstkonzeptes und infolgedessen wirst du lernen, besser mit deinem niedrigen Selbstwertgefühl umzugehen.

“Verlieb dich in dich selbst, ins das Leben, in deine Umgebung, in das, was du machst, und wer du bist. Walter Riso”

Niedriges Selbstwertgefühl

Was ist das Selbstwertgefühl? Das Selbstwertgefühl ist die Bewertung oder die Auffassung, die wir von uns selbst haben. Es baut sich anhand der Erfahrungen, sowohl den negativen als auch den positiven, auf, die wir im Laufe unseres Lebens gemacht haben. Vom Selbstwertgefühl hängen die Erwartungen ab, die wir an uns selbst stellen und unser eigenes Wertekonzept oder Selbstkonzept.

Deswegen ist ein positives Selbstwertgefühl und Selbstliebe unabdingbar für den Erfolg im Leben. Wir wissen alle vom Wert der Selbstachtung, aber nur wenige von uns wissen, wie man für sie sorgt, sie verwöhnt und erhält.

“Der Unterschied zwischen dem, wo du gestern warst und dem, wo du morgen sein wirst, liegt in dem, was du HEUTE denkst, sagst du und tust.”

Gründe für ein niedriges Selbstwertgefühl – Warum ist mein Selbstwertgefühl so niedrig?

Ein niedriges Selbstwertgefühl ist ein Problem, dass einen großen Teil der Bevölkerung betrifft, aber estaunlicherweise ist sich die Mehrheit dessen gar nicht bewusst. Wenn wir wegen Angst- und Depressionsproblemen zum Psychologen gehen, liegt diesen Pathologien oft ein niedriges Selbstwertgefühl zugrunde, aber wir sind uns dessen oder dessen Folgen für unsere psychische Gesundheit für gewöhnlich nicht bewusst.

Beim Aufbau unseres eigenen Selbstwertgefühls durchläuft jedes menschliche Wesen einen einzigartigen und unvergleichbaren Weg. Das Selbstwertgefühl baut sich allmählich auf, und auch wenn persönliche Eigenschaften einen Einfluss auf diesen Prozess haben, sind die erlebten Erfahrungen und die Menschen, mit denen du in Kontakt trittst, ein entscheidender Faktor. Dies führt zu dem Ergebnis einer subjektiven Empfindung von persönlichem Wert oder im Gegensatz, von Unfähigkeit.

Die ersten Lebensjahre sind grundlegend für die Bildung eines hohen oder niedrigen Selbstwertgefühls, aber auch die Erfahrungen, die wir als Erwachsene erleben, können es verändern. Unter den zahlreichen Gründen für ein niedriges Selbstwertgefühl können wir die folgenden hervorheben:

–          Körperlicher, sexueller oder emotionaler Missbrauch, vor allem in jungem Alter.

–          Der Erwartungsgrad unserer Eltern und Lehrer, dem wir in der Kindheit ausgesetzt            waren.

–          Unter Diskrimination jeder Art leiden.

–          Belästigung oder Mobbing erleiden.

–          Den Verlust eines geliebten Menschens erleiden.

–          Soziale Ausgrenzung

–          Arbeitslosigkeit oder prekäre Arbeitssituationen

Wenn eine Person schwierige Zeiten durchläuft, bildet sie sich, fast ohne es zu merken, negative Überzeugungen über sich selbst. Sei es über ihre intellektuellen Fähigkeiten, ihr Aussehen oder ihre Fähigkeiten, Erfolg im Leben zu haben.

Genau so wichtig wie unsere Erlebnisse sind die Interpretation, die wir ihnen geben.

Das Wichtige am niedrigen Selbstwertgefühl ist, dass es sich im Allgemeinen auf Überzeugungen und nicht auf Tatsachen stützt, und das Glaubenssystem der Menschen lässt sich formen und modifizieren.

So ist die Erhöhung unseres Selbstwertgefühls ein Schlüsselfaktor, um uns mit uns selbst wohl zu fühlen.

 

Lerne, dich zu lieben

Die Rosenberg-Skala: Finde heraus, ob du ein niedriges Selbstwertgefühl hast

Hast du schon mal innegehalten, um darüber nachzudenken, was du wirklich von dir denkst? Im Folgenden lade ich dich dazu ein, diesen kleinen Test namens Selbstwertskala von Rosenberg zu machen, der dir helfen wird, den Grad der Zufriedenheit mit dir selbst zu messen.

Denk daran, dass dies eine einfache Bewertungs- und Orientierungsübung ist und in keinem Fall eine klinische Diagnose darstellt.

Die Rosenbergskala ist ein Test zum Selbstwertgefühl, das er dir ermöglicht ausfindig zu machen, ob du ein niedriges Selbstwertgefühl hast. Diese Bewertung stützt sich auf 10 Aussagen, die du möglichst ehrlich auf dieser Skala beantworten musst:

1: Gar nicht einverstanden

2: Nicht einverstanden

3: Einverstanden

4: Komplett einverstanden

  1. Ich empfinde mich als gleichwertig mit den anderen.
  2. Im Allgemeinen neige ich dazu zu denken, dass ich eine Enttäuschung bin.
  3. Ich denke, ich habe ein paar gute Eigenschaften.
  4. Ich kann die Dinge genau so gut machen wie die anderen.
  5. Ich glaube, ich habe nicht viel, worauf ich stolz sein kann.
  6. Ich habe mir selbst gegenüber eine positive Haltung.
  7. Im Allgemeinen bin ich mit mir zufrieden.
  8. Ich hätte gern mehr Selbstrespekt.
  9. Ich fühle mich manchmal wirklich nutzlos.
  10. Manchmal denke ich, dass ich nichts wert bin.

Korrektur und Ergebnisse

Von den Sätzen 1 bis 5 zählen die Antworten von 1 bis 4 jeweils 4 bis 1 Punkte. Das heisst, genau umgekehrt. Beispiel: Wenn du bei Satz Nr. 1 4 Punkte gegeben hast, musst du einen Punkt zählen.

Von den Sätzen 6 bis 10, zählen die Antworten 1 bis 4 auch 1 bis 4 Punkte.

Von 30 bis 40 Punkte: Hohes Selbstwertgefühl, als normales Selbstwertgefühl angesehen.

Von 26 bis 29 Punkte: Mittleres Selbstwertgefühl. Dies bedeutet keine schweren Selbstachtungsprobleme, aber eine Verbesserung wäre ratsam.

Weniger als 25 Punkte: Niedriges Selbstwertgefühl. Es gibt bedeutende Selbstachtungsprobleme.

Folgen eines niedrigen Selbstwertgefühls

Ein niedriges Selbstwertgefühl wirkt sich negativ auf alle Bereiche deines Lebens aus. Die Wahrnehmung, die du von dir selbst und deinem Wert oder des Fehlen dieses Wertes hast, hat unvermeidbare Auswirkungen auf deine Arbeitsleistung, deine Beziehungen im Privatleben und die Beziehung mit der Welt und dir selbst haben.

“Wir können andere nicht lieben, wenn wir nicht vorher lernen, uns selbst zu lieben”

Es ist viel komplizierter als es scheint, dich selbst zu lieben. Dich richtig lieben zu können heißt, dich zu akzeptieren, zu respektieren, deinen vitalen Bedürfnisse nachzukommen und dich dafür zu lieben, wer du bist, mit deinen Stärken und Schwächen.

Eine Person, die sich liebt und sich selbst wertschätzt, strahlt positive Vibrationen aus und erweckt Neugierde darauf, sie kennenzulernen. Sie verbreitet Liebe, weil sie sich selbst akzeptiert hat. Und unbewusst nehmen das die anderen wahr.

Gegen das niedrige Selbstwertgefühl kämpfen: Lerne, dich zu lieben

Eine Person, die sich nicht liebt und, vor allem, sich nicht respektiert, läuft große Wahrscheinlichkeit, in toxische Beziehungen verwickelt zu werden.

Denk daran, dass Vorbeugung die beste Kur ist …

Schlüssel zur Erhöhung eines niedrigen Selbstwertgefühls

1. Verwandle negative Gedanken ins Positive

Wenn du ein niedriges Selbstwertgefühl hast, ist es sehr wahrscheinlich, dass du dir selbst unangenehme Botschaften schickst, die reich an “Ich kann nicht”, “Ich bin das nicht wert”, “Ich werde scheitern”, “Ich verdiene keine Liebe” sind.

Auch wenn du das nicht bewusst machst, präsentieren sich diese Botschaften mehr oder weniger subtil in deinem Alltag und vermindern deine Lust darauf, ein neues Projekt anzugehen und sabotieren letztendlich dein Wohlbefinden.

Mach eine Liste von deinen am meisten wiederkehrenden negativen Gedanken und schreib daneben eine Ermutigung, die du wiederholen kannst, wenn das Negative erscheint.

Zum Beispiel: Für den Satz “Ich bin nicht dafür gemacht” wäre der Gegengedanke “Ich kann das problemlos in Angriff nehmen”. Jedes Mal, wenn der negative Gedanke auftaucht, halt inne und biete ihm mit dem positiven Denken die Stirn.. Am Anfang wird dir das schwer fallen, aber wenn du es regelmäßig machst, wir sich dieses Verhalten automatisieren.

Was du dir selbst sagst, kann dir Macht geben oder wegnehmen, und nur du kannst die Worte wählen …

2. Hast du ein geringes Selbstwertgefühl? Mach eine Liste deiner Erfolge

Für gewöhnlich neigen wir dazu, unsere Niederlagen und Fehler grösser zu machen und das Gute, was in unserem Leben geschieht, für einen glücklichen Zufall zu halten.

Das ist ein unverzeihlicher Fehler. Sicher hast du in deinem Leben schon sehr interessante Erfolge geerntet, denen du jetzt nicht mehr den Wert gibst, den sie verdienen.

Wenn du ein niedriges Selbstwertgefühl hast, gibt es eine gute Übung, die darin besteht, eine Liste mit den persönlichen Erfolgen zu erstellen, auf die du am stolzesten bist.

Zum Beispiel:

–          Ich habe das Studium geschafft

–          Ich habe Padel-Spielen gelernt

–          Ich habe eine zweite Sprache gelernt

–          Ich bin Vater/Mutter geworden

–          Ich habe die Arbeit bei dieser Firma bekommen

Kleb dir diese Liste an den Kühlschrank oder irgendwohin, wo du sie oft siehst. Diese Liste wird dich daran erinnern, dass du die nötigen Fähigkeiten hast, zu erreichen, was du dir vornimmt.

3. Akzeptiere dich genau so, wie du bist

Mit deinen Stärken und Schwächen. So klar und schwierig. Sei realistisch, versuche nicht, das Unmögliche zu ändern, und sei dir deinen Schwächen und Stärken bewusst. Eine gute Kenntnis deiner selbst ist das wirkungsvolle Werkzeug, um Erfolg in deinem Leben zu haben und dein emotionales Wohlgefühl zu entwickeln.

“Es ist viel schwieriger, sich selbst zu beurteilen, als die anderen zu beurteilen. Wenn du es schaffst, dich selbst richtig zu beurteilen, bist du wirklich weise.” Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz.”

4. Vergiss die Vergleiche, um dein niedriges Selbstwertgefühl nicht zu nähren

Vergleiche sind widerlich und ergeben selten etwas Positives. Einzig und allein, wenn dieser Vergleich als intrinsische Motivation für eine Verbesserung genutzt wird, wird sie dir etwas Positives bringen und du wirst ein Gefühl von Bewunderung und nicht von Neid empfinden.

Wenn du dich minderwertig fühlst oder dich dafür verachtest, nicht das Eine oder das Andere in deinem Leben zu haben, denk daran, dass viele Leute gerne das hätten, was du hast, oder sein würden, wer du bist. Sei dankbar für deine persönlichen Stärken, anstatt dich beim Versuch zu erfüllen, was die Gesellschaft dir auferlegt, fertigzumachen.

Sei kritisch mit deinen persönlichen Forderungen und schätze nicht gering, was du schon besitzt.

5. Finde die Ursache für dein niedriges Selbstwertgefühl

Ein grundlegender Schritt für die Lösung eines jeden Problems besteht darin, die Wurzel der Angelegenheit zu identifizieren. Oft versuchen wir, das Symptom zu beseitigen, statt die Krankheit in Angriff zu nehmen. Dies kann uns kurzfristige Erleichterung verschaffen, aber wenn wir nicht die wirkliche Ursache der Krankheit bekämpfen, kann sich das Symptom im Laufe unserer Leben auf verschiedene Arten wiederholen.

Wenn du Schwierigkeiten bei diesem Schritt hast, rate ich dir, dich an einen Experten zu wenden. Ein Termin bei einem in dieser Angelegenheit qualifizierten Psychologen kann dich dazu leiten, das wirkliche Problem zu identifizieren.

Um zum Ende zu kommen, möchte ich euch ein interessantes Video über Tipps zum Stärken des Selbstwertgefühls zeigen.

“Das Selbstwertgefühl ist keine so verwerfliche Sünde wie die eigene Geringschätzung. William Shakespeare”

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Depression vorbeugen: 10 Tipps, um eine Depression zu vermeiden

Wir fühlen uns alle manchmal traurig und melancholisch, aber diese Gefühle sind für gewöhnlich vorübergehend und verschwinden nach einigen Tagen. Wie belastend eine Depression sein kann, können nur diejenigen verstehen, die sie erlebt haben. Wenn wir unter einer depressiven Störung leiden, sind wir fast dauerhaft melancholisch, wütend und frustriert. Sie ruft eine schwere, andauernde Traurigkeit in uns hervor, die unsere Fähigkeit zum Zusammensein mit unseren Mitmenschen, zum Arbeiten oder zur Bewältigung des Alltags beeinträchtigt.  Eine Depression vorbeugen oder ihre Entstehung vermeiden? Entdecke in diesem Artikel 10 Tipps, die dir helfen können.

Mit den richtigen Tipps lässt sich eine Depression vermeiden

Bevor du diese Tipps liest, etwas ganz Wichtiges vorweg:

Solltest du das Gefühl haben, dass sich deine depressiven Verstimmungen mithilfe dieser Empfehlungen nicht bewältigen lassen, kannst und solltest du unbedingt professionelle Hilfe aufsuchen. Einen Psychologen zu kontaktieren macht dich nicht schwach, sondern zeigt, dass du etwas verändern möchtest und kann dir helfen deine Depression zu bewältigen. In manchen Fällen ist auch eine medikamentöse Therapie zu empfehlen. Trotzdem können die folgenden Tipps in jedem Fall hilfreich sein und dich dabei unterstützen, zusammen mit professioneller Hilfe deine Stimmung aufzubessern.

1. Depression vorbeugen: Mach etwas, was du genießt

Denk einen Moment an die Aktivitäten, die dir Genuss bereiten. Seit wann widmest du deinen Hobbys schon keine Zeit mehr?

Der Aufbau positiver Aktivitäten ist einer der Bestandteile der berühmtesten kognitiven Therapien zur Behandlung von Depressionen. Dieser Verhaltensaufbau wird zum Beginn der Therapie eingeführt. Indem der Patient Schritt für Schritt positives Verhalten aufbaut, also Dinge macht die ihm Freude bereiten, erhöht sich die Anzahl positiver Verstärker. Dadurch fühlt sich die betroffene Person belohnt, was sich positiv auf die Stimmung auswirken kann.

Wie man einer Depression vorbeugen kann: Jede Person mag unterschiedliche Aktivitäten. Wenn sich unter deinen Haustiere, Musik oder die Sonne befinden, schau dir die folgenden Vorschläge an.

  • Mit deinen Haustieren Zeit zu verbringen, wenn du dich niedergeschlagen fühlst ist positiv. Dein Haustier zu streicheln, lässt deinen Blutdruck sinken, was sich in einem Gefühl von Entspannung äußert. Außerdem werden vermehrt Hormone wie Oxytocin ausgeschüttet, welches persönliche Bindungen begünstigt. Der Organismus setzt auch Serotonin und Phenylethylamin frei, zwei Neurotransmitter, die der Entwicklung von depressiven Symptomen entgegenwirken.
  • Sonnst du dich gerne? Wenn ja, habe ich gute Nachrichten für dich. Es ist erwiesen, dass Sonne helfen kann, Depressionen entgegenzuwirken. Die Sonnenexposition trägt zur Regulierung des Gemütszustands bei. Bei weniger Licht treten mehr depressive Phänomene auf. Dies liegt am Corticosteron-Level, einem Hormon, dass viel mit Angst zu tun hat. Das Licht hat Auswirkungen auf dir Hirnareale, die für Stimmung und kognitive Funktionen zuständig sind.
  • Wir haben alle schon einmal erlebt, dass wir uns besser gefühlt haben, nachdem wir ein bestimmtes Lied gehört haben. Die Zeitschrift Advanced Nursing veröffentlichte in einem Artikel, dass Musik das Gefühl Energie zu haben erhöht. Eine Stunde Musik zu hören, trägt zur einer Verringerung chronischer Schmerzen um 21 % und depressiver Stimmungen um 25 % bei.

2. Depression vorbeugen: Halte Kontakt zu deinem Umfeld

Manchmal sind wir zu faul, um Freunde oder Familienmitglieder anzurufen oder ihnen zu schreiben, es fällt uns schwer uns aufzuraffen. Kontakt zu nahestehenden Personen kann sich jedoch positiv auf unsere Stimmung auswirken. Es gibt einige Ratschläge dazu, den Kontakt zu nahestehenden Personen aufrechtzuerhalten, auch bzw. gerade wenn es uns schlecht geht.

In einer von PLOS ONE veröffentlichten Studie zeigte sich, dass fehlende soziale Unterstützung, vor allem von Seite des Partners und der Familie, wichtige Risikofaktoren für die Entstehung einer Depression sind. In der gleichen Studie zeigte sich, dass die Anzahl an Interaktionen aber keinen Einfluss auf die Entstehung von Depressionen hat.

Wie man Depressionen entgegen wirkt: Qualität ist wichtiger als Quantität, wenn es um soziale Beziehungen geht.

  • Zu versuchen den Kontakt zu halten, ist kein Zeichen der Schwäche. Es ist wichtig für unsere Gesundheit, mit anderen zu kommunizieren.
  • Es ist grundlegend Unterstützung im Alltag von den Personen zu suchen, denen du vertraust und mit denen du dich sicher fühlst. Wenn du deine Emotionen und Gedanken nicht mit anderen teilen kannst, kann es von großer Hilfe sein, ein Tagebuch zu schreiben.
  • Versuch dich von Angesicht zu Angesicht mit den Leuten zu treffen, insofern es möglich ist, und lass die virtuelle Kommunikation beiseite. Geh mit einem Freund essen oder macht einen Spaziergang.
  • Nimm an sozialen Aktivitäten teil, auch wenn du keine große Lust hast. Trete einem Verein bei oder nimm an Kursen teil und lerne Leute kennen.

3. Depression vorbeugen: Versuche, negativ Gedanken zu vermeiden

Negative Denken übt einen schädlichen Einfluss auf unsere Stimmung aus. Manchmal begehen wir laut Aaron Beck Fehler oder erleben kognitive Verzerrungen, wenn wir die Realität analysieren.

Wie man einer Depression vorbeugen kann: Es ist erwiesen, dass die Art über Dinge nachzudenken und Schlussfolgerungen zu ziehen einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden hat. Menschen mit Depressionen haben häufig negative Denkweisen. Deswegen ist es nützlich, auf diese Formen von kognitiven Verzerrungen zu achten, wenn man Depressionen vermeiden möchte.

  • Willkürliche Schlussfolgerungen: Der Prozess, zu einer Schlussfolgerung ohne unterstützende Beweise oder mit gegensätzlichen Beweisen zu gelangen. Zum Beispiel: Eine neue Arbeitskollegin wird dir vorgestellt und dich überkommt der folgende Gedanken: “Sicher denkt sie, ich habe hier nichts zu sagen”. Aber, wenn du nach deinem Gedanken gefragt wirst, merkst du, dass es gar keine reale Grundlage dafür gibt, dass sie annehmen könnte, du hättest nichts zu sagen.
  • Selektive Abstraktion. Die Bewertung einer Erfahrung, die nur auf einem aus dem Zusammenhang gerissenen Detail basiert und andere, wichtigere Elemente der Situation ignoriert. Zum Beispiel: Dein Chef kommentiert deinen Erfolg und die von dir geleistete Arbeit positiv. In einem Moment des Gesprächs bittet er dich darum, dass du bitte nicht alle Briefe kopieren sollst, daraufhin entscheidest du dich zu denken: “Er ist mit meiner Arbeit nicht zufrieden”.
  • Übergeneralisierung. Der Prozess, eine Schlussfolgerung oder allgemeine Regel aus einem oder mehreren isolierten Tatsachen zu ziehen und diese sowohl auf Situationen anzuwenden, die mit der Angelegenheit zu tun haben, als auch mit denen, die nichts damit zu tun haben. Zum Beispiel: Deine Frau ist richtig sauer auf die Kinder, weil sie sich nicht schnell genug anziehen, also versteifst du dich darauf, zu denken: “Ich muss ein schlechter Vater sein, sonst hätten meine Kinder mehr Disziplin”.
  • Maximieren und Minimisieren. Fehler bei der Bewertung der Größe oder Bedeutung eines Ereignisses, indem die Bedeutung verstärkt oder verringert wird. Zum Beispiel: Dein Haus erleidet durch einen Sturm Schäden, du schätzt die Reparaturkosten auf Tausende von Euros, aber am Ende kostet es nur rund 50 €.
  • Personalisierung. Die Tendenz äußere Begebenheiten auf sich selbst zu beziehen, ohne eine feste Grundlage für diese Verbindung. Zum Beispiel: Stell dir vor, du bist als Assistenz-Arzt in einem Krankenhaus angestellt und findest einen Hinweis an der Wand, auf dem zu Folgendes zu lesen ist: “Alle Patienten, die einem Assistenz-Arzt zugeschrieben sind, müssen später noch von einem Facharzt untersucht werden”. Beim Lesen wirst du traurig, weil du denkst: “Der Chef vertraut meiner Arbeit nicht”.
  • Absolutes und dichotomes Denken. Tendenz, alle Erlebnisse in eine oder zwei gegensätzliche Kategorien einzuordnen (schwarz oder weiss), und sich selbst in der negativsten Kategorien zu beschreiben. Zum Beispiel: Ein Basketballspieler denkt: “Ich bin ein Reinfall” und deprimiert sich, wenn er weniger als 8 Punkte in einem Spiel macht, wenn er aber 8 oder mehr Punkte erreicht, denkt er “Ich bin wirklich ein großartiger Spieler” und ist froh.

4. Depression vorbeugen: Teile deine Ziele in kleine Ziele ein

Wenn wir ein Ziel haben, dass als solches große Ausmaße annimmt und wahnsinnige Anstrengungen erfordert, ist es besser, kleine Teilziele zu definieren. Diese Strategie ist auch nützlich, um nicht zu prokrastinieren. Unser Selbstbild wird gestärkt, das wiederum hängt positiv mit dem Selbstwertgefühl zusammen. Ein großes Ziel in kleine Teilziele zu zerlegen ist also eine gute Möglichkeit, depressiven Tendenzen entgegenzuwirken.

Mit der Aufteilung von langfristigen Zielen in kleine Schritte hängt die Aktionsplanung zusammen. Viele kognitive Psychologen nutzen diese Methode häufig mit depressiven Patienten. Eine der berühmtesten Therapien ist die Problemlösungstherapie von D’Zurilla und Nezu. Diese Therapie besteht aus einer Anpassung der wissenschaftlichen Methode an Alltagsprobleme. Die umzusetzenden Schritte, die die Therapie vorschlägt, sind die Folgenden: Orientierung zum Problem, Definition und Formulierung des Problems, Erschaffung von Alternativlösungen, Entscheidungsfindung, Umsetzung und Verifizierung der Lösung.

Und weil Prävention von Vorteil ist, kann diese Strategie sehr nützlich sein, um depressive Erscheinungen im Alltag zu vermeiden.

Wie man Depressionen entgegen wirkt: Eine Idee zur Umsetzung dieses Tipps könnte in der allmählichen Ausarbeitung eines Arbeitsplans bestehen und darin, täglich kleine Ziele zu erreichen, die dich letztendlich zu deinem Hauptziel führen. So wird es einfacher für dich sein und du wirst nicht immer das Gefühl haben, dein Ziel sei unerreichbar.

5. Depression vorbeugen: Versuche, realistisch zu sein

Unsere Wahrnehmung der Alltagsereignisse können unsere Stimmung beeinflussen. Wir haben alle pessimistische und optimistische Freunde, aber was ist mit den Realisten? Realistisch zu sein ist teilweise eine Utopie, da wir es nicht vermeiden können, die Realität subjektiv zu beurteilen. Abrahamson erforscht die Beziehung zwischen dem Attributionsstil und der Wahrscheinlichkeit, Depressionen zu entwickeln. Der Attributionsstil bezieht sich  auf unsere persönliche Art, die Ursachen der Ereignisse zu beurteilen, die in unserem Leben geschehen. Diese Attribution kann intern oder extern sein, global oder spezifisch und stabil oder instabil. Personen, die zu Depressionen neigen, schreiben negative Ereignisse oder Misserfolge internen (der Grund ist die Person und nicht die Umgebung), globalen (der Grund wird auf zahlreiche Kontexte verallgemeinert) und stabilen (der Grund dauert in der Zeit an) Ursachen zu.

Wie man einer Depression vorbeugen kann: Es ist also von großer Hilfe, realisitisch zu denken um Depression vorzubeugen. Das heißt, zu denken, dass es nicht nur einen einzigen Grund für ein Ereignis gibt und die Vielfalt und Komplexität der Geschehnisse zu beachten. Nicht alle Misserfolge oder negativen Ereignisse hängen von uns ab, und sie werden weder immer wieder in jeder Situation in unserem Leben vorkommen noch für immer andauern.

6. Depression vorbeugen: Wie man depressiven Verstimmungen durch gesunde Ernährung vorbeugt

Im Allgemeinen neigen die Menschen dazu, sehr kalorienreiche Lebensmittel zu sich zu nehmen, wenn sie mit Depressionen zusammenhängende Symptome erleben: Traurigkeit, Apathie, Willensschwäche, Anhedonie, Schlaflosigkeit etc. Dennoch ist die Idee, der Erscheinung von Depressionen mittels der Ernährung vorzubeugen, nicht so verbreitet.

Wie man depressive Verstimmungen vorbeugt: Nahrungsmittel, die reich an Vitamin B (unter anderem Hafer, Sonnenblumenkerne, grüne Paprika, Vollkornreis und Spinat) und Omega 3 (unter anderem Walnüsse und Lachs) sind, scheinen zur Stimmungsregulation beizutragen. Lebensmittel wie Ei, Milchprodukte, Nüsse und Trockenfrüchte, Pflanzen, Obst und Vollkorngetreide sind reich an Tryptophan und wirken depressiven Verstimmungen entgegen. Das im Kakao enthaltene Phenylethylamin hilft auch dabei, die Stimmung aufzuhellen.

Wenn du ein Weinliebhaber bist, habe ich gute Neuigkeiten für dich. Laut einer Arbeit der Universität von Navarra, verringert ein mäßiger Weingenuss das Risiko, in chronische Traurigkeit zu verfallen.

“Die geringsten Anzahl an depressiven Störungen wurden unter denen beobachtet, die zwei bis sieben Gläser Wein pro Woche zu sich nahmen, wahrscheinlich, weil Resveratrol und andere phenole Bestandteile der Traube in diesen kleinen Dosen einen Schutzeffekt auf gewisse Gehirnareale hat.”

Nun werden wir über jene Nahrungsmittel sprechen, die schädlich sind wenn man an einer Depression leidet. Übermäßiger Genuss alkoholische Getränke verändert die  Neuronenaktivität und geht von einem euphorischen Zustand zu einem gehemmten Zustand über, der zur Erscheinung von Depressionen beiträgt. Andere zu vermeidende Lebensmittel sind Weißmehl und raffinierter Zucker, da ihre Zusammensetzung die Serotoninlevel senkt.

7. Depression vorbeugen: Bewegung kann gegen depressive Verstimmungen helfen

Es stimmt doch, dass du dich nach dem Sport besser fühlst, oder? Das liegt daran, dass die körperliche Aktivität dasw serotonerge Neurotransmittersystems begünstigt. Die Effekte des Sports helfen dabei, Krankheiten wie Stress, Angst und Depression vorzubeugen.

Oft führt die Erschöpfung zur Anhedonie oder Unfähigkeit, Vergnügen zu empfinden; zur Willensschwäche oder dem Fehlen von Motivation oder Energie, etwas zu tun oder sich zu bewegen.

So lässt sich eine Depression vermeiden: Jedes gemäßigte Training von etwa 30 Minuten kann dabei helfen, depressive Symptome zu lindern. Die Übungen müssen nicht zur Erschöpfung führen, schon einfache körperliche Aktivität kann zu Stimmungsverbesserung führen.

Es wird empfohlen aktiv zu sein und den Körper zu bewegen. Trotzdem ist es empfehlenswert, sich von einem Arzt beraten zu lassen, bevor wir mit einem neuen Sport beginnen. Von aeroben und hoch intensiven Übungen ist für manche Menschen abzuraten. Yoga und andere Übungen mit geringerem energetischen Anspruch oder Verbrauch, wie Tai-Chi, könnten eine gute Alternative sein.

Laut Guy Falkner von der Universität von Toronto trägt mäßiger Sport nicht nur dazu bei, punktuelle Stimmungstiefs zu lindern, sondern auch zur Vermeidung der Erscheinung von Depressionen. Aus den Daten, die bei Personen verschiedenen Alters aufgenommen wurden, kann man erkennen, dass diejenigen, die einer körperlichen Aktivität wie Spazierengehen oder Rasenmähen zwischen 20 und 30 Minuten am Tag nachgingen, seltener unter einer Depression litten.

8. Depression vorbeugen: Entspann dich, um Depressionen zu vermeiden

Der Gedanke, dass es nützlich ist, sich zu entspannen, um Ängste zu vermeiden, ist sehr verbreitet. Tatsächlich ist es auch von großem Nutzen, entspannt zu sein, um die Erscheinung von Depressionen zu bekämpfen.
Wie man Depressionen vorbeugen kann: Meditation zu praktizieren, kann positive Auswirkungen auf die Stimmung haben. Tatsächlich genügt eine halbe Stunde Meditation am Tag, um positive Effekte zu erziehlen, wie Dr. Mandhav Goyal von der Johns Hopkins Medicine in Baltimore bestätigt. Laut diesem Experten liegt der Nutzen der Meditation im Trainieren des Geistes, die Wahrnehmung der Realität zu verbessern. Entdecke hier die Achtsamkeitsmeditation.
Missbräuchliche Arbeitssituationen erzeugen Angst und können auch zu depressiven Verstimmungen führen. Wenn wir jeden Tag viele Stunden (bis zu 60% der Wochenstunden) einer stressvollen Aufgabe nachgehen, sind wir an der Schwelle dessen, was im Englischen LHO (long hours overworked) genannt wird. Takahashi Amagasa von der Universität Kyoto konnte zeigen, dass diese Situation das Risiko einer Depression um das 15-fache erhöht.

9. Depression vorbeugen: Schlaf gut und du wirst dich glücklicher fühlen

Nach einem erholsamen Schlaf fühlen wir uns alle besser. Im Schlaf findet das Gehirn den besten Moment, um sich selbst zu heilen und sich für den nächsten Tag vorzubereiten. Ein guter Schlaf ist fundamental für das Gedächtnis und das Lernen, außerdem ist er ein Stimmungsregler.
Wie man Depressionen entgegenwirkt: Schaff dir Zeitpläne und versuch, nicht die Nacht durchzumachen. In einer im Magazin Sleep veröffentlichten Studie von der Universität Columbia wurde die Wichtigkeit des Schlafs und seine Beziehung zur Depressionsbekämpfung festgestellt. Jugendliche, die früher ins Bett gehen, haben laut dieser Studie eine geringere Wahrscheinlichkeit, Depressionen zu entwickeln. Diejenigen, die fünf Stunden oder weniger schlafen, hatten ein 71% höhere Wahrscheinlichkeit an einer Depression zu erkranken.

10. Depression vorbeugen: Sorg für die anderen und du sorgst für dich selbst

Bis jetzt bezogen sich alle Verhaltensvorschläge auf die eigene Fürsorge. Nichtsdestotrotz ist Fürsorge für andere Menschen ebenfalls wichtig, um ein zufriedenes Leben zu führen. Personen, die sich für andere Menschen engagieren, haben eine geringere Wahrscheinlichkeit eine Depression zu entwickeln.
Menschen, die sich exzessiv auf sich selbst konzentrieren, neigen dazu, eine Art Grübelstil zu entwickeln, der das Empfinden von Empathie erschwert. Anderen Menschen zu helfen verbessert das Selbstbild und lenkt die Aufmerksamkeit von den eigenen Problemen weg, was sich positiv auf die eigene Stimmung auswirkt.
So lässt sich eine Depression vermeiden: Sich ehrenamtlich sozial zu engagieren, kann eine gute Möglichkeit sein, diesen Tipp in die Praxis umzusetzen. Dabei muss die Beteiligung gar nicht besonders groß oder aufwendig sein. In jedem Ort gibt es Einrichtungen oder Dinge bei denen stetig Hilfe benötigt wird.
 
Referenzen
 
Distorsiones cognitivas. Tomado de Beck 1967, 1976, 1983 y de Belloch, A., Sandín, B, Ramos, F. (2009) Manual de Psicopatología, 2ª edición, Vol. 2, p. 279. Madrid, España: McGraw-Hill.
Quelle: Irene García Calvo, Psychologin bei CogniFit.

Gedächtnislücken – nicht alles, was wir erinnern, ist wahr

Unsere Erinnerung bildet die Wirklichkeit nicht getreu ab, es gibt Gedächtnislücken, die dazu führen, dass wir unsere Erinnerungen umgestalten. Nicht alles, was wir erinnern, ist wahr. Eine Erinnerung wird nie das perfekte Abbild einer Erfahrung sein, etwas wird immer anders sein, dank dem Aufbau unseres Gedächtnisses. Die falschen Erinnerungen und Gedächtnislücken sind gewöhnlicher als wir denken. Finde in diesem Artikel heraus, wie uns unsere Erinnerung betrügt.

Wir erinnern uns an manchen Dinge, die nicht wahr sind

Eine große Mehrheit der Menschen denkt, dass unsere Erinnerung einer Videokamera ähnelt, die unsere Erfahrungen aufzeichnet. Nichts liegt ferner. Unser Gedächtnis arbeitet mit den Hauptideen des Wahrgenommenen, das, was es als wichtig ansieht, es zeichnet die Realität nicht so ab, wie sie ist.

 “Mehr als einem Aufnahmegerät ähnelt das Gedächtnis der Wikipedia-Seite, wo du die vorhandene Information verändern kannst. Und nicht nur du, auch die anderen können sie verändern.” Elizabeth Loftus

 

 

Unser Hirn arbeitet mit Hauptideen. Die Information, die als vital und wichtig erachtet wird, wird in unserem Gehirn gespeichert, aber die Details werden gelöscht und so hinterbleibt eine unvollständige Erinnerung der Erfahrung. Unsere Erinnerung repräsentiert keine objektive und glaubwürdige Realität, sondern eher eine wahrgenommene Realität, voll von “Lücken”.

Unser Gedächtnis ist konstruktiv. Wir speichern Erinnerungen mit Schlüsselideen, Konzepten der Erfahrung, ab. Aber wenn wir uns wieder an sie erinnern, versucht unser Gehirn, eine Kohärenz in der Geschichte zu finden. Dafür füllt es die Lücken, die es zwischen diesen Schlüsselideen gibt, mit Ableitungen und Schlussfolgerungen von unseren vorherigen Kenntnissen. Wir erinnern uns nicht, wir bauen Erinnerungen auf, immer wieder. Deswegen hat unsere Erinnerung Lücken.

Gedächtnislücken und falsche Erinnerungen – wie entstehen sie?

Es hat Vor- und Nachteile, dass unsere Erinnerung konstruktiv ist. Einerseits werden so Überbelastungen verhindert, aber andererseits werden unsere Erinnerungen manipulierbar. Nicht alles, was wir erinnern, ist wahr. In geringerem oder größerem Ausmaß haben unsere Erinnerungen etwas Erfundenes. Wenn wir die Information aus den Lücken zwischen den Grundideen einer Erinnerung wiederherstellen, kann sich neue Information “hineinschmuggeln”, die unsere Erinnerung verfälscht. In diesem Moment wird eine falsche Erinnerung geschaffen, eine Verfälschung der wirklichen Erinnerung oder direkt die Erschaffung einer Erinnerung von einer nicht wirklich erlebten Erfahrung aus.

Unsere Erinnerung funktioniert mit Hauptideen

Wie weiß man, ob eine Erinnerung falsch ist?

Das können wir nicht, wenn unser Gehirn einmal eine neue Information annimmt, löst es sie nicht so leicht wieder. Das sorgt dafür, dass uns die falschen Erinnerungen so real erscheinen. Wenn sie einmal akzeptiert wurden, verfälschen sie die wahre Erinnerung und diese verschwindet. Die neue Geschichte verwandelt sich in Wirklichkeit und wird genau so erinnert. Dies sind nicht wahrnehmbare Gedächtnislücken.

Betrügen uns unsere Erinnerungen?

Im Allgemeinen spiegelt unsere Erinnerung die Realität gut wieder, nichtsdestotrotz existieren Gedächtnislücken, wie wir gesehen haben. Im Allgemeinen betrachten wir unser Gedächtnis als einen treuen Zeugen der Realität, aber das ist nicht immer so. Beim Arbeiten mit dem Hauptideen, lässt unser Gedächtnis alles aus, was nicht wichtig ist, alle Details. Wenn wir uns daran erinnern, auf eine Party gegangen zu sein, erinnern wir uns an einige Dinge, wie wer uns eingeladen hat oder welche Freunde auch dort waren. Aber wir lassen beim Versuch sich daran zu erinnern, welche Musik lief, ob es kalt oder warm war, mit wie vielen Personen wir gesprochen haben etc., nach. Um einen Zusammenhang in der Geschichte zu finden, suchen wir Schlussfolgerungen über diese Schwachpunkte der Erinnerung und so beginnt sie sich zu verfälschen.

Wie sehr können wir auf unsere Erinnerung vertrauen?

Wir haben gesagt, dass unsere Erinnerung ein guter Spiegel der Realität ist, aber sie ist nicht perfekt. Nicht genug, um ihr die Autorität zu geben, die man ihr gibt.

Ein Fall, in dem das Gedächtnis einen unangemessenen Platz einnimmt, ist bei Gerichtsverfahren. Man gibt den Zeugen einer Straftat eine enorme Wichtigkeit bei der Entscheidung des Falls, jedoch gibt es mehrere Faktoren die Richtigkeit dieser Art von Zeugenaussagen in Verruf bringen: die Zeit, die nachfolgenden Erfahrungen, die Fragen, die über das Ereignis gestellt werden, etc. All dies kann eine Erinnerung verzerren und das Bild einer Person in ein ganz anderes umwandeln.

Es gibt viele Fälle von Verurteilungen für nicht begangene Straftaten aufgrund von falschen Erinnerungen. Die Erinnerung ist angreifbar und diese Schwäche sollte man berücksichtigen.

Wie können wir eine Erinnerung manipulieren?

Wenn man nur ein paar bestimmte Elemente in einer Geschichte verändert, kann man sehr unterschiedliche Versionen erhalten. Durch Alternativversionen oder die Veränderung von gewissen Details beginnt unser Gehirn, die echte Information mit der Alternative zu mischen. Dies führt dazu, dass wir uns an eine andere Geschichte erinnern werden.

Wie wir zuvor erwähnt haben muss man beachten, dass wir jedes Mal, wenn wir Informationen aus einer Erinnerung, aus einer erlebten Erfahrung, abrufen, die Geschichte mit den Elementen konstruieren, die wir haben, und die Lücken ohne Information mit Schlussfolgerungen füllen.

Diese Lücken füllt man mit eigenem Wissen, aber auch mit externem. Zur Veränderung unserer Erinnerung reicht, dass ein Freund seine Version der Geschichte erzählt. Es ist sehr schwierig, eine Erinnerung intakt zu halten.

Das Gedächtnis und die Ethik bei falschen Erinnerungen

Es ist erwiesen, dass sich eine falsche Erinnerung einsetzen lässt, das dauerhafte Auswirkungen auf das Individuum hat. Man hat mit beachtlichem Erfolg geschafft, falsche Erinnerungen über ein Ertrinken in der Kindheit oder einem Angriff von einem wilden Tier etc. einzusetzen. Und diese falschen Erinnerungen hatten reale Auswirkungen. Dennoch, eine falsche Erinnerung kann auch zu “guten” Zwecken genutzt werden, genau wie man ein unangenehmes Erlebnis, beispielsweise mit einem Tier, schaffen kann, kann man auch ein angenehmes Erlebnis, beispielsweise mit gesundem Essen, schaffen.

Ist dieser Zweck Rechtfertigung genug, um die Freiheit zu haben, die eigenen Erinnerungen zu manipulieren?

 

Vortrag TED Elizabeth Loftus: The fiction of memory.

Quelle: Mario de Vicente, Psychologe bei CogniFit.

Sport Motivation – Warum fällt mir das schwerer als den anderen?

Sport Motivation: Hast du versucht, mit Sport zu beginnen, aber schnell wieder aufgegeben? Möchtest du anfangen, Sport zu machen, aber weißt nicht wie? Wir wissen alle, dass körperliche Aktivität gut für unsere Gesundheit ist, aber manchmal fällt es uns schwer, die Gewohnheit, unseren Körper zu trainieren, beizubehalten. Hier geben wir dir eine Reihe von Ratschlägen, damit du es schaffst, mit Trainieren zu beginnen und es nicht so schnell wieder aufgibst.

Tipps, um mit Sport zu beginnen

Sport Motivation: Psychologischer Nutzen von Sport

Jeder weiß, dass Sport gut für die Gesundheit ist. Aber sind wir uns wirklich allem bewusst, was uns regelmäßige Bewegung erbringt?

  • Reduziert den Stress
  • Sport hilft zusammen mit Meditation (Achtsamkeitsmeditation), Depressionen zu bekämpfen, nach einer Studie.
  • Erhöht dein Selbstwertgefühl und verbessert die eigene Wahrnehmung deines Körperbildes.
  • Kann das Risiko für Gebärmutterhalskrebs verringern, laut dieser Studie.
  • Sport reduziert das Risiko eines vorzeitigen Ablebens, das sich aus einem sesshaften Leben ableitet, und wirkt den Folgen davon, den Hauptteil des Tages im Sitzen zu verbringen, entgegen, laut dieser Studie.
  • Fördert die Schaffung von neuen Neuronen in den Hirnzonen, die für das Lernen und Erinnern zuständig sind, nach einer Studie.
  • Gemäßigtes Training verbessert unser kardiovaskuläres System.

Im folgenden Video kannst du herausfinden, warum es schädlich für deine Gesundheit ist, lange zu sitzen. Unser Körper ist dafür gemacht uns zu bewegen. Vergiss nicht, die Untertitel zu aktivieren!

 

Sport Motivation: Warum fällt es uns so schwer mit Sport zu beginnen?

Zu wissen, dass Sport nützlich ist, führt jedoch nicht dazu, dass wir sofort mit den Übungen beginnen und, das Wichtigste, dass wir es schaffen, sie zur Gewohnheit zu machen. Warum ist das so? Weil dein Gehirn gerne prokrastiniert.

Warum fällt es uns so schwer Sport zu machen?

1. Die Unbequemlichkeit des Sports. Sport bringt eine Reihe von unangenehmen Gefühlen mit sich, eine Entfernung von unserem der Ersten Welt eigenen Wohlgefühl. Das Training lässt uns schwitzen, macht uns schmutzig, führt zu Muskelkater, erschöpft und, lässt uns frieren und Hitze empfinden, zerzaust uns das Haar. Wir sind diese unbequemen und anstrengenden Empfindungen nicht gewohnt. Wir sind verwöhnt und es macht uns Angst, uns aus unserer Komfortzone hinauszubegeben.

2. Niedrige Motivation. Wenn es dir schwerfällt, mit dem Training zu beginnen, ist das Wahrscheinlichste, dass du nicht genügend Motivation hast. Vielleicht gefällt dir die Übung nicht, die du dir vorgenommen hast, oder sie erscheint dir als zu schwierig.

3. Unrealistische Ziele. Wenn du vorhast, an deinem ersten Tag gleich eine Stunde im Fitnessstudio zu verbringen oder 10 Kilo in einer Woche abzunehmen, ist es wahrscheinlich, dass du sofort die Motivation verlierst.

4. Die Vorteile des Sports sind langfristig. Wir Menschen sind darauf vorbereitet, kurzfristige Ziele zu verfolgen. Es erscheint uns viel schwieriger, uns die Vorteile der körperlichen Aktivität vorzustellen, da sie nicht unmittelbar sichtbar sind.

Im nächsten Video siehst du warum es manchen Menschen schwieriger als anderen erscheint, Sport zu machen. Dies ist auf eine andere Wahrnehmung der Realität zurückzuführen, die von unserer Motivation und dem wahrgenommenen Schwierigkeitsgrad abhängt.

 

13 Tipps, um mit Sport zu beginnen

1.  Sport Motivation: Wähle die sportliche Aktivität, die dir am besten gefällt.

Wenn wir eine körperliche Übung mit einer Aktivität oder einem Sport machen, der oder die uns nicht gefällt, wird dazu führen, dass es ein Drama wird, sie auszuüben. Wir werden sogar bei der Übung leiden. Das ist nicht der Sinn. Der Sinn ist, glücklich und gesund zu leben, indem wir uns um unseren Körper kümmern. Also, wenn all deine Freunde laufen oder ins Fitnessstudio gehen, du das aber hasst, musst du es nicht auch tun. Du kannst spazieren gehen, Rollschuh laufen, tanzen, Radfahren, Aerobic, Pilates oder Yoga machen. Es gibt eine Unmenge von Sportarten und Aktivitäten, die du machen kannst, um deinen Körper zu bewegen. Finde die Passende für dich.

Wähle den Sport, der dir am besten gefällt. Yoga könnte eine gute Wahl sein.

2. Sport Motivation: Finde Zeit dafür.

“Ich habe keine Zeit für Sport” ist keine gültige Ausrede mehr. 150 Minuten Sport pro Woche werden empfohlen. Mit durchschnittlich 5 Tagen pro Woche ist es genug. Sogar nur 15 Minuten pro Tag sind schon von großem Nutzen für unsere Gesundheit.

3. Sport Motivation: Beginne Schritt für Schritt.

Wenn du dir schon am ersten Tag das Ziel setzt, eine Stunde zu laufen, wirst du dich schlecht fühlen und wahrscheinlich nicht gleich am nächsten Tag weitermachen.

Wenn es für dich sehr schwierig ist, Sport zu machen, kann es sogar ein großer Erfolg sein, wenn du am ersten Tag nur deine Sportschuhe rausholst. Am nächsten Tag kannst du sie anziehen und am Tag danach deine Straße hinuntergehen und zurückkehren. Wenn du nach und nach mit realistischen Zielen vorrückst, wird sich deine Motivation steigern, du wirst mit dir zufrieden sein und am nächsten Tag Lust haben, wieder Sport zu machen.

4. Sport Motivation: Mach dir Erinnerungshinweise.

Eine der besten Arten, Gewohnheiten zu schaffen, sind Erinnerungen, Aktivitäten, die schon eine Gewohnheit sind und dich dazu bringen, Sport zu machen. Zum Beispiel, wenn wir die Sportschuhe neben das Bett stellen, erinnern wir uns beim Aufstehen daran, dass wir laufen gehen müssen. Oder wenn wir festlegen, dass wir nach der Arbeit direkt ins Fitnessstudio gehen, werden wir uns immer daran erinnern, wenn wir Feierabend haben. Wenn das nicht funktioniert, sind Handywecker auch eine gute Idee.

5. Sport Motivation: Belohne deine Anstrengung. 

Belohn dich jedes Mal, wenn du deine Ziele erreichst. Beglückwünsche dich und gönn dir etwas. So schafft dein Gehirn positive Assoziationen zur Übung und sorgt so dafür, dass du sie mit größerer Wahrscheinlichkeit wiederholst und dass deine Motivation steigt. Aber Vorsicht mit den Belohnungen in Form von ungesunden Lebensmitteln. Es ist besser, Belohnungen in Form von Essen zu vermeiden. Wähle eine andere Art von Belohnung wie eine Fußmassage, eine entspannende Dusche, deine Lieblingssendung oder Zeit für dich selbst.

Die Belohnungen sollten verschwinden, wenn die Gewohnheit sich einmal gebildet hat. Der Sport selbst sollte genug Motivation sein.

6. Sport Motivation: Mach Sport mit jemandem zusammen.

Wenn du dich mit einem Freund gemeinsam dazu verpflichtest, Sport zu machen ist es wahrscheinlicher, dass du die Gewohnheit beibehältst. Außerdem kann es dir helfen, die Motivation zu behalten und soziale Unterstützung zu bekommen, wenn du deinen Fortschritt mit anderen teilst.

Tipps, um mit Sport zu beginnen: Mach Sport mit jemandem zusammen.

7. Sport Motivation: Mach den Sport zu einer sozialen Aktivität. 

In einer Gruppe Sport zu machen kann positiv für die Motivation sein. Es macht mehr Spaß mit anderen Leuten. Schreib dich für Teamsport oder Gruppen für Rollschuhlaufen oder Jogging ein. Außerdem ist dies eine gute Möglichkeit, um sich zu integrieren und neue Freunde zu finden.

8. Sport Motivation: Gewöhne dich an das Unbequeme.

Wenn einer der Gründe dafür, dass es dir schwer fällt mit Sport zu beginnen, die Unbequemlichkeit ist, versuch dich an sie zu gewöhnen. Geh bei Regen ohne Regenschirm raus, schwitze, mach dich dreckig. Nach einer Zeit wirst du diese Unannehmlichkeiten gar nicht mehr wahrnehmen. Wenn du es nicht schaffst, dich zu überwinden, kannst du immer noch Übungen machen, die nichts davon mit sich bringen. Geh spazieren, selbst wenn sich deine Körpertemperatur dabei erhöht, wirst du nicht schwitzen oder außer Atem kommen.

9. Sport Motivation: Mach einen Aktionsplan. 

Wenn du einen Plan zum Wie, Wann, Wo und Wie lange Sport machen ausarbeitest, ist es viel wahrscheinlicher, dass du diesen auch erfüllst.

10. Sport Motivation: Schreib deine Erfolge auf. 

Wir neigen dazu, den Sport, den wir machen über zubewerten. Wenn wir ein Tagebuch über unsere Erfolge und Fortschritte führen, haben wir zusätzlich zu mehr Motivation exakte Aufzeichnungen darüber, was wir getan haben.

11. Sport Motivation: Zieh in Betracht, einen Hund zu adoptieren. 

Tipps, um mit Sport zu beginnen: Adoptiere einen Hund.

Einen Hund zu haben erfordert viel Verantwortung, aber Haustiere bringen uns auch viele Vorteile. Einer von ihnen ist ein weniger sesshaftes Leben. Mit einem Hund muss spielen und Gassi gehen. Einen Hund zu adoptieren kann eine große Motivation dafür sein uns körperlich zu bewegen. Viele Untersuchungen weisen darauf hin, dass ein Hund wirklich dafür sorgen kann, dass wir abnehmen. Wenn du keinen Hund haben kannst, dir diese Tiere aber gefallen, kannst du Freiwillige/r in einem Tierheim werden und mit ihnen Gassi gehen.

12. Sport Motivation: Fällt es dir schwer, aus dem Haus zu gehen? 

Manchmal tun wir uns schwer damit, unserer Trainingsroutine zu folgen, wenn das Wetter dafür nicht so günstig ist. Manchmal ist es zu heiß, zu kalt oder es regnet. In diesen Fällen, versuch dir eine alternative Übung zu suchen, die dir gefällt und die du zuhause machen kannst. Bei YouTube gibt es eine große Zahl an Tutorials und Anleitungen zum Sport machen ohne aus dem Haus zu gehen.

13. Sport Motivation: Bring mehr Aktivität in dein Leben

Je aktiver dein Leben ist, desto leichter wird es dir fallen, Sport zu machen. Benutze mehr Treppen und weniger Aufzüge, geh zu Fuß zur Arbeit (oder steige eine Station früher aus), benutz das Auto weniger und gehe mehr.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

 

 

 

Selbstbehauptungstechniken zur Verbesserung deiner Sozialkompetenz

In diesem Post wirst du lernen, zu identifizieren, welches dein Verhaltensmuster ist. Was ist, wenn du entdeckst, dass dieser nicht der Geeignetste ist? Hier stellen wir dir auch eine Reihe von Selbstbehauptungstechniken vor, die dir ermöglichen, deine Sozialkompetenz zu verbessern. Übernimm die Kontrolle und erreiche, dass deine sozialen Beziehungen erfüllter und gesünder werden!

Selbstbehauptungstechniken zur Verbesserung deiner Sozialkompetenz

Bestimmt hast du schon mindestens einmal erlebt, dass du die Kontrolle über ein Gespräch verloren hast und auf einmal in eine Situation geraten bist, die dir gar nicht gefällt. Mehr noch, du weißt noch nicht einmal, wie du da hineingeraten bist … Du hast sicher auch schon mal gefühlt, dass du rechtzeitig hättest Nein sagen sollen … dass du eigentlich gar nicht weißt, warum du dich mit dieser Person immer noch triffst … Auf der Arbeit hast du vielleicht Schuld oder Verantwortung auf dich genommen, für etwas, das gar nicht dein Problem war. Kommen dir diese Situationen etwas zu bekannt vor? Kannst du dich mit einer oder mehreren identifizieren? Dann ist vielleicht der Moment gekommen, dass du einige Techniken lernst, die dir ermöglichen, deine Selbstbehauptung zu entwickeln, um deine Sozialkompetenz zu verbessern.

Was ist Selbstbehauptung und wie benutzt man sie, um die Sozialkompetenz zu erhöhen?

Was ist Selbstbehauptung? Die Selbstbehauptung besteht aus der Fähigkeit, unsere Rechte und Bedürfnisse auf eine effektive Art auszudrücken, ohne uns auf die Füsse treten zu lassen oder aggressiv zu sein. Es handelt sich um ein soziales Verhalten, dass uns ermöglicht, unsere sozialen Beziehungen positiver zu machen. Was geschieht, wenn wir nicht dazu fähig sind, unsere Bedürfnisse auf selbstbewusste Art zu vermitteln? Dann verfallen wir in falsche Konfrontationsstile, wie den passiven oder den aggressiven Stil.

Wenn wir nicht durchsetzungsfähig handeln, können zwei ineffiziente Verhaltensweisen vorkommen:

  • Auf eine passive Art auf die Umgebung reagieren
  • Oder auf eine aggressive Art reagieren.

Beides sind ineffiziente Werkzeuge, die auf lange Sich mehr Probleme in deinen sozialen Beziehungen hervorrufen. Den Stil zu ändern ist keine einfache Aufgabe, aber es wird sich lohnen.

Selbstbehauptungstechniken zur Verbesserung deiner Sozialkompetenz

Was ist der passive Verhaltensstil?

Der passive Verhaltensstil kommt vor, wenn die Person unfähig dazu ist, offen über ihre Gefühle, Wünsche, Meinungen und Bedürfnisse zu sprechen. Wenn sie darüber spricht, verwickeln sie sich in Rechtfertigungen und Entschuldigungen. Die Panik vor dem Konflikt ist die Grundlage dieser Verhaltensweise, die sich außerdem durch ein niedriges Selbstwertgefühl und einem hohen Frustrationsgrad durch die Nichtrespektierung der eigenen Rechte ausweist. Diese Personen sind sich dem Grad der Verletzlichkeit, den sie erreichen, nicht bewusst.

Was ist der aggressive Verhaltensstil?

Der aggressive Verhaltensstil kommt vor, wenn die Person zwar ihre Bedürfnisse ausdrücken kann, aber dies auf eine unangemessene oder sehr bestimmte Art und Weise tun, sodass die Personen, die mit ihnen interagieren, sich mit Füssen getreten oder nicht respektiert in ihren Grundrechten fühlen können. Sie können auf verbale Gewalt und Drohungen zurückgreifen, obwohl sie oft sehr viel subtiler handeln, mittels Erniedrigung oder progressiver Demütigung.

Der passive Verhaltensstil charakterisiert sich durch ein Verletzung der eigenen Rechte, der aggressive Verhaltensstil durch eine Verteidigung dieser, der selbstbewusste Stil besteht aus der direkten Beschreibung dieser eigenen Rechte, ohne die anderen rücksichtslos zu behandeln und ohne Scham zu schaffen oder zu empfinden.

Die zwischenmenschliche Kommunikation kann manchmal eine Stressquelle sein, wenn man nicht weiß, wie man seine Rechte ausdrückt und verteidigt, ohne in die vorher beschriebenen Verhaltensstile zu verfallen. Selbstbehauptung zu erlernen wird eine Entspannung vor sozialen Situationen für dich bedeuten. Selbstbewusst zu sein ist eine Lebensphilosophie, in der der Respekt vor den anderen und fundamental vor dir selbst, vorherrscht.

Wie verbessere ich meine Sozialkompetenz? Selbstbehauptungstechniken

Das Problem tritt in Erscheinung, wenn wir in einen Konflikt zwischen dem, was wir machen wollen und dem, was wir glauben tun zu “sollen” geraten.

Zum Beispiel: Hast du manchmal gar keine Lust, zu einem Abendessen zu gehen und fühlst dich egoistisch und furchtbar, weil du denkst, dass du keine Rücksicht auf die andere Person nimmst, weil du deine Bedürfnisse den ihrigen vorziehst?

Diese Art von Dilemmas kann manchmal Angst oder Schuldgefühle hervorrufen, was dich höchst verletzlich gegenüber allen Arten emotionaler Manipulationen macht. Wenn du den folgenden Dekalog verinnerlichst, wirst du bereiter dazu sein, Nein zu sagen ohne dich schuldig zu fühlen. Diese Selbstbehauptungstechniken zu kennen wird dir helfen, deine Identität zu behalten, ein positives Selbstwertgefühl zu haben und dazu fähig zu sein, selbstbewusst auf Interessenkonflikte zu reagieren.

Um selbstbewusst zu sein ist es fundamental, dass du deine Rechte kennst. Viele Autoren haben mehr oder weniger komplexe Listen über diese Rechte verfasst. Ich möchte, dass du die vom Psychologen Manuel J. Smith kennst, die er zum ersten Mal in seinem Buch “Wenn ich Nein sage, fühle ich mich schuldig” veröffentlicht hat.

Smith schlägt auf einfache und direkte Art einen Dekalog vor, der dir als Leitfaden dienen kann, auf dem du dein selbstbewusst Verhalten basieren kannst.

Dekalog der selbstbewussten Rechte Manuel J.Smith

  1. Wir haben das Recht, unser eigenen Verhalten, unsere Gedanken und Gefühle zu beurteilen und die Verantwortung für ihren Beginn und ihre Folgen zu übernehmen.

  2. Wir haben das Recht, keine Gründe oder Ausreden für unser Verhalten anzugeben.

  3. Wir haben das Recht zu urteilen, wenn wir die Verantwortung für das Finden von Lösungen für andere Personen haben.

  4. Wir haben das Recht, unsere Meinung zu ändern.

  5. Wir haben das Recht, Fehler zu machen und für sie verantwortlich zu sein.

  6. Wir haben das Recht “Ich weiß nicht” zu sagen.

  7. Wir haben das Recht, unabhängig vom guten Willen der anderen zu sein, bevor wir uns mit ihnen konfrontieren. (Wir haben das Recht, unabhängig von der Zuneigung der anderen zu sein, um mit ihnen in Kontakt zu treten.)

  8. Wir haben das Recht, unlogische Entscheidungen zu treffen.

  9. Wir haben das Recht “Ich verstehe das nicht” zu sagen.

  10. Wir haben das Recht “Es interessiert mich nicht” zu sagen.

Jetzt, da wir die möglichen Verhaltensstile und den Dekalog der universellen selbstbewussten Rechte kennen, liegt es in unserer Hand, wir wir uns an die Welt wenden wollen. Wenn es deine Wahl ist, einen selbstbewussten Verhaltensstil zu entwickeln, wird das nicht immer einfach sein, aber ich versichere dir, dass dies der zufriedenstellendste von allen ist. Weil aller Angang schwer ist, werde ich dir im Folgenden eine Reihe von Selbstbehauptungstechniken erklären, die dir helfen werden, diese in die Praxis umzusetzen, damit es nach und nach immer natürlicher für dich wird. Sie werden dir höchst wirkungsvoll in Situationen, in denen jemand versucht, dir seine Ansichten aufzudrängen, sein und sind eine lebenswichtige Verteidigung gegen die Manipulation.

Selbstbehauptungstechniken bei Konfrontationen oder Manipulationen

1. Technik vom Sprung in der Platte zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Behalte deinen Standpunkt unerbittlich bei, egal wie sehr dein Gesprächspartner versucht, dich auf sein Terrain zu bringen. Es ist grundlegend, dass du ruhig bleibst, ohne Veränderungen in deiner Stimme oder dem, was du sagst. Um das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken, kannst du Füllwörter wie “Ja, aber …”, “Ich bin einverstanden, aber …”, “Ja, aber ich meinte …” benutzen. Vermeide verbale Fallen und du wirst dein Ziel erreichen.

2. Technik vom machbaren Kompromiss zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Wenn es einen Zusammenstoß der Haltungen gibt und “Verlieren” nicht ratsam ist. So gibst du deinem Gesprächspartner vor dem Verlieren Handlungsspielraum, sodass er sich der Verluste, die die Diskussion mit sich bringen kann, bewusst wird und ihr euch einigt, indem beide ein bisschen nachgeben.

3. Technik vom Fogging oder “Nebelbank” zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Sie besteht daraus, scheinbar Terrain freizugeben, aber ohne es wirklich zu tun. Versuche nicht abzustreiten, was der Gesprächspartner sagt, aber greif ihn auch nicht an. Du kannst teilweise mit ihm einverstanden sein, was dir erlaubt, Meinungen von anderen zu akzeptieren ohne sie selbst zu teilen. Dies ist sehr effizient bei Fällen von offener Manipulation, aber du solltest nicht zu oft darauf zurückgreifen, weil die Technik sonst an Wirksamkeit verliert.

4. Technik der selbstbewussten Frage zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Wenn du vom Gesprächspartner kritisiert wirst, wird dir diese Technik einen Vorsprung verschaffen. Du musst ihn im Grunde dazu auffordern, dich zu kritisieren, um mehr Information darüber zu bekommen, ob die Kritik konstruktiv, oder im Gegensatz dazu, manipulativ ist. So schaffst du es, ihn zu “entwaffnen”, indem du weißt, ob die Person einen persönlichen Angriff im Sinn hat, und außerdem bringst du ihn dazu nachzudenken, ob seine Kritik objektiv ist.

5. Technik vom Auseinandernehmen des Prozesses zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Wenn das Gespräch auf Wege gerät, die zur Aggressivität oder Disqualifizierung führen können, ist der Moment für diese Technik gekommen. Das Ziel besteht darin, die Aggressivitätsspirale zu unterbrechen, die der Gesprächspartner erzeugt. Antworte auf die Provokation einsilbig: “Ja …”, “Vielleicht …”, “Nein …”

6. Technik von der Verarbeitung der Veränderung zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Sie besteht darin, den Fokus der Aufmerksamkeit zu verschieben. Verändere das Thema, um zu sehen, was wirklich zwischen dir und deinem Gesprächspartner passiert.

7. Technik vom selbstbewussten Verschieben zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Benutze sie, wenn du siehst, dass du beinahe die Kontrolle über die Situation verlierst. Wenn du keinen gemäßigten Ton beibehalten kannst oder denkst, dass du die andere Person beleidigen wirst, ist das selbstbewusste Verschieben die beste Option. Gewinne Zeit, um auf eine intelligente und kompetente Weise zu antworten.

8. Technik vom “XYZ + R” zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Diese von den Psychologinnen Bach und Forés entwickelte Technik synthetisiert die Essenz des selbstbewussten Verhaltens in einer Formel.

Oft besteht die beste Technik darin, auf eine selbstbewusste Art und Weise auszudrücken, was wir bei der Handlung des Anderen fühlen, aber uns dabei nicht nur auf eine destruktive Kritik zu beschränken. Um sie in konstruktive Kritik umzuwandeln, erklären wir, wie uns sein Verhalten fühlen lässt und verpflichten uns außerdem dazu, unser eigenes zu verbessern, damit diese Situation in der Zukunft nicht mehr vorkommt.

“Wenn du X machst oder sagst, fühle ich mich Y und mir hätte gefallen, wenn du Z gemacht hättest. Außerdem können wir zur Gleichung R hinzufügen, ich für meinen Teil verpflichte mich zu …”

X “Wenn du … machst oder sagst” Versuche beim Ausdruck dessen, was dich gestört oder verletzt hat, vom Verhalten zu sprechen und nicht von der Person. Versuche keine Wörter wie “nie” oder “immer” zu benutzen und das Verhalten auf objektive Art zu beurteilen.

Y “Ich fühle mich …” Es ist wichtig, dies ohne Dramatisierung auszudrücken und auch zuzulassen, dass die andere Person dir erklärt, wie sie sich bei eben diesem Verhalten gefühlt hat. Vermeide Werturteile und konzentriere dich auf das Gefühl, das in dir entstanden ist.

Z “Mir hätte gefallen, dass …” Es fällt uns schon schwerer, zu diesem Schritt zu kommen. Wir konzentrieren uns gewöhnlich auf das X und das Y und geben dem Gesprächspartner nicht die Möglichkeit zu wissen, was uns gefallen hätte. Wir konzentrieren uns auf die Kritik und schauen nicht weiter, womit wir dafür sorgen, dass sich die gleiche Situation in der Zukunft wiederholt. Wenn wir eine Alternative zur Veränderung vorschlagen, kommen wir der Lösung des Problems näher.

R “Ich meinerseits verpflichte mich dazu …” Das, was bei Konfrontationen immer wieder vergessen wird. Es kann scheinen, als ob wir Terrain aufgeben, indem wir uns zu R verpflichten, doch wir merken nicht, dass wir selbst die ersten Begünstigten sind. Es ist eine Übung zur Selbstkritik und oft fällt es uns schwer, dies zu tun. Wenn wir es schaffen, übernehmen wir Verantwortung für die Situation und lernen unsererseits ein bisschen mehr.

Setzen wir es in die Praxis um?

Denk dran, dass die Anderen uns behandeln, wie wir ihnen beibringen und zu behandeln …

Die emotionale Intelligenz verbessern. Ein unerlässlicher Leitfaden.

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Gedächtnis verbessern: 10 nützliche Tipps für deinen Alltag

Wie können wir unser Gedächtnis verbessern? Es denken viele von uns, dass unser Erinnerungsvermögen angeboren ist und wir tun nichts, um es zu verbessern. Wir schätzen seine Wichtigkeit nicht, bis es beginnt uns zu versagen. Es ist jedoch wichtig, dass wir uns der fundamentalen Rolle bewusst sind, die die Erinnerung in unserem Alltag spielt. Unser Gedächtnis legt fest, wer wir sind: Unsere Gefühle, Erlebnisse und Erinnerungen. Ohne Gedächtnis hätten wir keine Möglichkeit, uns an Namen, Orte, Personen und Ereignisse zu erinnern, die wir erlebt haben …

Ein intellektuell aktives Leben zu führen hilft dabei zu vermeiden, dass unser Gehirn vorzeitig verschleißt. Es ist sehr wichtig, für den Verstand zu sorgen, bevor sich die ersten Symptome von kognitiver Abnutzung zeigen. Auf Details achten, sich konzentrieren, Dinge erinnern … all dies bezieht viele zerebrale Prozesse ein, die sich mit der Praxis und Übung verschärfen können.

Vielleicht denkst du, dass du zu alt bist, um dein Gedächtnis zu verbessern, aber in Wirklichkeit verfügt unser Gehirn über große Plastizität. Die Gehirnplastizität besteht darin, dass das Gehirn durch eine korrekte Stimulation neue Wege und Nervenverbindungen schaffen, die bestehenden Verbindungen verändern und sich auf neue Art und Weise anpassen und reagieren kann. Hier erklären wir dir einige Aktivitäten zur Verbesserung des Gedächtnisses.

Das Gedächtnis verbessern: 10 Aktivitäten

Das Gedächtnis hilft und nicht nur dabei, intelligenter und geistreicher zu sein, es ist auch nützlich für deine Arbeitsleistung und deine sozialen Beziehungen. Es wird normalerweise davon ausgegangen, dass diese Fähigkeit vorhanden ist und viele Menschen machen sich nicht die Mühe, sie zu trainieren. Mach diesen Fehler nicht auch und führe die folgenden Aktivitäten durch, um dein Erinnerungsvermögen zu verbessern.

1. Verbessere deine Aufmerksamkeit

Das Erinnerungsvermögen steht in engem Zusammenhang mit der Aufmerksamkeit. Wir können uns nicht an etwas erinnern, auf das wir keine Aufmerksamkeit gerichtet haben. Somit vebessern wir unser Gedächtnis, indem wir unsere Aufmerksamkeitsfähigkeit erhöhen.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Konzentriere dich auf alles, was du machst. Wenn du mit einem Freund sprichst, gib ihm deine komplette Aufmerksamkeit. Paraphrasiere sogar manchmal, was er sagt. So wirst du dich besser daran erinnern, wovon ihr sprecht und außerdem zeigst du Verständnis. Es ist auch erwiesen, dass Achtsamkeitsmeditation unsere Aufmerksamkeit verbessert. 10 Minuten Meditation am Tag können zu einer Modifikation deiner Nervenverbindungen führen und erreichen, dass dein Verstand sich sich besser auf die Dinge, die dich umgeben, konzentriert und fixiert. Somit verbessert sich dein Gedächtnis, deine Aufmerksamkeitsfähigkeit, deine Fokussierung und die Entscheidungsfähigkeit.

2. Benutze Erinnerungstechniken oder Mnemotechnik

Verschiedene Studien behaupten, dass die “Auto-Imagination” sehr nützlich für die Förderung von Lernen und Gedächtnis ist.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Wiederhole die Information, bilde Gruppen, bringe sie in Verbindung mit Dingen, die du kennst und benutze Eselsbrücken. Verwende Rhythmen oder Lieder, um die Information aufzunehmen (wie die der Tabellen zum Multiplizieren), benutze Akronyme oder Akrosticha. Im folgenden Video siehst du Mnemotechnik detaillierter erklärt.

3. Mach Gehirnjoggingpiele um dein Gedächtnis zu verbessern 

Zahlreiche veröffentlichte Untersuchungen beweisen die Vorteile davon, das Gehirn 15 Minuten (2-3 mal pro Woche) mit CogniFit zu trainieren. Die verschiedenen Gruppen von Menschen, die ihr Gehirn mit diesem Programm zur Gehirstimulierung trainierten, verbesserten ihre Leistung in Aufgaben zu Erinnerung und 20 weiteren kognitiven Fähigkeiten. Dieses Programm für Gehirnjogging-Spiele ermöglicht es uns, die Hirnfunktionen zu stärken, unsere geistige Vitalität zu erhöhen und die Regeneration und Wiederverbindung von Neuronen anzuregen.

4. Versuche, dich aktiv an Dinge zu erinnern

Das Gedächtnis wird verstärkt, wenn man sich an Fakten, Ereignisse, Erlebnisse erinnert … wenn du dich an Alltagsdinge erinnerst, wie daran, was du gegessen hast, an Namen von Figuren in Büchern, die du gelesen hast … trainierst du vier Teile deines Gehirns: Das Erinnerungsvermögen, den Arbeitsspeicher, die Überlegung und die Analyse.

Über viele Dinge nachzudenken hilft dir auch dabei, mehr Kenntnisse aus den vergangenen Erfahrungen zu ziehen und eine reifere und rationalere Sichtweise auf die Vergangenheit zu erlangen. Diese Fähigkeiten kann man auch auf die Vorbeugung anwenden, um wachsam zu sein und mit höherer Aufmerksamkeit zu beobachten, was um dich herum passiert.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Erinnere dich jeden Tag daran, was du a vorherigen Tag gemacht hast und versuche dir ins Gedächtnis zurückzurufen, wohin du gegangen bist und was du in den letzten Ferien gemacht hast.

Du kannst auch versuchen, täglich die folgende kleine Übung zu machen. Nimm einen Bleistift und ein Blatt Papier und verlasse das Zimmer, in dem du dich befindest. Wenn du draußen bist, notiere alle Gegenstände, an die du dich aus dem Zimmer erinnerst, du wirst sehen, dass das nicht so einfach ist, wie du dachtest. Mogel nicht und vermeide es, das Zimmer anzuschauen, während du die Gegenstände notierst. Nachdem du alles aufgeschrieben hast, an das du dich erinnerst, kehre ins Zimmer zurück und schau dir die Dinge an, die du vergessen hast. Wenn du diese Übung täglich machst, wirst du merken, wie du dich verbesserst. Du kannst dasselbe mit der Kleidung, die die Leute getragen haben, die du am Tag gesehen hast, mit den Gesichtszügen dieser Leute etc. machen.

5. Gut zu schlafen verbessert das Gedächtnis

Im Schlaf verfestigen wir das Gelernte. Eine angemessene Schlafhygiene ermöglicht es uns, das Gedächtnis in optimalem Zustand zu halten. Nach einer Studie hat Schlafmangel negative Auswirkungen auf unser Gedächtnis.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Versuche, gute Schlafgewohnheiten beizubehalten. Zwischen 7 und 8 Stunden Schlaf pro Tag sind optimal für eine optimale Leistung. Schlaf an einem dunklen Ort ohne Geräusche (du kannst Ohrstöpsel verwenden, wenn du den Lärm nicht vermeiden kannst). Schalte alle elektrischen Geräte aus und vermeide es, sie kurz vor dem Schlafen zu benutzen (das Licht ihrer Bildschirme kann unseren Schlaf beeinträchtigen). Trink abends keinen Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke. Versuch den letzten Kaffee nach dem Mittagessen zu trinken, denn sonst könntest du Probleme beim Einschlafen bekommen. Eine Routine ist wichtig, versuch dich jeden Tag zur gleichen Zeit schlafen zu legen und aufzustehen.

 6. Mach Sport, um dein Gedächtnis zu verbessern

Sport wird immer mehr Nutzen für das Gehirn zugeschrieben. Laut Kirk I. Ericson von der Universität von Pittsburgh in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Wissenschaftlern an verschiedenen nordamerikanischen Universitäten, vergrößert aerobe körperliche Aktivität den vorderen Hippocampus und dies führt zu Verbesserungen im räumlichen Gedächtnis. Er schließt, dass es eine gute Möglichkeit ist, um den durch das Alter bedingten Volumenverlust in dieser Hirnstruktur, die grundlegend für das Gedächtnis ist, umzukehren.

Die körperliche Aktivität versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und reduziert das Risiko von Krankheiten wie Diabetes und Herzgefäßkrankheiten, die zu Gedächtnisverlust führen. Außerdem vermindert sie die Stresshormone. Sport spielt auch eine wichtige Rolle bei der Neuronenplastizität, indem er die Erschaffung von neuen neuronalen Verbindungen anreizt.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Jede Form von aeroben Übungen, die dir gefällt, wird dir helfen, dein Gedächtnis zu verbessern. Das Wichtige ist, dass du sie genießt, um die Gewohnheit beizubehalten.

7. Iss gesund

Eine gesunde Ernährung ist grundlegend, um unseren Organismus in perfektem Zustand zu halten. Damit unser Gehirn korrekt funktioniert, ist es wichtig, keinen Nährstoffmangel zu haben. Denn was wir essen, beeinflusst unser Gehirn.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Basiere deine Ernährung auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten. Getreide, Brot und Nudeln sollten Vollkornprodukte sein. Grenze den Konsum von stark verarbeiteten Lebensmittteln, Zucker und Salz ein. Schokolade wird mit einer Verbesserung des Gedächtnisses assoziiert. Denk daran, dass du sie so pur wie möglich zu dir nehmen sollten (85 % Kakao).

8. Halte deinen Verstand aktiv

Das Gedächtnis ist wie ein Muskel, wenn du ihn trainierst, wird er stärker, wenn nicht, verkümmert er. Mit der Zeit, wenn wir einmal unsere akademische Ausbildung abgeschlossen haben, werden wir bequem. Wir wissen ja schon, wie wir die meisten Probleme mit relativ wenig Aufwand lösen können. Und jedes Mal benutzen wir unseren Verstand weniger und stimulieren ihn weniger, als er verdient.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Jede Aktivität, die eine Herausforderung bedeutet, ist effektiv für den Erhalt unseres aktiven Gedächtnisses. Fliehe vor Aktivitäten, in denen du schon gut bist. Lerne und entwickle neue Fähigkeiten. Lerne, ein Instrument zu spielen, oder ein schwieriges Lied zu spielen. Denk an irgendetwas, was du schon immer lernen wolltest, eine Sprache sprechen, Schach spielen …

9. Geh aus dem Haus und triff dich mit deinen Freunden

Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass mit Freunden in Kontakt zu sein und ein reichhaltiges Sozialleben zu haben, mit einem besseren Gedächtnis in Zusammenhang steht.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Widme deinen Liebsten Zeit. Genieße die Freizeit mit den Freunden. Erhalte dir ein gutes Unterstützungsnetz und halte dich von toxischen Menschen fern, die dir schlechte Gefühle bereiten. Integriere dich mehr, werde Freiwillige/r und meld dich bei Gruppen an.

10. Löse dich vom Stress

Der Stress ist einer der grössten Feinde des Gehirns. Mit der Zeit zerstört chronischer Stress Neuronen und schädigt die Hirnzentren des Gedächtnisses.

Das Gedächtnis verbessern. Aber wie?: Mache Entspannungtechniken und Meditation. Diese Aktivitäten haben sich als sehr wirkungsvoll bei der Stress- und Nervositätsverringerung erwiesen. Stelle realistische Erwartungen (und lerne, Nein zu sagen). Mach Pausen während des Tags, drück deine Gefühle aus, statt sie zu verstecken oder zu unterdrücken. Finde ein Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Freizeit. Konzentriere dich auf eine einzige Aufgabe zur Zeit, denn das Multitasking kann unseren Stress erhöhen.

Jetzt kennst du schon zahlreiche Tricks und Strategien, um dein Gedächtnis und deine Beobachtungsfähigkeit zu verbessern, nun ist es deine Aufgabe, sie in die Praxis umzusetzen. Dein Gehirn jung und fit zu halten liegt in deiner Hand!

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Intelligenter werden: 10 Strategien, die du noch nicht kennst

Intelligenter werden. Können wir unsere Intelligenz verbessern oder kommt sie schon serienmäßig konfiguriert in unserer genetischen Ausrüstung? Hast du dich schon einmal gefragt, wie du intelligenter werden könntest? Die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda schmeißt Mythen um und hilft dir neue wissenschaftliche Techniken kennenzulernen, die dein Gehirn verbessern und dir dabei helfen intelligenter zu werden.

Intelligenter werden

Was ist Intelligenz? Die Intelligenz wurde ursprünglich von einer eindimensionalen Ebene aus betrachtet, von einem rein kognitiven Sichtpunkt aus, in dem dein Intelligenzkoeffizient und somit “deine Intelligenz” eine Zahl ist, die deine Zukunft bestimmt. Der berühmte IQ war wie ein Tattoo für das ganze Leben.

Glücklicherweise können wir heutzutage dank wissenschaftlicher Untersuchungen bestätigen, dass intelligente Menschen ein Kompendium aus vielen Fähigkeiten, sowohl angeborenen als auch erlernten, besitzen. Allgemein gesagt, ohne auf verschiedene theoretische Konstrukte einzugehen, können wir die Intelligenz als Fähigkeit, die der Mensch hat, um sich an seine Umwelt anzupassen und Probleme zu lösen definieren.

Aber weit vom traditionellen Konzept der Intelligenz als ein einziger Faktor unterscheidet man aktuell bis zu acht verschiedenen Arten von Intelligenz; und dies sind eine Reihe von miteinander in Verbindung stehenden Intelligenzen nach einem Vorschlag vom Psychologen Howard Gardner. So unterscheidet Gardner: 

  • Sprachlich-linguistische Intelligenz
  • Logisch-mathematische Intelligenz
  • Bildlich-räumliche Intelligenz
  • Musikalisch-rhythmische Intelligenz
  • Körperlich-kinästhetische Intelligenz
  • Naturalistische Intelligenz
  • Intrapersonale Intelligenz
  • Interpersonelle Intelligenz

Wie wird man intelligenter? Dank dieser Unterteilung können wir endlich den Mythos begraben, dass jemand, der gut in Mathematik ist, auf jeden Fall intelligenter als die anderen ist. Und umgekehrt. Ein Mensch, der außergewöhnlich gut beim Spielen eines Instruments ist, kann Schwierigkeiten dabei haben, sich mit einem großen und abwechslungsreichen Wortschatz auszudrücken.

Wir dürfen die Emotionale Intelligenz nicht vergessen, die auch eine grundlegende Rolle bei unserer Anpassung an die Umwelt und der Problemlösung spielt.

Letztendlich ist unsere Intelligenz ein komplexes Konstrukt, das aus einer Reihe von Fähigkeiten und Begabungen besteht, die es uns erlauben uns effizient an die Umwelt anzupassen und unser Überleben garantieren.

“Wir sind alle Genies. Aber wenn du einen Fisch nach seiner Fähigkeit auf Bäume zu klettern bewertest, wird er sein ganzes Leben denken, er sei dumm.” Albert Einstein

Außerdem hebt die Forschung hervor, dass die Intelligenz kein statisches und unbewegliches Konstrukt ist, sondern variieren kann, sowohl auf gute als auch auf schlechte Art und Weise. Dank der neuronalen Plastizität kann unser Gehirn Neuronenverbindungen je nach Gebrauch verstärken oder auch unbenutzt lassen.

Dank der zerebralen Plastizität oder Neuroplastizität können wir unsere Intelligenz fördern, das Gehirn kann seine Struktur und Funktion verändern. Die zerebrale Plastizität ermöglicht es uns neue zerebrale Verbindungen zu schaffen und die Neuronenkreisläufe zu erhöhen und somit ihre Funktionalität zu verbessern.

Wenn uns die Neurowissenschaft und die Untersuchung der zerebralen Plastizität etwas gezeigt hat, ist es Folgendes: Je mehr wir einen Neuronenkreislauf nutzen, desto stärker wird er.

“Wir sind hier, um einen Bissen vom Universum zu nehmen. Wenn nicht, warum sind wir hier?” Steve Jobs.

Kommen wir jetzt zu einer Reihe von Ratschlägen zur besten Nutzung dieser zerebralen Plastizität, damit wir das maximale Potenzial aus unseren intellektuellen Fähigkeiten ziehen können!

Intelligenter werden: 10 Tipps, die du noch nicht kennst

1. Intelligenter werden: dein Gehirn muss hungrig sein

Hast du dich schon einmal gefragt, wie du intelligenter wirst? Perfekt, das ist der erste Schritt. Begehre das Wissen. Sei neugierig. Wenn du nicht weißt, wie ein Flugzeug fliegt, unterrichte dich darin. Wenn dich Zaubertricks faszinieren, versuch sie zu erlernen und den Trick zu entdecken. Verschlinge Dokumentarfilme.

Ernähre dein Gehirn mit Information und für dich interessanten Kenntnissen, nicht, um Weisheit zu erlangen, sondern aus dem einfachen Grund dich mit dir selbst wohlzufühlen.

Denk daran, dass dein Gehirn die neuronalen Verbindungen stärken und nutzen muss, um volle Leistung zu erbringen, weswegen jede neue Information zu deiner mentalen Agilität im Bezug auf Informationsspeicherung und -wiedergewinnung beiträgt.

Geh nie zu Bett ohne etwas Neues gelernt zu haben.

2. Intelligenter werden: Lies mehr, viel mehr!

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Lektüre, abgesehen davon, dass sie unseren Wortschatz bereichert und somit unsere sprachlich-linguistische Intelligenz erhöht, uns hilft, unsere Vorstellungskraft zu entwickeln und unsere Vorstellungskraft fliegt, indem sie uns in die Geschichten eintauchen lässt und wir mit den Figuren fühlen und uns in sie hineinversetzen, dies verbessert nicht nur unsere sprachlich-linguistische Intelligenz, sondern auch die intrapersonelle und emotionale Intelligenz. Wenn du intelligenter werden willst, verschlinge Bücher. Lesen ist eine der meist empfohlenen Aktivitäten der Hirngymnastik.

3. Verbessere dein Durchsetzungsvermögen und deine Intelligenz

Wie wird man intelligenter? Wie du schon weißt ist die emotionale Intelligenz mindestens ebenso wichtig wie die rationale Intelligenz. Das Arbeiten und Verbesserungen an deiner emotionalen Intelligenz werden deine intellektuellen Fähigkeiten zur Anpassung an die Umwelt deutlich verbessern und die auftauchenden Probleme effizienter lösen.

4. Um deine Intelligenz zu verbessern, mach die Dinge schwieriger

Wie wird man intelligenter? Das wird dir unsinnig erscheinen, aber sich die Zähne mit der anderen Hand zu putzen ist eine gute Art dein Gehirn zu trainieren. Wenn wir eine unserer Routineabläufe anders machen, zwingen wir unser Gehirn, neue Wege zu gehen, um zum selben Ergebnis zu kommen. So verhindern wir neuronale Einrostungen und schaffen es, neue Verbindungen zu ermöglichen und zu stärken.

5. Delegiere nicht so viel von der Intelligenz an Subunternehmer

Die an Subunternehmer vergebene Intelligenz ist jene, in der wir uns heute befinden. Mit einem einfachen Druck auf einen Knopf erhalten wir 83645776 Definitionen und Arten, die Dinge zu machen und Ergebnisse.

Wie wird man intelligenter? Du solltest vermeiden, deine gesamte intellektuelle Aktivität in die Hände von automatischen Übersetzern, Navigationssystemen, Taschenrechnern oder Suchmaschinen im Internet zu legen. Hör auf ein intellektueller Faulpelz zu sein, obwohl es dir die Gesellschaft so einfach macht.

Seit wann hast du keine mathematische Gleichung mehr gelöst, zum Beispiel den Preis des Abendessens im Kopf durch die Anzahl der Freunde geteilt?

6. Trainiere dein Gehirn mit CogniFit

Dieses Programm zur Hirnstimulierung wurde von der wissenschaftlichen Gemeinschaft validiert und wurde von einem kompletten Team von Neurologen und kognitiven Psychologen entwickelt, die die Prozesse der synaptischen Plastizität und Neurogenese untersuchen. Es sind nur 15 Minuten täglich (2-3 Tage pro Woche) nötig, um die kognitiven Fähigkeiten und Prozesse zu stimulieren.

CogniFit ist ein professionelles Werkzeug zum Hirntraining, das online nutzbar und sehr einfach zu gebrauchen ist. Durch verschiedene klinische Spiele bewertet das Tool die kognitiven Schwächen und Stärken der Person und schlägt automatisch ein kognitives Trainingsprogramm vor, das an die Bedürfnisse jedes einzelnen Individuums angepasst wird.

Du musst dich nur registrieren! Alle Spiele basieren auf klinischen Studien und professionellen psychologischen Tests zur Stimulierung und neuropsychologischen Rehabilitation. Sie wurden von Profis entwickelt, um dir zu helfen, deine mentalen Kapazitäten auf die Probe zu stellen und dein Gehirn herauszufordern. Die verschiedenen interaktiven Übungen sind als unterhaltsame Denkspiele verpackt, die du über den Computer spielen kannst. Nach jeder Sitzung zeigt die CogniFit eine detaillierte Grafik mit der Entwicklung deines Stands. Fang heute damit an!

Intelligenter werden mit CogniFit.

7. Um intelligenter zu werden, sprich mit dir selbst

Obwohl man von jeher Personen, die vor sich hin murmeln (oder brüllen) als verrückt ansieht, hat die Wissenschaft Beweise dafür gefunden, dass das Selbstgespräch sehr nützlich für deine Hirnaktivität ist. Wenn wir uns selbst Anweisungen geben, schaffen wir es die uns vorliegende Aufgabe zu vereinfachen und zusammenzufassen und so unsere Mittel und Fähigkeiten zur effizienten Lösung des Problems zu optimieren.

Wie man intelligenter wird? Zweifel nicht daran und sprich ab und zu mit dir selbst. Dein Gehirn wird es dir danken.

8. Intelligenter werden? Benutze Twitter

Du liest richtig. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass twittern unserer Synthese-Fähigkeit hilft und sie verbessert. Auf Twitter müssen wir unsere Meinung zu etwas auf präzise und zusammenhängende Art in nur 140 Buchstaben zusammenfassen und synthetisieren.

Wenn du Twitter nicht nutzen möchtest, kannst du einfach Papier und Bleistift nehmen und einen Gedanken mit dieser Platzbegrenzung überdenken. Wenn du das oft machst, wirst du dich wundern, wie du es nach und nach schaffst, in wenigen Worten zu sagen, was dir durch den Kopf geht.

9. Um intelligenter zu werden, lern eine andere Sprache

Ja, es ist ein sehr abgedroschener Ratschlag, aber ich wiederhole ihn, weil er dir wirklich helfen wird. Zweisprachig zu sein hat viele Vorteile. Ideal ist es, eine zweite Sprache als Kind zu lernen.

Wenn du eine neue Sprache lernst, erhöht sich die Dichte der grauen Materie deines Gehirns und du erledigst geistige Aufgaben besser als die Menschen, die nur eine Sprache kennen. Auf einer anderen Sprache zu denken eröffnet uns eine andere Sichtweise und somit unterschiedliche Lösungen für das gleiche Problem, denn die Sprache strukturiert unser Denken.

Auf dieselbe Art und Weise verbessert das Fernsehen und Lesen auf einer anderen Sprache die zerebrale Plastizität und hilft dir intelligenter zu werden. Wie man intelligenter wird: Warum versuchst du nicht mal, Serien und Filme in Originalversion zu sehen?

10. Wie wird man intelligenter? Umgib dich mit intelligenten Menschen

Man sagt, dass alles ansteckend ist, außer der Schönheit. Wenn du von intelligenten Menschen umgeben bist, wirst du dich selbst mehr ermutigen intelligenter zu werden: Um dem Gespräch zu folgen oder deine Meinung zum Thema zu sagen, über das ihr sprecht. Zusätzlich kannst du jeden Tag etwas Neues und Interessantes lernen, wenn du dich mit intelligenten Menschen umgibst.
Wenn ihr im Gegensatz dazu in deinem Umkreis über so bedeutende Dinge wie den aktuellen Popstar sprecht, rostet dein Gehirn wahrscheinlich ein und du wirst zu einem Zombie mehr mit gewaschenem Gehirn. Wie man intelligenter wird: Flieh vor banalen und unwichtigen Leuten, versuch weniger fernzusehen und mehr zu lesen und zu reisen. Dein Gehirn wird dir unglaublich dankbar sein.

Wie man intelligenter wird: Denk daran, dass Anstrengung und Hingabe erforderlich ist, um intelligenter zu werden. Deine kognitiven Fähigkeiten zu verbessern, um intelligenter zu werden ist keine einfache Aufgabe, aber sehr befriedigend. Motiviere dich, indem du diese Ratschläge in der Praxis umsetzt, und gib mit Köpfchen an!

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit

Multitasking – Ist es gut oder schlecht zwei Dinge gleichzeitig zu machen?

Ist Multitasking vorteilhaft oder schädlich? Wir machen alle häufig mehrere Dinge gleichzeitig, wir telefonieren über die Freisprechanlage, während wir fahren, schreiben eine Nachricht, während wir fernsehen … Es wurde behauptet, dass Multitasking schädlich ist und unser Gehirn zerstört, aber was ist da dran? Hier erklären wir dir, was Multitasking ist und welche Hirnmechanismen uns erlauben, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. In welchen Fällen ist Multitasking gut und in welchen sollten wir es vermeiden?

Multitasking

Manchmal, wenn wir mehrere Dinge gleichzeitig tun, denken wir, dass wir Zeit sparen und produktiver sind, aber was sagt die Wissenschaft dazu? In den letzten Jahren wurde viel zum Thema Multitasking geforscht und es scheint, dass viele der erhobenen Daten sich widersprechen. Hier klären wir dich auf: Ist es gut, zwei Dinge gleichzeitig zu machen oder sollten wir das vermeiden?

Was ist Multitasking? Multitasking besteht daraus, zwei Tätigkeiten gleichzeitig zu erledigen. Jedoch sind nicht alle Arten von Multitasking gleich. Es gibt viele Arten von Multitasking und jede hat ihre Vor- und Nachteile.

Welche Arten von Multitasking sind vorteilhaft und welche sollten wir vermeiden?

Wie für fast jede Frage dieser Art ist die Antwort “es kommt darauf an”. Es kommt auf die Art der Aufgaben an, die wir erledigen.

Paralleles Multitasking

Paralleles Multitasking: Steht im Zusammenhang mit der geteilten Aufmerksamkeit (die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf mehrere Reize gleichzeitig zu verteilen). Besteht daraus, zwei Tätigkeiten zur gleichen Zeit zu erledigen, wie beispielsweise unsere Handy zu nutzen, während wir einen Film sehen.

Unser Gehirn hat keinen unendlichen Arbeitsspeicher. Wir haben begrenzte Aufmerksamkeitsressourcen und sind nicht fähig, auch wenn wir es glauben, uns auf zwei wichtige Reize gleichzeitig zu konzentrieren. Das heisst, wir können nicht zwei kognitiv anspruchsvolle Aufgaben, die viele Ressourcen verbrauchen, gleichzeitig erledigen. Wenn wir beispielsweise unsere Nachrichten auf dem Handy lesen, während wir einem Freund beim Reden zuhören, wird das eine der beiden Tätigkeiten beeinträchtigen. Normalerweise hören wir auf, unserem Freund zuzuhören. Ausserdem kann das eine Verschlechterung der Beziehungen mit sich bringen, denn wie so du auch glauben magst, dass du deinem Freund und dem Handy gleichzeitig Aufmerksamkeit schenken kannst, das stimmt nicht.

Dennoch können wir wirkungsvoll zwei automatisierte Aufgaben machen, wie gehen und sprechen. Oder sogar eine automatisierte Aufgabe und eine andere schwierigere, wie fahren und Musik hören.

Unser Tipp: Wenn du mehrere Dinge erledigen musst, die du nicht automatisiert hast, ist es besser, wenn du zunächst eins und dann das andere erledigst. Wenn wir uns auf eine Aufgabe konzentrieren, erzielen wir gleichzeitig bessere Ergebnisse in jeder einzelnen, leisten mehr und brauchen weniger Zeit. Ausserdem können wir so unsere Stresslevel besser kontrollieren. Wenn es im Gegensatz dazu zwei automatisierte, einfache oder unwichtige Tätigkeiten sind, ist es kein Problem sie gleichzeitig zu machen. Wenn du mit Familie und Freunden zusammen bist, ist es besser, das Handy zur Seite zu legen und deine  volle Aufmerksamkeit auf sie zu richten.

Paralleles Multitasking

Serienmultitasking

Serienmultitasking hat mit der abwechselnden Aufmerksamkeit zu tun (den Fokus der Aufmerksamkeit zu wechseln). Es beinhaltet die Erledigung zweier Aufgaben zur gleichen Zeit, aber ein ständiger Wechsel zwischen ihnen. Zum Beispiel kann ich meine Notizen auf den Computer übertragen und wechsle dabei zwischen dem Lesen der Notizen und dem Tippen auf den Tasten hin und her.

Wenn es darum geht, zwischen mehreren Aufgaben stetig hin- und herzuwechseln, scheint es nicht ganz so einfach zu sein. Forscher von der Universität von Pennsylvania studierten die Aktivität des Frontallappens des Gehirns. Sie fanden heraus, dass die Fähigkeit einiger Personen, auf eine effektive Art zwischen zwei Aufgaben hin- und herzuwechseln, mit der kognitiven Flexibilität zu tun hat. Die kognitive Flexibilität ist die Fähigkeit, an verschiedene mögliche Lösungen für das gleiche Problem zu denken, sich an die Schwierigkeiten der Umgebung und an neue Situationen anzupassen.

In dieser Studie entdeckten sie, dass die Menschen, die besser zwischen einem Gedächtnistest und einem Kontrolltest hin- und herwechselten, höhere Werte bei der Restrukturierung von Verbindungen innerhalb des Frontallappens und mehr neue Verbindungen mit anderen Zonen des Gehirns aufwiesen.

Dennoch brauchen wir im Allgemeinen länger, wenn wir zwischen zwei Aktivitäten konstant hin- und herwechseln, als wenn wir eine und dann die andere machen. Wenn der Fokus der Aufmerksamkeit ständig wechselt, brauchen wir eine Weile, um uns wieder zu konzentrieren und das sorgt für einen Zeitaufschlag bei unseren Aufgaben.

Unser Tipp: Wenn du dazu fähig bist, effektiv zwischen zwei Aufgaben hin- und herzuwechseln und dich nicht schnell ablenken lässt, dann gibt es kein Problem, vor allem, wenn diese Aufgaben nicht so wichtig sind. Wenn die zu erledigenden Aufgaben wichtig sind oder du zu Alblenkungen neigst, ist es das Beste dich erst auf eine und dann auf die andere Aufgaben zu konzentrieren. Wir haben nicht alle die gleiche Fähigkeit, um zwischen einer Aufgaben und einer anderen hin- und herzuwechseln ohne uns ablenken zu lassen.

Digitales Multitasking

Digitales Multitasking geschieht ständig, wenn wir mehrere elektronische Geräte gleichzeitig nutzen und zwischen mehreren sozialen Netzwerken und Webressourcen hin- und herwechseln. Wir aktualisieren unseren Facebook-Status, während wir unser Lieblingsprogramm sehen, wir laden ein Foto bei Instagram hoch, während wir einen neuen Tweet schreiben oder eine E-Mail beantworten.

Digitales Multitasking kann kognitive Schwierigkeiten verursachen und unsere mentalen Funktionen schädigen. Studien behaupten, dass die Menschen, die Multitasking benutzen, verschiedene Informationsquellen in der Umgebung beachten ohne sich genug auf die wichtigste Information für die Aufgabe, die sie gerade erledige, zu fokussieren.

Nichtsdestotrotz wurde in einer Studie herausgefunden, dass digitales Multitasking ein paar Vorteile haben kann. Die Teilnehmer der Studie mussten eine visuelle Suchaufgabe erledigen, die von synchronisierten Geräuschen begleitet wurde oder nicht. Die Forscher sahen, dass Personen, die häufiger digitales Multitasking erledigten, die verschiedenen Formen der sensorischen Information besser integrieren konnten. Das heisst, sie machten die Aufgabe besser, wenn sie von Geräuschen begleitet wurde.

Laut einer anderen Studie hatten die Jugendlichen, die am meisten Zeit mit dem Wechseln zwischen verschiedenen digitalen Geräten und Aufgaben verbrachten, bessere Leistungen. Es ist möglich, dass man mit der Praxis die Kunst des Multitaskings beherrschen lernt. Die in dieser Multimedia-Welt geborenen Personen haben ihren Arbeitsspeicher entwickelt und verbessert. Sie erbringen bessere Leistungen in ablenkenden Umgebungen als wenn sie sich auf eine einzige Aufgabe ohne Ablenkungen konzentrieren müssen.

Unser Tipp: Es ist besser, digitales Multitasking nur in Momenten der Freizeit und Unterhaltung mit Technologie anzuwenden. Surf durch die verschiedenen sozialen Netzwerke, sieh fern und benutz dabei das Smartphone oder das Tablet … aber wenn es sich um wichtige Aufgaben handelt, ist es besser, sich nur auf eine einzige Sache zu konzentrieren. Wenn du schreibst, schreib, wenn du eine E-Mail schicken willst, konzentrier dich darauf. Denn wenn wir uns um mehrere Erledigungen gleichzeitig kümmern, kann uns das schnell ablenken und somit machen wir unsere Aufgabe schlechter.

Digitales Multitasking

Multitasking und Konzentrationsverlust – wie verhindern?

Manche Menschen, die ständig zwischen verschiedenen technischen Medien hin- und herwechseln können Schwierigkeiten dabei bekommen, sich nur auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Es kann sein, dass sie sich gestresst und überfordert von so vielen Reizen, um die sie sich kümmern müssen, fühlen.

Wissenschaftler der Universität von Wisconsin-Madison haben bewiesen, dass diejenigen, die intensiv Multitasking betreiben, von einer Meditationsübung profitierten, bei der sie sich an einen ruhigen Ort setzten und ihre Atemzüge zählten.

Die Achtsamkeitsmeditation hilft uns dabei, unsere Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu richten. Ihre Ausübung führt zu einer Verbesserung bei unserem Aufmerksamkeitslevel, weshalb es sinnvoll ist, dass sie die negativen Auswirkungen auf unsere Aufmerksamkeit neutralisiert, die intensives Multitasking mit sich bringt.

Die Achtsamkeit kann uns auch dabei helfen, das Multitasking zu vernachlässigen. Wenn wir uns auf eine Sache konzentrieren, kann uns das am Anfang komisch fühlen lassen, als wenn wir nicht genug machen würden. Nichtsdestotrotz wirst du die Welt mit anderen Augen seen, wenn du aus der Achtsamkeit einen Lebensstil machst und beginnst, den Dingen die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen. Du schätzt jeden Moment mehr, dein Wohlgefühl steigt, Nervosität und Stress verringern sich, deine Laune verbessert sich …

Finde hier mehr über die Achtsamkeitsmeditation und wie man sie praktiziert heraus!

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Multitasking und Achtsamkeit

Wie verbessere ich meine Laune? 10 Tricks für den Alltag

Oft ist unsere Stimmung nicht ganz so gut, wie sie sein könnte. Viele Situationen, die wir im Alltag erleben, überladen unser Gehirn, was uns Stress, Erschöpfung und schlechte Laune bereitet. Unsere Laune hängt stark von unseren Handlungen und unseren Gewohnheiten ab und darf nicht ignoriert werden, denn von ihr hängt unser Wohlbefinden ab. Für diese “niedergeschlagenen” Tage und depressiven Momente, haben wir dir hier 10 Tipps für das Verbessern deiner Laune zusammengestellt.

Wie die Laune verbessern

 1. Achte auf deine Gesundheit!

Im Laufe dieses Artikels werden wir einige Tipps dazu sehen, wie du deine Laune heben kannst. Aber vielleicht ist dieser erst der offensichtlichste und wichtigste: Achte auf deine Gesundheit! Es ist wichtig, dass du sowohl körperlich als auch emotional auf dich achtest. Körper und Verstand sind bidirektional und symbiotisch miteinander verbunden, sie zu misshandeln kann sehr negative Auswirkungen haben. Ein ungepflegter Körper kommt in einem erschöpfteren und weniger wachen Verstand zum Ausdruck.

Eine Veränderung unserer Gewohnheiten kann der erste Schritt zu einer Veränderung in unserem Kopf sein.

2. Sport verbessert unsere Stimmung

Sport zu machen ist eine gute Art unsere Laune zu heben. Jede körperliche Aktivität ist gut, nicht nur für unseren Körper, auch für unseren Verstand. Im Allgemeinen haben Menschen, die regelmässig irgendeine Art von körperlicher Aktivität ausführen, bessere Laune in ihrem Alltag.

Vielleicht ist es eher ein langfristiges Ziel Sport zu machen, aber dafür ist es sehr effektiv. Sport zu machen verbessert deine Gesundheit, was sich auf deinen Verstand auswirkt, es erhöht die Bereitschaft neue soziale Beziehungen einzugehen, beschäftigt deinen Verstand, erhöht den Optimismus und positive Gedanken, setzt Endorphine frei, löst Spannungen usw.

Obwohl es vielleicht im ersten Moment nicht wie eine erstrebenswerte Idee wirkt, vor allem wenn du bisher nicht gewohnheitsmässig Sport machst, ist das ein Ziel, dass uns helfen kann, unsere körperliche und geistige Gesundheit zu verbessern.

3. Einen Freund anrufen, der uns aufmuntern kann

Etwas sehr Empfehlenswertes, wenn man keine gute Laune hat, ist einen Freund oder eine Freundin anzurufen. Es wurden zahlreiche Korrelationen von psychologischem Wohlbefinden und dem Kontakt zu anderen Menschen gefunden. Ein reiches und qualitativ hochwertiges Sozialleben ist Medizin gegen psychologisches Unwohlsein. Soziale Kontakte und Unterstützung verschaffen uns eine wichtige Stütze, da sie sich dank der Bindungen, die die Gruppe bietet, positiv auf Gefühle der Selbstakzeptanz auswirken.

Das Alleinsein wird zum Feind, wenn wir deprimiert sind, deshalb ist es in solchen Situationen ideal, gute Gesellschaft zu suchen.

 

Wie die Laune heben? Freunde sind eine wichtige Unterstützung

4. Gut schlafen 

Vielleicht löst die Tatsache des Schlafens unsere Probleme nicht und verbessert unsere Stimmung genauso wenig. Aber es ist wahr, dass es schwere Konsequenzen nach sich ziehen kann, wenn wir unsere Schlafenszeiten vernachlässigen. Obwohl jeder Mensch eine individuelle Menge an Schlaf braucht, rechnet man, dass eine Abweichung vom Durchschnitt von 7-8 Stunden Schlaf zu Unwohlsein führt.
Viele Situationen im Alltang vermindern unsere Erholungszeit und, obwohl dies vielleicht auf den ersten Blick keine Folgen zu haben scheint, verschlechtert Schlafmangel unseren körperlichen und seelischen Zustand.

Die Studie “Schlaf und Lebensqualität” der Universität von Granada deckt die Folgen von Schlafdefizit auf. Eine unzureichende Erholungsphase kann von einem höheren Prozentsatz an depressiven Störungen und Angststörungen bis du einer höheren Zahl an Unfällen führen.

5. Analysiere dein Problem

Oft wissen wir noch nicht einmal, was mit uns los ist. Diese Situationen, in denen man auf dem Bett liegst, ohne Lust auf gar nichts zu haben. Das Problem zu entdecken ist der grundlegende Schritt um es zu lösen, und, obwohl das offensichtlich erscheint, geben wir uns dabei manchmal keine Mühe.

Um psychologisches Wohlbefinden zu erreichen und unsere Laune heben zu können, müssen wir einen Punkt zwischen unseren externen Bedürfnissen und unseren internen Motivationen (was wir wollen) finden. Häufig schreiben wir eine negative Situation einem externen Faktor zu, wenn in Wirklichkeit in unserem Kopf etwas schiefläuft.

Wir ein bekanntes Sprichwort sagt: “Nicht der ist glücklich, der am meisten hat, sondern der, der am wenigsten braucht”. Wie wir im nächsten Absatz sehen, kann ein schlechtes Ehrgeizmanagement zu Stress führen, was wiederum ein grosser Ballast für unsere Gemütslage ist.

6. Es gibt bessere und schlechtere Leute als dich. Entscheide, mit wem du dich vergleichst

Obwohl das nicht so schön klingt, ist es wahr, dass der soziale Vergleich ein entscheidendes Element für unsere Persönlichkeitsbildung, unser Selbstwertgefühl und unsere Stimmung ist. Meistens vergleichen wir uns unbewusst mit Menschen, denen es schlechter geht als uns, um unsere Handlungen zu unterlegen (eine Art fiktives Rückenklopfen, um zu wissen, dass es “uns gut geht”). Aber manchmal legen wir unser Augenmerk wegen schlechterer Laune auf Dinge, auf die wir nicht achten sollten. Ein Vergleich nach oben kann uns frustrieren und uns somit deprimieren und unsere Laune verschlechtern.

Du darfst nicht enttäuscht sein, weil es Leute über dir gibt, es wird immer jemanden über und jemanden unter dir geben. Wie im nächsten Absatz erklärt wird, muss man lernen, sich mit seinen eigenen Ziele zu beschäftigen.

7. Beschäftige dich mit deinen Zielen, um deine Laune zu heben

Wie in den Absätzen oben erwähnt verschlechtert sich unsere Gemütslage oft wegen Stress und Frustration. Diese beiden Begleiter sind so gewöhnlich, dass sie auftauchen, sobald wir deprimiert sind. Häufig setzen wir uns bei der Verfolgung eines Zwecks zu hohe Ziele in einer begrenzten Zeit. Beispielsweise gibt es Menschen, die es deprimiert, Diät zu machen, wenn sie nach einer Woche noch keine Ergebnisse sehen.

Wenn du dich schlecht oder niedergeschlagen fühlst, denk daran, was du machst und an die Ziele, die du dir vorgenommen hast, und gib dir selbst mehr Raum und hab weniger Erwartungen an dich. Manchmal sind wir selbst unsere schlechtesten Chefs.

Die Personen, die am zufriedensten mit ihren Leben sind, sind diejenigen, die kurz- oder mittelfristig leichter erreichbare Ziele haben und somit einfacher unmittelbare Belohnungen bekommen.”.

Achte darauf, wohin du dein Augenmerk legst und schalte einen Gang zurück, sollte es notwendig sein.

8. Hör Musik, um deine Laune zu verbessern

Es hört sich wie ein Mythos an, aber es ist erwiesen, dass die Musik auf einem tiefen emotionellen Niveau mit unserem Verstand verbunden ist. Nach einer Studie der Universität von Murcia bringt uns die Musik im Allgemeinen “zu einer Reharmonisierung unseres Gemütszustandes und unserer Gefühle”.

Die Musik ist dazu fähig, einen bestimmten Gemütszustand in uns zu erwecken und hat eine immense Macht aus diversen Gründen (Musik für das Gehirn). Einerseits assoziieren wir die Musik normalerweise mit einem eigenen Gefühl und genau wie wir in fröhlichen Momenten dieses Gefühl mit einem Musikstil begleiten, gibt diese Assoziation der Musik die Macht, den Prozess umzukehren, und so kann das Hören eines Lieds das gleiche Gefühl entstehen lassen. Andererseits wirken Komponenten der Musik wie Rhythmus, Ton oder Melodie direkt auf uns, ohne dass eine Assoziation notwendig wäre: Sie verringert die Nervosität, die Herzfrequenz, entspannt uns etc.

Es ist unglaublich, was ein bisschen Musik in unserem Kopf anstellen kann.

9. Lebensmittel zur Verbesserung der Laune

Einige Lebensmittel verbessern unsere Laune

Eins darf man nicht verwechseln. Eine schwere Zeit löst sich nicht durch “Essen um des Essens willen”. Kompulsives Essen ist vor allem miserabel für unseren Körper und unseren Verstand. Ausserdem kann die Assoziation des Gemütszustands mit dem Essen Essstörungen (Bulimie, Magersucht etc.) hervorrufen.

Trotzdem gibt es gewisse Lebensmittel, die dank ihrer Beschaffenheit direkt auf unsere Laune wirken:

  • Schokolade: Die verschiedenen Zutaten dieses Lebensmittels bringen uns zahlreiche Vorteile. Schokolade erhöhrt die Serotoninlevel (das Glückshormon), hat einen anregenden Effekt auf den Organismus, dient als natürliches Schmerzmittel, steigert die Leistungsfähigkeit und regt den Kreislauf an. Ausserdem, und daher rührt die Bezeichnung Liebesdroge, erzeugt sie das Hormon, dass sonst nur im Zustand der Erregung freigesetzt wird.
  • Die Banane: Die hohe Zahl an in der Banane enthaltenen Nährstoffen liefert einen Energieanstieg in unserem Körper und ausserdem erhöht sie das Serotoninlevel, wie die Schokolade, und begünstigt eine optimistische Stimmung.

Es gibt noch viele andere Lebensmittel, die unsere Stimmung verbessern (z.B. die Ananas). Die weiter unten erwähnte Studie weist viele Beispiele auf.

10. Schlecht zu essen verschlechtert unsere Laune

Wenn wir von Lebensmitteln, die für eine bessere Stimmung sorgen, sprechen, sollten wir auch auf diejenigen hinweisen, die sie verschlechtern.

Alle verarbeiteten Lebensmittel oder Lebensmitten mit hohem Anteil an gesättigten Fetten etc. hemmen die Dopaminproduktion im Gehirn (“der Motor unseres Organismus”).

Junkfood ist auch verhängnisvoll für unseren Körper und Verstand, aufgrund der Nährstoffe, die es enthält und die wir oben schon erwähnt haben. Unter anderem lässt es uns erschöpft fühlen und macht es uns aufgrund der Hemmung der Dopaminproduktion schwer, positive Gefühle zu empfinden.

Die Studie über Ernährung von der Universidad Nacional Autónoma de México schlägt spezielle Ernährungsformen und Lebensmittel vor, die sich auf unsere Stimmung auswirken.

Die Qualität der Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, hat Auswirkungen auf die Qualität unseres Organismus.

 

Quelle: Mario de Vicente, Psychologe bei CogniFit.

 

 

Was bedeutet Somatisierung? Der Körper spricht, wenn der Geist schweigt.

Somatisierung – der physische Ausdruck psychischen Unwohlseins. Es ist möglich, dass du so einen Fall kennst oder es dir sogar selbst passiert. Schmerzen und körperliches Unwohlsein, die ohne identifizierbare ärztliche Erklärung auftreten. Wiederkehrende und nicht zu rechtfertigende Symptome, die das Leben der Betroffenen negativ beeinflussen. Mairena Vázquez, Psychologin, erklärt was Somatisierung bedeutet, welche Personen anfälliger für Somatisierungsprobleme sind, welche die am häufigsten zu findenden Symptome sind und zuletzt informiert sie dich über einige Schlüssel zur Vermeidung der Somatisierung und über die besten Behandlungsmöglichkeiten. Lies weiter!

“All unsere Emotionen meißeln sich in unseren Körper” (Boris Cyrulnik).

Wenn der Verstand schweigt, spricht der Körper

Was ist Somatisierung?

Wie Juvenalis sagte: “Geistige und körperliche Gesundheit gehen immer Hand in Hand”.

Somatisierung lässt sich als das unfreiwillige Umwandeln von psychischen Problemen in organische Symptome definieren.

Psychosomatische Probleme können durch Stress, emotionale Probleme oder negative Gefühle entstehen.

Heutzutage leben die meisten von uns sehr hektisch, was uns viel Stress bereitet, wir haben oft emotionale Probleme (Nervosität, Depression, familiäre Probleme, …) und wir sind von negativen Gefühlen (Ärger, Eifersucht, Neid, …) umgeben.

Die körperlichen Symptome, die entstehen, wenn wir ein hohes Stresslevel und/oder emotionale Probleme haben, lösen scheinbar unerklärliche Schmerzen in Unterleib oder Kopf aus, Übelkeit, Erbrechen, gastrointestinale Probleme, … die Schwierigkeiten am Arbeitsplatz und im Sozialleben bereiten. Dies kennt man unter dem Namen Somatisierung.

Somatisierung ist der körperliche Ausdruck des psychischen Unwohlseins. Es ist kein psychisches Problem, sondern eine Folge der Verbindung zwischen Psyche und Körper.

Vielleicht sehen wir uns dazu besser ein Beispiel an:

Versetzen wir uns in die Lage von Tim. Tim verspürt seit einiger Zeit Magenschmerzen, hat Durchfall und Blähungen … besonders in Phasen, in denen er sich durch seine Arbeits- und Familiensituation gestresster fühlt. Er arbeitet Tag und Nacht, um seine Frau und Kinder unterhalten zu können. Außerdem ist seine Familiensituation sehr beeinträchtigt, er hat konstant Streitigkeiten mit seinen Brüder und Eltern, was ihn sehr erschöpft. Er stellt hohe Ansprüche an sich selbst und ist unfähig um Hilfe zu bitten, auch wenn er weiß, dass er nicht mehr kann.

All diese negativen Emotionen beeinflussen Tim Tag für Tag und bewirken, dass ihm die Situation körperliche Symptome, vor allem im Verdauungsbereich, bereitet. (Jeder von uns hat einen wunden Punkt im Körper, und dort greift der Druck an.)

Der Körper kümmert sich darum, die Emotionen auszudrücken, die wir empfinden. Wenn die Emotionen nicht ausgedrückt werden können, werden sie somatisiert.

Somatisierung ist der körperliche Ausdruck des psychischen Unwohlseins

Anders gesagt, der psychische Konflikt wird manchmal auf den Körper umgeleitet, damit er ohne psychisches Leiden gelöst werden kann.

Es ist kompliziert für Menschen zu akzeptieren, dass unsere Psyche diese Störung hervorruft. Das Problem vergrößert sich, wenn die betroffenen Personen diagnostiziert und mit diversen Medikamenten behandelt werden und die wichtige Rolle, die Psychologen bei diesen Beratungen spielen, komplett außer Betracht gelassen wird.

Die Medikamente (Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, …) können Abhängigkeit und psychosomatische Symptome, die das Problem noch vergrößern, bei den Menschen, die unter Somatisierungsstörungen leiden, hervorrufen.

Eine andere Art zu somatisieren entsteht beim Zuhören der ärztlichen Analysen. Auf eine unbewusste Art und Weise werden die Symptome somatisiert und es entsteht eine Krankheit, indem der geistige Konflikt in einen körperlichen verwandelt wird. Roberto Salazar (Arzt) sagte folgendes: “Während sie der Erklärung zuhören, beginnen sie sich Sorgen zu machen und zu glauben, dass ein Risiko der Erkrankung des Organismus besteht, auch wenn es in Wirklichkeit unwahrscheinlich ist, dass sie eine Krankheit bekommen”.

Ein Beispiel, um es besser zu verstehen …

Stell dir vor, du hast etwas gegessen, das dir nicht gut bekommen ist und du beginnst, Übelkeit, Durchfall und Magenschmerzen zu verspüren. Du fängst an, Information darüber, was du im Moment fühlst, zu suchen und findest eine Unmenge an Krankheiten. Automatisch nimmt deine Psyche auf, dass du eine Krankheit hast und du merkst, wie du dich körperlich immer schlechter fühlst. In diesem Moment sagt dir dein Kopf, dass du krank bist und du glaubst es.

Somatisierung. Medikamente können Abhängigkeit erzeugen.

Welche Menschen anfälliger für Somatisierung sind

Es gibt einige Persönlichkeitsmerkmale und bestimmte Situationen, die bewirken, dass einige Menschen dazu neigen, mehr Somatisierungsprobleme als andere zu haben. Unter diesen können wir finden:

  • Bestimmte Persönlichkeitsmerkmale wie eine hohe negative Affektivität (Personen, die anfällig für Ängste und persönliche Unzufriedenheit sind), egozentrische und in sozialen Beziehungen abhängige Personen.
  • Meistens sind es negative, pessimistische Menschen mit einer Tendenz zur Schwarzmalerei.
  • Es kommt häufiger bei Frauen vor, obwohl dies kulturabhängig ist.
  • Somatisierung und Stress sind oft miteinander verbunden.
  • Es kann bei Personen mit schwachem Immunsystem auftreten, denn sie können sich so fühlen, als ob sie keine Kontrolle über ihren Körper haben und das macht sie anfälliger für Krankheiten.
  • Es wurden viele Fälle von Somatisierung beobachtet, bei denen die Betroffenen unter einer psychischen Störung wie Angst und/oder Depression litten.
  • Frustration nach mehrmaligen Diagnoseversuchen und Behandlungen ohne Erklärung des Problems.

Persönlichkeitsmerkmale Somatisierungsprobleme

Somatisierung: Was sind die Symptome

Laut diversen Untersuchungen kommen Hunderte von Menschen mit verschiedenen gastrointestinalen oder sexuellen Problemen und Problemen des Atmungsapparates und sogar neurologischen Problemen, die durch Somatisierung verursacht wurden, ins Krankenhaus. Für diese Personen gibt es weder ein genaues Krankheitsbild noch haben sie Infektionserreger, aber sie weisen Symptome auf, die ihnen Unwohlsein und vor allem Sorgen bereiten.

Die Personen, die Somatisierungsproblem haben, leiden unter vielfältigen Symptomen. Einige sind so schwer, dass sie körperliche Probleme wie folgende auslösen können:

  • Gastrointestinale Symptome: Durchfall, Aufgeblasenheit, Lebensmittelunverträglichkeiten, Unterleibsschmerzen, Blähungen, Darm- und Magengeschwüre, …
  • Sexuelle Symptome: Sexuelle Unlust, Anorgasmie, Libidoverlust, Impotenz, Unregelmässigkeiten bei der Menstruation …
  • Atmungs- und Kardiosymptome: Atmungsschwierigkeiten, Schwindelgefühle, Schmerzen in Brust und Rücken, Tachykardie, arterieller Bluthochdruck, Gefühl des Ertrinkens und Erstickens …
  • Neurologische Symptome: Muskelschwäche, Krämpfe, Amnesie, Ohnmacht, einseitige Kephalgie …

Somatisierungsprobleme.

Wie hört man auf, Probleme zu somatisieren?

Man sagt, dass der menschliche Körper eine perfekte Maschine ist. Deshalb sendet er uns Signale, wenn es eine Schwierigkeit in unserem Inneren gibt, damit wir darauf aufmerksam werden. Was können wir tun, wenn unser Körper uns Signale sendet?

  • Einen Blick zurückwerfen und nachdenken, wie wir uns fühlen und warum wir uns so fühlen. Vielleicht können wir so die Dinge aus einer Perspektive sehen, die uns hilft “den Konflikt zu lösen”.
  • Es ist wichtig, in Worte zu fassen, wie wir uns in jedem Moment fühlen. Wenn wir jedes Ding beim Namen nennen, wissen wir, was mit uns los ist und fühlen uns indirekt physisch und psychisch besser.
  • Verabschiede dich von den negativen Gefühlen. Lerne aufzuhören, negativ zu denken und negative Emotionen zu erkennen, wie zum Beispiel Unmut oder Groll. Eine der besten Techniken dafür ist die Vergebung. Natürlich ist es manchmal kompliziert zu verzeihen, aber denk daran, dass du dich besser mit dir selbst fühlen wirst, befreiter, wenn du es machst. Denk immer daran, dass du deine Gefühle kontrollierst, nicht umgekehrt.
  • Vermeide Situationen, die dir Stress und Unwohlsein bereiten. Du hast schon gemerkt, dass Stress deinen seelischen Zustand beeinflusst. Beobachte die Situationen, die ein Stressgefühl in dir auslösen und versuch sie so gut wie möglich zu vermeiden. Wer den Stein vermeidet, vermeidet es zu stolpern. Finde heraus, wie Stress unser Gehirn beeinflusst und welche Stressformen und – symptome existieren.
  • Verändere Gewohnheiten, ändere deinen Lebensstil: Wenn du weißt, dass bestimmte Dinge dir Stress bereiten, vermeide sie. Versuche mehr mit deinem Freundeskreis auszugehen, die soziale Unterstützung ist sehr wichtig. Sport und der Kontakt mit der Natur können von großer Hilfe sein.
  • Sprich dich aus und wenn du weinen musst, weine: Mit den nahestehenden Personen über unsere Probleme und Sorgen sprechen ist sehr ratsam. Und wenn du das Bedürfnis zu weinen verspürst, tu es. Unterdrück deine Gefühle nicht. Weinen hat viele psychologische Vorteile.
  • Das Leben lebt sich besser mit einer positiven Einstellung: Wusstest du, dass die Entwicklung einer jeden Krankheit oder eines Leidens durch die Haltung, die wir einnehmen, beeinflusst wird? Wenn wir eine negative Einstellung haben und denken, dass alles Schlechte immer uns passiert, werden unsere Chancen auf Besserung weniger. Deshalb bewirkt eine positive Haltung, dass unser Herzrhythmus sich reguliert und sogar, dass wir einige Probleme und Schmerzen vergessen.

Was tun, um Somatisierung zu vermeiden? Gesunder Geist in gesundem Körper.

Behandlung Somatisierung

Wir können das Erleiden einer Krankheit als Signal sehen, das uns der Körper sendet, damit wir unsere Verhaltensweisen und Gewohnheiten ändern. Man kann dies wie ein Fehlersignal eines Fahrzeuges oder Haushaltsgerätes interpretieren, die anzeigen, das etwas repariert werden muss oder aufgehört hat zu funktionieren.

Deshalb sollte man als Erstes die Situation ausfindig machen, die nicht gelöst werden konnte und dann Lösungsformen suchen. Es ist notwendig, das Leiden der Person zu verstehen, denn obwohl ihre Haltung übertrieben scheinen kann, ist das Leiden echt.

Bei vielen Gelegenheiten versucht man nur sich nur um die körperlichen Symptome zu kümmern und falsche Diagnosen werden gestellt, was wiederum zu schädlichen Behandlungen führt. Die richtige Behandlung ist sehr schwierig, denn derjenige, der an Somatisierung leidet fühlt sich meistens frustriert, wenn man ihm sagt, dass das Problem eher psychologischen Ursprungs ist. Deswegen ist die empfehlenswerteste Behandlung die jenige, die sich aus Arzt – Psychologe – Patient zusammensetzt.

Die Rolle der Psychologen bei Krankheiten und psychosomatischen Problemen ist lebenswichtig. Es wurde festgestellt, dass die kognitive Verhaltenstherapie der Schlüssel für gute Ergebnisse ist.

Ein wichtiger Teil der Behandlung beruht auf der Psychoedukation, die der Psychologe mit dem Patienten durchführen sollte. Es ist wichtig, die Überzeugungen und die damit verbundenen Verhaltensweisen ausfindig machen zu können, damit die Person dazu fähig ist, sich den Ursachen zu stellen, von denen das Problem herrührt. Außerdem ist Entspannungstraining und Arbeit daran, sich dem Problem zu stellen und es zu lösen, sehr wichtig.

Zu guter Letzt ist es grundlegend, an der Vorbeugung für mögliche Rückfälle zu arbeiten und eine Zeit lang Überwachung durchzuführen.

Quelle: Mairena Vázquez, Psychologin bei CogniFit.

Mittagsschlaf halten: 10 Vorteile für Gehirn und Gedächtnis

Was ist die beste Art, unser Gehirn wieder in Schwung zu bringen und uns von der Erschöpfung zu erholen? Mittagsschlaf halten aktiviert das Gehirn und verbessert die Wachsamkeit, das Gedächtnis, den Sinn für Humor oder die Kreativität. Geschichtlich und kulturell in allen 5 Kontinenten bekannt, ist die “Siesta-Kultur” mit aller Wucht zurückgekommen. Gibt es den perfekten Mittagsschlaf? Welche seine Hauptvorteile sind und wie man ihn schafft … der Psychologe Pablo García Bartolomé zeigt dir 10 Tatsachen, die du kennen musst, um deine Gehirnressourcen maximal zu pflegen und zu optimieren, während du schläfst.

Mittagsschlaf zu halten aktiviert das Gehirn und sich von der Müdigkeit erholen.

1. Warte nicht, bis du erschöpft bist, um einen guten erquickenden Schlaf zu genießen

Es ist nicht sinnvoll zu warten, bis man total kaputt ist, um einen Mittagsschlaf zu halten. Häufig wird körperliche Ermüdung mit der Lust zu schlafen gleichgesetzt. Nichtsdestotrotz spielt die mentale Beanspruchung eine entscheidendere Rolle bei den Schlafrhythmen. Im Laufe des Tages sammelt sich im Gehirn ein Hormon (Adenosin) an, dass die Gehirnaktivität bremst und den Schlaf einleitet. Also, wenn du schlafen gehst, ist das die Gelegenheit, deine Reserven mit Energie (Glukogen) aufzuladen und die Präsenz dieses Hormons zu verringern.

Mittagsschlaf halten:

Es wird ein Verhältnis von 15 Minuten Entspannung für 2-3 Stunden Aktivität empfohlen. Eine andere Kombination mit guten Ergebnissen ist ein Mittagsschlaf von 2 Stunden pro 9-10 Stunden Wachzustand. In jedem Fall scheint es vorzuziehen sein, im Voraus zu Mittags zu schlafen(bevor man erschöpft ist) als zur Abhilfe (nach der Erschöpfung) zu machen.

2. Wie man einen guten Mittagsschlaf hält: Schlafen aktiviert das Gehirn

10 oder 15 Minuten Mittagsschlaf helfen dir, dein Aufmerksamkeitslevel für mindestens 3-4 Stunden zu erholen. Aber es ist sehr wichtig, in welcher Postur du schläfst. Abgesehen von den Hormonen können die Wissenschaftler den Zustand des Gehirns auch über seine elektrische Aktivität erkennen (EEG). Zum Beispiel stellen die elektrischen Wellen P300 das Aufmerksamkeits- und Wachsamkeitslevel dar. Die Monotonie des Tages oder die Erschöpfung können dafür sorgen, dass die Aktivität dieser “Aufmerksamkeitswellen” reduziert wird. Möchtest du wissen, wie du die “Hirnfrequenz” und deinen Wachsamkeitszustand zurückgewinnen kannst?

Mittagsschlaf halten:
Laut einigen Studien ist die klassische waagerechte Lage (auf dem Bett liegen) die optimale Art, sich von der Müdigkeit zu erholen und das Wachsamkeitslevel wiederherzustellen. Andere Positionen wie sich über die Knie beugen oder sich an einem Sitz anlehnen verursachen ein subjektives Gefühl der Erholung von der Erschöpfung, haben aber keine wirklichen Effekte auf physiologischer Ebene.

3. Verbessere die Erholungsqualität: Erschaffe eine Routine

Wenn du zu den Menschen gehörst, die regelmäßig Mittags schlafen (2-3 mal pro Woche), hast du Glück. Ohne Zweifel hat das mittägliche Nickerchen reichlich Vorteile für den Organismus und das Gehirn. Es ist eine gesunde Gewohnheit, die dabei hilft, das Immunsytstem zu stärken, die Erholung von der Erschöpfung vom Tag erleichtert, die Motivation erhöht und die Laune verbessert … Aber es erfordert einiger Anweisungen, um es richtig zu machen

Mittagsschlaf halten:
Die beste Uhrzeit ist in der Mitte des Tages, wenn dein Aktivationslevel niedrig ist. Bereite ein ruhiges Zimmer vor, mit einem Bett, wenn möglich frei von Lärm und mit wenig Licht. Versichere dich, dass eine angemessene Temperatur herrscht, oder bedecke deinen Körper mit einer Decke. Zwischen 10 und 15 Minuten können genug sein, um dein Aktivationslevel zu erholen und deine Energie zurückzugewinnen.

4. Ein kurzer Mittagsschlaf nach einer intensiven geistigen Tätigkeit

Die wirkliche Erholung bekommt das Gehirnn in Tiefschlafphasen: Diese beginnen, wenn du mehr oder weniger 25 Minuten lang schläfst. Es sind Phasen des Abschaltens, in der die Neuronenaktivität und der Blutfluss im Gehirn sinkt. Wenn du dich intensiv kognitiv angestrengt hast, sei es weil du mehrere Stunden studiert hast oder Tätigkeiten wie Museumsbesuche, Zeitunglesen oder einen Film sehen nachgegangen bist … braucht dein Gehirn Erholung von dieser Extra-Anstrengung. Wie kannst du dich erholen? Musst du einen längeren Mittagsschlaf halten?

Mittagsschlaf halten:
Es ist nicht notwendig einen längeren Mittagsschlaf zu machen, wenn die ausgeführte Aktivität (z.B. für eine Prüfung lernen) an diesem Tag besonders intensiv war.

Sagen wir, dass das Gehirn die Zonen identifiziert, die am meisten beansprucht wurden und es erleichtert, dass diese schneller in Tiefschlaf versetzt werden. Mit einem Nickerchen von 10, 15 oder 20 Minuten hilfst du deinem Gehirn sich von der Erschöpfung zu erholen.

5. Stärke deine Erinnerungen im Gedächtnis mit einem guten Mittagsschlaf

Gut zu schlafen verbessert die Erinnerungsfähigkeit. Und … wie glaubst könnte dir Mittagsschlaf zu halten helfen, ein gerade gelerntes Thema zu speichern? Zunächst solltest du wissen, dass der Tiefschlaf oder Schlaf der langsamen Wellen (denk daran, nach 25 Minuten) Schlüsselfunktionen in der Verfestigung der Erinnerungen hat. Aber, die Art von Information hat auch einen Einfluss. Schauen wir mal …

Mittagsschlaf halten:

Pass die Zeit an die Art der durchgeführten Aktivität an. Zum Beispiel, nach einer einzigen Lektüre kann für die Aufnahme des Gelesenen ein kurzer Mittagsschlaf von 25-30 Minuten genug sein. Auf der anderen Seite, wird das Auswendiglernen durch Wiederholung durch tieferen Schlaf begünstigt, ungefähr 60 Minuten, um diese Information gut “aufzunehmen”.

6. Mittagsschlaf zu halten kann dir helfen, deine Impulsivität zu verringern

So ist es. Es handelt sich um eine Pilotenstudie, aber es scheint, dass der Mittagsschlaf ein perfektes “Gegenmittel” gegen die negativen Gefühle ist, die du im Laufe des Tages angesammelt hast. Tatsächlich gehört der programmierte Mittagsschlaf zu einigen Behandlungen für Impulsivität, Süchte oder Drogenabhängigkeit. Wir wissen, dass in den ersten 15 Minuten des Schlafs (Phase 1) die Neuronen des Präfrontalen Cortex, wo sich die exekutiven Funktionen befinden, “entspannt”. Dies erlaubt uns, unsere Fähigkeit zur Impulskontrolle und unsere Frustrationstoleranz zurückzugewinnen.

Mittagsschlaf halten:
Wenn dein Arbeitsplatz einen hohen Grad an Aufmerksamkeit und Entscheidungskompetenz erfordert, wie zum Beispiel bei Wirtschaftlern, Ärzten oder Piloten, solltest du darüber nachdenken, einen Mittagsschlaf von 20 Minuten in der Mitte des Tages zu halten: Das Wachsamkeitslevel erholt sich in 3 Stunden, das höhere Denken (z.B. Mathematik) in einer Stunde und das Selbstvertrauen in 2 Stunden.

7. Vertrau deinem Gehirn, während du schläfst: Das Gehirn weiß, wie man Prioritäten setzt

Stell dir zwei Arten von Nachrichten vor: Eine mit emotionaler Ladung (“das Haus, wo du gelebt hast, wurde niedergerissen”) und eine andere akademischen Stils (“lerne einen Text mit Hinsicht auf eine Prüfung nach dem Mittagsschlaf auswendig”). Während du einen kurzen Mittagsschlaf hältst, kümmert sich dein Gehirn an erster Stelle darum, die Information mit Bezug auf die Prüfung “aufzunehmen”. Warum? Weil es dazu fähig ist, Prioritäten dafür einzuräumen, was für deine nächste Zukunft wichtiger ist (für dein Überleben, wenn du es so bevorzugst) und somit die Verfestigung genannter Erinnerungen zu begünstigen.

Mittagsschlaf halten:

Kennst du Klarträume? In einem Klartraum hast du die Kontrolle oder die halbe Kontrolle, während du schläfst. Du kannst dir überlegen, was du dir während des Traums als Ziel setzen möchtest und dieses identifizieren, während du schläfst, um deinen Traum zu lenken. Aber glaub nicht, dass das so einfach ist, dazu braucht man viel Training.

 

8. Werde ein glücklicherer Mensch, während du Mittagsschlaf hältst

Wie du gesehen hast, kann ein Mittagsschlaf die Erschöpfung verringern und das Gedächtnis oder die Leistung verbessern. Aber was passiert mit den Gefühlen während des Schlaf am Mittag? Mittagsschlaf zu halten erhöht die Zahl und den Grad an positiven Gefühlen, du wirst einen Energieschub spüren, dich motivierter fühlen und einen Anstieg des Glückgefühls erleben.

Mittagsschlaf halten:
Da die emotionale Beanspruchung durch negative Erfahrungen sich im Laufe des Tages ansammelt und uns anstrengt, können wir mit einem kurzen Schlaf von 15 Minuten an einem ruhigen Ort den “Gefühlsrucksack” leeren und unsere Stimmung erfrischen.

Aktiviere dein Gehirn und erhole dich von der Erschöpfung: Der superschnelle Mittagsschlaf von 6-7 Minuten.

9. Aktiviere dein Gehirn im Expressverfahren!

Sogar ein superschneller Mittagsschlaf zwischen 6-7 Minuten nach dem Lernen einiger Wörter oder eines Textes kann genug sein, um eine nachfolgende Erinnerungsprobe besser auszuführen (im Vergleich dazu, diese Erholung nicht gehabt zu haben).

Mittagsschlaf halten:
Wenn du erschöpft bist, energielos in der Mitte des Tages, oder besser noch, wenn du vorhersiehst, dass du einen Energieabstieg haben könnest, wäre es sehr empfehlenswert, dem mit einem superschnellen Mittagsschlaf entgegenzuwirken. In asiatischen Ländern wie China und Japan kommt es oft vor, dass man eine Person in der Öffentlichkeit schlafen sieht.

 Die Position: nach vorne über die Knie gebeugt. Also … nutz einen Stuhl, den Computertisch, eine Bank, den Auto- oder Zugsitz … entspanne dich bei einem schnellen Schlaf!

10. Führe den Mittagsschlaf sicher durch!

Manche Menschen beschweren sich über Nebeneffekte wie Verwirrtheit, Schläfrigkeit am Tag oder Schwierigkeiten, nachts einzuschlafen. Dies nennt sich “Trägheit des Schlafs”. Außerdem existieren einige Risikofaktoren wie das Alter oder das Risiko einer Herz- und Gefäßkrankheit, die man beachten sollte. Wenn das dein Fall ist, ist es empfehlenswert Vorkehrungen zu treffen und einen Experten in Schlafmedizin um Rat zu bitten.

Tipps für den Mittagsschlaf:
– Versuch nicht zu spät zu schlafen, mittags oder kurz nach dem Mittagessen ist die beste Zeit.
– Setze eine Zeit dafür an, improvisiere nicht.
– Versuch, deinen Körper an eine Routine zu gewöhnen.
– Schlafe nicht mehr als 60 Minuten. Ein kurzer Mittagsschlaf (20 Minuten) bringt mehr

gesundheitliche Vorteile mit sich und reduziert das kardiovaskuläre Risiko.

Die angesammelten oder verpassten Schlafstunden, die Helligkeit-Dunkelheit-Kreisläufe, Schlafprobleme … sind nur einige von vielen Faktoren, die man beachten sollte und in diesem Artikel nicht vorkamen. Aber unter normalen Bedingungen können dir diese 10 Ratschläge für den Mittagsschlaf helfen, deine Lebensqualität zu verbessern.

Gemeinsam mit der Ernährung und Sport ist der Schlaf eins der grundlegenden Mittel für die Erhaltung eines gesunden und natürlichen Lebensstils. Letzten Endes, “schlafen”. Wie auch immer und wie kurz auch immer. Aber ohne dass du dir das Genick brichst natürlich!

Referenzen: Fundamentos Fisiológicos de la Conducta (Carlson, N. R; Rámos Platón, M. J.)

Quelle: Pablo García Bartolomé, Psychologe bei CogniFit.

Positive Psychologie: 7 Tricks. So wird man optimistischer und glücklicher

Positive Psychologie: Was denkst du über das Glück? Was macht dich glücklich? In den Köpfen von vielen von euch ist jetzt vielleicht das Wort Geld aufgetaucht, und na ja, das kann uns glücklich machen! Aber die Studienlage zeigt, dass der Einfluss von Geld kleiner ist, als man vielleicht annehmen würde. Entdecke 7 Tricks der positiven Psychologie, um deinen Optimismus und deine positiven Gefühle zu fördern:

Experten behaupten, dass das Glück von drei Faktoren abhängt: 50% davon sei genetisch bestimmt, 10% sind die Ereignisse unseres Lebens und 40% das, was wir machen, um glücklich zu werden.

Das bedeutet, dass wir viel Spielraum haben, um an unserem eigenen Wohlbefinden zu arbeiten. Und wie können wir das tun? In diesem Post gebe ich euch die Schlüssel dafür:

Was ist die positive Psychologie?

Die Positive Psychologie ist ein neuer Zweig der Psychologie, der die positiven Gefühle und die gesundheitlichen Aspekte untersucht, die beim Menschen gefördert werden können, um ein höheres Wohlbefinden, Glück und bessere Lebensqualität zu erreichen.

Die Freude, der Optimismus, der Humor, der Stolz, die Hoffnung etc. sind Beispiele von positiven Gefühlen, die, gut bearbeitet und gefördert, zu einem höheren Wohlbefinden, besserer Gesundheit und Glück im Leben führen können.

Positive Psychologie. Kleine Freuden

Selektive Wahrnehmung: Warum neigen wir dazu, uns an die negativen Dinge zu erinnern?

Es ist wahr, dass in unserem Alltag die positiven Dinge oft vergessen werden, sie werden von unserem Geist nicht registriert und wir beachten und erinnern uns nur an jene negativen Ereignisse: “Ich bin in einen fürchterlichen Stau geraten”, “Das Wasser ist eiskalt aus der Dusche gekommen”, “Ich habe wieder zugenommen, ich sehe schrecklich aus!”, “Ich habe mich mit meinem Arbeitskollegen gestritten”, etc. Gleichzeitig vergessen wir diese “kleinen Freuden”, die uns Tag für Tag begegnen – wir genießen ein Essen, dass uns gut schmeckt, ein schönes Gespräch, eine Dusche mit warmem Wasser.

Diese Neigung mehr auf negative Aspekte zu achten und sich mehr an diese zu erinnern und dabei die positiven zu unterschätzen, die die meisten von uns haben, nennt man selektive Wahrnehmung.

Manche Experten nehmen an, dass die selektive Wahrnehmung ein Anpassungsmechanismus ist, im Sinne davon, dass die negativen oder nachteiligen Ereignisse eine Reaktion von uns verlangen, mit dem Ziel, dass wir uns ihnen stellen und sie lösen. Auf der anderen Seite benötigen die positiven Ereignisse keine Reaktion, da sie unser Überleben nicht in Gefahr bringen, und werden so von unserer Aufmerksamkeit und unserer Erinnerung nicht wahrgenommen.

Positive Psychologie: Tricks Übungen und Techniken zur Förderung der positiven Gefühle

1. Positive Psychologie Trick: Kleine Freuden

Die Übung besteht daraus, in einem “Tagebuch der Vergnügen” alle Momente oder Situationen, die ihr genossen habt, aufzuschreiben und so detailliert wie möglich beschreibt, was ihr fühlt und warum euch das so gefällt, was ihr macht.

Zum Beispiel genießen einige von euch es, ein gutes Buch zu lesen, indem ihr euch eine Ecke sucht, in der ihr euch gut fühlt und eine Lektüre lest, die euch Wohlbefinden verschafft. Untersucht alles, was ihr fühlt, und schreibt es auf.

Andere von euch dagegen genießen es, Schokolade zu essen. In diesem Fall ist der Gedanke, eine Zeit und einen Ort zu suchen, um diesem kleinen Vergnügen nachzugehen, dass eure Batterien wieder auflädt und euch gute Gefühle bereitet. Wenn ihr euch außerdem auf die Empfindungen konzentriert, die es in euch auslöst, diese Süßigkeit zu essen, auf ihren Geschmack, ihre Textur etc., dann wird das den Wohlfühl-Effekt steigern.

2. Positive Psychologie Trick: Stärken

An zweiter Stelle zeige ich euch eine Liste von persönlichen Stärken, damit ihr die wählen könnt, mit denen ihr euch identifiziert.

Das Ziel ist es, eure starken Punkte zu finden. Wenn ihr diese identifiziert habt, wird es einfacher sein, sie zu fördern und in eurem Leben zu benutzen.

1.      Weisheit und Wissen
KreativitätSich neue und produktive Ideen zur Erledigung der Dinge überlegen
NeugierdeEin Interesse an allen Erlebnissen haben, die stattfinden
AufgeschlossenheitDie Dinge tiefgehen und von allen Winkeln aus analysieren
WissbegierdeDie Entwicklung von neuen Fähigkeiten und Kenntnissen suchen
DurchblickAnderen weise Ratschläge geben können
2.      Mut
TapferkeitSich von Drohungen, Herausforderungen, Schwierigkeiten oder Schmerzen nicht einschüchtern lassen
DisziplinBeenden, was man begonnen hat
Integrität/AuthentizitätDie Wahrheit sagen und sich ehrlich darstellen
VitalitätSich dem Leben mit Aufregung und Energie nähern
3.      Menschlichkeit
LiebeEnge Beziehungen zu den anderen wertschätzen
GüteAnderen Gefallen tun und helfen
Soziale IntelligenzSich der Gründe und Gefühle der anderen und sich selbst bewusst sein
4.      Gerechtigkeit
Höflichkeit und TeamarbeitGut als Mitglied einer Gruppe oder eines Teams arbeiten
Unparteilichkeit/GerechtigkeitAlle gleich im Sinne der Vorstellungen von Gerechtigkeit und Gleichberechtigung behandeln
FührungGruppenaktivitäten organisieren und dafür sorgen, dass sie durchgeführt werden
5.      Mäßigung/Beherrschung
Fähigkeit zu vergebenDenen vergeben, die uns verletzt haben
Bescheidenheit/GenügsamkeitDie eigenen Erfolge für sich sprechen lassen
VorsichtVorsichtig im Bezug auf die eigenen Entscheidungen sein; keine Dinge tun oder sagen, die man später bereuen könnte
SelbstregelungRegulieren, was man fühlt und tut
6.      Bedeutung
Die Schönheit wertschätzenDie Schönheit und Herrlichkeit in allen Bereichen des Lebens wahrnehmen und schätzen
DankbarkeitBewusst und dankbar für die guten Dinge, die passieren, sein
HoffnungDas Beste hoffen und arbeiten, um es zu erreichen
HumorVergnügen am Lachen und an Witzen; andere zum lächeln bringen
Spiritualität/ReligiositätZusammenhängende Überzeugungen zu einem höheren Plan und einem Sinn des Lebens haben

3. Positive Psychologie Trick: Soziale Unterstützung

Eine Übung, die die positiven Gefühle begünstigt, ist die Suche nach sozialer Unterstützung. Durch Beziehungen, die wir mit anderen Personen eingehen, schaffen wir es, uns auszusprechen, eine Ordnung in das emotionale Chaos zu bringen, das wir normalerweise in unserem Kopf aufbewahren, eine neue Sichtweise auf unsere Probleme zu erfahren und positive Gefühle zu fördern wie dankbar zu sein, zu vergeben, ehrlich zu sein, Zuneigung zu verspüren etc.

4.Positive Psychologie Trick: Sport

Experten behaupten, dass mäßige sportliche Betätigung mit einem gesunden Organismus, einer Erhöhung der Lebenserwartung, einer größeren Anzahl an positiven Gefühlen, höherem Energielevel, einer Erhöhung des Selbstwertgefühls, einer grösseren Zahl an sozialen Beziehungen und besserer Schlafqualität in Verbindung steht. Somit ist es empfehlenswert, dass ihr regelmäßig Sport macht, um so eure Lebensqualität zu verbessern.

5.Positive Psychologie Trick: Sexuelle Beziehungen

Die sexuelle Aktivierung zu erhöhen könnte die beste Medizin gegen Depression und zur Förderung von positiven Gefühlen sein. Sex setzt Endorphine frei und schafft so einen Zustand der Euphorie, der in einem machtvollen Gefühl des Wohlbefindens zum Ausdruck kommt.

6.Positive Psychologie Trick: Das Aktivitätslevel erhöhen

Experten bestätigen, dass mäßige Level von angenehmer Aktivität einen ähnlichen Effekt wie Antidepressiva haben. Programmiere angenehme Aktivitäten und führe sie täglich durch.

7.Positive Psychologie Trick: Dankbarkeit

Dankbarkeit zu üben ist eins der Dinge, das den Menschen am meisten Wohlbefinden bringt. Manchmal merken wir es nicht, aber wir haben immer etwas, wofür wir dankbar sein können. Ich zeige euch drei Übungen, die sehr nützlich sind, um die Gewohnheit der Dankbarkeit zu pflegen:

  1. Ein Dankbarkeitstagebuch führen und jede Nacht, bevor wir schlafen gehen, mindestens drei Dinge von diesem Tag aufschreiben, für die wir uns dankbar fühlen.
  2. Einen Dankesbrief an eine besondere Person schreiben. Schreib, wie du dich dank der “Geschenke”, die sie dir gemacht hat, fühlst. Such die Person und, wenn möglich, lies ihr persönlich den Brief vor. Erlaube dir, die Gefühle und Emotionen zu genießen, die das Danke sagen in die auslöst.
  3. Bedanke dich in jedem Moment. Mach es dir zur Gewohnheit, immer und in jedem Moment zu danken. Suche aktiv nach den Kleinigkeiten und den Aktionen der anderen Menschen, die sie ausführen um dir zu helfen und/oder dir gute Gefühle zu bereiten und danke ihnen.

Quelle: Beatriz Marques, Psychologin bei CogniFit.

Ich bin traurig – Was kann ich tun, um die Traurigkeit zu überwinden?

“Ich kann nicht mehr. Ich hab es satt.” “Ich bin traurig. Ich ertrage mein Leben nicht. Ich will mich nicht vom Sofa bewegen.” “Warum hat er mich verlassen? Was soll ich ohne ihn machen?” “Ich wollte nicht, dass sie geht. Ich realisiere nicht, dass sie gegangen ist.” “Ich habe keine Lust auf gar nichts. Ich habe keinen Hunger. Ich möchte nichts essen.” Wenn du einen dieser Gedanken schon einmal gehabt hast oder gerade hast, kann es sein, dass du durch eine vorübergehende Trauerphase gehst. Wenn du die Trauer überwinden möchtest, erzählen wir in diesem Post, wie das geht.

Ich bin traurig

Ich bin traurig – Was ist Trauer?

Die Trauer gehört zur Gruppe der 6 Grundemotionen, die alle menschlichen Wesen haben: Angst, Freude, Ekel, Überraschung, Wut und Trauer. Traurig zu sein zeichnet sich durch Niedergeschlagenheit, Einsamkeits- und Schuldgefühle, Erschöpfung aus … es ist eine Reaktion auf unangenehme Ereignisse – ein unangenehmer Moment, eine Enttäuschung, der Tod von jemandem, eine Trennung, Streit mit einem nahestehenden Menschen, etc.

Ich bin traurig- Trauer und Depression: Wie unterscheiden sie sich?

Es ist wichtig, Trauer nicht mit Depression zu verwechseln, denn die Ursachen und Merkmale sind nicht dieselben. Depressionen können aus verschiedenen Gründen entstehen, oder ihren Ursprung in den Genen haben. Im Laufe unseres Lebens sammeln sich Probleme in uns an, die sich später in Form von Depressionen äußern können, wenn wir eine genetische Veranlagung dafür haben. Eine depressive Person fühlt sich verlassen, verzweifelt und hat keine Freude am Leben während einer langen Zeitspanne. Unterdessen fühlt sich die Person im Trauerzustand traurig, aber dieses Gefühl ist vorübergehend. Oft betrachtet man dies nicht einmal als Emotion, sondern vielmehr eine Art momentane Gefühlsanwandlung, die nicht lange andauert. Wenn die Trauer beginnt, in das Leben der Person einzudringen, könnte sie sich in Depression verwandeln.

Ich bin traurig – Wie überwinde ich die Trauer?

“Ich wache morgens auf. Ich öffne die Augen. Was für ein blödes Leben. Ich habe keine Lust zu leben. Ich habe keine Lust aufzustehen. Ich kann nicht aufhören an das, was mich bedrückt, zu denken. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Ich bin traurig.”

  1. Die Routine des “Ja, ich kann!” Wenn dies dein morgendlicher Dialog ist, dann bist du traurig. Du musst deine Einstellung ändern! Um die Situation zu verändern, musst du sie erst einmal akzeptieren. Ja, du bist traurig. Macht nichts. Mach dir keine Sorgen. Einmal akzeptiert, muss man die Traurigkeit überwinden. Jeden Morgen musst du daran denken, wie schön es ist zu leben. Daran, wie große Lust du hast, Sachen zu machen, die dir gefallen und wie wenig es dir dabei helfen wird, im Bett zu bleiben. Wirst du zulassen, dass die Laken dich festhalten? Oder wirst du rausgehen und der Welt zeigen, wer du bist? Du musst zulassen, dass sich diese Gedanken Tag für Tag, nach und nach ändern.
  2. Stell dir Herausforderungen. Auch wenn du traurig bist, musst du dir jeden Tag beim Aufwachen eine neue Herausforderung stellen. Das kann Laufen gehen sein, Reiten, Wandern, dein Lieblingsessen kochen, Kanufahren, Canyoning oder auch nur den Roman beenden, den du angefangen hast. Aber es ist wichtig, dass du am Ende des Tages spürst, dass du dich selbst verwirklicht hast. Dass du spürst, dass es sich gelohnt hat.
  3. Lass los, was dir wehtut. Es ist normal, dass du traurig bist, wenn du eine schwierige Phase durchläufst. Wenn dir gekündigt wurde, du dich von deinem Partner getrennt hast, mit jemandem gestritten hast oder ein Familienangehöriger nicht mehr da ist, ist es Zeit, ein neues Leben zu beginnen. Wir können nicht in vergangenen Geschichten verankert leben. Wir brauchen Action und neue Sichtweisen. Lerne, das Alleinsein zu genießen, es ist etwas sehr Schönes und Wichtiges. Es hilft dir dabei, dich kennenzulernen. Es hilft dir dabei, dich lieben zu lernen. Es hilft dir auch dabei, die Traurigkeit zu überwinden.
  4. Lächle, auch wenn du traurig bist. Konzentriere dich am Ende des Tages auf die positiven Momente. Denk daran, wie viel du heute gelacht hast und mit wem, an Dinge, die du gemacht hast und die dich richtig glücklich gemacht haben, wenn du im Bett liegst. Du musst deine Energie auf die fröhlichen Augenblicke lenken und die traurigen vergessen.
  5. Yoga oder Meditation machen. Immer mehr Menschen machen bei dieser Art von Aktivitäten mit. Sie sind genauso gut für die Körperhaltung wie für die Harmonie. Meditieren kann dir dabei helfen, die Trauer zu überwinden. Weißt du nicht, was Mindfulness ist? Du kann bei Youtube Tutorials sehen, dich in deinem Viertel für einen Kurs anmelden oder einfach damit beginnen dich mit geschlossenen Augen auf deine Muskeln zu konzentrieren. Du wirst spüren dass du dich nach und nach entspannst und sich deine Einstellung ändert. Je mehr Fortschritte du in diesen Disziplinen machst, desto entspannter wirst du dich fühlen.
  6. Beschäftige dich an der frischen Luft. Auch wenn du traurig bist, du musst rausgehen, um spazieren oder joggen zu gehen, die Landschaft zu fotografieren, das Gras anzufassen, wenn es morgens noch ganz feucht ist, die Baumrinde berühren, während es dämmert, den Fuß ins Meerwasser tauchen, Sandburgen bauen, als wärst du ein Kind … all das sind sehr sinnliche Erfahrungen, die kein Geld kosten. Sie sind in unserer Reichweite und wir nutzen sie nicht. Lass nicht zu, dass dich deine 4 Wände festhalten und lauf nach draußen.
  7. Adoptiere ein Haustier oder nimm eins auf. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass es viele Vorteile hat, ein Haustier zu haben und es dir helfen kann, die Traurigkeit zu überwinden. In Tierschutzvereinen kann man Haustiere auf unbestimmte Zeit adoptieren. So sicherst du dir einen Lebenspartner für eine lange Zeit. Nichtsdestotrotz, solltest du dir nicht sicher sein, dass du dich für mehr als eine kurze Zeit um es kümmern kannst, nimm eins auf! Das ist eine Möglichkeit, die immer häufiger genutzt wird. Für einige Monate lebt ein Tier bei dir, das Hilfe braucht, und du, der du einen kleinen Schubs zum Glück brauchst, lebst mit ihm zusammen. Daran gewinnt ihr beide.
  8. Sprich mit den Menschen in deiner Umgebung. Oft ist es sehr befreiend, uns unsere Probleme von der Seele zu reden. Wir merken, dass sich unsere Last verringert. Wir erleichtern uns. Dieser Trick ist auch sehr gut um unsere Laune zu heben. Wenn du die Gelegenheit hast mit jemandem zu sprechen, der dich versteht, dir Tipps geben kann und bei dem du weißt, dass er/sie dir gut tun wird, dann los. Hab keine Angst dich schwach zu zeigen. Wir sind alle manchmal traurig, und wenn wir uns aussprechen müssen – wer ist da besser als ein alter Freund?
  9. Senke die Traurigkeitssymptome mit dem personalisierten Hirntraining von CogniFit: Die Menschen, die Trauer oder Depression verspüren, leiden unser Störungen bei Funktionen wie dem Arbeitsgedächtnisder Inhibition, der geteilten Aufmerksamkeit, und generell der exekutiven Funktionen. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass das personalisierte Gehirntraining von CogniFit es erleichtert depressive Symptome zu verringern, indem es dem Patienten erleichtert, bessere Strategien gegen das Grübeln und die Sturheit (Typische Symptome von Trauer und Depression) zu entwickeln.

Zu guter Letzt, wenn du merkst, dass die Traurigkeitsgefühle anhalten, ist es empfehlenswert einen Spezialisten aufzusuchen. Vielleicht brauchst du die Hilfe eines Professionellen, der dir die Schritte, denen du folgen solltest, auf eine kontrolliertere und wirksamere Art nahe bringt.

Ich bin traurig – Die Physiologie der Trauer

Wenn wir Trauer empfinden, geraten die Hormonlevel unseres Organismus aus dem Gleichgewicht und sorgen für folgende Effekte:

  • Die Trauer zeichnet sich durch Veränderungen im vegetativen Nervensystem (VNS) aus: das VNS erleidet einen gewissen Anstieg der Herzfrequenz und des Blutdrucks.
  • In einer Studie von Cacioppo, Klein und Hatfield wurde bewiesen, dass die Trauer eine Verringerung des Interesses an anderen Aktivitäten in uns hervorruft.
  • Traurigsein erschöpft: Das Gehirn steht ständig unter Stress und verlangt große Mengen an Glukose. Wir fühlen uns schlapp und wissen nicht genau warum.
  • Wenn wir traurig sind, können wir den Geschmackssinn für Süßes verlieren: Unsere Rezeptoren werden weniger. Deshalb können wir unheimlich viele Süßigkeiten essen ohne wahrzunehmen, wie viel wir gegessen haben.
  • Der Serotoninspiegel sinkt: Diese Substanz ist dafür verantwortlich, unsere Stimmung im Gleichgewicht zu halten.

Zur evolutiven Funktion der Trauer gibt es verschiedene Meinungen. Einerseits glaubt man, dass uns die Traurigkeit dazu dient, unsere Energien nach innen lenken. Wir hören auf, auf unsere Umgebung zu achten, um uns auf uns selbst du konzentrieren. Andererseits dient sie als Hilferuf. Die anderen richten ihrer Aufmerksamkeit auf uns und helfen uns so, unseren emotionalen Verlust zu überwinden.

Quelle: Belén Benito, Psychologin bei CogniFit.

Jeder spricht davon: Was ist Achtsamkeitsmeditation und wie praktiziert man sie?

 Die Achtsamkeit (engl. Mindfulness) ist eine Technik, die in den letzten Jahren sehr beliebt geworden ist, aber es gibt immer noch viele Fragen dazu, was sie wirklich bedeutet und wie sie uns in unserem täglichen Leben helfen kann. In diesem Artikel geben wir dir Tipps zum Praktizieren und erzählen dir, wie sie uns helfen kann, ein erfüllteres und glücklicheres Leben zu führen. Was ist Achtsamkeitsmeditation und wie praktiziert man sie?

Was ist Achtsamkeitsmeditation und wie praktiziert man sie?

Was ist Achtsamkeitsmeditation?

Die gegenwärtige Gesellschaft ist eine Gesellschaft der Unmittelbarkeit, der hektischen Lebensrhythmen. Je mehr wir an einem Tag machen können, desto besser, je mehr wir schaffen können, desto erfolgreicher werden wir. Zeit ist Geld. Wir wollen es alle, sofort, unverzüglich.

Wir leben unsere Leben an das Nächstzuerledigende denkend und nicht an das, was wir jetzt tun. Wir gehen auf Autopilot durch die Welt, besorgt darum, was passieren wird, ohne die Aufmerksamkeit darauf zu richten, was wir im Hier und Jetzt tun.

Diese so westliche Lebensphilosophie geht auf Kosten der Lebensqualität und des Wohlbefindens und kann eine Vielzahl an Pathologien und psychischen Problemen verursachen. Hier kann uns die Achtsamkeitsmeditation helfen.

Diese Art von Meditation hat ihren Ursprung in buddhistischen Traditionen, aber ihre Ausübung ist unabhängig von Religion und Spiritualität. Es ist nicht mehr als die Fokussierung der Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment, ohne ihn zu verändern oder zu beurteilen, ihn einfach nur zu akzeptieren, wie er ist.

Die Achtsamkeitsmeditation bringt uns eine Menge Vorteile. Sie verringert unsere Stress- und Nervositätsgefühle, verbessert unsere Aufmerksamkeit, reduziert die intrusiven, immer wiederkehrenden Gedanken (die, die wir nicht wollen, die uns uns schlecht fühlen lassen und nicht leicht verschwinden). Es ist eine Technik, die sich als wirkungsvoll bei der Behandlung von Nervosität, Depression und einigen Phobien (wie der Agoraphobie) erwiesen hat. Ausserdem hören wir im Laufe der Übung auf, uns mit unseren Gedanken und Gefühlen zu identifizieren und betrachten sie auf eine objektivere Art. Wir sind weder unsere Gedanken, noch sind wir verantwortlich dafür, was wir denken, sondern dafür, was wir machen.

Wie praktiziert man Achtsamkeitsmeditation?

Die Achtsamkeitsmeditation kann man auf viele Arten praktizieren oder üben, zum Beispiel durch die bewusste Atmung, den Body Scan (auch Körperreise genannt), bewusstes Gehen, Yoga … Aber wir können sie auch in den Alltag einbinden, in die kleinen täglichen Routinen, sobald wir uns mit der Praxis vertraut gemacht haben.

Was ist Achtsamkeitsmeditation und wie praktiziert man sie? Ein paar Beispiele

1. Finde einen Moment am Tag und einen ruhigen und bequemen Ort.

Als Erstes müssen wir einen Moment am Tag finden, an dem wir uns ein paar Minuten uns selbst widmen können. Ideal ist dieser Moment entweder, wenn wir aufstehen, bevor wir mit unserer Alltagsroutine beginnen (das kann uns helfen, den Tag mit einer positiven Einstellung zu beginnen), oder auch bevor wir schlafen gehen, als eine Art Beruhigung des Geistes nach einem Arbeitstag (was uns helfen wird zu entspannen und unsere Schlafqualität zu verbessern). Ausserdem ist der Vorteil von einem dieser Momente, dass es dann im Haus meistens ruhiger ist, besonders, wenn wir Kinder haben. Unabhängig vom Moment, den wir für die Übung finden können, ist es wichtig, dass diese ohne Unterbrechungen durchgeführt werden kann.

Wenn der Moment einmal gewählt ist, setzen oder legen wir uns an einen gemütlichen Ort, ruhig, mit gedämmtem Licht und geschlossenen Augen (wenn der Gegenstand, auf den wir unsere Aufmerksamkeit richten, nicht visuell ist). Wenn wir sitzen, ist es besser, den Rücken abstützen zu können, aufrecht, ohne in der Haltung zusammenzusinken.

2. Wähle ein Element, auf das du deine Aufmerksamkeit richtest

Das kann die Atmung sein: Wir konzentrieren uns auf all die Empfindungen, die von ihr ausgehen, ohne sie irgendwie zu verändern. Zum Beispiel können wir auf den Eintritt der Luft durch unsere Nasenflügel achten, auf ihre Temperatur, wie sich die Lungen aufblasen und wie die Luft aus ihnen heraustritt, wie sich unser Zwerchfell ausdehnt … und während die Gedanken auftauchen, schieben wir sie weg ohne sie zuende zu denken oder zu verurteilen und fokussieren uns wieder auf die Atmung.

Oder es kann unser Körper sein: Wir richten die Aufmerksamkeit auf jeden Körperteil einzeln, ohne ihn zu verändern, indem wir auf seine Gespanntheit oder Entspannung achten, seine Temperatur, seine Lage, die Berührung mit der Umgebung …

Es können Yogaübungen oder das Gehen sein. Man kann sich auf einen Klang konzentrieren, auf eine Kerze, ein Satz, der uns inspiriert wie ein Mantra …

3. Lass die Gedanken los, sobald sie auftauchen.

Egal welches Element wir wählen, das Essenzielle ist, die Aufmerksamkeit darauf zu richten, ohne es zu verändern oder es als schlecht oder gut zu bewerten, es einfach nur zu betrachten, so, wie es ist. Der Geist wird sich ablenken, das liegt in seiner Natur. Aber sobald wir das merken, sollten wir uns wieder unserem gewählten Objekt zuwenden, ohne weder uns dafür zu verurteilen, diesen Gedanken gehabt zu haben, noch den Gedanken selbst.

Dieser Zyklus wird so oft wie nötig durchgeführt, jedes Mal, wenn ein Gedanke auftaucht, lassen wir ihn stehen und richten die Aufmerksamkeit wieder auf unser Objekt. Ein Trick ist, unsere Gedanken als Wolken zu betrachten, die kommen und gehen. Wir steigen nicht auf die Wolke, wir verwickeln uns nicht in den Gedanken, sondern wir sehen sie kommen und wieder gehen.

Am Anfang ist das nicht einfach, es wird dich anstrengen, die Aufmerksamkeit mehr als 10 Sekunden zu halten, aber wie alles wird es sich mit der Übung verbessern. Das Wichtigste ist, nicht den Mut zu verlieren und uns nicht zu verurteilen.

Es ist wichtig, dass wir die Form der Übung wählen, die uns am meisten bringt. Dies sind nur Richtlinien, aber das Wichtigste ist, dass wir uns wohl fühlen, vor allem, wenn wir die Praxis verstärken wollen.

Wie lange muss ich meditieren?

Die Meditationsdauer hängt natürlich von jeder Person und der Zeit, die sie ihr widmen kann, ab.

Am Anfang ist es ideal, mit 5 Minuten zu beginnen und die Zeit auf 10 zu steigern. Wenn wir einmal eine gewisse Gewohnheit geschaffen haben, führt eine Meditation von 20 bis 30 Minuten täglich zu grossen Vorteilen für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

Im Internet können wir eine Vielzahl an Mitteln finden, die uns bei der Praxis helfen können. Wenn wir “geführte Achtsamkeitsmeditation” suchen, werden eine Menge an Audiodateien erscheinen, die uns als Leitfaden dienen können.

Im nächsten Video zeigen wir euch ein Beispiel von geführter Meditation, das euch helfen kann.

https://youtu.be/vExs8zdUxtE

Achtsamkeit im Alltag anwenden

Die Achtsamkeit ist eine Technik oder eine Übung, aber sie ist auch eine Lebensart. Sie erlaubt uns, jeden Moment zu kosten, als wäre es das erste Mal, mit dieser Neugierde, die Kinder auszeichnet.

Wir müssen nicht alles, was wir tun, bewusst tun, aber wenn wir mehr darauf achten, was wir Tag für Tag in unserem Leben machen, wird dieses deutlich erfüllter werden.

Zum Beispiel, wenn du dir nächstes Mal die Zähne putzt, konzentrier dich auf die Bewegungen, die du machst, wie sich die Bürste auf den Zähnen und dem Zahnfleisch anfühlt, den Geschmack der Zahnpasta, wie sie deinen Mund füllt. Und das Gleiche, wenn du zur Arbeit gehst, oder wenn du frühstückst oder zu Mittag isst.

Oder mit einem Freund sprichst. Du wirst ihm besser zuhören und ihn besser verstehen können.

Du wirst merken, wie gut es dir tut, solche Pausen in der Hektik des Alltags zu machen. Stell dir mal vor, wie herrlich es wäre, wenn du das Gleiche mit den schönen Dingen, die dir im Leben passieren, machen würdest.

Den Wissenschaftlern vom Zweig der Positiven Psychologie ist es ganz klar. Wir konzentrieren uns häufig zu sehr auf die negativen Emotionen, diese beschäftigen unseren Geist am meisten, die, die uns warnen, dass etwas nicht gut läuft. Und bis zu einem gewissen Punkt hat das einen evolutiven Vorteil für das Überleben der Spezies. Man muss auf Bedrohungen reagieren. Nichtsdestotrotz sind diese Bedrohungen in der Welt, in der die meisten von uns leben, psychischer Natur und oft erschaffen wir sie selbst.

Deswegen ist es wichtig, den positiven Ereignissen die Bedeutsamkeit zu geben, die sie verdienen. Sie auszukosten, sie mit vollem Bewusstsein zu erleben.

Genauso müssen wir negative Ereignisse, die in unserem Leben auftauchen, als Gedanken betrachten, die zu uns gelangen und nicht willkommen sind. Sie sind Wolken, die kommen und gehen. Obwohl sie auch Gelegenheiten dafür sind, zu lernen und als Person zu wachsen.

Vielen Dank, dass du diesen Post gelesen hast und bis hier gekommen bist. Wenn du eine Frage hast, stell sie mir bitte unten. Ich beantworte sie sehr gern!
Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

 

Musik und Gehirn: Entdecke die Macht der Musik

Musik und Gehirn: Musik umgibt uns. Wir sind musikalische Wesen, Musik gibt uns Sicherheit, bewegt uns und rührt uns zu Tränen. Es gibt immer einen Moment, um Musik zu hören. Manche machen aus der Musik ihre Art zu leben und ihren Beruf. Wir treffen selten jemanden, der überhaupt keine Musik mag. Aber was hat die Musik an sich, dass sie so wichtig für uns macht? Was ist die Macht der Musik für das Gehirn?

Musik für das Gehirn

Musik ist in allen Kulturen gegenwärtig. Sie ist essenziell für das menschliche Wesen. Sie besteht aus emotionalen, spirituellen und sozialen Faktoren. In der Werbung wird unsere Wahrnehmung von manchen Produkten nur durch Musik manipuliert, im Kino wird mit unserem Gefühlszustand mit der Musik gespielt. Und die Musik verändert unseren Gefühlszustand wirklich, aber es steckt viel mehr dahinter.

Es gibt Menschen, die Farben, Geschmäcke oder Gerüche mit Musik assoziieren und dann tatsächlich sehen, ein Phänomen namens Synästhesie. Und manchmal können wir ein Lied nicht aus dem Kopf bekommen. Was hat die Musik an sich, das uns so gefällt? Wie beeinflusst sie uns? Hier decken wir es für dich auf.

Musik und Gehirn: Was ist Gehirnmusik?

Das Direktorium für Wissenschaft und Technik der nationalen Sicherheitsabteilung der USA hat eine Studie namens Gehirnmusik (Brain Music) durchgeführt.

Das Ziel der Studie war, Menschen zu helfen, die Arbeiten im Bereich von Hilfs- und Notfallsituationen verrichten. Die Forschung strebt an ihr Stresslevel über die Musik zu senken und ihnen dabei zu helfen, die Ausführung ihrer Arbeit zu optimieren.

Das Konzept der Gehirnmusik besteht aus dem Gebrauch von Frequenz, Amplitude und Dauer von musikalischen Klängen, um das Gehirn von einem unruhigen Zustand in einen entspannten Zustand zu bringen. Diese Musik wird von unseren eigenen Gehirnwellen an erschaffen und kann uns dabei helfen, durch Stress entstandene Probleme wie Schlaflosigkeit, Erschöpfung und Kopfschmerzen zu behandeln.

Die Wissenschaftler wandelten die aufgezeichneten Gehirnwellen der Teilnehmer der Musikstudie um und bewiesen, dass die Kompositionen die Teilnehmer wirksam entspannten oder auch ihre Aufmerksamkeit weckten. Die entspannenden Musikstücke klangen ähnlich wie Chopin, und jene, die die Aufmerksamkeit weckten, ähnelten Mozart.

Musik für das Gehirn

Auswirkungen der Musik auf das Gehirn

1. Musik und Gehirn:  Die Musik aktiviert die Belohnungskreisläufe des Gehirns

Entspannende und angenehme Musik zu hören aktiviert die Belohnungskreisläufe, genau wie bestimmte Reize, die biologisch relevant sind, wie diese Studie beweist.

Der Belohnungskreislauf besteht aus verschiedenen Gehirnzonen (Area tegmentalis ventralis und Nucleus accumbens), die zum limbischen System gehören, welches für die Verarbeitung der Gefühle zuständig ist. In diesen Zonen geschehen eine Reihe von chemischen Prozessen, in der das Dopamin wirkt und die mit Lust- und Vergnügensgefühlen verbunden sind.

Diese Belohnungssysteme werden auf natürliche Art und Weise durch Lebensmittel (mit viel Zucker und Fetten), Sex und Zuneigung aktiviert. So stellt die Natur sicher, dass wir aktiv die Befriedigung dieser Grundbedürfnisse suchen, die so grundlegend für unser Überleben sind. Nichtsdestotrotz gibt es andere Reize wie Drogen und Glücksspiel, die diese Systeme ebenfalls aktivieren. Diese Reize sind anfällig dafür, Süchte hervorzurufen, da sie eine grosse Menge an Vergnügen liefern.

Was ist der Belohnungskreislauf und wir kann er aktiviert werden? Entdecke es im nächsten Video.

2. Musik und Gehirn: Die Musik hilft uns aufmerksam zu sein

Laut einer Studie der Universität Standford hilft uns die Musik dabei, Ereignisse vorauszusehen und bei den Aufmerksamkeitsprozessen. Aber wir können nicht alle Arten von Musik in einen Topf werfen. Welche Musik ist nützlich für das Gehirn? Im Konkreten hat man in dieser Studie die Musik des Kompositors William Boyce im Barrockstil verwendet.

3. Musik und Gehirn: Musik reduziert Stress

In vielen Studien hat sich gezeigt, dass Musik eine beruhigende Wirkung hat; mit einem langsamen Tempo, leisen Tönen und ohne Text senkt sie die Stresslevel und Nervosität. Welche Musik ist konkret von Vorteil für das Gehirn? Es wurde beobachtet, dass meditative Musikstücke die Kortisollevel (Hormon, dass in Stresssituationen freigesetzt wird) im Blut deutlich senken. Ausserdem kann die Musik dabei helfen, Schlaflosigkeit zu bekämpfen.

Darüber hinaus ist zu beobachten, dass Musik eine schmerzstillende und beruhigende Wirkung auf Patienten hat, die sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen werden. Dies kann an der Fähigkeit der Musik, den Gemütszustand zu verändern oder uns abzulenken liegen.

4. Musik und Gehirn: Musik beeinflusst unseren Gemütszustand und unsere Gefühle

Nach einer Studie verringert das Hören von klassischer Musik und New-Age-Musik die Erschöpfung, Traurigkeit und Anspannung.

Darüber hinaus wurde herausgefunden, dass Musik, die uns gefällt, unabhängig vom Musikstil, einen positiven Gefühlszustand fördert, allerdings ohne Einbezug von Grunge-Musik. Dieser Musikstil löste einen Anstieg der Feindlichkeits- und Anspannungslevel aus und führte gleichzeitig zu einer Absenkung der Entspannungs-, Motivations- und geistigen Klarheitslevels.

Der Musikstil mit den zuträglichsten Auswirkungen war die “Designermusik”. Diese Art von Musik für das Gehirn bezieht sich auf eine spezifisch zur Erzeugung eines gewissen Effekts im Hörer entworfene Musik. In der Studie wurde Speed of Balance mit der Absicht “ein mentales und emotionales Gleichgewicht herzustellen, damit die Personen klarere und positivere Gefühle erleben können” verwendet. Es zeigte sich, dass bei allen Teilnehmern die Entspannungs-, Motivations- und geistigen Klarheitslevels anstiegen … und die Feindseligkeit, Anspannung, Erschöpfung und Traurigkeit sank.

Nach dieser Studie wird die mit Konflikt- und emotionalem Schmerzempfinden verbundene Gehirnzone aktiviert, wenn man unangenehme Musik hört.

Entdecke mehr über die Auswirkungen von Musik auf unser Gehirn und unsere Emotionen im folgenden Dokumenatfilm vom Fernsehsender Arte.

5. Musik und Gehirn: Musik verändert unsere visuelle Wahrnehmung

Laut einer Studie der Universität Groningen verändert die Musik unsere Art, die Welt zu sehen. Wie beeinflusst Musik unser Gehirn? Wenn ein Mensch traurige Musik hört, ist es wahrscheinlicher, dass er die Gesichtsausdrücke der anderen als traurig interpretiert. Im Gegensatz dazu sieht er die anderen mit fröhlichen Gesichtsausdrücken, wenn er fröhliche Musik hört.

So beeinflusst die Musik nicht nur unseren Gemütszustand, sondern wirkt sich auch auf unsere Art, die Welt wahrzunehmen, aus.

6. Musik und Gehirn: Musik verbessert die kognitiven Funktionen

Nach dieser Studie steigert das Hören von Der Frühling der 4 Jahreszeiten von Vivaldi das geistige Aufmerksamkeitslevel und zerebrale Messungen von Aufmerksamkeit und Erinnerungsvermögen. Im Gegensatz dazu verschlechtert das Konzert Der Herbst die Punktzahlen in den kognitiven Tests.

Man konnte auch beobachten, dass Der Frühling in übertriebener Weise die Gehirnzonen aktiviert, die für die Verarbeitung der Gefühle zuständig sind. Dies kann teilweise daran liegen, dass es ein bekanntes Stück ist, was oft in der Werbung benutzt wird. Dies erleichtert die Elizitation von Gefühlen.

Musik verbessert die kognitiven Funktionen

7. Musik und Gehirn: Unsere Musikgeschmäcker sagen etwas über unsere Persönlichkeit aus

Laut dieser Studie hängen unsere musikalischen Vorlieben von unserer Persönlichkeit ab. Die Untersuchung wurde mit Jugendlichen durchgeführt und ergibt gleichwohl interessante als auch kontroverse Daten. Die Personen, die laute Musik (Heavy Metal, Rock …) bevorzugen, sind eher unabhängig oder individualistisch, was ein geringes Selbstwertgefühl und Selbstzweifel bedeuten kann. Diese Menschen sind oft schwierig und ihnen fehlt die Verbindung zu anderen. Diejenigen, die leichte Musik vorziehen, versuchen das Richtige zu machen und halten ihre Gefühle im Zaum. Sie haben Schwierigkeiten ein Gleichgewicht zwischen ihrer Unabhängigkeit und der Abhängigkeit von Gleichaltrigen zu finden. Die Jugendlichen mit gemischten oder unterschiedlichen Geschmäckern sind diejenigen, die am wenigsten Probleme in ihrer Jugend haben, sie haben keine relevanten Konflikte.

Musik steht im Zusammenhang mit der Persönlichkeit

In dieser anderen Untersuchung wird eine Beziehung zwischen Musik und den Big 5 (Persönlichkeitsmerkmalen) hergestellt. Sie zeigt auf, dass Personen, die Rock bevorzugen, oft niedrige Werte in Gewissenhaftigkeit und hohe Werte in Offenheit aufweisen. Diejenigen, die Pop-, Dancemusik oder Urban Music bevorzugen, haben höhere Werte in Extraversion und Verträglichkeit.

Laut dieser Studie kann der Zusammenhang mit der Persönlichkeit auf die Befriedigung von gewissen Bedürfnissen durch die Musik zurückzuführen sein. Zum Beispiel befriedigen Dance- und Popmusik bei Extrovertierten ihr Bedürfnis sich mit ihren Freunden zu treffen und Spaß zu haben. Im Gegensatz dazu suchen Personen mit hohen Offenheitswerten in der nicht kommerziellen Rockmusik und anderen Musikstilen intellektuelle und unkonventionelle Anregung. Die aufgeschlossensten und am meisten an neuen Erfahrungen interessierten Menschen suchen weiter von der Volkskultur entfernte Musik.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit

Think outside the box : Über den eigenen Tellerrand schauen

Was verstehen wir darunter “über den Tellerrand zu schauen?“ Sicher kennst du den englischen Ausdruck ” Think outside the box “. Warum scheint uns das so viel Arbeit zu kosten? Um über deinen Tellerrand zu schauen, musst du mit deinen Paradigmen brechen, deine mentalen Schemata auf den Kopf stellen und überall nach neuen Ideen suchen. Über den eigenen Tellerrand zu schauen oder “to think outside the box” ist einfach, du musst es dir nur vornehmen! Für den maltesischen Psychologen Edward de Bono ist das laterale Denken eine neue Art die Welt zu betrachten und die Dinge zu machen.  Divergenz und Lateralität sind zwei Denkweisen, die dir dazu verhelfen werden, außerordentliche Dinge zu erreichen. Entdecke, worin sie bestehen.

Think outside the box

Heute Morgen ist mir in Ohrring in den Kaffee gefallen. Und obwohl die Tasse voll war, ist der Ohrring nicht nass geworden. Wie ist das möglich?

Think Outside The Box: Was ist divergentes Denken?

Nach dem amerikanischen Psychologen J.P. Guilford unterscheidet sich das divergente Denken von der Kreativität. Wir benutzen es, wenn wir mehrfache Alternativentscheidungen von einer gegebenen Information aus erzeugen (Romo, 1987). Auf eine divergente Art zu denken bedeutet neue Möglichkeiten fern von unserem normalen Denken zu entdecken. Mit Freiheit und ohne Filter!

Unser Bildungssystem begünstigt das konvergente Denken. Dies sucht eine Entscheidung zwischen verschiedenen Alternativen. Es ist reflexiv und analytisch. Das kommt dir bekannt vor, oder? Das divergente, im Gegensatz dazu, ist eine kreative und originelle Art, mehrere Antworten auf ein Rätsel oder eine Herausforderung zu finden. Beide Formen sind notwendig und ergänzen sich gegenseitig. 

Die Technik Brainstorming oder Ideensammlung ist ein bekanntes Beispiel für diese Art von Denken. Sie besteht daraus, alle möglichen Ideen frei zu erzeugen, ohne sie zu beurteilen oder abzulehnen. Wir haben diese Fähigkeit alle, aber wir verwirklichen sie nicht. Lampenfieber? Angst, dass unsere Ideen nicht gut genug sind? Du musst kein Experte sein, um divergent zu denken! Das machen wir alle!

Think Outside The Box: Wie sind die überraschend divergenten Erwachsenen?

Die “divergentesten” Erwachsenen haben oft eine hohe Leistungsfähigkeit und sind innovativ in ihren Aufgaben. Sie engagieren sich sehr in ihren Tätigkeiten und sind ziemlich unabhängig und fähig dazu, ihre eigene Arbeit zu regeln. Sie sehen die verschiedenen Seiten jeder Situation. Wenn sie es sich vornehmen, können sie große Beiträge in ihrem sozialen Umfeld leisten, denn sie besitzen ein hohes Niveau an Selbstvertrauen. Sie genießen Herausforderungen und sind fähig andere in ihre Projekte hineinzuziehen und sie davon zu begeistern. Sie dienen als Vorbilder, denn sie finden neue Wege, Probleme zu lösen.

Laut einer Studie von M.A Runco, M.D Bahleda, von der Universität von Hawaii, erlangen Einzelkinder bessere Noten in den Tests zu divergentem Denken, darauf folgen Erstgeborene, dann die Jüngsten und dann die Mittleren. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass die Vermittlung, die die Eltern einem Einzelkind zuwenden, anders ist als die, die sie den anderen geben. Diese Vermittlung scheint auf irgendeine Art das divergente Denken zu verstärken.

Think Outside The Box: Über den eigenen Tellerrand schauen ist einfach! Kinder machen das die ganze Zeit … Imitiere sie!

  • Spiele!
  • Meditiere!
  • Schreib Tagebuch!
  • Erfinde Geschichten!
  • Mal, entdeck einige der Vorteile des Malens!
  • Denk nach!
  • Entspann dich! Wie man sich bei Angstzuständen entspannt
  • Entdecke und verlass deine Komfortzone!
  • Stell universelle Wahrheiten infrage!
  • Entdecke Ideen, die dir Unwohlsein generieren!
  • Sag ja zu neuen Erfahrungen!

Think Outside The Box: Was ist das laterale Denken?

Der Psychologe und Fachmann für Kreativität Edward De Bono führte diesen Begriff ein, als er eine komplementäre Alternative zum logischen Denken suchte. Wir lernen, um die Wahrheit zu entdecken. Und … was ist die Wahrheit? Das kommt genau gesagt darauf an: ”In Europa, beeinflusst durch das griechische Denken und die jüdisch-christliche Religion, teilen wir die Wirklichkeit in Gut und Böse ein”. De Bono erweitert diese Sichtweise, um unseren mentalen Schemata Zwischenstufen hinzuzufügen. Das laterale Denken ist eine einfallsreiche Art und Weise, Probleme zu lösen. Es verurteilt und bewertet nicht. Es befreit uns vom einschränkenden Effekt antiquierter Ideen. Es ist eine andere Sichtweise auf die Konzepte, die wir bisher für unveränderlich hielten. Das heißt, das laterale Denken lehnt die verallgemeinernde Überzeugung, dass ein nützliches Modell das einzig mögliche Modell ist.

“Das laterale Denken ist eine neue Art die Welt zu betrachten und die Dinge zu tun. Es ist eine geistige Haltung.” Edward De Bono.

Normalerweise müssen wir keine neuen Ideen erschaffen und es scheint, als ob sie uns zugeflogen kommen, wie durch Zauberkunst. Aha! Manche Situationen unseres Alltagslebens erfordern eine Aktivierung unserer Neuronen um die größtmögliche Zahl an Ideen in kürzester Zeit generieren. Und was ist mit Berufen im Design, in der Werbung oder der Forschung, wo der Ideenfluss unerlässlich ist?

Think Outside The Box: Übungen zum lateralen Denken, um zu lernen über den eigenen Tellerrand zu blicken:

  1. Welche weiteren 10 Nutzbarkeiten, außer der, das er ein sehr nährreiches Lebensmittel ist, kannst du in einem Apfel erkennen?
  2. Warum sind Räder rund?
  3. Was ist das?
  4. Wie könnte man eine Milchflasche, die einen Liter fasst, nennen, wenn sie einen halben Liter Wasser enthält?
  5. Was ist der korrekte Weg?
  6. Warum kleiden sich Mädchen anders als Jungen?
  7. Fallen dir 15 Arten zu reisen ein?

Es gibt nicht nur eine Antwort. Richtig? Eine Situation kann auf viele Arten betrachtet werden. Und es ist egal, ob es scheint dass sie nicht selbstverständlich sind, denn hier verurteilt man nicht!

Das Neun-Punkte-Spiel ist das erste Ratespiel, das man mit dem Ausdruck „think outside the box“ assoziiert. Versuche, die Punkte mit nur vier Linien zu verbinden, ohne den Stift vom Papier zu heben. Schaffst du das?

Das divergente und das laterale Denken brechen mit unserer gewohnten Art zu denken. Sie zeigen uns, welche anderen Möglichkeiten es gibt, die Dinge zu machen. Also … du weißt schon!

Lass die Klischees zurück und such außerhalb der Box!  Think Outside The Box!

Quelle: Ana Guerrero Braña, Psychologin bei CogniFit

Depersonalisation und Derealisation: Den Kontakt zur Realität verlieren

Hast du dich schon einmal distanziert oder unverbunden mit der Realität gefühlt? Die Depersonalisation und die Derealisation sind Störungen, in denen man das Gefühl hat, sich in einem fremden Umfeld zu befinden, wie in einem Traum oder Film. In diesem Artikel berichten wir dir darüber.

Depersonalisation und Derealisation: Dissoziative Störungen

Die Depersonalisation und die Derealisation sind Störungen, bei denen sich die Person fremd und abgetrennt von der Realität fühlt. Es kommt oft vor, dass Symptome dieser Art bei Personen mit Angststörungen oder Schizophrenie auftreten, obwohl sie jeder in einem Moment großen Stresses oder vorübergehenden Krisen erleben kann. Es ist nicht unüblich, dass sie in Verbindung mit Unfällen oder Terror-Anschlägen auftreten, die sich heutzutage leider ereignen. In manchen seltenen Fällen kann man sie als eigene psychische Störung bezeichnen.

Diese Pathologien gehören zu den dissoziativen Störungen, die aus Unterbrechungen oder Abbrüchen der Erinnerungs-, Bewusstseins-, Identitäts- oder Wahrnehmungsprozesse bestehen.

Was ist die Depersonalisation

Bei der Depersonalisationsstörung entwickelt sich eine Verzerrung in der Wahrnehmung des eigenen Körpers, der Gefühle und der Gedanken. Die Person fühlt sich ihrem Körper fremd, als ob er nicht zu ihr gehöre. Oft wird der Körper als eine Maschine oder ein Roboter wahrgenommen, als ob die Person ihn von außen betrachten würde, wie in einem Traum oder einem Film.

Was ist die Derealisation

Bei der Derealisationsstörung erlebt die Person die Welt oder die Umgebung, als wäre sie fremd und irreal, als ob sie in einem Traum wäre. Manchmal werden Veränderungen in der Form und der Größe der Objekte wahrgenommen und manchmal werden andere Leute als seltsam oder fremd angesehen. Es kann auch eine Abänderung in der subjektiven Zeitgeschwindigkeitswahrnehmung stattfinden.

Bei beiden Störungen bleibt das Wissen um die wirkliche Zeit erhalten, das heißt, sie wissen, dass es eine Illusion ist und, dass sie nicht wirklich in einem Traum oder Maschinen sind.

Man hält diese Symptome weder für schwer noch für gefährlich, aber trotzdem sind sie lästig und verwirrend für Personen, die unter ihnen leiden. Sie haben Angst „verrückt“ zu werden. Normalerweise halten sie einige Stunden an, aber es gibt einige seltene Fälle, in denen sie chronisch (auf lange Zeit, nicht rückgängig zu machen) werden können, und somit die Lebensqualität der Personen schwer schädigen.

Ursachen für die Depersonalisierung oder Derealisation

Man weiß bisher wenig über die Ursachen dieser Störungen, obwohl sie sowohl durch Umweltfaktoren als auch durch psychologische oder biologische Faktoren hervorgerufen werden können. Wie bei anderen dissoziativen Störungen können sie nach einem stressigen oder traumatischen Ereignis entstehen, wie Kriegssituationen, Missbrauch, Unfälle … Außerdem können sie nach der Einnahme von Substanzen, Drogen oder Pharmazeutika, auftreten. In diesen Fällen sind die Symptome vorübergehend.

Diagnose der Störungen

Laut dem Diagnostischen und statistischen Leitfaden psychischer Störungen (DSM-5), müssen folgende Symptome auftreten, um eine „chronische“ Depersonalisierungs- oder Derealisationsstörung zu diagnostizieren:

  • Vorkommen von andauernden oder wiederkehrenden Erfahrungen der Depersonalisation, Derealisation oder beiden:
    • Depersonalisation: Erfahrungen von Irrealität, Distanzierung oder das Gefühl, ein außenstehender Beobachter in Bezug auf Gedanken, Gefühle, Empfindungen, den Körper oder sich selbst zu sein.
    • Derealisation: Erfahrungen von Irrealität oder Distanzierung in Bezug auf die Umgebung.
  • Während dieser Erfahrungen bleibt das Wissen um die Realität intakt.
  • Die Symptome verursachen klinisch bedeutendes Unwohlsein oder Verschlechterung im Sozialen, bei der Arbeit oder anderen wichtigen Leistungsbereichen.
  • Die Störung ist nicht auf physiologische Effekte einer Substanz oder ein medizinisches Leiden zurückzuführen.
  • Die Störung kann nicht durch eine andere psychische Störung wie die Schizophrenie, die Panikstörung, das posttraumatische Stresssyndrom oder eine andere dissoziative Störung erklärt werden.
Die Depersonalisation und die Derealisation können von Traumata kommen

Was kann man machen, wenn man unter Depersonalisation oder Derealisation leidet?

Dissoziative Erfahrungen wie die Depersonalisation oder die Derealisation können sehr beängstigend sein. Wenn sie jedoch in einem konkreten Moment der Unruhe oder des Stresses auftreten, sind sie nicht von größerer Bedeutung.

Das Problem kommt, wenn sie über einen längeren Zeitraum oder als Symptom einer schwereren Störung wie die generalisierte Angststörung, Depression, Phobien oder Schizophrenie erscheint, in deren Fällen die dissoziativen Symptome normalerweise von alleine verschwinden, wenn die Hauptstörung behandelt wird. In diesen Fällen ist es besser, einen Spezialisten zu kontaktieren, der dir helfen wird, die richtige Behandlung zu finden.

Es ist wichtig zu wissen, dass, obwohl die Depersonalisationsstörung als eine unabhängige Pathologie gilt, die Behandlungen und Therapien, die heutzutage existieren, sie nicht beseitigen, sondern helfen mit der Störung auf die bestmögliche Art zu leben.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit

Emotionale Unsicherheit vs. emotionale Sicherheit

Emotionale Unsicherheit: Bin ich wenig selbstsicher und habe ein geringes Selbstvertrauen? Bin ich emotional unsicher? Die Eigenarten der persönlichen Unsicherheit können sich in einer Partnerschaft, bei der Arbeit und in sozialen Beziehungen zeigen. Wenn du denkst, dass du nicht so viel wert bist wie die anderen oder dich dabei überraschst, deine Liebes- oder Arbeitsbeziehungen zu boykottieren … Sei vorsichtig! Früher oder später wird dieses Handikap seinen Tribut fordern. Die persönliche Unsicherheit kann dazu führen, dass du wichtige Chancen vergibst oder es kann zu Problemen in deinen Beziehungen und Freundschaften kommen. Manchmal ist es schwierig, die Unsicherheit zu bemerken, denn sie erscheint verschleiert. Hast du das Gefühl, dass du eine unsichere Person sein könntest? Verwandle dich in eine entschlossene Person und nimm die Zügel deines Lebens in die Hand. Unser Ziel: Emotionale Sicherheit zu erlangen.

Emotionale Unsicherheit vs. emotionale Sicherheit

Eine unsichere Person ist “jemand, der die Welt wie einen tödlichen Dschungel wahrnimmt, und die Mehrheit der Menschen als gefährlich und egoistisch ansieht; er oder sie fühlt sich abgelehnt und isoliert, ist ängstlich und feindselig, im Allgemeinen pessimistisch und unglücklich; zeigt Anzeichen von Spannung und Konflikt, neigt dazu in sich gekehrt zu sein, macht sich Sorgen wegen Schuldgefühlen, tendiert zum Neurotiker und ist in der Regel egoistisch und egozentrisch“. Abraham Maslow. 1942.

Emotionale Unsicherheit?

Die emotionale Unsicherheit lässt uns an unseren eigenen Fähigkeiten zweifeln, Entscheidungen zu treffen oder neue Herausforderungen einzugehen; sie lässt uns weniger wert fühlen als die anderen und erweckt eine übermäßige Angst vor Kritik in uns. Wir geben den anderen zu viel Protagonismus in unserem Leben! Das Fehlen an Vertrauen in unsere Fähigkeiten kann verschiedene Gründe haben …

  • Wenn ich emotional unsicher bin, habe ich irreale Erwartungen an das, was passieren sollte, und somit sind diese Erwartungen unerfüllbar. Sie sind nichts mehr als Fantasien und haben nichts mit dem wirklichen Leben zu tun.
  • Wenn ich emotional unsicher bin, kann ich zu perfektionistisch sein. Vielleicht sind andere Familienmitglieder auch so und ich habe es “geerbt”. Das wird mich glauben lassen, dass, egal was ich tue, nie genug sein wird und ich es immer hätte besser machen können. Dies schafft Unzufriedenheit und Schuldgefühle, denn meistens machst du Aufgaben nicht fertig, weil du sie für unmöglich zu schaffen hältst.

Normalerweise erscheint die emotionale Unsicherheit verkleidet und lässt sich durch unverhältnismäßige Reaktionen blicken. Bin ich besitzergreifend in meinen Partnerschaften oder Freundschaften? Das könnte ein Symptom für meine versteckten Unsicherheiten sein …

Lukas denkt, dass er nicht sehr attraktiv ist und ist ständig besorgt, weil er denkt, dass seine Freundin, Elena, ihn für einen hübscheren Mann als ihn verlassen wird. Wenn er sich von ihr ignoriert fühlt, schlussfolgert er also, dass sie an einem attraktiveren Mann interessiert ist. Lukas versucht dann unbewusst, seine emotionale Unsicherheit mithilfe von manipulativem Verhalten ihr gegenüber zu kompensieren.

Maria ist mit Robert zusammen. Seit Kindheit an fühlt sich sehr wenig attraktiv. Sie denkt, dass Robert sie bald wegen einer jüngeren Frau verlassen wird. Sie tut alles, was er will und vergisst sich sogar selbst dabei. Ihre Unsicherheit nimmt zu, bis sie zu emotionaler Abhängigkeit wird und sie nicht mehr ohne Robert leben kann.

Emotionale Unsicherheit ist ein Stigma in unserer Gesellschaft. Niemand stellt sich vor, indem er sagt, dass er unsicher ist. Normalerweise versuchen wir unsere „unschönen Seiten“ zu verstecken. Wir zeigen uns vor anderen nicht gern auch nur im geringsten schwach.

Emotionale Unsicherheit Test: Bin ich emotional unsicher oder fühle ich mich selbstsicher?

1. Wenn ich meinen inneren Dialog in einem Satz zusammenfassen müsste, wäre dieser in etwa...
2. Wenn ich ein Geschenk kaufe ...
3. Der Lehrer überrascht dich mit einer mündlichen Präsentation. Was ist das Erste, was dir durch den Kopf geht?
4. Wie oft änderst du deine Meinung, wenn andere nicht mit dir einverstanden sind?

Wenn du mehr als zwei Fragen mit wahr angegeben hast, ist es möglich, dass du unsicher bist und das kann ganz schön entmündigend sein. Du vermeidest wahrscheinlich Situationen, in denen du glaubst, nicht gut dazustehen oder vielleicht vermeidest du Beziehungen, nur weil du Angst hast, dass sie etwas in dir auslösen, was du nicht kontrollieren kannst. Aber „jede Geschichte hat ein Ende“, oder? Sollte man das nicht boykottieren? Hast du aus Angst davor, was die Leute sagen, aufgehört etwas zu tun? Fühlst du dich verletzlich und siehst Probleme, wo andere keine sehen? Wir haben uns alle bei irgendeiner Gelegenheit mal unsicher gefühlt, aber wenn das so normal für dich ist, dass es dir ständig Unwohlsein bereitet … zweifle nicht … Du bist eine emotional unsichere Person und da werden wir etwas gegen tun!

Woher kommt die emotionale Unsicherheit?

  • Ein negativer innerer Dialog: “Ich kann das nicht, das ist nicht für mich, ich werde es nie schaffen, ich bin das hässliche Entlein …“
  • Zu viel Zeit mit jemand Unsicherem zu verbringen, kann deine Unsicherheit vergrößern; oft machen unsichere Personen andere unsicher
  • Ich bin emotional unsicher, wenn ich wenig Selbstvertrauen habe. Wenn wir viel Selbstvertrauen haben, erlaubt uns das, Selbstsicherheit zu entwickeln; wenn wir stattdessen wenig Selbstvertrauen haben, schätzen wir uns nicht genug wert.
  • Wenn ich merke, dass ich meine „Erfolge“ zu sehr zur Schau trage.
  • Vergangene Erfahrungen, bei denen man ignoriert, kritisiert oder lächerlich gemacht
  • Ich bin emotional unsicher, wenn ich eine Tendenz zum Perfektionismus habe. Immer wenn ich etwas in Angriff nehmen möchte, erscheint mein innerer Dialog, um mir zu sagen, dass ich nicht fähig bin, denn für Perfektionisten ist es nie genug.
  • In einer Familie mit dieser Tendenz aufzuwachsen.
  • Ein negatives Selbstbild. Das Bild ist das Bild, das du von dir selbst hast und es ist subjektiv.
  • In einer Familie mit Risikofaktor.  Zahlreiche Studien stimmen darin überein, dass ein ungesundes Umfeld die Sicherheit des Kindes beeinflusst.

Und was ist eine gesunde Familie? So eine, in der die Kinder lernen, dass sie sich auf ein sicheres Umfeld verlassen können. Sie nehmen Verhaltensweisen an, um ihre eigene körperliche und emotionale Gesundheit erhalten zu können, unabhängig von ihren Betreuern/Eltern. Eine gesunde Umgebung ist jene, in denen sich die Kleinsten sicher fühlen und sich sozial integrieren können, um effektive Selbstkontrolle zu erlernen. (Basic Behavioral Task Force of the National Advisory Mental Heath Council. 1996).

Deine Familie gibt dir Sicherheit

Wie beeinflusst die emotionale Unsicherheit mein Leben?

  • Eifersucht ist gesund und normal, aber übermäßige Eifersucht kann deine Beziehung zum Scheitern führen und der Grund dafür ist die emotionale Unsicherheit.
  • Trägst du das Etikett des Retters? „Ich trage deine Verantwortung und vergesse meine eigene, wenn ich mich selbst suche, finde ich mich nicht, weil ich so damit beschäftigt bin, das zu machen, was die anderen von mir erwarten, dass ich mich selbst vergesse“, Worte der Psychologin Isabel Ortuno in Onda Cero. Wir können nicht die ganze Welt retten! Und nicht die ganze Welt will gerettet werden!
  • Das geringe Selbstvertrauen äußert sich in Aussagen wie „ich kann nicht, das ist nicht für mich, ich bin nicht fähig dazu“ … aber auch hinter einem gehobenen Selbstvertrauen steckt Unsicherheit. Dies kann sich mittels Narzissmus oder Arroganz ausdrücken. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich hinter diesen extremen Haltungen ein krankhafter Unsicherer versteckt!

Wie höre ich auf eine unsichere Person zu sein? Was mache ich, um meine emotionale Unsicherheit zu lösen?

  1. Setze Grenzen zu anderen.
  2. Sei fähig dazu, NEIN zu sagen und sag es ohne Angst.
  3. Glaub nicht, dass du die Perfektion erreichen musst. Niemand ist perfekt.
  4. Entspann dich, genieße und sei du selbst.
  5. Betrüge dich nicht selbst und versteck deine Unsicherheiten nicht. Arbeite an ihnen!
  6. Trainier dein Selbstvertrauen. Lerne dich zu respektieren, zu akzeptieren, zu lieben …
  7. Glaub an dich.
  8. Akzeptiere konstruktive Kritik.
  9. Frag nach dem, was du nicht weißt.
  10. Meditiere
  11. Mach Dinge, die dir ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Lach über das Leben!
  12. Bitte um das, was du brauchst.
  13. Verbessere dein Können.
  14. Teile und sprich über deine Unsicherheiten.
  15. Ersetz deinen inneren negativen Dialog durch einen positiveren und optimistischeren: ändere das “ich kann das nicht, ich bin es nicht wert, ich bin nicht fähig” in “das ist kinderleicht!“
  16. Beherrscht du die assertive Kommunikation immer noch nicht? Es gibt keine bessere Methode, um deine Bedürfnisse und Meinungen auszudrücken.
  17. Kenne dich und verteidige dich mehr.
  18. Kämpf um deine Interessen, niemand wird das für dich übernehmen.
  19. Äußere dich!
  20. Vergleich dich mit niemandem. Du bist einzigartig und unwiederholbar. No te compares con nadie.
  21. Lerne aus deinen eigenen “Fehlern”.
  22. Ziel: Emotionale Sicherheit zu erlangen.

Was ist emotionale Sicherheit?

“Selbstvertrauen ist kein Gefühl der Überlegenheit sondern der Unabhängigkeit“. Lama Yeshe

Wir sind damit aufgewachsen, Sicherheit von unserer Familie zu bekommen. Deshalb versuchen wir sie im Laufe unseres ganzen Lebens wieder zu erlangen. Wenn die Bedürfnisse des Kindes erfüllt werden, ist ihm das Überleben garantiert. Kinder brauchen außer dem Bedürfnis nach Essen und Pflege, auch die Teilnahme an Aktivitäten, die sie in Kontakt mit ihrer empfindsamen und emotionalen Seite bringen, durch die Beziehungen, die sie mit den Mitgliedern ihrer Gemeinde aufbauen.

Alle positiven Dinge, die du machst, steigern dein Vertrauen. Deine Familie, das Lob, das du bekommst und deine Freunde lassen dich geliebt und geschätzt fühlen. Wenn du dazu fähig bist, deine Arbeit gut zu erledigen, das Leben aufs bestmögliche zu nutzen und dich nicht mit negativen oder toxischen Personen umgibst (!) … dann bist du auf dem richtigen Weg.

All dies wird dich Schritt für Schritt die ganze Sicherheit erlangen lassen, die du brauchst. Wenn du immer noch einen kleinen Anstoß brauchst, hör dir Dr. Ivan Joseph in diesem interessanten Vortrag über das Selbstvertrauen an.

Und vergiss nicht, die Realität auf die Art zu interpretieren, bei der DU den Nutzen hast,

Glaub an dich selbst!

Quelle: Ana Guerrero Braña, Psychologin bei CogniFit

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