{"id":12338,"date":"2016-10-28T13:58:22","date_gmt":"2016-10-28T11:58:22","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/?p=12338"},"modified":"2023-03-07T07:19:51","modified_gmt":"2023-03-07T07:19:51","slug":"dysthymia-persistierende-depressive-stoerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/dysthymia-persistierende-depressive-stoerung\/","title":{"rendered":"Dysthymia: Persistierende Depressive St\u00f6rung. Wie identifiziert man sie &#038; 9 Tipps"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><em>Wir haben alle mal eine schlechte Phase, in der wir uns trauriger als gew\u00f6hnlich f\u00fchlen, keine Lust auf gar nichts haben und konstant apathisch sind. In den meisten F\u00e4llen l\u00f6st sich dies und wir kehren nach und nach in die Normalit\u00e4t zur\u00fcck. Aber was ist, wenn wir nicht in die Normalit\u00e4t zur\u00fcckkehren? Was ist, wenn die Traurigkeit und Unlust nicht verschwindet? Wenn dieser Zustand nicht mit der Zeit zur\u00fcckgeht, kann es sein, dass wir einen Fall von Dysthymia vor uns haben. Entdecke in diesem Artikel,\u00a0<strong>was Dysthymia ist, wie man sie identifiziert, ihre Ursachen und Tipps zur \u00dcberwindung der Dysthymie.<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Was ist Dysthymia?\u00a0<\/strong>Die Dysthymia, Persistierende Depressive St\u00f6rung genannt, ist eine leichte Form der Depression. Sie wird normalerweise in die Gruppe der chronischen St\u00f6rungen eingeordnet, aber es ist sehr wichtig zu betonen, dass in der Psychologie, im Unterschied zur Medizin, &#8220;chronisch&#8221; auf eine lang anhaltende St\u00f6rung hinweist, nicht darauf, dass sie &#8220;unheilbar&#8221; oder &#8220;unbehandelbar&#8221; ist.<\/p>\n<h2>Symptome von Dysthymia &#8211; Wie identifizieren wir sie?<\/h2>\n<p>Von Dysthymia Betroffene beschreiben sich h\u00e4ufig als &#8220;traurig&#8221; oder &#8220;schlecht gelaunt&#8221;. Die Dysthymia bei Erwachsenen wird mit folgenden Symptomen in Zusammenhang gebracht:<\/p>\n<ul>\n<li>Wenig Appetit oder \u00fcberm\u00e4ssiger Appetit<\/li>\n<li>Schlaflosigkeit oder \u00fcberm\u00e4ssige Schl\u00e4frigkeit<\/li>\n<li>Niedrige Energie<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/niedriges-selbstwertgefuehl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Niedriges Selbstwertgef\u00fchl<\/a><\/li>\n<li>Konzentrationsprobleme und Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung<\/li>\n<li>Gef\u00fchle der Verzweiflung<\/li>\n<li>Schuldgef\u00fchle<\/li>\n<li>Vermeidung von sozialen Beziehungen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um Dysthymia diagnostizieren zu k\u00f6nnen,\u00a0<strong>m\u00fcssen die Symptome mindestens 2 Jahre anhalten.\u00a0<\/strong>Auch wenn sie sich zwischendurch f\u00fcr einige Monate zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Bei Kindern\u00a0<\/strong>sind die Hauptsymptome f\u00fcr Dysthymia:<\/p>\n<ul>\n<li>Reizbarkeit<\/li>\n<li>Schwache Schulleistungen<\/li>\n<li>Fehlen von Sozialkompetenz<\/li>\n<li>Pessimismus<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei Kindern m\u00fcssen die Symptome f\u00fcr Dysthymia ein Jahr lang bestehen, um diagnostiziert zu werden.<\/p>\n<p>Es ist wichtig, Dysthymia fr\u00fch zu diagnostizieren, da sie, wenn sie nicht angemessen behandelt wird, zur Depression f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Man darf allerdings ein normales Traurigkeitsgef\u00fchl nicht mit Dysthymia verwechseln. Es ist normal, sich ab und zu traurig, ver\u00e4rgert, oder ungl\u00fccklich in einigen Momenten des Lebens zu f\u00fchlen. Dies beginnt, pathologisch zu werden, wenn das Ungl\u00fcck und die Traurigkeit in der Zeit anhalten und nicht verschwinden, auch wenn alles gut laufe zu scheint, und die Alltagst\u00e4tigkeiten beeinflusst.<\/p>\n<h2>Ursachen f\u00fcr Dysthymia<\/h2>\n<p>F\u00fcr psychologische St\u00f6rungen gibt nie nur eine einzige Ursache. Dennoch\u00a0<strong>scheint die Dysthymia mit dem Serotonin zusammenzuh\u00e4ngen<\/strong>, einem Neurotransmissoren, der f\u00fcr die emotionale Regulierung und Werturteile veranwortlich ist. Wie bei allen St\u00f6rungen, beeinflussen auch bei der Dysthymia stressige Lebenssituationen die Lernprozesse und die Pers\u00f6nlichkeitsmerkmale.<\/p>\n<p>Die Dysthymia tritt f\u00fcr gew\u00f6hnlich h\u00e4ufiger bei Frauen, bei Menschen mit einem von Dysthymia oder Depressionen betroffenen Familienmitglied und Menschen, die ein traumatisches Ereignis erlebt haben, auf.<\/p>\n<div id=\"attachment_12261\" style=\"width: 1290px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12261\" class=\"wp-image-12261 size-full\" src=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/pexels-photo-66757.jpeg\" alt=\"Dysthymia\" width=\"1280\" height=\"1280\" \/><p id=\"caption-attachment-12261\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #999999;\">Die Ursachen f\u00fcr Dysthymia sind nicht sehr bekannt<\/span><\/p><\/div>\n<h2>Tipps zur Vorbeugung und Linderung der Dysthymia-Symptome<\/h2>\n<p><strong>Wie \u00fcberwindet man Dysthymia?\u00a0<\/strong>Die Persistierende Depressive St\u00f6rung\u00a0<strong>sollte immer von einem Experten behandelt werden.\u00a0<\/strong>Diese Menschen k\u00f6nnen eine <a href=\"https:\/\/www.cognifit.com\/de\/cognitive-assessment\/cognitive-test\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">neuropsychologische Bewertung<\/a> vornehmen. Die Untersuchung der kognitiven Funktionsweise erf\u00fcllt eine vorbeugende Funktion und hat bei der fr\u00fchzeitigen Entdeckung von Dysthymia und anderen psychischen St\u00f6rungen Priorit\u00e4t. Finde hier heraus, <a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/psychiater-vs-psychologe-unterschied\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zu welchem Experten wir gehen sollten: Psychiater oder Psychologe<\/a>.<\/p>\n<p>Trotzem k\u00f6nnen Menschen mit Dysthymia einige Dinge unternehmen, um sich ein bisschen besser zu f\u00fchlen, bis sie den passenden Fachmann gefunden haben:<\/p>\n<h3>1. Sport hilft dabei, unsere Laune zu verbessern<\/h3>\n<p>Bewegung verbessert nicht nur unsere physische Gesundheit, sondern kann auch dazu beitragen, unsere Laune zu verbessern. Es ist nicht notwendig, intensives Training zu betreiben. Jede k\u00f6rperliche T\u00e4tigkeit kann uns viele Vorteile bringen, von Spazierengehen bis Tanzen, Inlineskaten, Fahrrad fahren &#8230; Ausserdem steigt ihr Nutzen, wenn wir die k\u00f6rperlichen T\u00e4tigkeiten an der frischen Luft ausf\u00fchren.<\/p>\n<p>Du weisst nicht, wie du anfangen sollst, Sport zu machen? Entdecke unsere Tipps.<\/p>\n<h3>2. Drogen und Alkohol verschlimmern die dysthymischen Sympytome<\/h3>\n<p>Obwohl es so scheinen kann, als ob Drogen und Alkohol die depressiven Symptome lindern, verschlimmern sie sie auf lange Sicht, nicht zu sprechen von den negativen Auswirkungen, die diese Substanzen auf unseren Organismus haben.<\/p>\n<h3>3. Achte auf deine sozialen Bindungen<\/h3>\n<p>Eine der wichtigsten Erholungspr\u00e4diktoren ist bei diversen Formen von psychischen Problemen das soziale Netzwerk und die Unterst\u00fctzung, die die\/der Betroffene bekommt. Deshalb ist es sehr wichtig, sich mit Personen zu umgeben, die uns lieben und wertsch\u00e4tzen, uns unterst\u00fctzen und positiv sind. Halte dich von Leuten fern, die dir ein schlechtes Gef\u00fchl bereiten, dich geringsch\u00e4tzen und beschuldigen.<\/p>\n<p>Die Sozialisierung ist auch sehr wichtig, um uns besser zu f\u00fchlen. Soziale Beziehungen erh\u00f6hen unser Selbstwertgef\u00fchl und verbessern unsere Laune.<\/p>\n<h3>4. Guter Schlaf ist die Basis f\u00fcr eine Verbesserung er Dysthymia<\/h3>\n<p>Die Schlafqualit\u00e4t beeinflusst unseren Zustand und die Verfassung unseres Gehirns ungemein. Es ist wichtig, eine Schlafroutine beizubehalten, sich immer zur selben Zeit schlafen zu legen und zur selben Zeit aufzustehen. Um unsere Schlaflosigkeit zu bek\u00e4mpfen, k\u00f6nnen wir auch alle Reizquellen entfernen, die unseren Schlaf beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnten (Licht, Ger\u00e4usche, elektronische Ger\u00e4te &#8230;). Wir k\u00f6nnen auch versuchen, uns zu entspannen, bevor wir schlafen gehen. Wir k\u00f6nnen <a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/achtsamkeitsmeditation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Achtsamkeitsmeditation <\/a>machen, die Schlaflosigkeit mit Musikh\u00f6ren bek\u00e4mpfen, uns ein entspannendes Bad g\u00f6nnen &#8230;<\/p>\n<h3>5. Ern\u00e4hre dich gesund<\/h3>\n<p>Wir haben fast alle eine Ahnung von den Folgen, die eine ungesunde Ern\u00e4hrung in unserem K\u00f6rper hat, aber wir d\u00fcrfen nicht vergessen, wie die Ern\u00e4hrung unser Gehirn beeinflusst. Sie hat n\u00e4mlich einen grossen Einfluss. Eine gesunde Ern\u00e4hrung hilft uns, uns besser zu sehen und zu f\u00fchlen.<\/p>\n<h3>6. Kultiviere dein Selbstwertgef\u00fchl<\/h3>\n<p>Ein geringes Selbstwertgef\u00fchl ist ein gemeinsamer Faktor von vielen psychischen Problemen, deshalb ist es wichtig, es auf einem optimalen Level zu halten. Schreib auf einem Blatt Papier deine Erfolge auf (oder bitte jemanden, es f\u00fcr dich zu tun) und stelle dich den Situationen, vor denen du dich f\u00fcrchtest, das kann dabei helfen, dein Selbstwertgef\u00fchl zu steigern.<\/p>\n<h3>7. Den Stress im Zaum zu halten lindert die Dythymia-Symptome<\/h3>\n<p>Stress kann die Dysthymia-Symptome versch\u00e4rfen. Deshalb ist es sehr wichtig zu lernen, mit Stresssituationen besser umzugehen. Lerne, dich zu entspannen, wenn du gestresst bist. Es gibt eine Menge an <a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/entspannen-angstzustaende-progressive-muskelentspannung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entspannungstechniken<\/a>, die du verwenden kannst. Yoga und Meditation zu machen kann dir auch helfen.<\/p>\n<h3>8. Widme dir selbst Zeit<\/h3>\n<p>Es\u00a0ist wichtig, dass du nicht aufh\u00f6rst, Dinge zu tun, die dir gefallen. Und wenn du damit begonnen hast, deine Hobbys beiseite zu legen, versuch sie wieder aufzunhemen, nach und nach. Das Schlimmste, was du tun kannst, ist mit etwas aufzuh\u00f6ren, was dir Vergn\u00fcgen bereitet. Widme dir Zeit. Wenn du gerne liest, kochst, n\u00e4hst, Sport machst, ins Kino gehst &#8230; mache es weiterhin. Lass deine Hobbys nicht im Stich.<\/p>\n<p>Es ist auch eine gute Idee, dir ab und zu etwas zu g\u00f6nnen. G\u00f6nn dir ein entspannendes Bad, lies deinen Lieblingsroman, was auch immer. Das Wichtigste ist, dass du ein paar Stunden f\u00fcr dich reservierst, mindestens einmal pro Woche.<\/p>\n<h3>9. Benutze CogniFit, das f\u00fchrende Stimulationsprogramm, um bei der Behandlung von Dysthymia zu helfen<\/h3>\n<div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.cognifit.com\/de\/depression\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CogniFit verf\u00fcgt \u00fcber ein f\u00fchrendes Programm zur kognitiven Bewertung und Behandlung f\u00fcr Dysthymia und Depression<\/a>. Diese nicht pharmakologische Behandlung kann dabei helfen, Dysthimiasymptome zu verringern, indem es kognitive Verbesserungen schafft.<\/p>\n<p>Der niedergeschlagene Gem\u00fctszustand der Menschen mit Depressionen oder Dysthymia kann M\u00e4ngel im kognitiven Bereich zufolge haben. Die haupts\u00e4chlich beeinflussten kognitiven F\u00e4higkeiten bei Menschen mit Depressionen sind <a href=\"https:\/\/www.cognifit.com\/de\/wissenschaft\/kognitive-fahigkeiten\/arbeitsgedachtnis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">das Arbeitsged\u00e4chtnis<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.cognifit.com\/de\/wissenschaft\/kognitive-fahigkeiten\/inhibition\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Inhibition<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.cognifit.com\/de\/wissenschaft\/kognitive-fahigkeiten\/geteilte-aufmerksamkeit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die geteilte Aufmerksamkeit<\/a> und generell die exekutiven Funktionen.<\/p>\n<p>Eine der\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC3651957\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">aktuellen Untersuchungen<\/a>\u00a0bewies die Effizienz des kognitiven Rehabilitationsprogramms von CogniFit bei der Verringerung der depressiven Symptome. Immer mehr Experten empfehlen diese Behandlung als erg\u00e4nzende Hilfe bei Dysthymia-Symptomen.<\/p>\n<\/div>\n<p>Quelle: Andrea Garc\u00eda Cerd\u00e1n, Psychologin bei CogniFit.<\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben alle mal eine schlechte Phase, in der wir uns trauriger als gew\u00f6hnlich f\u00fchlen, keine Lust auf gar nichts haben und konstant apathisch sind. In den meisten F\u00e4llen l\u00f6st sich dies und wir kehren nach und nach in die Normalit\u00e4t zur\u00fcck. Aber was ist, wenn wir nicht in die Normalit\u00e4t zur\u00fcckkehren? 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