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Asperger-Syndrom bei Kindern: Ratschläge für Eltern

Sobald man Kinder bekommt verändern sich die eigenen Prioritäten schlagartig. Tag und Nacht dreht sich alles um die Kinder. Dabei kann gerade nachts die Elternrolle am schwersten fallen: wenn man mitten in der Nacht aufstehen muss, um sein weinendes Kind zu trösten. In diesen Momenten kann es manchmal vorkommen, dass man sich wünscht, das eigene Kind würde nicht so viel Aufmerksamkeit und Zuneigung einfordern. Aber was passiert, wenn dieser Wunsch auf extreme Weise zur Realität wird? Das Asperger-Syndrom bei Kindern zeigt sich dadurch, dass die Kinder einzelgängerisch sind und Probleme haben ihre Gefühle auszudrücken und Zuneigung zu zeigen. Das kann für die jeweiligen Eltern sehr schwierig sein kann.

Asperger-Syndrom bei Kindern

Wir sprechen hier von Kindern mit Eigenschaften aus dem autistischen Spektrum, die sich vor allem durch Defizite in der Entwicklung der Sozialkompetenzen bemerkbar machen. Die Eltern nehmen in der Regel bereits im Babyalter wahr, dass sich ihr Kind anders entwickelt. Das Asperger-Syndrom bei Kindern zeigt sich zunächst dadurch, dass sie kaum Blickkontakt zu anderen aufbauen, keine Aufmerksamkeit schenken, wenig Ausdruck im Gesicht zeigen, etc.

Das Asperger-Syndrom bei Kindern macht sich aber vor allem ab der Schule deutlich bemerkbar. Sobald sie dort hingehen zeigen sich die Unterschiede im Sozialverhalten im Vergleich zu den Mitschülern noch deutlicher, da letztere in diesem Alter neue soziale Fähigkeiten erlernen. Kinder mit Asperger-Syndrom spielen lieber alleine, hören bei Themen nicht zu, wenn sie diese nicht interessieren und reagieren in bestimmten Situationen unangemessen oder reagieren über. Diese Verhaltensweisen sind aber nicht ausschlaggebend dafür, wie sich das Kind später entwickelt. Das wichtigste hierbei ist die Unterstützung und die Erziehung, die das Kind in seiner Familie und seinem Umfeld erhält. Hierfür geben wir im folgenden ein paar Tipps, die helfen können mit dem Asperger-Syndrom bei Kindern und ihren Besonderheiten besser umzugehen und bestimmte Probleme bewältigen zu können.

Asperger-Syndrom bei Kindern: Wie kann ich mein Kind zuhause unterstützten?

  • Es ist wichtig seinem Kind von Klein auf ein gutes Erziehungs- und Lernumfeld zu schaffen. Im schulischen Bereich ist es sinnvoll das Lernmaterial an die Bedürfnisse von Kindern mit Asperger-Syndrom anzupassen, da sich diese Kinder sehr schnell langweilen und eine niedrige Toleranzgrenze besitzen, wodurch es zu Aufmerksamkeitsproblemen kommen kann. Beispielsweise kann man beim Beibringen der Vokale diese zusammen mit dem Kind aufmalen und ausschneiden und jedem Vokal anschließend eine Stimme und eine Farbe zuordnen.
  • In der Schule und bei Aufgaben im Haushalt ist es sinnvoll Routinen einzuhalten, da das Wohlbefinden des Kindes sehr von der Sicherheit abhängt, die es verspürt. Das Asperger-Syndrom bei Kindern zeigt sich auch dadurch, dass sie diese Sicherheit durch Routine erlangen, da sie so wissen was passiert und sie alles unter Kontrolle haben.
  • Kinder mit Asperger-Syndrom sind häufig sehr perfektionistisch und haben eine niedrige Toleranzschwelle, wenn sie scheitern. Aus diesem Grund kann es sein, dass sie sich schnell frustriert zeigen und ihr Selbstwertgefühl sinkt, wenn sie eine neue Aufgabe nicht richtig ausführen können. Um das zu vermeiden ist es wichtig die Aufgabenschwierigkeit Stück für Stück zu steigern und Aufgaben zu vermeiden, die zu schwierig sein könnten.
  • Auch die Familie muss sich anpassen und die Situation ihres Kindes verstehen. Die Eltern von autistischen Kindern haben oft Schwankungen in ihrem Wohlbefinden, da ihr Kind ihnen wenig oder keine Zuneigung schenkt. Es kann sein, dass das Kind einem nicht immer signalisiert, dass es einen liebt. Wichtig ist hier, dass man nicht vergisst, dass das mit den Einschränkungen zutun hat, die auf das Asperger-Syndrom zurückzuführen sind.
  • Obwohl das eigene Kind das Asperger-Syndrom hat, sollte man es auf keinen Fall unterschätzen. Im Gegenteil, man sollte es immer motivieren. Ihm Raum geben, es ermutigen und das Beste von ihm erwarten: dass es seine Kapazitäten maximal entwickeln können wird. Man darf dabei nicht vergessen, dass das Kind, obwohl es Konzentrationsprobleme hat, durchaus die Fähigkeit hat zu Lernen.
  • Auch wenn man mit Kindern mit Asperger-Syndrom viel Arbeit hat, sollte man die Gefühle und Bedürfnisse des Partners und der anderen Kinder nicht vernachlässigen. Dabei kann man sich in Erinnerung rufen, dass autistische Kinder ebenfalls ihren eigenen persönlichen Raum benötigen und es deshalb nicht notwendig ist, den ganzen Tag hinter ihnen her zu sein.
  • Man sollte sich positive Unterstützung bei Freunden und Verwandten suchen. Eltern von autistischen Kindern müssen ab und zu auch selbst ermutigt werden, weshalb man sich sowohl Freunde als auch professionell Hilfe suchen sollte, mit denen man die eigenen Erfahrungen teilen und sich Ratschläge geben lassen kann. Es ist wichtig positiv und optimistisch zu sein, um das eigene Kind unterstützen zu können. Dabei muss man ruhig bleiben und manche Dinge mit Humor nehmen und über bestimmte Dinge einfach lachen, um Stress und Unwohlsein zu vermeiden.
  • Wichtig ist es ebenso dem Kind ein paar Fähigkeiten beizubringen, damit es sich sozial integrieren kann: dabei kann es sehr hilfreich sein, dem Kind Techniken zu zeigen, mit denen es an einem Gespräch teilnehmen kann. Ebenfalls können dem Kind Sätze beigebracht werden, um mit anderen in Kontakt zu treten wie “Kann ich dir helfen?”, oder “Darf ich mitspielen?”. Das sind ein paar einfache Tricks, die autistischen Kindern dabei helfen, Kontakt zu anderen aufzubauen.
  • Ebenso sollte man sein Kind dazu animieren, das Verhalten anderer Kinder zu beobachten: Viele Erwachsene mit Asperger-Syndrom können gut sozial interagieren, da sie die sozialen Verhaltensweisen von anderen beobachten und imitieren. Die Kinder können dabei das gleiche tun und durch die Beobachtung lernen Augenkontakt zu halten, aufmerksam zuzuhören oder mit anderen zu spielen. Diese Vorgehensweise ist sehr nützlich, da Kinder mit Asperger-Syndrom oft nicht das notwendige soziale Verständnis haben, um intuitiv an sozialen Geschehnissen teilzunehmen.
  • Man sollte aufmerksam die Situationen identifizieren, in welchen das Kind von sich aus auf natürliche Weise soziale Fähigkeiten zeigt: dieses Verhalten sollte man durch Lob verstärken, indem man dem Kind sagt, dass es sehr aufmerksam war oder dass es eine große Hilfe für eine andere Person ist.
  • Ebenfalls ist es wichtig dem Kind zu helfen, seine persönlichen Gefühle und Gedanken zu formen: dabei ist es ratsam mit dem Kind darüber zu sprechen, wie es sich in einer bestimmten Situation gefühlt hat und auch über das, was man selbst in bestimmten Situationen über sein Verhalten denkt und wie man sich diesbezüglich fühlt. Das hilft, dass sich das Kind und die Eltern gegenseitig besser verstehen.
  • Dem Kind sollten Metaphern und rhetorische Figuren beigebracht werden: Kinder mit Asperger-Syndrom verstehen Dinge meist wortwörtlich, weshalb bestimmte Redensarten sie sehr verwirren können. Ihnen die Bedeutung dieser Sätze zu erklären, kann dabei von Hilfe sein.
  • Es sollte ein Sicherheitssatz mit dem Kind vereinbart werden: man kann mit seinem Kind einen Sicherheitssatz ausmachen, den es sagen kann wenn es verwirrt ist oder sich unwohl fühlt. Es kann etwas einfaches sein wie “ich weiß nicht genau, was ich jetzt machen soll” oder “ich verstehe nicht genau, was du sagen möchtest”. Diesen Satz zuhause zu üben, kann helfen die Angst zu verringern, die das Kind in bestimmten sozialen Situationen verspürt, die es nicht versteht.
  • Kinder mit Asperger-Syndrom können Probleme damit haben zu lernen ihre Emotionen zu kontrollieren. Dabei ist es wichtig, dass die Eltern sie leiten und ihnen beibringen ihre Impulse zu kontrollieren und ihren Ärger durch Worte auszudrücken und nicht durch gewalttätige Reaktionen. Ebenfalls hilft es das Kind toben zu lassen, damit es so seine Energie auf lustige Weise mit Spielen und körperlichen Aktivitäten raus lässt, um anschließend ruhiger zu sein. Das Kind Aufgaben im Haushalt übernehmen zu lassen kann ebenfalls hierzu beitragen.
  • Man darf nicht vergessen ehrlich mit sich und den eigenen Gefühlen zu sein, es ist unmöglich immer die perfekten Eltern zu sein. Wie alle anderen Eltern auch kann man sich ab und zu irren, frustriert oder traurig sein. Das passiert allen und aus Fehlern lernt man schließlich. Man darf mit sich selbst nicht zu streng sein und sich gut behandeln, zurückzublicken und sich vor Augen zu führen, was man schon alles erreicht hat.
  • Zum Schluss nun der beste Ratschlag, den man Eltern von Kindern mit Asperger-Syndrom machen kann: Akzeptiert das Kind so wie es ist. Wenn ein Kind Defizite bei sozialen Fähigkeiten hat bedeutet das nicht, dass es seine Eltern oder andere Menschen um es herum nicht liebt. Die Etappe der Kindheit kann für die Eltern sehr schwierig sein, aber mit Anstrengungen und Konstanz, können diese Kinder zu Erwachsene werden, die in der Lage sind soziale Fähigkeiten zu erlernen. Sie zeigen sich von Mal zu Mal weniger gezwungen sozial interaktiv und können dann all die Zuneigung zurückzugeben, die ihnen die Eltern in der Kindheit geschenkt haben.

Asperger-Syndrom bei Kindern

Das folgende Video zeigt eine Frau, die von ihren Brüdern erzählt und erklärt, dass es teilweise schwierig ist autistische Kinder zu erziehen, diese aber wunderbare Personen sind, von denen wir selbst ganz viel lernen können.

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Borja Echeverría, Autor bei CogniFit.

Burnout: was tun? Bekämpfe es mit diesen Tipps zur Selbsthilfe

Burnout: Was tun? Das Burnout-Syndrom ist in unserer heutigen Gesellschaft eine der Störungen mit der höchsten Prävalenz. In sehr vielen verschiedenen Arbeitsbereichen leiden Menschen darunter, außerdem scheint es immer mehr Leute zu geben, die davon betroffen sind. In diesem Artikel nennt die Neuropsychologin Cristina Martínez wichtige Tipps und Strategien, was man bei Burnout tun kann. 

Es steht fest, dass es sich nicht einfach vermeiden lässt, an dieser Störung zu erkranken. Denn im Prinzip ist jeder anfällig dafür ein potentielles Opfer des Burnout-Syndroms zu werden. Fast jeder muss arbeiten, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Einige haben dabei mehr Glück als andere was die Arbeitsbedingungen angeht. Für wen ein möglicher Arbeitswechsel keine Option ist, der findet im Folgenden hilfreiche Tipps und Ratschläge, um gegen Burnout zu kämpfen und Symptome wie das Ausgebranntsein so gut wie möglich zu vermeiden.

Burnout. Was kann man dagegen unternehmen?

Was ist Burnout?

Das Burnout-Syndrom ist eine affektive Störung mit schwerwiegenden Folgen für die psychische und körperliche Gesundheit. Sie zeichnet sich durch eine körperliche, mentale und emotionale Erschöpfung aus. Schritt für Schritt geht das Interesse an den Aufgaben und Verantwortungen bei der Arbeit verloren, wodurch es zu Veränderungen im Verhalten kommt. Die Verhaltensveränderung ist einer der Hauptfaktoren, an denen sich Burnout erkennen lässt.

Paradoxerweise trifft diese Störung häufiger bei Menschen auf, die aus ihrer Leidenschaft einen Beruf gemacht haben und mit Menschen zusammenarbeiten. Beispielsweise sind häufig Ärzte, Krankenpfleger, Sozialarbeiter, Psychologen und Lehrkräfte betroffen.

Weshalb ist das so? Eine der größten Risikofaktoren ein Burnout-Syndrom zu entwickeln ist, die Differenz zwischen der eigenen Erwartungshaltung und der realen Arbeitsleistung.

Burnout: in der modernen Arbeitswelt eine der häufigsten Gründe für Krankschreibungen

Das Burnout-Syndrom ist neben Mobbing und der Depression der Hauptgrund für Krankschreibungen und betrifft häufig Menschen unter 35 Jahren in ihrer ersten Arbeitserfahrung. Leider nehmen viele Leute die Niederlage ihrer Ideale hin, entfremden sich von ihrer Arbeit und entwickeln allmählich das Burnout-Syndrom.

Burnout: was tun? Symptome des Syndroms

Schwierigkeiten beim morgendlichen Aufstehen, das Gefühl der Erschöpfung und einfach nicht genug Schlaf zu bekommen sind die ersten Alarmsignale.

Gefühle wie Frustration, den Eindruck zu haben nicht effizient zu sein, zu scheitern oder hilflos und kraftlos zu sein sind weit verbreitet. Lange Zeit unter dem Burnout-Syndrom zu leiden kann schwerwiegende Folgen haben und kann zu Angststörungen, Depressionen oder sogar Suizid führen.

Körperlich kommt es zu Veränderungen des Schlafverhaltens, es können Verdauungsprobleme auftreten, es kann zu Herzrasen kommen oder Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen entstehen. Wenn sich diese Symptome über einen längeren Zeitraum erstrecken, können dadurch Kopfschmerzen auftreten, die Leistungsfähigkeit sinkt und die Betroffenen tendieren dazu sich sozial zu isolieren und weniger zu kommunizieren.

Diese Symptome können den Missbrauch von Medikamenten, Drogen oder Alkohol zur Folge haben. Dadurch versuchen Betroffene sich von ihren Anspannungen und ihrem Überdruss zu befreien, was jedoch wenig effizient ist.

Sollte man diese Symptome verspüren, ist es ratsam sich professionell beraten zu lassen. Wie bei allen anderen Störungen, lässt sich das Burnout am besten bekämpfen, wenn die Symptome noch nicht zu schwerwiegend oder gar chronisch sind. Die Dinge früh in Angriff zu nehmen garantiert bessere Erfolge.

“Wie bei der Mehrzahl der Störungen, fördern Unwissenheit und Abstreiten die hohe Epidemiologie”

Burnout: was tun? Test zur Detektion des Burnout-Syndroms. Ich fühle mich ausgebrannt durch die Arbeit….

Das Maslach-Inventory untersucht die drei Konstrukte des Burnout-Syndroms: Emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung und die reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit. Dabei muss den Aussagen auf einer Skala von 0 bis 6 zugestimmt werden (0= niemals, 6= immer). Es ist wichtig dabei ehrlich zu antworten:

  1. Ich fühle mich durch meine Arbeit emotional erschöpft.
  2. Ich fühle mich am Ende eines Arbeitstages verbraucht.
  3. Ich fühle mich bereits ermüdet, wenn ich morgens aufstehe und einen neuen Arbeitstag vor mir liegen sehe.
  4. Ich kann es leicht verstehen, wie andere Menschen über bestimmte Themen denken.
  5. Ich habe das Gefühl, einige andere Menschen so zu behandeln, als wären sie Objekte.
  6. Den ganzen Tag mit Menschen zu arbeiten, strengt mich an.
  7. Ich gehe erfolgreich mit den Problemen anderer Menschen um.
  8. Ich fühle mich durch meine Arbeit ausgebrannt.
  9. Ich habe das Gefühl, durch meine Arbeit das Leben anderer Menschen zu beeinflussen.
  10. Ich bin Menschen gegenüber abgestumpfter geworden, seit ich diese Arbeit ausübe.
  11. Ich befürchte, dass mich meine Arbeit weniger mitfühlend macht.
  12. Ich fühle mich sehr energiegeladen.
  13. Ich fühle mich durch meine Arbeit frustriert.
  14. Ich habe das Gefühl, in meinem Beruf zu hart zu arbeiten.
  15. Es interessiert mich nicht wirklich, was mit anderen Menschen geschieht.
  16. Bei der Arbeit in direktem Kontakt zu Menschen zu stehen, stresst mich zu sehr.
  17. Mir fällt es leicht, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen.
  18. Ich fühle mich angeregt, wenn ich eng mit anderen Menschen zusammengearbeitet habe.
  19. Ich habe viele lohnende Ziele bei meiner Arbeit erreicht.
  20. Ich habe das Gefühl, am Ende meiner Weisheit zu sein.
  21. Bei meiner Arbeit gehe ich mit emotionalen Problemen gelassen um.
  22. Ich habe das Gefühl, dass mir manche Menschen bzw. deren Angehörige für manche ihrer Probleme die Schuld geben.

Im Anschluss werden die Punkte zusammengezählt. Die Werte der Items  4,7,9,12, 17,18,19 und 21 müssen dabei umgekehrt werden (0->6, 1->5, 2->4, 3->4, etc.). Punktwerte über 33 sind ein Zeichen dafür, dass ein Burnout-Syndrom vorliegen könnte. Betroffen sollten sich professionelle Hilfe suchen, um weiteres in einer Diagnose abklären zu können.

  1. Skala Emotionale Erschöpfung: Bewertung des persönlichen Erschöpfungserlebens.
  • –          Items: 1,2,3,6,8,13,14,16,20
  • –          Maximale Punktzahl: 54
  1. Despersonalisierungsskala: Spiegelt die Einstellung zur Arbeit wider, inwieweit man sich von dieser distanziert,
  • –        Items: 5,10,11,15,22
  • –       Maximale Punktzahl: 30
  1. Skala persönliche Leistungsfähigkeit: Selbsterlebte Selbstwirksamkeit.
  • –          Items: 4, 7, 9, 12, 17, 18, 19, 21
  • –         Maximale Punktzahl: 48

Burnout: Bewältigungsstrategien

Burnout: was tun? Tipps zur Bekämpfung des Burnout-Syndroms

Die Prävention bei dieser Störung ist fundamental. Für eine Bewältigung des Burnout-Syndroms sollte immer ein Spezialist aufgesucht werden. Diese Tipps können ergänzend eine Hilfe während der Therapie sein, oder bei der Prävention helfen:

Burnout: was tun? – Eine selbstbewusste Haltung entwickeln 

Mithilfe von Selbstbehauptungstechniken können effiziente Strategien erlernt werden, um sich nicht mit Arbeit zu überladen, keine Verantwortung für etwas zu übernehmen, was man nicht zu verantworten hat und das wichtigste: Nein sagen zu können, ohne sich schuldig zu fühlen.

Durchsetzungsfähige Kommunikationstrategien zu entwickeln, erleichtert den Umgang mit Kollegen und dem Chef, da so die eigenen Ansichten und Meinungen auf konstruktive Art kommuniziert werden können.

Burnout: was tun? – Anpassung der Erwartungen an den Job

Aufgepasst, das soll nicht bedeuten, dass man sich von seinen persönlichen Zielen oder Vorstellungen verabschieden soll. Es geht lediglich darum, diese neu zu bewerten und sich fragen, ob diese für einen persönlich richtig ausgerichtet sind und ob sie in dem professionellen Umfeld beziehungsweise im eigenen Arbeitsumfeld verwirklichbar sind.

Einen Punkt in der Mitte zu finden, der sich an die Realität anpasst, ohne dabei die eigenen Ziele zu vernachlässigen ist das Ziel. Es kann auch als persönliche Herausforderung und als neuen Lerneffekt gesehen werden, mit solch einer Situation umzugehen.

Burnout: was tun? – Veränderung der Verteilung zwischen Arbeit, Schlaf und Freizeit

Um das Burnout-Syndrom zu vermeiden ist es wichtig, dass das Leben sich nicht nur um die Arbeit dreht. Man sollte sich täglich die Zeit nehmen etwas zutun, das einem wirklich Spaß macht, also einem Hobby oder einer anderen Leidenschaft nachgehen. Ebenso sollte man geregelte Schlafenszeiten einhalten und so einen angepassten Arbeit-Freizeit-Schlaf-Rhythmus entwickeln und der Routine anpassen.

Ebenso sollte man seine persönlichen Kontakte pflegen und dabei abschalten, das heißt nicht von der Arbeit sprechen. Man sollte sich darauf konzentrieren einfach die Gesellschaft  zu genießen.

Burnout: was tun? – Entspannungsübungen praktizieren

Entspannungsübungen helfen die Stress- und Angstsymptome, die mit dem Burnout-Syndrom assoziiert sind, zu bekämpfen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, man kann beispielsweise entspannende Musik hören, Atemübungen machen, malen, lesen, spazieren gehen…

Eine bekannte und empfehlenswerte Praktik ist es Achtsamkeitübungen (engl. Mindfulness) durchzuführen, diese haben sich bei Störungen wie der Depression als wirksam erwiesen.

Burnout:was tun? Entspannungsübungen können helfen

Burnout: was tun? – : Halte dein Gehirn fit

Seine eigenen kognitiven Fähigkeiten zu kennen und einschätzen zu können, kann sehr hilfreich sein, um zu wissen in welchen Bereichen man seine Stärken hat und wie man diese für seine Arbeit nutzen kann. CogniFit bietet die Möglichkeit eine Vielzahl an kognitiven Fähigkeiten zu messen und anschließend zu trainieren. Durch das gezielte personalisierte Training können Defizite ausgeglichen werden, was bei der Bewältigung des Alltags und den Anforderungen auf der Arbeit für Erleichterung sorgt.

Burnout: was tun? – : Spiel Lotto

Dieser letzte Tipp ist selbstverständlich nicht ernst gemeint. Es besteht eine hohe Gefahr der Abhängigkeit bei Glücksspielen. Das letzte was wir wollen, ist dass jemand in diesen Teufelskreis gerät. Arbeite und strenge dich an, aber frustriere dich nicht. Wenn dir etwas nicht gefällt, versuche es zu verbessern. Vielleicht kann eine der Ratschläge dabei helfen über den eigenen Schatten zu springen.

Und Du? Lebst Du, um zu arbeiten oder arbeitest Du, um zu leben?

 

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Emotionaler Missbrauch: Wie erkennt man ihn und was sollte man tun?

Obwohl er nicht so offensichtlich ist wie die körperliche Misshandlung, kann emotionaler Missbrauch große Schäden anrichten, die oftmals genauso schlimm oder sogar noch schlimmer sind. Emotionaler Missbrauch wirkt sich auf die Gefühle, Gedanken und das Gefühl der Kontrolle über das eigene Leben aus. Psychische Gewalt kann dazu führen, dass man sich in seiner Umgebung, sogar zuhause, unsicher fühlt. Emotionaler Missbrauch kann Beziehungen oder Freundschaften und sogar die Beziehung zu sich selbst zerstören. In diesem Artikel wird erklärt, was emotionaler Missbrauch ist, wie dieser verhindert werden kann und wie man sich von ihm befreien kann. 

Emotionaler Missbrauch hinterlässt unsichtbare Wunden

Emotionaler Missbrauch ist meistens schwieriger zu erkennen als körperlicher Missbrauch. Körperliche Gewalt wird in den meisten Fällen von psychischer Gewalt begleitet. Sowohl die Opfer als auch die misshandelnde Person können eine Weile brauchen, bis sie bemerken was passiert, da es keine äußerlich sichtbaren Wunden gibt. Selbstverständlich gibt es aber Anzeichen, die helfen können psychische Gewalt und emotionalen Missbrauch zu erkennen.

In jeder Altersklasse und jeder Art von Beziehung kann es zu emotionalem Missbrauch kommen. Hervorzuheben sind Partnerschaften, aber auch in Freundschaften, auf der Arbeit (hier bekannt als Mobbing), zwischen Eltern und Kindern und in jeglicher Familienkonstellation kann es zu psychischer Gewalt kommen. Es sind sowohl Frauen als auch Männer betroffen und auch bei älteren Menschen kommt dies vor.

Emotionaler Missbrauch in der Kindheit kann schwerwiegende Folgen haben und stellt ein hohes Risiko für die psychische Entwicklung des Kindes dar. In Fällen von kindlichem emotionalem Missbrauch sollte immer und sofort professionelle Hilfe gesucht werden.

Was ist emotionaler Missbrauch?

Emotionaler Missbrauch zeichnet sich durch ein regelmäßiges Muster verbaler Angriffe, konstanter Kritik, Manipulation und weiteren ähnlichen Verhaltensweisen aus. Hierbei herrscht immer ein Ungleichgewicht zwischen Täter und Opfer.  Der Täter ist in einer übergeordneten Position und verfügt über mehr Macht.

Im folgenden Video erklärt Kati Morton die fünf Anzeichen, mit denen sich emotionaler Missbrauch erkennen lässt. (Im Video lassen sich Untertitel aktivieren).

Um einen Fall von emotionalem Missbrauch zu erkennen, sind die folgenden Aspekte von Bedeutung. So verhält sich jemand Dir gegenüber, der psychische Gewalt ausübt:

Erniedrigung, Kritik

  • Lacht in der Anwesenheit anderer über dich, oder macht sich über dich lustig.
  • Verspottet dich, beschimpft dich und nutzt Sarkasmus um dich zu erniedrigen.
  • Wenn du dich beschwerst, sagt er/sie dir, dass es “ein Witz war” und beschuldigt dich, dass du zu sensibel bist.
  • Sagt dir, dass deine Meinung und Gefühle falsch sind.
  • Ignoriert deine Gefühle, Meinung, Gedanken und Vorschläge.

Dominanz, Kontrolle

  • Du fühlst, dass er/sie dich wie ein Kind behandelt.
  • Korrigiert dich die ganze Zeit, weil dein Verhalten “unangemessen” ist.
  • Du fühlst, dass du um Erlaubnis bitten musst, bevor du ausgehst oder eine kleine Entscheidung treffen kannst.
  • Kontrolliert deine Ausgaben
  • Behandelt dich, als wärst du schlechter als sie/er
  • Gibt dir das Gefühl, dass er/sie immer Recht hat
  • Erinnert dich ständig an deine Fehler
  • Verachtet deine Erfolge, Ziele, Pläne und sogar deine Person.
  • Seine/ihre Blicke und die Art mit dir zu sprechen sind missbilligend, herablassend und abwertend.

Anschuldigungen, Schuld

  • Wirft dir Dinge vor, bei denen du weißt, dass sie nicht stimmen.
  • Ist nicht in der Lage über sich selbst zu lachen.
  • Ist sehr sensibel, wenn jemand ihn/sie verspottet oder einen Kommentar über ihn/sie macht, welcher respektlos erscheinen kann.
  • Ist unfähig sich die eigenen Fehler einzugestehen oder sich zu entschuldigen.
  • Hat nie die Schuld an irgendwas. Die anderen sind Schuld, er/sie trägt nie Verantwortung.
  • Beschuldigt dich für seine/ihre Probleme oder die eigene Unglücklichkeit
  • Überschreitet deine Grenzen und respektiert deine Bitten nicht.

Isolierung und emotionale Distanzierung

  • Wird sauer oder entzieht dir seine/ihre Aufmerksamkeit und Zuneigung.
  • Nutzt als Strafe den Entzug von grundlegenden Bedürfnissen oder die Vernachlässigung und Nachlässigkeit (das passiert vor allem gegenüber Kindern).
  • Bemerkt nicht, oder interessiert sich nicht dafür, wie du dich fühlst.
  • Zeigt keine Empathie und fragt nichts über dich oder wie es dir geht.

Co-Abhängigkeit

  • Statt dich wie eine Person zu behandeln, behandelt er/sie dich, als wärst du Teil von ihm/ihr.
  • Schützt deine persönlichen Grenzen nicht. Gibt Informationen über dich Preis, zu denen du nicht deine Erlaubnis gegeben hast.
  • Respektiert deine Bitten nicht und macht das, was er/sie denkt, was das beste für dich ist.

Profil des Opfers

Es ist ganz wichtig hervorzuheben, dass ein Opfer emotionaler Misshandlung keinerlei Schuld daran trägt, misshandelt zu werden. Die Person hat sich das weder ausgesucht, noch genießt sie es abgewertet oder beschimpft zu werden.

Es ist jedoch der Fall, dass sich die Täter, wenn es Erwachsene sind, meistens Personen als Opfer aussucht, die bestimmte psychologische Eigenschaften haben. Sie nutzen die Leute aus, bei denen sie wissen, dass sie sich nicht wehren werden. Es gibt also eine Gruppe von Menschen, die anfälliger dafür ist, emotionalen Missbrauch zu erfahren. Es ist wichtig, dass wir das in uns selbst und den Personen in unserem Umfeld wahrnehmen, um uns und ihnen helfen zu können, eine mögliche Misshandlung zu erkennen, sich zu verteidigen und sie so zu vermeiden.

Die Personen haben oft einige der folgenden Eigenschaften:

  • Sie haben oft ein niedriges Selbstwertgefühl
  • Fühlen sich nicht in der Lage problematische Situationen zu bewältigen und haben eine geringe Selbstwirksamkeit.
  • Neigen dazu von anderen abzuhängen, um Entscheidungen zu treffen.
  • Sind häufig emotional abhängige Personen.
  • Haben oft einen passiven Kommunikationsstil.
  • Verteidigen ihre Rechte nicht und es fällt ihnen häufig schwer nein zu sagen.
  • Beschuldigen sich oft für die Probleme anderer.

Profil des Täters

Selten sind sich die misshandelnden Personen wirklich darüber bewusst, was sie tun. Sie sehen es als normal an, so mit anderen umzugehen. Sie haben keine gesunden Bewältigungsstrategien gelernt, sondern reagieren schnell aggressiv. Sie haben gelernt auf diese Weise die eigenen Unsicherheiten und Ängste zu kompensieren. Indem sie die anderen misshandeln haben sie das Gefühl der Kontrolle, ein Gefühl, dass sie in anderen Lebensbereichen wahrscheinlich nicht verspüren.

Sie fühlen sich selbst unsicher, und sind deshalb darauf angewiesen, dass ihr Opfer komplett von ihnen abhängt. Jeden Akt des “Protests” sehen sie als eine Bedrohung für ihre privilegierte Situation an.

  • Sind kontrollsüchtig, besitzergreifend und eifersüchtig.
  • Haben eine niedrige Frustrationstoleranz.
  • Beschuldigen andere für ihre Probleme.
  • Sind sich in der Regel nicht darüber bewusst, welchen Schaden sie anrichten, wenn sie sich aber darüber bewusst sind, ist es ihnen egal.
  • Haben wenig Empathie.
  • Können ihre Emotionen schlecht regulieren.
  • Können in verschiedenen Situationen sehr liebenswert und charmant sein.
  • Häufig haben diese Menschen eine Persönlichkeitsstörung. Beispielsweise eine Borderline-Persönlichkeitsstörung, eine narzisstische Persönlichkeitsstörung oder eine antisoziale Persönlichkeitsstörung.

Das sind Eigenschaften, welche die misshandelnde Person haben kann. Es ist aber wichtig hervorzuheben, dass alle Menschen unterschiedlich sind und deswegen die Profile der Menschen die emotional misshandeln, ebenso unterschiedlich sein können, wie die Personen selbst.

Folgen emotionalen Missbrauchs

Psychische Folgen 

  • Geringes Selbstwertgefühl
  • Schuldgefühle
  • Hilflosigkeit
  • Trauer
  • Reizbarkeit
  • Depressionen
  • Angst

Soziale Folgen

  • Soziale Isolierung
  • Verlust der Kontakte zu Freunden und Verwandten
  • Verlust der sozialen und ökonomischen Unabhängigkeit
  • Verringerte Leistung im akademischen Bereich und auf der Arbeit

Körperliche Folgen

körperliche Störungen, als Folge der Angst:

  • Schlafstörungen
  • Verdauungsprobleme und -beschwerden
  • Kopfschmerzen

Emotionaler Missbrauch: Was tun?

Was sollte ich tun, wenn ich denke, dass ich jemanden misshandle?

Es ist schwierig sein Verhalten zu ändern, das über Jahre hinweg ausgeübt wurde und die einzige bekannte Art ist, mit anderen Menschen zu interagieren. Es ist wichtig zu wissen, dass niemand sich von heute auf morgen ändert, sondern eine Veränderung ein langer Prozess ist. Das Beste ist es, sich psychologische Hilfe zu suchen. Ergänzend können auch die folgenden Ratschläge helfen:

  • Das allerwichtigste ist, zu erkennen was man gemacht hat und sich des angerichteten Schadens bewusst zu werden und als solchen anzuerkennen.
  • Versuche aufzuhören Ausreden zu nennen und andere zu beschuldigen.
  • Versuche den angerichteten Schaden wieder gut zu machen.
  • Trage die Verantwortung, für das was du getan hast. Egal wie schlecht es dir ergangen ist oder wie hart dein Leben war, man hat die Wahl jemanden emotional zu missbrauchen oder es nicht zu tun.
  • Entferne dich von der Person, die du missbrauchst zumindest so lange, bis ein Psychologe dir hilft, mit ihr auf gesunde Weise zu interagieren.

Was sollte ich tun, wenn ich denke, dass ich misshandelt werde? 

  • Sei dir darüber bewusst, dass sich die Täter nicht ändern werden, wenn sie keine professionelle Hilfe aufsuchen, auch wenn sie dir das immer wieder glaubhaft versichern.
  • Umgib dich mit dir nahe stehenden Personen. Baue den Kontakt zu deinen Freunden und Verwandten wieder auf, wenn die misshandelnde Person dich von ihnen entfernt hat.
  • Hör auf die Person zu verteidigen, zu entschuldigen und zu rechtfertigen. Sie selbst ist für ihr Verhalten verantwortlich.
  • Entferne dich von der Person, die dich missbraucht. Brich den Kontakt ab. Diesen Schritt zu gehen ist vielleicht der schwierigste, aber er ist absolut notwendig. Eine schädliche Beziehung aufrechtzuerhalten führt zu nichts. Wenn du die Möglichkeit hast, spare Geld und suche dir einen eigenen Ort zum wohnen.
  • Suche psychologische Hilfe auf, um dein Selbstwertgefühl zu stärken und die Kontrolle über dein Leben zurückzugelangen.
  • Gib dir auf keinen Fall die Schuld für irgendetwas. Du hast keine Schuld dafür, dass er/sie dich misshandelt. Er/sie behandelt dich schlecht, weil er/sie nicht sich selbst schlecht behandeln kann, obwohl das eigentliche Problem in ihm/ihr liegt.

Emotionaler Missbrauch: Wie kann man ihn vorbeugen?

Emotionaler Missbrauch beziehungsweise psychische Gewalt ist eine Form der “Gehirnwäsche”, die Schritt für Schritt den Selbstwert und das Selbstvertrauen des Opfers zerstört. Dadurch kommt es zu emotionalen Narben und emotionalen Schmerzen und Leiden. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dagegen anzukämpfen und ihn zu verhindern. Es ist wichtig das eigene Selbstwertgefühl und das der eigenen Kinder zu pflegen. Die eigenen Sozialkompetenzen zu verbessern und Selbstbehauptungstechniken unseren Kindern schon von klein auf beizubringen, kann helfen emotionalen Missbrauch von vorne herein zu vermeiden.

 

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Die Mutter-Kind-Bindung. Wieso ist sie so wichtig?

Beeinflusst die Mutter-Kind-Bindung die Entwicklung des Kindes für den Rest des Lebens? Welche positive Auswirkung hat die Mutter-Kind-Bindung auf die Mutter? Diesen Fragen gehen viele Psychologen und Wissenschaftler schon lange nach und finden immer wieder überraschende Erkenntnisse.

Für die Mutter-Kind-Bindung wichtig: Blickkontakt

Was ist Bindung?

Die Bindung, im englischen auch “Attachment” genannt, bezeichnet die spezielle Verbindung zwischen Eltern und ihrem neugeborenen Kind. Durch die Formung der emotionalen Bindung können die Grundbedürfnisse des Neugeborenen befriedigt werden. Diese Bedürfnisse sind auch der Antrieb der nachfolgenden sozialen, emotionalen und kognitiven Entwicklung. Die frühen Erfahrungen des Säuglings stimulieren das Wachstum neuronaler Pfade, die einen Einfluss darauf haben, wie das Kind später auf viele Dinge reagiert.

Die Bindungserfahrung hat auch im Sinne der Sicherheit einen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung. Forschung hat ergeben, dass der Mangel an Bindung in frühen Lebensmonaten die Fähigkeit stabile Beziehungen einzugehen, ein Leben lang beeinflusst. In den meisten Fällen entsteht eine unmittelbare Bindung zwischen Eltern und Kind, diese verlieben sich direkt, wenn sie ihr Neugeborenes zum ersten mal sehen.

Mutter-Kind-Bindung: Unsicherer und sichererer Bindungsstil

Die Bindungsstile sind wichtig, um zu verstehen weshalb die Bindung zum Kind eine so große Bedeutung hat. Ein sicherer Bindungsstil von Kindern zeichnet sich dadurch aus, dass diese Unwohlsein empfinden, wenn die Eltern das Kind alleine lassen. Gleichzeitig sind sie aber in der Lage sich zu entspannen und abzulenken, mit dem Wissen, dass die Eltern zurückkehren. Kinder mit einem sicheren Bindungsstil zu ihren Eltern fühlen sich beschützt, weil sie sich darauf verlassen können, dass ihre Eltern zurückkehren. Diese Bindungsstile werden von Geburt an bis in die frühe Kindheit hinein geformt.

Ein Kind mit einem unsicheren Bindungsstil wird die Eltern vermeiden oder ignorieren und wenige Emotionen zeigen, wenn die Eltern gehen oder zurückkehren. Diese Kinder neigen dazu Ärger, Angstsymptome oder Furcht zu zeigen. Es kann sein, dass sie andere Leute ab und zu vermeiden und sich weigern mit anderen in Kontakt zu treten. Dieser Bindungsstil wirkt sich negativ auf die soziale, emotionale und kognitive Entwicklung des Kindes aus.

Wie kommt es zur Mutter-Kind-Bindung?

• Die Berührungen der Haut ist eine der ersten “Sprachen” für ein Kind, da es auf den Haut-zu-Haut-Kontakt reagiert, was beruhigend auf das Baby und die Eltern wirkt.
• Durch das Füttern des Babys.
• Das Baby in den Schlaf schaukeln oder wippen.
• Dem Baby vorsingen, die Stimme der Eltern wirkt meistens sehr tröstend und beruhigend.

Körperkontakt stärkt die Mutter-Kind-Bindung

Wie profitierst du von der Mutter-Kind-Bindung?

Es gibt viele Vorteil mit einem Neugeborenen eine Bindung aufzubauen. Inwiefern profitieren die Eltern, in den folgenden Beispielen vor allem die Mutter, von dieser Bindung?

Studien zufolge ist das Stillen nicht nur für das Neugeborene von Vorteil, sondern auch für die Mutter. Das Baby profitiert allgemein von der körperlichen Nähe beim Stillen. Bei der Mutter werden durch das Stillen Hormone ausgeschüttet, die mütterliches Verhalten fördern.

Es ist gut bekannt, dass beim Stillen die Stimulation der Brustwarze dafür sorgt, dass das Hormon Oxytocin ausgeschüttet wird, welches wiederum dafür sorgt, dass die Milch ausgestoßen wird. Oxytocin ist auch als “Liebeshormon” bekannt, da es auch während des Orgasmus und anderen innigen Momenten produziert wird. Oxytocin wirkt dabei im Gehirn genauso wie es Morphium tut, es lindert Schmerzen, führt zu Wohlbefinden und hat als Konsequenz, dass wir dieses emotionale Hoch wieder erleben wollen. Mütter die nicht stillen, sondern das Fläschchen geben, produzieren dennoch Oxytocin, indem sie während dem Füttern Blickkontakt mit dem Baby aufbauen oder anschließend mit dem Baby kuscheln.

Das Stillen ist eine der ersten Formen der Bindung, welche die Neugeborenen kennenlernen.

Was passiert, wenn keine Bindung aufgebaut wird?

Rund 20% der Eltern bilden keine emotionale Bindung zu ihrem Neugeborenen. Das ist okay und passiert manchmal. Wichtig ist, sich Zeit zu lassen und sich nicht schuldig zu fühlen!

Eine Bindung aufzubauen kann für Mütter die einen Kaiserschnitt hatten oder ihr Kind nicht direkt nach der Geburt sehen konnten schwierig sein. Ebenfalls schwierig ist es oft, wenn das Kind als Frühchen zur Welt gekommen ist und einige Zeit im Brutkasten verbringen musste, oder wenn es sich um ein adoptiertes Kind handelt.

Nach vielen Schmerzen und der Erschöpfung durch die Geburt, sind viele Mütter überwältigt von einem neugeborenen Baby. Hormonveränderungen können Symptome der postpartalen Depression auslösen, die verhindern dass die Mutter eine richtige Bindung zu ihrem Baby aufbauen kann. Während der Schwangerschaft steigt der Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron im Körper signifikant an. In den ersten 24 Stunden nach der Geburt sinkt der Hormonspiegel wieder auf sein Ausgangsniveau zurück. Forscher glauben, dass diese schnelle Veränderung eine Depression auslösen kann.

Tipps wie eine sichere Mutter-Kind-Bindung aufgebaut werden kann

1. Während der ersten 6 Lebensmonaten sollte es eine einzelne primäre Bezugsperson für das Baby geben. Obwohl die Mutter in den meisten Fällen die erste Bezugsperson des Neugeborenen ist, ist die Wahrscheinlichkeit eine sichere Bindung aufzubauen bei einer anderen Person, die sich durchgängig und liebevoll um das Baby kümmert, genauso groß. Eine durchgängige primäre Bezugsperson führt zu einer sichereren Bindung, als wenn die Fürsorge auf mehrere Personen wie Mutter, Vater, Großeltern und Babysitter aufgeteilt wird.
2. Synchronisierte Essens-, Schlafens- und Interaktions-Routinen vor allem während der ersten Monate. Die Schlaf- und Essenszeiten sollten in den ersten sechs Monaten an den Rhythmus des Babys angepasst werden.
3. Zeige dich deinem Baby gegenüber liebevoll, durch Lächeln und Berührungen. Das berühmte Experiment von Harry Harlow mit Rhesus Affen zeigt, dass die Babyaffen ein Stofftier als Mutter bevorzugen und sich diesem eher annähern als einer Drahtfigur. Und das, selbst wenn die Drahtfigur diejenige ist, die sie mit Futter versorgt. Futter ist also nicht wichtiger, als die Berührungen die zwischen einer Mutterfigur und dem Baby stattfinden.

4. Reagiere auf das Unwohlsein deines Babys mit konstantem Trost, Wärme und mit Kompetenz. Forschungen haben ergeben, dass wenn überfürsorgliche Eltern unmittelbar auf jedes Quengeln, Jammern und jeden Schluckauf reagieren, diese Kinder einen weniger sicheren Bindungsstil entwickelten. Überfürsorge behindert Kinder darin selbständig zu werden und ihre Selbstregulation auszubilden.

Bei Anregungen und Fragen kann gerne ein Kommentar unter dem Artikel hinterlassen werden.

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Jennifer Burgos, Psychologin bei CogniFit.

 

References:

Forming a Bond with Your Baby — Why It Isn’t Always Immediate. Retrieved from http://www.webmd.com/parenting/baby/forming-a-bond-with-your-baby-why-it-isnt-always-immediate#3

Attachment Security: Born or Made? January 06, 2009. Retrieved from https://www.psychologytoday.com/blog/family-affair/200901/attachment-security-born-or-made

Depression during and after pregnancy fact sheet. Retrieved from https://www.womenshealth.gov/publications/our-publications/fact-sheet/depression-pregnancy.html

Five Ways to Create a Secure Attachment with You Baby, Without Sharing Your Bed. Retrieved from https://psychcentral.com/lib/five-ways-to-create-a-secure-attachment-with-your-baby-without-sharing-your-bed/

Korsakow-Syndrom: Vergessenes neu erfinden

Korsakow-Syndrom: ein Gedächtnisproblem infolge von Alkoholmissbrauch oder extremen Diäten, bei denen es zu Vitaminmangel kommt. Finde heraus, welche Symptome und Ursachen es für dieses Syndrom gibt, wie es sich behandeln lässt und welche Formen der Prävention möglich sind.

Was ist das Korsakow-Syndrom?

Das Korsakow-Syndrom ist eine chronische Gedächtnisstörung deren Ursache ein starker Mangel an Thiamin (Vitamin B1) ist. 

Thiamin hilft dem Gehirn aus Zucker Energie zu gewinnen. Wenn der Thiamingehalt im Körper drastisch sinkt, generieren die Gehirnzellen nicht genug Energie, um korrekt funktionieren zu können. Die Folge dessen kann das Korsakow-Syndrom sein.

Man geht davon aus, dass dieser Mangel zu Schäden im Thalamus und an den Mammillarkörpern des Hypothalamus im Gehirn führt. Außerdem kommt es zu einem generellen Gewebeschwund im Gehirn (Atrophie) und zu neuronalen Schäden und Verlusten.

Forschungen haben ergeben, dass der Thiaminmangel die Substanzen verändert, die dafür verantwortlich sind Signale zwischen Gehirnzellen zu übertragen und Erinnerungen abzuspeichern. Diese Veränderungen können Neuronen zerstören und zu mikroskopisch kleinen Blutungen und Narben im Gehirngewebe führen.

Oft, aber nicht immer, geht diesem Syndrom eine Wernicke-Enzephalopathie voraus. Bei dieser kommt es aufgrund des starken Thiaminmangels zu einer akuten Reaktion des Gehirns. Die Wernicke-Enzephalopathie ist ein medizinischer Notfall, bei der es zu starken und lebensbedrohlichen Veränderungen im Gehirn kommt. Die Anzeichen sind mentale Verwirrung, Koordinationsprobleme der Bewegung und anormale, unfreiwillige Augenbewegungen.

Da das Korsakow-Syndrom häufig nach einer Episode der Wernicke-Enzephalopathie auftritt, wird das Syndrom auch als Wernicke-Korsakow bezeichnet. Nichtsdestotrotz kann das Korsakow-Syndrom auch ohne vorherige Wernicke-Enzephalopathie entstehen.

Symptome des Korsakow-Syndroms

Korsakow zeichnet sich durch Gedächtnisprobleme aus, während das Bewusstsein aber weitgehend erhalten bleibt. Bei einem Gespräch kann der Eindruck entstehen, dass die Person über alle Fähigkeiten verfügt. Dennoch zeigt die betroffene Person aber schwerwiegende Veränderungen in neueren Gedächtnisinhalten auf. Sie stellt immerzu die gleichen Fragen, liest die gleiche Seite eines Buches über Stunden und kann Personen, die sie während des Verlauf der Krankheit bereits mehrere Male gesehen hat, nicht wieder erkennen.

Die Gedächtnisprobleme können sehr stark sein, dabei kann sowohl das Kurzzeitgedächtnis als auch das Langzeitgedächtnis betroffen sein (Erinnerungslücken), während andere Fähigkeiten, wie die soziale Interaktion oder das Denken, relativ intakt bleiben.

Die Leitsymptome sind:

  • anterograde Amnesie: Unfähigkeit neue Gedächtnisinhalte zu generieren oder neue Informationen zu verarbeiten.
  • retrograde Amnesie: Unfähigkeit alte Gedächtnisinhalte abzurufen, die vor Krankheitsbeginn entstanden sind.
  • Erinnerungsverfälschungen: Erfundene Erinnerungen, die von dem Betroffenen selbst geglaubt werden. Ursache sind die Erinnerungslücken.
  • Fast inhaltslose Konversationsführung
  • Fehlende Introspektion
  • Apathie

Die Betroffenen des Korsakow-Syndroms können verschiedene Symptome zeigen. Einige Betroffene leben “in der Vergangenheit weiter”, überzeugt davon, dass ihr Leben und die Welt noch so ist, wie sie vor Krankheitsbeginn war. Andere zeigen eine große Bandbreite an Erinnerungsverfälschungen.

Die retrograde Amnesie tritt nicht bei allen Erinnerungen gleichermaßen auf, sondern betrifft eher neuere Erinnerungen. Je älter die Erinnerungen, desto eher bleiben sie. Der Grund dafür kann darin liegen, dass die neueren Erinnerungen noch nicht komplett im Gehirn konsolidiert sind und entsprechend vulnerabler gegenüber eines Verlusts sind.

Erinnerungsverfälschung beim Korsakow-Syndrom

Eines der charakteristischsten Symptome des Korsakow-Syndroms ist die Erinnerungsverfälschung. Die Betroffenen “verfälschen” Informationen oder denken sich welche aus, wenn sie die eigentliche Information nicht erinnern können. Dabei ist es nicht so, dass die Betroffenen “lügen”, sondern sie sind selbst davon überzeugt, dass ihre ausgedachten Erklärungen stimmen. Bislang gibt es noch keine wissenschaftliche Erklärung, wieso dieses Phänomen so auftritt.

Einige Personen zeigen konstant Erinnerungsverfälschungen. Sie denken sich stetig neue Identitäten aus, mit detaillierten Geschichten welche diese untermauern. Dadurch ersetzen sie die Realität, die sie vergessen haben.

Ursachen des Korsakow-Syndroms

Exzessiver Alkoholkonsum ist eine der Hauptursachen für das Auftreten des Korsakow-Syndroms

Man weiß, dass übermäßiger Alkoholkonsum das Nervensystem schädigen kann. In den allermeisten Fällen ist exzessiver Alkoholmissbrauch die Ursache für das Korsakow-Syndrom.

Es konnten zudem genetische Variationen identifiziert werden, die das Risiko für das Auftreten dieser Störung erhöhen. Eine nahrstoffarme Ernährung kann ebenfalls dazu beitragen.

Das Korsakow-Syndrom kann durch eine extreme Ernährung verursacht werden, wie es bei Anorexie, sehr restriktiven Diäten, Hungersnöten oder plötzlichem Gewichtsverlust nach einer Operation der Fall ist. Unkontrolliertes Erbrechen, eine HIV Infektion, eine andere chronische Infektion oder eine Krebserkrankung können ebenfalls eine mögliche Ursache darstellen.

Behandlung des Korsakow-Syndroms

Die Behandlung des Korsakow-Syndroms sollte multidisziplinär angegangen werden, bei welchem Ärzte, Psychologen und Neuropsychologen zusammenarbeiten, um eine möglichst effektive Intervention anbieten zu können.

Von einigen Experten wird empfohlen, dass Personen, die viel Alkohol konsumieren oder aus einem anderen Grund an Thiaminmangel leiden könnten, unter ärztlicher Aufsicht Ergänzungsmittel zu sich nehmen.

Ebenfalls ist es empfehlenswert, dass Menschen mit einer Geschichte von Alkoholmissbrauch und Symptomen, die mit der Wernicke-Enzephalopathie zusammenhängen, Thiamin injiziert bekommen, bis das klinische Krankheitsbild klarer ist.

Die Behandlung mit oraler Gabe von Thiamin, anderen Vitaminen und Magnesium kann bei Betroffenen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die Symptome abnehmen.

Die psychologische Intervention besteht vor allem darin, die Alkoholabstinenz zu gewährleisten. Aus neuropsychologischer Sicht wird versucht dem Betroffenen zu helfen seine Defizite zu kompensieren, damit er sich sozial integrieren und ein so normales Leben wie möglich führen kann.

Korsakow-Syndrom: Prognose

Einige Daten zeigen, dass etwa 25% der Personen mit Korsakow-Syndrom wieder ganz gesunden, bei der Hälfte schwächen die Symptome ab und bei weiteren 25% lassen sich keine Verbesserungen erzielen.

Anderen Autoren zufolge ist die Mortalität hoch und liegt zwischen 10 und 20%. Das ist hauptsächlich auf Lungeninfektionen, Blutvergiftungen oder Leberschäden oder einen irreversiblen Thiaminmangel zurückzuführen.

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig die Symptome des Korsakow-Syndroms so schnell wie möglich zu identifizieren und zu behandeln. Eine frühzeitige Behandlung der Wernicke-Enzephalopathie erhöht die Prognose der Genesung und kann das Auftreten des Korsakow-Syndroms verhindern. Beispielsweise lassen die Probleme der Augenbewegung bereits nach Stunden bis Tagen nachweislich nach, motorische Einschränken werden nach Tagen bis Wochen weniger. Bei etwa 60% der Betroffenen bleiben jedoch leichte Symptome.

Gemäß dieser Autoren ist die Prognose relativ schlecht, sobald das Korsakow-Syndrom einmal diagnostiziert wurde. Ungefähr 80% der Betroffenen leiden ihr Leben lang an chronischen Gedächtnisschäden.

Die kognitive Genesung ist langsam und nicht vollständig und erreicht nach etwa einem Behandlungsjahr das Maximum an möglicher Wiederherstellung. Es kann zu einer Genesung kommen, diese hängt jedoch von Faktoren wie dem Alter und der Alkoholabstinenz ab.

Korsakow-Syndrom: Präventionstipps

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung kann helfen das Korsakow-Syndrom zu verhindern

  • Der wichtigste Ratschlag ist, den Alkoholkonsum auf ein Minimum zu reduzieren. Je weniger Alkohol, desto besser. Obwohl man vielleicht davon ausgeht wenig zu trinken, wird der Organismus bereits bei kleinen Mengen Alkohol beschädigt.
  • Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig, damit die Synthese von lebenswichtigen Vitaminen stattfinden kann, insbesondere des Thiamins (Vitamin B1).
  • Immer dann wenn Gedächtnisprobleme auftreten, sollte man einen Arzt aufsuchen. Dieser kann feststellen, ob es sich um einen normalen Alterungsprozess oder eine Form von Demenz handelt.
  • Man sollte sich ein gutes soziales unterstützendes Netzwerk aufrecht erhalten, da nahestehende Personen diejenigen sind, die helfen wenn ein besorgniserregendes Symptom auftritt.
  • Wenn man glaubt zu viel zu trinken, aber nicht weiß, wie man damit aufhören kann, sollte man professionelle Hilfe suchen.

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Sprech- und Sprachstörungen: Welche gibt es, wie diagnostiziert und behandelt man sie?

Was sind Sprachstörungen? Sprachstörungen, Sprechstörungen oder Sprachbehinderungen beziehen sich auf Probleme der Kommunikation oder andere Bereiche, wie beispielsweise die oralen motorischen Funktionen, die ebenfalls mit der Sprache zusammenhängen. Sprech- und Sprachstörungen können sehr unterschiedliche Symptome aufweisen und reichen von Verständnisproblemen bis hin zu Logorrhoe. Außerdem können sie von Geburt an, oder erst im Erwachsenenalter in Erscheinung treten.

Ursachen von Sprech- oder Sprachstörungen

Es gibt diverse Ursachen für Sprech- oder Sprachstörungen. Wir können die Ursachen je nach Auslöser der Störung unterscheiden. Bei organischen Ursachen, welche sich auf jegliches für die Funktionsweise der Sprache wichtige Organ beziehen können, lassen sich folgende Ursachen unterscheiden:

  • Erbliche Ursachen: Wenn die Sprech- oder Sprachstörungen von den Eltern geerbt werden.
  • Angeborene Ursachen: Wenn die Sprech- oder Sprachstörungen durch den Gebrauch von Pharmazeutika oder Komplikationen während der Schwangerschaft auftreten.
  • Perinatale Ursachen: Die Sprech- oder Sprachstörungen entstehen durch Komplikationen während der Geburt
  • Postnatale Ursachen: Die Sprech- oder Sprachstörungen entstehen nach der Schwangerschaft, ein Beispiel sind die Sprech- oder Sprachstörungen, die durch eine Frühgeburt verursacht werden.

Zusätzlich zu den organischen Ursachen gibt es die funktionellen Ursachen, welche auf eine pathologische Funktionsweise der Organe zurückzuführen sind, die in die Sprache verwickelt sind. Ebenfalls gibt es hormonelle Ursachen, die vor allem die psychomotorische Entwicklung des Kindes beeinflussen. Ökologische Ursachen sind auch ein Faktor, der Einfluss auf die Sprache nehmen kann, das Umfeld kann hierbei die sprachlichen Fähigkeiten eines Individuums beeinflussen. Abschließend spielen die psychosomatischen Ursachen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Sprachstörungen, da unser Denken einen großen Einfluss auf uns hat und es so zu einem anormalen Sprachgebrauch kommen kann. In gleicher Weise können Sprachschwierigkeiten auch unsere Gedanken beeinflussen. Beides kann die Fähigkeit des korrekten mündlichen Ausdrucks und Verständnisses erschweren.

Symptome von Sprech- oder Sprachstörungen

Verschiedene Symptome können eine mögliche Sprach- oder Sprechstörung, abhängig von der Störung und der betroffenen Sprachzone, vorhersagen. In der folgenden Klassifikation lassen sich verschiedene Symptome der allgemeinen Sprach- und Sprechstörungen unterscheiden:

  • Symptome einer Störung in der Ausdrucksentwicklung: Diese Störungen lassen sich beispielsweise durch einen extrem begrenzten Wortschatz erkennen, durch Schwierigkeiten beim Wörtermerken oder bei der Generierung von langen Sätzen (Sprachstörung).
  • Symptome einer Mischstörung der expressiv-rezeptiven Sprache: Hierbei zeigen sich die gleichen Symptome wie im vorherigen Abschnitt des Ausdrucks. Zusätzlich treten Probleme bei dem Sprachempfang auf, wie zum Beispiel das Verständnis von Wörtern oder Sätzen (Sprachstörung).
  • Symptome einer phonologischen Störung: Die Betroffenen zeichnen sich durch die Unfähigkeit aus, gewisse Sprachlaute verwenden zu können. Ebenfalls machen sie Fehler bei der Erzeugung, Darstellung und/oder Verwendung von Lauten (Sprechstörung).

Die Redeflussstörungen zeichnen sich durch Unterbrechungen, Pausen, Wiederholungen oder Einschübe aus. Zu diesen Störungen gehört das Stottern, eine der bekanntesten Sprechstörungen, bei der es zu einer Störung des Redeflusses und der Organisation der Worte kommt.

Obwohl Sprache an sich ein komplexer Prozess ist und diesbezügliche Störungen divers sind, lassen sich bestimmte Merkmale identifizieren, die eine mögliche Sprachentwicklungsstörungs anzeigen. Bei den Sprachstörungen bei Kindern, lassen sich die folgenden Anzeichen unterscheiden:

  • Die expressive Sprache betreffend: Ein Problem ist dann wahrscheinlich, wenn das Kind einen beschränkten aktiven Wortschatz hat als andere gleichaltrige Kinder, es dem Kind schwer fällt neue Wörter zu lernen, es verbale Zeiten verwechselt, es allgemeine statt spezifische Wörter nutzt, es selten spricht, es -obwohl es Wörter richtig aussprechen kann- sinnlose Sätze sagt, eine begrenzte Satzstruktur verwendet oder häufig bestimmte Phrasen verwendet.
  • Die rezeptive Sprache betreffendZeichen hierfür sind, dass das Kind desinteressiert wirkt wenn Menschen sprechen, es dem Kind schwer fällt bestimmte Anweisungen zu befolgen oder zu verstehen was gesagt/gesagt wird.

Für detaillierte Information über die kindliche Sprachentwicklung ist das untenstehende Video hilfreich:

Sprechstörungen: Klassifizierung und Typen

Die allgemeinen Typen der Sprechstörungen lassen sich folgendermaßen klassifizieren und unterscheiden:

1- Dysartrhien: 

Bei Dysarthrien handelt es sich um eine Reihe von Sprechstörungen, die aufgrund erworbener Hirnschäden bzw. Schädigungen der Hirnnerven und peripheren Gesichtsnerven entstehen. Diese Läsionen können sowohl die Ausführung als auch die Sprechbewegung einschränken.

2- Dyslalien:

Dyslalien umfassen Sprechstörungen der Aussprache beziehungsweise der Artikulation.  Hierbei kommt es zum Auslassen oder dem falschen Einsatz bestimmter Phoneme.

Es gibt hierbei verschiedene Ursachen von Dyslalien:

  • Physiologische Dyslalien: Die Ursache der Fehlartikulation ist, dass die Sprechorgane des Kindes noch nicht komplett ausgebildet sind, um bestimmte Worte zu artikulieren. Bis zu einem bestimmten Alter ist dies ganz normal und ist kein Anlass zur Sorge, insofern sich diese Probleme nicht über einen langen Zeitraum erstrecken.
  • Audiogene Dyslalien: Wie durch den Namen angedeutet, liegt die Ursache der Sprechstörung in einem Defekt im Hörvermögen des Kindes. Dadurch kann das Kind die Wörter nur eingeschränkt erkennen und imitieren, was dazu führt, dass das Kind sich nicht normal ausdrücken kann. Es ist naheliegend, dass wir schlecht sprechen, wenn wir schlecht hören.
  • Funktionelle Dyslalien: Diese Art der Dyslalie kann durch eine physiologische Dyslalie hervorgerufen werden. Hierbei bleibt die Sprechstörung bestehen, obwohl die Sprechorgane des Kindes bereits voll ausgebildet sind. Hierbei handelt es sich um einen Defekt in der Artikulierung der Botschaft.
  • Organische Dyslalien: Diese Art der Dyslalie wird auch Dysglossie genannt und ist auf Defekte der Sprechorgane zurückzuführen.

3- Dysglossien:

Die Dysglossie kann durch verschiedene organische Veränderungen ausgelöst werden. Hierbei kann es folgende Ursachen geben:

  • Labiale Dysglossien: Sie werden durch eine Veränderung der Form der Lippen verursacht. Zwei der bekanntesten Varianten sind die Hasenscharte oder das Lippenbändchen (Frenulum).
  • Mandibulare Dysglossien: Sie werden durch eine Veränderung der Form des Ober- oder/und Unterkiefers hervorgerufen. 
  • Dentale Dysglossien: Diese Art von Sprechstörung wird durch eine Veränderung der Form oder der Position der Zähne verursacht.
  • Linguale Dysglossien: werden durch Veränderungen der Zunge verursacht. Die Zunge ist ein Organ, das eine perfekte Synchronisierung zum Sprechen benötigt. Einige Störungen, die diese Art von Dysglossie auslösen können, sind die Ankyloglosson (angewachsenes Zungenbändchen), die Makroglossie (unverhältnismäßige Größe der Zunge) oder die einseitige oder beidseitige Lähmung der Zunge.
  • Nasale Dysglossien: werden durch Störungen verursacht, die verhindern, dass die Luft normal in die Lungen geleitet werden kann.
  • Palatale Dysglossien: werden durch Veränderungen des Gaumens verursacht.

4- Stottern

Das Stottern ist eine Sprechstörung des Redeflusses, die sich durch Spasmen und Wiederholungen aufgrund einer fehlerhaften Koordination der Ideomotrizität des Gehirns auszeichnet.

Weitere Störungen der Sprache: Klassifizierung und Typen

1- Aphasien

Diese Art der Sprachstörung tritt nach unterschiedlichen Erkrankungen auf, deren Ursache Verletzungen bestimmter Gehirnregionen ist, die mit der Sprache verbunden sind.

  • Broca-Aphasie: Die Borca-Aphasie wird durch eine Verletzung im Gyrus frontalis inferior, dem Broca-Areal und benachbarten Regionen verursacht. Betroffene leiden unter extremen Schwierigkeiten sich zu artikulieren und haben starke Wortfindungsstörungen. Sie sprechen meist in sehr kurzen Sätzen, hingegen bleibt das Verständnis größtenteils unversehrt oder wenig beschädigt.

  • Wernicke-Aphasie: Die Wernicke-Aphasie ist eine Sprachstörung, die durch Verletzungen im linken Temporallappen samt auditivem Cortex entsteht. Diese Störung ist auch als rezeptive Aphasie bekannt und zeichnet sich durch ein relativ flüssiges Sprechen aus, allerdings beinahe ohne informativen Wert. Es kommt zum semantischen Paraphasien (Wörterverwechslungen) und phonematischen Paraphasien (Lautverdrehungen) und Neologismen (Wortneuschöpfungen). Diese Symptome gehen mit Verständnisproblemen einher.

  • Leitungsaphasie: Diese Sprachstörung wird durch eine Verletzung im Fasciculus arcuatus und/oder anderen Verbindungen der Temporal- und Frontallappen verursacht. Diese Störung zeichnet sich durch einen relativ flüssigen spontanen Sprachgebrauch, ein gutes Verständnis aber mit Problemen des Nachsprechens aus. Die Leitungsaphasie beinhaltet manchmal Leseprobleme (verbessert sich beim lauten Vorlesen) und Schreibschwierigkeiten oder unter anderem Bezeichnungsfehler.

  • Transkortikale sensorische Aphasie: Diese Art von Störung wird durch eine Verletzung der Verbindungen zwischen den Parietal- und Temporallappen verursacht und sorgt für Verständnisschwierigkeiten einzelner Wörter, obwohl die Fähigkeit des Nachsprechens relativ intakt bleibt.
  • Anomische Aphasie: Sie wird durch Verletzungen in mehreren Teilen der Temporal- und Parietallappen verursacht und sorgt für Wortfindungsstörungen, wie beispielsweise Schwierigkeiten beim Benennen von Gegenständen. Die Sprache ist jedoch flüssig.
  • Globale Aphasie: Diese Aphasie ist die schwerste Form, es kommt zu Störungen bei allen Sprachfunktionen, sowohl der lautsprachlichen Äußerungen als auch des Sprachverständnisses. Die globale Aphasie wird meistens durch einen Totalinfarkt im Gebiet der Arteria cerebri media verursacht.

2- Legasthenie

Die Legasthenie, ist eine massive Störung des Schriftspracherwerbs. Da sie sehr bekannt ist, wird ihr nur ein kleiner Abschnitt in diesem Artikel gewidmet. Die auch als Lese-Rechtschreib-Schwäche oder LRS bezeichnete Störung  ist eine “Lernstörung des Lesens und Schreibens”, deren Ursprung in einem Problem der Nervenentwicklung des Individuums zu liegen scheint. Aktuell existieren professionelle Werkzeuge zur neuropsychologischen Bewertung der Legasthenie, zur Behandlung der Legasthenie im Klassenraum und Spiele zur kognitiven Stimulation für Kinder mit Legasthenie.

3- ADHS oder Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität

ADHS ist eine Störung, die Veränderungen der Sprache impliziert und bei den Betroffenen Probleme in zwei Bereichen hervorruft: beim Lernen und bei der Kommunikation. Laut einer Studie weisen Kinder mit ADHS Schwierigkeiten bei der phonologischen Organisation und der Syntax auf. Außerdem zeigen sie Probleme bei der semantischen Organisation und haben ein schlechteres auditives Gedächtnis. Heutzutage gibt es professionelle Werkzeuge für die neuropsychologische Bewertung von ADHS, Neurowissenschaftliche Werkzeuge zur Behandlung von Lernschwierigkeiten im Klassenraum und Übungen zur kognitiven Stimulation für Kinder mit ADHS.

4- Dyskalkulie

Ebenfalls soll die Dyskalkulie genannt werden, bei der es sich per se nicht um eine Störung der Sprache handelt, die aber das Verständnis einer “anderen Sprache” – der Mathematik – beeinflusst. Diese Störung beeinflusst die Fähigkeit mit Zahlen zu arbeiten und mathematische Konzepte zu verstehen. Diejenigen, die unter ihr leiden, verstehen die Logik mathematischer Prozesse nicht.

Heutzutage gibt es professionelle Werkzeuge für die neuropsychologische Bewertung der Dyskalkulie und Übungen zur kognitiven Stimulation für Kinder mit Dyskalkulie.

Wie Sprech- und Sprachstörungen diagnostiziert werden

Zur Diagnose von Sprachstörungen werden unter Beachtung bestimmter Richtlinien Tests durchgeführt. Bei der Betrachtung von Sprech- und Sprachstörungen bei Kindern müssen eine Reihe von Strategien verfolgt werden, um die Probleme zu identifizieren, die sich zu einer Störung entwickeln könnten.

Für eine professionelle Diagnose von einer Sprech- und Sprachstörung bei Kindern müssen zunächst die Eltern und die Schule beziehungsweise Lehrer befragt werden. Dadurch lassen sich wichtige Informationen zum Verhalten des Kindes und der Tragweite seiner Probleme erkennen. Außerdem muss das Kind selbst befragt werden, wobei hier Aufnahmen und ein Hörtest durchgeführt werden sollte. Um die Diagnose zu vervollständigen sollten sowohl die Eltern als auch die Lehrer spezielle Fragebögen ausfüllen und das Kind spezifische neuropsychologische Test durchgeführen.

Sprech- und Sprachstörungen: Wie man zuhause helfen kann

Wie im Laufe des Artikels deutlich gemacht wurde, gibt es keine allgemeine Symptome, da jede Sprech- beziehungsweise Sprachstörung bei Kindern unterschiedlich verläuft. Ebenfalls äußern sich diese mit verschieden Schweregraden, was jedes Individuum vor spezifische Probleme stellt. Im Folgenden werden einige allgemeine Ratschläge genannt, die befolgt werden können, wenn ein Kind an einer Sprech- oder Sprachstörung leidet.

Wichtig ist, da das Kind an einem Kommunikationsproblem leidet, dafür zu sorgen so viel wie möglich mit ihm zu kommunizieren. Dabei kann Musik gehört oder gesungen werden und dem Kind sollte Zeit gegeben werden seine Sätze beim sprechen selbst zu beenden.

Ebenfalls hilft es, mit dem Kind zu Lesen, dabei ist eine interaktive Gestaltung von Vorteil. Es kann über Inhalte gesprochen, Bilder beschrieben werden oder das Kind gebeten werden sich selbst ein alternatives Ende auszudenken. Diese Übungen helfen der sprachlichen Entwicklung des Kindes.

Wichtig ist ebenfalls, das Problem des Kindes gut zu verstehen. Hierbei ist es ratsam einen Experten aufzusuchen, der bei der Behandlung der spezifischen Störung helfen kann.

Je genauer die Störung des Kindes bekannt ist, desto spezifischere Interventionen können durchgeführt werden. Probleme wie Legasthenie, Dyskalkulie, ADHS oder eine andere spezifische Sprech- oder Sprachstörung besitzen spezielle Behandlungsansätze, die in den beigefügten Links zu finden sind.

Sprachstörungen: Wie kann man in der Schule helfen

Damit sich alle Schüler adäquat entwickeln können, ist es notwendig, Programme zur Erkennung von Sprachschwierigkeiten einzusetzen und zu fördern. Dies ermöglicht bei Bedarf ein frühzeitiges Eingreifen. Es gibt Bildungsplattformen für Schulen und Lehrer, die hierbei sehr nützlich sein können.

Die Rolle des Lehrpersonals spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung des Kindes. Die Lehrperson hat hierbei eine Vermittlerfunktion im Lernprozess und kann zur Verbesserung des Individuums im Schulleben beitragen.

Sprachstörung: Ein gutes Bildungsprogramm sorgt für ein umfassendes Lernen

Vorschläge des “Leitfaden zur pädagogischen Betreuung von Schülern mit Störungen in der mündlichen und schriftlichen Sprache” sind:

• Das Bildungszentrum sollte für Voraussetzungen sorgen, welche die sprachliche Stimulation und soziale Interaktion fördern.
• Die erzieherische Hilfestellung sollte vom selben Erziehungsteam kommen, das für das Kind zuständig ist.
• Beratungsteams und Beratungsabteilungen sollten diese Funktion unterstützen, aber niemals ersetzen.
• Es sollten mündliche Sprachprogramme sowohl zur Vorbeugung als auch zur Stimulation entwickelt werden.
• Die Organisation des Bildungszentrums sollte garantieren, dass eine Koordinierung zwischen dem unterstützenden Personal, dem Personal für Hör- und Sprachverstehen und dem Rest des erzieherischen Teams möglich ist, damit alle aufeinander abgestimmt und mit derselben Vorgehensweise arbeiten.

Quelle: Mario de Vicente, Psychologe bei CogniFit.

Was ist die Leichte Kognitive Beeinträchtigung (LKB)? Wie erkennt man sie?

Was ist die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB) oder leichte kognitive Störung? Die leichte kognitive Beeinträchtigung zeichnet sich durch den Verlust kognitiver Funktionen aus. Im Konkreten beobachtet man Beeinträchtigungen in den Prozessen der Aufmerksamkeit, im Gedächtnis und bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit. Trotzdem sind die Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung komplett selbstständig und können ihren Alltagsaktivitäten nachgehen. In diesem Artikel erklärt dir die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda die wichtigsten Punkte, um alles Notwendige über die leichte kognitive Beeinträchtigung zu lernen und sie von der Demenz oder Alzheimer zu unterscheiden. Außerdem wird erklärt, wie man ihr Eintreten verzögern kann und sie mit einer Reihe von täglichen Abläufen ausbremst.

Leichte kognitive Beeinträchtigung

Was ist die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB)?

Die leichte kognitive Beeinträchtigung tritt bei Personen ab einem alter von 65 Jahren auf. Mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl der Betroffenen. Sie tritt außerdem mit größerer Wahrscheinlichkeit in ländlichen Gegenden auf und es leiden gleich viele Männer und Frauen unter ihr. Zudem weisen die Menschen mit LKB eine größere kognitive Beeinträchtigung auf, als man es von ihrem Alter und Bildungsstand erwarten würde, also unterscheiden sie sich leicht durch ihre schlechteren Leistungen in den Bewertungen von ihren Altersgenossen. Die kognitive Beeinträchtigung kann, wenn auch weniger häufig, bei jungen Menschen auftreten und ensteht meistens aus anderen Gründen. Alkohol und Gehirn: Welche Folgen hat übermäßiger Alkoholgenuss im Nervensystem? Die leichte kognitive Beeinträchtigung zeichnet sich durch einen kognitive Störung aus, die für gewöhnlich das Gedächtnis miteinbezieht, aber nicht die nötige Schwere hat, um die notwendigen Kriterien für eine Demenz-Diagnose zu erfüllen (DSM-IV).

Die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB) wird als eine diagnostische Einheit gesehen und bezieht sich auf einen vorübergehenden Zustand zwischen dem normalen Alterungsprozess und dem anormalen Alterungsprozess (Demenz).

Um eine Person mit leichter kognitive Beeinträchtigung (LKB) zu diagnostizieren, sollten sich folgende diagnostische Kriterien erfüllen, nach Petersen et Al, (2009)

  1. Präsenz von Gedächtnisbeschwerden, im besten Fall durch einen Informanten verifiziert: Das Gefühl eines Gedächtnisverlustes kann subjektiv sein und eine typische Angstreaktion im Alter sein, obwohl dieser nicht wirklich existiert oder nicht Besorgnis erregend ist. Deshalb ist das erste diagnostische Kriterium, dass der Partner oder ein Familienmitglied das Vorhandensein der Beschwerden nicht nur bestätigt, sondern auch Auskunft darüber geben kann, wie zum Beispiel seit wann sie auftreten, in welcher Intensität etc.
  2. Objektive Gedächtnisstörung unter dem Altersdurchschnitt: Der zweite Schritt zur Diagnose der leichten kognitiven Beeinträchtigung ist die Bewertung der Person in vielen Bereichen, inklusive neuropsychologischen Tests, um den Grad der Beeinträchtigung genau zu messen und zu bestimmen, ob es als Diagnose klassifiziert werden kann oder nicht.
  3. Allgemein normale kognitive Funktion: Die Person ist dazu in der Lage, ihre Alltagsaufgaben wie immer und ohne Hilfe zu erledigen. Mit dem Hund spazieren gehen, sich waschen, kochen, einkaufen gehen …
  4. Einfache Aktivitäten des Alltags sind intakt, auch wenn es zu leichten Störungen bei den komplexeren Aufgaben kommen kann: Die Person kann mit der Zeit wahrnehmen, dass sie neue Informationen nicht so schnell verarbeitet wie vorher und Aufgaben, denen sie früher problemlos nachging, wie ein Buch lesen, können sie überfordern und verwirren.
  5. Abwesenheit von Demenz: Ein Schlüsselfaktor für die Diagnose der leichten kognitiven Beeinträchtigung (LKB) ist das Nichtvorhandensein von Demenzsymptomen wie Apraxien, Agnosien, Prosopagnosien, Sprach- und Bewegungsstörungen.

Arten der leichten kognitiven Störung

Zusätzlich zu den Diagnosekriterien unterscheiden die Autoren zwischen drei möglichen Arten von leichter kognitiver Beeinträchtigung (LKB), die zu unterschiedlichen möglichen Evolutionen führen. Wir können die leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB) in drei Kategorien einteilen:

  • Leichte kognitive Störung amnestischer Art (LKB-a): Diese Art hat den Gedächtnisverlust als Hauptsymptom. Wenn diese Form von LKB sich weiterentwickelt, wird sie am wahrscheinlichsten zur Demenz, konkret zur Alzheimer-Krankheit. Identifikationsfaktor: Beschwerde über den Gedächtnisverlust
  • Leichte kognitive Beeinträchtigung multipler Domänen (LKB-mult): Verläuft mit verschiedenen betroffenen Bereichen, muss aber keinen Gedächtnisverlust beinhalten. Im Falle, dass diese LKB sich zu einer Demenz weiterentwickelt, kann sie dies in verschiedene Richtungen tun, inklusive der Alzheimer-Krankheit.  Identifikationsfaktor: Geringes Urteilsvermögen, Beeinträchtigung der linguistischen Funktionen, Veränderungen der Persönlichkeit und im Verhalten empobrecido.
  • Leichte kognitive Beeinträchtigung einer Domäne nicht-amnestischer Art (LKB-mnoa): Es handelt sich um die Einschränkung einer einzelnen Domäne, jedoch nicht des Gedächtnisses. Diese letztere wäre der Zustand vor einer Demenz, die nicht Alzheimer ist, wie unter anderem zum Beispiel frontotemporale Demenz, Lewy-Körper-Demenz, vaskuläre Demenz und semantische Demenz. Identifikationsfaktor: Es sind kognitive Defizite in anderen Bereichen als der Erinnerung vorhanden. Die Betroffenen können sich sozial unpassend verhalten, was bei anderen Subtypen der leichten kognitiven Einschränkung nicht der Fall ist.

Der Schlüssel zur Unterscheidung von Leichter Kognitiver Beeinträchtigung (LKB) und Demenz

Häufig entstehen Zweifel und oft assoziieren wir die leichte kognitive Beeinträchtigung mit einer Demenz oder Alzheimer, aber diese Störungen unterscheiden sich voneinander. Auch wenn die Symptome sehr ähnlich wirken können, müssen wir das Hauptmerkmal, das die beiden Störungen unterscheidet, beachten, und dieses besteht darin, dass es eine beachtliche Einschränkung der täglichen Abläufe der betroffenen Person geben muss, die es ihnen erschwert oder sie sogar daran hindert, den vorher selbstständig erledigten Alltagsaufgaben nachzugehen, damit wir von Demenz sprechen können. Dies geschieht bei der leichten kognitiven Beeinträchtigung nicht. Die/Der Betroffene beklagt im Allgemeinen Gedächtnisverlust, sich nicht an Namen von Personen erinnern zu können, “unschuldige” Gedächtnislücken wie zu vergessen, wo sie/er die Schlüssel abgelegt hat, etc. Aber er/sie kann seiner/ihrer Alltagsroutine normal und selbstständig nachgehen.

Die Essenz der leichten kognitiven Beeinträchtigung (LKB) ist eine Gedächtnisstörung, ohne dass eine Demenz vorhanden ist.

Trotz der konzeptuellen und diagnostischen Fortschritten im Bereich der Alterung von der neuropsychologischen Perspektive aus schätzt man, dass ein bedeutender Anteil der Demenzfälle nicht in den Anfangsphasen diagnostiziert wird. Wenn du das Konzept der Demenzen ein bisschen weiter vertiefen möchtest, verpass nicht den folgenden Artikel: 10 Aktivitäten zur kognitiven Stimulierung bei Demenz.

Merkmale der Menschen mit leichter kognitiven Beeinträchtigung (LKB)

Die Art von Gedächtnisverlust einer Person mit leichter kognitiver Beeinträchtigung bezieht sich auf eine spezielle Form des Gedächtnisses: das anterograde episodische Gedächtnis. Bei Schwierigkeiten mit dieser Art des Gedächtnisses bestehen Probleme, neue Erinnerungen zu formen. Die Betroffenen vergessen oder verlernen weder ihre Fähigkeiten und Kenntnisse, noch vergessen sie ihre eigene Biografie. Eine Person scheitert aber bei den folgenden Umständen:

  1. Fähigkeit, sich daran zu erinnern, was sie vor zwei oder drei Tagen gemacht haben
  2. Sich an einen Arzttermin zu erinnern oder ein Treffen mit Freunden oder der Familie
  3. Vergisst systematisch, wo sie die Dinge aufbewahrt
  4. Wiederholt vielleicht oft dieselben Fragen in einem Gespräch
  5. Vergisst vielleicht wichtige Informationen aus diesem Gespräch (die nächste Verabredung zum Essen…)
  6. Verwirrung bei der Reihenfolge vor kurzem geschehener Ereignisse oder Daten
  7. Wenn sie mit anderen Menschen in Kontakt ist, zeigt sie sich häufig weniger geduldig, gereizter, unkontrollierter und jähzorniger als vorher.

Wie man der leichten kognitiven Beeinträchtigung im Alter vorbeugt und ihr Fortschreiten verlangsamt: 10 Tipps zum Umsetzen in die Praxis

Weil es zurzeit keine Behandlung für die leichte kognitive Beeinträchtigung im Alter gibt, ist es unabdingbar, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um ihr zukünftiges Erscheinen so gut wie möglich zu bremsen. Tägliches Gehirntraining ist das beste Schutzschild gegen die leichte kognitive Beeinträchtigung.

1- Mach täglich Gehirntraining

Die Zeitschrift Nature und eine Vielzahl von Studien betonen die Wichtigkeit von Gehirntraining, um die kognitive Beeinträchtigung zu bremsen. Valencia et al. (2008) haben positive Effekte auf den Ausgleich der kognitiven Beeinträchtigung mit Gehirntrainingsprogrammen gefunden, seien diese allgemein oder konkret für Funktionen wie das Gedächtnis.

CogniFit ist das führende Programm für kognitive Bewertung und Gehirntraining. In CogniFit kann man ein spezifisch für die leichte kognitive Beeinträchtigung hergestelltes Stimulationsprogramm finden und ein weiteres Programm, das ein Gehirntraining für Personen über 55 anbietet. Die kognitive Stimulation von CogniFit ist die am meisten verwendete nicht pharmazeutische Behandlung in Fällen von leichter kognitiver Beeinträchtigung und Demenzen in der Frühphase. Sie fokussiert sich auf die Neuroplastizität. Diese Fähigkeit des Gehirns ermöglicht es, die Entwicklung der Krankheit zu verlangsamen und die kognitiven Fähigkeiten der Person länger zu erhalten, und somit ihre Lebensqualität zu verbessern. Du musst dich nur registrieren! Die Übungsbatterien von CogniFit ermöglichen es, die kognitiven Stärken und Schwächen einer jeden Person präzise zu bewerten und zu messen. CogniFit zeigt eine Grafik mit den kognitiven Ergebnissen und schlägt automatisch den personalisierten Trainingsplan vor, der sich am besten an die Bedürfnisse jedes Individuums anpasst.

2- Ernähre dich mediterran

Studien zeigen, dass ein hoher Konsum von einfach ungesättigten Fettsäuren (Olivenöl) und ein niedriger Konsum von gesättigten Fettsäuren einen Schutzeffekt gegen kognitive Verwirrung und die leichte kognitive Beeinträchtigung im Konkreten haben können. Außerdem kann laut einer Studie das einmal wöchentliche Konsumieren von Fisch und Meeresfrüchten das Erscheinen von leichter kognitiver Beeinträchtigung, laut einigen Studien verringern. Dabei zeigen sich Vorteile für Menschen die Fisch und Meeresfrüchte, die Reich an Omega3 sind, konsumieren. Außerdem zeigte die sogenannten Rotterdam Studie, dass ein leichter bis moderater Konsum von Alkohol das Demenzrisiko senken kann. Vitamine für das Gehirn.

3- Verwende Wiederholungsstrategien, mnemotechnische Regeln und Datenkategorisierungsstrategien

Diese Art von Strategien wird deiner Erinnerung dabei helfen, die aktuelle Information verlässlicher und dauerhafter zu behalten. Besonders die Datenkategorisierung hat sehr vorteilhafte Auswirkungen bei Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung. Sie besteht daraus, spezifische Anweisungen zu geben und die Information nach Themen zu wiederholen und zu erinnern. Dies ist eine sehr effiziente Hilfe, um sich Schlüsselwörter zu merken und eine bestimmte Information zu wiederholen. Beispiel: Die Person mit leichter kognitiver Beeinträchtigung wird sich leichter merken können, welche Medizin sie nehmen soll, wenn sie diese Medikamente nach Kategorien ordnet, um ihre Erinnerung zu aktivieren.

4- Benutze visuelle Hilfen

Es ist erwiesen, dass ältere Menschen sich besser an Bilder erinnern, von daher musst du versuchen, deinem Gedächtnis visuelle Inhalte zukommen zu lassen. Listen, Notizbücher, Post-Its, Kalender, Erinnerungsnotizen an häufig besuchten Orten (Kühlschrank, Fernseher, Spiegel …) werden ein nützliches Werkzeug sein, um dein visuelles Gedächtnis zu unterstützen und die Symptome der leichten kognitiven Beeinträchtigung zu verlangsamen.

5- Gehe 30 Minuten am Tag

Wenn wir uns gemäßigt körperlich bewegen, werden die Hirnzellen mit Sauerstoff versorgt, was ein sehr förderlicher Aspekt für die Verzögerung des Entstehens der leichten kognitiven Beeinträchtigung ist. Die körperliche Bewegung verbessert die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis, die Flüssigkeit der Sprache, den kognitiven globalen Zustand und die Verarbeitungsgeschwindigkeit, die Fähigkeiten, die am meisten leiden, wenn leichte kognitive Beeinträchtigung diagnostiziert wird. Außerdem hilft dem Erhalt der weißen und grauen Substanz, vor allem die des Parietallappens, einer Zone, die sehr von Alzheimer betroffen ist: der Precuneus.

6- Vermeide Müdigkeit und Erschöpfung

Es ist erwiesen, dass ältere Menschen neue Informationen langsamer verarbeiten, vor allem in Stresssituationen, in denen sie mehrere Aufgaben auf einmal erledigen müsse. R.S Wilson von der Rush University Medical Center de Chicago erklärt, dass die ständige Angst die kognitiven Funktionen stört und das Demenzrisiko erhöht. Also sollten wir uns im Bezug auf diesen Aspekt schonen. Wie sollen wir das tun? Studien mit älteren Menschen weisen bessere kognitive Funktionen bei denen auf, die bessere Fähigkeiten zur Stressregulierung haben, sowie bei denjenigen, die regelmäßig meditierten bzw. Entspannungsübungen oder Yoga machten.

7- Hör nie auf zu lesen, um der leichten kognitiven Beeinträchtigung vorzubeugen

Die Lesegewohnheit ist ein Schutzfaktor für die leichte kognitive Beeinträchtigung und dieser Schutz ist besser bei den häufigen Lesern, deren Lesegeschichte älter als 5 Jahre ist. Die Förderung des Lesens kann eine gute primäre Strategie der Vorbeugung des Bevölkerungsgebiets sein (Collado und Esteve, 2012). Lies alles, was dir in die Hände fällt, die Zeitung, eine Zeitschrift, Bücher, die du schon lange lesen wolltest … und besorge deinem Gehirn das bestmöglichste Schutzschild, um die leichte kognitive Beeinträchtigung zu bremsen.

8- Nimm deine sozialen Beziehungen ernst

Einsamkeit und Isolierung sind Faktoren, die mit einer stärkeren leichten kognitiven Beeinträchtigung zusammenhängen. Wenn die Person, die an leichter kognitiver Beeinträchtigung (LKB) leidet, beginnt sich dessen bewusst zu werden und Gedächtnisbeschwerden beklagt, ist es üblich, dass sich Betroffene versuchen sich von geliebten Mitmenschen zu entfernen, um ihnen keine Sorgen zu bereiten. Dies ist ein Fehler, der den kognitiven Funktionen ernsthaft schadet. In Wirklichkeit ist es, wenn man jetzt mehr Freizeit hat, der beste Moment, an sozialen Aktivitäten teilzunehmen (Versammlungen, soziale Einrichtungen …) oder mit einer NGO zusammenzuarbeiten oder Freiwilligenarbeit zu Leisten, in einem Bereich, der einem wichtig ist.

9- Wähle ein Hobby und setze es um

Eins der guten Dinge des Dritten Alters oder “goldenen Alters” ist die wunderbare Menge an Zeit, die die Menschen haben, wenn sie in Rente gehen. Es ist der perfekte Zeitpunkt, um etwas zu machen, was du schon immer machen wolltest, aber aus Zeitgründen nie begonnen hast. Einen Garten anlegen, Zeichenunterricht nehmen, was auch immer. Das Ausüben eines Hobbys mit Ausdauer trägt zur richtigen Leistung der kognitiven Fähigkeiten bei und ist ein exzellenter Verzögerer von kognitiven Beeinträchtigungen. Die Übung und Förderung von Hobbys kann das Erscheinen der leichten kognitiven Beeinträchtigung bei Personen über 65 verzögern.

10- Bitte um Hilfe, wenn die ersten Symptome auftreten

Wenn du glaubst, dass du unter Gedächtnisverlust mit leichter kognitiver Beeinträchtigung leiden könntest, zögere nicht, professionelle Hilfe aufzusuchen. Die frühzeitige Erkennung der leichten kognitiven Beeinträchtigung kann dabei helfen, sie zu bremsen und dein Leben ändern, inklusive Routinen und Übungen wie die in diesem Artikel vorgestellten, um deine Lebensqualität zu verbessern und das Fortschreiten der leichten kognitiven Beeinträchtigung zu bremsen. Vor allem ist wichtig, dass du dich nicht isolierst und Familienmitglieder vermeidest, die dir helfen wollen. Wenn du rechtzeitig Abhilfe schaffst, kannst du eventuell dafür sorgen, dass die leichte kognitive Beeinträchtigung nicht in andere schädlichere Demenzstadien fortschreitet.

Wie immer können die Vorbeugung und frühzeitige Erkennung der leichten kognitiven Beeinträchtigung helfen.

Danke fürs Lesen. Zögere nicht, deine Kommentare und Fragen unten zu hinterlassen 🙂

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.

Referenzen: 

Féart, Catherine, et al. “Adherence to a Mediterranean diet, cognitive decline, and risk of dementia.” Jama 302.6 (2009): 638-648.

Ruitenberg, Annemieke, et al. “Alcohol consumption and risk of dementia: the Rotterdam Study.” The Lancet 359.9303 (2002): 281-286.

Tangney, Christine C., et al. “Adherence to a Mediterranean-type dietary pattern and cognitive decline in a community population.” The American journal of clinical nutrition 93.3 (2011): 601-607.

Gedächtnislücken – nicht alles, was wir erinnern, ist wahr

Unsere Erinnerung bildet die Wirklichkeit nicht getreu ab, es gibt Gedächtnislücken, die dazu führen, dass wir unsere Erinnerungen umgestalten. Nicht alles, was wir erinnern, ist wahr. Eine Erinnerung wird nie das perfekte Abbild einer Erfahrung sein, etwas wird immer anders sein, dank dem Aufbau unseres Gedächtnisses. Die falschen Erinnerungen und Gedächtnislücken sind gewöhnlicher als wir denken. Finde in diesem Artikel heraus, wie uns unsere Erinnerung betrügt.

Wir erinnern uns an manchen Dinge, die nicht wahr sind

Eine große Mehrheit der Menschen denkt, dass unsere Erinnerung einer Videokamera ähnelt, die unsere Erfahrungen aufzeichnet. Nichts liegt ferner. Unser Gedächtnis arbeitet mit den Hauptideen des Wahrgenommenen, das, was es als wichtig ansieht, es zeichnet die Realität nicht so ab, wie sie ist.

 “Mehr als einem Aufnahmegerät ähnelt das Gedächtnis der Wikipedia-Seite, wo du die vorhandene Information verändern kannst. Und nicht nur du, auch die anderen können sie verändern.” Elizabeth Loftus

 

 

Unser Hirn arbeitet mit Hauptideen. Die Information, die als vital und wichtig erachtet wird, wird in unserem Gehirn gespeichert, aber die Details werden gelöscht und so hinterbleibt eine unvollständige Erinnerung der Erfahrung. Unsere Erinnerung repräsentiert keine objektive und glaubwürdige Realität, sondern eher eine wahrgenommene Realität, voll von “Lücken”.

Unser Gedächtnis ist konstruktiv. Wir speichern Erinnerungen mit Schlüsselideen, Konzepten der Erfahrung, ab. Aber wenn wir uns wieder an sie erinnern, versucht unser Gehirn, eine Kohärenz in der Geschichte zu finden. Dafür füllt es die Lücken, die es zwischen diesen Schlüsselideen gibt, mit Ableitungen und Schlussfolgerungen von unseren vorherigen Kenntnissen. Wir erinnern uns nicht, wir bauen Erinnerungen auf, immer wieder. Deswegen hat unsere Erinnerung Lücken.

Gedächtnislücken und falsche Erinnerungen – wie entstehen sie?

Es hat Vor- und Nachteile, dass unsere Erinnerung konstruktiv ist. Einerseits werden so Überbelastungen verhindert, aber andererseits werden unsere Erinnerungen manipulierbar. Nicht alles, was wir erinnern, ist wahr. In geringerem oder größerem Ausmaß haben unsere Erinnerungen etwas Erfundenes. Wenn wir die Information aus den Lücken zwischen den Grundideen einer Erinnerung wiederherstellen, kann sich neue Information “hineinschmuggeln”, die unsere Erinnerung verfälscht. In diesem Moment wird eine falsche Erinnerung geschaffen, eine Verfälschung der wirklichen Erinnerung oder direkt die Erschaffung einer Erinnerung von einer nicht wirklich erlebten Erfahrung aus.

Unsere Erinnerung funktioniert mit Hauptideen

Wie weiß man, ob eine Erinnerung falsch ist?

Das können wir nicht, wenn unser Gehirn einmal eine neue Information annimmt, löst es sie nicht so leicht wieder. Das sorgt dafür, dass uns die falschen Erinnerungen so real erscheinen. Wenn sie einmal akzeptiert wurden, verfälschen sie die wahre Erinnerung und diese verschwindet. Die neue Geschichte verwandelt sich in Wirklichkeit und wird genau so erinnert. Dies sind nicht wahrnehmbare Gedächtnislücken.

Betrügen uns unsere Erinnerungen?

Im Allgemeinen spiegelt unsere Erinnerung die Realität gut wieder, nichtsdestotrotz existieren Gedächtnislücken, wie wir gesehen haben. Im Allgemeinen betrachten wir unser Gedächtnis als einen treuen Zeugen der Realität, aber das ist nicht immer so. Beim Arbeiten mit dem Hauptideen, lässt unser Gedächtnis alles aus, was nicht wichtig ist, alle Details. Wenn wir uns daran erinnern, auf eine Party gegangen zu sein, erinnern wir uns an einige Dinge, wie wer uns eingeladen hat oder welche Freunde auch dort waren. Aber wir lassen beim Versuch sich daran zu erinnern, welche Musik lief, ob es kalt oder warm war, mit wie vielen Personen wir gesprochen haben etc., nach. Um einen Zusammenhang in der Geschichte zu finden, suchen wir Schlussfolgerungen über diese Schwachpunkte der Erinnerung und so beginnt sie sich zu verfälschen.

Wie sehr können wir auf unsere Erinnerung vertrauen?

Wir haben gesagt, dass unsere Erinnerung ein guter Spiegel der Realität ist, aber sie ist nicht perfekt. Nicht genug, um ihr die Autorität zu geben, die man ihr gibt.

Ein Fall, in dem das Gedächtnis einen unangemessenen Platz einnimmt, ist bei Gerichtsverfahren. Man gibt den Zeugen einer Straftat eine enorme Wichtigkeit bei der Entscheidung des Falls, jedoch gibt es mehrere Faktoren die Richtigkeit dieser Art von Zeugenaussagen in Verruf bringen: die Zeit, die nachfolgenden Erfahrungen, die Fragen, die über das Ereignis gestellt werden, etc. All dies kann eine Erinnerung verzerren und das Bild einer Person in ein ganz anderes umwandeln.

Es gibt viele Fälle von Verurteilungen für nicht begangene Straftaten aufgrund von falschen Erinnerungen. Die Erinnerung ist angreifbar und diese Schwäche sollte man berücksichtigen.

Wie können wir eine Erinnerung manipulieren?

Wenn man nur ein paar bestimmte Elemente in einer Geschichte verändert, kann man sehr unterschiedliche Versionen erhalten. Durch Alternativversionen oder die Veränderung von gewissen Details beginnt unser Gehirn, die echte Information mit der Alternative zu mischen. Dies führt dazu, dass wir uns an eine andere Geschichte erinnern werden.

Wie wir zuvor erwähnt haben muss man beachten, dass wir jedes Mal, wenn wir Informationen aus einer Erinnerung, aus einer erlebten Erfahrung, abrufen, die Geschichte mit den Elementen konstruieren, die wir haben, und die Lücken ohne Information mit Schlussfolgerungen füllen.

Diese Lücken füllt man mit eigenem Wissen, aber auch mit externem. Zur Veränderung unserer Erinnerung reicht, dass ein Freund seine Version der Geschichte erzählt. Es ist sehr schwierig, eine Erinnerung intakt zu halten.

Das Gedächtnis und die Ethik bei falschen Erinnerungen

Es ist erwiesen, dass sich eine falsche Erinnerung einsetzen lässt, das dauerhafte Auswirkungen auf das Individuum hat. Man hat mit beachtlichem Erfolg geschafft, falsche Erinnerungen über ein Ertrinken in der Kindheit oder einem Angriff von einem wilden Tier etc. einzusetzen. Und diese falschen Erinnerungen hatten reale Auswirkungen. Dennoch, eine falsche Erinnerung kann auch zu “guten” Zwecken genutzt werden, genau wie man ein unangenehmes Erlebnis, beispielsweise mit einem Tier, schaffen kann, kann man auch ein angenehmes Erlebnis, beispielsweise mit gesundem Essen, schaffen.

Ist dieser Zweck Rechtfertigung genug, um die Freiheit zu haben, die eigenen Erinnerungen zu manipulieren?

 

Vortrag TED Elizabeth Loftus: The fiction of memory.

Quelle: Mario de Vicente, Psychologe bei CogniFit.

Wie verbessere ich meine Laune? 10 Tricks für den Alltag

Oft ist unsere Stimmung nicht ganz so gut, wie sie sein könnte. Viele Situationen, die wir im Alltag erleben, überladen unser Gehirn, was uns Stress, Erschöpfung und schlechte Laune bereitet. Unsere Laune hängt stark von unseren Handlungen und unseren Gewohnheiten ab und darf nicht ignoriert werden, denn von ihr hängt unser Wohlbefinden ab. Für diese “niedergeschlagenen” Tage und depressiven Momente, haben wir dir hier 10 Tipps für das Verbessern deiner Laune zusammengestellt.

Wie die Laune verbessern

 1. Achte auf deine Gesundheit!

Im Laufe dieses Artikels werden wir einige Tipps dazu sehen, wie du deine Laune heben kannst. Aber vielleicht ist dieser erst der offensichtlichste und wichtigste: Achte auf deine Gesundheit! Es ist wichtig, dass du sowohl körperlich als auch emotional auf dich achtest. Körper und Verstand sind bidirektional und symbiotisch miteinander verbunden, sie zu misshandeln kann sehr negative Auswirkungen haben. Ein ungepflegter Körper kommt in einem erschöpfteren und weniger wachen Verstand zum Ausdruck.

Eine Veränderung unserer Gewohnheiten kann der erste Schritt zu einer Veränderung in unserem Kopf sein.

2. Sport verbessert unsere Stimmung

Sport zu machen ist eine gute Art unsere Laune zu heben. Jede körperliche Aktivität ist gut, nicht nur für unseren Körper, auch für unseren Verstand. Im Allgemeinen haben Menschen, die regelmässig irgendeine Art von körperlicher Aktivität ausführen, bessere Laune in ihrem Alltag.

Vielleicht ist es eher ein langfristiges Ziel Sport zu machen, aber dafür ist es sehr effektiv. Sport zu machen verbessert deine Gesundheit, was sich auf deinen Verstand auswirkt, es erhöht die Bereitschaft neue soziale Beziehungen einzugehen, beschäftigt deinen Verstand, erhöht den Optimismus und positive Gedanken, setzt Endorphine frei, löst Spannungen usw.

Obwohl es vielleicht im ersten Moment nicht wie eine erstrebenswerte Idee wirkt, vor allem wenn du bisher nicht gewohnheitsmässig Sport machst, ist das ein Ziel, dass uns helfen kann, unsere körperliche und geistige Gesundheit zu verbessern.

3. Einen Freund anrufen, der uns aufmuntern kann

Etwas sehr Empfehlenswertes, wenn man keine gute Laune hat, ist einen Freund oder eine Freundin anzurufen. Es wurden zahlreiche Korrelationen von psychologischem Wohlbefinden und dem Kontakt zu anderen Menschen gefunden. Ein reiches und qualitativ hochwertiges Sozialleben ist Medizin gegen psychologisches Unwohlsein. Soziale Kontakte und Unterstützung verschaffen uns eine wichtige Stütze, da sie sich dank der Bindungen, die die Gruppe bietet, positiv auf Gefühle der Selbstakzeptanz auswirken.

Das Alleinsein wird zum Feind, wenn wir deprimiert sind, deshalb ist es in solchen Situationen ideal, gute Gesellschaft zu suchen.

 

Wie die Laune heben? Freunde sind eine wichtige Unterstützung

4. Gut schlafen 

Vielleicht löst die Tatsache des Schlafens unsere Probleme nicht und verbessert unsere Stimmung genauso wenig. Aber es ist wahr, dass es schwere Konsequenzen nach sich ziehen kann, wenn wir unsere Schlafenszeiten vernachlässigen. Obwohl jeder Mensch eine individuelle Menge an Schlaf braucht, rechnet man, dass eine Abweichung vom Durchschnitt von 7-8 Stunden Schlaf zu Unwohlsein führt.
Viele Situationen im Alltang vermindern unsere Erholungszeit und, obwohl dies vielleicht auf den ersten Blick keine Folgen zu haben scheint, verschlechtert Schlafmangel unseren körperlichen und seelischen Zustand.

Die Studie “Schlaf und Lebensqualität” der Universität von Granada deckt die Folgen von Schlafdefizit auf. Eine unzureichende Erholungsphase kann von einem höheren Prozentsatz an depressiven Störungen und Angststörungen bis du einer höheren Zahl an Unfällen führen.

5. Analysiere dein Problem

Oft wissen wir noch nicht einmal, was mit uns los ist. Diese Situationen, in denen man auf dem Bett liegst, ohne Lust auf gar nichts zu haben. Das Problem zu entdecken ist der grundlegende Schritt um es zu lösen, und, obwohl das offensichtlich erscheint, geben wir uns dabei manchmal keine Mühe.

Um psychologisches Wohlbefinden zu erreichen und unsere Laune heben zu können, müssen wir einen Punkt zwischen unseren externen Bedürfnissen und unseren internen Motivationen (was wir wollen) finden. Häufig schreiben wir eine negative Situation einem externen Faktor zu, wenn in Wirklichkeit in unserem Kopf etwas schiefläuft.

Wir ein bekanntes Sprichwort sagt: “Nicht der ist glücklich, der am meisten hat, sondern der, der am wenigsten braucht”. Wie wir im nächsten Absatz sehen, kann ein schlechtes Ehrgeizmanagement zu Stress führen, was wiederum ein grosser Ballast für unsere Gemütslage ist.

6. Es gibt bessere und schlechtere Leute als dich. Entscheide, mit wem du dich vergleichst

Obwohl das nicht so schön klingt, ist es wahr, dass der soziale Vergleich ein entscheidendes Element für unsere Persönlichkeitsbildung, unser Selbstwertgefühl und unsere Stimmung ist. Meistens vergleichen wir uns unbewusst mit Menschen, denen es schlechter geht als uns, um unsere Handlungen zu unterlegen (eine Art fiktives Rückenklopfen, um zu wissen, dass es “uns gut geht”). Aber manchmal legen wir unser Augenmerk wegen schlechterer Laune auf Dinge, auf die wir nicht achten sollten. Ein Vergleich nach oben kann uns frustrieren und uns somit deprimieren und unsere Laune verschlechtern.

Du darfst nicht enttäuscht sein, weil es Leute über dir gibt, es wird immer jemanden über und jemanden unter dir geben. Wie im nächsten Absatz erklärt wird, muss man lernen, sich mit seinen eigenen Ziele zu beschäftigen.

7. Beschäftige dich mit deinen Zielen, um deine Laune zu heben

Wie in den Absätzen oben erwähnt verschlechtert sich unsere Gemütslage oft wegen Stress und Frustration. Diese beiden Begleiter sind so gewöhnlich, dass sie auftauchen, sobald wir deprimiert sind. Häufig setzen wir uns bei der Verfolgung eines Zwecks zu hohe Ziele in einer begrenzten Zeit. Beispielsweise gibt es Menschen, die es deprimiert, Diät zu machen, wenn sie nach einer Woche noch keine Ergebnisse sehen.

Wenn du dich schlecht oder niedergeschlagen fühlst, denk daran, was du machst und an die Ziele, die du dir vorgenommen hast, und gib dir selbst mehr Raum und hab weniger Erwartungen an dich. Manchmal sind wir selbst unsere schlechtesten Chefs.

Die Personen, die am zufriedensten mit ihren Leben sind, sind diejenigen, die kurz- oder mittelfristig leichter erreichbare Ziele haben und somit einfacher unmittelbare Belohnungen bekommen.”.

Achte darauf, wohin du dein Augenmerk legst und schalte einen Gang zurück, sollte es notwendig sein.

8. Hör Musik, um deine Laune zu verbessern

Es hört sich wie ein Mythos an, aber es ist erwiesen, dass die Musik auf einem tiefen emotionellen Niveau mit unserem Verstand verbunden ist. Nach einer Studie der Universität von Murcia bringt uns die Musik im Allgemeinen “zu einer Reharmonisierung unseres Gemütszustandes und unserer Gefühle”.

Die Musik ist dazu fähig, einen bestimmten Gemütszustand in uns zu erwecken und hat eine immense Macht aus diversen Gründen (Musik für das Gehirn). Einerseits assoziieren wir die Musik normalerweise mit einem eigenen Gefühl und genau wie wir in fröhlichen Momenten dieses Gefühl mit einem Musikstil begleiten, gibt diese Assoziation der Musik die Macht, den Prozess umzukehren, und so kann das Hören eines Lieds das gleiche Gefühl entstehen lassen. Andererseits wirken Komponenten der Musik wie Rhythmus, Ton oder Melodie direkt auf uns, ohne dass eine Assoziation notwendig wäre: Sie verringert die Nervosität, die Herzfrequenz, entspannt uns etc.

Es ist unglaublich, was ein bisschen Musik in unserem Kopf anstellen kann.

9. Lebensmittel zur Verbesserung der Laune

Einige Lebensmittel verbessern unsere Laune

Eins darf man nicht verwechseln. Eine schwere Zeit löst sich nicht durch “Essen um des Essens willen”. Kompulsives Essen ist vor allem miserabel für unseren Körper und unseren Verstand. Ausserdem kann die Assoziation des Gemütszustands mit dem Essen Essstörungen (Bulimie, Magersucht etc.) hervorrufen.

Trotzdem gibt es gewisse Lebensmittel, die dank ihrer Beschaffenheit direkt auf unsere Laune wirken:

  • Schokolade: Die verschiedenen Zutaten dieses Lebensmittels bringen uns zahlreiche Vorteile. Schokolade erhöhrt die Serotoninlevel (das Glückshormon), hat einen anregenden Effekt auf den Organismus, dient als natürliches Schmerzmittel, steigert die Leistungsfähigkeit und regt den Kreislauf an. Ausserdem, und daher rührt die Bezeichnung Liebesdroge, erzeugt sie das Hormon, dass sonst nur im Zustand der Erregung freigesetzt wird.
  • Die Banane: Die hohe Zahl an in der Banane enthaltenen Nährstoffen liefert einen Energieanstieg in unserem Körper und ausserdem erhöht sie das Serotoninlevel, wie die Schokolade, und begünstigt eine optimistische Stimmung.

Es gibt noch viele andere Lebensmittel, die unsere Stimmung verbessern (z.B. die Ananas). Die weiter unten erwähnte Studie weist viele Beispiele auf.

10. Schlecht zu essen verschlechtert unsere Laune

Wenn wir von Lebensmitteln, die für eine bessere Stimmung sorgen, sprechen, sollten wir auch auf diejenigen hinweisen, die sie verschlechtern.

Alle verarbeiteten Lebensmittel oder Lebensmitten mit hohem Anteil an gesättigten Fetten etc. hemmen die Dopaminproduktion im Gehirn (“der Motor unseres Organismus”).

Junkfood ist auch verhängnisvoll für unseren Körper und Verstand, aufgrund der Nährstoffe, die es enthält und die wir oben schon erwähnt haben. Unter anderem lässt es uns erschöpft fühlen und macht es uns aufgrund der Hemmung der Dopaminproduktion schwer, positive Gefühle zu empfinden.

Die Studie über Ernährung von der Universidad Nacional Autónoma de México schlägt spezielle Ernährungsformen und Lebensmittel vor, die sich auf unsere Stimmung auswirken.

Die Qualität der Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, hat Auswirkungen auf die Qualität unseres Organismus.

 

Quelle: Mario de Vicente, Psychologe bei CogniFit.