{"id":10513,"date":"2017-04-10T15:07:03","date_gmt":"2017-04-10T13:07:03","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/?p=10513"},"modified":"2023-03-08T07:41:55","modified_gmt":"2023-03-08T07:41:55","slug":"piaget-theorie-entwicklungsstufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/piaget-theorie-entwicklungsstufen\/","title":{"rendered":"Entwicklungsstufen nach Piaget &#8211; Entwickelt sich mein Kind seinem Alter entsprechend?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><em>Woher wei\u00df ich, ob mein Kind seinem Alter entsprechend gewisse F\u00e4higkeiten <\/em><em>entwickelt? Wie denken Kinder und was sind die Phasen ihrer Entwicklung? Ist es normal, dass sie sprachliche oder logische Fehler machen? Die Entwicklungsstufen nach Piaget erkl\u00e4ren die Phasen der Kindesentwicklung auf verst\u00e4ndliche Art und Weise. Finde in diesem Post heraus, ob dein Kind sich seinem Alter entsprechend entwickelt. Wir kl\u00e4ren all deine Zweifel!<\/em><\/p>\n<p>Piaget ist aufgrund seiner Erkenntnisse \u00fcber die Kindheit und die Intelligenzentwicklung von Kindern einer der ber\u00fchmtesten Psychologen der Geschichte. Sein Leben lang widmete er sich der Erforschung der verschiedenen Wachstumsphasen und wie sich in diesen Phasen unsere Lern-, Denk- und kognitiven Entwicklungsmodelle ver\u00e4ndern. Dieser Artikel erl\u00e4utert die Theorie Piagets zu den Entwicklungsstufen und bietet eine Erkl\u00e4rung zu den verschiedenen Phasen der Kindesentwicklung.<\/p>\n<h2>Piaget: Theorie<\/h2>\n<div>Piagets Theorie besagt, dass Kinder gem\u00e4<span class=\"st\">\u00df<\/span> ihres Intellekts und ihrer F\u00e4higkeit, reife Beziehungen wahrzunehmen, spezifische Phasen durchlaufen. Diese Phasen der Kindesentwicklung treten&nbsp;bei jedem Kind in jedem Land in einer festen Reihenfolge auf. Allerdings kann das Alter in welchem die Phasen auftreten von einem Kind zum anderen leicht variieren.<\/div>\n<p><strong>Es kommt h\u00e4ufig vor, dass Kinder in jungen Jahren sich nicht so in andere einf\u00fchlen k\u00f6nnen<\/strong>, wie es ein Erwachsener machen w\u00fcrde <strong>und &#8220;egozentrisch denken&#8221;. <\/strong>Dies tun sie ihrem Alter und F\u00e4higkeiten entsprechend, genauso wie es normal ist, dass Kinder Fehler begehen.<\/p>\n<p>In der Kindheit <strong>findet<\/strong>&nbsp;<strong>eine&nbsp;<\/strong><strong>nat\u00fcrliche Entwicklung statt, bei der die Kinder &#8220;zu denken beginnen&#8221;<\/strong>, oder besser gesagt, mit der Welt, in der sie leben, zu interagieren. Das bedeutet eine Reihe von&nbsp;<strong>Entwicklungsver\u00e4nderungen im Leben des Kindes, gekennzeichnet durch Phasen&nbsp;<\/strong>w\u00e4hrend der gesamten Kindheit, von der Geburt an bis zur Pr\u00e4adoleszenz. Diese Phasen, in denen sie gewisse Fertigkeiten entwickeln, sind gegenw\u00e4rtig in die <strong>&#8220;Entwicklungsstufen von Piaget&#8221;&nbsp;<\/strong>unterteilt.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Was ist Piagets Theorie?&nbsp;<\/strong>Jean Piaget (schweizer Psychologe und Biologe) f\u00fchrte zahlreiche Studien zur Kindheit durch und teilte diese in Phasen ein, sogenannte Stadien. Piagets Theorie nimmt an, dass sich die Entwicklung des Kindes in entsprechende Phasen unterteilen l\u00e4sst, die vom Alter des Kindes abh\u00e4ngen.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Piagets Stadien beschreiben eine Gesamtheit an relevanten Gegebenheiten im fr\u00fchkindlichen Entwicklungsprozess.&nbsp;<\/strong>Beispielsweise kann die Sprechweise, die Kinder benutzen, mit dem Alter sehr stark variieren (Gebrabbel, erfundene W\u00f6rter, Pseudo-W\u00f6rter, in der dritten Person von sich selbst sprechen &#8230;), genau wie die Art des Denkens (egozentrisches Denken, bei dem alles sich um das dreht, was das Kind sieht oder glaubt), oder auch k\u00f6rperliche Fertigkeiten (Reflexe benutzen, krabbeln, dann gehen, laufen &#8230;). Diese komplette Entwicklung findet in den Stadien von Piaget kontinuierlich und fortschreitend in einem ungef\u00e4hren Altersabschnitt statt.<\/p>\n<p><strong>Die Grundannahmen Piagets. <\/strong>Als Basis seines Entwicklungsmodells geht Piaget davon aus, dass wir Menschen mit zwei grundlegenden Tendenzen auf die Welt kommen. Die erste dieser beiden Tendenzen ist die <strong>Adaptation, sprich unsere Anpassungsf\u00e4higkeit an die Umwelt.<\/strong> Diese F\u00e4higkeit gliedert sich wiederum in zwei komplement\u00e4re Prozesse: die <strong>Assimilation, hier ver\u00e4ndert man die Umwelt<\/strong> um diese an die eigenen W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse anzupassen und die <strong>Akkommodation, bei der das eigene Verhalten an die Umwelt angepasst wird.<\/strong> Laut Piagets Theorie streben alle Menschen danach durch Assimilation und Adaptation ein Gleichgewicht zwischen sich und ihrer Umwelt herzustellen um harmonisch leben zu k\u00f6nnen. Die zweite Tendenz die Piaget als Basis seiner Theorie postuliert ist die <strong>Organisation, bei der die eigenen Prozesse in koh\u00e4rente Systeme integriert werden.<\/strong> Das bedeutet beispielsweise, dass ein Kleinkind nachdem es die Augen-Hand-Koordination gelernt hat, Beobachtungen und Handlung in ein System integrieren kann und nach etwas bestimmtem greift, w\u00e4hrend es danach schaut. Dies ist ein Prozess den Kinder erst erlernen m\u00fcssen, Neugeborene k\u00f6nnen diese Integration noch nicht. Diese Annahmen bilden die Basis des Lernens und somit die Grundsteine f\u00fcr die Entwicklungsstufen Piagets.<\/p>\n<p><strong>Tritt in Piagets Theorie jede Entwicklungsphase oder jedes Entwicklungsstadium in einem exakten Moment auf?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nein<\/strong>, sie m\u00fcssen nicht in einem exakten Moment auftreten, aber wir k\u00f6nnen davon ausgehen, dass es&nbsp;<strong>sensible Zeitr\u00e4ume in jedem Alter gibt<\/strong>, in denen es wahrscheinlicher und \u00fcblicher ist, dass sich bestimmte F\u00e4higkeiten entwickeln k\u00f6nnen.&nbsp;<strong>Es ist wahrscheinlicher, dass sich eine bestimmte F\u00e4higkeit in einem bestimmten Alter entwickelt<\/strong>, zum Beispiel beim Spracherwerb w\u00e4ren das die ersten Worte, wenn das Kind in etwa 1 Jahr alt ist, aber die Sprache wird sich bis zum siebten Lebensjahr nicht vollst\u00e4ndig entwickeln und auch dann noch einen beschr\u00e4nkten Wortschatz besitzen, der in den folgenden Jahren ansteigen wird.<\/p>\n<h2><strong>Entwicklungsstufen des Kindes nach der Theorie von Piaget<\/strong><\/h2>\n<p>Piaget schlug 4 Entwicklungsstufen von Kindern vor: 1. Stadium der sensomotorischen Intelligenz (Kinder von 0-2 Jahren), 2. Stadium der pr\u00e4operationalen Intelligenz (Kinder von 2-7 Jahren), 3. Stadium der konkret-operationalen Intelligenz (Kinder von 7-11 Jahren), 4. Stadium der formal-operationalen Intelligenz (Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren, bis ungef\u00e4hr 19 Jahre). Im Folgenden beschreiben wir die Entwicklungsstufen von Piaget n\u00e4her.<\/p>\n<h4>1. Kindesentwicklung: Stadium der sensomotorischen Intelligenz (Kinder von 0-2 Jahren)<\/h4>\n<p>Dieses Entwicklungsstadium Piagets zeichnet sich dadurch aus, dass das Kind ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr seine Umwelt, in der es sich bewegt, entwickelt. Es koordiniert die sensorische Erfahrung mit seiner k\u00f6rperlichen Bewegung, diese Prozesse werden im <a href=\"https:\/\/www.cognifit.com\/de\/gehirn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gehirn <\/a>integriert.&nbsp;<strong>In diesem Zeitraum ereignet sich eine Weiterentwicklung der angeborenen Reflexe.<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Es ist erwiesen, dass Kinder in diesem Alter eine Vorliebe f\u00fcr bunte Reize haben, die gl\u00e4nzen, sich bewegen und hohe Kontraste aufweisen.<\/li>\n<li>Au<span class=\"st\">\u00df<\/span>erdem <strong>bilden sie Konzepte, indem sie ein Ereignis mit ihrem eigenen K\u00f6rper nachzuahmen versuchen<\/strong>, zum Beispiel, indem sie ein Ger\u00e4usch machen, w\u00e4hrend sie auf ein Spielzeug schlagen, einen Gegenstand werfen, oder an einer Decke ziehen um an einen Gegenstand, der auf der Decke ist, zu gelangen, etc. In diesem Alter ahmen die Kinder auf zuf\u00e4llige Art und Weise Ereignisse nach und experimentieren so mit ihrem eigenen K\u00f6rper und es sch\u00e4rfen sich die Sinne.<\/li>\n<li><strong>Erster Kontakt des Babys mit der Sprache:<\/strong>&nbsp;Der erste Kontakt des Babys mit der Sprache findet im Mutterleib statt, w\u00e4hrend der Schwangerschaftsmonate beginnt es, sich an die elterlichen Stimmen zu gew\u00f6hnen. Untersuchungen belegen, dass sie den Klang der menschlichen Stimme in ihren ersten Lebenstagen allen anderen Ger\u00e4uschen vorziehen. Es ist verwunderlich wie sehr sie an Sprache gew\u00f6hnt sind, denn&nbsp;<strong>von dem Moment an, in dem das Baby zur Welt kommt, hat es die erstaunliche F\u00e4higkeit den Klang der Stimme zu erkennen.&nbsp;<\/strong>Untersuchungen von&nbsp;<em>Casper und Spence&nbsp;<\/em>zeigten au<span class=\"st\">\u00df<\/span>erdem, dass sich die Kinder besonders von der Sprechweise ihrer Mutter angezogen f\u00fchlen, die sie identifizieren, bevor sie die Stimme von Fremden erkennen.<\/li>\n<li><strong>Wie kommunizieren Kinder von 0 bis 2 Jahren?&nbsp;<\/strong>Direkt nach der Geburt ist die beste Art der Kommunikation des Babys das Weinen, da es keine anderen Laute von sich geben kann (es ist k\u00f6rperlich nicht daf\u00fcr ausgestattet). W\u00e4hrend der ersten Monate benutzt es unbeabsichtigt pr\u00e4linguistische Ausdr\u00fccke durch L\u00e4cheln und Weinen, die sp\u00e4ter zielgerichtet werden, wenn sie lernen, diese zur Kommunikation zu nutzen. Auf alle F\u00e4lle interpretieren die Eltern, was das Kind macht, wenn es weint oder l\u00e4chelt, und so findet eine erste nicht beabsichtige Kommunikation vom Baby aus statt. Mit etwa 6 Monaten kommt das erste Gebrabbel mit Konsonant-Vokal, zum Beispiel &#8220;bababa&#8221;.&nbsp;<strong>Die ersten fl\u00fcssigen Worte <\/strong>bringt das Baby hervor, wenn es ungef\u00e4hr 12 Monate alt ist.<\/li>\n<\/ul>\n<h4 style=\"text-align: left;\">2. Kindesentwicklung: Stadium der pr\u00e4operationalen Intelligenz (Kinder von 2-7 Jahren)<\/h4>\n<p>Dies ist die zweite Entwicklungsstufe von Piagets Theorie. Ab 3 Jahren geschieht etwas Wichtiges im Leben des Kindes, <strong>die Einschulung bzw. die Aufnahme in den Kindergarten<\/strong>. Dies setzt eine sehr wichtige soziale Komponente voraus.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Das Kind beginnt mit anderen, besonders Gleichaltrigen, in Beziehung zu treten,<\/strong> da vor diesem Moment seine einzigen Beziehungen die zur Familie waren.<\/li>\n<li><strong>Wie kommunizieren die Kinder von 2 bis 7 Jahren?&nbsp;<\/strong>Obwohl zwischen 3 und 7 Jahren eine riesige Steigerung des Wortschatzes stattfindet, werden die Kinder in der fr\u00fchen Kindheit durch ein&nbsp;<strong>&#8220;egozentrisches Denken&#8221; gelenkt, das hei<span class=\"st\">\u00df<\/span>t, das Kind denkt auf seine individuellen Erfahrungen bezogen,&nbsp;<\/strong>was verursacht, dass sein Denken noch statisch, intuitiv und nicht logisch ist. Deshalb kommt es h\u00e4ufig vor, dass Kinder bis 6 Jahre sowohl beim Interpretieren als auch beim Ausdr\u00fccken eines Ereignisses Fehler machen.<\/li>\n<li><strong>In der dritten Person zu sprechen<\/strong>&nbsp;w\u00e4hrend <strong>von sich selbst<\/strong> gesprochen wird ist ganz normal in dieser Phase, denn das &#8220;Ich&#8221;-Konzept, das es von dem Rest der Welt trennt, ist noch nicht ganz definiert.<\/li>\n<li><strong>Kinder in diesem Alter, zwischen 2 und 7 Jahren, sind sehr neugierig<\/strong>&nbsp;und lernfreudig, deshalb fragen sie ihre Eltern oft nach dem &#8220;Warum&#8221;.<\/li>\n<li>In dieser Phase <strong>schreiben Kinder Gegenst\u00e4nden menschliche Gef\u00fchle oder Gedanken zu.&nbsp;<\/strong>Dieses Ph\u00e4nomen nennt man&nbsp;<em>Animismus.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<blockquote><p><strong>Das &#8220;egozentrische Denken&#8221; nach Piagets Theorie:<\/strong>&nbsp;Warum k\u00f6nnen sich die Kinder in dieser Entwicklungsstufe nicht in andere hineinversetzen? Diese Tatsache h\u00e4ngt mit der&nbsp;<strong>&#8220;Theory of Mind&#8221;&nbsp;<\/strong>zusammen, die sich auf die F\u00e4higkeit, sich in andere hineinzuversetzen bezieht. Kinder haben diese F\u00e4higkeit bis zum Alter von 4 oder 5 Jahren nicht. Deshalb denkt das Kind bis zu diesem Alter, dass&nbsp;&#8220;die anderen genau so wie es selbst sehen und denken&#8221;. Diese Theorie hilft uns zu erkl\u00e4ren, warum Kinder bis 5 Jahre nicht l\u00fcgen oder Ironie benutzen k\u00f6nnen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Jede dieser Beschr\u00e4nkungen im pr\u00e4-logischen Stadium wird nach dem 6. oder 7. Lebensjahr in der n\u00e4chsten Entwicklungsstufe \u00fcberwunden und festigt sich bis zum Alter von 14 oder 15 Jahren.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\">3. Kindesentwicklung: Stadium der konkret-operationalen Intelligenz (Kinder von 7-11 Jahren)<\/h4>\n<p>In diesem vorletzten Stadium von Piagets Entwicklungsstufen beginnen die Kinder logisches Denken in konkreten Situationen anzuwenden. In dieser Phase k\u00f6nnen sie Aufgaben, wie mathematische Vorg\u00e4nge, auf komplexerem Niveau anhand von Logik ausf\u00fchren. Nichtsdestotrotz, obwohl sie gro<span class=\"st\">\u00df<\/span>e Fortschritt im Vergleich zum pr\u00e4-logischen Stadium gemacht haben,&nbsp;<strong>k\u00f6nnen sie in diesem Entwicklungsstadium die Logik nur mit gewissen Begrenzungen anwenden<\/strong>: Das Hier und Jetzt ist immer einfacher f\u00fcr sie. Das abstrakte Denken wird in diesem Alter noch nicht genutzt. Das bedeutet, es ist weiterhin kompliziert f\u00fcr Kinder in diesem Alter Kenntnisse auf ein Thema anzuwenden, dass sie nicht kennen.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\">4. Kindesentwicklung: Stadium der formal-operationalen Intelligenz (Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren)<\/h4>\n<p>Diese letzte Phase der Entwicklungsstufen von Piaget zeichnet sich durch den Erwerb des logischen Denkens unter allen Umst\u00e4nden, inklusive des abstrakten Denkens, aus.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Die Neuheit in dieser letzten Phase im Bezug auf die Intelligenz des Kindes<\/strong>&nbsp;ist, wie Piaget hervorhebt, die M\u00f6glichkeit <strong>Hypothesen aufzustellen&nbsp;<\/strong>\u00fcber etwas, was sie nicht konkret so gelernt haben.<\/li>\n<li>Hier beginnt sich das Lernen als &#8220;ein Ganzes&#8221; zu etablieren, und nicht, wie im vorherigen Stadium, auf eine konkrete Art und Weise.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"attachment_10470\" style=\"width: 962px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-10470\" class=\"wp-image-10470 size-full\" title=\"Phasen der Kindesentwicklung nach Piaget\" src=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/etapas-desarrollo-infantil-piaget.jpg\" alt=\"Phasen der Kindesentwicklung nach Piaget\" width=\"952\" height=\"638\"><p id=\"caption-attachment-10470\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #999999;\">Phasen der Kindesentwicklung nach Piaget<\/span><\/p><\/div>\n<h2><strong>Laut Piaget Verz\u00f6gerung in der Entwicklung meines Kindes &#8211; Muss ich mir Sorgen machen?<\/strong><\/h2>\n<ul>\n<li>Zuallererst:&nbsp;<strong>Geduld.<\/strong> Es ist wahr, dass es sensible Phasen f\u00fcr den Spracherwerb (<a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/zweisprachigkeit-bei-kindern-vorteile\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">entdecke hier die Vorteile von Zweisprachigkeit<\/a>) gibt, genau wie f\u00fcr andere Arten von F\u00e4higkeiten, wie Motorik, kognitive Entwicklung, Lesen etc. Aber nach Piagets Theorie darf man nicht vergessen, dass alles nach einem kontinuierlichen Prozess abl\u00e4uft, der sich nach und nach bildet. Dabei k\u00f6nnen manche Kinder etwas l\u00e4nger brauchen um etwas zu lernen, andere hingegen etwas fr\u00fchreif sein. Obwohl dies nur eine Zusammenfassung von Piagets Theorie ist und den verschiedenen Phasen der Kindesentwicklung, muss angemerkt werden, dass das angegebene Alter nur ein Richtwert ist um statistische Vergleiche anstellen zu k\u00f6nnen.&nbsp;<strong>Manchmal brauchen Kinder etwas l\u00e4nger, um eine F\u00e4higkeit zu erlernen, dies muss keine negativen Konsequenzen zur Folge haben.<\/strong><\/li>\n<li>In anderen F\u00e4llen, wenn das Kind zum Beispiel eine l\u00e4ngere Zeit nach der Einschulung wirklich Schwierigkeiten bei der Kommunikation, beim Spielen oder beim generellen Zurechtkommen mit den anderen hat oder auch sich auf eine ganz andere Weise Kenntnisse aneignet, als die anderen, ist es angebracht, das Kind zu einem Spezialisten zu bringen (<strong>Psychologe&nbsp;<\/strong>sowohl in der Schule als auch au<span class=\"st\">\u00df<\/span>erhalb und&nbsp;<strong>Kinderarzt<\/strong> zur Orientierung).<\/li>\n<li>Sollte das Kind aber weder Probleme haben noch Pathologien aufweisen, sondern einfach etwas l\u00e4nger brauchen oder Schwierigkeiten in einem bestimmten Bereich haben, ist es wichtig das Kind <strong>zuhause und in der Schule zu motivieren<\/strong> und ihm die Hilfe zu bieten, die es braucht. Wenn das Kind l\u00e4nger braucht um seine Aufgaben zu erledigen oder in gewissen Momenten Schwierigkeiten hat oder seine Entwicklung nicht genau mit den Entwicklungsstufen von Piaget \u00fcbereinstimmt, kein Grund zur Panik. Das bedeutet keinesfalls, dass das Kind in der Zukunft Probleme haben wird oder seine F\u00e4higkeiten nicht erfolgreich ausbilden wird, wenn es dabei Hilfe bekommt und sich anstrengt.<\/li>\n<li>Denk daran, <strong>dass ein dreij\u00e4hriges Kind nicht l\u00fcgen kann&nbsp;<\/strong>(daher kommt die Redensart &#8220;Kindermund tut Wahrheit kund&#8221;), sie teilen nur ein St\u00fcckchen ihrer Weltsicht mit, von &#8220;ihrem eigenen Fenster&#8221; aus. Deswegen ist es wichtig zu verstehen, dass sie keine Erwachsenen sind und erst lernen m\u00fcssen sich in einer Welt zurechtzufinden in der sie Schritt f\u00fcr Schritt immer unabh\u00e4ngiger werden. Aber von Geburt machen Kinder gro<span class=\"st\">\u00df<\/span>e Fortschritte um etwas Neues zu lernen, und&nbsp;<strong>wir Erwachsenen sollten alles daf\u00fcr tun um mehr \u00fcber ihre Welt lernen und ihnen dabei zu helfen, voranzukommen und jede H\u00fcrde zu meistern. <\/strong><\/li>\n<li>Dabei k\u00f6nnen Eltern auch das <a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/selbstwertgefuehl-bei-kindern-wie-loben\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Selbstwertgef\u00fchl ihrer Kinder f\u00f6rdern<\/a> und ihnen so zu einer starken Pers\u00f6nlichkeit helfen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Piagets Theorie der Entwicklungsstufen beschreibt neben der sehr vollst\u00e4ndigen Erkl\u00e4rung der verschiedenen Entwicklungsstadien von Kindern auch&nbsp;<strong>die Magie die von Kindern ausgeht<\/strong>, mit ihrem egozentrischen Denken, ihrer Neugierde auf ihre Umwelt und ihre Unschuld. All dies sollte uns dazu anregen dar\u00fcber nachzudenken, dass wir&nbsp;<strong>Erwachsenen lernen sollten, Kinder zu verstehen, zu unterst\u00fctzen, zu motivieren und jede Phase mit ihnen zu genie<span class=\"st\">\u00df<\/span>en.<\/strong><\/p>\n<p>Quelle: Eva Rodriguez Weisz, Psychologin bei CogniFit.<\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Woher wei\u00df ich, ob mein Kind seinem Alter entsprechend gewisse F\u00e4higkeiten entwickelt? Wie denken Kinder und was sind die Phasen ihrer Entwicklung? Ist es normal, dass sie sprachliche oder logische Fehler machen? Die Entwicklungsstufen nach Piaget erkl\u00e4ren die Phasen der Kindesentwicklung auf verst\u00e4ndliche Art und Weise. 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