{"id":12376,"date":"2017-04-07T15:49:00","date_gmt":"2017-04-07T13:49:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/?p=12376"},"modified":"2023-03-06T16:38:59","modified_gmt":"2023-03-06T16:38:59","slug":"was-ist-dopamin-funktionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/was-ist-dopamin-funktionen\/","title":{"rendered":"Was ist Dopamin und welche Funktion erf\u00fcllt es? Fragen und Antworten"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Heute beantworten wir einige Fragen, die dir vielleicht schon einmal durch den Kopf gegangen sind. Was ist Dopamin und welche Funktion erf\u00fcllt es? Entdecke es hier! Wir alle haben schon einmal vom diesem Hormon geh\u00f6rt. Es hei\u00dft, es sei das Gl\u00fcckshormon, das angeblich f\u00fcr die Lust aber auch f\u00fcr die Sucht verantwortlich ist &#8230; Aber, wenn wir Mythen und Legenden einmal beiseite lassen: Was wissen wir \u00fcber Dopamin?<br><\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was ist Dopamin und welche Funktion erf\u00fcllt es?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Dopamin ist ein Molek\u00fcl das von unserem K\u00f6rper hergestellt wird. Diese Substanz steckt hinter unserer Lust und unseren geheimsten W\u00fcnschen. Das Dopamin ist Begehren, Liebe, Untreue, Motivation, Aufmerksamkeit, Feminismus, Lernen und Sucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Dopamin ist ein Neurotransmitter, der als chemischer Botenstoff bezeichnet werden kann und sich darum k\u00fcmmert, die Anweisungen des zentralen Nervensystems (des Gehirns) weiterzuleiten. Dopamin ist demnach f\u00fcr das Weitergeben von Informationen von einem Neuron zum n\u00e4chsten verantwortlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wirkung, die das Dopamin in unserem Gehirn erzeugt, h\u00e4ngt von zahllosen Faktoren ab unter anderem mit welchen Neurotransmittern es kombiniert wird. Obwohl man anf\u00e4nglich glaubte, dass diese Substanz mit dem wirklichen Vergn\u00fcgen (dem &#8220;M\u00f6gen&#8221;) assoziiert sei, geht man seit Kurzem davon aus, dass sie mehr mit der Vorfreude und der Motivation (dem &#8220;Wollen&#8221;) in Zusammenhang steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Dopamin ist an der Aktivierung der Belohnungssysteme in unserem Gehirn beteiligt, vor allem im Nucleus accumbens. Dieses Gehirnareal ist eine Schl\u00fcssel-Kernstruktur f\u00fcr das Entfalten von Verhaltensweisen bei emotionalen Reizen, sowohl positiven als auch negativen, und wird als das Hauptzentrum der Lust im Gehirn gesehen. Der Nucleus accumbens ist mit anderen Gehirnarealen verbunden, die f\u00fcr Emotionen und Erinnerung zust\u00e4ndig sind. Deshalb spielt er auch beim Lernen eine wichtige Rolle, wie wir im n\u00e4chsten Abschnitt sehen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reize, die den Belohnungskreislauf des Gehirns am meisten aktivieren, sind <strong>neue <\/strong>Reize, also alle Sachen die wir nicht gut kennen beziehungsweise die <strong>unerwartet <\/strong>auftreten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie funktioniert Dopamin?<\/h3>\n\n\n\n<p>Dopamin hat viele Funktionen. Es ist <strong>hauptverantwortlich f\u00fcr Gl\u00fccksgef\u00fchle, unsere Motivation und Neugierde <\/strong>f\u00fcr Dinge. Aber vor allem hat Dopamin mit der Bewegungskoordinierung, der Entscheidungsfindung und der Regulierung des Lernen und Ged\u00e4chtnisses zu tun. Im Weiteren gehen wir auf jede einzelne Funktion ein.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cognifitblog.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/dopamine-1-system-640x640.jpg\" alt=\"Wie funktioniert Dopamin?\" class=\"wp-image-54841\"\/><figcaption> Wie funktioniert Dopamin? <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">1. Dopamin und das Gl\u00fccksgef\u00fchl<\/h4>\n\n\n\n<p>Wenn das Dopamin in den Belohnungszentren des Gehirns freigesetzt wird, f\u00fchlen wir Gl\u00fcck, Wohlgef\u00fchl und Entspannung. Es spielt bei unseren Grundbed\u00fcrfnissen f\u00fcr das \u00dcberleben wie beim Sex, dem Essen, dem sozialen Status etc. eine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">2. Dopamin, Lernen und Ged\u00e4chtnis<\/h4>\n\n\n\n<p>In mehreren Studien wie&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/18772052\">dieser<\/a>&nbsp;wird erkl\u00e4rt, dass diese Substanz der Schl\u00fcssel zum Lernen und Ged\u00e4chtnis ist. <strong>Dopamin hilft uns dabei, uns an Informationen zu erinnern<\/strong>. Es st\u00e4rkt die Verbindungen zwischen dem Nucleus accumbens und Bereichen, die mit dem Ged\u00e4chtnis zusammenh\u00e4ngen. Es ist sogar erwiesen, dass<strong> Erlerntes, das eine emotionale Komponente aufweist am l\u00e4ngsten bestehen bleibt. <\/strong>Es spielt eine wichtige Rolle bei diesem Prozess.<\/p>\n\n\n\n<p>Dopamin ist auch ein Schl\u00fcsselfaktor beim&nbsp;<strong>assoziativen Lernen<\/strong>. Eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.sciencedaily.com\/releases\/2014\/05\/140513175006.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studie<\/a>&nbsp;zeigt, dass die Stimulation der Dopaminkan\u00e4le in der <em>Substantia nigra<\/em> im Gehirn der Teilnehmer, w\u00e4hrend diese eine Belohnung erhielten, sie dazu bewegte, die Stimulation die der Belohnung vorausging, zu wiederholen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">3. Dopamin und Motivation<\/h4>\n\n\n\n<p>Viele Studien, wie <a href=\"http:\/\/www.cell.com\/neuron\/abstract\/S0896-6273(12)00941-5?_returnURL=http%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS0896627312009415%3Fshowall%3Dtrue\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">diese <\/a>untersuchen die motivierende Funktion des Dopamins. Es scheint, als ob dieser Neurotransmitter uns nicht nur belohnt wenn wir eine genussvolle T\u00e4tigkeit ausgef\u00fchrt haben, sondern schon vorher aktiv ist. Dopamin wird freigesetzt, um etwas Gutes zu erreichen und etwas Schlechtes zu vermeiden. Ein Dopaminmangel, der bei vielen Erkrankungen wie beispielsweise der Depression vorkommt, spiegelt sich in Symptomen wie Motivationsmangel oder Anhedonie wider.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">4. Dopamin und Neugierde<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Neugierde ist die Art von intrinsischer Motivation, die uns dazu bewegt, Antworten auf R\u00e4tsel oder unbekannte Dinge zu suchen. Die Neugierde ist der emotionale Aspekt, der uns zur Entdeckung, Forschung und zum Lernen motiviert. Neugierde kann als Existenzmechanismus bezeichnet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Aspekte scheinen auch mit der Neugierde zusammenzuh\u00e4ngen. Normalerweise entiwcklen wir Neugierde bei Dingen, die wir nicht kennen und die nicht in unsere mentalen Konzepte passen. Au\u00dferdem ist die Neugierde eine Art von Motivation und wird demnach durch Dopamin reguliert (wie die intrinsische Motivation). In einer aktuellen&nbsp;<a href=\"http:\/\/blogs.ucdavis.edu\/egghead\/2014\/10\/02\/curiosity-helps-learning-and-memory\/\">Arbeit von Grubber<\/a>&nbsp;\u00fcber die Neugierde und das Ged\u00e4chtnis kann man lesen, dass die Verbindungen und Strukturen, die mit den Belohnungsmechanismen zusammenh\u00e4ngen, wie das dopaminerge Netz und die Aktivierung des Nucleus accumbens, auf die Neugierde einwirken. Menschen erinnern sich besser an Informationen, bei der sie Neugierde empfinden, auch wenn diese Information irrelevant ist.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">5.&nbsp;Dopamin und Kreativit\u00e4t<\/h4>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0010670\">Wissenschaftliche Untersuchungen<\/a> weisen darauf hin, dass eine Beziehung zwischen dem dopaminergen Kreislauf und der Kreativit\u00e4t besteht. Die Dopaminrezeptoren von gesunden sehr kreativen Menschen \u00e4hneln denen von Personen mit Schizophrenie. Dopaminrezeptoren sind eng mit dem divergenten Denken verbunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl kreative als auch von Schizophrenie betroffene Menschen besitzen eine geringere Dichte an Dopaminrezeptoren im Thamalus, welcher die Informationen filtert die uns erreichen und beeinflusst somit die Wahrnehmung und das logische Denken. Das bedeutet, dass die Signale weniger stark gefiltert werden und somit ein gro\u00dfer Informationsfluss in das Bewusstsein gelangt. Das erkl\u00e4rt, weshalb kreative Menschen zahlreiche ungew\u00f6hnliche Assoziationen bei der L\u00f6sung von Problemen finden und sich bei Personen mit psychischen St\u00f6rungen seltsame Verbindungen finden lassen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">6. Dopamin und Pers\u00f6nlichkeit<\/h4>\n\n\n\n<p>Ein Pers\u00f6nlichkeitsmerkmal, das uns am meisten definiert, ist unser Grad an Extravertiertheit. Die Extraversion hat zwei Hauptbestandteile: den Gefallen an sozialer Interaktion und die Impulsivit\u00e4t. Dieses Merkmal h\u00e4ngt stark mit dem Dopamin zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einigen <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/11301519\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Studien<\/a> zufolge neigen Menschen mit hoher Impulsivit\u00e4t und Offenheit f\u00fcr neue Erfahrungen (normalerweise extravertiert) dazu, ihre Dompaminkreisl\u00e4ufe besser aktivieren zu k\u00f6nnen. Sie sind f\u00fcr gew\u00f6hnlich auch anf\u00e4lliger f\u00fcr Suchterkrankungen oder <a href=\"http:\/\/www.medicaldaily.com\/risky-business-dopamine-influences-brain-take-risky-decisions-302500\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Risikoverhalten<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was geschieht, wenn ich an Dopaminmangel oder Dopamin\u00fcberschuss leide? <\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Es gibt einige Krankheiten, die durch den Mangel oder \u00dcberschuss an Dopamin entstehen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wenn uns diese Substanz fehlt,&nbsp;<\/strong>f\u00fchlen wir uns eventuell demotiviert, gelangweilt, deprimiert oder sogar betr\u00fcbt. &nbsp;Es ist auch m\u00f6glich, dass wir Anhedonie versp\u00fcren, dass es uns schwerf\u00e4llt, Gl\u00fcck zu empfinden und zu genie\u00dfen. Einige Krankheiten, die sich durch einen Dopaminmangel auszeichnen sind&nbsp;<strong>die Depression, die Sozialphopie, ADHS&nbsp;<\/strong>(Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivit\u00e4t) und&nbsp;<strong>die Parkinson-Krankheit<\/strong>. Deswegen f\u00fchren die Medikamente, die zur Behandlung dieser Krankheiten f\u00fcr gew\u00f6hnlich eingesetzt werden, zu einer Steigerung des Dopamingehalts im Gehirn. Dies geschieht jedoch in geringen und regulierten Dosen, da sie anderweitig, genau wie andere Drogen, abh\u00e4ngig machen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen von Parkinson, ist bei diesen St\u00f6rungen die Ursache der Erkrankung nicht der Dopaminmangel, sondern der R\u00fcckgang in positiven Verst\u00e4rkern, also die aktive Suche nach genussvollen Reizen und ein R\u00fcckgang der Motivation. Der Verlust der positiven Verst\u00e4rker f\u00fchrt zu einem R\u00fcckgang der Dopaminproduktion. Bei der Parkinson-Krankheit hingegen degeneriert der Gehirnbereich, der Dopamin produziert, die <em>Substantia nigra<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein erh\u00f6hter Dopamingehalt h\u00e4ngt hingegen mit psychischen Krankheiten wie der <strong>Schizophrenie und der bipolaren St\u00f6rung&nbsp;<\/strong>zusammen. Bei diesen St\u00f6rungen hemmen die verwendeten Medikamente normalerweise die Wirkung dieser Substanz. Sie sorgen daf\u00fcr, dass sie weniger lange im synaptischen Spalt verbleibt und somit die Informationsweitergabe von einem zum n\u00e4chsten Neuron gehemmt wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welchen Einfluss hat Dopamin auf Suchterkrankungen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine Sucht beinhalten den intensiven Wunsch nach etwas, den Kontrollverlust \u00fcber den Konsum und der kontinuierliche Gebrauch, trotz ung\u00fcnstiger Folgen. Die Sucht ver\u00e4ndert das Gehirn, indem sie die Art mit der Vergn\u00fcgen registriert wird ver\u00e4ndert und die normale Funktionsweise des Lernens und der Motivation zerst\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich zur Steigerung der Dopaminproduktion hemmen Drogen auf k\u00fcnstliche Weise die Dopaminwiederaufnahme und den Dopaminabbau. Das bedeutet, dass sich \u00fcber einen langen Zeitraum gro\u00dfe Mengen im synaptischen Spalt (mehr als 150% des normalen Wertes) ansammeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedoch nicht nur Drogen, die auf k\u00fcnstliche Weise den Dopamingehalt im Gehirn steigern, beg\u00fcnstigen eine Suchterkrankung. Viele Verhaltensweisen, die eine Steigerung des Dopamingehalts im Gehirn verursachen, machen einen anf\u00e4lliger f\u00fcr Abh\u00e4ngigkeit von diesem Verhalten, wie beispielsweise bei der Sex-, Spiel-, Kauf-, Videospiel-, und Fast-Food-Sucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Sich wiederholt einer s\u00fcchtig machenden Substanz oder Verhaltensweise auszusetzen verursacht eine Kommunikation der Nervenzellen im Nucleus accumbens und des Pr\u00e4frontalen Cortex (der f\u00fcr Planung und Entscheidungsfindung zust\u00e4ndige Bereich). So vereint sich, dass &#8220;uns etwas gef\u00e4llt&#8221; mit dem &#8220;wir wollen es haben&#8221; und bringt uns dazu, dem Wunsch nachzugehen. Dieser Prozess motiviert uns dazu, die Quelle des Vergn\u00fcgens zu suchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Mechanismus hat sich als adaptiv und evolution\u00e4r vorteilhaft herausgestellt, da wir das Vergn\u00fcgen mit f\u00fcr unser \u00dcberleben und unsere Gene notwendigen Verhaltensweisen assoziieren, wie die Nahrungssuche und dem Geschlechtsverkehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ansammlung von Dopamin im Gehirn sorgt daf\u00fcr, dass sich neue Rezeptoren f\u00fcr dieses Hormon bilden. Mit der Zeit passt sich das Gehirn an und der Effekt des Dopamins l\u00e4sst nach. So verringert sich das Gef\u00fchl des Vergn\u00fcgens oder Gl\u00fccks, das eine Substanz oder eine Verhaltensweise verursacht. Deswegen brauchen s\u00fcchtige Menschen immer h\u00f6here Dosen, um den gleichen Effekt zu erreichen. Dies nennt man&nbsp;<strong>Toleranz<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">S\u00fcchte ohne Drogen<\/h3>\n\n\n\n<p>Dies sind die sogenannten&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC3164585\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">St\u00f6rungen der Impulskontrolle<\/a>, die zu den Verhaltensst\u00f6rungen geh\u00f6ren. Es handelt sich um die Sucht nach Verhaltensweisen, wie Spontaneink\u00e4ufe, der Computer- oder Handysucht, der Sucht nach Arbeit, Sex, oder Spielen. Diese St\u00f6rungen haben viele Gemeinsamkeiten mit dem Drogenmissbrauch.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau wie bei einer Drogenabh\u00e4ngigkeit wird erlernt, dass bei Unwohlsein, Anspannung oder Unruhe, die Verhaltensweise diese negativen Gef\u00fchle verschwinden l\u00e4sst und Vergn\u00fcgen schafft. Deshalb wird es wahrscheinlich, dass dieses Verhalten wiederholt wird. Dennoch ist der Dopamingehalt, der beim Ausf\u00fchren dieses Verhaltens entsteht, zwar erh\u00f6ht, liebt aber im normalen Bereich, da er nicht, wie beim Drogenkonsum, k\u00fcnstlich erh\u00f6ht wird. Deshalb kann es bei solchen Suchterkrankungen zu keiner k\u00f6rperlichen Abh\u00e4ngigkeit kommen und sie sind nicht so sch\u00e4dlich f\u00fcr das Gehirn.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong style=\"font-size: 0.95em; line-height: 1.6em;\">Also, kann uns Dopamin zur Sucht f\u00fchren?&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Trotz seines schlechten Rufes durch den Zusammenhang mit Abh\u00e4ngigkeiten kann die Substanz&nbsp;<em>per se&nbsp;<\/em>nicht zur Sucht f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispielsweise ist es schwierig, nach Neugierde s\u00fcchtig zu werden. So setzt das Gehirn zwar viel Dopamin frei wenn wir Neugierde versp\u00fcren, jedoch baut der K\u00f6rper es in einem konstanten Rhythmus ab und beh\u00e4lt so ein Gleichgewicht bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig h\u00e4ngt es sehr von den Eigenschaften und der F\u00e4higkeit zur Impulskontrolle einer jeden Person ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Dopamin dient dem Erhalten der Motivation und beg\u00fcnstigt das Lernen. Au\u00dferdem erm\u00f6glicht es uns, uns zu verlieben, ger\u00fchrt zu werden und es zu genie\u00dfen, wenn wir einen sch\u00f6nen Sonnenuntergang sehen, oder wenn wir mit dem Auto fahren, das wir so lieben. Die kleinen Vergn\u00fcgen des Lebens werden durch Dopamin vermittelt, und wer w\u00fcrde schon gerne darauf verzichten? Dopamin ist nicht schlecht, aber wie bei allem braucht man ein Gleichgewicht. Wir k\u00f6nnen nicht immer &#8220;voller&#8221; Dopamin sein, da es in&nbsp; uns eine Sucht ausl\u00f6sen w\u00fcrde. Dennoch&nbsp;<strong>verursacht Dopamin allein keine Suchterkrankung. Das tun die zwanghaften Verhaltensweisen, mit denen wir nach einem erh\u00f6hten Dopamingehalt suchen, die uns zur Sucht f\u00fchren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ist das Gl\u00fccksgef\u00fchl, das wir empfinden, wirklich oder falsch?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn das Gehirn Dopamin als Reaktion auf nat\u00fcrliche Reize freisetzt, ist das Gl\u00fcck, was wir empfinden, echt. Wenn im Gegensatz dazu, die Dopaminfreisetzung das Produkt einer Droge ist, kann man&nbsp; von einem k\u00fcnstlichen &#8220;Gl\u00fcck&#8221; sprechen und ist somit eher falsch.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Gl\u00fccksgef\u00fchl spielen auch andere Hormone au\u00dfer dem Dopamin, wie Serotonin und die Endorphine, eine Rolle. Dopamin h\u00e4ngt am engsten mit dem Vergn\u00fcgensgef\u00fchl und der Motivation, diese Gef\u00fchl zu suchen, zusammen. Serotonin wird auch das Vergn\u00fcgens- oder Stimmungshormon genannt. Und Endorphine erh\u00f6hen unser Wohlgef\u00fchl, verbessern die Stimmung und erzeugen Zufriedenheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Andrea Garc\u00eda Cerd\u00e1n, Psychologin bei CogniFit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute beantworten wir einige Fragen, die dir vielleicht schon einmal durch den Kopf gegangen sind. Was ist Dopamin und welche Funktion erf\u00fcllt es? Entdecke es hier! Wir alle haben schon einmal vom diesem Hormon geh\u00f6rt. 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