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Was ist Alzheimer und wie beeinflusst er das Gehirn: Alles über diese Krankheit

 Was ist Alzheimer? Diese Krankheit betrifft eine von zehn Personen, die älter als 65 sind. Das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, steigt, je älter wir werden. Die Krankheit beginnt langsam. Zunächst betrifft sie die Gehirnzonen, die unser Gedächtnis, unsere Gedanken und unsere Sprache kontrollieren. Die Menschen, die an Alzheimer leiden, können Schwierigkeiten haben, sich an Ereignisse zu erinnern, die vor kurzem geschehen sind, an die Namen der Menschen, die sie kennen, sie können Dinge verlegen und sich an bekannten Orten verirren. Alzheimer ist keine normale Phase des Alterns. Diese Krankheit beeinträchtigt auf lange Sicht die Fähigkeit eines Menschens, seine Alltagstätigkeiten auszuführen. In diesem Artikel beantworten wir all deine Fragen, entdecken, was die Alzheimer-Krankheit ist, wie sie das Gehirn beeinflusst, Risikofaktoren und Evolution.

Was ist Alzheimer? Photo by Clément Falize, Unsplash.com

Was ist Alzheimer?

Die Alzheimer-Krankheit ist eine Gehirnerkrankung in der Gruppe der Demenzen, die Probleme im Gedächtnis, in den Gedanken und im Verhalten der betroffenen Person hervorrruft.

Wie beeinflusst Alzheimer das Gehirn

Die ersten Symptome beginnen im Gehirn auf mikroskopischem Niveau und spiegeln sich in Gedächtnislücken wieder. Das Gehirn besteht aus Millionen von Neuronen, in denen jede Zelle mit anderen kommuniziert, um Netzwerke zu bilden. Es gibt Zellengruppen, die darauf spezialisiert sind, andere Zellen zu unterstützen und sie zu erhalten. Andere arbeiten am Gedächtnis, am Lernen, etc. Die Gehirnzone, die vorrangig für das Gedächtnis zuständig ist, nennt sich Hippocampus.

Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Alzheimerkrankheit eine Schädigung an Teilen dieser Zellen verursacht. Obwohl man sich noch nicht sicher ist, wo genau die Probleme beginnen, ist gewiss, dass wenn einige Zellen nicht richtig funktionieren, dies andere Zonen beeinträchtigt, da so viele Nervenverbindungen in unserem Gehirn existieren. Je mehr die Alzheimer-Krankheit fortschreitet, desto mehr Schaden nehmen die Zellen, diese hören auf zu arbeiten und sterben für gewöhnlich, außerdem verliert das Gehirn an Gewebe. Mit der Zeit “schrumpft” das Gehirn und dies beeinträchtigt beinahe all seine Funktionen.

Was ist Alzheimer: Beziehung zwischen Alzheimer und Demenz

Der Alzheimer ist die am häufigsten auftretende Form der Demenz, denn er repräsentiert 60-80% der Demenz-Fälle. Demenz ist ein allgemeiner Begriff, den wir benutzen, um den Verlust des Gedächtnisses und kognitiver Geschicklichkeit zu beschreiben.

Was ist eine Demez? Ehemals wurde der Begriff Demenz verwendet, um “Fehler oder Pathologie in der Intelligenz einer Person” zu beschreiben. Dieser Begriff war für Menschen, die an Demenz leiden, für viele Jahre mit einem großen Stigma belastet. Wegen des Fortschrittes der Untersuchungen bedeutet Demenz heutzutage Verlust oder Schädigung der kognitiven Fähigkeit (die Fähigkeit zu erinnern, lernen, denken …). Deshalb sind bei einem Menschen mit Demenz viele Fähigkeiten beeinträchtigt, die er vor der Erkrankung perfekt ausführen konnte. Diese Schädigung oder Verlust einiger Fähigkeiten kann vermutlich sogar die Persönlichkeit der an Alzheimer erkrankten Person verändern.

Was ist Alzheimer: Ist das Altern das Gleiche wie Alzheimer?

Es gibt eine Beziehung zwischen dem Alter und Alzheimer, aber das bedeutet nicht, dass das Alter der einzige Einflussfaktor für das Ausbrechen dieser Krankheit ist. Laut der WHO (World Health Organization) betrifft Demenz (allgemein Demenz, nicht nur Alzheimer) 10% der Bevölkerung, die älter als 65 ist, eine sehr hohe Zahl in der älteren Bevölkerung, wie wir später sehen werden. Bei diesen 10% ist die häufigste Demenz Alzheimer.

Obwohl die Alzheimer-Krankheit sehr eng mit dem Alter zusammenhängt, ist dies nur ein Risikofaktor. Ab 65 Jahren steigt das Alzheimer-Vorkommen stark und je höher das Alter, desto mehr Fälle kommen vor.

Dessen ungeachtet, ein normales Altern zeigt keine Alzheimer-Symptome, die Alzheimer-Krankheit ist eine Pathologie, egal in welchem Alter sie auftaucht.

Was ist Alzheimer: Ist Demenz das Gleiche wie Altern?

Nein, es ist nicht das Gleiche. Es ist wahr, dass es viele begriffliche Schwierigkeiten bei der Unterscheidung des normales Alterns vom pathologischen Altern gibt, aber der Schlüsselpunkt liegt darin, dass die Demenz den Alltag der betroffenen Person beeinträchtigt, sodass man sagen kann, dass es bei den Demenzen, und so auch beim Alzheimer, eine kognitive Beeinträchtigung mit sozialer Desadaptation gibt, dass mit den Jahren die Person so beeinträchtigt, dass sie am Ende unfähig ist, den Verstand zu benutzen, um alleine zurechtzukommen. Beim normalen Altern muss dies nicht so geschehen, da laut Untersuchungen 80% der Menschen, die in ein hohes Alter gelangen, weder einen besonderen Gedächtnisverlust erleiden (zum Beispiel, ein alter Mann ohne pathologisches Altern vergisst nicht, wie er nachhause kommt oder wer seine Frau ist), noch unter anderen Demenzsymptomen leiden.

Beim normalen Altern ist die physiologische Beeinträchtigung minimal, bei Personen bei voller Gesundheit, vor allem vor dem 70. Lebensjahr. Es ist möglich, dass beim normalen Altern “Altersbeschwerden” vorkommen, kleine Lücken im Kurzzeitgedächtnis, oder weniger Geschwindigkeit beim Durchführen einer Aufgabe; aber das ist normal und die Symptome können subjektiver sein, als es scheint, für die Person, die sie hat. Bei Personen mit Demenz bemerken das die Menschen um sie herum, und oft merkt es auch der/die Betroffene, da es seine/ihre persönliche, soziale und professionelle Anpassungsfähigkeit und somit praktisch sein/ihr ganzes Leben negativ beeinflusst.

Was ist Alzheimer: Kann Alzheimer bei jungen Menschen vorkommen?

Die Alzheimer-Krankheit mit frühem Beginn existiert, obwohl sie nur bei 5% der Menschen vorkommt, die diese Krankheit haben. Erste Symptome können sich mit etwa 40 Jahren einstellen, aber für gewöhnlich tritt Alzheimer mit frühem Beginn bei 50-60-jährigen Menschen auf.

Der Arzt kann etwas länger für die Frühdiagnose brauchen, denn, obwohl die Symptome ähnlich oder dieselben wie beim Alzheimer mit spätem Beginn sein können, ist es für einen 30-40-jährigen Menschen weniger wahrscheinlich, an dieser Krankheit zu leiden, deshalb wird sie mit grösserer Wahrscheinlichkeit nicht von Anfang an diagnostiziert. Beim Alzheimer mit frühem Beginn kann die Person sich sogar noch beeinträchtigter fühlen, da sie vielleicht sehr kleine Kinder hat, komplett in der Arbeitswelt eingebunden ist, etc. Studien decken auf, dass Menschen mit Alzheimer mit frühem Beginn verwirrter sein können und Gemütssymptome mit höherer Intensität ausdrücken können.

Was ist Alzheimer und wie beeinflusst er die Menschen?

Was ist Alzheimer und wie beeinflusst er das Leben der Betroffenen?

Die Alzheimer-Krankheit, sei es mit frühem oder spätem Beginn, ist die am häufigsten vorkommende Demenz, im Allgemeinen hat sie eine Diagnose von 7 bis 10 Jahren. Obwohl dies eine statistische Annäherung ist, kann der Alzheimer schnell fortschreiten (von 2 bis 4 Jahren) oder eher langsam (ungefähr 15 Jahre).

Seine Entwicklung bei den Betroffenen

Zu Beginn der Alzheimer-Krankheit können die Betroffenen Gedächtnisverlust der neuen Dinge, die sie vor Kurzem gelernt haben, erleiden, also zunächst wird das Lernen beeinträchtigt. Je weiter die Krankheit fortschreitet, desto schwerere Symptome treten im Verhalten der Betroffenen auf, sowie in ihren Gemütszuständen. Die frequente Evolution beinhaltet, dass sie sehr verwirrt im Bezug auf die Festlegung von Ereignissen sind und nicht wissen, wo und wann gewisse Dinge stattgefunden haben, auch wenn sie vor Kurzem geschehen sind.

Letzten Endes, vor allem bei Personen, die Alzheimer für mindestens 10 Jahre gehabt haben, werden selbst so grundlegende Dinge wie schlucken, gehen, kohärentes Denken oder sich selbst zu versorgen beeinträchtigt. Es wird ihnen schwer fallen, bekannte Gegenstände zu benennen, sich an Personen zu erinnern oder das richtige Wort zu finden, das sie ausdrücken möchten. Menschen mit Alzheimer können Schwierigkeiten haben zu erkennen, dass sie ein Problem haben, wodurch meistens Familie oder Freunde diese Krankheit erkennen.

Was ist Alzheimer? Entwicklungsverlauf und verschiedene Stadien

Obwohl Alzheimer die Demenz ist, die das Denken, das Verhalten und das Gedächtnis beeinträchtigt, muss man diese Krankheit dennoch in Entwicklungs-Phasen einteilen. Um zu verstehen, was Alzheimer ist, muss man wissen, dass es verschiedene Stadien gibt, wonach diese Demenz einem Entwicklungsverlauf folgt:

1. Erstes Stadium (Frühstadium):  

Die Dauer des Frühstadiums schwankt zwischen 2 und 4 Jahren und weist als Hauptmerkmal Lücken im Kurzzeitgedächtnis auf. Außerdem beginnen sich Persönlichkeitsveränderungen zu zeigen: Familienmitglieder berichten, wie die an Alzheimer Erkrankten zu apathischen, unfreundlichen Personen werden und manchmal geschmacklose Dinge tun oder unflexibel sind. Außerdem können die Erkrankten sich in dieser Phase noch bewusst über die Krankheit sein, die sie haben, weswegen sie die Verschlechterung einiger ihrer Fähigkeiten bemerken. Dies erhöht die Möglichkeit für Affektstörungen, im Allgemeinen Depression und feindliche Gedanken. In dieser Phase können Strategien zur kognitiven Stimulation für Alzheimer durchgeführt werden.

2. Zweites Stadium (Mittleres Stadium):  

Es ist normal, dass es 3 bis 5 Jahre dauert, bis die Krankheit voranschreitet. Hier entsteht eine Verschlechterung sowohl in der retrograden als auch in der anterograden Erinnerung. Die Urteilsfähigkeit und das abstrakte Denken werden geschädigt. Die Betroffenen können sowohl unlogische als auch sehr stereotypische Antworten geben, wenn man sie etwas fragt, dennoch können sie noch gut oder nur leicht beeinträchtigt vorlesen. In diesem Stadium verstärken sich die Persönlichkeitssymptome, da zu der Möglichkeit der Depression noch psychotische Symptome wie Halluzinationen, Delirien etc. hinzukommen können. Wenn man in dieser Phase eine verwirrte Hyperaktivität und visuelle Halluzinationen feststellt, ist es wichtig, eine ausführliche Bewertung vorzunehmen, da die Person möglicherweise zusätzlich zur Demenz noch ein Deliriumsbild aufweist. Die Desorientierung in Zeit und Raum ist sehr ausgeprägt.

3. Drittes Stadium (Spätstadium):

Die Dauer ist unterschiedlich und hängt von einigen Variablen ab: Der Schnelligkeit, mit der die Behandlung der Problemgruppen durchgeführt wurde, der Intensität der Krankheit und der Pflege. In dieser Phase können die Betroffenen sogar unfähig dazu sein, sich selbst im Spiegel zu erkennen, sie erkennen sich selbst und einige Nahestehenden nicht mehr. Fälle und Brüche sind sehr häufig. Abschließend kann das dritte Stadium so enden, dass die Person im Bett liegt und Unterstützung für alle möglichen grundlegenden Dinge braucht. Oft ist die Unterstützung der Familie nicht genug und man braucht die Assistenz eines spezialisierten Zentrums.

Was ist Alzheimer: Einige Risikofaktoren im Zusammenhang mit Alzheimer

Auch wenn man noch nicht mit Sicherheit die Gründe kennt, aus denen eine Person an Alzheimer erkrankt und andere nicht, hat die Forschung zur Verbesserung des Wissens über die Faktoren, die es gibt, beigetragen. Nach der Vereinigung für Alzheimer von Spanien (alz.org) sind dies einige Risikofaktoren:

  • Alter: Das Alter ist der grösste Risikofaktor für Menschen mit Alzheimer. Die meisten Betroffenen sind über 65-jährige Personen, und je höher das Alter, desto häufiger kommt die Krankheit vor. Es gibt Fälle in jüngerem Alter, der Alzheimer mit frühem Beginn kann bei Personen, die jünger als 65 sind, auftreten.
  • Angehörige mit Alzheimer: Auch wenn bisher noch nicht herausgefunden wurde, wieso Alzheimer in derselben Familie auftaucht, ist sicher, dass es mehr Alzheimer-Fälle gibt, wenn es direkte Verwandte ersten Grades gibt, die an dieser Krankheit leiden (Eltern oder Geschwister).
  • Genetik: Das Gen APOE-e4 ist das häufigste Risikogen bei der Alzheimer-Krankheit, die Wissenschaftler rechnen damit, das dieses Gen zu 1/4 zum Risiko für Alzheimer beiträgt.
  • Herzgefässkrankheiten: Diabetes, Fettleibigkeit, hoher Cholesterinspiegel in mittlerem Alter sowie hoher Blutdruck sind einige Faktoren, die laut Untersuchungen einen Zusammenhang mit Alzheimer aufweisen.

Ausserdem wurden andere mit Alzheimer zusammenhängende Faktoren untersucht, wie der Einfluss der Umgebung, die Bildung und in einiges Fällen Menschen die wiederholte Gehirnverletzungen erlitten haben (Athleten, Menschen im Kampf etc.), diese haben ein höheres Risiko für Demenz oder eine andere schwere kognitive Beeinträchtigung.

Was ist Alzheimer: Welche Prävalenz hat Alzheimer in der Bevölkerung?

Wie zuvor erwähnt, liegt Alzheimer auf dem ersten Platz bei der Anzahl der Demenzkranken. Die Alzheimer-Krankheit betrifft mehr als 6 Millionen in Nordamerika, 5 Millionen in Europa, mehr als 8 Millionen in Asien und 1,5 Millionen in Südamerika. Nach einem Bericht von 2007 ist die Prävalenz in Spanien 5,5% und liegt auf dem dritten Platz der Krankheiten mit den meisten sozialen und wirtschaftlichen Kosten in den entwickelten Ländern. Ausserdem liegt sie auf Platz 3 der Todesursachen, nur übertroffen vom Krebs und Herzgefässkrankheiten. Die Berichte der WHO halten fest, dass diese Zahlen schon 2015 höher waren und weiter steigen, weswegen kontinuierlich Untersuchungen, Bewusstmachung und alle Art von nötigen Hilfen für die Betroffenen und ihre Familienmitglieder gefordert werden.

Auch wenn es noch keine Behandlung gibt, die Alzheimer bekämpft oder seine Erscheinung verzögert, existieren mehrere Medikamente, die dabei helfen können, die Symptome der Demenz, die mit Alzheimer erscheinen, zu lindern und so die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Dies hat so einen Einfluss in der Gesellschaft, dass sowohl Ärzte, Psychologen und notwendigerweise viele Pflegekräfte und spezialisierte Zentren gefragt sind, um die Lebensqualität dieser Patienten zu verbessern. Wir hoffen, dass es in der Zukunft mehr notwendige Hilfen geben wird, dass die Untersuchungen fortschreiten, um sich zu verbessern oder eine mögliche Heilung und Vorbeugung dieser schweren Krankheit zu finden.

Quelle: Eva Rodríguez Weisz, Psychologin bei CogniFit.

Wie kann man Demenz vorbeugen? 10 einfache Tipps, um deine Neuronen zu “regenerieren”

Warum sollten wir versuchen, Demenz vorzubeugen? Alzheimer ist eine der häufigsten Formen von Demenz: Jeder 10. über 65-jährige Mensch hat Alzheimer. Die Demenz zeichnet sich durch einen allmählichen und zunehmenden Gedächtnisverlust und einen Verlust des logischen Denkens und der mentalen Fähigkeiten aus. Wir leben immer länger, aber je älter wir werden, desto mehr Schaden nimmt unser Gehirn und die Wahrscheinlichkeit, eine neurodegenerative Krankheit zu bekommen, steigt. Wie kann man Demenz vorbeugen?

Wie kann man Demenz vorbeugen? Photo by  Lindy Baker, Unsplash.com

Es gibt keine bekannte Art, Demenz vorzubeugen. Dennoch existieren bestimmte Maßnahmen, die wir ergreifen können, um das Risiko zu verringern, eine Demenz zu entwickeln, unsere kognitive Abnutzung zu verlangsamen und unsere kognitiven Funktionen zu verbessern. Unsere Handlungen und unser Lebensstil spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie unser Gehirn sich physisch verändert.

Um Demenz vorzubeugen, müssen wir uns darauf konzentrieren, gegen die Risikofaktoren für Demenz anzukämpfen, und vor allem an den Gewohnheiten und am Lebensstil arbeiten, den jedes Individuum führt. Im Folgenden sind 10 Vorsichtsmaßnahmen aufgeführt, die uns dabei helfen können, die kognitive Abnutzung aufzuhalten. Unsere Gehirnfunktionen und unsere kognitive Reserve zu verbessern, kann uns dabei helfen, Demenz vorzubeugen.

Laut der Weltgesundheitsorganisation kann man Demenz folgendermaßen definieren: “Demenz ist ein Syndrom, das die Zerstörung des Gedächtnisses, des Intellekts, des Verhaltens und der Fähigkeit, alltäglichen Tätigkeiten nachzugehen, beinhaltet. Sie ist eine der Hauptursachen von Behinderung und Abhängigkeit bei älteren Menschen in der ganzen Welt. Die Demenz hat physische, psychische, finanzielle und soziale Auswirkungen.” Unter den häufigsten Formen der Demenz finden wir die Alzheimer-Krankheit, vaskuläre Demenz und Lewy-Körper-Demenz.

Kann man Demenz vorbeugen? 10 Tipps, um deine Neuronen zu regenerieren

Obwohl man nichts tun kann, um Demenz vorzubeugen, können wir verschiedene mentale Strategien in Gang setzen, die es erlauben, unsere kognitive Reserve zu verbessern und die Gehirnschädigung auszugleichen. Beachte diese 10 Tipps, die Mairena Vázquez, Psychologin vorschlägt. Ein gesundes Leben kann dir helfen, länger ein gesundes Gehirn zu behalten und für dir Vorbeugung von Demenz sorgen.

1. Achte auf deine Ernährung! Wir sind, was wir essen!

Habt ihr schon einmal den Satz “Wir sind, was wir essen” gehört? Im Fall von Demenz macht dieser Satz sogar noch mehr Sinn. Einer gesunden und ausgeglichenen Ernährungsweise zu folgen ist von großer Notwendigkeit, um das Erscheinen einer möglichen Demenz zu bremsen.

Wie kann man Demenz vorbeugen: Es ist sehr empfehlenswert, sich überwiegend von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten zu ernähren, denn man hat beobachtet, dass diese Art von Lebensmitteln Substanzen enthalten, die als “Antioxidantien” bekannt sind und die Aufgabe haben, die Neuronen zu schützen.

Wir sollten eine fettarme Ernährung mit beschränkten Mengen an Salz einhalten.

Die Omega-3-Fettsäuren haben auch eine Schutzfunktion für das Gehirn gegenüber Demenz. Wir können Omega-3-Fettsäuren in verschiedenen Fischarten finden.

Laut einer Studie in der Zeitschrift Plos One wurde beobachtet, dass das Vitamin B6 (vor allem in Leber, Hähnchen, Fisch, Milchprodukten, Kartoffeln, Obst, … vorhanden) den Fortschritt der kognitiven Abnutzung verringert. Diesem Vitamin kann man Vitamin B9 (Foliensäure) und B12 hinzufügen. Man hat einen Zusammenhang einiger Demenzen mit einem Mangel an Vitamin B6 und B12 festgestellt.

2. Versuche, dein Körpergewicht zu halten

Eine gesunde und ausgegliche Ernährung beeinflusst unser Gewicht direkt. Das heißt, wenn wir auf unsere Ernährung achten, achten wir auch auf unser Gewicht und beugen so mit Übergewicht und Adipositas, Diabetes, hoher Blutdruck, etc. in Verbindung gebrachten Krankheiten vor. 

Wenn wir unter einer dieser Krankheiten leiden, liegt eine höhere Wahrscheinlichkeit vor, dass die Durchblutung und das Herz schlechtern funktionieren, was das Entstehen von Schwierigkeiten im Gehirn zur Folge hat.

Wie kann man Demenz vorbeugen: Wenn wir unser Idealgewicht halten können (dies ist bei jeder Person anders), verringern wir das Risiko, an verschiedenen Krankheiten, darunter die Demenz, zu erkranken.

3. Beseitige die toxischen Gewohnheiten aus deinem Leben

Wir sollten uns bewusst sein, welchen Einfluss unsere (toxischen) Gewohnheiten auf unseren Blutdruck und unser Herz haben.

Was meine ich, wenn ich von “toxischen Gewohnheiten” spreche? Wir können folgende nehmen: mit dem Rauchen aufhören, den Konsum von Alkohol unterlassen oder reduzieren, Stress vermeiden oder verringern, …

Mit dem Rauchen aufzuhören ist sehr wichtig, da diese Gewohnheit dafür sorgt, dass sich die Blutgefäße verengen, was den Blutdruck erhöht, und so entsteht ein höheres Risiko dafür, vaskuläre Demenz oder andere kardiovaskuläre Krankheiten zu erleiden.

Einer der Demenztypen, dem man am meisten vorbeugt, wenn man toxische Gewohnheiten aufgibt, ist die vaskuläre Demenz. Die vaskuläre Demenz ist die zweithäufigste (nach der Alzheimer-Krankheit) und ensteht durch kleine Schlaganfälle (zum Beispiel dem Iktus)

Nach dem in der letzten Ausgabe der Archives of Internal Medicine veröffentlichten Bericht ist Bluthochdruck mit einem größeren Risiko für Demenz oder leichte kognitive Schädigung verbunden.

Wie kann man Demenz vorbeugen: Ein gesundes Leben ohne Exzesse kann dein Gehirn länger gesund halten.

4. Beweg dich! Mach Sport

Es ist nicht nötig, jeden Tag exzessiv Sport zu treiben, um einen Nutzen daraus zu ziehen.

Es gibt verschiedene Arten, Sport zu machen, von Spazierengehen bis Joggen kann jeder Mensch die Übung wählen, die am passendsten für seinen Körper ist. Bei älteren Menschen hat man beobachtet, dass schon ein einstündiger Spaziergang dafür sorgt, dass sie weniger kognitive Schäden bekommen und ihr Gehirn besser funktioniert. 

Wie kann man Demenz vorbeugen: Es ist wichtig, die physische Stimulierung des Körpers zu suchen, indem man nach un nach verschiedene Routinen annimmt. Sport hilft auch dabei, kleine Gedächtnisprobleme zu lindern, denn er versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und verjüngt die Zellen.

Demenz-Vorbeugung: Bewegung ist sehr wichtig

5. Benutze CogniFit: Das führende Programm für kognitive Bewertung und Gehirnstimulierung

Die kognitive Stimulierung von CogniFit ist die meistverwendete nicht pharmakologische Behandlung in Fällen von leichter kognitiver Beeinträchtigung und Demenz in der Frühphase. Die Technik von CogniFit ist von der wissenschaftlichen Gemeinschaft normalisiert und validiert. Ihr Fokus liegt auf der Neuroplastizität. Diese Fähigkeit des Gehirns ermöglicht es, die Entwicklung der Krankheit zu verlangsamen und für längere Zeit die kognitiven Fähigkeiten der Person zu bewahren und somit ihre Lebensqualität zu verbessern.

CogniFit ist ein klinisches Programm zum Gehirntraining, normalisiert und validiert von der wissenschaftlichen Gemeinde. Das Programm besteht aus verschiedenen wissenschaftlichen Spielen, die auf klinischen Studien basieren und online gespielt werden können. CogniFit wird eine Graphik der kognitiven Ergebnisse anzeigen und automatisch den personalisierten Trainingsplan vorschlagen, der sich am besten an die kognitiven Bedürfnisse jedes Individuums anpasst.

Du musst dich nur registrieren! Die Übungsbatterie von CogniFit ermöglicht es, die kognitiven Stärken und Schwächen einer jeden Person präzise zu messen und auszuwerten.

Wie kann man Demenz vorbeugen: Unser Gehirn ist formbar und elastisch, die Gehirngymnastik und kognitive Stimulation fördert die Gehirnplastizität und begünstigt das Entstehen von neuen Verbindungen zwischen den Neuronen.

6. Erschaffe deine eigenen Gewohnheiten und Routinen

Es ist immer gut, Gewohnheiten und Routinen zu folgen und beizubehalten. Unser Gedächtnis dankt uns dafür, dass wir einige feste Alltagsgewohnheiten haben, da wir dadurch einem festen Zeitplan folgen und gleichzeitig das Gedächtnis trainieren.

Mit einigen einfachen Routinen können wir dabei helfen, Demenz vorzubeugen.

Demenz-Vorbeugung. Einigen Gewohnheiten und Routinen folgen

7. Denk daran, zur medizinischen Vorsorge zu gehen

Kognitive Beeinträchtigung ist ein Thema, das heutzutage viel untersucht wird. Die Investigation macht fortwährend große Fortschritte bei der bestmöglichen Vorbeugung und Behandlung der kognitiven Beeinträchtigung und Demenz.

Wie kann man Demenz vorbeugen: Es ist grundlegend, dass bei bestimmten Gegebenheiten oder Symptomen Check-Ups durchgeführt werden, um für eine frühzeitige Demenz-Diagnose zu sorgen. Wie in den vorherigen Punkten erwähnt wurde, ist es sehr wichtig, häufiger den Blutdruck zu messen, um damit verbundene Probleme zu vermeiden.

8.  Mach neue Dinge

Wenn wir lernen, etwas Neues zu machen oder etwas machen, an das wir nicht allzu gewöhnt sind, stimulieren wir auf die eine oder die andere Art unser Gehirn. Bei der Gehirnstimulation verstärken sich die Neuronenverbindungen und die Neuronenanzahl kann sogar ansteigen.

In einer Studie hat man beobachtet, dass “zweisprachige Gehirne die Auswirkungen des Älterwerdens verzögern”. Zweisprachig zu sein hat viele Vorteile! Es ist allerdings nicht notwendig, zweisprachig zu sein, um die positiven Auswirkungen, eine zweite Sprache zu kennen, zu genießen.

In dieser anderen Studie stellt Thomas Back, vom Zentrum für kognitive Alterung und kognitive Epidemiologie an der Universität von Edingburgh, Folgendes fest: “Unsere Gehirn zur ständigen Aufmerksamkeit zu zwingen, was erforderlich ist, um eine Sprache von einer anderen zu unterscheiden, hat Vorteile auf lange Sicht. Personen, die zwei Sprachen oder mehr sprechen, sogar jene, die die Zweitsprache im Erwachsenenalter erlernt haben, können die dem Altern eigene kognitive Beeinträchtigung verzögern.”

Wie kann man Demenz vorbeugen: Lerne, ein Instrument zu spielen, melde dich bei diesem Tanzkurs an, den du schon immer machen wolltest, nutz die Zeit, um deine Lieblingsbücher zu lesen, höre Musik, lerne eine neue Sprache oder gewöhn dir an, Filme in der Originalversion zu sehen … es gibt Tausende von Aktivitäten und neue Dinge, die du machen kannst. Wenn du diese Tätigkeiten ausführst, wird nicht nur deine Motivation und dein Selbstwertgefühl steigen, sondern auch die kognitiven Funktionen deines Gehirns werden sich verbessern und du wirst den Schlüssel dazu haben, die kognitive Beeinträchtigung, die durch den Verlauf der Jahre verursacht wird, irgendwie anzuhalten.

9. Triff dich mit deiner Familie und deinen Freunden, lerne neue Leute kennen

Soziale Aktivitäten wie mit Freunden ausgehen, ins Kino oder ins Theater gehen, andere Leute kennenlernen, die nicht in deinem engen Freundeskreis sind, … stimulieren unser Gehirn und sorgen dafür, das sich neue Verbindungen zwischen unseren Neuronen bilden. Alles, was die Isolation bekämpft, ist gut, denn es ist nicht förderliche, wenn du dich in dich selbst zurückziehst.

Verschiedenen Studien zufolge wurde beobachtet, dass die Menschen, die mehr soziale Aktivitäten durchführen, weniger unter kognitiver Beeinträchtigung litten als die, die nicht oder weniger mit anderen in Kontakt treten.

Wie kann man Demenz vorbeugen: Dazu fordere ich dich dazu auf, dich weiterhin mit deinen Freunden und deiner Familie zu treffen, aber gleichzeitig auch versuchst, neue Leute mit dem gleichem Geschmack und den gleichen Vorlieben wie du kennenzulernen, indem du in verschiedene soziale Zentren gehst. Fass dir ein Herz und mach einen Schritt aus deiner Komfortzone hinaus.

10. Vermeide Stress und geniess die Natur

Die Natur, neue Leute kennenlernen oder sich mit Leuten umgeben, die dir helfen, … all dies hat einen Einfluss auf die Stress- und Druckvermeidung.

Die bloße Tatsache, in einer Großstadt zu leben, beeinflusst das Entstehen einer Demenz oder einer anderen neurodegenerativen Krankheit. Nicht nur wegen des Stresses, den der schwindelerregende Rhythmus der Stadt erzeugt, sondern auch, und dazu existieren Daten von der Weltgesundheitsorganisation, weil die Luftverschmutzung jedes Jahr 3,7 Millionen vorzeitige Tode verursacht. Wie die vor Kurzem veröffentlichte Untersuchung im «The Proceedings of the National Academy of Sciences» (PNAS) absichert. Diese an der Universität Lancaster durchgeführte Studie beweist, dass die Präsenz von toxischen Nanopartikeln aus der verschmutzten Luft im Gehirngewebe oxidativen Stress verursachen kann und das Risiko für neurodegenerative Krankheiten wie Demenz und Alzheimer erhöhen kann.

Wie kann man Demenz vorbeugen: Es ist sehr empfehlenswert, in die Natur und an die frische Luft zu gehen, wann immer es die Umstände erlauben, sowohl für eine bessere Lebensqualität als auch, um den Stress und die Spannung des Alltags zu beseitigen.

Quelle: Mairena Vázquez, Psychologin bei CogniFit.

Mittagsschlaf halten: 10 Vorteile für Gehirn und Gedächtnis

Was ist die beste Art, unser Gehirn wieder in Schwung zu bringen und uns von der Erschöpfung zu erholen? Mittagsschlaf halten aktiviert das Gehirn und verbessert die Wachsamkeit, das Gedächtnis, den Sinn für Humor oder die Kreativität. Geschichtlich und kulturell in allen 5 Kontinenten bekannt, ist die “Siesta-Kultur” mit aller Wucht zurückgekommen. Gibt es den perfekten Mittagsschlaf? Welche seine Hauptvorteile sind und wie man ihn schafft … der Psychologe Pablo García Bartolomé zeigt dir 10 Tatsachen, die du kennen musst, um deine Gehirnressourcen maximal zu pflegen und zu optimieren, während du schläfst.

Mittagsschlaf zu halten aktiviert das Gehirn und sich von der Müdigkeit erholen.

1. Warte nicht, bis du erschöpft bist, um einen guten erquickenden Schlaf zu genießen

Es ist nicht sinnvoll zu warten, bis man total kaputt ist, um einen Mittagsschlaf zu halten. Häufig wird körperliche Ermüdung mit der Lust zu schlafen gleichgesetzt. Nichtsdestotrotz spielt die mentale Beanspruchung eine entscheidendere Rolle bei den Schlafrhythmen. Im Laufe des Tages sammelt sich im Gehirn ein Hormon (Adenosin) an, dass die Gehirnaktivität bremst und den Schlaf einleitet. Also, wenn du schlafen gehst, ist das die Gelegenheit, deine Reserven mit Energie (Glukogen) aufzuladen und die Präsenz dieses Hormons zu verringern.

Mittagsschlaf halten:

Es wird ein Verhältnis von 15 Minuten Entspannung für 2-3 Stunden Aktivität empfohlen. Eine andere Kombination mit guten Ergebnissen ist ein Mittagsschlaf von 2 Stunden pro 9-10 Stunden Wachzustand. In jedem Fall scheint es vorzuziehen sein, im Voraus zu Mittags zu schlafen(bevor man erschöpft ist) als zur Abhilfe (nach der Erschöpfung) zu machen.

2. Wie man einen guten Mittagsschlaf hält: Schlafen aktiviert das Gehirn

10 oder 15 Minuten Mittagsschlaf helfen dir, dein Aufmerksamkeitslevel für mindestens 3-4 Stunden zu erholen. Aber es ist sehr wichtig, in welcher Postur du schläfst. Abgesehen von den Hormonen können die Wissenschaftler den Zustand des Gehirns auch über seine elektrische Aktivität erkennen (EEG). Zum Beispiel stellen die elektrischen Wellen P300 das Aufmerksamkeits- und Wachsamkeitslevel dar. Die Monotonie des Tages oder die Erschöpfung können dafür sorgen, dass die Aktivität dieser “Aufmerksamkeitswellen” reduziert wird. Möchtest du wissen, wie du die “Hirnfrequenz” und deinen Wachsamkeitszustand zurückgewinnen kannst?

Mittagsschlaf halten:
Laut einigen Studien ist die klassische waagerechte Lage (auf dem Bett liegen) die optimale Art, sich von der Müdigkeit zu erholen und das Wachsamkeitslevel wiederherzustellen. Andere Positionen wie sich über die Knie beugen oder sich an einem Sitz anlehnen verursachen ein subjektives Gefühl der Erholung von der Erschöpfung, haben aber keine wirklichen Effekte auf physiologischer Ebene.

3. Verbessere die Erholungsqualität: Erschaffe eine Routine

Wenn du zu den Menschen gehörst, die regelmäßig Mittags schlafen (2-3 mal pro Woche), hast du Glück. Ohne Zweifel hat das mittägliche Nickerchen reichlich Vorteile für den Organismus und das Gehirn. Es ist eine gesunde Gewohnheit, die dabei hilft, das Immunsytstem zu stärken, die Erholung von der Erschöpfung vom Tag erleichtert, die Motivation erhöht und die Laune verbessert … Aber es erfordert einiger Anweisungen, um es richtig zu machen

Mittagsschlaf halten:
Die beste Uhrzeit ist in der Mitte des Tages, wenn dein Aktivationslevel niedrig ist. Bereite ein ruhiges Zimmer vor, mit einem Bett, wenn möglich frei von Lärm und mit wenig Licht. Versichere dich, dass eine angemessene Temperatur herrscht, oder bedecke deinen Körper mit einer Decke. Zwischen 10 und 15 Minuten können genug sein, um dein Aktivationslevel zu erholen und deine Energie zurückzugewinnen.

4. Ein kurzer Mittagsschlaf nach einer intensiven geistigen Tätigkeit

Die wirkliche Erholung bekommt das Gehirnn in Tiefschlafphasen: Diese beginnen, wenn du mehr oder weniger 25 Minuten lang schläfst. Es sind Phasen des Abschaltens, in der die Neuronenaktivität und der Blutfluss im Gehirn sinkt. Wenn du dich intensiv kognitiv angestrengt hast, sei es weil du mehrere Stunden studiert hast oder Tätigkeiten wie Museumsbesuche, Zeitunglesen oder einen Film sehen nachgegangen bist … braucht dein Gehirn Erholung von dieser Extra-Anstrengung. Wie kannst du dich erholen? Musst du einen längeren Mittagsschlaf halten?

Mittagsschlaf halten:
Es ist nicht notwendig einen längeren Mittagsschlaf zu machen, wenn die ausgeführte Aktivität (z.B. für eine Prüfung lernen) an diesem Tag besonders intensiv war.

Sagen wir, dass das Gehirn die Zonen identifiziert, die am meisten beansprucht wurden und es erleichtert, dass diese schneller in Tiefschlaf versetzt werden. Mit einem Nickerchen von 10, 15 oder 20 Minuten hilfst du deinem Gehirn sich von der Erschöpfung zu erholen.

5. Stärke deine Erinnerungen im Gedächtnis mit einem guten Mittagsschlaf

Gut zu schlafen verbessert die Erinnerungsfähigkeit. Und … wie glaubst könnte dir Mittagsschlaf zu halten helfen, ein gerade gelerntes Thema zu speichern? Zunächst solltest du wissen, dass der Tiefschlaf oder Schlaf der langsamen Wellen (denk daran, nach 25 Minuten) Schlüsselfunktionen in der Verfestigung der Erinnerungen hat. Aber, die Art von Information hat auch einen Einfluss. Schauen wir mal …

Mittagsschlaf halten:

Pass die Zeit an die Art der durchgeführten Aktivität an. Zum Beispiel, nach einer einzigen Lektüre kann für die Aufnahme des Gelesenen ein kurzer Mittagsschlaf von 25-30 Minuten genug sein. Auf der anderen Seite, wird das Auswendiglernen durch Wiederholung durch tieferen Schlaf begünstigt, ungefähr 60 Minuten, um diese Information gut “aufzunehmen”.

6. Mittagsschlaf zu halten kann dir helfen, deine Impulsivität zu verringern

So ist es. Es handelt sich um eine Pilotenstudie, aber es scheint, dass der Mittagsschlaf ein perfektes “Gegenmittel” gegen die negativen Gefühle ist, die du im Laufe des Tages angesammelt hast. Tatsächlich gehört der programmierte Mittagsschlaf zu einigen Behandlungen für Impulsivität, Süchte oder Drogenabhängigkeit. Wir wissen, dass in den ersten 15 Minuten des Schlafs (Phase 1) die Neuronen des Präfrontalen Cortex, wo sich die exekutiven Funktionen befinden, “entspannt”. Dies erlaubt uns, unsere Fähigkeit zur Impulskontrolle und unsere Frustrationstoleranz zurückzugewinnen.

Mittagsschlaf halten:
Wenn dein Arbeitsplatz einen hohen Grad an Aufmerksamkeit und Entscheidungskompetenz erfordert, wie zum Beispiel bei Wirtschaftlern, Ärzten oder Piloten, solltest du darüber nachdenken, einen Mittagsschlaf von 20 Minuten in der Mitte des Tages zu halten: Das Wachsamkeitslevel erholt sich in 3 Stunden, das höhere Denken (z.B. Mathematik) in einer Stunde und das Selbstvertrauen in 2 Stunden.

7. Vertrau deinem Gehirn, während du schläfst: Das Gehirn weiß, wie man Prioritäten setzt

Stell dir zwei Arten von Nachrichten vor: Eine mit emotionaler Ladung (“das Haus, wo du gelebt hast, wurde niedergerissen”) und eine andere akademischen Stils (“lerne einen Text mit Hinsicht auf eine Prüfung nach dem Mittagsschlaf auswendig”). Während du einen kurzen Mittagsschlaf hältst, kümmert sich dein Gehirn an erster Stelle darum, die Information mit Bezug auf die Prüfung “aufzunehmen”. Warum? Weil es dazu fähig ist, Prioritäten dafür einzuräumen, was für deine nächste Zukunft wichtiger ist (für dein Überleben, wenn du es so bevorzugst) und somit die Verfestigung genannter Erinnerungen zu begünstigen.

Mittagsschlaf halten:

Kennst du Klarträume? In einem Klartraum hast du die Kontrolle oder die halbe Kontrolle, während du schläfst. Du kannst dir überlegen, was du dir während des Traums als Ziel setzen möchtest und dieses identifizieren, während du schläfst, um deinen Traum zu lenken. Aber glaub nicht, dass das so einfach ist, dazu braucht man viel Training.

 

8. Werde ein glücklicherer Mensch, während du Mittagsschlaf hältst

Wie du gesehen hast, kann ein Mittagsschlaf die Erschöpfung verringern und das Gedächtnis oder die Leistung verbessern. Aber was passiert mit den Gefühlen während des Schlaf am Mittag? Mittagsschlaf zu halten erhöht die Zahl und den Grad an positiven Gefühlen, du wirst einen Energieschub spüren, dich motivierter fühlen und einen Anstieg des Glückgefühls erleben.

Mittagsschlaf halten:
Da die emotionale Beanspruchung durch negative Erfahrungen sich im Laufe des Tages ansammelt und uns anstrengt, können wir mit einem kurzen Schlaf von 15 Minuten an einem ruhigen Ort den “Gefühlsrucksack” leeren und unsere Stimmung erfrischen.

Aktiviere dein Gehirn und erhole dich von der Erschöpfung: Der superschnelle Mittagsschlaf von 6-7 Minuten.

9. Aktiviere dein Gehirn im Expressverfahren!

Sogar ein superschneller Mittagsschlaf zwischen 6-7 Minuten nach dem Lernen einiger Wörter oder eines Textes kann genug sein, um eine nachfolgende Erinnerungsprobe besser auszuführen (im Vergleich dazu, diese Erholung nicht gehabt zu haben).

Mittagsschlaf halten:
Wenn du erschöpft bist, energielos in der Mitte des Tages, oder besser noch, wenn du vorhersiehst, dass du einen Energieabstieg haben könnest, wäre es sehr empfehlenswert, dem mit einem superschnellen Mittagsschlaf entgegenzuwirken. In asiatischen Ländern wie China und Japan kommt es oft vor, dass man eine Person in der Öffentlichkeit schlafen sieht.

 Die Position: nach vorne über die Knie gebeugt. Also … nutz einen Stuhl, den Computertisch, eine Bank, den Auto- oder Zugsitz … entspanne dich bei einem schnellen Schlaf!

10. Führe den Mittagsschlaf sicher durch!

Manche Menschen beschweren sich über Nebeneffekte wie Verwirrtheit, Schläfrigkeit am Tag oder Schwierigkeiten, nachts einzuschlafen. Dies nennt sich “Trägheit des Schlafs”. Außerdem existieren einige Risikofaktoren wie das Alter oder das Risiko einer Herz- und Gefäßkrankheit, die man beachten sollte. Wenn das dein Fall ist, ist es empfehlenswert Vorkehrungen zu treffen und einen Experten in Schlafmedizin um Rat zu bitten.

Tipps für den Mittagsschlaf:
– Versuch nicht zu spät zu schlafen, mittags oder kurz nach dem Mittagessen ist die beste Zeit.
– Setze eine Zeit dafür an, improvisiere nicht.
– Versuch, deinen Körper an eine Routine zu gewöhnen.
– Schlafe nicht mehr als 60 Minuten. Ein kurzer Mittagsschlaf (20 Minuten) bringt mehr

gesundheitliche Vorteile mit sich und reduziert das kardiovaskuläre Risiko.

Die angesammelten oder verpassten Schlafstunden, die Helligkeit-Dunkelheit-Kreisläufe, Schlafprobleme … sind nur einige von vielen Faktoren, die man beachten sollte und in diesem Artikel nicht vorkamen. Aber unter normalen Bedingungen können dir diese 10 Ratschläge für den Mittagsschlaf helfen, deine Lebensqualität zu verbessern.

Gemeinsam mit der Ernährung und Sport ist der Schlaf eins der grundlegenden Mittel für die Erhaltung eines gesunden und natürlichen Lebensstils. Letzten Endes, “schlafen”. Wie auch immer und wie kurz auch immer. Aber ohne dass du dir das Genick brichst natürlich!

Referenzen: Fundamentos Fisiológicos de la Conducta (Carlson, N. R; Rámos Platón, M. J.)

Quelle: Pablo García Bartolomé, Psychologe bei CogniFit.