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Niedriges Selbstwertgefühl: Gründe, Folgen und Test – Was kann ich tun?

Niedriges Selbstwertgefühl? Es ist viel schwieriger als es aussieht zu lernen “Ich liebe mich” anstelle von “Ich liebe dich” zu sagen. Stell dich auf die Probe. In diesem Artikel zeigt dir die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda die Schlüssel zur Entwicklung eines ausgeglichenen und gesunden Selbstkonzeptes und infolgedessen wirst du lernen, besser mit deinem niedrigen Selbstwertgefühl umzugehen.

“Verlieb dich in dich selbst, ins das Leben, in deine Umgebung, in das, was du machst, und wer du bist. Walter Riso”

Niedriges Selbstwertgefühl

Was ist das Selbstwertgefühl? Das Selbstwertgefühl ist die Bewertung oder die Auffassung, die wir von uns selbst haben. Es baut sich anhand der Erfahrungen, sowohl den negativen als auch den positiven, auf, die wir im Laufe unseres Lebens gemacht haben. Vom Selbstwertgefühl hängen die Erwartungen ab, die wir an uns selbst stellen und unser eigenes Wertekonzept oder Selbstkonzept.

Deswegen ist ein positives Selbstwertgefühl und Selbstliebe unabdingbar für den Erfolg im Leben. Wir wissen alle vom Wert der Selbstachtung, aber nur wenige von uns wissen, wie man für sie sorgt, sie verwöhnt und erhält.

“Der Unterschied zwischen dem, wo du gestern warst und dem, wo du morgen sein wirst, liegt in dem, was du HEUTE denkst, sagst du und tust.”

Gründe für ein niedriges Selbstwertgefühl – Warum ist mein Selbstwertgefühl so niedrig?

Ein niedriges Selbstwertgefühl ist ein Problem, dass einen großen Teil der Bevölkerung betrifft, aber estaunlicherweise ist sich die Mehrheit dessen gar nicht bewusst. Wenn wir wegen Angst- und Depressionsproblemen zum Psychologen gehen, liegt diesen Pathologien oft ein niedriges Selbstwertgefühl zugrunde, aber wir sind uns dessen oder dessen Folgen für unsere psychische Gesundheit für gewöhnlich nicht bewusst.

Beim Aufbau unseres eigenen Selbstwertgefühls durchläuft jedes menschliche Wesen einen einzigartigen und unvergleichbaren Weg. Das Selbstwertgefühl baut sich allmählich auf, und auch wenn persönliche Eigenschaften einen Einfluss auf diesen Prozess haben, sind die erlebten Erfahrungen und die Menschen, mit denen du in Kontakt trittst, ein entscheidender Faktor. Dies führt zu dem Ergebnis einer subjektiven Empfindung von persönlichem Wert oder im Gegensatz, von Unfähigkeit.

Die ersten Lebensjahre sind grundlegend für die Bildung eines hohen oder niedrigen Selbstwertgefühls, aber auch die Erfahrungen, die wir als Erwachsene erleben, können es verändern. Unter den zahlreichen Gründen für ein niedriges Selbstwertgefühl können wir die folgenden hervorheben:

–          Körperlicher, sexueller oder emotionaler Missbrauch, vor allem in jungem Alter.

–          Der Erwartungsgrad unserer Eltern und Lehrer, dem wir in der Kindheit ausgesetzt            waren.

–          Unter Diskrimination jeder Art leiden.

–          Belästigung oder Mobbing erleiden.

–          Den Verlust eines geliebten Menschens erleiden.

–          Soziale Ausgrenzung

–          Arbeitslosigkeit oder prekäre Arbeitssituationen

Wenn eine Person schwierige Zeiten durchläuft, bildet sie sich, fast ohne es zu merken, negative Überzeugungen über sich selbst. Sei es über ihre intellektuellen Fähigkeiten, ihr Aussehen oder ihre Fähigkeiten, Erfolg im Leben zu haben.

Genau so wichtig wie unsere Erlebnisse sind die Interpretation, die wir ihnen geben.

Das Wichtige am niedrigen Selbstwertgefühl ist, dass es sich im Allgemeinen auf Überzeugungen und nicht auf Tatsachen stützt, und das Glaubenssystem der Menschen lässt sich formen und modifizieren.

So ist die Erhöhung unseres Selbstwertgefühls ein Schlüsselfaktor, um uns mit uns selbst wohl zu fühlen.

 

Lerne, dich zu lieben

Die Rosenberg-Skala: Finde heraus, ob du ein niedriges Selbstwertgefühl hast

Hast du schon mal innegehalten, um darüber nachzudenken, was du wirklich von dir denkst? Im Folgenden lade ich dich dazu ein, diesen kleinen Test namens Selbstwertskala von Rosenberg zu machen, der dir helfen wird, den Grad der Zufriedenheit mit dir selbst zu messen.

Denk daran, dass dies eine einfache Bewertungs- und Orientierungsübung ist und in keinem Fall eine klinische Diagnose darstellt.

Die Rosenbergskala ist ein Test zum Selbstwertgefühl, das er dir ermöglicht ausfindig zu machen, ob du ein niedriges Selbstwertgefühl hast. Diese Bewertung stützt sich auf 10 Aussagen, die du möglichst ehrlich auf dieser Skala beantworten musst:

1: Gar nicht einverstanden

2: Nicht einverstanden

3: Einverstanden

4: Komplett einverstanden

  1. Ich empfinde mich als gleichwertig mit den anderen.
  2. Im Allgemeinen neige ich dazu zu denken, dass ich eine Enttäuschung bin.
  3. Ich denke, ich habe ein paar gute Eigenschaften.
  4. Ich kann die Dinge genau so gut machen wie die anderen.
  5. Ich glaube, ich habe nicht viel, worauf ich stolz sein kann.
  6. Ich habe mir selbst gegenüber eine positive Haltung.
  7. Im Allgemeinen bin ich mit mir zufrieden.
  8. Ich hätte gern mehr Selbstrespekt.
  9. Ich fühle mich manchmal wirklich nutzlos.
  10. Manchmal denke ich, dass ich nichts wert bin.

Korrektur und Ergebnisse

Von den Sätzen 1 bis 5 zählen die Antworten von 1 bis 4 jeweils 4 bis 1 Punkte. Das heisst, genau umgekehrt. Beispiel: Wenn du bei Satz Nr. 1 4 Punkte gegeben hast, musst du einen Punkt zählen.

Von den Sätzen 6 bis 10, zählen die Antworten 1 bis 4 auch 1 bis 4 Punkte.

Von 30 bis 40 Punkte: Hohes Selbstwertgefühl, als normales Selbstwertgefühl angesehen.

Von 26 bis 29 Punkte: Mittleres Selbstwertgefühl. Dies bedeutet keine schweren Selbstachtungsprobleme, aber eine Verbesserung wäre ratsam.

Weniger als 25 Punkte: Niedriges Selbstwertgefühl. Es gibt bedeutende Selbstachtungsprobleme.

Folgen eines niedrigen Selbstwertgefühls

Ein niedriges Selbstwertgefühl wirkt sich negativ auf alle Bereiche deines Lebens aus. Die Wahrnehmung, die du von dir selbst und deinem Wert oder des Fehlen dieses Wertes hast, hat unvermeidbare Auswirkungen auf deine Arbeitsleistung, deine Beziehungen im Privatleben und die Beziehung mit der Welt und dir selbst haben.

“Wir können andere nicht lieben, wenn wir nicht vorher lernen, uns selbst zu lieben”

Es ist viel komplizierter als es scheint, dich selbst zu lieben. Dich richtig lieben zu können heißt, dich zu akzeptieren, zu respektieren, deinen vitalen Bedürfnisse nachzukommen und dich dafür zu lieben, wer du bist, mit deinen Stärken und Schwächen.

Eine Person, die sich liebt und sich selbst wertschätzt, strahlt positive Vibrationen aus und erweckt Neugierde darauf, sie kennenzulernen. Sie verbreitet Liebe, weil sie sich selbst akzeptiert hat. Und unbewusst nehmen das die anderen wahr.

Gegen das niedrige Selbstwertgefühl kämpfen: Lerne, dich zu lieben

Eine Person, die sich nicht liebt und, vor allem, sich nicht respektiert, läuft große Wahrscheinlichkeit, in toxische Beziehungen verwickelt zu werden.

Denk daran, dass Vorbeugung die beste Kur ist …

Schlüssel zur Erhöhung eines niedrigen Selbstwertgefühls

1. Verwandle negative Gedanken ins Positive

Wenn du ein niedriges Selbstwertgefühl hast, ist es sehr wahrscheinlich, dass du dir selbst unangenehme Botschaften schickst, die reich an “Ich kann nicht”, “Ich bin das nicht wert”, “Ich werde scheitern”, “Ich verdiene keine Liebe” sind.

Auch wenn du das nicht bewusst machst, präsentieren sich diese Botschaften mehr oder weniger subtil in deinem Alltag und vermindern deine Lust darauf, ein neues Projekt anzugehen und sabotieren letztendlich dein Wohlbefinden.

Mach eine Liste von deinen am meisten wiederkehrenden negativen Gedanken und schreib daneben eine Ermutigung, die du wiederholen kannst, wenn das Negative erscheint.

Zum Beispiel: Für den Satz “Ich bin nicht dafür gemacht” wäre der Gegengedanke “Ich kann das problemlos in Angriff nehmen”. Jedes Mal, wenn der negative Gedanke auftaucht, halt inne und biete ihm mit dem positiven Denken die Stirn.. Am Anfang wird dir das schwer fallen, aber wenn du es regelmäßig machst, wir sich dieses Verhalten automatisieren.

Was du dir selbst sagst, kann dir Macht geben oder wegnehmen, und nur du kannst die Worte wählen …

2. Hast du ein geringes Selbstwertgefühl? Mach eine Liste deiner Erfolge

Für gewöhnlich neigen wir dazu, unsere Niederlagen und Fehler grösser zu machen und das Gute, was in unserem Leben geschieht, für einen glücklichen Zufall zu halten.

Das ist ein unverzeihlicher Fehler. Sicher hast du in deinem Leben schon sehr interessante Erfolge geerntet, denen du jetzt nicht mehr den Wert gibst, den sie verdienen.

Wenn du ein niedriges Selbstwertgefühl hast, gibt es eine gute Übung, die darin besteht, eine Liste mit den persönlichen Erfolgen zu erstellen, auf die du am stolzesten bist.

Zum Beispiel:

–          Ich habe das Studium geschafft

–          Ich habe Padel-Spielen gelernt

–          Ich habe eine zweite Sprache gelernt

–          Ich bin Vater/Mutter geworden

–          Ich habe die Arbeit bei dieser Firma bekommen

Kleb dir diese Liste an den Kühlschrank oder irgendwohin, wo du sie oft siehst. Diese Liste wird dich daran erinnern, dass du die nötigen Fähigkeiten hast, zu erreichen, was du dir vornimmt.

3. Akzeptiere dich genau so, wie du bist

Mit deinen Stärken und Schwächen. So klar und schwierig. Sei realistisch, versuche nicht, das Unmögliche zu ändern, und sei dir deinen Schwächen und Stärken bewusst. Eine gute Kenntnis deiner selbst ist das wirkungsvolle Werkzeug, um Erfolg in deinem Leben zu haben und dein emotionales Wohlgefühl zu entwickeln.

“Es ist viel schwieriger, sich selbst zu beurteilen, als die anderen zu beurteilen. Wenn du es schaffst, dich selbst richtig zu beurteilen, bist du wirklich weise.” Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz.”

4. Vergiss die Vergleiche, um dein niedriges Selbstwertgefühl nicht zu nähren

Vergleiche sind widerlich und ergeben selten etwas Positives. Einzig und allein, wenn dieser Vergleich als intrinsische Motivation für eine Verbesserung genutzt wird, wird sie dir etwas Positives bringen und du wirst ein Gefühl von Bewunderung und nicht von Neid empfinden.

Wenn du dich minderwertig fühlst oder dich dafür verachtest, nicht das Eine oder das Andere in deinem Leben zu haben, denk daran, dass viele Leute gerne das hätten, was du hast, oder sein würden, wer du bist. Sei dankbar für deine persönlichen Stärken, anstatt dich beim Versuch zu erfüllen, was die Gesellschaft dir auferlegt, fertigzumachen.

Sei kritisch mit deinen persönlichen Forderungen und schätze nicht gering, was du schon besitzt.

5. Finde die Ursache für dein niedriges Selbstwertgefühl

Ein grundlegender Schritt für die Lösung eines jeden Problems besteht darin, die Wurzel der Angelegenheit zu identifizieren. Oft versuchen wir, das Symptom zu beseitigen, statt die Krankheit in Angriff zu nehmen. Dies kann uns kurzfristige Erleichterung verschaffen, aber wenn wir nicht die wirkliche Ursache der Krankheit bekämpfen, kann sich das Symptom im Laufe unserer Leben auf verschiedene Arten wiederholen.

Wenn du Schwierigkeiten bei diesem Schritt hast, rate ich dir, dich an einen Experten zu wenden. Ein Termin bei einem in dieser Angelegenheit qualifizierten Psychologen kann dich dazu leiten, das wirkliche Problem zu identifizieren.

Um zum Ende zu kommen, möchte ich euch ein interessantes Video über Tipps zum Stärken des Selbstwertgefühls zeigen.

“Das Selbstwertgefühl ist keine so verwerfliche Sünde wie die eigene Geringschätzung. William Shakespeare”

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Selbstbehauptungstechniken zur Verbesserung deiner Sozialkompetenz

In diesem Post wirst du lernen, zu identifizieren, welches dein Verhaltensmuster ist. Was ist, wenn du entdeckst, dass dieser nicht der Geeignetste ist? Hier stellen wir dir auch eine Reihe von Selbstbehauptungstechniken vor, die dir ermöglichen, deine Sozialkompetenz zu verbessern. Übernimm die Kontrolle und erreiche, dass deine sozialen Beziehungen erfüllter und gesünder werden!

Selbstbehauptungstechniken zur Verbesserung deiner Sozialkompetenz

Bestimmt hast du schon mindestens einmal erlebt, dass du die Kontrolle über ein Gespräch verloren hast und auf einmal in eine Situation geraten bist, die dir gar nicht gefällt. Mehr noch, du weißt noch nicht einmal, wie du da hineingeraten bist … Du hast sicher auch schon mal gefühlt, dass du rechtzeitig hättest Nein sagen sollen … dass du eigentlich gar nicht weißt, warum du dich mit dieser Person immer noch triffst … Auf der Arbeit hast du vielleicht Schuld oder Verantwortung auf dich genommen, für etwas, das gar nicht dein Problem war. Kommen dir diese Situationen etwas zu bekannt vor? Kannst du dich mit einer oder mehreren identifizieren? Dann ist vielleicht der Moment gekommen, dass du einige Techniken lernst, die dir ermöglichen, deine Selbstbehauptung zu entwickeln, um deine Sozialkompetenz zu verbessern.

Was ist Selbstbehauptung und wie benutzt man sie, um die Sozialkompetenz zu erhöhen?

Was ist Selbstbehauptung? Die Selbstbehauptung besteht aus der Fähigkeit, unsere Rechte und Bedürfnisse auf eine effektive Art auszudrücken, ohne uns auf die Füsse treten zu lassen oder aggressiv zu sein. Es handelt sich um ein soziales Verhalten, dass uns ermöglicht, unsere sozialen Beziehungen positiver zu machen. Was geschieht, wenn wir nicht dazu fähig sind, unsere Bedürfnisse auf selbstbewusste Art zu vermitteln? Dann verfallen wir in falsche Konfrontationsstile, wie den passiven oder den aggressiven Stil.

Wenn wir nicht durchsetzungsfähig handeln, können zwei ineffiziente Verhaltensweisen vorkommen:

  • Auf eine passive Art auf die Umgebung reagieren
  • Oder auf eine aggressive Art reagieren.

Beides sind ineffiziente Werkzeuge, die auf lange Sich mehr Probleme in deinen sozialen Beziehungen hervorrufen. Den Stil zu ändern ist keine einfache Aufgabe, aber es wird sich lohnen.

Selbstbehauptungstechniken zur Verbesserung deiner Sozialkompetenz

Was ist der passive Verhaltensstil?

Der passive Verhaltensstil kommt vor, wenn die Person unfähig dazu ist, offen über ihre Gefühle, Wünsche, Meinungen und Bedürfnisse zu sprechen. Wenn sie darüber spricht, verwickeln sie sich in Rechtfertigungen und Entschuldigungen. Die Panik vor dem Konflikt ist die Grundlage dieser Verhaltensweise, die sich außerdem durch ein niedriges Selbstwertgefühl und einem hohen Frustrationsgrad durch die Nichtrespektierung der eigenen Rechte ausweist. Diese Personen sind sich dem Grad der Verletzlichkeit, den sie erreichen, nicht bewusst.

Was ist der aggressive Verhaltensstil?

Der aggressive Verhaltensstil kommt vor, wenn die Person zwar ihre Bedürfnisse ausdrücken kann, aber dies auf eine unangemessene oder sehr bestimmte Art und Weise tun, sodass die Personen, die mit ihnen interagieren, sich mit Füssen getreten oder nicht respektiert in ihren Grundrechten fühlen können. Sie können auf verbale Gewalt und Drohungen zurückgreifen, obwohl sie oft sehr viel subtiler handeln, mittels Erniedrigung oder progressiver Demütigung.

Der passive Verhaltensstil charakterisiert sich durch ein Verletzung der eigenen Rechte, der aggressive Verhaltensstil durch eine Verteidigung dieser, der selbstbewusste Stil besteht aus der direkten Beschreibung dieser eigenen Rechte, ohne die anderen rücksichtslos zu behandeln und ohne Scham zu schaffen oder zu empfinden.

Die zwischenmenschliche Kommunikation kann manchmal eine Stressquelle sein, wenn man nicht weiß, wie man seine Rechte ausdrückt und verteidigt, ohne in die vorher beschriebenen Verhaltensstile zu verfallen. Selbstbehauptung zu erlernen wird eine Entspannung vor sozialen Situationen für dich bedeuten. Selbstbewusst zu sein ist eine Lebensphilosophie, in der der Respekt vor den anderen und fundamental vor dir selbst, vorherrscht.

Wie verbessere ich meine Sozialkompetenz? Selbstbehauptungstechniken

Das Problem tritt in Erscheinung, wenn wir in einen Konflikt zwischen dem, was wir machen wollen und dem, was wir glauben tun zu “sollen” geraten.

Zum Beispiel: Hast du manchmal gar keine Lust, zu einem Abendessen zu gehen und fühlst dich egoistisch und furchtbar, weil du denkst, dass du keine Rücksicht auf die andere Person nimmst, weil du deine Bedürfnisse den ihrigen vorziehst?

Diese Art von Dilemmas kann manchmal Angst oder Schuldgefühle hervorrufen, was dich höchst verletzlich gegenüber allen Arten emotionaler Manipulationen macht. Wenn du den folgenden Dekalog verinnerlichst, wirst du bereiter dazu sein, Nein zu sagen ohne dich schuldig zu fühlen. Diese Selbstbehauptungstechniken zu kennen wird dir helfen, deine Identität zu behalten, ein positives Selbstwertgefühl zu haben und dazu fähig zu sein, selbstbewusst auf Interessenkonflikte zu reagieren.

Um selbstbewusst zu sein ist es fundamental, dass du deine Rechte kennst. Viele Autoren haben mehr oder weniger komplexe Listen über diese Rechte verfasst. Ich möchte, dass du die vom Psychologen Manuel J. Smith kennst, die er zum ersten Mal in seinem Buch “Wenn ich Nein sage, fühle ich mich schuldig” veröffentlicht hat.

Smith schlägt auf einfache und direkte Art einen Dekalog vor, der dir als Leitfaden dienen kann, auf dem du dein selbstbewusst Verhalten basieren kannst.

Dekalog der selbstbewussten Rechte Manuel J.Smith

  1. Wir haben das Recht, unser eigenen Verhalten, unsere Gedanken und Gefühle zu beurteilen und die Verantwortung für ihren Beginn und ihre Folgen zu übernehmen.

  2. Wir haben das Recht, keine Gründe oder Ausreden für unser Verhalten anzugeben.

  3. Wir haben das Recht zu urteilen, wenn wir die Verantwortung für das Finden von Lösungen für andere Personen haben.

  4. Wir haben das Recht, unsere Meinung zu ändern.

  5. Wir haben das Recht, Fehler zu machen und für sie verantwortlich zu sein.

  6. Wir haben das Recht “Ich weiß nicht” zu sagen.

  7. Wir haben das Recht, unabhängig vom guten Willen der anderen zu sein, bevor wir uns mit ihnen konfrontieren. (Wir haben das Recht, unabhängig von der Zuneigung der anderen zu sein, um mit ihnen in Kontakt zu treten.)

  8. Wir haben das Recht, unlogische Entscheidungen zu treffen.

  9. Wir haben das Recht “Ich verstehe das nicht” zu sagen.

  10. Wir haben das Recht “Es interessiert mich nicht” zu sagen.

Jetzt, da wir die möglichen Verhaltensstile und den Dekalog der universellen selbstbewussten Rechte kennen, liegt es in unserer Hand, wir wir uns an die Welt wenden wollen. Wenn es deine Wahl ist, einen selbstbewussten Verhaltensstil zu entwickeln, wird das nicht immer einfach sein, aber ich versichere dir, dass dies der zufriedenstellendste von allen ist. Weil aller Angang schwer ist, werde ich dir im Folgenden eine Reihe von Selbstbehauptungstechniken erklären, die dir helfen werden, diese in die Praxis umzusetzen, damit es nach und nach immer natürlicher für dich wird. Sie werden dir höchst wirkungsvoll in Situationen, in denen jemand versucht, dir seine Ansichten aufzudrängen, sein und sind eine lebenswichtige Verteidigung gegen die Manipulation.

Selbstbehauptungstechniken bei Konfrontationen oder Manipulationen

1. Technik vom Sprung in der Platte zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Behalte deinen Standpunkt unerbittlich bei, egal wie sehr dein Gesprächspartner versucht, dich auf sein Terrain zu bringen. Es ist grundlegend, dass du ruhig bleibst, ohne Veränderungen in deiner Stimme oder dem, was du sagst. Um das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken, kannst du Füllwörter wie “Ja, aber …”, “Ich bin einverstanden, aber …”, “Ja, aber ich meinte …” benutzen. Vermeide verbale Fallen und du wirst dein Ziel erreichen.

2. Technik vom machbaren Kompromiss zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Wenn es einen Zusammenstoß der Haltungen gibt und “Verlieren” nicht ratsam ist. So gibst du deinem Gesprächspartner vor dem Verlieren Handlungsspielraum, sodass er sich der Verluste, die die Diskussion mit sich bringen kann, bewusst wird und ihr euch einigt, indem beide ein bisschen nachgeben.

3. Technik vom Fogging oder “Nebelbank” zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Sie besteht daraus, scheinbar Terrain freizugeben, aber ohne es wirklich zu tun. Versuche nicht abzustreiten, was der Gesprächspartner sagt, aber greif ihn auch nicht an. Du kannst teilweise mit ihm einverstanden sein, was dir erlaubt, Meinungen von anderen zu akzeptieren ohne sie selbst zu teilen. Dies ist sehr effizient bei Fällen von offener Manipulation, aber du solltest nicht zu oft darauf zurückgreifen, weil die Technik sonst an Wirksamkeit verliert.

4. Technik der selbstbewussten Frage zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Wenn du vom Gesprächspartner kritisiert wirst, wird dir diese Technik einen Vorsprung verschaffen. Du musst ihn im Grunde dazu auffordern, dich zu kritisieren, um mehr Information darüber zu bekommen, ob die Kritik konstruktiv, oder im Gegensatz dazu, manipulativ ist. So schaffst du es, ihn zu “entwaffnen”, indem du weißt, ob die Person einen persönlichen Angriff im Sinn hat, und außerdem bringst du ihn dazu nachzudenken, ob seine Kritik objektiv ist.

5. Technik vom Auseinandernehmen des Prozesses zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Wenn das Gespräch auf Wege gerät, die zur Aggressivität oder Disqualifizierung führen können, ist der Moment für diese Technik gekommen. Das Ziel besteht darin, die Aggressivitätsspirale zu unterbrechen, die der Gesprächspartner erzeugt. Antworte auf die Provokation einsilbig: “Ja …”, “Vielleicht …”, “Nein …”

6. Technik von der Verarbeitung der Veränderung zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Sie besteht darin, den Fokus der Aufmerksamkeit zu verschieben. Verändere das Thema, um zu sehen, was wirklich zwischen dir und deinem Gesprächspartner passiert.

7. Technik vom selbstbewussten Verschieben zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Benutze sie, wenn du siehst, dass du beinahe die Kontrolle über die Situation verlierst. Wenn du keinen gemäßigten Ton beibehalten kannst oder denkst, dass du die andere Person beleidigen wirst, ist das selbstbewusste Verschieben die beste Option. Gewinne Zeit, um auf eine intelligente und kompetente Weise zu antworten.

8. Technik vom “XYZ + R” zur Verbesserung deiner Selbstbehauptung

Diese von den Psychologinnen Bach und Forés entwickelte Technik synthetisiert die Essenz des selbstbewussten Verhaltens in einer Formel.

Oft besteht die beste Technik darin, auf eine selbstbewusste Art und Weise auszudrücken, was wir bei der Handlung des Anderen fühlen, aber uns dabei nicht nur auf eine destruktive Kritik zu beschränken. Um sie in konstruktive Kritik umzuwandeln, erklären wir, wie uns sein Verhalten fühlen lässt und verpflichten uns außerdem dazu, unser eigenes zu verbessern, damit diese Situation in der Zukunft nicht mehr vorkommt.

“Wenn du X machst oder sagst, fühle ich mich Y und mir hätte gefallen, wenn du Z gemacht hättest. Außerdem können wir zur Gleichung R hinzufügen, ich für meinen Teil verpflichte mich zu …”

X “Wenn du … machst oder sagst” Versuche beim Ausdruck dessen, was dich gestört oder verletzt hat, vom Verhalten zu sprechen und nicht von der Person. Versuche keine Wörter wie “nie” oder “immer” zu benutzen und das Verhalten auf objektive Art zu beurteilen.

Y “Ich fühle mich …” Es ist wichtig, dies ohne Dramatisierung auszudrücken und auch zuzulassen, dass die andere Person dir erklärt, wie sie sich bei eben diesem Verhalten gefühlt hat. Vermeide Werturteile und konzentriere dich auf das Gefühl, das in dir entstanden ist.

Z “Mir hätte gefallen, dass …” Es fällt uns schon schwerer, zu diesem Schritt zu kommen. Wir konzentrieren uns gewöhnlich auf das X und das Y und geben dem Gesprächspartner nicht die Möglichkeit zu wissen, was uns gefallen hätte. Wir konzentrieren uns auf die Kritik und schauen nicht weiter, womit wir dafür sorgen, dass sich die gleiche Situation in der Zukunft wiederholt. Wenn wir eine Alternative zur Veränderung vorschlagen, kommen wir der Lösung des Problems näher.

R “Ich meinerseits verpflichte mich dazu …” Das, was bei Konfrontationen immer wieder vergessen wird. Es kann scheinen, als ob wir Terrain aufgeben, indem wir uns zu R verpflichten, doch wir merken nicht, dass wir selbst die ersten Begünstigten sind. Es ist eine Übung zur Selbstkritik und oft fällt es uns schwer, dies zu tun. Wenn wir es schaffen, übernehmen wir Verantwortung für die Situation und lernen unsererseits ein bisschen mehr.

Setzen wir es in die Praxis um?

Denk dran, dass die Anderen uns behandeln, wie wir ihnen beibringen und zu behandeln …

Die emotionale Intelligenz verbessern. Ein unerlässlicher Leitfaden.

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Intelligenter werden: 10 Strategien, die du noch nicht kennst

Intelligenter werden. Können wir unsere Intelligenz verbessern oder kommt sie schon serienmäßig konfiguriert in unserer genetischen Ausrüstung? Hast du dich schon einmal gefragt, wie du intelligenter werden könntest? Die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda schmeißt Mythen um und hilft dir neue wissenschaftliche Techniken kennenzulernen, die dein Gehirn verbessern und dir dabei helfen intelligenter zu werden.

Intelligenter werden

Was ist Intelligenz? Die Intelligenz wurde ursprünglich von einer eindimensionalen Ebene aus betrachtet, von einem rein kognitiven Sichtpunkt aus, in dem dein Intelligenzkoeffizient und somit “deine Intelligenz” eine Zahl ist, die deine Zukunft bestimmt. Der berühmte IQ war wie ein Tattoo für das ganze Leben.

Glücklicherweise können wir heutzutage dank wissenschaftlicher Untersuchungen bestätigen, dass intelligente Menschen ein Kompendium aus vielen Fähigkeiten, sowohl angeborenen als auch erlernten, besitzen. Allgemein gesagt, ohne auf verschiedene theoretische Konstrukte einzugehen, können wir die Intelligenz als Fähigkeit, die der Mensch hat, um sich an seine Umwelt anzupassen und Probleme zu lösen definieren.

Aber weit vom traditionellen Konzept der Intelligenz als ein einziger Faktor unterscheidet man aktuell bis zu acht verschiedenen Arten von Intelligenz; und dies sind eine Reihe von miteinander in Verbindung stehenden Intelligenzen nach einem Vorschlag vom Psychologen Howard Gardner. So unterscheidet Gardner: 

  • Sprachlich-linguistische Intelligenz
  • Logisch-mathematische Intelligenz
  • Bildlich-räumliche Intelligenz
  • Musikalisch-rhythmische Intelligenz
  • Körperlich-kinästhetische Intelligenz
  • Naturalistische Intelligenz
  • Intrapersonale Intelligenz
  • Interpersonelle Intelligenz

Wie wird man intelligenter? Dank dieser Unterteilung können wir endlich den Mythos begraben, dass jemand, der gut in Mathematik ist, auf jeden Fall intelligenter als die anderen ist. Und umgekehrt. Ein Mensch, der außergewöhnlich gut beim Spielen eines Instruments ist, kann Schwierigkeiten dabei haben, sich mit einem großen und abwechslungsreichen Wortschatz auszudrücken.

Wir dürfen die Emotionale Intelligenz nicht vergessen, die auch eine grundlegende Rolle bei unserer Anpassung an die Umwelt und der Problemlösung spielt.

Letztendlich ist unsere Intelligenz ein komplexes Konstrukt, das aus einer Reihe von Fähigkeiten und Begabungen besteht, die es uns erlauben uns effizient an die Umwelt anzupassen und unser Überleben garantieren.

“Wir sind alle Genies. Aber wenn du einen Fisch nach seiner Fähigkeit auf Bäume zu klettern bewertest, wird er sein ganzes Leben denken, er sei dumm.” Albert Einstein

Außerdem hebt die Forschung hervor, dass die Intelligenz kein statisches und unbewegliches Konstrukt ist, sondern variieren kann, sowohl auf gute als auch auf schlechte Art und Weise. Dank der neuronalen Plastizität kann unser Gehirn Neuronenverbindungen je nach Gebrauch verstärken oder auch unbenutzt lassen.

Dank der zerebralen Plastizität oder Neuroplastizität können wir unsere Intelligenz fördern, das Gehirn kann seine Struktur und Funktion verändern. Die zerebrale Plastizität ermöglicht es uns neue zerebrale Verbindungen zu schaffen und die Neuronenkreisläufe zu erhöhen und somit ihre Funktionalität zu verbessern.

Wenn uns die Neurowissenschaft und die Untersuchung der zerebralen Plastizität etwas gezeigt hat, ist es Folgendes: Je mehr wir einen Neuronenkreislauf nutzen, desto stärker wird er.

“Wir sind hier, um einen Bissen vom Universum zu nehmen. Wenn nicht, warum sind wir hier?” Steve Jobs.

Kommen wir jetzt zu einer Reihe von Ratschlägen zur besten Nutzung dieser zerebralen Plastizität, damit wir das maximale Potenzial aus unseren intellektuellen Fähigkeiten ziehen können!

Intelligenter werden: 10 Tipps, die du noch nicht kennst

1. Intelligenter werden: dein Gehirn muss hungrig sein

Hast du dich schon einmal gefragt, wie du intelligenter wirst? Perfekt, das ist der erste Schritt. Begehre das Wissen. Sei neugierig. Wenn du nicht weißt, wie ein Flugzeug fliegt, unterrichte dich darin. Wenn dich Zaubertricks faszinieren, versuch sie zu erlernen und den Trick zu entdecken. Verschlinge Dokumentarfilme.

Ernähre dein Gehirn mit Information und für dich interessanten Kenntnissen, nicht, um Weisheit zu erlangen, sondern aus dem einfachen Grund dich mit dir selbst wohlzufühlen.

Denk daran, dass dein Gehirn die neuronalen Verbindungen stärken und nutzen muss, um volle Leistung zu erbringen, weswegen jede neue Information zu deiner mentalen Agilität im Bezug auf Informationsspeicherung und -wiedergewinnung beiträgt.

Geh nie zu Bett ohne etwas Neues gelernt zu haben.

2. Intelligenter werden: Lies mehr, viel mehr!

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Lektüre, abgesehen davon, dass sie unseren Wortschatz bereichert und somit unsere sprachlich-linguistische Intelligenz erhöht, uns hilft, unsere Vorstellungskraft zu entwickeln und unsere Vorstellungskraft fliegt, indem sie uns in die Geschichten eintauchen lässt und wir mit den Figuren fühlen und uns in sie hineinversetzen, dies verbessert nicht nur unsere sprachlich-linguistische Intelligenz, sondern auch die intrapersonelle und emotionale Intelligenz. Wenn du intelligenter werden willst, verschlinge Bücher. Lesen ist eine der meist empfohlenen Aktivitäten der Hirngymnastik.

3. Verbessere dein Durchsetzungsvermögen und deine Intelligenz

Wie wird man intelligenter? Wie du schon weißt ist die emotionale Intelligenz mindestens ebenso wichtig wie die rationale Intelligenz. Das Arbeiten und Verbesserungen an deiner emotionalen Intelligenz werden deine intellektuellen Fähigkeiten zur Anpassung an die Umwelt deutlich verbessern und die auftauchenden Probleme effizienter lösen.

4. Um deine Intelligenz zu verbessern, mach die Dinge schwieriger

Wie wird man intelligenter? Das wird dir unsinnig erscheinen, aber sich die Zähne mit der anderen Hand zu putzen ist eine gute Art dein Gehirn zu trainieren. Wenn wir eine unserer Routineabläufe anders machen, zwingen wir unser Gehirn, neue Wege zu gehen, um zum selben Ergebnis zu kommen. So verhindern wir neuronale Einrostungen und schaffen es, neue Verbindungen zu ermöglichen und zu stärken.

5. Delegiere nicht so viel von der Intelligenz an Subunternehmer

Die an Subunternehmer vergebene Intelligenz ist jene, in der wir uns heute befinden. Mit einem einfachen Druck auf einen Knopf erhalten wir 83645776 Definitionen und Arten, die Dinge zu machen und Ergebnisse.

Wie wird man intelligenter? Du solltest vermeiden, deine gesamte intellektuelle Aktivität in die Hände von automatischen Übersetzern, Navigationssystemen, Taschenrechnern oder Suchmaschinen im Internet zu legen. Hör auf ein intellektueller Faulpelz zu sein, obwohl es dir die Gesellschaft so einfach macht.

Seit wann hast du keine mathematische Gleichung mehr gelöst, zum Beispiel den Preis des Abendessens im Kopf durch die Anzahl der Freunde geteilt?

6. Trainiere dein Gehirn mit CogniFit

Dieses Programm zur Hirnstimulierung wurde von der wissenschaftlichen Gemeinschaft validiert und wurde von einem kompletten Team von Neurologen und kognitiven Psychologen entwickelt, die die Prozesse der synaptischen Plastizität und Neurogenese untersuchen. Es sind nur 15 Minuten täglich (2-3 Tage pro Woche) nötig, um die kognitiven Fähigkeiten und Prozesse zu stimulieren.

CogniFit ist ein professionelles Werkzeug zum Hirntraining, das online nutzbar und sehr einfach zu gebrauchen ist. Durch verschiedene klinische Spiele bewertet das Tool die kognitiven Schwächen und Stärken der Person und schlägt automatisch ein kognitives Trainingsprogramm vor, das an die Bedürfnisse jedes einzelnen Individuums angepasst wird.

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7. Um intelligenter zu werden, sprich mit dir selbst

Obwohl man von jeher Personen, die vor sich hin murmeln (oder brüllen) als verrückt ansieht, hat die Wissenschaft Beweise dafür gefunden, dass das Selbstgespräch sehr nützlich für deine Hirnaktivität ist. Wenn wir uns selbst Anweisungen geben, schaffen wir es die uns vorliegende Aufgabe zu vereinfachen und zusammenzufassen und so unsere Mittel und Fähigkeiten zur effizienten Lösung des Problems zu optimieren.

Wie man intelligenter wird? Zweifel nicht daran und sprich ab und zu mit dir selbst. Dein Gehirn wird es dir danken.

8. Intelligenter werden? Benutze Twitter

Du liest richtig. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass twittern unserer Synthese-Fähigkeit hilft und sie verbessert. Auf Twitter müssen wir unsere Meinung zu etwas auf präzise und zusammenhängende Art in nur 140 Buchstaben zusammenfassen und synthetisieren.

Wenn du Twitter nicht nutzen möchtest, kannst du einfach Papier und Bleistift nehmen und einen Gedanken mit dieser Platzbegrenzung überdenken. Wenn du das oft machst, wirst du dich wundern, wie du es nach und nach schaffst, in wenigen Worten zu sagen, was dir durch den Kopf geht.

9. Um intelligenter zu werden, lern eine andere Sprache

Ja, es ist ein sehr abgedroschener Ratschlag, aber ich wiederhole ihn, weil er dir wirklich helfen wird. Zweisprachig zu sein hat viele Vorteile. Ideal ist es, eine zweite Sprache als Kind zu lernen.

Wenn du eine neue Sprache lernst, erhöht sich die Dichte der grauen Materie deines Gehirns und du erledigst geistige Aufgaben besser als die Menschen, die nur eine Sprache kennen. Auf einer anderen Sprache zu denken eröffnet uns eine andere Sichtweise und somit unterschiedliche Lösungen für das gleiche Problem, denn die Sprache strukturiert unser Denken.

Auf dieselbe Art und Weise verbessert das Fernsehen und Lesen auf einer anderen Sprache die zerebrale Plastizität und hilft dir intelligenter zu werden. Wie man intelligenter wird: Warum versuchst du nicht mal, Serien und Filme in Originalversion zu sehen?

10. Wie wird man intelligenter? Umgib dich mit intelligenten Menschen

Man sagt, dass alles ansteckend ist, außer der Schönheit. Wenn du von intelligenten Menschen umgeben bist, wirst du dich selbst mehr ermutigen intelligenter zu werden: Um dem Gespräch zu folgen oder deine Meinung zum Thema zu sagen, über das ihr sprecht. Zusätzlich kannst du jeden Tag etwas Neues und Interessantes lernen, wenn du dich mit intelligenten Menschen umgibst.
Wenn ihr im Gegensatz dazu in deinem Umkreis über so bedeutende Dinge wie den aktuellen Popstar sprecht, rostet dein Gehirn wahrscheinlich ein und du wirst zu einem Zombie mehr mit gewaschenem Gehirn. Wie man intelligenter wird: Flieh vor banalen und unwichtigen Leuten, versuch weniger fernzusehen und mehr zu lesen und zu reisen. Dein Gehirn wird dir unglaublich dankbar sein.

Wie man intelligenter wird: Denk daran, dass Anstrengung und Hingabe erforderlich ist, um intelligenter zu werden. Deine kognitiven Fähigkeiten zu verbessern, um intelligenter zu werden ist keine einfache Aufgabe, aber sehr befriedigend. Motiviere dich, indem du diese Ratschläge in der Praxis umsetzt, und gib mit Köpfchen an!

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit

Positive Psychologie: 7 Tricks. So wird man optimistischer und glücklicher

Positive Psychologie: Was denkst du über das Glück? Was macht dich glücklich? In den Köpfen von vielen von euch ist jetzt vielleicht das Wort Geld aufgetaucht, und na ja, das kann uns glücklich machen! Aber die Studienlage zeigt, dass der Einfluss von Geld kleiner ist, als man vielleicht annehmen würde. Entdecke 7 Tricks der positiven Psychologie, um deinen Optimismus und deine positiven Gefühle zu fördern:

Experten behaupten, dass das Glück von drei Faktoren abhängt: 50% davon sei genetisch bestimmt, 10% sind die Ereignisse unseres Lebens und 40% das, was wir machen, um glücklich zu werden.

Das bedeutet, dass wir viel Spielraum haben, um an unserem eigenen Wohlbefinden zu arbeiten. Und wie können wir das tun? In diesem Post gebe ich euch die Schlüssel dafür:

Was ist die positive Psychologie?

Die Positive Psychologie ist ein neuer Zweig der Psychologie, der die positiven Gefühle und die gesundheitlichen Aspekte untersucht, die beim Menschen gefördert werden können, um ein höheres Wohlbefinden, Glück und bessere Lebensqualität zu erreichen.

Die Freude, der Optimismus, der Humor, der Stolz, die Hoffnung etc. sind Beispiele von positiven Gefühlen, die, gut bearbeitet und gefördert, zu einem höheren Wohlbefinden, besserer Gesundheit und Glück im Leben führen können.

Positive Psychologie. Kleine Freuden

Selektive Wahrnehmung: Warum neigen wir dazu, uns an die negativen Dinge zu erinnern?

Es ist wahr, dass in unserem Alltag die positiven Dinge oft vergessen werden, sie werden von unserem Geist nicht registriert und wir beachten und erinnern uns nur an jene negativen Ereignisse: “Ich bin in einen fürchterlichen Stau geraten”, “Das Wasser ist eiskalt aus der Dusche gekommen”, “Ich habe wieder zugenommen, ich sehe schrecklich aus!”, “Ich habe mich mit meinem Arbeitskollegen gestritten”, etc. Gleichzeitig vergessen wir diese “kleinen Freuden”, die uns Tag für Tag begegnen – wir genießen ein Essen, dass uns gut schmeckt, ein schönes Gespräch, eine Dusche mit warmem Wasser.

Diese Neigung mehr auf negative Aspekte zu achten und sich mehr an diese zu erinnern und dabei die positiven zu unterschätzen, die die meisten von uns haben, nennt man selektive Wahrnehmung.

Manche Experten nehmen an, dass die selektive Wahrnehmung ein Anpassungsmechanismus ist, im Sinne davon, dass die negativen oder nachteiligen Ereignisse eine Reaktion von uns verlangen, mit dem Ziel, dass wir uns ihnen stellen und sie lösen. Auf der anderen Seite benötigen die positiven Ereignisse keine Reaktion, da sie unser Überleben nicht in Gefahr bringen, und werden so von unserer Aufmerksamkeit und unserer Erinnerung nicht wahrgenommen.

Positive Psychologie: Tricks Übungen und Techniken zur Förderung der positiven Gefühle

1. Positive Psychologie Trick: Kleine Freuden

Die Übung besteht daraus, in einem “Tagebuch der Vergnügen” alle Momente oder Situationen, die ihr genossen habt, aufzuschreiben und so detailliert wie möglich beschreibt, was ihr fühlt und warum euch das so gefällt, was ihr macht.

Zum Beispiel genießen einige von euch es, ein gutes Buch zu lesen, indem ihr euch eine Ecke sucht, in der ihr euch gut fühlt und eine Lektüre lest, die euch Wohlbefinden verschafft. Untersucht alles, was ihr fühlt, und schreibt es auf.

Andere von euch dagegen genießen es, Schokolade zu essen. In diesem Fall ist der Gedanke, eine Zeit und einen Ort zu suchen, um diesem kleinen Vergnügen nachzugehen, dass eure Batterien wieder auflädt und euch gute Gefühle bereitet. Wenn ihr euch außerdem auf die Empfindungen konzentriert, die es in euch auslöst, diese Süßigkeit zu essen, auf ihren Geschmack, ihre Textur etc., dann wird das den Wohlfühl-Effekt steigern.

2. Positive Psychologie Trick: Stärken

An zweiter Stelle zeige ich euch eine Liste von persönlichen Stärken, damit ihr die wählen könnt, mit denen ihr euch identifiziert.

Das Ziel ist es, eure starken Punkte zu finden. Wenn ihr diese identifiziert habt, wird es einfacher sein, sie zu fördern und in eurem Leben zu benutzen.

1.      Weisheit und Wissen
KreativitätSich neue und produktive Ideen zur Erledigung der Dinge überlegen
NeugierdeEin Interesse an allen Erlebnissen haben, die stattfinden
AufgeschlossenheitDie Dinge tiefgehen und von allen Winkeln aus analysieren
WissbegierdeDie Entwicklung von neuen Fähigkeiten und Kenntnissen suchen
DurchblickAnderen weise Ratschläge geben können
2.      Mut
TapferkeitSich von Drohungen, Herausforderungen, Schwierigkeiten oder Schmerzen nicht einschüchtern lassen
DisziplinBeenden, was man begonnen hat
Integrität/AuthentizitätDie Wahrheit sagen und sich ehrlich darstellen
VitalitätSich dem Leben mit Aufregung und Energie nähern
3.      Menschlichkeit
LiebeEnge Beziehungen zu den anderen wertschätzen
GüteAnderen Gefallen tun und helfen
Soziale IntelligenzSich der Gründe und Gefühle der anderen und sich selbst bewusst sein
4.      Gerechtigkeit
Höflichkeit und TeamarbeitGut als Mitglied einer Gruppe oder eines Teams arbeiten
Unparteilichkeit/GerechtigkeitAlle gleich im Sinne der Vorstellungen von Gerechtigkeit und Gleichberechtigung behandeln
FührungGruppenaktivitäten organisieren und dafür sorgen, dass sie durchgeführt werden
5.      Mäßigung/Beherrschung
Fähigkeit zu vergebenDenen vergeben, die uns verletzt haben
Bescheidenheit/GenügsamkeitDie eigenen Erfolge für sich sprechen lassen
VorsichtVorsichtig im Bezug auf die eigenen Entscheidungen sein; keine Dinge tun oder sagen, die man später bereuen könnte
SelbstregelungRegulieren, was man fühlt und tut
6.      Bedeutung
Die Schönheit wertschätzenDie Schönheit und Herrlichkeit in allen Bereichen des Lebens wahrnehmen und schätzen
DankbarkeitBewusst und dankbar für die guten Dinge, die passieren, sein
HoffnungDas Beste hoffen und arbeiten, um es zu erreichen
HumorVergnügen am Lachen und an Witzen; andere zum lächeln bringen
Spiritualität/ReligiositätZusammenhängende Überzeugungen zu einem höheren Plan und einem Sinn des Lebens haben

3. Positive Psychologie Trick: Soziale Unterstützung

Eine Übung, die die positiven Gefühle begünstigt, ist die Suche nach sozialer Unterstützung. Durch Beziehungen, die wir mit anderen Personen eingehen, schaffen wir es, uns auszusprechen, eine Ordnung in das emotionale Chaos zu bringen, das wir normalerweise in unserem Kopf aufbewahren, eine neue Sichtweise auf unsere Probleme zu erfahren und positive Gefühle zu fördern wie dankbar zu sein, zu vergeben, ehrlich zu sein, Zuneigung zu verspüren etc.

4.Positive Psychologie Trick: Sport

Experten behaupten, dass mäßige sportliche Betätigung mit einem gesunden Organismus, einer Erhöhung der Lebenserwartung, einer größeren Anzahl an positiven Gefühlen, höherem Energielevel, einer Erhöhung des Selbstwertgefühls, einer grösseren Zahl an sozialen Beziehungen und besserer Schlafqualität in Verbindung steht. Somit ist es empfehlenswert, dass ihr regelmäßig Sport macht, um so eure Lebensqualität zu verbessern.

5.Positive Psychologie Trick: Sexuelle Beziehungen

Die sexuelle Aktivierung zu erhöhen könnte die beste Medizin gegen Depression und zur Förderung von positiven Gefühlen sein. Sex setzt Endorphine frei und schafft so einen Zustand der Euphorie, der in einem machtvollen Gefühl des Wohlbefindens zum Ausdruck kommt.

6.Positive Psychologie Trick: Das Aktivitätslevel erhöhen

Experten bestätigen, dass mäßige Level von angenehmer Aktivität einen ähnlichen Effekt wie Antidepressiva haben. Programmiere angenehme Aktivitäten und führe sie täglich durch.

7.Positive Psychologie Trick: Dankbarkeit

Dankbarkeit zu üben ist eins der Dinge, das den Menschen am meisten Wohlbefinden bringt. Manchmal merken wir es nicht, aber wir haben immer etwas, wofür wir dankbar sein können. Ich zeige euch drei Übungen, die sehr nützlich sind, um die Gewohnheit der Dankbarkeit zu pflegen:

  1. Ein Dankbarkeitstagebuch führen und jede Nacht, bevor wir schlafen gehen, mindestens drei Dinge von diesem Tag aufschreiben, für die wir uns dankbar fühlen.
  2. Einen Dankesbrief an eine besondere Person schreiben. Schreib, wie du dich dank der “Geschenke”, die sie dir gemacht hat, fühlst. Such die Person und, wenn möglich, lies ihr persönlich den Brief vor. Erlaube dir, die Gefühle und Emotionen zu genießen, die das Danke sagen in die auslöst.
  3. Bedanke dich in jedem Moment. Mach es dir zur Gewohnheit, immer und in jedem Moment zu danken. Suche aktiv nach den Kleinigkeiten und den Aktionen der anderen Menschen, die sie ausführen um dir zu helfen und/oder dir gute Gefühle zu bereiten und danke ihnen.

Quelle: Beatriz Marques, Psychologin bei CogniFit.