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Nucleus accumbens: Funktionen, Anatomie, assoziierte Störungen,…

Der Nucleus accumbens ist eine Gehirnstruktur, die Teil des Belohnungs- und Lustzentrums ist. Sie ist für die Aktivierung unserer Motivation zuständig und macht es möglich, dass wir unseren Willen in die Tat umsetzen können. Sie spielt eine entscheidende Rolle beim Lernen, dem Gedächtnis, dem Lachen, der Angst, der Aggression, Abhängigkeiten, dem Placebo-Effekt, dem Sex, der Verdauung, usw. Entdecke im Folgenden alles über den Nucleus accumbens: Was diese Struktur ist, welche Funktionen sie hat, ihre Anatomie, Störungen die mit ihr assoziiert sind und vieles mehr. 

Nucleus accumbens: Anatomie und Funktionen

Was ist der Nucleus accumbens? Definition

Er ist ein Gehirnorgan welches an Funktionen wie der Motivation, der Belohnung oder der positiven Verhaltensverstärkung beteiligt ist.

Die Aufgabe des Nucleus accumbens ist es die Motivation und die motorische Ausführung zusammenzuführen. Seine Funktion ist die Umwandlung motivationaler Information, um so die motorischen Handlungen zu aktivieren (Diese sind notwendig, um eine bestimmtes Ziel oder eine gewünschte Belohnung zu erreichen).

Ein Ungleichgewicht der Aktivität des Nucleus wird mit vielen verschiedenen psychiatrischen und neurologischen Störungen in Verbindung gebracht wie der Depression, der Zwangsstörung, der bipolaren Störung, der Angststörung, dem Morbus Parkinson, der Krankheit Corea Huntington, Übergewicht oder auch Drogenabhängigkeit.

Wie wird der Nucleus accumbens aktiviert? Mithilfe von natürlichen positiven Verhaltensverstärkern, wie beispielsweise eine gesunde Ernährung, Geschlechtsverkehr, Geld, usw… Es werden die Neuronen des Nucleus aktiviert, wodurch automatisch Dopamin ausgeschüttet wird, was zu einer unmittelbaren Befriedigung führt.

Zu dieser Reaktion kommt es jedoch nicht nur durch natürliche positive Verhaltensverstärker, diese kann auch durch den wiederholten Konsum von Drogen (Kokain, Heroin, Nikotin, Ecstasy, usw…) ausgelöst werden. 

Grundlegende Neurobiologie des Nucleus accumbens 

Anatomie und Struktur. Dieses Hirnorgan befindet sich im unteren basalen Vorderhirn. Jede Hemisphäre besitzt einen Nucleus accumbens. Diese Struktur ist Teil der Basalganglien und erhält Verbindungen aus dem Area tegmentalis ventralis, welche für die Dopaminproduktion verantwortlich ist.

Anatomisch betrachtet setzt sich der Nucleus accumbens aus zwei Komponenten zusammen: Der Schalenregion (the shell) und der Kernregion (the core). Die Funktionen dieser beiden Teile sind unterschiedlich. Während die Schale mehr mit dem limbischen System (den Emotionen) verbunden ist, hat der Kern eine Verbindung zum motorischen System (die Ausführung der motorischen Handlungen). Diese Bereiche sind bei Nagetieren jedoch weitaus mehr differenziert als bei uns Menschen.

1. Die Schalenregion (Shell)

Der als Schale bezeichnete Bereich besitzt eine erhöhte Anzahl neuronaler Verbindungen, welche diesen Bereich mit anderen Hirnregionen, wie dem limbischen System oder dem Hippocampus vernetzen. Sowohl das limbische System als auch der Hippocampus sind dafür verantwortlich Dopamin, Serotonin und Glutamat zu empfangen. Aus diesem Grund ist die Schalenregion der Teil des Nucleus accumbens, der mit den Emotionen verbunden ist.

Außerdem enthält die Schalenregion ebenfalls wichtige neuronale Verbindungen die vom Frontallappen kommen, die dafür zuständig sind die vom Thalamus gesammelte Information zum zentralen Punkt des Nucleus zu leiten.

2. Kernregion (Core)

Der als Kern bezeichnete Teil zeichnet sich durch Funktionen aus, die hauptsächlich mit der Motorik verbunden sind. Die Kernregion (Core) ist mit den Basalganglien, der Substantia nigra und dem Motorkortex verbunden. Diese Hirnregionen werden in dem Moment aktiviert, in dem eine Handlung mit emotionalem Inhalt ausgeführt wird, die darauf abzielt ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Funktionen des Nucleus accumbens 

Die anatomische Struktur des Nucleus accumbens weist auf seine Funktion hin: die limbisch-motorische Integration. 

  • Emotionen: Der Nucleus erhält Verbindungen aus Bereichen des Gehirns, welche mit den Emotionen zusammenhängen, wie der Amygdala und dem Hypothalamus.
  • Gedächtnis und motorische Areale: Ebenfalls verbindet er sich mit dem Gedächtnis und den motorischen Arealen.

All dies verwandelt ihn in ein grundlegendes Organ für das Erlernen von Verhaltensweisen, die zu positiven Gefühlen führen oder durch welche negative Erfahrungen vermieden werden können.

1- Nucleus accumbens: Das Dopamin und seine Funktion im Belohnungssystem

Die bekannteste Funktion des Nucleus accumbens ist seine zentrale Rolle im Belohungssystem. Wenn wir angenehme Aktivitäten ausführen, wie beispielsweise zu essen oder sexuelle Handlungen auszuführen, werden unter anderem die Dopaminneuronen im Area tegmentalis ventralis aktiviert. Diese Neuronen steigern die Menge des Dopamins im Nucleus, was das Glücksgefühl hervorruft.

Die Verbindung zwischen angenehmen Erfahrungen und der Konzentration des Dopamins im Nucleus accumbens lies Neurowissenschaftlicher über lange Zeit glauben, dass die grundlegende Funktion dieses Organs die Belohnung ist und diese Hirnregion dementsprechend bei Prozessen wie der Abhängigkeit eine Rolle spielt. Auch heute noch wird der Nucleus accumbens als Belohungszentrum des Gehirns angesehen.

Doch durch diese Studie hat man entdeckt, dass er sowohl mit positiven als auch aversiven Reizen in Zusammenhang steht. Laut dieser Studie steigt die Dopaminkonzentration im Nucleus accumbens bei positiven Verstärken und sinkt drastisch ab, wenn aversive Reize wahrgenommen werden.

Dementsprechend ist der Dopaminkreislauf sowohl bei der Speicherung der Information von positiven als auch negativen Umweltreizen involviert. Dies ermöglicht es uns zu merken, wie wir positive Erfahrungen wiederholen und negative vermeiden können.

Aus diesem Grund spielt der Nucleus accumbens eine so wichtige Rolle bei Lernprozessen. Dank diesen Organs sind wir in der Lage Verbindungen zwischen dem was uns Freude oder Schmerzen bereitet herzustellen, um anschließend das eine zu vermeiden und das andere aktiv zu suchen.

2- Nucleus accumbens und der Placebo-Effekt

Gemäß einer Studie, könnte der Nucleus accumbens eine zentrale Rolle beim Placebo-Effekt spielen.

Der Placebo Effekt bezeichnet die psychische Erfahrung einer gesundheitlichen Verbesserung nachdem eine Substanz, Behandlung oder Operation appliziert wurde, die keinerlei Effekt besitzt (wie die Homöopathie und andere Pseudotherapien). Es kommt aber bei den Betroffenen zu einem realen Nutzen.

Dieser Effekt ist so stark, dass er bei Medikamentenstudien eine Variable darstellt, die genau kontrolliert werden muss.

In der besagten Studie wurde mit gesunden Probanden die Funktion des Nucleus accumbens im Zusammenhang mit dem Placebo-Effekt untersucht. Dabei konnte die Ausschüttung von Dopamin im Nucleus während der Verabreichung eines Placebo-Präparats nachgewiesen werden.

Die Wissenschaftler fanden ebenfalls heraus, dass mehr Dopamin ausgeschüttet wurde, wenn die Teilnehmenden im Vorhinhein die positiven Effekte der Substanz erwarteten. In diesem Fall verspürten sie auch eine größere Verbesserung.

3- Nucleus accumbens und die Verbindung zur Liebe und Bindung

Die grundlegende Funktion des Belohnungssystems und des Nucleus accumbens ist es, überlebenswichtige Verhaltensweisen wie die Nahrungsaufnahme, Geschlechtsverkehr und die Bindung zu garantieren. Obwohl dieses Hirnareal auch bei anderen Verhaltensweisen aktiviert wird, sind dies die primitivsten Funktionen.

Aus diesem Grund ist eine Aufgabe des Nucleus accumbens die Generierung von Genuss und Bindung in affektiven Beziehungen. Der Nucleus accumbens spielt bei der Bildung von affektiven Beziehungen und bei der Liebe (Familie, Freunde oder Partnerschaft) eine Rolle und wird auch dann aktiviert, wenn wir zurückgewiesen werden. Wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen einander, weshalb es sehr wichtig ist ein solides Unterstützungsnetz zu besitzen. Der Nucleus accumbens hilft uns dabei. Seine Aktivierung versucht ebenfalls zu verhindern, dass wir uns von denen trennen (sowohl räumlich als auch psychisch) die wir lieben.

Bereits beim Betrachten eines Fotos einer nahestehenden Person (Familienmitglied, Partnerin oder Freundin) steigt die Aktivierung des Nucleus accumbens.

Laut einer Studie ist der Nucleus accumbens zusammen mit dem orbifrontalen Kortex dafür verantwortlich die möglichen Gewinne und Verluste, welche die Liebe und die Abneigung mit sich bringen bewertet.

Bei der romantischen Liebe steigt die Dopaminkonzentration im Nucleus, wenn wir mit einer Person zusammen sind, die wir anziehend finden. Das führt dazu, dass wir mehr Zeit mit ihr verbringen wollen und wir Freude und Zufriedenheit durch die reine Anwesenheit dieser Person verspüren. Dieses Phänomen ermöglichte evolutionär gesehen den Erhalt der Spezies.

4- Nucleus accumbens und die Rolle bei der Sucht

Der Nucleus accumbens spielt eine grundlegende Rolle bei der Entstehung von Abhängigkeiten bzw. Süchten. Drogen- oder Substanzmissbrauch führt dazu, dass Dopamin im Nucleus accumbens freigesetzt wird, wodurch Glück und Zufriedenheit verspürt wird. Wir stellen demzufolge eine Verbindung zwischen dem Glücksgefühl und der entsprechenden Substanz her, als Konsequenz wollen wir diese weiterhin konsumieren.

Eine weitere Funktionen des Nucleus ist der Handlungsimpuls bei der Planung und Inhibition von Verhalten. Dies lässt sich auf die Verbindung des Nucleus zum präfrontalen Kortex (Areal der Planung, Aufmerksamkeit…) zurückführen. Dadurch ist es möglich Verhalten auszuführen, das Glücksgefühle in uns auslöst.

5- Nucleus accumbens und das Motivationssystem

Der für die Motivation verantwortliche Neurotransmitter ist ebenfalls das Dopamin. Wie bereits erwähnt, sind das Dopamin und der Nucleus accumbens das perfekte Paar, um angenehme Belohnungsgefühle zu verspüren. Doch das funktioniert nicht nur, wenn wir die Belohnung erhalten haben, sondern auch wenn wir auf diese hinarbeiten. Wenn wir uns auf etwas Angenehmes freuen oder dieses erwarten, wird Dopamin im Nucleus accumbens freigesetzt. Dank der Verbindungen zum präfrontalen Kortex sind wir in der Lage Handlungspläne zu generieren, um die entsprechende Belohnung zu erhalten.

Der Nucleus accumbens hat also die Funktion, eine Belohnung zu antizipieren, um uns zu motivieren diese wirklich zu erhalten.

Können der Nucleus accumbens und das motivationale System verstärkt werden?

Ist es möglich die Motivation zu erhöhen, indem man den Kreislauf des Nucleus accumbens verstärkt? Man kann sein Gehirn dazu trainieren mehr Motivation zu haben und die Ausschüttung von Dopamin im Nucleus auszulösen.

Gestatte dir selbst dir regelmäßig positive Rückmeldung einzuholen, indem du deinen Fortschritt an einer Reihe von Zielen misst. Teile also deine Aufgaben in kleine Zwischenziele ein und belohne dich für das Erreichen jedes einzelnen Zwischenziels. Dabei muss man sich nicht jedes Mal mit einem Stück Torte belohnen, das wäre übertrieben und irgendwann schädlich für die Gesundheit. Belohne dich mit einer kleinen Pause und lobe dich für das was du schon geschafft hast.

Wenn du beispielsweise ein sehr großes Thema lernen musst, unterteile es in kleinere Unterthemen und belohne dich dafür, wenn du ein Unterthema abgeschlossen hast.

6- Die Funktion des Nucleus accumbens beim Lernen und Gedächtnis

Wie bereits erwähnt, fühlen wir uns durch die Dopaminausschüttung im Nucleus accumbens glücklich. Wenn wir mit etwas Negativem konfrontiert sind, sinkt der Dopaminspiegel im Nucleus accumbens deutlich ab. Das hilft uns dabei zu lernen, diese Situation in Zukunft zu vermeiden. Wenn man beispielsweise mit seiner Hand die Herdplatte berührt und sich verbrennt, erhält der Nucleus accumbens eine Antwort, die uns beibringt, dass man die Herdplatte nicht berühren sollte. Wenn ein Kind seinem Vater aber beispielsweise ein Bild malt und dieser sich darüber freut und es lobt, funktioniert das Dopamin im Gehirn als Belohnung. Dadurch lernt das Kind, dass es durch das Verschenken von gemalten Bildern Zuneigung und Lob erhält.

7- Der Nucleus accumbens und Musik

Musik zu hören ist eine der angenehmsten Erfahrungen für Menschen. Laut dieser theoretischer Abhandlung hat Musikhören einen Einfluss auf die Aktivität im Nucleus accumbens. Die musikalischen Reize können die Konzentration des Dopamins und anderer Neurotransmitter signifikant steigern. Auch das passive Hören von unbekannter Musik erhöht die Aktivität dieses Nucleus.

Welche Rolle spielt der Nucleus accumbens bei psychischen Störungen?

Seine Hauptfunktion ist die Intervention im Belohnungssystem. Wenn dieses jedoch nicht richtig funktioniert, sei es aus genetischen Gründen oder bestimmten Lebenserfahrungen, sind damit bestimmte psychische Störungen assoziiert.

Nucleus accumbens und Depression

Gemäß einer Studie ist die neuronale Aktivität des Nucleus mit dem Neurotransmitter Acetylcholin verbunden, welcher die depressiven Verhaltensweisen reguliert. Wenn die Werte dieses Neurotransmitters sinken, beobachteten die Forscher depressive Symptome. Das deutet darauf hin, dass diese Aktivität grundlegend für die Stimmunsregulierung und die Motivation ist.

Nucleus accumbens und Psychopathie

Laut dieser Studie besitzen Psychopathen, beziehungsweise Personen mit einer antisozialen Persönlichkeitsstörung, ein hyper-reaktives Belohnungssystem. Bei der Antizipation einer Belohnung wird eine größere Menge an Dopamin ausgeschüttet als bei Gesunden. Diese Tatsache kann das missbräuchliche und rücksichtslose Verhalten von diesen Menschen erklären.

Nucleus accumbens und ADHS

Bei ADHS ist die Funktionsweise des Nucleus accumbens ebenfalls verändert, wie diese Studie belegt. Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung ist mit einer verringerten Dopaminkonzentration in dem Nucleus assoziiert. Damit stehen die Aufmerksamkeitsprobleme in Zusammenhang. Der Nucleus ist eng mit motivationalen Prozessen verbunden. Wenn dieser nicht aktiv genug ist, können sich Kinder mit ADHS sich nicht auf Handlungspläne konzentrieren und sich nicht für etwas anstrengen, das erst mittel- oder langfristig belohnt wird. Diese Kinder suchen deswegen nach der direkten Bedürfnisbefriedigung.

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Andrea García Cerdán: Psychologin bei CogniFit.

Born this way: Geschlechtsidentität und der Versuch der sexuellen Umerziehung

Das Lied „Born this way“ galt als Liebeserklärung von Lady Gaga an ihre LGBT-Gemeinde. Der Appell, sich selbst so zu lieben, wie man geboren wurde, sollte allen gelten – unabhängig von sexueller Orientierung, biologischem Geschlecht und Geschlechtsidentität. Dieser Artikel bietet eine biologische Einführung zur Entstehung von Geschlechtsidentität (gender identity) und Sexualität und diskutiert wissenschaftliche Erkenntnisse und gesellschaftliche Implikationen am Beispiel des John/ Joan bzw. Bruce/ Brenda Falls.

My mama told me when I was young 

We are all born superstars 

She rolled my hair and put my lipstick on

In the glass of her boudoir

(Lady Gaga)

Die Geschlechtsidentität ist nichts, was man/frau einfach mal ablegen kann.

Begriffsdefinitionen: Biologisches Geschlecht, Gender und Geschlechtsidentität

Welches biologische Geschlecht (engl. biological sex) eine Person hat, ist auf die Art der Keimzellen zurückzuführen, die produziert werden. Das biologische Geschlecht ist somit (biologisch) determiniert und ist von dem Begriff Gender abzugrenzen. Mit Gender ist das erlebte bzw. soziale Geschlecht gemeint. Dieses ist konstruiert, das bedeutet es ist erlernt und variabel.

Vor allem der Sexualforscher und Psychologe Dr. John Money prägte den Begriff Gender als soziales Geschlecht in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Unter den Begriff fallen auch die Bezeichnungen gender role und gender identity, letzteres ist die Geschlechtsidentität. Während gender role alle Verhaltensweisen meint, die kulturbedingt als typisch und erwartet für das weibliche bzw. männliche Geschlecht gelten, wird die Geschlechtsidentität eines Individuums, beruhend auf der eigenen Empfindung, als gender identity bezeichnet. Dabei ist nicht nur die persönliche Identifikation mit dem männlichen bzw. dem weiblichen Geschlecht möglich, sondern auch eine Kombination aus beiden bzw. eine Identität, die weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuzuordnen ist.

Geschlechtsidentität: Die Gender Gate Theorie von Dr. J. Money

Dr. John Money gründete im Laufe seiner Karriere die John Hopkins Gender Identity Clinic und entwickelte die gender gate theory – eine Theorie, die besagt, dass die Geschlechtszuweisung bis zum 2. Lebensjahr offen und unter anderem durch operative Eingriffe sowie durch die Erziehung bestimmbar ist.

Als die Kanadierin Janet Reimer, Mutter der eineiigen Zwillinge Bruce und Brian, im Jahr 1966 eine Fernsehsendung sah, in der Dr. Money diese Theorie vorstellte, fühlte sie sich seit langem wieder hoffnungsvoll. Bei einem operativen Eingriff wurde der Penis von Bruce verbrannt. Bruce, zu dem Zeitpunkt des Unfalls ein sieben Monate alter Säugling, würde den Vorfall nicht erinnern. Doch die Zweifel, ob ihr Sohn als „Mann ohne Penis“ zurechtkommen und glücklich werden würde, blieben der Mutter. So nahm sie Kontakt zu dem Spezialisten Dr. Money auf. Dieser sah in dem Fall seine große Chance, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf seine Forschung zu lenken und um zu beweisen, dass das menschliche Geschlecht konstruiert bzw. arbiträr ist. Kurzum lud er die Familie in seine Klinik in Balimore ein.

Der John/ Joan bzw. Bruce/ Brenda Fall

Dr. Money konnte die Eltern von Bruce davon überzeugen, dass es im Sinne des Jungen wäre, ihn als Mädchen großzuziehen. Mit 18 Monaten wurde Bruce einer geschlechtsangleichenden Operation, eine operative Geschlechtsumwandlung der primären Geschlechtsmerkmale, unterzogen und fortan Brenda genannt. Weiterhin mussten die Eltern versichern, dass sie selbst nie an Money’s Methode zweifeln bzw. die Erziehung ändern und den Zwillingen die Wahrheit sagen würden. Von diesem Zeitpunkt an, kleideten die Eltern Brenda in mädchenhafter Weise und gaben ihm/ ihr Puppen und andere Spielzeuge, die für Mädchen dieses Alters üblich waren. Mit Einsetzen der Pubertät wurden Brenda weibliche Hormone verabreicht. Weiterhin mussten die Zwillinge jährliche Gespräche mit Dr. Money wahrnehmen. Zwillings-Studien stellen in der Entwicklungsforschung eine große Besonderheit dar, da entwicklungs- bzw. erziehungsbedingte Unterschiede auf Grundlage identischer Gene untersucht werden können. So kann der Einfluss biologischer bzw. umweltbezogener Unterschiede auf die entwicklungsbedingte Veränderung kontrolliert, also herausgerechnet, werden.

Bereits nach kurzer Zeit zeigten sich erste Anzeichen, die darauf hinwiesen, dass das Experiment zu scheitern schien. Brenda bevorzugte die Spielsachen von Brian und wurde von anderen Kindern gemobbt. Selbst im tiefsten Winter in Kanada musste Brenda Kleider tragen. Dr. Money, der bereits erste erfolgsversprechende Artikel zu dem Fall und seiner nurture-not-nature Theorie (Pflege/ Erziehung nicht Natur Theorie) veröffentlicht hatte, sah sich gezwungen immer extremere Methoden anzuwenden. So mussten die Zwillinge bei den Terminen mit Dr. Money gemeinsam sexuelle Positionen nachstellen, bei denen Brenda die Rolle der untergeordneten, passiven Frau einnehmen sollte. Mindestens einmal wurden die Zwillinge von dem Forscher gezwungen ihre Kleidung abzulegen, um eine „genitale Inspektion“ durchzuführen.

Unglücklich und geplagt von großen sozialen Problemen verkündete Brenda mit 14 Jahren, dass er/ sie sich das Leben nehmen würde, sofern er/ sie noch einmal zu einem Termin mit Dr. Money gezwungen werde. Die Eltern beschlossen die Zwillinge aufzuklären. Während Brenda, die/ der sich von diesem Zeitpunkt an David nannte, eine innerliche Erleichterung verspürte, reagierte Brian verstört auf die Neuigkeiten bzgl. seines Zwillingsbruders.

Der Fall ging unter dem Pseudonym John/Joan in die Geschichte der Geschlechter-Forschung ein.

Geschlechtsidentität: Was ist dran am konstruierten Geschlecht?

Um die Theorie mit ihren dramatischen Folgen aus den 1960er etwas genauer zu beleuchten, soll zunächst Bezug auf die embryonale Entwicklung genommen werden:

Mit der Verschmelzung der Eizelle der Frau und der Samenzelle des Mannes entsteht eine neue Zelle mit 23 Chromosomenpaaren. Der neue Chromosomensatz besteht damit zu 50% aus der mütterlichen und zu 50% aus der väterlichen DNA. Eines dieser Chromosomenpaare enthält bereits die Geschlechtsinformationen des Embyros – die sogenannten Geschlechtschromosomen. Zwei X-Chromosomen liefern das Entwicklungsprogramm für einen weiblichen Organismus. Wohin gegen ein X-Chromosom und ein Y-Chromosom den männlichen Organismus entstehen lassen.

In den ersten sechs Schwangerschaftswochen läuft die Embryonalentwicklung geschlechtsunabhängig ab und die Anatomie unterscheidet sich trotz unterschiedlicher Geschlechtschromosomen nicht. Erst ab der 10. Woche beginnt eine differenzierte Ausbildung der Gonoden (Keimzellen) und der sogenannten Wolff- und Müller-Gängen. Das SRY-Gen (sexdeterminierende Region von Y) befindet sich ausschließlich auf dem Y-Gen und ist für die Entwicklung der Hoden zuständig. Die angelegten Hoden produzieren wiederum das bekannte Sexualhormon Testosteron. Dieses Hormon ist unter anderem für die Weiterentwicklung der Wolff-Gänge zuständig, woraus sich letztendlich die männlichen Genitalien bilden. Bei dem weiblichen Organismus degenerieren hingegen die Wolff-Gänge, stattdessen entwickeln sich die Müller-Gänge zu Vagina und Uterus. Die Hoden und Eierstöcke stellen wichtige Drüsen für die Hormonproduktion dar, die wiederum u.a. während der Geschlechtsreife (Pubertät) eine wichtige Rolle spielen.

Der Einfluss der Sexualhormone ist aber nicht auf die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale beschränkt, es gibt auch Belege dafür, dass sowohl bestimmte Gehirnstrukturen als auch kognitive Leistungen geschlechtsbedingt sind.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es anatomische und hormonelle Unterschiede zwischen den biologischen Geschlechtern gibt, die sich bereits pränatal entwickelt haben und die über das Vorhandensein primärer Geschlechtsmerkmale hinausgehen. Eine postnatale Beeinflussung von außen, wie eine operative geschlechtliche Umwandlung oder die Gabe von Sexualhormonen, kann daher nur bedingt wirksam werden. Was also geschah mit David?

Das Leben nach dem Experiment

David unterzog sich mehreren operativen und hormonellen Behandlungen, um wieder als Mann leben zu können. 1990 heiratete er seine Frau Jane Fontaine und adoptierte ihre drei Kinder. David’s Bruder Brian litt stark unter den Folgen des Experiments und entwickelte eine Schizophrenie. Im Jahr 2002 verstarb er an einer Überdosis Antidepressiva.

David konnte den Tod seines Zwillingsbruders nur schwer verkraften. Als ihm 2004 seine Frau mit der Scheidung drohte und er seinen Job verlor, nahm sich David Reimer das Leben. Er wurde 38 Jahre alt.

Janet Reimer ließ später über die New York Times veröffentlichen, dass sie glaube, dass ihr Sohn heute noch Leben würde, wäre er nicht Opfer des „katastrophalen Experiments“ von Dr. John Money geworden.

Geschlechtsidentität (gender identity) und sexuelle Orientierung: Ein Ausblick

Es gibt einige Befunde, die darauf hinweisen, dass die sexuelle Identität und Orientierung bereits vor der Geburt feststeht. So ist es nicht nur unmöglich einen Jungen als Mädchen zu erziehen, sondern auch sexuelle Präferenzen „umzuerziehen“ oder zu therapieren. Studien zeigen z.B. dass gewisse Hirnareale (deren Entwicklung bereits im Mutterleib abgeschlossen wurde) von homosexuellen Männern denen von heterosexuellen Frau ähneln.

Die Erkenntnisse zu gender identity und sexuellen Orientierung sind noch jung und bei weitem nicht abgeschlossen.

Bis 1992 galt beispielsweise auch die Homosexualität laut WHO noch als Krankheit, die eine psychotherapeutische Behandlung bedarf. Und noch heute haben lesbische und schwule Jugendliche in Deutschland eine vier- bis siebenmal höhere Suizidrate als Jugendliche allgemein.

Bei dem Thema Transgender ist das ähnlich. Glücklicherweise werden auch hier Fortschritte gemacht. So wurde beispielsweise die Geschlechtsidentitätsstörung aus dem amerikanischen Diagnosemanual DSM entfernt. Eine fehlende Identifikation mit dem biologischen Geschlecht ist nicht einer psychischen Störung gleichzusetzen. Der Begriff kann leicht missverstanden werden. Eine Störung meint eine Normabweichung psychischer Funktionen, die das Denken, Wahrnehmen, Fühlen und/ oder Verhalten der betroffenen Person und damit deren Alltagsbewältigung negativ beeinflussen. Trans*- Menschen haben also keine Störung der Geschlechtsidentität. Vielmehr kann das Leiden an einer Geschlechtsdysphorie diagnostiziert und behandelt werden. Diese beschreibt den Leidenszustand einer Person, wenn diese bemerkt, dass ihr biologisches Geschlecht im Konflikt mit der eigenen geschlechtlichen Identität steht.

Abgesehen davon kommt es, genau wie bei Homosexuellen, bei Trans*-Menschen ebenfalls häufig zu psychischen Belastungen aufgrund von gesellschaftlichen Hürden und Reaktionen des sozialen Umfelds. In diesen Fällen ist es selbstverständlich ebenfalls wichtig, dass Betroffene psychologische Hilfe erhalten.

Ein großer Faktor ist und bleibt dabei die gesellschaftliche Aufklärung und Akzeptanz sowohl zur Geschlechtsidentität als auch der sexuellen Identität und sexuellen Orientierung.

Es gibt aber auch einige Positiv-Beispiele zur Entwicklung des gesellschaftlichen Umgangs mit Geschlechtsidentifikation. So bietet Facebook mittlerweile über 50 Auswahlmöglichkeiten zur Angabe des eigenen Geschlechts. Weiterhin erkannten die australischen Behörden die erste Person als androgyn (weiblich UND männlich) an und stellten dementsprechend den Pass mit dieser Geschlechtsbezeichnung aus.

Burnout: was tun? Bekämpfe es mit diesen Tipps zur Selbsthilfe

Burnout: Was tun? Das Burnout-Syndrom ist in unserer heutigen Gesellschaft eine der Störungen mit der höchsten Prävalenz. In sehr vielen verschiedenen Arbeitsbereichen leiden Menschen darunter, außerdem scheint es immer mehr Leute zu geben, die davon betroffen sind. In diesem Artikel nennt die Neuropsychologin Cristina Martínez wichtige Tipps und Strategien, was man bei Burnout tun kann. 

Es steht fest, dass es sich nicht einfach vermeiden lässt, an dieser Störung zu erkranken. Denn im Prinzip ist jeder anfällig dafür ein potentielles Opfer des Burnout-Syndroms zu werden. Fast jeder muss arbeiten, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Einige haben dabei mehr Glück als andere was die Arbeitsbedingungen angeht. Für wen ein möglicher Arbeitswechsel keine Option ist, der findet im Folgenden hilfreiche Tipps und Ratschläge, um gegen Burnout zu kämpfen und Symptome wie das Ausgebranntsein so gut wie möglich zu vermeiden.

Burnout. Was kann man dagegen unternehmen?

Was ist Burnout?

Das Burnout-Syndrom ist eine affektive Störung mit schwerwiegenden Folgen für die psychische und körperliche Gesundheit. Sie zeichnet sich durch eine körperliche, mentale und emotionale Erschöpfung aus. Schritt für Schritt geht das Interesse an den Aufgaben und Verantwortungen bei der Arbeit verloren, wodurch es zu Veränderungen im Verhalten kommt. Die Verhaltensveränderung ist einer der Hauptfaktoren, an denen sich Burnout erkennen lässt.

Paradoxerweise trifft diese Störung häufiger bei Menschen auf, die aus ihrer Leidenschaft einen Beruf gemacht haben und mit Menschen zusammenarbeiten. Beispielsweise sind häufig Ärzte, Krankenpfleger, Sozialarbeiter, Psychologen und Lehrkräfte betroffen.

Weshalb ist das so? Eine der größten Risikofaktoren ein Burnout-Syndrom zu entwickeln ist, die Differenz zwischen der eigenen Erwartungshaltung und der realen Arbeitsleistung.

Burnout: in der modernen Arbeitswelt eine der häufigsten Gründe für Krankschreibungen

Das Burnout-Syndrom ist neben Mobbing und der Depression der Hauptgrund für Krankschreibungen und betrifft häufig Menschen unter 35 Jahren in ihrer ersten Arbeitserfahrung. Leider nehmen viele Leute die Niederlage ihrer Ideale hin, entfremden sich von ihrer Arbeit und entwickeln allmählich das Burnout-Syndrom.

Burnout: was tun? Symptome des Syndroms

Schwierigkeiten beim morgendlichen Aufstehen, das Gefühl der Erschöpfung und einfach nicht genug Schlaf zu bekommen sind die ersten Alarmsignale.

Gefühle wie Frustration, den Eindruck zu haben nicht effizient zu sein, zu scheitern oder hilflos und kraftlos zu sein sind weit verbreitet. Lange Zeit unter dem Burnout-Syndrom zu leiden kann schwerwiegende Folgen haben und kann zu Angststörungen, Depressionen oder sogar Suizid führen.

Körperlich kommt es zu Veränderungen des Schlafverhaltens, es können Verdauungsprobleme auftreten, es kann zu Herzrasen kommen oder Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen entstehen. Wenn sich diese Symptome über einen längeren Zeitraum erstrecken, können dadurch Kopfschmerzen auftreten, die Leistungsfähigkeit sinkt und die Betroffenen tendieren dazu sich sozial zu isolieren und weniger zu kommunizieren.

Diese Symptome können den Missbrauch von Medikamenten, Drogen oder Alkohol zur Folge haben. Dadurch versuchen Betroffene sich von ihren Anspannungen und ihrem Überdruss zu befreien, was jedoch wenig effizient ist.

Sollte man diese Symptome verspüren, ist es ratsam sich professionell beraten zu lassen. Wie bei allen anderen Störungen, lässt sich das Burnout am besten bekämpfen, wenn die Symptome noch nicht zu schwerwiegend oder gar chronisch sind. Die Dinge früh in Angriff zu nehmen garantiert bessere Erfolge.

“Wie bei der Mehrzahl der Störungen, fördern Unwissenheit und Abstreiten die hohe Epidemiologie”

Burnout: was tun? Test zur Detektion des Burnout-Syndroms. Ich fühle mich ausgebrannt durch die Arbeit….

Das Maslach-Inventory untersucht die drei Konstrukte des Burnout-Syndroms: Emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung und die reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit. Dabei muss den Aussagen auf einer Skala von 0 bis 6 zugestimmt werden (0= niemals, 6= immer). Es ist wichtig dabei ehrlich zu antworten:

  1. Ich fühle mich durch meine Arbeit emotional erschöpft.
  2. Ich fühle mich am Ende eines Arbeitstages verbraucht.
  3. Ich fühle mich bereits ermüdet, wenn ich morgens aufstehe und einen neuen Arbeitstag vor mir liegen sehe.
  4. Ich kann es leicht verstehen, wie andere Menschen über bestimmte Themen denken.
  5. Ich habe das Gefühl, einige andere Menschen so zu behandeln, als wären sie Objekte.
  6. Den ganzen Tag mit Menschen zu arbeiten, strengt mich an.
  7. Ich gehe erfolgreich mit den Problemen anderer Menschen um.
  8. Ich fühle mich durch meine Arbeit ausgebrannt.
  9. Ich habe das Gefühl, durch meine Arbeit das Leben anderer Menschen zu beeinflussen.
  10. Ich bin Menschen gegenüber abgestumpfter geworden, seit ich diese Arbeit ausübe.
  11. Ich befürchte, dass mich meine Arbeit weniger mitfühlend macht.
  12. Ich fühle mich sehr energiegeladen.
  13. Ich fühle mich durch meine Arbeit frustriert.
  14. Ich habe das Gefühl, in meinem Beruf zu hart zu arbeiten.
  15. Es interessiert mich nicht wirklich, was mit anderen Menschen geschieht.
  16. Bei der Arbeit in direktem Kontakt zu Menschen zu stehen, stresst mich zu sehr.
  17. Mir fällt es leicht, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen.
  18. Ich fühle mich angeregt, wenn ich eng mit anderen Menschen zusammengearbeitet habe.
  19. Ich habe viele lohnende Ziele bei meiner Arbeit erreicht.
  20. Ich habe das Gefühl, am Ende meiner Weisheit zu sein.
  21. Bei meiner Arbeit gehe ich mit emotionalen Problemen gelassen um.
  22. Ich habe das Gefühl, dass mir manche Menschen bzw. deren Angehörige für manche ihrer Probleme die Schuld geben.

Im Anschluss werden die Punkte zusammengezählt. Die Werte der Items  4,7,9,12, 17,18,19 und 21 müssen dabei umgekehrt werden (0->6, 1->5, 2->4, 3->4, etc.). Punktwerte über 33 sind ein Zeichen dafür, dass ein Burnout-Syndrom vorliegen könnte. Betroffen sollten sich professionelle Hilfe suchen, um weiteres in einer Diagnose abklären zu können.

  1. Skala Emotionale Erschöpfung: Bewertung des persönlichen Erschöpfungserlebens.
  • –          Items: 1,2,3,6,8,13,14,16,20
  • –          Maximale Punktzahl: 54
  1. Despersonalisierungsskala: Spiegelt die Einstellung zur Arbeit wider, inwieweit man sich von dieser distanziert,
  • –        Items: 5,10,11,15,22
  • –       Maximale Punktzahl: 30
  1. Skala persönliche Leistungsfähigkeit: Selbsterlebte Selbstwirksamkeit.
  • –          Items: 4, 7, 9, 12, 17, 18, 19, 21
  • –         Maximale Punktzahl: 48

Burnout: Bewältigungsstrategien

Burnout: was tun? Tipps zur Bekämpfung des Burnout-Syndroms

Die Prävention bei dieser Störung ist fundamental. Für eine Bewältigung des Burnout-Syndroms sollte immer ein Spezialist aufgesucht werden. Diese Tipps können ergänzend eine Hilfe während der Therapie sein, oder bei der Prävention helfen:

Burnout: was tun? – Eine selbstbewusste Haltung entwickeln 

Mithilfe von Selbstbehauptungstechniken können effiziente Strategien erlernt werden, um sich nicht mit Arbeit zu überladen, keine Verantwortung für etwas zu übernehmen, was man nicht zu verantworten hat und das wichtigste: Nein sagen zu können, ohne sich schuldig zu fühlen.

Durchsetzungsfähige Kommunikationstrategien zu entwickeln, erleichtert den Umgang mit Kollegen und dem Chef, da so die eigenen Ansichten und Meinungen auf konstruktive Art kommuniziert werden können.

Burnout: was tun? – Anpassung der Erwartungen an den Job

Aufgepasst, das soll nicht bedeuten, dass man sich von seinen persönlichen Zielen oder Vorstellungen verabschieden soll. Es geht lediglich darum, diese neu zu bewerten und sich fragen, ob diese für einen persönlich richtig ausgerichtet sind und ob sie in dem professionellen Umfeld beziehungsweise im eigenen Arbeitsumfeld verwirklichbar sind.

Einen Punkt in der Mitte zu finden, der sich an die Realität anpasst, ohne dabei die eigenen Ziele zu vernachlässigen ist das Ziel. Es kann auch als persönliche Herausforderung und als neuen Lerneffekt gesehen werden, mit solch einer Situation umzugehen.

Burnout: was tun? – Veränderung der Verteilung zwischen Arbeit, Schlaf und Freizeit

Um das Burnout-Syndrom zu vermeiden ist es wichtig, dass das Leben sich nicht nur um die Arbeit dreht. Man sollte sich täglich die Zeit nehmen etwas zutun, das einem wirklich Spaß macht, also einem Hobby oder einer anderen Leidenschaft nachgehen. Ebenso sollte man geregelte Schlafenszeiten einhalten und so einen angepassten Arbeit-Freizeit-Schlaf-Rhythmus entwickeln und der Routine anpassen.

Ebenso sollte man seine persönlichen Kontakte pflegen und dabei abschalten, das heißt nicht von der Arbeit sprechen. Man sollte sich darauf konzentrieren einfach die Gesellschaft  zu genießen.

Burnout: was tun? – Entspannungsübungen praktizieren

Entspannungsübungen helfen die Stress- und Angstsymptome, die mit dem Burnout-Syndrom assoziiert sind, zu bekämpfen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, man kann beispielsweise entspannende Musik hören, Atemübungen machen, malen, lesen, spazieren gehen…

Eine bekannte und empfehlenswerte Praktik ist es Achtsamkeitübungen (engl. Mindfulness) durchzuführen, diese haben sich bei Störungen wie der Depression als wirksam erwiesen.

Burnout:was tun? Entspannungsübungen können helfen

Burnout: was tun? – : Halte dein Gehirn fit

Seine eigenen kognitiven Fähigkeiten zu kennen und einschätzen zu können, kann sehr hilfreich sein, um zu wissen in welchen Bereichen man seine Stärken hat und wie man diese für seine Arbeit nutzen kann. CogniFit bietet die Möglichkeit eine Vielzahl an kognitiven Fähigkeiten zu messen und anschließend zu trainieren. Durch das gezielte personalisierte Training können Defizite ausgeglichen werden, was bei der Bewältigung des Alltags und den Anforderungen auf der Arbeit für Erleichterung sorgt.

Burnout: was tun? – : Spiel Lotto

Dieser letzte Tipp ist selbstverständlich nicht ernst gemeint. Es besteht eine hohe Gefahr der Abhängigkeit bei Glücksspielen. Das letzte was wir wollen, ist dass jemand in diesen Teufelskreis gerät. Arbeite und strenge dich an, aber frustriere dich nicht. Wenn dir etwas nicht gefällt, versuche es zu verbessern. Vielleicht kann eine der Ratschläge dabei helfen über den eigenen Schatten zu springen.

Und Du? Lebst Du, um zu arbeiten oder arbeitest Du, um zu leben?

 

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Emotionaler Missbrauch: Wie erkennt man ihn und was sollte man tun?

Obwohl er nicht so offensichtlich ist wie die körperliche Misshandlung, kann emotionaler Missbrauch große Schäden anrichten, die oftmals genauso schlimm oder sogar noch schlimmer sind. Emotionaler Missbrauch wirkt sich auf die Gefühle, Gedanken und das Gefühl der Kontrolle über das eigene Leben aus. Psychische Gewalt kann dazu führen, dass man sich in seiner Umgebung, sogar zuhause, unsicher fühlt. Emotionaler Missbrauch kann Beziehungen oder Freundschaften und sogar die Beziehung zu sich selbst zerstören. In diesem Artikel wird erklärt, was emotionaler Missbrauch ist, wie dieser verhindert werden kann und wie man sich von ihm befreien kann. 

Emotionaler Missbrauch hinterlässt unsichtbare Wunden

Emotionaler Missbrauch ist meistens schwieriger zu erkennen als körperlicher Missbrauch. Körperliche Gewalt wird in den meisten Fällen von psychischer Gewalt begleitet. Sowohl die Opfer als auch die misshandelnde Person können eine Weile brauchen, bis sie bemerken was passiert, da es keine äußerlich sichtbaren Wunden gibt. Selbstverständlich gibt es aber Anzeichen, die helfen können psychische Gewalt und emotionalen Missbrauch zu erkennen.

In jeder Altersklasse und jeder Art von Beziehung kann es zu emotionalem Missbrauch kommen. Hervorzuheben sind Partnerschaften, aber auch in Freundschaften, auf der Arbeit (hier bekannt als Mobbing), zwischen Eltern und Kindern und in jeglicher Familienkonstellation kann es zu psychischer Gewalt kommen. Es sind sowohl Frauen als auch Männer betroffen und auch bei älteren Menschen kommt dies vor.

Emotionaler Missbrauch in der Kindheit kann schwerwiegende Folgen haben und stellt ein hohes Risiko für die psychische Entwicklung des Kindes dar. In Fällen von kindlichem emotionalem Missbrauch sollte immer und sofort professionelle Hilfe gesucht werden.

Was ist emotionaler Missbrauch?

Emotionaler Missbrauch zeichnet sich durch ein regelmäßiges Muster verbaler Angriffe, konstanter Kritik, Manipulation und weiteren ähnlichen Verhaltensweisen aus. Hierbei herrscht immer ein Ungleichgewicht zwischen Täter und Opfer.  Der Täter ist in einer übergeordneten Position und verfügt über mehr Macht.

Im folgenden Video erklärt Kati Morton die fünf Anzeichen, mit denen sich emotionaler Missbrauch erkennen lässt. (Im Video lassen sich Untertitel aktivieren).

Um einen Fall von emotionalem Missbrauch zu erkennen, sind die folgenden Aspekte von Bedeutung. So verhält sich jemand Dir gegenüber, der psychische Gewalt ausübt:

Erniedrigung, Kritik

  • Lacht in der Anwesenheit anderer über dich, oder macht sich über dich lustig.
  • Verspottet dich, beschimpft dich und nutzt Sarkasmus um dich zu erniedrigen.
  • Wenn du dich beschwerst, sagt er/sie dir, dass es “ein Witz war” und beschuldigt dich, dass du zu sensibel bist.
  • Sagt dir, dass deine Meinung und Gefühle falsch sind.
  • Ignoriert deine Gefühle, Meinung, Gedanken und Vorschläge.

Dominanz, Kontrolle

  • Du fühlst, dass er/sie dich wie ein Kind behandelt.
  • Korrigiert dich die ganze Zeit, weil dein Verhalten “unangemessen” ist.
  • Du fühlst, dass du um Erlaubnis bitten musst, bevor du ausgehst oder eine kleine Entscheidung treffen kannst.
  • Kontrolliert deine Ausgaben
  • Behandelt dich, als wärst du schlechter als sie/er
  • Gibt dir das Gefühl, dass er/sie immer Recht hat
  • Erinnert dich ständig an deine Fehler
  • Verachtet deine Erfolge, Ziele, Pläne und sogar deine Person.
  • Seine/ihre Blicke und die Art mit dir zu sprechen sind missbilligend, herablassend und abwertend.

Anschuldigungen, Schuld

  • Wirft dir Dinge vor, bei denen du weißt, dass sie nicht stimmen.
  • Ist nicht in der Lage über sich selbst zu lachen.
  • Ist sehr sensibel, wenn jemand ihn/sie verspottet oder einen Kommentar über ihn/sie macht, welcher respektlos erscheinen kann.
  • Ist unfähig sich die eigenen Fehler einzugestehen oder sich zu entschuldigen.
  • Hat nie die Schuld an irgendwas. Die anderen sind Schuld, er/sie trägt nie Verantwortung.
  • Beschuldigt dich für seine/ihre Probleme oder die eigene Unglücklichkeit
  • Überschreitet deine Grenzen und respektiert deine Bitten nicht.

Isolierung und emotionale Distanzierung

  • Wird sauer oder entzieht dir seine/ihre Aufmerksamkeit und Zuneigung.
  • Nutzt als Strafe den Entzug von grundlegenden Bedürfnissen oder die Vernachlässigung und Nachlässigkeit (das passiert vor allem gegenüber Kindern).
  • Bemerkt nicht, oder interessiert sich nicht dafür, wie du dich fühlst.
  • Zeigt keine Empathie und fragt nichts über dich oder wie es dir geht.

Co-Abhängigkeit

  • Statt dich wie eine Person zu behandeln, behandelt er/sie dich, als wärst du Teil von ihm/ihr.
  • Schützt deine persönlichen Grenzen nicht. Gibt Informationen über dich Preis, zu denen du nicht deine Erlaubnis gegeben hast.
  • Respektiert deine Bitten nicht und macht das, was er/sie denkt, was das beste für dich ist.

Profil des Opfers

Es ist ganz wichtig hervorzuheben, dass ein Opfer emotionaler Misshandlung keinerlei Schuld daran trägt, misshandelt zu werden. Die Person hat sich das weder ausgesucht, noch genießt sie es abgewertet oder beschimpft zu werden.

Es ist jedoch der Fall, dass sich die Täter, wenn es Erwachsene sind, meistens Personen als Opfer aussucht, die bestimmte psychologische Eigenschaften haben. Sie nutzen die Leute aus, bei denen sie wissen, dass sie sich nicht wehren werden. Es gibt also eine Gruppe von Menschen, die anfälliger dafür ist, emotionalen Missbrauch zu erfahren. Es ist wichtig, dass wir das in uns selbst und den Personen in unserem Umfeld wahrnehmen, um uns und ihnen helfen zu können, eine mögliche Misshandlung zu erkennen, sich zu verteidigen und sie so zu vermeiden.

Die Personen haben oft einige der folgenden Eigenschaften:

  • Sie haben oft ein niedriges Selbstwertgefühl
  • Fühlen sich nicht in der Lage problematische Situationen zu bewältigen und haben eine geringe Selbstwirksamkeit.
  • Neigen dazu von anderen abzuhängen, um Entscheidungen zu treffen.
  • Sind häufig emotional abhängige Personen.
  • Haben oft einen passiven Kommunikationsstil.
  • Verteidigen ihre Rechte nicht und es fällt ihnen häufig schwer nein zu sagen.
  • Beschuldigen sich oft für die Probleme anderer.

Profil des Täters

Selten sind sich die misshandelnden Personen wirklich darüber bewusst, was sie tun. Sie sehen es als normal an, so mit anderen umzugehen. Sie haben keine gesunden Bewältigungsstrategien gelernt, sondern reagieren schnell aggressiv. Sie haben gelernt auf diese Weise die eigenen Unsicherheiten und Ängste zu kompensieren. Indem sie die anderen misshandeln haben sie das Gefühl der Kontrolle, ein Gefühl, dass sie in anderen Lebensbereichen wahrscheinlich nicht verspüren.

Sie fühlen sich selbst unsicher, und sind deshalb darauf angewiesen, dass ihr Opfer komplett von ihnen abhängt. Jeden Akt des “Protests” sehen sie als eine Bedrohung für ihre privilegierte Situation an.

  • Sind kontrollsüchtig, besitzergreifend und eifersüchtig.
  • Haben eine niedrige Frustrationstoleranz.
  • Beschuldigen andere für ihre Probleme.
  • Sind sich in der Regel nicht darüber bewusst, welchen Schaden sie anrichten, wenn sie sich aber darüber bewusst sind, ist es ihnen egal.
  • Haben wenig Empathie.
  • Können ihre Emotionen schlecht regulieren.
  • Können in verschiedenen Situationen sehr liebenswert und charmant sein.
  • Häufig haben diese Menschen eine Persönlichkeitsstörung. Beispielsweise eine Borderline-Persönlichkeitsstörung, eine narzisstische Persönlichkeitsstörung oder eine antisoziale Persönlichkeitsstörung.

Das sind Eigenschaften, welche die misshandelnde Person haben kann. Es ist aber wichtig hervorzuheben, dass alle Menschen unterschiedlich sind und deswegen die Profile der Menschen die emotional misshandeln, ebenso unterschiedlich sein können, wie die Personen selbst.

Folgen emotionalen Missbrauchs

Psychische Folgen 

  • Geringes Selbstwertgefühl
  • Schuldgefühle
  • Hilflosigkeit
  • Trauer
  • Reizbarkeit
  • Depressionen
  • Angst

Soziale Folgen

  • Soziale Isolierung
  • Verlust der Kontakte zu Freunden und Verwandten
  • Verlust der sozialen und ökonomischen Unabhängigkeit
  • Verringerte Leistung im akademischen Bereich und auf der Arbeit

Körperliche Folgen

körperliche Störungen, als Folge der Angst:

  • Schlafstörungen
  • Verdauungsprobleme und -beschwerden
  • Kopfschmerzen

Emotionaler Missbrauch: Was tun?

Was sollte ich tun, wenn ich denke, dass ich jemanden misshandle?

Es ist schwierig sein Verhalten zu ändern, das über Jahre hinweg ausgeübt wurde und die einzige bekannte Art ist, mit anderen Menschen zu interagieren. Es ist wichtig zu wissen, dass niemand sich von heute auf morgen ändert, sondern eine Veränderung ein langer Prozess ist. Das Beste ist es, sich psychologische Hilfe zu suchen. Ergänzend können auch die folgenden Ratschläge helfen:

  • Das allerwichtigste ist, zu erkennen was man gemacht hat und sich des angerichteten Schadens bewusst zu werden und als solchen anzuerkennen.
  • Versuche aufzuhören Ausreden zu nennen und andere zu beschuldigen.
  • Versuche den angerichteten Schaden wieder gut zu machen.
  • Trage die Verantwortung, für das was du getan hast. Egal wie schlecht es dir ergangen ist oder wie hart dein Leben war, man hat die Wahl jemanden emotional zu missbrauchen oder es nicht zu tun.
  • Entferne dich von der Person, die du missbrauchst zumindest so lange, bis ein Psychologe dir hilft, mit ihr auf gesunde Weise zu interagieren.

Was sollte ich tun, wenn ich denke, dass ich misshandelt werde? 

  • Sei dir darüber bewusst, dass sich die Täter nicht ändern werden, wenn sie keine professionelle Hilfe aufsuchen, auch wenn sie dir das immer wieder glaubhaft versichern.
  • Umgib dich mit dir nahe stehenden Personen. Baue den Kontakt zu deinen Freunden und Verwandten wieder auf, wenn die misshandelnde Person dich von ihnen entfernt hat.
  • Hör auf die Person zu verteidigen, zu entschuldigen und zu rechtfertigen. Sie selbst ist für ihr Verhalten verantwortlich.
  • Entferne dich von der Person, die dich missbraucht. Brich den Kontakt ab. Diesen Schritt zu gehen ist vielleicht der schwierigste, aber er ist absolut notwendig. Eine schädliche Beziehung aufrechtzuerhalten führt zu nichts. Wenn du die Möglichkeit hast, spare Geld und suche dir einen eigenen Ort zum wohnen.
  • Suche psychologische Hilfe auf, um dein Selbstwertgefühl zu stärken und die Kontrolle über dein Leben zurückzugelangen.
  • Gib dir auf keinen Fall die Schuld für irgendetwas. Du hast keine Schuld dafür, dass er/sie dich misshandelt. Er/sie behandelt dich schlecht, weil er/sie nicht sich selbst schlecht behandeln kann, obwohl das eigentliche Problem in ihm/ihr liegt.

Emotionaler Missbrauch: Wie kann man ihn vorbeugen?

Emotionaler Missbrauch beziehungsweise psychische Gewalt ist eine Form der “Gehirnwäsche”, die Schritt für Schritt den Selbstwert und das Selbstvertrauen des Opfers zerstört. Dadurch kommt es zu emotionalen Narben und emotionalen Schmerzen und Leiden. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dagegen anzukämpfen und ihn zu verhindern. Es ist wichtig das eigene Selbstwertgefühl und das der eigenen Kinder zu pflegen. Die eigenen Sozialkompetenzen zu verbessern und Selbstbehauptungstechniken unseren Kindern schon von klein auf beizubringen, kann helfen emotionalen Missbrauch von vorne herein zu vermeiden.

 

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Bewusstseinsstörungen als Folge von Hirnschäden

Ist Dir eigentlich bewusst, was Du gerade tust? Wenn Du diese Frage mit „Ja, ich lese gerade einen Artikel über Bewusstseinsstörungen.“ beantwortet hast, dann stehen die Chancen, dass Du gerade bei Bewusstsein bist, sehr gut. Aber ist jemand, der diese Frage nicht beantworten kann, automatisch bewusstlos? Und wenn nicht, in welchem Zustand befindet er sich dann? Die Begriffe Koma, Wachkoma, minimaler Bewusstseinszustand und Locked-In Syndrom sind den meisten geläufig. Aber wo genau liegen die Unterschiede und woher weiß man, dass ein Mensch tatsächlich im Koma liegt und seine Umgebung nicht wahrnehmen kann? Dieser Artikel beschäftigt sich mit Bewusstseinsstörungen als Folge von Hirnschäden und beschreibt die verschiedenen Zustandsformen des Bewusstseins und wie man diese erkennt.

Personen mit Bewusstseinsstörungen leiden häufig unter Einschränkung bzw. dem Verlust ihrer kognitiven, affektiven, psychomotorischen und wahrnehmungsbezogenen Fähigkeiten

Bewusstseinsstörungen: Was ist Bewusstsein?

Bewusstsein ist die subjektive Wahrnehmung des Selbst und der Umwelt. Einige Beispiele sind, eigene Gedanken oder auch sein eigenes Magenknurren zu erkennen sowie in einem lauten Café die Aufmerksamkeit auf das Gesagte des Gegenübers richten zu können. Im Englischen lassen sich die Begriffe awareness, attention und consciousness unterscheiden. Awareness bezieht sich dabei auf all die Gefühle, Wahrnehmungen, Gedanken und Motive, die ins Bewusstsein treten können, sofern die Aufmerksamkeit (attention) auf sie gerichtet wird. Attention ist demnach der Prozess der bewussten Fokussierung. Und consciousness (Bewusstsein) bezeichnet schließlich, dass etwas, zum Beispiel ein Geräusch, nicht nur wahrgenommen wird, sondern dass es auch in das Zentrum der Aufmerksamkeit gelangt. Bewusstsein setzt demnach awareness voraus. Ein weiteres Zeichen von Bewusstsein ist die Erregung. Damit ist die Aktivierung des zentralen Nervensystems gemeint. Hierzu gehört neben der Aufmerksamkeit auch die Wachheit und Reaktionsbereitschaft.

Bewusstseinsstörungen: Wie kommt es zu Hirnschäden?

Neurologisch betrachtet, lässt sich das Bewusstsein nicht im Sinne eines bestimmten Abschnittes im Gehirn lokalisieren, vielmehr handelt es sich um ein Zusammenspiel verschiedener Areale. Hirnschäden, auch Hirnläsionen genannt, können demnach ganz unterschiedliche Folgen für das Bewusstsein haben, je nachdem welche Bereiche betroffen sind. Mögliche Ursache für solche Läsionen sind unter anderem Schlaganfälle, Verletzungen mit Schädel-Hirn-Trauma als Folge oder neurologische Erkrankungen. Schwere Fälle führen häufig zu einem komatösen Zustand zwischen zwei und vier Wochen. Das bedeutet, dass der Koma-Patient keine Erregung und keine awareness zeigt. Ein Zeichen für Erregung wäre zum Beispiel das Gesicht aufgrund eines Schmerzreizes zu verziehen.

Welche Arten von Bewusstseinszuständen gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Je nach Art und Schwere der Läsion kann der Patient aus dem Koma erwachen oder in verschiedene Bewusstseinszustände verfallen. Hierbei werden das Locked-In Syndrom, der minimale Bewusstseinszustand, der vegetative Zustand (Wachkoma), das chronische Koma und der Hirntod unterschieden. Genau genommen, handelt es sich bei dem chronischen Koma und dem Hirntod nicht mehr um Bewusstseinszustände, da hier keinerlei oder nur noch minimale Gehirnaktivität vorliegt. Das bedeutet, dass sowohl die awareness als auch die Erregung nicht vorhanden beziehungsweise nicht messbar sind.

Ein Patient im vegetativen Zustand kann hingegen auf einfache Umweltreize reagieren, zeigt aber keine awareness und damit kein Bewusstsein. Beim minimalen Bewusstseinszustand liegt neben der Reaktionsfähigkeit auf reflexartige Reize noch eine leichte awareness vor. Der Patient ist minimal bewusst und kann zum Beispiel minimale, gezielte Bewegungen ausführen.

Bei dem Locked-In Syndrom ist sowohl die Erregung als auch die awareness vorhanden. Der Patient ist bei Bewusstsein aber, abgesehen von der Augenbewegung, bewegungsunfähig. Zusammengefasst lassen sich die Bewusstseinsstörungen also am Grad der Erregbarkeit und der awareness messen.

Bewusstseinsstörungen: Wie kann der Bewusstseinszustand eines Patienten überprüft werden?

Wenn ein Patient also nicht in der Lage ist, sich überhaupt oder verständlich, verbal über seinen Zustand zu berichten, bietet die Neurologie eine Reihe von Möglichkeiten, um den Bewusstseinszustand zu messen und eine Diagnose zu stellen.

Meistens werden bildgebende Verfahren, wie das EEG und das fMRT, eingesetzt, um die Aktivität der einzelnen Hirnregionen zu messen. Ein weiteres wichtiges, standardisiertes Vorgehen zur Einordnung des Bewusstseinszustandes ist die revidierte Coma Recovery Scale (CRS-R). Diese Skala unterscheidet unter anderem auditive, visuelle und motorische Funktionen. Dem Patienten wird zum Beispiel ein lautes Geräusch direkt über dem Kopf, aber außerhalb des Sehfeldes präsentiert. Bei einem anderen Test wird starker Druck auf die Nagelbetten der Extremitäten ausgeübt. Anhand der Skala wird dann die Stärke der Reaktion auf die Reize anhand eines Punktesystems zugeordnet. Zum Schluss werden die Punkte aller Funktions-Skalen zu einer Gesamtpunktzahl aufsummiert. Diese Punktzahl liefert somit Hinweise darauf, wo sich der Patient auf der Skala von tiefstem Koma bis hin zu wach und voll kontaktfähig befindet.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Patient erholt und das Bewusstsein wiedererlangt?

Die CRS-R ist nicht nur für die Einordnung des Bewusstseinszustandes und für die Planung der weiteren Behandlung nützlich, sie hat auch einen prognostischer Wert und kann Hinweise zum weiteren Verlauf der Störung liefern. Grundsätzlich gilt, dass eine effektive und schnelle Behandlung zur Verbesserung des Zustandes wesentlich beiträgt, da sie verhindert, dass weiteres Gehirngewebe beschädigt wird. Dies setzt eine akkurate Diagnostik voraus. Aktuell werden allerdings noch 30 bis 40% Fehldiagnosen gestellt, die die Wahl der richtigen Therapie erschweren. Weiterhin sind die ersten Wochen nach der Hirnschädigung, hinsichtlich der Verbesserung des Zustandes, entscheidend. Es gibt aber auch Hinweise darauf, dass noch nach mehr als einem Jahr das Bewusstsein zurückerlangt werden kann.

Prinzipiell haben Patienten mit minimalen Bewusstseinszustand die besten Chancen sich teilweise oder ganz zu erholen. Die Chancen, dass sich der Zustand des Patienten verbessert, stehen bei traumatischen Ursachen bei knapp 50%. Der Hirntod ist hingegen irreversibel und auch beim Locked-In Syndrom ist nicht davon auszugehen, dass die Lähmungen zurückgehen. Die meisten Patienten überleben das erste Jahr nach der Hirnschädigung nicht, es gibt aber immer wieder „Wunderpatienten“, sogenannte Spontanerholungen, die die Wissenschaft dazu antreiben, weiter und intensiver zu der Diagnostik und den Behandlungsmöglichkeiten von Bewusstseinsstörungen zu forschen.

Bewusstseinsstörungen: Zusammenfassung

Zusammenfassend lassen sich das Koma, der vegetative Zustand, der minimale Bewusstseinszustand und Locked-In Syndrom als mögliche Folgen von Hirnschäden unterteilen. Die Lokalisierung der Läsion gibt nur bedingt Aufschluss über die zu erwartenden Folgen und den Bewusstseinszustand des Patienten. Bildgebende Messverfahren zeigen unter anderen die Aktivierung der Hirnareale, die Hinweise zum Bewusstseinszustand liefern können. Weiterhin werden standardisierte Verfahren, wie die CRS-R, zur Testung der Reflexe und des Bewusstseins der Patienten eingesetzt. Für eine Verbesserung des Zustandes sind vor allem schnell und effektiv eingesetzte Behandlungen entscheidend. Auch wenn die Forschung bereits viele Methoden zur Feststellung des Bewusstseinszustandes hervorgebracht hat, sind in diesem Bereich noch viele Untersuchungen und Erkenntnisse nötig, um Fehldiagnosen zu reduzieren und bessere Heilungschancen zu erreichen.

Broca-Aphasie: Diagnose, Ursache und Therapie

Eine Aphasie ist eine erworbene neurologische Störung der Sprache, bei der Kommunikationsfähigkeiten verloren gehen. Diese kann sich sowohl durch eine Einschränkung im Sprachausdruck als auch im Sprachverständnis bemerkbar machen. Abhängig von den Symptomen die eine Person zeigt, erfolgt die spezifische Klassifikation der Form der Aphasie. In diesem Artikel wird die Broca-Aphasie näher beschrieben. Bei dieser Aphasie leiden die Betroffenen an moderaten oder starken Kommunikationsschwierigkeiten, die auf eine Veränderung im Sprachausdruck zurückzuführen sind.

Broca-Aphasie

Sprachstörungen: Was ist die Broca-Aphasie

Die Broca-Aphasie beeinträchtigt die gesprochene Sprache. Am charakteristischsten für Betroffene ist, dass sie nicht in der Lage sind sich flüssig auszudrücken, komplette Sätze zu bilden oder diese richtig zu artikulieren. Das Sprachverständnis bleibt hingegen weitestgehend erhalten.

Die Sprache ist in vier verschiedene Systeme, beziehungsweise Komponenten, unterteilt. Dies sind die Ebenen der natürlichen Sprache:

  • Phonetische System: reguliert auf zerebraler Ebene die Interpretation eines akustischen Signals, das in Silben und Wörtern organisiert ist.
  • Morphologische System: gibt den Wörtern eine interne Struktur, mithilfe der richtigen morphologischen Kombinationen die ihnen zugrunde liegen.
  • Syntax-System: bezieht sich auf die Reihenfolge der Wörter. Dieses System garantiert dass die Wörter so kombiniert werden, dass die Sätze und das Gesagte kohärent sind.
  • Semantische oder lexikalische System: besteht aus einer Gruppe von Ideen und mentalen Repräsentationen mit Bedeutung.

Dem klassischen Modell zufolge werden die Aphasien in Abhängigkeit des Ortes der zugrunde liegenden zerebralen Läsion klassifiziert. Mit diesem Modell als Grundlage, ist die Broca-Aphasie demnach die Konsequenz einer Läsion im Broca-Areal. Das Broca-Areal befindet sich auf der Großhirnrinde und ist meist im linken Frontrallappen angesiedelt. Das Broca-Areal ist für verschiedene Sprachkomponenten verantwortlich: die Anordnung der Phoneme (Laute) in Wörtern, die Organisation der Wörter im Satz (Syntax), die semantische Integration und die motorische Planung der Sprache.

Diagnostik der Broca-Aphasie:

Für die Diagnosestellung der Broca-Aphasie können sowohl generelle als auch spezifische neuropsychologische Bewertungsinstrumente genutzt werden, um die Störung zu detektieren. Bei einer neuropsychologischen Bewertung müssen zwei wichtige Kriterien beachtet werden, die einen Einfluss auf die orale Kommunikation haben können (vor allem bei der Diagnose einer Broca-Aphasie):

  1. Bildungsniveau: Es wird das Bildungsniveau in Betracht gezogen, das die Person vor der Läsion hatte.
  2. Die Ätiologie (Ursache) und der Umfang der Läsion: Der Patient könnte kognitive Defizite zeigen, die mit einer diffuseren Läsion einhergehen. Es können beispielsweise Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsprobleme auftreten, die mit der kommunikativen Fähigkeit interferieren würden.

Die Diagnostik der Broca-Aphasie basiert auf der Exploration diverser Sprachbereiche. Es wird bewertet, ob jeder dieser Bereiche erhalten oder beschädigt wurde und in Abhängigkeit davon wird festgestellt, um welche Art der Aphasie es sich handelt. Obwohl heutzutage die Behandlung der Symptome im Vordergrund steht, ist es wichtig das Syndrom genau zu klassifizieren.

Die untersuchten Bereiche sind die folgenden:

Spontansprache bei der Broca-Aphasie

Dabei handelt es sich um die Fähigkeit ein Gespräch zu beginnen und aufrecht zu erhalten. Die Bewertung der Spontansprache konzentriert sich auf die Flüssigkeit der gesprochenen Sprache. Der Redefluss ist ein Kontinuum, bei welchem die folgenden beiden Bedingungen hervorgehoben werden:

  • Nicht-flüssige Sprache: besteht in der Schwierigkeit Sprache von sich zu geben. Die betroffene Person kann nur mit viel artikulatorischer Anstrengung kurze Sätze von sich geben. Die Sprache zeichnet sich durch Dysprosodie (die Sprache hat keinen emotionalen Gehalt mehr, keine Sprachmelodie oder Intonation) und  Agrammatismus (Veränderungen in der syntaktischen Konstruktion und Struktur) aus.
  • Flüssige oder sehr flüssige Sprache: es handelt sich um einen normalen oder erhöhten Sprachausstoß (mehr als 200 Wörter pro Minute), der sich durch eine normale Satzmelodie und einer normalen Artikulation auszeichnet. Die Beeinträchtigung ist hier im Inhalt des Gesagten, diese nennt sich Paraphasie. Diese kann semantischer Art (das benutzte Wort ist falsch, gehört in der Regel aber zur Kategorie des eigentlich korrekten Wortes) oder phonematischer (phonetische Fehler, wie das Vertauschen einer Silbe oder eines Buchstaben innerhalb eines Wortes) Natur sein.

Im Falle der Broca-Aphasie ist die Spontansprache nicht flüssig.

Sprachverstehen bei der Broca-Aphasie

Es handelt sich hierbei um eine schwierig zu bewertende Fähigkeit, da die Betroffenen nicht richtig antworten oder falsche Antworten geben, die aber nicht auf Unverständnis zurückzuführen sind, sondern auf die Schwierigkeit der Sprachproduktion. Deshalb sind die Tests hier so gestaltet, dass die Personen keine linguistischen Fertigkeiten nutzen müssen. In diesem Fall ist das diagnostische Kriterium: verändertes Verständnis oder unbeschädigtes Sprachverständnis. Personen mit Broca-Aphasie haben ein unbeschädigtes Sprachverstehen.

Nachsprechen bei der Broca-Aphasie

Hierbei handelt es sich um die Fähigkeit auditive Informationen zu dekodieren, den korrespondierend phonologischen Code zu suchen und diesen anschließend mithilfe des artikulatorischen Prozesses wiederzugeben. Wenn einer dieser Teilprozesse beschädigt ist, wird die Fähigkeit des Nachsprechens beeinträchtigt. Mithilfe von Tests wie dem Nachsprechen von Buchstaben, Wörtern, Pseudowörten (ausgedachte Wörter) und Sätzen wird beobachtet, ob Schwierigkeiten bei der Wiederholung bestehen, wie es bei der Broca-Aphasie der Fall ist, oder ob diese Fähigkeit intakt ist.

Benennung bei der Broca-Aphasie

Bezieht sich auf die Fähigkeit der Benennung, also den Zugang zu einem mentalen Lexikon, um ein passendes linguistisches Element abrufen zu können. Betroffene der Broca-Aphasie haben hier merkbare Schwierigkeiten. Diese Beeinträchtigung wird auch Dysnomie genannt.

Automatisierte Sequenzen bei der Broca-Aphasie

Die Fähigkeit automatische Sequenzen wiedergeben zu können ist eine grundlegende linguistische Kapazität. Diese Sequenzen wurden in der Regel früh erlernt, wie beispielsweise das Zählen, das Aufzählen der Monate oder Wochentage. Es kann sich dabei auch um affektive und automatisierte Sprache handeln, wie beispielsweise Füllwörter (Bspw.:”ähm”) oder Ausdrücke. Diese automatisierte Sprache bleibt im Gegensatz zur willentlichen Sprache bei den meisten Aphasien erhalten.

Symptome der Broca-Aphasie:

Zuvor wurden die verschiedenen Bereiche beschrieben, die bei der Detektion und Diagnostik einer Aphasie betrachtet werden müssen. Demzufolge sind im Folgenden die spezifischen Symptome aufgelistet, die helfen, die Broca-Aphasie zu erkennen:

  1. Fehlender Redefluss: langsamer Sprachausdruck, der mit großer Anstrengung verbunden ist. Äußerung von nur sehr wenigen Worten in einem Gespräch.
  2. Dysnomie: Schwierigkeit sich an die Namen von Dingen zu erinnern.
  3. Agrammatismus: Unfähigkeit die Sätze komplett und richtig zu konstruieren.
  4. Schwierigkeiten beim Nachsprechen: Betroffene verstehen das Gesagte, sind aber nicht in der Lage es zu wiederholen.
  5. Bewusstsein des Defizits: Im Gegensatz zu anderen Aphasien, bei welchen die Personen das Gespräch aufrechterhalten und sich ihrer Fehlern nicht bewusst sind, haben die Betroffenen der Broca-Aphasie das Bewusstsein über ihr Problem, da sie merken, welche Schwierigkeiten ihnen das Sprechen bereitet.

Neben diesen Symptomen, kann die Broca-Aphasie außerdem folgende assoziierte Symptome neurologischen Ursprungs zur Folge haben:

  • Apraxie der Sprechwerkzeuge: Unfähigkeit koordinierte Bewegungen im Gesichts- und Mundbereich auszuführen. Hierbei gibt es keine physische Ursache.
  • Hemiparese: unvollständige Lähmung einer Körperseite.
  • Hemiplegie: vollständige Lähmung einer Körperseite.
  • Beeinträchtigung der Lese- und Schreibfähigkeit.

Ursachen der Broca-Aphasie:

In den meisten Fällen ist die Ursache der Broca-Aphasie ein Schlaganfall (Ischämie oder eine intrazerebrale Blutung) in der linken Hemisphäre (die bei der Sprache dominant ist). Auch nach einem Schädel-Hirn-Trauma (SHT) oder bei einem Hirntumor kann es zu dieser Störung kommen.

Andererseits zeigen sich auch bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen Symptome, die mit der Broca-Aphasie assoziiert sind:

  • Primär-progressive nicht-flüssige Aphasie: hierbei handelt es sich um einen kontinuierlichen Verfall der Sprache. Zum Beginn zeigt die betroffene Person keine anderen Demenz-Symptome. Sie zeichnet sich durch fehlenden Redefluss und das Auftreten von Agrammatismus und Dysnomie aus.
  • Alzheimer-Krankheit: Neben den typischen Symptomen des kognitiven Verfalls der durch diese Krankheit entsteht, (Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprobleme, Orientierungslosigkeit, etc.) zeigen Betroffene ebenfalls eine reduzierte Spontansprache und Dysnomien, indem sie allgemeine Begriffe oder Periphrasen (einen Begriff mit anderen Wörtern umschreiben) nutzen.
  • Morbus Parkinson: Es zeigt sich ein verminderter Redefluss, eine sehr simple Syntax und ab und zu Agrammatismus.

Heilung der Broca-Aphasie:

Die Heilung oder Wiederherstellung der Fähigkeiten bei der Broca-Aphasie hängt von der Stärke der anfänglichen Symptome ab. In der Anfangsphase der kognitiven Störung kann es zu einer gewissen Spontanheilung und einer Restrukturierung von Gehirnarealen kommen, sodass die Defizite ausgeglichen werden können. Ab diesem Punkt beginnt der Prozess der Rehabilitation, der folgende Ziele verfolgt:

  • die gesprochene und geschrieben Sprache zu verbessern.
  • die alltägliche Kommunikation zu erleichtern.
  • einen effektiven Kommunikationsstil zu entwickeln, auch wenn es sich um einen simplifizierten Sprachstil handelt.
  • die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.

Die Rehabilitation der Broca-Aphasie ist hauptsächlich die Aufgabe eines Logopäden, obwohl die neuropsychologische Betreuung ebenfalls eine grundlegende Rolle in diesem Prozess spielt. Dieser unterstützt die Arbeit des Logopäden und trainiert weitere kognitive Bereiche, die bei den linguistischen Kapazitäten eine Rolle spielen (Gedächtnis, Aufmerksamkeit und exekutive Funktionen). Für die kognitive Stimulation kann auf die klinische Übungsbatterie von CogniFit zurückgegriffen werden, bei der einzelne kognitive Fähigkeiten bewertet und später spezifisch gefördert und trainiert werden können. Der Grad und die Rate der Rehabilitationen variiert zwischen den verschieden Sprachbereichen. Es scheint, dass das Nachsprechen (Wiederholung) sich leichter wiederherstellen lässt als die Benennungsfähigkeit und der Redefluss. Je nachdem welche linguistischen Defizite die Person aufweist, wird ein spezifischer Interventionsplan erstellt. In diesen werden beispielsweise folgende Übungen integriert:

  • grundlegende neuropsychologische Stimulation (Gedächtnis, Aufmerksamkeit, exekutive Funktionen, logisches Schlussfolgern, etc.).
  • Aufgaben zur Benennung, um die Dysnomie zu verbessern.  Dies geschieht mithilfe von phonologischen Hilfestellungen (beispielsweise der erste Buchstabe) oder semantischen Hilfestellungen (die Kategorie, zu welcher das gesuchte Wort gehört).
  • Übungen zur Satzkonstruktion.
  • Die sprachlichen Ausdrücke der Person zu verlängern. Bei einem Element beginnend und dann schrittweise erhöhen.

Dies sind Beispiele für die Arbeit die durchgeführt werden kann, um die Fähigkeiten von Personen mit einer Aphasie wiederherzustellen. Wichtig ist, sich nicht nur auf die spezifische Klassifikation der Aphasie zu konzentrieren, sondern viel mehr die nicht-beschädigten Fähigkeiten zu betrachten und mithilfe dieser zu arbeiten, um so die beeinträchtigten Fähigkeiten zu unterstützen.

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Natalia Pasquín Mora, Psychologin bei CogniFit.

Der Hippocampus: das Tor zum Gedächtnis

Hippocampus. Ein bekanntes Gefühl: auf einmal hat man einen Blackout und weiß nicht mehr, was man eigentlich sagen wollte. Unser Gehirn ist voller wichtiger Informationen und Daten, die wir über die Jahre dort abspeichern. Ab und zu haben wir so viel Informationen zur Verfügung, dass unser Gehirn einige davon ignoriert oder löscht.

Der Gehirnteil, der für solch wichtige Prozesse wie dem Lernen und Gedächtnis verantwortlich ist, heißt Hippocampus. Ohne diese Gehirnstruktur wäre es unmöglich sich an Dinge zu erinnern und die assoziierten Gefühle der Erinnerungen zu spüren. Im Folgenden wird erklärt, wie er, obwohl er so klein ist, eine so große Rolle für uns spielt.

Der Hippocampus: eine grundlegende Struktur im Gehirn

Was ist der Hippocampus?

Er verdankt seinen Namen dem Anatom Giulio Cesare Aranzio, der diese Hirnstruktur im 16 Jahrhundert entdeckte, die in ihrer Form einem Seepferdchen ähnlich sieht. Der Name stammt aus dem Griechischen und wird aus dem Wörtern Hippos (Pferd) und Kampos (Seeungeheuer) zusammengesetzt.

Bei seiner Entdeckung wurde dieser Gehirnteil mit dem Geruchssinn assoziiert und man ging davon aus, dass seine Hauptfunktion die Verarbeitung olfaktorischer Reize ist. Diese Annahme wurde bis zum Jahre 1890 verteidigt. In diesem Jahr konnte Vladimir Béjterev zeigen, dass die wahre Funktion des Hippocampus mit dem Gedächtnis und den kognitiven Prozessen zusammenhängt.

Der Hippocampus ist einer der wichtigsten Gehirnteile, weil er sehr weitläufig mit den Funktionsweisen des Gedächtnis und den Emotionen verbunden ist. Es handelt sich um ein kleines Organ welches im Temporallappen zu finden ist, das mit verschieden Teilen des Kortex kommuniziert.

Der Hippocampus  ist erwiesenermaßen die Hauptstruktur des Gedächtnisses.

Es handelt sich um ein kleines längliches und kurviges Organ. Im inneren unseres Gehirns haben wir zwei Hippocampi, einen in jeder Hemisphäre (linken und rechten).

Wo befindet sich der Hippocampus?

Er hat eine gute Lage, in welcher er mit verschiedenen Regionen des Gehirns verbunden ist. Er befindet sich im medialen Temporallappen.

Zusammen mit anderen Gehirnstrukturen, wie der Amygdala und dem Hypothalamus formt er das limbische System, welches die primitiven physiologischen Reaktionen reguliert.

Sie gehören zu den “ältesten, tiefen und primitiven” Teilen des Gehirns, welche auch als Archicortex bekannt ist und die älteste menschliche Gehirnregion darstellt und vor Millionen von Jahren in unseren Vorfahren erschien, um deren grundlegende Bedürfnisse erfüllen zu können.

Der Hippocampus befindet sich im mittleren Temporallappen

Wozu dient der Hippocampus?

Zu seinen Hauptfunktionen zählen die Gedächtnisprozesse, die mit der Konsolidierung von Erinnerungen, Lernprozessen und räumlicher Orientierung zusammenhängen. Zentral ist auch die Regulation und Produktion von emotionalen ZuständenWie lernt das Gehirn?

Einige Untersuchungen sehen ebenfalls einen Zusammenhang dieser Hirnstruktur mit der Inhibition von Verhalten, welcher aber noch nicht endgültig bestätigt werden konnte, da diese Befunde relativ neu sind.

Hippocampus und Gedächtnis

Er ist vor allem mit dem emotionalen Gedächtnis und dem deklarativen Gedächtnis verbunden.

Er erlaubt es uns Gesichter zu erkennen, Dinge zu beschreiben und positive oder negative Gefühle mit den Erinnerungen von erlebten Ereignissen in Zusammenhang zu bringen.

Der Hippocampus greift sowohl bei der Bildung von episodischen und autobiografischen Erinnerungen ein. Als Basis dienen die Erfahrungen, die wir erleben. Um all die Informationen über Jahre hinweg abzuspeichern benötigt unser Gehirn “Platz”. Aus diesem Grund überträgt der Hippocampus temporäre Erinnerungen an andere Gehirnbereiche, wo diese im Langzeitgedächtnis abgespeichert werden.

Wenn der Hippocampus beschädigt wird, verliert sich die Fähigkeit zu lernen und Informationen im Gedächtnis zu behalten. Neben der Übertragung der Informationen ins Langzeitgedächtnis, verbindet der Hippocampus die Gedächtnisinhalte mit den positiven oder negativen Bewertungen. Dies geschieht in Abhängigkeit davon ob die Erinnerungen mit guten oder schlechten Erfahrungen assoziiert sind.

Es gibt viele verschiedene Gedächtnisformen: das semantische Gedächtnis, das episodische Gedächtnis, das prozedurale Gedächtnis, das implizite Gedächtnis, das deklarative Gedächtnis… Im Falle des Hippocampus ist er konkret für das deklarativen Gedächtnis (umfasst unsere persönlichen Erfahrungen und Wissen über die Welt) zuständig und verwaltet die Inhalte, die verbal ausgedrückt werden können. Die verschiedenen Gedächtnisformen werden nicht nur vom Hippocampus beherrscht, sondern sind ebenfalls mit anderen Hirnregionen verbunden. Der Hippocampus ist nicht für alle mit Gedächtnisverlust assoziierten Prozesse verantwortlich, umfasst aber einen großen Teil davon.

Hippocampus und Lernen

Diese Gehirnstruktur ermöglicht das Lernen und das Behalten von Information, da es sich um eine der wenigen Gehirnregion handelt, in welcher Neurogenese das gesamte Leben lang stattfindet. Der Hippocampus besitzt die Fähigkeit, neue Neuronen zu produzieren und neue Verbindungen zwischen ihnen herzustellen – das ganze Leben lang.

Damit die neuen Informationen im Gedächtnis gefestigt (konsolidiert) werden können, müssen neue Verbindungen zwischen Neuronen entstehen. Aus diesem Grund spielt diese Gehirnstruktur eine entscheidende Rolle in Lernprozessen.

Kuriosität: Stimmt es, dass der Hippocampus von Taxifahrern in London größer beziehungsweise besser entwickelt ist? Weshalb? Taxifahrer in London müssen für ihre Lizenz eine schwierige Prüfung bestehen, bei der sie 25.000 Straßen und 20.000 Sehenswürdigkeiten auswendig kennen müssen. Im Jahre 2000 führten Maguire et al. eine Studie mit Londoner Taxifahrer durch. Es zeigte sich, dass ihr posteriorer Hippocampus vergrößert war. Dabei war die Größe des Hippocampus direkt proportional zu der Anzahl von Jahren, welche die Teilnehmer bereits als Taxifahrer arbeiteten. Das lässt sich darauf zurückführen, dass der Trainingseffekt, das Lernen und die Erfahrung das Gehirn verändern und modellieren.

Räumliche Orientierung und der Zusammenhang mit dem Hippocampus

Eine weitere wichtige Funktion, bei welcher diese Hirnstruktur eine Rolle spielt, ist die räumliche Orientierung.

Die räumliche Orientierung hilft uns, unseren Körper in einem dreidimensionalen Raum zu koordinieren. Dadurch können wir uns bewegen und mit der Welt um uns herum in Verbindung treten.

Unterschiedliche Studien mit Nagetieren haben gezeigt, dass der Hippocampus ein Gehirnareal ist, das von lebenswichtiger Bedeutung für die Orientierung und das räumliche Gedächtnis ist. Dank seiner korrekten Funktionsweise sind wir in der Lage uns an verschiedene Orte zu bewegen oder uns in Städten zurecht zu finden, die wir nicht kennen… Allerdings sind die Informationen in Bezug auf Befunde mit Menschen sehr limitiert. Hierzu muss weiter geforscht werden.

Was passiert, wenn sich der Hippocampus verändert?

Eine Läsion des Hippocampus kann zu Problemen führen, neue Gedächtnisinhalte zu generieren. Eine Läsion kann zu einer Amnesie führen, bei der die spezifischen Erinnerungen betroffen sind, jedoch das Erlernen von Fertigkeiten und Kapazitäten intakt bleibt.

Läsionen im Hippocampus können anterograde oder retrograde Amnesien auslösen . Diese beziehen sich auf die Erstellung oder dem Abruf von deklarativen Erinnerungen. Das non-deklarative Gedächtnis bleibt in diesen Fällen entsprechend unbeeinträchtigt und ohne Läsionen. Eine Person mit hippocampalen Schädigungen kann danach also beispielsweise lernen Fahrrad zu fahren, sich aber nicht daran erinnern jemals ein Fahrrad gesehen zu haben. Das bedeutet, Fähigkeiten sind weiterhin erlernbar, die betroffene Person wird sich jedoch nicht an den Prozess des Lernens erinnern können.

Die anterograde Amnesie ist ein Gedächtnisverlust, der sich auf Begebenheiten nach der Läsion bezieht. Es können also keine neuen Erinnerungen generiert werden. Im Gegensatz dazu können bei der retrograden Amnesie Dinge vor der Läsion nicht mehr erinnert werden.

An diesem Punkt stellt sich die Frage, wieso der Hippocampus geschädigt ist, wenn Amnesien auftreten. Das ist einfach: dieser Teil des Gehirns agiert wie eine Eingangstor zu den zerebralen Mustern. Diese speichern einen Teil der Ereignisse, bis diese in den Frontallappen übergehen.  Er spielt eine Schlüsselfunktion bei der Gedächtniskonsolidierung, in dem er die Gedächtnisinhalte von dem Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis überträgt. Wenn dieses “Tor” beschädigt ist und dadurch eine Abspeicherung der Informationen nicht möglich ist, können keine langfristigen Erinnerungen generiert oder abgerufen werden.

Neben dem Verlust der Fähigkeit Dinge zu erinnern, kann es auch passieren, dass es bei Schädigungen des Hippocampus zum Verlust der Fähigkeit kommt, die Emotionen zu verspüren, die mit den Erinnerungen assoziiert sind. Das bedeutet, dass man unfähig ist, die Erinnerungen mit den dazugehörigen Emotionen in Verbindung zu bringen.

Wieso entstehen Schäden im Hippocampus?

Die Großzahl der Veränderungen, die in diesem Hirnareal auftreten können sind Konsequenzen des Älterwerdens und der neurodegenerativen Erkrankungen, Stress, Schlaganfällen, Epilepsie, Aneurysmen, Enzephalitis, Schizophrenie….

Alterungsprozess und Demenzen

Beim Alterungsprozess allgemein und bei Demenzen wie der Alzheimer-Krankheit im speziellen ist der Hippocampus eine der Hirnregionen, die als erste betroffen ist. Neue Erinnerungen zu generieren oder relativ neue biografische Erinnerungen abzurufen ist schwierig, da sich diese Fähigkeit beeinträchtigt sieht. Die Gedächtnisprobleme sind in diesem Fall mit dem Tod der Neuronen im Hippocampus assoziiert. Wie kann man der Demenz entgegenwirken?

Die Mehrheit von uns kennt irgendeine Person, die an einer Form von Demenz leidet oder gelitten hat und bei der es zu Gedächtnisverlust gekommen ist. Dabei ist es interessant, dass die Erinnerungen, die bei diesen Menschen am ehesten erhalten bleiben, jene aus der Kindheit oder der Jugend sind. Wie kann das sein, wenn der Hippocampus beschädigt ist?

Selbst wenn diese Gehirnstruktur stark beschädigt ist (aufgrund von Demenz oder einer anderen Krankheit), sind die Erinnerungen die vorherrschen, die Ältesten und Relevantesten aus dem Leben der Person. Das hängt damit zusammen, dass sich diese Erinnerungen im Laufe der Zeit “unabhängig” vom Hippocampus gemacht haben. Sie werden Teil anderer Strukturen, die mit dem Langzeitgedächtnis assoziiert sind.

Hippocampus und Stress

Diese Hirnregion ist gegenüber Episoden von Stress sehr empfindlich, da der Stress die Neuronen im Hippocampus inhibiert und verkümmern lässt.

Vielleicht ist es schon einmal aufgefallen: Wenn wir sehr gestresst sind und tausend Dinge zutun haben, verspüren wir Gedächtnisprobleme.

Stress und insbesondere Cortisol (ein Hormon, das bei Stress ausgeschüttet wird) schädigt die Gehirnstrukturen, was zum Tod von Neuronen führen kann. Dieses Phänomen kann auch bei der posttraumatischen Belastungsstörung eine Rolle spielen. In Alltagssituation ist es wichtig zu lernen, die Ruhe zu bewahren und unsere Emotionen zu verwalten, um zu gewährleisten, dass unser Hippocampus stark und leistungsfähig bleibt.

Weiteres…

Wen das Thema interessiert: im Film “Momento” leidet der Protagonist an einer anterograden Amnesie, gegen die er während des Films ankämpft, um das was ihm widerfährt nicht zu vergessen.

Bei Fragen oder Anregungen kann gerne die Kommentarfunktion genutzt werden.

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Mairena Vázquez, Psychologin bei CogniFit.

Faulheit und Bequemlichkeit schaden dem Selbstbewusstsein

Faulheit, Bequemlichkeit, Müßiggang…? Wer kennt nicht das zunächst verlockende Gefühl den ganzen Tag auf der Couch zu liegen und nichts tun zu wollen? Die eigentlichen Pläne aufgeben und uns der Prokrastination und dem Müßiggang hingeben. Morgen beginne ich die Aufgabe, die ich noch erledigen möchte… Morgen beginne ich Sport zu treiben, höre ich mit dem Rauchen auf, fange ich an eine neue Sprache zu lernen, lernen ich für die Prüfung, gehe ich einkaufen, putze ich die Wohnung. Es ist eigentlich egal, um welche Aufgabe es sich handelt. Die Faulheit und Bequemlichkeit lauert uns immer auf. Sie lenken uns von der Aufgabe weg, die wir eigentlich machen sollten, so dass wir uns ganz der unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung hingeben. 

Entdecke in diesem Artikel die Auswirkungen, die Faulheit und Bequemlichkeit in deinem Gehirn haben. Faul zu sein führt zu einem Gefühl der Nutzlosigkeit und Ineffizienz, ohne dass wir uns dessen zwangsläufig bewusst sind. Das wirkt sich auf unser Selbstbewusstsein aus und kann uns bis in die Depression treiben. Wenn du die Risiken der Faulheit kennen lernen willst, dann lies weiter! Im Folgenden werden ein paar Tipps vorgestellt, die helfen diese Faulheit zu überwinden

Wie lässt sich die Faulheit überwinden?

Ab und zu brauchen wir alle Momente oder Tage des Nichtstuns. Es ist gut, Inne zu halten, Routinen in den wir uns befinden zu durchbrechen. Es hilft uns, Kraft zu schöpfen, um anschließend unsere Aufgaben mit mehr Energie anzugehen. Aber es gibt auch Situationen in welchen die Faulheit uns komplett einnimmt. 

Faulheit an sich ist nicht wirklich unangenehm. Sie ist bequem. Wir verbrauchen kaum Energie und müssen uns nicht anstrengen. Kurzfristig ist sie also sehr belohnend. Sie hilft uns ebenfalls unangenehme oder anstrengende Dinge zu umgehen.

Wenn wir jemanden als faul bezeichnen, heißt das nicht, dass diese Person wirklich gar nichts tut. Normalerweise macht sie schon etwas, es handelt sich dabei aber um unproduktive Sachen: Fernsehn gucken, Videospiele spielen… Die Faulheit bezieht sich darauf, dass wir Aktivitäten ausüben, die keine Anstrengung benötigen und in der Regel Spaß machen.

Trotzdem befinden wir uns in der Regel in einer Umgebung die uns Impulse gibt oder sogar fordert, dass wir produktiv sind. Aus diesem Grund führt Faulheit mittelfristig zu Schuldgefühlen, dem Gefühl der Unproduktivität und einem schwindenden Selbstwertgefühl. 

Das Nichtstun, die Unsicherheit und das schwindende Selbstwertgefühl sind grundlegende Komponenten einer Depression.

Um eine Depression zu diagnostizieren und zu behandeln, benötigt man von einem Spezialisten durchgeführte ausführliche neuropsychologische Bewertung der Depression. Es gibt ebenfalls neurokognitive Stimulationsprogramme, welche die kognitive Beeinträchtigung lindern und rehabilitieren, die mit der Depression einhergeht.

Gründe für Faulheit und Bequemlichkeit

    • Es ist schwierig sich für langfristige Ziele anzustrengen, die uns nicht unmittelbare Befriedigung verschaffen. Unsere Vorfahren haben im Hier und Jetzt gelebt, unsere heutige Welt ist dagegen ganz anders strukturiert. Damit jemand ein Projekt in Angriff nimmt, muss man das spätere Resultat im Vorhinein bewerten und gucken, ob es sich für den zu erbringenden Aufwand die Kosten und Schwierigkeiten lohnt. Wenn wir unsichere Persönlichkeiten sind, wird es uns schwerer fallen Projekte anzugehen, bei denen wir nicht wissen, ob wir unser Ziel erreichen werden und zusätzlich der Gewinn sehr weit weg ist, was es schwieriger macht nicht bequem und faul zu werden.
    • Angst und Verzweiflung kann uns zur Faulheit führen. Für Leute die Angst vor dem Erfolg haben oder ein geringes Selbstvertrauen, dient die Faulheit als Ausrede dazu, nichts zu tun. Diese Leute sehen sich unfähig, bestimmte Dinge in Angriff zu nehmen, was den Beginn noch schwieriger macht.
    • Die Angst vor dem Versagen führt ebenfalls dazu, dass wir nicht handeln und die Faulheit und Bequemlichkeit siegt. Es gibt Personen die es lieber erst gar nicht versuchen, statt es auszuprobieren und womöglich zu scheitern.
    • Andere Leute sind faul, weil sie der Meinung sind, dass ihre Situation keinen Ausweg hat und sie an keine mögliche Lösung denken können. Die Negativität der Gedanken ist sehr schädlich und blockiert uns, was uns weiter von unseren Zielen, und dem was wir eigentlich erreichen wollen, entfernt. Finde hier ein paar Tipps der positiven Psychologie.
    • Unsere Kultur ist sehr hedonistisch aufgebaut. Wir wollen Dinge sofort und ohne viel Aufwand. Diese Tatsache förder die Faulheit und Bequemlichkeit. Das führt dazu, dass wir uns jedes Mal weniger anstrengen wollen, um etwas zu erreichen. Und wenn etwas mehr Aufwand bedarf, als wir gewohnt sind, geben wir auf.
    • Die Faulheit und Bequemlichkeit ist eine Form der Vermeidung von Erfahrungen, mit Ähnlichkeiten zu dem Phänomen, was bei Phobien auftritt und zur Aufrechterhaltung des Problems beiträgt. Wenn das Denken an eine bestimmte Aktivität in uns Angst oder Furcht auslöst, dann vermeiden wir diese. Dadurch verringern wir unsere Angst und die Vermeidung der Situation wird verstärkt. Dadurch gelangen wir in einen Teufelskreislauf der Vermeidung und des Nichtstuns.
    • Fehlen von emotionaler Unterstützung. Es gibt Situationen, in denen wir nicht über ein unterstützendes Umfeld aus uns nahestehenden Personen verfügen, die uns animieren Dinge zutun oder Projekte anzugehen. In diesen Fällen ist es gut möglich, dass uns die Motivation fehlt, diese Dinge zu tun. Viele von uns brauchen eine externe Verstärkung und Anerkennung, um zu handeln. Die externe Motivation ist das, was sie theoretisch antreibt. Das kann problematisch sein.

    Wie kann man die Faulheit bekämpfen?

    Die unmittelbare Bedürfnisbefriedigung ist der “Instinkt” unseres Gehirns, jedoch schätzen wir uns selbst mehr wert, wenn wir weniger angenehme Aufgaben angehen und erfolgreich ausführen.

    1. Visualisiere dein Ziel

    Denke daran, was du in deinem Leben erreichen willst. Nimm dir ein Ziel vor, unabhängig davon, ob du dich in der Lage siehst es erreichen zu können oder nicht. Frage dich, wo du dich gerne in Zukunft sehen würdest. Wie möchtest du in Erinnerung bleiben? Willst du eine große Firma leiten? Willst du mit Kindern arbeiten? Oder anderen Menschen helfen? Dabei ist alles gut, solange es das ist, was du wirklich möchtest und nicht das was deine Eltern oder dein Umfeld von dir erwarten.

    2. Mach einen Plan

    Eine gute Strategie die Bequemlichkeit und Faulheit zu besiegen ist es, an all die Schritte zu denken, die du tun musst, um dein Ziel zu erreichen. Unterteile dein Ziel in kleine Handlungsschritte. Wenn du beispielsweise einen Job finden willst, sollte dein Ziel nicht nur heißen “Arbeit finden”. Unterteile diese Ziel: Einen Lebenslauf schreiben, Stellenangebote suchen, Kontakte knüpfen, Bewerbungen abschicken, Vorstellungsgespräche vorbereiten… Über den eigenen Tellerrand zu schauen ist einfach, wenn du weißt wie.

    3. Mach einen Schritt nach dem nächsten

    Die einzige Möglichkeit sich von der Faulheit zu befreien ist es, anzufangen Dinge zu tun. Man kann am Anfang mit kleinen einfachen Aufgaben beginnen. Man wird sich schnell darüber bewusst, dass es nicht so schwierig ist 10 oder 15 Minuten etwas zu tun.

    4. Suche Herausforderungen

    Löse dich von der Vorstellung, dass du es nicht schaffen kannst. Sehr häufig lernen wir etwas durch Trial and Error (Versuchen und Scheitern). Wenn man sich das vor Augen führt, merkt man, dass man auch schwierige Aufgaben schaffen kann.

    5. Führe ein Tagebuch mit deinen Erfolgen

    Schreibe deine Erfolge jeden Tag auf, dadurch kannst du die Faulheit besiegen. Es ist einfacher unseren Plan zu verfolgen, wenn wir uns über unsere Fortschritte bewusst werden, die uns unserem Ziel näher bringen.

    6. Gehe Verpflichtungen mit anderen ein

    Mach deine Verpflichtungen öffentlich, um dein Ziel oder dein Vorhaben zu erreichen. Dadurch ensteht eine Motivation, die dein Umfeld generiert und dir somit helfen kann dein Ziel zu erreichen und dich zu unterstützen, die Faulheit zu überwinden.

    7. Akzeptiere eine Erhöhung der Schwierigkeit

    Du brauchst keine Bequemlichkeit und unmittelbare Belohnung. Das führt nur dazu, dass wir nur einfache Aufgaben angehen. Wir machen es uns bequem und verfolgen unsere eigentlichen Ziele nicht mehr und verwandeln uns in faule und bequemliche Personen. Löse dich von diesen Vorstellungen und konzentriere dich auf deine langfristigen Ziele.

    8. Belohne dich

    Die Erholung unterscheidet sich von der Faulheit dadurch, dass sie das Schaffen einer Aufgabe belohnt.  Erlaube dir dich auszuruhen, sobald du dich eine Zeit richtig angestrengt hast.

    9. Pflege dein Selbstbewusstsein

    Oft kommt die Faulheit durch einen Mangel an Selbstbewusstsein. Wir fühlen uns nicht in der Lage eine Aufgabe anzugehen oder irgendetwas zu machen.

    10. Löse dich von negativen Gedanken

    An Negatives zu denken, führt dazu, dass wir uns nicht sehr gut fühlen. Oft sind wir davon überzeugt, dass wir einfach realistisch denken – das ist aber nicht immer der Fall. Zu denken, dass alles schlecht laufen wird, dass wir unfähig sind – das blockiert uns und führt dazu, dass wir beginnen uns auf unbewusste Art und Weise zu sabotieren, um unsere negativen Gedanken und Annahmen zu bestätigen.

    Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Sprech- und Sprachstörungen: Welche gibt es, wie diagnostiziert und behandelt man sie?

Was sind Sprachstörungen? Sprachstörungen, Sprechstörungen oder Sprachbehinderungen beziehen sich auf Probleme der Kommunikation oder andere Bereiche, wie beispielsweise die oralen motorischen Funktionen, die ebenfalls mit der Sprache zusammenhängen. Sprech- und Sprachstörungen können sehr unterschiedliche Symptome aufweisen und reichen von Verständnisproblemen bis hin zu Logorrhoe. Außerdem können sie von Geburt an, oder erst im Erwachsenenalter in Erscheinung treten.

Ursachen von Sprech- oder Sprachstörungen

Es gibt diverse Ursachen für Sprech- oder Sprachstörungen. Wir können die Ursachen je nach Auslöser der Störung unterscheiden. Bei organischen Ursachen, welche sich auf jegliches für die Funktionsweise der Sprache wichtige Organ beziehen können, lassen sich folgende Ursachen unterscheiden:

  • Erbliche Ursachen: Wenn die Sprech- oder Sprachstörungen von den Eltern geerbt werden.
  • Angeborene Ursachen: Wenn die Sprech- oder Sprachstörungen durch den Gebrauch von Pharmazeutika oder Komplikationen während der Schwangerschaft auftreten.
  • Perinatale Ursachen: Die Sprech- oder Sprachstörungen entstehen durch Komplikationen während der Geburt
  • Postnatale Ursachen: Die Sprech- oder Sprachstörungen entstehen nach der Schwangerschaft, ein Beispiel sind die Sprech- oder Sprachstörungen, die durch eine Frühgeburt verursacht werden.

Zusätzlich zu den organischen Ursachen gibt es die funktionellen Ursachen, welche auf eine pathologische Funktionsweise der Organe zurückzuführen sind, die in die Sprache verwickelt sind. Ebenfalls gibt es hormonelle Ursachen, die vor allem die psychomotorische Entwicklung des Kindes beeinflussen. Ökologische Ursachen sind auch ein Faktor, der Einfluss auf die Sprache nehmen kann, das Umfeld kann hierbei die sprachlichen Fähigkeiten eines Individuums beeinflussen. Abschließend spielen die psychosomatischen Ursachen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Sprachstörungen, da unser Denken einen großen Einfluss auf uns hat und es so zu einem anormalen Sprachgebrauch kommen kann. In gleicher Weise können Sprachschwierigkeiten auch unsere Gedanken beeinflussen. Beides kann die Fähigkeit des korrekten mündlichen Ausdrucks und Verständnisses erschweren.

Symptome von Sprech- oder Sprachstörungen

Verschiedene Symptome können eine mögliche Sprach- oder Sprechstörung, abhängig von der Störung und der betroffenen Sprachzone, vorhersagen. In der folgenden Klassifikation lassen sich verschiedene Symptome der allgemeinen Sprach- und Sprechstörungen unterscheiden:

  • Symptome einer Störung in der Ausdrucksentwicklung: Diese Störungen lassen sich beispielsweise durch einen extrem begrenzten Wortschatz erkennen, durch Schwierigkeiten beim Wörtermerken oder bei der Generierung von langen Sätzen (Sprachstörung).
  • Symptome einer Mischstörung der expressiv-rezeptiven Sprache: Hierbei zeigen sich die gleichen Symptome wie im vorherigen Abschnitt des Ausdrucks. Zusätzlich treten Probleme bei dem Sprachempfang auf, wie zum Beispiel das Verständnis von Wörtern oder Sätzen (Sprachstörung).
  • Symptome einer phonologischen Störung: Die Betroffenen zeichnen sich durch die Unfähigkeit aus, gewisse Sprachlaute verwenden zu können. Ebenfalls machen sie Fehler bei der Erzeugung, Darstellung und/oder Verwendung von Lauten (Sprechstörung).

Die Redeflussstörungen zeichnen sich durch Unterbrechungen, Pausen, Wiederholungen oder Einschübe aus. Zu diesen Störungen gehört das Stottern, eine der bekanntesten Sprechstörungen, bei der es zu einer Störung des Redeflusses und der Organisation der Worte kommt.

Obwohl Sprache an sich ein komplexer Prozess ist und diesbezügliche Störungen divers sind, lassen sich bestimmte Merkmale identifizieren, die eine mögliche Sprachentwicklungsstörungs anzeigen. Bei den Sprachstörungen bei Kindern, lassen sich die folgenden Anzeichen unterscheiden:

  • Die expressive Sprache betreffend: Ein Problem ist dann wahrscheinlich, wenn das Kind einen beschränkten aktiven Wortschatz hat als andere gleichaltrige Kinder, es dem Kind schwer fällt neue Wörter zu lernen, es verbale Zeiten verwechselt, es allgemeine statt spezifische Wörter nutzt, es selten spricht, es -obwohl es Wörter richtig aussprechen kann- sinnlose Sätze sagt, eine begrenzte Satzstruktur verwendet oder häufig bestimmte Phrasen verwendet.
  • Die rezeptive Sprache betreffendZeichen hierfür sind, dass das Kind desinteressiert wirkt wenn Menschen sprechen, es dem Kind schwer fällt bestimmte Anweisungen zu befolgen oder zu verstehen was gesagt/gesagt wird.

Für detaillierte Information über die kindliche Sprachentwicklung ist das untenstehende Video hilfreich:

Sprechstörungen: Klassifizierung und Typen

Die allgemeinen Typen der Sprechstörungen lassen sich folgendermaßen klassifizieren und unterscheiden:

1- Dysartrhien: 

Bei Dysarthrien handelt es sich um eine Reihe von Sprechstörungen, die aufgrund erworbener Hirnschäden bzw. Schädigungen der Hirnnerven und peripheren Gesichtsnerven entstehen. Diese Läsionen können sowohl die Ausführung als auch die Sprechbewegung einschränken.

2- Dyslalien:

Dyslalien umfassen Sprechstörungen der Aussprache beziehungsweise der Artikulation.  Hierbei kommt es zum Auslassen oder dem falschen Einsatz bestimmter Phoneme.

Es gibt hierbei verschiedene Ursachen von Dyslalien:

  • Physiologische Dyslalien: Die Ursache der Fehlartikulation ist, dass die Sprechorgane des Kindes noch nicht komplett ausgebildet sind, um bestimmte Worte zu artikulieren. Bis zu einem bestimmten Alter ist dies ganz normal und ist kein Anlass zur Sorge, insofern sich diese Probleme nicht über einen langen Zeitraum erstrecken.
  • Audiogene Dyslalien: Wie durch den Namen angedeutet, liegt die Ursache der Sprechstörung in einem Defekt im Hörvermögen des Kindes. Dadurch kann das Kind die Wörter nur eingeschränkt erkennen und imitieren, was dazu führt, dass das Kind sich nicht normal ausdrücken kann. Es ist naheliegend, dass wir schlecht sprechen, wenn wir schlecht hören.
  • Funktionelle Dyslalien: Diese Art der Dyslalie kann durch eine physiologische Dyslalie hervorgerufen werden. Hierbei bleibt die Sprechstörung bestehen, obwohl die Sprechorgane des Kindes bereits voll ausgebildet sind. Hierbei handelt es sich um einen Defekt in der Artikulierung der Botschaft.
  • Organische Dyslalien: Diese Art der Dyslalie wird auch Dysglossie genannt und ist auf Defekte der Sprechorgane zurückzuführen.

3- Dysglossien:

Die Dysglossie kann durch verschiedene organische Veränderungen ausgelöst werden. Hierbei kann es folgende Ursachen geben:

  • Labiale Dysglossien: Sie werden durch eine Veränderung der Form der Lippen verursacht. Zwei der bekanntesten Varianten sind die Hasenscharte oder das Lippenbändchen (Frenulum).
  • Mandibulare Dysglossien: Sie werden durch eine Veränderung der Form des Ober- oder/und Unterkiefers hervorgerufen. 
  • Dentale Dysglossien: Diese Art von Sprechstörung wird durch eine Veränderung der Form oder der Position der Zähne verursacht.
  • Linguale Dysglossien: werden durch Veränderungen der Zunge verursacht. Die Zunge ist ein Organ, das eine perfekte Synchronisierung zum Sprechen benötigt. Einige Störungen, die diese Art von Dysglossie auslösen können, sind die Ankyloglosson (angewachsenes Zungenbändchen), die Makroglossie (unverhältnismäßige Größe der Zunge) oder die einseitige oder beidseitige Lähmung der Zunge.
  • Nasale Dysglossien: werden durch Störungen verursacht, die verhindern, dass die Luft normal in die Lungen geleitet werden kann.
  • Palatale Dysglossien: werden durch Veränderungen des Gaumens verursacht.

4- Stottern

Das Stottern ist eine Sprechstörung des Redeflusses, die sich durch Spasmen und Wiederholungen aufgrund einer fehlerhaften Koordination der Ideomotrizität des Gehirns auszeichnet.

Weitere Störungen der Sprache: Klassifizierung und Typen

1- Aphasien

Diese Art der Sprachstörung tritt nach unterschiedlichen Erkrankungen auf, deren Ursache Verletzungen bestimmter Gehirnregionen ist, die mit der Sprache verbunden sind.

  • Broca-Aphasie: Die Borca-Aphasie wird durch eine Verletzung im Gyrus frontalis inferior, dem Broca-Areal und benachbarten Regionen verursacht. Betroffene leiden unter extremen Schwierigkeiten sich zu artikulieren und haben starke Wortfindungsstörungen. Sie sprechen meist in sehr kurzen Sätzen, hingegen bleibt das Verständnis größtenteils unversehrt oder wenig beschädigt.

  • Wernicke-Aphasie: Die Wernicke-Aphasie ist eine Sprachstörung, die durch Verletzungen im linken Temporallappen samt auditivem Cortex entsteht. Diese Störung ist auch als rezeptive Aphasie bekannt und zeichnet sich durch ein relativ flüssiges Sprechen aus, allerdings beinahe ohne informativen Wert. Es kommt zum semantischen Paraphasien (Wörterverwechslungen) und phonematischen Paraphasien (Lautverdrehungen) und Neologismen (Wortneuschöpfungen). Diese Symptome gehen mit Verständnisproblemen einher.

  • Leitungsaphasie: Diese Sprachstörung wird durch eine Verletzung im Fasciculus arcuatus und/oder anderen Verbindungen der Temporal- und Frontallappen verursacht. Diese Störung zeichnet sich durch einen relativ flüssigen spontanen Sprachgebrauch, ein gutes Verständnis aber mit Problemen des Nachsprechens aus. Die Leitungsaphasie beinhaltet manchmal Leseprobleme (verbessert sich beim lauten Vorlesen) und Schreibschwierigkeiten oder unter anderem Bezeichnungsfehler.

  • Transkortikale sensorische Aphasie: Diese Art von Störung wird durch eine Verletzung der Verbindungen zwischen den Parietal- und Temporallappen verursacht und sorgt für Verständnisschwierigkeiten einzelner Wörter, obwohl die Fähigkeit des Nachsprechens relativ intakt bleibt.
  • Anomische Aphasie: Sie wird durch Verletzungen in mehreren Teilen der Temporal- und Parietallappen verursacht und sorgt für Wortfindungsstörungen, wie beispielsweise Schwierigkeiten beim Benennen von Gegenständen. Die Sprache ist jedoch flüssig.
  • Globale Aphasie: Diese Aphasie ist die schwerste Form, es kommt zu Störungen bei allen Sprachfunktionen, sowohl der lautsprachlichen Äußerungen als auch des Sprachverständnisses. Die globale Aphasie wird meistens durch einen Totalinfarkt im Gebiet der Arteria cerebri media verursacht.

2- Legasthenie

Die Legasthenie, ist eine massive Störung des Schriftspracherwerbs. Da sie sehr bekannt ist, wird ihr nur ein kleiner Abschnitt in diesem Artikel gewidmet. Die auch als Lese-Rechtschreib-Schwäche oder LRS bezeichnete Störung  ist eine “Lernstörung des Lesens und Schreibens”, deren Ursprung in einem Problem der Nervenentwicklung des Individuums zu liegen scheint. Aktuell existieren professionelle Werkzeuge zur neuropsychologischen Bewertung der Legasthenie, zur Behandlung der Legasthenie im Klassenraum und Spiele zur kognitiven Stimulation für Kinder mit Legasthenie.

3- ADHS oder Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität

ADHS ist eine Störung, die Veränderungen der Sprache impliziert und bei den Betroffenen Probleme in zwei Bereichen hervorruft: beim Lernen und bei der Kommunikation. Laut einer Studie weisen Kinder mit ADHS Schwierigkeiten bei der phonologischen Organisation und der Syntax auf. Außerdem zeigen sie Probleme bei der semantischen Organisation und haben ein schlechteres auditives Gedächtnis. Heutzutage gibt es professionelle Werkzeuge für die neuropsychologische Bewertung von ADHS, Neurowissenschaftliche Werkzeuge zur Behandlung von Lernschwierigkeiten im Klassenraum und Übungen zur kognitiven Stimulation für Kinder mit ADHS.

4- Dyskalkulie

Ebenfalls soll die Dyskalkulie genannt werden, bei der es sich per se nicht um eine Störung der Sprache handelt, die aber das Verständnis einer “anderen Sprache” – der Mathematik – beeinflusst. Diese Störung beeinflusst die Fähigkeit mit Zahlen zu arbeiten und mathematische Konzepte zu verstehen. Diejenigen, die unter ihr leiden, verstehen die Logik mathematischer Prozesse nicht.

Heutzutage gibt es professionelle Werkzeuge für die neuropsychologische Bewertung der Dyskalkulie und Übungen zur kognitiven Stimulation für Kinder mit Dyskalkulie.

Wie Sprech- und Sprachstörungen diagnostiziert werden

Zur Diagnose von Sprachstörungen werden unter Beachtung bestimmter Richtlinien Tests durchgeführt. Bei der Betrachtung von Sprech- und Sprachstörungen bei Kindern müssen eine Reihe von Strategien verfolgt werden, um die Probleme zu identifizieren, die sich zu einer Störung entwickeln könnten.

Für eine professionelle Diagnose von einer Sprech- und Sprachstörung bei Kindern müssen zunächst die Eltern und die Schule beziehungsweise Lehrer befragt werden. Dadurch lassen sich wichtige Informationen zum Verhalten des Kindes und der Tragweite seiner Probleme erkennen. Außerdem muss das Kind selbst befragt werden, wobei hier Aufnahmen und ein Hörtest durchgeführt werden sollte. Um die Diagnose zu vervollständigen sollten sowohl die Eltern als auch die Lehrer spezielle Fragebögen ausfüllen und das Kind spezifische neuropsychologische Test durchgeführen.

Sprech- und Sprachstörungen: Wie man zuhause helfen kann

Wie im Laufe des Artikels deutlich gemacht wurde, gibt es keine allgemeine Symptome, da jede Sprech- beziehungsweise Sprachstörung bei Kindern unterschiedlich verläuft. Ebenfalls äußern sich diese mit verschieden Schweregraden, was jedes Individuum vor spezifische Probleme stellt. Im Folgenden werden einige allgemeine Ratschläge genannt, die befolgt werden können, wenn ein Kind an einer Sprech- oder Sprachstörung leidet.

Wichtig ist, da das Kind an einem Kommunikationsproblem leidet, dafür zu sorgen so viel wie möglich mit ihm zu kommunizieren. Dabei kann Musik gehört oder gesungen werden und dem Kind sollte Zeit gegeben werden seine Sätze beim sprechen selbst zu beenden.

Ebenfalls hilft es, mit dem Kind zu Lesen, dabei ist eine interaktive Gestaltung von Vorteil. Es kann über Inhalte gesprochen, Bilder beschrieben werden oder das Kind gebeten werden sich selbst ein alternatives Ende auszudenken. Diese Übungen helfen der sprachlichen Entwicklung des Kindes.

Wichtig ist ebenfalls, das Problem des Kindes gut zu verstehen. Hierbei ist es ratsam einen Experten aufzusuchen, der bei der Behandlung der spezifischen Störung helfen kann.

Je genauer die Störung des Kindes bekannt ist, desto spezifischere Interventionen können durchgeführt werden. Probleme wie Legasthenie, Dyskalkulie, ADHS oder eine andere spezifische Sprech- oder Sprachstörung besitzen spezielle Behandlungsansätze, die in den beigefügten Links zu finden sind.

Sprachstörungen: Wie kann man in der Schule helfen

Damit sich alle Schüler adäquat entwickeln können, ist es notwendig, Programme zur Erkennung von Sprachschwierigkeiten einzusetzen und zu fördern. Dies ermöglicht bei Bedarf ein frühzeitiges Eingreifen. Es gibt Bildungsplattformen für Schulen und Lehrer, die hierbei sehr nützlich sein können.

Die Rolle des Lehrpersonals spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung des Kindes. Die Lehrperson hat hierbei eine Vermittlerfunktion im Lernprozess und kann zur Verbesserung des Individuums im Schulleben beitragen.

Sprachstörung: Ein gutes Bildungsprogramm sorgt für ein umfassendes Lernen

Vorschläge des “Leitfaden zur pädagogischen Betreuung von Schülern mit Störungen in der mündlichen und schriftlichen Sprache” sind:

• Das Bildungszentrum sollte für Voraussetzungen sorgen, welche die sprachliche Stimulation und soziale Interaktion fördern.
• Die erzieherische Hilfestellung sollte vom selben Erziehungsteam kommen, das für das Kind zuständig ist.
• Beratungsteams und Beratungsabteilungen sollten diese Funktion unterstützen, aber niemals ersetzen.
• Es sollten mündliche Sprachprogramme sowohl zur Vorbeugung als auch zur Stimulation entwickelt werden.
• Die Organisation des Bildungszentrums sollte garantieren, dass eine Koordinierung zwischen dem unterstützenden Personal, dem Personal für Hör- und Sprachverstehen und dem Rest des erzieherischen Teams möglich ist, damit alle aufeinander abgestimmt und mit derselben Vorgehensweise arbeiten.

Quelle: Mario de Vicente, Psychologe bei CogniFit.

Entwicklungsstufen nach Piaget – Entwickelt sich mein Kind seinem Alter entsprechend?

Woher weiß ich, ob mein Kind seinem Alter entsprechend gewisse Fähigkeiten entwickelt? Wie denken Kinder und was sind die Phasen ihrer Entwicklung? Ist es normal, dass sie sprachliche oder logische Fehler machen? Die Entwicklungsstufen nach Piaget erklären die Phasen der Kindesentwicklung auf verständliche Art und Weise. Finde in diesem Post heraus, ob dein Kind sich seinem Alter entsprechend entwickelt. Wir klären all deine Zweifel!

Piagets Theorie: Entwicklungsstufen von Kindern

Piaget ist aufgrund seiner Erkenntnisse über die Kindheit und die Intelligenzentwicklung von Kindern einer der berühmtesten Psychologen der Geschichte. Sein Leben lang widmete er sich der Erforschung der verschiedenen Wachstumsphasen und wie sich in diesen Phasen unsere Lern-, Denk- und kognitiven Entwicklungsmodelle verändern. Dieser Artikel erläutert die Theorie Piagets zu den Entwicklungsstufen und bietet eine Erklärung zu den verschiedenen Phasen der Kindesentwicklung.

Piaget: Theorie

Piagets Theorie besagt, dass Kinder gemäß ihres Intellekts und ihrer Fähigkeit, reife Beziehungen wahrzunehmen, spezifische Phasen durchlaufen. Diese Phasen der Kindesentwicklung treten bei jedem Kind in jedem Land in einer festen Reihenfolge auf. Allerdings kann das Alter in welchem die Phasen auftreten von einem Kind zum anderen leicht variieren.

Es kommt häufig vor, dass Kinder in jungen Jahren sich nicht so in andere einfühlen können, wie es ein Erwachsener machen würde und “egozentrisch denken”. Dies tun sie ihrem Alter und Fähigkeiten entsprechend, genauso wie es normal ist, dass Kinder Fehler begehen.

In der Kindheit findet eine natürliche Entwicklung statt, bei der die Kinder “zu denken beginnen”, oder besser gesagt, mit der Welt, in der sie leben, zu interagieren. Das bedeutet eine Reihe von Entwicklungsveränderungen im Leben des Kindes, gekennzeichnet durch Phasen während der gesamten Kindheit, von der Geburt an bis zur Präadoleszenz. Diese Phasen, in denen sie gewisse Fertigkeiten entwickeln, sind gegenwärtig in die “Entwicklungsstufen von Piaget” unterteilt.

Was ist Piagets Theorie? Jean Piaget (schweizer Psychologe und Biologe) führte zahlreiche Studien zur Kindheit durch und teilte diese in Phasen ein, sogenannte Stadien. Piagets Theorie nimmt an, dass sich die Entwicklung des Kindes in entsprechende Phasen unterteilen lässt, die vom Alter des Kindes abhängen.

Piagets Stadien beschreiben eine Gesamtheit an relevanten Gegebenheiten im frühkindlichen Entwicklungsprozess. Beispielsweise kann die Sprechweise, die Kinder benutzen, mit dem Alter sehr stark variieren (Gebrabbel, erfundene Wörter, Pseudo-Wörter, in der dritten Person von sich selbst sprechen …), genau wie die Art des Denkens (egozentrisches Denken, bei dem alles sich um das dreht, was das Kind sieht oder glaubt), oder auch körperliche Fertigkeiten (Reflexe benutzen, krabbeln, dann gehen, laufen …). Diese komplette Entwicklung findet in den Stadien von Piaget kontinuierlich und fortschreitend in einem ungefähren Altersabschnitt statt.

Die Grundannahmen Piagets. Als Basis seines Entwicklungsmodells geht Piaget davon aus, dass wir Menschen mit zwei grundlegenden Tendenzen auf die Welt kommen. Die erste dieser beiden Tendenzen ist die Adaptation, sprich unsere Anpassungsfähigkeit an die Umwelt. Diese Fähigkeit gliedert sich wiederum in zwei komplementäre Prozesse: die Assimilation, hier verändert man die Umwelt um diese an die eigenen Wünsche und Bedürfnisse anzupassen und die Akkommodation, bei der das eigene Verhalten an die Umwelt angepasst wird. Laut Piagets Theorie streben alle Menschen danach durch Assimilation und Adaptation ein Gleichgewicht zwischen sich und ihrer Umwelt herzustellen um harmonisch leben zu können. Die zweite Tendenz die Piaget als Basis seiner Theorie postuliert ist die Organisation, bei der die eigenen Prozesse in kohärente Systeme integriert werden. Das bedeutet beispielsweise, dass ein Kleinkind nachdem es die Augen-Hand-Koordination gelernt hat, Beobachtungen und Handlung in ein System integrieren kann und nach etwas bestimmtem greift, während es danach schaut. Dies ist ein Prozess den Kinder erst erlernen müssen, Neugeborene können diese Integration noch nicht. Diese Annahmen bilden die Basis des Lernens und somit die Grundsteine für die Entwicklungsstufen Piagets.

Tritt in Piagets Theorie jede Entwicklungsphase oder jedes Entwicklungsstadium in einem exakten Moment auf?

Nein, sie müssen nicht in einem exakten Moment auftreten, aber wir können davon ausgehen, dass es sensible Zeiträume in jedem Alter gibt, in denen es wahrscheinlicher und üblicher ist, dass sich bestimmte Fähigkeiten entwickeln können. Es ist wahrscheinlicher, dass sich eine bestimmte Fähigkeit in einem bestimmten Alter entwickelt, zum Beispiel beim Spracherwerb wären das die ersten Worte, wenn das Kind in etwa 1 Jahr alt ist, aber die Sprache wird sich bis zum siebten Lebensjahr nicht vollständig entwickeln und auch dann noch einen beschränkten Wortschatz besitzen, der in den folgenden Jahren ansteigen wird.

Entwicklungsstufen des Kindes nach der Theorie von Piaget

Piaget schlug 4 Entwicklungsstufen von Kindern vor: 1. Stadium der sensomotorischen Intelligenz (Kinder von 0-2 Jahren), 2. Stadium der präoperationalen Intelligenz (Kinder von 2-7 Jahren), 3. Stadium der konkret-operationalen Intelligenz (Kinder von 7-11 Jahren), 4. Stadium der formal-operationalen Intelligenz (Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren, bis ungefähr 19 Jahre). Im Folgenden beschreiben wir die Entwicklungsstufen von Piaget näher.

1. Kindesentwicklung: Stadium der sensomotorischen Intelligenz (Kinder von 0-2 Jahren)

Dieses Entwicklungsstadium Piagets zeichnet sich dadurch aus, dass das Kind ein Verständnis für seine Umwelt, in der es sich bewegt, entwickelt. Es koordiniert die sensorische Erfahrung mit seiner körperlichen Bewegung, diese Prozesse werden im Gehirn integriert. In diesem Zeitraum ereignet sich eine Weiterentwicklung der angeborenen Reflexe.

  • Es ist erwiesen, dass Kinder in diesem Alter eine Vorliebe für bunte Reize haben, die glänzen, sich bewegen und hohe Kontraste aufweisen.
  • Außerdem bilden sie Konzepte, indem sie ein Ereignis mit ihrem eigenen Körper nachzuahmen versuchen, zum Beispiel, indem sie ein Geräusch machen, während sie auf ein Spielzeug schlagen, einen Gegenstand werfen, oder an einer Decke ziehen um an einen Gegenstand, der auf der Decke ist, zu gelangen, etc. In diesem Alter ahmen die Kinder auf zufällige Art und Weise Ereignisse nach und experimentieren so mit ihrem eigenen Körper und es schärfen sich die Sinne.
  • Erster Kontakt des Babys mit der Sprache: Der erste Kontakt des Babys mit der Sprache findet im Mutterleib statt, während der Schwangerschaftsmonate beginnt es, sich an die elterlichen Stimmen zu gewöhnen. Untersuchungen belegen, dass sie den Klang der menschlichen Stimme in ihren ersten Lebenstagen allen anderen Geräuschen vorziehen. Es ist verwunderlich wie sehr sie an Sprache gewöhnt sind, denn von dem Moment an, in dem das Baby zur Welt kommt, hat es die erstaunliche Fähigkeit den Klang der Stimme zu erkennen. Untersuchungen von Casper und Spence zeigten außerdem, dass sich die Kinder besonders von der Sprechweise ihrer Mutter angezogen fühlen, die sie identifizieren, bevor sie die Stimme von Fremden erkennen.
  • Wie kommunizieren Kinder von 0 bis 2 Jahren? Direkt nach der Geburt ist die beste Art der Kommunikation des Babys das Weinen, da es keine anderen Laute von sich geben kann (es ist körperlich nicht dafür ausgestattet). Während der ersten Monate benutzt es unbeabsichtigt prälinguistische Ausdrücke durch Lächeln und Weinen, die später zielgerichtet werden, wenn sie lernen, diese zur Kommunikation zu nutzen. Auf alle Fälle interpretieren die Eltern, was das Kind macht, wenn es weint oder lächelt, und so findet eine erste nicht beabsichtige Kommunikation vom Baby aus statt. Mit etwa 6 Monaten kommt das erste Gebrabbel mit Konsonant-Vokal, zum Beispiel “bababa”. Die ersten flüssigen Worte bringt das Baby hervor, wenn es ungefähr 12 Monate alt ist.

2. Kindesentwicklung: Stadium der präoperationalen Intelligenz (Kinder von 2-7 Jahren)

Dies ist die zweite Entwicklungsstufe von Piagets Theorie. Ab 3 Jahren geschieht etwas Wichtiges im Leben des Kindes, die Einschulung bzw. die Aufnahme in den Kindergarten. Dies setzt eine sehr wichtige soziale Komponente voraus.

  • Das Kind beginnt mit anderen, besonders Gleichaltrigen, in Beziehung zu treten, da vor diesem Moment seine einzigen Beziehungen die zur Familie waren.
  • Wie kommunizieren die Kinder von 2 bis 7 Jahren? Obwohl zwischen 3 und 7 Jahren eine riesige Steigerung des Wortschatzes stattfindet, werden die Kinder in der frühen Kindheit durch ein “egozentrisches Denken” gelenkt, das heißt, das Kind denkt auf seine individuellen Erfahrungen bezogen, was verursacht, dass sein Denken noch statisch, intuitiv und nicht logisch ist. Deshalb kommt es häufig vor, dass Kinder bis 6 Jahre sowohl beim Interpretieren als auch beim Ausdrücken eines Ereignisses Fehler machen.
  • In der dritten Person zu sprechen während von sich selbst gesprochen wird ist ganz normal in dieser Phase, denn das “Ich”-Konzept, das es von dem Rest der Welt trennt, ist noch nicht ganz definiert.
  • Kinder in diesem Alter, zwischen 2 und 7 Jahren, sind sehr neugierig und lernfreudig, deshalb fragen sie ihre Eltern oft nach dem “Warum”.
  • In dieser Phase schreiben Kinder Gegenständen menschliche Gefühle oder Gedanken zu. Dieses Phänomen nennt man Animismus.

Das “egozentrische Denken” nach Piagets Theorie: Warum können sich die Kinder in dieser Entwicklungsstufe nicht in andere hineinversetzen? Diese Tatsache hängt mit der “Theory of Mind” zusammen, die sich auf die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen bezieht. Kinder haben diese Fähigkeit bis zum Alter von 4 oder 5 Jahren nicht. Deshalb denkt das Kind bis zu diesem Alter, dass “die anderen genau so wie es selbst sehen und denken”. Diese Theorie hilft uns zu erklären, warum Kinder bis 5 Jahre nicht lügen oder Ironie benutzen können.

Jede dieser Beschränkungen im prä-logischen Stadium wird nach dem 6. oder 7. Lebensjahr in der nächsten Entwicklungsstufe überwunden und festigt sich bis zum Alter von 14 oder 15 Jahren.

3. Kindesentwicklung: Stadium der konkret-operationalen Intelligenz (Kinder von 7-11 Jahren)

In diesem vorletzten Stadium von Piagets Entwicklungsstufen beginnen die Kinder logisches Denken in konkreten Situationen anzuwenden. In dieser Phase können sie Aufgaben, wie mathematische Vorgänge, auf komplexerem Niveau anhand von Logik ausführen. Nichtsdestotrotz, obwohl sie große Fortschritt im Vergleich zum prä-logischen Stadium gemacht haben, können sie in diesem Entwicklungsstadium die Logik nur mit gewissen Begrenzungen anwenden: Das Hier und Jetzt ist immer einfacher für sie. Das abstrakte Denken wird in diesem Alter noch nicht genutzt. Das bedeutet, es ist weiterhin kompliziert für Kinder in diesem Alter Kenntnisse auf ein Thema anzuwenden, dass sie nicht kennen.

4. Kindesentwicklung: Stadium der formal-operationalen Intelligenz (Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren)

Diese letzte Phase der Entwicklungsstufen von Piaget zeichnet sich durch den Erwerb des logischen Denkens unter allen Umständen, inklusive des abstrakten Denkens, aus.

  • Die Neuheit in dieser letzten Phase im Bezug auf die Intelligenz des Kindes ist, wie Piaget hervorhebt, die Möglichkeit Hypothesen aufzustellen über etwas, was sie nicht konkret so gelernt haben.
  • Hier beginnt sich das Lernen als “ein Ganzes” zu etablieren, und nicht, wie im vorherigen Stadium, auf eine konkrete Art und Weise.

Phasen der Kindesentwicklung nach Piaget

Laut Piaget Verzögerung in der Entwicklung meines Kindes – Muss ich mir Sorgen machen?

  • Zuallererst: Geduld. Es ist wahr, dass es sensible Phasen für den Spracherwerb (entdecke hier die Vorteile von Zweisprachigkeit) gibt, genau wie für andere Arten von Fähigkeiten, wie Motorik, kognitive Entwicklung, Lesen etc. Aber nach Piagets Theorie darf man nicht vergessen, dass alles nach einem kontinuierlichen Prozess abläuft, der sich nach und nach bildet. Dabei können manche Kinder etwas länger brauchen um etwas zu lernen, andere hingegen etwas frühreif sein. Obwohl dies nur eine Zusammenfassung von Piagets Theorie ist und den verschiedenen Phasen der Kindesentwicklung, muss angemerkt werden, dass das angegebene Alter nur ein Richtwert ist um statistische Vergleiche anstellen zu können. Manchmal brauchen Kinder etwas länger, um eine Fähigkeit zu erlernen, dies muss keine negativen Konsequenzen zur Folge haben.
  • In anderen Fällen, wenn das Kind zum Beispiel eine längere Zeit nach der Einschulung wirklich Schwierigkeiten bei der Kommunikation, beim Spielen oder beim generellen Zurechtkommen mit den anderen hat oder auch sich auf eine ganz andere Weise Kenntnisse aneignet, als die anderen, ist es angebracht, das Kind zu einem Spezialisten zu bringen (Psychologe sowohl in der Schule als auch außerhalb und Kinderarzt zur Orientierung).
  • Sollte das Kind aber weder Probleme haben noch Pathologien aufweisen, sondern einfach etwas länger brauchen oder Schwierigkeiten in einem bestimmten Bereich haben, ist es wichtig das Kind zuhause und in der Schule zu motivieren und ihm die Hilfe zu bieten, die es braucht. Wenn das Kind länger braucht um seine Aufgaben zu erledigen oder in gewissen Momenten Schwierigkeiten hat oder seine Entwicklung nicht genau mit den Entwicklungsstufen von Piaget übereinstimmt, kein Grund zur Panik. Das bedeutet keinesfalls, dass das Kind in der Zukunft Probleme haben wird oder seine Fähigkeiten nicht erfolgreich ausbilden wird, wenn es dabei Hilfe bekommt und sich anstrengt.
  • Denk daran, dass ein dreijähriges Kind nicht lügen kann (daher kommt die Redensart “Kindermund tut Wahrheit kund”), sie teilen nur ein Stückchen ihrer Weltsicht mit, von “ihrem eigenen Fenster” aus. Deswegen ist es wichtig zu verstehen, dass sie keine Erwachsenen sind und erst lernen müssen sich in einer Welt zurechtzufinden in der sie Schritt für Schritt immer unabhängiger werden. Aber von Geburt machen Kinder große Fortschritte um etwas Neues zu lernen, und wir Erwachsenen sollten alles dafür tun um mehr über ihre Welt lernen und ihnen dabei zu helfen, voranzukommen und jede Hürde zu meistern.
  • Dabei können Eltern auch das Selbstwertgefühl ihrer Kinder fördern und ihnen so zu einer starken Persönlichkeit helfen.

Piagets Theorie der Entwicklungsstufen beschreibt neben der sehr vollständigen Erklärung der verschiedenen Entwicklungsstadien von Kindern auch die Magie die von Kindern ausgeht, mit ihrem egozentrischen Denken, ihrer Neugierde auf ihre Umwelt und ihre Unschuld. All dies sollte uns dazu anregen darüber nachzudenken, dass wir Erwachsenen lernen sollten, Kinder zu verstehen, zu unterstützen, zu motivieren und jede Phase mit ihnen zu genießen.

 

Quelle: Eva Rodriguez Weisz, Psychologin bei CogniFit.

 

 

Was ist die Leichte Kognitive Beeinträchtigung (LKB)? Wie erkennt man sie?

Was ist die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB) oder leichte kognitive Störung? Die leichte kognitive Beeinträchtigung zeichnet sich durch den Verlust kognitiver Funktionen aus. Im Konkreten beobachtet man Beeinträchtigungen in den Prozessen der Aufmerksamkeit, im Gedächtnis und bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit. Trotzdem sind die Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung komplett selbstständig und können ihren Alltagsaktivitäten nachgehen. In diesem Artikel erklärt dir die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda die wichtigsten Punkte, um alles Notwendige über die leichte kognitive Beeinträchtigung zu lernen und sie von der Demenz oder Alzheimer zu unterscheiden. Außerdem wird erklärt, wie man ihr Eintreten verzögern kann und sie mit einer Reihe von täglichen Abläufen ausbremst.

Leichte kognitive Beeinträchtigung

Was ist die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB)?

Die leichte kognitive Beeinträchtigung tritt bei Personen ab einem alter von 65 Jahren auf. Mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl der Betroffenen. Sie tritt außerdem mit größerer Wahrscheinlichkeit in ländlichen Gegenden auf und es leiden gleich viele Männer und Frauen unter ihr. Zudem weisen die Menschen mit LKB eine größere kognitive Beeinträchtigung auf, als man es von ihrem Alter und Bildungsstand erwarten würde, also unterscheiden sie sich leicht durch ihre schlechteren Leistungen in den Bewertungen von ihren Altersgenossen. Die kognitive Beeinträchtigung kann, wenn auch weniger häufig, bei jungen Menschen auftreten und ensteht meistens aus anderen Gründen. Alkohol und Gehirn: Welche Folgen hat übermäßiger Alkoholgenuss im Nervensystem? Die leichte kognitive Beeinträchtigung zeichnet sich durch einen kognitive Störung aus, die für gewöhnlich das Gedächtnis miteinbezieht, aber nicht die nötige Schwere hat, um die notwendigen Kriterien für eine Demenz-Diagnose zu erfüllen (DSM-IV).

Die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB) wird als eine diagnostische Einheit gesehen und bezieht sich auf einen vorübergehenden Zustand zwischen dem normalen Alterungsprozess und dem anormalen Alterungsprozess (Demenz).

Um eine Person mit leichter kognitive Beeinträchtigung (LKB) zu diagnostizieren, sollten sich folgende diagnostische Kriterien erfüllen, nach Petersen et Al, (2009)

  1. Präsenz von Gedächtnisbeschwerden, im besten Fall durch einen Informanten verifiziert: Das Gefühl eines Gedächtnisverlustes kann subjektiv sein und eine typische Angstreaktion im Alter sein, obwohl dieser nicht wirklich existiert oder nicht Besorgnis erregend ist. Deshalb ist das erste diagnostische Kriterium, dass der Partner oder ein Familienmitglied das Vorhandensein der Beschwerden nicht nur bestätigt, sondern auch Auskunft darüber geben kann, wie zum Beispiel seit wann sie auftreten, in welcher Intensität etc.
  2. Objektive Gedächtnisstörung unter dem Altersdurchschnitt: Der zweite Schritt zur Diagnose der leichten kognitiven Beeinträchtigung ist die Bewertung der Person in vielen Bereichen, inklusive neuropsychologischen Tests, um den Grad der Beeinträchtigung genau zu messen und zu bestimmen, ob es als Diagnose klassifiziert werden kann oder nicht.
  3. Allgemein normale kognitive Funktion: Die Person ist dazu in der Lage, ihre Alltagsaufgaben wie immer und ohne Hilfe zu erledigen. Mit dem Hund spazieren gehen, sich waschen, kochen, einkaufen gehen …
  4. Einfache Aktivitäten des Alltags sind intakt, auch wenn es zu leichten Störungen bei den komplexeren Aufgaben kommen kann: Die Person kann mit der Zeit wahrnehmen, dass sie neue Informationen nicht so schnell verarbeitet wie vorher und Aufgaben, denen sie früher problemlos nachging, wie ein Buch lesen, können sie überfordern und verwirren.
  5. Abwesenheit von Demenz: Ein Schlüsselfaktor für die Diagnose der leichten kognitiven Beeinträchtigung (LKB) ist das Nichtvorhandensein von Demenzsymptomen wie Apraxien, Agnosien, Prosopagnosien, Sprach- und Bewegungsstörungen.

Arten der leichten kognitiven Störung

Zusätzlich zu den Diagnosekriterien unterscheiden die Autoren zwischen drei möglichen Arten von leichter kognitiver Beeinträchtigung (LKB), die zu unterschiedlichen möglichen Evolutionen führen. Wir können die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB) in drei Kategorien einteilen:

  • Leichte kognitive Störung amnestischer Art (LKB-a): Diese Art hat den Gedächtnisverlust als Hauptsymptom. Wenn diese Form von LKB sich weiterentwickelt, wird sie am wahrscheinlichsten zur Demenz, konkret zur Alzheimer-Krankheit. Identifikationsfaktor: Beschwerde über den Gedächtnisverlust
  • Leichte kognitive Beeinträchtigung multipler Domänen (LKB-mult): Verläuft mit verschiedenen betroffenen Bereichen, muss aber keinen Gedächtnisverlust beinhalten. Im Falle, dass diese LKB sich zu einer Demenz weiterentwickelt, kann sie dies in verschiedene Richtungen tun, inklusive der Alzheimer-Krankheit.  Identifikationsfaktor: Geringes Urteilsvermögen, Beeinträchtigung der linguistischen Funktionen, Veränderungen der Persönlichkeit und im Verhalten empobrecido.
  • Leichte kognitive Beeinträchtigung einer Domäne nicht-amnestischer Art (LKB-mnoa): Es handelt sich um die Einschränkung einer einzelnen Domäne, jedoch nicht des Gedächtnisses. Diese letztere wäre der Zustand vor einer Demenz, die nicht Alzheimer ist, wie unter anderem zum Beispiel frontotemporale Demenz, Lewy-Körper-Demenz, vaskuläre Demenz und semantische Demenz. Identifikationsfaktor: Es sind kognitive Defizite in anderen Bereichen als der Erinnerung vorhanden. Die Betroffenen können sich sozial unpassend verhalten, was bei anderen Subtypen der leichten kognitiven Einschränkung nicht der Fall ist.

Der Schlüssel zur Unterscheidung von Leichter Kognitiver Beeinträchtigung (LKB) und Demenz

Häufig entstehen Zweifel und oft assoziieren wir die leichte kognitive Beeinträchtigung mit einer Demenz oder Alzheimer, aber diese Störungen unterscheiden sich voneinander. Auch wenn die Symptome sehr ähnlich wirken können, müssen wir das Hauptmerkmal, das die beiden Störungen unterscheidet, beachten, und dieses besteht darin, dass es eine beachtliche Einschränkung der täglichen Abläufe der betroffenen Person geben muss, die es ihnen erschwert oder sie sogar daran hindert, den vorher selbstständig erledigten Alltagsaufgaben nachzugehen, damit wir von Demenz sprechen können. Dies geschieht bei der leichten kognitiven Beeinträchtigung nicht. Die/Der Betroffene beklagt im Allgemeinen Gedächtnisverlust, sich nicht an Namen von Personen erinnern zu können, “unschuldige” Gedächtnislücken wie zu vergessen, wo sie/er die Schlüssel abgelegt hat, etc. Aber er/sie kann seiner/ihrer Alltagsroutine normal und selbstständig nachgehen.

Die Essenz der leichten kognitiven Beeinträchtigung (LKB) ist eine Gedächtnisstörung, ohne dass eine Demenz vorhanden ist.

Trotz der konzeptuellen und diagnostischen Fortschritten im Bereich der Alterung von der neuropsychologischen Perspektive aus schätzt man, dass ein bedeutender Anteil der Demenzfälle nicht in den Anfangsphasen diagnostiziert wird. Wenn du das Konzept der Demenzen ein bisschen weiter vertiefen möchtest, verpass nicht den folgenden Artikel: 10 Aktivitäten zur kognitiven Stimulierung bei Demenz.

Merkmale der Menschen mit leichter kognitiven Beeinträchtigung (LKB)

Die Art von Gedächtnisverlust einer Person mit leichter kognitiver Beeinträchtigung bezieht sich auf eine spezielle Form des Gedächtnisses: das anterograde episodische Gedächtnis. Bei Schwierigkeiten mit dieser Art des Gedächtnisses bestehen Probleme, neue Erinnerungen zu formen. Die Betroffenen vergessen oder verlernen weder ihre Fähigkeiten und Kenntnisse, noch vergessen sie ihre eigene Biografie. Eine Person scheitert aber bei den folgenden Umständen:

  1. Fähigkeit, sich daran zu erinnern, was sie vor zwei oder drei Tagen gemacht haben
  2. Sich an einen Arzttermin zu erinnern oder ein Treffen mit Freunden oder der Familie
  3. Vergisst systematisch, wo sie die Dinge aufbewahrt
  4. Wiederholt vielleicht oft dieselben Fragen in einem Gespräch
  5. Vergisst vielleicht wichtige Informationen aus diesem Gespräch (die nächste Verabredung zum Essen…)
  6. Verwirrung bei der Reihenfolge vor kurzem geschehener Ereignisse oder Daten
  7. Wenn sie mit anderen Menschen in Kontakt ist, zeigt sie sich häufig weniger geduldig, gereizter, unkontrollierter und jähzorniger als vorher.

Wie man der leichten kognitiven Beeinträchtigung im Alter vorbeugt und ihr Fortschreiten verlangsamt: 10 Tipps zum Umsetzen in die Praxis

Weil es zurzeit keine Behandlung für die leichte kognitive Beeinträchtigung im Alter gibt, ist es unabdingbar, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um ihr zukünftiges Erscheinen so gut wie möglich zu bremsen. Tägliches Gehirntraining ist das beste Schutzschild gegen die leichte kognitive Beeinträchtigung.

1- Mach täglich Gehirntraining

Die Zeitschrift Nature und eine Vielzahl von Studien betonen die Wichtigkeit von Gehirntraining, um die kognitive Beeinträchtigung zu bremsen. Valencia et al. (2008) haben positive Effekte auf den Ausgleich der kognitiven Beeinträchtigung mit Gehirntrainingsprogrammen gefunden, seien diese allgemein oder konkret für Funktionen wie das Gedächtnis.

CogniFit ist das führende Programm für kognitive Bewertung und Gehirntraining. In CogniFit kann man ein spezifisch für die leichte kognitive Beeinträchtigung hergestelltes Stimulationsprogramm finden und ein weiteres Programm, das ein Gehirntraining für Personen über 55 anbietet. Die kognitive Stimulation von CogniFit ist die am meisten verwendete nicht pharmazeutische Behandlung in Fällen von leichter kognitiver Beeinträchtigung und Demenzen in der Frühphase. Sie fokussiert sich auf die Neuroplastizität. Diese Fähigkeit des Gehirns ermöglicht es, die Entwicklung der Krankheit zu verlangsamen und die kognitiven Fähigkeiten der Person länger zu erhalten, und somit ihre Lebensqualität zu verbessern. Du musst dich nur registrieren! Die Übungsbatterien von CogniFit ermöglichen es, die kognitiven Stärken und Schwächen einer jeden Person präzise zu bewerten und zu messen. CogniFit zeigt eine Grafik mit den kognitiven Ergebnissen und schlägt automatisch den personalisierten Trainingsplan vor, der sich am besten an die Bedürfnisse jedes Individuums anpasst.

2- Ernähre dich mediterran

Studien zeigen, dass ein hoher Konsum von einfach ungesättigten Fettsäuren (Olivenöl) und ein niedriger Konsum von gesättigten Fettsäuren einen Schutzeffekt gegen kognitive Verwirrung und die leichte kognitive Beeinträchtigung im Konkreten haben können. Außerdem kann laut einer Studie das einmal wöchentliche Konsumieren von Fisch und Meeresfrüchten das Erscheinen von leichter kognitiver Beeinträchtigung, laut einigen Studien verringern. Dabei zeigen sich Vorteile für Menschen die Fisch und Meeresfrüchte, die Reich an Omega3 sind, konsumieren. Außerdem zeigte die sogenannten Rotterdam Studie, dass ein leichter bis moderater Konsum von Alkohol das Demenzrisiko senken kann. Vitamine für das Gehirn.

3- Verwende Wiederholungsstrategien, mnemotechnische Regeln und Datenkategorisierungsstrategien

Diese Art von Strategien wird deiner Erinnerung dabei helfen, die aktuelle Information verlässlicher und dauerhafter zu behalten. Besonders die Datenkategorisierung hat sehr vorteilhafte Auswirkungen bei Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung. Sie besteht daraus, spezifische Anweisungen zu geben und die Information nach Themen zu wiederholen und zu erinnern. Dies ist eine sehr effiziente Hilfe, um sich Schlüsselwörter zu merken und eine bestimmte Information zu wiederholen. Beispiel: Die Person mit leichter kognitiver Beeinträchtigung wird sich leichter merken können, welche Medizin sie nehmen soll, wenn sie diese Medikamente nach Kategorien ordnet, um ihre Erinnerung zu aktivieren.

4- Benutze visuelle Hilfen

Es ist erwiesen, dass ältere Menschen sich besser an Bilder erinnern, von daher musst du versuchen, deinem Gedächtnis visuelle Inhalte zukommen zu lassen. Listen, Notizbücher, Post-Its, Kalender, Erinnerungsnotizen an häufig besuchten Orten (Kühlschrank, Fernseher, Spiegel …) werden ein nützliches Werkzeug sein, um dein visuelles Gedächtnis zu unterstützen und die Symptome der leichten kognitiven Beeinträchtigung zu verlangsamen.

5- Gehe 30 Minuten am Tag

Wenn wir uns gemäßigt körperlich bewegen, werden die Hirnzellen mit Sauerstoff versorgt, was ein sehr förderlicher Aspekt für die Verzögerung des Entstehens der leichten kognitiven Beeinträchtigung ist. Die körperliche Bewegung verbessert die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis, die Flüssigkeit der Sprache, den kognitiven globalen Zustand und die Verarbeitungsgeschwindigkeit, die Fähigkeiten, die am meisten leiden, wenn leichte kognitive Beeinträchtigung diagnostiziert wird. Außerdem hilft dem Erhalt der weißen und grauen Substanz, vor allem die des Parietallappens, einer Zone, die sehr von Alzheimer betroffen ist: der Precuneus.

6- Vermeide Müdigkeit und Erschöpfung

Es ist erwiesen, dass ältere Menschen neue Informationen langsamer verarbeiten, vor allem in Stresssituationen, in denen sie mehrere Aufgaben auf einmal erledigen müsse. R.S Wilson von der Rush University Medical Center de Chicago erklärt, dass die ständige Angst die kognitiven Funktionen stört und das Demenzrisiko erhöht. Also sollten wir uns im Bezug auf diesen Aspekt schonen. Wie sollen wir das tun? Studien mit älteren Menschen weisen bessere kognitive Funktionen bei denen auf, die bessere Fähigkeiten zur Stressregulierung haben, sowie bei denjenigen, die regelmäßig meditierten bzw. Entspannungsübungen oder Yoga machten.

7- Hör nie auf zu lesen, um der leichten kognitiven Beeinträchtigung vorzubeugen

Die Lesegewohnheit ist ein Schutzfaktor für die leichte kognitive Beeinträchtigung und dieser Schutz ist besser bei den häufigen Lesern, deren Lesegeschichte älter als 5 Jahre ist. Die Förderung des Lesens kann eine gute primäre Strategie der Vorbeugung des Bevölkerungsgebiets sein (Collado und Esteve, 2012). Lies alles, was dir in die Hände fällt, die Zeitung, eine Zeitschrift, Bücher, die du schon lange lesen wolltest … und besorge deinem Gehirn das bestmöglichste Schutzschild, um die leichte kognitive Beeinträchtigung zu bremsen.

8- Nimm deine sozialen Beziehungen ernst

Einsamkeit und Isolierung sind Faktoren, die mit einer stärkeren leichten kognitiven Beeinträchtigung zusammenhängen. Wenn die Person, die an leichter kognitiver Beeinträchtigung (LKB) leidet, beginnt sich dessen bewusst zu werden und Gedächtnisbeschwerden beklagt, ist es üblich, dass sich Betroffene versuchen sich von geliebten Mitmenschen zu entfernen, um ihnen keine Sorgen zu bereiten. Dies ist ein Fehler, der den kognitiven Funktionen ernsthaft schadet. In Wirklichkeit ist es, wenn man jetzt mehr Freizeit hat, der beste Moment, an sozialen Aktivitäten teilzunehmen (Versammlungen, soziale Einrichtungen …) oder mit einer NGO zusammenzuarbeiten oder Freiwilligenarbeit zu Leisten, in einem Bereich, der einem wichtig ist.

9- Wähle ein Hobby und setze es um

Eins der guten Dinge des Dritten Alters oder “goldenen Alters” ist die wunderbare Menge an Zeit, die die Menschen haben, wenn sie in Rente gehen. Es ist der perfekte Zeitpunkt, um etwas zu machen, was du schon immer machen wolltest, aber aus Zeitgründen nie begonnen hast. Einen Garten anlegen, Zeichenunterricht nehmen, was auch immer. Das Ausüben eines Hobbys mit Ausdauer trägt zur richtigen Leistung der kognitiven Fähigkeiten bei und ist ein exzellenter Verzögerer von kognitiven Beeinträchtigungen. Die Übung und Förderung von Hobbys kann das Erscheinen der leichten kognitiven Beeinträchtigung bei Personen über 65 verzögern.

10- Bitte um Hilfe, wenn die ersten Symptome auftreten

Wenn du glaubst, dass du unter Gedächtnisverlust mit leichter kognitiver Beeinträchtigung leiden könntest, zögere nicht, professionelle Hilfe aufzusuchen. Die frühzeitige Erkennung der leichten kognitiven Beeinträchtigung kann dabei helfen, sie zu bremsen und dein Leben ändern, inklusive Routinen und Übungen wie die in diesem Artikel vorgestellten, um deine Lebensqualität zu verbessern und das Fortschreiten der leichten kognitiven Beeinträchtigung zu bremsen. Vor allem ist wichtig, dass du dich nicht isolierst und Familienmitglieder vermeidest, die dir helfen wollen. Wenn du rechtzeitig Abhilfe schaffst, kannst du eventuell dafür sorgen, dass die leichte kognitive Beeinträchtigung nicht in andere schädlichere Demenzstadien fortschreitet.

Wie immer können die Vorbeugung und frühzeitige Erkennung der leichten kognitiven Beeinträchtigung helfen.

Danke fürs Lesen. Zögere nicht, deine Kommentare und Fragen unten zu hinterlassen 🙂

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Referenzen: 

Féart, Catherine, et al. “Adherence to a Mediterranean diet, cognitive decline, and risk of dementia.” Jama 302.6 (2009): 638-648.

Ruitenberg, Annemieke, et al. “Alcohol consumption and risk of dementia: the Rotterdam Study.” The Lancet 359.9303 (2002): 281-286.

Tangney, Christine C., et al. “Adherence to a Mediterranean-type dietary pattern and cognitive decline in a community population.” The American journal of clinical nutrition 93.3 (2011): 601-607.

Schneller auswendig lernen: 6 unfehlbare Strategien

Auswendig lernen. Die Fähigkeit, uns etwas merken zu können, ist sehr wichtig für uns: Wir benutzen unser Gedächtnis, um unser Studium erfolgreich abzuschließen, besser in unserer Arbeit zu werden und fast bei jeder Aktivität unseres täglichen Lebens. Es gibt einige Glückspilze, die mit der Fähigkeit, sich an alles zu erinnern, geboren werden, jedoch gilt für den Rest der Sterblichen: Die Erinnerung ist eine Fähigkeit, die man verbessern kann, wenn man sie richtig trainiert.

Durch Gehirntraining und die Verwendung von Erinnerungstechniken machst du aus deinem Gehirn deinen besten Alliierten. In diesem Artikel lädt dich Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda dazu ein, die neuesten Untersuchungen zur Erinnerungsfähigkeit zu entdecken und zeigt dir einige intelligente Strategien, um dafür zu sorgen, dass du schneller auswendig lernen kannst. Bist du bereit? Los geht’s!

Wie man schneller auswendig lernt

Als Allererstes musst du beachten, dass das Gedächtnis kein Element an sich ist, sondern ein sehr komplexes Konstrukt ist, das einen Teil unserer kognitiven Fähigkeitn bildet. So kann man den Begriff Gedächtnis nicht ohne eine Reihe von Fähigkeiten, aus denen es besteht, verstehen. Das Gedächtnis setzt sich aus einer Reihe von Hirnfunktionen zusammen, die sich gegenseitig ergänzen und sich untereinander verbinden, um für den Erinnerungsprozess zu sorgen.

Elemente wie das Sprachgedächtnis, die Benennungsfähigkeit, das visuelle Gedächtnis, das auditive Gedächtnis, das Arbeitsgedächtnis, das Kontextgedächtnis, die geteilte, selektive, gehaltene und freiwillige Aufmerksamkeit, die Fokussierung und die Planung sind fundamental für die richtige Funktionsweise unseres Gedächtnisses im Allgemeinen und eines guten Erinnerungsprozesses im Speziellen.

Jeder Mensch ist einzigartig und somit ist es auch unser Erinnerungsprozess. Es gibt Menschen, die eine Information behalten können, wenn sie sie nur im Radio hören. Andere, im Gegensatz dazu, bevorzugen es, die Information aufzuschreiben, die sie speichern wollen, oder sie laut zu wiederholen. Einige andere wählen Schemata und Farben, um in ihrem Gedächtnis wichtige Informationen zu speichern.

Der erste Schritt, den du machen solltest, wenn du lernen möchtest, schneller auswendig zu lernen, ist deinen Erinnerungsstil zu finden und zu definieren. Das heisst, du musst lernen zu erkennen, was deine Stärke beim Auswendiglernen ist, mit dem Ziel, die Techniken zu lernen, die an deinen Erinnerungsstil angepasst sind. Schreibst du eher aus oder läufst durch das Wohnzimmer und wiederholst laut, was du auswendig lernen möchtest?

“Das Gedächtnis ist der Wächter des Gehirns. William Shakespeare”

Es gibt so viele Erinnerungsstile wie Menschen. Ich erinnere mich an eine Kommilitonin aus der Universität, die die Themen von ihr gelesen auf einem Aufnahmegerät aufnahm und sie immer im Haus anmachte, während sie die Hausarbeiten erledigte. Sie versicherte, dass das super für sie funktionierte.

Vielleicht entdeckte sie, dass ihr Gedächtnis besser funktionierte und effizienter und müheloser die Informationen behielt, indem sie sie durch den auditiven Kanal leitete, das heisst, indem sie zuhörte und ihre Aufmerksamkeit auf das Gehörte richtete.

Wie man schneller auswendig lernt: Die besten Strategien

Deshalb gibt es keine universellen Tricks, um schneller auswendig zu lernen, da das Gedächtnis jeder Person ein einzigartiger und persönlicher Vorgang ist. Aber es gibt eine Reihe von wissenschaftlich abgesicherten Methoden, damit du deine Erinnerungsfähigkeit steigern kannst und demzufolge weisst, wie man schneller auswendig lernt.

Die Konzentration ist auch ein wichtiges Element beim schneller Auswendiglernen. Wenn du deine Konzentration verbessern willst, lade ich dich dazu ein, meinen Artikel zu lesen: Denkspiele: 10 unabdingbare Übungen für deinen Alltag.

Schneller auswendig lernen: 6 intelligente Strategien

Strategie 1: Die außerirdische Puppe, eine Spitzenuntersuchung, um alles Mögliche schneller auswendig zu lernen

Vor knapp zwei Monaten wurde eine Studie in der Zeitschrift Psychological Science veröffentlicht, in der zwei Forscher anscheinend die effizienteste Methode zur Steigerung deiner Erinnerungsfähigkeit entdeckt haben und sie setzen auf die ausserirdische Puppe.

Diese Forscher führten eine Feldstudie in einem Café in de Vereinigten Staaten durch, bei dem sie der Hälfte der Kunden einen Rabatt auf ihre nächste Bestellung in den folgenden Tagen gaben. Der Hälfte von diesen sagte man, dass an den Bezahlkassen eine Puppe des Films Toy Story ausgestellt sein würde, das außerirdische Plüschtier, den anderen gab man einfach das Rabatt-Ticket, ohne etwas zu sagen.

Überraschenderweise forderten von den Kunden, denen man von dem außerirdischen Plüschtier erzählt hatte, weitaus mehr den Rabatt ein als von denen, denen man einfach nur das Ticket gegeben hatte.

Die Schlussfolgerung dieses Experiments ist, dass die beste Art, deine Erinnerung zu steigern in der Verwendung von Erinnerungsassoziationen liegt.

Wie können wir diese Daten anwenden und in unserem Alltag schneller auswendig lernen?

Die Versuchsleiter ermutigen dich dazu, mit jedem Reiz zu spielen, der relevant für dich ist: ein Geruch, ein Bild, ein Geräusch … (Denk an deine Stärken), um eine Assoziation zu dem, an was wir uns erinnern wollen, zu schaffen, wenn dieser Reiz auftritt. Je ungewöhnlicher er ist, desto besser.

So kannst du alle alten Gewohnheiten loswerden, wie dir Dinge auf die Hand zu schreiben, Handywecker oder die Tausenden von Post-Its, die deinen Schreibtisch überfluten.

Traust du dich, das auszuprobieren?

Strategie 2: Schneller auswendig lernen mit der Technik des Chunking

Die Technik des Chunking besteht darin, komplexe Informationen in kleine Gruppen oder Einheiten aufzuteilen und auswendig zu lernen. Sie ist besonders nützlich beim Merken von Zahlen, und eher nicht so sehr bei komplexen Konzepten oder Texten.

Das visuelle Gruppieren von Zahlen macht ihr Behalten und das spätere Abrufen einfacher.

Beispiel: Die Nummer des Weißen Hauses ist für das Auswendiglernen in Gruppen optimiert; das Chunking ist 202, 456 und 1111, statt einer einzelnen, weitaus komplizierteren Zahl: 2, 024, 561, 111

Strategie 3: Schneller auswendig lernen mit der Kettentechnik

Wenn du eine Reihe von Konzepten auswendig lernen musst, die nichts miteinander zu tun haben, ist diese Technik ideal.

Sie besteht in der Gruppierung aus sehr unterschiedlichen Konzepten mithilfe der Formulierung eines Satzen, damit du mit dem Auswendiglernen dieses Satzes jedes dieser Konzepte behalten kannst, ohne auch nur ein einziges zu vergessen.

Das Lustige ist, dass, je merkwürdiger der Satz ist, den du dir ausdenkst, desto höher die Wahrscheinlichkeit ist, dass du ihn dir merkst.

Strategie 4: Schneller auswendig lernen mit der mnemotechnischen Techniken

Eine mnemotechnische Regel besteht darin, ein Wort mit den Initialen oder ersten Silben des auswendig zu lernenden Materials zu bilden. Es ist die perfekte Technik, um Listen von Wörtern auswendig zu lernen.

Beispiel: Wenn du die Einkaufsliste auswendig lernen musst, und du Suppe, Parfüm, Erdnüsse, Marmelade, Rosinen, Klopapier und Tee kaufen musst, ist es so einfach wie das Wort SU-P-ER-MA-R-K-T zu bilden.

Das wird dir die Erinnerung erleichtern, wenn du im Supermarkt herumläufst. Versuche es doch mal!

Strategie 5: Wiederholungstechnik, um schneller auswendig zu lernen

Wiederhole, was du auswendig lernen musst. Bis du die Nase voll hast.

Besonders nützlich, wenn du Probleme mit den Namen der Menschen hast, die dir gerade vorgestellt wurden.

Zum Beispiel, wenn du Schwierigkeiten auf einer Party hast, bei der dir gerade 7 Personen in 10 Minuten vorgestellt wurden, ist der Schlüssel, den Namen der Person zu wiederholen, wenn sie dir vorgestellt wurde, während du ihr fest ins Gesicht schaust. “Schön, dich kennenzulernen, Maria” “Und du, Maria, was machst du so?” “Wie findest du die Party, Maria?”

Zusätzlich zur Erleichterung deiner Erinnerung, kann das beim-Namen-nennen dieser Person deine gerade geknüpfte Beziehung zu dieser Person verbessern, da die Person sich bewusst ist, dass sie deine Aufmerksamkeit erregt hat.

Eine weitere kuriose Technik zum Merken eines kurzen Namen oder eines Wortes ist, das Wort dreimal zu wiederholen und deinen Kopf zu bewegen: nachdem du das Wort gesagt hast, den Kopf nach links drehen. Dreimal. (Wenn dir das auf einer Party passiert, mach es irgendwo, wo du nicht gesehen wirst …)

Strategie 6: Trainiere dein Gedächtnis mit CogniFit, um schneller auswendig zu lernen

Es gibt einen bedeutenden Unterschied zwischen den kostenlosen Denkspielen, die das aktive Gedächtnis weder auswerten noch trainieren und den Gehirnspielen online, die wissenschaftlich erstellt wurden und wirklich effizient sind.

Es ist auch wichtig, ein Programm zu verwenden, das verschiedene Gedächtnistypen trainieren kann und nicht nur einen.

CogniFit ist das führende Programm zur kognitiven Bewertung und Gehirnstimulation. Es ist durch die wissenschaftliche Gemeinde validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt verwendet. CogniFit ermöglicht es, professionell und vertrauenswürdig die Konzentrationsfähigkeit, das Aufmerksamkeitsniveau und viele andere fundamentale kognitive Bereiche des Merkprozesses zu messen und trainieren.

Die Gedächtnisübungen CogniFit stehen online zur Verfügung, damit du sofort dein aktuelles Gedächtnisniveau entdecken kannst und ein besseres Verständnis deines aktuellen kognitiven Niveaus erhalten kannst.

Nach dem Spielen der Gedächtnisspiele zeigt dir CogniFit eine Graphik mit deinen Ergebnissen und deiner Entwicklung. Du kannst nicht nur dein Gedächtnis trainieren und verbessern, sondern auch viele andere kognitive Fähigkeiten.

Wenn du lernen möchtest, schneller auswendig zu lernen, trainiere dein Gedächtnis mit CogniFit

Trau dich und akzeptiere die Herausforderung CogniFit!

Wenn du zudem noch mehr über das Thema herausfinden möchtest, verpass meinen Artikel nicht: Wie man intelligenter wird: 10 Strategien, die du noch nicht kennst.

 

“Lebe deine Erinnerung und staune. Jack Kerouac”

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

9 Vitamine fürs Gehirn – Welche Nährstoffe stärken mein Gehirn und Gedächtnis?

Vitamine fürs Gehirn. Das Gehirn ist das wichtigste Organ im Körper, da es die Hauptfunktionen des menschlichen Wesens reguliert, es ist der “Motor”, der es uns ermöglicht, unsere Ziele zu erreichen. Wenn wir nicht die Nährstoffe, Mineralien und Vitamine aufnehmen, die unser Gehirn braucht, fühlen wir uns häufig kraftlos, erschöpft, reizbar … Möchtest du wissen, welche Nährstoffe dein Gehirn braucht, um mit voller Leistung zu arbeiten? Entdecke diese 9 Vitamine fürs Gehirn, finde heraus, wie dir jedes einzelne hilft und in welchen Lebensmitteln sie zu finden sind.

Vitamine fürs Gehirn

Wissen wir, welche Vitamine wir für ein besseres Funktionieren unseres Gehirn zu uns nehmen sollten? Kennen wir die Lebensmittel, die eine hohe Menge an Vitaminen enthalten und die wir zu uns nehmen sollten, damit unser Gehirn besser funktioniert? Sind wir uns bewusst darüber, dass wir, wenn wir bestimmte Vitamine zu uns nehmen, unser Gedächtnis und unsere Konzentrationsfähigkeit verbessern können? Diverse Studien besagen, dass eine gute Ernährung unser Gehirn sogar vor neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer schützen kann.

Wenn wir nur eine paar kleine Veränderungen an unserer Ernährung vornehmen, können wir überraschende Ergebnisse erzielen. Lies weiter! Mairena Vázquez, Psychologin, informiert dich darüber, welche Vitamine wir zu uns nehmen sollten, damit unser Gehirn besser funktioniert und in welchen Lebensmitteln wir sie finden können.

Wenn die Ernährung schlecht ist, wirkt die Medizin nicht; wenn die Ernährung gut ist, ist die Medizin nicht notwendig”– Ayurvedisches Sprichwort.

Die Nahrung und die Vitamine, die wir zu uns nehmen, beeinflussen (auf gute oder schlechte Weise) unseren ganzen Körper und besonders unser Gehirn. Die Funktionen, die unser Gehirn ausführt werden durch Faktoren wie den Genen, der Ernährung und sogar unseren Alltagsgewohnheiten beeinflusst.

In unsere Ernährung Lebensmittel einzubinden, die bestimmte Vitamine und Minerale enthalten, kann uns dabei helfen, unsere kognitiven Funktionen, unser Gedächtnis und unsere Lernfähigkeit zu stärken.

Es liegt in unserer Hand, eine gesunde Ernährung mit der notwendigen Menge an Vitaminen zu führen, damit unser Gehirn so gesund wie möglich ist. Wir sollten nicht vergessen, dass “wir sind, was wir essen“. “Wenn du heute gut isst, wird es dir dein Körper morgen danken”.

9 Vitamine fürs Gehirn – In welchen Lebensmitteln sind sie zu finden?

Die Vitamine sind unentbehrliche Substanzen für den Organismus. Und wir erhalten sie durch eine abwechslungsreiche, ausgeglichene und gesunde Ernährung.

Es ist unabdingbar, sich gut zu ernähren, da der Körper Vitamine nicht selbst produzieren kann. Es gibt verschiedene Arten von Vitaminen und jedes einzelne hat eine andere Funktion. Es ist wichtig, den Vitaminkonsum zu kontrollieren, um weder an Mangel noch einen Überschuss zu leiden, denn beides kann zu gesundheitlichen Problemen führen.

Im Bezug auf das Gehirn helfen die Vitamine dabei, einige für die Gehirnfunktionen wichtigen chemischen Stoffe zu aktivieren oder zu stimulieren, den Sauerstofftransport zum Gehirn zu unterstützen, etc.

Es gibt eine Vielzahl an Vitaminen. Im Folgenden werden wir über die wichtigsten Vitamine fürs Gehirn sprechen.

1. Provitamin A oder Beta-Carotin

Dieses Vitamin für das Gehirn ist sehr nützlich für die Verbesserung des Gedächtnisses und um die Gehirnzellen auf lange Sicht zu schützen. Es ist ein Vorläufer des Vitamins A und sehr nützlich für das Gedächtnis.

Beta-Carotin ist ein rotes Pigment, das sich in Vitamin A umwandelt, wenn wir es zu uns nehmen. Unter seinen Hauptfunktionen befindet sich die Vorbeugung der kognitiven Degeneration und der Schutz des Gedächtnisses. Es wurde festgestellt, dass ein Defizit dieses Vitamins schwere gesundheitliche Schäden wie eine ständige Blindheit verursachen kann und sogar auf das Wachstum von Kindern einwirkt.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Vitamin A oder Beta-Carotin finden? Man kann es in Obst und Lebensmitteln wie Melone, Papaya, Mango, Kürbis und Mohrrüben finden.

2. Vitamin B1

Unter den wichtigsten Funktionen dieses Vitamins finden wir die Vorbeugung der Abnutzung des Gedächtnisses, eine potente Art, Depressionen zu bekämpfen und das Wohlbefinden im Allgemeinen zu verbessern und eine gute Möglichkeit, das Gehirn auf langsamere Weise altern zu lassen. Innerhalb des Vitamins B können wir verschiedene Untergruppen wie das Vitamin B6, Vitamin N9 und Vitamin B12 antreffen. Diese 3 Arten von Vitaminen haben zusätzlich gemeinsam, dass sie die Bildung von roten Blutkörperchen begünstigen, damit der Sauerstoff schneller transportiert werden kann und der Kreislauf des Blutes schneller vonstatten geht.

Vitamin B1 ist auch unter dem Namen Thiamin bekannt. Es tritt reichlich im Gehirn und im Nervengewebe auf. Unter den wichtigsten Funktionen dieses Vitamins lässt sich hervorheben, dass es die Lebensmittel in Energie umwandelt und die Energie in unserem Körper hält, mit der Gehirn- und Herzgefäßaktivität zusammenarbeitet, am Abbau von Glukose im Nervensystem teilnimmt und die Sicht und Gesundheit der Augen beeinflusst.

Nach diversen Untersuchungen kann ein Defizit an diesem Vitamin das Korsakow-Syndrom verursachen (häufiges Syndrom, vor allem bei Alkoholikern oder Menschen mit AIDS).

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Vitamin B1 finden? Wir können Vitamin B1 oder Thiamin in den meisten Fleischsorten wie Hähnchen, Rind oder Schwein, Fisch, Nüssen, Vollkornhaferflocken und auch in Obst und Gemüse finden.

Vitamine fürs Gehirn. Obst und Nüsse sind eine gute Vitaminquelle für das Gehirn.

3. Vitamin B6

Dieses Vitamin für das Gehirn begünstigt die Bildung von Dopamin, Epinephrin, Norepinephrin, GABA  und Acetylcholin (Neurotransmitter, die dafür sorgen, Signale zwischen den Neuronen zu übertragen. Dopamin hängt mit den Belohnungskreisläufen im Gehirn zusammen, Epinephrin hat unter anderem mit der Herzfrequenz zu tun. Norepinephrin versetzt das Nervensystem in einen „Alarmzustand“. GABA reduziert Stress und Angst und entspannt zusätzlich das Gehirn und hilft ihm, ruhig zu bleiben und Acetylcholin hilft bei der Verschlüsselung der Erinnerungen und sorgt dafür, dass sich die Information besser festigt). Außerdem reguliert Vitamin B6 die Homocystein-Werte (Aminosäure, dessen Erhöhung das Erscheinen von Blutgefäß-Problemen steigert), begünstigt den Abbau von Vitamin B12 und ist sehr wichtig für die kognitive Entwicklung.

Vitmin B6 hilft dabei, Tryptophan in Serotonin umzuwandeln, oder anders gesagt, es vermeidet, dass Depressionen oder Zwänge enstehen. Es ist sehr wichtig, angemessen viel Vitamin B6 zu sich zu nehmen um ein Defizit zu vermeiden, da dieses Erinnerungsverlust, Verwirrung, Erschöpfung, Depressionen, Schlafprobleme und eine höhere und schnellere Verschlechterung des Gehirns hervorrufen kann. Zusammengefasst: Vitamin B6 ist sehr wichtig dafür, dass sich das Gehirn optimal entwickelt.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Vitamin B6 finden? Es ist notwendig, täglich Vitamin B6 zu konsumieren. Es existieren viele Lebensmittel, die dieses Vitamin enthalten, wie zum Beispiel Eier, Milch und Milchprodukte, Weizenkeim, Vollkornreis, Kartoffeln, Pute, Rind, Hähnchen, Lamm, Schwein, Meeresfrüchte, Linsen, Paprika, Vollkornbrot, Erdnüsse, Haselnüsse, Walnüsse, Spinat, Mohrrüben, Brokkoli, Lachs, Forelle, Thunfisch, …

4. Vitamin B9

Dieses Vitamin für das Gehirn ist auch als Folsäure bekannt. Dieses Vitamin spielt eine grundlegende Rolle bei der Instandhaltung der Gehirnfunktionen und der Schärfe des Verstandes. Sogar vor der Geburt, da es unabdingbar für die Entwicklung des Gehirns ist und damit sich keine verfrühte Entwicklung ereignet, es trägt zur Entwicklung des Neuralrohres bei, dass zum Gehirn und Rückenmark wird. Es hilft dabei, dass die Zellen sich vervielfältigen und begünstigt die Bildung von neuem Gewebe.

Es greift in die Bildung einiger Neurotransmitter des Gehirn wie des Dopamins, Serotonins und Epinephrins (Adrenalin) ein. Es ist wichtig, normale und angemessene Vitamin-B9-Werte beizubehalten, da niedrige Vitamin-B9-Werte mit hohen Homocystein-Werten korrelieren (Aminosäure, die in einigen Fällen die Arterien schädigen und leichter Blutgerinnsel verursachen kann). Deshalb kann ein Mangel an Vitamin B9 Schlaganfälle verursachen. Ein Defizit an Vitamin B9 bei Kindern, kann zu Entwicklungsproblemen führen.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Vitamin B9 (oder Folsäure) finden? Wir können Vitamin B9 in Früchten wie Bananen, Orangen, Melonen, Avocados und anderen Nahrungsmitteln wie verschiedenen Hülsenfrüchten, Vollkornhaferflocken, Spinat und Spargel, Vollkornreis und Hafer etc. finden. Das heißt, wir können Vitamin B9 vor allem in Gemüse, Haferflocken und Erdnüssen finden.

5. Vitamin B12

Dieses Vitamin fürs Gehirn wird mit der Myelin-Bildung von einigen Neuronen (Schicht, die die Axiome einiger Neuronen umgibt und dabei hilft, die neuronalen Reize schneller zu übermitteln) und mit der Produktion von roten Blutzellen in Verbindung gebracht, die dabei helfen, den Sauerstoff unter den gesamten Körperzellen zu verteilen.

Vitamin B12 ist eins der wichtigsten Vitamine für die korrekte Funktionsweise des Gehirn, da es bei der Herstellung der Zellen und Fettsäuren mithilft und grundlegend für die Synthese der Eiweiße, der roten Blutkörperchen und Neurotransmitter ist. Es ist eng mit dem Kurzzeitgedächtnis und der Fähigkeit des Gehirns, schnell Gedanken zu produzieren, verbunden.

Wenn unsere Vitamin-B12-Werte niedriger sind als wir es brauchen, können wir unter Gedächtnisverlust und negativen Stimmungsschwankungen leiden oder uns sogar mental langsamer empfinden, es wird sogar mit einem grösseren Risiko, an Alzheimer zu erkranken, verbunden.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Vitamin B12 finden? Wir können Vitamin B12 in Lebensmitteln wie Fleisch (Hähnchen, Pute, Rind, Innereien, …), blauem Fisch (Lachs, Forelle, Venusmuscheln, …) und anderen Lebensmitteln wie Eiern, Vollkornhaferflocken, Milchprodukten wie Frischkäse, Joghurt, etc. finden.

Manche Menschen haben Schwierigkeiten, Vitamin B12 nur mit den Lebensmitteln, die sie essen, aufzunehmen. In diesem Fall empfehle ich dir, zu deinem Arzt zu gehen, um dich über die Vitamin-Komplexe zu informieren, die du nehmen kannst.

6. Vitamin C

Dieses Vitamin für das Gehirn kennt man auch unter dem Namen Ascorbinsäure. Vitamin C ist eine sehr wichtige Antioxidantien, die das Gehirn vor oxidativem Stress und der mit dem Alter zusammenhängenden Degeneration schützt. Vitamin C kombiniert mit Vitamin E beugt Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer oder anderen Demenzen vor. Außerdem beugt es dem Entstehen von Erkältungen, Herzgefässkrankheiten oder sogar Krankheiten wie Krebs vor. Verschiedene Untersuchungen haben erwiesen, dass Vitamin C das Risiko für Gehirntumore, vor allem bei Kindern, verringert.

Außerdem hilft das Vitamin C dabei, das Eisen von anderen Lebensmitteln richtig aufzunehmen, wie zum Beispiel von Hülsenfrüchten. Das Eisen seinerseits ist gut, um die kognitive Leistung, die Aufmerksamkeit und das Gedächtnis zu verbessern. Deshalb ist ein guter Trick für die bessere Assimilation von Eisen, wenn man zum Beispiel Linsen (viel Eisen) mit einem Glas Orangensaft (viel Vitamin C) begleitet.

Das Vitamin C ist wichtig für das Gehirn und manche Menschen halten es für ein “natürliches Antidepressivum“, da es die Serotonin-Werte erhöht (Neurotransmitter, der dafür sorgt, dass wir uns “gut fühlen”) oder, was dasselbe ist, unseren Gemütszustand und unsere Stimmung verbessern. Laut Jean Carper (Autorin des Buches “Dein Wundernahrung fürs Gehirn“) kann es das Gedächtnis und die kognitiven Funktionen verbessern und somit die Punktzahlen in den Intelligenztests verbessern, wenn man Vitamin C nimmt”. Es ist empfehlenswert, täglich Vitamin C zu sich zu nehmen, weil es sogar einen positiven Einfluss auf das Gedächtnis, das Lernen etc. hat.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Nahrungsmitteln können wir Vitamin C finden? Wir können Vitamin C in Zitrusfrüchten wie Orangen, Erdbeeren, Spinat, Grapefruits, Melonen, Beeren, Ananas, Tomaten, Blumenkohl, Paprika, Brokkoli etc. finden. Das heißt, dieses Vitamin findet sich vor allem in Zitrusfrüchten und grünem Gemüse.

 7. Vitamin D

Vitamin D ist ein Muss, wenn wir wollen, dass unser Gehirn normal und angemessen funktioniert. Unter den wichtigsten Funktionen von Vitamin D kann man erwähnen, dass es das Gedächtnis verbessert, die Stimmung verbessert und die Fähigkeit zur Problemlösung steigert.

In einigen Studien hat man einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und höherem Risiko für kognitiven Verschleiß gefunden. In zahlreichen Untersuchungen hat man beobachtet, dass das Vitamin D Besserung bei Krankheiten wie Multipler Sklerose (MS) bedeuten kann und Störungen wie die Winterdepression (eine spezifische Art von Depression, die mit den Jahreszeitenwechseln zu tun hat) regulieren.

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmittel können wir Vitamin D finden? Vitamin D wird fast vollständig aus der Sonnenstrahlung erhalten (deshalb ist es ratsam, sich unabhängig vom Alter angemessen zu sonnen). Da es nicht ratsam ist, sich ständig der Sonne auszusetzen, können wir Vitamin D auch in Lebensmitteln finden, wie es der Fall bei einigen Fischsorten ist (Sardinen, Lachs, Thunfisch, Makrele …) und in anderen Produkten wie Champignons oder einigen Milchsorten.

8. Vitamin K

Unter den wichtigsten Vorteilen dieses Vitamins befindet sich die Steigerung der Geschwindigkeit der Gehirnfunktionen, die Verbesserung der Lernfähigkeit und des Gedächtnisses und allgemein die kognitive Fähigkeit. Menschen mit Alzheimer haben normalerweise einen Mangel an Vitamin K, deshalb kann man sagen, dass die Einnahme von Vitamin K ihnen helfen könnte. Entdecke, welche Lebensmittel der Gehirnalterung vorbeugen können.

Zusätzlich spielt Vitamin K eine wichtige Rolle beim Prozess der Blutgerinnung und der Kalziumaufnahme.

Vitamin für das Gehirn: In welchen Nahrungsmitteln können wir Vitamin K finden? Hauptsächlich können wir dieses Vitamin in Rosenkohl, Spargel, Petersilie, grünblättrigem Gemüse, Sellerie und fermentierten Lebensmitteln finden. Aber wenn es ein Lebensmittel schlechthin gibt, was durch seinen Vitamin-K-Gehalt heraussticht, ist das der Brokkoli.

9. Omega-3-Fettsäuren

Die Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die unser Körper nicht herstellen kann. Unter ihren Vorteilen sticht ihre Bedeutung für die Verbesserung unserer Hirnleistung heraus. Eine Ernährung, die reich an Omega 3 ist schützt unser Gehirn vor kognitiver Abnutzung und hilft dabei, unsere Gehirnplastizität, Konzentration und unser Gedächtnis zu verbessern.

Man bringt die Omega-3-Fettsäuren mit Gedächtnisproblemen und der Verringerung des Alzheimer-Risikos in Verbindung. Ein höherer Konsum dieser Fettsäuren beugt Krankheiten wie Alzheimer vor und begünstigt eine Verbesserung des Gedächtnisses. Sich beginnt der Satz „Iss Fisch, der ist gut für das Gehirn“, den ihr als Kinder gehört habt, jetzt mehr Sinn zu machen!

Vitamine fürs Gehirn: In welchen Lebensmitteln können wir Omega 3 finden? Wir können es vor allem in Fischsorten, wie zum Beispiel Sardinen, Anchovi, Lachs, Schwertfisch, Thunfisch etc. finden.

Leider gibt es kein Lebensmittel, das alle Vitamine enthält, die unser Gehirn braucht, von daher ist es am empfehlenswertesten, zu lernen, gesund zu essen und darauf zu achten, dass alle Vitaminlevel angemessen sind, das heißt, darauf zu achten, dass weder ein Mangel noch ein Überfluss entsteht. Und wie Fernando-Gómez-Pinilla (Neurowissenschaftler) sagt: „Es gibt viele positive Lebensmittel, aber wenn man übertreibt, werden sie zu negativen. Die beste Empfehlung ist das Gleichgewicht: Mehrere gute und sich ergänzende Produkte“.

Es wird immer empfohlen, frische Lebensmittel zu konsumieren und so natürlich wie möglich. Außerdem ist der tägliche Wasserkonsum verpflichtend. Vergessen wir nicht, dass 85% des Gewichtes unseres Gehirns aus Wasser besteht! Außerdem hält uns das Wasser wach und hat viele Vorteile, deshalb ist es fundamental, dass das Gehirn immer mit Flüssigkeit versorgt ist. Die Art der Ernährung, die wir haben, beeinflusst direkt die gute Funktionsweise unseres Gehirns. Deshalb ist die beste Empfehlung für ein gesundes Gehirn, einer ausgeglichenen Ernährung nachzugehen, Sport zu machen und den Verstand täglich zu benutzen.

Wenn du mehr über dieses Thema wissen möchtest, empfehle ich dir, einige Bücher wie „Essen für die Emotionen. Neuro-Ernährung, damit das Gehirn sich wohl fühlt“ (Sandi Krstinic), Cocina para tu mente. Una fusión de neurociencia, alimentos y recetas para proteger la salud de tu cerebro” (Perla Kaliman, Miguel Aguilar) oder “Tu cerebro milagroso” (Jean Carpenter).

 “Essen ist eine Notwendigkeit, aber intelligent zu essen ist eine Kunst” (La Rochefoucauld)

Vielen Dank fürs Lesen! Kennst du andere Vitamine fürs Gehirn? Zögere nicht, mir unten deine Kommentare und Fragen zu hinterlassen 🙂

 

Quelle: Mairena Vázquez, Psychologin bei CogniFit.

 

Alkohol und Gehirn – Welche Konsequenzen hat der übermäßige Alkoholgenuss im Nervensystem?

Alkohol und Gehirn: Wozu übermäßiger Alkoholgenuss führt. Diverse Studien bestätigen die Existenz eines Zusammenhangs zwischen Alkoholmissbrauch und kognitivem Verschleiß. Ein Übermaß an alkoholischen Getränken kann schwere Folgen für unser Gedächtnis und unsere Kognition haben.

Vielleicht weißt du nicht, dass übermäßiger Alkoholgenuss auch das Gehirn von Jugendlichen und jungen Menschen beeinträchtigen können. Die „Besäufnisse“ am Wochenende, das „Binge drinking“ kann unser Gehirn auf lange Sicht schädigen. Ein Bier am Tag muss noch keinen Schaden anrichten. Allerdings können Exzesse und häufiges Betrinken sehr negative Auswirkungen im Gehirn haben. In diesem Artikel erklären wir dir, welchen Einfluss Alkohol auf dein Gehirn hat und geben dir einige Tipps.

Folgen des Alkohols im Gehirn

Ab und zu einen Drink zu trinken wird dir keine Probleme im Nervensystem verursachen. Es wird riskant, wenn der Konsum exzessiv, schnell und wiederholt stattfindet, auch wenn es nur am Wochenende ist.

Eine wissenschaftliche Studie, die in der Zeitschrift Neuropsychologie, Neuropsychiatrie und Neurowissenschaften veröffentlicht wurde, besagt, dass der erhöhte Alkoholkonsum am Wochenende neurokognitive Defizite bei beiden Geschlechtern hervorruft, diese bei Frauen allerdings ausgeprägter sind.

Außerdem kann der Wochenendkonsum in hohem Masse zur Alkoholabhängigkeit im Erwachsenenalter führen.

Welchen Einfluss hat Alkohol auf dein Gehirn? Folgen

1. Alkohol und Gehirn: Der übermäßige Alkoholgenuss beeinträchtigt den Hippocampus

An strukturellen Veränderungen kann man ein geringeres Volumen des Hippocampus bemerken, eine Struktur, die fundamental für das richtige Funktionieren von Fähigkeiten wie das Gedächtnis oder die Lernfähigkeit ist.

Außerdem beobachtet man Veränderungen im vorderen Stirnlappen, der für das Regulieren der Selbstkontrolle unseres Verhaltens ist.

Der Alkohol verändert die funktionelle Entwicklung des Kleinhirn, der Hirnrinde und des Nukleus accumbens. Zudem verhindert er die Bildung von neuen Synapsen, es kann sogar zum Zelltod kommen.

2. Alkohol und Gehirn: Am Wochenende zu trinken schädigt das Gedächtnis

Eine Studie, die an der Universidad de Compostela von dem Professor für Psychobiologie Dr. Cadaveira durchgeführt wurde, zeigt, dass junge Menschen, die intensiv Alkohol konsumieren, ein schlechteres Gedächtnis als die haben, die nicht trinken.

Außerdem haben sie größere Schwierigkeiten beim Erkennen von Gesichtern, eine fundamentale Funktion unserer Erinnerungsfähigkeit.

Der Arbeitsspeicher ist dafür zuständig, dass wir wichtige Daten für die Beendigung und Planung einer Aufgabe im Kopf behalten. Diese Studie hat Belege dafür gefunden, dass der Arbeitsspeicher auch Störungen erleidet.

3. Alkohol und Gehirn: Warum habe ich Gedächtnislücken nach einer Party-Nacht?

Nach einer langen Nacht, in der es an Gin Tonics nicht fehlte, wachst du mit einem legendären Kater, Kopfschmerzen und dem beunruhigenden Gefühl auf, nicht zu wissen, was letzte Nacht passiert ist.

Dies nennt man alkoholische Amnesie oder Blackouts/Filmrisse und sie entsteht, wenn es eine Unterbrechung in den Funktionen des Hippocampus gibt, einer fundamentalen Struktur des Gedächtnisses.

Wenn wir sehr schnell und im Überfluss trinken, erschweren oder verhindern wir die Arbeit der Rezeptoren des Hippocampus, die Glutamat weiterleiten, was wichtig für die Produktion von Synapsen zwischen Neuronen ist.

Wahrscheinlich bist du, wenn du in diesem Zustand von „Gehirnausfall“ bist, dazu fähig, ganz routinemäßigen Abläufen nachzugehen, wie dich auszuziehen und ins Bett zu gehen, eine Nachricht bei Whatsapp zu senden, aber dein Gehirn ist für eine Weile außerstande, neue Erinnerungen zu schaffen.

Diese Filmrisse sind gefährlich. Erstens können sie dich in verwundbare und risikoreiche Situationen bringen. Zweitens bist du, wenn du eine Frau bist, anfälliger dafür solche alkoholischen Amnesien zu erleiden. Studien besagen, dass wir eine geringere Menge an gastrischer Dehydrase besitzen, ein Enzym, das dafür verantwortlich ist, den Alkohol in unserem Körper zu verdünnen und aufzulösen.

Obwohl es keinen Zusammenhang zwischen sozialen Trinkern und Alkoholikern bei der Präsenz und Häufigkeit der Filmrisse gibt, ist es empfehlenswert, dass du, wenn es dir einmal passiert ist, deinen Alkoholkonsum zumindest für eine Zeit lang drastisch reduzierst.

4. Alkohol und Gehirn: Erscheinung von emotionalen Störungen

Der Alkoholmissbrauch, auch wenn er unterbrochen stattfindet, korreliert mit Krankheiten und Störungen wie der Depression, Angststörungen, Aggressivität und Stress. Wenn du eins dieser Symptome bemerkst, denk mal über die Menge Alkohol nach, die du zu dir nimmst.

5. Alkohol und Gehirn: Hat einen noch größeren Einfluss im Gehirn von Erwachsenen

In Deutschland beginnen die Jugendlichen mit durchschnittlich 14,9 Jahren Alkohol zu konsumieren. Wenn dieser Fakt schon alarmierend ist, dann sind es die Folgen noch mehr. Die Jugendlichen trinken für gewöhnlich nicht täglich, aber am Wochenende machen sie das sogenannte Binge drinking, oder intensiven Alkoholkonsum.

Dieses Übermaß an Alkohol bei den Jüngsten schädigt Funktionen wie die Lernfähigkeit und das Gedächtnis, da sich ihr Gedächtnis noch formt, und steigert impulsive und depressive Verhaltensweisen.

Effekte des Alkohols im Gehirn

Tipps, um dein Gehirn nicht so sehr zu misshandeln

1. Alkohol und Gehirn: Trinke in Maßen

Wenn du wirklich aufhören möchtest, dein Gehirn zu bestrafen und dir mögliche zukünftige Gedächtnisprobleme sparen möchtest, ist die einfachste Lösung, mit dem Trinken aufzuhören.

Wenn diese radikale Option nicht zu deinen Plänen passt, lies bei Tipp 2 weiter.

2. Alkohol und Gehirn: Mach eine Pause und trink Wasser

Wenn du trinkst, mach es in Maßen. Es ist nicht nötig, 4 Gin Tonics zu trinken, einer ist mehr als genug. Außerdem, denk daran, zwischen Drink und Drink ein Glas Wasser zu trinken. Das Wasser wird die Lösung des Alkohols erleichtern und die Erhöhung des Alkoholspiegels in deinem Blut wird nicht so drastisch sein, was dir dabei helfen kann, die störenden Filmrisse zu vermeiden.

3. Alkohol und Gehirn: Trink nie mit leerem Magen

Es gibt nichts Schlimmeres, als auf leeren Magen zu trinken. Wenn du Nahrung in deinem Magen hast, wird der Anstieg des Alkoholpegels in deinem Blut nicht so ausgeprägt sein. Außerdem gibt die Nahrung deinem Gehirn Mittel, um gegen die Alkoholvergiftung, die du verursachst, zu kämpfen.

4. Alkohol und Gehirn: Wenn du glaubst, dass du ein Problem hast, bitte um Hilfe

Wenn du glaubst, dass dir der Alkoholkonsum aus den Händen gleitet, du immer mehr trinkst und der gleiche Effekt eintritt, du permanent Filmrisse hast, dann ist der Moment gekommen, um Hilfe zu bitten. Das Problem mit dem Alkohol ist, dass es eine Droge ist, die sozial gut angesehen ist, weswegen es vielleicht schwierig ist zu bemerken, dass du ein Problem mit übermäßigem Alkoholgenuss hast. Zögere nicht, um Hilfe zu bitten und mit einem Fachmann/einer Fachfrau zu sprechen, um zu vermeiden, dass dieses Problem zu etwas viel Gefährlicherem wie Alkoholismus wird.

5. Alkohol und Gehirn: Trainiere dein Gehirn täglich

Die beste Allianz, um zukünftigen Gedächtnisproblemen vorzubeugen, ist das Gehirntraining. CogniFit ist das führende Programm für kognitive Auswertung und Gehirnstimulation. Es ist durch die wissenschaftliche Gemeinde validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt verwendet.

Du kannst online auf das Programm zugreifen. Es ist sehr einfach zu benutzen,du musst dich nur registrieren! Die verschiedenen interaktiven Übungen basieren auf klinischen Studien und professionellen Batterien zur Stimulation und neuropsychologischen Rehabilitation. Es sind unterhaltsame Denkspiele, die du am Computer spielen kannst. Nach jeder Sitzung präsentiert dir CogniFit eine detaillierte Graphik mit der Entwicklung deines Standes.

CogniFit fokussiert sich auf die Neuroplastizität des Gehirns, das ist die Fähigkeit, neue Synapsen und Neuronenkreisläufe zu bilden, die dazu fähig sind, die Funktionen der am meisten beschädigsten kognitiven Bereiche zu reorganisieren und wiederherzustellen, unter ihnen das Gedächtnis.

Um etwas mehr darüber zu lernen, wie du dein Gehirn trainieren kannst, verpass nicht den nächsten Artikel: Gehirngymnastik: 17 Aktivitäten, die dir helfen werden, länger ein gesundes Gehirn zu behalten.

Danke fürs Lesen. Zögere nicht, uns deine Kommentare und Fragen zu hinterlassen! 🙂

Geistige Konzentrationsspiele: 10 unerlässliche Übungen für deinen Alltag

Hast du Probleme, bei der Arbeit oder im Studium konzentriert zu bleiben? Kannst du deine Konzentration nicht über lange Zeit halten und denkst, dass du dich leicht ablenken lässt? Entdecke diese 10 Konzentrationsspiele für Erwachsene und Kinder. Verstärke deine kognitive Aktivität! Die Konzentration ist ein notwendiges Element für das Setzen von Zielen, deren Planung und letztendliche Erfüllung.

Geistige Konzentrationsspiele

Ohne Konzentrationsfähigkeit bist du wie ein abdriftendes Boot ohne Ruder. In diesem Artikel schlägt dir die Neurospychologin Cristina Martínez de Toda einige sehr effektive und einfach auszuführende Übungen vor. Du wirst ein paar interessante Spiele und Techniken zur Verbesserung deiner Konzentration entdecken, das heisst, du hast jetzt keine Entschuldigung mehr, dein Gehirn nicht zu trainieren.

“Die Konzentration ist die Wurzel aller menschlichen Fähigkeiten. Bruce Lee.”

Wie wird man intelligenter? Die Konzentrationsfähigkeit ist der Schlüssel für das menschliche Wesen. Diese Fähigkeit kann man als den psychischen Prozess bezeichnen, der uns ermöglicht, die Ressourcen unsere Geistes auf ein einziges Ziel oder eine Aufgabe, die in einem bestimmten Moment durchgeführt wird, zu konzentrieren. 

Die Konzentration erlaubt uns, unsere Gedanken auf eine einzige Tätigkeit zu fokussieren, und die Ablenkungen beseite zu lassen, die unsere Aufmerksamkeit stören bei der Verfolgung einer Aufgabe oder eines Ziels stören könnten.

Heutzutage fordert man von uns, dass wir eine grössere Menge an Information schneller verarbeiten. Um diesen Strudel an Information zu überleben, ist es vital, dass wir die kognitive Fähigkeit haben, das Relevante auszuwählen und von dem zu unterscheiden, das nicht wichtig ist und uns nur auf den gewählten Reiz zu konzentrieren und fokussiere.

Die geistige Konzentration ist eine kognitive Fähigkeit, die das Überlegen und die Aufmerksamkeit benötigt, um sich zu entwickeln und all unsere Ressourcen auf das Ziel oder die Aktivität, die wir durchführen, zu lenken.

“Nichts stört meine Konzentration. Du könntest eine Orgie in meinem Büro veranstalten und ich würde nicht hinschauen. Na ja, vielleicht einmal kurz.” Isaac Asimov

Wenn du Schwierigkeiten dabei hast, dich auf deine Arbeit oder dein Studium zu konzentrieren, habe ich eine gute Nachricht für dich. Die geistige Konzentrationsfähigkeit kann verbessert werden. Mit dem richtigen Training, dank der Gehirnplastizität, kann du deine geistige Konzentrationsfähigkeit auf beachtliche und dauerhafte Weise verbessern, dank der unterhaltsamen Spiele, die ich dir in diesem Artikel näherbringen möchte. Zögere nicht, trau dich an die Konzentrationsspiele, die ich dir weiter unten vorschlage und du wirst sehen, wie sich deine geistige Konzentrationsfähigkeit steigert!

  • Den ersten Vorteil, den du bemerken wirst, wenn du diese Konzentrationsspiele durchführst, wird die Effizienz sein. Du wirst deine Aufgaben auf viel effizientere Weise erledigen können, Zeit sparen und keine unnötigen kognitiven Ressourcen verschwenden.
  • Ein anderer bedeutender Vorteil dieser Spiele zur geistigen Konzentrationssteigerung ist, dass sie dir ermöglichen, deine mentale Erschöpfung zu reduzieren. Obwohl es paradox erscheint, wenn du eine Aufgabe durchführst, die geistige Konzentration erfordert, wirst du sie auf gesunde Art und Weise machen, ohne dich zu erschöpfen, indem du auf andere Forderungen oder Situationen in der Umgebung (multitasking) achtest, die bei dir vorher zum Konzentrationsverlust geführt haben.
  • Ausserdem wird dir eine gute geistige Konzentration dabei helfen, die Gegenwart auf eine viel bereichernde Art und Weise zu erleben. Du wirst dir des Hier und Jetzt bewusst sein, weil du lernen wirst, die volle Aufmerksamkeit auf den konkreten Moment zu richten, den du gerade erlebst.
Vorteile einer guten geistigen Konzentration: Das Hier und Jetzt

10 geistige Konzentrationsspiele

1. Geistiges Konzentrationsspiel: Das Wasserglas

Nimm ein durchsichtiges Glas und fülle es bis zur Hälfte mit Wasser. Nimm es dann mit der Hand, die du bevorzugst und hebe deinen langgestreckten Arm bis auf die Höhe deiner Augen. Das Ziel ist es, den Inhalt des Glases für mindestens 3 Minuten fest und unbewegt zu halten.

2.Geistiges Konzentrationsspiel: Die weisse Wand

Stell dir im Geiste eine Wand vor und mal sie weiss an, wie du es am liebsten möchtest, mit einem Malerpinsel, einem anderen Pinsel, einem Spray … Wenn sie komplett weiss gefärbt ist, zeichne mitten auf sie eine grosse Nummer 100. Lösche sie, wie du es möchtest und wechsle zur 99 … und so in absteigender Reihenfolge. Am Anfang wirst du wenige Zahlen schaffen, ohne dich abzulenken, aber nach und nach und bei täglicher Übung, wirst du bist es bis zur 0 schaffen. Ich empfehle dir, diese Übung zu machen, wenn du schlafen gehst. Wenn du viele Gedanken im Kopf hast, ist dies das ideale Spiel, um dich einzig und allein auf deine weisse Wand zu konzentrieren.

3. Geistiges Konzentrationsspiel: Der Aromen-Spaziergang

Wähle einen Park oder einen Weg, der dir besonders gefällt und mach einen Spaziergang. Während du läufst, richte deine Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Gerüche und Aromen, die dich umgeben. Konzentrier dich auf einen Konkreten, der dir gefällt und finde Vergnügen an ihm. Du wirst sehen, wie er intensiver wird, je mehr du dich auf den Geruch konzentrierst.

4. Geistiges Konzentrationsspiel: Die Kerze

Setz dich auf den Boden, wenn möglich mit den überkreuzten Beinen und dem Rücken so gerade wie möglich. Wenn dir diese Position zu ungemütlich ist, wähle eine andere, aber du solltest auf dem Boden sitzen und den Rücken aufrecht halten. Anschliessend entzünde eine Kerze vor dir. Das Ziel des Spiels ist es, so ruhig wie möglich zu bleiben. Konzentriere dich auf die Bewegung der Kerze und harre so lange wie möglich in deiner Position aus, ohne dass die Kerze ausgeht. Das ist nicht so einfach, wie es scheint. Am Anfang wirst du nicht lange aushalten, aber mit ein wenig Praxis wirst du es schaffen, für mindestens 10 Minuten in totaler Ruhe zu verharren.

5. Geistiges Konzentrationsspiel: Die Technik der zwei Minuten

Du wirst eine Uhr mit Sekundenzeiger brauchen. Das Spiel besteht darin, dass du deine Aufmerksamkeit einzig und allein auf die Nadel des Sekundenzeiger konzentrierst und mit dem Blick seine Strecke um das Zifferblatt verfolgst. Anfangs wirst du dich dabei überraschen, dass du an andere Dinge denkst. Wenn das passiert, beginne von Neuem und versuche, nur an den Uhrzeiger zu denken und dich voll auf ihn zu konzentrieren. Du solltest zwei Umrundungen machen, das heisst, zwei Minuten.

6. Geistiges Konzentrationsspiel: Das Spiel mit dem Karton und der Zitrone

Diese Übung nutzt man für gewöhnlich, um Sportler vor ihrem Wettkampf vorzubereiten und zu konzentrieren, aber du kannst auch davon profitieren. Das Spiel besteht darin, sich einen Karton vorzustellen, einfach und leer, oben offen. Im Anschluss musst du dir eine Zitrone vorstellen. Konzentrier dich auf ihre Grösse, ihr Aroma, die Textur ihrer Schale, Symmetrie …

Mental und ohne deine Hände oder irgendeinen Gegenstand in deiner Vorstellung zu nutzen, transportiere die Zitrone ins Innere des Kartons. Das scheint sehr einfach zu sein, aber um es mit voller Aufmerksamkeit durchzuführen, sind sehr komplexe Konzentrationsfähigkeiten erforderlich. Dies ist eine hervorragende Übung, um an deiner geistigen Konzentrationsfähigkeit zu arbeiten.

7. Geistiges Konzentrationsspiel: Male Mandalas aus

Mandalas sind Darstellungen des Makrokosmos. Ihre Herkunft ist indisch und der Name bedeutet “Rad” oder “Kreis”. Die buddhistische Tradition nutzt sie zur Meditation. Mach dir keine Sorgen, wenn du nicht sehr gut beim Erstellen von Mandalas bist, es gibt eine Vielzahl an Heften oder Büchern, und du kannst dir wunderschöne Designs herunterladen, die kostenlos bereit zum Ausmalen auf Webseiten verfügbar sind.

Das Wichtigste beim Zeichnen oder Ausmalen von Mandalas ist, dass du dich nur darauf konzentrierst. Wähle die Farben sorgfältig, höre deinem Körper zu, was er machen möchte und lass dich treiben. Nimm dir 10 Minuten am Tag, um mit deinem Mandala weiterzumachen.

Dies entspannt dich nicht nur und verbessert deine Konzentration, es ist auch eine hervorragende Nahrung für dein Gehirn und deine Kreativität.

Male Mandalas aus

8. Geistiges Konzentrationsspiel: Die geometrische Figur

Such dir einen entspannten Moment und denk an eine geometrische Figur. Sei es ein Kreis, ein Quadrat, ein Dreieck. Denke und konzentrier dich nur auf die Darstellung. Wenn du dieses Bild in deinem Bewusstsein gefestigt hast, beginne, etwas hinzuzufügen, zum Beispiel eine Farbe. Fülle es mental aus, und wenn es komplett ist, füge weitere Charakeristika hinzu: Du kannst mit der Grösse, dem Volumen, der Dichte (es kann treiben oder auch sehr schwer sein) spielen.

Dieses Spiel steigert nicht nur deine Konzentration, es ist auch ein perfekter Verbündeter, um deine Vorstellungskraft zu entwickeln. Spiele und erschaffe mit deinem Geist, was du möchtest.

9. Geistiges Konzentrationsspiel: Mach Sudokus

Kopfrechnen ist eine der kognitiven Aktivitäten, die unsere Konzentration am meisten fördern. Dennoch haben wir heutzutage alle einen Taschenrechner zur Hand, der die mathematischen Gleichungen für uns löst. Die Technik zu benutzen erleichtert uns die Arbeit, macht uns aber auch fauler und abgelenkter. Es ist wichtig zu versuchen, im Geiste mit Zahlen umzugehen. Und die Sudokus können uns helfen. Wenn dir dieses japanische Spiel nicht bekannt ist, beginne mit der Anfängerstufe. Das Ziel ist nicht, dass du die Kompliziertesten machst, sondern, dass du die passende Stufe wählst, die eine geistige Herausforderung für dich ist und nach und nach die Komplexität erhöhst. Du kannst sie in allen Stufen auf vielen Internetseiten gratis herunterladen.

10. Geistige Konzentrationsspiele für Kinder und Erwachsene: Trainiere dein Gehirn mit CogniFit

CogniFit ist das führende Programm in kognitiver Bewertung und Gehirnstimulation. Es wurde durch die wissenschaftliche Gemeinschaft validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt genutzt. CogniFit ermöglicht es, die Konzentrationsfähigkeit, das Aufmerksamkeitslevel und viele andere grundlegende kognitive Bereiche auf professionelle und vertrauenswürdige Art zu messen und zu trainieren.

Die klinischen Spiele zur Messung und Verbesserung der geistigen Konzentration wurden von einem Team von kognitiven Neurologen und Psychologen entworfen, die die Kognition und die Prozesse der Gehirnplastizität studieren. Einige der kognitiven Funktionen, die mit der Konzentration zusammenhängen, sind die Inhibitionsfähigkeit, die Fokussierung, die Planungsfähigkeit, die geteilte Aufmerksamkeit, die Aktualisierung, etc …

Mit verschiedenen Denkspielen bewertet CogniFit die kognitiven Schwächen und Stärken der Person und schägt automatisch ein personalisiertes Trainingssystem vor, dass sich daran richtet, die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern und an andere kognitive Bedürfnisse des Kindes oder Erwachsenen.

Du musst dich nur registrieren! Alle Konzentrationsspiele basieren auf klinischen Studien und professionellen Stimulations- und neuropsychologischen Rehabilitationsbatterien.

Nachdem du die Konzentrationsspiele gemacht hast, zeigt dir CogniFit eine Graphik mit deinen Ergebnissen und deiner Entwicklung. Du kannst nicht nur deine geistige Konzentration trainieren, sondern auch viele andere kognitive Fähigkeiten im Bereich der Erinnerung, Wahrnehmung, Koordination, Argumentation, etc …

Trau dich und nimm die Herausforderung CogniFit an!

Man sagt, dass an einem Tag rund 30.000 Gedanken deinen Kopf überfluten, und jeder dieser Gedanken erzeugt eine Energie … Stell dir mal vor, die Energie all dieser Gedanken auf nur einen Gedanken zu konzentrieren!

 Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Niedriges Selbstwertgefühl: Gründe, Folgen und Test – Was kann ich tun?

Niedriges Selbstwertgefühl? Es ist viel schwieriger als es aussieht zu lernen “Ich liebe mich” anstelle von “Ich liebe dich” zu sagen. Stell dich auf die Probe. In diesem Artikel zeigt dir die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda die Schlüssel zur Entwicklung eines ausgeglichenen und gesunden Selbstkonzeptes und infolgedessen wirst du lernen, besser mit deinem niedrigen Selbstwertgefühl umzugehen.

“Verlieb dich in dich selbst, ins das Leben, in deine Umgebung, in das, was du machst, und wer du bist. Walter Riso”

Niedriges Selbstwertgefühl

Was ist das Selbstwertgefühl? Das Selbstwertgefühl ist die Bewertung oder die Auffassung, die wir von uns selbst haben. Es baut sich anhand der Erfahrungen, sowohl den negativen als auch den positiven, auf, die wir im Laufe unseres Lebens gemacht haben. Vom Selbstwertgefühl hängen die Erwartungen ab, die wir an uns selbst stellen und unser eigenes Wertekonzept oder Selbstkonzept.

Deswegen ist ein positives Selbstwertgefühl und Selbstliebe unabdingbar für den Erfolg im Leben. Wir wissen alle vom Wert der Selbstachtung, aber nur wenige von uns wissen, wie man für sie sorgt, sie verwöhnt und erhält.

“Der Unterschied zwischen dem, wo du gestern warst und dem, wo du morgen sein wirst, liegt in dem, was du HEUTE denkst, sagst du und tust.”

Gründe für ein niedriges Selbstwertgefühl – Warum ist mein Selbstwertgefühl so niedrig?

Ein niedriges Selbstwertgefühl ist ein Problem, dass einen großen Teil der Bevölkerung betrifft, aber estaunlicherweise ist sich die Mehrheit dessen gar nicht bewusst. Wenn wir wegen Angst- und Depressionsproblemen zum Psychologen gehen, liegt diesen Pathologien oft ein niedriges Selbstwertgefühl zugrunde, aber wir sind uns dessen oder dessen Folgen für unsere psychische Gesundheit für gewöhnlich nicht bewusst.

Beim Aufbau unseres eigenen Selbstwertgefühls durchläuft jedes menschliche Wesen einen einzigartigen und unvergleichbaren Weg. Das Selbstwertgefühl baut sich allmählich auf, und auch wenn persönliche Eigenschaften einen Einfluss auf diesen Prozess haben, sind die erlebten Erfahrungen und die Menschen, mit denen du in Kontakt trittst, ein entscheidender Faktor. Dies führt zu dem Ergebnis einer subjektiven Empfindung von persönlichem Wert oder im Gegensatz, von Unfähigkeit.

Die ersten Lebensjahre sind grundlegend für die Bildung eines hohen oder niedrigen Selbstwertgefühls, aber auch die Erfahrungen, die wir als Erwachsene erleben, können es verändern. Unter den zahlreichen Gründen für ein niedriges Selbstwertgefühl können wir die folgenden hervorheben:

–          Körperlicher, sexueller oder emotionaler Missbrauch, vor allem in jungem Alter.

–          Der Erwartungsgrad unserer Eltern und Lehrer, dem wir in der Kindheit ausgesetzt            waren.

–          Unter Diskrimination jeder Art leiden.

–          Belästigung oder Mobbing erleiden.

–          Den Verlust eines geliebten Menschens erleiden.

–          Soziale Ausgrenzung

–          Arbeitslosigkeit oder prekäre Arbeitssituationen

Wenn eine Person schwierige Zeiten durchläuft, bildet sie sich, fast ohne es zu merken, negative Überzeugungen über sich selbst. Sei es über ihre intellektuellen Fähigkeiten, ihr Aussehen oder ihre Fähigkeiten, Erfolg im Leben zu haben.

Genau so wichtig wie unsere Erlebnisse sind die Interpretation, die wir ihnen geben.

Das Wichtige am niedrigen Selbstwertgefühl ist, dass es sich im Allgemeinen auf Überzeugungen und nicht auf Tatsachen stützt, und das Glaubenssystem der Menschen lässt sich formen und modifizieren.

So ist die Erhöhung unseres Selbstwertgefühls ein Schlüsselfaktor, um uns mit uns selbst wohl zu fühlen.

 

Lerne, dich zu lieben

Die Rosenberg-Skala: Finde heraus, ob du ein niedriges Selbstwertgefühl hast

Hast du schon mal innegehalten, um darüber nachzudenken, was du wirklich von dir denkst? Im Folgenden lade ich dich dazu ein, diesen kleinen Test namens Selbstwertskala von Rosenberg zu machen, der dir helfen wird, den Grad der Zufriedenheit mit dir selbst zu messen.

Denk daran, dass dies eine einfache Bewertungs- und Orientierungsübung ist und in keinem Fall eine klinische Diagnose darstellt.

Die Rosenbergskala ist ein Test zum Selbstwertgefühl, das er dir ermöglicht ausfindig zu machen, ob du ein niedriges Selbstwertgefühl hast. Diese Bewertung stützt sich auf 10 Aussagen, die du möglichst ehrlich auf dieser Skala beantworten musst:

1: Gar nicht einverstanden

2: Nicht einverstanden

3: Einverstanden

4: Komplett einverstanden

  1. Ich empfinde mich als gleichwertig mit den anderen.
  2. Im Allgemeinen neige ich dazu zu denken, dass ich eine Enttäuschung bin.
  3. Ich denke, ich habe ein paar gute Eigenschaften.
  4. Ich kann die Dinge genau so gut machen wie die anderen.
  5. Ich glaube, ich habe nicht viel, worauf ich stolz sein kann.
  6. Ich habe mir selbst gegenüber eine positive Haltung.
  7. Im Allgemeinen bin ich mit mir zufrieden.
  8. Ich hätte gern mehr Selbstrespekt.
  9. Ich fühle mich manchmal wirklich nutzlos.
  10. Manchmal denke ich, dass ich nichts wert bin.

Korrektur und Ergebnisse

Von den Sätzen 1 bis 5 zählen die Antworten von 1 bis 4 jeweils 4 bis 1 Punkte. Das heisst, genau umgekehrt. Beispiel: Wenn du bei Satz Nr. 1 4 Punkte gegeben hast, musst du einen Punkt zählen.

Von den Sätzen 6 bis 10, zählen die Antworten 1 bis 4 auch 1 bis 4 Punkte.

Von 30 bis 40 Punkte: Hohes Selbstwertgefühl, als normales Selbstwertgefühl angesehen.

Von 26 bis 29 Punkte: Mittleres Selbstwertgefühl. Dies bedeutet keine schweren Selbstachtungsprobleme, aber eine Verbesserung wäre ratsam.

Weniger als 25 Punkte: Niedriges Selbstwertgefühl. Es gibt bedeutende Selbstachtungsprobleme.

Folgen eines niedrigen Selbstwertgefühls

Ein niedriges Selbstwertgefühl wirkt sich negativ auf alle Bereiche deines Lebens aus. Die Wahrnehmung, die du von dir selbst und deinem Wert oder des Fehlen dieses Wertes hast, hat unvermeidbare Auswirkungen auf deine Arbeitsleistung, deine Beziehungen im Privatleben und die Beziehung mit der Welt und dir selbst haben.

“Wir können andere nicht lieben, wenn wir nicht vorher lernen, uns selbst zu lieben”

Es ist viel komplizierter als es scheint, dich selbst zu lieben. Dich richtig lieben zu können heißt, dich zu akzeptieren, zu respektieren, deinen vitalen Bedürfnisse nachzukommen und dich dafür zu lieben, wer du bist, mit deinen Stärken und Schwächen.

Eine Person, die sich liebt und sich selbst wertschätzt, strahlt positive Vibrationen aus und erweckt Neugierde darauf, sie kennenzulernen. Sie verbreitet Liebe, weil sie sich selbst akzeptiert hat. Und unbewusst nehmen das die anderen wahr.

Gegen das niedrige Selbstwertgefühl kämpfen: Lerne, dich zu lieben

Eine Person, die sich nicht liebt und, vor allem, sich nicht respektiert, läuft große Wahrscheinlichkeit, in toxische Beziehungen verwickelt zu werden.

Denk daran, dass Vorbeugung die beste Kur ist …

Schlüssel zur Erhöhung eines niedrigen Selbstwertgefühls

1. Verwandle negative Gedanken ins Positive

Wenn du ein niedriges Selbstwertgefühl hast, ist es sehr wahrscheinlich, dass du dir selbst unangenehme Botschaften schickst, die reich an “Ich kann nicht”, “Ich bin das nicht wert”, “Ich werde scheitern”, “Ich verdiene keine Liebe” sind.

Auch wenn du das nicht bewusst machst, präsentieren sich diese Botschaften mehr oder weniger subtil in deinem Alltag und vermindern deine Lust darauf, ein neues Projekt anzugehen und sabotieren letztendlich dein Wohlbefinden.

Mach eine Liste von deinen am meisten wiederkehrenden negativen Gedanken und schreib daneben eine Ermutigung, die du wiederholen kannst, wenn das Negative erscheint.

Zum Beispiel: Für den Satz “Ich bin nicht dafür gemacht” wäre der Gegengedanke “Ich kann das problemlos in Angriff nehmen”. Jedes Mal, wenn der negative Gedanke auftaucht, halt inne und biete ihm mit dem positiven Denken die Stirn.. Am Anfang wird dir das schwer fallen, aber wenn du es regelmäßig machst, wir sich dieses Verhalten automatisieren.

Was du dir selbst sagst, kann dir Macht geben oder wegnehmen, und nur du kannst die Worte wählen …

2. Hast du ein geringes Selbstwertgefühl? Mach eine Liste deiner Erfolge

Für gewöhnlich neigen wir dazu, unsere Niederlagen und Fehler grösser zu machen und das Gute, was in unserem Leben geschieht, für einen glücklichen Zufall zu halten.

Das ist ein unverzeihlicher Fehler. Sicher hast du in deinem Leben schon sehr interessante Erfolge geerntet, denen du jetzt nicht mehr den Wert gibst, den sie verdienen.

Wenn du ein niedriges Selbstwertgefühl hast, gibt es eine gute Übung, die darin besteht, eine Liste mit den persönlichen Erfolgen zu erstellen, auf die du am stolzesten bist.

Zum Beispiel:

–          Ich habe das Studium geschafft

–          Ich habe Padel-Spielen gelernt

–          Ich habe eine zweite Sprache gelernt

–          Ich bin Vater/Mutter geworden

–          Ich habe die Arbeit bei dieser Firma bekommen

Kleb dir diese Liste an den Kühlschrank oder irgendwohin, wo du sie oft siehst. Diese Liste wird dich daran erinnern, dass du die nötigen Fähigkeiten hast, zu erreichen, was du dir vornimmt.

3. Akzeptiere dich genau so, wie du bist

Mit deinen Stärken und Schwächen. So klar und schwierig. Sei realistisch, versuche nicht, das Unmögliche zu ändern, und sei dir deinen Schwächen und Stärken bewusst. Eine gute Kenntnis deiner selbst ist das wirkungsvolle Werkzeug, um Erfolg in deinem Leben zu haben und dein emotionales Wohlgefühl zu entwickeln.

“Es ist viel schwieriger, sich selbst zu beurteilen, als die anderen zu beurteilen. Wenn du es schaffst, dich selbst richtig zu beurteilen, bist du wirklich weise.” Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz.”

4. Vergiss die Vergleiche, um dein niedriges Selbstwertgefühl nicht zu nähren

Vergleiche sind widerlich und ergeben selten etwas Positives. Einzig und allein, wenn dieser Vergleich als intrinsische Motivation für eine Verbesserung genutzt wird, wird sie dir etwas Positives bringen und du wirst ein Gefühl von Bewunderung und nicht von Neid empfinden.

Wenn du dich minderwertig fühlst oder dich dafür verachtest, nicht das Eine oder das Andere in deinem Leben zu haben, denk daran, dass viele Leute gerne das hätten, was du hast, oder sein würden, wer du bist. Sei dankbar für deine persönlichen Stärken, anstatt dich beim Versuch zu erfüllen, was die Gesellschaft dir auferlegt, fertigzumachen.

Sei kritisch mit deinen persönlichen Forderungen und schätze nicht gering, was du schon besitzt.

5. Finde die Ursache für dein niedriges Selbstwertgefühl

Ein grundlegender Schritt für die Lösung eines jeden Problems besteht darin, die Wurzel der Angelegenheit zu identifizieren. Oft versuchen wir, das Symptom zu beseitigen, statt die Krankheit in Angriff zu nehmen. Dies kann uns kurzfristige Erleichterung verschaffen, aber wenn wir nicht die wirkliche Ursache der Krankheit bekämpfen, kann sich das Symptom im Laufe unserer Leben auf verschiedene Arten wiederholen.

Wenn du Schwierigkeiten bei diesem Schritt hast, rate ich dir, dich an einen Experten zu wenden. Ein Termin bei einem in dieser Angelegenheit qualifizierten Psychologen kann dich dazu leiten, das wirkliche Problem zu identifizieren.

Um zum Ende zu kommen, möchte ich euch ein interessantes Video über Tipps zum Stärken des Selbstwertgefühls zeigen.

“Das Selbstwertgefühl ist keine so verwerfliche Sünde wie die eigene Geringschätzung. William Shakespeare”

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Depression vorbeugen: 10 Tipps, um eine Depression zu vermeiden

Wir fühlen uns alle manchmal traurig und melancholisch, aber diese Gefühle sind für gewöhnlich vorübergehend und verschwinden nach einigen Tagen. Wie belastend eine Depression sein kann, können nur diejenigen verstehen, die sie erlebt haben. Wenn wir unter einer depressiven Störung leiden, sind wir fast dauerhaft melancholisch, wütend und frustriert. Sie ruft eine schwere, andauernde Traurigkeit in uns hervor, die unsere Fähigkeit zum Zusammensein mit unseren Mitmenschen, zum Arbeiten oder zur Bewältigung des Alltags beeinträchtigt.  Eine Depression vorbeugen oder ihre Entstehung vermeiden? Entdecke in diesem Artikel 10 Tipps, die dir helfen können.

Mit den richtigen Tipps lässt sich eine Depression vermeiden

Bevor du diese Tipps liest, etwas ganz Wichtiges vorweg:

Solltest du das Gefühl haben, dass sich deine depressiven Verstimmungen mithilfe dieser Empfehlungen nicht bewältigen lassen, kannst und solltest du unbedingt professionelle Hilfe aufsuchen. Einen Psychologen zu kontaktieren macht dich nicht schwach, sondern zeigt, dass du etwas verändern möchtest und kann dir helfen deine Depression zu bewältigen. In manchen Fällen ist auch eine medikamentöse Therapie zu empfehlen. Trotzdem können die folgenden Tipps in jedem Fall hilfreich sein und dich dabei unterstützen, zusammen mit professioneller Hilfe deine Stimmung aufzubessern.

1. Depression vorbeugen: Mach etwas, was du genießt

Denk einen Moment an die Aktivitäten, die dir Genuss bereiten. Seit wann widmest du deinen Hobbys schon keine Zeit mehr?

Der Aufbau positiver Aktivitäten ist einer der Bestandteile der berühmtesten kognitiven Therapien zur Behandlung von Depressionen. Dieser Verhaltensaufbau wird zum Beginn der Therapie eingeführt. Indem der Patient Schritt für Schritt positives Verhalten aufbaut, also Dinge macht die ihm Freude bereiten, erhöht sich die Anzahl positiver Verstärker. Dadurch fühlt sich die betroffene Person belohnt, was sich positiv auf die Stimmung auswirken kann.

Wie man einer Depression vorbeugen kann: Jede Person mag unterschiedliche Aktivitäten. Wenn sich unter deinen Haustiere, Musik oder die Sonne befinden, schau dir die folgenden Vorschläge an.

  • Mit deinen Haustieren Zeit zu verbringen, wenn du dich niedergeschlagen fühlst ist positiv. Dein Haustier zu streicheln, lässt deinen Blutdruck sinken, was sich in einem Gefühl von Entspannung äußert. Außerdem werden vermehrt Hormone wie Oxytocin ausgeschüttet, welches persönliche Bindungen begünstigt. Der Organismus setzt auch Serotonin und Phenylethylamin frei, zwei Neurotransmitter, die der Entwicklung von depressiven Symptomen entgegenwirken.
  • Sonnst du dich gerne? Wenn ja, habe ich gute Nachrichten für dich. Es ist erwiesen, dass Sonne helfen kann, Depressionen entgegenzuwirken. Die Sonnenexposition trägt zur Regulierung des Gemütszustands bei. Bei weniger Licht treten mehr depressive Phänomene auf. Dies liegt am Corticosteron-Level, einem Hormon, dass viel mit Angst zu tun hat. Das Licht hat Auswirkungen auf dir Hirnareale, die für Stimmung und kognitive Funktionen zuständig sind.
  • Wir haben alle schon einmal erlebt, dass wir uns besser gefühlt haben, nachdem wir ein bestimmtes Lied gehört haben. Die Zeitschrift Advanced Nursing veröffentlichte in einem Artikel, dass Musik das Gefühl Energie zu haben erhöht. Eine Stunde Musik zu hören, trägt zur einer Verringerung chronischer Schmerzen um 21 % und depressiver Stimmungen um 25 % bei.

2. Depression vorbeugen: Halte Kontakt zu deinem Umfeld

Manchmal sind wir zu faul, um Freunde oder Familienmitglieder anzurufen oder ihnen zu schreiben, es fällt uns schwer uns aufzuraffen. Kontakt zu nahestehenden Personen kann sich jedoch positiv auf unsere Stimmung auswirken. Es gibt einige Ratschläge dazu, den Kontakt zu nahestehenden Personen aufrechtzuerhalten, auch bzw. gerade wenn es uns schlecht geht.

In einer von PLOS ONE veröffentlichten Studie zeigte sich, dass fehlende soziale Unterstützung, vor allem von Seite des Partners und der Familie, wichtige Risikofaktoren für die Entstehung einer Depression sind. In der gleichen Studie zeigte sich, dass die Anzahl an Interaktionen aber keinen Einfluss auf die Entstehung von Depressionen hat.

Wie man Depressionen entgegen wirkt: Qualität ist wichtiger als Quantität, wenn es um soziale Beziehungen geht.

  • Zu versuchen den Kontakt zu halten, ist kein Zeichen der Schwäche. Es ist wichtig für unsere Gesundheit, mit anderen zu kommunizieren.
  • Es ist grundlegend Unterstützung im Alltag von den Personen zu suchen, denen du vertraust und mit denen du dich sicher fühlst. Wenn du deine Emotionen und Gedanken nicht mit anderen teilen kannst, kann es von großer Hilfe sein, ein Tagebuch zu schreiben.
  • Versuch dich von Angesicht zu Angesicht mit den Leuten zu treffen, insofern es möglich ist, und lass die virtuelle Kommunikation beiseite. Geh mit einem Freund essen oder macht einen Spaziergang.
  • Nimm an sozialen Aktivitäten teil, auch wenn du keine große Lust hast. Trete einem Verein bei oder nimm an Kursen teil und lerne Leute kennen.

3. Depression vorbeugen: Versuche, negativ Gedanken zu vermeiden

Negative Denken übt einen schädlichen Einfluss auf unsere Stimmung aus. Manchmal begehen wir laut Aaron Beck Fehler oder erleben kognitive Verzerrungen, wenn wir die Realität analysieren.

Wie man einer Depression vorbeugen kann: Es ist erwiesen, dass die Art über Dinge nachzudenken und Schlussfolgerungen zu ziehen einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden hat. Menschen mit Depressionen haben häufig negative Denkweisen. Deswegen ist es nützlich, auf diese Formen von kognitiven Verzerrungen zu achten, wenn man Depressionen vermeiden möchte.

  • Willkürliche Schlussfolgerungen: Der Prozess, zu einer Schlussfolgerung ohne unterstützende Beweise oder mit gegensätzlichen Beweisen zu gelangen. Zum Beispiel: Eine neue Arbeitskollegin wird dir vorgestellt und dich überkommt der folgende Gedanken: “Sicher denkt sie, ich habe hier nichts zu sagen”. Aber, wenn du nach deinem Gedanken gefragt wirst, merkst du, dass es gar keine reale Grundlage dafür gibt, dass sie annehmen könnte, du hättest nichts zu sagen.
  • Selektive Abstraktion. Die Bewertung einer Erfahrung, die nur auf einem aus dem Zusammenhang gerissenen Detail basiert und andere, wichtigere Elemente der Situation ignoriert. Zum Beispiel: Dein Chef kommentiert deinen Erfolg und die von dir geleistete Arbeit positiv. In einem Moment des Gesprächs bittet er dich darum, dass du bitte nicht alle Briefe kopieren sollst, daraufhin entscheidest du dich zu denken: “Er ist mit meiner Arbeit nicht zufrieden”.
  • Übergeneralisierung. Der Prozess, eine Schlussfolgerung oder allgemeine Regel aus einem oder mehreren isolierten Tatsachen zu ziehen und diese sowohl auf Situationen anzuwenden, die mit der Angelegenheit zu tun haben, als auch mit denen, die nichts damit zu tun haben. Zum Beispiel: Deine Frau ist richtig sauer auf die Kinder, weil sie sich nicht schnell genug anziehen, also versteifst du dich darauf, zu denken: “Ich muss ein schlechter Vater sein, sonst hätten meine Kinder mehr Disziplin”.
  • Maximieren und Minimisieren. Fehler bei der Bewertung der Größe oder Bedeutung eines Ereignisses, indem die Bedeutung verstärkt oder verringert wird. Zum Beispiel: Dein Haus erleidet durch einen Sturm Schäden, du schätzt die Reparaturkosten auf Tausende von Euros, aber am Ende kostet es nur rund 50 €.
  • Personalisierung. Die Tendenz äußere Begebenheiten auf sich selbst zu beziehen, ohne eine feste Grundlage für diese Verbindung. Zum Beispiel: Stell dir vor, du bist als Assistenz-Arzt in einem Krankenhaus angestellt und findest einen Hinweis an der Wand, auf dem zu Folgendes zu lesen ist: “Alle Patienten, die einem Assistenz-Arzt zugeschrieben sind, müssen später noch von einem Facharzt untersucht werden”. Beim Lesen wirst du traurig, weil du denkst: “Der Chef vertraut meiner Arbeit nicht”.
  • Absolutes und dichotomes Denken. Tendenz, alle Erlebnisse in eine oder zwei gegensätzliche Kategorien einzuordnen (schwarz oder weiss), und sich selbst in der negativsten Kategorien zu beschreiben. Zum Beispiel: Ein Basketballspieler denkt: “Ich bin ein Reinfall” und deprimiert sich, wenn er weniger als 8 Punkte in einem Spiel macht, wenn er aber 8 oder mehr Punkte erreicht, denkt er “Ich bin wirklich ein großartiger Spieler” und ist froh.

4. Depression vorbeugen: Teile deine Ziele in kleine Ziele ein

Wenn wir ein Ziel haben, dass als solches große Ausmaße annimmt und wahnsinnige Anstrengungen erfordert, ist es besser, kleine Teilziele zu definieren. Diese Strategie ist auch nützlich, um nicht zu prokrastinieren. Unser Selbstbild wird gestärkt, das wiederum hängt positiv mit dem Selbstwertgefühl zusammen. Ein großes Ziel in kleine Teilziele zu zerlegen ist also eine gute Möglichkeit, depressiven Tendenzen entgegenzuwirken.

Mit der Aufteilung von langfristigen Zielen in kleine Schritte hängt die Aktionsplanung zusammen. Viele kognitive Psychologen nutzen diese Methode häufig mit depressiven Patienten. Eine der berühmtesten Therapien ist die Problemlösungstherapie von D’Zurilla und Nezu. Diese Therapie besteht aus einer Anpassung der wissenschaftlichen Methode an Alltagsprobleme. Die umzusetzenden Schritte, die die Therapie vorschlägt, sind die Folgenden: Orientierung zum Problem, Definition und Formulierung des Problems, Erschaffung von Alternativlösungen, Entscheidungsfindung, Umsetzung und Verifizierung der Lösung.

Und weil Prävention von Vorteil ist, kann diese Strategie sehr nützlich sein, um depressive Erscheinungen im Alltag zu vermeiden.

Wie man Depressionen entgegen wirkt: Eine Idee zur Umsetzung dieses Tipps könnte in der allmählichen Ausarbeitung eines Arbeitsplans bestehen und darin, täglich kleine Ziele zu erreichen, die dich letztendlich zu deinem Hauptziel führen. So wird es einfacher für dich sein und du wirst nicht immer das Gefühl haben, dein Ziel sei unerreichbar.

5. Depression vorbeugen: Versuche, realistisch zu sein

Unsere Wahrnehmung der Alltagsereignisse können unsere Stimmung beeinflussen. Wir haben alle pessimistische und optimistische Freunde, aber was ist mit den Realisten? Realistisch zu sein ist teilweise eine Utopie, da wir es nicht vermeiden können, die Realität subjektiv zu beurteilen. Abrahamson erforscht die Beziehung zwischen dem Attributionsstil und der Wahrscheinlichkeit, Depressionen zu entwickeln. Der Attributionsstil bezieht sich  auf unsere persönliche Art, die Ursachen der Ereignisse zu beurteilen, die in unserem Leben geschehen. Diese Attribution kann intern oder extern sein, global oder spezifisch und stabil oder instabil. Personen, die zu Depressionen neigen, schreiben negative Ereignisse oder Misserfolge internen (der Grund ist die Person und nicht die Umgebung), globalen (der Grund wird auf zahlreiche Kontexte verallgemeinert) und stabilen (der Grund dauert in der Zeit an) Ursachen zu.

Wie man einer Depression vorbeugen kann: Es ist also von großer Hilfe, realisitisch zu denken um Depression vorzubeugen. Das heißt, zu denken, dass es nicht nur einen einzigen Grund für ein Ereignis gibt und die Vielfalt und Komplexität der Geschehnisse zu beachten. Nicht alle Misserfolge oder negativen Ereignisse hängen von uns ab, und sie werden weder immer wieder in jeder Situation in unserem Leben vorkommen noch für immer andauern.

6. Depression vorbeugen: Wie man depressiven Verstimmungen durch gesunde Ernährung vorbeugt

Im Allgemeinen neigen die Menschen dazu, sehr kalorienreiche Lebensmittel zu sich zu nehmen, wenn sie mit Depressionen zusammenhängende Symptome erleben: Traurigkeit, Apathie, Willensschwäche, Anhedonie, Schlaflosigkeit etc. Dennoch ist die Idee, der Erscheinung von Depressionen mittels der Ernährung vorzubeugen, nicht so verbreitet.

Wie man depressive Verstimmungen vorbeugt: Nahrungsmittel, die reich an Vitamin B (unter anderem Hafer, Sonnenblumenkerne, grüne Paprika, Vollkornreis und Spinat) und Omega 3 (unter anderem Walnüsse und Lachs) sind, scheinen zur Stimmungsregulation beizutragen. Lebensmittel wie Ei, Milchprodukte, Nüsse und Trockenfrüchte, Pflanzen, Obst und Vollkorngetreide sind reich an Tryptophan und wirken depressiven Verstimmungen entgegen. Das im Kakao enthaltene Phenylethylamin hilft auch dabei, die Stimmung aufzuhellen.

Wenn du ein Weinliebhaber bist, habe ich gute Neuigkeiten für dich. Laut einer Arbeit der Universität von Navarra, verringert ein mäßiger Weingenuss das Risiko, in chronische Traurigkeit zu verfallen.

“Die geringsten Anzahl an depressiven Störungen wurden unter denen beobachtet, die zwei bis sieben Gläser Wein pro Woche zu sich nahmen, wahrscheinlich, weil Resveratrol und andere phenole Bestandteile der Traube in diesen kleinen Dosen einen Schutzeffekt auf gewisse Gehirnareale hat.”

Nun werden wir über jene Nahrungsmittel sprechen, die schädlich sind wenn man an einer Depression leidet. Übermäßiger Genuss alkoholische Getränke verändert die  Neuronenaktivität und geht von einem euphorischen Zustand zu einem gehemmten Zustand über, der zur Erscheinung von Depressionen beiträgt. Andere zu vermeidende Lebensmittel sind Weißmehl und raffinierter Zucker, da ihre Zusammensetzung die Serotoninlevel senkt.

7. Depression vorbeugen: Bewegung kann gegen depressive Verstimmungen helfen

Es stimmt doch, dass du dich nach dem Sport besser fühlst, oder? Das liegt daran, dass die körperliche Aktivität dasw serotonerge Neurotransmittersystems begünstigt. Die Effekte des Sports helfen dabei, Krankheiten wie Stress, Angst und Depression vorzubeugen.

Oft führt die Erschöpfung zur Anhedonie oder Unfähigkeit, Vergnügen zu empfinden; zur Willensschwäche oder dem Fehlen von Motivation oder Energie, etwas zu tun oder sich zu bewegen.

So lässt sich eine Depression vermeiden: Jedes gemäßigte Training von etwa 30 Minuten kann dabei helfen, depressive Symptome zu lindern. Die Übungen müssen nicht zur Erschöpfung führen, schon einfache körperliche Aktivität kann zu Stimmungsverbesserung führen.

Es wird empfohlen aktiv zu sein und den Körper zu bewegen. Trotzdem ist es empfehlenswert, sich von einem Arzt beraten zu lassen, bevor wir mit einem neuen Sport beginnen. Von aeroben und hoch intensiven Übungen ist für manche Menschen abzuraten. Yoga und andere Übungen mit geringerem energetischen Anspruch oder Verbrauch, wie Tai-Chi, könnten eine gute Alternative sein.

Laut Guy Falkner von der Universität von Toronto trägt mäßiger Sport nicht nur dazu bei, punktuelle Stimmungstiefs zu lindern, sondern auch zur Vermeidung der Erscheinung von Depressionen. Aus den Daten, die bei Personen verschiedenen Alters aufgenommen wurden, kann man erkennen, dass diejenigen, die einer körperlichen Aktivität wie Spazierengehen oder Rasenmähen zwischen 20 und 30 Minuten am Tag nachgingen, seltener unter einer Depression litten.

8. Depression vorbeugen: Entspann dich, um Depressionen zu vermeiden

Der Gedanke, dass es nützlich ist, sich zu entspannen, um Ängste zu vermeiden, ist sehr verbreitet. Tatsächlich ist es auch von großem Nutzen, entspannt zu sein, um die Erscheinung von Depressionen zu bekämpfen.
Wie man Depressionen vorbeugen kann: Meditation zu praktizieren, kann positive Auswirkungen auf die Stimmung haben. Tatsächlich genügt eine halbe Stunde Meditation am Tag, um positive Effekte zu erziehlen, wie Dr. Mandhav Goyal von der Johns Hopkins Medicine in Baltimore bestätigt. Laut diesem Experten liegt der Nutzen der Meditation im Trainieren des Geistes, die Wahrnehmung der Realität zu verbessern. Entdecke hier die Achtsamkeitsmeditation.
Missbräuchliche Arbeitssituationen erzeugen Angst und können auch zu depressiven Verstimmungen führen. Wenn wir jeden Tag viele Stunden (bis zu 60% der Wochenstunden) einer stressvollen Aufgabe nachgehen, sind wir an der Schwelle dessen, was im Englischen LHO (long hours overworked) genannt wird. Takahashi Amagasa von der Universität Kyoto konnte zeigen, dass diese Situation das Risiko einer Depression um das 15-fache erhöht.

9. Depression vorbeugen: Schlaf gut und du wirst dich glücklicher fühlen

Nach einem erholsamen Schlaf fühlen wir uns alle besser. Im Schlaf findet das Gehirn den besten Moment, um sich selbst zu heilen und sich für den nächsten Tag vorzubereiten. Ein guter Schlaf ist fundamental für das Gedächtnis und das Lernen, außerdem ist er ein Stimmungsregler.
Wie man Depressionen entgegenwirkt: Schaff dir Zeitpläne und versuch, nicht die Nacht durchzumachen. In einer im Magazin Sleep veröffentlichten Studie von der Universität Columbia wurde die Wichtigkeit des Schlafs und seine Beziehung zur Depressionsbekämpfung festgestellt. Jugendliche, die früher ins Bett gehen, haben laut dieser Studie eine geringere Wahrscheinlichkeit, Depressionen zu entwickeln. Diejenigen, die fünf Stunden oder weniger schlafen, hatten ein 71% höhere Wahrscheinlichkeit an einer Depression zu erkranken.

10. Depression vorbeugen: Sorg für die anderen und du sorgst für dich selbst

Bis jetzt bezogen sich alle Verhaltensvorschläge auf die eigene Fürsorge. Nichtsdestotrotz ist Fürsorge für andere Menschen ebenfalls wichtig, um ein zufriedenes Leben zu führen. Personen, die sich für andere Menschen engagieren, haben eine geringere Wahrscheinlichkeit eine Depression zu entwickeln.
Menschen, die sich exzessiv auf sich selbst konzentrieren, neigen dazu, eine Art Grübelstil zu entwickeln, der das Empfinden von Empathie erschwert. Anderen Menschen zu helfen verbessert das Selbstbild und lenkt die Aufmerksamkeit von den eigenen Problemen weg, was sich positiv auf die eigene Stimmung auswirkt.
So lässt sich eine Depression vermeiden: Sich ehrenamtlich sozial zu engagieren, kann eine gute Möglichkeit sein, diesen Tipp in die Praxis umzusetzen. Dabei muss die Beteiligung gar nicht besonders groß oder aufwendig sein. In jedem Ort gibt es Einrichtungen oder Dinge bei denen stetig Hilfe benötigt wird.
 
Referenzen
 
Distorsiones cognitivas. Tomado de Beck 1967, 1976, 1983 y de Belloch, A., Sandín, B, Ramos, F. (2009) Manual de Psicopatología, 2ª edición, Vol. 2, p. 279. Madrid, España: McGraw-Hill.
Quelle: Irene García Calvo, Psychologin bei CogniFit.

Gedächtnislücken – nicht alles, was wir erinnern, ist wahr

Unsere Erinnerung bildet die Wirklichkeit nicht getreu ab, es gibt Gedächtnislücken, die dazu führen, dass wir unsere Erinnerungen umgestalten. Nicht alles, was wir erinnern, ist wahr. Eine Erinnerung wird nie das perfekte Abbild einer Erfahrung sein, etwas wird immer anders sein, dank dem Aufbau unseres Gedächtnisses. Die falschen Erinnerungen und Gedächtnislücken sind gewöhnlicher als wir denken. Finde in diesem Artikel heraus, wie uns unsere Erinnerung betrügt.

Wir erinnern uns an manchen Dinge, die nicht wahr sind

Eine große Mehrheit der Menschen denkt, dass unsere Erinnerung einer Videokamera ähnelt, die unsere Erfahrungen aufzeichnet. Nichts liegt ferner. Unser Gedächtnis arbeitet mit den Hauptideen des Wahrgenommenen, das, was es als wichtig ansieht, es zeichnet die Realität nicht so ab, wie sie ist.

 “Mehr als einem Aufnahmegerät ähnelt das Gedächtnis der Wikipedia-Seite, wo du die vorhandene Information verändern kannst. Und nicht nur du, auch die anderen können sie verändern.” Elizabeth Loftus

 

 

Unser Hirn arbeitet mit Hauptideen. Die Information, die als vital und wichtig erachtet wird, wird in unserem Gehirn gespeichert, aber die Details werden gelöscht und so hinterbleibt eine unvollständige Erinnerung der Erfahrung. Unsere Erinnerung repräsentiert keine objektive und glaubwürdige Realität, sondern eher eine wahrgenommene Realität, voll von “Lücken”.

Unser Gedächtnis ist konstruktiv. Wir speichern Erinnerungen mit Schlüsselideen, Konzepten der Erfahrung, ab. Aber wenn wir uns wieder an sie erinnern, versucht unser Gehirn, eine Kohärenz in der Geschichte zu finden. Dafür füllt es die Lücken, die es zwischen diesen Schlüsselideen gibt, mit Ableitungen und Schlussfolgerungen von unseren vorherigen Kenntnissen. Wir erinnern uns nicht, wir bauen Erinnerungen auf, immer wieder. Deswegen hat unsere Erinnerung Lücken.

Gedächtnislücken und falsche Erinnerungen – wie entstehen sie?

Es hat Vor- und Nachteile, dass unsere Erinnerung konstruktiv ist. Einerseits werden so Überbelastungen verhindert, aber andererseits werden unsere Erinnerungen manipulierbar. Nicht alles, was wir erinnern, ist wahr. In geringerem oder größerem Ausmaß haben unsere Erinnerungen etwas Erfundenes. Wenn wir die Information aus den Lücken zwischen den Grundideen einer Erinnerung wiederherstellen, kann sich neue Information “hineinschmuggeln”, die unsere Erinnerung verfälscht. In diesem Moment wird eine falsche Erinnerung geschaffen, eine Verfälschung der wirklichen Erinnerung oder direkt die Erschaffung einer Erinnerung von einer nicht wirklich erlebten Erfahrung aus.

Unsere Erinnerung funktioniert mit Hauptideen

Wie weiß man, ob eine Erinnerung falsch ist?

Das können wir nicht, wenn unser Gehirn einmal eine neue Information annimmt, löst es sie nicht so leicht wieder. Das sorgt dafür, dass uns die falschen Erinnerungen so real erscheinen. Wenn sie einmal akzeptiert wurden, verfälschen sie die wahre Erinnerung und diese verschwindet. Die neue Geschichte verwandelt sich in Wirklichkeit und wird genau so erinnert. Dies sind nicht wahrnehmbare Gedächtnislücken.

Betrügen uns unsere Erinnerungen?

Im Allgemeinen spiegelt unsere Erinnerung die Realität gut wieder, nichtsdestotrotz existieren Gedächtnislücken, wie wir gesehen haben. Im Allgemeinen betrachten wir unser Gedächtnis als einen treuen Zeugen der Realität, aber das ist nicht immer so. Beim Arbeiten mit dem Hauptideen, lässt unser Gedächtnis alles aus, was nicht wichtig ist, alle Details. Wenn wir uns daran erinnern, auf eine Party gegangen zu sein, erinnern wir uns an einige Dinge, wie wer uns eingeladen hat oder welche Freunde auch dort waren. Aber wir lassen beim Versuch sich daran zu erinnern, welche Musik lief, ob es kalt oder warm war, mit wie vielen Personen wir gesprochen haben etc., nach. Um einen Zusammenhang in der Geschichte zu finden, suchen wir Schlussfolgerungen über diese Schwachpunkte der Erinnerung und so beginnt sie sich zu verfälschen.

Wie sehr können wir auf unsere Erinnerung vertrauen?

Wir haben gesagt, dass unsere Erinnerung ein guter Spiegel der Realität ist, aber sie ist nicht perfekt. Nicht genug, um ihr die Autorität zu geben, die man ihr gibt.

Ein Fall, in dem das Gedächtnis einen unangemessenen Platz einnimmt, ist bei Gerichtsverfahren. Man gibt den Zeugen einer Straftat eine enorme Wichtigkeit bei der Entscheidung des Falls, jedoch gibt es mehrere Faktoren die Richtigkeit dieser Art von Zeugenaussagen in Verruf bringen: die Zeit, die nachfolgenden Erfahrungen, die Fragen, die über das Ereignis gestellt werden, etc. All dies kann eine Erinnerung verzerren und das Bild einer Person in ein ganz anderes umwandeln.

Es gibt viele Fälle von Verurteilungen für nicht begangene Straftaten aufgrund von falschen Erinnerungen. Die Erinnerung ist angreifbar und diese Schwäche sollte man berücksichtigen.

Wie können wir eine Erinnerung manipulieren?

Wenn man nur ein paar bestimmte Elemente in einer Geschichte verändert, kann man sehr unterschiedliche Versionen erhalten. Durch Alternativversionen oder die Veränderung von gewissen Details beginnt unser Gehirn, die echte Information mit der Alternative zu mischen. Dies führt dazu, dass wir uns an eine andere Geschichte erinnern werden.

Wie wir zuvor erwähnt haben muss man beachten, dass wir jedes Mal, wenn wir Informationen aus einer Erinnerung, aus einer erlebten Erfahrung, abrufen, die Geschichte mit den Elementen konstruieren, die wir haben, und die Lücken ohne Information mit Schlussfolgerungen füllen.

Diese Lücken füllt man mit eigenem Wissen, aber auch mit externem. Zur Veränderung unserer Erinnerung reicht, dass ein Freund seine Version der Geschichte erzählt. Es ist sehr schwierig, eine Erinnerung intakt zu halten.

Das Gedächtnis und die Ethik bei falschen Erinnerungen

Es ist erwiesen, dass sich eine falsche Erinnerung einsetzen lässt, das dauerhafte Auswirkungen auf das Individuum hat. Man hat mit beachtlichem Erfolg geschafft, falsche Erinnerungen über ein Ertrinken in der Kindheit oder einem Angriff von einem wilden Tier etc. einzusetzen. Und diese falschen Erinnerungen hatten reale Auswirkungen. Dennoch, eine falsche Erinnerung kann auch zu “guten” Zwecken genutzt werden, genau wie man ein unangenehmes Erlebnis, beispielsweise mit einem Tier, schaffen kann, kann man auch ein angenehmes Erlebnis, beispielsweise mit gesundem Essen, schaffen.

Ist dieser Zweck Rechtfertigung genug, um die Freiheit zu haben, die eigenen Erinnerungen zu manipulieren?

 

Vortrag TED Elizabeth Loftus: The fiction of memory.

Quelle: Mario de Vicente, Psychologe bei CogniFit.

Intelligenter werden: 10 Strategien, die du noch nicht kennst

Intelligenter werden. Können wir unsere Intelligenz verbessern oder kommt sie schon serienmäßig konfiguriert in unserer genetischen Ausrüstung? Hast du dich schon einmal gefragt, wie du intelligenter werden könntest? Die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda schmeißt Mythen um und hilft dir neue wissenschaftliche Techniken kennenzulernen, die dein Gehirn verbessern und dir dabei helfen intelligenter zu werden.

Intelligenter werden

Was ist Intelligenz? Die Intelligenz wurde ursprünglich von einer eindimensionalen Ebene aus betrachtet, von einem rein kognitiven Sichtpunkt aus, in dem dein Intelligenzkoeffizient und somit “deine Intelligenz” eine Zahl ist, die deine Zukunft bestimmt. Der berühmte IQ war wie ein Tattoo für das ganze Leben.

Glücklicherweise können wir heutzutage dank wissenschaftlicher Untersuchungen bestätigen, dass intelligente Menschen ein Kompendium aus vielen Fähigkeiten, sowohl angeborenen als auch erlernten, besitzen. Allgemein gesagt, ohne auf verschiedene theoretische Konstrukte einzugehen, können wir die Intelligenz als Fähigkeit, die der Mensch hat, um sich an seine Umwelt anzupassen und Probleme zu lösen definieren.

Aber weit vom traditionellen Konzept der Intelligenz als ein einziger Faktor unterscheidet man aktuell bis zu acht verschiedenen Arten von Intelligenz; und dies sind eine Reihe von miteinander in Verbindung stehenden Intelligenzen nach einem Vorschlag vom Psychologen Howard Gardner. So unterscheidet Gardner: 

  • Sprachlich-linguistische Intelligenz
  • Logisch-mathematische Intelligenz
  • Bildlich-räumliche Intelligenz
  • Musikalisch-rhythmische Intelligenz
  • Körperlich-kinästhetische Intelligenz
  • Naturalistische Intelligenz
  • Intrapersonale Intelligenz
  • Interpersonelle Intelligenz

Wie wird man intelligenter? Dank dieser Unterteilung können wir endlich den Mythos begraben, dass jemand, der gut in Mathematik ist, auf jeden Fall intelligenter als die anderen ist. Und umgekehrt. Ein Mensch, der außergewöhnlich gut beim Spielen eines Instruments ist, kann Schwierigkeiten dabei haben, sich mit einem großen und abwechslungsreichen Wortschatz auszudrücken.

Wir dürfen die Emotionale Intelligenz nicht vergessen, die auch eine grundlegende Rolle bei unserer Anpassung an die Umwelt und der Problemlösung spielt.

Letztendlich ist unsere Intelligenz ein komplexes Konstrukt, das aus einer Reihe von Fähigkeiten und Begabungen besteht, die es uns erlauben uns effizient an die Umwelt anzupassen und unser Überleben garantieren.

“Wir sind alle Genies. Aber wenn du einen Fisch nach seiner Fähigkeit auf Bäume zu klettern bewertest, wird er sein ganzes Leben denken, er sei dumm.” Albert Einstein

Außerdem hebt die Forschung hervor, dass die Intelligenz kein statisches und unbewegliches Konstrukt ist, sondern variieren kann, sowohl auf gute als auch auf schlechte Art und Weise. Dank der neuronalen Plastizität kann unser Gehirn Neuronenverbindungen je nach Gebrauch verstärken oder auch unbenutzt lassen.

Dank der zerebralen Plastizität oder Neuroplastizität können wir unsere Intelligenz fördern, das Gehirn kann seine Struktur und Funktion verändern. Die zerebrale Plastizität ermöglicht es uns neue zerebrale Verbindungen zu schaffen und die Neuronenkreisläufe zu erhöhen und somit ihre Funktionalität zu verbessern.

Wenn uns die Neurowissenschaft und die Untersuchung der zerebralen Plastizität etwas gezeigt hat, ist es Folgendes: Je mehr wir einen Neuronenkreislauf nutzen, desto stärker wird er.

“Wir sind hier, um einen Bissen vom Universum zu nehmen. Wenn nicht, warum sind wir hier?” Steve Jobs.

Kommen wir jetzt zu einer Reihe von Ratschlägen zur besten Nutzung dieser zerebralen Plastizität, damit wir das maximale Potenzial aus unseren intellektuellen Fähigkeiten ziehen können!

Intelligenter werden: 10 Tipps, die du noch nicht kennst

1. Intelligenter werden: dein Gehirn muss hungrig sein

Hast du dich schon einmal gefragt, wie du intelligenter wirst? Perfekt, das ist der erste Schritt. Begehre das Wissen. Sei neugierig. Wenn du nicht weißt, wie ein Flugzeug fliegt, unterrichte dich darin. Wenn dich Zaubertricks faszinieren, versuch sie zu erlernen und den Trick zu entdecken. Verschlinge Dokumentarfilme.

Ernähre dein Gehirn mit Information und für dich interessanten Kenntnissen, nicht, um Weisheit zu erlangen, sondern aus dem einfachen Grund dich mit dir selbst wohlzufühlen.

Denk daran, dass dein Gehirn die neuronalen Verbindungen stärken und nutzen muss, um volle Leistung zu erbringen, weswegen jede neue Information zu deiner mentalen Agilität im Bezug auf Informationsspeicherung und -wiedergewinnung beiträgt.

Geh nie zu Bett ohne etwas Neues gelernt zu haben.

2. Intelligenter werden: Lies mehr, viel mehr!

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Lektüre, abgesehen davon, dass sie unseren Wortschatz bereichert und somit unsere sprachlich-linguistische Intelligenz erhöht, uns hilft, unsere Vorstellungskraft zu entwickeln und unsere Vorstellungskraft fliegt, indem sie uns in die Geschichten eintauchen lässt und wir mit den Figuren fühlen und uns in sie hineinversetzen, dies verbessert nicht nur unsere sprachlich-linguistische Intelligenz, sondern auch die intrapersonelle und emotionale Intelligenz. Wenn du intelligenter werden willst, verschlinge Bücher. Lesen ist eine der meist empfohlenen Aktivitäten der Hirngymnastik.

3. Verbessere dein Durchsetzungsvermögen und deine Intelligenz

Wie wird man intelligenter? Wie du schon weißt ist die emotionale Intelligenz mindestens ebenso wichtig wie die rationale Intelligenz. Das Arbeiten und Verbesserungen an deiner emotionalen Intelligenz werden deine intellektuellen Fähigkeiten zur Anpassung an die Umwelt deutlich verbessern und die auftauchenden Probleme effizienter lösen.

4. Um deine Intelligenz zu verbessern, mach die Dinge schwieriger

Wie wird man intelligenter? Das wird dir unsinnig erscheinen, aber sich die Zähne mit der anderen Hand zu putzen ist eine gute Art dein Gehirn zu trainieren. Wenn wir eine unserer Routineabläufe anders machen, zwingen wir unser Gehirn, neue Wege zu gehen, um zum selben Ergebnis zu kommen. So verhindern wir neuronale Einrostungen und schaffen es, neue Verbindungen zu ermöglichen und zu stärken.

5. Delegiere nicht so viel von der Intelligenz an Subunternehmer

Die an Subunternehmer vergebene Intelligenz ist jene, in der wir uns heute befinden. Mit einem einfachen Druck auf einen Knopf erhalten wir 83645776 Definitionen und Arten, die Dinge zu machen und Ergebnisse.

Wie wird man intelligenter? Du solltest vermeiden, deine gesamte intellektuelle Aktivität in die Hände von automatischen Übersetzern, Navigationssystemen, Taschenrechnern oder Suchmaschinen im Internet zu legen. Hör auf ein intellektueller Faulpelz zu sein, obwohl es dir die Gesellschaft so einfach macht.

Seit wann hast du keine mathematische Gleichung mehr gelöst, zum Beispiel den Preis des Abendessens im Kopf durch die Anzahl der Freunde geteilt?

6. Trainiere dein Gehirn mit CogniFit

Dieses Programm zur Hirnstimulierung wurde von der wissenschaftlichen Gemeinschaft validiert und wurde von einem kompletten Team von Neurologen und kognitiven Psychologen entwickelt, die die Prozesse der synaptischen Plastizität und Neurogenese untersuchen. Es sind nur 15 Minuten täglich (2-3 Tage pro Woche) nötig, um die kognitiven Fähigkeiten und Prozesse zu stimulieren.

CogniFit ist ein professionelles Werkzeug zum Hirntraining, das online nutzbar und sehr einfach zu gebrauchen ist. Durch verschiedene klinische Spiele bewertet das Tool die kognitiven Schwächen und Stärken der Person und schlägt automatisch ein kognitives Trainingsprogramm vor, das an die Bedürfnisse jedes einzelnen Individuums angepasst wird.

Du musst dich nur registrieren! Alle Spiele basieren auf klinischen Studien und professionellen psychologischen Tests zur Stimulierung und neuropsychologischen Rehabilitation. Sie wurden von Profis entwickelt, um dir zu helfen, deine mentalen Kapazitäten auf die Probe zu stellen und dein Gehirn herauszufordern. Die verschiedenen interaktiven Übungen sind als unterhaltsame Denkspiele verpackt, die du über den Computer spielen kannst. Nach jeder Sitzung zeigt die CogniFit eine detaillierte Grafik mit der Entwicklung deines Stands. Fang heute damit an!

Intelligenter werden mit CogniFit.

7. Um intelligenter zu werden, sprich mit dir selbst

Obwohl man von jeher Personen, die vor sich hin murmeln (oder brüllen) als verrückt ansieht, hat die Wissenschaft Beweise dafür gefunden, dass das Selbstgespräch sehr nützlich für deine Hirnaktivität ist. Wenn wir uns selbst Anweisungen geben, schaffen wir es die uns vorliegende Aufgabe zu vereinfachen und zusammenzufassen und so unsere Mittel und Fähigkeiten zur effizienten Lösung des Problems zu optimieren.

Wie man intelligenter wird? Zweifel nicht daran und sprich ab und zu mit dir selbst. Dein Gehirn wird es dir danken.

8. Intelligenter werden? Benutze Twitter

Du liest richtig. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass twittern unserer Synthese-Fähigkeit hilft und sie verbessert. Auf Twitter müssen wir unsere Meinung zu etwas auf präzise und zusammenhängende Art in nur 140 Buchstaben zusammenfassen und synthetisieren.

Wenn du Twitter nicht nutzen möchtest, kannst du einfach Papier und Bleistift nehmen und einen Gedanken mit dieser Platzbegrenzung überdenken. Wenn du das oft machst, wirst du dich wundern, wie du es nach und nach schaffst, in wenigen Worten zu sagen, was dir durch den Kopf geht.

9. Um intelligenter zu werden, lern eine andere Sprache

Ja, es ist ein sehr abgedroschener Ratschlag, aber ich wiederhole ihn, weil er dir wirklich helfen wird. Zweisprachig zu sein hat viele Vorteile. Ideal ist es, eine zweite Sprache als Kind zu lernen.

Wenn du eine neue Sprache lernst, erhöht sich die Dichte der grauen Materie deines Gehirns und du erledigst geistige Aufgaben besser als die Menschen, die nur eine Sprache kennen. Auf einer anderen Sprache zu denken eröffnet uns eine andere Sichtweise und somit unterschiedliche Lösungen für das gleiche Problem, denn die Sprache strukturiert unser Denken.

Auf dieselbe Art und Weise verbessert das Fernsehen und Lesen auf einer anderen Sprache die zerebrale Plastizität und hilft dir intelligenter zu werden. Wie man intelligenter wird: Warum versuchst du nicht mal, Serien und Filme in Originalversion zu sehen?

10. Wie wird man intelligenter? Umgib dich mit intelligenten Menschen

Man sagt, dass alles ansteckend ist, außer der Schönheit. Wenn du von intelligenten Menschen umgeben bist, wirst du dich selbst mehr ermutigen intelligenter zu werden: Um dem Gespräch zu folgen oder deine Meinung zum Thema zu sagen, über das ihr sprecht. Zusätzlich kannst du jeden Tag etwas Neues und Interessantes lernen, wenn du dich mit intelligenten Menschen umgibst.
Wenn ihr im Gegensatz dazu in deinem Umkreis über so bedeutende Dinge wie den aktuellen Popstar sprecht, rostet dein Gehirn wahrscheinlich ein und du wirst zu einem Zombie mehr mit gewaschenem Gehirn. Wie man intelligenter wird: Flieh vor banalen und unwichtigen Leuten, versuch weniger fernzusehen und mehr zu lesen und zu reisen. Dein Gehirn wird dir unglaublich dankbar sein.

Wie man intelligenter wird: Denk daran, dass Anstrengung und Hingabe erforderlich ist, um intelligenter zu werden. Deine kognitiven Fähigkeiten zu verbessern, um intelligenter zu werden ist keine einfache Aufgabe, aber sehr befriedigend. Motiviere dich, indem du diese Ratschläge in der Praxis umsetzt, und gib mit Köpfchen an!

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit

Vorteile der Zweisprachigkeit: 10 Vorteile des Zweitsprachenerwerbs

Vorteile der Zweisprachigkeit. Du bist am Überlegen eine zweite Sprache zu lernen, aber bist noch nicht ganz sicher? Möchtest du ein Kind zweisprachig erziehen, aber hast Zweifel, ob das gut für seine Sprachentwicklung ist? Die Gesellschaft, in der wir leben, wird immer kompetitiver und fordert immer mehr Voraussetzungen, unter denen sich Sprachkenntnisse befinden. Falls du nicht von den Vorteilen überzeugt bist, die dir durch das Erlernen einer neuen Sprache verschafft werden können, wollen wir dich von dieser Organisation aus vollständig überzeugen, indem wir dir die vielen Vorzüge für den Erwerb einer neuen Sprache, zeigen. Darunter befinden sich sowohl kognitive als auch soziale. Finde heraus, wie ein zweisprachiges Gehirn funktioniert!

Vorteile der Zweisprachigkeit

1. Zweisprachigkeit: Intelligenter?

Jein. Obwohl die Intelligenz ein breit gefächertes Konzept ist und es sein kann, dass die Tatsache, zweisprachig zu sein, sich auf einige ihrer Aspekte positiv auswirkt, gibt es keine Studie, die vollständig beweist, dass die Tatsache, eine zweite Sprache zu sprechen, die Person, die sie spricht, intelligenter macht. Nichtdestotrotz beweisen die bisher durchgeführten Studien, dass, wenn uns auch das Sprechen von zwei Sprachen nicht intelligenter macht, es unser Gehirn jedoch dazu zwingt, gewisse Prozesse durchzuführen, die eine Extraübung darstellen und somit einen Vorteil bei jeder geistigen Anstrengung. 

2. Zweisprachigkeit: Effizienter denken durch neue kognitive Strategien

Man verbindet kognitive Strategien mit der Ausarbeitung von Plänen und Programmen zum Erreichen eines Ziels. Die Sprache ist ein weiteres Instrument zur Organisation in unserem Kopf, sie erlaubt uns, eine Reihe von Ideen über die Grammatik zu organisieren und Konzepte zu sortieren, um sie zu verstehen und sie über die Semantik und den Wortschatz miteinander zu verknüpfen. Wenn ein Mensch zwei Sprachen zur Verfügung hat, um sich zu organisieren, hat er einen doppelten Vorteil gegenüber Personen, die nur eine Sprache sprechen, da er so mit logischeren Gedankengängen und einem breit gefächerterem Klassifizierungssystem ausgestattet ist.

3. Zweisprachig zu sein verbessert dein Erinnerungsvermögen

Unter den zuvor erwähnten Vorteilen der Zweisprachigkeit befindet sich das Erinnerungsvermögen, die Aufmerksamkeit und das Lernen. Eine zweite Sprache zu sprechen zwingt das Gehirn nämlich dazu, andere Gehirzonen zu benutzen, die Einsprachige nicht benutzen. Dies führt zu einem flexibleren und effizienteren Denken. Zwei Sprachen zu sprechen begünstigt die Schaffung von neuen Wegen zur Verknüpfung der Information, was wiederum in neuen Wegen für eine Erinnerung zum Ausdruck kommt. Das bedeutet, dass Menschen, die eine Zweitsprache sprechen, besser dazu fähig sind sich zu erinnern und somit ein besseres Erinnerungsvermögen haben.

4. Zweisprachigkeit kommt deiner Aufmerksamkeit und Konzentration zugute

Ein weiterer der Faktoren, die sich daran bereichern, eine zweite Sprache zu lernen, ist unsere Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit. In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass zweisprachige Personen gegenüber einsprachigen Personen mehr Begabung dafür haben unwichtige Information zu filtern. Relevante Information aufnehmen zu können und irrelevante vermeiden zu können ist ein Faktor, der die Aufmerksamkeit und Konzentration auf ein bestimmtes Ziel sehr erleichtert.

5. Zweisprachigkeit sein hilft dir dabei, deine eigene Sprache besser zu kennen

Das Erlernen einer Zweitsprache wird dazu führen, dass wir merken, dass unsere Sprache nicht die einzige Art ist, die Welt zu konzeptualisieren, in der wir leben. Jedes Wort unserer Sprache ist mit einem Konzept verbunden, einem mentalen Begriff. Nichtsdetrotrotz kann das erwähnte Wort ein gleiches Konzept auf eine eigene Art und Weise einschliessen, oder es können Konzepte existieren, denen kein Wort zugeschrieben wurde. Zum Beispiel beschreibt der französische Ausdruck “l’esprit de l’escalier” (der Geist der Treppe oder Treppengeist) den Akt des Denkens an eine geistreiche Antwort, wenn es schon zu spät ist, um sie zu geben, ein Konzept, dem beispielsweise in der spanischen und in der englischen Sprache kein Wort zugeschrieben ist.

6. Zweisprachigkeit: das Gehirn altert langsamer

Vorteile der Zweisprachigkeit? Mehrere Studien haben gezeigt, dass das Sprechen von mehr als einer Sprache den Gehirnverschleiss verzögert, indem Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer verzögert oder vermieden werden.

Die in der Zeitschrift “Annals of Neurology” veröffentlichte, an der Universität von Edinburgh von Thomas Bak durchgeführte Studie deckt einige Geheimnisse über die Vorzüge von Zweisprachigkeit auf. Zunächst einmal bestätigt sie, dass Menschen, die mehr als eine Sprache sprechen, einen geringeren Gehirnverschleiss im Laufe der Zeit aufweisen. Ausserdem beweist die Studie bessere kognitive Fähigkeiten bei zweisprachigen Testpersonen im Vergleich zu den einsprachigen, besonders hervorgehoben werden die Lesefähigkeit und die allgemeine Intelligenz. Zu guter Letzt offenbarte genannte Studie die Tatsache, dass das Sprechen von zwei Sprachen die Alterung des Gehirns verzögert, unabhängig vom Alter, in dem man die Zweitsprache erlernt hat. Daher ist es keine Ausrede nicht jetzt mit dem Sprachenlernen anzufangen, wenn man es als Kind verpasst hat.

7. Zweisprachigkeit eröffnet dir Arbeitsmöglichkeiten

Obwohl dies kein Geheimnis ist, ist es sicher, dass ein weiterer Vorteil vom Zweisprachigsein ist, dass Sprachen ein Schlüssel zum Türöffnen in der Arbeitswelt sind. Nicht nur weil sie bei fast allen Arbeitsplätzen sehr begehrt sind, sondern auch, weil sie dir die Türen zu einem umfangreicheren Arbeitsgebiet öffnen, indem sie dir die Gelegenheit dazu geben, im Ausland zu arbeiten.

Manchmal sind Sprachen das, was in einem Lebenslauf am meisten vermisst wird.

8. Zweisprachigkeit: Verbesserung der sozialen Beziehungen

Arbeitsbeziehungen sind nicht der einzige Bereich, in dem eine Sprache nützlich sein kann. Ein weiterer Vorteil der Zweisprachigkeit ist, dass sie die sozialen Bindungen in gleichem Masse erweitern. Es ist klar, dass eine Sprache Probleme wie Schüchternheit nicht lösen wird, aber sie wird dir die Möglichkeit geben, dein Sozialleben zu verbessern, aus zwei Gründen. Der erste ist ziemlich klar, bei mehr Sprachen gibt es auch mehr Leute, mit denen du Kontakt aufnehmen kannst. Aber der zweite wird vielleicht etwas nützlicher sein, denn eine zweite Sprache zu sprechen kann mehr Sicherheit und Selbstvertrauen mit sich bringen.

9. Zweisprachigkeit ermöglicht es dir neue Kulturen und neue Ideen kennenzulernen

Ein weiterer Vorzug davon, eine andere Sprache sprechen zu können, ist die Möglichkeit neue Kulturen kennenzulernen, was sich wiederum im Lernen ausdrückt. Obwohl wir es nicht wahrnehmen, sind die Kultur und Eigenheiten des eigenes Landes manchmal ein grosser Ballast für die Entwicklung. Wie wir vorhin über die Art des Konzeptualisierens der Welt, die unsere Sprache hat, gesprochen haben, so unterscheidet sich auch jede Kultur in ihrer Art die Welt zu sehen.

Eine neue Sichtweise kann der notwendige Brennstoff sein, um eine neue Idee fertig zu entwickeln.

10. Lässt deine Kreativität in die Höhe schießen

Zweisprachige sind kreativer

Wenn wir alle vorherigen Absätze miteinander verknüpfen, können wir verstehen, wie die Tatsache zweisprachig zu sein unserer Kreativität nützt. Durch den Besitz eines flexibleren, trainierteren Gehirns mit mehr Plastizität, mit mehr Zugriff auf Erinnerungen, das aufmerksamer ist und sich besser konzentriert, mit mehr Verbindungswegen und breit gefächerteren kognitiven Strategien, ist es nicht verwunderlich, dass die Kreativität sich besser in einem zweisprachigen Gehirn als in einem einsprachigen Gehirn entwickelt.

Zweisprachige Personen können flüssiger komplizierte Übungen durchführen, ausserdem sind sie kreativer bei der Problemlösung. Man kann sagen, dass das “Thinking out of the box”, oder in anderen Worten, das unkonventionellere Denken, häufiger bei polyglotten Personen vorkommt.

Quelle: Mario de Vicente, Psychologe bei CogniFit