{"id":121811,"date":"2017-07-06T11:34:30","date_gmt":"2017-07-06T11:34:30","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.cognifit.com\/?p=16231\/"},"modified":"2023-03-06T14:55:27","modified_gmt":"2023-03-06T14:55:27","slug":"kognitives-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/kognitives-lernen\/","title":{"rendered":"Kognitives Lernen: Ein p\u00e4dagogischer Leitfaden"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><em>Kognitives Lernen ist grundlegend f\u00fcr unser Leben. Wir lernen durch Erfahrungen, Emotionen, durch unsere Beziehung zu Menschen und durch vieles mehr&#8230; Die Erziehung die wir erfahren und die Lernprozesse die wir durchlaufen, definieren wer wir sind. In dem folgenden Artikel werden die Entdeckungen \u00fcber das Gehirn auf die Erziehung und P\u00e4dagogik angewendet.\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Neurodidaktik: Verstehen wie das Gehirn funktioniert, um besser lernen und lehren zu k\u00f6nnen. In diesem Artikel finden sich die verschiedenen Formen des\u00a0kognitiven Lernens.\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In der Schule wird einem oft beigebracht Daten immer wieder zu wiederholen, bis man geschafft hat, sich die Informationen zu merken. Aber <a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/wie-das-gehirn-lernt-neurodidaktik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">wie lernt unser Gehirn eigentlich?<\/a>\u00a0Informationen auswendig zu lernen hilft uns weder dabei uns in der Welt zurecht zu finden, noch unser Potential und unsere Pers\u00f6nlichkeit zu entfalten oder dabei bestimmte Herausforderungen anzugehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Unsere Erziehung und das was wir lernen, definiert wer wir sind. Aber trotz der Fortschritte und Entdeckungen die im Bereich &#8220;kognitives Lernen&#8221; beim Menschen gemacht werden, sind\u00a0diese noch nicht in die P\u00e4dagogik und den Unterricht integriert. Wir m\u00fcssen lernen die Charakteristika unseres Verstandes zu beachten, um so unser Gehirn richtig zu unterrichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Erfolgreiches kognitives Lernen geschieht mithilfe von Emotionen, \u00dcberraschung, Bewegung und spezifischen<a href=\"https:\/\/www.cognifit.com\/de\/schools\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> neuroedukativen Programmen<\/a>, welche die individuelle kognitive Entwicklung beg\u00fcnstigen.<\/strong><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Kognitives Lernen: <\/strong>Der Begriff Lernen bezieht sich darauf, sich Wissen oder F\u00e4higkeiten durch aktives Lernen oder Erfahrungen anzueignen. &#8220;Kognitiv&#8221; bezieht sich auf die &#8220;Kognition&#8221;. Das ist die F\u00e4higkeit, Dinge mittels der Wahrnehmung und mentaler Prozesse kennen zu lernen. Das Konzept &#8220;kognitives Lernen&#8221; definiert die Prozesse der Informationsverarbeitung und beginnt bei der sensorischen Wahrnehmung, \u00fcber das kognitive System bis hin zur produzieren Antwort.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><em>Lernen<\/em> ist vielleicht der Begriff, der die menschliche Spezies im Laufe ihrer Entwicklung am meisten gepr\u00e4gt hat. <strong>Wir sind der lebende Beweis daf\u00fcr, dass kontinuierliches Lernen das menschliche Leben zu dem gemacht hat, was es heute ist.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Unser Gehirn f\u00fchrt und leitet unsere Lernprozesse.<\/p>\n<p>Je weiter wir Menschen vorankommen, desto mehr Wissen sammeln wir an. &#8220;Wir machen uns laufend intelligenter&#8221;. Das k\u00f6nnte uns zu dem Schluss kommen lassen, dass unser Gehirn sich immer weiter verfeinert, je weiter wir uns entwickeln &#8211; dem ist jedoch nicht so. Das was sich ver\u00e4ndert ist die Form des Lernens. Da wir mittlerweile mehr dar\u00fcber wissen, wie unser Gehirn funktioniert, k\u00f6nnen wir davon profitieren und das Potential des Gehirns besser aussch\u00f6pfen.<\/p>\n<h2><strong>Lernformen<\/strong><\/h2>\n<h3><strong>1. Implizites Lernen<\/strong><\/h3>\n<p>Das implizite Lernen ist ein &#8220;blinder&#8221; Lernprozess, weil wir uns nicht dar\u00fcber bewusst sind, dass wir lernen.<\/p>\n<p>Das wichtigste Merkmal dieser Form des kognitiven Lernens ist, dass dieses <strong>nicht-intentional<\/strong> geschieht. Die lernende Person hat kein Bewusstsein dar\u00fcber, dass sie gerade lernt. Zudem \u00e4u\u00dfert sich das Erlernte durch eine automatische Ausf\u00fchrung motorischen Verhaltens.<\/p>\n<p>Bestimmte Aktivit\u00e4ten verlangen ein nicht-intentionales Lernen, wie beispielsweise das Sprechen oder Laufen. Vieles von dem was wir Lernen, tun wir auf implizite und unbewusste Art.<\/p>\n<h3><strong>2. Explizites Lernen<\/strong><\/h3>\n<p>Dem impliziten Lernen gegen\u00fcber steht das explizite Lernen, welches sich dadurch auszeichnet, dass es beabsichtigt und mit Bewusstsein \u00fcber den Lernprozess geschieht. F\u00fcr das kognitive Lernen in dieser Form gibt es viele Beispiele, <strong>unter anderem ist das Lesen dieses Artikels ein Beispiel f\u00fcr explizites Lernen,<\/strong>\u00a0da eine Absicht zu Lernen dahinter steckt.<\/p>\n<p>Da es sich beim expliziten Lernen um einen beabsichtigten Lernprozess handelt, braucht dieser Daueraufmerksamkeit. Also eine Anstrengung, um die Absicht zu lernen aufrecht zu erhalten.<\/p>\n<h3><strong>3. Kollaboratives oder kooperatives Lernen\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p>Das kooperative Lernen ist eine Lernform in der Gruppe. Ein Sch\u00fcler lernt beispielsweise zusammen mit seinen Klassenkameraden. Das Ziel dieser Lernform ist, dass <strong>jedes Gruppenmitglied in Abh\u00e4ngigkeit seiner F\u00e4higkeiten lernt und au\u00dferdem die Arbeit in der Gruppe gef\u00f6rdert wird<\/strong>.<\/p>\n<p>Die vier Grundpfeiler, die diese Form des kognitiven Lernens st\u00fctzen, sind die positive Interdependenz, die pers\u00f6nliche Verantwortung, die ausgeglichene Beteiligung und die simultane Interaktion.<\/p>\n<p>Eine Lernform, die dieser \u00e4hnlich ist (aber nicht identisch), ist das kollaborative Lernen. Bei dieser Lernform ist in der Regel eine Person (Lehrkraft oder Erzieher), die nicht zur Gruppe geh\u00f6rt, diejenige die ein Thema vorschl\u00e4gt, das im Anschluss in der Gruppe entwickelt wird.<\/p>\n<div id=\"attachment_16249\" style=\"width: 870px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-16249\" class=\"size-large wp-image-16249\" src=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/kognitives-Lernen.1-1024x683.jpg\" alt=\"kognitives Lernen\" width=\"860\" height=\"574\" \/><p id=\"caption-attachment-16249\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">In Gruppen lernt es sich besser<\/span><\/p><\/div>\n<h3><strong>4. Kumulatives Lernen<\/strong><\/h3>\n<p>Bei dieser Lernform wird die kognitive, emotionale und emotionale Ebene angesprochen. Dieser Lernform liegt\u00a0ein Prozess der Organisation der zu lernenden Informationen zugrunde. Zudem wird zwischen der neuen Information eine Verbindung zu\u00a0Wissen und vorherigen Erfahrungen hergestellt. Die neue Information wird also in Zusammenhang mit unserer bisherigen Erfahrung gebracht. Das f\u00fchrt dazu, dass das neu erlangte Wissen f\u00fcr jede Person einzigartig wird, da jede Person es mit eigenen Erfahrungen verkn\u00fcpft.<\/p>\n<h3><strong>5. Assoziatives Lernen\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p>Wem die Hunde von Pavlov etwas sagen, der wei\u00df vielleicht, worum es sich bei dieser Lernform handelt. Kognitives Lernen kann auch assoziativ geschehen. Diese Lernform zeichnet sich dadurch aus, dass es eine <strong>Verbindung zwischen einem bestimmten Reiz und einem pr\u00e4zisen Verhalten gibt.<\/strong>\u00a0Im Falle des Experiments von Pavlov ist dies das Klingeln einer Glocke und die F\u00fctterung. Dies f\u00fchrt dazu, dass\u00a0die Hunde noch bevor das Essen kommt\u00a0bereits beginnen Speichel abzusondern, sobald sie die Klingel h\u00f6ren.<\/p>\n<h3><strong>6.\u00a0Habituation\u00a0und Sensibilisierung: Nicht-assoziatives Lernen<\/strong><\/h3>\n<p>Diese beiden Prozesse geh\u00f6ren zur gleichen Lernform, dem nicht-assoziativen Lernen. Diese Lernform definiert eine Ver\u00e4nderung gegen\u00fcber eines kontinuierlichen Reizes.<\/p>\n<p>Die Habituation ist eine\u00a0primitive Lernform, die uns erlaubt uns an die Umwelt anzupassen. Sie\u00a0ist ein allt\u00e4gliches Ph\u00e4nomen. Dieser Prozess findet statt, wenn wir aufh\u00f6ren einem Reiz Aufmerksamkeit zu schenken, da dieser zu keiner relevanten Ver\u00e4nderung f\u00fchrt (<strong>die Reaktion auf den Reiz verringert sich<\/strong>). Ein Beispiel hierf\u00fcr findet sich bei den Menschen, die an einer lauten Stra\u00dfe wohnen. Am ersten Tag h\u00f6ren sie den Stra\u00dfenl\u00e4rm, doch nach einiger Zeit sind sie in der Lage diesen gut auszublenden.<\/p>\n<p>Dem gegen\u00fcber steht die <strong>Sensibilisierung als Lernform<\/strong>: Unsere Reaktion steigt durch die wiederholte Pr\u00e4sentierung des Reizes. Je \u00f6fter uns dieser Reiz pr\u00e4sentiert wird, desto h\u00e4ufiger werden wir die gleiche Reaktion zeigen. Die Sensibilisierung ist eine sehr adaptive und primitive Lernform.<\/p>\n<h3><strong>7.\u00a0Lernen durch entdecken<\/strong><\/h3>\n<p>Wenn aktiv nach Informationen gesucht wird und das was uns antreibt die <strong>Neugierde<\/strong> ist, lernen wir durch Entdecken. Das kognitive Lernen in dieser Form zeichnet sich dadurch aus, dass das <strong>Individuum interessiert ist, entdeckt, lernt, Konzepte verkn\u00fcpft und das Gelernte an das eigene kognitiven Schema anpasst<\/strong>.<\/p>\n<h3><strong>8. Imitationslernen oder Lernen durch Beobachtung\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p>Bei dieser Lernform, wird eine Handlung bei einem Modell beobachtet, die im Anschluss imitiert wird. Kognitives Lernen in dieser Form hat einen engen Zusammenhang zu den <a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/spiegelneuronen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Spiegelneuronen<\/a>. Die Imitation, auch Modelllernen genannt ist eine sehr wichtige Lernform.<\/p>\n<h3><b>9. Emotionales Lernen<\/b><\/h3>\n<p>Das Kognitive Lernen impliziert in diesem Fall eine emotionale Entwicklung des Individuums. Die emotionale Intelligenz entwickelt sich von dieser Lernform ausgehend, welche erlaubt, die eigenen Emotionen zu regulieren(<a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/test-emotionale-intelligenz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Test zur emotionalen Intelligenz<\/a>).<\/p>\n<p>Au\u00dferdem spielt die Emotion eine entscheidende Rolle bei der Lernform, die sp\u00e4ter erl\u00e4utert wird.<\/p>\n<h3><strong>10. Erfahrungsbasiertes Lernen\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p>Aus den\u00a0Erfahrungen die wir im Laufe unseres Lebens machen, lernen wir unsere Lektionen. Durch\u00a0unsere Erfahrungen lernen wir am besten. Das kognitive Lernen in dieser Form ist sehr stark, aber auch sehr subjektiv. Denn jeder Mensch macht seine eigenen Erfahrungen und interpretiert diese auch auf pers\u00f6nliche Weise.<\/p>\n<h3><strong>11. Auswendiglernen\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p>Das Auswendiglernen ist eine Form des kognitiven Lernens bei der wir versuchen uns <strong>bestimmte Daten einzupr\u00e4gen und zu merken.<\/strong> Im Gegensatz zum kumulativen Lernen zeichnet unser Ged\u00e4chtnis einfach nur Informationen auf, ohne dass die betreffende Person zwangsl\u00e4ufig verstehen muss was sie lernt.<\/p>\n<h3><strong>12. Rezeptives Lernen\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p>Kognitives Lernen in dieser Form ist <strong>rein passiv, die Person empf\u00e4ngt dabei nur die Information, die zu lernen ist.<\/strong> Ein Beispiel hierf\u00fcr ist der Vortrag einer Lehrkraft, w\u00e4hrend die Sch\u00fcler sitzen und zuh\u00f6ren.<\/p>\n<h3><strong>13. Metakognitive Strategien<\/strong><\/h3>\n<p>Es ist wichtig, diese Lernstrategie zu erw\u00e4hnen, um unsere Art\u00a0zu Lernen besser zu verstehen. Diese Strategien setzen die Kenntnis \u00fcber den eigentlichen Lernprozess voraus. Das Lernen zu lernen.<\/p>\n<p><strong>Kenne Dich selbst und deine eigenen Einstellungen und\u00a0F\u00e4higkeiten, um zu wissen wie Du\u00a0selbst am besten Lernen kannst<\/strong>.<\/p>\n<p>Jede Person ist einzigartig. Es gibt keine ideale Lernmethode, die f\u00fcr alle Menschen am besten funktioniert. Deshalb ist es ein gro\u00dfer Vorteil\u00a0beim Lernen, die eigenen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen zu kennen.<\/p>\n<h2>Kognitives Lernen: Wie lassen sich die Kenntnisse \u00fcber das Gehirn auf die P\u00e4dagogik \u00fcbertragen?<\/h2>\n<p>Obwohl die Erkenntnisse \u00fcber das Gehirn und wie dieses lernt in den letzten 30 Jahren deutlich zugenommen haben, basieren die allermeisten Bildungssysteme auf einem fehlerhaften Lernmodell. <strong>Zu Lesen und sich S\u00e4tze aus einem Buch zu merken ist nicht der richtige Weg um zu Lernen.<\/strong> Die Studienlage ist klar: andere Dinge wie Sport, Emotionen, \u00dcberraschung, Experimentieren sind wichtige Faktoren, wenn es darum geht sich Wissen anzueignen.<\/p>\n<h3><strong>Kognitives Lernen: Die Bedeutung der Emotionen<\/strong><\/h3>\n<p>Emotionen sind die\u00a0Basis, um sich erinnern zu k\u00f6nnen. Die Information, die wir \u00fcber unsere Sinne aufnehmen, passiert das <a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/das-limbische-system\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">limbische System<\/a>, bevor sie in der Hirnrinde landet. Im limbischen System befindet sich eine der primitivsten Teile unseres Organismus, die Amygdala. Diese wird in Situationen aktiviert, die als wichtig f\u00fcr das \u00dcberleben wahrgenommen werden. <strong>Die Amygdala ist elementar wichtig f\u00fcr die Ged\u00e4chtniskonsolidierung<\/strong>.<\/p>\n<p>Man erinnert sich wahrscheinlich besser an seinen letzten Geburtstag, als an den Arbeits- oder Schultag von vor zwei Wochen.<\/p>\n<h3><strong>Kognitives Lernen: Sport machen und Lernen\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p>Studien haben gezeigt, dass Sport nicht nur die k\u00f6rperliche Leistungsf\u00e4higkeit st\u00e4rkt, sondern auch die Leistungen des kognitiven Lernens verbessert. <strong>Durch Sport werden bestimmte Proteine freigesetzt, welche die <a href=\"https:\/\/www.cognifit.com\/de\/gehirnplastizitat\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gehirnplastizit\u00e4t<\/a>\u00a0f\u00f6rdern. Dadurch werden neue Neuronen, Synapsen und Verbindungen generiert.<\/strong><\/p>\n<p>K\u00f6rperliche Bet\u00e4tigung erh\u00e4lt und verbessert\u00a0Aspekte, die mit der kognitiven Leistung und der mentalen Gesundheit zusammenh\u00e4ngen<em>.<\/em><\/p>\n<p>Unter den vielen Vorteilen von sportlicher Bet\u00e4tigung, ergeben\u00a0sich auf kognitiver Ebene folgende:<\/p>\n<p><em>&#8211; Eine bessere akademische Leistung und eine bessere Aufmerksamkeitskapazit\u00e4t<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Ein niedrigeres Risiko beispielsweise an Depressionen oder Angstst\u00f6rungen zu leiden.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Eine bessere <a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/wie-laune-verbessern-10-tricks-alltag\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Laune<\/a> und eine h\u00f6here\u00a0emotionale Stabilit\u00e4t.<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_16250\" style=\"width: 870px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-16250\" class=\"size-large wp-image-16250\" src=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/kognitives-Lernen.2-1024x684.jpg\" alt=\"kognitives Lernen\" width=\"860\" height=\"574\" \/><p id=\"caption-attachment-16250\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Sich zu bewegen ist wichtig, um zu Lernen.<\/span><\/p><\/div>\n<p>Neben k\u00f6rperlicher Aktivit\u00e4t kann auch aktives Gehirntraining die Gehirnplastizit\u00e4t\u00a0anregen\u00a0und die kognitiven F\u00e4higkeiten verbessern. Das kognitive Stimulationsprogramm von <a href=\"https:\/\/www.cognifit.com\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">CogniFit<\/a> bietet personalisierte Trainingseinheiten an, um schw\u00e4cher ausgepr\u00e4gte F\u00e4higkeiten individuell zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<h3><strong>Neuronales Fenster<\/strong><\/h3>\n<p>Wenn vom Lernen gesprochen wird, darf das neuronalen Fenster nicht unerw\u00e4hnt bleiben. Dieses beschreibt die Zeitfenster, in denen bestimmte neuronale Entwicklungsprozesse ablaufen. Diese <strong>Zeitr\u00e4ume sind kritische Phasen der Entwicklung, in denen bestimmte Dinge schneller und besser gelernt werden k\u00f6nnen, als zu anderen Zeitpunkten<\/strong>.<\/p>\n<p>Im Prinzip k\u00f6nnen wir das Sprechen in jedem Alter erlernen, jedoch ist zwischen dem 1\u00a0und dem 3\u00a0Lebensjahr der optimale Zeitpunkt. Das Sprechen sp\u00e4ter zu erlernen ist viel m\u00fchsamer und es ist unm\u00f6glich die gleichen Lernergebnisse zu erzielen.<\/p>\n<p>Es ist bekannt, dass es sich negativ auf das Gehirn auswirkt, Kinder von Klein auf still in einem Klassenzimmer sitzen zu lassen. Entdecke hier die\u00a0Entwicklungsstufen von Piaget.<\/p>\n<h2>Fehler in unserem Bildungssystem<\/h2>\n<h3>Missachtung des neuronalen Fensters<\/h3>\n<p>Wenn man bedenkt, was \u00fcber das Gehirn und optimale Lernstrategien bekannt ist, m\u00fcsste man meinen, dass im Bildungssystem bereits grundlegende Reformen durchgef\u00fchrt wurden. Das ist jedoch nicht der Fall. Wir lehren falsch. Wenn man die neuronalen Fenster beachten w\u00fcrde, s\u00e4\u00dfen keine kleinen Kinder still auf dem Stuhl. Um zu lernen ist es f\u00fcr sich n\u00e4mlich wichtig sich zu bewegen. Ebenso wenig g\u00e4be es trockenen Physikunterricht f\u00fcr Jugendliche, denn deren Gehirn ist in diesem Alter sehr emotional.<\/p>\n<h3>Anwendung der immer gleichen Lernformen<\/h3>\n<p>Es scheint, als w\u00e4ren die dominierenden Lernformen in der Schule weiterhin das rezeptive Lernen und das Auswendiglernen. Die P\u00e4dagogik f\u00f6rdert also weiterhin haupts\u00e4chlich mechanische und passive Lernformen und macht sich die Art wie wir wirklich lernen nicht zu Nutzen.<\/p>\n<h2>Wie sollten wir lernen?<\/h2>\n<p>Das ist eine gute Frage. Es ist ganz klar, dass viele der n\u00f6tigen Ver\u00e4nderungen schwer umzusetzen sind. Jedoch lassen sich mit dem Wissen dar\u00fcber wie das Gehirn funktioniert, bereits viele Dinge in Angriff nehmen.<\/p>\n<p>Die Bewegung, Emotionen und die \u00dcberraschung zu nutzen, um das Interesse im Kopf der Sch\u00fcler zu wecken, hilft ungemein. Wir haben in den letzten Jahren viel \u00fcber unser Gehirn gelernt. Es wird Zeit, das Gelernte anzuwenden und unser Gehirn richtig zu unterrichten.<\/p>\n<p>\u00dcbersetzt aus dem Spanischen. Original:\u00a0Mario de Vicente, Psychologe bei CogniFit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kognitives Lernen ist grundlegend f\u00fcr unser Leben. Wir lernen durch Erfahrungen, Emotionen, durch unsere Beziehung zu Menschen und durch vieles mehr&#8230; Die Erziehung die wir erfahren und die Lernprozesse die wir durchlaufen, definieren wer wir sind. 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