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Die Posttraumatische Belastungsstörung und das Gedächtnis

Wie Traumata unsere Erinnerung löschen: „Es war das schlimmste Ereignis meines Lebens – und ich habe es vergessen.“ Einige Personen, die schreckliche Situationen erlebt haben, können sich an diese oft nicht mehr genau erinnern – dies liegt nicht nur Verdrängung zugrunde. Das Erleben eines traumatischen Ereignisses und eine darauf folgende posttraumatische Belastungsstörung löst heftige Stressreaktionen in unserem Körper aus, die sogar so weitreichende Folgen haben können, dass sie unser Gedächtnis verändern.

Eine Posttraumatische Belastungsstörung hat weitreichende Folgen für das Gehirn

Was ist eine posttraumatische Belastungsstörung?

Eine posttraumatische Belastungsstörung (kurz: PTBS) entsteht, wie der Name bereits nahelegt, nach dem Erleben oder Beobachten eines extrem traumatischen Ereignisses. Dieses Ereignis wird von den Betroffenen in der Regel als lebensbedrohlich wahrgenommen und geht oft mit schweren Verletzungen einher. Solche traumatischen Ereignisse können beispielsweise Krieg, Naturkatastrophen, schwere Unfälle, Geiselnahmen oder Missbrauch sein.

Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Ursachen und somit Typen der posttraumatischen Belastungsstörung:

  • Typ I: einmalige, eher kurzfristige Ereignisse (z.B. Unfall, Vergewaltigung, Naturkatastrophe
  • Typ II: wiederholte, länger andauernde Stressoren (z.B. körperliche und sexuelle Misshandlungen, Krieg, Gefangenschaft

Bei einer rein akuten posttraumatischen Belastungsstörung halten die Symptome in der Regel weniger als 3 Monate an. Danach nehmen sie aus eigener Kraft oder mithilfe von Therapie ab.

Halten die Symptome jedoch länger an, kann sich eine chronische PTBS entwickeln, welche wesentlich schwieriger zu bewältigen ist.
In einigen Fällen tritt die Posttraumatische Belastungsstörung nicht unmittelbar nach dem traumatischen Ereignis ein, sondern folgt später mit verzögertem Beginn; so können Monate oder auch Jahre vergehen, bis ein Ereignis oder eine Situation, die der ursprünglichen traumatischen Situation ähnelt, den Betroffenen an das Trauma erinnert und eine heftige Reaktion auslöst.

Symptome der posttraumatischen Belastungsstörung

Vermeidungsverhalten bei einer posttraumatischen Belastungsstörung

Nach dem Erleben und Überleben der traumatischen Situation versuchen die Betroffenen in der Regel, sich den neuen Umständen ihres Lebens anzupassen, und entwickeln hierzu Strategien wie dissoziatives Abspalten vom Geschehen oder emotionales Abstumpfen, um ihren Schmerz zu vermindern. Durch diese teilweise vollkommene Unterdrückung von Emotionen und Schmerz kann es zu einer tiefgreifenden Veränderung der gesamten Persönlichkeit der Person kommen, die nur noch darauf bedacht ist, ihre Emotionen zu unterdrücken und somit ihre gesamte Energie darauf ausrichtet.

Betroffene zeigen daher oft ein stark vermindertes Interesse an Alltagsaktivitäten und berichten von einem Gefühl der Entfremdung vom Leben, an dem sie kaum noch bewusst teilnehmen. Mit diesem emotionalen Abstumpfen geht oft eine eingeschränkte Affektbandbreite wie zum Beispiel die Unfähigkeit, zärtliche Gefühle zu empfinden und zu zeigen, einher. Viele Betroffene verlieren und vermeiden daher soziale Kontakte und werden einsam.

Verdrängung und posttraumatische Belastungsstörung

Die Bewältigung und Verarbeitung des traumatischen Ereignisses wird dabei häufig über viele Jahre hinweg durch wiederkehrende und stark belastende Erinnerungen an das Ereignis, Halluzinationen, Alpträume oder Flashbacks erschwert.

Um diese quälenden Erinnerungen zu umgehen entwickeln viele Betroffene ein geradezu phobisches Vermeidungsverhalten, um allen Hinweisreizen, die die Erinnerung an das Geschehene wieder wecken könnten, auszuweichen. Dieses Vermeidungsverhalten kann das gesamte alltägliche Leben der Person einschränken und belastet ihre Beziehungen zu Familie und Freunden stark.
Sollte eine Person, die unter der PTBS leidet, trotzdem einer Situation begegnen, die sie an das belastende Ereignis erinnert, so kann es zu heftigen psychischen Belastungen und körperlichen Reaktionen wie beispielsweise Panikattacken kommen.

Körperliche und emotionale Symptome der PTBS

Weitere körperliche Reaktionen, die oft mit einer Belastungsstörung einhergehen, sind Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, und ein ständiger Zustand der Aktivierung und Erregung, welcher zu teilweise übertrieben starken Schreckreaktionen führen kann.

Viele Patienten, die ein traumatisches Ereignis überstanden haben, berichten von teilweise qualvollen Schuldgefühlen, zum Beispiel da sie überlebt haben und andere Menschen nicht. Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und ein ständiges Gefühl der Bedrohung sind weitere Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung, die teilweise in selbstschädigendem Verhalten enden können.

Posttraumatische Belastungsstörung: Diagnose

Um eine posttraumatische Belastungsstörung sicher diagnostizieren zu können muss die beschriebene Symptomatik länger als einen Monat andauern, da diese sich nach einem traumatischen Ereignis oft innerhalb eines Monats zurückbildet.
Wenn einige der Symptome wie Vermeidung, Empfindungslosigkeit oder erhöhte Angst schon vor dem traumatischen Ereignis auffällig waren, sind die Kriterien für eine PTBS ebenfalls nicht erfüllt; es kann eventuell eine andere affektive Störung oder Angststörung vorliegen.

Die soziale Unterstützung durch Familie und Freunde, positive und stärkende Erfahrungen sowie verschiedene Persönlichkeitsmerkmale der Betroffen, wie zum Beispiel ihre Belastbarkeit und Nervenstärke, können die Entstehung und auch die Dauer einer Belastungsstörung sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.

Die Posttraumatische Belastungsstörung und das Gedächtnis

Wie zuvor bereits erläutert sind Vermeidungsverhalten und das Verdrängen von Gedanken an das Ereignis verschiedene Möglichkeiten für Betroffene, mit dem traumatischen Ereignis umzugehen. Während manche Personen, die eine solche Situation überstanden haben, von Flashbacks und Erinnerungen geradezu gejagt werden, berichten andere jedoch von einer schwammigen oder teilweise völlig fehlenden Erinnerung an das Ereignis selbst; sie können sich an die Situation kaum noch zurückerinnern.
Um zu verstehen, wie dieser Gedächtnisverlust zustande kommt, ist es wichtig, einen Blick auf unser Gehirn und Hormonsystem zu werfen und zu untersuchen, wie der Körper auf solche belastenden Ereignisse reagiert.

Die Rolle des Hippocampus bei PTBS

Der Hippocampus ist eine Struktur, die sich relativ mittig im Temporallappen (auch Schläfenlappen genannt) des Gehirns befindet; jeder von uns hat zwei von ihnen – in jeder Gehirnhälfte einen. Gemeinsam mit einigen anderen Strukturen bildet er das sogenannte limbische System, welches unter anderem eine große Rolle bei Emotionen spielt.
Der Hippocampus selbst hat viele verschiedene Aufgaben, besonders wichtig ist er allerdings für das Gedächtnis. Durch seine weiten Verbindungen zu vielen anderen Bereichen des Gehirns erhält er diverse Informationen, die hier vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis übertragen werden. Unsere Erinnerungen werden zwar nicht nur im Hippocampus, sondern auch in diversen anderen Bereichen des Gehirns gespeichert, wie zum Beispiel in der Großhirnrinde, aber der Hippocampus ist enorm wichtig, um diese Erinnerungen zu speichern und wieder aufzurufen.

Posttraumatische Belastungsstörung – die Lage des Hippocampus im Gehirn.

Posttraumatische Belastungsstörung: Das Hormonsystem

Durch ein traumatisches Ereignis und die darauffolgenden Belastungen wie Angst und Trauer stehen Betroffene oft unter starkem, langanhaltendem Stress.
Dieser Stress führt zu einer vermehrten Aktivierung des menschlichen Hormonsystems und einige Hormone werden in großen Mengen produziert – unter anderem das Stresshormon Cortisol. Bei der Posttraumatischen Belastungsstörung spielt dieses Hormon dementsprechend eine wichtige Rolle.

Die sogenannte HPA – Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse) ist eine Verbindung zwischen verschiedenen Strukturen unseres Körpers, die vor allem bei Stress aktiviert wird.
Der Hypothalamus, eine Struktur im Gehirn, die zur Steuerung unseres Körpers und enorm wichtig ist, wird bei starkem Stress aktiviert und sendet seine Botenstoffe in den Körper. Diese Botenstoffe aktivieren weitere Bereiche im Körper, unter anderem die Nebennierenrinde.
Die Nebenniere ist eine hormonproduzierende Drüse, die bei uns Menschen auf den eigentlichen Nieren aufsitzt und verschiedene Hormone produziert, unter anderem Cortisol.

Cortisol ist in der Medizin allgemein als Entzündungshemmer bekannt und wird dafür oft vom Arzt verschrieben. Dies liegt daran, dass Cortisol vor allem die Eigenschaft hat, Stoffwechselvorgänge zu aktivieren, die zum Abbau von bestimmten Stoffen in unserem Körper führen.

Das Gedächtnis unter Stress – Was passiert bei einer posttraumatischen Belastungsstörung?

Der Hippocampus hat viele Bindungsstellen für dieses Cortisol. Wird also durch den Stress, der mit einer posttraumatischen Belastungsstörung einhergeht, viel Cortisol im Körper ausgeschüttet, so gelangt auch viel davon in den Hippocampus – wo durch die übergroße Menge an Cortisol die Nervenzellen absterben indem sie abgebaut werden.
Der dauerhaft hohe Cortisolspiegel verhindert dabei ebenfalls die Neubildung von Nervenzellen, sodass das Volumen des Hippocampus um bis zu über 20% reduziert werden kann.

Berichtet also eine Person, die ein traumatisches Ereignis erlebt hat, davon, dass sie sich an dieses Ereignis nicht erinnern kann, hängt dies nicht nur mit der bewussten Verdrängung der Situation zusammen, sondern gibt es tatsächlich eine neuronale Erklärung für diesen Gedächtnisverlust im Gehirn.
Durch die Zerstörung von Nervenzellen im Hippocampus wird es dem Gehirn unmöglich gemacht oder zumindest erschwert, auf das Gedächtnis zuzugreifen und die Erinnerungen hervorzuholen.
Untersuchungen von Soldaten haben beispielsweise gezeigt, dass die Größe ihrer Hippocampi abgenommen hat, je länger sie im Einsatz waren und je mehr traumatische Ereignisse und Stress sie somit erlebt haben.

Posttraumatische Belastungsstörung: Vergessen oder Flashbacks – wem passiert was?

Die aktuelle Forschung liefert viele verschiedene Berichte zu posttraumatischen Belastungsstörungen, mit teilweise völlig entgegengesetzten Ausgängen. Während einige Personen von Alpträumen und qualvollen Flashbacks heimgesucht werden, erinnern sich andere kaum an das Ereignis – was bleibt ist jedoch die Angst und Panik und der innere Druck, ähnlichen Situationen aus dem Weg zu gehen.

Doch wie entscheidet sich genau, wie eine Belastungsstörung verläuft?

Es gibt verschiedene individuelle Risiko – und Schutzfaktoren, die den Umgang mit einem traumatischen Ereignis erleichtern oder erschweren können.
Viele Faktoren wie das Geschlecht oder die kognitive Verarbeitungskapazität wurden untersucht, aber auch Merkmale des Ereignisses selbst, zum Beispiel Intoxikation, die Art des Ereignisses, emotionale und physiologische Reaktionen auf das Geschehen sowie der Umgang mit dem entstandenen Trauma (soziale Unterstützung, Persönlichkeitsmerkmale).
Keiner dieser untersuchten Faktoren konnte jedoch eine ausreichende und eindeutige Erklärung liefern für die Unterschiede, die bei der Entstehung einer posttraumatischen Belastungsstörung vorliegen. Es scheint eine Mischung aus verschiedenen Faktoren der Person und der Situation zu sein, die bestimmt, wie verschiedene Menschen auf ein traumatisches Ereignis reagieren.

Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung

Gut zu wissen ist jedoch, dass die posttraumatische Belastungsstörung trotz all ihrer Unterschiede zu den gut therapierbaren Störungen zählt. Viele verschiedene Therapieformen schlagen gut an, unter anderem die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie, bei der es vor allem um die Konfrontation der belastenden Erinnerung und eine strukturierte Veränderung der damit einhergehenden schädigenden Verhaltensweisen geht.

Zunächst ist es bei der Behandlungs einer akuten posttraumatischen Belastungsstörung jedoch wichtig, bei den Betroffenen das Gefühl von Schutz und Sicherheit wiederherzustellen und die erste, unmittelbare Schockreaktion zu überwinden. Erst danach kann gemeinsam mit dem Therapeut an Copingstrategien gearbeitet werden, um potenzielle Flashbacks und Angstzustände zu reduzieren und ein Zurückkehren zum Leben vor dem Traumata zu ermöglichen.

Vor allem aber auch ein unterstützendes soziales Umfeld ist enorm wichtig für das erfolgreiche Überwinden der Belastungsstörung und kann Betroffenen dabei helfen, ihr Trauma zu überwinden und ihr Leben wieder ohne Angst und Stress zu gestalten.

Alkohol und Gehirn – Welche Konsequenzen hat der übermäßige Alkoholgenuss im Nervensystem?

Alkohol und Gehirn: Wozu übermäßiger Alkoholgenuss führt. Diverse Studien bestätigen die Existenz eines Zusammenhangs zwischen Alkoholmissbrauch und kognitivem Verschleiß. Ein Übermaß an alkoholischen Getränken kann schwere Folgen für unser Gedächtnis und unsere Kognition haben.

Vielleicht weißt du nicht, dass übermäßiger Alkoholgenuss auch das Gehirn von Jugendlichen und jungen Menschen beeinträchtigen können. Die „Besäufnisse“ am Wochenende, das „Binge drinking“ kann unser Gehirn auf lange Sicht schädigen. Ein Bier am Tag muss noch keinen Schaden anrichten. Allerdings können Exzesse und häufiges Betrinken sehr negative Auswirkungen im Gehirn haben. In diesem Artikel erklären wir dir, welchen Einfluss Alkohol auf dein Gehirn hat und geben dir einige Tipps.

Folgen des Alkohols im Gehirn

Ab und zu einen Drink zu trinken wird dir keine Probleme im Nervensystem verursachen. Es wird riskant, wenn der Konsum exzessiv, schnell und wiederholt stattfindet, auch wenn es nur am Wochenende ist.

Eine wissenschaftliche Studie, die in der Zeitschrift Neuropsychologie, Neuropsychiatrie und Neurowissenschaften veröffentlicht wurde, besagt, dass der erhöhte Alkoholkonsum am Wochenende neurokognitive Defizite bei beiden Geschlechtern hervorruft, diese bei Frauen allerdings ausgeprägter sind.

Außerdem kann der Wochenendkonsum in hohem Masse zur Alkoholabhängigkeit im Erwachsenenalter führen.

Welchen Einfluss hat Alkohol auf dein Gehirn? Folgen

1. Alkohol und Gehirn: Der übermäßige Alkoholgenuss beeinträchtigt den Hippocampus

An strukturellen Veränderungen kann man ein geringeres Volumen des Hippocampus bemerken, eine Struktur, die fundamental für das richtige Funktionieren von Fähigkeiten wie das Gedächtnis oder die Lernfähigkeit ist.

Außerdem beobachtet man Veränderungen im vorderen Stirnlappen, der für das Regulieren der Selbstkontrolle unseres Verhaltens ist.

Der Alkohol verändert die funktionelle Entwicklung des Kleinhirn, der Hirnrinde und des Nukleus accumbens. Zudem verhindert er die Bildung von neuen Synapsen, es kann sogar zum Zelltod kommen.

2. Alkohol und Gehirn: Am Wochenende zu trinken schädigt das Gedächtnis

Eine Studie, die an der Universidad de Compostela von dem Professor für Psychobiologie Dr. Cadaveira durchgeführt wurde, zeigt, dass junge Menschen, die intensiv Alkohol konsumieren, ein schlechteres Gedächtnis als die haben, die nicht trinken.

Außerdem haben sie größere Schwierigkeiten beim Erkennen von Gesichtern, eine fundamentale Funktion unserer Erinnerungsfähigkeit.

Der Arbeitsspeicher ist dafür zuständig, dass wir wichtige Daten für die Beendigung und Planung einer Aufgabe im Kopf behalten. Diese Studie hat Belege dafür gefunden, dass der Arbeitsspeicher auch Störungen erleidet.

3. Alkohol und Gehirn: Warum habe ich Gedächtnislücken nach einer Party-Nacht?

Nach einer langen Nacht, in der es an Gin Tonics nicht fehlte, wachst du mit einem legendären Kater, Kopfschmerzen und dem beunruhigenden Gefühl auf, nicht zu wissen, was letzte Nacht passiert ist.

Dies nennt man alkoholische Amnesie oder Blackouts/Filmrisse und sie entsteht, wenn es eine Unterbrechung in den Funktionen des Hippocampus gibt, einer fundamentalen Struktur des Gedächtnisses.

Wenn wir sehr schnell und im Überfluss trinken, erschweren oder verhindern wir die Arbeit der Rezeptoren des Hippocampus, die Glutamat weiterleiten, was wichtig für die Produktion von Synapsen zwischen Neuronen ist.

Wahrscheinlich bist du, wenn du in diesem Zustand von „Gehirnausfall“ bist, dazu fähig, ganz routinemäßigen Abläufen nachzugehen, wie dich auszuziehen und ins Bett zu gehen, eine Nachricht bei Whatsapp zu senden, aber dein Gehirn ist für eine Weile außerstande, neue Erinnerungen zu schaffen.

Diese Filmrisse sind gefährlich. Erstens können sie dich in verwundbare und risikoreiche Situationen bringen. Zweitens bist du, wenn du eine Frau bist, anfälliger dafür solche alkoholischen Amnesien zu erleiden. Studien besagen, dass wir eine geringere Menge an gastrischer Dehydrase besitzen, ein Enzym, das dafür verantwortlich ist, den Alkohol in unserem Körper zu verdünnen und aufzulösen.

Obwohl es keinen Zusammenhang zwischen sozialen Trinkern und Alkoholikern bei der Präsenz und Häufigkeit der Filmrisse gibt, ist es empfehlenswert, dass du, wenn es dir einmal passiert ist, deinen Alkoholkonsum zumindest für eine Zeit lang drastisch reduzierst.

4. Alkohol und Gehirn: Erscheinung von emotionalen Störungen

Der Alkoholmissbrauch, auch wenn er unterbrochen stattfindet, korreliert mit Krankheiten und Störungen wie der Depression, Angststörungen, Aggressivität und Stress. Wenn du eins dieser Symptome bemerkst, denk mal über die Menge Alkohol nach, die du zu dir nimmst.

5. Alkohol und Gehirn: Hat einen noch größeren Einfluss im Gehirn von Erwachsenen

In Deutschland beginnen die Jugendlichen mit durchschnittlich 14,9 Jahren Alkohol zu konsumieren. Wenn dieser Fakt schon alarmierend ist, dann sind es die Folgen noch mehr. Die Jugendlichen trinken für gewöhnlich nicht täglich, aber am Wochenende machen sie das sogenannte Binge drinking, oder intensiven Alkoholkonsum.

Dieses Übermaß an Alkohol bei den Jüngsten schädigt Funktionen wie die Lernfähigkeit und das Gedächtnis, da sich ihr Gedächtnis noch formt, und steigert impulsive und depressive Verhaltensweisen.

Effekte des Alkohols im Gehirn

Tipps, um dein Gehirn nicht so sehr zu misshandeln

1. Alkohol und Gehirn: Trinke in Maßen

Wenn du wirklich aufhören möchtest, dein Gehirn zu bestrafen und dir mögliche zukünftige Gedächtnisprobleme sparen möchtest, ist die einfachste Lösung, mit dem Trinken aufzuhören.

Wenn diese radikale Option nicht zu deinen Plänen passt, lies bei Tipp 2 weiter.

2. Alkohol und Gehirn: Mach eine Pause und trink Wasser

Wenn du trinkst, mach es in Maßen. Es ist nicht nötig, 4 Gin Tonics zu trinken, einer ist mehr als genug. Außerdem, denk daran, zwischen Drink und Drink ein Glas Wasser zu trinken. Das Wasser wird die Lösung des Alkohols erleichtern und die Erhöhung des Alkoholspiegels in deinem Blut wird nicht so drastisch sein, was dir dabei helfen kann, die störenden Filmrisse zu vermeiden.

3. Alkohol und Gehirn: Trink nie mit leerem Magen

Es gibt nichts Schlimmeres, als auf leeren Magen zu trinken. Wenn du Nahrung in deinem Magen hast, wird der Anstieg des Alkoholpegels in deinem Blut nicht so ausgeprägt sein. Außerdem gibt die Nahrung deinem Gehirn Mittel, um gegen die Alkoholvergiftung, die du verursachst, zu kämpfen.

4. Alkohol und Gehirn: Wenn du glaubst, dass du ein Problem hast, bitte um Hilfe

Wenn du glaubst, dass dir der Alkoholkonsum aus den Händen gleitet, du immer mehr trinkst und der gleiche Effekt eintritt, du permanent Filmrisse hast, dann ist der Moment gekommen, um Hilfe zu bitten. Das Problem mit dem Alkohol ist, dass es eine Droge ist, die sozial gut angesehen ist, weswegen es vielleicht schwierig ist zu bemerken, dass du ein Problem mit übermäßigem Alkoholgenuss hast. Zögere nicht, um Hilfe zu bitten und mit einem Fachmann/einer Fachfrau zu sprechen, um zu vermeiden, dass dieses Problem zu etwas viel Gefährlicherem wie Alkoholismus wird.

5. Alkohol und Gehirn: Trainiere dein Gehirn täglich

Die beste Allianz, um zukünftigen Gedächtnisproblemen vorzubeugen, ist das Gehirntraining. CogniFit ist das führende Programm für kognitive Auswertung und Gehirnstimulation. Es ist durch die wissenschaftliche Gemeinde validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt verwendet.

Du kannst online auf das Programm zugreifen. Es ist sehr einfach zu benutzen,du musst dich nur registrieren! Die verschiedenen interaktiven Übungen basieren auf klinischen Studien und professionellen Batterien zur Stimulation und neuropsychologischen Rehabilitation. Es sind unterhaltsame Denkspiele, die du am Computer spielen kannst. Nach jeder Sitzung präsentiert dir CogniFit eine detaillierte Graphik mit der Entwicklung deines Standes.

CogniFit fokussiert sich auf die Neuroplastizität des Gehirns, das ist die Fähigkeit, neue Synapsen und Neuronenkreisläufe zu bilden, die dazu fähig sind, die Funktionen der am meisten beschädigsten kognitiven Bereiche zu reorganisieren und wiederherzustellen, unter ihnen das Gedächtnis.

Um etwas mehr darüber zu lernen, wie du dein Gehirn trainieren kannst, verpass nicht den nächsten Artikel: Gehirngymnastik: 17 Aktivitäten, die dir helfen werden, länger ein gesundes Gehirn zu behalten.

Danke fürs Lesen. Zögere nicht, uns deine Kommentare und Fragen zu hinterlassen! 🙂