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Farbpsychologie: Wie beeinflussen uns Farben und was bedeuten sie?

Die Bedeutung der Farben hat einen großen Einfluss darauf, wie wir bestimmte Dinge in unserem Alltag wahrnehmen. Was ist die Farbpsychologie? Wie beeinflussen die Farben unsere Emotionen? Was vermitteln die einzelnen Farben in unterschiedlichen Kulturen? Wir alle verbinden mit jedem Farbton ein bestimmtes Gefühl und verschiedene Konzepte. In diesem Artikel werden die Grundsätze der Farbpsychologie näher beleuchtet, die Anwendung dieser in der Praxis erklärt und praktische Tipps zur eigenen Anwendung genannt.

Farbpsychologie

Farbpsychologie: Was ist das und wozu ist sie gut?

Die Farbpsychologie untersucht, wie uns die Farben beeinflussen. Farben können die Wahrnehmung verändern, unsere Emotionen beeinflussen, Gefühle in uns auslösen, usw… Farben haben die Macht unsere Aufmerksamkeit und unser Gedächtnis zu verbessern und können uns sogar davon überzeugen, bestimmte Entscheidungen zu treffen. Die Bedeutung der einzelnen Farben zu kennen ist also ein wichtiger Schlüssel, um unser eigenes Verhalten besser zu verstehen.

Der Einfluss der Farben kann komplett unsere Vorstellung zu einem bestimmten Element oder Raum verändern. Stelle dir einmal ein Spielzeug für kleine Kinder vor. Wahrscheinlich denkst du an knallige bunte Farben mit starken Kontrasten, die lebendig und energetisch wirken. Wenn wir uns das gleiche Objekt jetzt komplett schwarz mit silbernen Elementen vorstellen … Stößt uns das vor den Kopf?

Es kann sein. Es gibt für bestimmte Elementgruppen sowas wie einen Farbkodex. Wir knüpfen im Laufe unseres Lebens bestimmte Assoziationen. Dabei stützen wir uns auf das, was wir täglich sehen ohne uns darüber ernsthaft Gedanken zu machen. Wenn wir aber auf einmal eine blaue Banane sehen, gelbe Erbsen oder einen neongelben Baum, können wir nur staunen.

Die Farbpsychologie ist ein Forschungsfeld, das sich ständig weiterentwickelt. Sie zu beherrschen ist wichtig für alle Kreative oder Firmen, wenn sie neue Produkte entwickeln und vermarkten wollen. Die Bedeutung der Farben zu kennen kann aber jedem dabei helfen, nicht in eine spezielle Falle zu tappen, das beste Geschenk für eine Freundin in Abhängigkeit ihrer Persönlichkeit auszusuchen oder um sich in seinem eigenen Zuhause wohlzufühlen.

Farben beeinflussen deine Emotionen und deine Laune. Farbpsychologie: Gehirn und Emotionen.

Wir sind einer großen Menge von Reizen ausgesetzt und führen viele verschiedene Aufgaben aus. Unser Gehirn ist zu jeder Tageszeit mit verschiedensten Herausforderungen konfrontiert. Wir haben dabei nicht die Zeit, all die Reize zu verarbeiten, die wir über unsere Sinnesorgane aufnehmen.

Aus diesem Grund sparen uns die Assoziationen viel Zeit, die wir über so grundlegende Aspekte wie Farben oder Formen entwickeln,  da diese Verarbeitung automatisch geschieht.

Außerdem sind wir unglaublich emotional. Die Farben interagieren mit unserem Gedächtnis, wecken unsere Gefühle und geben der Vernunft eine Richtung. Sie erinnern uns an angenehme Dinge, wie diese knallgelben Gummistiefel, die wir als kleines Kind hatten oder es irritiert uns ein T-Shirt in der Lieblingsfarbe unsere Exfreundin zu sehen.

Es ist gar nicht notwendig die Theorien der Farbpsychologie in aller Tiefe zu kennen, um zu wissen, dass Farben wie rot und rosa mit der romantischen Liebe und Erotik assoziiert werden (wenn der Valentinstag im Anmarsch ist, dominiert diese Farbe jedes Kaufhaus).  Wenn wir eine Einrichtung betreten, welche in diesen Farben dekoriert ist, (in angemessener Form)kann es vorkommen, dass wir uns daran erinnern, wie verliebt wir doch gerade sind und dass wir dieser Person eine Aufmerksamkeit schenken könnten.

Was bedeutet jede einzelne Farbe in der Psychologie?

Über dieses Thema wurden schon hitzige Debatten geführt. Experten wie Psychologinnen, Soziologen, Sprachwissenschaftlerinnen, oder Marktforscher untersuchen und interpretieren die Bedeutung der Farben. Sie untersuchen Ausdrücke wie “grün vor Neid zu sein” oder “das Leben durch eine rosarote Brille zu sehen”. Sie untersuchen die häufigsten Farben für eine bestimmte Produktkategorie oder führen unzählige Studien mit verschiedenen Bevölkerungsgruppen durch.

Was bedeutet die Farbe Weiß

Die Farbe des Schnees, der Milch, der Baumwolle oder dem Hochzeitskleid. Weiß steht für einen Neuanfang, Leichtigkeit, Perfektion, Reinheit, Frieden, Unschuld, usw.

Im Krankenhaus ist Weiß eine vorherrschende Farbe, sie wirkt steril und vermittelt Ruhe. Die weißen Kittel werden eingesetzt, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Weiß ist eine makellose Farbe, sie ist neutral und sauber.

Ein weißes unbeschriebenes Blatt zu sein eröffnet uns eine Welt voller Möglichkeiten, kann aber auch Unwohlsein auslösen, wenn wir nicht wissen, wie wir es füllen sollen.

Farbpsychologie: Was bedeutet die Farbe Weiß

Was bedeutet die Farbe Gelb?

Die Farbe Gelb wird mit positiven Konzepten wie Optimismus, Jugend, Vertrauen und Kreativität assoziiert. Lächelnde Gesichter wie das Smiley sind gelb und es ist unwahrscheinlich, dass wir uns an einem traurigen Tag ein gelbes T-Shirt anziehen. Es ist die Farbe der Sonne, des Goldes, oder liebenswerter Tiere wie Giraffen oder Küken.

Gleichzeitig ist Gelb aber auch eine widersprüchlich Farbe. Sie ist mit Verrat, Habsucht, Lügen, Verrücktheit oder Warnungen assoziiert. Die Farbe wurde außerdem mit aus der Gesellschaft ausgeschlossenen und verstoßenen Gruppen in Verbindung gebracht, wie den Juden oder Prostituierten. In China jedoch ist Gelb die Farbe, welche am meisten wertgeschätzt wird, weshalb sie hier so gut wie keine negative Bedeutungen hat.

Was bedeutet die Farbe Orange?

Die Farbe Orange erregt sofort Aufmerksamkeit. Diese Farbe findet sich einigen Früchten und Gemüsesorten und erscheint uns bei Rothaarigen auch so besonders.

Viele Dinge, die wir als rot bezeichnen sind eigentlich orange, wie das Feuer oder Dächer. Laut der Farbpsychologie steht Orange für Extravaganz, Energie, Transformation und das Einzelne.

Was bedeutet die Farbe Rot?

Rot ist die leidenschaftlichste aller Farben, sie alarmiert uns und zieht unmittelbar die Aufmerksamkeit auf sich. Gemäß der Farbpsychologie wird Rot mit Liebe, Blut, der Freude, Strafen, der Nähe, Krieg oder dem Verbotenen verbunden. Sie erscheint auf den Ampeln, den Rabattschildern auf den Preisschildern, oder dem Essen. Sie ist die Farbe des Notfalls.

Es ist unmöglich ihr zu entgehen, wir können die Korrekturen in einer Aufgabe nicht übersehen und nicht verhindern einem roten Lippenstift Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn du eine unfehlbare Nachricht verbreiten willst und Aufmerksamkeit erlangen willst, nutze die Farbe Rot. Sich in dieser Farbe zu kleiden zieht ebenfalls mehr Blicke auf sich und beeinflusst die sexuelle Anziehungskraft, sowohl bei Menschen als auch bei Tieren.

Was bedeutet die Farbe Rosa?

Laut der Farbpsychologie steht Rosa für Weiblichkeit, Zärtlichkeit, Feinheit, Sanftheit, Sensibilität, Höflichkeit, Freude, Erotik, usw. Sie kann auch infantil wirken und mit der Kindheit und Jugend in Verbindung gebracht werden. 

Von einer großen Anzahl an Personen wird Rosa geradezu geliebt, diese Leute kaufen sich alles was sie nur können in dieser Farbe, andere wiederum verabscheuen die Farbe, sehen sie als irritierend, sexistisch oder kitschig an.

Farbpsychologie: Was bedeutet die Farbe Rosa

Was bedeutet die Farbe Violett

Die Farbe Violett ist unüblich und rätselhaft. Der Farbpsychologie zur Folge, wird diese Farbe der Luxuswelt, der Religion und der Sexualität zugeschrieben. Violette Gegenstände strahlen etwas attraktives und ambivalentes aus. Es ist keine sehr häufige Farbe in der Natur und steht bei richtiger Verwendung über dem Rest.

Die Farbe wurde mit Homosexualität assoziiert und vom Feminismus adaptiert. Sie reflektiert Nostalgie, Phantasie, Banalität, Ehrgeiz, Eitelkeit, Unbeständigkeit, usw. Wie man sehen kann handelt es sich um eine Farbe mit vielen ambivalenten Bedeutungen, was ihr viel Potential verleiht, wenn man sie kreativ nutzen möchte.

Was bedeutet die Farbe Blau

Blau ist die Farbe, die am häufigsten als Lieblingsfarbe genannt wird. Laut der Farbpsychologie symbolisiert Blau Harmonie, Treue, Sympathie, Frieden, Fassung, Vertrauen, Ehrlichkeit, Kommunikation, usw. Es sollte einen also nicht verwundern, dass viele soziale Netzwerke und Firmen diese Farbe in ihrem Logo tragen.

Aber es gibt auch negative Konnotationen, so scheint Blau kalt und distanziert. Die Farbe ist für Essen beispielsweise unangebracht und lässt uns misstrauisch werden. Die meisten Menschen würden darauf verzichten ein blaues Püree zu essen. Trotzdem erscheint die Farbe für viele Dinge sehr geeignet, wie beispielsweise seine Wand in einem beruhigenden blauen Farbton zu streichen.

Farbpsychologie: Was bedeutet die Farbe Blau

Was bedeutet die Farbe Grün

Grün ist die Farbe die am meisten mit der Natur in Verbindung steht. Sie erinnert uns an Gras, Jugend, Hoffnung, Gesundheit, Fruchtbarkeit, Geld, usw. Gemäß der Farbpsychologie ist Grün frisch und harmonisch, strahlt Jugend, Ruhe und Frieden aus. Leute mit einem Umweltbewusstsein bezeichnen sich als “grün”.

Es ist aber auch keine komplett unschuldige Farbe, so wird sie mit Gift assoziiert (giftgrün), die meisten Bedeutungen sind jedoch durchaus positiv.

Was bedeutet die Farbe Braun

Braun steht für Faulheit, Schmutz, Vulgarität, Hässlichkeit. Braun kann fad und altmodisch wirken. Braun ist eine der am wenigsten wertgeschätzten Farben.

Nichtsdestotrotz steht Braun auch für Holz und den Herbst, die Farbe erinnert uns an gemütliche, warme und angenehme Orte. Die Farbe findet sich auch in Lebensmitteln wieder, wie Schokolade oder Fleisch. Im Sommer gebräunt zu sein ist auch gerade sehr angesagt. Braun ist eine Farbe, die in unserer Umgebung sehr präsent ist und verschiedenste Assoziationen auslöst.

Farbpsychologie: Was bedeutet die Farbe Braun

Was bedeutet die Farbe Grau

In der Farbpsychologie repräsentiert Grau hauptsächlich Alter und Nüchternheit. Sie kann dunkel sein, für Mittelmaß stehen und Dinge verbergen wie die “Grauzone”. Andererseits erinnert uns die Farbe auch an die “graue Substanz” oder die Eleganz in der Mode.

Was bedeutet die Farbe Schwarz

Genau wie bei der Farbe Weiß gibt es eine offene Debatte darüber, ob Schwarz überhaupt eine Farbe ist oder nicht. Laut der Farbpsychologie steht Schwarz in Verbindung mit der Nacht, Macht und dem Tod. Sie steht für Ablehnung, Mysterium, Trauer, Hass, Grausamkeit, usw. Die Leute assoziieren schwarze Katzen mit Pech und niemand hat gerne einen schwarzen Tag. Schwarz steht für ein schweres und gewaltvolles Ende.

Trotzdem ist Schwarz eine grundlegende Farbe in jedem Kleiderschrank und umgibt uns überall. Die Farbe ist sehr praktisch für eine Abendveranstaltung, oder um elegant zu wirken.

Farbpsychologie: Was bedeutet die Farbe Schwarz

In dem Buch Wie Farben wirken von Eva Heller werden die Bedeutungen der Farben sehr detailliert beschrieben. Es diente auch als Grundlage für diesen Artikel. 

Die Bedeutung der Farben in den verschiedenen Kulturen

Es gibt Untersuchungen dazu, ob die Einteilung der Farben etwas natürliches ist oder durch die Gesellschaft definiert wird. Berlin und Kay kommen nach Untersuchungen in verschiedenen Kulturen zu dem Schluss, dass es allgemeine Tendenzen in allen Kulturen gibt, die Farben zu kategorisieren. Es wird davon ausgegangen, dass es 6 Grundfarben gibt, um die sich die restlichen gruppieren. Bei den Grundfarben herrscht Einigkeit, bei der Anordnung der weiteren Farben gibt es jedoch Unterschiede.

Bezüglich der Bedeutung von Farben ist es beispielsweise in unserem Kulturkreis nicht gut angesehen mit knalligen oder hellen Farben auf eine Beerdigung zu gehen. In Asien hingegen ist die Farbe der Trauer Weiß. Diese Farbe passt besser zur Vorstellung der Wiedergeburt. Doch auch in Europa wurde diese Farbe vor vielen Jahren bei Frauen verwendet, die sich in große weiße Gewänder hüllten.

Auch in unserer eigenen Kultur sind die Bedeutungen von Farben nicht unumstößlich. Die Tradition, das Mädchen in Rosa und Jungs als Babys in Hellblau gekleidet werden, begann erst etwa 1920. In den letzten Jahren wird dieser Brauch deutlich kritisiert. Im Laufe der Zeit werden die Bedeutungen von Farben neu definiert und neue Konventionen entstehen, die eines Tages vielleicht in Vergessenheit geraten oder sich je in Abhängigkeit der aktuellen Mode verändern.

Die Bedeutung der Farben variiert auch zwischen den einzelnen Personen. Wir können eine Farbe auf eine bestimmte Art wahrnehmen oder auf eine andere. Das hängt von aktuellen Trends, unserem emotionalen Zustand oder der Lebensphase in der wir uns gerade befinden, ab. Die Farbe Schwarz gut zu finden nimmt mit dem Alter ab (ohne kleine Kinder mitzuzählen), da diese im Laufe der Zeit immer mehr mit Negativem assoziiert wird.

Nicht alle sehen wir die Farben gleich. Man darf die Menschen nicht vergessen die eine Farbfehlsichtigkeit besitzen oder jene, die auch die kleinsten Farbnuancen unterscheiden. Es gibt auch Menschen mit Synästhesie, die Farben “hören” oder “schmecken” können. Das bedeutet aber nicht, dass die Farbpsychologie besonders variabel oder subjektiv ist. Wenn man den Kontext gut analysiert, kann sie sehr hilfreich sein.

Farbpsychologie: Ihre Anwendung

Farben wurden verwendet, um Krankheiten zu heilen; sie sind Teil von fast allen Beschreibungen, die wir machen und es wurde viel darüber spekuliert, welche Beziehung es zwischen Farben und der Persönlichkeit gibt. Tatsächlich tendieren wir dazu Farben auszuwählen, die im Einklang mit unserer aktuellen Stimmung sind und bei denen wir glauben, dass sie uns repräsentieren. Im Folgenden wird die alltägliche und professionelle Anwendung erläutert.

Die Bedeutung der Farben für Kreative

Es ist möglich, dass die ersten Berufe die uns einfallen, wenn wir an Farben und Farbpsychologie denken, mit der Kreativität zusammenhängen. Designer (Grafikdesigner, Modedesigner, Innenarchitekt, Produktdesigner, usw.) Künstler, Leute aus der Werbebranche, usw. Bei all diesen ist es wichtig, zu wissen wie die Leute ticken, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen und mit ihnen zu kommunizieren. Die visuellen Kommunikationsmittel sind voller Beispiele. Es ist nicht schwer zu erkennen, dass sich die Farben eines Nachrichtenprogramms von denen unterscheiden, die für eine Sendung für Kinder verwendet wird.

In einer Gesellschaft herauszustechen, die so Reiz überflutet ist, ist eine schwierige Mission. Dank der Farbpsychologie ist es jedoch möglich sich besser mit seinem Publikum in Verbindung zu setzen und Emotionen in ihm auszulösen. Die Reaktionen des Publikums zu bestimmten Farben hervorzusagen ist unabdingbar, um eine Nachricht richtig und effektiv zu überbringen. Wenn du über die Prävention von Autounfällen sprechen wollen würdest, welche Farbe würdest du verwenden?

Die Bedeutung der Farben für Unternehmen

Das Image eines Unternehmens ist grundlegend für dessen Erfolg. Wenn man von einem Erfrischungsgetränk und der Farbe rot spricht, brauchen wir keine weiteren Hinweise, um zu wissen welche Marke gemeint ist. Um ein kohärentes Bild abzugeben und sich in unser Gehirn einzubrennen, repräsentieren Marken in ihrem Logo und den restlichen visuellen Elementen ihre Persönlichkeit mithilfe von Farben. Diese sind grundlegend für Marketingstrategien.

Man stelle sich vor eine Restaurantkette würde auf Unternehmensfarben verzichten und sich in jedem Restaurant anders präsentieren, unsere Erinnerung an diese Kette wäre viel schwächer und unorganisierter. Folglich würden sie viele Möglichkeiten verpassen neue Kunden zu gewinnen und zu halten. Das Image ist nicht alles, aber es hilft auf jeden Fall. Gerade in der heutigen wettbewerbsstarken und sich rasant ändernden Zeit.

Tatsächlich verändern auch einige Unternehmen ihre Farben, in Abhängigkeit von dem Zielpublikum und den aktuellen sozialen Tendenzen. Es ist kein Zufall, dass einige Marken ihre gewöhnlichen Farben zu Grün hin verändern, die Farbe die wie keine andere für ökologisch, gesund und umweltbewusst steht.

Farben sind nicht nur für das Publikum wichtig. Auch Mitarbeiter können ihr Wohlbefinden und ihre Produktivität steigern, wenn sie an einem Ort arbeiten, an dem sie sich wohl fühlen. Ein geschlossener Ort mit viel Schwarz und wenig Licht kann dazu führen, dass sich die Leute eingeengt fühlen und so wenig Zeit wie nur möglich an diesem Schreibtisch verbringen möchten.

Wenn man diese Wände aber weiß streicht und ein paar grüne, blaue und noch warme Farbreflexe hinzufügt, wird es vielleicht zu einem gemütlicheren Ort.

Die Bedeutung der Farben im Alltag

Farben beeinflussen uns auch bei unseren ganz alltäglichen Entscheidungen. Seit wir klein sind, werden wir nach unserer Lieblingsfarbe gefragt und jeder hat dabei seine eigenen Präferenzen. Die meisten Objekte und Gegenstände sind in mehreren Farben verfügbar. Das heißt wenn wir beispielsweise eine Tasse kaufen wollen, ist es wahrscheinlich, dass wir ohne groß zu zögern die nehmen, deren Farbe uns am besten gefällt.

In anderen Situationen müssen wir aber mehrere Variablen beachten. Wenn wir ein Auto kaufen, sollten wir sicher gehen die richte Entscheidung zu treffen. Wir werden es wahrscheinlich lange benutzen und viel Zeit mit ihm verbringen. Es kann sein, dass wir etwas Gewagtes wollen wie Orange, dann ist es aber möglich, dass es uns irgendwann nicht mehr gefällt und wir ganz verrückt werden, wenn wir das Auto sehen.

Andererseits kann ein Auto in einer diskreteren Farbe wie Schwarz oder Dunkelblau Nachts schlechter gesehen werden. Bei einem weißen Auto bemerkt man sofort das kleinste bisschen Schmutz und vielleicht wollen wir doch lieber etwas fröhlicheres? Über dieses Dilemma wird sich meistens lange der Kopf zerbrochen und das Thema mit Freunden und Familie ausdiskutiert.

Nützliche Empfehlungen für die Anwendung der Farbpsychologie

1 Unsere Lieblingsfarbe ist nicht immer die Beste für alles

Es kann sein, dass uns Violett unglaublich gut gefällt, wir uns aber irgendwann unwohl in unserem Zimmer fühlen, wenn so gut wie alles darin Violett ist. Bei der Kleidung hingegen kann man mit Violett auf jeden Fall Aufmerksamkeit erregen. Vor allem dann, wenn man sie mit Komplementärfarben wie Orange kombiniert. Man sollte sich überlegen, welche Funktion das besagte Objekt oder der Raum haben wird, bevor man eine Farbe wählt.

2 Der Kontext ist enorm wichtig, um Farben auszuwählen und zu interpretieren

Wir wissen nun bei der Farbauswahl von kulturellen Faktoren und den Umständen einer Situation. Einen Kandidaten für eine Stelle als Anwalt in einem knall-grünen Anzug zum Vorstellungsgespräch erscheinen zu sehen, könnte uns komisch vorkommen. Trotzdem kann man neue Farbkombinationen oder gewagtere und extravagantere Farben ausprobieren.

3 Der Schlüssel liegt in der Kombination einzelner Farben

Vielleicht müssen wir einen Brief schicken oder ein Schild gestalten und haben alle Elemente der Farbpsychologie bereits beachtet. Doch noch weitere Aspekte müssen gut abgewogen werden, beispielsweise den Effekt die bestimmte Farben haben, wenn man sie kombiniert. Braun zusammen mit Gold, Gelb oder Orange repräsentiert den Herbst. Wenn man Braun jedoch mit Grau und Schwarz kombiniert, verwandelt es sich in eine trostlose, wenig ausdrucksstarke und konservative Farbe.

4 Farben müssen auch funktional sein

Wer hat es nicht schon mal bereut mit dem neuen weißen Oberteil Spaghetti Bolognese zu essen? Es gibt Farben die sind resistenter gegenüber Schmutz, andere angebrachter bei Hitze und wiederum andere so unauffällig, dass man mit ihnen in der Masse untertauchen kann.

Wenn wir beispielsweise ein Schild gestalten oder einen Brief schreiben, müssen wir uns vergewissern, dass die Schrift auf dem ausgewählten Hintergrund gut lesbar ist. Auch wenn es uns wunderschön erscheint mit hellrosa Schrift auf einem weißen Blatt zu schreiben, so lässt sich eine gelbe Schrift auf schwarzem Hintergrund tausend Mal besser lesen. Das ist übrigens die Kombination, die sich am allerbesten wahrnehmen lässt.

5 Verwende Farben, um dein Gedächtnis zu verbessern

Wenn man sich auf eine Prüfung vorbereitet und dabei nicht weiß, wie man sich diese langweilige Liste merken soll, versuche mal jeden Abschnitt mit einer bestimmten Farbe in Verbindung zu bringen. Eselsbrücken und Assoziationen sind die Basis für unser Lernen. Wenn du beispielsweise eine Präsentation machst, kannst du mithilfe von Farben auch die Erinnerungen deines Publikums verbessern. Nutze die Farbpsychologie, um Wichtiges hervorzuheben und bringe einzelne Farben mit einer bestimmen Bedeutung in Verbindung.

6 Sei kohärent

Wenn du ein Unternehmen hast oder darüber nachdenkst eines zu gründen, überlege dir gut, was du vermitteln möchtest. Wenn du das gut analysiert hast, evaluiere, was deine Marke tun muss, um dies zu erreichen. Es ist wichtig, dass all deine Markenelemente untereinander kohärent sind. Ein professioneller Designer, welcher diese Aspekte beachtet, kann dabei helfen eine Geschäftsidee erfolgreich in die Tat umzusetzen.

Vielen Dank für das Lesen des Artikels. Bei Fragen und Anregungen kann gerne ein Kommentar hinterlassen werden.

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Ainhoa Arranz Aldana, Autorin bei CogniFit.

Broca-Aphasie: Diagnose, Ursache und Therapie

Eine Aphasie ist eine erworbene neurologische Störung der Sprache, bei der Kommunikationsfähigkeiten verloren gehen. Diese kann sich sowohl durch eine Einschränkung im Sprachausdruck als auch im Sprachverständnis bemerkbar machen. Abhängig von den Symptomen die eine Person zeigt, erfolgt die spezifische Klassifikation der Form der Aphasie. In diesem Artikel wird die Broca-Aphasie näher beschrieben. Bei dieser Aphasie leiden die Betroffenen an moderaten oder starken Kommunikationsschwierigkeiten, die auf eine Veränderung im Sprachausdruck zurückzuführen sind.

Broca-Aphasie

Sprachstörungen: Was ist die Broca-Aphasie

Die Broca-Aphasie beeinträchtigt die gesprochene Sprache. Am charakteristischsten für Betroffene ist, dass sie nicht in der Lage sind sich flüssig auszudrücken, komplette Sätze zu bilden oder diese richtig zu artikulieren. Das Sprachverständnis bleibt hingegen weitestgehend erhalten.

Die Sprache ist in vier verschiedene Systeme, beziehungsweise Komponenten, unterteilt. Dies sind die Ebenen der natürlichen Sprache:

  • Phonetische System: reguliert auf zerebraler Ebene die Interpretation eines akustischen Signals, das in Silben und Wörtern organisiert ist.
  • Morphologische System: gibt den Wörtern eine interne Struktur, mithilfe der richtigen morphologischen Kombinationen die ihnen zugrunde liegen.
  • Syntax-System: bezieht sich auf die Reihenfolge der Wörter. Dieses System garantiert dass die Wörter so kombiniert werden, dass die Sätze und das Gesagte kohärent sind.
  • Semantische oder lexikalische System: besteht aus einer Gruppe von Ideen und mentalen Repräsentationen mit Bedeutung.

Dem klassischen Modell zufolge werden die Aphasien in Abhängigkeit des Ortes der zugrunde liegenden zerebralen Läsion klassifiziert. Mit diesem Modell als Grundlage, ist die Broca-Aphasie demnach die Konsequenz einer Läsion im Broca-Areal. Das Broca-Areal befindet sich auf der Großhirnrinde und ist meist im linken Frontrallappen angesiedelt. Das Broca-Areal ist für verschiedene Sprachkomponenten verantwortlich: die Anordnung der Phoneme (Laute) in Wörtern, die Organisation der Wörter im Satz (Syntax), die semantische Integration und die motorische Planung der Sprache.

Diagnostik der Broca-Aphasie:

Für die Diagnosestellung der Broca-Aphasie können sowohl generelle als auch spezifische neuropsychologische Bewertungsinstrumente genutzt werden, um die Störung zu detektieren. Bei einer neuropsychologischen Bewertung müssen zwei wichtige Kriterien beachtet werden, die einen Einfluss auf die orale Kommunikation haben können (vor allem bei der Diagnose einer Broca-Aphasie):

  1. Bildungsniveau: Es wird das Bildungsniveau in Betracht gezogen, das die Person vor der Läsion hatte.
  2. Die Ätiologie (Ursache) und der Umfang der Läsion: Der Patient könnte kognitive Defizite zeigen, die mit einer diffuseren Läsion einhergehen. Es können beispielsweise Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsprobleme auftreten, die mit der kommunikativen Fähigkeit interferieren würden.

Die Diagnostik der Broca-Aphasie basiert auf der Exploration diverser Sprachbereiche. Es wird bewertet, ob jeder dieser Bereiche erhalten oder beschädigt wurde und in Abhängigkeit davon wird festgestellt, um welche Art der Aphasie es sich handelt. Obwohl heutzutage die Behandlung der Symptome im Vordergrund steht, ist es wichtig das Syndrom genau zu klassifizieren.

Die untersuchten Bereiche sind die folgenden:

Spontansprache bei der Broca-Aphasie

Dabei handelt es sich um die Fähigkeit ein Gespräch zu beginnen und aufrecht zu erhalten. Die Bewertung der Spontansprache konzentriert sich auf die Flüssigkeit der gesprochenen Sprache. Der Redefluss ist ein Kontinuum, bei welchem die folgenden beiden Bedingungen hervorgehoben werden:

  • Nicht-flüssige Sprache: besteht in der Schwierigkeit Sprache von sich zu geben. Die betroffene Person kann nur mit viel artikulatorischer Anstrengung kurze Sätze von sich geben. Die Sprache zeichnet sich durch Dysprosodie (die Sprache hat keinen emotionalen Gehalt mehr, keine Sprachmelodie oder Intonation) und  Agrammatismus (Veränderungen in der syntaktischen Konstruktion und Struktur) aus.
  • Flüssige oder sehr flüssige Sprache: es handelt sich um einen normalen oder erhöhten Sprachausstoß (mehr als 200 Wörter pro Minute), der sich durch eine normale Satzmelodie und einer normalen Artikulation auszeichnet. Die Beeinträchtigung ist hier im Inhalt des Gesagten, diese nennt sich Paraphasie. Diese kann semantischer Art (das benutzte Wort ist falsch, gehört in der Regel aber zur Kategorie des eigentlich korrekten Wortes) oder phonematischer (phonetische Fehler, wie das Vertauschen einer Silbe oder eines Buchstaben innerhalb eines Wortes) Natur sein.

Im Falle der Broca-Aphasie ist die Spontansprache nicht flüssig.

Sprachverstehen bei der Broca-Aphasie

Es handelt sich hierbei um eine schwierig zu bewertende Fähigkeit, da die Betroffenen nicht richtig antworten oder falsche Antworten geben, die aber nicht auf Unverständnis zurückzuführen sind, sondern auf die Schwierigkeit der Sprachproduktion. Deshalb sind die Tests hier so gestaltet, dass die Personen keine linguistischen Fertigkeiten nutzen müssen. In diesem Fall ist das diagnostische Kriterium: verändertes Verständnis oder unbeschädigtes Sprachverständnis. Personen mit Broca-Aphasie haben ein unbeschädigtes Sprachverstehen.

Nachsprechen bei der Broca-Aphasie

Hierbei handelt es sich um die Fähigkeit auditive Informationen zu dekodieren, den korrespondierend phonologischen Code zu suchen und diesen anschließend mithilfe des artikulatorischen Prozesses wiederzugeben. Wenn einer dieser Teilprozesse beschädigt ist, wird die Fähigkeit des Nachsprechens beeinträchtigt. Mithilfe von Tests wie dem Nachsprechen von Buchstaben, Wörtern, Pseudowörten (ausgedachte Wörter) und Sätzen wird beobachtet, ob Schwierigkeiten bei der Wiederholung bestehen, wie es bei der Broca-Aphasie der Fall ist, oder ob diese Fähigkeit intakt ist.

Benennung bei der Broca-Aphasie

Bezieht sich auf die Fähigkeit der Benennung, also den Zugang zu einem mentalen Lexikon, um ein passendes linguistisches Element abrufen zu können. Betroffene der Broca-Aphasie haben hier merkbare Schwierigkeiten. Diese Beeinträchtigung wird auch Dysnomie genannt.

Automatisierte Sequenzen bei der Broca-Aphasie

Die Fähigkeit automatische Sequenzen wiedergeben zu können ist eine grundlegende linguistische Kapazität. Diese Sequenzen wurden in der Regel früh erlernt, wie beispielsweise das Zählen, das Aufzählen der Monate oder Wochentage. Es kann sich dabei auch um affektive und automatisierte Sprache handeln, wie beispielsweise Füllwörter (Bspw.:”ähm”) oder Ausdrücke. Diese automatisierte Sprache bleibt im Gegensatz zur willentlichen Sprache bei den meisten Aphasien erhalten.

Symptome der Broca-Aphasie:

Zuvor wurden die verschiedenen Bereiche beschrieben, die bei der Detektion und Diagnostik einer Aphasie betrachtet werden müssen. Demzufolge sind im Folgenden die spezifischen Symptome aufgelistet, die helfen, die Broca-Aphasie zu erkennen:

  1. Fehlender Redefluss: langsamer Sprachausdruck, der mit großer Anstrengung verbunden ist. Äußerung von nur sehr wenigen Worten in einem Gespräch.
  2. Dysnomie: Schwierigkeit sich an die Namen von Dingen zu erinnern.
  3. Agrammatismus: Unfähigkeit die Sätze komplett und richtig zu konstruieren.
  4. Schwierigkeiten beim Nachsprechen: Betroffene verstehen das Gesagte, sind aber nicht in der Lage es zu wiederholen.
  5. Bewusstsein des Defizits: Im Gegensatz zu anderen Aphasien, bei welchen die Personen das Gespräch aufrechterhalten und sich ihrer Fehlern nicht bewusst sind, haben die Betroffenen der Broca-Aphasie das Bewusstsein über ihr Problem, da sie merken, welche Schwierigkeiten ihnen das Sprechen bereitet.

Neben diesen Symptomen, kann die Broca-Aphasie außerdem folgende assoziierte Symptome neurologischen Ursprungs zur Folge haben:

  • Apraxie der Sprechwerkzeuge: Unfähigkeit koordinierte Bewegungen im Gesichts- und Mundbereich auszuführen. Hierbei gibt es keine physische Ursache.
  • Hemiparese: unvollständige Lähmung einer Körperseite.
  • Hemiplegie: vollständige Lähmung einer Körperseite.
  • Beeinträchtigung der Lese- und Schreibfähigkeit.

Ursachen der Broca-Aphasie:

In den meisten Fällen ist die Ursache der Broca-Aphasie ein Schlaganfall (Ischämie oder eine intrazerebrale Blutung) in der linken Hemisphäre (die bei der Sprache dominant ist). Auch nach einem Schädel-Hirn-Trauma (SHT) oder bei einem Hirntumor kann es zu dieser Störung kommen.

Andererseits zeigen sich auch bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen Symptome, die mit der Broca-Aphasie assoziiert sind:

  • Primär-progressive nicht-flüssige Aphasie: hierbei handelt es sich um einen kontinuierlichen Verfall der Sprache. Zum Beginn zeigt die betroffene Person keine anderen Demenz-Symptome. Sie zeichnet sich durch fehlenden Redefluss und das Auftreten von Agrammatismus und Dysnomie aus.
  • Alzheimer-Krankheit: Neben den typischen Symptomen des kognitiven Verfalls der durch diese Krankheit entsteht, (Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprobleme, Orientierungslosigkeit, etc.) zeigen Betroffene ebenfalls eine reduzierte Spontansprache und Dysnomien, indem sie allgemeine Begriffe oder Periphrasen (einen Begriff mit anderen Wörtern umschreiben) nutzen.
  • Morbus Parkinson: Es zeigt sich ein verminderter Redefluss, eine sehr simple Syntax und ab und zu Agrammatismus.

Heilung der Broca-Aphasie:

Die Heilung oder Wiederherstellung der Fähigkeiten bei der Broca-Aphasie hängt von der Stärke der anfänglichen Symptome ab. In der Anfangsphase der kognitiven Störung kann es zu einer gewissen Spontanheilung und einer Restrukturierung von Gehirnarealen kommen, sodass die Defizite ausgeglichen werden können. Ab diesem Punkt beginnt der Prozess der Rehabilitation, der folgende Ziele verfolgt:

  • die gesprochene und geschrieben Sprache zu verbessern.
  • die alltägliche Kommunikation zu erleichtern.
  • einen effektiven Kommunikationsstil zu entwickeln, auch wenn es sich um einen simplifizierten Sprachstil handelt.
  • die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.

Die Rehabilitation der Broca-Aphasie ist hauptsächlich die Aufgabe eines Logopäden, obwohl die neuropsychologische Betreuung ebenfalls eine grundlegende Rolle in diesem Prozess spielt. Dieser unterstützt die Arbeit des Logopäden und trainiert weitere kognitive Bereiche, die bei den linguistischen Kapazitäten eine Rolle spielen (Gedächtnis, Aufmerksamkeit und exekutive Funktionen). Für die kognitive Stimulation kann auf die klinische Übungsbatterie von CogniFit zurückgegriffen werden, bei der einzelne kognitive Fähigkeiten bewertet und später spezifisch gefördert und trainiert werden können. Der Grad und die Rate der Rehabilitationen variiert zwischen den verschieden Sprachbereichen. Es scheint, dass das Nachsprechen (Wiederholung) sich leichter wiederherstellen lässt als die Benennungsfähigkeit und der Redefluss. Je nachdem welche linguistischen Defizite die Person aufweist, wird ein spezifischer Interventionsplan erstellt. In diesen werden beispielsweise folgende Übungen integriert:

  • grundlegende neuropsychologische Stimulation (Gedächtnis, Aufmerksamkeit, exekutive Funktionen, logisches Schlussfolgern, etc.).
  • Aufgaben zur Benennung, um die Dysnomie zu verbessern.  Dies geschieht mithilfe von phonologischen Hilfestellungen (beispielsweise der erste Buchstabe) oder semantischen Hilfestellungen (die Kategorie, zu welcher das gesuchte Wort gehört).
  • Übungen zur Satzkonstruktion.
  • Die sprachlichen Ausdrücke der Person zu verlängern. Bei einem Element beginnend und dann schrittweise erhöhen.

Dies sind Beispiele für die Arbeit die durchgeführt werden kann, um die Fähigkeiten von Personen mit einer Aphasie wiederherzustellen. Wichtig ist, sich nicht nur auf die spezifische Klassifikation der Aphasie zu konzentrieren, sondern viel mehr die nicht-beschädigten Fähigkeiten zu betrachten und mithilfe dieser zu arbeiten, um so die beeinträchtigten Fähigkeiten zu unterstützen.

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Natalia Pasquín Mora, Psychologin bei CogniFit.

Hemineglect: Wenn die Hälfte der Welt verloren geht

Die Aufmerksamkeit ist einer der wichtigsten kognitiven Prozesse der menschlichen Entwicklung. Veränderungen in diesem Aufmerksamkeitsprozess beispielsweise nach einer Läsion oder einem Hirnschaden kann schwerwiegende Folgen haben. Dies zeigt sich beispielsweise bei dem Hemineglect. Im Folgenden wird diese Aufmerksamkeitsstörung näher beschrieben: Was bedeutet sie genau, welche neurologische Basis liegt ihr zugrunde, welche Formen gibt es und wie lässt sich diese Störung diagnostizieren und behandeln?

Was ist das Hemineglect?

Eine der bekanntesten Aufmerksamkeitsstörungen ist das Hemineglect. Wie Mesualam 1981 beschrieb, verhalten sich Personen, die an der Aufmerksamkeitsstörung Hemineglect leiden so, als würde die gegenüberliegende Seite des halben Wahrnehmungsfeldes nicht existieren. Wenn sich der Gehirnschaden in der rechten Hemisphäre zugetragen hat, kann der Patient der linken Hälfte von dem was seine Augen sehen, keine Aufmerksamkeit schenken. Das Hemineglect tritt in der Regel nach einseitigen Gehirnläsionen auf, vor allem nach solchen in der rechten Hemisphäre. Diese Störung äußert sich konkret in der Unfähigkeit auf die Reize im kontraläsionären Raum zu reagieren, sich auf diese zu beziehen oder sich ihnen zuzuwenden. Bei einem Schaden in der rechten Hemisphäre hört die Umgebung auf der linken Seite des Patienten also sozusagen auf “zu existieren”.

Hemineglect und Aufmerksamkeit

Es gibt verschiedene Theorien, die alle gemeinsam haben, dass das Hemineglect nicht als ein einzelnes Defizit zu verstehen ist, sondern bei diesem verschiedene kognitive Bereiche beeinträchtigt sind.

Ein Versuch diese Aufmerksamkteisverzerrungen zu erklären erfolgt mithilfe der “Theorie der Abkupplung”, aufgrund der Auswirkungen bei der Aufmerksamkeitslenkung. Diese Verzerrung tritt vor allem dann auf, wenn Mechanismen involviert sind, die eine exogene Aufmerksamkeit implizieren. Die Reize die auf der ipsilateralen Seite präsentiert werden (also die, die rechts dargestellt werden, bei Läsion der rechten Hemisphäre) beeinflussten die Zeit, welche die Patienten mit Läsionen des rechten Parietallappens benötigen, um Stimuli auf der linken Seite wahrzunehmen.

Es lässt sich hervorheben, dass Betroffene des Hemineglects die gesamte Information in ihrer Umgeben wahrnehmen, das Problem liegt also nicht in der Wahrnehmung, sondern sich dieser bewusst zu werden. Es gibt eine Veränderung in der Aufmerksamkeitsverlagerung (die Fähigkeit diese von einem auf den nächsten Reiz zu wechseln). Der Patient empfängt ein sensorisch vollständiges und komplettes Bild, richtet sich aber nur auf eine der beiden Hälften.

Zusammenfassend bedeutet das, dass eine Person mit Hemineglect das bevorzugt, was von der unbeschädigten Gehirnhälfte kontrolliert wird.

Hemineglect und Aufmerksamkeit

Formen des Hemineglects

Im Folgenden werden die verschiedenen Formen dieser Störung genauer beschrieben:

  • aufmerksamkeitsbezogenes oder sensorisches Hemineglect: tritt auf, wenn die selektive Aufmerksamkeit nicht dazu in der Lage ist, die Aufmerksamkeit auf die externen Reize (extrakorporalen) oder die des eigenen Körpers (personal) zu verteilen. Es manifestiert sich durch die Schwierigkeit auf einen Reiz zu reagieren, der sich auf der gegenüberliegenden Seite der zerebralen Läsion befindet.
  • Hemiasomatognosie: auch als Anton-Babinski-Syndrom bekannt. Dieses Defizit ist auf den eigenen Körper bezogen. Es handelt sich also um das halbseitige Nichtwahrnehmen des eigenen Körpers. Dabei treten Symptome auf wie, sich nur auf einer Seite des Körpers zu rasieren, zu schminken oder zu kleiden.
  • intentionales Hemineglect oder motorisches Neglect: auch bekannt als Hemiakinesie. Hier besteht die Schwierigkeit die Aufmerksamkeit auf die Aktionen oder Intentionen des eigenen Körpers im Raum zu verteilen. Es kann auch zur Verlangsamung oder zum Fehlen von Bewegungen kommen, was einer Hemiparese (halbseitige Lähmung des Körpers) ähnelt.
  • Motorische Impersistenz: besteht aus der Unfähigkeit eine durch den Versuchsleiter vorgegebene Körperposition mehr als 10 Sekunden halten zu können.
  • Affektives Hemineglect: das Verhalten des Patienten ist so, als würde nichts Wichtiges passieren (Anosognosie oder Defizitsbewusstsein). In einigen Fällen weiß der Patient von seiner Hemiplegie, aber sie ist ihm egal (Anosodiaphorie), bei anderen ist die Störung stärker ausgeprägt und es besteht eine Abweisung und Misshandlung gegenüber einer Körperhälfte (Misoplegie).
  • repräsentatives Hemineglect: Ist die Vernachlässigung der Hälfte eines Objekts, einer Repräsentation, eines mentalen Bildes oder einer realen Situation.

Neurologische Basis des Hemineglects

In den allermeisten Fällen ist die Ursache des Hemineglects eine Läsion oder Schädigung in der rechten Hemisphäre des Gehirns.

Man geht davon aus, dass Ausfälle in der mittleren Gehirnschlagader, die in Zusammenhang mit dem Parietal- und Frontallappen steht, eine wichtige Rolle in der Symptomatologie dieser Patienten spielt.

Neuere Studien zeigen, dass der geschädigte Hirnbereich bei Patienten mit Hemineglect der mediale Gyros Temporalis superior ist, der sich auf der seitlichen Oberfläche des inferioren Parietallappen befindet und bei 50% der untersuchten Fälle beschädigt ist. Diese Hirnregion ist bei Personen mit bilateralen Schädigungen mit Defiziten in der Raumwahrnehmung assoziiert.

Die beim Hemineglect am meisten betroffenen Hirnregionen sind folgende:

  • Gyrus angularis: ist mit der Raumwahrnehmung und dem Erhalte der Aufmerksamkeit auf räumliche Anordnungen assoziiert.
  • Lobulus parietalis superior: an den Veränderungen der räumlichen Aufmerksamkeit beteiligt.
  • temporoparietaler Übergang: für die räumliche Neuorientierung und die Detektion ausgehender Reize verantwortlich. In den angrenzenden Arealen kann die Ursache für sekundäre Defizite liegen, die einige Patienten äußern, wie die Neuorientierung der Aufmerksamkeit oder der Detektion der Salienz eines Reizes.

Bewertung des Hemineglects

Die größte Schwierigkeit bei der Bewertung des Hemineglects besteht darin, dass es aufgrund der hohen Variabilität zwischen den Betroffenen, wenige Tests gibt, welche die Patienten auf vergleichende Weise bewerten können.

Die Paradeaufgabe zur Bewertung des Hemineglects ist die Reizentfernung. Der Patient muss einen Reiz in Mitten von Distraktoren finden. Typisch ist, dass es bei den Reizen zu Detektionsfehlern kommt, die im linken Blickfeld positioniert sind.

Der am meisten genutzte Test ist der BIT (Behavioral Inatention Test), der aus sechs verschiedenen Untertests besteht: Linien Durchstreichen, Buchstaben entfernen, Figuren abzeichnen, Sterne entfernen, Linien zweiteilen und repräsentative Zeichnungen.

Die Zweiteilung von Linien ist neben dem Durchstreichen eine der am häufigsten angewendeten Aufgaben. Dem Patienten werden horizontale Linien präsentiert, bei denen er den Mittelpunkt dieser markieren soll. Die Patienten tendieren dazu die Markierung viel weiter rechts zu setzen, als richtig wäre.

Ebenfalls werden Zeichenaufgaben mit den Patienten gemacht. Dabei müssen Figuren abgezeichnet oder spontan geometrische Figuren von der Mitte ausgehend gezeichnet werden. Es kommt in der Regel zur Verfälschung oder Auslassung von Teilen des Bildes.

Es hat sich gezeigt, dass die Patienten ohne visuelles Feedback, also wenn sie mit geschlossenen Augen zeichnen sollen, weniger Fehler machen und die Aufgabe besser durchführen.

Eine weitere typische Aufgabe ist der Uhrentest, bei dem die Ziffern in der richtigen Reihenfolge in eine Uhr eingetragen werden müssen, entweder geschieht dies aus dem Kopf (wie in dem Anfangsbild zu sehen) oder soll abgezeichnet werden.

Rehabilitierung des Hemineglects

Die Wiederherstellung bei Patienten mit Hemineglect ist wichtig, vor allem da erlernt werden kann die geschädigte Zone zu kompensieren.

Hierzu werden Suchaufgaben gestellt, die sich auf den Teil beziehen, dem keine Aufmerksamkeit geschenkt wird. Mit einigen Übungen steigt das Bewusstsein der Patienten und sie können Lernstrategien entwickeln, um eine systematischere Suche zu realisieren.

Eine weitere Technik ist die der Kompensation. Beispielsweise wird mit bunten Farben eine Linie auf der linken Seite gezeichnet, um sie darauf hinzuweisen dort anzufangen zu lesen. Es dient also der Erlangung ihrer Aufmerksamkeit.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die effektivsten Techniken diejenigen sind, die das Visuelle Scanning fördern, beispielsweise die Suche nach Unterschieden, Bilder abzeichnen oder Lesen.

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Sara Morales Alonso, Neuropsychologin bei CogniFit.

Der Hippocampus: das Tor zum Gedächtnis

Hippocampus. Ein bekanntes Gefühl: auf einmal hat man einen Blackout und weiß nicht mehr, was man eigentlich sagen wollte. Unser Gehirn ist voller wichtiger Informationen und Daten, die wir über die Jahre dort abspeichern. Ab und zu haben wir so viel Informationen zur Verfügung, dass unser Gehirn einige davon ignoriert oder löscht.

Der Gehirnteil, der für solch wichtige Prozesse wie dem Lernen und Gedächtnis verantwortlich ist, heißt Hippocampus. Ohne diese Gehirnstruktur wäre es unmöglich sich an Dinge zu erinnern und die assoziierten Gefühle der Erinnerungen zu spüren. Im Folgenden wird erklärt, wie er, obwohl er so klein ist, eine so große Rolle für uns spielt.

Der Hippocampus: eine grundlegende Struktur im Gehirn

Was ist der Hippocampus?

Er verdankt seinen Namen dem Anatom Giulio Cesare Aranzio, der diese Hirnstruktur im 16 Jahrhundert entdeckte, die in ihrer Form einem Seepferdchen ähnlich sieht. Der Name stammt aus dem Griechischen und wird aus dem Wörtern Hippos (Pferd) und Kampos (Seeungeheuer) zusammengesetzt.

Bei seiner Entdeckung wurde dieser Gehirnteil mit dem Geruchssinn assoziiert und man ging davon aus, dass seine Hauptfunktion die Verarbeitung olfaktorischer Reize ist. Diese Annahme wurde bis zum Jahre 1890 verteidigt. In diesem Jahr konnte Vladimir Béjterev zeigen, dass die wahre Funktion des Hippocampus mit dem Gedächtnis und den kognitiven Prozessen zusammenhängt.

Der Hippocampus ist einer der wichtigsten Gehirnteile, weil er sehr weitläufig mit den Funktionsweisen des Gedächtnis und den Emotionen verbunden ist. Es handelt sich um ein kleines Organ welches im Temporallappen zu finden ist, das mit verschieden Teilen des Kortex kommuniziert.

Der Hippocampus  ist erwiesenermaßen die Hauptstruktur des Gedächtnisses.

Es handelt sich um ein kleines längliches und kurviges Organ. Im inneren unseres Gehirns haben wir zwei Hippocampi, einen in jeder Hemisphäre (linken und rechten).

Wo befindet sich der Hippocampus?

Er hat eine gute Lage, in welcher er mit verschiedenen Regionen des Gehirns verbunden ist. Er befindet sich im medialen Temporallappen.

Zusammen mit anderen Gehirnstrukturen, wie der Amygdala und dem Hypothalamus formt er das limbische System, welches die primitiven physiologischen Reaktionen reguliert.

Sie gehören zu den “ältesten, tiefen und primitiven” Teilen des Gehirns, welche auch als Archicortex bekannt ist und die älteste menschliche Gehirnregion darstellt und vor Millionen von Jahren in unseren Vorfahren erschien, um deren grundlegende Bedürfnisse erfüllen zu können.

Der Hippocampus befindet sich im mittleren Temporallappen

Wozu dient der Hippocampus?

Zu seinen Hauptfunktionen zählen die Gedächtnisprozesse, die mit der Konsolidierung von Erinnerungen, Lernprozessen und räumlicher Orientierung zusammenhängen. Zentral ist auch die Regulation und Produktion von emotionalen ZuständenWie lernt das Gehirn?

Einige Untersuchungen sehen ebenfalls einen Zusammenhang dieser Hirnstruktur mit der Inhibition von Verhalten, welcher aber noch nicht endgültig bestätigt werden konnte, da diese Befunde relativ neu sind.

Hippocampus und Gedächtnis

Er ist vor allem mit dem emotionalen Gedächtnis und dem deklarativen Gedächtnis verbunden.

Er erlaubt es uns Gesichter zu erkennen, Dinge zu beschreiben und positive oder negative Gefühle mit den Erinnerungen von erlebten Ereignissen in Zusammenhang zu bringen.

Der Hippocampus greift sowohl bei der Bildung von episodischen und autobiografischen Erinnerungen ein. Als Basis dienen die Erfahrungen, die wir erleben. Um all die Informationen über Jahre hinweg abzuspeichern benötigt unser Gehirn “Platz”. Aus diesem Grund überträgt der Hippocampus temporäre Erinnerungen an andere Gehirnbereiche, wo diese im Langzeitgedächtnis abgespeichert werden.

Wenn der Hippocampus beschädigt wird, verliert sich die Fähigkeit zu lernen und Informationen im Gedächtnis zu behalten. Neben der Übertragung der Informationen ins Langzeitgedächtnis, verbindet der Hippocampus die Gedächtnisinhalte mit den positiven oder negativen Bewertungen. Dies geschieht in Abhängigkeit davon ob die Erinnerungen mit guten oder schlechten Erfahrungen assoziiert sind.

Es gibt viele verschiedene Gedächtnisformen: das semantische Gedächtnis, das episodische Gedächtnis, das prozedurale Gedächtnis, das implizite Gedächtnis, das deklarative Gedächtnis… Im Falle des Hippocampus ist er konkret für das deklarativen Gedächtnis (umfasst unsere persönlichen Erfahrungen und Wissen über die Welt) zuständig und verwaltet die Inhalte, die verbal ausgedrückt werden können. Die verschiedenen Gedächtnisformen werden nicht nur vom Hippocampus beherrscht, sondern sind ebenfalls mit anderen Hirnregionen verbunden. Der Hippocampus ist nicht für alle mit Gedächtnisverlust assoziierten Prozesse verantwortlich, umfasst aber einen großen Teil davon.

Hippocampus und Lernen

Diese Gehirnstruktur ermöglicht das Lernen und das Behalten von Information, da es sich um eine der wenigen Gehirnregion handelt, in welcher Neurogenese das gesamte Leben lang stattfindet. Der Hippocampus besitzt die Fähigkeit, neue Neuronen zu produzieren und neue Verbindungen zwischen ihnen herzustellen – das ganze Leben lang.

Damit die neuen Informationen im Gedächtnis gefestigt (konsolidiert) werden können, müssen neue Verbindungen zwischen Neuronen entstehen. Aus diesem Grund spielt diese Gehirnstruktur eine entscheidende Rolle in Lernprozessen.

Kuriosität: Stimmt es, dass der Hippocampus von Taxifahrern in London größer beziehungsweise besser entwickelt ist? Weshalb? Taxifahrer in London müssen für ihre Lizenz eine schwierige Prüfung bestehen, bei der sie 25.000 Straßen und 20.000 Sehenswürdigkeiten auswendig kennen müssen. Im Jahre 2000 führten Maguire et al. eine Studie mit Londoner Taxifahrer durch. Es zeigte sich, dass ihr posteriorer Hippocampus vergrößert war. Dabei war die Größe des Hippocampus direkt proportional zu der Anzahl von Jahren, welche die Teilnehmer bereits als Taxifahrer arbeiteten. Das lässt sich darauf zurückführen, dass der Trainingseffekt, das Lernen und die Erfahrung das Gehirn verändern und modellieren.

Räumliche Orientierung und der Zusammenhang mit dem Hippocampus

Eine weitere wichtige Funktion, bei welcher diese Hirnstruktur eine Rolle spielt, ist die räumliche Orientierung.

Die räumliche Orientierung hilft uns, unseren Körper in einem dreidimensionalen Raum zu koordinieren. Dadurch können wir uns bewegen und mit der Welt um uns herum in Verbindung treten.

Unterschiedliche Studien mit Nagetieren haben gezeigt, dass der Hippocampus ein Gehirnareal ist, das von lebenswichtiger Bedeutung für die Orientierung und das räumliche Gedächtnis ist. Dank seiner korrekten Funktionsweise sind wir in der Lage uns an verschiedene Orte zu bewegen oder uns in Städten zurecht zu finden, die wir nicht kennen… Allerdings sind die Informationen in Bezug auf Befunde mit Menschen sehr limitiert. Hierzu muss weiter geforscht werden.

Was passiert, wenn sich der Hippocampus verändert?

Eine Läsion des Hippocampus kann zu Problemen führen, neue Gedächtnisinhalte zu generieren. Eine Läsion kann zu einer Amnesie führen, bei der die spezifischen Erinnerungen betroffen sind, jedoch das Erlernen von Fertigkeiten und Kapazitäten intakt bleibt.

Läsionen im Hippocampus können anterograde oder retrograde Amnesien auslösen . Diese beziehen sich auf die Erstellung oder dem Abruf von deklarativen Erinnerungen. Das non-deklarative Gedächtnis bleibt in diesen Fällen entsprechend unbeeinträchtigt und ohne Läsionen. Eine Person mit hippocampalen Schädigungen kann danach also beispielsweise lernen Fahrrad zu fahren, sich aber nicht daran erinnern jemals ein Fahrrad gesehen zu haben. Das bedeutet, Fähigkeiten sind weiterhin erlernbar, die betroffene Person wird sich jedoch nicht an den Prozess des Lernens erinnern können.

Die anterograde Amnesie ist ein Gedächtnisverlust, der sich auf Begebenheiten nach der Läsion bezieht. Es können also keine neuen Erinnerungen generiert werden. Im Gegensatz dazu können bei der retrograden Amnesie Dinge vor der Läsion nicht mehr erinnert werden.

An diesem Punkt stellt sich die Frage, wieso der Hippocampus geschädigt ist, wenn Amnesien auftreten. Das ist einfach: dieser Teil des Gehirns agiert wie eine Eingangstor zu den zerebralen Mustern. Diese speichern einen Teil der Ereignisse, bis diese in den Frontallappen übergehen.  Er spielt eine Schlüsselfunktion bei der Gedächtniskonsolidierung, in dem er die Gedächtnisinhalte von dem Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis überträgt. Wenn dieses “Tor” beschädigt ist und dadurch eine Abspeicherung der Informationen nicht möglich ist, können keine langfristigen Erinnerungen generiert oder abgerufen werden.

Neben dem Verlust der Fähigkeit Dinge zu erinnern, kann es auch passieren, dass es bei Schädigungen des Hippocampus zum Verlust der Fähigkeit kommt, die Emotionen zu verspüren, die mit den Erinnerungen assoziiert sind. Das bedeutet, dass man unfähig ist, die Erinnerungen mit den dazugehörigen Emotionen in Verbindung zu bringen.

Wieso entstehen Schäden im Hippocampus?

Die Großzahl der Veränderungen, die in diesem Hirnareal auftreten können sind Konsequenzen des Älterwerdens und der neurodegenerativen Erkrankungen, Stress, Schlaganfällen, Epilepsie, Aneurysmen, Enzephalitis, Schizophrenie….

Alterungsprozess und Demenzen

Beim Alterungsprozess allgemein und bei Demenzen wie der Alzheimer-Krankheit im speziellen ist der Hippocampus eine der Hirnregionen, die als erste betroffen ist. Neue Erinnerungen zu generieren oder relativ neue biografische Erinnerungen abzurufen ist schwierig, da sich diese Fähigkeit beeinträchtigt sieht. Die Gedächtnisprobleme sind in diesem Fall mit dem Tod der Neuronen im Hippocampus assoziiert. Wie kann man der Demenz entgegenwirken?

Die Mehrheit von uns kennt irgendeine Person, die an einer Form von Demenz leidet oder gelitten hat und bei der es zu Gedächtnisverlust gekommen ist. Dabei ist es interessant, dass die Erinnerungen, die bei diesen Menschen am ehesten erhalten bleiben, jene aus der Kindheit oder der Jugend sind. Wie kann das sein, wenn der Hippocampus beschädigt ist?

Selbst wenn diese Gehirnstruktur stark beschädigt ist (aufgrund von Demenz oder einer anderen Krankheit), sind die Erinnerungen die vorherrschen, die Ältesten und Relevantesten aus dem Leben der Person. Das hängt damit zusammen, dass sich diese Erinnerungen im Laufe der Zeit “unabhängig” vom Hippocampus gemacht haben. Sie werden Teil anderer Strukturen, die mit dem Langzeitgedächtnis assoziiert sind.

Hippocampus und Stress

Diese Hirnregion ist gegenüber Episoden von Stress sehr empfindlich, da der Stress die Neuronen im Hippocampus inhibiert und verkümmern lässt.

Vielleicht ist es schon einmal aufgefallen: Wenn wir sehr gestresst sind und tausend Dinge zutun haben, verspüren wir Gedächtnisprobleme.

Stress und insbesondere Cortisol (ein Hormon, das bei Stress ausgeschüttet wird) schädigt die Gehirnstrukturen, was zum Tod von Neuronen führen kann. Dieses Phänomen kann auch bei der posttraumatischen Belastungsstörung eine Rolle spielen. In Alltagssituation ist es wichtig zu lernen, die Ruhe zu bewahren und unsere Emotionen zu verwalten, um zu gewährleisten, dass unser Hippocampus stark und leistungsfähig bleibt.

Weiteres…

Wen das Thema interessiert: im Film “Momento” leidet der Protagonist an einer anterograden Amnesie, gegen die er während des Films ankämpft, um das was ihm widerfährt nicht zu vergessen.

Bei Fragen oder Anregungen kann gerne die Kommentarfunktion genutzt werden.

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Mairena Vázquez, Psychologin bei CogniFit.

Das Nervensystem: Seine Funktionen, Teile und assoziierte Krankheiten

Hast du Dich schon einmal gefragt, wie das Nervensystem funktioniert? Wie der Körper organisiert ist, wie Du selbst eigentlich wirklich funktionierst? Welche Struktur das Nervensystem aufweist und wo die ganzen Informationen gespeichert werden? In unserem Körper sind lauter Kanäle, die Informationen quer durch den Körper senden, indem sie elektrische Impulse oder chemische Substanzen transportieren. All das durchfließt unseren Körper, in unterschiedlichen Rhythmen und zu verschiedenen Zwecken. 

In diesem Artikel werden die grundlegenden Elemente erklärt, welche helfen die interessante und komplexe Funktionsweise des Menschen zu verstehen.

Das Nervensystem

Jeder Teil des Nervensystems hat seine Funktion, seine Geschwindigkeit und sein Ziel. Zusammengenommen macht es uns zu dem, was wir sind. Um diesen Text hier zu lesen, muss man vorher einige Schritte durchlaufen haben. Man muss den Computer, das Tablet oder Handy in die Hand genommen haben, den Browser geöffnet haben, um die entsprechende Seite aufzurufen. Welche Teile des Nervensystems waren wohl an diesem Prozess beteiligt?

1. Was ist das Nervensystem ?

Das Nervensystem lässt sich als Gruppe von Organen und Strukturen definieren, die aus ektodermem* Nervengewebe bestehen, deren grundlegende Funktionseinheit die Neuronen darstellen.

*ektoderm ist alles, woraus sich das Nervensystem entwickelt, was sich zu Beginn in einem Embryo befindet. Auch die Fingernägel oder Haare sind ektoderm.

Die Hauptfunktion des Nervensystems, ganz grob gesagt, ist es, schnell alle Arten von Signalen (die aus der Umgebung oder dem eigenen Körper stammen) aufzunehmen und zu verarbeiten. Gleichzeitig kontrolliert und koordiniert das Nervensystem dadurch die Organe des Körpers. Mithilfe des Nervensystems erreichen wir eine effiziente, korrekte und geeignete Interaktion mit der Umwelt.

2. Funktionsweise des Nervensystems

Damit die Information in unser Nervensystem gelangen kann, benötigen wir sogenannte Rezeptoren. Die Augen, die Ohren, die Zunge, die Haut… Diese Sinnesorgane nehmen das auf, was wir wahrnehmen und schicken die Daten als elektrische Impulse, mithilfe des Nervensystems, durch unseren Organismus.

Doch wir reagieren nicht nur auf das, was in unserer Umwelt, also außerhalb, passiert. Denn auch unser Herz schlägt, unsere Leber sondert Galle ab, der Magen verdaut das Essen… Um diese internen Prozesse kümmert sich ebenfalls unser Nervensystem.

Wofür ist es noch verantwortlich?

  • Es reguliert unseren Durst und Hunger, den Schlaf-Wach-Zyklus und die Körpertemperatur (durch den Hypothalamus).
  • Die Emotionen (durch das limbische System) und Gedanken.
  • Das Lernen und das Gedächtnis (über den den Hippocampus)
  • Bewegungen, Gleichgewicht und Koordination (durch das Cerebellum)
  • Interpretation der Information, die wir über die Sinnesorgane aufnehmen
  • Funktionen unserer inneren Organe: Puls, Verdauung…
  • Körperliche emotionale Reaktionen

und viele weitere Prozesse.

3. Charakteristika des zentralen Nervensystems

Es lassen sich bestimmte Eigenschaften beobachten, die einzig das zentrale Nervensystem aufweist:

  • Seine Hauptbestandteile sind im inneren des Körpers geschützt. Das Gehirn beispielsweise ist durch drei Membrane geschützt, die sich Hirnhäute nennen. Diese wiederum befinden sich in die knochige und schützende Struktur des Schädels eingebettet. Das Rückenmark ist ebenfalls durch eine knöcherne Struktur geschützt, der Wirbelsäule. Wenn wir uns den menschlichen Körper angucken, sehen wir, dass alle lebenswichtigen Organe in seinem Inneren geschützt sind.
  • Die Zellen, die im zentralen Nervensystem wirken, sind in zwei verschiedenen Strukturen angeordnet, der grauen Substanz und der weißen Substanz.
  • Damit das ZNS seine Hauptfunktion  (Empfangen und Senden von Informationen und Befehlen) ausführen kann, braucht es ein Übertragungsmedium. Sowohl das Gehirn als auch das Rückenmark besitzen Hohlräume die mit CSF (Liquor cerebrospinalis, Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit) gefüllt sind. Neben seiner Aufgabe als Übertragungsmedium, ist es außerdem für die Beseitigung von Abfällen verantwortlich und hält die Homöostase aufrecht.

4.- Entwicklung des zentralen Nervensystems

Während sich das zentrale Nervensystem in der embryonalen Phase entwickelt, lassen sich die zwei Folgenden Teile unterscheiden: Gehirn und Rückenmark. Im Folgenden werden beide näher erläutert:

Gehirn

Das Gehirn lässt sich in drei Teilen unterteilen, in Abhängigkeit seiner primitiven Grundfunktionen.

  • Prosencephalon (Vorderhirn): Es lässt sich weiter in das Telencephalon (Endhirn) und Diencephalon (Zwischenhirn) differenzieren, durch die es Funktionen wie das Gedächtnis, Denken, Bewegungskoordination, Sprachbildung, etc. reguliert. Außerdem steuert das Prosencephalon den Appetit, das Durstgefühl, das Schlafverhalten und den Sexualtrieb.
  • Mesencephalon (Mittelhirn): Es bildet einen Teil des Hirnstamms und befindet sich zwischen der Pons (Brücke) und dem Diencephalon. Es ist verantwortlich dafür die motorischen Impulse von der Hirnrinde bis zur Pons zu leiten und sensorische Impulse vom Rückenmark zum Thalamus zu übertragen. Dabei ist es für Aspekte des Sehens, Hörens und des Schlafs verantwortlich.  
  • Rombencephalon (Rautenhirn): Die Pons und die Medulla oblongate (verlängertes Mark) steuern grundlegende überlebenswichtige Funktionen, wie die Atmung, den Blutkreislauf, den Schluckvorgang, den Muskeltonus, die Augenbewegung….

Das Rückenmark

Durch diesen Nervenstrang werden die Nervenimpulse und Informationen aus dem Gehirn an die Muskeln übertragen. Das Rückenmark ist ungefähr 45 cm lang und hat einen Durchmesser von etwa einem Zentimeter. Es besteht aus einer weißen Masse, die mit einer gewissen Flexibilität ausgestattet ist. Eine Besonderheit ist, dass das Rückenmark die Fähigkeit hat, Reflexe zu erteilen.

Das Rückenmark lässt sich in folgende Bereiche unterteilen: 

  • Hals- oder Zervikalmark (Pars cervicalis)
  • Brust- oder Thorakalmark (Pars thoracica)
  • Lenden- oder Lumbalmark (Pars lumbalis)
  • Kreuz- oder Sakralmark (Pars sacralis)
  • Schwanz- oder Kokzygealmark (Pars coccygis)

5. Klassifikation des Nervensystems 

Die zwei großen Gruppen unseres Nervensystems sind das zentrale Nervensystem (ZNS) und das periphere Nervensystem (PNS).

Grob gesagt lassen sich die beiden Systeme grundlegend durch ihre Funktionen unterscheiden. Das ZNS, das aus dem Gehirn und dem Rückenmark besteht, übernimmt den logistischen Teil des Körpers. Es steuert den Körper, organisiert und sendet Aufträge an unseren Körper. Das PNS ist sozusagen der Nachrichtenüberbringer, der sowohl von innerhalb und außerhalb des Körpers empfangene Signale und Informationen zum ZNS verschickt und vom ZNS in den ganzen Körper weiterleitet. Diese Nachrichtenübertragung findet über unsere Nervenbahnen statt. Das ZNS und PNS kommunizieren demnach ständig und gewährleisten so, dass unser Organismus funktioniert.

Innerhalb des PNS befinden sich weitere Subtypen, wie das somatische Nervensystem und das vegetative Nervensystem. Wie sich die beiden System unterscheiden, wird etwas später im Artikel erklärt.

6. Das zentrale Nervensystem (ZNS)

Ab und zu gibt es Teile des Nervensystems die beeinträchtigt sind, was zu Problemen oder Defiziten bei seiner Funktionsweise führt. Dabei gibt es spezifische Krankheiten jeden Systems, je nachdem welcher Teil beeinträchtigt ist.

Wenn sich der Bereich beeinträchtigt sieht, der Informationen empfängt und verarbeitet, um anschließend kontrolliert auf die Körperfunktionen zu antworten – dann spricht man von Krankheiten des ZNS. Dabei gibt es unter anderem Folgende:

Krankheiten

  • Multiple Sklerose. Ist eine Krankheit, bei der die Markscheiden (Myelinscheiden) im ZNS angegriffen werden. Das führt zur Verringerung der Impulse des Nervensystems, gleichzeitig schwindet die Übertragungsgeschwindigkeit, oder kommt ganz zum Erliegen. Die Konsequenzen sind spastische Tonuserhöhungen der Muskeln, Gleichgewichtsstörungen und Probleme mit der Sprache und dem Sehen.
  • Meningitis: Hierbei handelt es sich um eine Entzündung der Hirnhäute (Hirnhautentzündung). Eine Meningitis kann durch Viren, Bakterien oder andere Mikroorganismen ausgelöst werden. Einige der Symptome sind hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackensteife, Somnolenz, Verlieren des Bewusstseins und Krampfanfälle. Eine bakteriell verursachte Meningitis kann mit Antibiotika behandelt werden, eine virale Meningitis hingegen nicht, verläuft aber unbehandelt im Gegensatz zur bakteriell verursachten Hirnhautentzündung nur selten tödlich.
  • Parkinson-Krankheit. Für diese chronische Erkrankung des Nervensystem, die durch den Tod der Neuronen im Mesencephalon oder Mittelhirn (das Hirnareal, in welchem Teile der Muskelbewegung übertragen und koordiniert werden) verursacht wird, gibt es keine Heilung. Die Krankheit schreitet mit der Zeit immer weiter fort und lässt sich nicht stoppen. Betroffene leiden unter Tremor (Zittern) und sind bei der Ausführung von willkürlichen Bewegungen verlangsamt.
  • AlzheimerDiese Krankheit verursacht Gedächtnisprobleme, beeinflusst den Charakter und die Art zu denken. Einige der Symptome sind Verwirrtheit, zeitliche und räumliche Desorientierung, dadurch entsteht eine Abhängigkeit in Bezug auf alltägliche Aktivitäten.
  • Enzephalitis. eine Entzündung des Gehirns, die durch Bakterien oder Viren verursacht wird. Zu den Symptomen zählen Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Sprachschwierigkeiten, Sehstörungen, Fieber,… außerdem können auch Krampfanfälle auftreten. Die Krankheit kann bis zum Tod führen.
  • Chorea-Huntington. Hierbei handelt es sich um eine vererbte, neurologische degenerative Störung des Nervensystems. Dabei sind Nervenzellen in allen Teilen des Gehirns betroffen. Es kommt zu einem fortschreitenden Verfall, der zu Problemen in der Motorik führt.
  • Tourette-Syndrom. Diese neurologische Störung zeichnet sich durch repetitive, unfreiwillige und stereotype Bewegungen aus. Zudem stoßen Betroffene lautliche Tics aus.

 7. Das periphere Nervensystem und seine Subtypen

Wie vorhin bereits erwähnt wurde, ist das PNS dafür verantwortlich die Informationen über die Rückenmarksnerven (Spinalnerven) zu versenden. Diese Nerven befinden sich außerhalb des ZNS und dienen dazu, die beiden Systeme miteinander zu verbinden. Genau wie beim ZNS gibt es spezifische Krankheiten des PNS, je nachdem welcher Bereich betroffen ist.

Das somatische Nervensystem

Ist dafür verantwortlich den Organismus mit der Umgebung zu verbinden. Einerseits erhält dieses System elektrische Impulse, um willkürliche Bewegungen der Skelettmuskulatur auszuführen. Andererseits überträgt es sensorische Information aus dem Körper ans ZNS. Es können unter anderen folgende Krankheiten in diesem System auftreten:

  • Radialislähmung: Der Schaden produziert sich im Nervus radialis (ein Nerv des Armnervengeflächts), der bei der Armstreckung eine Rolle spielt. Diese Lähmung führt dazu, dass der Arm nicht gestreckt werden kann. Umgangssprachlich ist sie als “Parkbanklähmung” bekannt.
  • Das Karpaltunnelsyndrom: Es handelt sich um eine Beeinträchtigung des Nervus medianus in der Handwurzel. Dadurch wird die Mobilität und Sensibilität in bestimmten Bereichen der Hand beeinträchtigt. Die typischen Symptome sind Schmerzen im Handgelenk und Unterarm, Krämpfe und Taubheit.
  • Das Guillain-Barré-Syndrom: Bei dieser Störung attackiert das Immunsystem des Körpers fälschlicherweise das Nervensystem. Betroffen sind insbesondere Nervenwurzeln, die aus dem Rückenmark entspringen. Die Konsequenz sind Entzündungen der Nerven, was zu Muskelschwäche und anderen Symptomen führt.
  • Neuralgie: ist eine Krankheit die Nervenschmerzen verursacht, die im peripheren Nervensystem auftritt. Die peripheren Nerven werden in diesem Fall geschädigt, was zu Symptomen wie akuten starken Schmerzen und Hypersensibilität der Haut führt.

Autonomes/ vegetative Nervensystem

Dieses System reguliert automatisch ablaufende Vorgänge des Körperinneren, der Organe. Dieses System agiert unabhängig von der kortikalen Kontrolle. Es enthält seine Informationen aus den Eingeweiden und reguliert seine Tätigkeiten. Beispielsweise ist es für die körperliche Reaktionen der Emotionen verantwortlich. Das autonome Nervensystem ist in das sympathische und parasympathische Nervensystem unterteilt. Beide Systeme interagieren mit den gleichen Organen, auch die Funktionen sind gleich- jedoch antagonistisch. Bezüglich dieses Systems kann es zu beispielsweise zu folgenden Krankheiten kommen.

  • Arterielle Hypotonie: Der Druck, der das Blut durch die Arterien pumpt, ist gering und fast nicht ausreichend, um in angemessener Weise alle Organe des Körpers mit Sauerstoff zu versorgen. Dabei treten folgende Symptome auf.
    • Schwindel
    • Somnolenz und Konzentrationsschwäche
    • Kollapsneigung
    • Zittern, rasche Ermüdbarkeit
  • Arterielle Hypertonie: wird auch als Bluthochdruck bezeichnet. Bei dieser Krankheit ist der arterielle Druck in den Arterien chronisch erhöht, was zu einer höheren Belastung der Gefäße und der Organe, insbesondere dem Herzen, führt. Folgen können beispielsweise koronare Herzkrankheiten sein. Die Hypertonie verläuft oft ohne merkbare Symptome. Es kann jedoch zu Schwindel, Übelkeit, Nasenbluten, Schlaflosigkeit und Abgeschlagenheit kommen.
  • Morbus Hirschsprung: hierbei handelt es sich um eine angeboren Störung des autonomen Nervensystems, welche die Darmfunktionen beeinflusst. Durch das Fehlen von neuronalen Zellen im Dickdarm, kommt es zu Darmverschluss. Wenn sich der Darm füllt, werden keine Signale der Darmentleerung an das Gehirn übermittelt, sodass es zu Verstopfungen kommt. Es kommt zu Stuhlinkontinenz oder auch Erbrechen. Die Krankheit wird chirurgisch behandelt, oft wird ein künstlicher Darmausgang gelegt.

Wie bereits erwähnt, wird zwischen zwei Formen des autonomen Nervensystems unterschieden:

  1. Sympathisches Nervensystem: Kommt zum Tragen, wenn es um die Aktivierung des Körpers geht. Seine Funktion ist es, Energie zu liefern, um lebenswichtige Ziele zu verfolgen, den so genannten Flight or Fight. Dabei reguliert dieses Nervensystem beispielsweise die Verengung der Pupillen, inhibiert die Speichelproduktion, steigert den Puls und entspannt die Blase
  2. Parasympathische Nervensystem: Wird aktiviert, wenn der Körper in einen Ruhezustand versetzt werden soll, der Körper also in einem Zustand der Erholung ist. Dabei werden die Pupillen erweitert, die Speichelproduktion angeregt, der Puls gesenkt und die Blase kontrahiert.

Doch wie kann es sein, dass beispielsweise die Kontraktion der Blase mit dem Ruhezustand zu tun haben kann und die Inhibition des Speichelflusses mit Phasen der Aktivierung zusammenhängt? Es geht bei diesen Verhaltensweisen nicht darum, ob diese Energie benötigen oder nicht, sondern es sind die Konsequenzen die in einer Situation auftreten, die uns aktiviert. Wenn wir beispielsweise auf der Straße angegriffen werden:

  • Steigt unser Puls an und wir bekommen einen trockenen Mund und wenn wir sehr viel Angst haben, kann es sogar dazu kommen, dass wir uns in die Hose machen. Denn wie wäre es, eine volle Blase zu haben, wenn man den Angreifer bekämpfen oder vor ihm fliehen muss?
  • Wenn wir der Attacke unbeschädigt entkommen sind, beginnen wir uns wieder zu entspannen und unser parasympathisches Nervensystem wird aktiviert. Die Pupillen nehmen wieder eine normale Größe an, der Puls sinkt und unsere Blase wird wieder normal kontrahiert.

8. Schlussfolgerungen

Wie wir im Laufe des Artikels sehen konnten, ist unser Organismus außergewöhnlich komplex. Er ist voller Strukturen, Teilen, Organen, Typen und Subtypen.

Aber es könnte auch nicht anders sein. Die menschliche Spezies ist sehr weit entwickelt, was dazu führt, dass wir nicht nur aus simplen Strukturen bestehen können.

Die hier präsentierten Schemata enthalten bei weitem nicht alle Informationen und Systeme über uns, sondern sind ein grober Überblick, die unsere basale Funktionsweise zusammenfasst.

Bei Fragen oder Anregungen, hinterlasse gerne einen Kommentar unter diesem Artikel.

Übersetzt aus dem Spanischen. Original: Patricia Sanchez Seisdedos, Psychologin bei CogniFit.

Sprech- und Sprachstörungen: Welche gibt es, wie diagnostiziert und behandelt man sie?

Was sind Sprachstörungen? Sprachstörungen, Sprechstörungen oder Sprachbehinderungen beziehen sich auf Probleme der Kommunikation oder andere Bereiche, wie beispielsweise die oralen motorischen Funktionen, die ebenfalls mit der Sprache zusammenhängen. Sprech- und Sprachstörungen können sehr unterschiedliche Symptome aufweisen und reichen von Verständnisproblemen bis hin zu Logorrhoe. Außerdem können sie von Geburt an, oder erst im Erwachsenenalter in Erscheinung treten.

Ursachen von Sprech- oder Sprachstörungen

Es gibt diverse Ursachen für Sprech- oder Sprachstörungen. Wir können die Ursachen je nach Auslöser der Störung unterscheiden. Bei organischen Ursachen, welche sich auf jegliches für die Funktionsweise der Sprache wichtige Organ beziehen können, lassen sich folgende Ursachen unterscheiden:

  • Erbliche Ursachen: Wenn die Sprech- oder Sprachstörungen von den Eltern geerbt werden.
  • Angeborene Ursachen: Wenn die Sprech- oder Sprachstörungen durch den Gebrauch von Pharmazeutika oder Komplikationen während der Schwangerschaft auftreten.
  • Perinatale Ursachen: Die Sprech- oder Sprachstörungen entstehen durch Komplikationen während der Geburt
  • Postnatale Ursachen: Die Sprech- oder Sprachstörungen entstehen nach der Schwangerschaft, ein Beispiel sind die Sprech- oder Sprachstörungen, die durch eine Frühgeburt verursacht werden.

Zusätzlich zu den organischen Ursachen gibt es die funktionellen Ursachen, welche auf eine pathologische Funktionsweise der Organe zurückzuführen sind, die in die Sprache verwickelt sind. Ebenfalls gibt es hormonelle Ursachen, die vor allem die psychomotorische Entwicklung des Kindes beeinflussen. Ökologische Ursachen sind auch ein Faktor, der Einfluss auf die Sprache nehmen kann, das Umfeld kann hierbei die sprachlichen Fähigkeiten eines Individuums beeinflussen. Abschließend spielen die psychosomatischen Ursachen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Sprachstörungen, da unser Denken einen großen Einfluss auf uns hat und es so zu einem anormalen Sprachgebrauch kommen kann. In gleicher Weise können Sprachschwierigkeiten auch unsere Gedanken beeinflussen. Beides kann die Fähigkeit des korrekten mündlichen Ausdrucks und Verständnisses erschweren.

Symptome von Sprech- oder Sprachstörungen

Verschiedene Symptome können eine mögliche Sprach- oder Sprechstörung, abhängig von der Störung und der betroffenen Sprachzone, vorhersagen. In der folgenden Klassifikation lassen sich verschiedene Symptome der allgemeinen Sprach- und Sprechstörungen unterscheiden:

  • Symptome einer Störung in der Ausdrucksentwicklung: Diese Störungen lassen sich beispielsweise durch einen extrem begrenzten Wortschatz erkennen, durch Schwierigkeiten beim Wörtermerken oder bei der Generierung von langen Sätzen (Sprachstörung).
  • Symptome einer Mischstörung der expressiv-rezeptiven Sprache: Hierbei zeigen sich die gleichen Symptome wie im vorherigen Abschnitt des Ausdrucks. Zusätzlich treten Probleme bei dem Sprachempfang auf, wie zum Beispiel das Verständnis von Wörtern oder Sätzen (Sprachstörung).
  • Symptome einer phonologischen Störung: Die Betroffenen zeichnen sich durch die Unfähigkeit aus, gewisse Sprachlaute verwenden zu können. Ebenfalls machen sie Fehler bei der Erzeugung, Darstellung und/oder Verwendung von Lauten (Sprechstörung).

Die Redeflussstörungen zeichnen sich durch Unterbrechungen, Pausen, Wiederholungen oder Einschübe aus. Zu diesen Störungen gehört das Stottern, eine der bekanntesten Sprechstörungen, bei der es zu einer Störung des Redeflusses und der Organisation der Worte kommt.

Obwohl Sprache an sich ein komplexer Prozess ist und diesbezügliche Störungen divers sind, lassen sich bestimmte Merkmale identifizieren, die eine mögliche Sprachentwicklungsstörungs anzeigen. Bei den Sprachstörungen bei Kindern, lassen sich die folgenden Anzeichen unterscheiden:

  • Die expressive Sprache betreffend: Ein Problem ist dann wahrscheinlich, wenn das Kind einen beschränkten aktiven Wortschatz hat als andere gleichaltrige Kinder, es dem Kind schwer fällt neue Wörter zu lernen, es verbale Zeiten verwechselt, es allgemeine statt spezifische Wörter nutzt, es selten spricht, es -obwohl es Wörter richtig aussprechen kann- sinnlose Sätze sagt, eine begrenzte Satzstruktur verwendet oder häufig bestimmte Phrasen verwendet.
  • Die rezeptive Sprache betreffendZeichen hierfür sind, dass das Kind desinteressiert wirkt wenn Menschen sprechen, es dem Kind schwer fällt bestimmte Anweisungen zu befolgen oder zu verstehen was gesagt/gesagt wird.

Für detaillierte Information über die kindliche Sprachentwicklung ist das untenstehende Video hilfreich:

Sprechstörungen: Klassifizierung und Typen

Die allgemeinen Typen der Sprechstörungen lassen sich folgendermaßen klassifizieren und unterscheiden:

1- Dysartrhien: 

Bei Dysarthrien handelt es sich um eine Reihe von Sprechstörungen, die aufgrund erworbener Hirnschäden bzw. Schädigungen der Hirnnerven und peripheren Gesichtsnerven entstehen. Diese Läsionen können sowohl die Ausführung als auch die Sprechbewegung einschränken.

2- Dyslalien:

Dyslalien umfassen Sprechstörungen der Aussprache beziehungsweise der Artikulation.  Hierbei kommt es zum Auslassen oder dem falschen Einsatz bestimmter Phoneme.

Es gibt hierbei verschiedene Ursachen von Dyslalien:

  • Physiologische Dyslalien: Die Ursache der Fehlartikulation ist, dass die Sprechorgane des Kindes noch nicht komplett ausgebildet sind, um bestimmte Worte zu artikulieren. Bis zu einem bestimmten Alter ist dies ganz normal und ist kein Anlass zur Sorge, insofern sich diese Probleme nicht über einen langen Zeitraum erstrecken.
  • Audiogene Dyslalien: Wie durch den Namen angedeutet, liegt die Ursache der Sprechstörung in einem Defekt im Hörvermögen des Kindes. Dadurch kann das Kind die Wörter nur eingeschränkt erkennen und imitieren, was dazu führt, dass das Kind sich nicht normal ausdrücken kann. Es ist naheliegend, dass wir schlecht sprechen, wenn wir schlecht hören.
  • Funktionelle Dyslalien: Diese Art der Dyslalie kann durch eine physiologische Dyslalie hervorgerufen werden. Hierbei bleibt die Sprechstörung bestehen, obwohl die Sprechorgane des Kindes bereits voll ausgebildet sind. Hierbei handelt es sich um einen Defekt in der Artikulierung der Botschaft.
  • Organische Dyslalien: Diese Art der Dyslalie wird auch Dysglossie genannt und ist auf Defekte der Sprechorgane zurückzuführen.

3- Dysglossien:

Die Dysglossie kann durch verschiedene organische Veränderungen ausgelöst werden. Hierbei kann es folgende Ursachen geben:

  • Labiale Dysglossien: Sie werden durch eine Veränderung der Form der Lippen verursacht. Zwei der bekanntesten Varianten sind die Hasenscharte oder das Lippenbändchen (Frenulum).
  • Mandibulare Dysglossien: Sie werden durch eine Veränderung der Form des Ober- oder/und Unterkiefers hervorgerufen. 
  • Dentale Dysglossien: Diese Art von Sprechstörung wird durch eine Veränderung der Form oder der Position der Zähne verursacht.
  • Linguale Dysglossien: werden durch Veränderungen der Zunge verursacht. Die Zunge ist ein Organ, das eine perfekte Synchronisierung zum Sprechen benötigt. Einige Störungen, die diese Art von Dysglossie auslösen können, sind die Ankyloglosson (angewachsenes Zungenbändchen), die Makroglossie (unverhältnismäßige Größe der Zunge) oder die einseitige oder beidseitige Lähmung der Zunge.
  • Nasale Dysglossien: werden durch Störungen verursacht, die verhindern, dass die Luft normal in die Lungen geleitet werden kann.
  • Palatale Dysglossien: werden durch Veränderungen des Gaumens verursacht.

4- Stottern

Das Stottern ist eine Sprechstörung des Redeflusses, die sich durch Spasmen und Wiederholungen aufgrund einer fehlerhaften Koordination der Ideomotrizität des Gehirns auszeichnet.

Weitere Störungen der Sprache: Klassifizierung und Typen

1- Aphasien

Diese Art der Sprachstörung tritt nach unterschiedlichen Erkrankungen auf, deren Ursache Verletzungen bestimmter Gehirnregionen ist, die mit der Sprache verbunden sind.

  • Broca-Aphasie: Die Borca-Aphasie wird durch eine Verletzung im Gyrus frontalis inferior, dem Broca-Areal und benachbarten Regionen verursacht. Betroffene leiden unter extremen Schwierigkeiten sich zu artikulieren und haben starke Wortfindungsstörungen. Sie sprechen meist in sehr kurzen Sätzen, hingegen bleibt das Verständnis größtenteils unversehrt oder wenig beschädigt.

  • Wernicke-Aphasie: Die Wernicke-Aphasie ist eine Sprachstörung, die durch Verletzungen im linken Temporallappen samt auditivem Cortex entsteht. Diese Störung ist auch als rezeptive Aphasie bekannt und zeichnet sich durch ein relativ flüssiges Sprechen aus, allerdings beinahe ohne informativen Wert. Es kommt zum semantischen Paraphasien (Wörterverwechslungen) und phonematischen Paraphasien (Lautverdrehungen) und Neologismen (Wortneuschöpfungen). Diese Symptome gehen mit Verständnisproblemen einher.

  • Leitungsaphasie: Diese Sprachstörung wird durch eine Verletzung im Fasciculus arcuatus und/oder anderen Verbindungen der Temporal- und Frontallappen verursacht. Diese Störung zeichnet sich durch einen relativ flüssigen spontanen Sprachgebrauch, ein gutes Verständnis aber mit Problemen des Nachsprechens aus. Die Leitungsaphasie beinhaltet manchmal Leseprobleme (verbessert sich beim lauten Vorlesen) und Schreibschwierigkeiten oder unter anderem Bezeichnungsfehler.

  • Transkortikale sensorische Aphasie: Diese Art von Störung wird durch eine Verletzung der Verbindungen zwischen den Parietal- und Temporallappen verursacht und sorgt für Verständnisschwierigkeiten einzelner Wörter, obwohl die Fähigkeit des Nachsprechens relativ intakt bleibt.
  • Anomische Aphasie: Sie wird durch Verletzungen in mehreren Teilen der Temporal- und Parietallappen verursacht und sorgt für Wortfindungsstörungen, wie beispielsweise Schwierigkeiten beim Benennen von Gegenständen. Die Sprache ist jedoch flüssig.
  • Globale Aphasie: Diese Aphasie ist die schwerste Form, es kommt zu Störungen bei allen Sprachfunktionen, sowohl der lautsprachlichen Äußerungen als auch des Sprachverständnisses. Die globale Aphasie wird meistens durch einen Totalinfarkt im Gebiet der Arteria cerebri media verursacht.

2- Legasthenie

Die Legasthenie, ist eine massive Störung des Schriftspracherwerbs. Da sie sehr bekannt ist, wird ihr nur ein kleiner Abschnitt in diesem Artikel gewidmet. Die auch als Lese-Rechtschreib-Schwäche oder LRS bezeichnete Störung  ist eine “Lernstörung des Lesens und Schreibens”, deren Ursprung in einem Problem der Nervenentwicklung des Individuums zu liegen scheint. Aktuell existieren professionelle Werkzeuge zur neuropsychologischen Bewertung der Legasthenie, zur Behandlung der Legasthenie im Klassenraum und Spiele zur kognitiven Stimulation für Kinder mit Legasthenie.

3- ADHS oder Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität

ADHS ist eine Störung, die Veränderungen der Sprache impliziert und bei den Betroffenen Probleme in zwei Bereichen hervorruft: beim Lernen und bei der Kommunikation. Laut einer Studie weisen Kinder mit ADHS Schwierigkeiten bei der phonologischen Organisation und der Syntax auf. Außerdem zeigen sie Probleme bei der semantischen Organisation und haben ein schlechteres auditives Gedächtnis. Heutzutage gibt es professionelle Werkzeuge für die neuropsychologische Bewertung von ADHS, Neurowissenschaftliche Werkzeuge zur Behandlung von Lernschwierigkeiten im Klassenraum und Übungen zur kognitiven Stimulation für Kinder mit ADHS.

4- Dyskalkulie

Ebenfalls soll die Dyskalkulie genannt werden, bei der es sich per se nicht um eine Störung der Sprache handelt, die aber das Verständnis einer “anderen Sprache” – der Mathematik – beeinflusst. Diese Störung beeinflusst die Fähigkeit mit Zahlen zu arbeiten und mathematische Konzepte zu verstehen. Diejenigen, die unter ihr leiden, verstehen die Logik mathematischer Prozesse nicht.

Heutzutage gibt es professionelle Werkzeuge für die neuropsychologische Bewertung der Dyskalkulie und Übungen zur kognitiven Stimulation für Kinder mit Dyskalkulie.

Wie Sprech- und Sprachstörungen diagnostiziert werden

Zur Diagnose von Sprachstörungen werden unter Beachtung bestimmter Richtlinien Tests durchgeführt. Bei der Betrachtung von Sprech- und Sprachstörungen bei Kindern müssen eine Reihe von Strategien verfolgt werden, um die Probleme zu identifizieren, die sich zu einer Störung entwickeln könnten.

Für eine professionelle Diagnose von einer Sprech- und Sprachstörung bei Kindern müssen zunächst die Eltern und die Schule beziehungsweise Lehrer befragt werden. Dadurch lassen sich wichtige Informationen zum Verhalten des Kindes und der Tragweite seiner Probleme erkennen. Außerdem muss das Kind selbst befragt werden, wobei hier Aufnahmen und ein Hörtest durchgeführt werden sollte. Um die Diagnose zu vervollständigen sollten sowohl die Eltern als auch die Lehrer spezielle Fragebögen ausfüllen und das Kind spezifische neuropsychologische Test durchgeführen.

Sprech- und Sprachstörungen: Wie man zuhause helfen kann

Wie im Laufe des Artikels deutlich gemacht wurde, gibt es keine allgemeine Symptome, da jede Sprech- beziehungsweise Sprachstörung bei Kindern unterschiedlich verläuft. Ebenfalls äußern sich diese mit verschieden Schweregraden, was jedes Individuum vor spezifische Probleme stellt. Im Folgenden werden einige allgemeine Ratschläge genannt, die befolgt werden können, wenn ein Kind an einer Sprech- oder Sprachstörung leidet.

Wichtig ist, da das Kind an einem Kommunikationsproblem leidet, dafür zu sorgen so viel wie möglich mit ihm zu kommunizieren. Dabei kann Musik gehört oder gesungen werden und dem Kind sollte Zeit gegeben werden seine Sätze beim sprechen selbst zu beenden.

Ebenfalls hilft es, mit dem Kind zu Lesen, dabei ist eine interaktive Gestaltung von Vorteil. Es kann über Inhalte gesprochen, Bilder beschrieben werden oder das Kind gebeten werden sich selbst ein alternatives Ende auszudenken. Diese Übungen helfen der sprachlichen Entwicklung des Kindes.

Wichtig ist ebenfalls, das Problem des Kindes gut zu verstehen. Hierbei ist es ratsam einen Experten aufzusuchen, der bei der Behandlung der spezifischen Störung helfen kann.

Je genauer die Störung des Kindes bekannt ist, desto spezifischere Interventionen können durchgeführt werden. Probleme wie Legasthenie, Dyskalkulie, ADHS oder eine andere spezifische Sprech- oder Sprachstörung besitzen spezielle Behandlungsansätze, die in den beigefügten Links zu finden sind.

Sprachstörungen: Wie kann man in der Schule helfen

Damit sich alle Schüler adäquat entwickeln können, ist es notwendig, Programme zur Erkennung von Sprachschwierigkeiten einzusetzen und zu fördern. Dies ermöglicht bei Bedarf ein frühzeitiges Eingreifen. Es gibt Bildungsplattformen für Schulen und Lehrer, die hierbei sehr nützlich sein können.

Die Rolle des Lehrpersonals spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung des Kindes. Die Lehrperson hat hierbei eine Vermittlerfunktion im Lernprozess und kann zur Verbesserung des Individuums im Schulleben beitragen.

Sprachstörung: Ein gutes Bildungsprogramm sorgt für ein umfassendes Lernen

Vorschläge des “Leitfaden zur pädagogischen Betreuung von Schülern mit Störungen in der mündlichen und schriftlichen Sprache” sind:

• Das Bildungszentrum sollte für Voraussetzungen sorgen, welche die sprachliche Stimulation und soziale Interaktion fördern.
• Die erzieherische Hilfestellung sollte vom selben Erziehungsteam kommen, das für das Kind zuständig ist.
• Beratungsteams und Beratungsabteilungen sollten diese Funktion unterstützen, aber niemals ersetzen.
• Es sollten mündliche Sprachprogramme sowohl zur Vorbeugung als auch zur Stimulation entwickelt werden.
• Die Organisation des Bildungszentrums sollte garantieren, dass eine Koordinierung zwischen dem unterstützenden Personal, dem Personal für Hör- und Sprachverstehen und dem Rest des erzieherischen Teams möglich ist, damit alle aufeinander abgestimmt und mit derselben Vorgehensweise arbeiten.

Quelle: Mario de Vicente, Psychologe bei CogniFit.

Der Hypothalamus: Die Bedeutung der Hormone im Gehirn.

Was ist eigentlich der Hypothalamus? Setzen wir ihn erstmal in einen Kontext: Dir knurrt der Magen. Seit heute morgen hast du nichts gegessen und dich überkommt ein Gefühl von Hunger. Dir fallen unzählige Dinge ein, die du jetzt gerne essen würdest. Dir fällt es schwer, dich auf das zu konzentrieren was du eigentlich machst und in deinem Kopf ist nur Platz für Essen. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem du dich entscheidest etwas zu essen, fühlst du dich unwohl. Kommt dir das bekannt vor…?

Der Verantwortliche in diesem Prozess ist der Hypothalamus, eine kleine subkortikale Struktur, die sich in der Mitte des Gehirns befindet. Obwohl nur erbsengroß, übernimmt er die Regulation verschiedenster essentieller Überlebensfunktionen, um das Gleichgewicht (die Homöostase) im Körper zu erhalten. Dabei reguliert er wie in unserem Beispiel auch das Gefühl des Hungers. Würde uns der Hypothalamus nicht mitteilen, dass wir hungrig sind, wüssten wir nicht wann wir etwas essen müssen und würden im schlimmsten Fall verhungern.

Falls du gerne noch mehr Details über den Hypothalamus erfahren möchtest, solltest du auf jeden Fall in den Abschnitt “Was noch interessant ist…” am Ende dieses Artikels gucken!

Der Hypothalamus reguliert die Nahrungsaufnahme. Er steuert das Hunger- und Sättigungsgefühl.

Was ist der Hypothalamus?

Er ist eine Gehirnstruktur die zusammen mit dem Thalamus das Zwischenhirn, das sogenannte Diencephalon, bildet. Er ist Teil des limbischen Systems und enthält die größte Neuronen Vielfalt im ganzen Gehirn. Er kontrolliert das autonome Nervensystem und das endokrine System. Als endokrine Drüse setzt er Hormone frei, die Verhalten modulieren, das dem Erhalt der menschlichen Spezies dient. Außerdem reguliert er die Sekretion der Hypophysenhormone und formt somit die Hypothalamus-Hypophysen-Achse. Im Hypothalamus gibt es zwei Arten von sekretorischen Neuronen: Die parvozellulären (welche Peptidhormone absondern) und die magnozellulären (welche die neurohypophysischen Hormone Oxytocin und Vasopressin absondern).

Wo befindet sich der Hypothalamus? Eine gute Lage zu haben ist wichtig.

Der Hypothalamus liegt unter dem Thalamus (daher stammt sein Name) und direkt über dem Hirnstamm und wird medial vom dritten Ventrikel begrenzt. Mit der Hypophyse ist er über den so genannten Hypophysenstiel verbunden. Eine so zentrale Lage im Gehirn erlaubt es ihm perfekt zu kommunizieren, dabei erhält er Informationen aus verschiedenen Bereichen (Afferenzen) des Körpers und schickt wiederum Information in andere Bereiche (Efferenzen).

Wie funktioniert der Hypothalamus? Wie hält er uns am Leben? 

Die Funktionen, die der Hypothalamus ausführt sind überlebenswichtig. Er regelt das Hunger- und Sättigungsgefühl, hält die Körpertemperatur aufrecht, reguliert den Schlaf, steuert das Paarungsverhalten und die Aggression, außerdem ist er in der Emotionsregulation beteiligt. Die meisten dieser Funktionen regulieren sich durch eine Reihe an Hormonen die sich entweder gegenseitig inhibieren oder erregen.

  • Hungergefühl: Wenn unser Körper bemerkt, dass wir nicht mehr genug Energiereserven zur Verfügung haben, wird Ghrelin (ein Hormon) an den Hypothalamus gesendet, um zu signalisieren, dass wir etwas essen sollten. Auf diese Art und Weise setzt er das Neuropeptid Y frei, welches das Hungergefühl auslöst. In unserem Eingangsbeispiel setzte diese Hirnregion große Mengen des Neuropeptids Y frei, was für unser Hungergefühl verantwortlich ist.
  • Sättigungsgefühl: Im Gegensatz dazu, muss unser Körper unserem Gehirn mitteilen, dass wir keine Nahrung mehr brauchen und zu essen aufhören sollten, sobald wir genug Nahrung aufgenommen haben. Wenn wir etwas essen produziert unser Körper Insulin, welches die Produktion des Hormons Leptin erhöht. Das Leptin gelangt durch das Blut bis in den ventromedialen Nucleus und inhibiert dort, sobald es an seinen Rezeptoren andockt, die Produktion des Neuropeptids Y. Durch den Produktionsstopp des Neuropeptids Y, verlässt uns das Hungergefühl und wir fühle uns satt.
  • Durst: Auf eine dem Hunger ähnliche Art und Weise, reguliert er unseren Durst wenn unser Körper Wasser benötigt. Hierbei sondert der Hypothalamus das Antidiuretische Hormon (auch Vasopressin genannt) ab, das den Wasserverlust verhindert und die Aufnahme von Flüssigkeiten begünstigt.
  • Körpertemperatur: Die Temperatur mit der das Blut im Hypothalamus ankommt, entscheidet darüber, ob unsere Körpertemperatur gesenkt oder gesteigert wird. Wenn die Temperatur zu hoch ist, müssen wir an Wärme verlieren. Folglich inhibiert der anteriore Teil den posterioren Teil und leitet dadurch eine Reihe an Reaktionen ein, die für die Senkung der Körpertemperatur zuständig sind (wie das Schwitzen). Wenn im Gegensatz dazu die Temperatur zu gering ist, muss unser Körper Wärme erzeugen. In diesem Fall inhibiert der posteriore Teil den anterioren Teil. Über die Hypothalamus-Hypophysen-Achse wird das stimulierende Hormon Thyreotropin (TSH) und das Hormon Adrenocorticotropin (ACTH) ausgeschüttet, welche zur Wärmespeicherung beitragen.
  • Schlaf: Der Grund dafür, dass es uns schwer fällt bei eingeschaltetem Licht zu schlafen findet sich ebenfalls in dieser Hirnregion. Die Schlaf-Wach-Phasen werden durch den circadianen Rhythmus reguliert. Die Struktur, welche für die Regulierung des circadianen Rhythmus zuständig ist, ist eine Einheit von Neuronen des medialen Hypothalamus, der Nucleus suprachiasmaticus. Der Nucleus suprachiasmaticus erhält seine Information von den Ganglienzellen der Retina (Netzhaut), die über den Tractus Retinohypothalamicus dort hingeleitet werden. Die Retina nimmt Lichtveränderungen der Umgebung war und sendet die Information an den Nucleus suprachiasmaticus. Diese Einheit von Neuronen verarbeitet die ankommende Information und leitet sie an die Zirbeldrüse (Epiphyse) weiter. Sobald die Retina kein Licht mehr detektiert, schüttet die Zirbeldrüse Melatonin aus, was müde macht und den Schlaf begünstigt. Fällt jedoch Licht auf die Retina, reduziert die Zirbeldrüse die Melatoninproduktion, wodurch die Wachheit gesteigert wird.
  • Paarungsverhalten und Aggressivität: Obwohl diese beiden Verhaltensweisen gegensätzlich erscheinen, stehen sie in der Tierwelt in großem Zusammenhang und werden durch den gleichen Bereich im Hypothalamus reguliert (dem ventromedialen Nucleus). Dabei gibt es Neuronen die nur während dem Paarungsverhalten aktiviert werden und andere die nur bei aggressivem Verhalten aktiv sind. Es existiert aber auch eine Einheit von Neuronen, die bei beiden Verhaltensweisen aktiv ist. In diesem Fall sendet die Amygdala aggressionsbezogene Informationen an den Nucleus preopticus, eine Region des Hypothalamus, der entsprechend die zuständigen Hormone ausschüttet um sich an die gegebene Situation anpassen zu können.
  • Emotionen: Das Erleben von Emotionen wird von einigen physiologischen Veränderungen begleitet. Wenn wir nachts alleine im Dunklen über eine Straße laufen und auf einmal ein seltsames Geräusch hören, ist es sehr wahrscheinlich dass wir Angst verspüren. Unser Körper muss auf jede Begebenheit vorbereitet sein, weshalb der Hypothalamus Informationen in verschiedene Bereiche des Körpers sendet (er erhöht die Atemfrequenz, die Herzfrequenz, kontrahiert die Blutgefäße, erweitert die Pupillen und spannt die Muskulatur an). Diese Veränderungen setzen uns in Alarmbereitschaft und erlauben es uns im Falle einer Bedrohung zu fliehen oder uns zu verteidigen. Der Hypothalamus ist demnach für die physiologischen Veränderungen bei Emotionen zuständig.

Welche Rolle spielt der Hypothalamus bei der Liebe?

Die Emotionen werden im Gehirn vom Limbischen System gesteuert. Der Hypothalamus ist ein Teil des limbischen Systems und ist dafür zuständig dem Körper klarzumachen, welches die aktuell dominierende Emotion ist. Obwohl es kompliziert ist zu sagen was genau im Gehirn passiert, wenn wir bestimmte Gefühle verspüren, wissen wir, dass der Hypothalamus für das Gefühl der Liebe so wie wir es kennen, verantwortlich ist. Er produziert Phenethylamin, ein Neurotransmitter der ähnlich wie Amphetamine wirkt. Das erklärt das angenehme Gefühl und die euphorische Stimmung wenn wir verliebt sind. Außerdem steigt die Produktion von Adrenalin und Noradrenalin, was zu einer Erhöhung der Herzfrequenz, dem Sauerstoffgehalt im Blut und dem Blutdruck führt und für die “Schmetterlinge im Bauch” verantwortlich ist. Gleichzeitig erhöht unser Gehirn den Dopaminspiegel, was uns erlaubt unsere Aufmerksamkeit zu steigern und sie der Person zu widmen, für die wir die Liebesgefühle hegen.

Für unseren guten Gemütszustand beim Verliebtsein sorgt das Serotonin. Wenn wir also erklären wollen, weshalb der Hypothalamus so wichtig ist, reicht es fast schon zu erwähnen, dass wir ohne ihn nicht in der Lage wären uns zu verlieben!

Ohne den Hypothalamus wären wir nicht in der Lage uns zu verlieben.

Welcher Verbindungen weist der Hypothalamus zur Hypophyse auf?

Der Hypothalamus reguliert die Hormonsekretion der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) mit der er über den Hypophysenstiel (Infundibulum) verbunden ist. Die Hypophyse ist ebenfalls eine endokrine Drüse direkt unter dem Hypothalamus und wird vom Türkensattel (Sella turcica, eine knochige Struktur in der Schädelbasis) umhüllt und geschützt. Ihre Funktion ist es die Hormone in den Blutkreislauf zu bringen, die unser Körper für die Regulierung der Homöostase braucht. Dadurch kann ein Mangel oder Überschuss an Substanzen ausgeglichen werden um die Körpertemperatur anzupassen. Welche Hormone von der Hypophyse ausgeschüttet werden, reguliert der Hypothalamus. Die Verbindung zwischen dem Hypothalamus und der Hypophyse ist so eng, dass sie die Hypothalamus-Hypophysen-Achse bilden. Keine der beiden Strukturen könnte in vollem Maße ohne die andere funktionieren. Die Hypophyse erlaubt es dem Hypothalamus seine Effekte auf den ganzen Körper auszuweiten, wodurch er außerhalb seines eigenen Wirkbereichs seine Effekte zeigt.

Was passiert wenn sich der Hypothalamus verändert? Bei welchen Störungen oder Krankheiten ist dies der Fall?

Aufgrund seiner großen Relevanz kann jede Art der Verletzung dieser Hirnregion fatale Folgen haben. Wenn beispielsweise das Zentrum des Sättigungsgefühls verletzt wird und wir dementsprechend nicht in der Lage dazu sind uns satt zu fühlen, würden wir unerlässlich Hunger verspüren und nicht aufhören zu Essen. Dies hätte schwerwiegende Konsequenzen für unsere Gesundheit.

Einige der häufigsten Pathologien des Hypothalamus sind:  

  • Diabetis insipidus (Wasserharnruhr): Die Ursache dieser Krankheit ist die Läsion des Nucleus supraopticus, des Nucleus paraventicularis, und des Tractus supraopticohypophysialis. Die Läsionen führen zu einer geringen Produktion des Antidiuretischen Hormons (Vasopressin) wodurch es zu einem gesteigerten Durstgefühl und einer erhöhten Wasseraufnahme kommt.
  • Läsion des kaudolateralen Hypothalamus: Wenn diese Region beschädigt ist, sinken sowohl die Aktivitäten des Sympathikus als auch die Körpertemperatur.
  • Läsion des rostromedialen Hypothalamus: Bei Verletzungen in diesem Bereich sinken die parasympathischen Aktivitäten und die Körpertemperatur erhöht sich.
  • Das Korsakow-Syndrom (Morbus Korsakow): Durch Veränderungen des Corpus mamillare (eng mit dem Hippocampus, und somit dem Gedächtnis, verbunden) kommt es zur sogenannten anterograden Amnesie, bei welcher es zum Verlust der Fähigkeit kommt, sich neu Erlebtes zu merken. Außerdem tendieren Betroffene dazu ihre Gedächtnislücken mit Phantasieinhalten aufzufüllen. Dadurch versuchen sie den Verlust ihrer Gedächtnisinhalte zu kompensieren. Obwohl diese Störung mit chronischem Alkoholismus im  Zusammenhang steht, kann sie auch in Verbindung mit Veränderungen des Corpus mamillare und seinen Verbindungen (wie die zum Hippocampus und dem mediodorsalen Nucleus des Thalamus) auftreten.

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Welche Hormone werden im Hypothalamus produziert?

Der Hypothalamus führt seine Funktionen mit der Hilfe der Ausschüttung von Hormonen aus. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Art von Hormonen hier produziert werden:

  • Effekthormone mit direktem Stoffwechseleffekt: Das Antidiuretische Hormon (Vasopressin) und Oxytocin.
  • Weitere Hormone: Angiotensin II (AGT), Prolactin-Inhibitions-Hormon, Prolaktostatin (PIH), Wachstumshormon- Releasing-Hormon, Somatoliberin (GHRH); Corticotropin-releasing Hormone, Corticoliberin (CRH); Gonadotropin-Releasing Hormon, Gonadoliberin (GnRH); Thyreotropin-Releasing-Hormon, Thyreoliberin (TRH) und Wachstumshormon- Inhibierungs-Hormon, Somatostatin (GHIH).

Aus welchen Nuclei besteht der Hypothalamus. Wofür sind sie zuständig?

Wir wir bereits bei seinen Funktionen sehen konnten, besteht der Hypothalamus aus verschiedenen Nuclei (Ansammlungen von Neuronen) und jeder von ihnen hat eine mehr oder weniger spezielle Funktion. Die wichtigsten sind:

  • Nucleus Arcuatus: Ist bei den emotionalen Funktionen beteiligt. Der Nucleus Arcuatus hat außerdem die wichtige Funktion Peptide und Neurotransmitter des Hypothalamus zu synthetisieren. Der Nucleus Arcuatus ist an der Freisetzung des Hormons Gonadoliberin (GNRH) beteiligt
  • Der anteriore Hypothalamus: ist für den Verlust von Wärme durch die Schweißproduktion beteiligt. Außerdem ist er an der Inhibition der Freisetzung des Hormons Thyreotropin in der Hypophyse verantwortlich.
  • Der posteriore Hypothalamus: seine Funktion ist es die Körperwärme aufrechtzuerhalten wenn wir frieren.
  • Der laterale Hypothalamus: reguliert das Hunger- und Durstgefühl. Wenn der laterale Nucleus einen Zucker- oder Wassermangel detektiert, versucht er das Gleichgewicht mithilfe der Nahrungs- oder Flüssigkeitsaufnahme wiederherzustellen.
  • Die Nuclei corporis mamillaris: Aufgrund der Verbindungen zum Hippocampus sind diese Bereiche mit dem Gedächtnis assoziiert.
  • Der Nucleus paraventricularis: reguliert die Sekretion der Hypophyse mit hilfe der Hormonsynthese wie Oxytocin, Vasopressin und das Corticotropin Releasing-Hormon CRH.
  • Der Nucleus preopticus: beeinflusst parasympathische Funktionen die mit der Ernährung, der Fortbewegung und dem Paarungsverhalten assoziiert sind.
  • Der Nucleus supraopticus: Durch die Produktion des antidiuretischen Hormons (ADH) reguliert er den Blutdruck und das Gleichgewicht der Flüssigkeitskonzentration.
  • Der Nucleus suprachiasmaticus: reguliert den circadianen Rhythmus.
  • Der ventromediale Hypothalamus: hemmt das Hungergefühl und steuert somit das Sättigungsgefühl.

Woher bekommt der Hypothalamus seine Informationen? Und wohin schickt er sie?

Durch seine günstige Position im Gehirn besitzt er eine große Anzahl an Verbindungen. Einerseits erhält er Informationen (Afferenzen) aus anderen Strukturen, andererseits sendet er Informationen (Efferenzen) in andere Bereiche des Gehirns.

Afferenzen: Der Hypothalamus enthält seine Afferenzen aus verschiedenen Bereichen:

    • Aus dem limbischen System: vom Hippocampus über den Fornix, von der Amygdala über die Stria terminalis, von dem Septum und der Riechrinde über das mediale Vorderhinbündel.
    • Aus sensiblen Zentren des zentralen Nervensystems wie der Retina, der Inselrinde, dem Hinterhorn des Rückenmarks und sensiblen Hirnnervenkernen.
    • Aus der Formatio reticularis.

EfferenzenDer Hypothalamus sendet seine Informationen in verschieden Bereiche, hierbei werden aufsteigende und absteigende Efferenzen unterschieden.

    • Absteigende Afferenzen gelangen vor allem in die viszeromotorischen (parasympathischen) Kerne und zum Seitenhorn des Rückenmarks (Sympathikus und Parasympathikus).
    • Aufsteigende Afferenzen werden in den Kortex, zum Thalamus und zum limbischen System gesendet.

Übersetzt aus dem Spanischen: David Asensio Benito, Neuropsychologe bei CogniFit.

Alles über Serotonin: Welche Funktionen erfüllt es im Gehirn?

Was ist Serotonin? Ist es das Glückshormon? Diese vom Körper produzierte Substanz, wird als verantwortlich für unser Glück und unsere Stimmung gesehen. Niedrige Serotoninwerte können zu Depressionen führen. Entdecke alles über diese Substanz: Ihre Funktion; Störungen, die mit einem Mangel an Serotonin zusammenhängen; und wie wir auf natürliche Weise unsere Serotoninwerte erhöhen können.

Was ist Serotonin? Photo by Nighia Le, Unsplash.com

Was ist Serotonin?

Es ist ein Neurotransmitter. Neurotransmitter sind Substanzen, die dabei helfen, chemische Signale von einem Bereich zur anderen im Gehirn zu senden. Es gibt verschiedene Arten von Neurotransmittern mit unterschiedlichen Funktionen in unserem Organismus. Serotonin im Konkreten wird für gewöhnlich mit der Regulierung des Gemütszustandes verbunden. Wie wir im Laufe des Artikels sehen werden, ist seine Funktion recht komplex.

Wie wird Serotonin produziert? Diese Substanz bildet sich durch einen einzigartigen biochemischen Umwandlungsprozess. Die Zellen, die es produzieren, verwenden das Enzym Tryptophan Hydroxylase. Das mit diesem Enzym kombinierte Tryptophan bildet 5-Hydroxytryptophan, auch als Serotonin bekannt.

Es gibt Substanzen, die mit den Rezeptoren interagieren und den selben Effekt erzeugen. LSD oder Lysergsäure hat durch die Interaktion mit Serotonin halluzinogene Wirkungen. Dasselbe geschieht mit anderen Drogen wie MDMA oder Ecstasy. Der Effekt auf das Serotonin ist auch verantwortlich für die kognitiven Defizite, die der Konsum der genannten Drogen auf lange Sicht erzeugen. Fenfluramin ist eine Substanz, die ähnlich mit dem Organismus interagiert. Fenfluramin wird häufig bei der Behandlung von Fettleibigkeit verwendet.

Welche Funktionen hat Serotonin?

Von den 40 Millionen Gehirnzellen werden viele direkt oder indirekt von dieser Substanz beeinflusst.

Es ist in viele gesundheitliche Vorgänge verwickelt: Die Kontrolle des Appetits und des Schlafs, die Regulierung der Stimmung, der Aktivierung, es vermittelt bei der sexuellen Erregung und der Schmerzregulierung.

  • Regulierung der Stimmung. Ein Serotoinmangel sorgt dafür, dass wir uns mehr ärgern. Man nimmt an, dass bei sogenannten “Morgenmuffeln” ein Abfall des Serotoninspiegels am morgen für die schlechte Laune verantwortlich ist.
  • Kontrolle des Appetits.  Bei angemessenen Serotoninwerten fühlen wir Sättigung und hören auf zu essen. Wenn die Werte dagegen niedrig sind, fühlen wir das Bedürfnis, Kohlenhydrate und andere kalorienreiche Lebensmittel zu uns zu nehmen.
  • Reguliert den Schlaf. Der Biorhythmus wird durch Serotonin, welches die Produktion von Melatonin reguliert, gesteuert. Ein Gleichgewicht der Werte ist hierbei angemessen, andernfalls entstehen Schlafstörungen.
  • Vermittler beim sexuellen Verlangen. Das Serotonin hat eine direkt proportionale Beziehung zum sexuellen Verlangen. Wenn ein Serotoninmangel besteht, verringert sich das sexuelle Verlangen, während die Libido bei einem hohen Serotoninspiegel steigt.
  • Schmerzregulierung. Das Gefühl von Schmerzen mit Serotonin zu assoziierten scheint erstmal kontraintuitiv. Diese Substanz erzeugt Hyperalgesie, ein sehr starkes Schmerzgefühl; gleichzeitig vermittelt es chronische Schmerzen. Bis jetzt haben wir Serotonin hauptsächlich mit dem Vergnügen assoziiert, allerdings ist es auch bei der neuronalen Signalübertragung von Schmerzen beteiligt.
  • Serotonin und Mutterschaft. Forscher haben Nachweise für eine Verbindung des Serotonins mit der Produktion von Muttermilch gefunden. Zudem kann der Mangel an Serotonin, neben anderen Ursachen, mit dem plötzlichen Kindstod zusammenhängen.

Die Verbindung zwischen Serotonin und psychischen Krankheiten

Dank seiner Eigenschaften, die für Wohlbefinden sorgen, das Selbstwertgefühl verbessern und für Entspannung und Konzentration sorgen wird Serotonin auch als “Glückshormon” bezeichnet. Schwankungen des Serotoninspiegels haben verschiedenste Auswirkungen auf unsere psychische Gesundheit. Medikamente, die mit dieser Substanz interagieren, werden bei einer Vielzahl an Störungen verwendet. Einige dieser Störungen sind: Depression, Soziale Phobie, Zwangsstörung, Panikstörung, Störungen der Impulskontrolle, Demenz und das Serotoninsyndrom.

Depression und Serotonin

Man glaubt, dass die Ursache der Depression ein Ungleichgewicht in den Serotoninwerten ist. Der verantwortliche Prozess ist die Neuronenerneuerung, in dem Serotonin eine wichtige Rolle spielt. Laut dem Neurologen Barry Jacobs entstehen Depressionen, wenn die Neuronen nicht genügend erneuert werden. Die Antidepressiva SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) helfen dabei, neue Gehirnzellen zu produzieren und die Stimmung zu heben. Obwohl es ideal wäre, den Serotoninspiegel im Gehirn messen zu können, ist dies nicht möglich. Die Werte lassen sich jedoch im Blut messen und es hat sich gezeigt, dass Betroffenen einer Depression geringere Werte aufweisen. Selbst wenn der Serotoninspiegel im Gehirn messbar wäre, wüssten wir nicht ob dies der Auslöser oder die Folge der Depression ist. Es ist jedoch bestätigt, dass die Antidepressiva SSRI und SSNRI (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer) funktionieren, man weiss nur nicht genau warum.

Soziale Phobie und Serotonin

Ein Ungleichgewicht in den Serotoninwerten kann das Entstehen von angstbezogenen Störungen auslösen. Einige Beispiele sind: Panikstörung, Zwangsstörung, Soziale Angststörung oder Soziale Phobie, Generalisierte Angststörung, etc. Es ist nicht klar, ob die Angstsymptome durch einen Mangel oder Überschuss am Neurotransmitter Serotonin ausgelöst werden. Bis jetzt glaubte man, dass niedrige Serotoninwerte die Ursache seien, aber aktuelle Untersuchungen scheinen dies zu widerlegen. JAMA Psychiatry hat eine Studie veröffentlicht die zeigen konnte, dass Menschen mit Sozialer Phobie erhöhte Serotoninwerte haben. Eine andere Studie der Universität Uppsala fand heraus, dass es bei Patienten mit sozialer Phobie in der Amygdala (eine an der Angst beteiligte Gehirnstruktur) zu einem Überschuss an Serotonin kommt. Noch ist nicht bekannt, ob diese Befunde exklusiv für die soziale Phobie gelten, hier sind weitere Studien notwendig.

Zwangsstörung und Serotonin

Aufgrund der Verbesserung der Zwangssymptome bei der Gabe von den Antidepressiva SSRI, weiss man dass es eine Verbindung zwischen der Zwangsstörung und Serotonin geben muss. Die SSRI sind Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, welche die Serotoninverfügbarkeit erhöhen und somit die Werte des Neurotransmitters nicht zu sehr sinken. Da jedoch bei einer Erkältung die Ursache nicht ein Acetylsalicylsäuremangel (Aspirin) im Körper ist, können wir nicht bestätigen, dass die Zwangsstörung durch einen Mangel an Serotonin entsteht. Dennoch scheint es eine Funktion im Verlauf dieser Störung zu haben. Serotonin würde dementsprechend bei Symptomen wie schlechter Laune, Impulsivität und Aggressivität helfen.

Panikstörung und Serotonin 

Die Ursache der Panikstörung ist, ebenso wie die der Zwangsstörung, unbekannt. Obwohl man niedrige Serotoninwerte bei Patienten mit Panikattacken gefunden hat, weiss man nicht, was Ursache und was Konsequenz ist. Das einzige was auch in diesem Fall gilt, ist die Tatsache, dass auch bei Menschen mit Panikstörungen die Gabe von SSRI hilft. Bis es weitere Untersuchungen in diesem Bereich gibt, können wir nur sagen, dass Psychopharmaka, die den Serotoninspiegel erhöhen, dazu beitragen Angstsymptome zu lindern.

Störungen der Impulskontrolle und Serotonin

Störungen der Impulskontrolle zeichnen sich durch unbegründete Wutausbrüche aus. Der Neurotransmitter Serotonin hilft die Stimmung zu regulieren und trägt dazu bei, diese Ausbrüche in Zahl und Intensität zu verringern. Bei der medikamentösen Behandlung dieser Störungen werden die Antidepressiva SSRI verwendet, die mit dem Serotonin interagieren. Man nimmt an, dass Störungen der Impulskontrolle ohnehin nicht gut heilbar sind. Aber man kann den Patienten mithilfe von Psychotherapie und Medikamenten behandeln, sodass sich das aggressives Verhalten und die Gefühl von Frustration verringern lassen.

Demenz und Serotonin 

Als Folge des Alters findet eine kognitive Beeinträchtigung statt, die mit dem Verlust von Neuronenverbinungen einhergeht. Die Aktivität der Neurotransmittern, die für die Übertragung der neuronalen Informationen verantwortlich ist, wird reduziert. Das Altern ist kein Synonym für Demenz, auch wenn es Fälle gibt, in denen eine bedeutende kognitive Beeinträchtigung zu beobachten ist. Die bekannteste Demenz ist die Alzheimer-Krankheit. In einer internationalen Studie aus dem Jahre 2006 fanden Wissenschaftler auf der ganzen Welt einen Serotoninmangel bei Alzheimer-Patienten. Sie stellten die Hypothese auf, dass die Gedächtnisprobleme bei Alzheimer durch eine Fehlfunktion der Serotoninrezeptoren entstünden. Die Rezeptoren sind die Zellen, die dazu fähig sind, die Übertragungen der Neurotransmitter zu empfangen. Es gibt keine Belege dafür, dass eine Erhöhung der Serotoninwerte Alzheimer verhindert oder verzögert. Dennoch ist es wichtig in diesem Bereich weiter zu forschen, um einer Lösung zur Bekämpfung der Demenz näher zu kommen. Wie man Demenz vorbeugt.

Serotoninsyndrom

Ein Überschuss an Serotonin kann schädlich sein. Die Antidepressiva SSRI werden zwar prinzipiell als sicher beurteilt, dennoch können sie das Serotoninsyndrom aufgrund erhöhter Konzentration dieses Neurotransmitters auslösen. Dies geschieht für gewöhnlich, wenn zwei Medikamente gleichzeitig angewendet werden, die in den Serotoninhaushalt eingreifen. Die Probleme treten zu Beginn der Behandlung oder bei Erhöhung der Dosis des Medikaments auf; wenn MAOIs (Monaminooxidase-Hemmer, welche den Abbau von Serotonin durch Enzyme hemmen) mit SSRI verwendet werden; oder beim Konsum von LSD oder Ecstasy. Die Symptome sind Unruhe, Halluzinationen, Erhöhung der Körpertemperatur, Herzrasen, Schwitzen, Koordinationsverlust, Spasmen, Schwindel, Erbrechen, Durchfall und Veränderungen des Blutdrucks. Es wird nicht als gefährlich betrachtet, sollte aber behandelt werden, falls sich der medizinische Zustand sehr verschlechtert. Die Behandlung besteht aus dem Entzug des Medikaments, Muskelrelaxantient auf intravenösem Wege und Hemmern der Serotoninproduktion.

Können wir unsere Serotoninwerte verändern?

Wenn du denkst: Wie kann ich es vermeiden, chronisch niedrige Serotoninwerte zu haben? zeigen wir dir im Folgenden mehrere natürliche Arten, deine Serotoninwerte zu erhöhen.

Ernährung

Das Serotonin kommt in keinem Nahrungsmittel vor. Um seine Werte zu erhöhen, müssen wir auf das Tryptophan zurückgreifen. Dies ist die Aminosäure, aus der Serotonin produziert wird. Eine tryptophanreiche Ernährung erhöht die Werte dieses Stoffes. Es wird nicht von unserem Körper hergestellt, deshalb müssen wir es in unsere Ernährung aufnehmen. Ergänzungsmittel dieser Aminosäure sind ein guter Zusatz, aber niemals ein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Lebensmittel wie Soja, mageres Fleisch (Pute und Hähnchen), Thunfisch, Lachs, Ananas, Banane, Artischocke, Ei, Schokolade und Käse liefern eine notwendige Tryptophanquelle, um die Serotoninwerte zu erhöhen. Eine andere Art, zur Erhöhung der Werte beizutragen ist Vitamin B-6. Vitamin B-6 kann Einfluss auf die Geschwindigkeit haben, mit der sich das Tryptophan in Serotonin umwandelt. Lebensmittel, die reich an Vitamin B-6 sind, sind Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Hähnchen, Pute, Thunfisch und Lachs. Vitamine für das Gehirn.

Bewegung

Sport ist ein Hebel für die Serotoninwerte. Studien haben gezeigt, dass regelmäßige Bewegung so effektiv sein kann wie eine psychopharmazeutische oder psychotherapeutische Behandlung gegen Depressionen. Man glaubte, dass es notwendig wäre, über mehrere Wochen hinweg Sport zu treiben, um die antidepressive Wirkung von Serotonin beobachten zu können. Jedoch hat nach einer Studie der Universität von Texas in Austin schon eine Zeitspanne von 40 Minuten einen positiven Effekt auf die Gemütslage. Auch wenn man den Mechanismus dafür nicht kennt, scheint das Serotonin eine Rolle zu spielen. Wie man beginnt, Sport zu machen.

Entspanne dich und meditiere

Genauso wichtig wie es ist, den Körper zu bewegen um die Serotoninwerte zu erhöhen, ist es den Verstand zu beruhigen und Inne zu halten. Yoga oder Meditation sind zwei Praktiken, die dazu beitragen, die Stimmung zu verbessern und zusätzlich zu entspannen. Was ist Achtsamkeitsmeditation?

Starte neue Projekte

Es hat einen positiven Effekt auf das serotoninerge System, Neuigkeiten in unser Leben zu bringen. Wenn wir ein neues Projekt beginnen, fühlen wir uns motivierter und besser gelaunt. Diesen angenehmen Effekt auf unser Nervensystem produziert das Serotonin. Wie man über den eigenen Tellerrand schaut.

Gute Laune herbeiführen

Die Verbindung des Serotonins mit der Stimmung ist doppelseitig. Wir können unsere Stimmung verbessern, indem wir das Serotonin erhöhen, aber auch umgekehrt. Das Herbeiführen von guter Laune durch Psychotherapie ist üblich, die Lachtherapie ist vielleicht die Bekannteste. Eine Alternative sind Theaterstunden, Treffen mit Freunden, eine Comedysendung zu sehen oder sich an angenehme Ereignisse zu erinnern.

Serotonin bei Männern und Frauen

Nach aktuellen Studien haben Männer eine höhere Menge an Serotonin im Organismus als Frauen. Dieser Unterschied ist so klein, dass er kaum von Bedeutung ist.

Dennoch wurde 2007 eine Studie veröffentlicht, die versucht diesem Befund nachzugehen. Eine Studie der Zeitschrift Biological Psychiatry zeigte, dass es Geschlechtsunterschiede darin gibt, wie auf einen Serotoninmangel reagiert wird. Bei einer Reduzierung des Neurotransmitters im Gehirn handeln Männer für gewöhnlich impulsiver und zeigen seltener depressive Symptome. Frauen hingegen erleben häufiger eine depressive Stimmungslage und werden in der Regel vorsichtiger. Dieser Unterschied könnte für die Tatsache verantwortlich sein, dass Frauen eher an Depressionen erkranken. Gleichzeitig könnte dies auch die Ursache dafür sein, weshalb Frauen häufiger unter Stimmungsstörungen (Angst und/oder Depression) leiden, während Männer anfälliger für Alkoholismus, ADHS und Störungen der Impulskontrolle sind (alle hängen mit der Impulsivität zusammen).

Es gibt Belege dafür, dass die Hormone, welche mit den oben beschriebenen Merkmalen zusammenhängen, mit dem Serotonin interagieren. Diese Interaktion kann die Ursache dafür sein, dass depressive Symptome und die Stimmung sich in bestimmten Phasen verschlimmern. Phasen wie vor der Menstruation, nach der Geburt und in den Wechseljahren sind Zeitspannen, in denen die Hormone Veränderungen unterliegen. Dagegen erleben Männer bis zum mittleren Alter konstante Werte der Hormonsekretion.

Serotonin könnte die Geduld erhöhen

Aktuelle Studien der Stiftung Champalimaud von Lissabon zeigen, dass eine mögliche Funktion des Serotonins eine Erhöhung der Geduld sein könnte. Dies bedeutet eine wichtige Wendung im Konzept, das man bisher von diesem Neurotransmitter hatte.

Nach einer in der Zeitschrift Current Biology veröffentlichten Studie, gibt es einen grösseren Zusammenhang zwischen Serotonin mit der Geduld als mit dem Wohlbefinden. Durch eine an Mäusen durchgeführten Untersuchung gelangen die Wissenschaftler zu diesen Erkenntnissen. Die Mäuse mussten in der Untersuchung eine Zeit lang warten, bevor sie eine Belohnung erhielten. Unter dem Effekt von Serotonin, warteten die Mäuse länger.

Laut Zachary Mainen, der die Untersuchung leitet: “Es herrscht die allgemeine Annahme, dass Serotonin Glück verursacht, aber unsere Untersuchungen zeigen, dass diese Aussage widersprüchlich ist”.

Momentan gilt es weitere Untersuchungen abzuwarten, um die genauen Effekte des Serotonins besser zu verstehen und ob dieser Neurotransmitter eher mit dem Glück selbst, oder der Geduld in Verbindung gebracht werden kann.

Quelle: Irene García Calvo, Psychologin bei CogniFit.

Alkohol und Gehirn – Welche Konsequenzen hat der übermäßige Alkoholgenuss im Nervensystem?

Alkohol und Gehirn: Wozu übermäßiger Alkoholgenuss führt. Diverse Studien bestätigen die Existenz eines Zusammenhangs zwischen Alkoholmissbrauch und kognitivem Verschleiß. Ein Übermaß an alkoholischen Getränken kann schwere Folgen für unser Gedächtnis und unsere Kognition haben.

Vielleicht weißt du nicht, dass übermäßiger Alkoholgenuss auch das Gehirn von Jugendlichen und jungen Menschen beeinträchtigen können. Die „Besäufnisse“ am Wochenende, das „Binge drinking“ kann unser Gehirn auf lange Sicht schädigen. Ein Bier am Tag muss noch keinen Schaden anrichten. Allerdings können Exzesse und häufiges Betrinken sehr negative Auswirkungen im Gehirn haben. In diesem Artikel erklären wir dir, welchen Einfluss Alkohol auf dein Gehirn hat und geben dir einige Tipps.

Folgen des Alkohols im Gehirn

Ab und zu einen Drink zu trinken wird dir keine Probleme im Nervensystem verursachen. Es wird riskant, wenn der Konsum exzessiv, schnell und wiederholt stattfindet, auch wenn es nur am Wochenende ist.

Eine wissenschaftliche Studie, die in der Zeitschrift Neuropsychologie, Neuropsychiatrie und Neurowissenschaften veröffentlicht wurde, besagt, dass der erhöhte Alkoholkonsum am Wochenende neurokognitive Defizite bei beiden Geschlechtern hervorruft, diese bei Frauen allerdings ausgeprägter sind.

Außerdem kann der Wochenendkonsum in hohem Masse zur Alkoholabhängigkeit im Erwachsenenalter führen.

Welchen Einfluss hat Alkohol auf dein Gehirn? Folgen

1. Alkohol und Gehirn: Der übermäßige Alkoholgenuss beeinträchtigt den Hippocampus

An strukturellen Veränderungen kann man ein geringeres Volumen des Hippocampus bemerken, eine Struktur, die fundamental für das richtige Funktionieren von Fähigkeiten wie das Gedächtnis oder die Lernfähigkeit ist.

Außerdem beobachtet man Veränderungen im vorderen Stirnlappen, der für das Regulieren der Selbstkontrolle unseres Verhaltens ist.

Der Alkohol verändert die funktionelle Entwicklung des Kleinhirn, der Hirnrinde und des Nukleus accumbens. Zudem verhindert er die Bildung von neuen Synapsen, es kann sogar zum Zelltod kommen.

2. Alkohol und Gehirn: Am Wochenende zu trinken schädigt das Gedächtnis

Eine Studie, die an der Universidad de Compostela von dem Professor für Psychobiologie Dr. Cadaveira durchgeführt wurde, zeigt, dass junge Menschen, die intensiv Alkohol konsumieren, ein schlechteres Gedächtnis als die haben, die nicht trinken.

Außerdem haben sie größere Schwierigkeiten beim Erkennen von Gesichtern, eine fundamentale Funktion unserer Erinnerungsfähigkeit.

Der Arbeitsspeicher ist dafür zuständig, dass wir wichtige Daten für die Beendigung und Planung einer Aufgabe im Kopf behalten. Diese Studie hat Belege dafür gefunden, dass der Arbeitsspeicher auch Störungen erleidet.

3. Alkohol und Gehirn: Warum habe ich Gedächtnislücken nach einer Party-Nacht?

Nach einer langen Nacht, in der es an Gin Tonics nicht fehlte, wachst du mit einem legendären Kater, Kopfschmerzen und dem beunruhigenden Gefühl auf, nicht zu wissen, was letzte Nacht passiert ist.

Dies nennt man alkoholische Amnesie oder Blackouts/Filmrisse und sie entsteht, wenn es eine Unterbrechung in den Funktionen des Hippocampus gibt, einer fundamentalen Struktur des Gedächtnisses.

Wenn wir sehr schnell und im Überfluss trinken, erschweren oder verhindern wir die Arbeit der Rezeptoren des Hippocampus, die Glutamat weiterleiten, was wichtig für die Produktion von Synapsen zwischen Neuronen ist.

Wahrscheinlich bist du, wenn du in diesem Zustand von „Gehirnausfall“ bist, dazu fähig, ganz routinemäßigen Abläufen nachzugehen, wie dich auszuziehen und ins Bett zu gehen, eine Nachricht bei Whatsapp zu senden, aber dein Gehirn ist für eine Weile außerstande, neue Erinnerungen zu schaffen.

Diese Filmrisse sind gefährlich. Erstens können sie dich in verwundbare und risikoreiche Situationen bringen. Zweitens bist du, wenn du eine Frau bist, anfälliger dafür solche alkoholischen Amnesien zu erleiden. Studien besagen, dass wir eine geringere Menge an gastrischer Dehydrase besitzen, ein Enzym, das dafür verantwortlich ist, den Alkohol in unserem Körper zu verdünnen und aufzulösen.

Obwohl es keinen Zusammenhang zwischen sozialen Trinkern und Alkoholikern bei der Präsenz und Häufigkeit der Filmrisse gibt, ist es empfehlenswert, dass du, wenn es dir einmal passiert ist, deinen Alkoholkonsum zumindest für eine Zeit lang drastisch reduzierst.

4. Alkohol und Gehirn: Erscheinung von emotionalen Störungen

Der Alkoholmissbrauch, auch wenn er unterbrochen stattfindet, korreliert mit Krankheiten und Störungen wie der Depression, Angststörungen, Aggressivität und Stress. Wenn du eins dieser Symptome bemerkst, denk mal über die Menge Alkohol nach, die du zu dir nimmst.

5. Alkohol und Gehirn: Hat einen noch größeren Einfluss im Gehirn von Erwachsenen

In Deutschland beginnen die Jugendlichen mit durchschnittlich 14,9 Jahren Alkohol zu konsumieren. Wenn dieser Fakt schon alarmierend ist, dann sind es die Folgen noch mehr. Die Jugendlichen trinken für gewöhnlich nicht täglich, aber am Wochenende machen sie das sogenannte Binge drinking, oder intensiven Alkoholkonsum.

Dieses Übermaß an Alkohol bei den Jüngsten schädigt Funktionen wie die Lernfähigkeit und das Gedächtnis, da sich ihr Gedächtnis noch formt, und steigert impulsive und depressive Verhaltensweisen.

Effekte des Alkohols im Gehirn

Tipps, um dein Gehirn nicht so sehr zu misshandeln

1. Alkohol und Gehirn: Trinke in Maßen

Wenn du wirklich aufhören möchtest, dein Gehirn zu bestrafen und dir mögliche zukünftige Gedächtnisprobleme sparen möchtest, ist die einfachste Lösung, mit dem Trinken aufzuhören.

Wenn diese radikale Option nicht zu deinen Plänen passt, lies bei Tipp 2 weiter.

2. Alkohol und Gehirn: Mach eine Pause und trink Wasser

Wenn du trinkst, mach es in Maßen. Es ist nicht nötig, 4 Gin Tonics zu trinken, einer ist mehr als genug. Außerdem, denk daran, zwischen Drink und Drink ein Glas Wasser zu trinken. Das Wasser wird die Lösung des Alkohols erleichtern und die Erhöhung des Alkoholspiegels in deinem Blut wird nicht so drastisch sein, was dir dabei helfen kann, die störenden Filmrisse zu vermeiden.

3. Alkohol und Gehirn: Trink nie mit leerem Magen

Es gibt nichts Schlimmeres, als auf leeren Magen zu trinken. Wenn du Nahrung in deinem Magen hast, wird der Anstieg des Alkoholpegels in deinem Blut nicht so ausgeprägt sein. Außerdem gibt die Nahrung deinem Gehirn Mittel, um gegen die Alkoholvergiftung, die du verursachst, zu kämpfen.

4. Alkohol und Gehirn: Wenn du glaubst, dass du ein Problem hast, bitte um Hilfe

Wenn du glaubst, dass dir der Alkoholkonsum aus den Händen gleitet, du immer mehr trinkst und der gleiche Effekt eintritt, du permanent Filmrisse hast, dann ist der Moment gekommen, um Hilfe zu bitten. Das Problem mit dem Alkohol ist, dass es eine Droge ist, die sozial gut angesehen ist, weswegen es vielleicht schwierig ist zu bemerken, dass du ein Problem mit übermäßigem Alkoholgenuss hast. Zögere nicht, um Hilfe zu bitten und mit einem Fachmann/einer Fachfrau zu sprechen, um zu vermeiden, dass dieses Problem zu etwas viel Gefährlicherem wie Alkoholismus wird.

5. Alkohol und Gehirn: Trainiere dein Gehirn täglich

Die beste Allianz, um zukünftigen Gedächtnisproblemen vorzubeugen, ist das Gehirntraining. CogniFit ist das führende Programm für kognitive Auswertung und Gehirnstimulation. Es ist durch die wissenschaftliche Gemeinde validiert und wird von Schulen, Universitäten und Krankenhäusern auf der ganzen Welt verwendet.

Du kannst online auf das Programm zugreifen. Es ist sehr einfach zu benutzen,du musst dich nur registrieren! Die verschiedenen interaktiven Übungen basieren auf klinischen Studien und professionellen Batterien zur Stimulation und neuropsychologischen Rehabilitation. Es sind unterhaltsame Denkspiele, die du am Computer spielen kannst. Nach jeder Sitzung präsentiert dir CogniFit eine detaillierte Graphik mit der Entwicklung deines Standes.

CogniFit fokussiert sich auf die Neuroplastizität des Gehirns, das ist die Fähigkeit, neue Synapsen und Neuronenkreisläufe zu bilden, die dazu fähig sind, die Funktionen der am meisten beschädigsten kognitiven Bereiche zu reorganisieren und wiederherzustellen, unter ihnen das Gedächtnis.

Um etwas mehr darüber zu lernen, wie du dein Gehirn trainieren kannst, verpass nicht den nächsten Artikel: Gehirngymnastik: 17 Aktivitäten, die dir helfen werden, länger ein gesundes Gehirn zu behalten.

Danke fürs Lesen. Zögere nicht, uns deine Kommentare und Fragen zu hinterlassen! 🙂

Motivation: Was ist das, wie beeinflusst sie das Lernen und 10 Tipps, um sie zu fördern

Die Wichtigkeit der Motivation: Sie ist der Motor, der unsere Welt antreibt. Oft sprechen wir von unseren Kindern und Schülern, die im Unterricht unmotiviert sind. Es fällt ihnen schwer, sich zum Lernen zu bewegen, man muss sie antreiben, damit sie ihre Aufgaben machen, wir kämpfen täglich, damit sie die Lektion lernen … Dennoch lernen sie wie durch ein Wunder die Namen von 300 unterschiedlichen Pokemons. In diesem Artikel erklären wir dir, was die Motivation ist, ihre Bedeutung beim Lernen und in der Erziehung und 10 Tipps, die es ermöglichen, die Motivation im Unterricht zu vergrößern und zu fördern.

Die Wichtigkeit der Motivation

Was ist die Motivation?

Sie ist ein interner Impuls, der der Handlung einem Zweck zuweist. Sie unterliegt einer Handlung und leitet diese Handlung. Ohne Motivation ensteht keine Handlung.

Die Motivation ist sehr wichtig, weil sie uns dazu führt, aktiv Mittel zu suchen, um unsere Existenz zu sichern. Wir sind dazu motiviert, Nahrung zu suchen und zu essen und einen Sexualpartner zu suchen. Dies sind die grundlegenden Motive, die angeboren sind und sich unabhängig von der Kultur zeigen.

Aber wir können auch motiviert sein, unseren Neigungen und Lieblingsaktivitäten nachzugehen und zu lernen. Dies sind die sekundären Motive, die von der Kultur abhängen.

Wir sind nicht dazu motiviert, alles zu lernen. Es kann sein, dass uns die Themen der Schule/Universität nicht motivieren, aber selbstverständlich gibt es Dinge, die unser Lernen motivieren, sei es das Leben der Delfine, ein neues Kochrezept oder einen Autoreifen zu wechseln.

Vielleicht kommt die Motivation von unserem eigenen Interesse am Thema oder weil wir das Wissen für etwas brauchen (für unsere Arbeit oder für das eigene Überleben, wie man einen Autoreifen wechselt).

In diesem Sinne können wir zwei Arten von Motivation unterscheiden: die intrinsische und die extrinsische. Diese Motivationsarten sind mehr als zwei Gegensätze auf einem Kontinuum und treten selten “pur intrinsisch” oder “pur extrinsisch” auf.

  • Intrinsische Motivation: ergibt sich, wenn die Menschen intrinsisch dazu motiviert sind, etwas zu machen, weil wir denken, dass es wichtig ist oder es uns Vergnügen bereitet. Die Schüler auf diese Art motiviert sind, sind gespannt darauf, ihre Aufgaben zu erledigen, weil sie die Herausforderung genießen, die ihnen ihre Erledigung bringt, mehr als jeder Reiz oder jede Belohnung. Die intrinsische Motivation lässt oft nach, je höher die Jahrgangsstufe des Schülers ist. Um diese zu vergrößern, kann man das abstrakte Material konkreter gestalten und es in einem Kontext verwenden.
  • Extrinsische Motivation: Erscheint, wenn ein Schüler eine Aufgabe aus externen Gründen erledigen möchte, wie Belohnungen oder Bestrafung. Jedoch hat man herausgefunden, dass Strafen mehr Schaden als Vorteile verursachen und Belohnungen ein Abhängigkeitspotenzial haben. Deswegen ist es besser, die Belohnungen nach und nach zu verringern und sie zu einer intrinsischeren Motivation überzuleiten.

Die Wichtigkeit der Motivation in der Erziehung

Sie ist der Impuls, der uns dazu bringt, zu handeln und zu schaffen, was wir uns vornehmen.

Die Motivation spielt eine wichtige Rolle beim Lernen. Laut einer Studie beeinflusst sie unsere Leistungen in Mathematik mehr als unser Intelligenzquotient.

Konkret fanden die Forscher heraus, dass die Intelligenz stark mit den Leistungen der Schüler in Mathematik zusammenhing, aber nur bei der anfänglichen Entwicklung der Kompetenz in der Materie. Die Wichtigkeit der Motivation und die Lernfähigkeiten waren die bedeutendsten Faktoren bei der Entwicklung der nachfolgenden Kompetenzen in Mathematik. Die Schüler, die sich kompetent fühlten, waren intrinsisch motiviert, nutzten Fähigkeiten wie Erklären, Zusammenfassen, Verbindungen zu anderen Materialen schaffen, vermieden das Lernen durch Auswendiglernen und wiesen eine größere Entwicklung in Mathematik auf als diejenigen, die sich nicht motiviert fühlten. Im Gegensatz dazu hing die Intelligenz der Schüler nicht mit der Entwicklung in Mathematik zusammen.

Warum ist es wichtig, dass die Kinder motiviert bleiben zu lernen?

Die Motivation:

  • erhöht ihr Anstrengung und Ausdauer bei der Aufgabe
  • erhöht ihre Initiative
  • verbessert ihre kognitiven Verarbeitungsfähigkeiten
  • verbessert ihre allgemeine Leistung

Wie können wir erkennen, ob unsere Kinder oder Schüler motiviert sind?

Laut Rodríguez Moneo  kann das Verhalten der Menschen als eine Anzeige zur Messung der Motivation dienen. Es ist eine ziemlich vertrauenswürdige Anzeige, die die Lehrer nutzen können, um die Motivation der Schüler einzuschätzen und danach zu handeln.

  • Die Präferenz oder Wahl einer Aktivität gegenüber einer anderen. Wenn ich es wähle, fernzusehen statt meine Hausaufgabe zu machen, spiegelt meine Wahl meine Motivation wider.
  • Die Latenz, das heißt, die Zeit, die ich benötige, um eine Reaktion zu zeigen, von dem Zeitpunkt an, an dem der Reiz erscheint. Je länger wir dazu brauchen, die Arbeit zu erledigen, die uns aufgetragen wurde, desto weniger Motivation für die Aufgabe haben wir.
  • Die Mühe, je größer die physischen und kognitiven Mittel sind, die bei der Entwicklung einer Aufgabe eingesetzt werden, desto mehr Motivation gibt es.
  • Die Ausdauer bei der Aufgabe. Es gibt mehr Motivation, je größer die Zeitspanne zwischen dem Beginn und der Beendigung einer Aufgabe ist. Je früher wir bei der Aufgabe aufgeben, desto weniger motiviert sind wir.
  • Die Anzeigen der Emotionsausdrücke. Die Handlungen, die wir durchführen, werden für gewöhnlich von emotionalen Ausdrücken begleitet, die das Vergnügen oder das Missfallen anzeigen, das die Aktivität in uns hervorruft. Wenn wir auf die Ausdrücke unserer Schüler achten, erhalten wir viel Information über deren Motivation.

Wir können wir erkennen, ob unsere Kinder motiviert sind?

Wie können wir die Motivation im Unterricht fördern?

1. Die Einstellung beeinflusst die Motivation

Die Forschung hat gezeigt, dass die Interaktion zwischen Lehrer und Schüler wichtiger für den Lernprozess als strukturelle Faktoren, wie erzieherische Mittel und die Klassengröße, ist. Diese Beziehung zwischen Lehrer und Schüler ist nicht nur in den ersten Schuljahren wichtig, sondern auch später, wenn die Herausforderungen größer werden.

Nach einer Studie der Universität von Ostfinnland erhöht eine vom Lehrer geschaffene positive und warme Atmosphäre die Motivation des Kindes zu lernen.

Eine empathische Einstellung auf Seiten des Lehrers schützt nicht nur das Bild, das die Kinder von sich selbst als Schüler haben, sondern hilft auch gegen die soziale Ausgrenzung seitens ihrer Mitschüler.

Wie können wir die Motivation fördern? Zeige eine positive Einstellung und Stimmung. Schaffe eine Bindung zu den Schülern. Zeige ihnen, dass du dich persönlich um sie und um ihren Lernprozess sorgst. Mach dich nie lustig, wenn sie etwas nicht wissen oder verstehen. Zeig dich empathisch und verständnisvoll ihnen gegenüber. Benutze Humor und lockere, entspannte Aktivitäten.

2. Schätze die Anstrengung

Es ist viel wichtiger, die Anstrengung zu schätzen als das Endprodukt. Wenn man das Ergebnis viel mehr schätzt, werden sie sich darauf konzentrieren und vergessen, dass man für ein gutes Produkt Mühe braucht. Außerdem hängt das Ergebnis oft von anderen Faktoren, wie dem Glück ab.

Wie kann man die Motivation fördern?: Konzentriere dich auf den Lernprozess der Kinder, ermutige sie, sich Mühe zu geben und belohne die, die sich sehr anstrengen: “Du bist sehr konzentriert, man merkt, dass du es genießt” oder “Du gibst dir Mühe, du wirst einen Haufen lernen”.

3. Beziehe die Kinder mit ein

Wenn die Kinder sich nützlich fühlen und Verantwortung übernehmen, werden sie sehr viel motivierter sein.

Wie kann man die Motivation fördern?: Gib den Schülern Verantwortung, mach die Teilnahme am Unterricht zu etwas Lustigem. Schreibe jedem eine Aufgabe zu, wie beispielsweise das Klassenzimmer ordentlich zu halten, die Tafel wischen, Material verteilen … wenn sie in Gruppen arbeiten, muss jeder eine Sache übernehmen.

4. Verwende Anreize

Auch wenn es wichtiger ist, die Anstrengung zu fördern und zu belohnen, brauchen Kinder gewisse greifbare Belohnungen für ein gutes Ergebnis. Kinder können die langfristigen Vorteile davon, gute Noten zu bekommen und zu lernen, nicht sehen, sie brauchen sofortigere Belohnungen. Die Anreize motivieren sie dazu, zu arbeiten und sich zu bemühen, indem sie ein Ziel vor Augen haben.

Wie kann man die Motivation fördern?: Denke dir kleine Belohnungen, je nach Erfolgen der Kinder aus, dies können spezielle Privilegien oder kleine Dinge, die Kinder lieben (wie Sticker) sein. Aber es ist nicht nötig, sie mit Belohnungen zu sättigen, da sie so ihren Wert verlieren. Ideal ist es, eine gewisse Zeit zwischen einer Belohnung und der nächsten vergehen zu lassen. Je älter die Kinder sind, desto leichter wird es ihnen fallen, sich ein Ziel auf lange Sicht vorzustellen. Wenn es Kinder in der ersten Klasse sind, ist eine Belohnung pro Klasse pro Tag angemessen. Für ältere Kinder ist eine Belohnung pro Woche gut. Optimal wäre es, diese Art von Belohnungen nach und nach zu reduzieren und sie durch soziale Ermunterungen wie Lob, Lächeln, ermutigende Worte zu ersetzen, da, wie gesagt, die Kinder sonst von ihnen abhängig werden.

 

 

5. In der Abwechslung liegt der Spaß

Kinder langweilen sich schnell, wenn es keine angemessene Stimulation im Klassenraum gibt. Und umso mehr in dieser technischen Welt, in der sie an eine massive Stimulation von Tablets und Smartphones gewohnt sind. Sogar viele Eltern nutzen die Technik, um die Kinder zu beruhigen. Deswegen muss man im Klassenzimmer vermeiden, in Routine zu verfallen.

Wie fördert man die Motivation?: Sei kreativ. Nutze unterschiedliche Strukturen im Unterricht. Unterrichte mit Spielen und Diskussionen, damit der Unterricht dynamisch wird und die Kinder miteinbezogen werden. Das passive Lernen, bei der die Kinder nur Informationen erhalten und sie nicht weiterentwickeln, ist nicht nur ineffektiver, sondern zerstört auch die Motivation. Man kann auch unterschiedliche Materialien verwenden, wie Wandbilder, Fotografien, Videos oder Filme …

6. Erkläre “Was soll ich damit?”

Oft verlieren wir die Motivation, wenn wir den Zweck in der “realen” Welt von dem, was wir gerade lernen, nicht verstehen. Deshalb ist es wichtig, das zu betonen.

Wie kann man die Motivation fördern?: Du kannst einen Abschnitt zu Beginn jedes Themas schaffen, in dem der Sinn des Lernens ebendieses Themas erklärt wird. Mach ihn so praktisch wie möglich. Wenn du Algebra erklärst, widme der Untersuchung, wofür man diese Kenntnisse braucht, zum Beispiel im Ingenieurswesen, etwas Zeit. Zu wissen, dass diese Kenntnisse jetzt gerade wirkliche Menschen bei ihrer Arbeit nutzen, erhöht die bewusste Bedeutung dieser Materie und motiviert sie zu lernen.

7. Geringschätze sie nicht

Die Kinder gering zu schätzen und ihnen Etiketten wie “langsam”, “faul”, “dumm” zu geben, zerstört ihre Motivation nur. Es lässt sie sich fühlen, als ob sie nichts können und es keine Heilung für sie gibt.

Wie fördert man die Motivation?: Vermeide Disqualifizierungen und negative Etiketten. Stattdessen hebe ihre Stärken, Fähigkeiten und positiven Eigenschaften hervor. Erhöhe ihre Mentalität des Wachstums, lass sie wissen, dass sie, obwohl sie etwas nicht so gut können, alles mit der Übung schaffen werden. Steigere ihr Selbstvertrauen. Lerne hier, wie du Kinder lobst, um ihr Selbstwertgefühl zu steigern.

8. Benutze CogniFit, das führende Programm in Neurodidaktik

Die Neurodidaktik basiert auf einer neuen Perspektive der Erziehung, die die Kenntnisse über das Gehirn nutzt, um die Lernprozesse bei Schülern zu analysieren und zu verbessern. CogniFit ist die führende Plattform für Neurodidaktik. Dieses Programm ist ein professionelles Instrument, das von Spezialisten für kindliche Neuropsychologie geschaffen wurde.

Die Technologie von CogniFit basiert auf der Neuroplastizität. Dieses Programm ist sehr einfach zu verwenden. Es besteht aus verschiedenen klinischen Spielen, die vom Computer aus gespielt werden können, und ermöglicht es, Lehrern, die nicht auf Psychopädagogik spezialisiert sind, die Lernprozesse zu analysieren und das Potenzial jeden Schülers zu entwickeln.

Wie fördert man die Motivation?: CogniFit identifiziert mit wissenschaftlicher Objektivität die kognitiven Schwächen und Stärken der Schüler und erstellt einen Zusammenhang ihrer schulischen Leistung, Verhalten und Motivation und ermöglicht es, personalisierte Lehrstrategien einzuleiten.

9. Hilf ihnen, ihre Angst zu regulieren

Vielen Kindern fällt es schwer, motiviert zu bleiben, weil sie viel Angst haben, sich vor dem Scheitern und dem Nicht-Erreichen der gewünschten Ergebnisse fürchten.

Wie fördert man die Motivation?: Vermittle ihnen Ruhe und lass sie wissen, dass das Scheitern nichts Negativen ist. Sich zu irren hilft uns dabei, mehr und besser zu lernen und zu wissen, was wir nicht machen sollten. Wenn die Angst sehr groß ist, kann man im Unterricht Entspannungsübungen ausprobieren.

10. Bring ihnen bei, sich selbst zu motivieren

Es ist sehr gut, die Kinder zu motivieren, aber sie müssen auch lernen, ihre eigene Motivation zu finden und sie selbst regulieren können.

Wie fördert man die Motivation?: Hilf ihnen, Gründe zu überlegen, wofür ihnen das, was sie lernen, dienen könnte. Wird es ihnen helfen, ihre Umgebung besser zu verstehen? Dient es ihnen, wenn sie zur Universität gehen? Hilft es ihnen in ihrem Alltag?

Wichtigkeit der Motivation bei der Erziehung: Schätze sie nicht gering

 

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

 

Gehirngymnastik: 17 Aktivitäten, die dir helfen, dein Gehirn länger gesund zu halten

Gehirngymnastik für ein gesundes Gehirn. Seit einigen Jahren beginnen wir uns darüber bewusst zu werden, wie wichtig es ist, unseren Körper zu bewegen. Heute wissen wir, dass wir, um ein erfülltes Leben geniessen zu können, auch in guter geistiger Form sein müssen. Entdecke in diesem Artikel 16 Gehirnübungen, die dir helfen werden, deine Gehirngesundheit zu verbessern.

Die Lebenserwartung ist gestiegen und, je älter wir werden, desto mehr baut das menschliche Gehirn ab. Einige gute Angewohnheiten können den Prozess der kognitiven Alterung verlangsamen und dabei helfen, unser Gehirn in Form zuhalten. In diesem Artikel schlagen wir dir verschiedene Strategien der Gehirngymnastik vor, die es dir ermöglichen, neue neuronale Verbindungen zu entwickeln und deine kognitiven Reserven zu stärken. Unsere Handlungen und unser Lebensstil spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie unser Hirn sich körperlich verändert. Mach bei der Gehirngymnastik mit!

Ist es wirklich möglich, eine konkrete Fähigkeit zu verbessern, indem wir unser Gehirn mit einem Gehirngymnastik-Programm trainieren? Manchmal fragen wir uns, ob wir dazu fähig sein könnten, unser Gedächtnis, unsere Planungsfähigkeit, unsere räumliche Orientierung, Verarbeitungsgeschwindigkeit, unsere Urteilsfähigkeit oder unsere Kreativität zu verbssern, indem wir unser Gehirn trainieren und einige Gehirngymnastik-Routinen durchführen … Obwohl es kein Zauberrezept gibt, um den kognitiven Verschleiss anzuhalten, kannst du schon mit verschiedenen Übungen zur Aktivierung deiner Gehirnplastizität beginnen und deine kognitive Reserve verbessern. Verschiedene Studien haben bewiesen, dass der kognitive Verschleiss, der sich von Natur aus mit dem Alter ergibt, ausgeglichen werden kann, wenn wir unser Gehirn im Laufe unseres Lebens in Form halten (dies ist als funktionell ausgleichende Plastizität bekannt).

Nimm dein Gehirn erst und mach die Gehirgymnastikübungen, die wir dir weiter unten vorschlagen. Du wirst sehen, was passiert!

Gehirngymnastik, um deine Gehirnplastizität zu aktivieren. Das Gehirn hat eine grosse Anpassungsfähigkeit, es kann sich von unseren Erfahrungen abhängig verändern. Es kann sich anpassen und verbessern, wenn wir es richtig anregen, die Gehirnplastizität ist die Fähigkeit unseres Gehirns, seine Funktionsweise und Struktur zu verändern und sich so an die Umgebung und Umstände anzupassen.

Die Gehirngymnastik trägt dazu bei, dass das Gehirn sich anpasst. Die Änderung der Gewohnheiten und die Ausübung von geistig herausfordernden Tätigkeiten helfen, das Gehirn aktiv zu halten, indem sie die Schaffung von neuen Neuronen und Verbindungen zwischen ihnen erleichtern. Entdecke diese Vorschläge für Gehirngymnastik und setze sie um.

Gehirngymnastik: 10 Arten, dein Gehirn gesund zu halten

Wenn du wirkungsvolle Fähigkeiten trainierst, erschaffst du neue Neuronenverbindungen. Die Gehirngymnastik kann den kognitiven Verschleiss verlangsamen und sogar umkehren. Die Auswirkungen von neurodegenerativen Krankeiten zu verzögern ist dank der Schaffung einer grösseren kognitiven Reserve möglich.

1. Reise

Was könnte bessere Gymnastik für dein Gehirn sein als Reisen! Reisen regt unseren Geist an, bringt uns in Kontakt mit neuen Kulturen, neuen Orten und fremden Sprachen. Laut einer Studie gibt uns der Kontakt zu anderen Kulturen die Gelegenheit, neue kluturelle Kenntnisse zu erlangen, was unsere Kreativität fördert und uns kognitive Vorteile erbringt.

Gehirngymnastik: Wenn du über geügend Mittel verfügst, um zu reisen, zögere nicht, dies auch zu tun. Besuche unbekannte Orte, tauch in die Kultur ein und Lerne von den Einwohnern. Wenn du nicht reisen kannst, umgib dich mit verschiedenen Kulturen, lerne Leute aus anderen Ländern kennen oder besuche neue Orte in deiner eigenen Stadt.

2. Höre Musik

Musik zu hören ist eine ausgezeichnete Gehirngymnastikübung. Musik ist ein starker Reiz für das Gehirn. Einige Studien beweisen, dass sich beim Musikhören die Informationsübertragung durch die Neuronen, die Lernfähigkeit und die Erinnerungsfähigkeit aktiviert. Musik zu hören kann dabei helfen, den neurodegenerativen Prozess zu verlangsamen (dieser Effekt trat nur bei Leuten auf, die die Musik kannten).

Ausserdem hat das Hören von Musik eine positive Auswirkung auf unsere Stimmung und aktiviert beinahe unser komplettes Gehirn. Deshalb ist sie ein grossartiger Hirnstimulant. Musikhören kann auch bei Schlaflosigkeit helfen.

Gehirngymnastik: Hör nicht auf, Musik zu hören, wenn du zuhause kochst oder liest, im Auto, bei der Arbeit, wenn du Sport machst, etc. …Es ist nie zu spät, zu lernen, wie man singt oder ein Instrument spielt! Es gibt Hunderte von Video-Tutorials auf YouTube, die dir dabei helfen können.

3. Trete in Kontakt mit der Natur

Das beste Fitnessstudio für das Gehirn ist der Kontakt mit der Natur. Sie hilft uns, von unseres täglichen Verpflichtungen Abstand zu nehmen, verringert unseren Stress und unsere Sorgen. Laut dieser Studie hilft uns der Kontakt mit der Natur dabei, unsere Aufmerksamserschöpfung zu verringern, sei es in einem Park oder wenn wir nur eine Grünzone von unserem Fenster aus sehen. In Gegenden mit Grünzonen zu leben verbessert unsere Aufmerksamkeit und unsere Fähigkeit, länger auf eine Belohnung zu warten und hemmt unsere Impulse. Ausserdem bewegt uns der Kontakt mit der Natur dazu, körperlicher aktiv zu werden, mit anderen in Kontakt zu treten und vergnüglichen Aktivitäten nachzugehen.

Gehirngymnastik: Der Kontakt mit der Natur bringt uns Wohlbefinden und Gesundheit. Es ist nicht nötig, dass du aufs Land ziehst. Auch das Spazierengehen durch naheliegende Parks und sogar das Umgeben mit Naturbildern erbringt uns schon gewisse Vorteile. Versuche, am Wochenende zu entkommen und wandern zu gehen oder etwas anderes in der Natur zu machen.

4. Schreib mit der Hand

Mit der Hand statt mit dem Laptop Notizen zu machen ist eine gute Gehirnübung, weil es deinem Gehirn nützt. Es erhöht die Erinnerungsfähigkeit und fördert das Lernen laut dieser Studie. Mit der Hand zu schreiben hilft uns dabei, die Information besser zu ver- und bearbeiten.

Gehirngymnastik: Lass den Laptop zuhause und nimm ein Notizbuch mit. Du kannst dich auch der modernen Technik bedienen und die neuen Tablets nutzen, die es dir ermöglichen, mit der Hand zu schreiben, damit du den Text später digitalisieren und bearbeiten kannst.

5. Benutz CogniFit: Das führende Programm in kognitiver Bewertung und Gehirngymnastik

Dieses klinische Gehirntrainingsprogramm wurde durch die wissenschaftliche Gemeinschaft genormt und validiert. Es handelt sich um ein professionelles Werkzeug für die Gehirngymnastik, das die kognitiven Stärken und Schwächen der Person auswertet und automatisch ein personalisiertes Training vorschlägt, das auf die Bedürfnisse jedes Individuums abgestimmt ist.

Die Technologie von CogniFit basiert auf der Neuroplastizität. Diese Fähigkeit unseres Gehirns ermöglicht es uns, einem zukünftigen kognitiven Verschleiss vorzubeugen und verschafft uns die Grundlage zur Lösung von vorhandenen Problemen.

Gehirngymnastik: CogniFit ist sehr einfach zu nutzen, du musst dich nur registrieren! Alle Spiele basieren auf klinischen Studien und professionellen Stimulations- und neuropsychologischen Rehabilitationsbatterien. Sie wurden von Experten kreiert,um die dabei zu helfen, deine gesitigen Fähigkeiten auf die Probe zu stellen und dein Gehirn herauszufordern. Beginne gleich heute!

6. Betätige dich körperlich

Nach vielen Studien, wie dieser, fördert körperliche Betätigung und der Genuss derselbigen die Bildung von neuen Neuronen und verbessert ausserdem die Lernfähigkeit und die kognitive Leistung und verstärkt die Gehirnplastizität.

Sport mobilisiert den Ausdruck der Gene, die die Gehirnplastizitätsprozesse begünstigen.

Gehirngymnastik: Laut einigen Studien sind aerobe Übungen von grösserem Vorteil. Also, fass den Mut zu laufen, tanzen, schwimmen oder auch nur zu gehen. Entdecke hier, wie man beginnt Sport zu machen.

Betätige dich körperlich, so hältst du dein Gehirn gesund

7. Halt deinen Arbeitsplatz sauber und ordentlich

Eine aktuelle Studie zeigt, dass nicht nur das Arbeiten in wenig geistig herausfordernden Tätigkeiten, sondern auch die Arbeit an einem schmutzigen Ort, auf lange Sicht die Gehirngesundheit schädigt, indem es den kognitiven Verschleiss fördert.

Gehirngymnastik: Eine saubere und ordentliche Umgebung vermittelt und Klarheit und unser Geist kann besser arbeiten. Wirf Dokumente und Dinge weg, die du nicht brauchst. Säubere die Umgebung und mach die Oberflächen frei.

8. Lerne Sprachen

Laut einer Studie schützt das Sprechen von zwei oder mehr Sprachen das Gehirn vor kognitivem Verschleiss. Man fand heraus, dass zweisprachige Menschen eine höhere Bewertung auf der Intelligenzskala erhielten. Ausserdem erhielten sie bessere Bewertungen bei kognitiven Tests als für ihr Alter zu erwarten war. Dies geschieht sogar, wenn die Sprache im Erwachsenenalter erlernt wurde.

Gehirngymnastik: Schreib dich für Englisch-, Französisch- oder einen anderen Sprachunterricht ein, egal was. Versuche, Filme in Originalversion zu sehen (es ist egal, wenn du die Untertitel einstellen musst), dein Gehör wird sich daran gewöhnen und die zusätzliche Anstrengung zum Verstehen wird eine gute Stimulation für deinen Geist sein.

9. Schlaf so viel du benötigst

Laut einer Studie hängt zu viel oder zu wenig Schlaf mit der kognitiven Alterung zusammen. Im reiferen Alter war sowohl weniger als 6 als mehr als 8 Stunden zu schlafen mit schlechteren Bewertungen bei kognitiven Tests verbunden, als Folge der fühzeitigen Alterung des Gehirns.

Eine angemessene Schlafqualität ist grundlegend für die richtige Funktionsweise des Organismus und unseres Wohlbefindens. Sowohl das Fehlen von Schlaf als auch exzessive Somnolenz haben ungünstige Auswirkungen auf die Leistung, Reaktionszeiten, das Begehen von Fehlern und die Aufmerksamkeit.

Gehirngymnastik: Um eine angemessene Schlafhygiene beizubehalten, ist eine gewisse Routine am besten. Versuche, immer um die gleiche Uhrzeit aufzustehen und schlafen zu gehen. Wenn du dazu neigst, wenig zu schlafen, geh nach und nach ein bisschen früher schlafen. Vergiss die Technik vor dem Schlafen, denn die Helligkeit des Bildschirms kann deinen Schlaf beeinträchtigen. Eine angenehme Temperatur, das Senken von Geräuschen (Ohrstöpsel können eine gute Strategie sein, wenn wir den Umgebungslärm nicht ausschalten können) und eine abgedunkelte Umgebung helfen uns dabei, besser zu schlafen.

10. Lies

Menschen, die wenig lesen, weisen eine allgemein geringere kognitive Leistung auf, laut einer Studie. Sie erhalten schlechtere Bewertungen in Verarbeitungsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeit, Sprache und abstraktem Denken als jene mit einem hohe Leseniveau.

Laut diesen Wissenschaftlern hat diese schlechtere Leistung bei Personen, die wenig lesen, einen direkten Einfluss auf die Fähigkeit des Gehirns, sich an den Gehirnschaden anzupassen. Menschen mit höherem Bildungsniveau nutzen Mittel des Gehirns, um den kognitiven Verschleiss, der vom Alter herrührt, auszugleichen, das heisst, sie weisen eine grössere ausgleichende funktionelle Plastizität auf, wie wir zuvor erwähnt haben. Dies lässt sich auf dieselbe Art auf Personen anwenden, die gewohnheitsmässig lesen.

Gehirngymnastik: Wenn du gerne liest, ist das einfach für dich. Wenn du keine Literatur magst, kein Problem. Es gibt eine Menge an Genres, die du ausprobieren kannst. Du kannst Theater lesen, sehr viel einfacher und unterhaltsamer zu lesen. Du kannst die Presse lesen, Zeitschriften mit den Themen, die dir am besten gefallen. Du wirst denselben Nutzen vom Lesen erhalten, wenn du Die Säulen der Erde liest, als wenn du die Zeitschrift National Geographic liest. Der Punkt ist, den Geist aktiv zu halten.

Geistige Übungen für ein gesundes Gehirn: Lies

11. Mach Yoga und Meditation

Die Ausübung von Meditation verursacht auf lange Sicht Veränderungen im Gehirn, laut dieser Studie. Menschen, die seit Jahren meditieren, weisen eine höhere Menge an Gyri im Gehirn auf (Falten in der Gehirnmaterie, die an einer schnelleren Informationsverarbeitung beteiligt sind). Dies ist ein weiterer Beweis der Gehirsplastizität, wie unser Gehirn sich anpasst und verändert, je nach unserer Erfahrung.

Nach einer anderen Studie verbessern 20 Minuten Yoga die Geschwindigkeit und Genauigkeit bei Tests zum Arbeitsspeicher und zur Impulskontrolle (die Fähigkeit, ein Verhalten zu unterdrücken, sollte es notwendig sein). Diese Massnahmen des Gehirn werden mit der Fähigkeit, die Aufmerksamkeit zu halten, sich zurückzuhalten und neue Informationen zu benutzen.

Die Yogapraxis und die Meditation helfen uns bei einer wirkungsvolleren Nutzung unserer geistigen Ressourcen. Ausserdem reduzieren sie Stress und Sorgen und verbessern so unsere Leistung.

Gehirngymnastik: Heutzutage sind Yoga und Meditation im Trend. Es wird nicht schwierig sein, Kurse zu finden, um zu lernen. Wenn du das nicht möchtest, kannst du Kurse bei YouTube machen, dort gibt es viele Yoga- und Meditationslehrer, die es dir zeigen können, ohne dass du dich von zuhause wegbewegen musst.

12. Ernähre dich gut und vermeide Drogen

Iss gesund

Was du isst, hat Auswirkungen auf dein Gehirn. Sich gesund zu ernähren hilft uns dabei, das Gehirn jung zu halten und beugt dem kognitiven Verschleiss vor. Man weiss, dass gewisse Arten von Ernährungen oder “Superfood” auf isolierte Art keine Extravorteile für unsere körperliche oder geistige Gesundheit bringen. Aber es ist erwiesen, dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten und einem niedrigen Grad an verarbeiteten Nahrungsmitteln zu unserer Gesundheit beiträgt. Diese Lebensmittel beugen nicht nur einer grossen Zahl von Krankeiten vor, sondern verzögern auch die körperliche und kognitive Alterung.

Alkohol, Tabak und Drogen im Allgemeinen tragen nicht nur zur Erhöhung des Risikos aller Arten von Krankheiten, sondern auch zur vorzeitigen Alterung des Gehirns bei.

Gehirngymnastik: Wenn du lernen möchtest, wie man sich gesund ernährt, wendest du dich am besten an die Gesundheitsexperten, die sich diesem Bereich widmen: die Ernährungsspezialisten oder Ernährungswissenschaftler. Vertraue keinen Wundertipps oder -diäten. Wähle Obst, Gemüse und Vollkorngetreide, immer wenn du kannst. Achte auf die Aufnahme von Zucker und Fetten. Je weniger Alkohol du zu dir nimmst, desto besser, und bitte um Hilfe, um mit dem Rauchen aufzuhören.

13. Schone deine geistige Gesundheit – Kontrolliere dein Stresslevel!

Unter psychischen Störungen und negativen Denkmustern zu leiden beeinflusst unser Wohlbefinden negativ. Man entdeckte in einer Studie, dass dies auch auf den Zustand unseres Gehirns auf lange Sicht beeinträchtigt. Depressionen, Angsstörungen oder andere Pathologien erlitten zu haben, erhöht das Risiko, an Demenz zu erkranken.

Gehirngymnastik: Kontrollier dein Stress- und Nervositätslevel mit Entspannungstechniken. Ausserdem können Yoga, Achtsamkeitsmeditation und Musikhören auch dazu beitragen, die Besorgtheit zu reduzieren. Pflege dein Selbstwertgefühl, hör auf, negativ zu denken und schreib deine Gefühle auf (das wird dir helfen, sie neu zu bewerten und ihre Intensität zu verringern). Wenn du ein psychisches Problem hast, zögere nicht, dich an einen Experten für psychische Gesundheit zu wenden.

14. Mach neue Aktivitäten

Neue Studien zeigen, dass das Eintauchen in Freizeitaktivitäten, die eine Anstrengung bedeuten und herausfordernd für den Geist sind, die kognitiven Funktionen begünstigen und dem kognitiven Verschleiss vorbeugen können.

Ausserdem fördert das Lernen die psychische Gesundheit, nach dieser Studie. Den Geist aktiv zu halten und neue Dinge im Laufe des Lebens zu lernen, hält das Gehirn gesund. Das Gehirn ist wie ein Muskel, wenn du es nicht benutzt, verkümmert es.

Gehirngymnastik: Lerne, neue Dinge zu machen, egal ob du gut in ihnen ist, das Wichtige ist, dass du Spass hast. Lerne Schach zu spielen, zu weben, lerne Heimwerken, zeichne, schreibe, erlerne ein Musikinstrument …

15. Geh mit deinen Freunden und geliebten Menschen aus

Die sozialen Beziehungen stimulieren unser Gehirn, helfen ihm, aktiv und länger jung zu bleiben. Ausserdem verringert es den Stress, mit Menschen zusammen zu sein, es verbessert unsere Stimmung und trägt so zur psychischen Gesundheit bei.

Gehirngymnastik: Verbringe mehr Zeit mit geliebten Menschen (vor allem, wenn es Menschen sind, die dir Positives vermitteln), lerne neue Leute kennen, werde ein Teil von sozialen Gruppen …

 16. Benutz dein Gehirn immer wenn du kannst

Dein Gehirn zu benutzen ist die beste Art, es nicht zu verlieren. Die neuen Technologien sind super, weil sie unser Leben einfacher gemacht haben, aber sie haben unser Gehirn auch fauler gemacht. Früher mussten wir uns anstrengen, um zu lernen und zu erinnern. Jetzt finden viele Aufgaben automatisiert statt. Versuch deinem Gehirn eine Chance zu geben, bevor du Taschenrechner, Navigationssystem oder Google heranziehst.

Gehirngymnastik: Versuche, mathematische Gleichungen ohne Taschenrechner zu lösen, verringer den Gebrauch des Navigationssystems und versuche, Daten selbst zu erinnern. Rechnen ist in den meisten Alltagsaktivitäten enthalten: wenn wir einkaufen und bezahlen müssen und das Wechselgeld überprüfen, um zu wissen, ob eine Menge viel oder wenig ist. Lerne eine Liste mit Wörtern auswendig, zum Beispiel die Einkaufsliste, und miss die Zeit, die du fürs Auswendiglernen gebraucht hast.

17. Gib deinem Gehirn einen Moment Stille

Laut einer Studie, fördern zwei Stunden Stille am Tag die Neurogenese, die Geburt von neuen Neuronen in der Zone des Hippocampus (die für das Gedächtnis, die Lernfähigkeit und die Emotionen zuständig ist). Ausserdem hat man herausgefunden, dass konstantem Lärm ausgesetzt zu sein den kognitiven Funktionen schädigen kann.

Gehirngymnastik: Versuche, alle unnötigen Lärmquellen auszuschalten. Soweit möglich, nutze leise Haushaltsgeräte, lass den Fernseher nicht als Nebengeräusch laufen … Widme 2 Stunden pro Tag, oder die Zeit, die du brauchst, der kompletten Stille (Ohrstöpsel können eine gute Hilfe sein). Hör Musik, aber ruh dich auch von ihr aus. Es wurde beobachtet, dass Pausen von zwei Minuten zwischen (langsamen und ruhigen) Liedern deren entspannende Wirkung fördern.

Entdecke mit dem folgenden Video, was du noch tun kannst, um deinem Gehirn zu helfen, korrekt zu funktionieren und sich jung zu halten. Wir können unserem Gehirn wirklich helfen, neue Neuronen zu erschaffen, auch wenn wir erwachsen sind. Sandrine Thuret erklärt uns, was wir machen können, um die Geburt von neuen Neuronen zu fördern.

Danke fürs Lesen! Kennst du noch mehr Gehirngymnastikübungen? Zögere nicht, uns deine Kommentare zu hinterlassen und Fragen zu stellen.

Quelle: Andrea García Cerdán, Psychologin bei CogniFit.

Gedächtnislücken – nicht alles, was wir erinnern, ist wahr

Unsere Erinnerung bildet die Wirklichkeit nicht getreu ab, es gibt Gedächtnislücken, die dazu führen, dass wir unsere Erinnerungen umgestalten. Nicht alles, was wir erinnern, ist wahr. Eine Erinnerung wird nie das perfekte Abbild einer Erfahrung sein, etwas wird immer anders sein, dank dem Aufbau unseres Gedächtnisses. Die falschen Erinnerungen und Gedächtnislücken sind gewöhnlicher als wir denken. Finde in diesem Artikel heraus, wie uns unsere Erinnerung betrügt.

Wir erinnern uns an manchen Dinge, die nicht wahr sind

Eine große Mehrheit der Menschen denkt, dass unsere Erinnerung einer Videokamera ähnelt, die unsere Erfahrungen aufzeichnet. Nichts liegt ferner. Unser Gedächtnis arbeitet mit den Hauptideen des Wahrgenommenen, das, was es als wichtig ansieht, es zeichnet die Realität nicht so ab, wie sie ist.

 “Mehr als einem Aufnahmegerät ähnelt das Gedächtnis der Wikipedia-Seite, wo du die vorhandene Information verändern kannst. Und nicht nur du, auch die anderen können sie verändern.” Elizabeth Loftus

 

 

Unser Hirn arbeitet mit Hauptideen. Die Information, die als vital und wichtig erachtet wird, wird in unserem Gehirn gespeichert, aber die Details werden gelöscht und so hinterbleibt eine unvollständige Erinnerung der Erfahrung. Unsere Erinnerung repräsentiert keine objektive und glaubwürdige Realität, sondern eher eine wahrgenommene Realität, voll von “Lücken”.

Unser Gedächtnis ist konstruktiv. Wir speichern Erinnerungen mit Schlüsselideen, Konzepten der Erfahrung, ab. Aber wenn wir uns wieder an sie erinnern, versucht unser Gehirn, eine Kohärenz in der Geschichte zu finden. Dafür füllt es die Lücken, die es zwischen diesen Schlüsselideen gibt, mit Ableitungen und Schlussfolgerungen von unseren vorherigen Kenntnissen. Wir erinnern uns nicht, wir bauen Erinnerungen auf, immer wieder. Deswegen hat unsere Erinnerung Lücken.

Gedächtnislücken und falsche Erinnerungen – wie entstehen sie?

Es hat Vor- und Nachteile, dass unsere Erinnerung konstruktiv ist. Einerseits werden so Überbelastungen verhindert, aber andererseits werden unsere Erinnerungen manipulierbar. Nicht alles, was wir erinnern, ist wahr. In geringerem oder größerem Ausmaß haben unsere Erinnerungen etwas Erfundenes. Wenn wir die Information aus den Lücken zwischen den Grundideen einer Erinnerung wiederherstellen, kann sich neue Information “hineinschmuggeln”, die unsere Erinnerung verfälscht. In diesem Moment wird eine falsche Erinnerung geschaffen, eine Verfälschung der wirklichen Erinnerung oder direkt die Erschaffung einer Erinnerung von einer nicht wirklich erlebten Erfahrung aus.

Unsere Erinnerung funktioniert mit Hauptideen

Wie weiß man, ob eine Erinnerung falsch ist?

Das können wir nicht, wenn unser Gehirn einmal eine neue Information annimmt, löst es sie nicht so leicht wieder. Das sorgt dafür, dass uns die falschen Erinnerungen so real erscheinen. Wenn sie einmal akzeptiert wurden, verfälschen sie die wahre Erinnerung und diese verschwindet. Die neue Geschichte verwandelt sich in Wirklichkeit und wird genau so erinnert. Dies sind nicht wahrnehmbare Gedächtnislücken.

Betrügen uns unsere Erinnerungen?

Im Allgemeinen spiegelt unsere Erinnerung die Realität gut wieder, nichtsdestotrotz existieren Gedächtnislücken, wie wir gesehen haben. Im Allgemeinen betrachten wir unser Gedächtnis als einen treuen Zeugen der Realität, aber das ist nicht immer so. Beim Arbeiten mit dem Hauptideen, lässt unser Gedächtnis alles aus, was nicht wichtig ist, alle Details. Wenn wir uns daran erinnern, auf eine Party gegangen zu sein, erinnern wir uns an einige Dinge, wie wer uns eingeladen hat oder welche Freunde auch dort waren. Aber wir lassen beim Versuch sich daran zu erinnern, welche Musik lief, ob es kalt oder warm war, mit wie vielen Personen wir gesprochen haben etc., nach. Um einen Zusammenhang in der Geschichte zu finden, suchen wir Schlussfolgerungen über diese Schwachpunkte der Erinnerung und so beginnt sie sich zu verfälschen.

Wie sehr können wir auf unsere Erinnerung vertrauen?

Wir haben gesagt, dass unsere Erinnerung ein guter Spiegel der Realität ist, aber sie ist nicht perfekt. Nicht genug, um ihr die Autorität zu geben, die man ihr gibt.

Ein Fall, in dem das Gedächtnis einen unangemessenen Platz einnimmt, ist bei Gerichtsverfahren. Man gibt den Zeugen einer Straftat eine enorme Wichtigkeit bei der Entscheidung des Falls, jedoch gibt es mehrere Faktoren die Richtigkeit dieser Art von Zeugenaussagen in Verruf bringen: die Zeit, die nachfolgenden Erfahrungen, die Fragen, die über das Ereignis gestellt werden, etc. All dies kann eine Erinnerung verzerren und das Bild einer Person in ein ganz anderes umwandeln.

Es gibt viele Fälle von Verurteilungen für nicht begangene Straftaten aufgrund von falschen Erinnerungen. Die Erinnerung ist angreifbar und diese Schwäche sollte man berücksichtigen.

Wie können wir eine Erinnerung manipulieren?

Wenn man nur ein paar bestimmte Elemente in einer Geschichte verändert, kann man sehr unterschiedliche Versionen erhalten. Durch Alternativversionen oder die Veränderung von gewissen Details beginnt unser Gehirn, die echte Information mit der Alternative zu mischen. Dies führt dazu, dass wir uns an eine andere Geschichte erinnern werden.

Wie wir zuvor erwähnt haben muss man beachten, dass wir jedes Mal, wenn wir Informationen aus einer Erinnerung, aus einer erlebten Erfahrung, abrufen, die Geschichte mit den Elementen konstruieren, die wir haben, und die Lücken ohne Information mit Schlussfolgerungen füllen.

Diese Lücken füllt man mit eigenem Wissen, aber auch mit externem. Zur Veränderung unserer Erinnerung reicht, dass ein Freund seine Version der Geschichte erzählt. Es ist sehr schwierig, eine Erinnerung intakt zu halten.

Das Gedächtnis und die Ethik bei falschen Erinnerungen

Es ist erwiesen, dass sich eine falsche Erinnerung einsetzen lässt, das dauerhafte Auswirkungen auf das Individuum hat. Man hat mit beachtlichem Erfolg geschafft, falsche Erinnerungen über ein Ertrinken in der Kindheit oder einem Angriff von einem wilden Tier etc. einzusetzen. Und diese falschen Erinnerungen hatten reale Auswirkungen. Dennoch, eine falsche Erinnerung kann auch zu “guten” Zwecken genutzt werden, genau wie man ein unangenehmes Erlebnis, beispielsweise mit einem Tier, schaffen kann, kann man auch ein angenehmes Erlebnis, beispielsweise mit gesundem Essen, schaffen.

Ist dieser Zweck Rechtfertigung genug, um die Freiheit zu haben, die eigenen Erinnerungen zu manipulieren?

 

Vortrag TED Elizabeth Loftus: The fiction of memory.

Quelle: Mario de Vicente, Psychologe bei CogniFit.

Neurotransmitter: Welche gibt es? Welche Funktionen erfüllen sie?

Sicher hast du dich schon mehr als einmal deprimiert oder kraftlos gefühlt und weißt, dass die Neurotransmitter Serotonin und Dopamin für deine Stimmung eine Rolle spielen. Doch welcher Mechanismus liegt dem zugrunde und welche Funktionen führen die Neurotransmitter in deinem Organismus genau aus? In diesem Artikel erklärt die die Neuropsychologin Cristina Martínez de Toda die bedeutendsten Arten von Neurotransmittern für den menschlichen Körper und ihre Verbindung mit dem Nervensystem.

Was sind Neurotransmitter? 

Teste zunächst dein Wissen

Was weißt du bereits über Neurotransmitter?

1. Für welchen Neurotransmitter gibt es im Körper 5 verschiedene Rezeptoren?
  • Dopamin hat 5 verschiedene Rezeptoren, welche die Namen D1, D2, D3, D4 und D5 tragen. Die unterschiedlichen Rezeptoren befinden sich in verschiedenen Teilen des Gehirns. Dadurch kann der Neurotransmitter auf viele verschiedene Arten genutzt werden. Wenn Dopamin beispielsweise mit dem D1-Rezeptor des limbischen Systems interagiert, hat das Auswirkungen auf der Verhaltensebene.

2. Welcher Neurotransmitter wird auch 5-Hydroxytryptamin oder 5-HT genannt?
  • Serotonin ist auch als 5-Hydroxytryptamin beziehungsweise 5-HT bekannt. Das ist der Fall, da der Neurotransmitter aus der Aminosäure Tryptophan besteht. Tryptophan findet sich in Nahrungsmitteln wie Getreide, Fleisch und Milchprodukten. Ein Mangel an Tryptohan kann dementsprechend zu einem geringeren Serotoninlevel führen.

3. Welcher der folgenden Neurotransmitter ist inhibitorisch?
  • GABA ist ein inhibitorischer Neurotransmitter, was bedeutet, dass es dem nachfolgenden Neuron mitteilt, kein Aktionspotential abzufeuern. Exzitatorische Neurotransmitter wie Adrenalin oder Noradrenalin hingegen aktivieren das Neuron, sodass Aktionspotentiale ausgelöst werden, was in der Regel dazu führt, dass noch mehr Neurotransmitter ausgeschüttet werden.

4. Der Bereich in welchen die Neurotransmitter von einer Zelle ausgeschüttet werden, um mit einer anderen Zelle zu kommunizieren, nennt sich _____
  • Die Synapse, beziehungsweise der Synaptische Spalt ist der Ort, an dem alles passiert. Die Neurotransmitter werden am synaptischen Endknöpfchen Enden der Zelle ausgeschüttet, um mit den Rezeptoren der Dendriten der nachfolgenden Zelle zu interagieren.

5. Wenn es zu einem neurochemischen Ungleichgewicht kommt, wodurch eine Krankheit oder Beschwerden entstehen, können Wissenschaftler Medikamente entwickeln, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Was muss bei der Entwicklung dieser Medikamente, welche die Chemie des Gehirns beeinflussen, unbedingt beachtet werden?
  • Während all diese Dinge wichtige Faktoren sind, ist das größte Hindernis die Blut-Hirn-Schranke, wenn es um die Entwicklung von Medikamenten geht. Die Blut-Hirn-Schranke ist eine sehr selektive Grenze, welche nur bestimmten Substanzen und Nährstoffen den Durchgang erlaubt. Dadurch wird das Gehirn vor möglichen gefährlichen Substanzen geschützt.

Was sind die Neurotransmitter?

Die Neurotransmitter wurden 1921 vom Biologen Otto Loewi entdeckt, der später den Nobelpreis für seine Arbeiten gewann. Bis dahin glaubte man, dass die interneuronale Kommunikation (zwischen Neuronen) über elektrische Kommunikationsmittel stattfindet. Loewi entdeckte, dass dieses Konzept falsch ist, indem er zeigte, dass die Neuronen untereinander durch die Freisetzung von chemischen Substanzen kommunizierten, die man Neurotransmitter nennt. Von 1921 bis heute wurden mehr als 60 verschiedene Arten von Neurotransmittern entdeckt.

Neurotransmitter sind notwendige Biomoleküle, die für den Transport der Information von einem Neuron zum anderen durch den synaptischen Vorgang zuständig sind. Sie agieren als Botenstoffe im Gehirn.

Neurotransmitter kommunizieren indem sie entweder chemisch oder elektrisch wirken. Kleine Pakete, die sogenannten Vesikel, befinden sich im Synaptischen-Endknöpfchen jedes Neurons. In diesen Vesikeln werden die Neurotransmitter gelagert, die sich öffnen und die Neurotransmitter freigeben, wenn ein elektrischer Impuls, ein Aktionspotential, die Zelle stimuliert. Sobald das Neuron das Signal erhält, wandern die Vesikel zum Zellmembran und schütten die Neurotransmitter in den synaptischen Spalt. Das ist der Bereich zwischen den Dendriten eines Neurons und der präsynaptischen Endigung eines anderen Neurons.

Neurotransmitter interagieren mit den Rezeptoren der Dendriten des nachfolgenden Neurons, nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Sie besitzen eine spezielle Oberfläche und Form, mit dem sie wie ein Schlüssel an einen bestimmten Rezeptor andocken können. Sobald der Neurotransmitter an den Rezeptor angedockt hat und mit diesem verbunden ist, wird -je nach Rezeptortyp- die nachfolgende Zelle inhibiert oder durch ein Aktionspotential erregt. Wenn das Neuron das Signal bekommt zu feuern, findet der ganze Prozess von vorne statt.

Das korrekte Funktionieren unserer Neurotransmitter sorgt für ein Gleichgewicht in allen Funktionen unseres Nervensystems. Es kann durch genetische Prädispositionen oder Einflüsse der Umwelt zu einer falschen oder mangelhaften Synthetisierung oder Produktion bestimmter Neurotransmitter kommen. Dies führt zu Unordnung und kann eine körperliche oder psychische Störung zur Folge haben.

Im Folgenden werden die Beziehung zwischen diversen Krankheiten genauer betrachtet und der enge Zusammenhang mit den unterschiedlichen Arten von Neurotransmittern beleuchtet.

Arten von Neurotransmittern und ihre Funktionen

Im Folgenden werden wir eine Übersicht von den wichtigsten Arten von Neurotransmittern und ihren Funktionen erstellen. Gruppierung von Neurotransmittern:

1- Acetylcholin (ACh)

Hauptfunktionen des Acetylcholins und Handlungsmechanismen: Unter den unterschiedlichen Arten von Neurotransmittern ist das Acetylcholin der Neurotransmitter, der unter anderem für die Muskelreize verantwortlich ist. Er kümmert sich um die Aktivierung der motorischen Neuronen und beteiligt sich an diversen Zonen des Gehirns, die für das Lernen, die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis oder die Erregung zuständig sind. Außerdem erachtet man das Acetylcholin als wichtige Substanz zur Bekämpfung des neurologischen Abbaus.

Die Hauptfunktion des Acetylcholin ist die Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten. Es ist grundlegend bei der Bildung von Erinnerungen, der Konzentrationsfähigkeit und dem logischen Denken. Zudem kümmert es sich um den Übergang vom Wachzustand zum Schlaf.

Wo befindet sich das Acetylcholin? Das Acetylcholin befindet sich in unterschiedlichen Teilen des zentralen Nervensystems (ZNS) und in den Synapsen der Drüsen und Muskeln.

Funktionsstörungen, die mit einem Defizit an Acetylcholin zusammenhängen: Die Alzheimerkrankheit und Morbus Parkinson hängen mit einem Mangel an Acetylcholin zusammen. Bei Alzheimerpatienten beobachtet man einen Verlust von bis zu 90% von Acetylcholin im Gehirn.

2- Dopamin

Hauptfunktionen des Dopamins und Handlungsmechanismen: Was ist Dopamin und welche Funktionen hat es? Das Dopamin wird als Neurotransmitter des Vergnügens erachtet, man verbindet es mit dem Vergnügen und Entspannungsgefühl.

Unter den Hauptfunktionen des Dopamins können wir die Verbindung mit der Lernfähigkeit finden, konkreter die Verbindung zu den kognitiven Prozessen, der Regulierung des Gedächtnisses. Es spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle bei der Entscheidungsfindung. Die Motivation und die Neugierde scheinen auch mit diesem Neurotransmitter in Verbindung.

Es sorgt für die Regulierung der angenehmen Emotionen. Wenn wir eine Droge gewohnheitsmäßig konsumieren, wie Nikotin oder Alkohol, steigen die Dopaminwerte in unserem Körper und es entsteht dieses angenehme und entspannte Gefühl.

Wo befindet sich das Dopamin? Dieser Neurotransmitter befindet sich im vegetativen Nervensystem (VNS)

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Defizit an Dopamin zusammenhängen: Das Dopamin steht mit der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) in Verbindung, da der Mangel an diesem Neurotransmitter Konzentrationsprobleme und – Defizite erzeugt. In Verbindung mit der bipolaren Störung wurde ein Anstieg von Dopamin in den manischen und hypomanischen Phasen nachgewiesen. Die Schizophrenie und Morbus Parkinson hängen ebenfalls mit Dopamin zusammen. Im Fall von der Schizophrenie entsteht ein Überschuss an Dopamin in den Frontallappen und im Fall von Morbus Parkinson ein Mangel an Dopamin in den motorischen Zonen, die für unkontrollierbares Zittern verantwortlich sind.

3- Noradrenalin

Hauptfunktionen des Noradrenalins und Handlungsmechanismen: Man kennt Noradrenalin auch unter dem Namen Stresshormon. Das liegt an seiner Doppelfunktion, als Hormon und als Neurotransmitter.

Noradrenalin ist eine Art von Neurotransmitter mit erregender Funktion, der für die Aktivierung des sympathischen Nervensystems sorgt.

Das Noradrenalin wird mit der Herzfrequenz assoziiert und greift in die Gehirnvorgänge der Aufmerksamkeit und Reaktionserzeugung ein. Unter seinen Hauptfunktionen sind die Regulierung des Gemütszustands und die körperliche und geistige Erregung.

Wo befindet sich das Noradrenalin? Diese Art von Neurotransmitter befindet sich hauptsächlich im zentralen Nervensystem (ZNS) und in einigen Zonen des Sympathikus des vegetativen Nervensystems (VNS).

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Mangel an Noradrenalin zusammenhängen: Ein Defizit an dieser Art von Neurotransmitter steht im Zusammenhang mit depressiven und affektiven Störungen. Stress erschöpft unsere Reserven häufig, während einige Drogen wie Amphetamine oder Speed die Noradrenalin-Werte drastisch ansteigen lässt.

Ein niedriger Noradrenalin-Wert sorgt für einen Rückgang des sexuellen Verlangens.

4- γ-Aminobuttersäure: GABA

Hauptfunktionen des Neurotransmitters GABA und Handlungsmechanismen: GABA besitzt eine hemmende Funktion im Nervensystem, er verhindert, dass wir uns übermäßig aufregen und verhindert Panik- oder Angstreaktionen. Alkohol und Drogen können die Funktion des Neurotransmitters GABA beeinflussen und ein subjektives Gefühl der Kontrolle erzeugen.

Er spielt eine wichtig Rolle bei der Kontrolle der motorischen Tätigkeiten und der Sicht, des Verhaltens, und den Stressreaktionen. Außerdem ist er ein essentieller Schutzfaktor bei der Panikkontrolle.

Wo befindet sich der Neurotransmitter GABA? Im Gehirn und der Hirnrinde

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Mangel am Neurotransmitter GABA zusammenhängen: Wenn wir geringe Werte des Neurotransmitters GABA aufweisen, können wir in unserem Körper unter Angststörungen leiden, und seine vollständige Abwesenheit korreliert mit epileptischen Phasen.

Sehr geringe GABA-Werte können zu Wahn und Panikattacken führen.

5- Serotonin

Hauptfunktionen des Serotonins und Handlungsmechanismen: Das Serotonin ist auch als Glückshormon bekannt und wird häufig mit 5-HT abgekürzt. Es erfüllt zwei Funktionen in unserem Organismus; als Hormon und als Neurotransmitter.

Es spielt eine wichtige Rolle beim Prozess der Verdauung, der Regulierung der Körpertemperatur und hat einen großen Einfluss auf das sexuelle Verlangen. Außerdem scheint es die Aggressivität bedeutend zu verringern.

Wo befindet sich das Serotonin? Diese Art von Neurotransmitter befindet sich in verschiedenen Regionen des zentralen Nervensystems.

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Mangel an Serotonin zusammenhängen: Ein Mangel an Serotonin in unserem Organismus hängt mit Krankheiten wie Depressionen, Zwangsstörungen (OCD), Aggressivität, Drogen- oder Alkoholabhängigkeit, Essstörungen und Schlaflosigkeit zusammen.

6- Glutamat

Hauptfunktionen des Glutamats und Handlungsmechanismen: Das Glutamat hängt mit dem Neurotransmitter GABA zusammen und ist das am häufigsten vorkommende im zentralen Nervensystem (ZNS). Es ist fundamental für die Prozesse der Erinnerung. Ein Überschuss an Glutamat toxische Effekte auf unseren Organismus und sorgt für Nerventod.

Diese Art von Neurotransmitter ist mit Erinnerungs- und Lernfunktionen verbunden und mit den komplexesten kognitiven Funktionen. So kann ein Ungleichgewicht des Neurotransmitters Glutamat für neurodegenerative Pathologien sorgen.

Wo befindet sich das Glutamat? In diversen Bereichen des zentralen Nervensystems

Funktionsstörungen oder Krankheiten, die mit einem Mangel an Glutamat zusammenhängen: Niedrige Werte an Glutamat hängen mit Krankheiten der motorischen Neuronen zusammen. Die am häufigsten assoziierte Krankheit ist die Exzitose, ein Vorgang, bei dem die Neuronen durch eine Überaktivierung stark geschädigt oder zerstört werden. Die Exzitose korreliert mit neurodegenerativen Krankheiten wie unter anderem der Huntington-Krankheit, der Alzheimer-Krankheit und Parkinson.

Hohe Glutamat-Werte in unserem Organismus korrelieren mit epileptischen Phasen.

Vielen Dank fürs Lesen, zögere nicht, deine Kommentare und Fragen unten zu hinterlassen.

Quelle: Cristina Martínez de Toda, Psychologin bei CogniFit.