Scheidungskinder: Die Trennung erklären, ohne dass sie darunter leiden

Scheidungskinder. Wie kann ich meinen Kindern helfen, sodass sie nicht unter der Trennung leiden? Eine Scheidung ist eine schwierige und komplizierte Situation für die ganze Familie, aber diejenigen, die am meisten unter einer elterlichen Trennung leiden, sind meistens die eigenen Kinder. Wenn ein Paar mit Kindern die Entscheidung trifft, sich zu trennen, endet die Beziehung zwischen den Elternteilen oft sehr geschädigt. Plötzlich befinden sich unsere Kleinen mitten in einem kaputten Zuhause, in dem sie ganz nah erleben, dass ihre Eltern sich streiten, anschreien und gegenseitig angreifen. Es kommt sogar häufig vor, dass wir unsere Kinder als Botschafter oder Vermittler in unsere Streitigkeiten als Paar miteinbeziehen. Bedenke, dass die Kinder im Fall einer Trennung am verletzlichsten sind und alles, was ihr macht, um euch gegenseitig zu schädigen, ob ihr es wollt oder nicht, am Ende negativen Einfluss auf sie hat und sich auf dem Rücken der Scheidungskinder austrägt.

Vergiss nicht, dass, auch wenn die Trennung für euch eine Möglichkeit ist, eine nicht funktionierende Beziehung zu beenden, für eure Kinder die Trennung ihrer Eltern bedeutet, dass sie aufhören müssen, an der Seite von den zwei Personen, die sie am meisten lieben und brauchen, aufzuwachsen. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie man eine Trennung angehen sollte. Entdecke in diesem Artikel, wie du deinen Kindern helfen kannst, die Scheidung ihrer Eltern zu verstehen. In diesem kleinen Leitfaden findest du die Ratschläge der Psychologin Vivian Randez. Finde heraus, wie man sich trennt, ohne seine Kinder zu schädigen oder ihnen weh zutun, wie man angesichts einer Trennung handeln sollte, ihre Konsequenzen, die Wichtigkeit der guten Kommunikation, was man niemals machen sollte, wenn man seinen Kindern helfen möchte, etc.

Konsequenzen der elterlichen Trennung für die Kinder

Scheidungskinder: Die elterliche Trennung – dem Kind während der Scheidung helfen

Die Eltern haben bei der Familiengründung, die wichtige Eltern-Funktion.

Wenn die Beziehungen zwischen den Ehepartnern nicht gut funktioniert und sie nicht glücklich zusammenleben, ist es das Beste, die Beziehung zu beenden. Im Allgemeinen ist eine Scheidung ziemlich traumatisch für die Kinder, aber sich nicht zu trennen, wenn die Partnerschaft nicht funktioniert, und eine Farce zu leben wäre Betrug und die Kinder würden letzten Endes viel mehr darunter leiden, die täglichen Streitigkeiten mit anzusehen und Zeugen der fehlenden Zuneigung zwischen ihren Eltern sein zu müssen.

Die Scheidung muss sich nicht unbedingt auf die korrekte Entwicklung der Kinder auswirken, obwohl es wichtig ist, eine Reihe von Grundsätzen zu beachten, um zu vermeiden, dass die Kinder die Scheidung der Eltern als traumatisches Ereignis in ihrem Leben wahrnehmen können.

Man muss davon ausgehen und akzeptieren, dass das Kind die Trennung der Eltern durchleben muss und dass es schwierige Momente für alle sind, aber es gibt viele Dinge, die wir tun können, damit unser Kind in diesem kritischen Augenblick nicht leidet und unsere Scheidung nur minimale Konsequenzen für sein Leben und seine Entwicklung hat.

Scheidungskinder: Konsequenzen der elterlichen Trennung

Es hängt sehr von der Reife und des Alters der Scheidungskinder ab, welche Konsequenzen die elterliche Trennung hat. Es ist wahrscheinlich, dass es sich diese Fragen stellt: „ Werden jetzt, da meine Eltern sich getrennt haben, aufhören mich zu lieben?“ „Haben sie sich wegen mir getrennt? …“

Einige der Auswirkungen, die die elterliche Scheidung oder Trennung auf die Scheidungskinder haben kann, sind:

  • Verschlechterung der akademischen Leistungen
  • Unwohlsein und Stress während der Trennung: Normalerweise treten Gefühle wie Angst und Kummer auf.
  • Es ist normal, dass sie häufig weinen, man sollte sie sich ausdrücken lassen und ihre Situation verstehen. Weinen hat einen psychologischen Nutzen.
  • Es ist normal, dass sie sehr darauf bestehen, dass sich ihre Eltern nicht trennen sollen. Man muss versuchen, sie dazu zu bringen, die Trennung so schnell wie möglich zu akzeptieren, damit sie darüber hinwegkommen können.
  • Schlafprobleme und sogar kindliche Schlafstörungen.
  • In manchen Fällen kann sich das Kind Schuld an der Trennung fühlen, man muss sehr auf Symptome, die auf kindliche Depression hinweisen, achten.
  • Das Kind könnte eine Form von kindlicher Regression erleben.
  • Die Trennung der Eltern kann das Selbstbild und das Selbstwertgefühl des Kindes schädigen.
  • Soziale Schwierigkeiten.
  • Emotionale Schwierigkeiten wie Depression, Angst, Nervosität …
  • Verhaltensprobleme.
  • Schwierigkeiten beim Glauben an die Dauerhaftigkeit von Beziehungen und insofern, weniger Engagement in diese etc.
Konsequenzen der elterlichen Trennung für die Kinder

Wie sollten wir uns vor unseren Kindern während einer Trennung verhalten?

Scheidungskinder: Wie kommuniziert man eine Trennung? Die gute Kommunikation zwischen den Teilen der Familie ist wichtig, wenn es um eine kritische Situation wie diese geht, eine so jähe Veränderung in der Familieneinheit. Die Kinder müssen für ihr Alter angemessen informiert werden. Man sollte das Kind nicht mit in die Schlacht ziehen, dem Kind gegenüber nicht schlecht über den Partner sprechen, ihm Zeit geben, die Veränderung zu akzeptieren, damit es sich sicher fühlt. Es ist wichtig, dass die Eltern direkt mit dem Kind darüber sprechen, und nicht Dritte.

Hier haben wir ein paar Ratschläge für dich, wie man mit Scheidungskindern sprechen kannst:

  • Erkläre deinem Kind, dass Mama und Papa nicht mehr zusammenleben können und wollen und ab jetzt in verschiedenen Häusern leben werden.
  • Papa und Mama haben diese Entscheidung gefällt, weil sie denken, dass es das Beste für alle ist. Mach klar, dass die Kinder nichts mit der Trennung zu tun hatten. Die Eltern haben sich nicht getrennt, weil er oder sie sich schlecht benommen hat.
  • Sprecht mit euren Kindern über die Trennung ohne zu beschuldigen. Weder Papa noch Mama. Es ist wichtig, dass ihr eure Kinder nicht in eure Streitigkeiten mit hineinzieht.
  • Wir sollten nicht versuchen, unser Kind auf unsere Seite zu ziehen, sofern möglich muss versucht werden, die Konflikte zu beseitigen, die in unserer Partnerschaft auftreten, ohne die Kinder mit einzubeziehen.
  • Versichert dem Jungen oder Mädchen, dass beide Elternteile ihn oder sie immer noch wie vorher lieben, und dass er oder sie beide gleich oft sehen wird, dass, obwohl ihr jetzt nicht mehr alle zusammen lebt, niemand sich von ihm oder ihr trennen wird. Das Kind kann mit beiden für alles, was es braucht, rechnen.
  • Betont, wie viele Menschen es gibt, denen das Kind wichtig ist und die wollen, dass es glücklich ist. Die Idee ist, die Angst vor Einsamkeit oder der Vernachlässigung zu beseitigen. Fordert es dazu auf, immer, wenn es etwas bedrückt oder es sich traurig fühlt, mit einem der beiden Elternteile zu sprechen.
  • Erhaltet die Routinen des Kindes: Wohnort, Umfeld, Beziehung zu den Eltern, Schule, Uhrzeiten, etc.
  • Die Liebe zu den Kindern zeigt man, indem man Zeit mit ihm oder ihr verbringt, eine Bindung mit ihm knüpft, ihm zuhört …
  • Es ist wichtig, nicht in die Falle der Überbehütung zu tappen. Wir sollten das Kind weiterhin so behandeln wie vorher, es ist nicht gut all seinen Launen und Wünschen nachzugeben.
  • Versucht die positiven Meinungen, die euer Kind von euch beiden hat, zu erhalten.
  • Erleichtere die Beziehung des Kindes mit dem anderen Elternteil, sei flexibel in Zeiten etc. Es ist klar, dass die Scheidung nicht gut ist und sie in einigen Fällen ein schwierig zu überwindender Schmerz für das Kind sein kann. Das ist abhängig davon, wie die Trennung verläuft. Vor allem sollte man vermeiden, die Kinder mit in den Konflikt zu ziehen. Man muss zwischen der Partnerschaft und der Rolle als Mutter oder Vater unterscheiden.

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Es besteht kein Zweifel, dass manchmal die beste Lösung für das Zuhause und alle Mitglieder der Kernfamilie eine Beendigung der Beziehung und insofern die Trennung der Ehepartner ist. Für die Scheidungskinder ist die Trennung der Eltern immer schmerzhaft, aber die Auswirkungen derselben sind verschieden und hängen davon ab, wie der Trennungsprozess und die Kommunikation desselbigen gestaltet wird. Wenn eine Trennung angemessen durchgeführt wird, geht die Anpassung der Scheidungskinder schneller vonstatten und die Auswirkungen sind nicht so schwerwiegend, als wenn eine Trennung sich auf traumatische Weise vollzieht.

Deswegen ist es grundlegend, dass die Eltern sich ihren Kindern gegenüber während des Trennungsprozesses korrekt verhalten, ohne zu vergessen, dass Partnerschaft und Kinder verschiedene Dinge sind und, wie wir vorher erwähnt haben, der Erfolg oder das Scheitern in einem Aspekt nicht den Erfolg oder das Scheitern im anderen zur Folge haben muss. Es gibt nicht viele einfache Trennungen, aber dafür viele Eltern, die sich nicht verständigen, und das ist in Wirklichkeit der Grund für den schlechteren Umgangs des Kindes mit diesem Prozess und hat somit negative Auswirkungen auf unseren Kleinen oder unsere Kleine.

 

Quelle: Vivian Randez, Psychologin bei CogniFit

Ruhe bewahren? 10 Strategien, um in schwierigen Momenten ruhig zu bleiben

Ruhe bewahren: Wie schafft man es unter Druck ruhig zu bleiben? Wie reagiert dein Gehirn in kritischen Momenten? Wie gehst du die Situationen an, die Stressgefühle in dir auslösen? Ein Streit mit deinem Partner, der Stau auf dem Weg zur Arbeit, die Diskussion mit deinem Chef, der Wutausbruch deines Kindes, die Geringschätzung deines Kollegen, die Schlange im Supermarkt, etc. … Manchmal finden wir uns in einer schwierigen oder konfliktiven Situation wieder, in der es sehr schwierig ist, ruhig zu bleiben. Bestimmt hast du schon mal so einen schwierigen Moment erlebt, in der du emotional überfordert bist, die Nerven verlierst und völlig unfähig dazu bist, die richtige Entscheidung zu fällen. Vielleicht explodierst du sogar, wenn dich jemand provoziert hat, und möchtest einfach nur noch schreien und deine Wut an dieser Person auslassen, die dich in Rage versetzt.

10 Strategien, um in schwierigen Momenten ruhig zu bleiben

Dieser Artikel handelt davon, wie du konfliktive Situationen angehen kannst, in denen alles schief laufen zu scheint und beschreibt, wie du in den schwierigen Momenten die Ruhe bewahrst. Mairena Vázquez, Psychologin, gibt dir 10 Ratschläge und zeigt dir Techniken, die dir dabei helfen, in jeder Situation ruhig zu bleiben

“Das Wichtige ist nicht das, was dir passiert, sondern wie du es angehst” (Joan Manuel Serrat)

Die Ruhe bewahren

Wir führen ein hektisches Leben und fast täglich sehen wir uns damit konfrontiert, tief zu atmen und bis 10 zu zählen, bevor wir etwas Unangemessenes tun. Viele Menschen leben gestresst, sei es, weil sie arbeiten, den Haushalt organisieren und sich um die Familie kümmern, genug Geld verdienen müssen, um den Monat zu überleben, familiäre Probleme haben …

Es gibt Tage, an denen alles schief zu laufen scheint, die Probleme scheinen geradezu auf uns niederzuprasseln und wir denken „Warum ich?“ Genau dann müssen wir die Ruhe bewahren. Aber … was genau meine ich damit?

Die Ruhe zu bewahren bedeutet, in jeder Situation gelassen und ruhig zu bleiben. Es bedeutet, geduldig, ruhig, klar und optimistisch zu bleiben, besonders in Situationen, in denen wir uns besonders überfordert fühlen, da es scheint, dass wir nicht dazu fähig sind, die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Die Anspannung, die Nervosität und all die negativen Folgen, die davon herrühren, nicht ruhig bleiben zu können, sammeln sich in unserem Körper und können unterschiedliche gesundheitliche Probleme hervorrufen. Der Körper spricht, wenn der Geist schweigt.

Wegen all dem ist es wichtig und gleichzeitig ratsam, die Ruhe bewahren zu können, um uns jeder Situation auf die bestmöglichste Art entgegenstellen zu können.

Warum es wichtig ist, die Nerven zu behalten. 10 Tipps, um die Ruhe zu bewahren.

10 Tipps, um die Ruhe in jeder Situation zu bewahren

Die Art und Weise, auf die wir in Situationen handeln können, die uns Stress oder Unwohlsein bereiten, ist grundlegend. Natürlich ist es nicht einfach die Ruhe zu bewahren, wenn wir nervös sind oder unter Druck stehen. Deswegen stellen wir dir 10 Möglichkeiten, um zu lernen, die Ruhe zu bewahren, zur Verfügung.

Wenn wir uns aufregen, sendet uns unser Körper Zeichen und wir merken, dass unser Puls schneller wird, die Körpertemperatur steigt, unsere Stimme lauter wird, einige Muskeln sich anspannen, … Das ist der Moment, in dem wir auf die folgenden Punkte achten sollten, um ruhig zu bleiben:

1. Ruhe bewahren: Die Alarmsignale identifizieren

Zuallererst solltest du versuchen, deine Aufmerksamkeit auf diese Signale zu richten, die der Körper in Druck- und Stresssituationen sendet. Es ist wichtig, dass du identifizieren kannst, wie dein Körper unter diesen Umständen reagiert, um zu lernen, in den darauffolgenden Momenten die Ruhe zu bewahren.

Wenn du denkst, dass du dazu fähig bist, die Situation anzuhalten, hältst du sie an und kannst so ruhig bleiben. Wenn du dazu fähig bist, deine Gedanken zu kontrollieren, hast du schon die Hälfte des Kampfes gewonnen.

Wie die Ruhe bewahren? Vertrau auf dich selbst und deine Möglichkeiten, alles zu schaffen, was du dir vornimmst. Denke „es gibt nichts Schlimmes, was 100 Jahre dauert, das hält kein Körper aus“ und „nach dem Sturm kommt immer die Ruhe“. Bleib ruhig und vor allem werde nicht panisch. Egal wie die Situation ist, die in dir Druck, Unwohlsein, Sorgen etc. hervorruft, sie wird nicht ewig dauern und du kannst sie überwinden.

Lerne aufzuhören, negativ zu denken und vergiss Gedanken der Art „es ist unmöglich, ich kann so viel Arbeit nicht schaffen“, denn das Einzige, was du mit diesen Gedanken schaffst, ist deinen Stress zu erhöhen und die Situation zu verkomplizieren. Versuche die positive Seite der Dinge zu sehen.

2. Ruhe bewahren: Atme und zähle bis 10

1-2-3-4-5….9-10.” Glaub mir, wenn ich sage, dass es besser ist, dir die Zeit zu nehmen zu zählen (egal ob bis 10 oder bis 100), bis du dich entspannst. So vermeidest du etwas zu sagen oder zu tun, das du später bereuen könntest, während du gleichzeitig das Nervensystem beruhigst.

Wie die Ruhe bewahren? Trainiere die langsame und tiefe Atmung, wenn du dich wohl und gelassen fühlst, damit du in komplizierten Situationen und wenn du nervös bist, automatisch dazu fähig bist. Atme ein, halt die Luft 5 Sekunden und atme langsam wieder aus. Beobachte, wie dein Körper aufhört, angespannt zu sein. Stell dir vor, es ist einer dieser Tage, an denen dein Chef dich wegen jeder Kleinigkeit zurechtweisen zu scheint … Zähl bis 10, atme nach und nach tief. Wenn du dich entspannt hast, wird dein Geist klar und du wirst alles von einer anderen Perspektive aus sehen können. Du wirst nicht mehr denken „Ich hasse meinen Chef aus tiefster Seele!“ sondern „Mein armer Chef, wir haben alle mal einen schlechten Tag!“

3. Ruhe bewahren: Distanziere dich einen Moment lang von der Situation

Wenn wir uns in einer Situation wiederfinden, die in uns Unwohlsein oder Nervosität hervorruft und wir ruhig bleiben müssen, ist es eine gute Idee, sich von der Situation zu entfernen und versuchen an die frische Luft zu gehen. Wenn wir außerdem ein paar Sonnenstrahlen abbekommen können, wird uns das noch mehr helfen, Klarheit zu behalten.

Eine andere Option ist dein Gesicht mit kaltem Wasser zu waschen, wenn es dir gerade möglich ist. So kann sich die Herzfrequenz verringern und dies kann dir helfen dich zu beruhigen.

Du kannst auch Gegenstände wie Anti-Stress-Bälle benutzen, um Druck abzubauen. Das sind Bälle, die in eine Hand passen und deren Hauptzweck es ist, unsere Spannungen durch Kneten zu verringern. Sie helfen uns dabei, das Adrenalin zu befreien, das sich in Spannungsmomenten ansammelt, während unsere Laune gleichzeitig besser wird.

Auch nicht zu vergessen sind die Vorteile, die Musik uns bringt,wenn wir gestresst sind. Kämpfe gegen den Stress mit Musik an.

4. Ruhe bewahren: Schalte dein Gehirn auf Pause, denke an etwas anderes

Wenn du unter Druck stehst und die Ruhe bewahren möchtest … Hast du schon mal probiert, an Bilder zu denken, die dich entspannen? Welche Landschaften wecken in dir ein Gefühl von Frieden und Ruhe? Vielleicht hilft es dir, ruhig zu bleiben, wenn du an das Meer, an den Klang der Wellen, an die Brise, die dich streift, denkst.

Versuche an Dinge zu denken, die nichts mit dem Problem zu tun haben, du hast Tausende von Möglichkeiten: Denk an deinen nächsten Urlaub, verbinde dich mit dem Internet, stell dir eine Landschaft vor, fang an dieses Buch zu lesen, das dir so gefällt, versuch dich an diese lustige Situation zu erinnern, die du vor Kurzem erlebt hast …

Jeder Mensch ist anders und deshalb entspannt nicht alle Menschen das Gleiche. Nimm dir die Zeit das herauszufinden und wenn du dir bewusst bist, was am besten für dich funktionierte, musst du es dir nur noch in deinen Stressmomenten vorstellen.

10 Tipps, um ruhig zu bleiben. Denk an Bilder, die dich entspannen.

5. Ruhe bewahren: Analysiere deine Situation auf objektive Art und Weise

Wenn du merkst, dass du die Situation nicht mehr aushalten kannst, die so viel Wut und Stress in dir erzeugt, wenn du dich fühlst, als müsstest du explodieren, wenn du mit allen Mitteln versuchst ruhig zu bleiben, es aber nicht schaffst, … sei objektiv.

Stell dir die Situation, die du erlebst, vor, als würdest nicht du in ihr stecken, sondern jemand anderes die Hauptfigur wäre. Wie würdest du es sehen? Würdest du es genauso sehen? Wenn der Hauptdarsteller dieser Geschichte dich um Rat beten würde, was würdest du ihm sagen? Wenn du die emotionale Bedeutung aus der Situation heraus nimmst, kannst du bestimmt auf eine andere und bessere Art handeln.

Du kannst diese Situation auch jemand anderem, dem du vertraust, vorstellen, damit dieser dir hilft, die Konsequenzen einer bestimmten Entscheidung zu überdenken und die bestmöglichste Entscheidung zu treffen. Eine Person, die nichts mit dem Problem zu tun hat, kann vielleicht Lösungen finden, die du selbst nicht sehen kannst.

6. Ruhe bewahren: Auf die Ernährung zu achten kann dir helfen, die Nerven zu behalten

Gesund zu essen ist wichtig für uns alle, da die Ernährung sowohl unseren Körper als auch unsere Laune beeinflusst.

Es gibt Menschen, die einen Kaffee trinken oder eine Zigarette rauchen, um ruhig zu bleiben, weil sie denken, dass sie dieses Verhalten beruhigt. Das ist immer ein Fehler.

Andere Menschen greifen auf Backwerk oder Süßigkeiten zurück, weil sie denken, dass Zucker bei dieser Gelegenheit das Richtige ist, oder sogar weil sie sich gezwungen fühlen sich mit egal welchem Essen vollstopfen, was sie gerade finden. Ein Fehler!

Nicht nur Kaffee ist in solchen Fällen nicht gut, sondern jedes Getränk, das Koffein enthält, kann und noch nervöser machen. Zuckerhaltige Produkte bewirken den gegenteiligen Effekt, den wir uns in diesem Moment wünschen, da sie uns Energie geben und wir uns somit noch aufgeregter fühlen könnten.

Wie beruhigen wir uns wieder? In solchen Fällen empfehlen Experten schwarze Schokolade und Lebensmittel reich an Vitamin C wie Erdbeeren, Orangen, … zu essen, da die Cortisol (Stresshormon) abbauen und einen Entspannungstee (zum Beispiel Baldriantee oder Lindenblütentee) zu trinken, um ruhig zu bleiben.

Für die Menschen, denen es bei Nervosität nur hilft den Kühlschrank zu überfallen, ist Kaugummikonsum zu empfehlen (zuckerfrei), der ihnen hilft, das Stress- und Nervositätslevel herunterzusetzen. Wenn du außerdem versuchst das Kaugummi langsam zu kauen und es bewusst zu genießen, wirst du deine Aufmerksamkeit auf das Kaugummi richten und dich indirekt weniger um das Problem kümmern.

Experten empfehlen dunkle Schokolade und Vitamin-C reiche Lebensmittel wie Orangen zu essen, um die Ruhe zu bewahren.

7. Ruhe bewahren: Die Natur kann deine große Verbündete sein

In gespannten und komplizierten Momenten ist es von großer Wichtigkeit, dich von der Situation, die dich aufregt, zu entfernen, um deinen Kopf freizumachen. Such dir einen ruhigen Ort, an dem du bequem sitzen kannst und konzentriere dich darauf an etwas anderes zu denken als an das, was dir Unwohlsein bereitet.

Wenn du in Stressmomenten die Möglichkeit hast, in die Natur zu gehen, sei es an den Strand, die Berge, aufs Feld … mach es! Die lebendigen Farben der Natur bewirken, dass dein Geist sich entspannt.

8. Ruhe bewahren: Die Wichtigkeit des Sports

Wie in komplizierten Situationen ruhig bleiben? Bewege dich, aktiviere deinen Körper, egal wie. Spazieren zu gehen ist sehr empfehlenswert. Einen Spaziergang zu machen oder sogar (abhängig von deiner Kondition) joggen zu gehen, ist eine gute Art, von den Problemen abzuschalten, Energie freizusetzen und den Geist klar von den Situationen, die uns Unwohlsein bereiten, zu halten.

Egal welche Art von Sport zu wählst, es ist immer besser einen kleinen Spaziergang zu machen als dich in deinem Zimmer einzuschließen, wo dir die immer gleichen intrusiven Gedanken durch den Kopf schwirren. Sport hilft dabei die Emotionen zu regulieren und dank der Freisetzung von Endorphinen fühlen wir uns glücklicher.

Wenn du zu denen gehörst, die andere Formen von Aktivitäten oder Sport als Joggen bevorzugst, kann du Alternativen wie Schwimmen, Tanz, Pilates, Yoga oder Achtsamkeitstraining suchen, denn diese helfen uns die Spannung zu verringern, die sich in uns Tag für Tag sammelt.

Sport hilft die Emotionen zu regulieren und erlaubt uns ruhig zu bleiben.

9. Ruhe bewahren: Verzeihe, vergesse und behalte deinen Sinn für Humor

Manchmal begegnen wir Situationen, in denen wir uns aus diversen Gründen bekümmert und schuldig fühlen.

Wenn wir in diesen Momenten die Ruhe bewahren wollen, ist es entscheidend, dass wir unser begangenen Fehler bewusst sind und frei dazu sind uns selbst zu verzeihen und uns somit von der Schuld befreien können. Wenn wir glauben, dass wir einen Fehler begangen haben, sollten wir es verstehen uns zu verzeihen und uns eine zweite Chance zu geben.

Es ist immer gut die positive Seite der Dinge zu sehen und alles mit Humor zu nehmen. Lach über dich selbst, über die Situation und über alles, auch wenn das manchmal kompliziert ist.

10. Ruhe bewahren: Beglückwünsche dich

Wir wissen ja bereits, dass es keine einfache Aufgabe ist, in jeder Situation die Ruhe zu bewahren. Es erfordert viel Geduld, Praxis und Motivation und Willenskraft nicht aufzugeben, wenn es scheint, dass die Situation uns aus den Händen gleitet.

Beglückwünsche dich, weil du es wolltest und es geschafft hast. Du hast Reife bewiesen und dank deiner Motivation konntest du die Ruhe behalten, indem du sowohl deine Emotionen als auch deine Taten kontrolliert hast. Fühl dich stolz auf dich selbst. Wenn du in einer Sache versagt hast, macht das nichts, bestraf dich nicht, denn beim nächsten Mal wirst du es besser machen. Außerdem helfen dir die Fehler mehr über dich zu lernen und sorgen dafür, dass du dich besser kennst, um in den nächsten Situationen nicht den gleichen Fehler zu begehen.

Und was ist deiner Meinung nach die beste Art die Ruhe zu bewahren? Was machst du in den Situtationen, in denen alles schief laufen zu scheint? Gehörst du zu denen, die tief atmen und bis 10 zählen? Weichst du deinen Problemen lieber aus, indem du Musik hörst? Oder gehst du vielleicht lieber joggen, um Energie und Spannungen abzubauen? Wenn du möchtest, kannst du unten mit uns teilen, was dein bester Tipp ist, um die Ruhe zu bewahren. 😉

Quelle: Mairena Vázquez, Psychologin bei CogniFit

Zweisprachigkeit bei Kindern. Vorteile für zweisprachige Kinder

Welchen Einfluss hat Zweisprachigkeit bei Kindern? Könnte das Aufwachsen mit zwei Muttersprachen die Sprachentwicklung von Kindern schädigen und den Spracherwerb verzögern? Ist es ein Vorteil oder Nachteil Kinder zweisprachig zu erziehen? In diesem Artikel beseitigen wir all deine Zweifel

Zweisprachigkeit bei Kindern

Noch vor kurzer Zeit nahm man an, dass das Aufwachsen mit zwei Muttersprachen die Sprachentwicklung der Kinder schädigen könnte. Mit zwei Wortschätzen zu lernen könnte den Spracherwerb verzögern.

Nichtsdestotrotz hat sich herausgestellt, dass dem nicht so ist. Zweisprachigkeit bei Kindern kann dazu führen, dass diese Aufgaben besser erfüllen, die Aufmerksamkeit, Zurückhaltung oder Impulskontrolle und das Kurzzeitgedächtnis erfordern. Trotz vieler Untersuchungen bis heute, ist es nicht klar, ob dieser “Vorteil” wirklich existiert. Dennoch werden wir versuchen das Thema in diesem Artikel mithilfe der aktuellsten Forschung bis heute zu erläutern.

Welchen Einfluss hat Zweisprachigkeit bei Kindern?

1. Zweisprachigkeit bei Kindern verbessert ihre exekutiven Funktionen

Um dieses Thema zu erläutern haben Forscher am medizinischen Zentrum der Universität Georgetown eine Studie durchgeführt. Darin wird der Umfang der grauen Gehirnsubstanz von zweisprachigen und einsprachigen Erwachsenen verglichen. Es stellte sich heraus, dass Zweisprachige eine größere Menge an grauer Substanz am Frontal- und Parietallappen besitzen, zwei Zonen, die für die exekutiven Funktionen zuständig sind.

Die graue Hirnmasse bildet sich aus Nervenzellkörpern, im Gegensatz zur weißen Substanz, die aus Nervenfasern besteht, die die Information zwischen den Hirnarealen transportiert. Diese graue Substanz unterscheidet sich von einer Person zur anderen, je nach den Erfahrungen und Erlebnissen der Personen. Zum Beispiel fand man in einer bekannten Studie heraus, dass Londons Taxifahrer einen größeren Umfang an grauer Substanz in den Bereichen der räumlichen Verarbeitung hatten.

Was sind exekutive Funktionen? Exekutive Funktionen sind die Hirnfunktionen, die für die Steuerung der Aufmerksamkeit, das Kurzzeitgedächtnis, die Planung und die Impulskontrolle zuständig sind.

Eine neue Studie zeigt, dass sich Unterschiede in der Hirnfunktion schon im Alter von 11 Monaten bemerkbar machen. Im Unterschied zur vorher erwähnten Studie hat man in dieser die Hirnaktivität und nicht den Umfang gemessen. Die Ergebnisse zeigen eine höhere Aktivität des Frontallappens (zuständig für die exekutiven Funktionen) bei zweisprachigen als bei einsprachigen Kindern.

Man glaubt, dass sich dies darin begründet, dass zweisprachige Personen von einer Sprache zur anderen wechseln müssen, ohne sich zu irren oder die Sprachen zu vermischen.

Weitere interessante Daten, vor allem für die Eltern, sind folgende:

  • Alle Kinder zeigten neuronale Sensibilität für beide Sprachen, die sie lernten, in diesem Fall für Englisch und Spanisch. Dies lässt vermuten, dass sie beide wirklich lernten.
  • Die Kinder zeigten die gleiche Sensibilität für die englische Sprache wie einsprachige englischsprachige Kinder. Das heißt, sie lernten Englisch mit der gleichen Geschwindigkeit wie nicht zweisprachige Kinder.

Diesen Experten nach sind sehr kleine Kinder dazu fähig mehrere Sprachen zu lernen und außerdem ist die Kindheit der beste Moment um zu beginnen.

Welche Auswirkungen hat Zweisprachigkeit bei Kindern?

2. Zweisprachigkeit bei Kindern verbessert ihr Überzeugungssystem

Nicht nur kognitive Fähigkeiten, auch Überzeugungen verändern sich mit der Zweisprachigkeit. Laut einer Studie denken Kinder, die in einem zweisprachigen Umfeld aufgewachsen sind, dass uns das Erlernte mehr als das Angeborene zu dem macht, was wir sind.

Den Glauben, dass unsere Eigenschaften angeboren sind, nennt man Essentialismus. Die Studie bewies, dass zweisprachige Kinder diese Überzeugung nicht aufwiesen, während Einsprachige dachten, dass Charaktereigenschaften angeboren sind. Das heißt, anstatt zu glauben, dass unsere Eigenschaften angeboren sind, denken sie, dass unsere Entwicklung von unseren Erfahrungen abhängt. Ich bin, wie ich bin aufgrund meiner Erlebnisse, ich bin nicht so geboren, sondern meine eigene Erfahrung und das, was ich gelernt habe, hat mich zu dem gemacht, was ich bin.

Diese Entdeckungen sind wichtig, denn es ist wahrscheinlicher, dass Kinder mit dieser Art von Überzeugungen später klischeehafte und vorgefasste Meinungen entwickeln. Deswegen kann der frühe Unterricht in einer Zweitsprache zur Entwicklung einer Akzeptanzhaltung gegenüber der menschlichen Vielfalt beitragen. Außerdem führt das Denken, dass unsere Eigenschaften angeboren und unveränderlich sind dazu, dass wir uns nicht anstrengen, um uns als Personen zu verbessern und so starre und konservative Persönlichkeiten erschaffen.

3. Zweisprachigkeit bei Kindern verzögert die Gehirnalterung

Dein Gehirn zu stimulieren und es aktiv zu halten ist essentiell um die Hirnalterung zu verzögern und neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer, kognitivem Verschleiss sowie Demenzen vorzubeugen.

Nach dieser Studie erschienen bei mit Alzheimer diagnostizierten Personen, die ihr Leben lang konsistent zwei oder mehr Sprachen gesprochen hatten, die Symptome der Krankheit bis zu 5 Jahre später. Außerdem wurde bei diesen Personen durchschnittlich 4,5 Jahre später Krebs diagnostiziert als bei einsprachigen.

Zusätzlich zur Mehrsprachigkeit können andere Faktoren wie eine gesunde Ernährung und kardiovaskuläres Training eine wichtige Rolle dabei spielen, wie das Gehirn dem altersspezifischen kognitiven Verschleiß gegenübertritt.

4. Zweisprachigkeit bei Kindern vereinfacht das Erlernen neuer Sprachen

Laut einigen Studien macht Zweisprachigkeit das Erlernen einer dritten Sprache einfacher. Das kann darin begründet sein, dass Zweisprachigen mehr sprachliche Mittel zur Verfügung stehen, die das Lernen erleichtern und dass diese Personen dem Erlernen verschiedener Sprachen offener gegenüberstehen.

Zweisprachigkeit bei Kindern: Probleme

Es gibt selbstverständlich nicht nur Vorteile. Die Zweisprachigkeit kann auch einige Nachteile haben, obwohl diese unwichtig erscheinen, wenn wir sie mit den großen Vorteilen vergleichen, die durch die Beherrschung von zwei Sprachen erlangt werden.

Diese Kinder beginnen etwas später als einsprachige Kinder zu sprechen, allerdings immer im Rahmen der Normalität, also ist dies nicht wirklich ein Nachteil.

Zweisprachige Personen haben im Allgemeinen einen beschränkteren Wortschatz als Einsprachige.

Außerdem kämpfen sie kontinuierlich gegen die Invasion von einer der beiden Sprachen in die andere, die in dem Moment benutzt wird. Zusätzlich haben zweisprachige Kinder oder Erwachsene oft Schwierigkeiten, das Wort zu finden, das sie benötigen, weil sie ständig von einer Sprache zur anderen wechseln müssen.

Zweisprachigkeit bei Kindern: Ratschläge für die Eltern.

Es gibt viele Situationen, in denen Zweisprachigkeit vorkommt, zum Beispiel wenn beide Eltern eine Sprache sprechen, die sich von der des Ortes, an dem sie leben, unterscheidet, wenn ein Elternteil die Ortssprache spricht und der andere eine andere Sprache …

Das Kind wird die Sprache des Landes, in dem es lebt, ganz einfach lernen und sprechen, es bleibt ihm ja nichts anderes übrig. Aber was passiert, wenn das Kind die Sprache, in der seine Eltern mit ihm sprechen, nicht sprechen möchte? Es ist sehr wichtig, es nicht zu zwingen oder unter Druck zu setzen. Auch wenn das Kind nicht spricht, versteht es, sein Gehirn wird stimuliert und es ist bereit zu sprechen. Um ihm zu helfen, die Sprache zu üben, ist es essentiell, dass das Kind Situationen ausgesetzt wird, in denen es die Sprache benutzen muss, wie zum Beispiel bei einem Besuch des Landes, wo sie gesprochen wird.

Es ist auch wichtig, es zu loben, wenn es die Sprache benutzt, zum Beispiel: “Schön, dass du diese Sprache benutzt, das gefällt mir immer sehr!“

Wenn die Kinder klein sind, vermischen sie beide Sprachen, das ist ganz normal und man sollte sie nicht berichtigen.

Wenn jeder Elternteil eine Sprache spricht, ist es wichtig, dass sie sich darauf einigen, in welcher Sprache jeder konsistent mit dem Kind spricht. So wird das Erlernen beider Sprachen verstärkt. Es kann auch sehr positiv sein, dass die Kinder Bücher lesen oder Filme auf beiden Sprachen sehen, um so beide Sprachen möglichst gleichmäßig zu üben.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit

Gleichgeschlechtliche Eltern: Diskriminierung vorbeugen – Folgen für das Kind

Gleichgeschlechtliche Eltern: Es ist kaum zu glauben, dass es immer noch Zweifel über die Entwicklung von ihren Kindern gibt. Der Grund für viele falsche Überzeugungen zu diesen Familien ist ganz einfach Unwissenheit. Wie sind diese Kinder? Ist es wahr, dass Kinder, die von schwulen oder lesbischen Eltern erzogen werden, Probleme in der Entwicklung bekommen können? Haben gleichgeschlechtliche Eltern eher Kinder die auch homosexuell werden? Werden ihre Mitschüler über sie lachen und sie verspotten? Hier erklären wir dir, wie Kinder von gleichgeschlechtlichen Eltern sind und widerlegen gewisse Mythen.

Gleichgeschlechtliche Eltern

Als gleichgeschlechtliche Eltern bezeichnet man Eltern, die beide das gleiche Geschlecht haben, das heißt homosexuell (schwul oder lesbisch) sind.  Aber davon abgesehen gibt es viele andere Familienstrukturen: Eine lesbische alleinerziehende Mutter oder ein schwuler Single-Vater, Patchwork-Familie mit gleichgeschlechtlichen Eltern und Kindern aus einer vorhergehenden heterosexuellen Beziehung …

Die Statistiken vermuten, dass 15 % der gleichgeschlechtlichen Paare auf der Welt Kinder haben, seien sie biologisch oder adoptiert.

Die Menschen fragen sich oft, ob Kinder aus diesem Kollektiv (Schwule und Lesben) sich korrekt entwickeln oder ob, im Gegensatz dazu, die Homosexualität der Eltern eine Art von Trauma oder Funktionsstörung in ihnen hervorrufen kann.

Gleichgeschlechtliche Eltern: Wie sind die Kinder?

Es existieren bereits einige Studien zu diesem Thema. Sie alle deuten darauf hin, dass es keine Unterschiede zwischen Kindern von homosexuellen und denen von heterosexuellen Paaren gibt. Wichtiger als die Familienstruktur sind die intrafamiliären Prozesse und Beziehungen. Das heißt, viel relevanter für eine gute Kindesentwicklung als der Aufbau der Familie ist das Beibringen eines vernünftigen Wertesystems und den Kindern zuas Vermeiden davon, in Fallen zu treten, die aus unserem Kind einen kleinen Straftäter machen könnten, die Kommunikation mit unseren Kindern und der Umgang mit den Gefühlen.

Der Glaube, dass Kinder von homosexuellen Paaren sich schlechter entwickeln und in ihrer Zukunft schlechter anpassen können, entsteht durch Unwissen, aber auch durch das in-Verruf-bringen durch einige religiöse Einrichtungen.

Um zu argumentieren, dass gleichgeschlechtliche Eltern keine guten Eltern sind, wird oft eine Studie unter der Leitung von dem Forscher Mark Regnerus der Universität von Texas aus dem Jahre 2012, zitiert. Diese Studie bestätigte, dass Kinder von homosexuellen Müttern und Vätern sich sozial, emotional und relational schlechter verhielten als Kinder aus “biologisch intakten Familien“. Diese Ergebnisse widersprachen der bisherigen Forschung.

Nichtsdestotrotz analysierten Wissenschaftler in einer aktuelleren Studie von den Universitäten aus Indiana und Connecticut diese Daten und kamen zu einer anderen Schlussfolgerung. Ihnen gemäß ist die beste Art eine Studie zu beurteilen, die Daten neu zu analysieren, besonders, wenn diese umstrittene Ergebnisse aufwirft. Dabei fanden sie Fehler in der Art der Kodifizierung und Klassifikation der Daten. Zum Beispiel hatte ein Viertel der Jugendlichen, die angeblich von gleichgeschlechtlichen Eltern erzogen worden waren, in Wirklichkeit nur ein Jahr oder weniger bei ihnen gelebt. Außerdem fanden sie heraus, dass eine große Anzahl der Antworten in den Fragebögen, auf denen die Daten beruhten, inkonsistent, unlogisch und voller Widersprüche war. Diese hätten von der Analyse ausgeschlossen werden müssen.

Als diese Fehler beglichen waren, fand man heraus, dass die Unterschiede zwischen Kindern, die von gleichgeschlechtlichen Paaren und Kindern, die von heterosexuellen Paaren aufgezogen wurden, sehr klein, praktisch inexistent sind.

Gleichgeschlechtliche Eltern: Ihre Kinder entwickeln sich genauso wie die von Hetero-Eltern

Eine andere Untersuchung zeigt, dass es zwischen Kindern aus homosexuellen Familien und denen aus heterosexuellen Familien keine Unterschiede im Bezug auf ihre Gesundheit gibt. Aber es finden sich Unterschiede im Familienzusammenhalt. Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern wiesen gleichberechtigteres Verhalten auf als Familien mit heterosexuellen Eltern, wenn es dazu kam, die Hausarbeiten zu verteilen. Zusätzlich ergab die Studie, dass ihre Entscheidungen sowohl im Familienleben als auch bei der Arbeit mehr auf den momentanen Umständen als auf vorgefertigten Geschlechterrollen basierten.

Laut der Studie des Ökonomen Douglas Allen, findet man jedoch Unterschiede in den akademischen Leistungen an der Universität zwischen Kindern von homosexuellen Eltern und Nachkommen von heterosexuellen Eltern. Er erwähnt auch, dass die Söhne von schwulen Vätern bessere Ergebnisse erhalten als die Töchter von schwulen Vätern. Diese Studie war sehr umstritten und wir kennen die Gründe für diese Ergebnisse immer noch nicht, da sie allem widersprechen, was bisher erforscht wurde. Es ist auch möglich, dass sich die Resultate auf Diskriminierung innerhalb der Hörsäle zurückführen lassen. Ohne Frage muss in diesem Bereich noch weiter geforscht werden.

Manche Studien zeigen auch, dass die Kinder, die von schwulen Vätern oder lesbischen Müttern erzogen wurden, eine positivere Einstellung der menschlichen Vielfalt gegenüber haben und offener sind. Außerdem findet man, dass Homosexualität bei Kindern aus homosexuellen Familien genauso oft auftritt wie in heterosexuellen Familien. Der Unterschied ist, dass homosexuelle Familie viel offener und flexibler mit der Sexualität ihrer Kinder umgehen.

Leider müssen diese Familien oft Stigmata und Diskriminierung ertragen. Und es ist erwiesen, dass dies einen negativen Einfluss auf die geistige und emotionale Gesundheit hat, was wiederum häufig zu Verhaltensproblemen führt. Dennoch beweisen einige Studien, dass es keinen Unterschied beim Auftreten von Belästigungsfällen zwischen gleichgeschlechtlichen und heterosexuellen Familien gibt. Personen, die andere belästigen, finden immer einen Grund um zu diskriminieren und zu erniedrigen, sei es, weil du pummelig bist, eine Brille trägst oder deine Eltern homosexuell sind. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass dies eine Bevölkerungsgruppe ist, die dazu neigt und empfindlich dafür ist, unter solchen Verhaltensweisen zu leiden.

Gleichgeschlechtliche Eltern: Wie sollte man der Diskriminierung von Kindern von Schwulen oder Lesben in der Schule vorbeugen und wie die Situation handhaben?

Die Hauptarbeit besteht darin, die Gesellschaft aufmerksam zu machen, zu informieren und zu normalisieren, nicht nur diesen Typ von Familie, sondern alle Familien, die sich von einer „traditionellen“ Familie, in der es eine Mutter und einen Vater gibt, die verheiratet sind und mit ihren Kindern im selben Haushalt leben, unterscheiden. Dennoch muss man auch im intrafamiliären Bereich arbeiten, damit die spärlichen Strategien, die bisher durchgeführt werden, eine große Wirkung auf die Überzeugungen der Gesellschaft haben können.

Das Stigma der sexuellen Orientierung steht immer noch auf der Tagesordnung

Glücklicherweise können wir Strategien entwickeln, um die Auswirkungen der Diskriminierung auf dieses Kollektiv zu verringern.

  • Den Kindern helfen zu verstehen, dass an ihren (schwulen oder lesbischen) Eltern nichts Schlechtes ist. Dass alle Familien auf ihre Art unterschiedlich sind und kein Typ Familie besser ist als der andere.
  • Ihr Selbstvertrauen und ihre sozialen Fähigkeiten. Denn ein selbstsicheres Kind mit Ressourcen kann sich viel besser Situationen der Belästigung oder Stigmatisierung entgegenstellen.
  • Die Kommunikation in der Kernfamilie fördern. Es ist notwendig, dem Kind seine Herkunft oder andere Information nicht zu verschweigen. Wenn eine gute Verbindung aus Zuneigung, Unterstützung, Akzeptanz und guter Kommunikation geschaffen wird, ist es viel einfacher Situationen der Diskriminierung aufzudecken.
  • Den Ausdruck von Gefühlen in den diskriminierenden Situationen unterstützen- Wenn das Kind in der Schule diskriminiert wurde, oder man es belästigt hat, weil es zu einer gleichgeschlechtlichen Familie gehört, ist es sehr wichtig, ihm Raum zu geben, damit es ausdrücken kann, was es fühlt.

Quelle: Andrea García Cerdan, Psychologin bei CogniFit.

Vorteile der Zweisprachigkeit: 10 Vorteile des Zweitsprachenerwerbs

Vorteile der Zweisprachigkeit. Du bist am Überlegen eine zweite Sprache zu lernen, aber bist noch nicht ganz sicher? Möchtest du ein Kind zweisprachig erziehen, aber hast Zweifel, ob das gut für seine Sprachentwicklung ist? Die Gesellschaft, in der wir leben, wird immer kompetitiver und fordert immer mehr Voraussetzungen, unter denen sich Sprachkenntnisse befinden. Falls du nicht von den Vorteilen überzeugt bist, die dir durch das Erlernen einer neuen Sprache verschafft werden können, wollen wir dich von dieser Organisation aus vollständig überzeugen, indem wir dir die vielen Vorzüge für den Erwerb einer neuen Sprache, zeigen. Darunter befinden sich sowohl kognitive als auch soziale. Finde heraus, wie ein zweisprachiges Gehirn funktioniert!

Vorteile der Zweisprachigkeit

1. Zweisprachigkeit: Intelligenter?

Jein. Obwohl die Intelligenz ein breit gefächertes Konzept ist und es sein kann, dass die Tatsache, zweisprachig zu sein, sich auf einige ihrer Aspekte positiv auswirkt, gibt es keine Studie, die vollständig beweist, dass die Tatsache, eine zweite Sprache zu sprechen, die Person, die sie spricht, intelligenter macht. Nichtdestotrotz beweisen die bisher durchgeführten Studien, dass, wenn uns auch das Sprechen von zwei Sprachen nicht intelligenter macht, es unser Gehirn jedoch dazu zwingt, gewisse Prozesse durchzuführen, die eine Extraübung darstellen und somit einen Vorteil bei jeder geistigen Anstrengung. 

2. Zweisprachigkeit: Effizienter denken durch neue kognitive Strategien

Man verbindet kognitive Strategien mit der Ausarbeitung von Plänen und Programmen zum Erreichen eines Ziels. Die Sprache ist ein weiteres Instrument zur Organisation in unserem Kopf, sie erlaubt uns, eine Reihe von Ideen über die Grammatik zu organisieren und Konzepte zu sortieren, um sie zu verstehen und sie über die Semantik und den Wortschatz miteinander zu verknüpfen. Wenn ein Mensch zwei Sprachen zur Verfügung hat, um sich zu organisieren, hat er einen doppelten Vorteil gegenüber Personen, die nur eine Sprache sprechen, da er so mit logischeren Gedankengängen und einem breit gefächerterem Klassifizierungssystem ausgestattet ist.

3. Zweisprachig zu sein verbessert dein Erinnerungsvermögen

Unter den zuvor erwähnten Vorteilen der Zweisprachigkeit befindet sich das Erinnerungsvermögen, die Aufmerksamkeit und das Lernen. Eine zweite Sprache zu sprechen zwingt das Gehirn nämlich dazu, andere Gehirzonen zu benutzen, die Einsprachige nicht benutzen. Dies führt zu einem flexibleren und effizienteren Denken. Zwei Sprachen zu sprechen begünstigt die Schaffung von neuen Wegen zur Verknüpfung der Information, was wiederum in neuen Wegen für eine Erinnerung zum Ausdruck kommt. Das bedeutet, dass Menschen, die eine Zweitsprache sprechen, besser dazu fähig sind sich zu erinnern und somit ein besseres Erinnerungsvermögen haben.

4. Zweisprachigkeit kommt deiner Aufmerksamkeit und Konzentration zugute

Ein weiterer der Faktoren, die sich daran bereichern, eine zweite Sprache zu lernen, ist unsere Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit. In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass zweisprachige Personen gegenüber einsprachigen Personen mehr Begabung dafür haben unwichtige Information zu filtern. Relevante Information aufnehmen zu können und irrelevante vermeiden zu können ist ein Faktor, der die Aufmerksamkeit und Konzentration auf ein bestimmtes Ziel sehr erleichtert.

5. Zweisprachigkeit sein hilft dir dabei, deine eigene Sprache besser zu kennen

Das Erlernen einer Zweitsprache wird dazu führen, dass wir merken, dass unsere Sprache nicht die einzige Art ist, die Welt zu konzeptualisieren, in der wir leben. Jedes Wort unserer Sprache ist mit einem Konzept verbunden, einem mentalen Begriff. Nichtsdetrotrotz kann das erwähnte Wort ein gleiches Konzept auf eine eigene Art und Weise einschliessen, oder es können Konzepte existieren, denen kein Wort zugeschrieben wurde. Zum Beispiel beschreibt der französische Ausdruck “l’esprit de l’escalier” (der Geist der Treppe oder Treppengeist) den Akt des Denkens an eine geistreiche Antwort, wenn es schon zu spät ist, um sie zu geben, ein Konzept, dem beispielsweise in der spanischen und in der englischen Sprache kein Wort zugeschrieben ist.

6. Zweisprachigkeit: das Gehirn altert langsamer

Vorteile der Zweisprachigkeit? Mehrere Studien haben gezeigt, dass das Sprechen von mehr als einer Sprache den Gehirnverschleiss verzögert, indem Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer verzögert oder vermieden werden.

Die in der Zeitschrift “Annals of Neurology” veröffentlichte, an der Universität von Edinburgh von Thomas Bak durchgeführte Studie deckt einige Geheimnisse über die Vorzüge von Zweisprachigkeit auf. Zunächst einmal bestätigt sie, dass Menschen, die mehr als eine Sprache sprechen, einen geringeren Gehirnverschleiss im Laufe der Zeit aufweisen. Ausserdem beweist die Studie bessere kognitive Fähigkeiten bei zweisprachigen Testpersonen im Vergleich zu den einsprachigen, besonders hervorgehoben werden die Lesefähigkeit und die allgemeine Intelligenz. Zu guter Letzt offenbarte genannte Studie die Tatsache, dass das Sprechen von zwei Sprachen die Alterung des Gehirns verzögert, unabhängig vom Alter, in dem man die Zweitsprache erlernt hat. Daher ist es keine Ausrede nicht jetzt mit dem Sprachenlernen anzufangen, wenn man es als Kind verpasst hat.

7. Zweisprachigkeit eröffnet dir Arbeitsmöglichkeiten

Obwohl dies kein Geheimnis ist, ist es sicher, dass ein weiterer Vorteil vom Zweisprachigsein ist, dass Sprachen ein Schlüssel zum Türöffnen in der Arbeitswelt sind. Nicht nur weil sie bei fast allen Arbeitsplätzen sehr begehrt sind, sondern auch, weil sie dir die Türen zu einem umfangreicheren Arbeitsgebiet öffnen, indem sie dir die Gelegenheit dazu geben, im Ausland zu arbeiten.

Manchmal sind Sprachen das, was in einem Lebenslauf am meisten vermisst wird.

8. Zweisprachigkeit: Verbesserung der sozialen Beziehungen

Arbeitsbeziehungen sind nicht der einzige Bereich, in dem eine Sprache nützlich sein kann. Ein weiterer Vorteil der Zweisprachigkeit ist, dass sie die sozialen Bindungen in gleichem Masse erweitern. Es ist klar, dass eine Sprache Probleme wie Schüchternheit nicht lösen wird, aber sie wird dir die Möglichkeit geben, dein Sozialleben zu verbessern, aus zwei Gründen. Der erste ist ziemlich klar, bei mehr Sprachen gibt es auch mehr Leute, mit denen du Kontakt aufnehmen kannst. Aber der zweite wird vielleicht etwas nützlicher sein, denn eine zweite Sprache zu sprechen kann mehr Sicherheit und Selbstvertrauen mit sich bringen.

9. Zweisprachigkeit ermöglicht es dir neue Kulturen und neue Ideen kennenzulernen

Ein weiterer Vorzug davon, eine andere Sprache sprechen zu können, ist die Möglichkeit neue Kulturen kennenzulernen, was sich wiederum im Lernen ausdrückt. Obwohl wir es nicht wahrnehmen, sind die Kultur und Eigenheiten des eigenes Landes manchmal ein grosser Ballast für die Entwicklung. Wie wir vorhin über die Art des Konzeptualisierens der Welt, die unsere Sprache hat, gesprochen haben, so unterscheidet sich auch jede Kultur in ihrer Art die Welt zu sehen.

Eine neue Sichtweise kann der notwendige Brennstoff sein, um eine neue Idee fertig zu entwickeln.

10. Lässt deine Kreativität in die Höhe schießen

Zweisprachige sind kreativer

Wenn wir alle vorherigen Absätze miteinander verknüpfen, können wir verstehen, wie die Tatsache zweisprachig zu sein unserer Kreativität nützt. Durch den Besitz eines flexibleren, trainierteren Gehirns mit mehr Plastizität, mit mehr Zugriff auf Erinnerungen, das aufmerksamer ist und sich besser konzentriert, mit mehr Verbindungswegen und breit gefächerteren kognitiven Strategien, ist es nicht verwunderlich, dass die Kreativität sich besser in einem zweisprachigen Gehirn als in einem einsprachigen Gehirn entwickelt.

Zweisprachige Personen können flüssiger komplizierte Übungen durchführen, ausserdem sind sie kreativer bei der Problemlösung. Man kann sagen, dass das “Thinking out of the box”, oder in anderen Worten, das unkonventionellere Denken, häufiger bei polyglotten Personen vorkommt.

Quelle: Mario de Vicente, Psychologe bei CogniFit

Wie kann Stress in der Schwangerschaft das Baby beeinflussen?

Wie kann Stress in der Schwangerschaft das Baby beeinflussen? Vielleicht machst du während der Schwangerschaft gerade eine schwierige Zeit im Beruf oder im Arbeitsleben durch oder fühlst dich durch all die bevorstehenden Veränderungen überfordert: Dein Körper verändert sich, deine Gefühle fahren Achterbahn, dein Privat- und Familienleben ändert sich radikal … Manchmal passen wir uns gut an diese Veränderungen an und manchmal können sie zu einer Stressquelle in unserem ohnehin schon hektischen Leben werden.

Viele Studien haben die Folgen von Stress während der Schwangerschaft untersucht und warnen davor, wie schädlich er für unsere Babys sein kann. Denkst du, dass du unter Stress leiden könntest? Machst du dir Sorgen, wie dieser ganze Druck das Baby beeinflussen könnte? Beeinflusst Stress uns alle gleich? Keine Sorge, in diesem Post werden wir versuchen all diese Fragen zu beantworten.

Stress in der Schwangerschaft

Stress in der Schwangerschaft: Wie kann er das Baby beeinflussen?

Was ist Stress? Warum kann es zu Stress in der Schwangerschaft kommen?

Zunächst müssen wir verstehen, dass der Stress an sich nichts Schlechtes ist, sondern eine normale körperliche Reaktion auf Reize, die wir als bedrohlich empfinden. Ein mäßiges Stressniveau schadet uns nicht.

Angesichts einer bedrohlichen Situation beginnt unser Körper Cortisol und Adrenalin abzusondern. Das sind Stoffe, die es erlauben, unseren Muskeln Energie zukommen zu lassen. So können die Muskeln eine geeignete Antwort auf die Stresssituation geben, sei es Konfrontation oder Flucht. Wenn die Stresssituation vorüber ist, beseitigt der Körper die überschüssige Menge an Cortisol und es ist, als ob nichts passiert wäre.

Die Gefahr kommt, wenn dieser Stress über einen längeren Zeitraum oder in großer Intensität vorkommt. Dieser chronische Stress kann verschiedene Gründe haben: Wenn wir bei der Arbeit unter großem Druck stehen, in der Partnerschaft misshandelt werden oder ein naher Verwandter stirbt, wenn wir uns um eine pflegebedürftige Person kümmern müssen oder sogar, wenn wir Ablehnung oder Unsicherheit wegen einer Schwangerschaft spüren. Wenn wir über einen längeren Zeitraum unter chronischem Stress leiden, kann das negative Folgen für unser Gehirn haben, unser Organismus kann den Anteil an Cortisol (oder anderen Hormonen) im Blut nicht mehr ausgleichen und das kann Störungen im Immunsystem, im Gedächtnis, beim Blutdruck oder der Fruchtbarkeit, Knochenschwund oder Migräne hervorrufen … und so das Baby negativ beeinflussen.

Bedeutet das, dass wir uns schuldig fühlen sollten, wenn wir Stress empfinden und/oder ihn nicht kontrollieren können? Natürlich nicht. Niemand hat Schuld, wir müssen uns weder schuldig fühlen, dass ein Verwandter stirbt, noch, dass wir während der Schwangerschaft gekündigt wurden. Das ist absurd. Was wir tun können, ist uns schon vor der Schwangerschaft, etwas bewusster darüber zu werden, wie wichtig unser eigenes Wohlbefinden ist und die Verantwortung dafür zu übernehmen, damit es zu weniger oder keinem Stress in der Schwangerschaft kommt. Können wir kleine Veränderungen vornehmen, um entspannter zu leben und einige Schlüssel zum Glücklichsein kennenlernen? Zum Yoga gehen? Achtsamkeitsmeditation machen? Uns selbst ein bisschen Zeit an irgendeinem Tag der Woche widmen?

Stress in der Schwangerschaft und wie er das Baby beeinflusst

Wie beeinflusst der Stress in der Schwangerschaft das Baby?

Die meisten Untersuchungen ergeben, dass anhaltender Stress schädliche Auswirkungen auf das Baby haben kann. Trotzdem sollten wir uns nicht beunruhigen, denn die Wahrscheinlichkeit von negativen Folgen, die Stress auf unser Baby hat, ist sehr, sehr gering. Und denk daran, wenn du dir Sorgen machst, empfehlen wir dir als Erstes einen Arzt aufzusuchen. Einige Effekt, die beobachtet werden konnten, sind:

1- Obstetrische Komplikationen:

Ein häufigeres Auftreten von Frühgeburten und Untergewicht bei der Geburt sind die Folgen, die am konsistentesten dem mütterlichen Stress während der Schwangerschaft zugeschrieben wurden. Man nimmt an, dass der hohe Cortisolpegel die Blutversorgung der Plazenta reduzieren könnte und somit vorzeitige Wehen einleiten könnte.

Andere Studien haben das Arbeitspensum (mit Arbeitszeiten von mehr als 32 Wochenstunden) von Frauen im ersten Trimester der Schwangerschaft mit einem Anstieg der Häufigkeit von Geburten von untergewichtigen Babys in Verbindung gebracht. Somit könnte eine Verkürzung der Arbeitstage für Frauen sogar schon im ersten Trimester vorteilhaft sein, nicht erst im letzten. Es ist hervorzuheben, dass, obwohl einige Studien diese Verbindung finden, in den Revisionen (gleichzeitige Analyse von mehreren Studien) diese Assoziationen schwach sind und von anderen Faktoren abhängen könnten.

2- Fehlgeburt:

Einige Studien haben eine Verbindung zwischen mütterlichem Stress und dem Tod des Föten gezeigt. In einer Studie in Dänemark wurde beobachtet, dass das Risiko für eine Fehlgeburt bei Frauen, die starkem Stress ausgesetzt waren, um 80% erhöht war, verglichen mit denen, die unter moderatem Stress litten. Man muss sich jedoch nicht beunruhigen, denn die Rate für Totgeburten ist niedrig, deshalb muss man sich deswegen nicht verrückt machen.

3- Probleme in der neurologischen Entwicklung:

Während der Schwangerschaft einer hohen Stressdosis ausgesetzt zu sein, kann eine unangemessene neurologische Entwicklung hervorrufen. Stress in den ersten Schwangerschaftswochen ist mit Neuronentod, Zahnwachstumshemmung, Mängel bei der Entwicklung des Corpus callosum und des Kleinhirns in Zusammenhang gebracht worden. All dies verursacht Probleme bei der kognitiven und intellektuellen Entwicklung der Kinder, vor allem in Bezug auf die Sprachentwicklung und die Sprachkenntnisse.

4- Emotionale und Verhaltensstörungen beim Baby und Kleinkind:

Es wurden mehrere Studien veröffentlicht, in denen der mütterliche Stress mit Aufmerksamkeitsproblemen, Hyperaktivität, Nervosität und Verhaltensstörungen bei Kinder in Verbindung gebracht worden ist. Eine Studie des Imperial College of London zeigt, dass der Umfang der Auswirkungen klinisch relevant ist, da er 15 % der emotionalen und/oder Verhaltensstörungen erklärt, die man an Kindern beobachten kann.

Obwohl man glaubt, dass der Mechanismus, der diese Störungen erklärt, mit dem Cortisolpegel während der Schwangerschaft zu tun hat, ist das noch nicht sicher und die Experten glauben, dass andere Faktoren wie die Ernährung eine wichtige Rolle spielen könnten.

4- Angeborene Missbildungen: 

Für Mütter, die ein sehr belastendes Ereignis während des ersten Trimesters der Schwangerschaft erleben, steigt das Risiko verglichen mit den anderen Müttern um dass Achtfache, dass ihr Baby eine angeborene Missbildung wie die Hasenscharte oder Herzerkrankungen aufweist. Trotz des hohen Risikos ist die Gesamthäufigkeit gering (0,65% für alle Schwangerschaften und 1,18% für Schwangerschaften unter extremem Stress), deswegen sollte man sich nicht beunruhigen.

 

Quelle: Cristina Nafría, Psychologin bei CogniFit.

 

Neurotransmitter: Welche gibt es? Welche Funktionen erfüllen sie?

Sicher hast du dich schon mehr als einmal deprimiert oder kraftlos gefühlt und weißt, dass die Neurotransmitter Serotonin und Dopamin für deine Stimmung eine Rolle spielen. Doch welcher Mechanismus liegt dem zugrunde und welche Funktionen führen die Neurotransmitter in deinem Organismus genau aus? In diesem Artikel erklärt die die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda die bedeutendsten Arten von Neurotransmittern für den menschlichen Körper und ihre Verbindung mit dem Nervensystem.

Was sind Neurotransmitter? 

Teste zunächst dein Wissen

Was weißt du bereits über Neurotransmitter?

1. Für welchen Neurotransmitter gibt es im Körper 5 verschiedene Rezeptoren?
  • Dopamin hat 5 verschiedene Rezeptoren, welche die Namen D1, D2, D3, D4 und D5 tragen. Die unterschiedlichen Rezeptoren befinden sich in verschiedenen Teilen des Gehirns. Dadurch kann der Neurotransmitter auf viele verschiedene Arten genutzt werden. Wenn Dopamin beispielsweise mit dem D1-Rezeptor des limbischen Systems interagiert, hat das Auswirkungen auf der Verhaltensebene.

2. Welcher Neurotransmitter wird auch 5-Hydroxytryptamin oder 5-HT genannt?
  • Serotonin ist auch als 5-Hydroxytryptamin beziehungsweise 5-HT bekannt. Das ist der Fall, da der Neurotransmitter aus der Aminosäure Tryptophan besteht. Tryptophan findet sich in Nahrungsmitteln wie Getreide, Fleisch und Milchprodukten. Ein Mangel an Tryptohan kann dementsprechend zu einem geringeren Serotoninlevel führen.

3. Welcher der folgenden Neurotransmitter ist inhibitorisch?
  • GABA ist ein inhibitorischer Neurotransmitter, was bedeutet, dass es dem nachfolgenden Neuron mitteilt, kein Aktionspotential abzufeuern. Exzitatorische Neurotransmitter wie Adrenalin oder Noradrenalin hingegen aktivieren das Neuron, sodass Aktionspotentiale ausgelöst werden, was in der Regel dazu führt, dass noch mehr Neurotransmitter ausgeschüttet werden.

4. Der Bereich in welchen die Neurotransmitter von einer Zelle ausgeschüttet werden, um mit einer anderen Zelle zu kommunizieren, nennt sich _____
  • Die Synapse, beziehungsweise der Synaptische Spalt ist der Ort, an dem alles passiert. Die Neurotransmitter werden am synaptischen Endknöpfchen Enden der Zelle ausgeschüttet, um mit den Rezeptoren der Dendriten der nachfolgenden Zelle zu interagieren.

5. Wenn es zu einem neurochemischen Ungleichgewicht kommt, wodurch eine Krankheit oder Beschwerden entstehen, können Wissenschaftler Medikamente entwickeln, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Was muss bei der Entwicklung dieser Medikamente, welche die Chemie des Gehirns beeinflussen, unbedingt beachtet werden?
  • Während all diese Dinge wichtige Faktoren sind, ist das größte Hindernis die Blut-Hirn-Schranke, wenn es um die Entwicklung von Medikamenten geht. Die Blut-Hirn-Schranke ist eine sehr selektive Grenze, welche nur bestimmten Substanzen und Nährstoffen den Durchgang erlaubt. Dadurch wird das Gehirn vor möglichen gefährlichen Substanzen geschützt.

Was sind die Neurotransmitter?

Die Neurotransmitter wurden 1921 vom Biologen Otto Loewi entdeckt, der später den Nobelpreis für seine Arbeiten gewann. Bis dahin glaubte man, dass die interneuronale Kommunikation (zwischen Neuronen) über elektrische Kommunikationsmittel stattfindet. Loewi entdeckte, dass dieses Konzept falsch ist, indem er zeigte, dass die Neuronen untereinander durch die Freisetzung von chemischen Substanzen kommunizierten, die man Neurotransmitter nennt. Von 1921 bis heute wurden mehr als 60 verschiedene Arten von Neurotransmittern entdeckt.

Neurotransmitter sind notwendige Biomoleküle, die für den Transport der Information von einem Neuron zum anderen durch den synaptischen Vorgang zuständig sind. Sie agieren als Botenstoffe im Gehirn.

Neurotransmitter kommunizieren indem sie entweder chemisch oder elektrisch wirken. Kleine Pakete, die sogenannten Vesikel, befinden sich im Synaptischen-Endknöpfchen jedes Neurons. In diesen Vesikeln werden die Neurotransmitter gelagert, die sich öffnen und die Neurotransmitter freigeben, wenn ein elektrischer Impuls, ein Aktionspotential, die Zelle stimuliert. Sobald das Neuron das Signal erhält, wandern die Vesikel zum Zellmembran und schütten die Neurotransmitter in den synaptischen Spalt. Das ist der Bereich zwischen den Dendriten eines Neurons und der präsynaptischen Endigung eines anderen Neurons.

Neurotransmitter interagieren mit den Rezeptoren der Dendriten des nachfolgenden Neurons, nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Sie besitzen eine spezielle Oberfläche und Form, mit dem sie wie ein Schlüssel an einen bestimmten Rezeptor andocken können. Sobald der Neurotransmitter an den Rezeptor angedockt hat und mit diesem verbunden ist, wird -je nach Rezeptortyp- die nachfolgende Zelle inhibiert oder durch ein Aktionspotential erregt. Wenn das Neuron das Signal bekommt zu feuern, findet der ganze Prozess von vorne statt.

Das korrekte Funktionieren unserer Neurotransmitter sorgt für ein Gleichgewicht in allen Funktionen unseres Nervensystems. Es kann durch genetische Prädispositionen oder Einflüsse der Umwelt zu einer falschen oder mangelhaften Synthetisierung oder Produktion bestimmter Neurotransmitter kommen. Dies führt zu Unordnung und kann eine körperliche oder psychische Störung zur Folge haben.

Im Folgenden werden die Beziehung zwischen diversen Krankheiten genauer betrachtet und der enge Zusammenhang mit den unterschiedlichen Arten von Neurotransmittern beleuchtet.

Arten von Neurotransmittern und ihre Funktionen

Im Folgenden werden wir eine Übersicht von den wichtigsten Arten von Neurotransmittern und ihren Funktionen erstellen. Gruppierung von Neurotransmittern:

1- Acetylcholin (ACh)

Hauptfunktionen des Acetylcholins und Handlungsmechanismen: Unter den unterschiedlichen Arten von Neurotransmittern ist das Acetylcholin der Neurotransmitter, der unter anderem für die Muskelreize verantwortlich ist. Er kümmert sich um die Aktivierung der motorischen Neuronen und beteiligt sich an diversen Zonen des Gehirns, die für das Lernen, die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis oder die Erregung zuständig sind. Außerdem erachtet man das Acetylcholin als wichtige Substanz zur Bekämpfung des neurologischen Abbaus.

Die Hauptfunktion des Acetylcholin ist die Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten. Es ist grundlegend bei der Bildung von Erinnerungen, der Konzentrationsfähigkeit und dem logischen Denken. Zudem kümmert es sich um den Übergang vom Wachzustand zum Schlaf.

Wo befindet sich das Acetylcholin? Das Acetylcholin befindet sich in unterschiedlichen Teilen des zentralen Nervensystems (ZNS) und in den Synapsen der Drüsen und Muskeln.

Funktionsstörungen, die mit einem Defizit an Acetylcholin zusammenhängen: Die Alzheimerkrankheit und Morbus Parkinson hängen mit einem Mangel an Acetylcholin zusammen. Bei Alzheimerpatienten beobachtet man einen Verlust von bis zu 90% von Acetylcholin im Gehirn.

2- Dopamin

Hauptfunktionen des Dopamins und Handlungsmechanismen: Was ist Dopamin und welche Funktionen hat es? Das Dopamin wird als Neurotransmitter des Vergnügens erachtet, man verbindet es mit dem Vergnügen und Entspannungsgefühl.

Unter den Hauptfunktionen des Dopamins können wir die Verbindung mit der Lernfähigkeit finden, konkreter die Verbindung zu den kognitiven Prozessen, der Regulierung des Gedächtnisses. Es spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle bei der Entscheidungsfindung. Die Motivation und die Neugierde scheinen auch mit diesem Neurotransmitter in Verbindung.

Es sorgt für die Regulierung der angenehmen Emotionen. Wenn wir eine Droge gewohnheitsmäßig konsumieren, wie Nikotin oder Alkohol, steigen die Dopaminwerte in unserem Körper und es entsteht dieses angenehme und entspannte Gefühl.

Wo befindet sich das Dopamin? Dieser Neurotransmitter befindet sich im vegetativen Nervensystem (VNS)

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Defizit an Dopamin zusammenhängen: Das Dopamin steht mit der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) in Verbindung, da der Mangel an diesem Neurotransmitter Konzentrationsprobleme und – Defizite erzeugt. In Verbindung mit der bipolaren Störung wurde ein Anstieg von Dopamin in den manischen und hypomanischen Phasen nachgewiesen. Die Schizophrenie und Morbus Parkinson hängen ebenfalls mit Dopamin zusammen. Im Fall von der Schizophrenie entsteht ein Überschuss an Dopamin in den Frontallappen und im Fall von Morbus Parkinson ein Mangel an Dopamin in den motorischen Zonen, die für unkontrollierbares Zittern verantwortlich sind.

3- Noradrenalin

Hauptfunktionen des Noradrenalins und Handlungsmechanismen: Man kennt Noradrenalin auch unter dem Namen Stresshormon. Das liegt an seiner Doppelfunktion, als Hormon und als Neurotransmitter.

Noradrenalin ist eine Art von Neurotransmitter mit erregender Funktion, der für die Aktivierung des sympathischen Nervensystems sorgt.

Das Noradrenalin wird mit der Herzfrequenz assoziiert und greift in die Gehirnvorgänge der Aufmerksamkeit und Reaktionserzeugung ein. Unter seinen Hauptfunktionen sind die Regulierung des Gemütszustands und die körperliche und geistige Erregung.

Wo befindet sich das Noradrenalin? Diese Art von Neurotransmitter befindet sich hauptsächlich im zentralen Nervensystem (ZNS) und in einigen Zonen des Sympathikus des vegetativen Nervensystems (VNS).

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Mangel an Noradrenalin zusammenhängen: Ein Defizit an dieser Art von Neurotransmitter steht im Zusammenhang mit depressiven und affektiven Störungen. Stress erschöpft unsere Reserven häufig, während einige Drogen wie Amphetamine oder Speed die Noradrenalin-Werte drastisch ansteigen lässt.

Ein niedriger Noradrenalin-Wert sorgt für einen Rückgang des sexuellen Verlangens.

4- γ-Aminobuttersäure: GABA

Hauptfunktionen des Neurotransmitters GABA und Handlungsmechanismen: GABA besitzt eine hemmende Funktion im Nervensystem, er verhindert, dass wir uns übermäßig aufregen und verhindert Panik- oder Angstreaktionen. Alkohol und Drogen können die Funktion des Neurotransmitters GABA beeinflussen und ein subjektives Gefühl der Kontrolle erzeugen.

Er spielt eine wichtig Rolle bei der Kontrolle der motorischen Tätigkeiten und der Sicht, des Verhaltens, und den Stressreaktionen. Außerdem ist er ein essentieller Schutzfaktor bei der Panikkontrolle.

Wo befindet sich der Neurotransmitter GABA? Im Gehirn und der Hirnrinde

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Mangel am Neurotransmitter GABA zusammenhängen: Wenn wir geringe Werte des Neurotransmitters GABA aufweisen, können wir in unserem Körper unter Angststörungen leiden, und seine vollständige Abwesenheit korreliert mit epileptischen Phasen.

Sehr geringe GABA-Werte können zu Wahn und Panikattacken führen.

5- Serotonin

Hauptfunktionen des Serotonins und Handlungsmechanismen: Das Serotonin ist auch als Glückshormon bekannt und wird häufig mit 5-HT abgekürzt. Es erfüllt zwei Funktionen in unserem Organismus; als Hormon und als Neurotransmitter.

Es spielt eine wichtige Rolle beim Prozess der Verdauung, der Regulierung der Körpertemperatur und hat einen großen Einfluss auf das sexuelle Verlangen. Außerdem scheint es die Aggressivität bedeutend zu verringern.

Wo befindet sich das Serotonin? Diese Art von Neurotransmitter befindet sich in verschiedenen Regionen des zentralen Nervensystems.

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Mangel an Serotonin zusammenhängen: Ein Mangel an Serotonin in unserem Organismus hängt mit Krankheiten wie Depressionen, Zwangsstörungen (OCD), Aggressivität, Drogen- oder Alkoholabhängigkeit, Essstörungen und Schlaflosigkeit zusammen.

6- Glutamat

Hauptfunktionen des Glutamats und Handlungsmechanismen: Das Glutamat hängt mit dem Neurotransmitter GABA zusammen und ist das am häufigsten vorkommende im zentralen Nervensystem (ZNS). Es ist fundamental für die Prozesse der Erinnerung. Ein Überschuss an Glutamat toxische Effekte auf unseren Organismus und sorgt für Nerventod.

Diese Art von Neurotransmitter ist mit Erinnerungs- und Lernfunktionen verbunden und mit den komplexesten kognitiven Funktionen. So kann ein Ungleichgewicht des Neurotransmitters Glutamat für neurodegenerative Pathologien sorgen.

Wo befindet sich das Glutamat? In diversen Bereichen des zentralen Nervensystems

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Mangel an Glutamat zusammenhängen: Niedrige Werte an Glutamat hängen mit Krankheiten der motorischen Neuronen zusammen. Die am häufigsten assoziierte Krankheit ist die Exzitose, ein Vorgang, bei dem die Neuronen durch eine Überaktivierung stark geschädigt oder zerstört werden. Die Exzitose korreliert mit neurodegenerativen Krankheiten wie unter anderem der Huntington-Krankheit, der Alzheimer-Krankheit und Parkinson.

Hohe Glutamat-Werte in unserem Organismus korrelieren mit epileptischen Phasen.

Vielen Dank fürs Lesen, zögere nicht, deine Kommentare und Fragen unten zu hinterlassen.

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

 

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