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Adrenalin oder Epinephrin: ein nützlicher Leitfaden mit Fragen und Antworten

Erfahre alles über Adrenalin (Epinephrin): Was es ist; wozu es dient; seine Eigenschaften; Funktionen; Effekte; wie dieses Molekül freigesetzt wird; was passiert, wenn man ein Erfolgserlebnis hat; der Einsatz in der Medizin; Nebenwirkungen, usw… Entdecke hier einen nützlichen Leitfaden mit Fragen und Antworten

Jeder hat schon einmal von Adrenalin gehört. Es gibt eine Vielzahl von Aktivitäten oder Extremsportarten, bei denen eine große Menge Adrenalin freigesetzt wird. Wir wissen, dass wir diese Substanz produzieren, wenn wir starke Emotionen verspüren oder Extremsituationen erleben. Durch die Ausschüttung von Adrenalin verändert sich die Herzfrequenz und die Atmung. Wenn Adrenalin freisetzt wird können wir spüren, wie unsere Kraft und Energie steigt, wir fühlen uns euphorisch und unbesiegbar… Wenn wir aber mal beiseite lassen in welchen Situationen wir es ausschütten können, was wissen wir dann eigentlich über diese Substanz? Im folgenden werden alle Zweifel geklärt und Fragen beantwortet:

Was ist Adrenalin? Definition:

Adrenalin, synthetisch auch unter dem Namen Epinephrin bekannt, ist ein Molekül, welches unser Körper in Alarmsituationen freisetzt. Also dann, wenn wir eine Bedrohung wahrnehmen.

Diese Substanz ist dafür verantwortlich, dass bestimmte Körperprozesse ausgelöst werden, die dafür sorgen, dass unser Körper auf eine potentielle Gefahr reagieren kann. Die Effekte von Adrenalin (Epinephrin) dienen also einem bestimmten Zweck: Die Bereitstellung von Energie, damit unsere Muskeln und unser Körper auf einen potentiellen Angriff oder eine Gefahrensituation reagieren kann.

Adrenalin (Epinephrin) bereitet uns darauf vor schnell handeln und reagieren zu können. Es verändert unseren Körper kurzzeitig so, dass wir die größtmögliche Leistung erbringen können. Deshalb sagt man auch, dass diese Substanz die Überlebensmechanismen auslöst. Sie bringt uns auf Trab, damit man sich den Situationen stellen kann, die eine schnelle Reaktion erfordern.

Adrenalin (Epinephrin) hat verschiedene Funktionen in unserem Körper: Wenn es in den Blutkreislauf ausgeschüttet wird, wirkt es als Hormon und wenn es in den synaptischen Spalt (zwischen zwei Neuronen) freigesetzt wird, als Neurotransmitter.

  • Adrenalin als Hormon: Als Hormon gelangt Adrenalin über den Blutkreislauf durch unseren Organismus zu verschiedenen Zellen und Zonen des Körpers, wo es zahlreiche Reaktionen auslöst.
  • Adrenalin als Neurotransmitter: agiert als chemischer Nachrichtenüberbringer. Es ist in dem Fall dafür verantwortlich die Nachrichten des Nervensystems zu versenden. Diese Substanz überträgt die Information von einem Neuron zum nächsten. Die Effekte sind dabei stark mit der Aufmerksamkeit, dem Alarmzustand und dem Belohnungssystem des Gehirns verbunden.

Wenn wir uns in einer gefährlichen, risikoreichen oder stressigen Situation befinden, wird die andrenerge (eine Art von Rezeptormolekülen in den Zellen des Körpers, welche die Signale von Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin empfangen) Reaktion ausgelöst. Das Adrenalin wird über das Blut kanalisiert und wirkt in verschiedenen Organen und Teilen des Körpers. Dort löst es sehr konkrete Effekte aus, welche die Aktivierung des Körpers zur Folge haben: Die Ausdehnung der Atemwege, um die Sauerstoffaufnahme zu steigern; die Verengung der Blutgefäße; die Erhöhung des Pulses, usw…

Diese Substanz wird in der Regel in Stress-, Erregungssituationen oder Situationen der Anspannung produziert. Sie wird vor allem mit Extremsport oder risikoreichen Aktivitäten in Verbindung gebracht, doch auch in Alltagssituationen wird Adrenalin im Körper freigesetzt. Wenn wir eine Prüfung haben, wenn wir zufälligerweise jemanden auf der Straße treffen, bei einem wichtigen Treffen, oder am Tag der Hochzeit. Das Adrenalin (Epinephrin) macht es beispielsweise auch möglich, die ganze Nacht vor einer Prüfung zu lernen.

Ursprung des Wortes

Der Begriff stammt aus dem Latein ad (was soviel heißt wie “bei, neben”) und renes (was Niere bedeutet). Das Wort Adrenalin steht also für “neben den Nieren”. Ein polnischer Philosoph, Napoleon Cybulski, extrahierte aus den Nebennieren eine Substanz, welche Adrenalin enthielt. Jahre später entdeckte ein japanischer Chemiker, Jokichi Takamine, die Substanz. Das war im Jahre 1900.

Vier Jahre später gelang es Friedrich Stolz und Henry Drysdale Dankin die Substanz erstmals synthetisch in einem Labor herzustellen, das sogenannte Epinephrin.

Sind Adrenalin und Epinephrin das Gleiche?

Adrenalin ist eine körpereigene Substanz, das bedeutet, dass sie von unserem Körper auf natürliche Weise hergestellt wird. Das geschieht in den Drüsen der Nebennierenrinde, die sich direkt über den Nieren befinden. Die gleiche Substanz kann jedoch auch in Labors synthetisiert werden. In dem Fall verwendet man entsprechend den Namen Epinephrin (synthetisches Adrenalin), dieses findet in Pharmazeutika und Medikamenten Anwendung.

Die beiden Begriffen werden unabhängig von einander genutzt, um das Hormon zu bezeichnen, was in den Nebennieren in Stresssituationen produziert wird. Die Begriffe werden daher häufig synonym verwendet.

Funktion von Adrenalin: Aktivierungsmechanismus

Wozu dient es? Finde im Folgenden heraus, wie diese Substanz wirkt und welche Handlungsmechanismen dadurch ausgelöst werden. Die wichtigsten Prozesse, bei denen Adrenalin in relativ großen Mengen freigesetzt wird, sind die folgenden:  

1- Effekte von Epinephrin in den Lungen:

Adrenalin oder Epinephrin erweitern die Bronchien. Es ermöglicht, dass sich die Bronchien und die Lungenmuskulatur entspannen und erhöht die Atemfrequenz. Die Atemkapazität steigt, wodurch deutlich mehr Sauerstoff aufgenommen wird und mehr davon zu den Zellen gelangt. Ein sauerstoffreicheres Blut ermöglicht es körperlich leistungsstärker zu sein.

2- Effekte von Epinephrin auf das Herz und den Blutdruck:

Adrenalin oder Epinephrin wirken an den Rezeptoren des Herzens und führt so dazu, dass es sich stärker zusammenzieht und der Puls und Blutdruck steigt. Wenn das Herz mehr Blut durch den Körper pumpt, erhalten die Muskeln mehr Sauerstoff und können sich mehr anstrengen. Dadurch kann man schneller rennen, höher springen, stärker schlagen, usw…

3- Effekte von Epinephrin auf die Pupillen und die Sicht:

Adrenalin oder Epinephrin vergrößern die Pupillen, wodurch mehr Licht ins Auge gelangt. Dadurch werden die Sicht und die Wahrnehmung verbessert. Das ermöglicht es, sich bewusster darüber zu sein, was in der Umgebung passiert.

4- Epinephrin aktiviert Glykogen (Energiereserve der Muskeln und der Leber):

Adrenalin oder Epinephrin aktivieren die Energiereserven, die sich in den Glykogenmolekülen befinden. Wenn der Körper oder die Zellen in einem Notfall einen Energieschub benötigen, was in gefährlichen, angespannten oder alarmierenden Situationen der Fall ist, baut sich Glykogen in Glukose ab, welches dann für den energetischen Metabolismus zur Verfügung steht.

5- Epinephrin hemmt die Verdauungsfunktionen:

Unser Verdauungstrakt verbraucht eine große Menge an Energie, um die Nahrung zu verdauen. In alarmierenden Stresssituationen, in denen wir einer Gefahr gegenüberstehen, ist dieser Vorgang nicht gerade hilfreich, weshalb Adrenalin oder Epinephrin dafür sorgen, diesen Prozess zu hemmen. Dies geschieht, damit die Energie die benötigt wird, um effizient auf die Gefahr reagieren zu können nicht verschwendet wird.

6- Epinephrin löst Veränderungen im Metabolismus des Körpers aus:

Wenn Adrenalin oder Epinephrin in den Rezeptoren unseres Organismus synthetisiert wird, kommt es zu einer Reihe von metabolischen Veränderungen. Die Verbindung von Epinephrin mit den adrenergen Rezeptoren kann die Freilassung von Insulin in der Bauchspeicheldrüse hemmen, die Glykogenolyse in der Leber und den Muskeln stimulieren (Abbau von Glykogen zu Glukose), die Sekretierung von Glukagon in der Brauchspeicheldrüse anregen um den Blutzuckerspiegel im Blut zu erhöhen, die Ausschüttung des Hormons Adrenocorticotropin (ACTH) in der Hypophyse anregen und die Lipolyse (Aufspaltung von Fetten) im Fettgewebe erhöhen. Das alles um die energetischen Bedürfnisse zu decken.

All diese Effekte tragen dazu bei, dass sich die Konzentration von Fettsäuren im Blut erhöht und der Blutzucker steigt. Dadurch kann die Energieproduktion in den Zellen des Körpers erhöht werden.

Können wir Andrenalin willentlich freisetzen? Wie man einen Adrenalinstoß erhalten kann

Eine Art und Weise willentlich Adrenalin auszuschütten, ohne dabei eine Risikosituation aufzusuchen, ist es sich selbst dazu zu zwingen, seine eigene Komfortzone zu verlassen, neue Aktivitäten auszuprobieren, sich mit neuen unbekannten Menschen zu treffen, neue Orte kennenzulernen, usw… Diese Handlungen können dabei helfen einen zusätzlichen Energieschub zu bekommen.

Eine andere Form wie man einen höheren Adrenalinspiegel erhalten kann ist die Konfrontation mit erschreckenden Reizen (Horrorfilme, in eine Geisterbahn zu gehen, Achterbahn zu fahren) oder bestimmte körperliche Aktivitäten auszuführen. Man sollte dabei jedoch stets aufpassen und nichts tun, was einem Schaden hinzufügen kann, nur um das gewisse Extra zu verspüren.

Im Falle von Extremsportarten oder dem Achterbahnfahren wird im Gehirn ein Schwindelgefühl produziert, was einer Alarmsituation gleich kommt, weshalb der Körper daraufhin Adrenalin ausschüttet. Wenn wir dann wieder auf normalem Boden stehen fühlen wir uns euphorisch, erfüllt und sind positiv erregt.

Wieso gibt es Menschen, die das Bedürfnis nach einem Adrenalinkick haben? Viele Personen, die Angstsymptome oder Stress erleben suchen nach neuen Möglichkeiten große Mengen Adrenalin auszuschütten. Das passiert beispielsweise wenn man ganz schnell Auto fährt und dadurch euphorisch wird.

Eine Erklärung hierfür ist, dass die Freisetzung dieser Substanz einen (vorübergehenden) Zustand maximaler Energie, Euphorie und Handlungsfähigkeit hervorruft. Anschließen fühlt sich die Person auf angenehmen Weise entspannt.

Adrenalin freisetzen

Was passiert, wenn exzessiv Adrenalin freigesetzt wird?

Diese Substanz ist notwendig, um in gefährlichen oder angespannten Situationen handeln zu können. Vielen Leuten gefällt das euphorische Gefühl, was sie nach einem Andrenalinstoß verspüren. Es ist gut von Zeit zu Zeit Adrenalin freizusetzen, indem man beispielsweise Extremsport betreibt, einen Freizeitpark besucht oder sich einen Horrorfilm anschaut.

Leute die jedoch kontinuierlichem oder chronischem Stress ausgesetzt sind, schütten diese Substanz kontinuierlich aus, was sehr schädlich und belastend für die Gesundheit sein kann.

Exzessiv viel Adrenalin auszuschütten kann zu verschiedenen Pathologien führen wie beispielsweise Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen oder Schlafproblemen. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich dessen bewusst zu sein und auf die Anzeichen des eigenen Körpers zu hören und auf die Alarmsignale wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit zu achten.

Eine andere mit einem hohen Adrenalinspiegel assoziierte Pathologie bezieht sich auf Menschen die sehr starke Emotionen verspüren (hauptsächlich negative) und eine extreme Gefühlswelt haben. Diese sind anfälliger für kardiovaskuläre Erkrankungen.

Auch gibt es einen Zusammenhang zu Übergewicht. Zusammen mit Cortisol fördert Adrenalin die Einlagerung von Zucker und Fett im Bauchgewebe.

Wenn sich eine Person an die regelmäßigen Adrenalinstöße gewöhnt treten Symptome wie bei einer Suchterkrankung auf (Kraftlosigkeit, Angst, Nervosität, Bedürfnis nach Aufputschmitteln).

In Extremfällen kann es dazu kommen, dass das Immunsystem versagt, was zur Chronifizierung vieler Krankheiten führen kann. Ein dauerhaft erhöhter Adrenalinspiegel kann dazu beitragen, dass Krankheiten wie chronische Müdigkeit oder Fibromyalgie auftreten.

Zusammengefasst sind die Symptome von einem erhöhten Adrenalinspiegel folgende:

  • Erhöhte Herzfrequenz
  • Erweiterte Pupillen
  • Erhöhung der Atmung (Der Sauerstoff gelangt schneller zu den Organen)
  • Erhöhter Blutdruck
  • Kontrolle und Verringerung der Verdauungsfunktionen

Einsatz in der Medizin von Adrenalin (Epinephrin)

Epinephrin (synthetisches Adrenalin) hat seit dem es entwickelt wurde viele Leben gerettet. Es findet in der Medizin in zahlreichen Bereichen, vor allem in der Notfallmedizin bei lebensbedrohlichen Bedingungen, Anwendung. Beim Kreislaufstillstand, einem anaphylaktischem Schock (Immunologische Reaktion auf Lebensmittel, Insektenstiche, Medikamente, etc…), einem Asthmaanfall, einer starken Blutung, einem Kreislaufkollaps, einem Bronchospasmus, um den Effekt einer Anästhesie zu verstärken, usw…

  • Bei einem Herzstillstand wird Epinephrin verwendet, um den Gefäßwiderstand mithilfe der Gefäßverengung zu erhöhen.
  • Bei der Anaphylaxie (starke allergische Reaktion/ allergischer Schock): wirkt Epinephrin durch seine immunologischen Eigenschaften gegen diese Reaktion.
  • Es wird auch in einige Lokalanästhetika beigefügt (Bupivacain und Lidocain): Durch die gefäßverengende Wirkung des Epinephrins wird die Absorption verlangsamt, was die Wirkung des Lokalanästhetikums verlängert.

Dieses Medikament sollten nur in Notfällen eingesetzt werden, da es zu starken Nebenwirkungen kommen kann. Wie alle Medikamente hat Adrenalin auch nachteilige Effekte und sollte bei Allergien, Menschen mit Herzproblemen, Atherosklerose, Engwinkelglaukom oder Phäochromozytom nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen bei der Anwendung von Epinephrin?

Die Injektion von Epinephrin kann schwere Nebenwirkungen haben, wie beispielsweise Bluthochdruck, Tachykardie, Herzrhythmusstörungen (starker, schneller oder unregelmäßiger Puls), periphere Gefäßverengung, Gehirn Hämorrhagien, Lungenödeme, Arrhythmien, Brustschmerzen, Hautirritationen, Entzündungen, Hitze oder Hypersensiblität an der Injektionsstelle, Atemschwierigkeiten, Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Schwindel, Angst, Nervosität, Unruhe, Blässe, Kopfschmerzen, Zittern, usw…

Wie entsteht Adrenalin? Wo wird Adrenalin produziert?

Der Hypothalamus (eine Gehirnstruktur) ist dafür zuständig, dass die Nebennieren Adrenalin ausschütten. In einer Gefahrensituation steigt sowohl die Kraft, als auch die Reaktionsgeschwindigkeit und die Schmerzwahrnehmung wird reduziert.

Adrenalin wird in den Nebennieren synthetisiert, welche die Aminosäure Tyrosin über einige Zwischenschritte in Adrenalin zerlegt. Diese Substanz gehört zu den Katecholaminen, eine Gruppe von Hormonen, die im Zusammenhang mit der körperlichen Antwort auf Stress stehen.
Der Prozess ist folgender: Tyrosin wird zu Levodopa hydroxiliert. Im Anschluss erfolgt eine Decarboxylierung und Dopamin entsteht. Dieses wird hydroxiliert und dadurch zu Noradrenalin weiter prozessiert. Anschließend erfolgt eine N-Methylierung die Synthetisierung von Adrenalin.

Wieso wird es ausgeschüttet? Die Hauptgründe für die Freisetzung dieser Substanz sind die körperliche Bedrohung, starke Emotionen oder eine hohe Umgebungstemperatur. Diese Reize werden im zentralen Nervensystem verarbeitet.

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Sara Morales Alonso, Klinische Neuropsycholgin bei CogniFit.

Nucleus accumbens: Funktionen, Anatomie, assoziierte Störungen,…

Der Nucleus accumbens ist eine Gehirnstruktur, die Teil des Belohnungs- und Lustzentrums ist. Sie ist für die Aktivierung unserer Motivation zuständig und macht es möglich, dass wir unseren Willen in die Tat umsetzen können. Sie spielt eine entscheidende Rolle beim Lernen, dem Gedächtnis, dem Lachen, der Angst, der Aggression, Abhängigkeiten, dem Placebo-Effekt, dem Sex, der Verdauung, usw. Entdecke im Folgenden alles über den Nucleus accumbens: Was diese Struktur ist, welche Funktionen sie hat, ihre Anatomie, Störungen die mit ihr assoziiert sind und vieles mehr. 

Nucleus accumbens: Anatomie und Funktionen

Was ist der Nucleus accumbens? Definition

Er ist ein Gehirnorgan welches an Funktionen wie der Motivation, der Belohnung oder der positiven Verhaltensverstärkung beteiligt ist.

Die Aufgabe des Nucleus accumbens ist es die Motivation und die motorische Ausführung zusammenzuführen. Seine Funktion ist die Umwandlung motivationaler Information, um so die motorischen Handlungen zu aktivieren (Diese sind notwendig, um eine bestimmtes Ziel oder eine gewünschte Belohnung zu erreichen).

Ein Ungleichgewicht der Aktivität des Nucleus wird mit vielen verschiedenen psychiatrischen und neurologischen Störungen in Verbindung gebracht wie der Depression, der Zwangsstörung, der bipolaren Störung, der Angststörung, dem Morbus Parkinson, der Krankheit Corea Huntington, Übergewicht oder auch Drogenabhängigkeit.

Wie wird der Nucleus accumbens aktiviert? Mithilfe von natürlichen positiven Verhaltensverstärkern, wie beispielsweise eine gesunde Ernährung, Geschlechtsverkehr, Geld, usw… Es werden die Neuronen des Nucleus aktiviert, wodurch automatisch Dopamin ausgeschüttet wird, was zu einer unmittelbaren Befriedigung führt.

Zu dieser Reaktion kommt es jedoch nicht nur durch natürliche positive Verhaltensverstärker, diese kann auch durch den wiederholten Konsum von Drogen (Kokain, Heroin, Nikotin, Ecstasy, usw…) ausgelöst werden. 

Grundlegende Neurobiologie des Nucleus accumbens 

Anatomie und Struktur. Dieses Hirnorgan befindet sich im unteren basalen Vorderhirn. Jede Hemisphäre besitzt einen Nucleus accumbens. Diese Struktur ist Teil der Basalganglien und erhält Verbindungen aus dem Area tegmentalis ventralis, welche für die Dopaminproduktion verantwortlich ist.

Anatomisch betrachtet setzt sich der Nucleus accumbens aus zwei Komponenten zusammen: Der Schalenregion (the shell) und der Kernregion (the core). Die Funktionen dieser beiden Teile sind unterschiedlich. Während die Schale mehr mit dem limbischen System (den Emotionen) verbunden ist, hat der Kern eine Verbindung zum motorischen System (die Ausführung der motorischen Handlungen). Diese Bereiche sind bei Nagetieren jedoch weitaus mehr differenziert als bei uns Menschen.

1. Die Schalenregion (Shell)

Der als Schale bezeichnete Bereich besitzt eine erhöhte Anzahl neuronaler Verbindungen, welche diesen Bereich mit anderen Hirnregionen, wie dem limbischen System oder dem Hippocampus vernetzen. Sowohl das limbische System als auch der Hippocampus sind dafür verantwortlich Dopamin, Serotonin und Glutamat zu empfangen. Aus diesem Grund ist die Schalenregion der Teil des Nucleus accumbens, der mit den Emotionen verbunden ist.

Außerdem enthält die Schalenregion ebenfalls wichtige neuronale Verbindungen die vom Frontallappen kommen, die dafür zuständig sind die vom Thalamus gesammelte Information zum zentralen Punkt des Nucleus zu leiten.

2. Kernregion (Core)

Der als Kern bezeichnete Teil zeichnet sich durch Funktionen aus, die hauptsächlich mit der Motorik verbunden sind. Die Kernregion (Core) ist mit den Basalganglien, der Substantia nigra und dem Motorkortex verbunden. Diese Hirnregionen werden in dem Moment aktiviert, in dem eine Handlung mit emotionalem Inhalt ausgeführt wird, die darauf abzielt ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Funktionen des Nucleus accumbens 

Die anatomische Struktur des Nucleus accumbens weist auf seine Funktion hin: die limbisch-motorische Integration. 

  • Emotionen: Der Nucleus erhält Verbindungen aus Bereichen des Gehirns, welche mit den Emotionen zusammenhängen, wie der Amygdala und dem Hypothalamus.
  • Gedächtnis und motorische Areale: Ebenfalls verbindet er sich mit dem Gedächtnis und den motorischen Arealen.

All dies verwandelt ihn in ein grundlegendes Organ für das Erlernen von Verhaltensweisen, die zu positiven Gefühlen führen oder durch welche negative Erfahrungen vermieden werden können.

1- Nucleus accumbens: Das Dopamin und seine Funktion im Belohnungssystem

Die bekannteste Funktion des Nucleus accumbens ist seine zentrale Rolle im Belohungssystem. Wenn wir angenehme Aktivitäten ausführen, wie beispielsweise zu essen oder sexuelle Handlungen auszuführen, werden unter anderem die Dopaminneuronen im Area tegmentalis ventralis aktiviert. Diese Neuronen steigern die Menge des Dopamins im Nucleus, was das Glücksgefühl hervorruft.

Die Verbindung zwischen angenehmen Erfahrungen und der Konzentration des Dopamins im Nucleus accumbens lies Neurowissenschaftlicher über lange Zeit glauben, dass die grundlegende Funktion dieses Organs die Belohnung ist und diese Hirnregion dementsprechend bei Prozessen wie der Abhängigkeit eine Rolle spielt. Auch heute noch wird der Nucleus accumbens als Belohungszentrum des Gehirns angesehen.

Doch durch diese Studie hat man entdeckt, dass er sowohl mit positiven als auch aversiven Reizen in Zusammenhang steht. Laut dieser Studie steigt die Dopaminkonzentration im Nucleus accumbens bei positiven Verstärken und sinkt drastisch ab, wenn aversive Reize wahrgenommen werden.

Dementsprechend ist der Dopaminkreislauf sowohl bei der Speicherung der Information von positiven als auch negativen Umweltreizen involviert. Dies ermöglicht es uns zu merken, wie wir positive Erfahrungen wiederholen und negative vermeiden können.

Aus diesem Grund spielt der Nucleus accumbens eine so wichtige Rolle bei Lernprozessen. Dank diesen Organs sind wir in der Lage Verbindungen zwischen dem was uns Freude oder Schmerzen bereitet herzustellen, um anschließend das eine zu vermeiden und das andere aktiv zu suchen.

2- Nucleus accumbens und der Placebo-Effekt

Gemäß einer Studie, könnte der Nucleus accumbens eine zentrale Rolle beim Placebo-Effekt spielen.

Der Placebo Effekt bezeichnet die psychische Erfahrung einer gesundheitlichen Verbesserung nachdem eine Substanz, Behandlung oder Operation appliziert wurde, die keinerlei Effekt besitzt (wie die Homöopathie und andere Pseudotherapien). Es kommt aber bei den Betroffenen zu einem realen Nutzen.

Dieser Effekt ist so stark, dass er bei Medikamentenstudien eine Variable darstellt, die genau kontrolliert werden muss.

In der besagten Studie wurde mit gesunden Probanden die Funktion des Nucleus accumbens im Zusammenhang mit dem Placebo-Effekt untersucht. Dabei konnte die Ausschüttung von Dopamin im Nucleus während der Verabreichung eines Placebo-Präparats nachgewiesen werden.

Die Wissenschaftler fanden ebenfalls heraus, dass mehr Dopamin ausgeschüttet wurde, wenn die Teilnehmenden im Vorhinhein die positiven Effekte der Substanz erwarteten. In diesem Fall verspürten sie auch eine größere Verbesserung.

3- Nucleus accumbens und die Verbindung zur Liebe und Bindung

Die grundlegende Funktion des Belohnungssystems und des Nucleus accumbens ist es, überlebenswichtige Verhaltensweisen wie die Nahrungsaufnahme, Geschlechtsverkehr und die Bindung zu garantieren. Obwohl dieses Hirnareal auch bei anderen Verhaltensweisen aktiviert wird, sind dies die primitivsten Funktionen.

Aus diesem Grund ist eine Aufgabe des Nucleus accumbens die Generierung von Genuss und Bindung in affektiven Beziehungen. Der Nucleus accumbens spielt bei der Bildung von affektiven Beziehungen und bei der Liebe (Familie, Freunde oder Partnerschaft) eine Rolle und wird auch dann aktiviert, wenn wir zurückgewiesen werden. Wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen einander, weshalb es sehr wichtig ist ein solides Unterstützungsnetz zu besitzen. Der Nucleus accumbens hilft uns dabei. Seine Aktivierung versucht ebenfalls zu verhindern, dass wir uns von denen trennen (sowohl räumlich als auch psychisch) die wir lieben.

Bereits beim Betrachten eines Fotos einer nahestehenden Person (Familienmitglied, Partnerin oder Freundin) steigt die Aktivierung des Nucleus accumbens.

Laut einer Studie ist der Nucleus accumbens zusammen mit dem orbifrontalen Kortex dafür verantwortlich die möglichen Gewinne und Verluste, welche die Liebe und die Abneigung mit sich bringen bewertet.

Bei der romantischen Liebe steigt die Dopaminkonzentration im Nucleus, wenn wir mit einer Person zusammen sind, die wir anziehend finden. Das führt dazu, dass wir mehr Zeit mit ihr verbringen wollen und wir Freude und Zufriedenheit durch die reine Anwesenheit dieser Person verspüren. Dieses Phänomen ermöglichte evolutionär gesehen den Erhalt der Spezies.

4- Nucleus accumbens und die Rolle bei der Sucht

Der Nucleus accumbens spielt eine grundlegende Rolle bei der Entstehung von Abhängigkeiten bzw. Süchten. Drogen- oder Substanzmissbrauch führt dazu, dass Dopamin im Nucleus accumbens freigesetzt wird, wodurch Glück und Zufriedenheit verspürt wird. Wir stellen demzufolge eine Verbindung zwischen dem Glücksgefühl und der entsprechenden Substanz her, als Konsequenz wollen wir diese weiterhin konsumieren.

Eine weitere Funktionen des Nucleus ist der Handlungsimpuls bei der Planung und Inhibition von Verhalten. Dies lässt sich auf die Verbindung des Nucleus zum präfrontalen Kortex (Areal der Planung, Aufmerksamkeit…) zurückführen. Dadurch ist es möglich Verhalten auszuführen, das Glücksgefühle in uns auslöst.

5- Nucleus accumbens und das Motivationssystem

Der für die Motivation verantwortliche Neurotransmitter ist ebenfalls das Dopamin. Wie bereits erwähnt, sind das Dopamin und der Nucleus accumbens das perfekte Paar, um angenehme Belohnungsgefühle zu verspüren. Doch das funktioniert nicht nur, wenn wir die Belohnung erhalten haben, sondern auch wenn wir auf diese hinarbeiten. Wenn wir uns auf etwas Angenehmes freuen oder dieses erwarten, wird Dopamin im Nucleus accumbens freigesetzt. Dank der Verbindungen zum präfrontalen Kortex sind wir in der Lage Handlungspläne zu generieren, um die entsprechende Belohnung zu erhalten.

Der Nucleus accumbens hat also die Funktion, eine Belohnung zu antizipieren, um uns zu motivieren diese wirklich zu erhalten.

Können der Nucleus accumbens und das motivationale System verstärkt werden?

Ist es möglich die Motivation zu erhöhen, indem man den Kreislauf des Nucleus accumbens verstärkt? Man kann sein Gehirn dazu trainieren mehr Motivation zu haben und die Ausschüttung von Dopamin im Nucleus auszulösen.

Gestatte dir selbst dir regelmäßig positive Rückmeldung einzuholen, indem du deinen Fortschritt an einer Reihe von Zielen misst. Teile also deine Aufgaben in kleine Zwischenziele ein und belohne dich für das Erreichen jedes einzelnen Zwischenziels. Dabei muss man sich nicht jedes Mal mit einem Stück Torte belohnen, das wäre übertrieben und irgendwann schädlich für die Gesundheit. Belohne dich mit einer kleinen Pause und lobe dich für das was du schon geschafft hast.

Wenn du beispielsweise ein sehr großes Thema lernen musst, unterteile es in kleinere Unterthemen und belohne dich dafür, wenn du ein Unterthema abgeschlossen hast.

6- Die Funktion des Nucleus accumbens beim Lernen und Gedächtnis

Wie bereits erwähnt, fühlen wir uns durch die Dopaminausschüttung im Nucleus accumbens glücklich. Wenn wir mit etwas Negativem konfrontiert sind, sinkt der Dopaminspiegel im Nucleus accumbens deutlich ab. Das hilft uns dabei zu lernen, diese Situation in Zukunft zu vermeiden. Wenn man beispielsweise mit seiner Hand die Herdplatte berührt und sich verbrennt, erhält der Nucleus accumbens eine Antwort, die uns beibringt, dass man die Herdplatte nicht berühren sollte. Wenn ein Kind seinem Vater aber beispielsweise ein Bild malt und dieser sich darüber freut und es lobt, funktioniert das Dopamin im Gehirn als Belohnung. Dadurch lernt das Kind, dass es durch das Verschenken von gemalten Bildern Zuneigung und Lob erhält.

7- Der Nucleus accumbens und Musik

Musik zu hören ist eine der angenehmsten Erfahrungen für Menschen. Laut dieser theoretischer Abhandlung hat Musikhören einen Einfluss auf die Aktivität im Nucleus accumbens. Die musikalischen Reize können die Konzentration des Dopamins und anderer Neurotransmitter signifikant steigern. Auch das passive Hören von unbekannter Musik erhöht die Aktivität dieses Nucleus.

Welche Rolle spielt der Nucleus accumbens bei psychischen Störungen?

Seine Hauptfunktion ist die Intervention im Belohnungssystem. Wenn dieses jedoch nicht richtig funktioniert, sei es aus genetischen Gründen oder bestimmten Lebenserfahrungen, sind damit bestimmte psychische Störungen assoziiert.

Nucleus accumbens und Depression

Gemäß einer Studie ist die neuronale Aktivität des Nucleus mit dem Neurotransmitter Acetylcholin verbunden, welcher die depressiven Verhaltensweisen reguliert. Wenn die Werte dieses Neurotransmitters sinken, beobachteten die Forscher depressive Symptome. Das deutet darauf hin, dass diese Aktivität grundlegend für die Stimmunsregulierung und die Motivation ist.

Nucleus accumbens und Psychopathie

Laut dieser Studie besitzen Psychopathen, beziehungsweise Personen mit einer antisozialen Persönlichkeitsstörung, ein hyper-reaktives Belohnungssystem. Bei der Antizipation einer Belohnung wird eine größere Menge an Dopamin ausgeschüttet als bei Gesunden. Diese Tatsache kann das missbräuchliche und rücksichtslose Verhalten von diesen Menschen erklären.

Nucleus accumbens und ADHS

Bei ADHS ist die Funktionsweise des Nucleus accumbens ebenfalls verändert, wie diese Studie belegt. Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung ist mit einer verringerten Dopaminkonzentration in dem Nucleus assoziiert. Damit stehen die Aufmerksamkeitsprobleme in Zusammenhang. Der Nucleus ist eng mit motivationalen Prozessen verbunden. Wenn dieser nicht aktiv genug ist, können sich Kinder mit ADHS sich nicht auf Handlungspläne konzentrieren und sich nicht für etwas anstrengen, das erst mittel- oder langfristig belohnt wird. Diese Kinder suchen deswegen nach der direkten Bedürfnisbefriedigung.

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Andrea García Cerdán: Psychologin bei CogniFit.

Korsakow-Syndrom: Vergessenes neu erfinden

Korsakow-Syndrom: ein Gedächtnisproblem infolge von Alkoholmissbrauch oder extremen Diäten, bei denen es zu Vitaminmangel kommt. Finde heraus, welche Symptome und Ursachen es für dieses Syndrom gibt, wie es sich behandeln lässt und welche Formen der Prävention möglich sind.

Was ist das Korsakow-Syndrom?

Das Korsakow-Syndrom ist eine chronische Gedächtnisstörung deren Ursache ein starker Mangel an Thiamin (Vitamin B1) ist. 

Thiamin hilft dem Gehirn aus Zucker Energie zu gewinnen. Wenn der Thiamingehalt im Körper drastisch sinkt, generieren die Gehirnzellen nicht genug Energie, um korrekt funktionieren zu können. Die Folge dessen kann das Korsakow-Syndrom sein.

Man geht davon aus, dass dieser Mangel zu Schäden im Thalamus und an den Mammillarkörpern des Hypothalamus im Gehirn führt. Außerdem kommt es zu einem generellen Gewebeschwund im Gehirn (Atrophie) und zu neuronalen Schäden und Verlusten.

Forschungen haben ergeben, dass der Thiaminmangel die Substanzen verändert, die dafür verantwortlich sind Signale zwischen Gehirnzellen zu übertragen und Erinnerungen abzuspeichern. Diese Veränderungen können Neuronen zerstören und zu mikroskopisch kleinen Blutungen und Narben im Gehirngewebe führen.

Oft, aber nicht immer, geht diesem Syndrom eine Wernicke-Enzephalopathie voraus. Bei dieser kommt es aufgrund des starken Thiaminmangels zu einer akuten Reaktion des Gehirns. Die Wernicke-Enzephalopathie ist ein medizinischer Notfall, bei der es zu starken und lebensbedrohlichen Veränderungen im Gehirn kommt. Die Anzeichen sind mentale Verwirrung, Koordinationsprobleme der Bewegung und anormale, unfreiwillige Augenbewegungen.

Da das Korsakow-Syndrom häufig nach einer Episode der Wernicke-Enzephalopathie auftritt, wird das Syndrom auch als Wernicke-Korsakow bezeichnet. Nichtsdestotrotz kann das Korsakow-Syndrom auch ohne vorherige Wernicke-Enzephalopathie entstehen.

Symptome des Korsakow-Syndroms

Korsakow zeichnet sich durch Gedächtnisprobleme aus, während das Bewusstsein aber weitgehend erhalten bleibt. Bei einem Gespräch kann der Eindruck entstehen, dass die Person über alle Fähigkeiten verfügt. Dennoch zeigt die betroffene Person aber schwerwiegende Veränderungen in neueren Gedächtnisinhalten auf. Sie stellt immerzu die gleichen Fragen, liest die gleiche Seite eines Buches über Stunden und kann Personen, die sie während des Verlauf der Krankheit bereits mehrere Male gesehen hat, nicht wieder erkennen.

Die Gedächtnisprobleme können sehr stark sein, dabei kann sowohl das Kurzzeitgedächtnis als auch das Langzeitgedächtnis betroffen sein (Erinnerungslücken), während andere Fähigkeiten, wie die soziale Interaktion oder das Denken, relativ intakt bleiben.

Die Leitsymptome sind:

  • anterograde Amnesie: Unfähigkeit neue Gedächtnisinhalte zu generieren oder neue Informationen zu verarbeiten.
  • retrograde Amnesie: Unfähigkeit alte Gedächtnisinhalte abzurufen, die vor Krankheitsbeginn entstanden sind.
  • Erinnerungsverfälschungen: Erfundene Erinnerungen, die von dem Betroffenen selbst geglaubt werden. Ursache sind die Erinnerungslücken.
  • Fast inhaltslose Konversationsführung
  • Fehlende Introspektion
  • Apathie

Die Betroffenen des Korsakow-Syndroms können verschiedene Symptome zeigen. Einige Betroffene leben “in der Vergangenheit weiter”, überzeugt davon, dass ihr Leben und die Welt noch so ist, wie sie vor Krankheitsbeginn war. Andere zeigen eine große Bandbreite an Erinnerungsverfälschungen.

Die retrograde Amnesie tritt nicht bei allen Erinnerungen gleichermaßen auf, sondern betrifft eher neuere Erinnerungen. Je älter die Erinnerungen, desto eher bleiben sie. Der Grund dafür kann darin liegen, dass die neueren Erinnerungen noch nicht komplett im Gehirn konsolidiert sind und entsprechend vulnerabler gegenüber eines Verlusts sind.

Erinnerungsverfälschung beim Korsakow-Syndrom

Eines der charakteristischsten Symptome des Korsakow-Syndroms ist die Erinnerungsverfälschung. Die Betroffenen “verfälschen” Informationen oder denken sich welche aus, wenn sie die eigentliche Information nicht erinnern können. Dabei ist es nicht so, dass die Betroffenen “lügen”, sondern sie sind selbst davon überzeugt, dass ihre ausgedachten Erklärungen stimmen. Bislang gibt es noch keine wissenschaftliche Erklärung, wieso dieses Phänomen so auftritt.

Einige Personen zeigen konstant Erinnerungsverfälschungen. Sie denken sich stetig neue Identitäten aus, mit detaillierten Geschichten welche diese untermauern. Dadurch ersetzen sie die Realität, die sie vergessen haben.

Ursachen des Korsakow-Syndroms

Exzessiver Alkoholkonsum ist eine der Hauptursachen für das Auftreten des Korsakow-Syndroms

Man weiß, dass übermäßiger Alkoholkonsum das Nervensystem schädigen kann. In den allermeisten Fällen ist exzessiver Alkoholmissbrauch die Ursache für das Korsakow-Syndrom.

Es konnten zudem genetische Variationen identifiziert werden, die das Risiko für das Auftreten dieser Störung erhöhen. Eine nahrstoffarme Ernährung kann ebenfalls dazu beitragen.

Das Korsakow-Syndrom kann durch eine extreme Ernährung verursacht werden, wie es bei Anorexie, sehr restriktiven Diäten, Hungersnöten oder plötzlichem Gewichtsverlust nach einer Operation der Fall ist. Unkontrolliertes Erbrechen, eine HIV Infektion, eine andere chronische Infektion oder eine Krebserkrankung können ebenfalls eine mögliche Ursache darstellen.

Behandlung des Korsakow-Syndroms

Die Behandlung des Korsakow-Syndroms sollte multidisziplinär angegangen werden, bei welchem Ärzte, Psychologen und Neuropsychologen zusammenarbeiten, um eine möglichst effektive Intervention anbieten zu können.

Von einigen Experten wird empfohlen, dass Personen, die viel Alkohol konsumieren oder aus einem anderen Grund an Thiaminmangel leiden könnten, unter ärztlicher Aufsicht Ergänzungsmittel zu sich nehmen.

Ebenfalls ist es empfehlenswert, dass Menschen mit einer Geschichte von Alkoholmissbrauch und Symptomen, die mit der Wernicke-Enzephalopathie zusammenhängen, Thiamin injiziert bekommen, bis das klinische Krankheitsbild klarer ist.

Die Behandlung mit oraler Gabe von Thiamin, anderen Vitaminen und Magnesium kann bei Betroffenen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die Symptome abnehmen.

Die psychologische Intervention besteht vor allem darin, die Alkoholabstinenz zu gewährleisten. Aus neuropsychologischer Sicht wird versucht dem Betroffenen zu helfen seine Defizite zu kompensieren, damit er sich sozial integrieren und ein so normales Leben wie möglich führen kann.

Korsakow-Syndrom: Prognose

Einige Daten zeigen, dass etwa 25% der Personen mit Korsakow-Syndrom wieder ganz gesunden, bei der Hälfte schwächen die Symptome ab und bei weiteren 25% lassen sich keine Verbesserungen erzielen.

Anderen Autoren zufolge ist die Mortalität hoch und liegt zwischen 10 und 20%. Das ist hauptsächlich auf Lungeninfektionen, Blutvergiftungen oder Leberschäden oder einen irreversiblen Thiaminmangel zurückzuführen.

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig die Symptome des Korsakow-Syndroms so schnell wie möglich zu identifizieren und zu behandeln. Eine frühzeitige Behandlung der Wernicke-Enzephalopathie erhöht die Prognose der Genesung und kann das Auftreten des Korsakow-Syndroms verhindern. Beispielsweise lassen die Probleme der Augenbewegung bereits nach Stunden bis Tagen nachweislich nach, motorische Einschränken werden nach Tagen bis Wochen weniger. Bei etwa 60% der Betroffenen bleiben jedoch leichte Symptome.

Gemäß dieser Autoren ist die Prognose relativ schlecht, sobald das Korsakow-Syndrom einmal diagnostiziert wurde. Ungefähr 80% der Betroffenen leiden ihr Leben lang an chronischen Gedächtnisschäden.

Die kognitive Genesung ist langsam und nicht vollständig und erreicht nach etwa einem Behandlungsjahr das Maximum an möglicher Wiederherstellung. Es kann zu einer Genesung kommen, diese hängt jedoch von Faktoren wie dem Alter und der Alkoholabstinenz ab.

Korsakow-Syndrom: Präventionstipps

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung kann helfen das Korsakow-Syndrom zu verhindern

  • Der wichtigste Ratschlag ist, den Alkoholkonsum auf ein Minimum zu reduzieren. Je weniger Alkohol, desto besser. Obwohl man vielleicht davon ausgeht wenig zu trinken, wird der Organismus bereits bei kleinen Mengen Alkohol beschädigt.
  • Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig, damit die Synthese von lebenswichtigen Vitaminen stattfinden kann, insbesondere des Thiamins (Vitamin B1).
  • Immer dann wenn Gedächtnisprobleme auftreten, sollte man einen Arzt aufsuchen. Dieser kann feststellen, ob es sich um einen normalen Alterungsprozess oder eine Form von Demenz handelt.
  • Man sollte sich ein gutes soziales unterstützendes Netzwerk aufrecht erhalten, da nahestehende Personen diejenigen sind, die helfen wenn ein besorgniserregendes Symptom auftritt.
  • Wenn man glaubt zu viel zu trinken, aber nicht weiß, wie man damit aufhören kann, sollte man professionelle Hilfe suchen.

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Noradrenalin: Alles rund um das “Stresshormon”

Wenn unser Puls steigt, spielt die Substanz Noradrenalin eine wichtige Rolle. Generell ist dieser Stoff in Prozesse der Aktivierung des Organismus eingebunden. Aber wieso schlägt unser Herz auf einmal ganz schnell, wenn wir nervös werden? 

Entdecke im folgenden Artikel alles Wichtige über Noradrenalin: Was es ist, welche Funktion es hat, wie es wirkt, welche psychischen Störungen mit diesem Stoff assoziiert sind und was Noradrenalin mit Sport zutun hat. Wenn man in einer unangenehmen Situation das Bedürfnis verspürt wegrennen zu wollen und plötzlich voller Energie steckt – dann sind das Effekte, die auf die Wirkung des Noradrenalin in unserem Organismus zurückzuführen sind.

Noradrenalin

Im Folgenden findet sich die wichtigste Information zu dieser chemischen Substanz, ihre Funktionen, wie sie uns beeinflusst und ein paar ihrer Besonderheiten.

Was ist Noradrenalin?

Noradrenalin gehört zur Gruppe der Katecholamine, das sind Moleküle, die aus der Aminosäure L-Tyrosin durch chemische Synthetisierung entstehen.

Es kann als Hormon (es wird als Stresshormon bezeichnet) und als Neurotransmitter wirken und dadurch physiologische und homeostatische Funktionen erfüllen.

Noradrenalin wird auch als Norepinephrin bezeichnet. Der Ursprung der ersten Bezeichnung stammt aus dem Latein und die Zweite aus dem Griechischen. Der Unterschied ist, dass die Bezeichnung Norepinephrin in der Regel für synthetisch hergestelltes Noradrenalin in der Pharmakologie verwendet wird, wohingegen Noradrenalin sich auf den körpereigenen Stoff bezieht.

Im Körper wird Noradrenalin im Nebennierenmark (Wirkung als Hormon) und im Locus caeruleus (Wirkung als Neurotransmitter) hergestellt. Es wird anschließend in den Organismus abgegeben und führt zur Aktivierung diesen und bereitet ihn auf eine Antwort vor (Fluchtreflex).

Die Wirkung von Noradrenalin

Wie bereits erwähnt wurde, kann es als Neurotransmitter oder als Hormon wirken. Von was hängt das ab?

Noradrenalin als Neurotransmitter

Es befindet sich in den Neuronenverbindungen des Nervensystems. Als Neurotransmitter überträgt es Informationen in Form von elektrischen Impulsen zu verschiedenen Teilen des Organismus.

Noradrenalin wird von adrenergen Neuronen ausgeschüttet. Diese Neuronen befinden sich in Teilen des zentralen Nervensystem (ZNS), dem Thalamus, Cerebellum, dem Rückenmark und vor allem in dem Bereich des Locus Coeruleus im Hirnstamm.

Der Locus Coeruleus ist die Hauptproduktionsstätte von Noradrenalin im ZNS. Doch nicht nur im ZNS finden wir adrenerge Neuronen, auch im autonomen Nervensystem (ANS), in welchem sich unsere Körperaktivität in Zusammenhang mit der Angst entwickelt, befinden sich solche.

Noradrenalin als Hormon

Es wird auch als Stresshormon bezeichnet. Nachdem es aus der Aminosäure Tyrosin im Nebennierenmark synthetisiert wurde, erfolgt die Ausschüttung ins Blut. Die Nebennieren befinden sich, wie der Name nahe legt, oberhalb der Nieren. Zu den Funktionen des Noradrenalins als Neurotransmitter gehören die Anregung der Adrenalinproduktion im Körper, was zu einer erhöhten Vigilanz führt. Diese erleichtert die fokussierte Aufmerksamkeit und verbessert die Fähigkeit adäquates Verhalten in gefährlichen Situationen zu zeigen.

Noradrenalin Funktion

Noradrenalin erfüllt verschiedene Funktionen:

1- Es spielt eine grundlegende Rolle in der Fight-or-Flight Reaktion (Kampf oder Flucht):

  • Erhöht die Herzfrequenz
  • Verengt oder erweitert die Pupillen.
  • Erhöht den Glukosegehalt im Blut, indem es Energiereserven anbricht.
  • Erhöht den Blutfluss in die Skelettmuskeln und die Sauerstoffversorgung des Gehirns, um eine schnelle Reaktionsfähigkeit zu ermöglichen.

2- Herz und Herzfrequenz: Wenn es zu einem Anstieg des Noradrenalingehalts im Körper kommt, hat das einen Anstieg der Herzfrequenz zur Folge. Ein Beispiel hierfür, könnte aus einer klassischen Szene einer Krankenhausserie stammen: “Der Patient erleidet einen Herzstillstand, woraufhin die Ärztin den Assistenten nach Norepinephrin bittet. Pi-pi-pi-pi. Stabiler Puls. Wir haben das Leben des Patienten gerettet.” Kommt diese Szene bekannt vor? Diese Substanz stabilisiert in diesem Fall die Herzfrequenz.

3- Es bereitet uns auf eine Reaktion vor: Eine weitere Funktion des Noradrenalins ist die Steigerung der Effekte der extrinsischen und intrinsischen Motivation, ebenso wie die Bereitschaft in stressigen Situationen schnell handeln zu können.

4- Beeinflusst die Alarmbereitschaft und die Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus.

5- Reguliert das Sexualverhalten.

Lässt sich der Noradrenalinspiegel erhöhen?

Die nichtessenzielle Aminosäure Tyrosin wird benötigt, um Noradrenalin zu synthetisieren.

Das Wort Tyrosin stammt aus dem Griechischen und bedeutet Käse. Die Namensgebung beruht auf der Entdeckung dieser Aminosäure durch den deutschen Chemiker Justus von Liebig, der Tyrosin erstmals aus Käse isolierte. Die Substanz findet sich in großen Mengen in Casein.

Damit unser Körper Noradrenalin herstellen kann, müssen eine Reihe chemischer Prozesse durchlaufen werden, die im Folgenden beschrieben wird:

  1. Wir finden eine Phenylalaninquelle (die essentielle Aminosäure).
  2. Durch eine 4-Hydroxylierung entsteht aus L-Phenylalanin die proteinogene Aminosäure L-Tyrosin. Die Hydroxylierung bedeutet, dass eine OH-Gruppe (Hydrox-Gruppe) hinzugefügt wird. Wieso geschieht das?
  3. Das passiert, um Tyrosin (als Vorstufe von Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin) weiter synthetisieren zu können.

Um in unserem Körper die Verfügbarkeit von Noradrenalin in unserem Körper zu erhöhen, müssen wir proteinreiche Nahrung aufnehmen.

Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Käse und Hülsenfrüchte sind Tyrosinquellen.

Durch den Verzehr der oben genannten Produkte und wir zusätzlich noch Äpfel, Bananen, Rote Beete und Wassermelone zu uns nehmen, werden wir ausreichend mit der Aminosäure Tyrosin, die Vorstufe aller Katecholamine, versorgt sein.

Wenn wir diese Nahrungsstoffe zu uns nehmen, baut unser Verdauungstrakt die Proteine in Aminosäuren wie dem L-Tyrosin ab. Aus L-Tyrosin wird Dopamin sekretiert, aus welchem Noradrenalin sekretiert wird. Entdecke hier Nahrungsmittel, die Vitamine enthalten, die wichtig für das Gehirn sind.

Noradrenalin und psychische Störungen

Noradrenalin steht in Zusammenhang mit psychischen Störungen. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der physiologischen Aktivierung und Deaktivierung des Organismus.

1. ADHS und Noradrenalin

Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung charakterisiert sich durch ihren Beginn in der Kindheit und Jugend. Die Störung zeichnet sich durch Impulsivität, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme aus. Betroffene Kinder gelten als unruhig und bewegen sich viel, lassen sich leicht ablenken und haben eine beeinträchtigte Planungsfähigkeit.

Bei Betroffenen kommt es zu einer verringerten Ausschüttung von Dopamin, sodass die neuronalen Verbindungen beeinträchtigt sind. Es wird vermutet, dass auch die Signalübertragung durch Noradrenalin vermindert ist, dies konnte aber noch nicht endgültig nachgewiesen werden. Spezifische Medikamente, welche über adrenerge Rezeptoren wirken, werden aber bei ADHS eingesetzt und zeigen ihre Wirkung.

Die Medikamente, die bei ADHS eingesetzt werden sind Stimulanzien, die den Transport und die Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin hemmen und somit deren Verfügbarkeit im synaptischen Spalt erhöhen.

2. Depression und Noradrenalin

Eine Charakteristik der Depression ist der verminderte Antrieb. Die Motivation sinkt, die Latenzzeit bis zur Reaktion auf einen Stimulus vergrößert sich, der Puls fällt ab. Der Körper detektiert, dass etwas nicht in Ordnung ist und versetzt sich in den “Überlebensmodus”, in dem er versucht so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen. Diese Tatsache ist für den Zusammenhang der Depression mit Noradrenalin verantwortlich.

Bei einem Mangel an Noradrenalin passiert folgendes in unserem Körper:

  • Verringerte physiologische Aktivität
  • Diffuse Aufmerksamkeit oder Aufmerksamkeitsprobleme
  • Verringerung der Herzfrequenz
  • Dysthymia 
  • Verringerung der Motivation
  • Verlängerung der motorischen Reaktionszeit
  • Antriebslosigkeit
  • Apathie (Desinteresse und Fehlen von Enthusiasmus)

Noradrenalin spielt zudem eine Schlüsselfunktion in der Emotionsregulation. Eine Emotion, die sich körperlich stark widerspiegelt ist die Freude, bei ihr kommt es zu einer starken physiologischen Aktivierung.

Im Gegensatz dazu, lässt sich das Fehlen von Freude mit einem Gefühlszustand der Trauer beschreiben, welche zusammen mit der Demotivierung, Antriebslosigkeit, Apathie und weiteren Faktoren den Beginn einer depressiven Episode darstellen kann.

3. Angst und Noradrenalin

Um auf Situationen reagieren zu können, die wir als stressig oder gefährlich interpretieren, schüttet unser Körper Noradrenalin aus. Wenn dies geschieht, ist die Emotion, die wir verspüren, Angst. Es ist aus diesem Grund naheliegend, dass es einen Zusammenhang zwischen den Angststörungen und Noradrenalin gibt.

Die physiologische Reaktion der Angst entspricht dem Verhalten der Flucht oder des Kampfes (Fight-or-Flight) auf die vorhin bereits eingegangen wurde. Einige der Symptome der Angst sind die Pupillenerweiterung, ein höherer Glukosegehalt im Blut, Muskelkontraktion und ein schnellerer Puls. Der Neurotransmitter Noradrenalin sendet Signale durch unseren Körper, sodass wir uns für eine unmittelbare Reaktion bereit machen und aktivieren.

Den Angststörungen eigen sind die Panikattacken, welche mit einem schnellen Anstieg des Neurotransmitters im Körper einhergehen und zu einer erhöhten physiologischen Aktivierung führen, welche sich die Person nicht erklären kann. Durch die Unkenntnis der Ursache steigt die Angst weiter an.

Noradrenalin und Sport

Gemäß der Amerikanische psychologische Gesellschaft APA (American Psychological Association) kann körperliche Aktivität helfen die geistige Gesundheit zu stärken, indem dabei dem Gehirn geholfen wird den Stress besser zu bewältigen.

Es stehen noch viele Forschungsfragen offen, ein Zusammenhang zwischen Noradrenalin und den Emotionen gilt jedoch als gesichert.

Wenn wir Sport treiben reagiert unser Körper auf sehr ähnliche Weise, wie wenn wir uns aufgrund einer gefährlichen oder stressigen Situation anspannen. Wir bereiten uns darauf vor aufmerksam zu sein und auf effektive Weise reagieren zu können. Man stelle sich die konkrete Situation eines 11-Meters vor: Ein Torwart, der alleine im Tor vor seinem Rivalen steht. Wie wird wohl sein Aktivierungszustand sein? Erregung? Entspannung? Er wird sich in maximaler Alarmbereitschaft befinden, um den Ball so schnell wie nur möglich zu fangen.

Je nach der Intensität der Aktivität die wir ausführen, passt sich der Körper an:

  • Sendet über den Neurotransmitter Noradrenalin Informationen an unsere Skelettmuskulatur, um schnell reagieren zu können.
  • Unsere autonomes Nervensystem (ANS) erhöht die Herzfrequenz, steigert die Schweißproduktion und kontrahiert die Muskulatur.
  • Unsere Leber schüttet vermehrt Glukose in den Blutkreislauf aus, um die motorischen Reaktionen zu verbessern.

Diese Reaktionen hängen aber nicht nur von der Intensität der Aktivität ab, sondern auch von den Umständen. Dabei beeinflussen auch Faktoren, die die Person während des Sports stressen oder beängstigen können.

Gerade in Situationen wie dem erwähnten 11-Meter wird der Torwart deutlich gestresst sein und die Situation als Gefahr einschätzen. In Wettkämpfen spielen ebenfalls situative Einflüsse eine entscheidende Rolle.

Wie beeinflusst Sport die Noradrenalin-Produktion? Ein wichtiges Element des Lernens ist die Wiederholung. “Je öfter wir eine Verhaltensweise wiederholen, desto besser werden wir in ihrer Ausführung.” Aus diesem Grund kann Sport uns helfen stressige Situationen zu bewältigen. Denn wenn wir vom Sport gewöhnt sind uns diesen Situationen auszusetzen und in Folge dessen eine gute Stressbewältigungsstrategie haben, können wir dies auf andere Situationen übertragen.

Schlussfolgerungen

Fassen wir zusammen, was wir in diesem Artikel gelernt haben und konzentrieren uns hierbei auf die wichtigsten Punkte:

  • Noradrenalin: ist ein Hormon, das aus Tyrosin synthetisiert wird und ist gleichzeitig ein Neurotransmitter des ZNS und ANS.
  • Es aktiviert uns physiologisch und bereitet uns auf den Kampf oder die Flucht vor.
  • Ist bei Aufmerksamkeitsprozessen und motorischen Reaktionen beteiligt.
  • Spielt eine wichtige Rolle in psychologischen Störungen, wie der Depression, Angststörungen und vermutlich ADHS.
  • Entsprechend unserer Ernährung können wir dir Verfügbarkeit von Noradrenalin im Körper erhöhen, indem wir Nahrung zu uns nehmen, die reich an Tyrosin ist.
  • Es spielt beim Sport und der körperlichen Aktivierung eine wichtige Rolle.

Falls Fragen oder Anregungen zum Artikel bestehen, kann gerne die Kommentarfunktion genutzt werden. Wir versuchen alle Zweifel und Fragen zu klären.

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Patricia Sanchez Seisdedos, Psychologin bei CogniFit

Priming: Wie beeinflusst es uns, welche Formen gibt es?

In der Psychologie nennt man Priming den impliziten Gedächtniseffekt, bei dem ein präsentierter Stimulus die Antwort auf einen nachfolgenden Reiz beeinflusst. Im Folgenden werden die nachstehenden Fragen geklärt: Welche Formen des Priming gibt es? Welchen Effekt hat es auf das Gedächtnis und wie beeinflusst Priming unseren Alltag?

Ein dargebotener Reiz kann die Reaktion auf einen späteren Reiz beeinflussen

Was ist Priming ? – Definition 

In der Psychologie ist Priming die unbewusste Verarbeitung eines dargebotenen Reizes, welche zur schnelleren Verfügbarkeit eines Ereignisses, eines Items oder einer Person führen kann, wenn ein zweiter Reiz präsentiert wird. Die meisten Menschen sind sich im Moment des Primings nicht darüber bewusst, dass es passiert. 

Wenn viele Interpretationen und Verhaltensmöglichkeiten zur Verfügung stehen, kann die durch Priming bestimmte Zugänglichkeit zu einem Gedächtnisinhalt die Wahrnehmung, Kognition und Handlung einschränken.

Priming Beispiele

Wenn man Radio hört und dort in der Werbung ein Getränk angepriesen wird, man sich später in einem Café etwas zu trinken bestellt und Lust auf dieses Getränk bekommt,…

Wenn ein Freund von seinem letzten Urlaub in Thailand erzählt und man im Anschluss Lust hat, Thai Essen zu gehen,…

… ist das auf Priming zurückzuführen.

Das Gehirn wurde in diesen Fällen darauf programmiert, Verlangen nach etwas zu verspüren und kleine Dingen zu bemerken, die einem normalerweise nicht aufgefallen wären, oder denen man keine Beachtung geschenkt hätte – wäre man nicht im Vorhinein einem bestimmten Stimulus ausgesetzt worden. Die Reaktion auf den darauffolgenden Reiz kann sowohl positiv als auch negativ sein und wird dabei durch den vorherigen präsentierten Stimulus beeinflusst.

Das Denken und Handeln kann auf verschiedenste Arten beeinflusst werden

Formen von Priming

Es lassen sich verschiedene Formen unterschieden, die auf unterschiedliche Weise funktionieren und verschiedene Auswirkungen haben.

  • Positiv versus Negativ: Diese Eigenschaft des Primes hängt direkt mit der Verarbeitungsgeschwindigkeit zusammen. Verzögert oder beschleunigt der Prime die Verarbeitung des nachfolgenden Reizes? Während der positive Prime die Verarbeitungsgeschwindigkeit beschleunigt, bremst der negative Prime diese ab. Die Beschleunigung der Verarbeitungsgeschwindigkeit durch einen positiven Prime ist auf die Voraktivierung bestimmter Assoziationsmuster zurückzuführen. Das bedeutet, dass der Stimulus eine bestimmte Erinnerung oder Assoziation vor der Handlungsausführung aktiviert. Weil der Gedanke oder die Assoziation bereits voraktiviert ist, braucht man im Anschluss weniger Aktivierung um auf den späteren Zielreiz zu reagieren. Beim negativen Prime ist ein anderes Assoziationsmuster aktiviert, das deaktiviert werden muss, um eine adäquate Antwort zu geben. 
  • Semantisch: Der Prime und der Zielreiz sind aus der gleichen semantischen Kategorie und besitzen ähnliche Eigenschaften. Das bedeutet, wenn eine Person an ein einzelnes Item einer bestimmten Kategorie denkt, werden ähnliche Items in verschiedenen Gehirnregionen voraktiviert. Beispielsweise ist Löwe ein semantisches Wort für Tiger, da es sich um ähnliche Items handelt.
  • Konzeptuell und perzeptuell: Ein konzeptueller Prime basiert auf der Bedeutung des Stimulus und wird durch seine semantische Funktion verstärkt. Als Beispiel ist das Wort Gabel, das einen Effekt auf das Wort Löffel ausübt, weil sie zu der gleichen Kategorie gehören. Konzeptuelles und semantisches Priming sind sich sehr ähnlich. Perzeptuelles Priming bezieht sich auf die äußere Form des Stimulus und ist sehr sensitiv bezüglich seiner exakten Form und Beschaffenheit. 
  • Wiederholung: ist der positiven Form sehr ähnlich, wenn auch nicht das Gleiche. Es wird auch als direktes Priming bezeichnet, bei welchem der erlebte Stimulus selbst als Prime fungiert. Wenn dieser Reiz im Anschluss nochmals präsentiert wird, lässt sich dieser schneller im Gehirn verarbeiten und die Reaktionszeit verkürzt sich.
  • Freundlichkeit: Wenn eine Person einer freundlichen Geste oder einer freundlichen Tat ausgesetzt wird ist diese anfälliger für den Priming-Effekt, da der Schwellwert für die Aktivierung sinkt. Interessanterweise steigt die Resistenz gegenüber negativen Stimuli temporär an, wenn diese Art von Priming stattfindet.
  • Assoziatives Priming: Diese Kategorie ähnelt der des positiven oder semantischen Primings. In diesem Fall ist der Zielreiz ein Wort, das normalerweise mit dem Prime assoziiert ist, aber nicht zwangsläufig die gleichen semantischen Eigenschaften teilt. Der Zielreiz und der Prime sind zwei Dinge, die für gewöhnlich in einer Verbindung stehen und zusammen gesehen werden. Ein Beispiel sind Stift und Papier. Sie haben nicht die gleichen semantischen Eigenschaften, wie ein Tiger und ein Löwe, treten aber gemeinsam in Erscheinung. 
  • Response-Priming:  Bei einem klassischen Computerexperiment müssen bestimmte Tasten gedrückt werden, sobald bestimmte Formen auf dem Bildschirm erscheinen. Beispielsweise: Drücke die linke Pfeiltaste, wenn ein Kreis erscheint; die rechte Pfeiltaste, wenn ein Quadrat erscheint. In diesem Fall wird häufig das Response-Priming angewendet und wenige Millisekunden vor dem Zielreiz ein Prime dargeboten. Bei diesen Aufgaben wird anschließend die Zeit gemessen, die eine Person benötigt, um auf den Stimulus zu reagieren. 
  • Maskiertes Priming: Das maskierte Priming wird als “reinste” Form bezeichnet. Das 1984 von Forster & Davis vorgestellte Paradigma wird auch als Sandwich-Technik bezeichnet. Der Prime wird hierbei zwischen den Zielreiz und eine Maske eingebettet. Beispielsweise: ####, Prime: spielen, Zielreiz: FLIEGEN. 

Messung der verschiedenen Arten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Psychologen die Priming-Effekte im Gehirn messen können. Dabei hängen die verschiedenen Messmethoden jeweils von dem zugrunde liegenden Typen bzw. Subtypen ab. Um beispielsweise die Effekte von maskiertem Priming zu messen, verwendet man eine andere Methode, als die Effekte positiven oder negativen Primings zu messen. 

Im Folgenden finden sich als Beispiel ein paar Methoden, welche entsprechend verwendet werden:

  • Positives und negatives Priming: wird anhand des ereigniskorrelierten Potentials (Event-related potential; ERP) im Elektroenzephalogramm (EEG) gemessen. Dieses im Gehirn ausgelöste Potential ist das direkte Ergebnis eines spezifischen sensorischen, kognitiven oder motorischen Ereignisses. Anhand diesen Potentials kann die Verarbeitungsgeschwindigkeit bestimmt werden, wodurch Rückschlüsse auf einen positiven oder negativen Priming-Effekt gezogen werden können.
  • Perzeptuelles Priming – Messung: Hier findet ein wahrnehmungs-bezogenes Verfahren Anwendung. Dabei kann die Aufgabe der Wortstamm-Vervollständigung verwendet werden. Hierbei muss in der Regel eine Liste mit Wörtern gelernt werden. Anschließend werden Silben präsentiert, die man entsprechend zu Wörtern ergänzen muss. Die Teilnehmer sind sich in der Regel nicht bewusst, dass sie die Silben zu den vorher präsentierten Wörtern ergänzen sollen. Hier verwenden die Teilnehmer ihr implizites Gedächtnis, wenn sie die Silben zu einem vorher präsentierten Wort ergänzen. Je nach Anzahl der Wörter die entsprechend der vorherigen Liste ergänzt wurden, kann man die Stärke des Priming-Effekts bestimmten.
  • Konzeptuell und Wiederholung – Messung: die lexikale Entscheidungsaufgabe (Lexical decision task; LDT) wird für psycho-linguistische Experimente verwendet. Hiermit wird gemessen, wie lange eine Person benötigt, festzustellen, ob eine Reihe von Buchstaben ein reales Wort ergeben, oder nicht.

Priming-Effekte aus der Sozialpsychologie 

Es gibt viele Möglichkeiten, das Verhalten durch Priming zu beeinflussen und sogar die Einstellung bestimmten Dingen gegenüber zu verändern.

  • So laufen Leute beispielsweise langsamer einen Flur entlang, wenn sie vorher auf das Wort “Alt” geprimet wurden.
  • Bringt man Leute dazu zu nicken oder den Kopf zu schüttel (indem man ihnen beispielsweise Kopfhörer aufsetzt und behauptet, man soll ihren Halt auf dem Kopf testen, indem man den Kopf entsprechend bewegt) hat dies einen Einfluss auf die affektive Bewertung von Dingen, die einem währenddessen angeblich zusammenhangslos präsentiert werden. So bewerten die Personen, die den Kopf schütteln während sie einen Schokoriegel sehen diesen im Anschluss als weniger appetitlich als Personen, die während sie den Schokoriegel sahen nickten.
  • Auch in der Werbung wird sich der Priming-Effekt zu Nutze gemacht. So werden die umworbenen Artikel mit positiven Dingen in Zusammenhang gebracht, die teilweise ganz offensichtlich nichts miteinander zutun haben. Das umworbene Produkt wird so aber als positiver wahrgenommen.

Priming ist ein interessantes Phänomen, das uns alle im tagtäglichen Leben beeinflusst, dieser Prozess lässt sich mit dem eigenen Verhalten und dem Verhalten von anderen Personen in Zusammenhang bringen. Das nächste Mal, wenn Du dir also einen Film anguckst, der an einem traumhaften Strand spielt und du danach beginnst dir anzugucken, wann es günstige Flüge ans Meer gibt, bist du nicht verrückt, sondern wurdest vorher lediglich greprimet.

Bei Fragen oder Anregungen kann die Kommentarfunktion direkt unter dem Artikel genutzt werden!

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des englischen Artikels von Jessica Taylor, Psychologin bei CogniFit.

Sprech- und Sprachstörungen: Welche gibt es, wie diagnostiziert und behandelt man sie?

Was sind Sprachstörungen? Sprachstörungen, Sprechstörungen oder Sprachbehinderungen beziehen sich auf Probleme der Kommunikation oder andere Bereiche, wie beispielsweise die oralen motorischen Funktionen, die ebenfalls mit der Sprache zusammenhängen. Sprech- und Sprachstörungen können sehr unterschiedliche Symptome aufweisen und reichen von Verständnisproblemen bis hin zu Logorrhoe. Außerdem können sie von Geburt an, oder erst im Erwachsenenalter in Erscheinung treten.

Ursachen von Sprech- oder Sprachstörungen

Es gibt diverse Ursachen für Sprech- oder Sprachstörungen. Wir können die Ursachen je nach Auslöser der Störung unterscheiden. Bei organischen Ursachen, welche sich auf jegliches für die Funktionsweise der Sprache wichtige Organ beziehen können, lassen sich folgende Ursachen unterscheiden:

  • Erbliche Ursachen: Wenn die Sprech- oder Sprachstörungen von den Eltern geerbt werden.
  • Angeborene Ursachen: Wenn die Sprech- oder Sprachstörungen durch den Gebrauch von Pharmazeutika oder Komplikationen während der Schwangerschaft auftreten.
  • Perinatale Ursachen: Die Sprech- oder Sprachstörungen entstehen durch Komplikationen während der Geburt
  • Postnatale Ursachen: Die Sprech- oder Sprachstörungen entstehen nach der Schwangerschaft, ein Beispiel sind die Sprech- oder Sprachstörungen, die durch eine Frühgeburt verursacht werden.

Zusätzlich zu den organischen Ursachen gibt es die funktionellen Ursachen, welche auf eine pathologische Funktionsweise der Organe zurückzuführen sind, die in die Sprache verwickelt sind. Ebenfalls gibt es hormonelle Ursachen, die vor allem die psychomotorische Entwicklung des Kindes beeinflussen. Ökologische Ursachen sind auch ein Faktor, der Einfluss auf die Sprache nehmen kann, das Umfeld kann hierbei die sprachlichen Fähigkeiten eines Individuums beeinflussen. Abschließend spielen die psychosomatischen Ursachen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Sprachstörungen, da unser Denken einen großen Einfluss auf uns hat und es so zu einem anormalen Sprachgebrauch kommen kann. In gleicher Weise können Sprachschwierigkeiten auch unsere Gedanken beeinflussen. Beides kann die Fähigkeit des korrekten mündlichen Ausdrucks und Verständnisses erschweren.

Symptome von Sprech- oder Sprachstörungen

Verschiedene Symptome können eine mögliche Sprach- oder Sprechstörung, abhängig von der Störung und der betroffenen Sprachzone, vorhersagen. In der folgenden Klassifikation lassen sich verschiedene Symptome der allgemeinen Sprach- und Sprechstörungen unterscheiden:

  • Symptome einer Störung in der Ausdrucksentwicklung: Diese Störungen lassen sich beispielsweise durch einen extrem begrenzten Wortschatz erkennen, durch Schwierigkeiten beim Wörtermerken oder bei der Generierung von langen Sätzen (Sprachstörung).
  • Symptome einer Mischstörung der expressiv-rezeptiven Sprache: Hierbei zeigen sich die gleichen Symptome wie im vorherigen Abschnitt des Ausdrucks. Zusätzlich treten Probleme bei dem Sprachempfang auf, wie zum Beispiel das Verständnis von Wörtern oder Sätzen (Sprachstörung).
  • Symptome einer phonologischen Störung: Die Betroffenen zeichnen sich durch die Unfähigkeit aus, gewisse Sprachlaute verwenden zu können. Ebenfalls machen sie Fehler bei der Erzeugung, Darstellung und/oder Verwendung von Lauten (Sprechstörung).

Die Redeflussstörungen zeichnen sich durch Unterbrechungen, Pausen, Wiederholungen oder Einschübe aus. Zu diesen Störungen gehört das Stottern, eine der bekanntesten Sprechstörungen, bei der es zu einer Störung des Redeflusses und der Organisation der Worte kommt.

Obwohl Sprache an sich ein komplexer Prozess ist und diesbezügliche Störungen divers sind, lassen sich bestimmte Merkmale identifizieren, die eine mögliche Sprachentwicklungsstörungs anzeigen. Bei den Sprachstörungen bei Kindern, lassen sich die folgenden Anzeichen unterscheiden:

  • Die expressive Sprache betreffend: Ein Problem ist dann wahrscheinlich, wenn das Kind einen beschränkten aktiven Wortschatz hat als andere gleichaltrige Kinder, es dem Kind schwer fällt neue Wörter zu lernen, es verbale Zeiten verwechselt, es allgemeine statt spezifische Wörter nutzt, es selten spricht, es -obwohl es Wörter richtig aussprechen kann- sinnlose Sätze sagt, eine begrenzte Satzstruktur verwendet oder häufig bestimmte Phrasen verwendet.
  • Die rezeptive Sprache betreffendZeichen hierfür sind, dass das Kind desinteressiert wirkt wenn Menschen sprechen, es dem Kind schwer fällt bestimmte Anweisungen zu befolgen oder zu verstehen was gesagt/gesagt wird.

Für detaillierte Information über die kindliche Sprachentwicklung ist das untenstehende Video hilfreich:

Sprechstörungen: Klassifizierung und Typen

Die allgemeinen Typen der Sprechstörungen lassen sich folgendermaßen klassifizieren und unterscheiden:

1- Dysartrhien: 

Bei Dysarthrien handelt es sich um eine Reihe von Sprechstörungen, die aufgrund erworbener Hirnschäden bzw. Schädigungen der Hirnnerven und peripheren Gesichtsnerven entstehen. Diese Läsionen können sowohl die Ausführung als auch die Sprechbewegung einschränken.

2- Dyslalien:

Dyslalien umfassen Sprechstörungen der Aussprache beziehungsweise der Artikulation.  Hierbei kommt es zum Auslassen oder dem falschen Einsatz bestimmter Phoneme.

Es gibt hierbei verschiedene Ursachen von Dyslalien:

  • Physiologische Dyslalien: Die Ursache der Fehlartikulation ist, dass die Sprechorgane des Kindes noch nicht komplett ausgebildet sind, um bestimmte Worte zu artikulieren. Bis zu einem bestimmten Alter ist dies ganz normal und ist kein Anlass zur Sorge, insofern sich diese Probleme nicht über einen langen Zeitraum erstrecken.
  • Audiogene Dyslalien: Wie durch den Namen angedeutet, liegt die Ursache der Sprechstörung in einem Defekt im Hörvermögen des Kindes. Dadurch kann das Kind die Wörter nur eingeschränkt erkennen und imitieren, was dazu führt, dass das Kind sich nicht normal ausdrücken kann. Es ist naheliegend, dass wir schlecht sprechen, wenn wir schlecht hören.
  • Funktionelle Dyslalien: Diese Art der Dyslalie kann durch eine physiologische Dyslalie hervorgerufen werden. Hierbei bleibt die Sprechstörung bestehen, obwohl die Sprechorgane des Kindes bereits voll ausgebildet sind. Hierbei handelt es sich um einen Defekt in der Artikulierung der Botschaft.
  • Organische Dyslalien: Diese Art der Dyslalie wird auch Dysglossie genannt und ist auf Defekte der Sprechorgane zurückzuführen.

3- Dysglossien:

Die Dysglossie kann durch verschiedene organische Veränderungen ausgelöst werden. Hierbei kann es folgende Ursachen geben:

  • Labiale Dysglossien: Sie werden durch eine Veränderung der Form der Lippen verursacht. Zwei der bekanntesten Varianten sind die Hasenscharte oder das Lippenbändchen (Frenulum).
  • Mandibulare Dysglossien: Sie werden durch eine Veränderung der Form des Ober- oder/und Unterkiefers hervorgerufen. 
  • Dentale Dysglossien: Diese Art von Sprechstörung wird durch eine Veränderung der Form oder der Position der Zähne verursacht.
  • Linguale Dysglossien: werden durch Veränderungen der Zunge verursacht. Die Zunge ist ein Organ, das eine perfekte Synchronisierung zum Sprechen benötigt. Einige Störungen, die diese Art von Dysglossie auslösen können, sind die Ankyloglosson (angewachsenes Zungenbändchen), die Makroglossie (unverhältnismäßige Größe der Zunge) oder die einseitige oder beidseitige Lähmung der Zunge.
  • Nasale Dysglossien: werden durch Störungen verursacht, die verhindern, dass die Luft normal in die Lungen geleitet werden kann.
  • Palatale Dysglossien: werden durch Veränderungen des Gaumens verursacht.

4- Stottern

Das Stottern ist eine Sprechstörung des Redeflusses, die sich durch Spasmen und Wiederholungen aufgrund einer fehlerhaften Koordination der Ideomotrizität des Gehirns auszeichnet.

Weitere Störungen der Sprache: Klassifizierung und Typen

1- Aphasien

Diese Art der Sprachstörung tritt nach unterschiedlichen Erkrankungen auf, deren Ursache Verletzungen bestimmter Gehirnregionen ist, die mit der Sprache verbunden sind.

  • Broca-Aphasie: Die Borca-Aphasie wird durch eine Verletzung im Gyrus frontalis inferior, dem Broca-Areal und benachbarten Regionen verursacht. Betroffene leiden unter extremen Schwierigkeiten sich zu artikulieren und haben starke Wortfindungsstörungen. Sie sprechen meist in sehr kurzen Sätzen, hingegen bleibt das Verständnis größtenteils unversehrt oder wenig beschädigt.

  • Wernicke-Aphasie: Die Wernicke-Aphasie ist eine Sprachstörung, die durch Verletzungen im linken Temporallappen samt auditivem Cortex entsteht. Diese Störung ist auch als rezeptive Aphasie bekannt und zeichnet sich durch ein relativ flüssiges Sprechen aus, allerdings beinahe ohne informativen Wert. Es kommt zum semantischen Paraphasien (Wörterverwechslungen) und phonematischen Paraphasien (Lautverdrehungen) und Neologismen (Wortneuschöpfungen). Diese Symptome gehen mit Verständnisproblemen einher.

  • Leitungsaphasie: Diese Sprachstörung wird durch eine Verletzung im Fasciculus arcuatus und/oder anderen Verbindungen der Temporal- und Frontallappen verursacht. Diese Störung zeichnet sich durch einen relativ flüssigen spontanen Sprachgebrauch, ein gutes Verständnis aber mit Problemen des Nachsprechens aus. Die Leitungsaphasie beinhaltet manchmal Leseprobleme (verbessert sich beim lauten Vorlesen) und Schreibschwierigkeiten oder unter anderem Bezeichnungsfehler.

  • Transkortikale sensorische Aphasie: Diese Art von Störung wird durch eine Verletzung der Verbindungen zwischen den Parietal- und Temporallappen verursacht und sorgt für Verständnisschwierigkeiten einzelner Wörter, obwohl die Fähigkeit des Nachsprechens relativ intakt bleibt.
  • Anomische Aphasie: Sie wird durch Verletzungen in mehreren Teilen der Temporal- und Parietallappen verursacht und sorgt für Wortfindungsstörungen, wie beispielsweise Schwierigkeiten beim Benennen von Gegenständen. Die Sprache ist jedoch flüssig.
  • Globale Aphasie: Diese Aphasie ist die schwerste Form, es kommt zu Störungen bei allen Sprachfunktionen, sowohl der lautsprachlichen Äußerungen als auch des Sprachverständnisses. Die globale Aphasie wird meistens durch einen Totalinfarkt im Gebiet der Arteria cerebri media verursacht.

2- Legasthenie

Die Legasthenie, ist eine massive Störung des Schriftspracherwerbs. Da sie sehr bekannt ist, wird ihr nur ein kleiner Abschnitt in diesem Artikel gewidmet. Die auch als Lese-Rechtschreib-Schwäche oder LRS bezeichnete Störung  ist eine “Lernstörung des Lesens und Schreibens”, deren Ursprung in einem Problem der Nervenentwicklung des Individuums zu liegen scheint. Aktuell existieren professionelle Werkzeuge zur neuropsychologischen Bewertung der Legasthenie, zur Behandlung der Legasthenie im Klassenraum und Spiele zur kognitiven Stimulation für Kinder mit Legasthenie.

3- ADHS oder Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität

ADHS ist eine Störung, die Veränderungen der Sprache impliziert und bei den Betroffenen Probleme in zwei Bereichen hervorruft: beim Lernen und bei der Kommunikation. Laut einer Studie weisen Kinder mit ADHS Schwierigkeiten bei der phonologischen Organisation und der Syntax auf. Außerdem zeigen sie Probleme bei der semantischen Organisation und haben ein schlechteres auditives Gedächtnis. Heutzutage gibt es professionelle Werkzeuge für die neuropsychologische Bewertung von ADHS, Neurowissenschaftliche Werkzeuge zur Behandlung von Lernschwierigkeiten im Klassenraum und Übungen zur kognitiven Stimulation für Kinder mit ADHS.

4- Dyskalkulie

Ebenfalls soll die Dyskalkulie genannt werden, bei der es sich per se nicht um eine Störung der Sprache handelt, die aber das Verständnis einer “anderen Sprache” – der Mathematik – beeinflusst. Diese Störung beeinflusst die Fähigkeit mit Zahlen zu arbeiten und mathematische Konzepte zu verstehen. Diejenigen, die unter ihr leiden, verstehen die Logik mathematischer Prozesse nicht.

Heutzutage gibt es professionelle Werkzeuge für die neuropsychologische Bewertung der Dyskalkulie und Übungen zur kognitiven Stimulation für Kinder mit Dyskalkulie.

Wie Sprech- und Sprachstörungen diagnostiziert werden

Zur Diagnose von Sprachstörungen werden unter Beachtung bestimmter Richtlinien Tests durchgeführt. Bei der Betrachtung von Sprech- und Sprachstörungen bei Kindern müssen eine Reihe von Strategien verfolgt werden, um die Probleme zu identifizieren, die sich zu einer Störung entwickeln könnten.

Für eine professionelle Diagnose von einer Sprech- und Sprachstörung bei Kindern müssen zunächst die Eltern und die Schule beziehungsweise Lehrer befragt werden. Dadurch lassen sich wichtige Informationen zum Verhalten des Kindes und der Tragweite seiner Probleme erkennen. Außerdem muss das Kind selbst befragt werden, wobei hier Aufnahmen und ein Hörtest durchgeführt werden sollte. Um die Diagnose zu vervollständigen sollten sowohl die Eltern als auch die Lehrer spezielle Fragebögen ausfüllen und das Kind spezifische neuropsychologische Test durchgeführen.

Sprech- und Sprachstörungen: Wie man zuhause helfen kann

Wie im Laufe des Artikels deutlich gemacht wurde, gibt es keine allgemeine Symptome, da jede Sprech- beziehungsweise Sprachstörung bei Kindern unterschiedlich verläuft. Ebenfalls äußern sich diese mit verschieden Schweregraden, was jedes Individuum vor spezifische Probleme stellt. Im Folgenden werden einige allgemeine Ratschläge genannt, die befolgt werden können, wenn ein Kind an einer Sprech- oder Sprachstörung leidet.

Wichtig ist, da das Kind an einem Kommunikationsproblem leidet, dafür zu sorgen so viel wie möglich mit ihm zu kommunizieren. Dabei kann Musik gehört oder gesungen werden und dem Kind sollte Zeit gegeben werden seine Sätze beim sprechen selbst zu beenden.

Ebenfalls hilft es, mit dem Kind zu Lesen, dabei ist eine interaktive Gestaltung von Vorteil. Es kann über Inhalte gesprochen, Bilder beschrieben werden oder das Kind gebeten werden sich selbst ein alternatives Ende auszudenken. Diese Übungen helfen der sprachlichen Entwicklung des Kindes.

Wichtig ist ebenfalls, das Problem des Kindes gut zu verstehen. Hierbei ist es ratsam einen Experten aufzusuchen, der bei der Behandlung der spezifischen Störung helfen kann.

Je genauer die Störung des Kindes bekannt ist, desto spezifischere Interventionen können durchgeführt werden. Probleme wie Legasthenie, Dyskalkulie, ADHS oder eine andere spezifische Sprech- oder Sprachstörung besitzen spezielle Behandlungsansätze, die in den beigefügten Links zu finden sind.

Sprachstörungen: Wie kann man in der Schule helfen

Damit sich alle Schüler adäquat entwickeln können, ist es notwendig, Programme zur Erkennung von Sprachschwierigkeiten einzusetzen und zu fördern. Dies ermöglicht bei Bedarf ein frühzeitiges Eingreifen. Es gibt Bildungsplattformen für Schulen und Lehrer, die hierbei sehr nützlich sein können.

Die Rolle des Lehrpersonals spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung des Kindes. Die Lehrperson hat hierbei eine Vermittlerfunktion im Lernprozess und kann zur Verbesserung des Individuums im Schulleben beitragen.

Sprachstörung: Ein gutes Bildungsprogramm sorgt für ein umfassendes Lernen

Vorschläge des “Leitfaden zur pädagogischen Betreuung von Schülern mit Störungen in der mündlichen und schriftlichen Sprache” sind:

• Das Bildungszentrum sollte für Voraussetzungen sorgen, welche die sprachliche Stimulation und soziale Interaktion fördern.
• Die erzieherische Hilfestellung sollte vom selben Erziehungsteam kommen, das für das Kind zuständig ist.
• Beratungsteams und Beratungsabteilungen sollten diese Funktion unterstützen, aber niemals ersetzen.
• Es sollten mündliche Sprachprogramme sowohl zur Vorbeugung als auch zur Stimulation entwickelt werden.
• Die Organisation des Bildungszentrums sollte garantieren, dass eine Koordinierung zwischen dem unterstützenden Personal, dem Personal für Hör- und Sprachverstehen und dem Rest des erzieherischen Teams möglich ist, damit alle aufeinander abgestimmt und mit derselben Vorgehensweise arbeiten.

Quelle: Mario de Vicente, Psychologe bei CogniFit.

Was ist die Leichte Kognitive Beeinträchtigung (LKB)? Wie erkennt man sie?

Was ist die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB) oder leichte kognitive Störung? Die leichte kognitive Beeinträchtigung zeichnet sich durch den Verlust kognitiver Funktionen aus. Im Konkreten beobachtet man Beeinträchtigungen in den Prozessen der Aufmerksamkeit, im Gedächtnis und bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit. Trotzdem sind die Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung komplett selbstständig und können ihren Alltagsaktivitäten nachgehen. In diesem Artikel erklärt dir die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda die wichtigsten Punkte, um alles Notwendige über die leichte kognitive Beeinträchtigung zu lernen und sie von der Demenz oder Alzheimer zu unterscheiden. Außerdem wird erklärt, wie man ihr Eintreten verzögern kann und sie mit einer Reihe von täglichen Abläufen ausbremst.

Leichte kognitive Beeinträchtigung

Was ist die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB)?

Die leichte kognitive Beeinträchtigung tritt bei Personen ab einem alter von 65 Jahren auf. Mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl der Betroffenen. Sie tritt außerdem mit größerer Wahrscheinlichkeit in ländlichen Gegenden auf und es leiden gleich viele Männer und Frauen unter ihr. Zudem weisen die Menschen mit LKB eine größere kognitive Beeinträchtigung auf, als man es von ihrem Alter und Bildungsstand erwarten würde, also unterscheiden sie sich leicht durch ihre schlechteren Leistungen in den Bewertungen von ihren Altersgenossen. Die kognitive Beeinträchtigung kann, wenn auch weniger häufig, bei jungen Menschen auftreten und ensteht meistens aus anderen Gründen. Alkohol und Gehirn: Welche Folgen hat übermäßiger Alkoholgenuss im Nervensystem? Die leichte kognitive Beeinträchtigung zeichnet sich durch einen kognitive Störung aus, die für gewöhnlich das Gedächtnis miteinbezieht, aber nicht die nötige Schwere hat, um die notwendigen Kriterien für eine Demenz-Diagnose zu erfüllen (DSM-IV).

Die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB) wird als eine diagnostische Einheit gesehen und bezieht sich auf einen vorübergehenden Zustand zwischen dem normalen Alterungsprozess und dem anormalen Alterungsprozess (Demenz).

Um eine Person mit leichter kognitive Beeinträchtigung (LKB) zu diagnostizieren, sollten sich folgende diagnostische Kriterien erfüllen, nach Petersen et Al, (2009)

  1. Präsenz von Gedächtnisbeschwerden, im besten Fall durch einen Informanten verifiziert: Das Gefühl eines Gedächtnisverlustes kann subjektiv sein und eine typische Angstreaktion im Alter sein, obwohl dieser nicht wirklich existiert oder nicht Besorgnis erregend ist. Deshalb ist das erste diagnostische Kriterium, dass der Partner oder ein Familienmitglied das Vorhandensein der Beschwerden nicht nur bestätigt, sondern auch Auskunft darüber geben kann, wie zum Beispiel seit wann sie auftreten, in welcher Intensität etc.
  2. Objektive Gedächtnisstörung unter dem Altersdurchschnitt: Der zweite Schritt zur Diagnose der leichten kognitiven Beeinträchtigung ist die Bewertung der Person in vielen Bereichen, inklusive neuropsychologischen Tests, um den Grad der Beeinträchtigung genau zu messen und zu bestimmen, ob es als Diagnose klassifiziert werden kann oder nicht.
  3. Allgemein normale kognitive Funktion: Die Person ist dazu in der Lage, ihre Alltagsaufgaben wie immer und ohne Hilfe zu erledigen. Mit dem Hund spazieren gehen, sich waschen, kochen, einkaufen gehen …
  4. Einfache Aktivitäten des Alltags sind intakt, auch wenn es zu leichten Störungen bei den komplexeren Aufgaben kommen kann: Die Person kann mit der Zeit wahrnehmen, dass sie neue Informationen nicht so schnell verarbeitet wie vorher und Aufgaben, denen sie früher problemlos nachging, wie ein Buch lesen, können sie überfordern und verwirren.
  5. Abwesenheit von Demenz: Ein Schlüsselfaktor für die Diagnose der leichten kognitiven Beeinträchtigung (LKB) ist das Nichtvorhandensein von Demenzsymptomen wie Apraxien, Agnosien, Prosopagnosien, Sprach- und Bewegungsstörungen.

Arten der leichten kognitiven Störung

Zusätzlich zu den Diagnosekriterien unterscheiden die Autoren zwischen drei möglichen Arten von leichter kognitiver Beeinträchtigung (LKB), die zu unterschiedlichen möglichen Evolutionen führen. Wir können die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB) in drei Kategorien einteilen:

  • Leichte kognitive Störung amnestischer Art (LKB-a): Diese Art hat den Gedächtnisverlust als Hauptsymptom. Wenn diese Form von LKB sich weiterentwickelt, wird sie am wahrscheinlichsten zur Demenz, konkret zur Alzheimer-Krankheit. Identifikationsfaktor: Beschwerde über den Gedächtnisverlust
  • Leichte kognitive Beeinträchtigung multipler Domänen (LKB-mult): Verläuft mit verschiedenen betroffenen Bereichen, muss aber keinen Gedächtnisverlust beinhalten. Im Falle, dass diese LKB sich zu einer Demenz weiterentwickelt, kann sie dies in verschiedene Richtungen tun, inklusive der Alzheimer-Krankheit.  Identifikationsfaktor: Geringes Urteilsvermögen, Beeinträchtigung der linguistischen Funktionen, Veränderungen der Persönlichkeit und im Verhalten empobrecido.
  • Leichte kognitive Beeinträchtigung einer Domäne nicht-amnestischer Art (LKB-mnoa): Es handelt sich um die Einschränkung einer einzelnen Domäne, jedoch nicht des Gedächtnisses. Diese letztere wäre der Zustand vor einer Demenz, die nicht Alzheimer ist, wie unter anderem zum Beispiel frontotemporale Demenz, Lewy-Körper-Demenz, vaskuläre Demenz und semantische Demenz. Identifikationsfaktor: Es sind kognitive Defizite in anderen Bereichen als der Erinnerung vorhanden. Die Betroffenen können sich sozial unpassend verhalten, was bei anderen Subtypen der leichten kognitiven Einschränkung nicht der Fall ist.

Der Schlüssel zur Unterscheidung von Leichter Kognitiver Beeinträchtigung (LKB) und Demenz

Häufig entstehen Zweifel und oft assoziieren wir die leichte kognitive Beeinträchtigung mit einer Demenz oder Alzheimer, aber diese Störungen unterscheiden sich voneinander. Auch wenn die Symptome sehr ähnlich wirken können, müssen wir das Hauptmerkmal, das die beiden Störungen unterscheidet, beachten, und dieses besteht darin, dass es eine beachtliche Einschränkung der täglichen Abläufe der betroffenen Person geben muss, die es ihnen erschwert oder sie sogar daran hindert, den vorher selbstständig erledigten Alltagsaufgaben nachzugehen, damit wir von Demenz sprechen können. Dies geschieht bei der leichten kognitiven Beeinträchtigung nicht. Die/Der Betroffene beklagt im Allgemeinen Gedächtnisverlust, sich nicht an Namen von Personen erinnern zu können, “unschuldige” Gedächtnislücken wie zu vergessen, wo sie/er die Schlüssel abgelegt hat, etc. Aber er/sie kann seiner/ihrer Alltagsroutine normal und selbstständig nachgehen.

Die Essenz der leichten kognitiven Beeinträchtigung (LKB) ist eine Gedächtnisstörung, ohne dass eine Demenz vorhanden ist.

Trotz der konzeptuellen und diagnostischen Fortschritten im Bereich der Alterung von der neuropsychologischen Perspektive aus schätzt man, dass ein bedeutender Anteil der Demenzfälle nicht in den Anfangsphasen diagnostiziert wird. Wenn du das Konzept der Demenzen ein bisschen weiter vertiefen möchtest, verpass nicht den folgenden Artikel: 10 Aktivitäten zur kognitiven Stimulierung bei Demenz.

Merkmale der Menschen mit leichter kognitiven Beeinträchtigung (LKB)

Die Art von Gedächtnisverlust einer Person mit leichter kognitiver Beeinträchtigung bezieht sich auf eine spezielle Form des Gedächtnisses: das anterograde episodische Gedächtnis. Bei Schwierigkeiten mit dieser Art des Gedächtnisses bestehen Probleme, neue Erinnerungen zu formen. Die Betroffenen vergessen oder verlernen weder ihre Fähigkeiten und Kenntnisse, noch vergessen sie ihre eigene Biografie. Eine Person scheitert aber bei den folgenden Umständen:

  1. Fähigkeit, sich daran zu erinnern, was sie vor zwei oder drei Tagen gemacht haben
  2. Sich an einen Arzttermin zu erinnern oder ein Treffen mit Freunden oder der Familie
  3. Vergisst systematisch, wo sie die Dinge aufbewahrt
  4. Wiederholt vielleicht oft dieselben Fragen in einem Gespräch
  5. Vergisst vielleicht wichtige Informationen aus diesem Gespräch (die nächste Verabredung zum Essen…)
  6. Verwirrung bei der Reihenfolge vor kurzem geschehener Ereignisse oder Daten
  7. Wenn sie mit anderen Menschen in Kontakt ist, zeigt sie sich häufig weniger geduldig, gereizter, unkontrollierter und jähzorniger als vorher.

Wie man der leichten kognitiven Beeinträchtigung im Alter vorbeugt und ihr Fortschreiten verlangsamt: 10 Tipps zum Umsetzen in die Praxis

Weil es zurzeit keine Behandlung für die leichte kognitive Beeinträchtigung im Alter gibt, ist es unabdingbar, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um ihr zukünftiges Erscheinen so gut wie möglich zu bremsen. Tägliches Gehirntraining ist das beste Schutzschild gegen die leichte kognitive Beeinträchtigung.

1- Mach täglich Gehirntraining

Die Zeitschrift Nature und eine Vielzahl von Studien betonen die Wichtigkeit von Gehirntraining, um die kognitive Beeinträchtigung zu bremsen. Valencia et al. (2008) haben positive Effekte auf den Ausgleich der kognitiven Beeinträchtigung mit Gehirntrainingsprogrammen gefunden, seien diese allgemein oder konkret für Funktionen wie das Gedächtnis.

CogniFit ist das führende Programm für kognitive Bewertung und Gehirntraining. In CogniFit kann man ein spezifisch für die leichte kognitive Beeinträchtigung hergestelltes Stimulationsprogramm finden und ein weiteres Programm, das ein Gehirntraining für Personen über 55 anbietet. Die kognitive Stimulation von CogniFit ist die am meisten verwendete nicht pharmazeutische Behandlung in Fällen von leichter kognitiver Beeinträchtigung und Demenzen in der Frühphase. Sie fokussiert sich auf die Neuroplastizität. Diese Fähigkeit des Gehirns ermöglicht es, die Entwicklung der Krankheit zu verlangsamen und die kognitiven Fähigkeiten der Person länger zu erhalten, und somit ihre Lebensqualität zu verbessern. Du musst dich nur registrieren! Die Übungsbatterien von CogniFit ermöglichen es, die kognitiven Stärken und Schwächen einer jeden Person präzise zu bewerten und zu messen. CogniFit zeigt eine Grafik mit den kognitiven Ergebnissen und schlägt automatisch den personalisierten Trainingsplan vor, der sich am besten an die Bedürfnisse jedes Individuums anpasst.

2- Ernähre dich mediterran

Studien zeigen, dass ein hoher Konsum von einfach ungesättigten Fettsäuren (Olivenöl) und ein niedriger Konsum von gesättigten Fettsäuren einen Schutzeffekt gegen kognitive Verwirrung und die leichte kognitive Beeinträchtigung im Konkreten haben können. Außerdem kann laut einer Studie das einmal wöchentliche Konsumieren von Fisch und Meeresfrüchten das Erscheinen von leichter kognitiver Beeinträchtigung, laut einigen Studien verringern. Dabei zeigen sich Vorteile für Menschen die Fisch und Meeresfrüchte, die Reich an Omega3 sind, konsumieren. Außerdem zeigte die sogenannten Rotterdam Studie, dass ein leichter bis moderater Konsum von Alkohol das Demenzrisiko senken kann. Vitamine für das Gehirn.

3- Verwende Wiederholungsstrategien, mnemotechnische Regeln und Datenkategorisierungsstrategien

Diese Art von Strategien wird deiner Erinnerung dabei helfen, die aktuelle Information verlässlicher und dauerhafter zu behalten. Besonders die Datenkategorisierung hat sehr vorteilhafte Auswirkungen bei Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung. Sie besteht daraus, spezifische Anweisungen zu geben und die Information nach Themen zu wiederholen und zu erinnern. Dies ist eine sehr effiziente Hilfe, um sich Schlüsselwörter zu merken und eine bestimmte Information zu wiederholen. Beispiel: Die Person mit leichter kognitiver Beeinträchtigung wird sich leichter merken können, welche Medizin sie nehmen soll, wenn sie diese Medikamente nach Kategorien ordnet, um ihre Erinnerung zu aktivieren.

4- Benutze visuelle Hilfen

Es ist erwiesen, dass ältere Menschen sich besser an Bilder erinnern, von daher musst du versuchen, deinem Gedächtnis visuelle Inhalte zukommen zu lassen. Listen, Notizbücher, Post-Its, Kalender, Erinnerungsnotizen an häufig besuchten Orten (Kühlschrank, Fernseher, Spiegel …) werden ein nützliches Werkzeug sein, um dein visuelles Gedächtnis zu unterstützen und die Symptome der leichten kognitiven Beeinträchtigung zu verlangsamen.

5- Gehe 30 Minuten am Tag

Wenn wir uns gemäßigt körperlich bewegen, werden die Hirnzellen mit Sauerstoff versorgt, was ein sehr förderlicher Aspekt für die Verzögerung des Entstehens der leichten kognitiven Beeinträchtigung ist. Die körperliche Bewegung verbessert die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis, die Flüssigkeit der Sprache, den kognitiven globalen Zustand und die Verarbeitungsgeschwindigkeit, die Fähigkeiten, die am meisten leiden, wenn leichte kognitive Beeinträchtigung diagnostiziert wird. Außerdem hilft dem Erhalt der weißen und grauen Substanz, vor allem die des Parietallappens, einer Zone, die sehr von Alzheimer betroffen ist: der Precuneus.

6- Vermeide Müdigkeit und Erschöpfung

Es ist erwiesen, dass ältere Menschen neue Informationen langsamer verarbeiten, vor allem in Stresssituationen, in denen sie mehrere Aufgaben auf einmal erledigen müsse. R.S Wilson von der Rush University Medical Center de Chicago erklärt, dass die ständige Angst die kognitiven Funktionen stört und das Demenzrisiko erhöht. Also sollten wir uns im Bezug auf diesen Aspekt schonen. Wie sollen wir das tun? Studien mit älteren Menschen weisen bessere kognitive Funktionen bei denen auf, die bessere Fähigkeiten zur Stressregulierung haben, sowie bei denjenigen, die regelmäßig meditierten bzw. Entspannungsübungen oder Yoga machten.

7- Hör nie auf zu lesen, um der leichten kognitiven Beeinträchtigung vorzubeugen

Die Lesegewohnheit ist ein Schutzfaktor für die leichte kognitive Beeinträchtigung und dieser Schutz ist besser bei den häufigen Lesern, deren Lesegeschichte älter als 5 Jahre ist. Die Förderung des Lesens kann eine gute primäre Strategie der Vorbeugung des Bevölkerungsgebiets sein (Collado und Esteve, 2012). Lies alles, was dir in die Hände fällt, die Zeitung, eine Zeitschrift, Bücher, die du schon lange lesen wolltest … und besorge deinem Gehirn das bestmöglichste Schutzschild, um die leichte kognitive Beeinträchtigung zu bremsen.

8- Nimm deine sozialen Beziehungen ernst

Einsamkeit und Isolierung sind Faktoren, die mit einer stärkeren leichten kognitiven Beeinträchtigung zusammenhängen. Wenn die Person, die an leichter kognitiver Beeinträchtigung (LKB) leidet, beginnt sich dessen bewusst zu werden und Gedächtnisbeschwerden beklagt, ist es üblich, dass sich Betroffene versuchen sich von geliebten Mitmenschen zu entfernen, um ihnen keine Sorgen zu bereiten. Dies ist ein Fehler, der den kognitiven Funktionen ernsthaft schadet. In Wirklichkeit ist es, wenn man jetzt mehr Freizeit hat, der beste Moment, an sozialen Aktivitäten teilzunehmen (Versammlungen, soziale Einrichtungen …) oder mit einer NGO zusammenzuarbeiten oder Freiwilligenarbeit zu Leisten, in einem Bereich, der einem wichtig ist.

9- Wähle ein Hobby und setze es um

Eins der guten Dinge des Dritten Alters oder “goldenen Alters” ist die wunderbare Menge an Zeit, die die Menschen haben, wenn sie in Rente gehen. Es ist der perfekte Zeitpunkt, um etwas zu machen, was du schon immer machen wolltest, aber aus Zeitgründen nie begonnen hast. Einen Garten anlegen, Zeichenunterricht nehmen, was auch immer. Das Ausüben eines Hobbys mit Ausdauer trägt zur richtigen Leistung der kognitiven Fähigkeiten bei und ist ein exzellenter Verzögerer von kognitiven Beeinträchtigungen. Die Übung und Förderung von Hobbys kann das Erscheinen der leichten kognitiven Beeinträchtigung bei Personen über 65 verzögern.

10- Bitte um Hilfe, wenn die ersten Symptome auftreten

Wenn du glaubst, dass du unter Gedächtnisverlust mit leichter kognitiver Beeinträchtigung leiden könntest, zögere nicht, professionelle Hilfe aufzusuchen. Die frühzeitige Erkennung der leichten kognitiven Beeinträchtigung kann dabei helfen, sie zu bremsen und dein Leben ändern, inklusive Routinen und Übungen wie die in diesem Artikel vorgestellten, um deine Lebensqualität zu verbessern und das Fortschreiten der leichten kognitiven Beeinträchtigung zu bremsen. Vor allem ist wichtig, dass du dich nicht isolierst und Familienmitglieder vermeidest, die dir helfen wollen. Wenn du rechtzeitig Abhilfe schaffst, kannst du eventuell dafür sorgen, dass die leichte kognitive Beeinträchtigung nicht in andere schädlichere Demenzstadien fortschreitet.

Wie immer können die Vorbeugung und frühzeitige Erkennung der leichten kognitiven Beeinträchtigung helfen.

Danke fürs Lesen. Zögere nicht, deine Kommentare und Fragen unten zu hinterlassen 🙂

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Referenzen: 

Féart, Catherine, et al. “Adherence to a Mediterranean diet, cognitive decline, and risk of dementia.” Jama 302.6 (2009): 638-648.

Ruitenberg, Annemieke, et al. “Alcohol consumption and risk of dementia: the Rotterdam Study.” The Lancet 359.9303 (2002): 281-286.

Tangney, Christine C., et al. “Adherence to a Mediterranean-type dietary pattern and cognitive decline in a community population.” The American journal of clinical nutrition 93.3 (2011): 601-607.

Schneller auswendig lernen: 6 unfehlbare Strategien

Auswendig lernen. Die Fähigkeit, uns etwas merken zu können, ist sehr wichtig für uns: Wir benutzen unser Gedächtnis, um unser Studium erfolgreich abzuschließen, besser in unserer Arbeit zu werden und fast bei jeder Aktivität unseres täglichen Lebens. Es gibt einige Glückspilze, die mit der Fähigkeit, sich an alles zu erinnern, geboren werden, jedoch gilt für den Rest der Sterblichen: Die Erinnerung ist eine Fähigkeit, die man verbessern kann, wenn man sie richtig trainiert.

Durch Gehirntraining und die Verwendung von Erinnerungstechniken machst du aus deinem Gehirn deinen besten Alliierten. In diesem Artikel lädt dich Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda dazu ein, die neuesten Untersuchungen zur Erinnerungsfähigkeit zu entdecken und zeigt dir einige intelligente Strategien, um dafür zu sorgen, dass du schneller auswendig lernen kannst. Bist du bereit? Los geht’s!

Wie man schneller auswendig lernt

Als Allererstes musst du beachten, dass das Gedächtnis kein Element an sich ist, sondern ein sehr komplexes Konstrukt ist, das einen Teil unserer kognitiven Fähigkeitn bildet. So kann man den Begriff Gedächtnis nicht ohne eine Reihe von Fähigkeiten, aus denen es besteht, verstehen. Das Gedächtnis setzt sich aus einer Reihe von Hirnfunktionen zusammen, die sich gegenseitig ergänzen und sich untereinander verbinden, um für den Erinnerungsprozess zu sorgen.

Elemente wie das Sprachgedächtnis, die Benennungsfähigkeit, das visuelle Gedächtnis, das auditive Gedächtnis, das Arbeitsgedächtnis, das Kontextgedächtnis, die geteilte, selektive, gehaltene und freiwillige Aufmerksamkeit, die Fokussierung und die Planung sind fundamental für die richtige Funktionsweise unseres Gedächtnisses im Allgemeinen und eines guten Erinnerungsprozesses im Speziellen.

Jeder Mensch ist einzigartig und somit ist es auch unser Erinnerungsprozess. Es gibt Menschen, die eine Information behalten können, wenn sie sie nur im Radio hören. Andere, im Gegensatz dazu, bevorzugen es, die Information aufzuschreiben, die sie speichern wollen, oder sie laut zu wiederholen. Einige andere wählen Schemata und Farben, um in ihrem Gedächtnis wichtige Informationen zu speichern.

Der erste Schritt, den du machen solltest, wenn du lernen möchtest, schneller auswendig zu lernen, ist deinen Erinnerungsstil zu finden und zu definieren. Das heisst, du musst lernen zu erkennen, was deine Stärke beim Auswendiglernen ist, mit dem Ziel, die Techniken zu lernen, die an deinen Erinnerungsstil angepasst sind. Schreibst du eher aus oder läufst durch das Wohnzimmer und wiederholst laut, was du auswendig lernen möchtest?

“Das Gedächtnis ist der Wächter des Gehirns. William Shakespeare”

Es gibt so viele Erinnerungsstile wie Menschen. Ich erinnere mich an eine Kommilitonin aus der Universität, die die Themen von ihr gelesen auf einem Aufnahmegerät aufnahm und sie immer im Haus anmachte, während sie die Hausarbeiten erledigte. Sie versicherte, dass das super für sie funktionierte.

Vielleicht entdeckte sie, dass ihr Gedächtnis besser funktionierte und effizienter und müheloser die Informationen behielt, indem sie sie durch den auditiven Kanal leitete, das heisst, indem sie zuhörte und ihre Aufmerksamkeit auf das Gehörte richtete.

Wie man schneller auswendig lernt: Die besten Strategien

Deshalb gibt es keine universellen Tricks, um schneller auswendig zu lernen, da das Gedächtnis jeder Person ein einzigartiger und persönlicher Vorgang ist. Aber es gibt eine Reihe von wissenschaftlich abgesicherten Methoden, damit du deine Erinnerungsfähigkeit steigern kannst und demzufolge weisst, wie man schneller auswendig lernt.

Die Konzentration ist auch ein wichtiges Element beim schneller Auswendiglernen. Wenn du deine Konzentration verbessern willst, lade ich dich dazu ein, meinen Artikel zu lesen: Denkspiele: 10 unabdingbare Übungen für deinen Alltag.

Schneller auswendig lernen: 6 intelligente Strategien

Strategie 1: Die außerirdische Puppe, eine Spitzenuntersuchung, um alles Mögliche schneller auswendig zu lernen

Vor knapp zwei Monaten wurde eine Studie in der Zeitschrift Psychological Science veröffentlicht, in der zwei Forscher anscheinend die effizienteste Methode zur Steigerung deiner Erinnerungsfähigkeit entdeckt haben und sie setzen auf die ausserirdische Puppe.

Diese Forscher führten eine Feldstudie in einem Café in de Vereinigten Staaten durch, bei dem sie der Hälfte der Kunden einen Rabatt auf ihre nächste Bestellung in den folgenden Tagen gaben. Der Hälfte von diesen sagte man, dass an den Bezahlkassen eine Puppe des Films Toy Story ausgestellt sein würde, das außerirdische Plüschtier, den anderen gab man einfach das Rabatt-Ticket, ohne etwas zu sagen.

Überraschenderweise forderten von den Kunden, denen man von dem außerirdischen Plüschtier erzählt hatte, weitaus mehr den Rabatt ein als von denen, denen man einfach nur das Ticket gegeben hatte.

Die Schlussfolgerung dieses Experiments ist, dass die beste Art, deine Erinnerung zu steigern in der Verwendung von Erinnerungsassoziationen liegt.

Wie können wir diese Daten anwenden und in unserem Alltag schneller auswendig lernen?

Die Versuchsleiter ermutigen dich dazu, mit jedem Reiz zu spielen, der relevant für dich ist: ein Geruch, ein Bild, ein Geräusch … (Denk an deine Stärken), um eine Assoziation zu dem, an was wir uns erinnern wollen, zu schaffen, wenn dieser Reiz auftritt. Je ungewöhnlicher er ist, desto besser.

So kannst du alle alten Gewohnheiten loswerden, wie dir Dinge auf die Hand zu schreiben, Handywecker oder die Tausenden von Post-Its, die deinen Schreibtisch überfluten.

Traust du dich, das auszuprobieren?

Strategie 2: Schneller auswendig lernen mit der Technik des Chunking

Die Technik des Chunking besteht darin, komplexe Informationen in kleine Gruppen oder Einheiten aufzuteilen und auswendig zu lernen. Sie ist besonders nützlich beim Merken von Zahlen, und eher nicht so sehr bei komplexen Konzepten oder Texten.

Das visuelle Gruppieren von Zahlen macht ihr Behalten und das spätere Abrufen einfacher.

Beispiel: Die Nummer des Weißen Hauses ist für das Auswendiglernen in Gruppen optimiert; das Chunking ist 202, 456 und 1111, statt einer einzelnen, weitaus komplizierteren Zahl: 2, 024, 561, 111

Strategie 3: Schneller auswendig lernen mit der Kettentechnik

Wenn du eine Reihe von Konzepten auswendig lernen musst, die nichts miteinander zu tun haben, ist diese Technik ideal.

Sie besteht in der Gruppierung aus sehr unterschiedlichen Konzepten mithilfe der Formulierung eines Satzen, damit du mit dem Auswendiglernen dieses Satzes jedes dieser Konzepte behalten kannst, ohne auch nur ein einziges zu vergessen.

Das Lustige ist, dass, je merkwürdiger der Satz ist, den du dir ausdenkst, desto höher die Wahrscheinlichkeit ist, dass du ihn dir merkst.

Strategie 4: Schneller auswendig lernen mit der mnemotechnischen Techniken

Eine mnemotechnische Regel besteht darin, ein Wort mit den Initialen oder ersten Silben des auswendig zu lernenden Materials zu bilden. Es ist die perfekte Technik, um Listen von Wörtern auswendig zu lernen.

Beispiel: Wenn du die Einkaufsliste auswendig lernen musst, und du Suppe, Parfüm, Erdnüsse, Marmelade, Rosinen, Klopapier und Tee kaufen musst, ist es so einfach wie das Wort SU-P-ER-MA-R-K-T zu bilden.

Das wird dir die Erinnerung erleichtern, wenn du im Supermarkt herumläufst. Versuche es doch mal!

Strategie 5: Wiederholungstechnik, um schneller auswendig zu lernen

Wiederhole, was du auswendig lernen musst. Bis du die Nase voll hast.

Besonders nützlich, wenn du Probleme mit den Namen der Menschen hast, die dir gerade vorgestellt wurden.

Zum Beispiel, wenn du Schwierigkeiten auf einer Party hast, bei der dir gerade 7 Personen in 10 Minuten vorgestellt wurden, ist der Schlüssel, den Namen der Person zu wiederholen, wenn sie dir vorgestellt wurde, während du ihr fest ins Gesicht schaust. “Schön, dich kennenzulernen, Maria” “Und du, Maria, was machst du so?” “Wie findest du die Party, Maria?”

Zusätzlich zur Erleichterung deiner Erinnerung, kann das beim-Namen-nennen dieser Person deine gerade geknüpfte Beziehung zu dieser Person verbessern, da die Person sich bewusst ist, dass sie deine Aufmerksamkeit erregt hat.

Eine weitere kuriose Technik zum Merken eines kurzen Namen oder eines Wortes ist, das Wort dreimal zu wiederholen und deinen Kopf zu bewegen: nachdem du das Wort gesagt hast, den Kopf nach links drehen. Dreimal. (Wenn dir das auf einer Party passiert, mach es irgendwo, wo du nicht gesehen wirst …)

Strategie 6: Trainiere dein Gedächtnis mit CogniFit, um schneller auswendig zu lernen

Es gibt einen bedeutenden Unterschied zwischen den kostenlosen Denkspielen, die das aktive Gedächtnis weder auswerten noch trainieren und den Gehirnspielen online, die wissenschaftlich erstellt wurden und wirklich effizient sind.

Es ist auch wichtig, ein Programm zu verwenden, das verschiedene Gedächtnistypen trainieren kann und nicht nur einen.

CogniFit ist das führende Programm zur kognitiven Bewertung und Gehirnstimulation. Es ist durch die wissenschaftliche Gemeinde validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt verwendet. CogniFit ermöglicht es, professionell und vertrauenswürdig die Konzentrationsfähigkeit, das Aufmerksamkeitsniveau und viele andere fundamentale kognitive Bereiche des Merkprozesses zu messen und trainieren.

Die Gedächtnisübungen CogniFit stehen online zur Verfügung, damit du sofort dein aktuelles Gedächtnisniveau entdecken kannst und ein besseres Verständnis deines aktuellen kognitiven Niveaus erhalten kannst.

Nach dem Spielen der Gedächtnisspiele zeigt dir CogniFit eine Graphik mit deinen Ergebnissen und deiner Entwicklung. Du kannst nicht nur dein Gedächtnis trainieren und verbessern, sondern auch viele andere kognitive Fähigkeiten.

Wenn du lernen möchtest, schneller auswendig zu lernen, trainiere dein Gedächtnis mit CogniFit

Trau dich und akzeptiere die Herausforderung CogniFit!

Wenn du zudem noch mehr über das Thema herausfinden möchtest, verpass meinen Artikel nicht: Wie man intelligenter wird: 10 Strategien, die du noch nicht kennst.

 

“Lebe deine Erinnerung und staune. Jack Kerouac”

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

9 Vitamine fürs Gehirn – Welche Nährstoffe stärken mein Gehirn und Gedächtnis?

Vitamine fürs Gehirn. Das Gehirn ist das wichtigste Organ im Körper, da es die Hauptfunktionen des menschlichen Wesens reguliert, es ist der “Motor”, der es uns ermöglicht, unsere Ziele zu erreichen. Wenn wir nicht die Nährstoffe, Mineralien und Vitamine aufnehmen, die unser Gehirn braucht, fühlen wir uns häufig kraftlos, erschöpft, reizbar … Möchtest du wissen, welche Nährstoffe dein Gehirn braucht, um mit voller Leistung zu arbeiten? Entdecke diese 9 Vitamine fürs Gehirn, finde heraus, wie dir jedes einzelne hilft und in welchen Lebensmitteln sie zu finden sind.

Vitamine fürs Gehirn

Wissen wir, welche Vitamine wir für ein besseres Funktionieren unseres Gehirn zu uns nehmen sollten? Kennen wir die Lebensmittel, die eine hohe Menge an Vitaminen enthalten und die wir zu uns nehmen sollten, damit unser Gehirn besser funktioniert? Sind wir uns bewusst darüber, dass wir, wenn wir bestimmte Vitamine zu uns nehmen, unser Gedächtnis und unsere Konzentrationsfähigkeit verbessern können? Diverse Studien besagen, dass eine gute Ernährung unser Gehirn sogar vor neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer schützen kann.

Wenn wir nur eine paar kleine Veränderungen an unserer Ernährung vornehmen, können wir überraschende Ergebnisse erzielen. Lies weiter! Mairena Vázquez, Psychologin, informiert dich darüber, welche Vitamine wir zu uns nehmen sollten, damit unser Gehirn besser funktioniert und in welchen Lebensmitteln wir sie finden können.

Wenn die Ernährung schlecht ist, wirkt die Medizin nicht; wenn die Ernährung gut ist, ist die Medizin nicht notwendig”– Ayurvedisches Sprichwort.

Die Nahrung und die Vitamine, die wir zu uns nehmen, beeinflussen (auf gute oder schlechte Weise) unseren ganzen Körper und besonders unser Gehirn. Die Funktionen, die unser Gehirn ausführt werden durch Faktoren wie den Genen, der Ernährung und sogar unseren Alltagsgewohnheiten beeinflusst.

In unsere Ernährung Lebensmittel einzubinden, die bestimmte Vitamine und Minerale enthalten, kann uns dabei helfen, unsere kognitiven Funktionen, unser Gedächtnis und unsere Lernfähigkeit zu stärken.

Es liegt in unserer Hand, eine gesunde Ernährung mit der notwendigen Menge an Vitaminen zu führen, damit unser Gehirn so gesund wie möglich ist. Wir sollten nicht vergessen, dass “wir sind, was wir essen“. “Wenn du heute gut isst, wird es dir dein Körper morgen danken”.

9 Vitamine fürs Gehirn – In welchen Lebensmitteln sind sie zu finden?

Die Vitamine sind unentbehrliche Substanzen für den Organismus. Und wir erhalten sie durch eine abwechslungsreiche, ausgeglichene und gesunde Ernährung.

Es ist unabdingbar, sich gut zu ernähren, da der Körper Vitamine nicht selbst produzieren kann. Es gibt verschiedene Arten von Vitaminen und jedes einzelne hat eine andere Funktion. Es ist wichtig, den Vitaminkonsum zu kontrollieren, um weder an Mangel noch einen Überschuss zu leiden, denn beides kann zu gesundheitlichen Problemen führen.

Im Bezug auf das Gehirn helfen die Vitamine dabei, einige für die Gehirnfunktionen wichtigen chemischen Stoffe zu aktivieren oder zu stimulieren, den Sauerstofftransport zum Gehirn zu unterstützen, etc.

Es gibt eine Vielzahl an Vitaminen. Im Folgenden werden wir über die wichtigsten Vitamine fürs Gehirn sprechen.

1. Provitamin A oder Beta-Carotin

Dieses Vitamin für das Gehirn ist sehr nützlich für die Verbesserung des Gedächtnisses und um die Gehirnzellen auf lange Sicht zu schützen. Es ist ein Vorläufer des Vitamins A und sehr nützlich für das Gedächtnis.

Beta-Carotin ist ein rotes Pigment, das sich in Vitamin A umwandelt, wenn wir es zu uns nehmen. Unter seinen Hauptfunktionen befindet sich die Vorbeugung der kognitiven Degeneration und der Schutz des Gedächtnisses. Es wurde festgestellt, dass ein Defizit dieses Vitamins schwere gesundheitliche Schäden wie eine ständige Blindheit verursachen kann und sogar auf das Wachstum von Kindern einwirkt.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Vitamin A oder Beta-Carotin finden? Man kann es in Obst und Lebensmitteln wie Melone, Papaya, Mango, Kürbis und Mohrrüben finden.

2. Vitamin B1

Unter den wichtigsten Funktionen dieses Vitamins finden wir die Vorbeugung der Abnutzung des Gedächtnisses, eine potente Art, Depressionen zu bekämpfen und das Wohlbefinden im Allgemeinen zu verbessern und eine gute Möglichkeit, das Gehirn auf langsamere Weise altern zu lassen. Innerhalb des Vitamins B können wir verschiedene Untergruppen wie das Vitamin B6, Vitamin N9 und Vitamin B12 antreffen. Diese 3 Arten von Vitaminen haben zusätzlich gemeinsam, dass sie die Bildung von roten Blutkörperchen begünstigen, damit der Sauerstoff schneller transportiert werden kann und der Kreislauf des Blutes schneller vonstatten geht.

Vitamin B1 ist auch unter dem Namen Thiamin bekannt. Es tritt reichlich im Gehirn und im Nervengewebe auf. Unter den wichtigsten Funktionen dieses Vitamins lässt sich hervorheben, dass es die Lebensmittel in Energie umwandelt und die Energie in unserem Körper hält, mit der Gehirn- und Herzgefäßaktivität zusammenarbeitet, am Abbau von Glukose im Nervensystem teilnimmt und die Sicht und Gesundheit der Augen beeinflusst.

Nach diversen Untersuchungen kann ein Defizit an diesem Vitamin das Korsakow-Syndrom verursachen (häufiges Syndrom, vor allem bei Alkoholikern oder Menschen mit AIDS).

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Vitamin B1 finden? Wir können Vitamin B1 oder Thiamin in den meisten Fleischsorten wie Hähnchen, Rind oder Schwein, Fisch, Nüssen, Vollkornhaferflocken und auch in Obst und Gemüse finden.

Vitamine fürs Gehirn. Obst und Nüsse sind eine gute Vitaminquelle für das Gehirn.

3. Vitamin B6

Dieses Vitamin für das Gehirn begünstigt die Bildung von Dopamin, Epinephrin, Norepinephrin, GABA  und Acetylcholin (Neurotransmitter, die dafür sorgen, Signale zwischen den Neuronen zu übertragen. Dopamin hängt mit den Belohnungskreisläufen im Gehirn zusammen, Epinephrin hat unter anderem mit der Herzfrequenz zu tun. Norepinephrin versetzt das Nervensystem in einen „Alarmzustand“. GABA reduziert Stress und Angst und entspannt zusätzlich das Gehirn und hilft ihm, ruhig zu bleiben und Acetylcholin hilft bei der Verschlüsselung der Erinnerungen und sorgt dafür, dass sich die Information besser festigt). Außerdem reguliert Vitamin B6 die Homocystein-Werte (Aminosäure, dessen Erhöhung das Erscheinen von Blutgefäß-Problemen steigert), begünstigt den Abbau von Vitamin B12 und ist sehr wichtig für die kognitive Entwicklung.

Vitmin B6 hilft dabei, Tryptophan in Serotonin umzuwandeln, oder anders gesagt, es vermeidet, dass Depressionen oder Zwänge enstehen. Es ist sehr wichtig, angemessen viel Vitamin B6 zu sich zu nehmen um ein Defizit zu vermeiden, da dieses Erinnerungsverlust, Verwirrung, Erschöpfung, Depressionen, Schlafprobleme und eine höhere und schnellere Verschlechterung des Gehirns hervorrufen kann. Zusammengefasst: Vitamin B6 ist sehr wichtig dafür, dass sich das Gehirn optimal entwickelt.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Vitamin B6 finden? Es ist notwendig, täglich Vitamin B6 zu konsumieren. Es existieren viele Lebensmittel, die dieses Vitamin enthalten, wie zum Beispiel Eier, Milch und Milchprodukte, Weizenkeim, Vollkornreis, Kartoffeln, Pute, Rind, Hähnchen, Lamm, Schwein, Meeresfrüchte, Linsen, Paprika, Vollkornbrot, Erdnüsse, Haselnüsse, Walnüsse, Spinat, Mohrrüben, Brokkoli, Lachs, Forelle, Thunfisch, …

4. Vitamin B9

Dieses Vitamin für das Gehirn ist auch als Folsäure bekannt. Dieses Vitamin spielt eine grundlegende Rolle bei der Instandhaltung der Gehirnfunktionen und der Schärfe des Verstandes. Sogar vor der Geburt, da es unabdingbar für die Entwicklung des Gehirns ist und damit sich keine verfrühte Entwicklung ereignet, es trägt zur Entwicklung des Neuralrohres bei, dass zum Gehirn und Rückenmark wird. Es hilft dabei, dass die Zellen sich vervielfältigen und begünstigt die Bildung von neuem Gewebe.

Es greift in die Bildung einiger Neurotransmitter des Gehirn wie des Dopamins, Serotonins und Epinephrins (Adrenalin) ein. Es ist wichtig, normale und angemessene Vitamin-B9-Werte beizubehalten, da niedrige Vitamin-B9-Werte mit hohen Homocystein-Werten korrelieren (Aminosäure, die in einigen Fällen die Arterien schädigen und leichter Blutgerinnsel verursachen kann). Deshalb kann ein Mangel an Vitamin B9 Schlaganfälle verursachen. Ein Defizit an Vitamin B9 bei Kindern, kann zu Entwicklungsproblemen führen.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Vitamin B9 (oder Folsäure) finden? Wir können Vitamin B9 in Früchten wie Bananen, Orangen, Melonen, Avocados und anderen Nahrungsmitteln wie verschiedenen Hülsenfrüchten, Vollkornhaferflocken, Spinat und Spargel, Vollkornreis und Hafer etc. finden. Das heißt, wir können Vitamin B9 vor allem in Gemüse, Haferflocken und Erdnüssen finden.

5. Vitamin B12

Dieses Vitamin fürs Gehirn wird mit der Myelin-Bildung von einigen Neuronen (Schicht, die die Axiome einiger Neuronen umgibt und dabei hilft, die neuronalen Reize schneller zu übermitteln) und mit der Produktion von roten Blutzellen in Verbindung gebracht, die dabei helfen, den Sauerstoff unter den gesamten Körperzellen zu verteilen.

Vitamin B12 ist eins der wichtigsten Vitamine für die korrekte Funktionsweise des Gehirn, da es bei der Herstellung der Zellen und Fettsäuren mithilft und grundlegend für die Synthese der Eiweiße, der roten Blutkörperchen und Neurotransmitter ist. Es ist eng mit dem Kurzzeitgedächtnis und der Fähigkeit des Gehirns, schnell Gedanken zu produzieren, verbunden.

Wenn unsere Vitamin-B12-Werte niedriger sind als wir es brauchen, können wir unter Gedächtnisverlust und negativen Stimmungsschwankungen leiden oder uns sogar mental langsamer empfinden, es wird sogar mit einem grösseren Risiko, an Alzheimer zu erkranken, verbunden.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Vitamin B12 finden? Wir können Vitamin B12 in Lebensmitteln wie Fleisch (Hähnchen, Pute, Rind, Innereien, …), blauem Fisch (Lachs, Forelle, Venusmuscheln, …) und anderen Lebensmitteln wie Eiern, Vollkornhaferflocken, Milchprodukten wie Frischkäse, Joghurt, etc. finden.

Manche Menschen haben Schwierigkeiten, Vitamin B12 nur mit den Lebensmitteln, die sie essen, aufzunehmen. In diesem Fall empfehle ich dir, zu deinem Arzt zu gehen, um dich über die Vitamin-Komplexe zu informieren, die du nehmen kannst.

6. Vitamin C

Dieses Vitamin für das Gehirn kennt man auch unter dem Namen Ascorbinsäure. Vitamin C ist eine sehr wichtige Antioxidantien, die das Gehirn vor oxidativem Stress und der mit dem Alter zusammenhängenden Degeneration schützt. Vitamin C kombiniert mit Vitamin E beugt Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer oder anderen Demenzen vor. Außerdem beugt es dem Entstehen von Erkältungen, Herzgefässkrankheiten oder sogar Krankheiten wie Krebs vor. Verschiedene Untersuchungen haben erwiesen, dass Vitamin C das Risiko für Gehirntumore, vor allem bei Kindern, verringert.

Außerdem hilft das Vitamin C dabei, das Eisen von anderen Lebensmitteln richtig aufzunehmen, wie zum Beispiel von Hülsenfrüchten. Das Eisen seinerseits ist gut, um die kognitive Leistung, die Aufmerksamkeit und das Gedächtnis zu verbessern. Deshalb ist ein guter Trick für die bessere Assimilation von Eisen, wenn man zum Beispiel Linsen (viel Eisen) mit einem Glas Orangensaft (viel Vitamin C) begleitet.

Das Vitamin C ist wichtig für das Gehirn und manche Menschen halten es für ein “natürliches Antidepressivum“, da es die Serotonin-Werte erhöht (Neurotransmitter, der dafür sorgt, dass wir uns “gut fühlen”) oder, was dasselbe ist, unseren Gemütszustand und unsere Stimmung verbessern. Laut Jean Carper (Autorin des Buches “Dein Wundernahrung fürs Gehirn“) kann es das Gedächtnis und die kognitiven Funktionen verbessern und somit die Punktzahlen in den Intelligenztests verbessern, wenn man Vitamin C nimmt”. Es ist empfehlenswert, täglich Vitamin C zu sich zu nehmen, weil es sogar einen positiven Einfluss auf das Gedächtnis, das Lernen etc. hat.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Nahrungsmitteln können wir Vitamin C finden? Wir können Vitamin C in Zitrusfrüchten wie Orangen, Erdbeeren, Spinat, Grapefruits, Melonen, Beeren, Ananas, Tomaten, Blumenkohl, Paprika, Brokkoli etc. finden. Das heißt, dieses Vitamin findet sich vor allem in Zitrusfrüchten und grünem Gemüse.

 7. Vitamin D

Vitamin D ist ein Muss, wenn wir wollen, dass unser Gehirn normal und angemessen funktioniert. Unter den wichtigsten Funktionen von Vitamin D kann man erwähnen, dass es das Gedächtnis verbessert, die Stimmung verbessert und die Fähigkeit zur Problemlösung steigert.

In einigen Studien hat man einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und höherem Risiko für kognitiven Verschleiß gefunden. In zahlreichen Untersuchungen hat man beobachtet, dass das Vitamin D Besserung bei Krankheiten wie Multipler Sklerose (MS) bedeuten kann und Störungen wie die Winterdepression (eine spezifische Art von Depression, die mit den Jahreszeitenwechseln zu tun hat) regulieren.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmittel können wir Vitamin D finden? Vitamin D wird fast vollständig aus der Sonnenstrahlung erhalten (deshalb ist es ratsam, sich unabhängig vom Alter angemessen zu sonnen). Da es nicht ratsam ist, sich ständig der Sonne auszusetzen, können wir Vitamin D auch in Lebensmitteln finden, wie es der Fall bei einigen Fischsorten ist (Sardinen, Lachs, Thunfisch, Makrele …) und in anderen Produkten wie Champignons oder einigen Milchsorten.

8. Vitamin K

Unter den wichtigsten Vorteilen dieses Vitamins befindet sich die Steigerung der Geschwindigkeit der Gehirnfunktionen, die Verbesserung der Lernfähigkeit und des Gedächtnisses und allgemein die kognitive Fähigkeit. Menschen mit Alzheimer haben normalerweise einen Mangel an Vitamin K, deshalb kann man sagen, dass die Einnahme von Vitamin K ihnen helfen könnte. Entdecke, welche Lebensmittel der Gehirnalterung vorbeugen können.

Zusätzlich spielt Vitamin K eine wichtige Rolle beim Prozess der Blutgerinnung und der Kalziumaufnahme.

Vitamin für das Gehirn: In welchen Nahrungsmitteln können wir Vitamin K finden? Hauptsächlich können wir dieses Vitamin in Rosenkohl, Spargel, Petersilie, grünblättrigem Gemüse, Sellerie und fermentierten Lebensmitteln finden. Aber wenn es ein Lebensmittel schlechthin gibt, was durch seinen Vitamin-K-Gehalt heraussticht, ist das der Brokkoli.

9. Omega-3-Fettsäuren

Die Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die unser Körper nicht herstellen kann. Unter ihren Vorteilen sticht ihre Bedeutung für die Verbesserung unserer Hirnleistung heraus. Eine Ernährung, die reich an Omega 3 ist schützt unser Gehirn vor kognitiver Abnutzung und hilft dabei, unsere Gehirnplastizität, Konzentration und unser Gedächtnis zu verbessern.

Man bringt die Omega-3-Fettsäuren mit Gedächtnisproblemen und der Verringerung des Alzheimer-Risikos in Verbindung. Ein höherer Konsum dieser Fettsäuren beugt Krankheiten wie Alzheimer vor und begünstigt eine Verbesserung des Gedächtnisses. Sich beginnt der Satz „Iss Fisch, der ist gut für das Gehirn“, den ihr als Kinder gehört habt, jetzt mehr Sinn zu machen!

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Omega 3 finden? Wir können es vor allem in Fischsorten, wie zum Beispiel Sardinen, Anchovi, Lachs, Schwertfisch, Thunfisch etc. finden.

Leider gibt es kein Lebensmittel, das alle Vitamine enthält, die unser Gehirn braucht, von daher ist es am empfehlenswertesten, zu lernen, gesund zu essen und darauf zu achten, dass alle Vitaminlevel angemessen sind, das heißt, darauf zu achten, dass weder ein Mangel noch ein Überfluss entsteht. Und wie Fernando-Gómez-Pinilla (Neurowissenschaftler) sagt: „Es gibt viele positive Lebensmittel, aber wenn man übertreibt, werden sie zu negativen. Die beste Empfehlung ist das Gleichgewicht: Mehrere gute und sich ergänzende Produkte“.

Es wird immer empfohlen, frische Lebensmittel zu konsumieren und so natürlich wie möglich. Außerdem ist der tägliche Wasserkonsum verpflichtend. Vergessen wir nicht, dass 85% des Gewichtes unseres Gehirns aus Wasser besteht! Außerdem hält uns das Wasser wach und hat viele Vorteile, deshalb ist es fundamental, dass das Gehirn immer mit Flüssigkeit versorgt ist. Die Art der Ernährung, die wir haben, beeinflusst direkt die gute Funktionsweise unseres Gehirns. Deshalb ist die beste Empfehlung für ein gesundes Gehirn, einer ausgeglichenen Ernährung nachzugehen, Sport zu machen und den Verstand täglich zu benutzen.

Wenn du mehr über dieses Thema wissen möchtest, empfehle ich dir, einige Bücher wie „Essen für die Emotionen. Neuro-Ernährung, damit das Gehirn sich wohl fühlt“ (Sandi Krstinic), Cocina para tu mente. Una fusión de neurociencia, alimentos y recetas para proteger la salud de tu cerebro” (Perla Kaliman, Miguel Aguilar) oder “Tu cerebro milagroso” (Jean Carpenter).

 “Essen ist eine Notwendigkeit, aber intelligent zu essen ist eine Kunst” (La Rochefoucauld)

Vielen Dank fürs Lesen! Kennst du andere Vitamine fürs Gehirn? Zögere nicht, mir unten deine Kommentare und Fragen zu hinterlassen 🙂

 

Quelle: Mairena Vázquez, Psychologin bei CogniFit.

 

Alkohol und Gehirn – Welche Konsequenzen hat der übermäßige Alkoholgenuss im Nervensystem?

Alkohol und Gehirn: Wozu übermäßiger Alkoholgenuss führt. Diverse Studien bestätigen die Existenz eines Zusammenhangs zwischen Alkoholmissbrauch und kognitivem Verschleiß. Ein Übermaß an alkoholischen Getränken kann schwere Folgen für unser Gedächtnis und unsere Kognition haben.

Vielleicht weißt du nicht, dass übermäßiger Alkoholgenuss auch das Gehirn von Jugendlichen und jungen Menschen beeinträchtigen können. Die „Besäufnisse“ am Wochenende, das „Binge drinking“ kann unser Gehirn auf lange Sicht schädigen. Ein Bier am Tag muss noch keinen Schaden anrichten. Allerdings können Exzesse und häufiges Betrinken sehr negative Auswirkungen im Gehirn haben. In diesem Artikel erklären wir dir, welchen Einfluss Alkohol auf dein Gehirn hat und geben dir einige Tipps.

Folgen des Alkohols im Gehirn

Ab und zu einen Drink zu trinken wird dir keine Probleme im Nervensystem verursachen. Es wird riskant, wenn der Konsum exzessiv, schnell und wiederholt stattfindet, auch wenn es nur am Wochenende ist.

Eine wissenschaftliche Studie, die in der Zeitschrift Neuropsychologie, Neuropsychiatrie und Neurowissenschaften veröffentlicht wurde, besagt, dass der erhöhte Alkoholkonsum am Wochenende neurokognitive Defizite bei beiden Geschlechtern hervorruft, diese bei Frauen allerdings ausgeprägter sind.

Außerdem kann der Wochenendkonsum in hohem Masse zur Alkoholabhängigkeit im Erwachsenenalter führen.

Welchen Einfluss hat Alkohol auf dein Gehirn? Folgen

1. Alkohol und Gehirn: Der übermäßige Alkoholgenuss beeinträchtigt den Hippocampus

An strukturellen Veränderungen kann man ein geringeres Volumen des Hippocampus bemerken, eine Struktur, die fundamental für das richtige Funktionieren von Fähigkeiten wie das Gedächtnis oder die Lernfähigkeit ist.

Außerdem beobachtet man Veränderungen im vorderen Stirnlappen, der für das Regulieren der Selbstkontrolle unseres Verhaltens ist.

Der Alkohol verändert die funktionelle Entwicklung des Kleinhirn, der Hirnrinde und des Nukleus accumbens. Zudem verhindert er die Bildung von neuen Synapsen, es kann sogar zum Zelltod kommen.

2. Alkohol und Gehirn: Am Wochenende zu trinken schädigt das Gedächtnis

Eine Studie, die an der Universidad de Compostela von dem Professor für Psychobiologie Dr. Cadaveira durchgeführt wurde, zeigt, dass junge Menschen, die intensiv Alkohol konsumieren, ein schlechteres Gedächtnis als die haben, die nicht trinken.

Außerdem haben sie größere Schwierigkeiten beim Erkennen von Gesichtern, eine fundamentale Funktion unserer Erinnerungsfähigkeit.

Der Arbeitsspeicher ist dafür zuständig, dass wir wichtige Daten für die Beendigung und Planung einer Aufgabe im Kopf behalten. Diese Studie hat Belege dafür gefunden, dass der Arbeitsspeicher auch Störungen erleidet.

3. Alkohol und Gehirn: Warum habe ich Gedächtnislücken nach einer Party-Nacht?

Nach einer langen Nacht, in der es an Gin Tonics nicht fehlte, wachst du mit einem legendären Kater, Kopfschmerzen und dem beunruhigenden Gefühl auf, nicht zu wissen, was letzte Nacht passiert ist.

Dies nennt man alkoholische Amnesie oder Blackouts/Filmrisse und sie entsteht, wenn es eine Unterbrechung in den Funktionen des Hippocampus gibt, einer fundamentalen Struktur des Gedächtnisses.

Wenn wir sehr schnell und im Überfluss trinken, erschweren oder verhindern wir die Arbeit der Rezeptoren des Hippocampus, die Glutamat weiterleiten, was wichtig für die Produktion von Synapsen zwischen Neuronen ist.

Wahrscheinlich bist du, wenn du in diesem Zustand von „Gehirnausfall“ bist, dazu fähig, ganz routinemäßigen Abläufen nachzugehen, wie dich auszuziehen und ins Bett zu gehen, eine Nachricht bei Whatsapp zu senden, aber dein Gehirn ist für eine Weile außerstande, neue Erinnerungen zu schaffen.

Diese Filmrisse sind gefährlich. Erstens können sie dich in verwundbare und risikoreiche Situationen bringen. Zweitens bist du, wenn du eine Frau bist, anfälliger dafür solche alkoholischen Amnesien zu erleiden. Studien besagen, dass wir eine geringere Menge an gastrischer Dehydrase besitzen, ein Enzym, das dafür verantwortlich ist, den Alkohol in unserem Körper zu verdünnen und aufzulösen.

Obwohl es keinen Zusammenhang zwischen sozialen Trinkern und Alkoholikern bei der Präsenz und Häufigkeit der Filmrisse gibt, ist es empfehlenswert, dass du, wenn es dir einmal passiert ist, deinen Alkoholkonsum zumindest für eine Zeit lang drastisch reduzierst.

4. Alkohol und Gehirn: Erscheinung von emotionalen Störungen

Der Alkoholmissbrauch, auch wenn er unterbrochen stattfindet, korreliert mit Krankheiten und Störungen wie der Depression, Angststörungen, Aggressivität und Stress. Wenn du eins dieser Symptome bemerkst, denk mal über die Menge Alkohol nach, die du zu dir nimmst.

5. Alkohol und Gehirn: Hat einen noch größeren Einfluss im Gehirn von Erwachsenen

In Deutschland beginnen die Jugendlichen mit durchschnittlich 14,9 Jahren Alkohol zu konsumieren. Wenn dieser Fakt schon alarmierend ist, dann sind es die Folgen noch mehr. Die Jugendlichen trinken für gewöhnlich nicht täglich, aber am Wochenende machen sie das sogenannte Binge drinking, oder intensiven Alkoholkonsum.

Dieses Übermaß an Alkohol bei den Jüngsten schädigt Funktionen wie die Lernfähigkeit und das Gedächtnis, da sich ihr Gedächtnis noch formt, und steigert impulsive und depressive Verhaltensweisen.

Effekte des Alkohols im Gehirn

Tipps, um dein Gehirn nicht so sehr zu misshandeln

1. Alkohol und Gehirn: Trinke in Maßen

Wenn du wirklich aufhören möchtest, dein Gehirn zu bestrafen und dir mögliche zukünftige Gedächtnisprobleme sparen möchtest, ist die einfachste Lösung, mit dem Trinken aufzuhören.

Wenn diese radikale Option nicht zu deinen Plänen passt, lies bei Tipp 2 weiter.

2. Alkohol und Gehirn: Mach eine Pause und trink Wasser

Wenn du trinkst, mach es in Maßen. Es ist nicht nötig, 4 Gin Tonics zu trinken, einer ist mehr als genug. Außerdem, denk daran, zwischen Drink und Drink ein Glas Wasser zu trinken. Das Wasser wird die Lösung des Alkohols erleichtern und die Erhöhung des Alkoholspiegels in deinem Blut wird nicht so drastisch sein, was dir dabei helfen kann, die störenden Filmrisse zu vermeiden.

3. Alkohol und Gehirn: Trink nie mit leerem Magen

Es gibt nichts Schlimmeres, als auf leeren Magen zu trinken. Wenn du Nahrung in deinem Magen hast, wird der Anstieg des Alkoholpegels in deinem Blut nicht so ausgeprägt sein. Außerdem gibt die Nahrung deinem Gehirn Mittel, um gegen die Alkoholvergiftung, die du verursachst, zu kämpfen.

4. Alkohol und Gehirn: Wenn du glaubst, dass du ein Problem hast, bitte um Hilfe

Wenn du glaubst, dass dir der Alkoholkonsum aus den Händen gleitet, du immer mehr trinkst und der gleiche Effekt eintritt, du permanent Filmrisse hast, dann ist der Moment gekommen, um Hilfe zu bitten. Das Problem mit dem Alkohol ist, dass es eine Droge ist, die sozial gut angesehen ist, weswegen es vielleicht schwierig ist zu bemerken, dass du ein Problem mit übermäßigem Alkoholgenuss hast. Zögere nicht, um Hilfe zu bitten und mit einem Fachmann/einer Fachfrau zu sprechen, um zu vermeiden, dass dieses Problem zu etwas viel Gefährlicherem wie Alkoholismus wird.

5. Alkohol und Gehirn: Trainiere dein Gehirn täglich

Die beste Allianz, um zukünftigen Gedächtnisproblemen vorzubeugen, ist das Gehirntraining. CogniFit ist das führende Programm für kognitive Auswertung und Gehirnstimulation. Es ist durch die wissenschaftliche Gemeinde validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt verwendet.

Du kannst online auf das Programm zugreifen. Es ist sehr einfach zu benutzen,du musst dich nur registrieren! Die verschiedenen interaktiven Übungen basieren auf klinischen Studien und professionellen Batterien zur Stimulation und neuropsychologischen Rehabilitation. Es sind unterhaltsame Denkspiele, die du am Computer spielen kannst. Nach jeder Sitzung präsentiert dir CogniFit eine detaillierte Graphik mit der Entwicklung deines Standes.

CogniFit fokussiert sich auf die Neuroplastizität des Gehirns, das ist die Fähigkeit, neue Synapsen und Neuronenkreisläufe zu bilden, die dazu fähig sind, die Funktionen der am meisten beschädigsten kognitiven Bereiche zu reorganisieren und wiederherzustellen, unter ihnen das Gedächtnis.

Um etwas mehr darüber zu lernen, wie du dein Gehirn trainieren kannst, verpass nicht den nächsten Artikel: Gehirngymnastik: 17 Aktivitäten, die dir helfen werden, länger ein gesundes Gehirn zu behalten.

Danke fürs Lesen. Zögere nicht, uns deine Kommentare und Fragen zu hinterlassen! 🙂

Gehirngymnastik: 17 Aktivitäten, die dir helfen, dein Gehirn länger gesund zu halten

Gehirngymnastik für ein gesundes Gehirn. Seit einigen Jahren beginnen wir uns darüber bewusst zu werden, wie wichtig es ist, unseren Körper zu bewegen. Heute wissen wir, dass wir, um ein erfülltes Leben geniessen zu können, auch in guter geistiger Form sein müssen. Entdecke in diesem Artikel 16 Gehirnübungen, die dir helfen werden, deine Gehirngesundheit zu verbessern.

Die Lebenserwartung ist gestiegen und, je älter wir werden, desto mehr baut das menschliche Gehirn ab. Einige gute Angewohnheiten können den Prozess der kognitiven Alterung verlangsamen und dabei helfen, unser Gehirn in Form zuhalten. In diesem Artikel schlagen wir dir verschiedene Strategien der Gehirngymnastik vor, die es dir ermöglichen, neue neuronale Verbindungen zu entwickeln und deine kognitiven Reserven zu stärken. Unsere Handlungen und unser Lebensstil spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie unser Hirn sich körperlich verändert. Mach bei der Gehirngymnastik mit!

Ist es wirklich möglich, eine konkrete Fähigkeit zu verbessern, indem wir unser Gehirn mit einem Gehirngymnastik-Programm trainieren? Manchmal fragen wir uns, ob wir dazu fähig sein könnten, unser Gedächtnis, unsere Planungsfähigkeit, unsere räumliche Orientierung, Verarbeitungsgeschwindigkeit, unsere Urteilsfähigkeit oder unsere Kreativität zu verbssern, indem wir unser Gehirn trainieren und einige Gehirngymnastik-Routinen durchführen … Obwohl es kein Zauberrezept gibt, um den kognitiven Verschleiss anzuhalten, kannst du schon mit verschiedenen Übungen zur Aktivierung deiner Gehirnplastizität beginnen und deine kognitive Reserve verbessern. Verschiedene Studien haben bewiesen, dass der kognitive Verschleiss, der sich von Natur aus mit dem Alter ergibt, ausgeglichen werden kann, wenn wir unser Gehirn im Laufe unseres Lebens in Form halten (dies ist als funktionell ausgleichende Plastizität bekannt).

Nimm dein Gehirn erst und mach die Gehirgymnastikübungen, die wir dir weiter unten vorschlagen. Du wirst sehen, was passiert!

Gehirngymnastik, um deine Gehirnplastizität zu aktivieren. Das Gehirn hat eine grosse Anpassungsfähigkeit, es kann sich von unseren Erfahrungen abhängig verändern. Es kann sich anpassen und verbessern, wenn wir es richtig anregen, die Gehirnplastizität ist die Fähigkeit unseres Gehirns, seine Funktionsweise und Struktur zu verändern und sich so an die Umgebung und Umstände anzupassen.

Die Gehirngymnastik trägt dazu bei, dass das Gehirn sich anpasst. Die Änderung der Gewohnheiten und die Ausübung von geistig herausfordernden Tätigkeiten helfen, das Gehirn aktiv zu halten, indem sie die Schaffung von neuen Neuronen und Verbindungen zwischen ihnen erleichtern. Entdecke diese Vorschläge für Gehirngymnastik und setze sie um.

Gehirngymnastik: 10 Arten, dein Gehirn gesund zu halten

Wenn du wirkungsvolle Fähigkeiten trainierst, erschaffst du neue Neuronenverbindungen. Die Gehirngymnastik kann den kognitiven Verschleiss verlangsamen und sogar umkehren. Die Auswirkungen von neurodegenerativen Krankeiten zu verzögern ist dank der Schaffung einer grösseren kognitiven Reserve möglich.

1. Reise

Was könnte bessere Gymnastik für dein Gehirn sein als Reisen! Reisen regt unseren Geist an, bringt uns in Kontakt mit neuen Kulturen, neuen Orten und fremden Sprachen. Laut einer Studie gibt uns der Kontakt zu anderen Kulturen die Gelegenheit, neue kluturelle Kenntnisse zu erlangen, was unsere Kreativität fördert und uns kognitive Vorteile erbringt.

Gehirngymnastik: Wenn du über geügend Mittel verfügst, um zu reisen, zögere nicht, dies auch zu tun. Besuche unbekannte Orte, tauch in die Kultur ein und Lerne von den Einwohnern. Wenn du nicht reisen kannst, umgib dich mit verschiedenen Kulturen, lerne Leute aus anderen Ländern kennen oder besuche neue Orte in deiner eigenen Stadt.

2. Höre Musik

Musik zu hören ist eine ausgezeichnete Gehirngymnastikübung. Musik ist ein starker Reiz für das Gehirn. Einige Studien beweisen, dass sich beim Musikhören die Informationsübertragung durch die Neuronen, die Lernfähigkeit und die Erinnerungsfähigkeit aktiviert. Musik zu hören kann dabei helfen, den neurodegenerativen Prozess zu verlangsamen (dieser Effekt trat nur bei Leuten auf, die die Musik kannten).

Ausserdem hat das Hören von Musik eine positive Auswirkung auf unsere Stimmung und aktiviert beinahe unser komplettes Gehirn. Deshalb ist sie ein grossartiger Hirnstimulant. Musikhören kann auch bei Schlaflosigkeit helfen.

Gehirngymnastik: Hör nicht auf, Musik zu hören, wenn du zuhause kochst oder liest, im Auto, bei der Arbeit, wenn du Sport machst, etc. …Es ist nie zu spät, zu lernen, wie man singt oder ein Instrument spielt! Es gibt Hunderte von Video-Tutorials auf YouTube, die dir dabei helfen können.

3. Trete in Kontakt mit der Natur

Das beste Fitnessstudio für das Gehirn ist der Kontakt mit der Natur. Sie hilft uns, von unseres täglichen Verpflichtungen Abstand zu nehmen, verringert unseren Stress und unsere Sorgen. Laut dieser Studie hilft uns der Kontakt mit der Natur dabei, unsere Aufmerksamserschöpfung zu verringern, sei es in einem Park oder wenn wir nur eine Grünzone von unserem Fenster aus sehen. In Gegenden mit Grünzonen zu leben verbessert unsere Aufmerksamkeit und unsere Fähigkeit, länger auf eine Belohnung zu warten und hemmt unsere Impulse. Ausserdem bewegt uns der Kontakt mit der Natur dazu, körperlicher aktiv zu werden, mit anderen in Kontakt zu treten und vergnüglichen Aktivitäten nachzugehen.

Gehirngymnastik: Der Kontakt mit der Natur bringt uns Wohlbefinden und Gesundheit. Es ist nicht nötig, dass du aufs Land ziehst. Auch das Spazierengehen durch naheliegende Parks und sogar das Umgeben mit Naturbildern erbringt uns schon gewisse Vorteile. Versuche, am Wochenende zu entkommen und wandern zu gehen oder etwas anderes in der Natur zu machen.

4. Schreib mit der Hand

Mit der Hand statt mit dem Laptop Notizen zu machen ist eine gute Gehirnübung, weil es deinem Gehirn nützt. Es erhöht die Erinnerungsfähigkeit und fördert das Lernen laut dieser Studie. Mit der Hand zu schreiben hilft uns dabei, die Information besser zu ver- und bearbeiten.

Gehirngymnastik: Lass den Laptop zuhause und nimm ein Notizbuch mit. Du kannst dich auch der modernen Technik bedienen und die neuen Tablets nutzen, die es dir ermöglichen, mit der Hand zu schreiben, damit du den Text später digitalisieren und bearbeiten kannst.

5. Benutz CogniFit: Das führende Programm in kognitiver Bewertung und Gehirngymnastik

Dieses klinische Gehirntrainingsprogramm wurde durch die wissenschaftliche Gemeinschaft genormt und validiert. Es handelt sich um ein professionelles Werkzeug für die Gehirngymnastik, das die kognitiven Stärken und Schwächen der Person auswertet und automatisch ein personalisiertes Training vorschlägt, das auf die Bedürfnisse jedes Individuums abgestimmt ist.

Die Technologie von CogniFit basiert auf der Neuroplastizität. Diese Fähigkeit unseres Gehirns ermöglicht es uns, einem zukünftigen kognitiven Verschleiss vorzubeugen und verschafft uns die Grundlage zur Lösung von vorhandenen Problemen.

Gehirngymnastik: CogniFit ist sehr einfach zu nutzen, du musst dich nur registrieren! Alle Spiele basieren auf klinischen Studien und professionellen Stimulations- und neuropsychologischen Rehabilitationsbatterien. Sie wurden von Experten kreiert,um die dabei zu helfen, deine gesitigen Fähigkeiten auf die Probe zu stellen und dein Gehirn herauszufordern. Beginne gleich heute!

6. Betätige dich körperlich

Nach vielen Studien, wie dieser, fördert körperliche Betätigung und der Genuss derselbigen die Bildung von neuen Neuronen und verbessert ausserdem die Lernfähigkeit und die kognitive Leistung und verstärkt die Gehirnplastizität.

Sport mobilisiert den Ausdruck der Gene, die die Gehirnplastizitätsprozesse begünstigen.

Gehirngymnastik: Laut einigen Studien sind aerobe Übungen von grösserem Vorteil. Also, fass den Mut zu laufen, tanzen, schwimmen oder auch nur zu gehen. Entdecke hier, wie man beginnt Sport zu machen.

Betätige dich körperlich, so hältst du dein Gehirn gesund

7. Halt deinen Arbeitsplatz sauber und ordentlich

Eine aktuelle Studie zeigt, dass nicht nur das Arbeiten in wenig geistig herausfordernden Tätigkeiten, sondern auch die Arbeit an einem schmutzigen Ort, auf lange Sicht die Gehirngesundheit schädigt, indem es den kognitiven Verschleiss fördert.

Gehirngymnastik: Eine saubere und ordentliche Umgebung vermittelt und Klarheit und unser Geist kann besser arbeiten. Wirf Dokumente und Dinge weg, die du nicht brauchst. Säubere die Umgebung und mach die Oberflächen frei.

8. Lerne Sprachen

Laut einer Studie schützt das Sprechen von zwei oder mehr Sprachen das Gehirn vor kognitivem Verschleiss. Man fand heraus, dass zweisprachige Menschen eine höhere Bewertung auf der Intelligenzskala erhielten. Ausserdem erhielten sie bessere Bewertungen bei kognitiven Tests als für ihr Alter zu erwarten war. Dies geschieht sogar, wenn die Sprache im Erwachsenenalter erlernt wurde.

Gehirngymnastik: Schreib dich für Englisch-, Französisch- oder einen anderen Sprachunterricht ein, egal was. Versuche, Filme in Originalversion zu sehen (es ist egal, wenn du die Untertitel einstellen musst), dein Gehör wird sich daran gewöhnen und die zusätzliche Anstrengung zum Verstehen wird eine gute Stimulation für deinen Geist sein.

9. Schlaf so viel du benötigst

Laut einer Studie hängt zu viel oder zu wenig Schlaf mit der kognitiven Alterung zusammen. Im reiferen Alter war sowohl weniger als 6 als mehr als 8 Stunden zu schlafen mit schlechteren Bewertungen bei kognitiven Tests verbunden, als Folge der fühzeitigen Alterung des Gehirns.

Eine angemessene Schlafqualität ist grundlegend für die richtige Funktionsweise des Organismus und unseres Wohlbefindens. Sowohl das Fehlen von Schlaf als auch exzessive Somnolenz haben ungünstige Auswirkungen auf die Leistung, Reaktionszeiten, das Begehen von Fehlern und die Aufmerksamkeit.

Gehirngymnastik: Um eine angemessene Schlafhygiene beizubehalten, ist eine gewisse Routine am besten. Versuche, immer um die gleiche Uhrzeit aufzustehen und schlafen zu gehen. Wenn du dazu neigst, wenig zu schlafen, geh nach und nach ein bisschen früher schlafen. Vergiss die Technik vor dem Schlafen, denn die Helligkeit des Bildschirms kann deinen Schlaf beeinträchtigen. Eine angenehme Temperatur, das Senken von Geräuschen (Ohrstöpsel können eine gute Strategie sein, wenn wir den Umgebungslärm nicht ausschalten können) und eine abgedunkelte Umgebung helfen uns dabei, besser zu schlafen.

10. Lies

Menschen, die wenig lesen, weisen eine allgemein geringere kognitive Leistung auf, laut einer Studie. Sie erhalten schlechtere Bewertungen in Verarbeitungsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeit, Sprache und abstraktem Denken als jene mit einem hohe Leseniveau.

Laut diesen Wissenschaftlern hat diese schlechtere Leistung bei Personen, die wenig lesen, einen direkten Einfluss auf die Fähigkeit des Gehirns, sich an den Gehirnschaden anzupassen. Menschen mit höherem Bildungsniveau nutzen Mittel des Gehirns, um den kognitiven Verschleiss, der vom Alter herrührt, auszugleichen, das heisst, sie weisen eine grössere ausgleichende funktionelle Plastizität auf, wie wir zuvor erwähnt haben. Dies lässt sich auf dieselbe Art auf Personen anwenden, die gewohnheitsmässig lesen.

Gehirngymnastik: Wenn du gerne liest, ist das einfach für dich. Wenn du keine Literatur magst, kein Problem. Es gibt eine Menge an Genres, die du ausprobieren kannst. Du kannst Theater lesen, sehr viel einfacher und unterhaltsamer zu lesen. Du kannst die Presse lesen, Zeitschriften mit den Themen, die dir am besten gefallen. Du wirst denselben Nutzen vom Lesen erhalten, wenn du Die Säulen der Erde liest, als wenn du die Zeitschrift National Geographic liest. Der Punkt ist, den Geist aktiv zu halten.

Geistige Übungen für ein gesundes Gehirn: Lies

11. Mach Yoga und Meditation

Die Ausübung von Meditation verursacht auf lange Sicht Veränderungen im Gehirn, laut dieser Studie. Menschen, die seit Jahren meditieren, weisen eine höhere Menge an Gyri im Gehirn auf (Falten in der Gehirnmaterie, die an einer schnelleren Informationsverarbeitung beteiligt sind). Dies ist ein weiterer Beweis der Gehirsplastizität, wie unser Gehirn sich anpasst und verändert, je nach unserer Erfahrung.

Nach einer anderen Studie verbessern 20 Minuten Yoga die Geschwindigkeit und Genauigkeit bei Tests zum Arbeitsspeicher und zur Impulskontrolle (die Fähigkeit, ein Verhalten zu unterdrücken, sollte es notwendig sein). Diese Massnahmen des Gehirn werden mit der Fähigkeit, die Aufmerksamkeit zu halten, sich zurückzuhalten und neue Informationen zu benutzen.

Die Yogapraxis und die Meditation helfen uns bei einer wirkungsvolleren Nutzung unserer geistigen Ressourcen. Ausserdem reduzieren sie Stress und Sorgen und verbessern so unsere Leistung.

Gehirngymnastik: Heutzutage sind Yoga und Meditation im Trend. Es wird nicht schwierig sein, Kurse zu finden, um zu lernen. Wenn du das nicht möchtest, kannst du Kurse bei YouTube machen, dort gibt es viele Yoga- und Meditationslehrer, die es dir zeigen können, ohne dass du dich von zuhause wegbewegen musst.

12. Ernähre dich gut und vermeide Drogen

Iss gesund

Was du isst, hat Auswirkungen auf dein Gehirn. Sich gesund zu ernähren hilft uns dabei, das Gehirn jung zu halten und beugt dem kognitiven Verschleiss vor. Man weiss, dass gewisse Arten von Ernährungen oder “Superfood” auf isolierte Art keine Extravorteile für unsere körperliche oder geistige Gesundheit bringen. Aber es ist erwiesen, dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten und einem niedrigen Grad an verarbeiteten Nahrungsmitteln zu unserer Gesundheit beiträgt. Diese Lebensmittel beugen nicht nur einer grossen Zahl von Krankeiten vor, sondern verzögern auch die körperliche und kognitive Alterung.

Alkohol, Tabak und Drogen im Allgemeinen tragen nicht nur zur Erhöhung des Risikos aller Arten von Krankheiten, sondern auch zur vorzeitigen Alterung des Gehirns bei.

Gehirngymnastik: Wenn du lernen möchtest, wie man sich gesund ernährt, wendest du dich am besten an die Gesundheitsexperten, die sich diesem Bereich widmen: die Ernährungsspezialisten oder Ernährungswissenschaftler. Vertraue keinen Wundertipps oder -diäten. Wähle Obst, Gemüse und Vollkorngetreide, immer wenn du kannst. Achte auf die Aufnahme von Zucker und Fetten. Je weniger Alkohol du zu dir nimmst, desto besser, und bitte um Hilfe, um mit dem Rauchen aufzuhören.

13. Schone deine geistige Gesundheit – Kontrolliere dein Stresslevel!

Unter psychischen Störungen und negativen Denkmustern zu leiden beeinflusst unser Wohlbefinden negativ. Man entdeckte in einer Studie, dass dies auch auf den Zustand unseres Gehirns auf lange Sicht beeinträchtigt. Depressionen, Angsstörungen oder andere Pathologien erlitten zu haben, erhöht das Risiko, an Demenz zu erkranken.

Gehirngymnastik: Kontrollier dein Stress- und Nervositätslevel mit Entspannungstechniken. Ausserdem können Yoga, Achtsamkeitsmeditation und Musikhören auch dazu beitragen, die Besorgtheit zu reduzieren. Pflege dein Selbstwertgefühl, hör auf, negativ zu denken und schreib deine Gefühle auf (das wird dir helfen, sie neu zu bewerten und ihre Intensität zu verringern). Wenn du ein psychisches Problem hast, zögere nicht, dich an einen Experten für psychische Gesundheit zu wenden.

14. Mach neue Aktivitäten

Neue Studien zeigen, dass das Eintauchen in Freizeitaktivitäten, die eine Anstrengung bedeuten und herausfordernd für den Geist sind, die kognitiven Funktionen begünstigen und dem kognitiven Verschleiss vorbeugen können.

Ausserdem fördert das Lernen die psychische Gesundheit, nach dieser Studie. Den Geist aktiv zu halten und neue Dinge im Laufe des Lebens zu lernen, hält das Gehirn gesund. Das Gehirn ist wie ein Muskel, wenn du es nicht benutzt, verkümmert es.

Gehirngymnastik: Lerne, neue Dinge zu machen, egal ob du gut in ihnen ist, das Wichtige ist, dass du Spass hast. Lerne Schach zu spielen, zu weben, lerne Heimwerken, zeichne, schreibe, erlerne ein Musikinstrument …

15. Geh mit deinen Freunden und geliebten Menschen aus

Die sozialen Beziehungen stimulieren unser Gehirn, helfen ihm, aktiv und länger jung zu bleiben. Ausserdem verringert es den Stress, mit Menschen zusammen zu sein, es verbessert unsere Stimmung und trägt so zur psychischen Gesundheit bei.

Gehirngymnastik: Verbringe mehr Zeit mit geliebten Menschen (vor allem, wenn es Menschen sind, die dir Positives vermitteln), lerne neue Leute kennen, werde ein Teil von sozialen Gruppen …

 16. Benutz dein Gehirn immer wenn du kannst

Dein Gehirn zu benutzen ist die beste Art, es nicht zu verlieren. Die neuen Technologien sind super, weil sie unser Leben einfacher gemacht haben, aber sie haben unser Gehirn auch fauler gemacht. Früher mussten wir uns anstrengen, um zu lernen und zu erinnern. Jetzt finden viele Aufgaben automatisiert statt. Versuch deinem Gehirn eine Chance zu geben, bevor du Taschenrechner, Navigationssystem oder Google heranziehst.

Gehirngymnastik: Versuche, mathematische Gleichungen ohne Taschenrechner zu lösen, verringer den Gebrauch des Navigationssystems und versuche, Daten selbst zu erinnern. Rechnen ist in den meisten Alltagsaktivitäten enthalten: wenn wir einkaufen und bezahlen müssen und das Wechselgeld überprüfen, um zu wissen, ob eine Menge viel oder wenig ist. Lerne eine Liste mit Wörtern auswendig, zum Beispiel die Einkaufsliste, und miss die Zeit, die du fürs Auswendiglernen gebraucht hast.

17. Gib deinem Gehirn einen Moment Stille

Laut einer Studie, fördern zwei Stunden Stille am Tag die Neurogenese, die Geburt von neuen Neuronen in der Zone des Hippocampus (die für das Gedächtnis, die Lernfähigkeit und die Emotionen zuständig ist). Ausserdem hat man herausgefunden, dass konstantem Lärm ausgesetzt zu sein den kognitiven Funktionen schädigen kann.

Gehirngymnastik: Versuche, alle unnötigen Lärmquellen auszuschalten. Soweit möglich, nutze leise Haushaltsgeräte, lass den Fernseher nicht als Nebengeräusch laufen … Widme 2 Stunden pro Tag, oder die Zeit, die du brauchst, der kompletten Stille (Ohrstöpsel können eine gute Hilfe sein). Hör Musik, aber ruh dich auch von ihr aus. Es wurde beobachtet, dass Pausen von zwei Minuten zwischen (langsamen und ruhigen) Liedern deren entspannende Wirkung fördern.

Entdecke mit dem folgenden Video, was du noch tun kannst, um deinem Gehirn zu helfen, korrekt zu funktionieren und sich jung zu halten. Wir können unserem Gehirn wirklich helfen, neue Neuronen zu erschaffen, auch wenn wir erwachsen sind. Sandrine Thuret erklärt uns, was wir machen können, um die Geburt von neuen Neuronen zu fördern.

Danke fürs Lesen! Kennst du noch mehr Gehirngymnastikübungen? Zögere nicht, uns deine Kommentare zu hinterlassen und Fragen zu stellen.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Niedriges Selbstwertgefühl: Gründe, Folgen und Test – Was kann ich tun?

Niedriges Selbstwertgefühl? Es ist viel schwieriger als es aussieht zu lernen “Ich liebe mich” anstelle von “Ich liebe dich” zu sagen. Stell dich auf die Probe. In diesem Artikel zeigt dir die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda die Schlüssel zur Entwicklung eines ausgeglichenen und gesunden Selbstkonzeptes und infolgedessen wirst du lernen, besser mit deinem niedrigen Selbstwertgefühl umzugehen.

“Verlieb dich in dich selbst, ins das Leben, in deine Umgebung, in das, was du machst, und wer du bist. Walter Riso”

Niedriges Selbstwertgefühl

Was ist das Selbstwertgefühl? Das Selbstwertgefühl ist die Bewertung oder die Auffassung, die wir von uns selbst haben. Es baut sich anhand der Erfahrungen, sowohl den negativen als auch den positiven, auf, die wir im Laufe unseres Lebens gemacht haben. Vom Selbstwertgefühl hängen die Erwartungen ab, die wir an uns selbst stellen und unser eigenes Wertekonzept oder Selbstkonzept.

Deswegen ist ein positives Selbstwertgefühl und Selbstliebe unabdingbar für den Erfolg im Leben. Wir wissen alle vom Wert der Selbstachtung, aber nur wenige von uns wissen, wie man für sie sorgt, sie verwöhnt und erhält.

“Der Unterschied zwischen dem, wo du gestern warst und dem, wo du morgen sein wirst, liegt in dem, was du HEUTE denkst, sagst du und tust.”

Gründe für ein niedriges Selbstwertgefühl – Warum ist mein Selbstwertgefühl so niedrig?

Ein niedriges Selbstwertgefühl ist ein Problem, dass einen großen Teil der Bevölkerung betrifft, aber estaunlicherweise ist sich die Mehrheit dessen gar nicht bewusst. Wenn wir wegen Angst- und Depressionsproblemen zum Psychologen gehen, liegt diesen Pathologien oft ein niedriges Selbstwertgefühl zugrunde, aber wir sind uns dessen oder dessen Folgen für unsere psychische Gesundheit für gewöhnlich nicht bewusst.

Beim Aufbau unseres eigenen Selbstwertgefühls durchläuft jedes menschliche Wesen einen einzigartigen und unvergleichbaren Weg. Das Selbstwertgefühl baut sich allmählich auf, und auch wenn persönliche Eigenschaften einen Einfluss auf diesen Prozess haben, sind die erlebten Erfahrungen und die Menschen, mit denen du in Kontakt trittst, ein entscheidender Faktor. Dies führt zu dem Ergebnis einer subjektiven Empfindung von persönlichem Wert oder im Gegensatz, von Unfähigkeit.

Die ersten Lebensjahre sind grundlegend für die Bildung eines hohen oder niedrigen Selbstwertgefühls, aber auch die Erfahrungen, die wir als Erwachsene erleben, können es verändern. Unter den zahlreichen Gründen für ein niedriges Selbstwertgefühl können wir die folgenden hervorheben:

–          Körperlicher, sexueller oder emotionaler Missbrauch, vor allem in jungem Alter.

–          Der Erwartungsgrad unserer Eltern und Lehrer, dem wir in der Kindheit ausgesetzt            waren.

–          Unter Diskrimination jeder Art leiden.

–          Belästigung oder Mobbing erleiden.

–          Den Verlust eines geliebten Menschens erleiden.

–          Soziale Ausgrenzung

–          Arbeitslosigkeit oder prekäre Arbeitssituationen

Wenn eine Person schwierige Zeiten durchläuft, bildet sie sich, fast ohne es zu merken, negative Überzeugungen über sich selbst. Sei es über ihre intellektuellen Fähigkeiten, ihr Aussehen oder ihre Fähigkeiten, Erfolg im Leben zu haben.

Genau so wichtig wie unsere Erlebnisse sind die Interpretation, die wir ihnen geben.

Das Wichtige am niedrigen Selbstwertgefühl ist, dass es sich im Allgemeinen auf Überzeugungen und nicht auf Tatsachen stützt, und das Glaubenssystem der Menschen lässt sich formen und modifizieren.

So ist die Erhöhung unseres Selbstwertgefühls ein Schlüsselfaktor, um uns mit uns selbst wohl zu fühlen.

 

Lerne, dich zu lieben

Die Rosenberg-Skala: Finde heraus, ob du ein niedriges Selbstwertgefühl hast

Hast du schon mal innegehalten, um darüber nachzudenken, was du wirklich von dir denkst? Im Folgenden lade ich dich dazu ein, diesen kleinen Test namens Selbstwertskala von Rosenberg zu machen, der dir helfen wird, den Grad der Zufriedenheit mit dir selbst zu messen.

Denk daran, dass dies eine einfache Bewertungs- und Orientierungsübung ist und in keinem Fall eine klinische Diagnose darstellt.

Die Rosenbergskala ist ein Test zum Selbstwertgefühl, das er dir ermöglicht ausfindig zu machen, ob du ein niedriges Selbstwertgefühl hast. Diese Bewertung stützt sich auf 10 Aussagen, die du möglichst ehrlich auf dieser Skala beantworten musst:

1: Gar nicht einverstanden

2: Nicht einverstanden

3: Einverstanden

4: Komplett einverstanden

  1. Ich empfinde mich als gleichwertig mit den anderen.
  2. Im Allgemeinen neige ich dazu zu denken, dass ich eine Enttäuschung bin.
  3. Ich denke, ich habe ein paar gute Eigenschaften.
  4. Ich kann die Dinge genau so gut machen wie die anderen.
  5. Ich glaube, ich habe nicht viel, worauf ich stolz sein kann.
  6. Ich habe mir selbst gegenüber eine positive Haltung.
  7. Im Allgemeinen bin ich mit mir zufrieden.
  8. Ich hätte gern mehr Selbstrespekt.
  9. Ich fühle mich manchmal wirklich nutzlos.
  10. Manchmal denke ich, dass ich nichts wert bin.

Korrektur und Ergebnisse

Von den Sätzen 1 bis 5 zählen die Antworten von 1 bis 4 jeweils 4 bis 1 Punkte. Das heisst, genau umgekehrt. Beispiel: Wenn du bei Satz Nr. 1 4 Punkte gegeben hast, musst du einen Punkt zählen.

Von den Sätzen 6 bis 10, zählen die Antworten 1 bis 4 auch 1 bis 4 Punkte.

Von 30 bis 40 Punkte: Hohes Selbstwertgefühl, als normales Selbstwertgefühl angesehen.

Von 26 bis 29 Punkte: Mittleres Selbstwertgefühl. Dies bedeutet keine schweren Selbstachtungsprobleme, aber eine Verbesserung wäre ratsam.

Weniger als 25 Punkte: Niedriges Selbstwertgefühl. Es gibt bedeutende Selbstachtungsprobleme.

Folgen eines niedrigen Selbstwertgefühls

Ein niedriges Selbstwertgefühl wirkt sich negativ auf alle Bereiche deines Lebens aus. Die Wahrnehmung, die du von dir selbst und deinem Wert oder des Fehlen dieses Wertes hast, hat unvermeidbare Auswirkungen auf deine Arbeitsleistung, deine Beziehungen im Privatleben und die Beziehung mit der Welt und dir selbst haben.

“Wir können andere nicht lieben, wenn wir nicht vorher lernen, uns selbst zu lieben”

Es ist viel komplizierter als es scheint, dich selbst zu lieben. Dich richtig lieben zu können heißt, dich zu akzeptieren, zu respektieren, deinen vitalen Bedürfnisse nachzukommen und dich dafür zu lieben, wer du bist, mit deinen Stärken und Schwächen.

Eine Person, die sich liebt und sich selbst wertschätzt, strahlt positive Vibrationen aus und erweckt Neugierde darauf, sie kennenzulernen. Sie verbreitet Liebe, weil sie sich selbst akzeptiert hat. Und unbewusst nehmen das die anderen wahr.

Gegen das niedrige Selbstwertgefühl kämpfen: Lerne, dich zu lieben

Eine Person, die sich nicht liebt und, vor allem, sich nicht respektiert, läuft große Wahrscheinlichkeit, in toxische Beziehungen verwickelt zu werden.

Denk daran, dass Vorbeugung die beste Kur ist …

Schlüssel zur Erhöhung eines niedrigen Selbstwertgefühls

1. Verwandle negative Gedanken ins Positive

Wenn du ein niedriges Selbstwertgefühl hast, ist es sehr wahrscheinlich, dass du dir selbst unangenehme Botschaften schickst, die reich an “Ich kann nicht”, “Ich bin das nicht wert”, “Ich werde scheitern”, “Ich verdiene keine Liebe” sind.

Auch wenn du das nicht bewusst machst, präsentieren sich diese Botschaften mehr oder weniger subtil in deinem Alltag und vermindern deine Lust darauf, ein neues Projekt anzugehen und sabotieren letztendlich dein Wohlbefinden.

Mach eine Liste von deinen am meisten wiederkehrenden negativen Gedanken und schreib daneben eine Ermutigung, die du wiederholen kannst, wenn das Negative erscheint.

Zum Beispiel: Für den Satz “Ich bin nicht dafür gemacht” wäre der Gegengedanke “Ich kann das problemlos in Angriff nehmen”. Jedes Mal, wenn der negative Gedanke auftaucht, halt inne und biete ihm mit dem positiven Denken die Stirn.. Am Anfang wird dir das schwer fallen, aber wenn du es regelmäßig machst, wir sich dieses Verhalten automatisieren.

Was du dir selbst sagst, kann dir Macht geben oder wegnehmen, und nur du kannst die Worte wählen …

2. Hast du ein geringes Selbstwertgefühl? Mach eine Liste deiner Erfolge

Für gewöhnlich neigen wir dazu, unsere Niederlagen und Fehler grösser zu machen und das Gute, was in unserem Leben geschieht, für einen glücklichen Zufall zu halten.

Das ist ein unverzeihlicher Fehler. Sicher hast du in deinem Leben schon sehr interessante Erfolge geerntet, denen du jetzt nicht mehr den Wert gibst, den sie verdienen.

Wenn du ein niedriges Selbstwertgefühl hast, gibt es eine gute Übung, die darin besteht, eine Liste mit den persönlichen Erfolgen zu erstellen, auf die du am stolzesten bist.

Zum Beispiel:

–          Ich habe das Studium geschafft

–          Ich habe Padel-Spielen gelernt

–          Ich habe eine zweite Sprache gelernt

–          Ich bin Vater/Mutter geworden

–          Ich habe die Arbeit bei dieser Firma bekommen

Kleb dir diese Liste an den Kühlschrank oder irgendwohin, wo du sie oft siehst. Diese Liste wird dich daran erinnern, dass du die nötigen Fähigkeiten hast, zu erreichen, was du dir vornimmt.

3. Akzeptiere dich genau so, wie du bist

Mit deinen Stärken und Schwächen. So klar und schwierig. Sei realistisch, versuche nicht, das Unmögliche zu ändern, und sei dir deinen Schwächen und Stärken bewusst. Eine gute Kenntnis deiner selbst ist das wirkungsvolle Werkzeug, um Erfolg in deinem Leben zu haben und dein emotionales Wohlgefühl zu entwickeln.

“Es ist viel schwieriger, sich selbst zu beurteilen, als die anderen zu beurteilen. Wenn du es schaffst, dich selbst richtig zu beurteilen, bist du wirklich weise.” Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz.”

4. Vergiss die Vergleiche, um dein niedriges Selbstwertgefühl nicht zu nähren

Vergleiche sind widerlich und ergeben selten etwas Positives. Einzig und allein, wenn dieser Vergleich als intrinsische Motivation für eine Verbesserung genutzt wird, wird sie dir etwas Positives bringen und du wirst ein Gefühl von Bewunderung und nicht von Neid empfinden.

Wenn du dich minderwertig fühlst oder dich dafür verachtest, nicht das Eine oder das Andere in deinem Leben zu haben, denk daran, dass viele Leute gerne das hätten, was du hast, oder sein würden, wer du bist. Sei dankbar für deine persönlichen Stärken, anstatt dich beim Versuch zu erfüllen, was die Gesellschaft dir auferlegt, fertigzumachen.

Sei kritisch mit deinen persönlichen Forderungen und schätze nicht gering, was du schon besitzt.

5. Finde die Ursache für dein niedriges Selbstwertgefühl

Ein grundlegender Schritt für die Lösung eines jeden Problems besteht darin, die Wurzel der Angelegenheit zu identifizieren. Oft versuchen wir, das Symptom zu beseitigen, statt die Krankheit in Angriff zu nehmen. Dies kann uns kurzfristige Erleichterung verschaffen, aber wenn wir nicht die wirkliche Ursache der Krankheit bekämpfen, kann sich das Symptom im Laufe unserer Leben auf verschiedene Arten wiederholen.

Wenn du Schwierigkeiten bei diesem Schritt hast, rate ich dir, dich an einen Experten zu wenden. Ein Termin bei einem in dieser Angelegenheit qualifizierten Psychologen kann dich dazu leiten, das wirkliche Problem zu identifizieren.

Um zum Ende zu kommen, möchte ich euch ein interessantes Video über Tipps zum Stärken des Selbstwertgefühls zeigen.

“Das Selbstwertgefühl ist keine so verwerfliche Sünde wie die eigene Geringschätzung. William Shakespeare”

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Wie verbessere ich meine Laune? 10 Tricks für den Alltag

Oft ist unsere Stimmung nicht ganz so gut, wie sie sein könnte. Viele Situationen, die wir im Alltag erleben, überladen unser Gehirn, was uns Stress, Erschöpfung und schlechte Laune bereitet. Unsere Laune hängt stark von unseren Handlungen und unseren Gewohnheiten ab und darf nicht ignoriert werden, denn von ihr hängt unser Wohlbefinden ab. Für diese “niedergeschlagenen” Tage und depressiven Momente, haben wir dir hier 10 Tipps für das Verbessern deiner Laune zusammengestellt.

Wie die Laune verbessern

 1. Achte auf deine Gesundheit!

Im Laufe dieses Artikels werden wir einige Tipps dazu sehen, wie du deine Laune heben kannst. Aber vielleicht ist dieser erst der offensichtlichste und wichtigste: Achte auf deine Gesundheit! Es ist wichtig, dass du sowohl körperlich als auch emotional auf dich achtest. Körper und Verstand sind bidirektional und symbiotisch miteinander verbunden, sie zu misshandeln kann sehr negative Auswirkungen haben. Ein ungepflegter Körper kommt in einem erschöpfteren und weniger wachen Verstand zum Ausdruck.

Eine Veränderung unserer Gewohnheiten kann der erste Schritt zu einer Veränderung in unserem Kopf sein.

2. Sport verbessert unsere Stimmung

Sport zu machen ist eine gute Art unsere Laune zu heben. Jede körperliche Aktivität ist gut, nicht nur für unseren Körper, auch für unseren Verstand. Im Allgemeinen haben Menschen, die regelmässig irgendeine Art von körperlicher Aktivität ausführen, bessere Laune in ihrem Alltag.

Vielleicht ist es eher ein langfristiges Ziel Sport zu machen, aber dafür ist es sehr effektiv. Sport zu machen verbessert deine Gesundheit, was sich auf deinen Verstand auswirkt, es erhöht die Bereitschaft neue soziale Beziehungen einzugehen, beschäftigt deinen Verstand, erhöht den Optimismus und positive Gedanken, setzt Endorphine frei, löst Spannungen usw.

Obwohl es vielleicht im ersten Moment nicht wie eine erstrebenswerte Idee wirkt, vor allem wenn du bisher nicht gewohnheitsmässig Sport machst, ist das ein Ziel, dass uns helfen kann, unsere körperliche und geistige Gesundheit zu verbessern.

3. Einen Freund anrufen, der uns aufmuntern kann

Etwas sehr Empfehlenswertes, wenn man keine gute Laune hat, ist einen Freund oder eine Freundin anzurufen. Es wurden zahlreiche Korrelationen von psychologischem Wohlbefinden und dem Kontakt zu anderen Menschen gefunden. Ein reiches und qualitativ hochwertiges Sozialleben ist Medizin gegen psychologisches Unwohlsein. Soziale Kontakte und Unterstützung verschaffen uns eine wichtige Stütze, da sie sich dank der Bindungen, die die Gruppe bietet, positiv auf Gefühle der Selbstakzeptanz auswirken.

Das Alleinsein wird zum Feind, wenn wir deprimiert sind, deshalb ist es in solchen Situationen ideal, gute Gesellschaft zu suchen.

 

Wie die Laune heben? Freunde sind eine wichtige Unterstützung

4. Gut schlafen 

Vielleicht löst die Tatsache des Schlafens unsere Probleme nicht und verbessert unsere Stimmung genauso wenig. Aber es ist wahr, dass es schwere Konsequenzen nach sich ziehen kann, wenn wir unsere Schlafenszeiten vernachlässigen. Obwohl jeder Mensch eine individuelle Menge an Schlaf braucht, rechnet man, dass eine Abweichung vom Durchschnitt von 7-8 Stunden Schlaf zu Unwohlsein führt.
Viele Situationen im Alltang vermindern unsere Erholungszeit und, obwohl dies vielleicht auf den ersten Blick keine Folgen zu haben scheint, verschlechtert Schlafmangel unseren körperlichen und seelischen Zustand.

Die Studie “Schlaf und Lebensqualität” der Universität von Granada deckt die Folgen von Schlafdefizit auf. Eine unzureichende Erholungsphase kann von einem höheren Prozentsatz an depressiven Störungen und Angststörungen bis du einer höheren Zahl an Unfällen führen.

5. Analysiere dein Problem

Oft wissen wir noch nicht einmal, was mit uns los ist. Diese Situationen, in denen man auf dem Bett liegst, ohne Lust auf gar nichts zu haben. Das Problem zu entdecken ist der grundlegende Schritt um es zu lösen, und, obwohl das offensichtlich erscheint, geben wir uns dabei manchmal keine Mühe.

Um psychologisches Wohlbefinden zu erreichen und unsere Laune heben zu können, müssen wir einen Punkt zwischen unseren externen Bedürfnissen und unseren internen Motivationen (was wir wollen) finden. Häufig schreiben wir eine negative Situation einem externen Faktor zu, wenn in Wirklichkeit in unserem Kopf etwas schiefläuft.

Wir ein bekanntes Sprichwort sagt: “Nicht der ist glücklich, der am meisten hat, sondern der, der am wenigsten braucht”. Wie wir im nächsten Absatz sehen, kann ein schlechtes Ehrgeizmanagement zu Stress führen, was wiederum ein grosser Ballast für unsere Gemütslage ist.

6. Es gibt bessere und schlechtere Leute als dich. Entscheide, mit wem du dich vergleichst

Obwohl das nicht so schön klingt, ist es wahr, dass der soziale Vergleich ein entscheidendes Element für unsere Persönlichkeitsbildung, unser Selbstwertgefühl und unsere Stimmung ist. Meistens vergleichen wir uns unbewusst mit Menschen, denen es schlechter geht als uns, um unsere Handlungen zu unterlegen (eine Art fiktives Rückenklopfen, um zu wissen, dass es “uns gut geht”). Aber manchmal legen wir unser Augenmerk wegen schlechterer Laune auf Dinge, auf die wir nicht achten sollten. Ein Vergleich nach oben kann uns frustrieren und uns somit deprimieren und unsere Laune verschlechtern.

Du darfst nicht enttäuscht sein, weil es Leute über dir gibt, es wird immer jemanden über und jemanden unter dir geben. Wie im nächsten Absatz erklärt wird, muss man lernen, sich mit seinen eigenen Ziele zu beschäftigen.

7. Beschäftige dich mit deinen Zielen, um deine Laune zu heben

Wie in den Absätzen oben erwähnt verschlechtert sich unsere Gemütslage oft wegen Stress und Frustration. Diese beiden Begleiter sind so gewöhnlich, dass sie auftauchen, sobald wir deprimiert sind. Häufig setzen wir uns bei der Verfolgung eines Zwecks zu hohe Ziele in einer begrenzten Zeit. Beispielsweise gibt es Menschen, die es deprimiert, Diät zu machen, wenn sie nach einer Woche noch keine Ergebnisse sehen.

Wenn du dich schlecht oder niedergeschlagen fühlst, denk daran, was du machst und an die Ziele, die du dir vorgenommen hast, und gib dir selbst mehr Raum und hab weniger Erwartungen an dich. Manchmal sind wir selbst unsere schlechtesten Chefs.

Die Personen, die am zufriedensten mit ihren Leben sind, sind diejenigen, die kurz- oder mittelfristig leichter erreichbare Ziele haben und somit einfacher unmittelbare Belohnungen bekommen.”.

Achte darauf, wohin du dein Augenmerk legst und schalte einen Gang zurück, sollte es notwendig sein.

8. Hör Musik, um deine Laune zu verbessern

Es hört sich wie ein Mythos an, aber es ist erwiesen, dass die Musik auf einem tiefen emotionellen Niveau mit unserem Verstand verbunden ist. Nach einer Studie der Universität von Murcia bringt uns die Musik im Allgemeinen “zu einer Reharmonisierung unseres Gemütszustandes und unserer Gefühle”.

Die Musik ist dazu fähig, einen bestimmten Gemütszustand in uns zu erwecken und hat eine immense Macht aus diversen Gründen (Musik für das Gehirn). Einerseits assoziieren wir die Musik normalerweise mit einem eigenen Gefühl und genau wie wir in fröhlichen Momenten dieses Gefühl mit einem Musikstil begleiten, gibt diese Assoziation der Musik die Macht, den Prozess umzukehren, und so kann das Hören eines Lieds das gleiche Gefühl entstehen lassen. Andererseits wirken Komponenten der Musik wie Rhythmus, Ton oder Melodie direkt auf uns, ohne dass eine Assoziation notwendig wäre: Sie verringert die Nervosität, die Herzfrequenz, entspannt uns etc.

Es ist unglaublich, was ein bisschen Musik in unserem Kopf anstellen kann.

9. Lebensmittel zur Verbesserung der Laune

Einige Lebensmittel verbessern unsere Laune

Eins darf man nicht verwechseln. Eine schwere Zeit löst sich nicht durch “Essen um des Essens willen”. Kompulsives Essen ist vor allem miserabel für unseren Körper und unseren Verstand. Ausserdem kann die Assoziation des Gemütszustands mit dem Essen Essstörungen (Bulimie, Magersucht etc.) hervorrufen.

Trotzdem gibt es gewisse Lebensmittel, die dank ihrer Beschaffenheit direkt auf unsere Laune wirken:

  • Schokolade: Die verschiedenen Zutaten dieses Lebensmittels bringen uns zahlreiche Vorteile. Schokolade erhöhrt die Serotoninlevel (das Glückshormon), hat einen anregenden Effekt auf den Organismus, dient als natürliches Schmerzmittel, steigert die Leistungsfähigkeit und regt den Kreislauf an. Ausserdem, und daher rührt die Bezeichnung Liebesdroge, erzeugt sie das Hormon, dass sonst nur im Zustand der Erregung freigesetzt wird.
  • Die Banane: Die hohe Zahl an in der Banane enthaltenen Nährstoffen liefert einen Energieanstieg in unserem Körper und ausserdem erhöht sie das Serotoninlevel, wie die Schokolade, und begünstigt eine optimistische Stimmung.

Es gibt noch viele andere Lebensmittel, die unsere Stimmung verbessern (z.B. die Ananas). Die weiter unten erwähnte Studie weist viele Beispiele auf.

10. Schlecht zu essen verschlechtert unsere Laune

Wenn wir von Lebensmitteln, die für eine bessere Stimmung sorgen, sprechen, sollten wir auch auf diejenigen hinweisen, die sie verschlechtern.

Alle verarbeiteten Lebensmittel oder Lebensmitten mit hohem Anteil an gesättigten Fetten etc. hemmen die Dopaminproduktion im Gehirn (“der Motor unseres Organismus”).

Junkfood ist auch verhängnisvoll für unseren Körper und Verstand, aufgrund der Nährstoffe, die es enthält und die wir oben schon erwähnt haben. Unter anderem lässt es uns erschöpft fühlen und macht es uns aufgrund der Hemmung der Dopaminproduktion schwer, positive Gefühle zu empfinden.

Die Studie über Ernährung von der Universidad Nacional Autónoma de México schlägt spezielle Ernährungsformen und Lebensmittel vor, die sich auf unsere Stimmung auswirken.

Die Qualität der Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, hat Auswirkungen auf die Qualität unseres Organismus.

 

Quelle: Mario de Vicente, Psychologe bei CogniFit.

 

 

Mittagsschlaf halten: 10 Vorteile für Gehirn und Gedächtnis

Was ist die beste Art, unser Gehirn wieder in Schwung zu bringen und uns von der Erschöpfung zu erholen? Mittagsschlaf halten aktiviert das Gehirn und verbessert die Wachsamkeit, das Gedächtnis, den Sinn für Humor oder die Kreativität. Geschichtlich und kulturell in allen 5 Kontinenten bekannt, ist die “Siesta-Kultur” mit aller Wucht zurückgekommen. Gibt es den perfekten Mittagsschlaf? Welche seine Hauptvorteile sind und wie man ihn schafft … der Psychologe Pablo García Bartolomé zeigt dir 10 Tatsachen, die du kennen musst, um deine Gehirnressourcen maximal zu pflegen und zu optimieren, während du schläfst.

Mittagsschlaf zu halten aktiviert das Gehirn und sich von der Müdigkeit erholen.

1. Warte nicht, bis du erschöpft bist, um einen guten erquickenden Schlaf zu genießen

Es ist nicht sinnvoll zu warten, bis man total kaputt ist, um einen Mittagsschlaf zu halten. Häufig wird körperliche Ermüdung mit der Lust zu schlafen gleichgesetzt. Nichtsdestotrotz spielt die mentale Beanspruchung eine entscheidendere Rolle bei den Schlafrhythmen. Im Laufe des Tages sammelt sich im Gehirn ein Hormon (Adenosin) an, dass die Gehirnaktivität bremst und den Schlaf einleitet. Also, wenn du schlafen gehst, ist das die Gelegenheit, deine Reserven mit Energie (Glukogen) aufzuladen und die Präsenz dieses Hormons zu verringern.

Mittagsschlaf halten:

Es wird ein Verhältnis von 15 Minuten Entspannung für 2-3 Stunden Aktivität empfohlen. Eine andere Kombination mit guten Ergebnissen ist ein Mittagsschlaf von 2 Stunden pro 9-10 Stunden Wachzustand. In jedem Fall scheint es vorzuziehen sein, im Voraus zu Mittags zu schlafen(bevor man erschöpft ist) als zur Abhilfe (nach der Erschöpfung) zu machen.

2. Wie man einen guten Mittagsschlaf hält: Schlafen aktiviert das Gehirn

10 oder 15 Minuten Mittagsschlaf helfen dir, dein Aufmerksamkeitslevel für mindestens 3-4 Stunden zu erholen. Aber es ist sehr wichtig, in welcher Postur du schläfst. Abgesehen von den Hormonen können die Wissenschaftler den Zustand des Gehirns auch über seine elektrische Aktivität erkennen (EEG). Zum Beispiel stellen die elektrischen Wellen P300 das Aufmerksamkeits- und Wachsamkeitslevel dar. Die Monotonie des Tages oder die Erschöpfung können dafür sorgen, dass die Aktivität dieser “Aufmerksamkeitswellen” reduziert wird. Möchtest du wissen, wie du die “Hirnfrequenz” und deinen Wachsamkeitszustand zurückgewinnen kannst?

Mittagsschlaf halten:
Laut einigen Studien ist die klassische waagerechte Lage (auf dem Bett liegen) die optimale Art, sich von der Müdigkeit zu erholen und das Wachsamkeitslevel wiederherzustellen. Andere Positionen wie sich über die Knie beugen oder sich an einem Sitz anlehnen verursachen ein subjektives Gefühl der Erholung von der Erschöpfung, haben aber keine wirklichen Effekte auf physiologischer Ebene.

3. Verbessere die Erholungsqualität: Erschaffe eine Routine

Wenn du zu den Menschen gehörst, die regelmäßig Mittags schlafen (2-3 mal pro Woche), hast du Glück. Ohne Zweifel hat das mittägliche Nickerchen reichlich Vorteile für den Organismus und das Gehirn. Es ist eine gesunde Gewohnheit, die dabei hilft, das Immunsytstem zu stärken, die Erholung von der Erschöpfung vom Tag erleichtert, die Motivation erhöht und die Laune verbessert … Aber es erfordert einiger Anweisungen, um es richtig zu machen

Mittagsschlaf halten:
Die beste Uhrzeit ist in der Mitte des Tages, wenn dein Aktivationslevel niedrig ist. Bereite ein ruhiges Zimmer vor, mit einem Bett, wenn möglich frei von Lärm und mit wenig Licht. Versichere dich, dass eine angemessene Temperatur herrscht, oder bedecke deinen Körper mit einer Decke. Zwischen 10 und 15 Minuten können genug sein, um dein Aktivationslevel zu erholen und deine Energie zurückzugewinnen.

4. Ein kurzer Mittagsschlaf nach einer intensiven geistigen Tätigkeit

Die wirkliche Erholung bekommt das Gehirnn in Tiefschlafphasen: Diese beginnen, wenn du mehr oder weniger 25 Minuten lang schläfst. Es sind Phasen des Abschaltens, in der die Neuronenaktivität und der Blutfluss im Gehirn sinkt. Wenn du dich intensiv kognitiv angestrengt hast, sei es weil du mehrere Stunden studiert hast oder Tätigkeiten wie Museumsbesuche, Zeitunglesen oder einen Film sehen nachgegangen bist … braucht dein Gehirn Erholung von dieser Extra-Anstrengung. Wie kannst du dich erholen? Musst du einen längeren Mittagsschlaf halten?

Mittagsschlaf halten:
Es ist nicht notwendig einen längeren Mittagsschlaf zu machen, wenn die ausgeführte Aktivität (z.B. für eine Prüfung lernen) an diesem Tag besonders intensiv war.

Sagen wir, dass das Gehirn die Zonen identifiziert, die am meisten beansprucht wurden und es erleichtert, dass diese schneller in Tiefschlaf versetzt werden. Mit einem Nickerchen von 10, 15 oder 20 Minuten hilfst du deinem Gehirn sich von der Erschöpfung zu erholen.

5. Stärke deine Erinnerungen im Gedächtnis mit einem guten Mittagsschlaf

Gut zu schlafen verbessert die Erinnerungsfähigkeit. Und … wie glaubst könnte dir Mittagsschlaf zu halten helfen, ein gerade gelerntes Thema zu speichern? Zunächst solltest du wissen, dass der Tiefschlaf oder Schlaf der langsamen Wellen (denk daran, nach 25 Minuten) Schlüsselfunktionen in der Verfestigung der Erinnerungen hat. Aber, die Art von Information hat auch einen Einfluss. Schauen wir mal …

Mittagsschlaf halten:

Pass die Zeit an die Art der durchgeführten Aktivität an. Zum Beispiel, nach einer einzigen Lektüre kann für die Aufnahme des Gelesenen ein kurzer Mittagsschlaf von 25-30 Minuten genug sein. Auf der anderen Seite, wird das Auswendiglernen durch Wiederholung durch tieferen Schlaf begünstigt, ungefähr 60 Minuten, um diese Information gut “aufzunehmen”.

6. Mittagsschlaf zu halten kann dir helfen, deine Impulsivität zu verringern

So ist es. Es handelt sich um eine Pilotenstudie, aber es scheint, dass der Mittagsschlaf ein perfektes “Gegenmittel” gegen die negativen Gefühle ist, die du im Laufe des Tages angesammelt hast. Tatsächlich gehört der programmierte Mittagsschlaf zu einigen Behandlungen für Impulsivität, Süchte oder Drogenabhängigkeit. Wir wissen, dass in den ersten 15 Minuten des Schlafs (Phase 1) die Neuronen des Präfrontalen Cortex, wo sich die exekutiven Funktionen befinden, “entspannt”. Dies erlaubt uns, unsere Fähigkeit zur Impulskontrolle und unsere Frustrationstoleranz zurückzugewinnen.

Mittagsschlaf halten:
Wenn dein Arbeitsplatz einen hohen Grad an Aufmerksamkeit und Entscheidungskompetenz erfordert, wie zum Beispiel bei Wirtschaftlern, Ärzten oder Piloten, solltest du darüber nachdenken, einen Mittagsschlaf von 20 Minuten in der Mitte des Tages zu halten: Das Wachsamkeitslevel erholt sich in 3 Stunden, das höhere Denken (z.B. Mathematik) in einer Stunde und das Selbstvertrauen in 2 Stunden.

7. Vertrau deinem Gehirn, während du schläfst: Das Gehirn weiß, wie man Prioritäten setzt

Stell dir zwei Arten von Nachrichten vor: Eine mit emotionaler Ladung (“das Haus, wo du gelebt hast, wurde niedergerissen”) und eine andere akademischen Stils (“lerne einen Text mit Hinsicht auf eine Prüfung nach dem Mittagsschlaf auswendig”). Während du einen kurzen Mittagsschlaf hältst, kümmert sich dein Gehirn an erster Stelle darum, die Information mit Bezug auf die Prüfung “aufzunehmen”. Warum? Weil es dazu fähig ist, Prioritäten dafür einzuräumen, was für deine nächste Zukunft wichtiger ist (für dein Überleben, wenn du es so bevorzugst) und somit die Verfestigung genannter Erinnerungen zu begünstigen.

Mittagsschlaf halten:

Kennst du Klarträume? In einem Klartraum hast du die Kontrolle oder die halbe Kontrolle, während du schläfst. Du kannst dir überlegen, was du dir während des Traums als Ziel setzen möchtest und dieses identifizieren, während du schläfst, um deinen Traum zu lenken. Aber glaub nicht, dass das so einfach ist, dazu braucht man viel Training.

 

8. Werde ein glücklicherer Mensch, während du Mittagsschlaf hältst

Wie du gesehen hast, kann ein Mittagsschlaf die Erschöpfung verringern und das Gedächtnis oder die Leistung verbessern. Aber was passiert mit den Gefühlen während des Schlaf am Mittag? Mittagsschlaf zu halten erhöht die Zahl und den Grad an positiven Gefühlen, du wirst einen Energieschub spüren, dich motivierter fühlen und einen Anstieg des Glückgefühls erleben.

Mittagsschlaf halten:
Da die emotionale Beanspruchung durch negative Erfahrungen sich im Laufe des Tages ansammelt und uns anstrengt, können wir mit einem kurzen Schlaf von 15 Minuten an einem ruhigen Ort den “Gefühlsrucksack” leeren und unsere Stimmung erfrischen.

Aktiviere dein Gehirn und erhole dich von der Erschöpfung: Der superschnelle Mittagsschlaf von 6-7 Minuten.

9. Aktiviere dein Gehirn im Expressverfahren!

Sogar ein superschneller Mittagsschlaf zwischen 6-7 Minuten nach dem Lernen einiger Wörter oder eines Textes kann genug sein, um eine nachfolgende Erinnerungsprobe besser auszuführen (im Vergleich dazu, diese Erholung nicht gehabt zu haben).

Mittagsschlaf halten:
Wenn du erschöpft bist, energielos in der Mitte des Tages, oder besser noch, wenn du vorhersiehst, dass du einen Energieabstieg haben könnest, wäre es sehr empfehlenswert, dem mit einem superschnellen Mittagsschlaf entgegenzuwirken. In asiatischen Ländern wie China und Japan kommt es oft vor, dass man eine Person in der Öffentlichkeit schlafen sieht.

 Die Position: nach vorne über die Knie gebeugt. Also … nutz einen Stuhl, den Computertisch, eine Bank, den Auto- oder Zugsitz … entspanne dich bei einem schnellen Schlaf!

10. Führe den Mittagsschlaf sicher durch!

Manche Menschen beschweren sich über Nebeneffekte wie Verwirrtheit, Schläfrigkeit am Tag oder Schwierigkeiten, nachts einzuschlafen. Dies nennt sich “Trägheit des Schlafs”. Außerdem existieren einige Risikofaktoren wie das Alter oder das Risiko einer Herz- und Gefäßkrankheit, die man beachten sollte. Wenn das dein Fall ist, ist es empfehlenswert Vorkehrungen zu treffen und einen Experten in Schlafmedizin um Rat zu bitten.

Tipps für den Mittagsschlaf:
– Versuch nicht zu spät zu schlafen, mittags oder kurz nach dem Mittagessen ist die beste Zeit.
– Setze eine Zeit dafür an, improvisiere nicht.
– Versuch, deinen Körper an eine Routine zu gewöhnen.
– Schlafe nicht mehr als 60 Minuten. Ein kurzer Mittagsschlaf (20 Minuten) bringt mehr

gesundheitliche Vorteile mit sich und reduziert das kardiovaskuläre Risiko.

Die angesammelten oder verpassten Schlafstunden, die Helligkeit-Dunkelheit-Kreisläufe, Schlafprobleme … sind nur einige von vielen Faktoren, die man beachten sollte und in diesem Artikel nicht vorkamen. Aber unter normalen Bedingungen können dir diese 10 Ratschläge für den Mittagsschlaf helfen, deine Lebensqualität zu verbessern.

Gemeinsam mit der Ernährung und Sport ist der Schlaf eins der grundlegenden Mittel für die Erhaltung eines gesunden und natürlichen Lebensstils. Letzten Endes, “schlafen”. Wie auch immer und wie kurz auch immer. Aber ohne dass du dir das Genick brichst natürlich!

Referenzen: Fundamentos Fisiológicos de la Conducta (Carlson, N. R; Rámos Platón, M. J.)

Quelle: Pablo García Bartolomé, Psychologe bei CogniFit.

Neurotransmitter: Welche gibt es? Welche Funktionen erfüllen sie?

Sicher hast du dich schon mehr als einmal deprimiert oder kraftlos gefühlt und weißt, dass die Neurotransmitter Serotonin und Dopamin für deine Stimmung eine Rolle spielen. Doch welcher Mechanismus liegt dem zugrunde und welche Funktionen führen die Neurotransmitter in deinem Organismus genau aus? In diesem Artikel erklärt die die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda die bedeutendsten Arten von Neurotransmittern für den menschlichen Körper und ihre Verbindung mit dem Nervensystem.

Was sind Neurotransmitter? 

Teste zunächst dein Wissen

Was weißt du bereits über Neurotransmitter?

1. Für welchen Neurotransmitter gibt es im Körper 5 verschiedene Rezeptoren?
  • Dopamin hat 5 verschiedene Rezeptoren, welche die Namen D1, D2, D3, D4 und D5 tragen. Die unterschiedlichen Rezeptoren befinden sich in verschiedenen Teilen des Gehirns. Dadurch kann der Neurotransmitter auf viele verschiedene Arten genutzt werden. Wenn Dopamin beispielsweise mit dem D1-Rezeptor des limbischen Systems interagiert, hat das Auswirkungen auf der Verhaltensebene.

2. Welcher Neurotransmitter wird auch 5-Hydroxytryptamin oder 5-HT genannt?
  • Serotonin ist auch als 5-Hydroxytryptamin beziehungsweise 5-HT bekannt. Das ist der Fall, da der Neurotransmitter aus der Aminosäure Tryptophan besteht. Tryptophan findet sich in Nahrungsmitteln wie Getreide, Fleisch und Milchprodukten. Ein Mangel an Tryptohan kann dementsprechend zu einem geringeren Serotoninlevel führen.

3. Welcher der folgenden Neurotransmitter ist inhibitorisch?
  • GABA ist ein inhibitorischer Neurotransmitter, was bedeutet, dass es dem nachfolgenden Neuron mitteilt, kein Aktionspotential abzufeuern. Exzitatorische Neurotransmitter wie Adrenalin oder Noradrenalin hingegen aktivieren das Neuron, sodass Aktionspotentiale ausgelöst werden, was in der Regel dazu führt, dass noch mehr Neurotransmitter ausgeschüttet werden.

4. Der Bereich in welchen die Neurotransmitter von einer Zelle ausgeschüttet werden, um mit einer anderen Zelle zu kommunizieren, nennt sich _____
  • Die Synapse, beziehungsweise der Synaptische Spalt ist der Ort, an dem alles passiert. Die Neurotransmitter werden am synaptischen Endknöpfchen Enden der Zelle ausgeschüttet, um mit den Rezeptoren der Dendriten der nachfolgenden Zelle zu interagieren.

5. Wenn es zu einem neurochemischen Ungleichgewicht kommt, wodurch eine Krankheit oder Beschwerden entstehen, können Wissenschaftler Medikamente entwickeln, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Was muss bei der Entwicklung dieser Medikamente, welche die Chemie des Gehirns beeinflussen, unbedingt beachtet werden?
  • Während all diese Dinge wichtige Faktoren sind, ist das größte Hindernis die Blut-Hirn-Schranke, wenn es um die Entwicklung von Medikamenten geht. Die Blut-Hirn-Schranke ist eine sehr selektive Grenze, welche nur bestimmten Substanzen und Nährstoffen den Durchgang erlaubt. Dadurch wird das Gehirn vor möglichen gefährlichen Substanzen geschützt.

Was sind die Neurotransmitter?

Die Neurotransmitter wurden 1921 vom Biologen Otto Loewi entdeckt, der später den Nobelpreis für seine Arbeiten gewann. Bis dahin glaubte man, dass die interneuronale Kommunikation (zwischen Neuronen) über elektrische Kommunikationsmittel stattfindet. Loewi entdeckte, dass dieses Konzept falsch ist, indem er zeigte, dass die Neuronen untereinander durch die Freisetzung von chemischen Substanzen kommunizierten, die man Neurotransmitter nennt. Von 1921 bis heute wurden mehr als 60 verschiedene Arten von Neurotransmittern entdeckt.

Neurotransmitter sind notwendige Biomoleküle, die für den Transport der Information von einem Neuron zum anderen durch den synaptischen Vorgang zuständig sind. Sie agieren als Botenstoffe im Gehirn.

Neurotransmitter kommunizieren indem sie entweder chemisch oder elektrisch wirken. Kleine Pakete, die sogenannten Vesikel, befinden sich im Synaptischen-Endknöpfchen jedes Neurons. In diesen Vesikeln werden die Neurotransmitter gelagert, die sich öffnen und die Neurotransmitter freigeben, wenn ein elektrischer Impuls, ein Aktionspotential, die Zelle stimuliert. Sobald das Neuron das Signal erhält, wandern die Vesikel zum Zellmembran und schütten die Neurotransmitter in den synaptischen Spalt. Das ist der Bereich zwischen den Dendriten eines Neurons und der präsynaptischen Endigung eines anderen Neurons.

Neurotransmitter interagieren mit den Rezeptoren der Dendriten des nachfolgenden Neurons, nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Sie besitzen eine spezielle Oberfläche und Form, mit dem sie wie ein Schlüssel an einen bestimmten Rezeptor andocken können. Sobald der Neurotransmitter an den Rezeptor angedockt hat und mit diesem verbunden ist, wird -je nach Rezeptortyp- die nachfolgende Zelle inhibiert oder durch ein Aktionspotential erregt. Wenn das Neuron das Signal bekommt zu feuern, findet der ganze Prozess von vorne statt.

Das korrekte Funktionieren unserer Neurotransmitter sorgt für ein Gleichgewicht in allen Funktionen unseres Nervensystems. Es kann durch genetische Prädispositionen oder Einflüsse der Umwelt zu einer falschen oder mangelhaften Synthetisierung oder Produktion bestimmter Neurotransmitter kommen. Dies führt zu Unordnung und kann eine körperliche oder psychische Störung zur Folge haben.

Im Folgenden werden die Beziehung zwischen diversen Krankheiten genauer betrachtet und der enge Zusammenhang mit den unterschiedlichen Arten von Neurotransmittern beleuchtet.

Arten von Neurotransmittern und ihre Funktionen

Im Folgenden werden wir eine Übersicht von den wichtigsten Arten von Neurotransmittern und ihren Funktionen erstellen. Gruppierung von Neurotransmittern:

1- Acetylcholin (ACh)

Hauptfunktionen des Acetylcholins und Handlungsmechanismen: Unter den unterschiedlichen Arten von Neurotransmittern ist das Acetylcholin der Neurotransmitter, der unter anderem für die Muskelreize verantwortlich ist. Er kümmert sich um die Aktivierung der motorischen Neuronen und beteiligt sich an diversen Zonen des Gehirns, die für das Lernen, die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis oder die Erregung zuständig sind. Außerdem erachtet man das Acetylcholin als wichtige Substanz zur Bekämpfung des neurologischen Abbaus.

Die Hauptfunktion des Acetylcholin ist die Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten. Es ist grundlegend bei der Bildung von Erinnerungen, der Konzentrationsfähigkeit und dem logischen Denken. Zudem kümmert es sich um den Übergang vom Wachzustand zum Schlaf.

Wo befindet sich das Acetylcholin? Das Acetylcholin befindet sich in unterschiedlichen Teilen des zentralen Nervensystems (ZNS) und in den Synapsen der Drüsen und Muskeln.

Funktionsstörungen, die mit einem Defizit an Acetylcholin zusammenhängen: Die Alzheimerkrankheit und Morbus Parkinson hängen mit einem Mangel an Acetylcholin zusammen. Bei Alzheimerpatienten beobachtet man einen Verlust von bis zu 90% von Acetylcholin im Gehirn.

2- Dopamin

Hauptfunktionen des Dopamins und Handlungsmechanismen: Was ist Dopamin und welche Funktionen hat es? Das Dopamin wird als Neurotransmitter des Vergnügens erachtet, man verbindet es mit dem Vergnügen und Entspannungsgefühl.

Unter den Hauptfunktionen des Dopamins können wir die Verbindung mit der Lernfähigkeit finden, konkreter die Verbindung zu den kognitiven Prozessen, der Regulierung des Gedächtnisses. Es spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle bei der Entscheidungsfindung. Die Motivation und die Neugierde scheinen auch mit diesem Neurotransmitter in Verbindung.

Es sorgt für die Regulierung der angenehmen Emotionen. Wenn wir eine Droge gewohnheitsmäßig konsumieren, wie Nikotin oder Alkohol, steigen die Dopaminwerte in unserem Körper und es entsteht dieses angenehme und entspannte Gefühl.

Wo befindet sich das Dopamin? Dieser Neurotransmitter befindet sich im vegetativen Nervensystem (VNS)

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Defizit an Dopamin zusammenhängen: Das Dopamin steht mit der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) in Verbindung, da der Mangel an diesem Neurotransmitter Konzentrationsprobleme und – Defizite erzeugt. In Verbindung mit der bipolaren Störung wurde ein Anstieg von Dopamin in den manischen und hypomanischen Phasen nachgewiesen. Die Schizophrenie und Morbus Parkinson hängen ebenfalls mit Dopamin zusammen. Im Fall von der Schizophrenie entsteht ein Überschuss an Dopamin in den Frontallappen und im Fall von Morbus Parkinson ein Mangel an Dopamin in den motorischen Zonen, die für unkontrollierbares Zittern verantwortlich sind.

3- Noradrenalin

Hauptfunktionen des Noradrenalins und Handlungsmechanismen: Man kennt Noradrenalin auch unter dem Namen Stresshormon. Das liegt an seiner Doppelfunktion, als Hormon und als Neurotransmitter.

Noradrenalin ist eine Art von Neurotransmitter mit erregender Funktion, der für die Aktivierung des sympathischen Nervensystems sorgt.

Das Noradrenalin wird mit der Herzfrequenz assoziiert und greift in die Gehirnvorgänge der Aufmerksamkeit und Reaktionserzeugung ein. Unter seinen Hauptfunktionen sind die Regulierung des Gemütszustands und die körperliche und geistige Erregung.

Wo befindet sich das Noradrenalin? Diese Art von Neurotransmitter befindet sich hauptsächlich im zentralen Nervensystem (ZNS) und in einigen Zonen des Sympathikus des vegetativen Nervensystems (VNS).

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Mangel an Noradrenalin zusammenhängen: Ein Defizit an dieser Art von Neurotransmitter steht im Zusammenhang mit depressiven und affektiven Störungen. Stress erschöpft unsere Reserven häufig, während einige Drogen wie Amphetamine oder Speed die Noradrenalin-Werte drastisch ansteigen lässt.

Ein niedriger Noradrenalin-Wert sorgt für einen Rückgang des sexuellen Verlangens.

4- γ-Aminobuttersäure: GABA

Hauptfunktionen des Neurotransmitters GABA und Handlungsmechanismen: GABA besitzt eine hemmende Funktion im Nervensystem, er verhindert, dass wir uns übermäßig aufregen und verhindert Panik- oder Angstreaktionen. Alkohol und Drogen können die Funktion des Neurotransmitters GABA beeinflussen und ein subjektives Gefühl der Kontrolle erzeugen.

Er spielt eine wichtig Rolle bei der Kontrolle der motorischen Tätigkeiten und der Sicht, des Verhaltens, und den Stressreaktionen. Außerdem ist er ein essentieller Schutzfaktor bei der Panikkontrolle.

Wo befindet sich der Neurotransmitter GABA? Im Gehirn und der Hirnrinde

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Mangel am Neurotransmitter GABA zusammenhängen: Wenn wir geringe Werte des Neurotransmitters GABA aufweisen, können wir in unserem Körper unter Angststörungen leiden, und seine vollständige Abwesenheit korreliert mit epileptischen Phasen.

Sehr geringe GABA-Werte können zu Wahn und Panikattacken führen.

5- Serotonin

Hauptfunktionen des Serotonins und Handlungsmechanismen: Das Serotonin ist auch als Glückshormon bekannt und wird häufig mit 5-HT abgekürzt. Es erfüllt zwei Funktionen in unserem Organismus; als Hormon und als Neurotransmitter.

Es spielt eine wichtige Rolle beim Prozess der Verdauung, der Regulierung der Körpertemperatur und hat einen großen Einfluss auf das sexuelle Verlangen. Außerdem scheint es die Aggressivität bedeutend zu verringern.

Wo befindet sich das Serotonin? Diese Art von Neurotransmitter befindet sich in verschiedenen Regionen des zentralen Nervensystems.

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Mangel an Serotonin zusammenhängen: Ein Mangel an Serotonin in unserem Organismus hängt mit Krankheiten wie Depressionen, Zwangsstörungen (OCD), Aggressivität, Drogen- oder Alkoholabhängigkeit, Essstörungen und Schlaflosigkeit zusammen.

6- Glutamat

Hauptfunktionen des Glutamats und Handlungsmechanismen: Das Glutamat hängt mit dem Neurotransmitter GABA zusammen und ist das am häufigsten vorkommende im zentralen Nervensystem (ZNS). Es ist fundamental für die Prozesse der Erinnerung. Ein Überschuss an Glutamat toxische Effekte auf unseren Organismus und sorgt für Nerventod.

Diese Art von Neurotransmitter ist mit Erinnerungs- und Lernfunktionen verbunden und mit den komplexesten kognitiven Funktionen. So kann ein Ungleichgewicht des Neurotransmitters Glutamat für neurodegenerative Pathologien sorgen.

Wo befindet sich das Glutamat? In diversen Bereichen des zentralen Nervensystems

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Mangel an Glutamat zusammenhängen: Niedrige Werte an Glutamat hängen mit Krankheiten der motorischen Neuronen zusammen. Die am häufigsten assoziierte Krankheit ist die Exzitose, ein Vorgang, bei dem die Neuronen durch eine Überaktivierung stark geschädigt oder zerstört werden. Die Exzitose korreliert mit neurodegenerativen Krankheiten wie unter anderem der Huntington-Krankheit, der Alzheimer-Krankheit und Parkinson.

Hohe Glutamat-Werte in unserem Organismus korrelieren mit epileptischen Phasen.

Vielen Dank fürs Lesen, zögere nicht, deine Kommentare und Fragen unten zu hinterlassen.

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.