{"id":15902,"date":"2017-06-12T09:03:06","date_gmt":"2017-06-12T09:03:06","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.cognifit.com\/?p=15902\/"},"modified":"2023-03-06T16:34:34","modified_gmt":"2023-03-06T16:34:34","slug":"posttraumatische-belastungsstoerung-gehirn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/posttraumatische-belastungsstoerung-gehirn\/","title":{"rendered":"Die Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung und das Ged\u00e4chtnis"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\">Wie Traumata unsere Erinnerung l\u00f6schen:&nbsp;\u201e<em>Es war das schlimmste Ereignis meines Lebens \u2013 und ich habe es vergessen<\/em>.\u201c&nbsp;Einige Personen, die schreckliche Situationen erlebt haben, k\u00f6nnen sich an diese oft nicht mehr genau erinnern \u2013 dies liegt nicht nur Verdr\u00e4ngung zugrunde. Das Erleben eines traumatischen Ereignisses und eine darauf folgende posttraumatische Belastungsst\u00f6rung l\u00f6st heftige Stressreaktionen in unserem K\u00f6rper aus, die sogar so weitreichende Folgen haben k\u00f6nnen, dass sie unser <a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/gedaechtnisluecken-nicht-alles-erinnern-wahr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ged\u00e4chtnis ver\u00e4ndern<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist eine posttraumatische Belastungsst\u00f6rung?<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine posttraumatische Belastungsst\u00f6rung (kurz: PTBS) entsteht, wie der Name bereits nahelegt, nach dem Erleben oder Beobachten eines extrem traumatischen Ereignisses. Dieses Ereignis wird von den Betroffenen in der Regel als lebensbedrohlich wahrgenommen und geht oft mit schweren Verletzungen einher. Solche traumatischen Ereignisse k\u00f6nnen beispielsweise Krieg, Naturkatastrophen, schwere Unf\u00e4lle, Geiselnahmen oder Missbrauch sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Ursachen und somit Typen der posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Typ I: einmalige, eher kurzfristige Ereignisse (z.B. Unfall, Vergewaltigung, Naturkatastrophe<\/li><li>Typ II: wiederholte, l\u00e4nger andauernde Stressoren (z.B. k\u00f6rperliche und sexuelle Misshandlungen, Krieg, Gefangenschaft<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Bei einer rein akuten posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung halten die Symptome in der Regel weniger als 3 Monate an. Danach nehmen sie aus eigener Kraft oder mithilfe von Therapie ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Halten die Symptome jedoch l\u00e4nger an, kann sich eine chronische PTBS entwickeln, welche wesentlich schwieriger zu bew\u00e4ltigen ist.<br>In einigen F\u00e4llen tritt die Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung nicht unmittelbar nach dem traumatischen Ereignis ein, sondern folgt sp\u00e4ter mit verz\u00f6gertem Beginn; so k\u00f6nnen Monate oder auch Jahre vergehen, bis ein Ereignis oder eine Situation, die der urspr\u00fcnglichen traumatischen Situation \u00e4hnelt, den Betroffenen an das Trauma erinnert und eine heftige Reaktion ausl\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Symptome der posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vermeidungsverhalten bei einer posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach dem Erleben und \u00dcberleben der traumatischen Situation versuchen die Betroffenen in der Regel, sich den neuen Umst\u00e4nden ihres Lebens anzupassen, und entwickeln hierzu Strategien wie dissoziatives Abspalten vom Geschehen oder emotionales Abstumpfen, um ihren Schmerz zu vermindern. Durch diese teilweise vollkommene Unterdr\u00fcckung von Emotionen und Schmerz kann es zu einer tiefgreifenden Ver\u00e4nderung der gesamten Pers\u00f6nlichkeit der Person kommen, die nur noch darauf bedacht ist, ihre Emotionen zu unterdr\u00fccken und somit ihre gesamte Energie darauf ausrichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Betroffene zeigen daher oft ein stark vermindertes Interesse an Alltagsaktivit\u00e4ten und berichten von einem Gef\u00fchl der Entfremdung vom Leben, an dem sie kaum noch bewusst teilnehmen. Mit diesem emotionalen Abstumpfen geht oft eine eingeschr\u00e4nkte Affektbandbreite wie zum Beispiel die Unf\u00e4higkeit, z\u00e4rtliche Gef\u00fchle zu empfinden und zu zeigen, einher. Viele Betroffene verlieren und vermeiden daher soziale Kontakte und werden einsam.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verdr\u00e4ngung und posttraumatische Belastungsst\u00f6rung<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Bew\u00e4ltigung und Verarbeitung des traumatischen Ereignisses wird dabei h\u00e4ufig \u00fcber viele Jahre hinweg durch wiederkehrende und stark belastende Erinnerungen an das Ereignis, Halluzinationen, Alptr\u00e4ume oder Flashbacks erschwert.<\/p>\n\n\n\n<p>Um diese qu\u00e4lenden Erinnerungen zu umgehen entwickeln viele Betroffene ein geradezu phobisches Vermeidungsverhalten, um allen Hinweisreizen, die die Erinnerung an das Geschehene wieder wecken k\u00f6nnten, auszuweichen. Dieses Vermeidungsverhalten kann das gesamte allt\u00e4gliche Leben der Person einschr\u00e4nken und belastet ihre Beziehungen zu Familie und Freunden stark.<br>Sollte eine Person, die unter der PTBS leidet, trotzdem einer Situation begegnen, die sie an das belastende Ereignis erinnert, so kann es zu heftigen psychischen Belastungen und k\u00f6rperlichen Reaktionen wie beispielsweise <a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/entspannen-angstzustaende-progressive-muskelentspannung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Panikattacken<\/a> kommen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">K\u00f6rperliche und emotionale Symptome der PTBS<\/h3>\n\n\n\n<p>Weitere k\u00f6rperliche Reaktionen, die oft mit einer Belastungsst\u00f6rung einhergehen, sind Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, und ein st\u00e4ndiger Zustand der Aktivierung und Erregung, welcher zu teilweise \u00fcbertrieben starken Schreckreaktionen f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Patienten, die ein traumatisches Ereignis \u00fcberstanden haben, berichten von teilweise qualvollen Schuldgef\u00fchlen, zum Beispiel da sie \u00fcberlebt haben und andere Menschen nicht. Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und ein st\u00e4ndiges Gef\u00fchl der Bedrohung sind weitere Symptome einer posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung, die teilweise in selbstsch\u00e4digendem Verhalten enden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung: Diagnose<\/h3>\n\n\n\n<p>Um eine posttraumatische Belastungsst\u00f6rung sicher diagnostizieren zu k\u00f6nnen muss die beschriebene Symptomatik l\u00e4nger als einen Monat andauern, da diese sich nach einem traumatischen Ereignis oft innerhalb eines Monats zur\u00fcckbildet.<br>Wenn einige der Symptome wie Vermeidung, Empfindungslosigkeit oder erh\u00f6hte Angst schon vor dem traumatischen Ereignis auff\u00e4llig waren, sind die Kriterien f\u00fcr eine PTBS ebenfalls nicht erf\u00fcllt; es kann eventuell eine andere affektive St\u00f6rung oder Angstst\u00f6rung vorliegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die soziale Unterst\u00fctzung durch Familie und Freunde, positive und st\u00e4rkende Erfahrungen sowie verschiedene Pers\u00f6nlichkeitsmerkmale der Betroffen, wie zum Beispiel ihre Belastbarkeit und Nervenst\u00e4rke, k\u00f6nnen die Entstehung und auch die Dauer einer Belastungsst\u00f6rung sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung und das <a href=\"https:\/\/www.cognifit.com\/de\/gedachtnis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ged\u00e4chtnis<\/a><\/h2>\n\n\n\n<p>Wie zuvor bereits erl\u00e4utert sind Vermeidungsverhalten und das Verdr\u00e4ngen von Gedanken an das Ereignis verschiedene M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Betroffene, mit dem traumatischen Ereignis umzugehen. W\u00e4hrend manche Personen, die eine solche Situation \u00fcberstanden haben, von Flashbacks und Erinnerungen geradezu gejagt werden, berichten andere jedoch von einer schwammigen oder teilweise v\u00f6llig fehlenden Erinnerung an das Ereignis selbst; sie k\u00f6nnen sich an die Situation kaum noch zur\u00fcckerinnern.<br>Um zu verstehen, wie dieser Ged\u00e4chtnisverlust zustande kommt, ist es wichtig, einen Blick auf unser Gehirn und Hormonsystem zu werfen und zu untersuchen, wie der K\u00f6rper auf solche belastenden Ereignisse reagiert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Rolle des Hippocampus bei PTBS<\/h3>\n\n\n\n<p>Der <a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/hippocampus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hippocampus<\/a> ist eine Struktur, die sich relativ mittig im Temporallappen (auch Schl\u00e4fenlappen genannt) des Gehirns befindet; jeder von uns hat zwei von ihnen \u2013 in jeder Gehirnh\u00e4lfte einen. Gemeinsam mit einigen anderen Strukturen bildet er das sogenannte <a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/das-limbische-system\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">limbische System<\/a>, welches unter anderem eine gro\u00dfe Rolle bei Emotionen spielt.<br>Der Hippocampus selbst hat viele verschiedene Aufgaben, besonders wichtig ist er allerdings f\u00fcr das Ged\u00e4chtnis. Durch seine weiten Verbindungen zu vielen anderen Bereichen des Gehirns erh\u00e4lt er diverse Informationen, die hier vom Kurzzeitged\u00e4chtnis ins Langzeitged\u00e4chtnis \u00fcbertragen werden. Unsere Erinnerungen werden zwar nicht nur im Hippocampus, sondern auch in diversen anderen Bereichen des Gehirns gespeichert, wie zum Beispiel in der Gro\u00dfhirnrinde, aber der Hippocampus ist enorm wichtig, um diese Erinnerungen zu speichern und wieder aufzurufen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image size-full wp-image-15929\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/\u0413\u0438\u043f\u043f\u043e\u043a\u0430\u043c\u043f1-640x480.jpg\" alt=\"Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung - die Lage des Hippocampus im Gehirn. \" class=\"wp-image-59716\"\/><figcaption> Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung &#8211; die Lage des Hippocampus im Gehirn.  <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung: Das Hormonsystem<\/h3>\n\n\n\n<p>Durch ein traumatisches Ereignis und die darauffolgenden Belastungen wie Angst und Trauer stehen Betroffene oft unter starkem, langanhaltendem <a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/noradrenalin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Stress<\/a>.<br>Dieser Stress f\u00fchrt zu einer vermehrten Aktivierung des menschlichen Hormonsystems und einige Hormone werden in gro\u00dfen Mengen produziert \u2013 unter anderem das Stresshormon Cortisol.&nbsp;Bei der Posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung spielt dieses Hormon dementsprechend eine wichtige Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Die sogenannte HPA \u2013 Achse (<a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/der-hypothalamus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hypothalamus<\/a>-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse) ist eine Verbindung zwischen verschiedenen Strukturen unseres K\u00f6rpers, die vor allem bei Stress aktiviert wird.<br>Der Hypothalamus, eine Struktur im Gehirn, die zur Steuerung unseres K\u00f6rpers und enorm wichtig ist, wird bei starkem Stress aktiviert und sendet seine <a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/arten-von-neurotransmittern\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Botenstoffe<\/a>&nbsp;in den K\u00f6rper. Diese Botenstoffe aktivieren weitere Bereiche im K\u00f6rper, unter anderem die Nebennierenrinde.<br>Die Nebenniere ist eine hormonproduzierende Dr\u00fcse, die bei uns Menschen auf den eigentlichen Nieren aufsitzt und verschiedene Hormone produziert, unter anderem Cortisol.<\/p>\n\n\n\n<p>Cortisol ist in der Medizin allgemein als Entz\u00fcndungshemmer bekannt und wird daf\u00fcr oft vom Arzt verschrieben. Dies liegt daran, dass Cortisol vor allem die Eigenschaft hat, Stoffwechselvorg\u00e4nge zu aktivieren, die zum Abbau von bestimmten Stoffen in unserem K\u00f6rper f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Ged\u00e4chtnis unter Stress &#8211; Was passiert bei einer posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung?<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Hippocampus hat viele Bindungsstellen f\u00fcr dieses Cortisol. Wird also durch den Stress, der mit einer posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung einhergeht, viel Cortisol im K\u00f6rper ausgesch\u00fcttet, so gelangt auch viel davon in den Hippocampus \u2013 wo durch die \u00fcbergro\u00dfe Menge an Cortisol die <a href=\"https:\/\/blog.cognifit.com\/de\/funktion-der-nervenzellen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Nervenzellen<\/a> absterben indem sie abgebaut werden.<br>Der dauerhaft hohe Cortisolspiegel verhindert dabei ebenfalls die Neubildung von Nervenzellen, sodass das Volumen des Hippocampus um bis zu \u00fcber 20% reduziert werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Berichtet also eine Person, die ein traumatisches Ereignis erlebt hat, davon, dass sie sich an dieses Ereignis nicht erinnern kann, h\u00e4ngt dies nicht nur mit der bewussten Verdr\u00e4ngung der Situation zusammen, sondern gibt es tats\u00e4chlich eine neuronale Erkl\u00e4rung f\u00fcr diesen Ged\u00e4chtnisverlust im Gehirn.<br>Durch die Zerst\u00f6rung von Nervenzellen im Hippocampus wird es dem Gehirn unm\u00f6glich gemacht oder zumindest erschwert, auf das Ged\u00e4chtnis zuzugreifen und die Erinnerungen hervorzuholen.<br>Untersuchungen von Soldaten haben beispielsweise gezeigt, dass die Gr\u00f6\u00dfe ihrer Hippocampi abgenommen hat, je l\u00e4nger sie im Einsatz waren und je mehr traumatische Ereignisse und Stress sie somit erlebt haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung: Vergessen oder Flashbacks \u2013 wem passiert was?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die aktuelle Forschung liefert viele verschiedene Berichte zu posttraumatischen Belastungsst\u00f6rungen, mit teilweise v\u00f6llig entgegengesetzten Ausg\u00e4ngen. W\u00e4hrend einige Personen von Alptr\u00e4umen und qualvollen Flashbacks heimgesucht werden, erinnern sich andere kaum an das Ereignis \u2013 was bleibt ist jedoch die Angst und Panik und der innere Druck, \u00e4hnlichen Situationen aus dem Weg zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch wie entscheidet sich genau, wie eine Belastungsst\u00f6rung verl\u00e4uft?<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt verschiedene individuelle Risiko \u2013 und Schutzfaktoren, die den Umgang mit einem traumatischen Ereignis erleichtern oder erschweren k\u00f6nnen.<br>Viele Faktoren wie das Geschlecht oder die kognitive Verarbeitungskapazit\u00e4t wurden untersucht, aber auch Merkmale des Ereignisses selbst, zum Beispiel Intoxikation, die Art des Ereignisses, emotionale und physiologische Reaktionen auf das Geschehen sowie der Umgang mit dem entstandenen Trauma (soziale Unterst\u00fctzung, Pers\u00f6nlichkeitsmerkmale).<br>Keiner dieser untersuchten Faktoren konnte jedoch eine ausreichende und eindeutige Erkl\u00e4rung liefern f\u00fcr die Unterschiede, die bei der Entstehung einer posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung vorliegen. Es scheint eine Mischung aus verschiedenen Faktoren der Person und der Situation zu sein, die bestimmt, wie verschiedene Menschen auf ein traumatisches Ereignis reagieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Behandlung der posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung<\/h2>\n\n\n\n<p>Gut zu wissen ist jedoch, dass die posttraumatische Belastungsst\u00f6rung trotz all ihrer Unterschiede zu den gut therapierbaren St\u00f6rungen z\u00e4hlt. Viele verschiedene Therapieformen schlagen gut an, unter anderem die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie, bei der es vor allem um die Konfrontation der belastenden Erinnerung und eine strukturierte Ver\u00e4nderung der damit einhergehenden sch\u00e4digenden Verhaltensweisen geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst ist es bei der Behandlungs einer akuten posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung jedoch wichtig, bei den Betroffenen das Gef\u00fchl von Schutz und Sicherheit wiederherzustellen und die erste, unmittelbare Schockreaktion zu \u00fcberwinden. Erst danach kann gemeinsam mit dem Therapeut an Copingstrategien gearbeitet werden, um potenzielle Flashbacks und Angstzust\u00e4nde zu reduzieren und ein Zur\u00fcckkehren zum Leben vor dem Traumata zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem aber auch ein unterst\u00fctzendes soziales Umfeld ist enorm wichtig f\u00fcr das erfolgreiche \u00dcberwinden der Belastungsst\u00f6rung und kann Betroffenen dabei helfen, ihr Trauma zu \u00fcberwinden und ihr Leben wieder ohne Angst und Stress zu gestalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie Traumata unsere Erinnerung l\u00f6schen:&nbsp;\u201eEs war das schlimmste Ereignis meines Lebens \u2013 und ich habe es vergessen.\u201c&nbsp;Einige Personen, die schreckliche Situationen erlebt haben, k\u00f6nnen sich an diese oft nicht mehr genau erinnern \u2013 dies liegt nicht nur Verdr\u00e4ngung zugrunde. 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