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Angstzustände? Finde die passende Entspannungstechnik hier, sie funktioniert!

Wie kann ich mich entspannen, wenn ich Angstzustände habe? “Ich glaub, mich trifft der Schlag”, “mein Herz springt mir raus” oder “ich bin so angespannt” sind einige Ausdrücke, die uns in Phasen von hohem Stress und Angstzuständen begleiten. Manchmal bekämpfen wir sie mit Medikamenten oder wiederholten Arztgängen, damit dieser unser Unwohlsein mit irgendeiner Wunderspritze beruhigt. Aber gut, hier wollen wir euch ein paar Richtlinien zeigen, damit du dir diese Wohlfühlspritze selbst geben kannst, ohne dass es nötig wäre, Tabletten zu nehmen oder zum Arzt zu gehen. Lerne, dich zu entspannen, wenn du Angstzustände und Stress hast! Entdecke die Progressive Muskelentspannung von Jacobson.

Wie kann ich mich entspannen, wenn ich Angstzustände habe. Progressive Muskelentspannung von Jacobson.

Die Angstzustände verstehen, um uns ihr entgegenstellen zu können

Als Erstes sollten wir ein bisschen wissen, was Angstzustände sind, damit wir verstehen können, warum die Verabreichung von Medikamenten nicht notwendig ist, um sie zu reduzieren. Wenn wir uns unruhig fühlen, haben wir Angstgefühle und es kann sogar dazu kommen, dass wir denken, dass wir an einer Angstattacke sterben können: nichts liegt ferner. Die Angst ist eine emotionale Reaktion auf eine unmittelbar bevorstehende Drohung, sei sie real oder eingebildet, während der Angstzustand eine vorgezogene Reaktion auf eine zukünftige Drohung ist (die sich ergeben kann oder auch nicht). Beide Dinge sind produktiv (in richtigem Masse), denn sie warnen uns, dass es eine Gefahr gibt und das beduetet, dass wir aufmerksam bleiben können. Das Problem kommt, wenn wir zu lange und intensiv in diesem “Alarmzustand” verharren: dann tritt die bekannte “Angstattacke” mit all den Symptomen, die uns Unwohlsein bereiten, auf und die Antwort darauf ist die Flucht zum Arzt. Dennoch sollte uns klar sein, dass Angstzustände nicht Weiteres als das sind: Symptome. Es gibt keine Krankheit, es gibt nicht mehr.

Um uns das besser vorzustellen, es ist, als ob wir in Höchstgeschwindigkeit vor einem Löwen weglaufen, der uns verfolgt, aber es in Wirklichkeir gar keinen Löwen gibt! Der “Löwe” existiert nur in unserem Kopf.

Das heisst, der Grund für die Entfesselung dieses symptomatischen Unwohlseins war eine Idee, die nicht wirklich existiert (zum Beispiel: die Angst vor dem Gedanken an den Tod, die Angst, das uns etwas passiert, wenn wir aus dem Haus gehen, oder vor einer Herzattacke).

Im Fall des Löwen sehen wir, dass die Lösung ganz klar “aufhören, zu rennen” heissen muss, denn der Löwe existiert nicht und es besteht keine Gefahr. Dies wäre die einzige Möglichkeit, unseren Alarmzustand zu verringern, das “Schwitzen” und die “Beschleunigung des Herzschlags” zu reduzieren, welche genau die Symptome sind, die die Angst- oder Panikattacke auslösen.

Einen Spaziergang machen, Achtsamkeitsmeditation praktizierenirgendeiner Tätigkeit nachgehen, etc… Alles, was die Gedanken beschäftigt hält und uns von der Idee von Gefahr (oder welcher Auslöser-Idee auch immer) fernhält, könnte eine gute Strategie zur Verringerung der Angst-Symptome sein.

Im Folgenden möchte ich euch über eine sehr effektive Technik zur Entspannung bei Angstzuständen berichten: Die progressive Muskelentspannung von Jacobson.

Wie kann ich mich entspannen, wenn ich Angstsymptome habe – Progressive Muskelentspannung von Jacobson

Wie kann ich mich entspannen, wenn ich Angstzustände habe? Progressive Muskelentspannung von Jacobson

Was ist die progressive Muskelentspannung (von Jacobson)?

  • Es ist eine Methode physiologischer Art, die sich auf die Erholung ausrichtet.
  • Sie erleichtert eine tiefe Entspannung auf fast mühelose Art und Weise, indem sie es ermöglicht, eine freiwillige Kontrolle über die Muskelspannung zu übernehmen.
  • Sie ermöglicht es, die intime Verbindung zwischen Körperspannung und einem angespannten Geisteszustand zu erkennen und zeigt klar auf, wie die Befreiung eines der beiden Elemente auch das andere befreit.
  • Allmählich werden Zustände der Kontrolle und Entspannung erreicht, auch wenn der Fortschritt langsam ist, wird er immer intensiver und effizienter. 
  • Dies ist keine kurzweilige Methode, ihre Effekte sind es aber auch nicht.
  • Sie zeigt uns, wie man die Muskulatur absichtlich entspannt, um einen Zustand von tiefer innerer Ruhe zu erreichen, der entsteht, wenn uns die unnötige Spannung verlässt.
  • Die Bereiche, in denen wir die Spannung anhäufen sind vielfältig und manchmal “auf den ersten Blick” unsichtbar, deswegen ist es gut, wenn wir lernen, jede Muskelgruppe unseres Körpers zu entspannen.

Was erreicht man mit der progressiven Muskelentspannung von Jacobson?

Man erreicht eine allgemeine Verringerung der Angstzustände, eine Entspannung der Muskelspannung, ein einfacheres Einschlafen, sowie erhöhte Selbstkontrolle und Entspannungslevel. Die progressive Muskelentspannung von Jacobson besteht aus drei Hauptphasen:

1- Spannung – Entspannung

Es handelt sich darum, verschiedene Muskelgruppen im ganzen Körper zunächst anzuspannen und dann zu entspannen, mit dem Ziel, den Unterschied zwischen einem angespannten Muskelzustand und einem entspannten Muskelzustand kennenzulernen. Dies ermöglicht einen Zustand von Muskelentspannung zu erlangen, der allmählich auf den ganzen Körper übergeht. Man sollte einige Sekunden anspannen (etwa 7-8) für 5 bis 10 Minuten und langsam entspannen.

2. Überprüfen

Geistige Überprüfung der Muskelgruppen, sie sollten sich so stark wie möglich entspannt haben.

3. Geistige Entspannung

In dieser Phase sollte man an eine angenehme und positive Szene denken oder (wenn man das kann) an nichts denken, es geht darum, den Geist zurselben Zeit wie den Körper zu entspannen.

Diese drei Phasen sollten zwischen 10 und 15 Minuten dauern. Man sollte sich nicht beeilen. Diese Technik kann man mehrere Male am Tag wiederholen.

 

Die Übung Schritt für Schritt: Angstzustände mit der progressiven Muskelentspannung von Jacobson verringern 

Ausgangshaltung: Schliesse die Augen, setz dich auf einen Sessel oder leg dich so gemütlich wie möglich ins Bett, um deinem Körper dabei zu helfen, sich so sehr wie möglich entspannen zu können.

1. PHASE: Spannung – Entspannung.

Entspannung von Gesicht, Hals und Schultern

In folgender Reihenfolge (jede Übung dreimal wiederholen, mit Pausenintervallen von etwa 5-7 Sekunden):
Stirn: Runzle die Stirn für 5-7 Sekunden und entspanne sie langsam.
Augen: Weit öffnen und langsam schliessen.
Nase: Rümpfe dich Nase für 5-7 Sekunden und entspanne sie langsam.
Mund: Breit grinsen und langsam entspannen.
Zunge: Die Zunge gegen den Gaumen drücken und langsam entspannen.
Kiefer: Die Zähne zusammenpressen und dabei die Spannung in den seitlichen Gesichtsmuskeln und in den Schläfen spüren und dann langsam entspannen.
Lippen: Für einige Sekunden so spitzen, als wenn du einen Kuss geben wolltest und langsam entspannen.
Hals und Nacken: Beuge ihn nach hinten, kehre zur Anfangshaltung zurück. Beuge ihn nach vorne, kehre langsam zur Anfangsposition zurück.
Schultern und Hals: Die Schultern heben und dabei gegen den Hals drücken, dann langsam zur Anfangshaltung zurückkehren.

Entspannung von Armen und Händen:

Zunächst einen, dann den anderen Arm, ohne sich zu bewegen, mit einer Faust anspannen, dabei die Spannung in Oberarmen, Unterarmen und Händen spüren. Langsam entspannen.

Entspannung der Beine:

Zunächst eins und dann das andere Bein strecken, indem du den Fuss nach oben streckst und die Spannung in den Beinen spürst: Hintern, Oberschenkel, Knie, Wade und Fuss. Entspanne langsam.

Entspannung von Brustkorb, Bauch und Lendengegend

(diese Übungen kann man besser auf einem Stuhl sitzend durchführen)
Rücken: Versuchen, dass sich die Schulterblätter berühren, aber ohne dass sie sich wirklich berühren. Für 5-7 Sekunden halten und entspannen.
Brustkorb: Einatmen und die Luft für einige Sekunden in den Lungen halten. Die Spannung in der Brust beobachten. Langsam ausatmen.
Taille: Das Gesäss und die Oberschenkel für 5-7 Sekunden anspannen. Der Hintern erhebt sich vom Stuhl. Entspannen.

2. PHASE: Wiederholung

Gehe mental noch einmal jede der Muskelgruppen durch, die wir angespannt und entspannt haben, um zu prüfen, dass jeder Teil noch entspannt ist und entspanne jeden einzelnen noch ein bisschen mehr.

3. PHASE: Geistige Entspannung

Als Letztes, denk an etwas Angenehmes, etwas, was dir gefällt, was entspannend ist, ein Lied, eine Landschaft, etc., oder denk an nichts.

In ersten Sitzung, in der du die progressive Muskelentspannung von Jacobson durchführst, wird es dir vielleicht etwas schwerfallen, einen optimalen Entspannungszustand zu erreichen, allerdings wirst du in dem Moment, in dem du beginnt, dich auf die Übung einzulassen, merken, wie sich die Angstzustände verringern! Und, wie ein chinesisches Sprichwort sagt: “Reichlich Vorteile warten auf die, die das Geheimnis entdecken, Chancen in der Krise zu finden”.

 

Ich überlasse euch dieses Video, ich hoffe, es hilft euch!

 

Quelle: Alba Camacho, Psychologin bei CogniFit.

Ruhe bewahren? 10 Strategien, um in schwierigen Momenten ruhig zu bleiben

Ruhe bewahren: Wie schafft man es unter Druck ruhig zu bleiben? Wie reagiert dein Gehirn in kritischen Momenten? Wie gehst du die Situationen an, die Stressgefühle in dir auslösen? Ein Streit mit deinem Partner, der Stau auf dem Weg zur Arbeit, die Diskussion mit deinem Chef, der Wutausbruch deines Kindes, die Geringschätzung deines Kollegen, die Schlange im Supermarkt, etc. … Manchmal finden wir uns in einer schwierigen oder konfliktiven Situation wieder, in der es sehr schwierig ist, ruhig zu bleiben. Bestimmt hast du schon mal so einen schwierigen Moment erlebt, in der du emotional überfordert bist, die Nerven verlierst und völlig unfähig dazu bist, die richtige Entscheidung zu fällen. Vielleicht explodierst du sogar, wenn dich jemand provoziert hat, und möchtest einfach nur noch schreien und deine Wut an dieser Person auslassen, die dich in Rage versetzt.

10 Strategien, um in schwierigen Momenten ruhig zu bleiben

Dieser Artikel handelt davon, wie du konfliktive Situationen angehen kannst, in denen alles schief laufen zu scheint und beschreibt, wie du in den schwierigen Momenten die Ruhe bewahrst. Mairena Vázquez, Psychologin, gibt dir 10 Ratschläge und zeigt dir Techniken, die dir dabei helfen, in jeder Situation ruhig zu bleiben

“Das Wichtige ist nicht das, was dir passiert, sondern wie du es angehst” (Joan Manuel Serrat)

Die Ruhe bewahren

Wir führen ein hektisches Leben und fast täglich sehen wir uns damit konfrontiert, tief zu atmen und bis 10 zu zählen, bevor wir etwas Unangemessenes tun. Viele Menschen leben gestresst, sei es, weil sie arbeiten, den Haushalt organisieren und sich um die Familie kümmern, genug Geld verdienen müssen, um den Monat zu überleben, familiäre Probleme haben …

Es gibt Tage, an denen alles schief zu laufen scheint, die Probleme scheinen geradezu auf uns niederzuprasseln und wir denken „Warum ich?“ Genau dann müssen wir die Ruhe bewahren. Aber … was genau meine ich damit?

Die Ruhe zu bewahren bedeutet, in jeder Situation gelassen und ruhig zu bleiben. Es bedeutet, geduldig, ruhig, klar und optimistisch zu bleiben, besonders in Situationen, in denen wir uns besonders überfordert fühlen, da es scheint, dass wir nicht dazu fähig sind, die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Die Anspannung, die Nervosität und all die negativen Folgen, die davon herrühren, nicht ruhig bleiben zu können, sammeln sich in unserem Körper und können unterschiedliche gesundheitliche Probleme hervorrufen. Der Körper spricht, wenn der Geist schweigt.

Wegen all dem ist es wichtig und gleichzeitig ratsam, die Ruhe bewahren zu können, um uns jeder Situation auf die bestmöglichste Art entgegenstellen zu können.

Warum es wichtig ist, die Nerven zu behalten. 10 Tipps, um die Ruhe zu bewahren.

10 Tipps, um die Ruhe in jeder Situation zu bewahren

Die Art und Weise, auf die wir in Situationen handeln können, die uns Stress oder Unwohlsein bereiten, ist grundlegend. Natürlich ist es nicht einfach die Ruhe zu bewahren, wenn wir nervös sind oder unter Druck stehen. Deswegen stellen wir dir 10 Möglichkeiten, um zu lernen, die Ruhe zu bewahren, zur Verfügung.

Wenn wir uns aufregen, sendet uns unser Körper Zeichen und wir merken, dass unser Puls schneller wird, die Körpertemperatur steigt, unsere Stimme lauter wird, einige Muskeln sich anspannen, … Das ist der Moment, in dem wir auf die folgenden Punkte achten sollten, um ruhig zu bleiben:

1. Ruhe bewahren: Die Alarmsignale identifizieren

Zuallererst solltest du versuchen, deine Aufmerksamkeit auf diese Signale zu richten, die der Körper in Druck- und Stresssituationen sendet. Es ist wichtig, dass du identifizieren kannst, wie dein Körper unter diesen Umständen reagiert, um zu lernen, in den darauffolgenden Momenten die Ruhe zu bewahren.

Wenn du denkst, dass du dazu fähig bist, die Situation anzuhalten, hältst du sie an und kannst so ruhig bleiben. Wenn du dazu fähig bist, deine Gedanken zu kontrollieren, hast du schon die Hälfte des Kampfes gewonnen.

Wie die Ruhe bewahren? Vertrau auf dich selbst und deine Möglichkeiten, alles zu schaffen, was du dir vornimmst. Denke „es gibt nichts Schlimmes, was 100 Jahre dauert, das hält kein Körper aus“ und „nach dem Sturm kommt immer die Ruhe“. Bleib ruhig und vor allem werde nicht panisch. Egal wie die Situation ist, die in dir Druck, Unwohlsein, Sorgen etc. hervorruft, sie wird nicht ewig dauern und du kannst sie überwinden.

Lerne aufzuhören, negativ zu denken und vergiss Gedanken der Art „es ist unmöglich, ich kann so viel Arbeit nicht schaffen“, denn das Einzige, was du mit diesen Gedanken schaffst, ist deinen Stress zu erhöhen und die Situation zu verkomplizieren. Versuche die positive Seite der Dinge zu sehen.

2. Ruhe bewahren: Atme und zähle bis 10

1-2-3-4-5….9-10.” Glaub mir, wenn ich sage, dass es besser ist, dir die Zeit zu nehmen zu zählen (egal ob bis 10 oder bis 100), bis du dich entspannst. So vermeidest du etwas zu sagen oder zu tun, das du später bereuen könntest, während du gleichzeitig das Nervensystem beruhigst.

Wie die Ruhe bewahren? Trainiere die langsame und tiefe Atmung, wenn du dich wohl und gelassen fühlst, damit du in komplizierten Situationen und wenn du nervös bist, automatisch dazu fähig bist. Atme ein, halt die Luft 5 Sekunden und atme langsam wieder aus. Beobachte, wie dein Körper aufhört, angespannt zu sein. Stell dir vor, es ist einer dieser Tage, an denen dein Chef dich wegen jeder Kleinigkeit zurechtweisen zu scheint … Zähl bis 10, atme nach und nach tief. Wenn du dich entspannt hast, wird dein Geist klar und du wirst alles von einer anderen Perspektive aus sehen können. Du wirst nicht mehr denken „Ich hasse meinen Chef aus tiefster Seele!“ sondern „Mein armer Chef, wir haben alle mal einen schlechten Tag!“

3. Ruhe bewahren: Distanziere dich einen Moment lang von der Situation

Wenn wir uns in einer Situation wiederfinden, die in uns Unwohlsein oder Nervosität hervorruft und wir ruhig bleiben müssen, ist es eine gute Idee, sich von der Situation zu entfernen und versuchen an die frische Luft zu gehen. Wenn wir außerdem ein paar Sonnenstrahlen abbekommen können, wird uns das noch mehr helfen, Klarheit zu behalten.

Eine andere Option ist dein Gesicht mit kaltem Wasser zu waschen, wenn es dir gerade möglich ist. So kann sich die Herzfrequenz verringern und dies kann dir helfen dich zu beruhigen.

Du kannst auch Gegenstände wie Anti-Stress-Bälle benutzen, um Druck abzubauen. Das sind Bälle, die in eine Hand passen und deren Hauptzweck es ist, unsere Spannungen durch Kneten zu verringern. Sie helfen uns dabei, das Adrenalin zu befreien, das sich in Spannungsmomenten ansammelt, während unsere Laune gleichzeitig besser wird.

Auch nicht zu vergessen sind die Vorteile, die Musik uns bringt,wenn wir gestresst sind. Kämpfe gegen den Stress mit Musik an.

4. Ruhe bewahren: Schalte dein Gehirn auf Pause, denke an etwas anderes

Wenn du unter Druck stehst und die Ruhe bewahren möchtest … Hast du schon mal probiert, an Bilder zu denken, die dich entspannen? Welche Landschaften wecken in dir ein Gefühl von Frieden und Ruhe? Vielleicht hilft es dir, ruhig zu bleiben, wenn du an das Meer, an den Klang der Wellen, an die Brise, die dich streift, denkst.

Versuche an Dinge zu denken, die nichts mit dem Problem zu tun haben, du hast Tausende von Möglichkeiten: Denk an deinen nächsten Urlaub, verbinde dich mit dem Internet, stell dir eine Landschaft vor, fang an dieses Buch zu lesen, das dir so gefällt, versuch dich an diese lustige Situation zu erinnern, die du vor Kurzem erlebt hast …

Jeder Mensch ist anders und deshalb entspannt nicht alle Menschen das Gleiche. Nimm dir die Zeit das herauszufinden und wenn du dir bewusst bist, was am besten für dich funktionierte, musst du es dir nur noch in deinen Stressmomenten vorstellen.

10 Tipps, um ruhig zu bleiben. Denk an Bilder, die dich entspannen.

5. Ruhe bewahren: Analysiere deine Situation auf objektive Art und Weise

Wenn du merkst, dass du die Situation nicht mehr aushalten kannst, die so viel Wut und Stress in dir erzeugt, wenn du dich fühlst, als müsstest du explodieren, wenn du mit allen Mitteln versuchst ruhig zu bleiben, es aber nicht schaffst, … sei objektiv.

Stell dir die Situation, die du erlebst, vor, als würdest nicht du in ihr stecken, sondern jemand anderes die Hauptfigur wäre. Wie würdest du es sehen? Würdest du es genauso sehen? Wenn der Hauptdarsteller dieser Geschichte dich um Rat beten würde, was würdest du ihm sagen? Wenn du die emotionale Bedeutung aus der Situation heraus nimmst, kannst du bestimmt auf eine andere und bessere Art handeln.

Du kannst diese Situation auch jemand anderem, dem du vertraust, vorstellen, damit dieser dir hilft, die Konsequenzen einer bestimmten Entscheidung zu überdenken und die bestmöglichste Entscheidung zu treffen. Eine Person, die nichts mit dem Problem zu tun hat, kann vielleicht Lösungen finden, die du selbst nicht sehen kannst.

6. Ruhe bewahren: Auf die Ernährung zu achten kann dir helfen, die Nerven zu behalten

Gesund zu essen ist wichtig für uns alle, da die Ernährung sowohl unseren Körper als auch unsere Laune beeinflusst.

Es gibt Menschen, die einen Kaffee trinken oder eine Zigarette rauchen, um ruhig zu bleiben, weil sie denken, dass sie dieses Verhalten beruhigt. Das ist immer ein Fehler.

Andere Menschen greifen auf Backwerk oder Süßigkeiten zurück, weil sie denken, dass Zucker bei dieser Gelegenheit das Richtige ist, oder sogar weil sie sich gezwungen fühlen sich mit egal welchem Essen vollstopfen, was sie gerade finden. Ein Fehler!

Nicht nur Kaffee ist in solchen Fällen nicht gut, sondern jedes Getränk, das Koffein enthält, kann und noch nervöser machen. Zuckerhaltige Produkte bewirken den gegenteiligen Effekt, den wir uns in diesem Moment wünschen, da sie uns Energie geben und wir uns somit noch aufgeregter fühlen könnten.

Wie beruhigen wir uns wieder? In solchen Fällen empfehlen Experten schwarze Schokolade und Lebensmittel reich an Vitamin C wie Erdbeeren, Orangen, … zu essen, da die Cortisol (Stresshormon) abbauen und einen Entspannungstee (zum Beispiel Baldriantee oder Lindenblütentee) zu trinken, um ruhig zu bleiben.

Für die Menschen, denen es bei Nervosität nur hilft den Kühlschrank zu überfallen, ist Kaugummikonsum zu empfehlen (zuckerfrei), der ihnen hilft, das Stress- und Nervositätslevel herunterzusetzen. Wenn du außerdem versuchst das Kaugummi langsam zu kauen und es bewusst zu genießen, wirst du deine Aufmerksamkeit auf das Kaugummi richten und dich indirekt weniger um das Problem kümmern.

Experten empfehlen dunkle Schokolade und Vitamin-C reiche Lebensmittel wie Orangen zu essen, um die Ruhe zu bewahren.

7. Ruhe bewahren: Die Natur kann deine große Verbündete sein

In gespannten und komplizierten Momenten ist es von großer Wichtigkeit, dich von der Situation, die dich aufregt, zu entfernen, um deinen Kopf freizumachen. Such dir einen ruhigen Ort, an dem du bequem sitzen kannst und konzentriere dich darauf an etwas anderes zu denken als an das, was dir Unwohlsein bereitet.

Wenn du in Stressmomenten die Möglichkeit hast, in die Natur zu gehen, sei es an den Strand, die Berge, aufs Feld … mach es! Die lebendigen Farben der Natur bewirken, dass dein Geist sich entspannt.

8. Ruhe bewahren: Die Wichtigkeit des Sports

Wie in komplizierten Situationen ruhig bleiben? Bewege dich, aktiviere deinen Körper, egal wie. Spazieren zu gehen ist sehr empfehlenswert. Einen Spaziergang zu machen oder sogar (abhängig von deiner Kondition) joggen zu gehen, ist eine gute Art, von den Problemen abzuschalten, Energie freizusetzen und den Geist klar von den Situationen, die uns Unwohlsein bereiten, zu halten.

Egal welche Art von Sport zu wählst, es ist immer besser einen kleinen Spaziergang zu machen als dich in deinem Zimmer einzuschließen, wo dir die immer gleichen intrusiven Gedanken durch den Kopf schwirren. Sport hilft dabei die Emotionen zu regulieren und dank der Freisetzung von Endorphinen fühlen wir uns glücklicher.

Wenn du zu denen gehörst, die andere Formen von Aktivitäten oder Sport als Joggen bevorzugst, kann du Alternativen wie Schwimmen, Tanz, Pilates, Yoga oder Achtsamkeitstraining suchen, denn diese helfen uns die Spannung zu verringern, die sich in uns Tag für Tag sammelt.

Sport hilft die Emotionen zu regulieren und erlaubt uns ruhig zu bleiben.

9. Ruhe bewahren: Verzeihe, vergesse und behalte deinen Sinn für Humor

Manchmal begegnen wir Situationen, in denen wir uns aus diversen Gründen bekümmert und schuldig fühlen.

Wenn wir in diesen Momenten die Ruhe bewahren wollen, ist es entscheidend, dass wir unser begangenen Fehler bewusst sind und frei dazu sind uns selbst zu verzeihen und uns somit von der Schuld befreien können. Wenn wir glauben, dass wir einen Fehler begangen haben, sollten wir es verstehen uns zu verzeihen und uns eine zweite Chance zu geben.

Es ist immer gut die positive Seite der Dinge zu sehen und alles mit Humor zu nehmen. Lach über dich selbst, über die Situation und über alles, auch wenn das manchmal kompliziert ist.

10. Ruhe bewahren: Beglückwünsche dich

Wir wissen ja bereits, dass es keine einfache Aufgabe ist, in jeder Situation die Ruhe zu bewahren. Es erfordert viel Geduld, Praxis und Motivation und Willenskraft nicht aufzugeben, wenn es scheint, dass die Situation uns aus den Händen gleitet.

Beglückwünsche dich, weil du es wolltest und es geschafft hast. Du hast Reife bewiesen und dank deiner Motivation konntest du die Ruhe behalten, indem du sowohl deine Emotionen als auch deine Taten kontrolliert hast. Fühl dich stolz auf dich selbst. Wenn du in einer Sache versagt hast, macht das nichts, bestraf dich nicht, denn beim nächsten Mal wirst du es besser machen. Außerdem helfen dir die Fehler mehr über dich zu lernen und sorgen dafür, dass du dich besser kennst, um in den nächsten Situationen nicht den gleichen Fehler zu begehen.

Und was ist deiner Meinung nach die beste Art die Ruhe zu bewahren? Was machst du in den Situtationen, in denen alles schief laufen zu scheint? Gehörst du zu denen, die tief atmen und bis 10 zählen? Weichst du deinen Problemen lieber aus, indem du Musik hörst? Oder gehst du vielleicht lieber joggen, um Energie und Spannungen abzubauen? Wenn du möchtest, kannst du unten mit uns teilen, was dein bester Tipp ist, um die Ruhe zu bewahren. 😉

Quelle: Mairena Vázquez, Psychologin bei CogniFit